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Shownotes
Hertha BSC spielt nur 0:0 in Kiel und muss das Ende seiner Siegesserie verkraften. Das Sturmproblem kostet erstmals in dieser Saison Punkte, weshalb sich jedoch noch lange keine Alarmstimmung breitmachen muss. Schließlich ist die Tabellenführung mit vier Punkten Vorsprung weiterhin abgesichert.
Wie der Chancenwucher im hohen Norden zu erklären ist? Und welche Parallelen, aber auch welche Unterschiede es zum Ende der letztjährigen Siegesserie gab? Darüber sprechen die Morgenpost-Sportredakteure in der neuen Folge des „Immer Hertha“-Podcasts.
Außerdem geht’s um die Probleme von Zugängen wie Gustaf Nilsson und Mads Pedersen, eine psychologische Herangehensweise von Stefan Leitl und einen sehr ausführlichen Blick auf den kommenden Gegner Arminia Bielefeld.
Viel Spaß beim Reinhören!
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Ja, jetzt ist Montagmittag und wenn das Spiel in Kiel noch laufen würde, hätte Hertha BSC vermutlich immer noch kein Tor geschossen. Es war einer dieser Tage, von denen man hinterher sagt, da hätten sie auch noch Stunden weiter spielen können. Der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Und damit hallo und herzlich willkommen zu Immer Hertha nach dem Ende der Siegesserie, nach dem 0 zu 0 bei Holstein Kiel.
Und der Mann, der die lange Reise in den hohen Norden angetreten ist und keine Tore gesehen hat, aber immerhin ein gutes Fischbrötchen gegessen hat, ist jetzt mit mir im Studio. Paul Goras, grüß dich, moin. Ja, grüß dich auch. Fischbrötchen war lecker, kann ich schon mal offenlegen an der Stelle. Lang war die Reise vor allem in der Deutschen Bahn, die dann sich geweigert hat, wieder zurückzufahren am nächsten Tag.
Tore gab es keine, jedenfalls nicht aus Hertha-Sicht und aus Kieler-Sicht. Dafür gab es ja gestern ein bisschen Entschädigung für die Hertha-Seele, muss man sagen, beim 2-1 von Bayer Leverkusen gegen Freiburg in der Bundesliga haben sowohl der Richerhand als auch Ibo Maser getroffen für ihre Klubs. Das war also ein Hauch von Hertha-Torschützen zumindest. Hertha hat jetzt ihr All-Star-Game oder Legenden-Elf irgendwie gegeneinander gespielt.
So sah das so ein bisschen aus. Das macht schon was her dann, in so einem Bundesliga-Topspiel. Finde ich schon erstaunlich dafür, dass das beide so Youngsters noch vor wenigen Jahren, muss man ja sagen, bei Hertha waren. Ich habe gesehen, auf Instagram hat sich Raime Monroy, ehemaliger Co-Trainer von Christian Fiel, sehr gefreut über seine Jungs, die da getroffen haben jeweils.
Das ist schon eine tolle Geschichte und fast noch schöner als der Torerfolg für Ibo Maser war ja der Assist zum 2-1, den er da auflegt. Er hat ja auch selbst gesagt, das war Berliner Straßenfußballer-Käfig-Attitüde. Also aus der Sicht kann man sich, glaube ich, noch ein bisschen schöne Fußball-Szenen angucken aus härter Sicht.
Aber noch mit Betonung ist die Bundesliga nicht das Hauptthema in diesem Podcast. Nur um mal hier gleich mal den Flock wieder einzuschlagen in die Richtung. Denn lass uns auf das Zweitligaspiel vom Freitagabend nochmal kommen und die Gesamtlage von Hertha BSC jetzt nach diesem Ende der Siegesserie, denn das muss man ja glaube ich gleich zu Beginn vor allem anderen mal herausheben, da es ja auch schon wieder einige wirklich kritische, saure Kommentare gab von Leuten, Leute fahrten Gang runter.
Also die Siegesserie ist vorbei, die ungeschlagene Serie noch nicht. Es ist alles im Rahmen nach wie vor plus vier Punkte an der Tabellenspitze. Es ist der Wahnsinn ungeschlagen, mal wieder kein Gegentor kassiert und trotzdem irgendwie ein gutes Spiel gemacht. Es gab natürlich das eine große Problem, zu dem wir gleich noch kommen, aber unterm Strich hat das schon alles gepasst und das ist das, was ja alle immer wieder in den letzten Wochen gesagt haben, man wird nicht jedes Spiel gewinnen und jetzt ist es eben dann mal passiert.
Da sieht man einfach, finde ich, wie schnell sich der Anspruch verändert und wie schnell man auch von einer ganz neuen Erwartungshaltung eigentlich herrührt im Umfeld. Da ist dann eben so ein Spiel, wo kein Tor fällt, obwohl es ein ordentliches Spiel war. Klar, Ausgangslage Erster gegen Letzter, muss man schon berücksichtigen, finde ich. Aber trotzdem war ja klar, Kiel ist vielleicht nicht ganz so schlecht, wie der Tabellenstand hergibt. Umgekehrt hat es Hertha ganz ordentlich gemacht und trotzdem kocht dann gleich die Fansäle wieder, übertrieben gesagt.
Das zeigt ja nur, wie schnell man sich da an den Erfolg gewöhnt hat. Und finde ich eigentlich ganz sympathisch, dass man dann auch die Ansprüche aus Fansicht nach oben schraubt. Aber wie du sagst, man muss da Maß halten und man muss natürlich auch sagen, das war jetzt ein Spiel, was nicht gewonnen wurde, nachdem es Wochen zuvor alles funktioniert hat.
Und es ist ja auch, wie du schon angedeutet hast, ganz gut erklärbar, warum es in diesem Spiel nicht geklappt hat mit dem achten Sieg in Folge. Ja und es sind auch einfach diese Spiele, um die du nicht drum rum kommst in der zweiten Liga. Also auf dem Freitagabend bei nasskaltem Schiedwetter in Kiel im hohen Norden ewig lange Auswärtsfahrt.
