
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
St. Pauli gegen HSV: "Ich hasse das Stadtderby" - Der große Fan-Talk
Dienstag, 20. Januar 2026 · 1 h 00
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Shownotes
Mia Guethe und Felix Rathfelder meinen es ernst mit dem HSV und dem FC St. Pauli. So ernst, dass ihre Lieblingsclubs Teil ihrer Haut geworden sind. Die beiden Journalisten, die für das Magazin "11Freunde" arbeiten, tragen Tattoos der zwei Hamburger Stadtrivalen. "Bei mir ist es erst eineinhalb Jahre her, daher kann man nicht von einer Jugendsünde sprechen", sagt St.-Pauli-Fan Rathfelder und lacht.
Bei HSV-Anhängerin Mia Guethe liegt die Entscheidung für das Tattoo mit zwei kleinen Kästen in Rautenform zwar schon etwas länger zurück, trotzdem sagt die 23-Jährige: "Ich würde mir auch heute jederzeit noch die Raute tätowieren lassen."
Guethe und Rathfelder sind nicht nur Redaktionskollegen, sondern auch enge Freunde. Sie moderieren einen wöchentlichen Podcast ("In Kontakt bleiben"), in dem es jeden Montag um die Lage beim HSV und beim FC St. Pauli geht. In dieser Woche gibt es daher bei den beiden nur ein Thema: Das Hamburger Stadtderby am Freitagabend (20.30 Uhr) im Millerntor-Stadion.
Bei Mia Guethe ist die Vorfreude aber mit Angst verbunden. "Ich muss sagen, ich hasse einfach das Stadtderby. Mich hat das immer wahnsinnig gestresst zu wissen, dass es wieder unangenehm gegenüber diversen Menschen in meinem sozialen Umfeld wird, wenn wir verlieren. Die Fallhöhe für den HSV ist immer höher. Das macht mir selten Spaß", sagt sie in einer Podcast-Spezialausgabe "HSV - wir müssen reden meets Millerntalk".
Warum St.-Pauli-Fan Rathfelder deutlich optimistischer auf das Stadtderby blickt, wie die beiden am Freitag das Spiel im Stadion verfolgen und wen sie sich im Sturm als Neuzugang wünschen, hören Sie hier in der neuen Podcast-Folge.
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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Es ist wieder Stadtderby-Zeit in Hamburg. Der FC St. Pauli trifft auf den HSV und wir melden uns dazu mit einer Spezialfolge. HSV, wir müssen reden, Meet Millern Talk heißt es heute bei uns. Und dazu begrüße ich zunächst meinen Kollegen Rupert Fahabich, der für uns über St. Pauli berichtet. Moin Rupert.
Moin Henrik. Ja, mein Name ist Henrik Jakobs und wir freuen uns, dass wir auch unsere Gäste heute in Heim- und Auswärtsblock einteilen können vor dem Stadtderby. Sie machen einen gemeinsamen Podcast, sind sehr gute Freunde und sie sind uns jetzt vor allem zugeschaltet online aus Berlin. Zum einen ist das Mia Güte, HSV-Fan und quasi unsere Kollegin, Redakteurin bei Elf Freunde. Moin Mia.
Moin, ich freue mich sehr. Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, ich höre regelmäßig HSV-Müssenreden. Insofern freue ich mich, da zu sein. Schön, dass du hier natürlich die Wahrheit erzählst. Das soll so bleiben. Das hoffen wir auch von unserem zweiten Gast. Er hat in seinem Podcast mit Mia Güte zusammen schon mal verraten, dass er, wenn es um die Wahrheit beim FC St.
Pauli geht, nur Rupert Fabig vom Hombre-Armblatt glaubt. Da haben wir natürlich gedacht, den müssen wir verpflichten für unseren Podcast. Insofern freuen wir uns, dass er jetzt hier ist, obwohl er ein Heimspiel hat am Freitagabend in der Begrüßung erstmal jetzt an zweiter Stelle. Aber wir freuen uns natürlich genauso sehr über seine Teilnahme hier, der St. Pauli-Fan Felix Radfelder. Herzlich willkommen bei uns. Moin.
Und auch das, das stimmt tatsächlich. Es ist die verlässlichste Quelle und einzige, die ich habe. Die Replik von Mia möchte ich an der Stelle nochmal erwähnen. Weißt du sie noch? Was du geantwortet hast darauf? Nee, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Du wünschstest, es wäre mit Stefan Walter, unserem HSV-Abendblatt-Kollegen, genauso.
Ich muss sagen, ich bin Abendblatt-Leserin wirklich von Haus aus, seit ich denken kann quasi. Das war, sag ich mal, die Zeitung of choice ist bei meinen Eltern. Und der Sportteil wird auch immer noch religiös gelesen. Die freuen sich auch zum Beispiel immer mehr. Wir haben ja neulich für einen Artikel gesprochen, Henrik, und dann wurde mein Name bei euch erwähnt.
Das finden die viel toller, als wenn ich selber was veröffentliche. Also die Reihenfolge im Hause Güte ist, was das betrifft, klar. Aber ich habe allgemein immer ich bin so ein bisschen, Beim HSV bin ich so ein bisschen wie so ein Fan von irgendwie einem Musiker. Wenn ich das Album doof finde, darf ich das sagen, aber wenn andere das sagen, dann halte ich das nicht aus.
Also ich bin quasi so, ich darf das kritisieren, aber andere, dann argumentiere ich dagegen, aus Prinzip. Wir sind gespannt, was ihr heute so zu erzählen habt. Ihr nehmt ja jede Woche auch einen eigenen Podcast auf. In Kontakt bleiben heißt er und ihr habt wahrscheinlich jetzt zum Start der Derby-Woche auch schon euch ein bisschen ausgetauscht, oder?
Ja, wobei ich habe es probiert abzumoderieren in der aktuellen Folge, weil ich noch so gefrustet vom Dortmund-Spiel am Samstag war, dass ich irgendwie dachte, ich muss das erst doch mal so gedanklich wegschieben, weil das bei mir immer gleich abläuft. Frust am Wochenende, Montag so Regeneration mentale und dann so Dienstag, Mittwoch kann ich mir wieder einreden, dass was drin ist am Wochenende. Ich muss sagen, Ich hasse einfach das Stadtderby. Deswegen habe ich das auch moderiert.
Ich habe das einfach immer, auch als ich noch in Hamburg gewohnt habe, also ihr habt ja schon erwähnt, zugeschaltet aus Berlin, aber ich bin in Hamburg aufgewachsen und mich hat das immer wahnsinnig gestresst, dass während dieser Derby-Woche das so hochkam und dann immer wusste ich, okay, wenn wir jetzt verlieren, dann wird es wieder unangenehm gegenüber den diversen Menschen in meinem sozialen Umfeld, die den anderen Verein eher verfolgen und das ist irgendwie immer die Fallhöhe war für den HSV auch meistens oder ist meiner Meinung nach immer auch zu Zeiten, wo das vielleicht auch mal anders geschrieben wurde war meiner Meinung nach immer höher und deshalb, ah, mich stresst das einfach, das ist irgendwie das macht mir selten Spaß Vor allem, weil es dann ja auch
wirklich selten Spaß gemacht hat das Spiel, ich glaube so in den vergangenen Jahren da hat St. Pauli gefühlt jedes Stadtderby gewonnen, wobei dann zu Hause im Volkspark sah es dann irgendwann wieder anders aus, aber gerade dann mit der Hase, als dann St. Pauli den Aufstieg geschafft hat, da kommen wir natürlich auch gleich nochmal drauf zu sprechen.
Lass uns nochmal kurz aufklären, ihr lebt beide in Berlin, was macht ihr dort? Felix, vielleicht kannst du das nochmal erzählen bei mir, wir wissen, du arbeitest bei Elf Freunde, die sitzen da natürlich in der Redaktion. Felix, was hat dich nach Berlin verschlagen? Tatsächlich auch Elf Freunde sogar, ursprünglich als Praktikum und seit zweieinhalb Jahren mache ich da den Elf Freunde am Abend Podcast, also auch als Host quasi so ein tägliches News-Update aus der Redaktion Mache ich ein paar Tage die Woche und ansonsten bin ich auch noch im Audio-Video-Bereich, mehr oder weniger vertreten in anderen Bereichen, eher im politischen Bereich sogar tatsächlich als im Fußballbereich, aber genau, deswegen auch ursprünglich mal wegen des Elf-Freunde-Praktikums dorthin gezogen
und dann dort Studium beendet und irgendwie kleben geblieben. Hast du denn am Freitagabend dann Zeit für deinen Podcast? Nee, da macht der Kollege Louis Richter zum Glück wir wechseln uns immer ab, und wir blocken uns immer die Tage, wo gar nichts geht nachmittags und der 23. War sehr, sehr schnell geblockt bei mir auf jeden Fall, weil ich auch vor Ort bin.
Das heißt, ihr seid beide dann auch im Stadion am Freitagabend? Korrekt. Nicht nebeneinander, aber beide vor Ort. Und mir auch nicht im Autok, ne? Nee, nee, Gästeblock. Er war ja auch letztes Mal nicht, als da kurz mal ihr gute Gate bei X, glaube ich. Never forget. Weil jede Publicity ist gute Publicity, bekanntermaßen. Einfach mitnehmen.
Als Frau im Fußball nehme ich sowieso jede Publicity, die ich kriegen kann, weil anders kannst du dich auch nicht werden. Wir haben natürlich auch ab und zu mal in euren Podcast reingehört und dadurch, dass ihr beide Fan seid, geht es natürlich auch sehr häufig um Gefühle und Emotionen bei euch in diesem Format, gerade wenn... Ich würde sagen, es geht ausschließlich um die Emotionen.
