
Irgendwas mit Recht | Vorbilder, Karrieren & Jobs im Jura-Podcast· Folge 392
IMR392: Normen nur als PDF? Der juris-Rant, Legal Engineering als Skill & 75 Jahre BVerfG
Montag, 26. Oktober 2026 · 37 min
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Shownotes
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Marc Ohrendorf und Sven Störmann diskutieren den Ärger über nicht-maschinenlesbare Normen bei juris und die veränderten Norm-IDs. Zudem erklären sie Legal Engineering als unverzichtbaren Skill aller Jurist:innen, blicken auf KI in der Steuerverwaltung, 75 Jahre BVerfG sowie neue Intransparenz bei Kirkland & Ellis.
Kapitel:
• - Teaser & Intro
• - Wenn juris die Norm-IDs ändert
• - Legal Engineering ist ein Skill, keine Rolle
• - IMR387 – Steuerverwaltung, Finanzamt und KI
• - „Der Verfassung verpflichtet“ – 75 Jahre BVerfG
• - Kirkland meldet keine Umsätze mehr
• - Bucerius CLP on Tour 2026 – Legal Connectors
• - Outro
Links & Quellen:
• Folge 2 – Kirkland knackt 10 Mrd. USD Umsatz (youtu.be/neX-hKioGD8)
• Folge 5 – Kirklands 500 Mio. USD für KI (youtu.be/picfODGFCsk)
• NeuRIS: Legal information service published in the test phase (DigitalService) (digitalservice.bund.de/en/blog/neuris-legal-in…)
• IMR387: Berufseinstieg in der Steuerverwaltung, Führungsverantwortung, Digitalisierung im Finanzamt… (irgendwasmitrecht.de/episoden/imr-387-berufsei…)
• Kirkland Goes Dark on Reporting Revenue and Profits to Media (1) (news.bloomberglaw.com) (news.bloomberglaw.com/business-and-practice/ki…)
• Bucerius CLP on Tour (Bucerius Law School) (law-school.de/executive-education/netzwerkvera…)
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• Übersicht aller Folgen (irgendwasmitrecht.de/episoden/alle)
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null Wenn du auf einmal Statistik mit Urteilen machen kannst, dann findet man raus, dass es in der Richterschaft schwarze Schafe gibt. Wollen wir mal über Kommunalrecht reden? Ja, da ist gar hoffnungsvoll. Das finde ich nicht online. Ja, oder als PDF-Datei. Menschen müssen Störgefühl haben, wenn sie Sachen machen, die Menschen nicht mehr machen sollten, weil Computer das produktiver können.
null [musik] Herzlich willkommen zu Episode 12 von From Campus to Career, dem Podcast von Nebozers Law School und irgendwas mit Recht. Eigentlich müsste man sagen Vodcast für Video-Podcast, aber man kann das ja auch in Audio hören. Also egal, mein Name ist Marc Oliver Endorf und ich sitze hier immer im Studio. Mit Verlaub, Marc Oliver Endorf, ich bin nicht sicher, ob Vodcast die richtige Assoziation weckt. Es ist zwar schon spät am Abend, wir sind aber nüchtern und voll bei der Sache.
null Aber es gibt, ich glaube, wir können das irgendwo einblenden. Vodcast war mal ein Ding, aber vielleicht ist auch Essen, okay. Also An mir vorbeigegangen auf jeden Fall. wenn ich da mit [gelächter] Wenn ich da mit total daneben liege, dann blenden wir das hier irgendwo ein. Danke an den Cut. [gelächter] Ansonsten haben wir heute auch viel auf, gar nicht so viel auf der Agenda. Wir haben eine normal volle Folge heute vor.
null gerade sagen, letztes Mal sind wir ja ein bisschen eskaliert. Ähm und haben Sachen angekündigt, die wir dann gar nicht gemacht haben, weil die Zeit dann doch vorbei war, obwohl sie so lang war. Und heute versuchen wir wieder in unser normales Maß von einer halben Stunde zu kommen. Ich habe mit Jan, der diese Folgen hier schneidet, danke Jan, ausgemacht, wenn wir wieder was ankündigen, was wir nicht einhalten, dann darf er irgendein Meme an dieser Stelle hier einblenden.