Und ja, sie waren Letzter, aber sie haben auch immer noch nicht zu Hause verloren diese Saison. Also das vergisst man. Auch Nürnberg zum Beispiel hat da nur unentschieden gespielt. Und das ist ja das, was die Fußballer-Phrase immer ist, vor jedem Spiel, dass es eine hochqualitativ besetzte Mannschaft ist, der Gegner.
Aber es ist ja auch wahr, die können ja auch ein bisschen bolzen. Und von daher ging das schon alles. Also so die Art und Weise, man hat es schon immer noch klar sehen können auf dem Platz, wer der Tabellenführer ist. Es ist ja jetzt nicht so, dass Hertha da an die Wand gespielt worden wäre. Und so der Gesamtauftritt, die gesamte Herangehensweise hat echt gepasst.
Ich glaube, das ist das, was man vor allem anderen irgendwie noch drüber schreiben muss. Also ich gehe schon ein Stück weit mit, dass es in der ersten Halbzeit eher hakelig war. Da gab es dann wirklich wieder unpräzise Zuspiele, Konzentrationsschwierigkeiten, muss man schon fast sagen. Hat sich ein bisschen an Fürth erinnert, wo sie ja frisch aus der Länderspielpause gekommen sind und kein gutes Spiel gemacht haben.
Aber diese Leistungssteigerung innerhalb des Spiels, die war auf jeden Fall wahrnehmbar. Und gerade dann so die zweite Hälfte, eigentlich so ab der 50. Minute und dann bis in die Schlussphase rein, dachte ich schon, da fällt noch ein Tor. Weil das dann einfach so drückend war, die Überlegenheit, weil Kiel auch überhaupt nicht mehr nach vorne gefunden hat.
Insofern, ja, finde ich, kann man das immer noch als ordentlichen Auftritt verbuchen. Und würde da an der Stelle auch gerne mal dem Trainer folgen, der dann sagt, der ist jetzt nicht unzufrieden mit dem Auftritt. Und auch die Spiele haben das ja gesagt, dass sie wenigstens im zweiten Durchgang in ihren Prinzipien unterwegs waren und so auch wieder Spiele gewinnen werden.
Das ist dann vielleicht auch das, was wir oft genug besprochen haben hier. Die Spiele sind eben einfach immer gekippt in den letzten Wochen auf Herthas Seite. Jetzt hat es eben mal nicht gereicht, aber ich glaube, es ist kein Grund zur Panik. Und die Defensive hält mal wieder die Null, auch zu erwähnen.
Marius Gersberg, sehr gute Leistung, zwei, drei richtig große Dinger weggefischt. Aber das große Thema war natürlich die Offensive X-Goals 1,66 zu 0,51 pro Hertha. Also da sieht man auch in Zahlen ausgedrückt, wie dominant die Mannschaft in diesem Spiel war. Aber der Ball wollte eben nicht über die Linie. Das war das große Problem.
Die Torschützen hatten allesamt Ladehemmung. Kiel hatte einen guten Hüter, gehört auch sicherlich zur Wahrheit. Aber mit dieser Chancenqualität. Muss man natürlich gerade als Zweitligaspitzenteam den Anspruch haben, mindestens mal ein Tor wegzumachen und, dieses Stürmerproblem, was es ja gibt, was wir auch in den letzten Wochen immer schon wieder angesprochen haben, was es auch während der Siegeserie ja schon gab, was dann irgendwann offenkundig wurde, dass schon echt lange kein echter Mittelschirmer mehr getroffen hat, das hat sich jetzt wirklich teuer bezahlt gemacht.
Ja, das ist völlig richtig und das weiß man auch bei Hertha und das ist ja auch kein ganz neues Problem, sondern das hatten wir im Vorjahr ja eigentlich genauso und wie im Vorjahr sollte, dann eben ein externer Stürmer, leihweise der der, wie gesagt, von den Finanzen her und von der Qualität eigentlich nicht mehr in dem Regal liegt, in das Hertha greifen kann. Letztes Jahr war es David Kovnatski.
Der mit großer Empfehlung aus Düsseldorfer Zeiten dann von Bremen ausgeliehen wurde, aber nicht abliefern konnte, muss man ja sagen, aufgrund der Umstände. Dieses Jahr ist es Gustav Nilsson, der eigentlich diesen Qualitätssprung ermöglichen sollte. Der kommt auch nicht rein, fehlt jetzt verletzt, ist wohl immer noch angeschlagen.
Also ganz schwieriges Thema und dann hast du eben wieder in Anführungszeichen nur Sebastian Gröning und Luca Schuler, die eben auch nicht dauerhaft glänzen können in dieser zweiten Liga. Ich sage nur, weil die ja auch beide nachgewiesen haben, dass sie funktionieren können. Also das ist ja nicht so, dass du da mit einem Mann weniger unterwegs wärst, das ist ja völlig übertrieben, aber es ist schon so, dass es qualitativ einfach.
Eine Stufe drunter ist und vielleicht auch eine Stufe unter dem, was du eigentlich brauchst, wenn du Tabellenführer bist, wenn du so durch die Liga marschierst. Sebastian Gröning ist auch mit sich selbst relativ hart ins Gericht gegangen. Der spricht ja irgendwie schon sehr klar, hat dann nach dem Spiel bei den Kollegen von Sky gesagt, dass es in der Situation, wo er mit dem Pfosten trifft per Kopfball, dass es einfach nicht gut genug war von seiner Seite.