Wie ist denn die Gefühlslage jetzt am späten Montag, wenige Tage dann vor dem Stadtderby? Spürt ihr schon irgendwelche Emotionen, wenn ihr an das Spiel denkt? Fang gerne an. Guck mal, beide Angst, darüber zu sprechen. Angst ist auch ein Dick, oder? Ja, also Angst, das ist immer meine Hauptemotion, weil, wie gesagt, ich empfinde die Fallhöhe für den HSV immer als höher.
Egal, was Tabellensituationen oder sowas sagen, das ist einfach für mich, sag ich mal... Der historische Spin, den dieses Duell hat, der große gegen den kleinen und egal, ob der kleine in dieser Konstellation jetzt schon ein Jahr länger in der Bundesliga spielt, es bleibt so. Die Tabellensituation aktuell spiegelt das ja sogar auch wieder wieder, aber völlig losgelöst davon ist das für mich immer das Gefühl, ich kann im Stadtderby als HSV-Fan nur verlieren. Weil wenn wir gewinnen, dann ist es fast eher pflichtmäßig.
Es fühlt sich geil an, klar, aber du wirst nicht so gehuldigt, wie der FC St. Pauli gewinnt. Und deswegen ist Angst und Druck das, was ich am meisten verspüre, vor allem weil die Vorzeichen sich für mich aktuell so anfühlen, als ob jetzt nach mehreren wirklich guten Leistungen, vor allem jetzt gegen Gladbach zuletzt, auch mal wieder einen Tag kommen könnte.
Gerade auswärts haben wir ja sowieso unsere Probleme, an dem es vielleicht nicht so gut läuft spielerisch. Und St. Pauli ja quasi die Vorzeichen hat für endlich mal wieder Befreiungsschlag, endlich mal wieder euphorisch sein. Das könnte natürlich, also das ist ja so eine Geschichte, die könnte dieses Spiel durchaus schreiben. Und da habe ich einfach wirklich panische Angst vor.
Ich würde sagen, als St. Pauli-Fan könnte man auch aktuell etwas Angst haben angesichts der sportlichen Lage und dann noch eine Derby-Niederlage zu Hause, was dann der erste Auswärtssieg für den HSV wäre. Also ein Szenario, vor dem man Angst hat als St. Pauli-Fan, Felix? Ja, auf jeden Fall. Ich habe ein bisschen Angst, dass der Sargnagel ist, schon fast.
Also ist natürlich noch, also ist schon noch lange hin und ich hangel mich auch sehr, sehr an so Sachen wie, ich glaube jetzt noch 17 Spiele, davon 10 zu Hause. Und zu Hause sah es bei uns ja eigentlich auch immer ganz, ganz gut aus. An denen hangel ich mich gerade so ein bisschen ran, um mir selbst ein bisschen Hoffnung zu machen.
Aber ich muss schon auch sagen, so dieses Szenario, jetzt nach zwei Nackenschlägen hintereinander, dann noch das Derby verlieren zu können, dann auch noch zu Hause und eben wirklich so mit diesem, wir kriegen gar nichts auswärts in der HSV und dann ausgerechnet bei uns irgendwie die ersten Punkte beziehungsweise den ersten Sieg holen, das wird schon massiv wehtun. Andererseits muss ich schon auch sagen.
Ich habe schon auch ein Grundvertrauen trotzdem immer noch in diese Mannschaft. Also ich bin schon auch nicht ganz hoffnungslos, sondern ich habe schon auch eine gewisse Hoffnung, vor allem, weil ich einfach das Gefühl hatte, das war im Hinspiel so eine eindeutige Nummer. Das kann sich jetzt nicht so krass geändert haben. Klar, beim HSV kamen dann eben einfach noch Transfers dazu danach, aber irgendwie rede ich mir gerade.
Ich merke schon, wie ich mir das jetzt so über die Woche Tag für Tag wieder mehr anfange. Diese Worte hätte ich gestern auf jeden Fall noch nicht gesagt, aber ich merke schon, wie ich mir das gerade langsam wieder einrede, dass die Zeichen gar nicht so schlecht stehen. Und wenn ich dann sehe, dass Alexander Blessin sagt, er hat irgendwie auch eigentlich mehr Lust jetzt gegen HSV zu spielen als nochmal gegen eine Mannschaft wie Dortmund, dann macht mir das Hoffnung. Gut, was soll er auch sagen?
Da hat Stefan direkt angemerkt, als er das gelesen hat, das ist der Spruch, der in der HSV-Kabine hängen wird. Dass du lieber gegen HSV als gegen irgendeine andere Mannschaft jetzt spielst. Ja, aber diese Pseudo-Psychologie-Tricks, die Merlin Paul-Ziner seit anderthalb Jahren rausholt, die haben wir jetzt auch alle verstanden.
Ich weiß nicht, ob die noch zünden. Naja, bislang. Ich wollte gerade sagen, im letzten Derby gegen Werder Bremen hat das ganz gut funktioniert mit den Sprüchen, die dann in der Stadt hingen. Die wurden auch mal präsentiert. Und die HSV-Spieler waren auf jeden Fall deutlich emotionalisierter als dann der Gegner.
Und da hat es ganz gut funktioniert. Wie Steffen Baumgart sagen würde, wir haben keinen Druck, wir sind der Druck. Das war einer der wenigen schönen Sätze, die ich von Steffen Baumgart in dieser Zeit gehört habe. Oder das war der erste Nachhinein im Kino. Aber der hat mir ganz gut gefallen. Ist vor allem natürlich umso schöner in Retrospektive zu betrachten, wenn man weiß, wie das Ganze mit dem Druck für ihn und den HSV ausgegangen ist.
Aber hey, Vergangenheit. Vergangenheit. Ja, die letzten Jahre waren ja sowohl für mir, für dich natürlich sehr viel von Leid geprägt. Vor dem Aufstieg bei Felix, ja, auch lange Jahre in der zweiten Liga. Dann natürlich mit der anderen Erwartungshaltung, aber es in die Bundesliga geschafft. Jetzt zuletzt musstet ihr beide etwas leiden, jetzt gerade am Wochenende vor allem. Also Emre Can, dann der Elfmeter in der Nachspielzeit, zweite spätige Gegentor nach dem Spiel dann in Wolfsburg.
Mia, bei dir wahrscheinlich 90 Minuten eigentlich ganz zufrieden und Hoffnung, aber ohne das Happy End. Aber am Ende war es natürlich wieder viel Leid, oder? Ja, also als Leid würde ich es, glaube ich, nicht bezeichnen, weil es dramaturgisch natürlich nicht, sage ich mal, Kategorie Nackenschlag war, den ich auch sehr gewohnt bin aus den letzten Jahren.
Aber es war so ein Frustthema, so ein Spiel, wo du dir danach den Kopf so ein bisschen gegen die Wand hauen willst und dich so fragst, so, hä? Wie kann man so ein Spiel nicht gewinnen? Und es häuft sich natürlich ein bisschen. Das Spiel gegen Wolfsburg fällt einem dann ein, was ähnlich verlaufen ist.
0-0, 0-0 auch gegen Union und so, wo du das Gefühl hast, ey, komm, eigentlich Wolfsburg und Gladbach vor allem so, wo du dir denkst, du bist drückend überlegen, eigentlich über 90 Minuten und schaffst es nicht, ein Tor zu schießen. Das ist natürlich... Es ist ja alles okay beim HSV. Du guckst auf die Tabelle, da hast du vier Punkte Vorsprung vor der Relegation. Das ist echt wirklich okay.
Aber man hat natürlich dieses Hätte-Hätte-Fahrradkette-Ding im Kopf, dass man sich denkt, okay, es könnten halt auch acht sein. Könnten acht sein, ja. Vor allem die Spiele dann, du hast die schon genannt, gegen Wolfsburg. Aber auch in Leipzig zum Beispiel, da hat man auch verloren. Sorry für die Erinnerungen. Trotzdem im Vergleich zu Felix, der musste, glaube ich, nach dem Stadtderby in den Wochen danach deutlich mehr leiden.
Also ich glaube, das hätte man nach dem Spiel auch nicht gedacht, dass es dann so eine Entwicklung nimmt, dass St. Pauli fast gar kein Spiel mehr gewinnt oder ich glaube, doch eins haben sie danach noch gewonnen gegen Augsburg. Ja, Augsburg, ja. Eins dann noch zuletzt, ne? Eins haben sie dann noch zuletzt gegen Heidenheim.
Genau, Heidenheim, ja. Aber dazwischen auch ganz lange gar keinen Punkt. Wenn ihr zurückschaut auf dieses Spiel nochmal, hättet ihr euch überhaupt vorstellen können, dass es in der Tabelle jetzt so aussieht aktuell? Boah, also ich glaube so doll wahrscheinlich nicht. Also ich war schon auch weit entfernt davon irgendwie, St. Pauli in irgendwelchen Europapokalsphären, selbst zu loben. Das war natürlich ganz geil nach diesen drei Spielen.
Vor allem ja auch mit dem Dortmund-späten Ausgleich, Augsburg-Sieg und Derby-Sieg, das war schon irgendwie richtig, richtig gut. Da war dann aber eigentlich ja doch allen, die die Mannschaft so ein bisschen gesehen haben, klar, es wird sich schon auch noch ein bisschen abfedern. Aber wie viele waren es am Ende? Neun Niederlagen in Serie, die dann danach kamen.
Also ich glaube, das wäre auch komplett gelogen. Damit habe ich natürlich überhaupt nicht gerechnet. Und mir fehlt auch bis heute weiterhin irgendwie die Erklärung dafür, also wie das passieren konnte. Also klar, es liegt irgendwo an der Qualität, es liegt irgendwo daran, dass Spieler zwar am Anfang wie Huntonji eine Sache extrem gut konnten, wenn sich da aber Bundesliga-Innenverteidiger drauf einstellen und einfach sich schon mal einen Meter früher fallen lassen und dann keine andere Idee da ist, irgendwie vorbeizukommen, dann wird es halt leicht.
