HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Sonny Kittel kehrt nach Hamburg zurück - mit einer HSV-Überraschung

Dienstag, 28. Juli 2026 · 27 min

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Shownotes

Am Wochenende gibt Sonny Kittel sein Debüt. Es ist gleichzeitig das Comeback des ehemaligen HSV-Profis auf dem Platz. Kittel wird für den SV Bauerbach in der siebten Liga sein erstes Pflichtspiel bestreiten. Zusammen mit seinem Bruder Sammy, der einst in der A-Jugend von 1860 München spielte, will Sonny Kittel seine neue Mannschaft zum Aufstieg führen.
Für den Amateurclub aus dem hessischen Marburg ist die Verpflichtung ein echter Transfercoup. „Mein Opa hat den Transfer am Bratwurststand eingetütet“, erzählt Kittel. Der 33-Jährige ist dem Abendblatt per Zoom zugeschaltet und spricht in der neuen Folge des Podcasts „HSV, wir müssen reden“ über sein neues Leben nach seiner Profikarriere, das nun als spielender Co-Trainer weitergeht. Es war der große Wunsch der Familie, dass die beiden Brüder einmal zusammenspielen.
Für Kittel ist der SV Bauerbach aber nicht das einzige neue Projekt. Der ehemalige Fanliebling des HSV, der zwischen 2019 und 2023 viele Traumtore im Volksparkstadion erzielt hat, ist zudem jetzt Spielerberater. Kittel hat die Agentur „Playmaker Academy gegründet und kümmert sich nun selbst um junge Talente. „Ich habe in jungen Jahren viele negative Erfahrungen gemacht“, sagt Kittel, der es jetzt besser machen will. „Ich habe viel erlebt und möchte einfach etwas zurückgeben“, erzählt Kittel.
Mit seiner Akademie ist er im August auch in Hamburg zu Gast und bietet in der Hafencity ein zweitägiges Feriencamp an. Kittel wird die Trainingseinheiten selbst leiten und hat auch einen Überraschungsgast vom HSV angekündigt. Was er über seine neuen Projekte sagt und wie er den HSV heute noch verfolgt, hören Sie in der neuen Podcast-Folge.

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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Der HSV ist zurück in Hamburg nach acht Tagen Trainingslager und auch mein heutiger Gast kehrt zurück nach Hamburg mit seinem eigenen Trainingslager. Darüber sprechen wir heute in einer neuen Folge von HSV, wir müssen reden.

Mein Name ist Hendrik Jakobs und ich begrüße heute einen ehemaligen Fanliebling. Vier Jahre lang hat er im Volkspark gespielt, viele schöne Tore geschossen. An einige wird man sich für immer erinnern. Die Rede ist natürlich von Sonny Kittel und der ist mir jetzt zugeschaltet. Moin Sonny. Moin nach Hamburg. Ja, moin nach wohin? Frage ich erstmal. Wo sitzt du gerade?

Wo bist du? Was machst du gerade? Zu Hause in Gießen, um ganz genau zu sein, in Fernwald. Das ist direkt, ja, grenzt an Gießen. Da sitzen wir jetzt und wohnen jetzt hier auch erstmal und bleiben auch hier als Familie. Ich glaube, das war auch immer so dein Ziel, oder? Nach deiner Karriere wieder, da in deine Heimat zurückzukehren?

Würde ich nicht so sagen. Wir haben uns, ob es jetzt Ingolstadt war oder Hamburg, sehr wohl gefühlt an den Heimat. Orten und je nachdem, wo es halt vielleicht hätte auch länger sein können, hätten wir uns auch vorstellen können, beispielsweise in Hamburg zu bleiben. Aber ja, jetzt merkt man schon gerade mit Kindern, dass es gut ist und schön ist, auch näher zur Familie zu sein, ja.

Du hast ja nach deiner Zeit in Hamburg noch ein paar Stationen mitgenommen. Also Australien, Österreich jetzt dann zuletzt. In Polen warst du nochmal eine kurze Zeit. Stimmt, ja. Und hast jetzt vor einem Jahr deine Karriere beendet. War das dann eigentlich so der Plan auch? Oder ich meine mich zu erinnern, dass du eigentlich noch ein Jahr länger Vertrag hattest? Oder warum dann die Entscheidung, deine Karriere zu beenden?

