
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
Wird Sebastian Kehl neuer HSV-Vorstand? Neue Insights vom BVB
Mittwoch, 18. März 2026 · 40 min
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Shownotes
Nach dem überraschenden Aus beim BVB ist Sebastian Kehl plötzlich auf dem Markt – und beim Hamburger SV ganz oben auf der Liste. Die Rothosen suchen händeringend einen Nachfolger für Stefan Kuntz. Wir prüfen, wie realistisch der Wechsel in den Norden wirklich ist und welche Rolle eine Headhunter-Agentur dabei spielt.
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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Auf solche Highlight-Spiele haben die HSV-Fans sieben quälend lange Jahre warten müssen. Merlin Polzin hat seinen Spielern bereits die Erlaubnis erteilt, sich auf eines der besonderssten Stadien der Welt, wie er es nannte, freuen zu dürfen.
Wie aber sorgt der HSV-Trainer dafür, dass seine Mannschaft vor der gelben Wand nicht erstarrt, sondern vielleicht sogar eine Überraschung wieder mit nach Hamburg bringt. Das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund sowie die Nachfolgesuche für Ex-Vorstand Stefan Kunz steht heute im Fokus unseres Podcasts HSV, wir müssen reden.
Mein Name ist Stefan Walter und ich begrüße den Reporter, der tiefe Einblicke in das Innenleben des BVB hat. Herzlich willkommen Christian Wobb von der WAZ. Grüß dich Stefan, hi. Ja, moin Christian, vielen Dank auf jeden Fall schon mal für deine Zeit. Bevor wir über die richtig heiklen den Personalien sprechen.
Vielleicht einmal deine Einschätzung vorab. Kann der HSV für Dortmund zur Stolperfalle werden? Ui, über viele Strecken der Saison habe ich gedacht, dass sehr, sehr viele Mannschaften zum Stolperstein für den BVB werden können, gerade, Gerade wenn es dann in die absolute nationale und europäische Spitze geht.
Aber gerade muss ich sagen, ist der BVB doch schon sehr reif, sehr gefestigt. Also ich kann mal den Bogen schlagen zu, vor genau einem Jahr, da gab es ein Heimspiel gegen den FC Augsburg und das war ein sprichwörtlicher Grottenkick, würde ich fast behaupten. 0 zu 1 verloren und danach war der BVB praktisch am Boden und auch jetzt nach dem Auswärtsspiel in Köln gab es mächtig Zoff bei Dortmund, aber eher so ein bisschen über die eigene Einstellung zum Spiel, denn man hatte da sehr komfortabel geführt mit 2-0 und das ganze Spiel dann selber nochmal spannend gemacht und das zeigt eigentlich so diesen Reifeprozess und wie weit der BVB eigentlich ist in der Entwicklung und deswegen muss ich sagen, Liebe HSV-Fans, es könnte schwierig werden,
aber wir wissen ja auch, im Fußball ist nichts unmöglich, aber BVB schon sehr heimstark, deswegen, die Favoritenrollen sind da doch sehr deutlich verteilt. Ich habe vor dem Podcast mal geschaut, 10 von 13 Heimspieler hat der BVB gewonnen. Was zeichnet denn Dortmund aus zu Hause? Warum sind sie so unglaublich effizient?
Weil mit Verlaub, aber so aus Hamburg ist so der Blickwinkel, geht nicht in die Richtung, dass Dortmund da furios gegen an die Wand spielt, aber am Ende holen sie eben dann doch häufig immer die drei Punkte zu Hause. Nee, das stimmt. Also über diese B-Note im Fußball ist ja auch schon einiges diskutiert worden in dieser Saison.
Aber die Ergebnisse stimmen. Also Niko Kovac hat eine zuverlässige Achse geformt. Er hat die Zahl an Gegentoren drastisch reduziert. und nach vorne wird natürlich auch der BVB manchmal kritisch gesehen, Richtung internationaler Klasse, also wie gut sie dann wirklich sind, wie hoch die Qualität wirklich ist, aber insgesamt hast du natürlich sehr, sehr viele Spieler, die den Unterschied jederzeit ausmachen können und der BVB ist ja sehr effizient.
Braucht nicht viele Chancen für ein Tor tatsächlich, die Standards sind extrem gut geworden, jetzt gerade zum neuen Jahr, also wenn es dann auch mal spielerisch ja, wenn das Tor ein bisschen verbarrikadiert ist, wenn dann Beton angerührt wird, dann kann man sich da häufig auch nochmal auf eine Standardsituation verlassen.
Das ist ganz interessant, da ist der BVB inzwischen absolute Spitze, obwohl er im Winter seinen Standardtrainer freigestellt hat. Also, ja, das Ganze wird jetzt intern im Trainerteam aufgefangen durch Niko Kovac und da ist der BVB wirklich sehr, sehr gefährlich. Also das ist so ein Punkt auf jeden Fall, wo die, ja, wo man beim HSV, glaube ich, ganz deutlich hinschauen sollte vor dem Spiel.
Das ist so ein bisschen die Arsenal-Taktik, die der BVB da kopiert. Also möglichst viele Leute in den Fünfer stellen, sodass der Torwart nicht mehr zum Ball kommen kann. Und dann ist Juan Riazon da, momentan ein ganz, ganz gefährlicher Schütze, der den Ball schön immer auf den Fünf-Meter-Raum zirkelt.
Da sind, ja, ich weiß gar nicht, wie viele Tore es waren in dieser Saison oder in dieser Rückrunde oder in diesem Jahr. Aber das ist gerade die große Stärke vom BVB. Du hast ja gerade schon das Stadion so ein bisschen angeteasert und wenn du dann 80.000 Leute im Rücken hast, selbst so knifflige Spiele oder knappe Spiele, die gehen dann doch häufiger nochmal zu BVB-Gunsten aus.
Ich erinnere mich da auch vor allem an das Heimspiel gegen Mainz vom BVB, 4 zu 0 gewonnen, vier Tore nach Standards. Der HSV ist allerdings nach Bayern die zweitbeste Mannschaft beim Verteidigen gegnerischer Standards. Also die gegnerischen Mannschaften kommen da sehr, sehr selten zum Torabschluss, was vor allem an der guten Arbeit von Standardtrainer Sven Hö, der auch Torwartrainer ist hier in Hamburg, liegt.