Stefan Leitl, sprechen wir vielleicht noch drüber, war etwas schonender mit seinen Stürmern, ist da psychologisch, glaube ich, die ganze Sache angegangen, indem er da ein bisschen Rücksicht genommen hat. Aber das Thema lässt sich auf keinen Fall wegdiskutieren. Das ist eine Baustelle. Genau, er hat gesagt, wichtig ist, dass die Stürmer überhaupt Chancen haben und sie sich in diese Position reinbringen, und jetzt müsse halt irgendwann mal wieder der Knoten platzen und das ist glaube ich so langsam der Punkt, dass das natürlich dann auch in so einem Stürmerkopf rumgeistert, die Ladehemmung, Sebastian Grönning hatte zwei richtig dicke Dinger und ich finde eigentlich den ersten machte er wirklich eigentlich alles richtig, also der Abschluss war
wirklich super flach, hart, langes Eck, einfach exzellent gehalten, aber der zweite, dieser Kopfball, das war natürlich das große Ding und. Er platziert ihn ja eigentlich auch richtig, aber das ist dann halt so eine Frage von Zentimetern und immer, wenn du Selbstvertrauen hast, wir haben im Laufe dieser Siegeserie oft genug darüber gesprochen, wie die Nuancen immer auf die Seite von Hertha gekippt sind.
Aber jetzt gerade eben auf dieser einen Position, an diesem dorthagischen Punkt, ist das Selbstvertrauen jetzt vielleicht nicht so dermaßen gegeben. Und ja, dann klatscht der Ball einfach an den Außenpfosten und geht nicht rein. Also das ist die alte Regel, wirklich drei Euro ins Phasenschwein. Stürmer braucht ein Tor, um Selbstvertrauen zu erhalten. Und ja, auch bei Sebastian Gröning wird mit Sicherheit nochmal der Knoten platzen in dieser Saison. Aber natürlich musst du eigentlich als Mittelschirmer des Zweifeliger Tabellenführers mindestens ein Tor aus diesen beiden Gelegenheiten machen, wenn nicht sogar zwei.
Das Problem ist eben an der Stelle für Hertha jetzt, dass sie keine Alternativen haben. Also Sebastian Gröning wird wahrscheinlich erstmal weiter starten und sollte dann eben auch treffen, bestenfalls aus Hertha-Sicht. Luca Schuler kommt bisher immer nur rein, also er hat gar nicht so viel Spielzeit, um sich auszuzeichnen. Er hat aber noch gar nicht getroffen diese Saison im Gegensatz zu Gröning.
Hat ja auch seine Chance, wo er es eigentlich auch gut macht. Das ist ja ein sehr schöner Ball von Seguin und er ist in dieser Schnittstelle unterwegs. schafft es auch gleich mit Ball aufzudrehen, zum Tor zu ziehen. Also macht vieles richtig in der Situation, kommt dann aber auch nicht an Weiner vorbei.
Das ist dann, wie du sagst, auch vielleicht einfach eine Frage von sechs, sieben, acht Spielen, die du nicht getroffen hast, trotz des Testspielerfolgs zwischendurch in Augsburg, wo sie zwei, zwei spielen und ein Schulerdoppel trifft. Aber es hat eben nicht das ausgemacht, dass er den einfach versenkt.
Und du hast dann eben nur die beiden jetzt gerade. Das ist schon eine Schwierigkeit. Gleichzeitig folge ich Stefan Leitl ein Stück weit, der ja sicher psychologisch beschwichtigend und schonend mit seinen Stürmern umgeht, aber sagt, sie waren in der richtigen Position und das muss man ja sagen, es waren alles Mittelstürmerchancen.
Also abgesehen von den beiden hat er eigentlich nur Gio und Adewumi richtig gute Möglichkeiten. Ansonsten war ja viel auf die Stürmer zugeschnitten und es hat ja funktioniert, die Stürmer in die Position zu bringen. Also da würde ich ihm schon ein Stück weit recht geben und dann ist, wie gesagt, jetzt der Ansatz von Stefan Leitl, da Nachsicht zu zeigen, nach außen hin, das zu kommunizieren, dass man da bei den Stürmern vertraut, weil man auch keine Alternative hat und natürlich auch weiter auf sie setzen muss.
Ich würde nur gerne, glaube ich, noch ein Kapitel weiter aufmachen an der ganzen Thematik zum Thema Gustav Nilsson, der eben mit körperlichen Problemen zu tun hat und zu kämpfen hat. Und die rühren ja auch daher, dass er einfach lange nicht gespielt hat, dass er keine richtige Vorbereitung hat. Und das wiederum, dass er bei Brügge ja im Prinzip auf dem Abstellgleis war, aussortiert war, das hat der Hertha überhaupt erst ermöglicht, ihn zu verpflichten, ein Stürmer, ein Spieler seiner Kategorie.
Das gleiche gilt für Mats Pedersen, ein Linksverteidiger. Auch der war außen vor bei Augsburg. Auch deswegen konnte man ihn holen. Aber bei beiden ist jetzt eben das Problem, durch diese späten Verpflichtungen von Spielern, die man vielleicht sonst nicht auf dem Markt bekommen würde in Herthas Situation, machen sich jetzt irgendwie körperliche Probleme bemerkbar.
Also bei Mats Pedersen ist es ja auch so, dass er nicht beginnen konnte, weil er angeschlagen ist. Knieprobleme, glaube ich, hat er uns verraten in der Vorwoche, in der Mixed Zone hat. Deswegen ist Seefrück an seiner Stelle gestartet und das ist so ein bisschen dieser Fluch dieser Kaderplanung. Also es ist natürlich einerseits so gewesen, dass Hertha sehr viel Ruhe ausgestrahlt hat im Sommer und gesagt hat, da kommen auch noch gute Spieler nach, die wir verpflichten werden.
Es ist ja auch so eingetreten und wir haben ja auch darüber gesprochen, wie gut die funktionieren, gerade Mats Pedersen, aber auch Gustav Nilsson, welche Anlagen der mitbringt und was der Mannschaft geben kann. Jetzt sieht man aber so ein bisschen die Schattenseite vielleicht von dieser Art von Kaderplanung, dass du einfach auf solche Spieler lange warten musstest, auch lange gewartet hast und jetzt eben so ein bisschen mit Verzögerung da so einen körperlichen Effekt einsetzt, im Gegensatz zu Spielern, die einfach eine ganze Vorbereitung mit Hertha bestreiten konnten.
