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Shownotes
Auch die lange Länderspielpause kann Hertha BSC nicht vom Siegen abhalten – vom guten Fußballspielen jedoch schon ein wenig. Gegen die SpVgg Greuther Fürth stottert der Motor gehörig, am Ende steht dennoch ein 2:1 und der Ausbau der Tabellenführung.
Wie Mads Pedersen auch über den Fußball hinaus ein unglaublich wichtiger Zugang geworden ist? Und warum Paul Seguin spät am Nachmittag doch noch auf den Rat seines Vaters hörte? Darüber sprechen die Morgenpost-Sportredakteure Paul Gorgas und Nelis Heidemann in der neuen Folge des „Immer Hertha“-Podcasts.
Außerdem geht’s um die beeindruckende Kulisse im Olympiastadion, die weiter schwelende Stürmer-Diskussion, fehlende Intensität und die bevorstehende kurze Woche bis zum Auswärtsspiel in Kiel.
Viel Spaß beim Reinhören!
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Ja, wenn Paul Seguin doch mal früher auf seinen Vater gehört hätte. Da erfahren wir im Morgenpost-Interview, dass der Wolfgang Seguin, die Magdeburg-Legende und der frühere DDR-Nationalspieler, seinen Sohn immer wieder auffordert, einfach mal mehr aus der Ferne zu schießen. Und dann wartet der Paul am Sonntag bis zur 80. Minute, damit er endlich den Deckel drauf macht.
Hallo und herzlich willkommen zu Immer härter am Tag nach dem 2 zu 1 gegen die Spielvereinigung. Kreuter führt der siebte Sieg im siebten Spiel. Es ist und bleibt der komplette Wahnsinn. Die Serie lebt. Hertha surft die Welle auch nach der langen Länderspielpause einfach weiter. Und ich begrüße heute wie immer den Kollegen Gorgers, der vor dem Fürth-Spiel mit Paul Seguin über seine Surfqualitäten, über des Vaters Ratschläge und auch vieles, vieles mehr gesprochen hat. Hallo Paul.
Hallo, grüß dich auch. Es war ein tolles Interview, muss ich sagen. Schöner Termin und umso schöner, wenn dann Paul Seguin so im Mittelpunkt steht, natürlich am Sonntag seinen entscheidenden Anteil daran hat, mit dem 2 zu 0 gegen Fürth zu gewinnen. Also ein rundes Wochenende aus der Sicht. Können wir jetzt gleich mal die steile These aufstellen. War das der Morgenpost-Effekt, der sogenannte?
Wer mit der Morgenpost ein Interview gibt, wird zum Matchwinner am Wochenende darauf, oder? Ja, diese Saison klappt es ganz gut. Ich weiß nicht, weil zumindest ja auch. Ion Thorsten schon bei uns im Interview war und der hat ja auch nicht nachgelassen in seinen Leistungen in den letzten Wochen. Also wir sind da ein gutes Omen, aber vielleicht liegt es so einfach daran, dass es insgesamt gut läuft bei Hertha, vor allem ergebnistechnisch.
Das gibt es auch immer mit den Spielern in der umgekehrten Form, dass jeder, der dann mit einer Zeitung spricht, sich kurz auch verletzt oder sowas. Deswegen gönnt uns bitte die Freude kurz mal. Aber ja, wir wollen natürlich über dieses 2 zu 1 gegen Kreuter Fürth sprechen, über die Festigung der Tabellenführung und über eine besondere Selbstkritik.
Paul, das hast du glaube ich auch heute Morgen gemerkt, du warst schon beim Auslaufen, dass trotz dieses Siegs irgendwie die Stimmung jetzt nicht so ganz euphorisch überschwappend war. Ja, man kann zumindest das so reininterpretieren, dass Stefan Leitl da nachdenklich wirkte. Es war Spielersatztraining, das heißt die Einwechselspieler und die, die nicht zum Zug kamen oder gar nicht im Kader standen, die haben so ein bisschen Passübungen gemacht, mit dem Ball gearbeitet. Da war aber auch ganz gut Intensität drin, also es war jetzt nicht das lockere Austraben oder so.
Die Startelfspieler, also die zehn Feldspieler, die gestern gespielt haben, die sind eine Runde gelaufen rund um den Lümpelpark, ungefähr so eine halbe Stunde, 45 Minuten vielleicht. Also das war wirklich klassisches Auslaufen. Gute Nachricht, es waren alle zehn Feldspieler, wie gesagt, dabei. Also es gibt keine Wehwehchen, keine angeschlagenen Spieler.
In der Mannschaft selbst, die er ansonsten trainiert hat, war Gustav Nilsson am Ende dann mal wieder mit Oberschenkelbandage vom Platz gegangen. Da dachte ich schon, oje, hat es den wieder erwischt. Es stellte sich dann aber heraus, das war zu vernehmen, dass es wohl nur ein Pferdekuss im Training war. Also da sollte es schon wieder Entwarnung geben.
Das wäre eine gute Nachricht, wenn das nicht langwieriger ist. Aber ja, deswegen, Stefan Leitl wirkte, wie gesagt, nachdenklich und das haben wir ja gestern nach dem Spiel schon gemerkt, dass er da einigermaßen kritisch unterwegs war. Ja, er hat im Grunde gesagt, es gab eigentlich nur zwei positive Dinge.