Aber ich wäre schon davon ausgegangen, dass wir über dem HSV aufstehen, ehrlicherweise. Und du wahrscheinlich auch, oder Mia? Also nach dem Derby, jetzt kann ich das natürlich mit der Weisheit der Zukunft sagen, nach dem Derby bin ich davon ausgegangen, wir steigen als Letzter ab. Und also, ungelogen, das war so, so ernüchternd, dass ich danach wirklich dachte.
Ja, das mit dem Aufstieg war cool und so, aber jetzt ist es auch gut. Also, das ist dann halt nochmal, dann halt wieder zweite Liga, whatever. war, weil das war wirklich so, nach dem Auftrag gegen Gladbach dachte ich noch so, ja, es war ja ganz ordentlich. Irgendwie der HSV war der eklige Gegner, der sein wollte und dann gegen St.
Pauli dachte ich mir, und Bayern zählt natürlich nicht, und dann gegen St. Pauli dachte ich mir, ei, ei, ei. Aber, gut, ich meine, es ist, es waren dort eben gewisse Transfers, die dann gegen Bayern da waren, aber wie gesagt, Bayern zählt noch nicht getätigt. Luca Wuschkowitsch natürlich allen voran, aber auch Fabio Vera.
Dessen Gesichtsausdruck nach dem zweiten Bayern-Treffer nach neun Minuten, falls man sich das in den Highlights nochmal angucken möge, so ziemlich meine Gefühlslage von damals wieder gespiegelt hat und zwar so, puh, aieiei, wo bin ich hier reingeraten? Nee, das hätte ich damals auf jeden Fall nicht gedacht. Ich glaube, der HSV hat in den letzten Monaten extrem gewonnen und damit meine ich nicht nur was Spielstände betrifft, natürlich auch Spiele gewonnen, mit denen man vielleicht nicht immer gerechnet hätte, aber vor allem auch, was das Spielerische betrifft.
Also gerade gegen Gladbach, jetzt da waren ein paar Angriffe dabei, die echt wirklich was hermachten, wo man sich dachte, okay, das hätte ich dem HSV gar nicht zugetraut und am Anfang, als alle genörgelt haben, Spielsystem umgestellt und wollen wir überhaupt nur irgendwie kratzen, beißen, kämpfen und so, das ist es ja mittlerweile wirklich gar nicht mehr, sondern da passieren wirklich ordentliche Dinge auf dem Platz, sodass man eigentlich wirklich seit Wochen nur sagen kann, hey, Das ist so eine Grundzufriedenheit, die da erstmal ist.
Und das ist schon, übertrifft jegliche Erwartungen, die ich an diese Bundesliga-Saison hatte, muss ich wirklich sagen. Und wenn ihr beide miteinander sprecht, auch so ein bisschen Genugtuung hier und da mal? Ich hatte ja keine Zeit jetzt für Genugtuung die letzten Wochen leider. Sonst ja. Also ich würde sagen, dass Felix der Missgünstigere von uns beiden ist.
Und da wird, also was Fußball betrifft, und da wird er mir wahrscheinlich auch nicht widersprechen. Das liegt natürlich daran, dass das auch wieder der Kleine gegen den Großen Rolle ist ich bin immer ein bisschen vorsichtig mit Missgunst, weil ich weiß wie dünn das Eis sein kann und der HSV hat genügend, absurd dramatische Wendungen und tragische Geschichten geschrieben in den letzten Jahren, als dass ich mich jetzt nicht darauf einlassen werde hier auf Hochmut reinzufallen und am Ende, komplett aufs Gesicht zu fliegen. Wie steht er denn grundsätzlich?
Also nicht privat und persönlich, sondern ganz generell dem jeweils anderen Verein gegenüber? Willst du anfangen? Mach ruhig du. Bei Pauli-Fans ist es doch eigentlich so, das gehört doch dazu, oder? Zum Fan sein, dass man den HSV scheiße findet. Ja, absolut. Und es gab ja auch in der Vergangenheit durchaus irgendwie historische Gründe, weswegen man das sehr, sehr leicht tun konnte, muss ich sagen.
Und auch gewisse Einzelpersonen beim HSV, die da gewissermaßen Geld reingeflossen haben oder Entwicklungen der Fanszene so in den 80er und 90er Jahren, weswegen man das ja irgendwie auch einfach sehr, sehr gut machen konnte und tatsächlich auch mit einer sehr großen Überzeugung. Die hat sich jetzt auch nicht großartig gewandelt, obwohl man natürlich anerkennen muss, dass zum Beispiel sowas wie irgendwie die Kurvendynamik beim HSV sich natürlich massiv geändert hat.
Das wäre jetzt irgendwie auch verblendet da zu sagen, das wäre immer noch so, aber trotzdem so rausgekommen, dass ich jetzt sage, dass der Podcast zum Beispiel wir jetzt ja auch schon seit anderthalb Jahren machen oder so, dass der großartig was geändert hätte beim Bild, ist jetzt auch nicht so richtig passiert.
Dafür ist er ja auch nicht da. Dafür ist er auch nicht da und Thema Großmut, das eine oder Hochmut, das ein oder andere Mal, wenn da die großen Namen gehandelt werden, da ist es ja mit der Demut jetzt auch nicht so nah dran, wenn ich jetzt dich dann quasi als das Beispiel für den HSV-Fan nehme. Ja, wenn die großen Namen dann auch kommen am Ende, Stichwort Luca Buschkowitsch, dann ist das ja auch alles okay.
Ich erinnere mich nur an die Ruth von Nistereu-Diskussion, die wir lange hatten, als Baumgart raus war. Es ging nur um den Namen. Ganz ehrlich, da stehe ich auch immer noch hinter. Stehe ich auch immer noch hinter. Nein, ich habe. Zum FC St. Pauli irgendwie immer ein Stranges-Verhältnis gehabt, glaube ich, weil das ist natürlich der Stadtrivale und den findet man natürlich irgendwie scheiße.
Gleichzeitig bin ich trotzdem, und das obwohl ich wirklich schon zu wirklich jungen Generationen HSV-Fans gehöre, die hauptsächlich Zweite Liga so als aktive Stadiongängerin mitgemacht haben, bin ich aufgewachsen mit der Rivale ist eigentlich Werder Bremen. Also als ich angefangen habe, HSV intensiv zu verfolgen, waren wir halt natürlich noch Bundesligisten und dann war halt der Rivale ein anderer Bundesligist, weil so richtig messen konnte man sich mit St.
Pauli ja überhaupt gar nicht oder also außer innerhalb der Fans sehen natürlich ein Thema gewesen. Aber dieses Derby hat ja an Bedeutung wirklich erst während dieser Zweitliga-Zeit massiv zugenommen. Deswegen war St. Pauli mir ein Stück weit, und das sage ich jetzt gar nicht, um irgendwie so Salz in die kleine Bruderwunde zu streuen, aber so ein bisschen egal.
Also es gab halt so die ganzen Cool Kids in meiner Klasse früher, die dann mit dem Levi's X St. Pauli Hoodie in die Schule gekommen sind und sich für wahnsinnig zeitgeistig hielten, und das fand, da habe ich dann auch immer mit den Augen gerollt, aber so der Fußballverein an sich war mir immer so ein bisschen egal, nach dem Abstieg natürlich absolut nicht mehr, weil wie gesagt dann wurde das Derby so der vorgehaltene Spiegel, dass es bei uns nicht mehr läuft und.
Und es tut natürlich besonders weh, wenn sich, sage ich mal, die Verhältnisse so wandeln, dass ein Klub, der einem früher sportlich egal war, mittlerweile alles andere ist als das. Man kann natürlich mittlerweile nicht mehr sagen, das ist egal, weil man spielt in einer Liga und die sind vor uns aufgestiegen.
Das ist natürlich, sage ich mal, die größte Blamage, die es hätte geben können und auch die dümmste Pointe für eine wahnsinnig dumme Zweitliga-Zeit des HSV, ehrlicherweise. Wobei die dümmste Pointe wäre ja tatsächlich der Aufstieg im Volkspark gewesen. Das stimmt. Muss man sagen. Und das war für mich so doll, dass ich gesagt habe, an dem Wochenende fahre ich nicht nach Hamburg.
Ich hatte da keine Lust drauf. Ich habe gesagt, auf gar keinen Fall. Ich halte mich fern von allem, was mit diesem Spiel zu tun hat, weil entweder der HSV wird Stadtmeister, ein Titel, über den ich mich immer nur lustig gemacht habe, weil ich mir früher halt gesagt habe immer, ihr habt ja sonst nix, ihr werdet halt zwölfter, ja viel Spaß mit der Stadtmeisterschaft ähm.
Das wäre, sage ich mal, das Best-Case-Szenario gewesen und das Worst-Case-Szenario ist, ich will, dass alles nur noch aufhört. Also da habe ich gesagt, I can't, weil der FC St. Pauli, beziehungsweise der Erfolg des FC St. Pauli und das ist vielleicht dann mein Bild vom Verein oder auch von den Fans in den letzten Jahren, der vorgehaltene Spiegel immer war, wie man in Hamburg zumindest in der wirklich jüngsten, jüngsten Vergangenheit bessere Arbeit leisten kann.
Weil der kleine Bruder mit weniger Mitteln Größeres geleistet hat, zeitweise. Und das tut schon weh, wenn man aufwächst als, oh, wir sind der große HSV. Und dieses ganze Ego-Ding, was du mir vorwirst, Felix, das nehme ich ja auch voll an. So, ich weiß, dass der HSV ein bisweilen arroganter Verein mit bisweilen arroganten Fans ist und ich glaube, das gehört auch dazu und ich finde das auch völlig okay und ich zähle mich da auch mit rein.