Ja, rein offiziell habe ich es ja noch nicht getan. Aber es ist ja logisch, wenn man jetzt so lange raus ist und auch meine Vorgeschichte kennt. Natürlich ist das Knie einfach oder meine Knie einfach der ausschlaggebende Punkt, warum ich dann gesagt habe, ich gehe wieder zurück in die Heimat. Und ja, man hat es natürlich noch so ein bisschen versucht zu verbessern, das gesundheitliche.

Aber es war schon mit Anfang 20 eigentlich schon nicht mehr realistisch, überhaupt noch Fußball zu spielen. Deswegen war für mich relativ schnell klar, dass sobald wir jetzt hier zu Hause sind, dass Profifußball auf keinen Fall mehr möglich ist. Okay, du sagst, du hast ganz offiziell die Karriere noch nicht beendet, wirst ja auch noch weiterspielen, da können wir gleich nochmal drüber sprechen, aber du hast jetzt auch dann schon quasi dein neues Standbein, gestartet, hast jetzt eine Agentur gegründet, wie man sehen konnte, bist jetzt quasi Trainer und Berater, das kannst du ja gleich nochmal erklären, wie das genau aussieht, aber fangen wir doch nochmal mit deiner Spielertätigkeit an.

Also ich habe jetzt gesehen, du gibst dein Debüt dann demnächst beim SV Bauerbach in der siebten Liga. Wann steht das erste Spiel an? Ein paar Testspiele hatten wir schon, aber ich sage mal, jetzt kommenden Samstag ist das erste Ligaspiel, aber ich schaue da, wie ich mich grundsätzlich bewegen kann. Ich habe auch noch eine Nebenrolle, dass ich so ein bisschen Co-Trainer bin.

Um einfach auch Erfahrungen für mich zu sammeln. Mein Bruder spielt in der Mannschaft auch und die Idee kam eigentlich daher, dass ich in der letzten Saison viele Spiele gesehen habe, die ich oft mit meinem Opa dann auch, angeschaut habe und der dann irgendwann bei Bratwurst und einer Cola Zero gesagt hat, vielleicht willst du doch nicht nochmal ein bisschen dich bewegen.

Und ja, bei meinem Ehrgeiz habe ich dann gesagt, ich kann es nochmal versuchen, und ja, jetzt schauen wir einfach mal, wie es überhaupt machbar ist und ob es eher hilfreich ist. Oder doch nicht, von daher ja, das ist so die Situation. Okay, das heißt, dein Opa hat den Transfer eingetütet bei der Bratwurst.

Ja, richtig, kann man so sagen. Ablösefrei warst du offenbar auch, also ein guter Deal für den SV Bauerbach. Sehr, sehr guter Deal, ja. Siebte Liga, Gruppenliga, habe ich jetzt gesehen, heißt das. Habe ich vorher noch nie gehört, den Namen. Ist aber dann quasi die Amateurliga, also quasi Niveau-Kreisliga.

Genau, sagt man hier so. Ich wüsste jetzt gar nicht, was man... Im Hamburger Raum sagt, aber ja, ist die Gruppenliga hier in Hessen, ja. Genau, hier sagt man dann eher Kreisliga oder dann, ja, Kreisklasse. Ja, die haben wir auch noch. Die gibt es noch drunter. Also es wäre dann 8 und 9, glaube ich. Oder 9 und 10 sogar. Also es gibt noch ein paar Ligen drunter.

Okay, also ganz abcoatsch bin ich noch nicht. Und ganz aufhören kannst du offenbar auch noch nicht. Also da kribbelt es dann doch noch zu sehr in den Füßen. Ja, ich glaube, da spreche ich für alle, die so lange jetzt dabei waren oder, Fußballer durch und durch sind, ja, kribbelt es immer wieder, ob es dann jetzt hier im Garten ist mit den Kindern oder auch jetzt in meinen anderen Rollen, da stehe ich ja auch auf dem Platz, jetzt zwar nicht als Hauptrolle, aber versuche da einfach zu helfen, deswegen ja, das wird doch, denke ich, bis zum Lebensende so sein bei mir.