Damit wollen wir mal anfangen, dann kommen wir zur ganzen Kritik. Aber die zwei Themen, die Leitl wirklich gelobt hat, waren zum einen die Kulisse. 58.018 Zuschauer gegen einen Gegner, wie die Spielvereinigung Greuther führt, die ja kaum Gästefans mitbringt aufgrund der wirklich langen Distanz. Also es waren, weiß nicht, 500 oder so im Gästeblock da gestern.
Aber diese Kulisse, man merkt einfach, wie sehr der Hype-Train am Rollen ist. Es ist der Wahnsinn wirklich und auch die Art und Weise, wie sich die Leute verhalten haben. Aber ich muss ehrlich sagen, so eine Stimmung habe ich im Olympiastadion noch nicht erlebt jetzt in meinen Jahren hier. Vor dem Spiel, vor dem Anpfiff schon das 100-Punkte-Lied und vor allem, was ich so als prägnantesten Moment fand, war nach dem Kreis der Mannschaft, unmittelbar vor dem Spielbeginn, gingen sie nochmal vor die Ostkurve und es war ein Gekreische, ein Gejohle, die Leute haben geschrien, das war fast so eine Groupie-hafte Atmosphäre irgendwie und die Leute lagen der Mannschaft wirklich schon vor Spielbeginn zu Füßen, das war verrückt.
Ja, da hat sich eine ganz große Euphorie ausgebreitet, die Mannschaft macht einfach Spaß natürlich, weil sie gewinnt, aber ich glaube auch die Art des Fußballs macht den Leuten Spaß und. Dadurch, dass es die Mannschaft Woche für Woche gezeigt hat vor der Länderspielpause, ist es so ein bisschen zu den Fans übergeschwappt, dass die halt richtig mit Vorfreude inzwischen ins Stadion gehen und wann gab es das denn zuletzt, dass man ins Olympia-Stadion gefahren ist, als er hat der Fan und sich darauf gefreut hat, das Spiel zu sehen, alleine unabhängig davon dann, wie es ausgeht.
Dann kam natürlich noch dazu, es war Kinderspieltag, das heißt, viele Freikarten für Kinder waren dabei, die haben Fahnen verteilt im Stadion vorher, Freiwillige, beziehungsweise Leute rund um den Verein. Das hat natürlich auch nochmal dann stimmungsbildmäßig was hergegeben, dann das Fahnenmeer im Olympiastadion.
Und ja, also es lag jetzt nicht am prall gefüllten Auswärtsblock, dass das Stadion mal richtig gut besucht war. Das ist, glaube ich, wirklich die Ergebnisse, die Art und Weise, vielleicht auch so ein bisschen diese Erzählung dieser Saison, dass eine vielleicht totgeglaubte Mannschaft so wieder aufersteht und so abreißt.
Also da merkt man einfach, dass in der Stadt sehr viel Potenzial weiterhin ist für Hertha. Ja, und es ist ja besonders schön eben, dass möglicherweise ganz viele Kinder auch das erste Mal im Stadion bei Hertha waren und in dieser aktuellen Erfolgswelle. Kommen sie ja mit Sicherheit auch wieder. Ich erinnere mich an, in der Länderspielpause hatte ja Kroatien dieses Spiel gegen England, was sie 0 zu 7 verloren haben.
Und da gab es auch irgendwelche Zuschauerbeschränkungen, sodass die nur Kinder ins Stadion bringen durften. Und danach hat die Presse geschrieben, es war ein Verbrechen, Kinder in die Runde ins Spiel zu lassen und sie werden für immer traumatisiert sein. Eine verlorene Generation. Und jetzt haben wir mal den gegenteiligen Effekt bei Hertha erlebt.
Wie schön ist das denn? Das ist ja wirklich, wirklich treffend gewesen. Ich fand, man hat in der zweiten Halbzeit schon gemerkt, dass es schon auch noch so ein bisschen fragil ist, als es dann immer noch 0 zu 0 stand, als dann doch auch mal der ein oder andere Fehlpass noch nach wie vor da zukam, gab es so ein bisschen so ein Aufrauen.
Aber vor allem atmosphärisch gab es eben diesen Push, auch durch das vom VAR einkassierte Tor, der führt da dann, kommen wir später nochmal ausführlicher zu, der die Kulisse nochmal so richtig angetrieben hat, ja und am Ende feierst du dann eben halt den nächsten Sieg und das ist der zweite Punkt, den Stefan Leitl hervorgehoben hat.
Dass trotz dieser etwas schwächeren Leistung wirklich der nächste Sieg zustande kam, das ist hervorzuheben und wie man sagt, man immer so schön im Aufstiegskampf, wenn sie jetzt schon anfangen, selbst diese Spiele zu gewinnen, dann, ja, wollen wir den Satz jetzt mal nicht zu Ende führen, aber so langsam die Anzeichen verdichten sich doch immer weiter.
Dass Hertha dieses Jahr echt eine wichtige Rolle spielen könnte. Ja, also so langsam kommen wir auch irgendwie aus diesem Trott raus, dass wir sagen, es ist halt gerade der Flow und jetzt kippen gerade die Spiele mal so ein bisschen. Es ist jetzt einfach so verstetigt, dass man sagen muss, da steckt mehr dahinter.
