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HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Mit Glatzel in Köln? FC-Experte erklärt HSV-Gegner und Said El Mala

Donnerstag, 30. Oktober 2025 · 37 min

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Shownotes

Nach dem Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals steht schon das nächste Auswärtsspiel an. Am Sonntag muss der HSV zum Aufsteiger-Duell nach Köln. Was macht Trainer Merlin Polzin nun mit Heidenheim-Matchwinner Robert Glatzel? Wie löst der HSV-Coach das Luxusproblem im zentralen Mittelfeld? Und wie kann der HSV den neuen Kölner "Prinzen" Said El Mala stoppen? FC-Reporter Jim Decker ist zu Gast und erklärt den neuen Kölner Aufschwung unter Trainer Lukas Kwasniok. "Er hat den Verein wieder angezündet", sagt Decker. Die Mannschaft sei "extrem gefestigt" und "sehr variabel" geworden. Wie das Spiel gegen den HSV laufen wird? Darüber sprechen wir in der neuen Folge unseres Abendblatt-Podcasts.

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Bobby ist back. Der HSV steht im Achtelfinale des Pokals und nun geht es in der Liga zum Aufsteigerduell nach Köln. Das sind unsere Themen heute bei HSV. Wir müssen reden. Mein Name ist Henrik Jakobs und ich spreche heute gleich mit zwei Kollegen und zwar zum einen mit Jim Decker, dem Köln-Experten vom Kicker und zum anderen mit meinem HSV-Kollegen Stefan Walter.

Der ist am Dienstagabend in Heidenheim gewesen und mir jetzt zugeschaltet. Moin Stefan, grüß dich. Und Henrik, ich freue mich erst mal sehr, dass nachdem ich dir bei Teams Bobby is back geschrieben habe, direkt nach dem Tor, diese Formulierung jetzt sowohl in die Überschrift als auch in die Anmoderation des Podcasts geschafft habe.

Also besser kann man nicht starten. Ich tue alles, was du sagst, beziehungsweise schreibst in dem Fall, das weißt du doch. Genau, auf jeden Fall schön, dass du wieder da bist nach wochenlangem Urlaub. Die Kollegen haben sich schon Sorgen gemacht, der anderen Zeitung, ob du gar nicht mehr zurückkommst.

Aber da ist er wieder und bist du überhaupt schon wieder da oder sitzt du noch in der Bahn irgendwo zwischen Hamburg und Heidenhain? Du bist sehr überzeugter und passionierter Bahnfahrer. Genau, habe eine wunderbare Bahnfahrt von Würzburg nach Hamburg gestern hinter mich gelegt, vorher mit dem Leihwagen von Heidenheim nach Würzburg gefahren.

Bin jetzt wieder im schönen Mariental zurück. Dann hast du offenbar auf mich mal gehört, weil das ist ja die Verbindung, die ich dir empfohlen habe. Es gibt ja sehr viele Wege, die nach Heidenheim führen. Alle sind sehr lang und der Weg über Würzburg. Auf jeden Fall ein Geheimtipp. Es war auf jeden Fall ein verdienter Sieg. Da waren sich eigentlich alle einig, außer vielleicht Frank Schmidt. Der hat sich natürlich sehr erregt über die Elfmeterszene kurz vor Schluss, auch zu Recht.

Denn, wenn wir ehrlich sind, war das natürlich kein Elfmeter. Aber dem HSV war das egal, verdient war es trotzdem. Und vor allem Robert Letzel war es egal. Der hat sich dann den Ball genommen und hat ihn souverän reingemacht. Und ihr habt ihn hinterher gesprochen. Er war am TV bei Sky natürlich schon sehr emotional, gerade was so auch den Rückhalt der Fans angeht. Wie emotional war er euch gegenüber? Ja.

Einmal noch sehr emotional. Gespräche mit Bobby Glatzel, für mich immer wieder wirklich ein Vergnügen. Also das macht wirklich richtig, richtig Spaß. Das ist dann nicht nur noch der Beruf, der einen zu dem Gespräch mit ihm hinzieht, sondern da hat man auch wirklich Lust drauf. Ich finde, er ist immer offen und ehrlich, sehr authentisch und auch wirklich sehr reflektiert, was seine eigene Situation betrifft. So war es auch diesmal.

Er sprach von einer puren Enttäuschung, als er gegen Wolfsburg nicht für den Kader nominiert wurde. Das ist auch verständlich. Das versteht auch mehr den Polzin. Es wäre ja auch schlimm, wenn er sich hinstellen würde und sagen würde, das war total toll. Habe ich mich gefreut, endlich mal nicht auf der Bank sitzen zu müssen, sondern auf der Tribüne.

Also auch das einfach nur menschlich gewesen. Er konnte mir die Entscheidung auch nicht nachvollziehen. Auch das, denke ich, ist normal. Klar, als Stürmer musst du auch von dir überzeugt sein und an dich glauben und denken, dass du besser bist als die Konkurrenz. Gleichzeitig aber hat er in den Tagen danach oder auch an diesem Sonnabend gegen Wolfsburg extrem viele Nachrichten von den Fans erhalten.

Und das hat ihn schon sehr bewegt. Er sprach dann davon, dass ich ihn besser überwältigt habe, welche positiven Reaktionen er aus der Fanszene erfahren hat. Und genau so ging es dann eben im Stadion auch weiter. Für mich auch bezeichnend. Zu welchen Szenen es in der Halbzeitpause gekommen ist. Als er sich warm machte, William Meckelbron sieß, spielte ihm ein paar Pässe zu, ohne Gegenspieler, ohne Schärfe.

Und Lachsel schoss einfach nur, auch ohne Schärfe, ins leere Tor. Und die Fans haben es gefeiert, als hätte er sie zum Champions League-Kitel geschossen. Und mit La Ola-Wellen wurde schon sein Schuss angestimmt, beziehungsweise sich darauf vorbereitet. Bobby Glatzel musste selber grinsen. Daraufhin konnte es sich gar nicht zu 100% auf das Warmbachen fokussieren, weil das einfach schöne Momente waren und ich glaube sowas macht dann auch das Fußballleben aus.

Das war auch am TV zu hören. Ich glaube, vor seiner Einwechslung hörte man dann die Bobby-Bobby-Bobby-Rufe. Da war eigentlich schon klar, der scheint offenbar jetzt dann gerade sich fertig zu machen zum Einsatz. Und irgendwie hatte ich dann auch schon das Gefühl, okay, das ist jetzt tatsächlich die Geschichte, die dann dieses Spiel schreiben wird.