Aber wenn dann jemand einem den Spiegel vorhält und sagt, das ist jetzt alles völlig zu Unrecht, dann ist das natürlich ein wenig Salz in die Wunde, die ja eh schon offen klafft. Felix, mir hat gerade von den Cool Kids gesprochen. Warst du auch eines davon? Und willst du uns erzählen, wie du St. Pauli-Fan geworden bist?
Du hast eben im Vorgespräch schon mal Helgoland erwähnt. Ja, genau. Also ich bin ja nicht in Hamburg aufgewachsen, habe aber familiäre Verbindungen in den Norden und zwar vor allem nach Helgoland, weil meine Mutter und ihre Schwester und Oma auf Helgoland geboren und aufgewachsen sind und dann irgendwann nach Hamburg gezogen sind.
Und meine Mutter aber zum Studieren nach Kassel ist, um da meinen Vater kennenzulernen. Also nicht geplant, meinen Vater kennenzulernen, aber hat ihn da kennengelernt und dementsprechend sind die da geblieben. Der Rest der Verwandtschaft ist dann irgendwann nach Hamburg gezogen und daher kam tatsächlich auch meine St.
Pauli-Verbindung, weil Kassel selbst ist ja fußballerisches Brachland eigentlich. Da geht relativ wenig. Kassel-Hersen-Kassel sagt vielleicht einigen Leuten noch was, aber spätestens, als ich da in der Jugend gespielt habe, war es dann irgendwie auch vorbei mit dem Fan-Dasein des Vereins. Und dann waren die familiären Verbindungen einfach da.
Und die aber tatsächlich auch HSV-Verbindungen hatten. Also ich glaube, meine ersten Stadionbesuche, habe ich glaube ich auch irgendwann mal bei uns im Podcast erzählt, waren tatsächlich noch in der AOL-Arena mit meiner Tante. Meine auch. Wie ist es dann genau passiert mit dem FC St. Pauli? Es war glaube ich tatsächlich schon so ein bisschen so eine politische Entscheidung, klingt jetzt irgendwie komisch bei einem Fußballverein, aber dadurch, dass ich dann sehr viel Zeit in den Ferien etc.
Pp. einfach in Hamburg verbracht habe, fand ich St. Pauli, Kiez, auch Altona, Schanze und so die Ecke einfach total cool und habe mich da sehr früh sehr wohl gefühlt und habe dann quasi darüber zum Verein auch gefunden. Und konnte mich dann irgendwann, als das so anfing, irgendwie mit 13, 14, 15, 16, dass man irgendwie sich auch mal die einen oder anderen Gedanken macht, was so abgeht in der Welt, konnte ich mich dann schon auch einfach sehr, sehr gut damit identifizieren. Dann ist das immer stärker geworden.
Der einzige Vorteil an Kassel war dann auch, dass man sehr viele Auswärtsfahrten machen konnte in die ganze Republik mit relativ kurzer Zeit, vor allem irgendwie alles, was so Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW und so angeht, ging dann auch mit dem Regio relativ früh schon auch, obwohl man noch nicht 18 war, ganz gut und da hat man dann probiert, möglichst viel mitzunehmen und dann ist das irgendwie so ein bisschen gewachsen über die Zeit, sodass es dann ein sehr, sehr fester Bestandteil irgendwann war.
So gewachsen, dass du mittlerweile den FCSP auf deinem Körper tätowiert hast, ne? Es stimmt, ja. War das die Jugendsünde oder schon Teil deiner Identität heute? Die Jugendsünde ist tatsächlich erst, glaube ich, anderthalb Jahre her. Also wirklich keine Jugendsünde, aber genau, ja, auf dem Oberschenkel steht das FCSP fest.
Fun Fact, auch da sind Felix und ich die perfekten Gegenstücke, weil ich habe die Raute tätowiert. Das ist schon mal die nächste Frage gewesen, ja. Aber man erkennt es nur, wenn man es weiß, weil es sehr ohne Farbe und bla bla bla, so zwei Kästen ineinander. Aber auch das ist schon ein bisschen länger her als anderthalb Jahre, aber würde ich nicht als Jugendsünde kategorisieren.
Und das, obwohl sich, ich sag mal, mein Liebe und Hass gerade alles, bei allem, was Fußball betrifft, das muss man dann vielleicht auch zu meinem Bild vom FC St. Pauli sagen, verändert hat, seit ich im Fußball arbeite. Weil ich kann Fußballvereine nicht so hassen, wie das so ein durchschnittlicher Fan macht, weil ich halt über sie berichten muss.
Und deswegen mache ich das nicht. Wobei beim HSV... Ich mir auch jederzeit heute noch die Rausche tätowieren lassen würde. Wieso? Uns geht das so, wir können Fußballvereine nicht so lieben wie ein normaler Fan, seit wir darüber berichten. Du packst jetzt dein Tattoo auch aus. Nee, ich habe keinen Fußballwappen irgendwo tätowiert.
Das darf ich bei Elfreunde, zum Glück. Da wird. Schamlos Fantum gelebt. Alles andere wäre ja, also bei so einem Magazin bei Elfreunde, bei uns wäre es ja auch merkwürdig und unauthentisch, auch wenn wir im Abends-Podcast oder so drüber sprechen, Das würde so schnell auffallen, dass man sich, glaube ich, dann fast noch eher auch aus einer journalistischen Perspektive unglaubwürdig macht, wenn man das verheimlichen würde.
Von daher finde ich das in dem Fall auch ganz okay. Und was wir ja, glaube ich, auch bei uns im Podcast ganz gut hinbekommen, wir können schon, wie du es ja auch eben gesagt hast, sehr, sehr gut anerkennen, wenn bei dem jeweils anderen Verein Dinge gut laufen und gut gemacht worden sind. So weit geht es dann auch nicht, dass man da irgendwie kategorisch also ausschließt.
Mir, vielleicht kannst du einmal erzählen, wie du HSV-Fan geworden bist. Felix hat es ja gerade schon erzählt. Klingt so ein bisschen wie ein typischer St. Pauli-Fan, irgendwie in der Schanze gelebt und fand den Club dann irgendwie doch ganz cool, auch so mit der Politik und so. Du wahrscheinlich dann irgendwie vom Papa mal mitgenommen. Ja, genau.
Ich habe quasi den typischen Traditionsvereinweg hinter mir, was die Fansozialisierung betrifft. Ich bin halt in Hamburg geboren und aufgewachsen. Meine ganze Familie hat, ich sag mal, Verbindungen zum HSV, vor allem väterlicherseits war das so. Mein Uropa, mein Vater erzählt bis heute die Geschichte, wie mein Uropa das Stadion verlassen hat, weil er so angespannt war und dann im Auto auf dem Kofferradio immer zu Ende gehört hat und so, der kein Spiel zu Ende im Stadion gucken konnte, weil Opa immer zu angespannt war.
Das wurde dann weitergegeben an meinen Vater, der hat es wiederum weitergegeben an mich und meine zwei älteren Brüder, meine Mutter ist aufgewachsen als Bayern München Fan, weil ihr Vater wiederum aus München kommt, aber wurde dann auch von meinem Vater bekehrt und das noch vor meiner Geburt, das heißt ich bin reingeboren in eine Familie, in der es eine Wahl nicht gab, HSV oder gar nichts und ich habe mich für HSV entschieden, Weißt du aber, du hast dich auch für eine ganze Menge Schmerz entschieden in den Jahren deines Fan-Daseins.
100 Prozent. Ich meine, ich bin 2002 geboren. Meine erste so richtig einschneidende Fan-Erinnerung, wo ich wirklich genau noch weiß, nicht nur A, da ist das und das passiert, weil ich kann mich schon auch noch an Kompanie im HSV-Trikot erinnern und so. Also es war auch mein erstes Trikot, Fun Fact. Aber so meine erste einschneidende Erinnerung war 2009, waren die Werder-Wochen.
Und wenn das deine erste einschneidende Fan-Erinnerung ist, weißt du auch, wie die einschneidenden Fan-Erinnerungen danach aussahen. Dementsprechend bin ich groß geworden innerhalb eines Fan-Ökosystems, in dem sich ein großes Ego die Hand gibt mit dem nächsten, aber die Realität eigentlich völlig anders aussieht.
Also wie gesagt, meine aktive so auch Auswärtsfahrerzeit und so hat wirklich erst in Zweitliga-Zeiten begonnen. Es gibt eine Menge Erstliga-Stadien, wo ich den Gästeblock noch nie von innen gesehen habe, habe aber das Gefühl, ich kenne den in Karlsruhe wie meine zweite Bestentasche. Das ist natürlich was, das hätte man von HSV-Fans vor vielen Jahren nicht erwartet, so einen Satz zu hören, aber für Menschen, die nach der Wende geboren sind, also nach der Jahrtausendwende, wobei nach der Wende wahrscheinlich auch, ist das die bittere Realität.
Ihr habt ja gerade schon gesagt, ihr könnt ganz gut anerkennen, wenn der jeweils andere Verein auch gute Sachen macht. Gibt es trotzdem vielleicht so Fußballmomente, was so dann auch die beiden Klubs angeht, wo eure Freundschaft schon mal auf eine harte Probe gestellt wird? Ja, ja. Also nicht unsere Freundschaft auf eine Probe gestellt wird.
Ich glaube, da können wir genug differenzieren, beziehungsweise dafür haben wir auch beide genügend Freunde aus den verschiedensten Fußballrichtungen, Irgendwie, dass gerade wenn man in Berlin ist, er wohnt, halt so ist, dass man, sage ich mal, regelmäßig am Tisch sitzt mit Hertha, Dynamo, St. Pauli und HSV und Schalke und sonst irgendwas.