Wir versuchen es ja auch Woche für Woche zu erklären, was Hertha alles richtig macht. In diesem Fall war ja so ein bisschen das Fazit dann des Gästetrainers wiederum, dass die individuelle Qualität auch einfach sehr hoch ist bei Hertha, weil er natürlich auch die Leistung seiner Mannschaft nicht schmälern wollte.
Ja, es ist wie gesagt dann auch das Zusammenspiel jetzt mit den Heimspielen. Da kommen jetzt wieder ein paar mehr, nachdem die erste Saisonphase mit wenig Heimspielen auskommen musste. Ich finde es immer eine besondere Atmosphäre, besondere Stimmung im Olympiastadion. Also wie du es gesagt hast, es gibt diesen Push dann nach diesem abbekannten Treffer. Das hat die Mannschaft ja auch nach vorn gebracht.
Gleichzeitig kann es auch schnell versanden, wenn es eben nicht läuft, hast du ja auch schon angesprochen. Das kann auch so ein bisschen einer Mannschaft die Energie rauben, glaube ich, wenn du dann irgendwie so 60.000 Zuschauer knapp hast und da kommt nicht viel dann zurück von den Rängen, weil du mit deinen Aktionen wiederum das Stadion gar nicht anzünden kannst. Also das bleibt irgendwie ein interessantes Wechselspiel, was es da gibt mit diesem Stadion.
Umgekehrt haben wir an dieser Stelle auch schon mal besprochen, hofft man sich bei Hertha gerade intern einfach sehr viel Wirkung von diesem Stadion, was das freisetzen kann. Und das ist ja das Spannende, dass wir in dieser Phase, wo es jetzt so gut läuft, richtig auf diesem Weg sind, dass wirklich vielleicht für die kommenden Wochen, auch wenn es dann noch kälter und düsterer wird vom Wetter her, Dass wir wirklich dahin kommen, dass, so eine Kulisse wird, die regelmäßig viele Zuschauer anzieht, wo dann wirklich viel Energie von den Rängen entsteht und man nicht gerne nach Berlin fahren möchte als Auswärtsteam.
Ja, auch daran hat man es ja gemerkt gestern, dass der Saisonstart echt jetzt Geschichte ist, weil es das erste Mal richtig arschkalt im Stadion war. Ich hatte das erste Mal eine Winterjacke an diese Saison und die tat gut. Du hast ein bisschen gefroren, glaube ich. Ich habe es mit mehr Schichten probiert, aber es war noch nicht genug.
Ja, ja, die harten Zeiten im Olympiauschein brechen an, was das Temperaturempfinden angeht, aber wenn der Fußball so sehr das Herz erwärmt, das ist ja wirklich Wahnsinn. Also Mats Pedersen schießt das 1 zu 0 nach diesem aberkannten Fürther-Treffer. Ein Mann, der gestern einen harten Nachmittag hatte, kann man glaube ich so sagen, hatte mit Felix Klaus defensiv echt seine Probleme, aber dann kommt eben diese eine Situation zustande, wo Gustav Nielsen so einen hohen Ball richtig stark aus der Luft pflückt, kurz nach seiner Einwechslung.
Über Assessor landet der Ball bei Brekalow, Pedersen hinterläuft und ein sensationeller Abschluss. Also wer es noch nicht gesehen hat, sollte sich das unbedingt nochmal in der Wiederholung angucken, in den Highlights. Mit dem Außenriss hatte ich so gar nicht wahrgenommen im Stadion im ersten Moment. Tolle Flugkurve, irgendwie passt ganz genau ins lange Eck und dann dieser extatische Jubel vor der Ostkurve.
Besseres gibt es natürlich nicht für einen neuen Spieler bei Hertha, sein Premierentor dann in so einer Situation. Zu schießen und ja, dann war doch irgendwie wieder klar, in welche Richtung das kippen würde. Ja, also eine wahnsinnige Sequenz irgendwie von diesem aberkannten Tor bis dann zum Tor für Hertha, da ist eigentlich das ganze Spiel gekippt in dem Zusammenschnitt sozusagen, also.
Das Tor, das Gegentor für Hertha, das vermeintliche, das war verdient, fand ich zu dem Zeitpunkt, also es hätte sich niemand beschweren dürfen, dass sie dann wirklich mal zurückliegen, weil es defensiv einfach kein guter Auftritt war bis dahin, gerade in der ersten Halbzeit, aber auch dann im Verlauf der zweiten Halbzeit, insofern wäre das schon in Ordnung gegangen.
Dann ist es aber genau so, dann kommt dieses letzte Warnschuss vielleicht, dass man das Tor dann nicht bekommen hat, aber dann selbst eben eins schießt. Da erwähnt auf jeden Fall sei einmal, dass das natürlich dieser Weg auch ist und diese Spielweise, die Mats Pedersen liegt und die er auch liebt, wie er uns dann regelmäßig schon verraten hat in der Mixed Zone.
Er will diese offensive Ausrichtung, ihm macht es Spaß, da vorne mit unterwegs zu sein. Das ist ja auch so ein bisschen dieses neue Spiel der Außenverteidiger bei Hertha, dass die auch in Abschlusspositionen kommen sollen durchaus. Wie er es dann macht, technisch herausragend, also absolutes Wahnsinns-Tor, wie ihn da reinlegt, wirklich sehr sehenswert.
