HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

HSV - Sebastian Schonlau: "Der VfB Stuttgart hatte da nichts zu suchen"

Freitag, 28. November 2025 · 34 min

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Shownotes

Sebastian Schonlau wird sich am Sonntag in San Siego den Wecker stellen, um den HSV zu sehen. Der langjährige Kapitän der Hamburger, der im August zu den Vancouver Whitecaps nach Kanada gewechselt ist, befindet sich dann mit seiner neuen Mannschaft noch in Kalifornien, wo er am Sonnabend das MLS-Halbfinale gegen San Diego FC bestreitet.

Schonlau selbst steht dann noch nicht im Kader. Aufgrund von anhaltenden Problemen mit der Achillessehne wird der 31-Jährige in diesem Jahr nicht mehr spielen können. Die Reise mit den Vancouver Whitecaps zum Halbfinale macht er aber mit. Und wird dann am nächsten Morgen um 6.30 Uhr Ortszeit den Laptop einschalten, um das Spiel zwischen dem HSV und dem VfB Stuttgart zu sehen, das um 15.30 Uhr deutscher Zeit im Volksparkstadion angepfiffen wird. "Ich bin dabei", sagt Schonlau und grinst.

Der Innenverteidiger sitzt im 26. Stock seines Apartments in Vancouver und ist dem Abendblatt per Zoom verbunden, um in der neuen Podcast-Folge von "HSV - wir müssen reden" über seinen Ex-Club zu sprechen. Am 20. August hatte Schonlau in Hamburg spontan seinen Koffer gepackt, um ein Angebot aus Vancouver wahrzunehmen. "Ich wäre gerne in Hamburg geblieben", sagt Schonlau, der beim HSV eigentlich noch ein Jahr unter Vertrag stand.

Was Schonlau über seine Zeit beim HSV sagt, wie er über die aktuelle Mannschaft denkt und wie er seine Zukunft plant, hören Sie in der aktuellen Folge von HSV - wir müssen reden".

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HSV gegen den VfB Stuttgart, da war doch was! Und damit Moin und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Podcasts. Ich habe heute zwar keinen Co-Piloten an meiner Seite, dafür aber einen sehr, sehr spannenden Gast, über den ich mich sehr freue. Er war nämlich beim bislang letzten Duell gegen den VfB mit dabei auf dem Platz.

Er war im Mai beim Aufstieg mit dem HSV ganz vorne mit dabei, beim Feiern vor allem. Und er war sehr, sehr lange HSV-Kapitän und er ist mir jetzt zugeschaltet in Vancouver. Moin, Sebastian Schonlauch. Moin, Emrik. Ja, schön, dass das geklappt hat. Erzähl doch mal kurz, du bist wahrscheinlich gerade beim Frühstück oder noch nicht. Wie spät ist es bei dir eigentlich?

Genau, gerade ist, um genau zu sein, 7.36 Uhr aufgestanden, noch kein Frühstück gehabt. Deswegen ist das hier heute meine erste Einheit mit dir. Sehr schön, das freut mich umso mehr. Ich sehe bei dir im Hintergrund eine Wand und ein Bild, aber nicht viel mehr. Wie ist der Ausblick? Wo wohnst du? Irgendwo zwischen Grizzlybären und Bergen oder mitten in der Stadt wie in Hamburg?

Nee, tatsächlich mitten in der Stadt. Downtown nennt sich das ja hier. Ich wohne im 28. Stock. Ist sicherlich eine andere Aussicht, als ich die aus Hamburg irgendwo kenne. Aber ja, es ist schon spektakulär und phänomenal. Ich gucke so ein bisschen zwischen den anderen Hochhäusern hindurch und versuche natürlich alles von der Stadt auch irgendwie mit aufzusaugen.

Das heißt, wenn du zwischen die Hochhäuser durchguckst, was kannst du da erkennen? Den großen See oder siehst du die Berge im Hintergrund? Ich sehe die Berge, ich sehe ein bisschen Schnee auf den Bergen, ich sehe das Wasser und ich sehe sogar ein Stück von unserem Stadion. Deswegen alles, was ich sehen muss, habe ich hier. Wie ist sonst so das Leben in Kanada?

Also es ist ja schon nochmal eine Umstellung, auch wenn es natürlich auch eine Großstadt ist, so wie Hamburg. Ich weiß noch, in Hamburg warst du am Ende sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs, hast, glaube ich, dein Auto sogar damals abgemeldet. Wie ist das in Vancouver? Wahrscheinlich auch Linksverkehr, ne?

Nee, nee, ist Rechtsverkehr. Es ist wie bei uns. Na klar, ich meine, das mit den ganzen Hochhäusern in Downtown, muss man schon sagen, war schon eine Umstellung. Das sind wir so extrem ja sicherlich auch nicht gewöhnt, aber es ist gerade Downtown ist wirklich relativ klein und kompakt. Hier kannst du auch relativ viel zu Fuß machen, wenn das Wetter das erlaubt.