Aber eben natürlich auch an Luka Wuskowitsch, der da in der Mitte alles wegköpft. Ich weiß noch genau, wir haben da auch mal in die Richtung recherchiert, wäre Luka Wuskowitsch nicht einer für den BVB. Da gab es Gerüchte aus England, dass Dortmund an ihm dran sei. Das war zu einem Zeitpunkt, als eben noch nicht wie aktuell der FC Barcelona und Real Madrid und so weiter gehandelt wurden.
Inzwischen muss man ja schon fast sagen, Luka Wuskowitsch wahrscheinlich jetzt schon zu gut für Dortmund oder wie schätzt du es ein? Ja, zu gut und wahrscheinlich dann auch zu teuer, weil wir haben ja das Phänomen gerade beim BVB, wenn du einmal, oder allgemein im Fußball, wenn so ein Spieler einmal in England langfristig unter Vertrag steht, dann ist er für viele, also viele 17 Bundesligisten eigentlich nicht mehr zu bezahlen, gerade wenn er eben eine gewisse Qualität mitbringt.
Das ist auch ein Thema sicherlich, wo wir nochmal drauf kommen werden, jetzt in der Folge eben früher dran zu sein, bei genau diesen Transfers. Und bei Vuzkovic hättest du dann halt vor ein paar Jahren dran sein müssen und diesen Transfer klar machen müssen. Aber ich weiß nicht, du wirst es besser wissen, über welche Ablöseregionen wir da im Sommer sprechen.
Also wir haben jetzt gerade nochmal ganz frisch aus dem Verein gehört. Ja, Ablöserekorde von 40, 50 Millionen wird der BVB auf keinen Fall bezahlen können. Also wir reden da so über 30, ja vielleicht mal für einen absoluten Ausnahmespieler 35 Millionen im Gesamtpaket. Und ich gehe mal davon aus, dass der Voskowitsch da im Sommer deutlich drüber liegen wird.
Ja, damit wäre höchstens Mario Voskowitsch zu transferieren, aber nicht Luka. Bei Luka reden wir wahrscheinlich über 70 Millionen plus x, die im Sommer fällig wären. Sollte Tottenham ihn verkaufen, nach meinem Stand geht es in die Richtung, dass Luka nicht unbedingt darauf drängt, zu Tottenham zurückzukehren.
Also das kann schon sein, dass er im Sommer bereits den großen Schritt macht und zu einem Top-Club wechselt. Und dann könnte natürlich auch der HSV für eine Laie wieder ins Spiel kommen. Also für den HSV wäre das eigentlich das beste Szenario. dass jetzt ein ganz großer Klub zugreift, der aber im neuen Jahr noch nicht zwingend auf Luka Wuskowitsch setzen muss, sondern sich da auch noch ein, zwei Jahre Zeit lassen kann, ihn nochmal verleihen würde.
Und dann ist ja bekannt, dass sein großer Wunsch ist, nochmal in Hamburg mit Mario Wuskowitsch, mit seinem Bruder, der aktuell wegen Dopinges gesperrt ist, nochmal zusammenzuspielen. Also der Traum lebt weiter, der Traum lebt auch schon im Sommer und auch da hat es am Ende geklappt, beziehungsweise der Wunsch der Fans wurde erhört.
Mal schauen, wie es jetzt im Sommer ausgeht. Aber wir wollen jetzt natürlich auch einmal ein bisschen über die Dortmunder Kaderplanung sprechen. Das hat einen Hintergrund, nämlich den Namen Sebastian Kehl. Der Sportdirektor wird auch in Hamburg als Nachfolger für Stefan Kunz gehandelt und nach unseren Informationen ist er da auch einer der Kandidaten.
Denen durchaus Chancen nachgesagt werden, dass er den Zuschlag am Ende bekommen könnte. Er zählt sicherlich auch zur engeren Auswahl. Wie ist das überhaupt möglich, einen Sebastian Kehl aus Dortmund zu bekommen? Er ist natürlich in Dortmund hinter Lars Ricken jetzt erstmal da auch gefangen. In seinem Posten des Sportdirektors beim HSV könnte er auf Vorstandsebene den nächsten Schritten seiner Karriere machen.
Wie attraktiv schätzt du so einen Schritt für ihn ein? Wäre das schon auch ein Gedanke, der dann Sebastian Kehl dazu bewegen könnte, nach, ich glaube, 24 Jahren, korrigieren wir es sonst gerne, aber die Borussia dann auch zu verlassen im Sommer? Ich glaube, es sind sogar fast 25 Jahre 2001 als Spieler.
Das ist auch eine echte Warnszeit. Also das ist schon, dass er den VW wirklich tief im Herzen hat, dass er sich verbunden zu diesem Verein fühlt. Aber wie du schon sagtest, der Weg nach oben in die erste Reihe, auf die Geschäftsführer-Ebene, die ist jetzt erstmal gerade verbaut durch Lars Ricken, der von Hans-Joachim Watzke damals vorgeschlagen wurde als Sportgeschäftsführer.
Auf den ersten Blick klingt es ja erstmal so ja, recht abwegig weil du bist natürlich bei einem Champions-League-Verein du bist da eine Vereinslegende du hast die Chance Titel zu holen in Deutschland, warum dann in Anführungszeichen einen Rückschritt machen zum HSV, der eben nicht auf dieser Linie oder auf dieser Ebene unterwegs ist.
Andererseits eben Kehl möchte sicherlich in die erste Reihe der HSV ist ein großer Name, ich glaube du hast ja auch als Sportvorstand Und große Einflussmöglichkeiten kann es gestalten. Ich glaube, das ist schon so eine Position und eine Rolle und eine exponierte Stellung, die Kiel da entgegenkommen würde, die er gerne bekleiden würde.
Deswegen würde ich das Richtung Zukunftsplanung bei ihm auch jetzt nicht ausschließen. Sehr spannend auf jeden Fall deine Einschätzung zu seinen möglichen Gedanken. Wir können ja einmal über seine Arbeit in Dortmund sprechen und wie die auch so bewertet wird. Wenn man jetzt nur mal bei Social Media schaut, dann würde man ja denken, Sebastian Kehl weiß gar nicht, wie man die richtigen Transfers zu tätigen hat.