Und das eben vor allem vor dem Hintergrund auch, wie wichtig diese Verfügbarkeit, die immer wieder zitiert wird, für den Kader und für das Konzept dieses Kaders eigentlich ist, weil also das Gustav Giesel Qualität hat, haben wir jetzt alle gesehen, in den Minuten, wo er auf dem Platz stand. Aber er muss halt eben auch einfach fit dafür sein und das ist jetzt wirklich eine Herausforderung für die Mannschaftsärzte, wo der Saisonstart so langsam, aber sicher wirklich abgehakt ist, die Saison drin ist und.
Jetzt geht es wirklich darum, Woche für Woche das aufrecht zu erhalten, Weil man sieht halt immer noch, wie du sagst, ja, es ist immer noch ein kleiner Kader, ein wackeliges. Gebilde so ein bisschen und Mats Pedersen ist ja auch dann noch reingekommen, hatte auch noch eine echt gute Chance aufs Siegtor.
Ja, aber es streicht daran vorbei und also ein Stürmer der Güte-Klasse Soma von Nürnberg, haben wir schon mal gesagt, der jetzt auch verletzt ist, aber das ist nun mal das eine Ding, was Hertha wirklich noch fehlt und was wirklich gut tun würde. Gheon Adewumi hast du angesprochen, der sich ja auch schon durchaus als Torschütze, ausgezeichnet hat. Der hatte echt ein kleines Privatduell mit dem Kieler Torhüter.
In wirklich vielen verschiedenen Situationen. Zweimal gab es auch eine Situation, wo er den langen Ball herläuft, den ihn vielleicht vorbeilegen kann. Und auch da exzellente Paraden von dem Kollegen Weiner. Aber hat jetzt auch schon eine ganze Weile nicht getroffen. Also er war so auf diesem Run immer wieder als Einwechselspieler. Und seit er in der Startelf spielt, bringt er immer wieder ohne Frage gute Akzente, inspirierte Ideen in den Berliner Ballvortrag.
Aber ein Tor hat er auch schon länger nicht geschossen. Und ja, das ist jetzt alles so aufgebrochen am Freitagabend und irgendeiner wird das Ding wieder reinschießen müssen nächste Woche. Das hilft alles nichts. Ja, absolut. Und dann wird es vielleicht am Ende wieder so jemand aus dem Nichts wie Jon Torstenzon zum Beispiel in Dresden, wo auch niemand damit gerechnet hat, dass er da das Spiel entscheidet.
Vielleicht ist es das dann am Ende, was es wieder entscheidet. Diesmal waren Brekalo und Torstenzon nicht so sehr in Abschlussaktionen drin. Es lief viel über Adi Wumi und das ist vielleicht genauso, dass wenn er eben nicht reinkommt und dann eine müde gegnerische Abwehrreihe vor sich hat und im Zweifel noch mehr Platz, wo er sein Tempo ausspielen kann, dass er sein Spiel einfach ein bisschen verändern muss und dann das Tor nicht fällt.
Gleichzeitig gibt er dir halt wahnsinnig viel Flexibilität irgendwie im Angriff und die Bälle, die er laufen hat, die hast du angesprochen, die erläuft auch glaube ich nur er in diesen Szenen. Also das ist schon ein Wahnsinn mit dem Tempo. Und ich finde auch die Diskussion, dass wir jetzt irgendwie so gezielt und detailreich über eine Position wie die Stürmer sprechen, zeigt ja, wie viele Baustellen Hertha auch schon geschlossen hat in der Kaderplanung.
Also darf man ja auch nicht vergessen, dass wir da im letzten Jahr gerade immer wieder über neue Probleme und Baustellen reden konnten. Diesmal sind es immer noch die Stürme. Also das hat sich nicht gelöst über den Sommer, aber es sind eben aktuell auch nur die Stürme. Das ist schon auch bemerkenswert, finde ich, dass wir da ganz anders einfach drüber reden können, was so Schwachstellen bei Hertha sind.
Ja, und jetzt zeigt sich eben, wie es wirklich so mit dieser Stimmung und dieser Atmosphäre im Team, die immer so herausgehoben wurde, wie es darum stellt, ob dieses Konstrukt, dieses Kollektiv so in der Lage ist, jetzt auch Leute da rauszuholen einfach. Auch da kommt es ja darauf an, im Zwischenmenschlichen den Kollegen Gröning und Schula weiter Selbstvertrauen zu geben, um irgendwie ihnen zu vermitteln, Mensch, wir glauben auch an euch.
Und wir glauben daran, dass ihr die Tore für uns schießen könnt. Das ist ja so ein bisschen das große Thema, aber Stichwort unerwartete Leute, die das Spiel entscheiden können. Niklas Kolbe hatte auch eine gute Kopfballchance durchaus in Kiel. Auch die ging vorbei und Kolbe war ja dann derjenige, der auch hinterher, kennen wir schon von ihm, er ist ein Freund klarer Worte, aber der doch sehr deutlich geworden ist nach diesem 0 zu 0.
Und auch das ist immer ein Spaß nach den Spielen mit Niklas Kolbe zu sprechen. Weil es einfach ehrlich ungefiltert so ist. Und der hat aber mal richtig auf den Putz gehauen. Ja, ist immer sehr erfrischend, finde ich, dass er sich da nicht in irgendwelche Phrasen... Sondern immer sehr direkten Einblick gibt, was in ihm vorgeht.
Und wenn ihn was ankotzt nach dem Spiel, dann meint er das auch so. Und dann sagt er das auch so. Das ist schon ganz angenehm, der Umgang. Auch da würde ich sagen, das spricht absolut fürs Team und welchen Anspruch man einfach entwickelt hat auch. Also sicher auch zweischneidig, dass man dann nicht übertreibt und irgendwie 0 zu 0 in Grund und Boden redet, mal wenn man auswärts einen Punkt holt bei angeschlagenen Kielern, für die es vor allem darum ging, nicht zu verlieren.
Gleichzeitig aber hat es natürlich was mit der Mannschaft gemacht, dieser Erfolgsserie und dieser Hunger auch nach Rekorden, die möglich waren oder eben einfach diese Serie fortzusetzen. Das zeigt dir so ein bisschen ein verändertes Bild der Mannschaft auch und das kann ja Hertha auch nur gut tun, wenn da ein ganz neuer Ehrgeiz jetzt auch geweckt ist an der Stelle.