Nichtsdestotrotz, das Drehsgelände liegt ein bisschen außerhalb, fährt man so 20, 25 Minuten hin. Deswegen habe ich hier auch wieder ein Auto. Ja, aber die Stadt, muss man sagen, phänomenal. Wirklich hat ganz, ganz viel zu bieten, wie ich es eben schon angedeutet habe, mit den Bergen, mit dem Wasser rundherum.

Mit den Möglichkeiten, die du einfach in der Stand hast, auch kulinarische Möglichkeiten. Also hier kann man schon Spaß haben. Ja, hast du auch schon mal einen kleinen Roadtrip durch die Landschaften gemacht? So viel Zeit war, war ehrlich gesagt noch nicht. Nichtsdestotrotz, ja klar, ich glaube, dass wenn man hier ist, dann bietet sich das schon an und dann muss man es teilweise fast schon machen, irgendwie mal ein bisschen raus in die Natur zu gehen, und an dem einen oder anderen freien Tag habe ich das dann auch tatsächlich gemacht und die Zeit dann ein bisschen genutzt.

Du hast gerade gesagt, du kannst ein bisschen vom Stadion sehen. Spielen konntest du da bis jetzt leider noch nicht. Also ja, Achille sehen Probleme, habe ich gehört oder liest man, die sich jetzt schon ein paar Wochen oder Monate jetzt auch schon beschäftigen. Jetzt sind die Vancouver Whitecaps gerade ins Halbfinale der Playoffs eingezogen.

Das kriegt man natürlich hier auch mit, vor allem aufgrund von Thomas Müller. Der ist ja wirklich immer noch sehr, sehr präsent hier auch überall in den Medien. Gibt es irgendwie die Chance, dass du noch vielleicht kurzfristig in den Kader rutschen könntest oder wie sieht aktuell so deine Fitnesslage aus?

Nein, dieses Jahr wird es voraussichtlich nicht mehr für den Einsatz oder auch nur für den Kader reichen. Ja, davor habe ich jetzt einfach zu viel Rückstand und vielleicht auch aktuell, dann bin ich einfach nicht so fit, dass ich sage, das ergibt irgendwo Sinn. Ja, die Probleme haben sich jetzt doch ein bisschen länger gezogen, als wir ursprünglich vielleicht dann auch erwartet hatten.

Ist nicht ideal für mich. Das ist sicherlich so, aber ich glaube, wenn man die Jungs jetzt die ganze Saison sieht und auch sieht, wie weit wir es jetzt schon in den oder bis in die Finals schon geschafft haben, in die Conference Finals, dann ist das sicherlich phänomenal und deswegen werde ich weiterhin jubelnd an der Seitenlinie stehen.

Ja, jetzt am Sonntag, also in der Nacht zu Sonntag hier in Deutschland. Bei euch weiß ich gar nicht, welche Uhrzeit das dann ist, aber dann das Play-Off-Halbfinale gegen San Diego, beziehungsweise in San Diego. Wie stehen denn so die Chancen auf den Titel? Ich glaube, das wäre schon eine Sensation, oder? Wenn ihr das schaffen würdet?

Ja, definitiv. Ich glaube, in der ganzen Vereinsgeschichte sind wir noch nie so weit gekommen wie jetzt schon. Haben die Whitecaps jetzt quasi schon auf unserer Seite. Nichtsdestotrotz, wenn du natürlich so weit kommst, dann willst du es jetzt auf jeden Fall auch erstmal ins Finale schaffen. Ich glaube, San Diego ist eine super Mannschaft. Ich war selber noch nicht hier, als wir gegen sie gespielt hatten, aber finde ich eine schöne Paarung, weil sie sind Erster geworden, wir sind Zweiter geworden in der regulären Saison.

Und ich glaube, das sagt eigentlich schon alles. Das verspricht natürlich eine Menge. Den Hype um Thomas Müller erlebst du natürlich jetzt hautnah. Wie ist das bei euch dann so? Kann man beim Training eigentlich zugucken oder ist das dann eher schon so Bundesliga-Verhältnisse wie hier in Deutschland oder wie beim RSV, dass da dann wirklich dann auch alle Journalisten und Fans kommen können und Thomas Müller da noch eine Stunde Autogramm beschreiben muss oder so überhaupt die Aufmerksamkeit, die er auf sich zieht? Wie erlebst du das so bei dir?

Na klar, ich glaube, es ist ja schon so ein gewisser Hype um Thomas ausgebrochen und er tut natürlich auch Woche für Woche wirklich viel dafür, dass das so anhält mit seinen Toren und Vorlagen oder generell einfach der Wichtigkeit für das Team. Nichtsdestotrotz, ja, ich glaube, man kann den Stellenwert des Fußballs natürlich noch nicht ganz so mit dem Stellenwert in Deutschland vergleichen.

Nichtsdestotrotz merkt man ja, dass sich die Leute immer mehr begeistern für Fußball hier in Kanada. Wir hatten jetzt ein ausverkauftes Stadion letztes Wochenende, was hier auch nicht alltäglich ist, sage ich mal. Aber das zeigt, glaube ich, dass so ein bisschen was wirklich in Bewegung kommt, und dass einfach die Stadt das wahrnimmt, was wir machen, was die Mannschaft macht und honoriert das dann eben auch so.