Ja, gleichzeitig hast du jetzt deine eigene Akademie gegründet oder Agentur, kann man sagen. Also du bist jetzt auch Berater für junge Spieler, gleichzeitig aber dann auch Trainer. Kannst du mal ein bisschen beschreiben, was du jetzt mit deinem neuen Projekt vorhast? Ja, grundsätzlich ist der Gedanke der, dass man einfach was zurückgibt.

Ich habe sehr, sehr viel erlebt als Spieler, als Profi, aber auch als Jugendspieler schon, weil ich sehr früh dann im NLZ schon war. Und habe halt viele gute, aber auch natürlich viele negative Erlebnisse gehabt während meiner Karriere. Ich kann da auch eben aus verschiedensten Perspektiven erzählen oder auch Erfahrungswerte mitteilen.

Und mein erster Hauptaugenmerk lag eigentlich darauf, dann wirklich auf dem Platz auch Kindern dann eine Hilfestellung zu sein, da zu unterstützen. Vereinstrainer jetzt irgendwo zu sein, hat für mich keinen Sinn ergeben aufgrund meiner aktuellen familiären Situation. Da hätte ich auch viele Optionen gehabt ab dem Sommer.

Aber ich habe noch drei kleine Mädels zu Hause und das hat absolut nicht gepasst. So habe ich dann gedacht, gründe ich einfach meine eigene Akademie und versuche da einfach mit meinen Ideen und mit meinen erfahrungswerten Kindern hier in der Region, aber jetzt auch beispielsweise, wenn wir das auch, wahrscheinlich langfristig machen können, in Hamburg dann auch über Camps.

Aber Plan ist, hier in der Region was aufzubauen, so ein bisschen. Ein Standort zu sein zwischen den Vereinen hier, die wir haben in der Region und den NLZs, weil wir in der Region hier keine NLZs haben und da einfach sehr gutes Training anzubieten, um vielleicht den Eltern auch den Weg teilweise mal zu ersparen Richtung Frankfurt oder Mainz und ja.

Da sind auch natürlich, andere Gedanken noch dazugekommen, die ich auch schon immer hatte, was das Berater-Dasein angeht. Das hat sich dann jetzt einfach so entwickelt, weil ich einfach festgestellt habe, dass ich ein sehr gutes Netzwerk weiterhin habe und es auch gepflegt habe und eigentlich, wie gesagt, gut vernetzt bin.

Und so habe ich dann gesagt, warum soll ich, Jungs an andere Berater schicken oder weiterleiten, wenn ich das auch selbst tun kann und zudem auch im Hintergrund natürlich viele Erfahrungen gemacht habe, ob es jetzt Ärzte, Physios. Was auch alles immer dazugehört bei so einem Profifußballer oder auch Nachwuchsfußballer, sei es Versicherung etc., da ist einiges bei mir schiefgelaufen während meiner Karriere, auch während der Jugendzeit und das will ich den Eltern einfach ersparen.

Ich habe selbst jetzt wieder festgestellt, dass die da einfach nicht bestens abgeholt sind und kann da einfach, wie gesagt, denen viele Dinge, die ich erlebt habe, ersparen und das ist so mein Ziel. Vielleicht kannst du da nochmal ein bisschen was zu erzählen. Also du bist ja auch als sehr junger Spieler dann schon bei Eintracht Frankfurt im Nachwuchs gewesen, galt es damals als großes Talent, ja gerade in der U17, dann als einer der besten oder eines der größten Talente Deutschlands, hast früh dann den Durchbruch geschafft zu den Profis.

Wenn du sagst, was ist da schiefgelaufen, also bist du da schon in frühen Jahren vielleicht an den falschen Berater geraten oder ja, auch da sind ja dann schon viele Berater, die einem Versprechungen machen? Ja, ich will, was heißt falscher Berater, aber es sind halt Entscheidungen vorgekommen oder getroffen worden, die einfach nicht gut waren.