Gleichzeitig ist es, wie du sagst, sicher, psychologisch ist jetzt die Frage, wie es weitergeht, aber auch natürlich, wie viel von diesen Verletzungsproblemen gehen noch auf. Also man sieht einfach dann, wie fragil der Kader ist, wenn es auf einer Position dann hakt und dann eben eine wichtige Personalie wegbricht.
Noch hat es keine andere getroffen, die Verfügbarkeit ist weiterhin sehr gut, aber es ist immer noch die Frage, was passiert, wenn sich da an zwei, drei Stellen vielleicht noch was verschiebt. Also auch das wird jetzt interessant, weil ein Viertel der Saison, muss man sagen, ist im Prinzip rum, also fast die halbe Hinrunde ist durch.
Es ist jetzt einfach nicht mehr Saisonbeginn, sondern wir sind jetzt schon mittendrin und deswegen so ein bisschen eine entscheidende Phase gerade auch. Und es ist jetzt die große Frage, wie man in der Nachbeschaffung auf dieses 0 zu 0 im Kiel gucken wird dann. Also klar, Fußball wird immer von hinten erzählt, deswegen kann man das jetzt nicht so richtig noch abschätzen.
Aber ist es oder gibt es das Potenzial, dass es wirklich so ein Wendepunkt in dieser Saison ist? Glaubst du das? Das ist ja die große Frage. Oder wird man einfach sagen, Mensch, das war jetzt ein kleiner Stolperer. Nächste Woche geht es wieder weiter mit dem Siegen. Das ist jetzt so die Ausgangslage, vor der wir jetzt gerade stehen hier in dieser neuen Woche.
Naja, das ist wirklich spannend, weil wir ja, glaube ich, vor zwei Wochen darüber gesprochen haben, dass dieser Block nach der Länderspielpause eigentlich ganz, interessant ist für Hertha, weil du eben gegen unterklassigere bzw. Weniger favorisierte Gegner spielst. Also Fürth, Kiel und Bielefeld sind ja alles Mannschaften, die jetzt nicht mit um Platz 3 spielen oben.
Insofern haben wir ja gedacht, das könnte eigentlich in diesem Flow, in diesem Rausch, den du bist, ja einfach nochmal neun Punkte, sieben Punkte, wie auch immer, bedeuten. Jetzt ist es natürlich so, dass du ein bisschen mehr darauf achten musst, weil Fürth einfach kein gutes Spiel war. Also wenn sie Fürth souverän gewonnen hätten und jetzt einmal 0 zu 0 gespielt hätten, würde ich es auch nochmal anders bewerten.
Aber seit du irgendwie gegen Fürth so einen Leistungsabfall schon mal hattest und dann noch glücklich gewonnen hast oder im Ergebnis glücklich gewonnen hast. Ist es schon nochmal anders zu betrachten. Jetzt kommt Bielefeld, sprechen wir sicher gleich nochmal in Ruhe drüber. Das wird dann interessant genug und dann wird es halt richtig schwer, weil dann fährst du erstmal zum Pokalspiel gegen einen Regionalligisten.
Pokal kann trotzdem alles passieren. Es muss nicht heißen, dass du da den nächsten Push holst. Es kann auch schwierig werden, es kann anstrengend werden und dann bist du halt auf dem Betzenberg und Lautern ist richtig gut unterwegs gerade. Insofern musst du eigentlich nochmal Punkte mitnehmen jetzt gegen Bielefeld Und ich glaube schon, dass das Selbstbewusstsein nicht erschüttert ist bei Hertha.
Aber es ist einfach so, wie gesagt, acht Ligaspiele sind durch. Also auch jeder Gegner, der jetzt kommt, weiß einfach schon inzwischen ziemlich genau, worauf er sich einstellen muss bei Hertha. Und das kann schon ein Faktor werden. Ich finde, diese Konstellation von den Gegnern erinnert so ein bisschen an die Siegesserie letzte Saison, wo es dann auch irgendwann diesen Dreierblock gab.
Nach dem Pokalspiel war es, glaube ich. Dann gab es Magdeburg führt Bielefeld zum Ende des Jahres, wo man gesagt hat, ey, da sind doch bis Ende des Jahres jetzt wieder irgendwie neun Punkte drin und jetzt sind sogar zweimal die gleichen Gegner mit dabei. Und wir alle wissen, wie das letztes Jahr ausgegangen ist. Dann gab es aus diesen drei Spielen zwei Punkte statt neun Punkte und irgendwie nie wieder richtig in Fahrt gekommen die Mannschaft. Wir wollen jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber das Risiko besteht natürlich immer.
In so einer Gemengelage. Und ja, jetzt wird sich zeigen, wir haben eben in der Siegesjahr immer gesagt, schon alle Arten von Widerständen überwunden. Jetzt erstmals diesen Widerstand zu haben, ein Ergebnis im Rücken zu haben, was jetzt nicht das Gewünschte war. Das ist schon nochmal eine neue Herausforderung für die Mannschaft.
Und da wird sich jetzt zeigen, wie sie damit umgehen kann. Was ich aber wirklich schön fand am Freitagabend, dass die Fans nochmal das 100-Punkte-Lied angestimmt haben danach. Jetzt kann es auch endlich ja wieder richtig gesungen werden. Es gab ja schon die kreativen Abwandlungen in die 102-Punkte-Variante.
Das war wichtig und ist ja auch wichtig, ist immer noch alles möglich. Also in der Hinsicht, das war jetzt das eine Unentschieden. Man hat ja oft schon darüber spekuliert, in der Phase des Ohrwurms, gegen wen ist eigentlich dieser eine Unentschieden eingepreist. War es wirklich am Freitagabend in Kiel eingepreist, man weiß es nicht so genau, aber schön, das hat dem ganzen Jahr nochmal so ein ordentliches, gutes Ende gegeben, glaube ich.