Ja, ausverkauftes Stadion kennst du aus Hamburg natürlich zur Genüge. Das war ja hier schon eigentlich Gewohnheit, auch in deiner Zeit schon. Wie ist so sonst der Unterschied von der Fankultur zu den Spielen in Kanada? Ist das was ganz anderes? Gibt es da überhaupt diese aktive Fanszene, wie man sie hier erlebt mit Capos und Ultras?

Oder ist das alles ein bisschen mehr amerikanisch? Ja, also grundsätzlich glaube ich, kann man schon sagen, dass es in den Stadien ein bisschen ruhiger ist. Aber ich glaube, das ist auch, so wie ich das jetzt wahrnehme, ist es in Deutschland ja auch wirklich fast eine Ausnahme mit diesen Fanszenen, die so viel Alarm machen, die so eine Stimmung dann verbreiten.

Das ist ja auch was einmaliges, so wie ich es beim HSV wahrgenommen habe sowieso, wir haben ja auch eine kleine Fanszene und die versuchen auch alles um während des Spiels natürlich einzuheizen, trotzdem ist es insgesamt im Stadion ein bisschen ruhiger und, desto mehr sind wir natürlich gefragt, dass wir die Stimmung hochkommen lassen, Das ist auf jeden Fall eigentlich ein sehr spannender Wechsel, den du da hingelegt hast.

Ich glaube, es haben auch sehr, sehr viele Menschen sich mit dir gefreut, als es dann im August hieß, du gehst da hin und hast dann die Chance, in der MLS zu spielen, in einer coolen Stadt zu leben. Dann natürlich aber auch für dich etwas schwer natürlich der Start mit der Verletzung gleich. Wie schwer war das jetzt für dich dann auch, dich so zu integrieren in so einen neuen Verein, wo ja wirklich vieles neu ist und man dann aber noch nicht so wirklich dann helfen kann, wie man es gerne tun würde?

Ja, es war natürlich jetzt schon irgendwie unglücklich, wie es gelaufen ist. Ich glaube, da brauche ich kein Geheimnis draus machen, weil wenn du neu wohin kommst und dann kannst du gar nicht das machen, wofür du eigentlich geholt wurdest, dann fehlt dir natürlich ein Stück weit, auch um hier wirklich vielleicht anzukommen.

So ein Stück weit Integration findet natürlich dann immer auch auf dem Platz selber statt und da war ich jetzt bisher recht wenig und deswegen ja, was das angeht, ist mein Start sicherlich nicht unbedingt perfekt verlaufen. Nichtsdestotrotz, ja, bin ich froh hier zu sein. Ich glaube schon, dass mich die Jungs im Rahmen ihrer Möglichkeiten so gut es dann eben ging, auch wirklich warm empfangen haben.

Ich fühle mich gut und sorgt vom Verein. Und alles Weitere, glaube ich, wird dann sicherlich auch in der nächsten Saison für mich natürlich dann dazukommen, indem ich dann mehr auf dem Platz stehe. Nichtsdestotrotz bin ich wirklich froh, ein Teil der Whitecaps zu sein. Beim HSV war es ja so, dadurch, dass du zwei Jahre lang im Prinzip unumstrittener Stammspieler warst und auch immer Führungspersonen, war dann die Phase, wo du dann auch verletzt hier warst in Hamburg, wahrscheinlich anders, weil du dann so eine starke Rolle hattest, dass du natürlich auch in der Kabine immer noch eine sehr, sehr wichtige Rolle hattest.

Das ist jetzt wahrscheinlich ein bisschen anders, wenn du dann direkt von Anfang an ins Neuzugang gleich verletzt bist, fragen sich wahrscheinlich auch die anderen, was will der denn jetzt hier? Schwingt jetzt irgendwelche Reden? Ich könnte mir vorstellen, dass du dich dann anders als beim HSV ein bisschen eher im Hintergrund erstmal hältst.

Ja klar, ich meine das Standing, was ich dann irgendwann sicherlich in Hamburg hatte, das hatte ich da ja auch nicht von Anfang an und das habe ich mir auch erarbeitet und das habe ich mir dann auch, glaube ich, in allererster Linie durch Leistung erarbeitet. Und dann kannst du natürlich auch irgendwann anfangen, vielleicht hier unter einmal das ein oder andere Wort loszulassen.

Aber das ist mir bisher natürlich noch ein Stück weit verwehrt geblieben. Und ich mag es dann schon mehr, gerade wenn du so einen extremen Schritt ja irgendwo machst, wo die Jungs dich wirklich so gut wie gar nicht kennen. Dann ist es natürlich schwer, ohne selber erstmal mit Leistung voranzubringen, den Jungs wieder was erzählen zu wollen.

Und na klar, deswegen habe ich bei Weitem sicherlich noch nicht die Rolle, die ich beim ASV inne hatte. Ja, aber das kann ja noch kommen. Sicherlich wird es auch im nächsten Jahr weiterhin eine andere Rolle sein. Aber da freue ich mich trotzdem darauf, mich da einfach gut in die Mannschaft einzufügen.