Also es ist ja in Dortmund ähnlich wie in Hamburg, es ist ja wirklich Wahnsinn, wie schnell da auch Kritik dann auch ins Persönliche übergeht und dann auch wie undifferenziert dann auch aus Fankreisen darüber Dinge bewertet werden. Ich nehme mal an, wenn du dich jetzt mit Fans unterhältst, dann fällt das etwas anders aus, auch etwas differenzierter und auch natürlich mal mit Lob betrachtet.
Trotzdem fällt auf, bei Sebastian Kehr hat er durchaus ordentlich investiert im Sommer. Knapp 100 Millionen, kannst du gleich gerne einmal skizzieren. Aber was man so wahrnimmt ist, dass seine Transfers häufig erst im zweiten Jahr einschlagen. Jetzt könnte man sagen, das ist alles geplant, solange man immer für die aktuell bevorstehende Saison das gute Spielerpersonal verpflichtet hat.
Man kann aber natürlich auch sagen, dass Dortmund da vielleicht sich etwas schnelleren Ertrag wünschen würde. Wie ist denn dein Eindruck vom BVB? Wird das kritisch bewertet intern oder wie wird Sebastian Kehls Arbeit gesehen? Ja, das Transfers in der ersten oder zweiten Saison zümpfen, wenn überhaupt. Das ist tatsächlich einer der Kritikpunkte.
Wenn wir jetzt mal auf den aktuellen oder den vergangenen Sommer schauen, da sind tatsächlich rund 100 Millionen in den Kader geflossen. Natürlich hattest du auch dagegen gerechnet Einnahmen wie von Jamie Gittens, der dann für 65 Millionen zur Chelsea gewechselt ist. Das ist übrigens ein Punkt, den man, ja, oder ein Lob, dass man Sebastian Kehl hier seit Jahren eigentlich ausspricht, dass er es schafft, Spieler für sehr viel Geld zu verkaufen.
Also unter anderem, das war wieder ein Paradebeispiel dafür, aber auch so Talente aus der zweiten Reihe, wo du das nicht unbedingt mit rechnest, dass du für die noch höher Millionenbeträge bekommst. Oder zum Beispiel der Niklas-Füllkrug-Deal damals, da hat man auch quasi die Transfererlöse verdoppelt und gleichzeitig in Maxi Bayern einen jungen, selbstverspannenden Spieler geholt.
Also es ist nicht alles schlecht, um das vorab zu sagen. Aber ja, eben Transfers vergangenen Sommer. 100 Millionen investiert, wenn man jetzt die Jan-Kautu-Millionen reinrechnet, der schon einen Sommer davor eigentlich kam, aber dann erst ausgeliehen war. Und dafür ehrlicherweise recht wenig Ertrag bisher.
Also Niko Kovac hat das nach dem Bayern-Spiel recht anschaulich gesagt. Und zwar der FC Bayern verpflichtet, so wie Harry Kane, Weltklassespieler und der BVB holt Entwicklungsspieler. Entwicklungsspieler für 100 Millionen, schwierig zu verkaufen. Also natürlich haben so Spieler wie Chubwulmeca, wie Fabio Silva, die haben ihre Qualität angedeutet, aber noch nicht konstant gezeigt.
Und natürlich, wenn der BVB als Verein, der natürlich am zweitmeisten Geld hat und die zweitmeisten Möglichkeiten hat in Deutschland, Wenn der 100 Millionen ausgibt, dann müssen die Transfers aber auch sitzen. Und das war bisher eben nicht der Fall. Es gibt sicherlich Ausnahmefälle, wie zum Beispiel jetzt Joe Bellingham.
30 bis 35 Millionen wird er am Ende kosten. Er hatte einen denkbar ungünstigen Start. Ich weiß nicht, ob wir uns beim St. Pauli-Spiel gesehen hatten. Beim ersten Spieltag, ich glaube nicht. Auf jeden Fall, da gab es ja den Kabinen-Eklat, mit seinem Vater in den Katakomben, wo dann die fehlende Einsatzzeit beklagt worden ist.
Also denkbar ungünstiger Start. Aber Niko Kovac hat auch gesagt, gib den mal zwei bis sechs Monate, dann wird der uns weiterbringen. Und jetzt gerade in den letzten Wochen ist er in einer absoluten Ausnahmeform, aber auf jeden Fall deutlich stärker als zu Saisonbeginn. Er deutet an, dass er dieser Ausnahmespieler sein kann und da zeigt die Tendenz eher nach oben.
Und das ist ein langfristiges Projekt und die anderen Spieler sind auch langfristige Projekte. Allerdings, Fußball ist ein kurzlebiges Geschäft, man wird recht schnell bewertet und immer nur auf die Karte Zukunft setzen ist schwierig. Es kann funktionieren, wie zum Beispiel bei Felix Metscher, der jetzt zu einem der Topverdiener wird, der auch schon als Fehlkauf betitelt worden ist und wo man sich ja wirklich fragen kann, war der wirklich vor zwei, ne vor drei Jahren war es inzwischen schon 30 Millionen Euro wert, heute wissen wir, jetzt ist es auf jeden Fall, jetzt hat der einen Markt für 70, 80 Millionen, mindestens mal in England, deswegen, ja, manchmal kann dir die Zeit auch, kann dir die Zeit auch helfen.
Ja, Felix Metscher hat tatsächlich auch ein ganz gutes Beispiel, warum das gar nicht immer so schlecht sein muss, wenn die Spieler erst in Anführungszeichen im zweiten Jahr einschlagen. Spielt jetzt eine super Saison, möglicherweise zusammen mit Joe Bellingham dann auch das Zukunftspärchen im Mittelfeldzentrum beim BVB mit Blick auf den Sommer.
Ganz, ganz spannende Personalie und sicherlich für Sebastian Kehl auch ein Coup, mit ihm den Vertrag verlängert zu haben. Auch er könnte dann eben sich einreihen in die lange Liste der Spieler, die dem BVB einen hohen Millionenerlös bringen, wenn er dann irgendwann mal verkauft wird. Was meinst du, hat das Standing von Sebastian Kehl beim BVB noch einmal verbessert, dass es ihm gelungen ist, den Vertrag mit Felix Metzger zu verlängern?