Ja, das stimmt schon. Also da war kein Frust oder so zuverspüren im Gästeblock. Warum auch nach so einer Serie und auch, wie gesagt, es war 0 zu 0 auswärts. Also ungeschlagen bist du ja weiterhin und hast zu 0 gespielt. Das ist ja alles wirklich in Ordnung. Und ja, was ich interessant finde, vielleicht zum Vorjahr, ist natürlich schon die Ausgangslage, weil im Vorjahr hast du diese Siegesserie hingelegt in der Liga.
Die war auch wahnsinnig wichtig zu dem Zeitpunkt, aber du warst halt da schon in der Verfolgerrolle. Das heißt, du hast ohne Ende gewonnen, fünf Spiele am Stück in der Liga, glaube ich. War eine riesen Erfolgsbälle, auf der du geschwommen bist, aber du bist gar nicht weit gekommen in der Tabelle, weil du eben aufholen musstest die ganze Zeit und die ganze Zeit Jäger warst. Jetzt hast du ja schon fast ein bisschen Punktepolster.
Das heißt, wenn jetzt irgendwie Spiele nicht gewonnen werden, bist du trotzdem irgendwie in dieser Spitzengruppe dabei, wo sich dann auch andere Mannschaften untereinander Punkte abnehmen. Und das verändert ja die Ausgangslage komplett. Also du hast eine ganz andere Sicherheit im Kopf. Du bist nicht, wie gesagt, dieser Aufstiegsfavorit der Selbsternannte, wie im Vorjahr, der die ganze Zeit unter Druck ist, irgendwie aufzuholen.
Und das macht es schon anders diesmal. So, dann kommen wir jetzt zur nächsten Woche. Ich muss vielleicht zu Beginn dieses Blogs jetzt einmal ein bisschen Kontext geben, da wahnsinnig viele neue Leute hier in den letzten Wochen dazugekommen sind. Ich bin gebürtiger Bielefelder und deshalb wird die Woche, die jetzt kommt, sehr besonders für mich. Ostwestfalen sind lokalpatriotische Menschen.
Das wissen alle, die länger in diesem Podcast dabei sind, sehr genau schon. Und eventuell war ich am Wochenende zu rein dienstlichen Recherchezwecken zur Gegnervorbereitung auf der Bielefelder Alm. Und ich habe ein 2 zu 1 von Arminia Bielefeld gegen den VfL Osnabrück beobachtet. Und es war der zweite Bielefelder Derbysieg in Folge. In der Vorwoche hatten sie 1 zu 0 gegen den VfL Bochum gewonnen.
Und es ist die einzige Mannschaft der zweiten Liga, die beide Spiele nach der Länderspielpause gewonnen hat. Also das kann man mal so stehen lassen, glaube ich. Und wie blickst du, Paul, von außen wirklich auf Arminia Bielefeldt, den kommenden Gegner? Es ist ja ein Team ohne Frage, was man grundsätzlich eher im Keller der zweiten Liga verorten würde.
Aber was sich jetzt inzwischen auf den achten Platz vorgearbeitet hat und wirklich ganz komplett ausgeglichen dasteht. Drei Siege, zwei Entschienen, drei Niederlagen, ausgeglichenes Torverhältnis. Und ja, das ist zweite Liga in einem Team zusammengepackt. Da kann wirklich alles passieren, oder? Also von außen geblickt verstehe ich erstmal nicht, warum Bochum-Bielefeld ein Derby ist, da geht es eigentlich schon mal los.
Nein, Spaß beiseite. Als Hertha-Berichterstatter bin ich natürlich sehr geprägt von den Spielen der letzten Saison alleine und diesen Bielefeldern. Bist du eine Erinnerung wach eventuell? Da gab es ja allein erst mal zu Hause das sehr bittere Unentschieden war es, glaube ich, letztlich. Mit unglücklicher roten Karte für Toni Leistner. Eben genau in dieser Serie, wo man dann einfach nicht mehr in Siegen kam. Das war schon bitter genug.
Und dann erinnere ich mich natürlich noch sehr gut an die Alm und das 1 zu 6 auswärts in Bielefeld. Also das hat sich ja auch bei Hertha Spuhl hinterlassen. Insofern kann ich mir vorstellen, dass das auch für den ein oder anderen Hertha-Spieler, der davon betroffen war, muss man ja sagen, am Saisonende, dass der sich ja da auch nochmal Lust hat, dem Gegner zu zeigen, wie die Kräfteverhältnisse jetzt sind in dieser Saison.
Ich sehe es aber genauso natürlich. Es ist eine Wundertüte. Es ist eigentlich gut zusammengefasst von dir, dass das irgendwie so Zweite Liga pur ist. Dieser berühmte Gegner, wo man nicht weiß, was der drauf hat und wo man sich eben in der Zweite Liga jedes Spiel wirklich verdienen muss, um es zu gewinnen und bei 100 Prozent sein muss, auch gerade als Hertha.
Insofern kannst du ja gerne einmal dein Scouting-Wissen hier teilen, was so Stärken, Schwächen sind, auf was sich Hertha einstellen muss. Vorweg noch, glaubst du, dieses 1 zu 6, das wird jetzt unter der Woche bei Hertha angesprochen? Wird das nochmal rausgeholt, so als extra kleine Motivationsspritze nach dem Motto, da haben wir was zu zeigen?
Ja, das vielleicht am ehesten, dass man mal so untereinander spricht. Ich glaube jetzt nicht, dass irgendjemand aus dem Videoanalyse-Team nochmal einen Zusammenschnitt von den sechs Gegentoren vornimmt, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das noch ein bisschen in den Köpfen ist, so lange ist es noch nicht her, muss man sagen.
Ich kann sagen, dass es gestern in meinem Umfeld privat in Bielefeld kontroverse Diskussionen darüber gab, ob ich nochmal jetzt herausgehoben an dieses Spiel ändern soll oder eher lieber nicht, aber wir wollen es mal. Es ist passiert, das kann man nicht verhindern. Aber es ist wirklich auch wichtig zu betonen beim Blick auf Familie Bielefeld, das ist eine andere Mannschaft als in der vergangenen Saison.