Und so kam es dann ja auch. Er hat dann den Elfmeter gemacht. Und ich war mir eigentlich noch nie so sicher bei einer Elfmeterszene, dass ihn jemand reinmachen wird. Genauso wie ich mir sehr sicher war, als Ransford Königsdörfer am Elfmeterpunkt stand, dass er ihn nicht reinmachen wird. Das passte einfach so zu dieser Phase dann, die er gerade hat.

Er hat so ein bisschen einfach die Scheiße am Fuß, wie Andreas Brehme sagen würde, wie es auch Nikolai Remberg dann nach dem Spiel gesagt hat. Jetzt fühlen sich natürlich sehr viele Fans bestätigt nach diesem Spiel, dass Robert Glatzl dann auch direkt getroffen hat. Hat Ransford-Königsdörfer zwar die rote Karte rausgeholt, aber trotzdem im Abschluss auch wieder unglücklich, als er da einmal alleine aufs Tor zugelaufen ist, dann vielleicht die falsche Entscheidung trifft.

Er trifft einfach im Abschluss im Moment zu viele falsche Entscheidungen. Aber das kann sich natürlich auch wieder ändern. Du hast selbst geschrieben in deinem Spielbericht beziehungsweise in deiner Analyse danach, dass es sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass Robert Glatzel jetzt dann in Köln plötzlich wieder von Anfang an spielt, sondern dass wahrscheinlich wieder Ransford-Königsdörfer von Anfang an spielen wird.

Kannst du das einmal begründen, warum du glaubst, dass Ransford Königsdorfer wieder von Anfang an spielt? Ja, ich würde erst mal sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen, dass Robert Glatzel sogar noch eine weitere Position wieder nach hinten rückt, weil Jusso Paulsen dann wieder als erster Einwechselstürmer bereitsteht in Köln und Robert Glatzel dann wieder nur noch Stürmer Nummer 3 ist und dann eben nur noch je nach Spielverlauf die Möglichkeit bekommen wird, eingewechselt zu werden.

Das liegt ganz einfach daran, dass Merni Polzin zu 100 Prozent von Königsdörfern überzeugt ist. Der passt eben zur Spielweise dieser Mannschaft, die Polzin für die am effektivsten oder die am erfolgsversprechendsten hält momentan. Ich finde auch, wenn man so spielen lässt, wie Polzin das tut, dann hat er recht mit dieser Argumentation.

Also es stimmt schon, dass Königsdörfer sehr gut in diese Mannschaft passt mit seinen Lauchweben. Das braucht ja wirklich für viele Räume, auch seiner Mitspieler. Aber er überlädt vor allem häufig die rechte Seite, sorgt dadurch dafür, dass Reihenfeld gefährlicher in Erscheinung treten kann und eben auch jemand aus dem Mittelfeld vorne da mal reinrückt in die Sturmzentrumsposition.

Das hat gegen Wolfsburg Sammilo Konga sehr häufig gemacht worden. Das kann natürlich auch ein Fabio Vieira und Ryan-Philippe Zubibou. Also es harmoniert einfach vorne im Angriffs-Spiel. Der HSV rotiert sehr viel, sorgt dadurch dafür, dass der Gegner es eben schwierig hat oder es schwer hat, da Zugriff zu gewinnen auf die Angreifer.

Und es ist dann auch schwerer ausrechenbar, der HSV. Aber man muss natürlich auch sagen, es fehlt an Effizienz. Es fehlt an Effizienz, es fehlt an Effektivität vorm Tor. Und es bringt dann dem HSV auch wenig, die ganze Zeit die bessere Mannschaft zu sein, selbst in Leipzig. Aber eben nicht zu gewinnen, beziehungsweise nicht mal mehr zu punkten, weil man insgesamt zu wenig Tore schießt.

Auch in Heidenheim jetzt, dieser 1-0-Sieg durch einen schmeichelhasten Elfmeter, das kann eigentlich gar nicht sein, wenn man sich dieses Spiel anguckt. Der HSV war drückend überlegen, wie gegen Wolfsburg eigentlich. Das ist die klar bessere Mannschaft, auch schon vor der roten Karte. Heidenheim war dem nichts entgegenzusetzen.

Und dann durch einen Elfmeter, den man wahrscheinlich mit dem Eingriff eines Videoassistenten, wenn es ihn gegeben hätte, zurückgenommen hätte, durch so einen Elfmeter weiterzukommen. Wirft dann eben auch die Frage auf, okay, wie kriegen wir jetzt eigentlich die Effizienz in die Mannschaft, weil die Spielweise passt, Königstörfers Laufwege sind super, nur er erarbeitet sich überhaupt diese Torchance in der siebten Minute, nur er holt die rote Karte für Heidenhainer raus, aber wer macht eigentlich die Tore vorne?

Und das ist eben jetzt die Hauptaufgabe für Paul Ziem, dass man neben der Spielweise, die sehr gut funktioniert und mit der man wirklich auch die Gegner vor Probleme stellt als Aufsteiger, wie man es dann darüber hinaus auch noch schafft, Effizienz an den Tag zu legen und da ist natürlich eigentlich liegt darin Robert Platzens Stärke, möglicherweise auch ein bisschen Josef Pausens Stärke.

Momentan haben wir eben nicht Königsdorffens Stärke. Ich glaube, es liegt auch immer sehr, sehr viel dann am Spielverlauf und dass man mit Königsdorfer anfängt, finde ich auch total nachvollziehbar. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dann auch demnächst mal Josef Pausen startet, wenn er dann bei seiner Fitness dann mal auch Richtung 100 Prozent kommt.

Ich weiß gar nicht, ob das jemals tun wird, aber auf jeden Fall so, dass er dann auch mal ein Spiel von Anfang an bestreiten kann. Aber gerade Robert Glatzel ist einfach dann mit seiner Effizienz, die er auch definitiv hat im Abschluss, finde ich durchaus wichtig in Spielphasen. Wie jetzt zum Beispiel gegen Wolfsburg, wenn man dann in der letzten halben Stunde nochmal richtig Druck macht.

Deswegen habe ich das nicht verstanden, dass er da gar nicht im Kader stand. Auch in Leipzig kam er dann sehr, sehr spät, erst eigentlich in der 90. Minute. Da hätte man ihn auch definitiv schon früher bringen müssen. Ja, ist meine Meinung. Deswegen kannst du gleich noch was dazu sagen. Aber das wäre aus meiner Sicht die naheliegende Lösung eigentlich.