null [gelächter] Oder so Voice of God mäßig uns sagen, was wir denn hier schon wieder für einen Quatsch machen. Also wir wir geben uns Mühe und starten direkt los. Also wir starten nicht los, ich sage erst mal, was wir vorhaben. Und zwar, gerade bin ich gut gelaunt, gleich muss ich ein bisschen schlecht gelaunt werden, weil ich mich richtig geärgert habe über Juris.
null Mhm. Danach erzählst du uns, ähm, warum Legal Engineering ein Skill ist und eigentlich keine Rolle. Ja. Während ja alle eher den Legal Engineer als Rolle kennen. Wir sind gespannt. Äh, und wie man eigentlich in der Steuerverwaltung anfängt. Denkt man auf den ersten Blick so nicht dran, aber ich glaube, da gibt's eigentlich schon auch viel Schnittmenge, gerade so in der in der Finanz- und Steuerverwaltung. Das ist ja, würd ich sagen, schon so der Tech-Savvy-Teil der öffentlichen Verwaltung.
null Ähm. Und ich erzähl kurz von einem, wie ich finde, wunderbaren Projekt, was auch ein bisschen gedauert hat, jetzt schon ein Jahr läuft ungefähr, nämlich der Videoreihe der Verfassung verpflichtet, ähm, die ich, äh, anleiern durfte. Ähm, und dann, ähm, schauen wir uns mal kurz an, was eigentlich bei Kirkland los ist. Neulich hatten wir sie noch hier mit Rekordumsatz. Heute finden sie Zahlen doof. Ähm, mal schauen, was wir da rausfinden können. Und du erzählst von der Bucerius Law School. Wenn ich das jetzt so alles sage, ähm, ist es doch gar nicht so wenig.
null Let's go. Umso schneller fangen wir an. Umso schneller fangen wir an. Was ist bei Juros kaputt, mein Freund? Ja. Ähm. Total kurios, ähm, wir betreiben diese wunderbare kleine Lernplattform. Die hat, äh, genau, ähm, die hat neben vielen anderen Vorteilen, äh, den Charme, dass sie Normen direkt am Text anzeigen kann. Dafür muss man die Normen irgendwoher kriegen. Und das geht, ähm, über irgendeines der vielen von Juros betriebenen Portale, entweder beim Bund oder bei den Ländern. Oder jedenfalls von Juros entwickelten oder bereitgestellten Portale.
null Aber ihr hostet die Norm dann selbst bei euch? Genau, wir, ähm, bauen die Datenbank selber auf, aber irgendwo muss man sie ja herkriegen. Mhm. Ähm, und das Bundesamt für Normverwaltung, was da zuständig ist, bietet sie völlig überraschend nicht maschinenlesbar an. Ähm, das, was es an Angebot gibt, ist auch nur so mittelcool. Das erkennt man daran, dass, äh, z.B. Beck eigene Normredaktion unterhält, ähm, um Fehler, die der Normgeber bei der Veröffentlichung so macht, äh, auszugleichen, ähm, und die Portale bieten, oder jedenfalls der Bund, bietet XML an. Für die, die es nicht wissen, ist es ein maschinenlesbares Format, Datenformat, mit dem man strukturiert Informationen übertragen kann.
null Und, ähm, in, äh, diesem, äh, Juris XML hat jede Norm eine ID. Und, äh, die besteht aus, ähm, einer Art Nummern- und Zeichenfolge, die manchmal den Eindruck macht, als wäre sie nummeriert und fortlaufend nummeriert. Zwischenfrage, du sagst Juris XML, weil Juris für den Bund diese Plattform betreibt? Genau, ähm, und dieses Format auch entwickelt hat.
null Okay. Ähm, die betreiben ja auch noch eigene For-Profit-Angebote. Mhm. Ja, kann man sich seinen Teil zu denken. Jedenfalls betreiben sie für den Bund, ähm, und für viele Länder auch diese Plattform. Die meisten Länder haben kein XML. Ich, also, ich verstehe das nicht. Ähm, aber, äh, sei es wie es sei. Für den Bund betreibt Juris, ähm, diese Plattform und da haben Normen IDs.