Und sei es jetzt, dass man beispielsweise in meinem Fall einen Spieler, der einen Profivertrag unterschreibt, auch einfach versucht, direkt privat zu versichern. Solche Themen, wo du jetzt als Außenstehender niemals irgendwas von mitbekommen wirst. Aber da hängt natürlich auch viel dran letztendlich, sei es finanziell, aber auch sportlich.

Und das ist ja zum Beispiel so ein Punkt, der mir jetzt direkt einfällt, der in meinem Fall nicht gemacht wurde. Und dann bist du halt fünf Jahre im Stück verletzt und warst halt nie wirklich versichert, bis auf die gesetzliche Krankenversicherung. Und das kann man sich dann ja selbst... Denken, was da alles.

Auch wirtschaftlich flöten gegangen ist, beispielsweise. Was halt unnötig ist, weil es man vorher einfach ganz normal abschließen hätte können und dann wäre das Thema durch. Also es sind viele Dinge, die dann während so einer Karriere passieren, wo man auch an falsche Leute gerät, die jetzt außerhalb vom Sport, die einem empfohlen werden oder die einen bequatschen, die Eltern bequatschen.

Und das will ich den Eltern ersparen, weil ich eben dieses Netzwerk schon habe, gut und schlecht gesehen habe und jetzt nicht durchgegangen bin, vielleicht wie der typische Nationalspieler oder Bundesligaspieler, sondern auch viele negative Erfahrungen gemacht habe und ich glaube, das ist sehr wertvoll, auch da dann eben diese Erfahrungen gemacht zu haben.

Ist auch eine Beobachtung insgesamt oder eine Entwicklung, dass viele ehemalige Profis jetzt auch so einen Weg gehen und da dann ihr Netzwerk oder ihre Expertise einbringen. Aaron Hahn zum Beispiel ja auch, mit dem du auch noch zusammengespielt hast. Macht das jetzt ähnlich, ja? Ja, absolut der richtige Weg.

Und ich glaube, generell, das sollten wir in allen Bereichen des Fußballs versuchen, weiter einzubinden, weil die Jungs haben das erlebt. Die haben das tagtäglich gespürt, was es heißt, auf dem Level zu leben, zu arbeiten. Und klar gibt es so und so welche. Aber grundsätzlich haben die diese Erfahrung und diese Erfahrung kannst du nicht bezahlen und kannst du auch nicht erlernen.

Und von daher ist das, glaube ich, wertvoll. Du hast es schon gesagt, du kehrst jetzt im August nach Hamburg zurück, beziehungsweise bist da zwei Tage dann zu Gast, machst da dein eigenes Camp. Kannst du einmal schildern, was genau du da vorhast und wie viele Kinder können dabei sein? Wir haben jetzt hier im Sommer gestartet, in der Heimat mit Feriencamps, das kennt wahrscheinlich auch jeder, klassische Fußballcamps.

Ich habe mir da sehr, sehr viel in den letzten zehn Monaten angeschaut, in der Region, aber auch deutschlandweit. Und ja, habe für mich so mein eigenes Prinzip aufgebaut, habe meine eigenen Ideen, wie ich so ein Camp dann durchführen möchte. Und da geht es jetzt nicht nur um Bespaßung und um einfach Kinderbetreuung, sondern wir wollen schon wirklich Kindern auf dem Platz helfen, dass sie am Ende der Woche oder wenn es jetzt beispielsweise Hamburg ist, in den zwei Tagen, dass sie was mitnehmen können.

Da habe ich ein gutes Team um mich herum, sei es auch Mentaltrainer oder auch. Generell Co-Trainer hier aus meiner Region und haben auch jemanden für eine Frühbetreuung. Wir sind da eigentlich relativ gut aufgestellt und wollen einfach professionell, den Kindern was mitgeben, aus meiner Erfahrung. Und ja, das ist so mein Brunsch aktuell und das gleiche werden wir in Hamburg machen, dass wir in den zwei Tagen den Kindern vier gute Einheiten anbieten wollen, intensiv, aber natürlich auch mit Spaß, aber mit sehr, sehr viel Inhalt, dass sie lernen und sogar zwischen den Pausen auch so kleine Workshops einbauen, wo sie vielleicht was zum Thema Körpersprache, Einstellungen etc.