Ja, in deinen letzten Wochen beim HSV hattest du jetzt ja auch schon eine etwas andere Rolle, gerade dann mit Beginn der Vorbereitung, als dir dann ja auch gesagt wurde, es wird wahrscheinlich etwas schwieriger für dich, sich durchzusetzen und auf Spielzeit zu kommen. Dann kam es irgendwann auch zu dem Abschied.

Nach so vielen Jahren, wie schwer ist dir das dann gefallen, wirklich dann loszulassen vom HSV? Ja, also der Wechsel, klar, war natürlich irgendwo relativ, hat relativ schnell stattgefunden und ich glaube, bis du dich aber wirklich dann von so einer Zeit verabschieden kannst, das dauert dann schon ein bisschen länger als einfach mal so zu sagen, okay, jetzt bin ich weg, weil dafür, und das habe ich jetzt auch schon oft gesagt, wirklich war die Zeit einfach zu intensiv.

Dafür haben wir an Höhen und Tiefen irgendwo in den vier Jahren, die ich ja da war, alles erlebt, sicherlich alles mitgenommen. Und deswegen ist es natürlich schwer gefallen, weil Hamburg mir ganz, ganz viel bedeutet hat. Einmal als Stadt natürlich, aber der Verein sowieso, die Jungs im Verein oder die generellen Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen im Verein, haben mir ganz, ganz viel bedeutet und sind mir ganz, ganz eng ans Herz gewachsen.

Und dann ist so ein Schritt ja überhaupt nicht leicht. Nichtsdestotrotz war es einfach an der Zeit, glaube ich, eine Veränderung herbeizuführen oder die Veränderung dann irgendwo auch zu suchen und ein neues Kapitel wieder aufzuschlagen. Du hast es schon gesagt, diese intensiven Jahre mit so vielen Höhen und Tiefen, du warst immer dabei, warst auch immer dann ganz vorne, wenn es darum geht, dann auch alles zu erklären als Kapitän, auch mit uns in den Gesprächen, mit den Medien, hast du immer Rede und Antwort gestanden, vermisst du das in einer gewissen Form oder bist du auch froh, nach so vielen Jahren dann ein bisschen jetzt einfach mal eine andere Rolle aufzuhaben, auch wenn du natürlich gerade die sportliche Rolle nicht hast, aber...

Ja, es hat natürlich immer so sein Für und Wider. Auf der einen Seite ist diese extreme Aufmerksamkeit, die in Deutschland oder generell auch in Hamburg auf dem Fußball liegt, die ist ja aber absolut Positives, weil du merkst, das, was du hier machst, das begeistert die Leute, das interessiert die Leute.

Und trotzdem ist es natürlich nicht immer ganz leicht, gerade in Phasen, wenn es vielleicht am Mann nicht gut läuft. Ist das Interesse ja genauso da und dann musst du dich ausstellen und ich glaube daraus habe ich wirklich viel gelernt da auch wirklich immer präsent zu sein oder das habe ich zumindest versucht das zu sein, und deswegen glaube ich wenn man am Anfang erstmal da rauskommt dann tut das sicherlich ganz gut, dann merkt man auch, dass Fußball vielleicht auch ein Stück weit mit weniger Druck verbunden sein kann, als es den durchaus in Hamburg gibt.

Ja, nichtsdestotrotz habe ich es immer gerne gemacht und würde mich auch mal wieder so entscheiden. Das kann ich auch bestätigen, dass du eigentlich immer auch souverän dann in Interviews, auch in nicht einfachen Momenten dann reagiert hast. Ich kann mich nur erinnern an einen Moment, wo du auch mal ein bisschen patziger warst in der Mixzone bei einer Frage. Weißt du, welches Spiel ich meine? Ja.

Nee, da komme ich jetzt nicht drauf, aber ich will nicht ausschließen, dass es vorgekommen ist. Ich kann dir sagen, das war das Rückspiel in der Relegation gegen VfB Stuttgart. Ich glaube, da hat ein Kollege dich so mehr oder weniger gefragt, wie bitter ist das jetzt, diese Niederlage? Da hast du dann, glaube ich, sowas gesagt.

Kannst du auch mal eine vernünftige Frage stellen. Also kannst du dir, glaube ich, selbst vorstellen, so ungefähr. Ja, es war vielleicht ein schwacher Moment. Nein, ich glaube, angesichts der damaligen Lage sozusagen und des damaligen Zeitpunkts gab es sicherlich Zeitpunkte, an denen ich ein bisschen besser gelaunt war.

Dieses Spiel war natürlich einerseits ein unglaubliches, emotionales Highlight, wenn man auch gerade so an die erste Halbzeit denkt. Das Tor von Sonny Kittel, die Stimmung im Volkspark. Ich glaube, so laut habe ich es wirklich sehr, sehr selten erlebt, vielleicht sogar gar nicht. Ihr habt eine unglaublich gute erste Halbzeit dann auch gespielt.

Ja, am Ende dann natürlich, dann war Stuttgart einfach trotzdem zu stark. Das war die Woche dann mit dem Drama in Sandhausen, dann Relegationsgegner Stuttgart, da kamen wir schon wirklich viel zusammen. Wenige Tage Pause, dann direkt in Stuttgart nach einer Minute schon in den Rückstand geraten. Wenn du so daran zurückdenkst, an diese Phase, was war so für dich der brutalste Moment?