null Ähm, und die sind aber so zufällig gewählt, dass man nicht erraten kann, welche Norm sich jetzt hinter welcher ID verbirgt. Also, 732 kann eine Norm aus dem BGB sein und 733 ist was vollkommen anderes aus dem StGB oder so. Ähm, und jetzt haben die etwas an ihrem Textdeck verändert und alle diese IDs verändert. Lustigerweise, und das ist auch schon mein ganzer Rant, ohne das anzukündigen oder zu dokumentieren. Und weil man die IDs nicht erraten kann, steht man da und guckt doof aus der Wäsche, wenn man versucht, an Normen zu kommen, als Betreiber von einer Legal Tech Anwendung.
null Lustig ist auch, die sind nicht mal systematisch konsistent, wenn ähm eine normale Norm, Paragraph 123, abgeschafft wird, dann bleibt die ID leer bestehen. Mhm. Wenn 123a leergeräumt wird, dann wird das gelöscht. [gelächter] Also, okay, das ist natürlich relativ nerdig und das Problem haben die erstmal vermeintlich nicht so viele Menschen, ne?
null Ja. Weil man sagt, okay, vielleicht blätter ich eher in einem digitalen oder physischen Gesetz, statt jetzt XML zu parsen und mir daraus meine Normen zu holen. Das ist erstmal nachvollziehbar. Aber ich glaube, zugrunde liegt da ein größeres Problem. Warum zum Teufel, weil es geht ja nicht um den Juris Verlag in seiner privatrechtlichen for-profit Eigenschaft, sondern es geht ja eigentlich darum, dass der Staat Normen doch bitte 2026 so anbieten sollte, in allen Formaten, abrufbar, nachvollziehbar und dokumentiert, dass man damit irgendwas tun kann.
null Ja, also, ich finde, es ist heutzutage einfach nicht mehr akzeptabel, dass man seinen Bürgern und den Unternehmen in diesem Land Normen nur zur Verfügung stellt, wenn man menschliche Sprache, also Optical Character Recognition, also wirklich durch Angucken des Buchstabens das rausfinden kann, oder durch Identifizieren des UTF-8-Zeichens.
null Ja. Ähm. Und okay, ich kann das verstehen, das war Legacy, das ist halt so, aber dass man das ändert, und zwar flächendeckend für alle Unternehmen, die das nutzen, ist das ein Riesenproblem. Das hat uns einen Sack voll Geld gekostet und wirklich viel Stress gemacht, weil auf einmal funktioniert deine Normdatenbank nicht mehr. Ähm.
null Dass man das macht, ohne es anzukündigen und ohne zu dokumentieren. Also, ich verstehe nicht, wie kann ich denn als Staat einen Auftrag an ein Unternehmen vergeben, das noch einen eigenen Vorprofit Zweig betreibt, der das gleiche Angebot beinhaltet? Ah, das müssen wir wegpipsen. Ähm, sonst bestraft uns äh YouTube wahrscheinlich.
null wahrscheinlich, ja. Das ist das ist gleiche Angebot beinhaltet und dann verpflichtet man sich nicht mal es gut zu machen. Also, ich kann es wirklich nicht verstehen und dann kommen wir davon Hölzchen auf Stöckchen, ne? Immerhin der Bund hat XML, Bayern auch. Man muss sagen, in Bayern ist vieles auch komisch manchmal, aber das äh das ist gut. Alle anderen Länder haben kein XML.
null Wollen wir mal über Kommunalrecht reden? Ja, da ist gar äh oftmals vorhanden. Das findest du nicht online. Ja, oder als PDF-Datei äh oder so ähm oder so so ähm Satzung oder so ein Kram. Ähm, also mir ist nicht klar, wie das sein kann, dass man nicht als Staat in der Lage ist, entweder so eine Plattform selber zu entwickeln, ich finde das ist eigentlich die Lösung, und wir können ja auch einfach die von der EU nehmen. Die ist zwar super kompliziert, aber perfekt dokumentiert und kann alles.