Ja, unbedingt. Also für die komplette sportliche Führung war das ein gut, diese Vertragsverlängerung. Vertragsverlängerung, vor allem weil sie sich erstmal so gar nicht angedeutet hat konkret. Also wir hatten im Januar tatsächlich exklusiv verkündet, dass man mit Matcher verlängern möchte. Das hatte aber damals noch nicht die allerhöchste Priorität und dass man dann so klammheimlich diesen Vertrag trotz des guten Marktes in der Premier League verlängern konnte, war ein richtiges Zeichen, intern wie extern, dass man Topspiele halten kann und dass man ambitioniert ist mit dem BVB auch für die kommende Saison und man hofft natürlich, dass es auch eine Signalwirkung jetzt zum Beispiel für Nico Stotterbeck hat,
wo der Poker ja auch immer noch offen ist, wo der BVB um eine Vertragsverlängerung kämpft, wo sich Stotterbeck aber noch nicht sicher ist, ob dann wirklich der BVB sein Schritt für die Zukunft sein soll und. Deswegen auch bei Stotterbeck ist eben ganz viel Druck drauf, weil wenn das jetzt nicht gelingt, diese Verlängerung und der BVB sich so in Anführungszeichen nackig gemacht hat bisher für ihn.
Also das ist ja quasi der rote Teppich und man hat ihm alle Zeit der Welt gewährt. Wenn das dann nicht klappen sollte, wäre das dann natürlich schon eine Niederlage letztendlich auch für die sportlichen Entscheidungsträger. Unter anderem natürlich auch für Sebastian Kehl. Aber, Andererseits sind hier, glaube ich, sehr viele Entscheidungen zuletzt auch positiv registriert worden, zum Beispiel diesen klaren Cut, den er jetzt gesetzt hat mit den auslaufenden Verträgen von Niklas Söhle, von Julian Brandt, also dass man sich da von Altlasten trennen möchte.
Das ist, glaube ich, etwas, was eben durchaus Kredit eingebracht hat und was auch insgesamt als Signal des Aufbruchs hier gewertet wird in Dortmund. Also Kehl bleibt weiterhin im Fokus. Man hört so heraus, die Personalie Schlotterbeck, damit könnte er auch nochmal richtig Pluspunkte sammeln oder eben dann wieder ein kleines bisschen an Kredit verspielen.
Was ich so wahrgenommen habe, ist, dass Dortmund jetzt Sebastian Kehl bei einer lukrativen Offerte, die er persönlich auch annehmen möchte, in Klammern, vielleicht der HSV, dass Dortmund ihm da nicht unbedingt Steine in den Weg legen würde. Bei entsprechender Ablösesumme ihn auch ziehen lassen würde.
Wie ist da so dein Informationsstand? Vor allem auch, über welche Summe reden wir da eigentlich für den Fall der Fälle? Boah, das ist eine gute Frage. Um welche Summe es dann auch wirklich geht und vor allem dann in welchem Jahr überhaupt so ein Abschied theoretisch möglich wäre. Der Vertrag gilt jetzt erstmal noch bis 2027.
Ich denke mal, so lange wird sich der SVO jetzt nicht Zeit lassen für die Vorstandssuche. Das stimmt. Es soll im Sommer jetzt geklärt werden. Um welchen Betrag es dann im Endeffekt geht, kann ich ehrlich gesagt nichts sagen. Aber ich kann das bestätigen, was du gehört hast, dass man jetzt nicht die größten Steine in den Weg legen soll, dass da eher darauf Wert gelegt wird, dass Sebastian Kiel ein sehr verdienter Spieler und verdienter Verantwortlicher von Borussia Dortmund gewesen ist und man ihm da den nächsten Karriereschritt ermöglichen würde.
Meine persönliche Interpretation davon ist, ist nobel. Also eine nobele Herangehensweise ist jetzt aber auch ehrlicherweise nicht der größte Vertrauensbeweis. So ehrlich muss man sein, wenn man das dann so, ja, es hat jetzt niemand öffentlich gesagt, aber es ist zumindest das, was man hört. Deswegen glaube ich schon, wenn es da eine konkrete Option geben sollte, dass man da auf jeden Fall gesprächsbereit ist.
Wie schätzt du generell die Zukunft von Sebastian Kehl ein? Sagen wir mal, der HSV macht vielleicht nicht ernst und ein anderer Verein auch nicht. Ist das gesichert, dass Dorp und mit Sebastian Kehl dann in die neue Saison ginge? Ja, also der Vertrag gilt ja bis 2027, genauso wie der von Lars Ricken und die Bestrebungen sind schon als Team in die neue Saison zu gehen, also der, Wert auf Gemeinsamkeit wird schon gelegt, das kann man so sagen und dass es auch in der jetzigen Konstellation so weiter geht, also es gibt jetzt erstmal nichts Akutes, was man so hört, was dagegen spricht, dass das so kommt.
Allerdings, wie gesagt, der WVB ist im Umbruch. Es gibt so ein paar Themen, wie zum Beispiel die Transferpolitik, wie ein bisschen zu zögerliches Verhalten, auch auf dem Transfermarkt, dass man eben Spieler nicht bekommen hat, dass man ein bisschen diesen Kurs verloren hat, in die Jugend zu investieren, in die Top-Talente, sondern dass es da eher um gestandene, meist deutsche Nationalspieler ging, die da nicht gezündet haben.
Mein bestes Beispiel ist Niklas Süler. Also wie gesagt, bisher deutet nichts darauf hin, dass es zu einer Trennung kommt. Ich gehe davon aus, dass es in der Konstellation dann so weitergeht. Aber natürlich zum Saisonende, das hat man schon angekündigt beim BVB, wird es wie immer eine Analyse geben und eine Aufweisung der bisherigen Saison und dann entsprechende Entscheidungen werden dann getroffen.