War das dann irgendwo in der Kabine, das Tor von Tim Kleindienst? Wo hast du es gesehen? Ja, also der brutalste Moment der Woche war sicherlich in Sandhausen, als alle Fans schon auf den Platz kamen natürlich und wir wirklich dachten, okay, wir haben es gepackt und du schon so ein innerliches Gefühl entwickelt hast, boah, unglaublich, die Reise ist nicht zu Ende, aber die ganze Arbeit hat sich gelohnt und dann wird dir das irgendwo so zerrissen oder entrissen.

Ich war damals noch auf dem Platz, als ich es dann gehört habe, dass Heidenheim das Spiel doch noch gedreht hat. Ja, aber rückblickend war es schon brutal, muss man wirklich sagen, so ein Erlebnis in Sandhausen zu haben und ich glaube dann drei oder vier Tage später gegen Stuttgart zu spielen, die bei aller Liebe, aber ich glaube, die hatten nicht viel verloren in diesem Spiel, weil die einfach auch rückblickend technisch zu gut waren.

Hat man dann ja in der Saison danach gesehen. Ich glaube, die sind dann direkt Vizemeister geworden. Viele Spieler, die gegen euch auf dem Platz standen, Führig, Anton, sind Nationalspieler geworden. Andere Spieler wie Ito, der zu den Bayern gegangen ist, Mafopanus, Endo nach England in die Premier League zu Liverpool, Kerasi nicht zu vergessen.

Also eigentlich eine Wahnsinnsmannschaft, oder? Wenn man da nochmal zurückdenkt. Ja, wirklich unglaublich. Also wenn man sieht, was sie im Folgejahr dann geleistet haben und so wie du es gerade angesprochen hast, dass ja obwohl sie viele Jungs wirklich abgegeben haben, eigentlich die Leistungsträger abgegeben haben und trotzdem war da noch so eine brutale Qualität in der Mannschaft.

Ja, ich glaube, das war schon ein harter Gegner damals für uns, gerade mit dem Hinblick dann auch auf Sandhausen noch. Ja, und da hatten wir nicht viel zu holen, so ehrlich muss man schon sagen. Und trotzdem habt ihr es geschafft, euch nochmal im Rückspiel so richtig hochzufahren und wirklich auch nochmal für einen Moment diesen Glauben entstehen zu lassen, dass da vielleicht doch noch ein Wunder möglich ist mit dem 1 zu 0.

Kurz vor der Halbzeit glaube ich auch nochmal eine große Chance zum 2 zu 0. Wie erinnerst du dich so an vielleicht auch die Kabinenansprache von Tim Walter? Wie hat er das geschafft, euch nochmal wirklich so einzustellen, dass ihr tatsächlich daran glaubt? Ja, ich glaube, Tim hat es damals trotz der 3-0-Hinspiel-Niederlage ja geschafft, nicht nur bei uns so ein gewisses Gefühl zu entwickeln, sondern irgendwie in der ganzen Stadt, bei den Fans im ganzen Stadion.

Es wird immer ein Spiel sein, das Rückspiel, an das ich mich gerne erinnere, auch wenn wir am Ende des Tages dann doch noch deutlich verloren hatten. Aber ich glaube, diese Energie, die an dem Tag im Stadion war, Wenn ich mich an dieses Rauen, an das Jubeln erinnere, als Sonny damals das 1-0 geschossen hat.

In dem Moment hat wirklich jeder daran geglaubt, hey, wir können das heute packen, das geht noch. Bis auf die Stuttgarter vielleicht, die sind relativ entspannt geblieben. Ja, aber deswegen, das war wirklich ein phänomenales Ereignis und trotz der Niederlage, wie gesagt, wird es immer was sein, worauf ich gerne zurückblicke, weil es einfach eine unglaubliche Erfahrung war.

Ich könnte mir vorstellen, es war trotzdem dann sehr, sehr schwer für dich, auch diese Ereignisse in so kurzer Zeit und mit so einer Enttäuschung am Ende zu verarbeiten, weil ihr einfach so nah dran seid. Und ich erinnere mich, du bist dann auch in die Vorbereitung gestartet, hattest da die ersten Probleme, die zogen sich dann im Prinzip durch die ganze Hinrunde. Ich glaube, du hast auch schon mal gesagt, damals die Zeit dazwischen war auch zu kurz, ihr hattet dann auch nur einen ganz kurzen Urlaub.

War das auch ein Teil dieser Geschichte, warum es für dich danach dann einfach sehr, sehr schwer lief? Ja, ich glaube, das kann man rückblickend schon so sagen. Generell die ersten zwei Jahre waren schon brutal. Du hast es, glaube ich, oft, wenn Teams gerade aus der zweiten Liga in der Relegation scheitern, haben sie eigentlich in den Folgejahren immer deutlich mehr Probleme, weil das natürlich schon an den Markt.