Ich möchte aber nochmal auf Josep Breckerloh zu sprechen kommen an der Stelle. Der hat nämlich nicht nur das Tor vorbereitet, sondern auch den zweiten Assist des Spiels geliefert. Hat jetzt fünf Vorlagen, vier Tore, ist jetzt wirklich alleiniger Topscorer der ganzen Liga. Und wenn man dieses Tor von Pedersen sieht, wenn man die Leistung von Josep Breckerloh auch in so einem Spiel dann mit zwei Scorern, mit der er da rausgeht, nochmal daneben hält, dann muss man vielleicht doch mit dem Kollegen Vogel aus Fürth mitgehen und sagen, da ist sehr viel individuelle Qualität bei Hertha zu finden.
Ja, hat man besonders in der ersten Hälfte auch gemerkt bei Brekalo, fand ich immer, wenn er so nach innen zog auf diese Halbspur, wurde es immer gefährlich irgendwie und es ist halt ganz anders als letztes Jahr mit Fabian Rehse auf der linken Seite, aber doch irgendwie immer gefährlich, wenn er... Am Ball ist und du hast es gesagt, er hat auch das zweite Tor vorbereitet, pass auf Paul Seguin, der dann zugegebenermaßen auch wirklich viel Platz vor sich hatte, Meter machen kann im Mittelfeld und dann so ein bisschen so ein verdeckter Flachschuss.
Der Ball wird immer schneller, hat er nachher auch gesagt, der nasse Boden hat ihm da geholfen, aber es war eben das, wie es immer so ist. Der Vater hat dann doch recht mit seinen Ratschlägen, wie wir erfahren haben. Wir haben ja schon in Saarbrücken im Pokalspiel dieses wirklich tolle Fernschuss-Tor von Paul Seguin gesehen. Da hat er mir eigentlich auch schon gesagt, dass er sich eigentlich mal öfter so in diese Situation selbst bringen müsste.
Aber es ist eben, weil er eigentlich der defensivere Part der Doppel-Sechs ist, häufig schwierig. Aber jetzt hat es doch mal wieder geklappt. Also das lohnt sich doch immer wieder und ist eine Geheimwaffe von Hertha in dieser Saison. Das sagt er auf jeden Fall auch über sich, dass er einen guten Abschluss hat und das auch weiß.
Es ist inzwischen natürlich auch eine Frage des Tempos. Also wie oft kann er sich in diese Abschlusssituation bringen? Er hat es auch im Interview in dem längeren Termin, den ich mit ihm hatte, auch nochmal beschrieben, dass er sich gar nicht mehr so sehr an Assists und Toren messen lassen will. Dass ihm das als junger Spieler irgendwie mehr Stress gemacht hat, dass er da aufs Scoreboard irgendwie wollte.
Inzwischen ist es ihm eher wichtiger, dann vielleicht als Sechser diese defensive Stabilität auch zu gewährleisten, das Spiel irgendwie anders steuern zu können, und nicht mehr so sehr den Weg nach vorne zu suchen, weil es ja immer auch ein gewisses Risiko dann einfach bereithält. Und in der Situation war es aber, glaube ich, für alle bei Hertha gut, dass er sich den Weg genommen hat, dass er sich in Herz gefasst hat und abgezogen hat.
Da war dann auch der Deckel drauf. Also klar, dann kommt Fürth nochmal zum Anschlusstreffer in der 90. Aber das hatten wir auch schon ein paar Mal diese Saison, dass dann irgendwie man nicht mehr das Gefühl hat, das wird derart hektisch bei Hertha oder die Verunsicherung ist auf einmal so da oder dass da irgendwie die Beine wackelig werden, sondern die Spielen ist dann irgendwie immer noch ganz gut zu Ende, auch wenn sie jetzt nie einen riesen Vorsprung haben in der Schlussphase.
Also es war ja dieses Bild nach dem Torjubel von Seguin, wo er so regelrecht niedergestreckt wurde von Cesar irgendwie in der Euphorie und wo dann alle zu ihm hinliefen und ihn so anschrien, wie auf dem Boden lag. Was für ein Bild, symbolträchtig für dieses Spiel. Es war echt ein richtig harter Kampf mit diesen äußeren Bedingungen, mit diesem Regen darunter.
Das war zweite Liga pur und ja, solche Spiele musst du gewinnen, um dann wirklich mal so eine Serie aufrecht zu erhalten, um da durchzugehen. Und das Gute ist ja, dass es eben diese Ansatzpunkte noch gibt an Kritik, also man hat jetzt nicht das Gefühl, Hertha ist am oberen Limit, und das ist eben das Bemerkenswerte, dass sie trotzdem noch nicht verloren haben, und lass uns da mal gerne drauf kommen, was Stefan Leitl bemängelt hat, aber auch Mats Pedersen, der sich auch sehr selbstkritisch geäußert hat in der Mixzone hinterher und das war ja vor allem so diese fehlende Intensität in der Zweikampfführung.
Man hat schon gemerkt, fand ich, dass diese Länderspielpause mit diesen langen drei Wochen so ein bisschen in den Knochen steckte irgendwie. Also das ist, glaube ich, die Erkenntnis, die auch Stefan Leitl gewonnen hat, dass die Länderspielpause ihn nicht gut getan hat. Man kann es natürlich nicht beeinflussen und sie gilt ja auch für alle Teams.
Aber er glaubte, sein Team sei einfach schon weiter, beziehungsweise hat ja auch schon gesehen, dass die Mannschaft besser aufgetreten ist vor dieser langen Pause. Jetzt gab es natürlich ein paar Nationalspieler, die dann auch mit drei, vier Spielen unterwegs waren, also auch relativ intensiv eingesetzt wurden.