Und dann hat auch Königsdauer weiterhin die Chance, mal dann ein Tor zu machen. Und man hat ja auch gesehen in der Szene, wo er dann die rote Karte rausholt, das sind eben diese Laufwege, diese tiefen Laufwege, die hat Robert Glatzel nicht. Und deswegen, natürlich hat Königsdorfer da seine Qualität, aber ich verstehe auch die Fans, die dann da irgendwann unruhig werden, weil natürlich die dann auch merken, dass er anfängt nachzudenken.

Irgendwann musst du als Trainer vielleicht dann auch mal einen Spieler schützen. Aber ja, du hast deinen Finger gehoben, du wolltest dazu noch was sagen. Ja, weil du das Wolfsburg-Spiel auch nochmal angesprochen hast und du es nicht verstanden hast, dass er nicht im Kader stand. Ich teile die Einschätzung zu 100 Prozent, weil das Spiel eben auch nicht das Umschaltspiel war, von dem der HSV ja immer spricht, was jetzt zu der Spielweise ist.

Das Gegenteil war der Fall. Der HSV war dominant. Wolfsburg stand sehr tief. Am Ende gab es eine Statistik, die hat 31 Planken gezählt für den HSV. Und dann gehen die eben meistens in der Mitte auf Königsdörfer oder Fienib und die sind nun mal keine Kopfballungeheuer in der Bundesliga. Königsdörfer, ich weiß, hat in der zweiten Liga auch Kopfballtore geschossen, auch gegen Köln schon, dem kommenden Gegner.

Zumindest mal sich das Tor durch einen guten Kopfball vorher erarbeitet. Aber in der Bundesliga sind es nun mal andere Gegner. Und dann merkt man, dass Königsdörfer im Kopfball spielt eben und der Unterlegene ist immer wieder gegen seinen Gegenspieler. Er kommt eben über seine Sprintstärke. Und wenn der Haas fordert, gerade über Mohan und über Dompey, versucht, viele Franken den Strafraum zu schlagen, dann ist es mir auch nicht ersichtlich, warum Robert Datzel nicht bei mir im Kader steht.

Gegen Wolfsburg war das Spiel eigentlich prädestiniert für ihn. Und es wird immer wieder Situationen geben, in denen der HSV in Rückstand gerät. Und dann sind die Spieler der Hamburger in der Lage, wirklich... Dominant aufzutreten und den Gegner auch gut zu bespielen. Und gerade dann kommt es zur Situation, wenn eine Flanke in den Strafraum kommt, weil da wird man immer wieder einen Robert Lackse brauchen.

Und wenn es für die letzten zehn Minuten ist, für mich gehört er immer in den Kader. Das hat er sogar selbst gesagt nach dem Spiel. Also er hat gesagt, dass er enttäuscht war natürlich, dass er nicht im Kader war. Und er hat gesagt, er gehört, er ist seiner Meinung nach gehört er in den Kader. Und ich glaube, das sehen alle anderen auch so.

Trotzdem ist jetzt die Frage in Köln, ob er überhaupt wieder in den Kader steht. Denn Dompeh kommt zurück, Sambi Lukonga kommt zurück. Die Frage ist dann, wen lässt Merlin Polzin dafür draußen und wenn er konsequent ist und er ist ja sehr konsequent, könnte ich mir sogar vorstellen, dass er wieder auf Robert Glatzel verzichtet.

Andererseits wird er natürlich auch gemerkt haben, jetzt was für einen Rückhalt er auch in der Mannschaft hat. Also alle Mitspieler haben ihn gefeiert. Jean-Luc Dompey hat getwittert nach dem Motto RG9 geduldig bleiben. Also der hat auch schon innerhalb der Mannschaft einen sehr hohen Zuspruch und da würde Merlin Polzin sich schon ein sehr großes Thema wieder aufmachen, wenn er ihn jetzt wieder gar nicht für den Kader nominiert.

Und trotzdem stellt sich natürlich die Frage, wen nimmt er dann raus? Und eine andere große Frage stellt sich jetzt, wen nimmt er denn jetzt rein, gerade im zentralen Mittelfeld? Also ich glaube, wir sind uns fast alle einig, Nikolaj Rembeck, der ist jetzt gesetzt, macht das super da als defensiverer Part im zentralen Mittelfeld und auch Sami Lokonga hat es zuletzt sehr, sehr gut gemacht.

Aber alle wissen natürlich auch Fabio Vera, das hat man jetzt in Heidenheim wieder gesehen, das ist ein Unterschiedsspieler, der gehört auch auf den Platz. Also was glaubst du, wie wird Merlin Polzin diese Frage beantworten? Erstmal sage ich, du hast Platz, der auf jeden Fall im Kader steht. Die Baustelle macht sich Polzin nicht auf und die klärt sich, glaube ich, auch ein bisschen von selbst, weil Fabio Baldé momentan eben angeschlagen ist, der gegen Wolfsburg im Kader stand.

Also dadurch nimmt der personelle oder der körperliche Rückschlag Baldés, nimmt Polzin ein Stück weit die Entscheidung ab zum Thema Mittelfeldzentrum. Ich gehe davon aus, dass einer der beiden von Arsenal verpflichteten Profis, also Samuilo Conga oder Fabio Vieira, wieder auf der Bank sitzen wird. Ganz einfach, weil Nicolai Rennberg sehr wichtig ist für die Balance des HSV-Spiels, auch eben für die Robustheit im Mittelfeld, um da auf Bälle zu erobern.

Rennberg war wieder bis zu seiner Auswechslung, weil er sehr gut gefährdet war, hat er wieder extrem viele Zweikämpfe im Mittelfeld gewonnen. Macht es dem Gegner schwer, setzt ihn immer wieder unter Druck durch seine körperliche Spielweise bringt er einfach ein Element mit, dass er es verbraucht. Gerade auch als Aufsteiger. Und deswegen bleibt er eine Elf.

Aus meiner Sicht vollziehen wird natürlich sein System nicht wechseln. Das dürfen wir jetzt auch alle verstanden haben. Und von daher läuft es dann eben darauf hinaus, dass entweder Sambilo Kongo oder Fabio Vera auf der Bank sitzen werden. Ich will mich da auch nicht festlegen, wer das sein wird. Klaas aber, das sind die beiden besten Fußballer des Kaders.