Aber ich durfte dabei zugucken, wie Felix gemeinsam mit zwei bis drei weiteren St. Pauli Fans, mit denen ich auch befreundet bin, von der Couch aus den Aufstieg feierte, nachdem mein Verein natürlich schon den Aufstieg in den Sand gesetzt hatte. Und das hat mir, muss ich wirklich sagen, sehr wenig Spaß gemacht.
Nicht, weil ich mir dachte, ich gönne euch das so wahnsinnig wenig, also auch, aber der Hauptgrund ist da in dem Moment tatsächlich, du kriegst halt wirklich den Spiegel vorgehalten von dem einen Verein, von dem du den Spiegel nicht vorgehalten hast. Bekommen, vorgehalten bekommen willst, so. Ich hatte das immer, dass ich wahnsinnig eifersüchtig war, wenn ich Fürth habe aufsteigen gesehen, Kiel habe aufsteigen gesehen und so weiter, dass ich mir richtig so dachte, so Alter, warum können das nicht wir sein?
Warum sind wir so unfähig? Aber bei St. Pauli war das natürlich extra hart und da waren wir tatsächlich mit 10, 11 Leuten gemeinsam im Urlaub und ja, war ein harter Tag. War das dein größter Fan-Moment, Felix? Mein größter Fan-Moment? Der Aufstieg? Aufstieg ist schon sehr, sehr weit vorne dabei. Vielleicht sogar fast für mich ganz persönlich das Spiel in Wiesbaden, dann noch mehr, weil wir eben dummerweise unseren Urlaub so geplant haben, dass wir zwar beim Derby da waren, dann beim Aufstieg die Woche, aber im Urlaub waren und es auch nicht mehr hätten canceln können, weil das eben so eine große Gruppe war.
Und dann, Wiesbaden war ich dann wieder im Stadion. Das heißt, da gab es ja auch nochmal den kleinen Plattsturm zumindest. Das ist schon sehr, sehr weit vorne. aber ich glaube tatsächlich auch so die ein oder anderen, Derby-Siege, als es so die eigentlich sehr, sehr düstere Zeit so, ich denke so an Los Juhal-Zeiten, wo dann Matt Penny im Volkspark trifft und wirklich niemand irgendwie damit gerechnet hat, dass es geht, wo ich auch live im Stadion war. Erinnert sich nicht an dieses Tor.
Ja, und danach auch wirklich gar nichts mehr gerissen. Mackinock, glaube ich, noch mit dem Zweiten und dann gab es diesen Moment, dass, glaube ich, der HSV den Anschluss macht und der Stadionsprecher hat den Finger, er muss sofort auf dem Körb. Ach genau, Hank Fährmann. Hank Fährmann, du hast vollkommen recht.
Und Hank Fährmann macht das 2-0 und dann fällt das vermeintliche 2-1 nach einer Ecke und der Stadionsprecher sofort den Knopf auf die Stadionhymne und zehn Sekunden später wurde es halt aberkannt, das 2-1. Und das war eine Party im Gästeblock, wie ich sie, glaube ich, sehr, sehr selten erlebt habe. Da muss ich schon sagen, das ist schon auch sehr, sehr weit vorne.
Es gab ja ein paar epische Derbys auch in den vergangenen Jahren, gerade so dieses 4-3. Mir, warst du da auch im Stadion? Da dachte man ja auch, jetzt steigt der HSV auf und dann noch ein paar Derbysieg. Da war ich leider nicht im Stadion, aber ich werde es nie, ich hatte zwei große, sage ich mal, Erlebnisse mit einem Fanschal, mit einem HSV-Schal durch Berlin zu laufen.
Das eine war, weil das große Spiele waren, wo ich nicht im Stadion war. Das eine war das Spiel gegen Sandhausen, wo ich nicht hingefahren bin, weil ich mir dachte, na gut, wir werden halt eh dritter und das ist auch whatever jetzt. Und außerdem habe ich gearbeitet dann im Wochenende und bla bla bla. Und ich war dann aber halt unterwegs, habe das geguckt.
Bin dann mit Trikot und Schal durch Berlin gelaufen und an diversen Bars und Kneipen vorbei, wo ich nur mitleidige Blicke und tatsächlich auch manchmal verbalisierten Mitleid erntete. Und das war auch für mich so das erste Mal, wo ich gemerkt habe, okay, die Leute haben auch nicht mehr so viel Spaß dabei, sich über den HSV lustig zu machen.
Also jetzt nicht St. Pauli-Fans, sondern halt so, was heißt ich, Bochum-Fans oder so, die in den letzten Jahren gesagt haben, haha HSV. Und ab dem Punkt bekam ich diverse Mitleidsbekundungen auch von Freunden, die vorher diese Haltung eingenommen hatten. Das war sozusagen mein Walk of Shame, aber nach dem Derby, da weiß ich noch, ich bin abends nach Hause gefahren, mit Schal auch und ich lief an Fußballkneipen vorbei und sah nur feiernde, jubelnde HSV-Diaspora und dann selber mit Fanschal und dann jubelt man sich zu und ist in dieser fremden Stadt und weiß gerade irgendwie, Alter, das hat wirklich weil das war ja dann auch nach all diesen verlorenen Derbys, das war so eine Ära, da konnte man sich fast gar nicht mehr vorstellen, so ein Derby mal zu gewinnen,
genauso wie man sich dann den Aufstieg immer nicht mehr vorstellen konnte einfach weil das so oft nicht passiert war und dann auf diese dramatische Art und Weise, dieses Tor von Jonas David dann auch und so, also das war schon, und der Volkswagen Blau das hat schon, das Spiel hat schon viel viel ausgelöst trotzdem würde ich es tatsächlich nie in meinen so Top-Top-Fan-Momenten.
Einordnen. Also zumindest nicht so Top 3 bis 4, weil da mir dann irgendwie, weiß ich nicht, andere Spiele einfallen, auch noch aus der Erstliga-Zeit und vor allem natürlich der Aufstieg. Aber es war schon elektrisierend. Felix, wie ist das eigentlich so als St. Pauli-Fan? Ich habe manchmal so das Gefühl, dadurch, dass die Erwartungshaltung da immer nicht ganz so groß ist wie beim HSV, wo man ja nach einem 0-0 gegen Mönchengladbach dann schon über Merlin Polzin diskutiert, weil die Stürmer keine Tore schießen.
Das, glaube ich, passiert bei St. Pauli nicht und macht das Leben vielleicht insgesamt ein bisschen entspannter, oder? So, wenn du auch dann Mia siehst, worüber ihr dann diskutiert. Ja und nein. Also ich habe jetzt nicht das Gefühl, eine entspannte Saison zu durchleben und ich habe auch das Gefühl, es wird dann vielleicht weniger schnell über Trainer diskutiert, aber es gab auch eine Zeit, in der das auch relativ fix ging.
Also jetzt Lukai vorhin mal angesprochen und auch die Koczynski-Zeit und so, da war ja auch schon eine relativ hohe Fluktuation bei uns. Ich habe das Gefühl, momentan hatten wir jetzt einfach zweimal richtig Glück, ein gutes Händchen gehabt zu haben mit Hürzler und mit Bessin, die sich quasi die Zeit hatten, richtig Kredit zu erspielen, um dann jetzt vielleicht ein bisschen langsamer erst so richtig in die Kritik zu kommen und gleichzeitig, aber ja, im Endeffekt hast du schon recht, Ich bin trotzdem froh, dass das alles nicht immer so mit ganz heißem Wasser bei uns gekocht wird.
Also dass auch mal das okay ist, ein Spiel zu verlieren und nicht sofort alles in Frage stellt wird. Das stimmt schon, da kann ich mich auch selber besser mit identifizieren. So oft ich mich auch ärgere und mich auch bei uns im Podcast irgendwie dann irgendwie über irgendwas echauffiere oder die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung kritisiere jetzt am Wochenende.
Generell bin ich da schon ganz froh drum, dass das alles ein bisschen realistischer gesehen wird. Und wenn man dann ja auch teilweise, mir macht es sich immer drüber lustig, aber ich dann auch immer sage, wenn man mal auf die nackten Zahlen guckt, was so Etat angeht, Kaderwert, wie viele Möglichkeiten St.
Pauli hat und so, dann wäre ja auch wirklich alles andere völliger Wahnsinn. Höre ich daraus, dass du noch nicht über den Trainer diskutieren würdest? Nee, ich glaube aktuell tatsächlich nicht. Es gab eine kurze Zeit, wo ich fein damit gewesen wäre. Ich finde aber tatsächlich, dass der Reset, den er gemacht hat, auch wenn er natürlich klar zu Kosten der Offensive gegangen ist, dass der schon per se funktioniert hat und dass sich jetzt seit ein paar Wochen...
Eingestellt hat in dieser Niederlagenserie von den neuen Spielen, war es tatsächlich so, wenn wir es 0-1 kassiert haben, war allen klar im Stadion und auch auf dem Platz hatte man das Gefühl, das war es, das Ding ist durch und jetzt war es zwar zweimal bitter gegen Dortmund und Wolfsburg mit einem späten Knockout, aber es war ja trotzdem, dass man nach einem Rückstand wieder ins Spiel gekommen ist und Tore geschossen hat und den Ausgleich gemacht hat.