Aber dazwischen eben nicht viel Training haben konnten, logischerweise, die lange weg waren von Hertha. Und das ist schon das, was er auch bemängelt hat, dass dann die Intensität, der Ansatz, mit dem man ins Spiel gegangen ist, dass das überhaupt nicht vorhanden war. Also es war ja auch so in der ersten Hälfte, da haben wir auch dann zur Halbzeit irgendwie das Fazit gezogen, dass da der Zugriff fehlt, dass da die Spieler nicht nah genug dran sind für dieses intensive Pressing, was sie eigentlich spielen wollen.
Dann sind sie teilweise einfach irgendwie im Block stehen geblieben, nicht nachgerückt. Also es war irgendwie ein ganz komischer Auftritt, gerade gegen den Ball. Sie haben sich ja trotzdem Chancen herausgespielt. Das hat ja auch Stefan Leitl auf der PK dann hinterher gesagt, dass es die Chancen schon gab.
Hat Hertha nicht genutzt, es waren trotzdem gute Chancen. Ich glaube auch, zur Pause war der Expected Goals schon zugunsten von Hertha ausgefallen. Das war, glaube ich, gar nicht so sehr der Ansatzpunkt der Kritik, sondern wirklich dieses Verhalten gegen den Ball. Und das ist ja die Basis des Spiels, muss man sagen, in dieser Saison bei Hertha. Und das ist ja das, was sie auch ausgezeichnet hat. Und weil das eben jetzt nicht vorhanden war, ist er da auch so deutlich geworden, wirklich.
Nicht nur nach dem Spiel gestern. Das war ja schon auf der PK und auch bei den Kollegen von Sky zu hören, dass er da sehr unzufrieden war, das hat er auch deutlich geäußert, sondern auch heute Vormittag nochmal, da war es ja immer erst Mannschaftsbesprechungen vor dem Auslaufen, vor allem mit Videoanalyse.
Und man konnte von dem, dass es da vor allem um das Defensivverhalten ging, also da wurde gar nicht so sehr geschaut, wie jetzt die Tore entstanden sind oder wie man sich Chancen kreiert hat, sondern da wurde wirklich aufgezeigt, was defensiv schiefgelaufen ist und was vielleicht beinahe diese Siegesserie auch gekostet hätte, muss man sagen.
Fürth war aber auch echt ein guter Gegner, muss man herausheben, finde ich. Das hat nicht mehr so viel zu tun irgendwie mit dieser Verunsichertmannschaft aus der letzten Saison, die da mit Hengen und Würgens in die Relegation und dann zum Klassenerhalt geschafft hat. Die waren echt ballsicher, haben Hertha auch durchaus hoch angelaufen immer wieder und ich habe das Gefühl, das war so ein bisschen der Weg, wie man Hertha schlagen könnte in dieser Saison.
Das ist ja so ein bisschen die ganze zweite Liga ist auf der Suche nach diesem einen Mittel. Es hat noch keiner gefunden, aber Fürth war echt nah dran und es hat nicht viel gefehlt. Man muss in diesem Zusammenhang auch mal Marius Gersbeck nochmal erwähnen, finde ich, der vor allem im ersten Durchgang bei dieser Szene gegen den Silla, als er ganz lange oben bleibt, wirklich ein starkes Spiel gemacht hat und sich auch mal wieder eine weiße Weste eigentlich verdient hätte.
Aber in einer Spielzeit fällt dann doch nochmal wieder ein Eckengegentor auch das ist ja ein Thema, was es schon öfter zu besprechen gab in dieser Saison, und auch zu Hause ich habe jetzt schon seit Januar keine weiße Weste mehr also das ist ein Thema was. Es zu besprechen gäbe, wobei Hertha natürlich auch schon immer gesagt hat, wir wollen halt lieber Spektakel spielen und lieber 4-3 gewinnen als 1-0.
Ich glaube auch, dass Marius Gersbeck wusste, als er in die Saison ging, dass er nicht den Weiße-Westen-Rekord von Tiag Ernst aus dem Vorjahr irgendwie einstellen können wird, weil die Spielweise einfach eine ganz andere ist und weil das eingepreist ist, dass du Gegentore kassierst. Stimmt aber so, er hat sie im ersten Durchgang vorm Rückstand bewahrt in mehreren Szenen, also auch da wieder verlässlicher Rückhalt.
Der Stand gegen Tore ist ein absolut Thema. Und gerade deswegen ärgert es ja zum Beispiel Stefan Leitl, dass man dann zwölf Ecken zulässt. Also das war ja wirklich Wahnsinn zwischenzeitlich, weil dann so drei, vier Ecken in einer Szene nacheinander folgten und dann fällt ihm irgendwann auch mal das Tor, auch wenn man dann vielleicht elf verteidigt bekommt.
Das müssen sie einfach abstellen, das ist klar. Und deswegen ist es schon so, dass man vielleicht froh sein kann, dass man gewonnen hat. Vielleicht hätte es ihn aber auch gut getan als Mannschaft, wenn jetzt dieser Lauf einmal zumindest mit dem Remis gestoppt worden wäre, einfach um so die Sinne nochmal nachträglich zu schärfen.