Aber Lassriken hat Anfang vergangenen Jahreskehl den Kehl-Vertrag verlängert. Das heißt, er steht dahingehend auch hinter ihm. Und es ist natürlich auch so seine Entscheidung dann. Und er wird dann dran gemessen, weil wenn es dann zu einer vorzeitigen Trennung kommen sollte, die, wie gesagt, jetzt gerade überhaupt nicht im Raum steht, dann wäre das natürlich auch ein Eingestätnis davon, dass man dafür eventuell eine Fehlentscheidung getroffen hat.
Deswegen, ja, Aufbruchstimmungen beim BVB. Und ja, momentan wird sich so von der einen oder anderen Altlast entledigt. Aber das Thema Gemeinsamkeit beim BVB, das darf man nicht unterschätzen. Du hast jetzt ja schon zweimal angerissen, dass es durchaus auch kritische Stimmen gibt, dass Dortmund den richtigen Zeitpunkt verpasst hat, an jungen, sehr, sehr talentierten Spielern rechtzeitig dran zu sein, bevor sie dann eben die ganz großen Ablösesummen kosten, siehe Luka Wuskowitsch möglicherweise jetzt im Sommer.
Gibt es denn da konkrete Namen, an die du da denkst oder die dir auch genannt wurden, bei denen es Verantwortliche beim BVB-Bit gibt, die sich da eben ein früheres Einsteigen in die Transferverhandlung gewünscht hätten? Ja, es gab den ein oder anderen Fall zuletzt, wo das ein Teil des Problems war, wo es aber natürlich auch durch andere Konstellationen, damals war es ein bisschen der Kaderplaner, wo es sich dann eben im Endeffekt auch einvernehmlich für andere Spieler entschieden worden ist.
Und heutzutage, natürlich ist man im Nachhinein immer schlauchend. Nehmen wir mal ein großes Beispiel, zum Beispiel im Sommer 2024, wo der BVB Waldemar Anton geholt hat, Und es war in dem Fall eine gestandene Bundesliga-Lösung. Du wusstest, was du bekommst. Du bekommst einen Nationalspieler. Und heute ist Waldemar Anton Abwehrchef.
Ist ganz viel wegzudenken aus der Mannschaft. Es gab damals aber auch eben die Option, Dejan Huysen zu holen, der jetzt bei Real Madrid ist. Also da war der BVB zum Beispiel auch dran. Dann wurde sich im Endeffekt für Anton entschieden. Da war Kehl tatsächlich ein Befürworter vom Huysen-Deal. Aber der kam dann nicht zustande.
Deswegen es gab immer mal wieder oder zum Beispiel Hugo Etiquité stand auch mal beim BVB ganz oben auf der Liste oder war auch mal ein Kandidat um ihn früh zu verpflichten damals war er noch bei Paris Saint-Germain aber da fiel dann die Entscheidung eben pro Sébastien Haller und das war damals auch eine nachvollziehbare Entscheidung also es ist dann auch ein bisschen zu einfach im Nachhinein zu sagen, ja damals wäre man mit dem und dem besser gefahren.
Es gab ja, Auch andere Schwierigkeiten in Sachen, gerade in der Salamis-Linter-Zeit, mit dem der Sportdirektor sich dann auch nicht so durchsetzen konnte bei den Transfers. Oder vorher mit Edin Terzic, da war es schon mit Edson Alvarez, damals im defensiver Mittelfeldspieler bei Ajax Amsterdam, auch schon so gut wie alles ausverhandelt.
Der hatte sich schon nach Häusern umgeschaut in Dortmund. Und dann kam im letzten Moment eben dann doch das Transfer-Veto-Intern. Man hat dann Abstand genommen von dem Transfer. und das sei natürlich dann auch in der öffentlichen Darstellung, auch in der Verhandlung übrigens damals, Sven Mietzendienst hat bei Ajax verantwortlich, sei das natürlich auch irgendwie nicht gut aus.
Also der Kiel hatte es da sicherlich nicht einfach, weil es eben verschiedene Strömungen in dem Verein gab, aber dann kann man ja auch sagen, wenn du in die Führungsposition willst und wenn du entscheiden möchtest, müsstest du dich dann natürlich auch in den entscheidenden Momenten dann auch durchsetzen und dich behaupten.
Das ist sicherlich ein Thema, hat es nicht einfach gehabt beim BVB in den vergangenen Jahren, Andererseits ist ihm hoch angerechnet worden zum Beispiel, wie er dann mit der Nichtbeförderung zum Sportgeschäftsführer umgegangen ist. Also da war eher dann so die Gewiese, Michael Zorc hat hier über 20 Jahre gezeigt, dass man auch als Sportdirektor und nicht auf der Geschäftsführerebene eine prägende Rolle in diesem Verein spielen kann.
Diesen Weg wollte er auch gehen und ist auch sehr gut angekommen oder sehr hoch anerkannt worden beim BVB. Ja, spannende Spiele auf jeden Fall, mit denen sicherlich auch Niko Kovac sehr gerne zusammenarbeiten würde. Was ich an der Bewertung von Niko Kovac nicht so richtig nachvollziehen kann, ist, Dortmund ist ja nun offensichtlich die zweitbeste Mannschaft Deutschlands und Bayern spielt nun einfach in ganz anderen Sphären.
Also die sind sowieso konkurrenzlos. Von daher erreicht Dortmund aus meiner Sicht eigentlich das Maximum in dieser Saison, was jetzt die Tabelle betrifft und den Erfolg Champions League vielleicht mal ausgeklammert. Natürlich wahnsinnig ärgerlich, das Ausscheiden, sehr früh Ausscheiden gegen Atalanta Bergamo.
Warum nehme ich von Hamburg aus wahr, dass Kovac durchaus immer kritisiert wird? Woran liegt das? Oder ist die Wahrnehmung hier eine falsche? Ne, das ist keine falsche Wahrnehmung. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wen man fragt. Also Niko Kovac wird in diesem Verein sehr, sehr geschätzt. Er ist der Mann von Lars Wicken.
Er hat ihn damals als Trainer verpflichtet. Das war seine wichtigste Entscheidung, seine wichtigste Personalie bisher. Und es gibt eigentlich rein punktetechnisch nichts auszusetzen an dieser Arbeit von Niko Kovac. Natürlich muss man sagen, das sehr peinliche Champions League ausging, Atalanta Bergamo und das Vokalos gegen Leverkusen, was auch sehr vermeidbar war, hat diese Saisonbewertung so ein bisschen angekratzt.