Und ich glaube, wir haben das ja in zwei Jahren in Folge erlebt und gerade auch das Jahr davor gegen Hertha, wo wir ja irgendwo auch ganz nah dran waren am Aufstieg und wo wir es dann doch nicht gepackt haben. Das zehrt dann schon irgendwo an dir und das hat dann sicherlich auch in der Zeit sehr an, mir gezehrt und hat sich vielleicht auch ein Stück weiter in der Verletzung geäußert, die mich dann ja, ich glaube es war dann im Endeffekt ungefähr ein halbes Jahr hat sie mich rausgehalten.

Ja, aber ich glaube auch das sind sicherlich einfach Erfahrungen, die man gemacht haben muss, um das so verstehen zu können. Umso schöner natürlich, dass du dann deinen Abschied beim HSV mit diesem Aufstieg noch erlebt hast. Ich glaube, ich kann verraten, dein WhatsApp- Profilbild, da sieht man dich auch noch auf dem Rathaus oder an der Alster, ich weiß gar nicht genau, aber auf jeden Fall an diesem Tag, bei dieser Feier, die ja auch wirklich unglaublich war.

Wenn man aber so ein bisschen zurückguckt, eigentlich von deinem Standing her, was du auch in der Mannschaft hattest, so damals nach dem Stuttgart-Spiel Kann man eigentlich sagen, ihr seid zwei Jahre zu spät aufgestiegen, damit du das dann auch nochmal wirklich so erlebt hättest, so die Bundesliga mit dem HSV, weil damals unter Tim Walter hattest ja schon nochmal die Rolle als Unersetzling quasi, haben wir auch oft geschrieben dann.

Ja, ich glaube, dass es für alle Beteiligten schön gewesen wäre, wenn wir zwei Jahre vorher aufgestiegen wären. Gar keine Frage, weil ich glaube, auch alle Beteiligten, inklusive natürlich Tim Walter und des damaligen Trainerteams, sich damals schon absolut verdient hatten, diesen Schritt zu gehen. Nichtsdestotrotz es gab auch sicherlich Gründe dafür warum wir es damals nicht gepackt haben.

Und dann haben wir es zwei Jahre später geschafft und dass wir es überhaupt geschafft haben, das war immer mein großes Ziel natürlich als ich nach Hamburg gekommen bin dass ich unbedingt diesen Aufstieg schaffen wollte und deswegen. Ist der Abschied am Ende des Tages nicht leicht gefallen, aber natürlich irgendwo leicht her weil ja, mit dem Ziel, was wir dann erreicht haben, kannst du so einen Verein schon besser verlassen, als wenn wir dann irgendwo immer noch in der zweiten Liga gewesen wären.

Ja, aber für mich war der Aufstieg auch zwei Jahre später dann das Beste, was passieren konnte. Wärst du denn eigentlich trotzdem gerne geblieben, Weil auch zu Beginn der Vorbereitung, ich habe es ja schon gesagt, hat man dir signalisiert, es wird die Saison schwer für dich. Es hatte sich ja in der Rückrunde dann auch schon etwas angedeutet, dass du diesen unumstrittenen Platz dann nicht mehr hattest.

Wärst du trotzdem gerne beim HSV geblieben, hast dich ja dann auch in der Vorbereitung so reingekämpft und da um deine Chance dann auch gekämpft. Also ja klar, ich glaube grundsätzlich wäre ich natürlich gerne in Hamburg geblieben. Trotzdem muss man ja immer alles so ein bisschen mit einordnen und über alles nachdenken, wie sich da meine Rolle eben auch verändert hat.

Und ich glaube, es ist schwer. Es ist auch dann sicherlich nicht ganz leicht für eine Mannschaft, wenn du einen Spieler hattest, der ja viele Jahre dann irgendwo vorangegangen ist und ganz, ganz wichtig war. Und wenn der dann so ein Stück weit nach hinten rutscht in der Rangordnung zwangsläufig, einfach weil er auch zu weniger Einsatzzeiten kommt.

Und deswegen, ja, gerade das dann auch, habe ich natürlich auch in Betracht bezogen und habe mich auch gefragt, okay, will ich das für mich? Oder wie sehe ich meine Zukunft? Und dann kam sicherlich einfach die Chance hier mit Vancouver auf. Was sowohl menschlich, glaube ich, eine Riesenerfahrung ist, aber eben auch nochmal sportlich.

Und jetzt habe ich sogar eine richtig gute Mannschaft erwischt, wirklich, der wir, wie wir es aktuell tun, um Titel spielen können und deswegen war das dann am Ende des Tages einfach die beste Lösung für mich, den Schritt zu vollziehen. Es gibt ja noch zwei, drei andere Spieler, die ebenso im Ranking etwas abgerutscht sind, die eigentlich auch über Jahre unumstritten waren.

Bobby Glatzel oder auch Mefo, das war immer noch dann Vizekapitän, aber beide kommen eigentlich kaum noch zu Einsatzzeiten. Bist du mit den Jungs im Austausch? Fühlst du mit ihnen, dass sie jetzt auch so nach so vielen Jahren, wo sie eigentlich immer unverzichtbar waren, jetzt auch eine ganz andere Rolle haben.