Und normalerweise versucht man natürlich die besten Jungs immer auf den Platz zu bringen. Und das kann man jetzt vielleicht mal ein, zwei Spiele noch so handhaben, dass man den einen erst in der Sechzesten bringt und den anderen eben zum Anfang an. In Zukunft aber muss ich da polzieren, wenn alle fit bleiben, möglicherweise Gedanken machen, okay, wie kriege ich die beiden Unterschiedsspieler denn irgendwie integriert in mein Spielsystem?

Gibt es ja auch die Variante mit Viehra auf rechts außen. Wie gesagt, das deutet sich jetzt in Köln noch nicht an, aber perspektivisch, glaube ich, wird es da auch mal wieder Varianten geben, in denen Sambilo, Conga und Viehra ihren Platz finden. Wolfgang Poitien könnte natürlich auch wieder argumentieren, dass jetzt Fabio Vera in Heidenheim nach einer Verletzung 90 Minuten gespielt hat und jetzt gerade zum Spiel in Köln, was ein sehr, sehr intensives Spiel werden wird, vielleicht dann da erstmal wieder von der Bank kommt.

So könnte man es ihm dann vielleicht auch erklären, aber du hast schon recht, so von Woche zu Woche wird diese Frage größer. Du hältst es für keine Möglichkeit, dass er dann tatsächlich Philipp nach vorne schiebt und mit Vera über rechts spielt? Also wenn ich die Schlange treffen würde, würde ich tatsächlich so spielen.

Aktuell wäre das meine formalisierte Aufstellung. Ich finde aber, dass sich bei Paul Zin das gar nicht andeutet. Auch wieder bezeichnen wir auf der Pressekonferenz nach dem Heidenheim-Spiel ungefragt. Ransford Königsdorfer explizit lobte, wie er eben die rote Karte durch cleveres Verhalten herausgeholt habe.

Philipp hat da seine Position gefunden im rechten Halbraum. ist ja kein klassischer Außenbahnspieler, sondern auch einer, der immer wieder ins Zentrum zieht. Also ich finde, so wie das Trainerteam die Aufgabe angeht, deutet momentan wenig darauf, wenn das Kalipp vorne ins Zentrum reinrückt und wäre auf Rechtsaußen- bzw. im rechten offensiven Halbraum agiert.

Aber perspektivisch, da bleibe ich dabei, das kann sich auch immer mal wieder schnell ändern. Wir erinnern uns an Daniel F. Hadney, der plötzlich von der Position des rechten Dreierkettenspielers auf die linke Seite rückte. Also weder Pulzin noch Vawé, der ja auch sehr entscheidungskräftig ist, im Trainerteam sind da jetzt auch stur, sondern die gucken sich dann eben natürlich auch an, okay, was können wir vielleicht verbessern.

Und ich würde da in Zukunft nicht ausschließen, dass man da eben auch einen Wechsel vornimmt, aber in Köln noch nicht. Und dann ist natürlich noch die Frage rechts hinten, beziehungsweise die beiden Positionen rechts hinten. Jetzt hat Jordan Torunariga mal eine Chance bekommen in Heidenheim. In deiner Einzelkritik hat er jetzt nicht sonderlich gut abgeschnitten.

Gonçolaischwili hat ohne Maske gespielt. Der wird mit Sicherheit dann auch in Köln wieder starten, gerade dann gegen den neuen Shootingstar von Köln, Saeed El Mala, der da über die linke Seite kommt. Könnte ich mir vorstellen, dass dann Nicolas Capaldo auch wieder in die Startelf zurückkehrt und die beiden im Verbund dann versuchen, den zu stoppen.

Würdest du es ähnlich sehen? Ja, definitiv. Also Toro Nariga hat nicht nur in meiner Einzige-Betik schlecht abgeschnitten, sondern eben auch im Spiel jetzt nicht sonderlich gut. Die Einzige-Betik war letztlich nur eine Folge dessen. Hat aus meiner Sicht nicht empfehlen können. Für mehr war es sicherlich wichtig, immer wieder zum Spielen zu bringen.

Aber alle haben gesehen, okay, Elfadli hat da momentan die Nase vorn. Und Capaldo rückt natürlich wieder als rechter Dreierkettenspieler rein. Toro Nariga auch während des Spiels hat die Seiten gewechselt, weil eben auch alle gesehen haben, okay, rechts in der Dreierkette ist jetzt vielleicht wirklich nicht unbedingt seine Position als Dienstfuß.

Auf der linken Seite hat er es dann besser gemacht, aber es reicht momentan nicht, wie der Start ist, da sind die anderen besser. Du bist auf jeden Fall am Sonntag in Köln dabei und hast dich schon mit dem Gegner beschäftigt oder nur mit dem Hotel, was an den besten Bars liegt? Vor allem mit meiner Samstagplanung einen Tag vor dem Spiel, aber das soll jetzt nicht Teil des Podcasts sein.

Ich bin mir sicher, dass Merlin vollziehen und Rücksfall sich intensiver mit Köln beschäftigt haben bisher als ich, aber ich gehe auch von einem sehr intensiven Spiel aus und ich glaube auch nicht, dass Köln tief steht und auf Konter setzt, auch das habe ich jetzt gelesen in einem Text. Ich gehe davon aus, dass Köln da wirklich auch mitspielen will und beide werden auf Sieg spielen und ich freue mich da wirklich auch auf Kielkulisse.

Köln immer wieder ein Erlebnis und Und gehe davon aus, dass der HSV nach zwei Niederlagen der Bundesliga dann auch wiederpunktet. Dann dir auf jeden Fall vielen Dank für deine Zeit und für deine Einschätzung. Und ja, jemand, der sich mit dem 1. FC Köln sehr, sehr gut auskennt, ist unser nächster Gesprächspartner.

Und zwar ist das der FC-Reporter vom Kicker, Jim Decker. Der ist uns jetzt zugeschaltet in Köln. Moin Jim. Kölner Laf, hallo nach Hamburg. Ja, ist bald soweit, ne? Kölner Laf, ihr fiebert schon dem 11.11. entgegen? Nicht mehr wagen hin, genau. Ja, gestern schon große kölsche Choreo gewesen deswegen. Ja, Karnevalsstimmung war zumindest mal nach 30 Minuten gestern ein Pokalspiel gegen die Bayern, 1 zu 0 geführt nach 30 Minuten, am Ende 1 zu 4.

Ja, wie groß war denn zwischenzeitlich so der Glaube an die große Pokalüberraschung? Also gigantisch, also wirklich riesengroß. Der Trainer Lukas Krasinski hat so schön gesagt, man hat da wirklich gedacht, jetzt klippen da alle aus und dieses Stadion geht komplett auseinander. War auch berechtigt, muss man sagen. Also die haben sich richtig, richtig gut verkauft.