Und es gibt so ein paar Themen, wie zum Beispiel die Weiterentwicklung der Mannschaft, Stichwort B-Note, worüber wir bereits am Anfang gesprochen haben. Die Eingliederung von Talenten, die zu lösen eher in den Hintergrund gerückt ist, was sicherlich zwei Faktoren bedingt. Einmal, dass die Talente vielleicht nicht so gut waren, um dem BVB dann wirklich weiterzuhelfen.
Oder die andere Sichtweise ist, der Trainer setzt nicht auf sie und es ist vielleicht so ein Zwischending und, Was auch beim BVB eben ganz wichtig ist, hoher Gehaltsetat, also hohe Kaderkosten. Das heißt, du musst die Champions-League-Teilnahme eigentlich immer sichern. Und es geht viel um kurzfristigen Erfolg. Und da ist eine perspektivische Entwicklung auch für einen Trainer, der ja erstmal vor allem an seinen eigenen Job denkt, schon schwierig.
Insgesamt aber begleitet der Kovac dieses Vorurteil. Er würde nicht auf die jugenden Spieler setzen. Er würde die Mannschaft nicht weiterentwickeln. weil es sieht nicht so wirklich attraktiv aus, wie der BVB spielt. Andererseits kann man immer entgegensetzen, wie ich glaube die zweitmeisten Tore aller Bundesliga-Vereine geschossen und einen hohen Tordurchschnitt pro Spiel.
Und solche Werte wie Intensität, Laufbereitschaft, Kampf, die kommen natürlich auch im Ruhrgebiet an. Aber es fehlt so ein bisschen die übergeordnete Perspektive gerade noch, wofür der BVB eigentlich stehen möchte. Und man hat vergangene Saison unter Nuri Schein einen Ballbesitzkader zusammengestellt.
Jetzt spielt man genau das Gegenteil. Inwiefern kann man zum Beispiel das Spielsystem vom Trainer abhängig machen oder sollte man doch lieber einen Trainer verpflichten oder das Spielsystem vorgeben und dazu passend den Trainer verpflichten. Also es ist eine schwierige Gemengelage, gerade beim BVB. Insgesamt, um das mal zusammenzufassen, glaube ich aber, dass Kovac einen sehr großen Einfluss gehabt hat, dass er geschätzt wird in diesem Verein, dass er Ruhe in diesen Verein gebracht hat, dass er sehr positiv ist für die Außendarstellung, also diese Ruhe, diese Sachlichkeit tut dem Verein gut.
Was dem Verein auch gut tut, ist, dass er keine Beziehung zu dem BVB hat. Also wir haben immer über diesen Stallgeruch geredet und darüber, dass irgendwie Edin Terzic die Geschichte vom Fan zum Trainer, Nubi Stein, der Ex-Profi, der dann Trainer wird, dass man sich einfach davon mal entledigt und mit Niko Kovacis einen externen Ansatz geholt hat.
Ist er jetzt der Mann für die große Spielphilosophie, die der BVB in eine Zukunft führt, möglicherweise in eine Ballbesitz-Zukunft. Kann ich schlecht beurteilen. Ja, aber im Endeffekt würde ich sagen, dass das Positive bei Niko Kovac, der ist unantastbar in diesem Verein, der hat sich auf jeden Fall überwiegt.
Niko Kovac mit seiner rumreichen HSV-Vergangenheit natürlich auch ein Trainer, auf den man von Hamburg aus auch immer wieder schaut und eben guckt, wie macht er sich so. Die Kritik an der möglicherweise zu defensiv lastigen Spielweise schwappt hier natürlich auch rüber bis an die Elbe. Was ist deine Prognose? Du meinst jetzt am Ende, er ist schon unantastbar auch.
Am Ende sprechen die Siege ja auch für ihn. Denkst du, er wird nächste Saison auf jeden Fall den BVB nochmal als Trainer anführen, dann vielleicht auch mit der klaren Zielsetzung wieder attraktiveren Fußball zu spielen? Ja, davon gehe ich zu 99,99 Prozent aus. Also ganz ausschließend kann man es ja neben Fußball, aber es spricht gerade nichts dafür, dass sich die Wege in irgendeiner Form da trennen.
Andererseits natürlich der klare Auftrag jetzt auch an Kovac, einmal diese B-Note zu verbessern, andererseits aber auch den Talent eine Chance zu geben. Wir haben jetzt hier das erste Tor von Luca Reggiani gehabt gegen Augsburg, was groß abgefeiert worden ist. Wir haben Sabuide Inassio und Matisse Albea, zwei ganz, ganz spannende 16-, 17-Jährige.
Die kommen jetzt aus der eigenen Jugend hoch auf die Kovac, Die werden im Verein mit sehr großem Potenzial bewertet. Im Sommer werden Kaua Prates und Justin Lerner aus Südamerika kommen, also Top-Talente aus Brasilien beziehungsweise Ecuador. Und da muss eben Kovac nachweisen, dass er die auch in die Mannschaft integrieren kann und dass der Kaderwert auch wieder steigt.
Also es geht halt darum, das ist auch unter anderem ein Kritikpunkt noch, an der Transferarbeit der vergangenen Jahre, dass der Kaderwert, obwohl die Ablösen an sich ja gestiegen sind in den vergangenen Jahren, beim BVB eher gesunken ist. Dass du nicht mehr diese absoluten Ausnahmetalente hast, diese Haarlands unter Bellinghams und Sanchos, die dann für teuer Geld verkauft werden können, die muss der BVB wiederfinden und die muss der BVB dann auch in die Mannschaft integrieren.
Und das sollen eben Ignacio, Albea, Prates, Lerma, das sollen die Gesichter der Zukunft sozusagen werden. Interessantes Thema, das es übrigens beim HSV auch gibt, also das Thema Kaderwerte schaffen. Das Thema ist schon vor einem Jahr im Januar Transferfenster angegangen worden. Mit den Millionen-Transfers von Abubakar Sumahoro und Alexander Rössing-Lelle sieht.