Ja, klar. Also natürlich habe ich grundsätzlich noch zu vielen Jungs Kontakt und der wird auch sicherlich weiterhin anhalten. Und natürlich würde ich es schöner finden, gerade die Jungs auf dem Platz zu sehen, mit denen ich dann auch viel selber auf dem Platz gestanden habe. Ob das ein Bobby ist, ein Mefo, ich glaube, einen Backer darf man da ja sicherlich auch nicht vergessen, der auch, glaube ich, keine einfache Zeit erlebt.

Trotzdem weiß ich, dass die Jungs immer alles geben und das macht mich dann auch ein bisschen stolz, das so zu sehen, wie die Jungs das annehmen, ihre veränderte Situation, weil ich weiß, okay, sie sind trotzdem in jedem Training da, sie versuchen trotzdem die Mannschaft und den Verein weiter nach vorne zu treiben.

Und ja, ich glaube, das haben wir alle in den vielen Jahren, die wir zusammengearbeitet haben, dann auch immer versucht. Und deswegen bin ich auch weiterhin froh, sie dann ab und an auf dem Platz zu sehen. Das ist ein gutes Stichwort. Wie siehst du denn aktuell den HSV? Also zum einen, wie machst du es technisch?

Verfolgst du dann die Spiele irgendwo auf dem Laptop oder auf dem Handy? Mit der Zeitverschiebung ist das ja auch nicht so einfach. Und wie siehst du den HSV insgesamt jetzt so in der Bundesliga sportlich gesehen? Ja, also grundsätzlich muss man erst mal sagen, es ist in der Tat nicht ganz so einfach, hier die Spiele dauerhaft live verfolgen zu können, weil ja, entweder es ist doch sehr, sehr früh, früh am Morgen oder ja, wir sind schon beim Training oder haben dann eben selber auch ein Spiel am gleichen Tag.

Aber ja, ich versuche natürlich so viel wie möglich schon die Spiele zu gucken. Und wenn es am Ende des Tages dann nur die Highlights sind. Aber es vergeht eigentlich kein Spieltag, an dem ich jetzt den ASV nicht verfolge. Und ich glaube auch wirklich, dass sie sich über den Lauf der Saison jetzt, so wie es bisher war, wirklich stabilisiert haben.

Klar, wenn man jetzt die letzten drei, die Ergebnisse anguckt, glaube ich, waren in den letzten fünf Spielen jetzt nicht mehr so viele Punkte dabei. Nichtsdestotrotz glaube ich, kann man schon sagen, dass der HSV zeigt, dass er in die erste Liga gehört, dass der HSV aus einem absoluten Grund dasteht, wo sie stehen und dass sie auch wirklich tolle Leistungen schon gebracht haben.

Deswegen habe ich auch ein sehr, sehr gutes Gefühl, was eigentlich den Rest der Saison angeht. Ja, Sonntag 15.30 Uhr gegen den VfB Stuttgart, jetzt habe ich gerade mal gerechnet, wir sind um 16.30 Uhr hier gestartet, da war es 7.30 Uhr bei dir, also 6.30 Uhr, das wäre möglich, oder? Das, ja, das wird sich zeigen, doch, ich denke 6.30 Uhr, ich werde wohl dabei sein, ja.

Merlin Paulzin wird auf jeden Fall ja dabei sein und an der Seitenlinie stehen, du hast lange Jahre mit ihm zusammengearbeitet, ja, erst als Co-Trainer, dann war er dein Cheftrainer. Wie hast du so seine Kommunikation dann auch im Sommer erlebt, was so die Veränderungen auch angeht? Also er lässt jetzt doch einen ganz, ganz anderen Fußball spielen, als er ihn mit euch in der Zwei-N-Liga gespielt hat.

Ich kann mir vorstellen, dass das gar nicht so einfach für ihn war, das vor so einer Mannschaft dann auch zu vermitteln, weil man als Trainer ja schon immer auch für eine bestimmte Spielidee steht und das war eigentlich mit ihm immer eher Offensiv-Fußball. Wie hast du ihn so in dieser Phase dann auch erlebt?

Ich glaube, dass sie, und das haben sie den Sommer dann auch relativ frühzeitig gemacht oder der Mannschaft rübergebracht, gerade natürlich dann auch in Verbindung mit Loic. Dass sie einfach in der ersten Liga gibt es andere Anforderungen und dass sie aufgrund dessen auch das System oder die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, ein Stück weit verändern wollen.

Das Gute ist, die Jungs sind wirklich so gut inhaltlich, dass das am Ende des Tages auch jeder versteht, was uns das für Vorteile bringt, was vielleicht jetzt auch die Fünferkette im Vergleich zur Viererkette gerade in der Bundesliga dann für Vorteile hat. Und deswegen ist es, glaube ich, am Anfang ein bisschen ungewohnt, wenn du ein erfolgreiches System hattest und dich dann natürlich umstellen musst.

Trotzdem muss man ja sagen, gab es im Sommer generell auch personell einen recht großen Umbruch. Das heißt, für viele Spieler war es gar nicht so besonders, weil die haben die Saison davor ja eh nicht mitbekommen. Die kannten das andere Spielsystem nicht. Deswegen war es für die ja auch generell, wussten die, ich komme zum neuen Verein und muss mich auf etwas Neues einstellen.