Mitbekommen. Dass wir einfach was lernen in den zwei Tagen und nicht einfach nur hingefahren werden, abgestellt werden und dann wieder abgeholt werden, sondern schon inhaltlich was mitnehmen. Denkt jetzt aber auch schon so danach, als ob sich das eher richtet an schon talentiertere Fußballer, die vielleicht auch schon irgendwo im Verein spielen.

Oder kann da im Prinzip jeder sich anmelden, der möchte? Kann sich jeder anmelden. Also wir haben jetzt hier auch Kinder gehabt von bis und am Ende der Woche haben wir festgestellt, wie schnell Kinder dann wirklich auch Dinge aufsaugen können und umsetzen können. Sei es, wenn sie acht Jahre alt sind oder 14. Und es war für mich auch persönlich eine besondere Beobachtung. Das hätte ich nicht erwartet.

Und hat mir nochmal bestätigt oder gezeigt, dass das genau der richtige Weg ist und dass man da im Prinzip eigentlich jeden unterstützen kann. Und da braucht auch keiner Angst haben, wenn er vielleicht denkt, er hat noch nicht das Niveau. Es ist alles Training, alles Fleiß und wie überall im Leben. Und das will ich vermitteln.

Man sagt ja immer so schön, Übung macht den Meister, aber es ist einfach so, wenn du übst, wenn du trainierst, wirst du besser. Und das sehen wir einfach, hier bei uns in den Camps auf jeden Fall sehr deutlich. Wo werdet ihr dann genau sein in Hamburg? In der Hafen City. Kann ich das genauer gleich sagen. Genau, in der Hafer City auf jeden Fall.

Soll eine gute Location sein. Ich war selbst noch nie vor Ort. Ist der Sportpark Oberhafen. Soll relativ neu sein. Und den Bildern sah es auf jeden Fall super aus. Habe mir da Tipps geben lassen von meinem Kontakt noch in Hamburg. Und genau, das machen wir jetzt da. Und bin sehr gespannt, wie es wird.

Aber die Location sah auf jeden Fall cool aus. Und du wirst dann auch im Prinzip die ganze Zeit auf dem Platz sein und richtig dann auch die Übungen anleiten? Absolut, ja. Also ich werde das Ding leiten, so wie jetzt hier auch in der Heimat. Es ist auch immer so die Nachfrage, ja, kommt der denn wirklich auch?

Aber es ist ein Herzensprojekt von mir. Ich will da wirklich was aufbauen und was wirklich mitgeben. Und ich glaube, es kommt immer besser an, wenn man dann auch wirklich auf dem Platz ist und dann einem 7- oder 8-Jährigen oder 12-Jährigen dann wirklich zeigt, wo er vielleicht wie er vielleicht den Ball besser annehmen kann wie er sich vielleicht besser positioniert oder auch einfach.

Wenn mal was nicht klappt nochmal einen guten Spruch mitgeben und das geht am besten wenn man selbst auf dem Platz ist und nicht wie bei dem einen oder anderen vielleicht von zu Hause aus, Also Sonny Kittel wird auf dem Platz dabei sein und möglicherweise noch ein Überraschungsgast vom HSV, hast du ja auch angekündigt, auf deinem Instagram-Post.

Kannst du da schon was verraten? Nee, ist ja eine Überraschung. Aber ja, Stand jetzt, wenn das alles so glatt läuft und Merlin da jetzt nicht noch mehr Einheiten reinhaut, dann wird da bestimmt auf jeden Fall jemand dazukommen. Mehrung. Es gibt ja noch zwei Spieler, mit denen du auch lange zusammengespielt hast beim HSV im aktuellen Kader, mit Daniel Heuer-Fernandes und Baccarietta.