Das würde ich jetzt von draußen betrachtet die klassischen Anzeichen schon werten, dass die Mannschaft schon dem Trainer sehr, sehr doll folgt und ich habe einfach immer auch, selbst wenn ich bereit wäre, über ihn zu diskutieren, da gibt es so viele Namen draußen, vor denen ich so viel Schiss hätte. Also wirklich nur diese ganz typischen Zweitliga-Namen, wenn ich das so sehe, dass dann bei Kaiserslautern und Düsseldorf eigentlich gefühlt nur noch Markus Anfang auf dem Markt ist oder Daniel Thun oder so, dann habe ich halt einfach wirklich, dann denke ich mir so, mein Gott, also dann... Lass Daniel Thun in Ruhe.
Daniel Thun ist sehr, sehr nett. Ob er ein sehr guter Fußballtrainer ist, steht halt auf einem anderen Blatt geschrieben. Nein, ich finde tatsächlich auch, dass Tune bei Düsseldorf zumindest gute Arbeit geleistet hat, war jetzt einfach der erste Name, der mir so in den Kopf gekommen ist, aber also mir fehlt so ein bisschen die Fantasie, dass da wer kommt, wo ich denke, oh geil und bei Blessin war es tatsächlich von Anfang an so, also als dann damals nach dem Hürzler-Haus, was ja schon weh getan hat, ehrlicherweise, so der Name Blessin aufkam, waren so die ganzen Nerds in den Foren irgendwie sehr aufgeregt und meinten, oh das ist eigentlich fast ein Regal zu tief für den und so, wo man dann dachte, ja okay.
Gutes Händchen gehabt, deswegen würde ich mir schon wünschen, dass er bleibt und ich war auch sehr froh im Sommer, dass er nicht irgendwie, seinen Weg Richtung Wolfsburg oder Leipzig eingeschlagen hat, muss ich sagen. Leipzig war nie so ernsthaft, ehrlicherweise. Nicht weit hinten auf der Liste. Ja gut, aber also das waren die beiden Namen, die mal kurz irgendwie, meiner auch im Arm bleibt mal kurz standen, aber ich glaube auch tatsächlich mit der Einordnung, wie du sie gerade genannt hast, aber trotzdem, wo ich schon dachte, boah, das wäre schon noch ein viel größerer Tiefschlag als irgendein Abgang von Eliassad oder so.
Mia, du hast gesagt, Angst spielt bei dir immer eine große Rolle im Zusammenhang mit dem HSV. Hast du so ein bisschen Angst vor dem Szenario, dass der HSV das Derby verlieren könnte und dann womöglich tatsächlich irgendwie wieder über Merlin-Polzin diskutiert wird? Also... Und jegliche Diskussion über Merlin Polzin zu diesem Zeitpunkt und in dieser sportlichen Verfassung halte ich für Realitätsverlust oder zumindest etwas, was daran grenzt.
Also man muss dazu sagen, ich bin eh jemand, ich diskutiere nicht gerne über Trainer. Ich mag das nicht, weil ich mich auch emotional selber gerne anlüge und so tue, als ob ja noch alles okay wäre. Und Trainer rauswurft, ist natürlich immer so, schwarz auf weiß, etwas läuft ganz, ganz falsch und ich lüge mich gerne an und tue so, als ob Dinge gut wären mit meinem Verein.
Und ich glaube, ich habe auch so ein bisschen, es gibt ja Leute, die leiden unter schwierigen Verhältnissen, die sie früher mit ihren Eltern hatten und sagen dann, sie haben irgendwie, weiß ich nicht, Daddy-Issues oder irgendwie sowas. Ich glaube, ich habe Trainer-Issues, weil ich bin so traumatisiert von Trainer-Rauswürfen und von vor allem vielen Trainer-Rauswürfen, dass mich jetzt dieses Szenario komplett oder diese Mechanismen, die dahinter stecken, auch komplett quasi retraumatisieren.
Ich weiß noch, ich fand das ganz schrecklich, als Tim Walther rausgeflogen ist, weil ich mich fast gar nicht mehr daran erinnern konnte, wie das denn war. Und dann flog er raus, wo ich zu dem Zeitpunkt auch gesagt hatte, ja, jetzt muss auch. Und trotzdem fand ich das alles drumherum und dann wieder, oh, Trainersuche und so.
Ich wusste gar nicht mehr, wie das war und es hat mich total zurückversetzt in die Zeiten, in denen der HSV erratischer agierte als mittlerweile. Aber der HSV steht im Tabellenmittelfeld in seiner ersten Saison, hat wirklich schlechteste Chancenverwertung der Liga, was aber auch dafür spricht, dass das, was auf dem Platz passiert, wie wir vorhin schon besprochen hatten, eigentlich ganz gut aussieht.
Der HSV könnte dieses Derby sonst wie verlieren. Den Trainer rauszuwerfen oder über ihn zu diskutieren, wäre zu diesem Zeitpunkt einfach... Und das ist dann vielleicht auch wirklich diese Traditionsvereinskrankheit, Felix. Du sagst, klar, bei St. Pauli wurde auch mal früher irgendwie die Reißleine gezogen, als es jetzt gerade der Fall ist, aber die staatstragende Relevanz, mit der Niederlagen und Punktverluste bei einer Handvoll Clubs in Deutschland diskutiert wird, die erreicht auch nur diese Handvoll Clubs. Und da gehört der HSV eben dazu.
Da gibt es noch ein, zwei andere Vereine, aber der HSV ist auf jeden Fall oben mit dabei und es hat sich schon vereinsintern extrem gewandelt im letzten Jahrzehnt. Und dennoch ist natürlich das Umfeld und da zähle ich euch dazu, wie ich mich dazu zähle oder alle, die reden und schreiben über diesen Verein oder ins Stadion gehen und Anhänger sind.
Das Umfeld ist natürlich trotzdem noch geprägt von einem Verein, in dem es sehr viele Stimmen gibt, die in sehr viele verschiedene Richtungen zerren und in denen gerne auch mal sehr früh schon... Also Panik geschürt oder verbreitet oder gefühlt wird zumindest. Wenn ihr euch entscheiden müsstet, über welchen Trainer würdet ihr eher diskutieren wollen? Jetzt mal so aus eurer dann etwas, weil ihr es vorhin gesagt habt.
Ja, aber aus der neutraleren Perspektive, weil ihr vorhin gesagt habt. Ich würde eher über Blessin diskutieren. Ich war erstaunt sogar eben von der Frage. Es war jetzt eine sehr, sehr provokatische Frage, was passiert, wenn. Genau, aber wenn du schaust, in welche Richtung der HSV trendet seit Saisonbeginn.
Ich sehe jetzt da keine deutlichen Fehler des Trainers. Und welche Möglichkeiten sie haben als Aufsteiger, ich glaube die 17 Punkte, 4 Punkte Vorsprung von der Relegation, die würde St. Pauli gern nehmen in der aktuellen Situation. Ich würde auch noch nicht über Blessin diskutieren, aber eher über ihn als über Polzin, weil du eben diese epische Niederlagenserie hattest und jetzt auch wieder zwei so blöde Nackenschläge für dir als Trainer eigentlich relativ wenig kann.
Aber ich finde auch so ein bisschen, gerade solche Spiele verlierst du ganz spät in Wolfsburg, verlierst noch später und noch bitterer in Dortmund. Das ist eigentlich so ein bisschen die typische Abstiegskronologie, die gerade geschrieben wird. Ich will es nicht hören, aber es stimmt. Also ich glaube, wenn sie das Derby verlieren, passiert nichts allein schon aus dem Grund, weil St.
Pauli sich nicht vorwerfen möchte, dass sie aktionistisch handeln, weil jetzt das Derby verloren ging. Da werden sie doch erst recht nicht den Trainer rausschmeißen. Ein anderer Fußballer ist möglich. Genau. Also beim HSV ist das natürlich im Moment auch gar kein Thema, aber man weiß einfach, man kennt ja die Fanszene und Social Media Kommentare, davon sollte man sich natürlich nicht beeinflussen lassen. Aber es wird ja jetzt schon nach einem 0-0 gegen Mönchengladbach, warum lässt der Bacariata spielen?
Und der Glatzwil, der muss doch viel früher reinkommen. Dieser blinde Polzin, wie lange müssen wir noch? Aber wenn man im Stadion natürlich dann auch die eigentlichen Fans dann auch wahrnimmt, da ist schon nochmal eine ganz andere Stimmung. Und klar, Merlin hat auf jeden Fall noch sehr viel Rückhalt.
Und daran würde, glaube ich, auch eine Derby-Niederlage erstmal nichts ändern. Aber natürlich weiß man auch aus der Vergangenheit, wie schnell sich dann Stimmungen in diesem Klub dann auch verändern können. Außerdem sagt Tess Ullmann, Merlin Polzin wäre einer von den fünf oder zehn schönsten Hamburgern.
Ich glaube, das ist auch nochmal ein Faust-Fund, was er da hat. Also ich glaube, dass Mellin tatsächlich einen Vorteil hat anderen HSV-Trainern gegenüber, weil so erratisch das HSV-Umfeld es ist, es hat natürlich in den letzten 15 Jahren nach nichts oder nach kaum etwas so sehr gedürstet wie nach Identifikationsfiguren.
Und das ist dann natürlich auf jeden Fall einerseits, weil er mit dem HSV aufgestiegen ist, das ist sowieso schon mal eine Menge Kredit und andererseits, weil die Geschichte, wie er mit dem HSV aufgestiegen ist, nach Jahren in der zweiten Reihe und vor allem natürlich auch mit der Fanbiografie, die bei ihm natürlich irgendwie im Hintergrund auch noch ist, das ist natürlich...
Das sind die sogenannten kitschigen Geschichten, die nur der Fußball und so weiter und so fort. Ich glaube, dass er dadurch so ein bisschen wie ein Edin Terzic vielleicht auch in Dortmund, da sagt man jetzt immer, das war zu viel Kredit, was ihm zugeschrieben wurde, aber es war eben auch mehr als vielleicht ein durchschnittlicher Dortmund-Trainer hat und das wird Polzin in Hamburg oder davon wird er auch profitieren, selbst in einem, ich sag mal, schwierigen Umfeld wie in Hamburg, Wobei die Zeiten, wo Trainer rausgeschmissen worden sind, aus, sage ich mal, Mangel an Alternativen oder Ratlosigkeit ja auch vorbei sind.