null Mhm. Alles, was du jemals mit Normen irgendwie brauchen können, das EUR-Lex kann das alles. Mhm. Wir machen das nicht, dann beauftragen wir jemanden, dann regulieren wir den nicht ordentlich und dann haben wir in den 16 Ländern auch noch keine Ahnung ähm zwei verschiedene Anbieter in sieben sieben oder acht verschiedenen Versionen.
null Und man steht daneben und fragt sich, ah, wie kann das eigentlich sein? Das geht ja so ein bisschen ähm auch in die Richtung, dass wir so wenige Urteile nur öffentlich verfügbar haben, ne? Das man sagt, okay, Don't get me started. dann ist das Gegen- ist das Gegenargument, ja, ich muss nicht vom Amtsgericht Pusemuckel wissen, wenn sich zwei Nachbarn über den Zaun gestritten haben, okay, aber vielleicht ja nicht von diesem einen Amtsgericht, von diesen einen Nachbarn, aber von allen insgesamt, wenn Urteile im Namen des Volkes ergehen, wär es schon ganz interessant und vielleicht auch demokratisch.
null Ja, Öffentlichkeitsgrundsatz und so. Öffentlichkeitsgrundsatz und ein gutes Argument am Ende des Tages auch einfach. Und das ist bei Normen, die ja nun wirklich auch entsprechend in einem Vorgang, der auf dem Demokratieprinzip zurückzuführen ist, ergehen ja nicht anders. Wir sind stolz darauf, dass wir keine keine Case Law Jurisdiktion sind.
null Dann müssen wir aber doch wenigstens das, was was Grundlage unseres Zusammenlebens sein soll, irgendwie in einer zeitgemäßen Variante zur Verfügung stellen. Bei den Urteilen kommt dann noch ein ganzer dahinter ein ganzer Rattenschwanz dran, Anonymisierung und so weiter. Ich glaube, die aktuelle Haltung der Verwaltungsgerichtsbarkeit ist jeder Mensch hat einen Anspruch darauf, jedes Urteil zu sehen. Also, du kannst immer zum Gericht hingehen, dann 15 Euro Bearbeitungsgebühr bezahlen, dann kriegst du eine PDF-Datei, die anonymisiert wurde, mit dem Urteil.
null Aber niemand hat einen Anspruch darauf, alle Urteile zu sehen. Und äh ja, das da da schwingt ganz viel Angst mit, ne? Wenn du auf einmal Statistik mit Urteilen machen kannst, dann findet man raus, dass es in der Richterinnenschaft schwarze Schafe gibt. Ich meine, es gibt überall schwarze Schafe. Warum stresst uns das so, dass es da auch welche gibt? Ist doch ganz normal.
null Mhm. Die die große Mehrheit macht doch einen guten Job. Und warum man deren Arbeit, die ja gemeinfrei ist, da besteht ja nicht mal ein Urheberrecht dran, wie übrigens an Normen auch nicht, trotzdem erlauben wir Leuten, die zu monetarisieren. Na gut. Dass man das dann nicht macht, das verstehe ich nicht. Man muss zur Ehrenrettung des Bundes ein bisschen sagen, die läuft gerade so ein Projekt.
null Und die die möchten daran irgendwas machen. Das läuft schon eine Weile. Und ob jetzt der Termin, ich weiß gar nicht, wann das 2027 soll es glaube ich kommen. Ob der jetzt gehalten wird, keine Ahnung, wird sich zeigen. Wenn dann bin ich sehr dankbar und freue mich darüber. Dann ärgere ich mich weiter über die Länder und Kommunen.
null Ja, musste mal raus. Ja, nachdem du neulich rant durftest, dachte ich, ich mache das jetzt auch mal. Sehr gut. Jetzt geht's mir besser. [gelächter] Und ich bin ich bin ganz offen für das, was du mir gleich erzählst und wovon es offensichtlich an manchen Stellen in unserer öffentlichen Verwaltung ein bisschen zu wenig gibt.
null Legal Engineering. Oh, ist aber eine Überleitung. Schön. Ach, freue mich schon den ganzen Abend drauf. späte Stunde noch. [gelächter] Also, wir zeichnen gerade so abends halt auf nach der Arbeit und haben uns noch mal hier zusammengesetzt, weil wir trotz irgendwie voller Zeitpläne da nicht drauf verzichten wollten, ne? Ist eigentlich ganz ja.