Die haben dich in all deinen vier Jahren HSV begleitet. Wie ist dein Draht zu den beiden insbesondere noch? Ja, zu Baccar noch sehr eng. Also mit Baccar habe ich, ich will nicht sagen wöchentlich Kontakt, aber schon mehrmals im Monat und tauschen uns da immer aus. Ja, guter Freund geworden jetzt über die Zeit und klar verfolgt man alles, was in Hamburg passiert.

Brauchen wir jetzt nicht alles wieder wiederholen. Freut mich, dass der Junge einfach noch seinen Weg weitergeht. Jetzt auch schon zehn Jahre da ist. Das ist ja auch etwas ganz, ganz Besonderes. Hoffentlich werden es noch ein paar Jahre mehr. Mit Sicherheit, da kann man bei Baccarajata auf jeden Fall von ausgehen. Der kämpft sich ja wirklich auch durch jede Saison, auch wenn man ihn schon abgeschrieben hat, schon mehrfach.

Ähnlich auch wie Daniel Heuer-Fernandes, der ja dann auch jetzt in der Bundesliga noch mal wirklich auch viele überrascht hat mit seinen Leistungen. Wer von den beiden hat dich denn jetzt noch so mehr überrascht, jetzt in der vergangenen Bundesliga-Saison? Boah, das ist jetzt fies. Weder noch. Also ich würde sagen, Ferro hat einfach genau seinen Stil weiter durchgezogen wie in der zweiten Liga.

Und ich würde nicht sagen, dass man keine großen Unterschiede sieht zwischen der ersten und der zweiten Liga. Aber ich glaube, wenn man ein gewisses Niveau hat und sich jetzt grundsätzlich im Team auch nicht viel verändert, von der Spielweise vielleicht auch, aber auch einfach von der Struktur, dann kann man daran auch, glaube ich, anknüpfen.

Und ja, bei Baka war ich ehrlicherweise anfangs überrascht, dass er nicht diese Chance vielleicht erhalten hat oder nicht zum Zug kam. Aber wie du es gerade gesagt hast, bei Baka braucht man sich, glaube ich, keine Sorgen machen. So ein Spieler, auch wenn hier und da Kritik aufkommt, so ein Spieler ist immer wertvoll für eine Mannschaft, der sich nie über das Team stellt, der absolut.

Nur den Teamgedanken hat, der sich komplett reinhaut, der immer da ist, der diszipliniert ist, der einfach alles mitbringt für so einen Profi-Sportler. Und Luft nach oben hat jeder und denke dennoch hat er eine sehr, sehr gute Saison gespielt und kann darauf aufbauen jetzt. Melding, Polzin hast du gerade schon angesprochen, den hast du ja auch noch eine Zeit lang erlebt als Co-Trainer beim HSV. Gibt es da auch noch regelmäßig mal einen Austausch oder Kontakt?

Ab und zu. Ich glaube, Melding hat jetzt sehr, sehr viel um die Ohren und von dem her ab und zu sehen wir uns jetzt auch zuletzt dann am Ende der Saison war ich in Frankfurt dann auch im Hotel, haben wir uns auch ausgetauscht und ja, Ich glaube, dazu wird auch schon viel gesagt. Ich denke und bin mir sicher, der Kontakt wird weiterhin bestehen und mal sehen, was in der Zukunft passiert.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr für ihn, dass er so eine Entwicklung genommen hat als Trainer, als Cheftrainer. Und ich glaube, ja, wurde auch schon mehrmals gesagt, dass er absolut besonders, als Hamburger dann auch Trainer zu sein. Und ich glaube, das schätzen die Fans auch sehr. Und hoffentlich hält das noch lange an.

Zwei Spiele habe ich ja eben schon angesprochen, die jetzt noch da sind. Die meisten deiner Kollegen sind jetzt aber auch dann fast alle weg. Also jetzt noch in diesem Sommer mit Bobby Glatzel und Renswood Königsdörfer. Zwei langjährige Mitspieler auch im Jahr davor. Jonas Meffert, Sebastian Schonlau, Ludovic Reis.