Das ist jetzt Stand jetzt nur bedingt aufgegangen. Rössing-Lelle sieht, hat der Markt sicherlich gesteigert. Fällt jetzt aber erstmal verletzt aus und hat auch noch nicht den Durchbruch geschafft. Sumahoro ist aktuell Sankt Etienne verliehen. Mal schauen, ob der dem HSV nochmal den großen Transfergewinn erspielt.
Also es ist auch nicht ganz so einfach. Lässt sich dann immer leicht sagen. Wir wollen hier Kaderwerte schaffen. Es ist auch am Ende immer eine Budgetfrage und das betrifft auch den BVB, der natürlich ein ganz anderes Regal greift als der HSV aber auch da schwimmen dann eben finanzstarke Konkurrenten mit, von daher ist natürlich auch immer eine leichtere Zielvorgabe als dann in der Tat umgesetzt oder wie bewertest du es?
Das hat auch viel damit zu tun zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein wir haben jetzt tatsächlich gerade vor zwei Stunden ja auch unseren Podcast aufgeräumt, welche Tiefe Wer da mal reinhauen mag, da ging es eben auch um die Talente und um die Gesichter der Zukunft und. Dass der FC Bayern dahingehend auch so ein bisschen das BVB-Vorbild sein könnte, aus der Not eine Tugend zu machen.
Nach dem Motto, Tuchel bekommt Palinia nicht, plötzlich wird Alexander Pavlovich der Mittelfeldstratege oder Lennart Kahl, der einfach mal reingeworfen wird. Natürlich hast du bei Bayern andere Spieler noch, wo die die Last auf den Schultern tragen. Da gibt es ja nicht nur Leonard Kahl, sondern auch noch Musiala und Gnabry und Kane.
Und in diesem Umfeld kann sich natürlich ein Talent besser entwickeln als zum Beispiel jetzt beim BVB, wo dann eben der kurzfristige Erfolg und erstmal die Champions-League-Absicherung eine große Rolle spielt. Ich glaube einfach, dass du ein Talent brauchst, was dann verletzungsfrei bleibt, was mit Rückschlägen umgehen kann, weil es ist ja auch nicht einfach.
Du warst irgendwie in jeder Altersklasse der Beste und standst überall in anderen und dann bist du plötzlich in Anführungszeichen so ein kleines Licht nur im Profikader. Das heißt, auch da muss man natürlich. Mental mit umgehen können. Dann musst du einen Trainer haben, der auf dich setzt. Dann muss eine Spielidee zu dir passen.
Dann muss es vielleicht eine Verletzung geben von einem gestandenen Profi, dass du deine Chance erhältst. Also es sind viele Facetten, die da eine Rolle spielen. Es sei denn natürlich, du kaufst Erling Haaland und du weißt, was du kriegst, aber wer kann das machen so, ne? Und gerade mit dem gänzenden Budget muss man eben dann sehr kreativ werden, ja.
Abwehr-Talent Reggiani hast du gerade schon angesprochen, den Kovac aktuell in die Mannschaft integriert. Sehr schöner Torjubel gewünscht beim vergangenen Heimsieg gegen Augsburg. Da geht einem auch als neutraler Beobachter ein bisschen das Herz auf. War schön zu sehen, wie er sich da gefreut hat. Ein anderer Youngster wird sich wahrscheinlich zeitnah jetzt nicht unbedingt bei den Profis in Dortmund durchsetzen.
Und das ist einer, der auch in Hamburg bestens bekannt ist. Almogera Kabar, Linksverteidiger, kommt momentan für den BVB 2 zum Einsatz. Steht noch bis 2028 unter Vertrag beim BVB, wäre im Winter fast zum HSV gewechselt. Dann gab es aber unterschiedliche Bewertungen des Medizinchecks. Die Ärzte in Hamburg haben davon abgeraten, ihn zu holen beziehungsweise darauf hingewiesen, dass nach ihrer Einschätzung er erst in drei bis vier Wochen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehrt nach seiner Verletzung.
Das war dann dem HSV nicht gut genug beziehungsweise man brauchte eben eine. Sofortverstärkung oder jemand, der sofort dann auch eingreifen kann, in den Konkurrenzkampf mit Miro Mouham beziehungsweise die Backup-Rolle einnehmen kann. Das hat man ihm dann nicht mehr gesehen. Jetzt könnte es im Sommer einen neuen Anlauf geben, wobei da schon auch sich eher abzeichnet, dass man im Sommer andere Möglichkeiten hat, einen Linksverteidiger zu verpflichten.
Yusuf Kalulu zum Beispiel auch ein sehr, sehr spannender Spieler aus der zweiten französischen Liga vom FC Pau. Sicherlich ein Name, den man sich merken sollte als Fan. Kann schon sein, dass der im Sommer dann den Vorzug erhält vor Kabar. Kann auch sein, dass eine noch prominentere Lösung präsentiert wird.
Aber Kabar ist nicht völlig abgeschrieben in Hamburg. Daher die Frage an dich, was meinst du? Wie plant der BVB mit ihm im Sommer? In Anbetracht des noch zwei Jahre gültigen Vertrags, würde man ihn leihen oder, streben die Dortmunder da eher einen Verkauf an? Ich sehe für ihn kurzfristig und ehrlicherweise auch mittelfristig keine Profi-Perspektive gerade.
Deswegen halte ich, glaube ich, also einmal natürlich, weil Daniel Svensson als Linksverteidiger gesetzt ist. Der ist so ein bisschen der Musterschüler von Niko Kovac. Also er hält große Stücke auf ihn. Das wird hier gerade schon Kaua Pratis aus Brasilien angesprochen. Wahrscheinlich, dass er oder viele sagen, er ist mit das größte Talent in Brasilien, was es derzeit gibt. und ist natürlich dann auch jemand, der mit Stammplatzambitionen nach Dortmund kommen wird.
Deswegen würde ich sagen, auf der linken Abwehrseite ist der Weg da gerade ein bisschen verbaut. Almu ist natürlich aber auch viel zu gut für die Regionalliga. Man sieht, wie viele Torbeteiligungen er da hat. Also physisch ein sehr guter Spieler. Mit Offensivdrang, kam auch in einer schwierigen Situation beim BVB zum Profidebüt.