Vor allem in dieser ersten halben, ja, dreiviertel Stunde, ersten Halbzeit, da war der Glaube riesengroß. Und da hat man schon gesehen, dass der 1. FC Köln dann zumindest mal so punktuell und zeitweise den großen FC Bayern dann doch fordern konnte. Ja, am Ende, das hat ja auch Lukas Quasinok in der PK gehört, die habe ich mir auch noch angehört.

Ja, war auch für dich dann eine kurze Nacht, offenbar gestern Abend noch dann auf der PK gesessen. jetzt hier schon bei uns im Podcast und Lukas Krasnjok hat gesagt, früher oder später war dann klar, dass man quasi erdrückt wird von den Bayern. Die individuelle Qualität, die ist dann natürlich schon enorm.

Das hat auch der HSV vor ein paar Wochen schon erfahren beim 0 zu 5 in München und trotzdem hat natürlich dann Köln es geschafft, das Spiel lange Zeit auch offen zu halten. Vielleicht kannst du mal kurz auch so für uns Hamburger und HSV-Fans einordnen, was da jetzt gerade aktuell so für eine Mannschaft auf den HSV zukommt mit dem FC?

Ja, eine, die sich, glaube ich, von diesen beiden Partien, ich meine, wir haben jetzt der Partie zuvor auch relativ unglücklich in der letzten Sekunde gegen Dortmund verloren. Das ist eine Mannschaft, die schon trotz dieser beiden Misserfolge wahnsinnig gefestigt ist und richtig Bock hat, so auf ihren Quasniok-Art den Gegner zu nerven.

Der 1. FC Köln ist unglaublich variabel geworden. Aber das war nicht immer so. In der vergangenen Saison zum Beispiel waren sie überhaupt nicht variabel. Jetzt ist es so, dass sie sich quasi so chameleonartig anpassen an den jeweiligen Gegner. Also es gibt dann Partien, da sind sie einfach wahnsinnig offensiv stark und greifen die ganze Zeit an, haben auch viel mehr Ballbesitz.

Gegen die Bayern haben sie sich jetzt... Und dann auch auf eine Art und Weise verständigt, die zu ärgern, auch ein bisschen überrascht. Sehr viel Druck da auf diese Innenverteidigung gemacht, auf diese letzte Linie. Also die drei, die da vorne gespielt haben, Ragnar Ache, Seide Mala, Marius Bülter, die sind denen schon richtig auf die Eier gegangen, muss man so sagen.

Jonathan Tah und Dayo Opamecano hatten da richtig alle Hände voll zu tun, sich die irgendwie zum Leib zu halten, hat auch nicht immer funktioniert. Also gab es auch ein richtig paar schöne, hohe Ballgewinne von den Kölnern. Die attackieren, die marschieren, die sind super schwer auszurechnen. Auch für die, die sie übrigens permanent sehen.

Also jetzt im Pokal stand plötzlich der linke Schienenspieler Christopher Lund. War dann so der linke Innenverteidiger. Das hatte der vorher noch nicht gemacht. Hat auf der linken Seite so ein lustiges Dreieck gebildet mit Jakob Kaminski und Tom Kraus, die sich dann eigentlich immer so hin und her geschoben haben.

Also man weiß da als Gegner, glaube ich, überhaupt nicht, was einen genauso fußballerisch erwartet. Und gleichzeitig ist das eine Mannschaft, die dann schon Bock hat, ihre Gegner auch aufzufressen. Und das legt der Trainer ja auch vor. Das finde ich ganz interessant, wenn du auch sagst, die Mannschaft ist wahnsinnig gefestigt, weil der Aufstieg war natürlich jetzt klar, hat Euphorie dann auch ausgelöst, auch die Verpflichtung von Lukas Kwasihock dann natürlich.

Trotzdem, das ist ja auch gesagt, es war jetzt ja kein souveräner Aufstieg. Also Köln hat schon lange dann auch Schwierigkeiten gehabt. Am Ende dann trotzdem noch die Meisterschaft geholt und jetzt eigentlich innerhalb weniger Wochen auch mit einem variablen Fußball, weil eigentlich sagt man ja, vielleicht braucht dann so eine Mannschaft eher eine klare Linie, um dann auch sich schnell zu finden und zu festigen.

Deswegen finde ich das ganz spannend, was du sagst. Aber Lukas Quasenjok, der war natürlich auch in Paderborn immer schon bekannt dafür, gerade gegen den HSV immer auch sehr variabel zu spielen, hatte eigentlich immer einen anderen Matchplan. Trotzdem gibt es so eine Art Stil, den du jetzt auch bei ihm beobachtest, wo man jetzt sagen kann, das ist jetzt schon eher der Dukas-Quasio-Fußball oder ist es wirklich so, dass jede Woche was anderes machen?

Es gibt vielleicht nochmal ganz vorneweg, weil du gerade die vergangenen Saison gesprochen hast, also ich habe mir jetzt gerade nochmal angeguckt und es nachgerechnet, also aus der Startelf jetzt im Pokal, wenn überhaupt nur noch zwei Spieler übrig, die vergangenen Saison schon da waren, also alles andere ist quasi einmal rund erneuert worden.

Und dieser Kwasnjok-Stil, den diese neue Mannschaft dann neu aufgedrückt bekommt irgendwie so derzeit, da gibt es schon Dinge, die einfach sich natürlich durchziehen. Also die Innenverteidiger zum Beispiel, die schieben wahnsinnig hoch, die gehen gerne raus, die rücken vor. Joel Schmid, der Schweizer, der hat mal so schön beim Interview gesagt, ja, der Trainer will das und manchmal, wenn es die Situation erlaubt, bist du dann halt plötzlich statt Innenverteidiger stehst du auf so einer neuner, neuneinhalber Position vorne drin, weil das eben.

Eine Sache ist, wenn sich der Raum ergibt, schieb ruhig vorne raus, mach das. Die haben auch die Bayern im Übrigen sich überhaupt nicht eingeigelt, sondern schon sehr aktiv angegriffen. Also die Bayern hatten dann im Spielaufbau quasi aus ihrer Innenverteidigung plötzlich schon ständig die Leute auf den Füßen stehen.