Es ist nicht mehr ganz so kernassi, wie es unter Mitch Kniad immer war. Also auch vom spielerischen Auftreten allein auf dem Platz. Da waren sie ja wirklich richtig dreckig unterwegs letzte Saison in der zweiten Liga. Was dazu gehört natürlich auch immer als Auswärtsteam dann gegen den großen Aufstiegsfavoriten. Es ist jetzt unter Oliver Kirch alles etwas geordneter und, konstruktiver, sage ich auch mal.
Aber es ist vor allem sehr variabel geworden nach der Länderspielpause. Also das Auswärtsspiel in Bochum haben sie mit Fünferkette, bestritten, das Heimspiel jetzt mit einer Viererkette und Oliver Kirch hatte letzte Woche gesagt, er wüsste am Montag selbst noch nicht mal, in welcher Formation er ausstellen würde und dementsprechend könnte das der Gegner ja auch nicht wissen.
Das ist also schon mal ein cleverer Gedanke grundsätzlich. Aber es gab in Bielefeld eine aberwitzige Auswärtsschwäche vor diesem Spiel in Bochum. Ewigkeiten kein Auswärtsspiel gewonnen. Und das ist ja immer der typische Effekt im Fußball. Wenn du dann dieses eine Spiel mal gewinnst, dann fühlst du dich auf einmal, als wäre jetzt alles möglich.
Also das Selbstbewusstsein ist auf jeden Fall jetzt gegeben nach diesen zwei Spielen. Und ja, wer weiß schon, was da passiert. Ja gut, ist dann wirklich der typisch formstarke Gegner, aber wenn jemand formstark ist in dieser Liga, muss man sagen, Hertha aktuell. Interessant finde ich ja noch, bevor das hier endgültig in einem Arminia-Podcast abgleitet, noch schnell die Frage nach einem bekannten Gesicht, jedenfalls im Hertha-Kosmos, was aber inzwischen auf der Alm aufläuft.
Wie macht sich Leon Jensen im Spiel? Leon Jensen hat die letzten beiden Spiele oder beziehungsweise die ersten beiden Spiele nach der Länderspielpause erstmals in der Startelf gespielt und, es war schon auch auffällig gestern, es war also fußballerisch wirklich kein gutes Spiel, es ist echt beschränkt fußballerisch und natürlich muss Hertha BSC dieses Spiel dominieren und gewinnen am Ende des Tages, aber es fällt dann auf, dass Leon Jensen in den Reihen von Arminia Bielefeld ein Spieler ist, der Pässe spielt, die nicht so viele andere da spielen können, die da auf dem Platz stehen und der hat sich echt etabliert, Das war keine ganz so einfache Einstiegsphase für ihn.
In einem seiner ersten Spiele hat er so einen ganz unglücklichen Handelfmeter verschuldet. Aber er hat sich jetzt echt gemacht, stabilisiert hat auch schon Assists auf dem Konto. Und gehört, glaube ich, das kann man jetzt wirklich so sagen, da zum Stammen in Bielefeld. Und man weiß ja auch über seinen Abgang und wie das alles so lief hier bei Hertha, dass er persönlich damit nicht so ganz zufrieden war. Und dementsprechend wird er mit Sicherheit nochmal extra motiviert sein.
Was ja dann auch immer in beide Richtungen ausschlagen kann. Aber man sieht dort in Bielefeld jetzt, was wir ja im Grunde auch bei Hertha immer wussten, dass es unterm Strich schon natürlich wirklich ein richtig guter Fußballer ist, der es kann, der halt nur irgendwie in so einem Umfeld eingesetzt werden muss, wo er auch das Gefühl hat, dass Leute ihm vertrauen oder wo er das Gefühl hat, dass er seine Stärken einbringen kann.
Das war bei Hertha offenbar nicht mehr der Fall zuletzt. Ja, also das ist eine bittere Geschichte insgesamt, muss man ja sagen, weil er immer betont hat, dass Hertha sein Klub ist und der er sich eigentlich, jahrelang gesehen hätte im Hertha-Trikot. Dann ging es doch sehr schnell zu Ende. Die Zeit mit sehr wenig Spielen und sehr wenig Spielzeit war er so ein bisschen ein Opfer des schlechten Saisonstarts im Vorjahr. Er hat sich dann auch schwerer verletzt.
Also einfach wirklich eine unglückliche Geschichte, muss man sagen. Es gab dann auch so nochmal eine Art verbalen Gruß von ihm in einem Interview vor ein paar Wochen, wo er auch nochmal zumindest Einblick gegeben hat, dass er doch einigermaßen frustriert Hertha verlassen hat. Letzten Endes. Ich glaube, es war dann doch auf Club-Ebene relativ fair, dass er sich da Bielefeld anschließen konnte in dem Bereich.
Aber trotzdem kann man natürlich verstehen, dass er da noch, wie du sagst, eine gewisse Eigenmotivation mitbringen wird, um sich zu zeigen. Und es wird sicher interessant aus härter Sicht, wie er dann im Olympi-Bestaden mal wieder aufläuft. Deswegen noch schnell die Frage natürlich. Du sitzt neben mir auf der Presse-Tribüne, aber bringst du noch jemanden mit aus Bielefeld? Keine Sorgen, ich stehe nicht im Gästeblock.
Natürlich bin ich auch dienstlich verpflichtet an diesem Wochenende. Sehr gut. Aber meine Bude ist ab Freitag voll mit einigen Bielefelder Besuchern und es kündigen sich einige wieder an. Das ist ja, in meiner Heimatstadt gibt es natürlich zu der Stadt Berlin und dem Olympiastadion spätestens seit dem Pokalfinale 2025 eine besondere Beziehung und es gibt viele, prägnante einschlägige Ecken, die an jenem Wochenende besucht wurden und die dann auch jetzt immer bei künftigen Besuchen immer wieder rausgeholt werden.