War dann ja schon ein starker Umbruch dann jetzt auch Richtung Bundesliga. Wird zu sagen jetzt auch mit der Beobachtung dieses ersten Bundesliga-Jahres, dass das gelungen ist, dieser Umbruch. Definitiv. Nach der Saison, die die Jungs gespielt haben, ist das gelungen. Jetzt sind wir mal gespannt, wie es in der zweiten Saison ist.

Hoffen wir, dass die Jungs einfach dran anknüpfen können. Jetzt wird natürlich auch nochmal ein bisschen was am Kader gemacht, was glaube ich auch wichtig ist. Ich mache mir keine Sorgen, solange Merlin in der Position ist. Der hat das im Griff und bin gespannt, in welche Richtung das gehen wird. Aber ich bin da, wie gesagt, sehr positiv gestimmt.

Du beschäftigst dich vielleicht noch ein bisschen mehr so auch mit dem Transfermarkt oder mit Spielern. Jetzt hat der HSV schon ein paar Neuzugänge gemacht, auch viele für die Zentrale. Also Albert Grünberg fest verpflichtet, der war ja auch vorher schon da. Jetzt kam noch Martin Adelin dazu, Bilal Nadir, auch alle fürs Zentrum.

Fabio Vieira soll trotzdem auch noch kommen. Also gerade du so als ehemaliger zentraler Mittelfeldspieler. Wie beobachtest du da so dieses Angebot jetzt auch an zentralen Mittelfeldspielern? Ja, die Jungs werden sich auf jeden Fall was dabei gedacht haben. Und ja, lass uns schauen, wie Merlin das dann handelt.

Ich glaube, Grönberg kann auch über Außen spielen. Hat es jetzt, glaube ich, auch so gespielt im Testspiel. Und die anderen Jungs muss man erst mal sehen, wie die ankommen in der Bundesliga. Fabio Vieira kennt es ja, mal gucken, ob das dann auch wirklich klappt und ja, lassen wir uns überraschen, also ich glaube gute Fußballer können auch auf mehreren Positionen spielen und, das ist ja auch glaube ich immer so der Ansatz von Merlin, gute Fußballer zu haben in seinen Reihen, um auch Fußball spielen zu können und da kann es glaube ich nie schaden, mehrere von denen zu haben und bin mir sicher, dass die Jungs auch variabel sind, Fans wünschen sich natürlich auch immer, dass viele Talente mit dabei sind.

Jetzt sind gerade im Trainingslager auch sehr, sehr viele junge Spieler mit dabei gewesen. Das ist ja oft dann aber auch so im Trainingslager, dass man da einige Talente mal mitnimmt. Du bist ja auch sehr früh als junger Spieler, mit 17 dann schon Bundesligaspieler geworden. Beobachtest du da so ein bisschen die Talente auch beim HSV?

Siehst du da jemand, dem du das zutraust, jetzt dann auch Bundesliga schon zu spielen? Und ist Merlin dann vielleicht auch der richtige Trainer, um diese Talente dann auch einzubinden? Ja, jetzt nicht mehr haargenau, um ehrlich zu sein. Man kriegt es natürlich so teilweise mit. Wie man hört oder sieht, macht es Lemke sehr gut. Aber wie du es gerade auch gesagt hast, viele Jungs sind dann mal mit im Trainingslager in der ersten, zweiten, dritten Liga.

Vorbereitung ist auch immer so ein Ding. Trotzdem ist für jeden Jugendspieler eine Chance. Und wenn man da positiv auffällt, kann das nie schlecht sein für einen, aber es heißt immer noch lange nichts, dass es dann auch für die Bundesliga oder Zweite Liga oder dann für die Pflichtspielrunde wirklich Alternativen sind.

Die Jungs müssen einfach dranbleiben, konstant bleiben, hart an sich arbeiten, auch wenn es jetzt vielleicht zwei positive Wochen waren. Damit hat man noch gar nichts erreicht und einfach weiterhin den Hunger haben und dann bin ich mir sicher, mit Talent und der Einstellung kann man Schritte machen, Aber, jetzt zu sagen, wer dann den Durchbruch schafft oder den Weg gehen wird, das kann, glaube ich, keiner von uns.