Das war ein Stilmittel, was sich dann auch schon durchzieht, dass man eher, sag ich mal, nach vorne verteidigt. Dann ist es so, dass sich auch durchzieht als Teammitglieder, dass es ein ganz klares, simples, aber schnelles Flügelspiel einfach gibt. Also, Seidel Mala, da kommen wir ja bestimmt gleich auch noch drauf zu sprechen, hat jetzt links gespielt, ist natürlich eher eine Marke Künstler, aber es gab dann auch jetzt, derzeit verletzt Jan Thielmann, Marius Bülter, der Routinier, da gibt es dann so Spieler, auch die Außenbahnspieler, jetzt zum Beispiel Lund, Sebulon sind die neu dazugekommen, sind Kaminski, das sind Leute, die gehen diese Linie einfach auch mit richtig viel Tempo geradlinig

runter oder und wenn du da nicht drauf gefasst bist, dass einer mit 35 kmh auf dich zuläuft, an dir vorbei und dann gegebenenfalls in die Mitte flankt, wo einer steht, der da gerne was mitmacht, dann hast du Probleme. Also diese Mannschaft, die geht schon gerne richtig steil in die Tiefe, auch mit richtig Tempo. Das war ein Riesending im Sommer, dass sie richtig, richtig viel Tempo da dazugeholt haben.

Glaubst du ein bisschen an diesen beiden Sachen kann man schon ganz gut ausmachen, dass sich da halt auch ein Quasenjok-Stil etablierter, den man sehen kann, der nicht ausschließt, dass diese Mannschaft trotzdem wahnsinnig anpassungsfähig ist. Klingt eigentlich fast so ein bisschen nach dem, was auch Merlin Polzin jetzt mit dem HSV gemacht hat.

Da gab es ja auch eine Runderneuerung im Sommer. Man versucht jetzt sehr, sehr intensiv Fußball zu spielen. Und das ist auf jeden Fall auch das, was ich von Lukas Fasinger in Erinnerung habe, auch in Paderborn schon. Er hat eigentlich immer extrem intensiv Fußball spielen lassen, auch mit viel, viel Tempo immer.

Und ja, das hat der FC natürlich jetzt auch. Seid, El Mala hast du gerade schon angesprochen, über den sprechen im Moment sehr viele. Ist 19 Jahre jung, wird natürlich schon direkt gefeiert hier als wahrscheinlich der neue Lukas Podolski bei euch, der neue Prinz. Das ist wahrscheinlich in Köln ähnlich wie hier in Hamburg. Das waren wir natürlich auch, ne?

Maladonner, Side-Air-Knaller, alles nochmal, kann Boulevard an der Stelle. Wollte ich gerade sagen, da habt ihr in Köln natürlich auch ein paar Zeitungen, die das gut können. Kannst du ihn mal so ein bisschen beschreiben, also du hast gesagt, er ist jetzt eher ein Künstlertyp, kommt über die Außenbahn, ist das jemand, der dann im Eins-gegen-eins auch gerne mal auf die Grundlinie geht oder eher jetzt so der Typ, der in die Mitte zieht und dann da, ja, so wie neulich bei seinem Traumtor, wo er von der Mittellinie dann ja losgedribbelt ist, eher da so seine Räume sucht.

Ja, ein bisschen beides. Also ich glaube, wo es ihm noch ein bisschen mehr, sag ich mal, Freiheiten verläuft, ist natürlich, wenn er einfach außen bleibt, weil da meistens doch ein bisschen weniger los ist. Du hast gesagt, 1 gegen 1. Für El Maller ist er aber auch ein 1 gegen 2, 1 gegen 3 oder 1 gegen 4.

Kein Problem. Also gegen Hoffenheim, als er da das Tor geschossen hat, hat er einfach 4 irgendwie abgehängt. Der ist richtig, richtig schnell, läuft wie gesagt 35 kmh in der Spitzengeschwindigkeit. Das laufen nicht so viele. Der hat eine Ballführung. Sowas sieht man schon relativ selten. Auch wenn man jetzt gestern gesehen hat, wenn bei den Bayern so Olizeh, Gnabry, Luis Diaz rumlaufen.

Seidermann braucht sich da zumindest, was sowas angeht, jetzt erstmal nicht verstecken. Das ist jemand, der auch Bock hat, mal in so eine Risikosituation zu gehen, der von Quasinjok gerade daran angeleitet wird, das in den richtigen Momenten zu machen. Ist so ganz klar ein bisschen das Thema, dass man nicht übermütig wird, sich verdabbelt und dann irgendwie Konter einleitet mit dem Ballverlust.

Aber man merkt, dass er da sehr schnell sich an diesem Niveau auch anpasst. Also eine gewisse Kontrolle, dass er einstetzen kann, macht das jetzt Sinn mal zwei stehen zu lassen und vor oder nicht. Das ist jemand, der absolut Bock hat, Tore zu schießen. Also es gibt ja, sag ich mal, auch Außenspieler, die sind dann eher so Vorlagengeber oder noch einen weiter weg.

Der Schießtore, diesen umgekehrten Arjen-Robben-Move quasi von außen in die Mitte und dann schön ins lange Eck kann er, macht er, ist sich aber gleichzeitig überhaupt nicht zu schade, auch einfach den Gegner zu attackieren. Also dieser Stil, wenn man ihn als intensiv oder auch emotional beschreiben soll von quasi, Der lebt natürlich davon, dass irgendwie alle permanent die ganze Zeit auch dann drauf gehen, wenn es das Prinzip erfordert.

Und das ist jetzt gar keiner, der sich da verweigert. Der hat auch, El Mala hat jetzt auch gegen Uwe Meccano irgendwie noch in der Mitte der zweiten Halbzeit den von hinten angegriffen und den Ball weggenommen. Macht er. Also und von daher ist das schon so jemand, der dann aber, wenn man ihn in Szene setzt, schickt mit dem Tempo, einfach zwei stehen die lässt, zack in die Mitte, lange, langes Eck und rein in Knick.

Kann er schon. Ja, klingt vielversprechend auf jeden Fall. Vielleicht wird das dann auch der nächste Mal Nationalspieler, der dann aus Köln kommt. Spekuliert ihr da schon drauf, dass das vielleicht sogar gar nicht mehr lange dauert? Ja, also wenn er sich natürlich so aufdrängt, ich meine, ist gar keine Frage.

Er ist jetzt erst mal bei der U21 zum ersten Mal gewesen. Ich glaube, alle Beteiligten sind auch so ein bisschen darauf bedacht. Also so wie ich das gehört habe, ist es keiner, der jetzt abhebt und plötzlich im goldenen Rolls-Royce vorfährt. ist eigentlich ein ganz entspannter Typ, der auch gar nicht so sich davon jetzt abheben lässt.