Das war damals noch unter Nuri Schein. Deswegen, der wird auch seinen Weg im Profifußball gehen. Ich glaube aber ehrlicherweise, dass es beim BVB gerade nicht reicht. Sicherlich wäre so eine Station wie der HSV eine sehr gute Perspektive für ihn. Ich könnte mir vorstellen, dass es so ein, was man beim BVB zuletzt auch immer wieder gesehen hat, dass es, weil du mich fragtest, ob Verkauf oder Laie, dass es letztendlich egal ist, ob es ein Verkauf oder ob es eine Laie wird, weil der BVB sich verschiedene Mechanismen in meinen Vertrag hat einbauen lassen, wie zum Beispiel eine Rückkaufoption, um dann immer noch die Oberhand oder die Hoheit über so ein Talent zu haben, wie zum Beispiel Kabar.
Deswegen glaube ich schon, dass es da eine Veränderung bei Kabar im Sommer kommen wird, ob zum HSV oder nicht, da bist du ein Hörender Experte, aber ich sehe es im BVB gerade nicht, die Profi-Perspektive für ihn. Was aber nicht heißt, dass er ein schlechter Spieler ist. Ganz im Gegenteil. Sicherlich kann er vielen Bundesliga-Vereinen helfen, aber beim BVB eben auch, weil jetzt mit Kawa Prates dieses Supertalent verpflichtet worden ist, ist eben gerade der Weg verbaut.
Das meinte ich übrigens gerade mit zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Konkurrenzkampf, Trainer muss auf dich setzen. Es sind eben viele Facetten, die da eine Rolle spielen. Absolut. Kabar bleibt sicherlich ein interessanter Spieler. Bin auch gespannt, wohin die Reis ihn verschlägt und ob er sich dann in der Bundesliga auch durchsetzen kann.
Wie gesagt, wenn ich jetzt wetten müsste, würde ich aktuell sagen, der HSV greift im Sommer eher in ein anderes Regal, aber er bleibt im Kandidatenkreis. Von daher mal schauen, was dann passiert. Fürs Wochenende jetzt gegen den HSV spielt Kabar auf jeden Fall erstmal keine Rolle. Vielleicht können wir einmal ein bisschen aus Personal vom BVB kommen.
Zuletzt das Gerasi auf der Bank mit Adeyemi und Bayer und mit Abstrichen vielleicht auch Brandt hat Kovac ja dann auch immer wieder andere Offensiv- Optionen noch, die er bringen kann. Fabio Silva natürlich auch noch zu nennen an der Stelle. Was meinst du, wie stellt sich der Sturm auf gegen Hamburg? Kehrt Gerasi wieder zurück?
Ja, es gibt gerade nicht so viele Argumente für Gerasi. Also jetzt gerade, weil dieser Doppelspitze Bayer-Adehemi gegen Augsburg sehr gelobt worden ist. Da ging es darum, die Tiefe zu attackieren, immer in den Raum zu gehen, wo du schnelle Spieler brauchst, die auch gegen den Ball viel machen. Mit Gerasi ändert sich natürlich die Statik des Spiels mit so einem klassischen Neuner, der vorne die Bälle festmacht und verteilt.
Und ein Aspekt war da zuletzt sicherlich auch noch der Ramadan, dass Girassi gefastet hat und dementsprechend nicht genauso wie Ramil Benze bei Ini voll belastbar gewesen ist. Ja, wenn ich jetzt wetten könnte, würde ich den alten Kadauer rausholen, irgendwie Never Change a Winning Team. Deswegen spricht, glaube ich, gerade viel für Adeyemi und Bayer.
Aber das ist auch ehrlicherweise manchmal bei Niko Kovac in der Tagesform abhängig. Das ist eine interessante Situation. Die englischen Wochen sind vorbei. Du hast eine Woche Zeit, dich auf ein Spiel vorzubereiten. Es geht nicht so sehr um Belastungssteuerung wie über sieben, acht Monate bisher in dieser Saison.
Deswegen lasse ich mich da gerne überraschen, wer spielt, also ich sehe für beide Seiten Argumente würde aber eher geradezu Bayer und Adjemi tendieren. Ja, spannend auf jeden Fall der Sturm auch in Hamburg, ein Thema das vor allem in Fankreisen viel diskutiert wird, auch Mellin Polzin ist aktuell kein großer Freund von einem klassischen Neuner, sprich Robert Glatzl, der hat sich jetzt auch in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost, geäußert und durchaus auch kritische Töne gegenüber Polzin geäußert und auch, kundgetan, dass er die Entscheidung nicht nachvollziehen kann und er ist weiterhin fest davon überzeugt, dieser Mannschaft noch helfen zu können.
Der Überzeugung bin ich im Übrigen auch, aber beim HSV stellen sich die Stürmer vielleicht so ähnlich, wie du es gerade skizziert hast, beim letzten BVB-Spiel, aber stellen sich die Stürmer eben eher nach Laufleistung als nach Torgefahr auf. Von daher, ich rechne mit Königsdörfer am HSV-Sturm, Fabio Wehrer vorne im Halbraum im Rechten und dann möglicherweise Philipp Othel über die linke Außenbahn.
Dann wären sowohl Glatze als auch Downs auf der Bank. Die Fans müssten nicht mehr diskutieren, ob Glatze oder Downs, sondern dann wären beide erstmal raus. Das wäre so mal meine Prognose. Ja, ich werde da sein, du auch. Bin sehr gespannt auf das Spiel, auf jeden Fall für den Moment erstmal. Christian, vielen, vielen Dank für deine Einschätzung aus Dortmund. War sehr interessant.
Sehr gerne. Und ja, dann auf jeden Fall immer wieder gerne mit dir. Ich habe zu danken und sehe das natürlich genauso. Und wir hören uns wieder in der kommenden Woche nach dem Auswärtsspiel in Dortmund und vor dem Heimspiel gegen Augsburg. Ich würde mal sagen, eins der ersten drei richtigen Endspiele für den HSV um den Klassenerhalt zusammen mit den Duellen gegen Werder und zu Hause gegen Freiburg.
Zwei Spiele davon ziehen, da muss das eigentlich reichen. In diesem Sinne, in Hamburg sagt man Tschüss und bei uns heißt das auf Wiederhören. Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.