Jetzt ist es natürlich ideal für einen Trainer, der die Siegeserie ausbaut, aber gleichzeitig eben Kritik berechtigterweise üben kann und sich da auch in die Arbeit wieder stürzen kann und ans Detail gehen kann. Deswegen, ich würde nicht sagen, dass es ein Rückschritt war insgesamt, aber sicher ein sehr deutlicher Warnschuss.
Es wird passieren eines Tages, dass dieser Lauf gestoppt werden wird. Ich hätte da auch schon ein Spiel im Hinterkopf, aber dazu kommen wir dann in zwei Wochen mal. Bleiben wir zunächst nochmal beim gestrigen Spiel, weil ich finde, die Chancenverwertung muss man schon auch nochmal ansprechen. Ist ein Thema, gerade vor dem Hintergrund, weil ja Lukas Schuler das erste Mal in dieser Saison in Pflichtspielen von Beginn an ran durfte.
Hat, finde ich, jetzt kein unterirdisch schlechtes Spiel gemacht, war ganz gut eingebunden und so, aber hatte halt auch wieder eine Chance, als Jürgen Eitschberger aber rechts durchbricht und einen strammen Flachpass in die Mitte schießt und wo er dann eben den Ball knapp vorbei drückt am Tor. Und nicht hinein, das hätte es schon sein können. Und man hat schon auch echt gemerkt, dass mit Gustav Nilsons Einwechslung ein deutliches Qualitätsupgrade, da im Offensivspiel stattgefunden hat.
Und das bleibt nach wie vor ein Thema. Wir hatten das in den ersten Saisonspielen so oft, dass Hertha mit der ersten Chance im Grunde gleich das Tor gemacht hat und dann natürlich so ein Selbstvertrauen hat und das Ding von oben runterspielen konnte. Und das ist zuletzt immer seltener passiert und das würde mal wieder auch guttun, glaube ich. So ein ganz frühes Tor, um eben schnelles Selbstvertrauen, schnelle Selbstsicherheit zu gewinnen.
Hilft diese Spielausrichtung sicherlich, weil sie dann eben auch mehr Räume ergeben, das haben wir auch schon mal besprochen. Bemerkenswert finde ich trotzdem, dass sie vergleichsweise ruhig bleiben, also es bricht ja keine Panik aus oder keine Hektik, wenn es länger ohne Tor läuft. Ja, Luca Schuler sicher unglücklich in der Szene, man muss natürlich andererseits auch sagen, es war vielleicht so der einzige Ball, den er so richtig serviert bekommen hat.
Da hat es in der ersten Halbzeit eben, wie angesprochen, einfach daran gehakt, dass es kaum Balleroberungen in aussichtsreichen Positionen gab. Also es war sehr mühsam für Hertha, sich Torchancen zu bearbeiten. Einfach, weil man schlecht stand, weil man überhaupt nicht in diese Umschaltsituation, von denen sie ihr Leben gekommen sind.
Insofern bitter für Luca Schuller, dass er sich da nicht hat auszeichnen können. Und ich gehe damit, dass man sieht, dass Gustav Nilsson da noch sehr viel Potenzial mitbringt, dass der nochmal eine andere Güteklasse vielleicht auch als Stürme ist, einfach durch seine Erfahrungen, die er mitbringt aus anderen Ligen.
Insofern glaube ich auch, dass diese Progressivität, über die wir schon gesprochen haben, dass die einfach weitergeht bei Nilsson, dass der mehr und mehr Einsatzzeit sammeln wird. Was wirklich bemerkenswert war, war die Rhetorik, die hinterher an den Tag gelegt wurde, haben wir schon angedeutet, aber wenn man sich allein mal so die Zitate anguckt, dann klingt es, als wäre Hertha im Abstiegskampf und würde sich voll in der Krise befinden.
Also Mats Pedersen, wir müssen alle in den Spiegel schauen, wo die letzten Prozente gefehlt haben. Stefan Leitl, das ist nicht die Mannschaft, die ich kenne. Es gibt sehr, sehr viel zu tun. Das werden wir von den Jungs einfordern und so. Und was ich eben aber daran besonders gut fand, war, dass diese Kritik halt offensichtlich berechtigt und richtig war.
Also man kennt das ja von so erfolgreichen Mannschaften, die dann immer so auf Pseudomäßig, ach wir sind immer noch nicht zufrieden und. Es gibt immer noch was zu verbessern und irgendwann glauben die es dann wahrscheinlich selbst nicht mehr, wenn die so sprechen, aber gestern hat man es halt echt bemerkt, dass das bei Hertha ein Thema war und dass sie nicht zufrieden waren, das konnte man denen echt abnehmen und von daher, ist jetzt noch viel Luft nach oben da und der Himmel ist die Grenze dann, ne?
Ja, da wird, finde ich, einfach wieder deutlich, dass Stefan Leitl wenig Ausschläge nach oben und unten hat, sondern einfach sehr sachlich unterwegs ist und das eben auch sachlich Kritik üben kann. Also der haut ja nicht blind auf die Mannschaft drauf, sondern ist immer sehr konstruktiv und, insofern gibt es ja auch wirklich, wie du gesagt hast, Ansätze und Verbesserungsbedarf an bestimmten Stellen und es ist ja auch so eine Weisheit vielleicht im Fußball, dass man sowas frühzeitig dann eben auch erkennen und behandeln muss, in Anführungszeichen.