Wenn der jetzt Stammspieler in der Bundesliga ist und seine Tore regelmäßig schießt, ist das mit Sicherheit jemand, über den man nachdenken muss. Ja, ob das dann reinpasst. Ich meine, die Konkurrenz in der Offensive ist bei so Namen wie Wirtz, vielleicht dann wieder Havertz, vielleicht Musiala und so weiter, jetzt ja auch nicht gerade geringen.

Aber natürlich ist das halt jemand, der dann auch vielleicht nochmal so eine Komponente reinbringt, die einen Gegenspieler, egal welcher Art, erstmal im Instrument so nicht erwarten. Das wird spannend auf jeden Fall. Die Namen, die du ja gerade genannt hast, sind ja auch eher Spieler, die durchs Zentrum kommen in der Nationalmannschaft und gerade so auf den Flügeln.

Ich glaube, da ist auf jeden Fall schon prinzipiell eine Chance für dann auch so junge Spieler. Schauen wir mal. Köln ist auf jeden Fall richtig gut in diese Saison gestartet. 11 Punkte, der HSV liegt drei Punkte dahinter, jetzt nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Das könnte so ein richtiges Richtungsspiel sein. Also mit einem Sieg könnte Köln quasi sich absetzen und auch richtig da vorne mit reinschnuppern.

Wenn der HSV gewinnt, ist der gleich auf mit Köln. Also da könnte sich schon so ein bisschen so ein Tabellenbild entscheiden, oder? Ja, total. Und gerade deswegen, wenn man ganz ehrlich ist, das wichtigste Spiel in dieser Woche auch nicht gegen die Bayern gewesen, sondern jetzt eben gegen Hamburg aus Kölner Sicht.

Also man muss sagen, der Saisonstart war schon relativ happig. Also da waren eigentlich fast bis auf Augsburg jetzt nur Gegner dabei, die entweder international spielen oder es wollen. Jetzt kommen so ein bisschen die Aufgaben dann gegen Hamburg. Darauf der Woche geht es gegen Mönchengladbach, irgendwann Bremen, St.

Pauli, Union, Heidenheim. Da kommen ein bisschen die Spiele, wo du dann, wenn du in der Bundesliga bleiben willst, musst du halt, ist das deine Kragenweide, gegen die musst du gewinnen. Von daher sind sie ganz froh, dass sie jetzt gut reingestartet sind. Aber ganz klar ist, das sind genau die Sachen, wo du dann punkten musst, wo sie aber auch punkten können.

Von daher, ich glaube schon, dass der SFC Köln das Potenzial aus diesen Spielen so viel mitzunehmen, dass sie dann am Ende dieses Winters zumindest mal ganz passabel dastehen. Aber klar, muss man auch erstmal machen. Und wie man jetzt ja auch gesehen hat, so richtig viel Fallobst ist in der Liga dieses Jahr auch nicht dabei.

Lukas Quasioch hast du ja auch schon angesprochen. Vor einem Jahr war der auch beim HSV auf jeden Fall ein heißer Name. Der HSV hat sich da mit ihm beschäftigt, als es dann in der Phase nach der Entlassung von Steffen Baumgart darum ging, ob Melling Polzin bleibt oder nicht. Da hat man natürlich auch mit Lukas Quasioch Gespräche geführt.

Jetzt ist er in Köln und man hat so das Gefühl, so von seiner Art her passt er eigentlich perfekt, oder? Also redet gerne, haut auch mal einen Spruch raus. Ich glaube, das passt auf jeden Fall nach Köln ganz gut, oder? Ja, absolut. Also man hat das Gefühl, da haben sich zwei gefunden. Ich meine, er wollte ja auch nach Hamburg, war dann deswegen auch so ein bisschen, dass er diesem Sommer gesagt hat, ich muss jetzt mal was Neues machen nach Paderborn.

Hamburg hat schon nicht geklappt, dann bitte doch Köln. Das ist, glaube ich, ein Glücksfall. Ich habe keine Ahnung, wie es in Hamburg gelaufen wäre, aber Köln quasi, das ist schon ein Match made in heaven, kann man sagen. Also diese Quasselstrippe, die er dann da manchmal ist, der gar nicht aufhören kann zu reden, sich vielleicht auch manchmal irgendwas ausplaudert, wo jetzt am Anfang des Setztes noch gar nicht gerechnet hat, dass das da noch irgendwie kommt, kommt aber unglaublich gut an.

Und man kann schon sagen, dass es so gut gestartet ist, Das liegt natürlich zu einem fast größten Teil auch einfach an ihm, weil das ist jemand, der nicht nur die Mannschaft anzünden kann, sondern auch dieses Umfeld. Und Köln ist jetzt schon noch einer dieser Standorte, so ein bisschen auch wie Hamburg.

Ist dann halt schon, wenn 50.000 in Müngersdorf richtig steil gehen, das kann schon was ausmachen. Und da trägt er natürlich auch dazu bei. Es gab jetzt davor natürlich auch eine Ansammlung von Trainern, die vielleicht nicht mehr so in Köln angezündet haben. Ich meine, davor Gerd Struber, das war ein eher rationaler Typ, genauso wie Timo Schulz.

Davor war es Steffen Baumgart, den kennst du ja auch bestens. Das war dann am Anfang auch ein Anzünder, am Ende hatte es sich ein bisschen abgenutzt. Jetzt war einfach dieser Boden wieder da, so jemanden zu haben, der da kommt und die Leute quasi umarmt und alle einfängt und plötzlich tanzen alle auf den Tischen.

Beim Kölner ist die Schwelle ja auch nicht so hoch, dass das passiert. Selbst, aber da ist er offene Türen eingerannt. Das macht er schon wirklich sehr, sehr gut und da merkt man, dass er dann so ein bisschen auch im Verbund mit Sportdirektor Thomas Kessler, der ist ja auch gebürtiger Kölner. Gibt manchmal so ein bisschen den etwas rationaleren Part in diesem sportlichen Gespann, aber die beiden machen das schon richtig, richtig gut.

Er hat auch gestern auf der PK nochmal den Satz gesagt, wir sind auch eine Unterhaltungsbranche, also die Unterhaltung bietet er auf jeden Fall. Das fällt ihm sehr hoch an, dass er das so offen sagt, weil es gibt ja viele Leute, die Fußball als Selbstzweck begreifen und für die es halt nur um die Taktik auf dem Platz zum Beispiel geht.