Und ich glaube, der große Unterschied zwischen Polzin und Blessin, abgesehen von der ersten Silbe ihres Namens, ist an dieser Stelle auch, dass, sage ich mal. Der HSV hatte während dieser, auch wenn es mal zwischendurch Spiele gab, wo es vielleicht nicht immer super lief oder jetzt hat man so ein Spiel gegen Gladbach.
Während dieser Phasen, wo man sich vielleicht über Ergebnisse ärgert, nie Spiele, wo man danach ratlos ist und nicht weiß, was man jetzt tun soll. Weil nach diesem Spiel gegen Gladbach, es ist völlig klar, woran es hapert und zwar Chancenverwertung. Natürlich, auch darauf muss der Trainer eine Antwort finden, aber die Aufgabenstellung ist zumindest klar.
Und während dieser Niederlagenserie bei St. Pauli hatte ich schon zwischendurch das Gefühl, dass man davor stand und entweder so viele Baustellen hatte, Dass einem die Fantasie fehlte, dass das zumindest in einer Woche irgendwie behoben werden konnte. Es hat sich ja jetzt Zeit für Zeit auch wieder eingestellt, das will ich überhaupt nicht in Abrede stellen, aber es war trotzdem zwischenzeitlich einfach mehr Verzweiflung und mehr Ratlosigkeit zu spüren, was nicht nur am Trainer liegt, was aber natürlich für einen Trainer erstmal eine schwierigere Ausgangslage ist.
Du hast gerade die Chancenverwertung angesprochen. Ich glaube, das ist eher die Diskussion, die gerade geführt wird, auch bei beiden Klubs, also beim HSV noch etwas mehr. Die Frage, muss da jetzt doch noch irgendwie ein Stürmer verpflichtet werden, nachdem man ja gerade eigentlich schon einen Stürmer hat und eigentlich auch fünf Stürmer jetzt im Kader hat. Trotzdem muss da eigentlich noch einer her.
St. Pauli hat eigentlich gar nicht so einen richtigen Mittelstürmerknipser, wenn ich das jetzt so richtig sehe. Es gibt viele Spieler, die da Tore schießen können, aber im Endeffekt auch zu wenige, wenn man guckt, wer die meisten Tore geschossen hat. Ja, das ist von Tonji mit vier, drei, vier, okay. Wünscht ihr euch jeweils noch einen Stürmer für eure Mannschaft?
Felix? Auch ich suche noch die eierlegende Wollmichsau. Also ich würde schon noch wen nehmen. Ich glaube, ich bin nicht mehr so ganz fest darauf, festgefahren, wie es zwischendurch war, seit Bessin so super doll auf diesen defensiven Ansatz umgestellt hat. Weil solange er das nicht ändert, frage ich mich so ein bisschen, was ich da mit einem 1,90-Koloss irgendwie im Sturm möchte, wenn gerade eigentlich es vor allem darum geht, defensiv anzulaufen und das auch mit einem gewissen Tempo und dann schnell und tief in die Spitze zu gehen.
Deswegen habe ich gerade sogar so ein bisschen die, fehlt mir so ein bisschen die Fantasie, wie jetzt ein richtiger Stoßstürmer reingebaut werden sollte in dieses aktuelle System. Wenn jetzt aber tatsächlich die Chance auf Morgan Gilevogui zum Beispiel, also nochmal so ein Spielertyp, aber mit einer Qualität, die derjenige auch schon nachgewiesen hat, bestünde, würde ich ihn mit Kusshand nehmen und auch in Lons mit der Schubkarre abholen. Das wäre jetzt kein Problem. Da würde ich mich auch anbieten.
Es sollen ja sogar zwei Spieler kommen. Soll ja nach Möglichkeit auch noch ein zentraler Mittelfeldspieler kommen, da Jackson Irwan hier wahrscheinlich deutlich länger ausfährt. Also wenn das so ist, muss es glaube ich so sein. Mia, wird so Gila Vougui auch mit der Schubkarre aus Lons abholen oder...
Ich glaube nicht. Also doch, ja, ich würde ihn nehmen, wenn man ihn mir jetzt so anbieten würde, aber ich sehe den Bedarf beim HSV nicht so, was Offensivpersonal angeht, weil man hat ja jetzt, also was so Kreativpersonal betrifft, sowieso nicht, weil da sehen wir ja, was im Kader rumläuft, von Vieira bis Dompey.
Abschlussqualität ist natürlich ein Ding aber mit Damon Downs hat man jetzt eigentlich einen Mittelstürmer geholt, sogar einen mit Namen, alle wollen ja immer Namen beim HSV. Und Potenzial ohnehin Qualität auch, hat man finde ich auch gegen Gladbach gesehen, ich glaube das muss sich einfach noch so ein bisschen einpendeln plus, ich pflichte jetzt mal eurem Kollegen Stefan Walter bei was das betrifft ich bin auch nach wie vor Verfechter dessen, dass der Weg für Robert Glatzel zurück in diese Mannschaft auf keinen Fall versperrt werden sollte.
Schalke will doch Edin Dzeko holen, das wäre doch eigentlich was für euch, oder? Das wäre doch mal ein Mann. Das Name über dem Zenit wird viel verletzt sein, das passt doch eigentlich. Klaas Jan Hünteler, vielleicht hat der ja nochmal Bock, wo wir gerade schon bei Schalke sind. Nein, also ich finde die Qualität im Sturm ist da und die ist auch da, solange Yusuf Pausen verletzt ist.
Wir haben verschiedene Stürmertypen mittlerweile, von Glatzel bis Downs bis Königsdörfer, dass es eigentlich für verschiedene Spiele mit verschiedenen Systemen und verschiedenen Matchplänen funktionieren sollte. Klar, da müssen jetzt irgendwie Kniffe gefunden werden. Aber für mich war es auch teilweise gegen Gladbach zum Beispiel einfach ein bisschen Pech.
Und ich gehe davon aus, dass sich das einruckeln wird in nächster Zeit. Ich brauche da keinen neuen Stürmer. Ich will immer das Tor schießen. Auch Capaglio kann den Ball ja durchaus dann mal reinmachen. Luca Wuschkovic, grüß dich doch erstmal. Jo. Aber ja, herrlich. So ein bisschen Stammtisch-Grech hier in diesem Podcast.
Muss natürlich auch sein. Es gibt aber natürlich auch bei beiden Clubs immer wieder Themen, so abseits des Fußballs, die dann besonders stark diskutiert werden. Bei St. Pauli sind es natürlich auch gerne mal politische Themen. Jetzt aktuell hat Oke Göttlich zum Beispiel mal eine Diskussion angestoßen, möglicherweise die WM zu boykottieren.
Das sind natürlich dann auch Themen, über die die Fans sprechen. Felix, du auch schon. Was hältst du von diesem Gedanken? Glaubst du, das ist eine Debatte, die ihr dann vielleicht auch bei Elf Freunde dann mal demnächst aufgreifen werdet? Bestimmt. Also ich hätte es, glaube ich, vor einem Jahr noch gar nicht so großartig für möglich gehalten.
Aber momentan bin ich noch so in der Phase, dass es mich tatsächlich vor allem einfach sehr, sehr frustriert, Weil ich ursprünglich mal gedacht hätte, als das ausgelost wurde, USA, Kanada, Mexiko, dass das eigentlich eine sehr geile WM werden könnte und man momentan wirklich nach dieser ganzen Inszenierung von Infantino und diesem, also ja wirklich absurden Friedenspreis, den er mit Trump verliehen hat, das ist so ein absurdes Schauspiel geworden, dass bei mir auf jeden Fall zumindest, wenn jetzt vielleicht gerade noch keinen Boykott ich mich für entschieden habe, aber die Lust, die geht halt einfach komplett flöten aktuell.
Und ich sehe mich gerade auch nicht, das ist ja auch dann mit den Anschlusszeiten so ein bisschen 22 Uhr, glaube ich, viel und teilweise auch ein oder zwei Uhr nachts. Ich sehe mich jetzt gerade nicht dann für so ein Turnier irgendwie lange wach bleiben eigentlich, irgendwie aus privaten Gründen. Es wird beruflich natürlich irgendwie das eine oder andere mal vorkommen, das gehe ich mal stark von aus, aber ich habe noch keine festgelegte Meinung, es frustriert mich aber zunehmend, dass ich auf jeden Fall den Gedankengang inzwischen leider nachvollziehen kann.
Henrik, du bist als Reporter bei der WM. Du hast dir ganz recht, wenn die boykottiert wird und du nicht hinmust? Ich habe gerade alles durchgebucht. Das kann man ja, das soll ich gerade sagen. Das hätte hoffentlich nicht auf private Kosten. Das hat der Eder Verlag. Ja, die einzelnen Städte fand ich jetzt schon ganz nett. Chicago, Philadelphia, Boston.
Das würde ich schon mitnehmen, aber mal gucken, was dann Trump jetzt da in Grönland vorhat und auch tatsächlich tut. Mia, du bist ja als HSV-Fan mittlerweile auch gewohnt, dass der HSV deutlich haltungsstarker auftritt, was so gesellschaftspolitische Themen angeht. Kannst du dich damit gut identifizieren?