Das hat man ja oft genug, dass sich dann sowas irgendwie einschleicht und dann geht es irgendwie nochmal eine Woche gut und dann holt man nochmal einen Punkt und dann gewinnt man nochmal. Obwohl eigentlich irgendwie sich schon so Muster irgendwie eingeschlichen haben, die man eigentlich schon viel früher hätte erkennen müssen und abstellen müssen.
Und dem wollen sie natürlich entgegenwirken, weil sie wollen ja diese Serie weiterbauen. Und man merkt ja auch, es funktioniert einfach derart viel. Nur jetzt, wie gesagt, war es kein Rückschritt, aber man hat einfach gemerkt, es geht dann doch schnell, Wenn dann so ein paar Prozent fehlen, wenn dann die Mannschaft insgesamt nicht richtig gut zusammenwirkt, dann ist einfach eine strikte Reaktion, glaube ich, von Nöten.
Das ist jetzt spannend, was jetzt passiert die nächsten Tage. Es könnte echt eine Trainerwoche oder eine Trainerphase jetzt werden, wo man bemerkt, was für einen Einfluss ein Trainer auf eine Mannschaft ausüben kann, weil Leitl ja auch so ein bisschen, ich will nicht sagen kritisiert, aber das bemängelt hatte, dass bei der Nationalmannschaft halt nicht in der entsprechenden Intensität trainiert wird für die Spieler, weil halt die Spiele in so einer engen Taktung erfolgen und wir haben jetzt morgen noch eine weitere öffentliche Einheit und dann, gibt es eben noch den Mittwoch, den Donnerstag und dann steht am Freitag schon das Auswärtsspiel in Kiel an.
Also es ist eine ganz kurze Woche, in der es Leitl schaffen muss, jetzt eben die Sinne so zu schärfen und wieder diese Intensität in seinem Sinne reinzubringen, dass es da ein anderer Auftritt wird in Kiel, Was natürlich ein interessantes Spiel wird, weil Holstein-Kehl auf dem letzten Tabellenplatz steht seit diesem Wochenende.
Auch dort wird über den Trainer diskutiert, allerdings halt in komplett anderer Richtung. Tim Walter hat jetzt dieses Spiel nochmal gekriegt gegen Hertha. War schon irgendwie so eine Art Krisensitzung, so eine Krisensituation. Und, ja, wie hast du es gestern gesagt, das ist fast jetzt schon so ein bisschen so wie in der Bundesliga vor Spinn gegen Bayern oder Dortmund, dass man da den Trainer nicht rausschmeißt, weil man fast weiß, dass man gegen Hertha eh nichts besser machen kann. Also das wird eine interessante Situation am Freitag.
Ja, ich finde es auch ganz schwer vorher zu sagen, wie dieses Spiel laufen soll. Also Kiel ist das einzige Team ohne Sieg in der Liga, also die stehen auch irgendwie sehr zurecht da unten, halten jetzt am Trainer fest, aber trotzdem ist es einfach ungemütlich. Ich meine, wir haben jetzt Mitte Oktober, es ist Freitagabend in Kiel, da wird es ordentlich reinpfeifen in dieses Stadion.
Wahrscheinlich regnet es auch noch. Insofern, das wird richtig, richtig eklig. Und das ist dann der ganz typisch angeschlagene Boxer, die ja bekanntlich am gefährlichsten sind. Also die stehen mit dem Rücken zur Wand, um noch eine Phrase zu bemühen. Aber ich glaube, es ist Hertha schon bewusst, dass das ein komplizierter Gegner werden könnte. Und auch gegen die müssen sie sich natürlich beweisen.
Aber ich finde es schwer ergreifbar, was für eine Art von Spiel das werden können. Vielleicht ist es dann genau der Schlüssel, wie du vorhin schon einmal das angedeutet hast, wenn man früh in Führung geht gegen so eine verunsicherte Mannschaft, dann kann es vielleicht sehr gut in die eigene Richtung laufen.
Und es gibt natürlich mindestens einen Spieler in Herthas Kader, der für diese nasskalten Regenspiele gemacht ist, also Julian Eitschberger gestern, was der schon wieder abgerissen hat und. Wer unsere einzige Kritik gelesen hat, weiß Bescheid, aber wie er da mit einer Grätsche einmal zur Ecke klärt und dann bejubelt wurde, als hätte er ein Tor geschossen und auch selbst so gejubelt hat, hinterher sich noch eine spektakuläre und hochverdiente gelbe Karte angefangen hat.
Also diese Leute brauchst du jetzt und das könnte jetzt echt sein, dass die in diesem Herbst jetzt, wo so ein bisschen diese Euphorie, die Leichtigkeit des Saisonstarts dann weg ist und wo du dich jetzt einfach im Alltag behaupten musst. Immer mehr in den Blickpunkt rücken und da ist Hertha natürlich auch gut aufgestellt, dass sie eben auch diese Komponente an Spielern im Kader haben und ja, wir sind jetzt also nach dieser ersten Länderspielpause und ich finde, man kann schon sagen, dass sich die Liga etwas sortiert hat.
Wenn man auf die Tabelle guckt, es sind vier Punkte auf den zweiten, sieben Punkte auf den dritten, acht Punkte auf den vierten, neun auf Wolfsburg. Jetzt stehen mit Deutschland-Kiel der letzte und dann Amina Bielefeld vor der Tür. So nochmal zwei Gegner, die du eingeschlagen musst. Und da geht echt was so langsam. Also kann man doch jetzt mal sagen, dass sich die Tabelle so sortiert, ja.