Ja, aber ich glaube schon, dass sie sich da viele Gedanken gemacht hatten im Vorfeld, aber dadurch, dass sie das inhaltlich dann auch wirklich gut argumentieren können, hat die Mannschaft das auch, glaube ich, relativ schnell akzeptiert. Bist du mit Berlin-Polzin noch ab und zu im Austausch? Ich habe gerade gelesen, offenbar ist da ja auch nochmal ein richtiger Abschied geplant, dass du nochmal nach Hamburg kommst zu einem Heimspiel und dich vor den Fans auch nochmal richtig verabschieden kannst. Seid ihr da irgendwie auch in der Abstimmung?

Ich bin mit Merlin im Austausch, ja, ja, doch, das auf jeden Fall. Ich meine, ich habe ja auch vier Jahre lange dann als Co-Trainer und dann als Trainer mit ihm zusammengearbeitet. Und klar, ich stehe natürlich nach wie vor im Austausch. Und alles Weitere, was dann kommt, wenn ich vielleicht wieder in Hamburg bin, das schauen wir dann.

Okay, du grinnst noch so leicht, ja, verschmitt, sage ich mal, als ob da was im Raum steht, aber du noch nichts sagen kannst oder noch nicht darfst, oder? Nein, nein, nein. Also wir stehen im Austausch, genau, und wie wir es am Ende handhaben. Ich glaube, da werden wir für uns eine gute Lösung finden.

Okay, dann sind wir auf jeden Fall gespannt. Also die HSV-Fans werden sich mit Sicherheit auch freuen, dir nochmal dann auch den gebührenden Abschied zu geben. Du hast ja viele Momente mit ihnen dann auch erlebt und sie mit dir. Ich glaube, du warst so lange HSV-Kapitän am Stück wie Uwe Seeler nicht mehr.

Das macht dich wahrscheinlich auch schön stolz, oder? So ein wichtiger Teil dieser HSV-Geschichte gewesen zu sein. Ja, definitiv. Ich glaube, es ist vier Jahre Kapitän beim HSV. Das hätte ich mir zu Beginn meiner Karriere oder zu langer Zeit in meiner Karriere sicherlich auch nicht vorstellen können, dass das so kommen wird.

Das habe ich immer wieder betont und glaube, ich werde es auch mein Leben lang sagen. Ich habe die Zeit total genossen und blicke total freudig darauf zurück und bin natürlich auch stolz, was wir erreicht haben zusammen mit der Mannschaft. Ich glaube, ich habe gerade auch schon irgendwas von dir gelesen, dass es schon gewisse Gedanken gibt, vielleicht irgendwann dann mal auch in einer anderen Funktion zum HSV zurückzukommen.

Das sind wahrscheinlich jetzt einfach so Ideen, die man vielleicht so im Hinterkopf hat. Ich glaube, ein paar Jahre willst du wahrscheinlich auch noch Fußball spielen. Wie sind da so deine aktuellen Gedanken? Ja, also ein paar Jahre will ich auf jeden Fall noch Fußball spielen. Genau, das ist schon das Anliegende im Moment.

Und grundsätzlich muss man sagen, ja, ich bin jetzt erst seit ungefähr drei, vier Monaten in Vancouver, habe hier noch gar kein Spiel gespielt. Das heißt, ich will erst mal zusehen, hier die Füße auf den Boden zu kriegen. Deswegen sind, glaube ich, eigentlich alle anderen Gedanken, ja, dann vielleicht sogar über das Karriere-Handy hinaus, schon ein bisschen auch verfrüht oder ein bisschen zu weit.

Nichtsdestotrotz, ja, wird meine Beziehung zum ASV immer recht stark bleiben. Ja, natürlich habe ich auch nach wie vor den Austausch eben noch zu vielen, die da sind. Und ich glaube, wenn man so eine Zeit erlebt, ja, dann kannst du es dir auch immer vorstellen. Sicherlich noch mal zu dem Verein zurückzukehren. Aber ja, ich bin froh, dass ich jetzt hier in Vancouver bin.

Ich will, wie gesagt, erstmal hier ein bisschen Fußball spielen und alles andere kommt dann auch zu gegebener Zeit. Dann wünsche ich dir dabei auf jeden Fall viel Erfolg und ja, dann erstmal viel Erfolg auch für deine Mannschaft. Ich glaube, viele werden das hier in Deutschland verfolgen, ob es dann ins Finale geht und vielleicht sogar bis zum Titel.

Und dann, ja, für dich dann natürlich auch alles Gute für dir, Rhea, dass du dann in der neuen Saison dann auch richtig auf dem Platz stehen kannst. Vielen Dank, Hendrik. Genau, und damit nochmal Grüße nach Vancouver. Vielen Dank, Bascho, für deine Zeit. Und ja, viele HSV-Fans werden sich freuen, dich dann irgendwann zu einem richtigen Abschied nochmal wiederzusehen.

Und genau, wir hören uns dann in der kommenden Woche schon wieder. Dann ist eine englische Woche mit dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel. Vor dem Spiel melden wir uns nochmal wieder, wieder mit einem interessanten Gast. Und bis dahin, in Hamburg sagt man Tschüss bei uns, heißt das auf Wiederhören.

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