Und glaubst du, der HSV wird sich an dieser Debatte auch noch mal beteiligen? Oder sollte er sich da lieber raushalten? Auf jeden Fall kann ich mich damit identifizieren. Für meinen Geschmack ist es in manchen Themen, nicht in allen, in manchen Themen immer noch zu wenig. Und gleichzeitig habe ich wirklich großes Vertrauen in die Menschen, die aktuell, Also was das betrifft, was speziell das Thema gesellschaftliches Engagement betrifft, in die Personalien, die da aktuell in der Schaltzentrale sitzen.
Ich halte auch zum Beispiel die Wahl eines Henrik Könke, jetzt losgelöst von Vereinsinterner Politik, aber was, ich sag mal, fußballkulturelle Diskussionen betrifft für eine Wahl, die ein deutliches Zeichen für die Ausrichtung des Hamburger Sportvereins in Zukunft setzt. Und bin auch der Meinung, auch an solchen Diskussionen rund um WM, USA etc.
Sollte sich der HSV durchaus beteiligen und gehe auch ehrlicherweise davon aus, dass das gerade bei der EV-Seite auf Zuspruch stoßen wird, wenn man sich zum Beispiel anhört, wie der Präsident des Vereins über die Super League spricht. So andere Töne sind das nicht. Jetzt ist es ja so, hast du auch vorhin schon gesagt, Felix, früher war es relativ einfach, dann HSV und St. Pauli-Fans zu unterscheiden.
Das hat sich ja jetzt schon deutlich verändert, gerade in eurer Generation. Ja, sind dann die Leute auch mit einem anderen HSV aufgewachsen, mit einer anderen Haltung, die man da auch wahrnimmt. Siehst du das auch beim HSV? Kannst du dich auch eher vielleicht jetzt so mit HSV-Fans dann auch freundschaftlich unterhalten, weil man da bei gewissen Themen dann schon auf einer Wellenlänge liegt?
Ja, also ich muss natürlich sagen, die Zeit, die ich jetzt vorhin angesprochen habe, ist natürlich eine Zeit, die ich jetzt mit bald 29 Jahren jetzt auch nicht aktiv miterlebt habe. Ich habe das schon auch in meiner Generation so mitbekommen und begrüße das natürlich auch diese Entwicklung dahingehend.
Ich merke trotzdem immer noch so, wenn ich mit so sehr hart eingesottenen HSV-Fans spreche, merke ich zum Beispiel bei so einem Thema Investitionen, Michael Kühne und so, da muss ich schon sagen, da merke ich immer noch einfach so grundsätzliche Unterschiede. Manchmal, auch nicht bei allen, es gibt auch genügend HSV-Fans, die die ganze Michael-Kühne-Nummer wie mir, die gerade sehr in die Kamera guckt.
Generell nicht gut finden, aber da habe ich zum Beispiel, wir gehen hier in Berlin immer in eine Fußballkneipe, wo sowohl HSV-Fans unterwegs sind, als auch St. Pauli-Fans und generell sehr viele Bundesliga-Fans, da wird die Diskussion schon das ein oder andere Mal geführt, da merke ich schon, dass ich mit meiner St.
Pauli-Sozialisation schon nochmal ein bisschen radikaler, glaube ich, bin in dem einen oder anderen Ansatz sozusagen, was so Themen im so. Fußballpolitischen, fußballkulturellen Kontext angeht, aber generell würde ich da absolut zustimmen und das ja auch, also alles andere als das zu begrüßen, wäre ja auch irgendwie, wäre dann ja auch aus meiner Sicht auch das falsche Signal.
Wie ist es denn grundsätzlich, was jetzt so die Fan-Rivalität angeht? Findet ihr das gut? Manchmal geht es ja doch sehr, sehr weit schon. Gerade so in den Tagen vor dem Stadtderby ist in Hamburg ja schon auch polizeimäßig immer viel los. Sagt ihr, ja, das gehört schon dazu? Oder ist das dann schon irgendwie eine Nummer drüber und so ein bisschen Kinderkram, wenn es dann wieder um die Hafentreppe geht?
Mir oder gefällt dir das? Also sowas wie die Hafentreppe ist ja so wahnsinnig harmlos, dass ich sage, go for it, da kommt ja niemand tatsächlich zu Schaden, weil am Ende geht es darum, welche Farbe eine Treppe hat und das Einzige, was da passiert, ist, dass gesprüht wird und so weiter und so fort und klar, ja, kann man sagen, gehört der Stadt, whatever.
Grundsätzlich finde ich Rivalitäten, Frotzeleien, Sticheleien, auch das, was die Werder-Fans zum Beispiel im Vorfeld des Nordderbys gemacht haben mit den Plakaten und so, das gehört für mich alles dazu Und ich finde es auch amüsant und ich finde. Das völlig, sage ich mal, aus dem Fußball zu streichen, würde ihm ein wichtiges Kulturgut nehmen.
Ich halte auch, sage ich mal, das Polizeiaufgebot bei Hochrisikospielen ohnehin oder bei nicht mal Hochrisikospielen und auch bei Derbys bisweilen, nicht immer, aber bisweilen für überzogen. Deshalb würde ich das auch gar nicht daran messen wollen. Also ich würde jetzt nicht sagen wollen, ja, die Fans müssen mal runterkommen, weil so viel Polizei da ist. Weil ich glaube, dass sich das teilweise auch ein bisschen bedingt.
Aber natürlich in jedem Fall würde ich immer sagen, hey, bei allem, was irgendwie in körperliche Gewalt umschlägt etc., Müssen alle mal mehrere Gänge zurückfahren. Trotzdem finde ich grundsätzlich, dass so eine Derby-Woche sich auch nach Derby-Woche anfühlt, auch in der Stadt und so. Völlig logisch, gehört dazu und ist im Zweifel auch. Also wenn das nicht so wäre, dann wäre das Derby auch nicht so spannend.
Dann zum Abschluss vielleicht noch mal kein Tipp eurerseits, aber man fragt ja ganz gern nach Hot Takes mittlerweile. Was sind denn eure Derby-Hot Takes? Felix, hast du schon was im Kopf? Weil ich noch nicht. Also mein Hot-Tag wäre vor ein paar Jahren mal gewesen, Jonas David schießt aus 22 Metern ein Traumtor in den Winkel zum 1 zu 1.
Ist es nach dem bisherigen Saisonverlauf schon Hot-Tag zu sagen, Pereira Larsch trifft? Ja, massives Hot-Tag, klar, auf jeden Fall. In welches Tor trifft das, ist die Frage. Da bin ich mir auch noch nicht sicher, aber dann gehen wir damit mal rein. Okay. Okay. Hot-Tag das 1 zu 0, ich weiß nicht, wie hot das ist, aber ich glaube, ein bisschen hot ist es schon. Das 1 zu 0 erzielt Bacariata.
Das wäre schon hot auf jeden Fall. Und zwar aus einem, unmöglich geglaubten Winkel, wie er seine Tore so gerne erzielt. Vielleicht soll es auch eine Flanke sein, weiß man nicht, aber er ist auf jeden Fall drin. Okay, das sind doch zwei schöne Hot Hacks, werden wir dann nächste Woche nochmal thematisieren.
Wie sieht es denn dann am Freitag bei euch aus? Seid ihr dann in den Fanmärschen mit dabei oder geht ihr entspannt zusammen vorher nochmal irgendwo in die Kneipe? Also ich glaube, wir beide nicht. Aber ich bin schon dann, glaube ich, ab Mittags einfach auf dem Kiez unterwegs, Es wird mich Fanmarsch potenziell anschließen, je nachdem ich bin mit meiner Freundesgruppe, mit der ich eigentlich immer im Stadion bin, schon verabredet, alles schon die Terminblocker eingereicht für den Nachmittag, dass man wirklich früh loslegen kann und einfach so ein bisschen tatsächlich, ganz geschärft, aber so ein bisschen die Stimmung aufsaugen kann.
Ich finde, das macht schon am Derbytag durch St. Pauli laufen, macht schon einfach sehr, sehr viel Spaß. Ich werde es ähnlich handhaben, nur umgeben von Fans, die andere Farben tragen. als die jetzt. Genau, ich fahre da hin. Ich werde nicht nach Stelling fahren. Aber ich werde mich frühzeitig wahrscheinlich mit der Gruppe, mit der ich sonst auch ins Stadion gehe, zusammenfinden und dann mal schauen, mal schauen.
Und dann Angst haben, ein paar Stunden und nervös sein und sagen, hey Leute, ich habe keine Lust. Das ist immer meine Spieltagsroutine. Ich muss sagen, ich finde ein bisschen schade, dass es jetzt bei diesem Wetter stattfindet, weil ich muss sagen, die Anfahrt zum Hinspielderby vom FC St. Pauli mit Roller und Mopeds und so, die fand ich schon sehr lustig.
Also das hätte ich gerne nochmal mitgenommen, weil ich vor allem nicht vor Ort war beim Hinspiel, weil ich arbeiten musste und es deswegen nicht geschafft habe, daran teilzunehmen. Aber das fand ich schon ganz cool. Das hätte ich gerne nochmal mitgemacht. Könnt ihr machen. Also, minus 6 Grad, keiner da.
Genau, Mia hat gesagt, mal schauen. Mal schauen ist, glaube ich, ein gutes Stichwort, was dann für einen Abend wird, für einen Tag, für ein Spiel mit einem Magic-Bagariata-Moment oder mit dem ersten Tor von Pereira-Larsch. Also es wird auf jeden Fall spannend und wir sind dabei, ihr seid dabei. Wir freuen uns, dass ihr heute bei uns dabei wart und melden uns dann in der kommenden Woche wieder mit den nächsten Podcast-Folgen. Vielen Dank für an euch.
Ganz lieben Dank für die Einladung. Ja, vielen, vielen Dank. Es hat großen Spaß gemacht. Sehr schön. Herzlichen Dank euch beiden. Und dir natürlich auch, Henrik. Vielen Dank, Robert.