Endlich gucken wir auf die Tabelle. Es ist einfach nicht mehr wegzudiskutieren, dass Hertha auch zu Recht da oben unterwegs ist und dass sie auch natürlich da oben bleiben wollen. Also können wir noch so oft sagen, Woche für Woche und Spiel für Spiel. Das gilt ja auch, gerade wenn wir jetzt über diese Mentalität, über die du ja auch gesprochen hast, reden, dass man wirklich jede Woche dann auch neu bereit sein muss, auch in so ekligen Lagen in dieser Jahreszeit mit dem Niederschlag, den es vielleicht auch gibt.
Und das wird sich natürlich einerseits zeigen, andererseits haben wir auch schon darüber gesprochen, es, gibt dir unheimlich viel, wenn du irgendwie merkst, Woche für Woche unsere Spielweise funktioniert und wir fahren da mit Sieger ein, dann ist das ja nicht nur der Tabellenstand, sondern es ist ja auch so ein Verständnis, was du über dich selbst entwickelst, was Selbstbewusstsein auch angeht.
Insofern, ja, muss man jetzt glaube ich schon darüber reden, dass Hertha sich da festgesetzt hat, da oben bleiben will. Und das jetzt nicht so schnell geht, hast du ja die Abstände mit den Punkten auch angesprochen. Man ist jetzt nicht innerhalb von zwei Wochen plötzlich Zehnter, sondern man wird da oben in der Spitzengruppe weiter unterwegs sein, auch Richtung Winter. Und dann muss man sich ja auch für sich festlegen, wo man hin will.
Es ist ja auch gar nicht mehr dann schon wieder soweit bis zur nächsten Länderspielpause. Also es sind jetzt Kiel und Bielefeld und danach auswärts in Lautern zu Hause gegen Wolfsburg, dann ist schon wieder Pause. Und das ist jetzt nochmal so ein Block von vier Spielen und dann hat sich die Tabelle echt verfestigt in dieser Länderspielpause und da geht was, keine Frage, weil gerade du siehst es ja auch jetzt am Wochenende in der Liga, nehmen sich alle so ein bisschen gegenseitig die Punkte weg, die beiden Top-Spiele, die wir letzte Woche auch schon besprochen hatten, sind unentschieden beide ausgegangen, jetzt spielt Wolfsburg am Wochenende wieder gegen Heidenheim also du siehst momentan auch irgendwie keinen, der Hertha irgendwie ernsthaft nahe kommt aktuell
von der Qualität her oder auch was sie auf den Platz bringen von der Selbstverständlichkeit her. Nürnberg ist schon ohne Frage richtig stark. Das hat echt Spaß gemacht, sich das anzugucken. Aber ja, es macht großen Spaß, finde ich, diese zweite Liga momentan und natürlich aus härter Perspektive, wenn man die so von oben betrachtet und da so weiter vorweg marschiert, ohne aber, dass ja irgendjemand das Gefühl vermitteln würde, da abzuheben.
Also das kriegen sie schon auch noch gut hin, das glaubwürdig zu vertreten, dass sie da jetzt nicht auf die Tabelle und auf ihren Vorsprung schauen. Das gelingt echt gut. hören. Ich finde, da steckt irgendwie auch beides in dem Fürth-Spiel drin, weil du einmal gemerkt hast, sie sind individuell besser als Fürth und sie können die besser bespielen und man merkt eben, dass es finde ich jedenfalls Hertha's verschulden war, dass Fürth auch so glänzen konnte teilweise in der ersten Halbzeit.
Also ich glaube, du kannst den ganz anderen das Wasser abgraben. Umgekehrt ist es aber auch so, du merkst einfach, wenn du nicht bei den 100% bist, dann kann sogar eine Mannschaft wie Fürth dir richtig gefährlich werden, obwohl die jetzt nicht als Spitzenteam in die Liga oder in die Saison gestartet sind.
Insofern steckt da so ein bisschen beides drin. Die zweite Liga macht genau deswegen Spaß, weil irgendwie die Leistungsdichte doch sehr eng zusammen ist und man dann trotzdem, so wie Hertha, mit individueller Qualität, mit einem Plan, der funktioniert, der aufgeht, der überzeugt, dann doch wirklich sich vielleicht ein Stück weit absetzen kann.
Einfach jedenfalls gute Ergebnisse einfährt Woche für Woche und ja, wie gesagt, jetzt doch das Spitzenteam ist, was wir hier noch gar nicht ansprechen wollten eigentlich. Ja, aber man kann sich ja wirklich nicht mehr wehren dagegen inzwischen. Wie seht ihr das Ganze? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Eure Gefühlslage zur aktuellen Situation bei Hertha BSC zu diesem Sieg am Wochenende. Wir sind für heute an unserem Ende angekommen. Vielen Dank fürs Zuhören und dabei sein. Dann lasst mir immer gerne einen Daumen nach oben auf dem Video auf YouTube da und setzt dort auch eure Hype-Punkte für dieses Video ein.
Das hilft uns immer enorm. Und dann sehen oder hören wir uns spätestens nächsten Montag bei immer härter wieder auf morgenpost.de. Bleibt natürlich die ganze Woche über immer am Ball. Kommt gut durch diese Woche und bis dahin. Tschüss.