Ich kann, glaube ich, hier verraten, dass in deinem WhatsApp-Profilbild bist du immer noch im HSV-Trikot zu sehen im Volksparkstadion. Also gerade der HSV ist schon noch ein besonderer Klub für dich, oder? Kann man sagen, vielleicht so der wichtigste auch gewesen? Ja, auf jeden Fall. Klar habe ich eine besondere Bindung auch zu Eintracht, da habe ich auch nie ein Hehl draus gemacht.

Aber in Hamburg ist natürlich was Besonderes für mich entstanden und das ist weiterhin so. Klar ist jetzt auch ein bisschen Abstand, aber es hat mich schon lange beschäftigt, muss ich auch ehrlich sagen, die Zeit danach und war definitiv was Besonderes und wird auch für immer so bleiben. Ich habe mich gefragt, warum es eigentlich noch nie so einen richtigen Abschied von dir gab. Gibt es den irgendwann noch oder ist der irgendwie versäumt worden?

Abschied inwiefern? Dass man ein Spiel macht? Nee, dass man im Stadion nochmal irgendwie so auch offiziell dann einmal vielleicht... Ja, es gab sogar mal die Idee von Berlin ehrlicherweise in Hamburg. Aber das wollte ich da nicht, weil ich wollte jetzt nicht diese Aufmerksamkeit da noch haben. Das wäre dann jetzt auch bei einem Bundesligaspiel gewesen.

Und ich finde, es hat einfach nicht gepasst. Wurde versäumt. Damals war noch eine andere Person im Verein. Es hat sich ja mittlerweile ein bisschen gebessert, was solche Thematiken auch angeht, dass man da auch vernünftig Spieler vielleicht verabschiedet oder dann auch wertschätzt. Von daher, das ist vorbei. Ich brauche es jetzt auch nicht mehr.

Und ja, wäre schön gewesen, ja. trotzdem hört man ja schon auch raus du guckst immer noch viel auf den HSV ja, wenn der HSV spielt, bist du dann immer noch am Handy oder am Bildschirm ja, wenn es die Kinder zulassen, ehrlicherweise. Aber es hat teilweise schon nachgelassen am Anfang natürlich mehr, aber jetzt so mit dem Alltag, den man hat und mit den Kids verpasst man dann auch mal so eine Samstags Bundesliga-Konferenz oder einfach so ein Spiel vom HSV, aber ja, dennoch schaut man immer wieder dann aufs Handy, klar.

Und wenn du denn jetzt im August in Hamburg bist, wirst du vielleicht auch nochmal einen Abstecher in den Volkspark machen? Ist das irgendwie geplant? Ja, wenn es die Zeit zulässt. Schauen wir mal, wir trainieren ja auch mit den Kids dann so zu den Zeiten, wo vielleicht Training wäre. Im besten Fall ist es ein freier Tag, dann kann auf jeden Fall ein Junge oder ein HSV-Spieler vorbeikommen.

Aber ansonsten müssen wir gucken, wie wir das hinbekommen, aber ne. Wenn es die Zeit zulässt, auf jeden Fall, ansonsten trifft man sich vielleicht mit dem einen oder anderen beim Essen oder so. Du hast gesagt, du hast dann sehr viel zu tun in diesen zwei Tagen. Vielleicht auch für interessierte Fußballer, die da noch dran teilnehmen wollen.

Wo kann man sich anmelden? Auf unserer Homepage oder auf meiner Homepage, der playmakeracademy.de. Da sind die Links drin oder das Anmeldeformular für die jeweiligen Camps, auch für das Hamburg Camp. Und genau, da kann man sich ganz easy anmelden. Es gibt noch ein paar freie Plätze. Und sind ja auch noch ein paar Wochen hin, aber kann man sich gerne anmelden, ja.

Spannendes Projekt auf jeden Fall. Dann wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei, dass ihr da ein schönes Camp habt in Hamburg und HSV-Fans werden sich mit Sicherheit auch freuen, dich dann mal wiederzusehen. Dankeschön. Ein, Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.

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