null Ja, die Sonne steht tief. Die Sonne [gelächter] in unserem Studio steht tief. So, los geht's. Man sie merkt es vielleicht an unserer Stimmung, dass es schon etwas später ist. Wir haben gerade was geschrieben. Wir gucken mal, wo wir es publizieren. Vielleicht ist es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Aufnahme auch schon draußen.
null Mit wir meine ich zwei Kolleginnen von Legal Pop und ich zur Frage, warum ist Legal Engineering eigentlich keine Rolle in Kanzleien, wie man es ja gerade überall liest, sondern eine Fähigkeit. Und zwar ist uns Folgendes aufgefallen. Zum einen, wenn du Legal Engineers einstellst, in so einer Kanzlei hinein, dann hast du diese typische Silogefahr, dass du sagst, okay, Legal, also so Legal und Tech und Legal Engineers, neuer Begriff, we got it covered, ne? Und dann macht sich die Partnerschaft gar keine Gedanken mehr um das Thema, weil da gibt's halt Leute, für die machen das.
null Und mit AI ist es natürlich noch schlimmer geworden, weil AI ist sehr viel tiefgreifender auch noch mal als zu sagen, okay, wir investieren jetzt in zum Beispiel so ein bisschen Low Code, No Code, Prozessautomatisierung in der Kanzlei, wie vielleicht vor fünf Jahren. Dann kommst du auf die Idee, okay, wir wollen keine Silos, dann baust du also übergreifende Teams. Und das ist auch gar nicht so falsch. Das Problem ist nur, der Legal Engineer, wenn man den als Rolle hätte, muss der ja mit anderen Leuten zusammenarbeiten und die müssen ja ungefähr eine Sprache sprechen. Damit die zumindest wissen, was sie dem Legal Engineer sagen, wenn die einfach nur sagen, hier ist Tech und hier ist Legal, mach mal, funktioniert
null ja nicht. Und insofern muss auch der Silberrücken gewissermaßen ein bisschen technisches Verständnis haben, erst recht zu in Allzeiten und muss verstehen, welche seiner Workflows man automatisieren, technologisieren und produktisieren kann und welche vielleicht eben auch gerade nicht. Und deswegen sehen wir immer mehr, dass Legal Engineering zu einem zu einer Fähigkeit wird, zu einem Skill wird und weniger eine dedizierte Rolle.
null Übrigens glaube ich nicht nur in Legal, ne, sondern also wenn durch jedes Unternehmen geht man durch und denkt sich die Zeiten, wo die IT-Abteilung das macht, die sind eigentlich vorbei, ne? Menschen müssen Störgefühl haben, wenn sie Sachen machen, die Menschen nicht mehr machen sollten, weil Computer das produktiver können.
null Ähm und ich finde, das hat man äh in jedem Unternehmen also ich habe jedenfalls noch keins von denen gesehen, wo es dieses Problem nicht gäbe. Ähm und das den Leuten zu vermitteln, dass das wichtig ist und dass es auch einen Wert hat, das zu lernen. Ja. Das äh ist manchmal schwierig, stell ich fest, oder? Darum geht's, ne, dass man auch sagt, okay, wir wollen überall die Fähigkeiten etwas entwickeln, bei jeder Person innerhalb der Kanzlei und deswegen stellen wir keine Legal Engineers ein.
null Wir nennen die jetzt nicht nur anders, die machen auch was anderes. Wir z.B. suchen gerade Legal AI Architects und werden in der nächsten Folge darüber sprechen, was das gar nicht unsere Folge, wir sind schon 12 Minuten drin. Menschen eigentlich machen. Und vielleicht noch kurz zu dem Thema abschließend, ich las gestern, vorgestern auf LinkedIn aus den USA einen Beitrag, der meinte auch noch mal, Legal Engineering ist keine Rolle, aus einem ganz anderen Aspekt. Der begründete das mit, du trittst den echten Engineers, den Technikern, Technical People, den trittst du eigentlich auf die Füße, wenn du sagst, so ein Jurist mit so einem klassischen juristischen Werdegang, der ist jetzt auch ein Engineer und umgekehrt ähm kann
null ein Jurist das eigentlich gar nicht erfüllen, sagt er, irgendwie echtes Engineering zu machen, aber das halte ich ein bisschen für zu kurz gegriffen, denn dieses Legal Engineering ist ja gerade, wenn man jetzt doch mal die die die Fähigkeit sich anschaut, ist es ja gerade das Übersetzen juristischer Anforderungen in Technologie. Und das kann ein Jurist halt schon sehr gut.