Und Kwasnjok hat schon geblickt, dass das natürlich alles irrational und irrelevant ist, was hier passiert, wenn die Leute nicht mehr ins Stadion gehen, die Medien nicht mehr kommen. Also das Interesse muss da sein, das hat er irgendwie verstanden und das sagt er auch ganz offen. Das finde ich sehr, sehr erfrischend tatsächlich.

Das passt aber auch, wie du sagst, vielleicht tatsächlich besser nach Köln als nach Hamburg. Also ich muss da natürlich auch nochmal an Steffen Baumgart denken. Der hat ja Köln auch am Anfang wirklich angezündet, wie du es gesagt hast. Und gerade mit seinem Personenkult dann Karneval, glaube ich, kam er da ja irgendwie im Hasenkostüm mal auf den Platz oder mit der Musikbox.

In Hamburg ist er ja dann auch so gestartet, natürlich mit seiner eigenen Kappe dann, die dann im Merchandising verkauft wurde. Also da war schon natürlich immer sehr viel Personenkult auch immer mit dabei, deswegen bringt das natürlich immer so eine gewisse Gefahr mit, wenn das dann auch sportlich nicht funktioniert und so war es dann bei Steffen Baumwart.

Deswegen auf jeden Fall Lukas Quasihock, das passt auf jeden Fall jetzt naht ja auch der Karneval bei euch, du hast es schon gesagt, Lukas Quasihock coacht gerne auch im FC-Trikot macht er das eigentlich noch aktuell im kalten Oktober? Das weiß ich gar nicht. Gestern hatte er eine Jacke an. Ich war aber, als es mal so kalt wurde, da hat er dann gezeigt, dass er unter der Jacke das Trikot anhatte.

So oft hat er sich quasi von mir jetzt noch nicht ausgezogen. Aber ich nehme an, dass er das vielleicht als Glücksbring immer noch drunter hat. Da hast du nichts geholfen. Vielleicht sieht er euch dann... Ich bin mal gespannt, welches Kostüm er sich dann für Karneval aussucht. Also das Hasenkostüm ist natürlich schon schwer zu übertreffen.

Aber ich bin mir sicher, es wird schon eine gute Sache, die Kastenjob-Bände war. Da ist auf jeden Fall was zu erwarten. Was erwartest du denn jetzt dann am Sonntag für ein Spiel? Vielleicht nochmal darauf geguckt. Also es wird natürlich jetzt etwas anders sein. Der HSV ist jetzt auch nicht so, dass er wie die Bayern natürlich von hinten heraus die ganze Zeit das Spiel macht.

Wobei sie jetzt auch die letzten zwei Spiele in Leipzig und jetzt gegen Wolfsburg schon auch viel Ballbesitz hatten. Und schon auch mal hier und da gerne hinten herausspielen. Glaubst du, Köln wird da wieder auf Pressing-Fußball setzen? Oder übernehmen sie diesmal den Spielaufbau? Also ich kann mir gut vorstellen, dass Köln sehr viel proaktiver sein wird.

Einfach weil es jetzt, sag ich mal, auch nach zwei Spielen, wo man ein bisschen einstecken kann, hat sich ja dann in Dorf und auch nach der Abwehrchef Timo Hübers sehr schwer im Knie verletzt. Ist, glaube ich, schon so ein bisschen der Wille auch da, jetzt mal durch ein Erfolgserlebnis dann so ein bisschen die Kurve wieder auf bessere Gedanken zu kriegen.

Wie gesagt, war jetzt nicht alles schlimm. Man hat sich zweimal richtig gut verkauft, aber eben irgendwie nichts in der Hand gehabt. Es gab dann davor ein bisschen enttäuschendes 1-1 gegen Augsburg. Also man könnte jetzt mal wieder so einen schönen Dreier einfahren aus kölsche Sicht. Ich glaube deswegen, dass quasi noch die Mannschaft schon noch mal noch stärker darauf hintrimmen wird, da richtig Gas zu geben, weil man natürlich, wenn man dieses Spiel gewinnt, wie gesagt, relativ gut dasteht.

Sie werden sich sehr, sehr gut angucken, was die Hamburger machen. Spielvorbereitung ist immer schon, Ja, besonders. Und dann gibt es meistens irgendeinen besonderen Kniff, den sich quasi noch überlegt. Auch seine Spieler sagen immer, ja, der kommt dann um die Ecke und hat sich irgendwas ausgedacht. Alle denken im ersten Moment, was ist das jetzt? Und am zweiten Moment denken sie, ja, okay, könnte aufgehen.

Ist schon sehr oft auch die Saison aufgegangen. Das heißt, da wird er sich was überlegen und dann bin ich mir schon sicher, dass Köln mehr das Heft des Handels in die Hand nehmen wird, um eben dann, ja, vielleicht auch wieder mal ein Türchen mehr zu schießen. War zuletzt jetzt ja ein bisschen wenig. Also auch wenn sie gar nicht so schlecht dastehen, getroffen haben sie immer, aber eben meistens nur einmal.

Das letzte Mal, dass sie mehr als ein Tor geschossen haben, ist dann doch schon ein bisschen her. Das war irgendwie Ende oder Mitte September beim 3-3 gegen Wolfsburg. Also da wird halt offensiv, glaube ich, auch wieder ein bisschen mehr versucht werden. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Spiel, auch taktisch natürlich.

Dann der HSV kommt jetzt mit einem Erfolgserlebnis aus dem Pokal, schießt aber in der Liga wenig Tore, was natürlich dann auch vorne an der Offensive liegt mit Rensford-Königsdörfer, der noch gar kein Tor geschossen hat. Jusuf Pausen als zweiter Stürmer auch noch gar nicht. Robert Glatzl, den wünschen sich viele Fans wieder zurück auf dem Platz.

Der hat jetzt im Pokal das entscheidende Tor gemacht, aber der wird auch erst mal, wenn überhaupt, nur auf der Bank sitzen. Und ja, dann bin ich auf jeden Fall sehr gespannt und mein Kollege Stefan Walter wird dabei sein. Ja, ihr werdet euch sehen im Stadion und vielen Dank auf jeden Fall an dieser Stelle für deine Einschätzungen, Ich glaube, war für die HSV-Hörer auch sehr interessant, mal reinzuhören, was da in Köln geht. Vielen Dank.

Immer gerne. Ganz liebe Grüße. Genau. Und dann melden wir uns in der kommenden Woche wieder nach dem Spiel in Köln, dann vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund. In Hamburg sagt man Tschüss. Bei uns heißt das. Auf Wiederhören.

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