Ich erinnere mich, in der letzten Saison war es der Freitag vor Heiligabend und da waren, ich glaube, viereinhalb tausend Zuschauer im Gästeblock. Das war schon eine starke Summe. Also, Man hofft in Bielefeld, dass es jetzt natürlich noch so ein bisschen mehr werden in die Richtung. Also 5.000, 6.000 könnte ich mir mit Sicherheit vorstellen. Und bei dem Zuspruch, den natürlich auch Hertha zuletzt erfahren hat, wir haben es ja gegen Fürth erlebt, wird das mit Sicherheit wieder eine richtig stimmungsvolle Kulisse.
Wenn gleich jetzt natürlich auch die kalte Jahreszeit ohne Zweifel begonnen hat und nasskaltes Schiedwetter kennen wir auch im Olympiastadion gut. Da wird es immer wieder durchziehen. Ziehst du dir auch eine Winterjacke jetzt erstmals an am Wochenende, weißt du schon? Ich wollte mich eigentlich noch in den November retten, bevor es losgeht mit Winterjacke. Aber ja, vielleicht ist es jetzt mal soweit. Ich glaube aber auch, das kann stimmungsmäßig sehr interessant werden und sehr gut werden, weil wir gesehen haben, wie viel Zulauf Hertha gerade hat, wie sie mobilisieren können.
Wenn dann der Gästeblock entsprechend auch voll oder besser gefüllt ist als gegen Fürth, ist das ja auf jeden Fall sehr vielversprechend. Also ihr seht, Spiel des Jahres steht bevor. Jedenfalls hier im Podcast. Nein, aber wird, glaube ich, auch wie du sagst, wegen der Formstärke von Bielefeld ein interessantes Duell.
Die Hertha-Fans übrigens genießen in Bielefeld wirklich hohes Ansehen durch ein Spruchband, was da beim Auswärtsspiel im Mai enthüllt wurde, dass sie sich... Für den traditionellen Stadionnamen Stadion Alm in Bielefeld ausgesprochen haben. Das war jetzt nicht unbedingt so vorgesehen und erwartet worden in Bielefeld.
Also da haben viele Herthaner gute Punkte gesammelt und insofern bin ich zuversichtlich, dass es da ein schönes Aufeinandertreffen geben wird mit gutem Sport. Und ja, wir schauen mal, was dort auf uns zukommt. Hast du irgendwie so ein Gefühl, wie geht es jetzt? Kann Hertha zurück in die Erfolgsspur kommen?
Oder ist das jetzt so ein bisschen irgendwie der Flock eingeschlagen in dieser Serie? Nee, ich glaube schon, dass man irgendwie dann auch so an so Spielern wie Niklas Kolbe oder Paul Sigo ihn auch sieht und hört, dass die, jetzt eigentlich auch ein paar Bock haben, wieder zu zeigen, was sie können, was sie vor der Länderspielpause eben mit so großer Bravour eigentlich gemacht haben und seitdem die zwei Spiele jetzt eben nicht mehr so richtig nachhaltig zeigen konnten.
Ich glaube, die haben auch ein bisschen positiver Hut im Bauch und wollen eigentlich nochmal den Nachweis erbringen, warum sie Spitzenreiter sind. Ich glaube, deswegen kann ich mir schon vorstellen, dass da durch die Wiedergutmachung und wie gesagt den Druck, der immer noch nicht da ist, weil du einfach sogar Vorsprung hast, in der Tabelle und eben immer noch so weit oberhalb der Erwartungen unterwegs bist, würde ich schon eigentlich draufsetzen, dass Hertha da ein gutes Spiel zeigt.
Was es dann ausgeht, ist nochmal eine andere Frage. Wir haben auch schon viele Unentschieden und auch Niederlagen mit guten Spielen im Universum gesehen. In diesem Jahr hat es eigentlich immer gut geklappt. Deswegen bin ich da schon optimistisch aus Hertha-Sicht wiederum. Aber was jetzt zu Detailwissen Bielefeld angeht, da waren wir jetzt mehr in der Tiefe unterwegs als Hertha in Kiel.
Insofern gut vorbereitet, dieses Spiel. Ja, also entschuldigt bitte meinen ganzen Bielefeld-Gequatsch, Leute. Aber jedes Mal so gut wart ihr noch nie auf den Gegner vorbereitet hier im Hertha-Podcast. Und es ist eben einfach das größte Spiel für mich. Und ist ja dieser Homecoming-Aspekt. Aber gut, dass ich hier noch einen gebürtigen Berliner an meiner Seite habe, der das dann so ein bisschen in geordneten Bahnen halten kann.
Und das wird auch am Wochenende passieren, wenn wir dann im Olympiastadion sitzen. Bis dahin auf dem Weg dahin seid ihr natürlich auf morgenpost.de wie immer am Ball. Morgen Vormittag öffentliches Training. Ich werde vor Ort sein und ich denke, wir werden viele Torabschlüsse erleben. War so angekündigt.
Wollen wir mal schauen, ob die dann mal wieder den Weg ins Netz finden. Es wäre allen Beteiligten ja wirklich zu wünschen. Lasst hier bei uns auf dem Video, wenn ihr auf YouTube unterwegs seid, gerne einen Daumen nach oben da und schreibt uns in die Kommentarspalte, was euch rund um Hertha gerade bewegt.
Glaubt ihr daran, dass die Berliner den Ball wieder aufnehmen können von diesem Traumstart? Oder war dieses 0 zu 0 in Kiel vielleicht doch so ein kleiner Bruch, über den man hinterher noch öfter sprechen wird? Es ist jetzt eine wirklich interessante Phase in dieser Hertha-Saison und wir sind natürlich wie immer für euch dabei.
Ganze Woche auf morgenpost.de, am Wochenende im Stadion und dann spätestens nächsten Montag wieder hier bei Emma Hertha. Hype dieses Video gerne noch hoch, das hilft uns immer sehr. Daumen nach oben haben wir gesagt, schreibt uns in die Kommentarspalte, wie es euch geht. Und dann würde ich sagen, kommt gut durch diese, zumindest für mich, besondere Woche und vielleicht auch für ein paar andere.
Macht es gut, bis dahin und tschüss.