null Wenn du jemanden nimmst, der einen reinen Developer- oder Machine-Learning-Background hat und dem fehlt so komplett die Jura- Seite, dann kann er das auch nicht alleine. Die müssen auch eben Team zusammenarbeiten, damit das was wird. Ja, wobei ich das das Argument kann ich schon sehen, weil der der Ingenieur ja Sachen konstruiert und wahrscheinlich ist dann der Architekt tatsächlich, aber wir werden nächste Folge drüber sprechen, ist dann vielleicht äh wirklich die bessere Bezeichnung.
null Ja. Ähm schön angeführt. Aber ja, ja. Also so sehen wir das, andere sehen es anders. Legal Engineering wird jetzt noch zwei, drei Jahre noch begleiten, aber ich würde mal sagen, wenn ihr äh wenn wir sehen, dass der Begriff auf dem Weg nach draußen ist, dann habt ihr das zumindest hier zuerst gehört. Ja. [gelächter] Das äh würde ich auch so sehen, obwohl er sich länger hält, als ich gedacht hätte. Also, wenn man sich so an die Anfänge zurückerinnert, 2014, 2015, ähm da wurden die ja tatsächlich dann noch so in in Teams separat eingestellt. Das hat sich jetzt immerhin schon mal geändert. Ähm und wie schnell diese Innovation da passieren wird, ähm wird sich zeigen.
null Ne- Nächster Verwendungszweck äh für für Legal Engineer, das könnte ich mir vorstellen, oder für Legal Archi- Architects, ist dein dein ähm wie sagt man, dein ähm Plug zur nächsten IMR-Folge. Äh also für diejenigen, die hier z.B. ähm noch nicht so häufig zugehört haben, das hier ist ja entstanden aus unserer meinem äh irgendwas mit Recht Podcast, den es auch immer noch gibt. Wenn ihr das hier im Podcast-Feed hört, wisst ihr das. Wenn ihr das auf YouTube seht, dann schaut vielleicht mal in die IMR-Folgen rein, da gibt's mittlerweile 390 und in Folge 387 war Laura Wilpert zu Gast, die arbeitet bei der Finanzverwaltung in Hessen und schildert, was die da so mit KI machen, unter anderem eine vorausgefüllte,
null automatische in Anführungszeichen Steuererklärung für Verbraucher, die einfache Steuererklärung abgeben. Ging auch durch die Presse, das hat sie mit entwickelt, da reden wir ein bisschen drüber und tatsächlich sind die Finanzämter technologisierte, als man vielleicht denkt. Das hört man so, würde ich sagen, durch die Bank weg bei den IMR-Folgen über die Jahre immer mal wieder. Ich will jetzt niemanden anderen schlecht machen, aber bei den Finanzämtern läuft das erstaunlich in Ordnung.
null Finde ich also, oder weiß ich auch. Mein Bruder ist Entwickler bei der Oberfinanzdirektion in NRW und daher weiß ich so ein bisschen, dass die schon schon lange sehr, sehr viel ähm automatisieren, entwickeln. Ist auch, wenn man drüber nachdenkt, ein bisschen logisch, weil also würde man all das, was passiert, händisch prüfen wollen, dann würde man wahrscheinlich verrückt werden.
null Und ich glaube, die Chancen, dass man so eine Standard ähm als nicht-Selbstständiger Arbeitnehmer, beschäftigter Mensch, dass man so eine Standard-Steuererklärung überhaupt noch mal manuell irgendwie einem Finanzbeamten zeigt, ist schon sehr, sehr gering geworden. Ähm und dass die da relativ ähm früh dran waren, das wusste ich und übrigens interessant auch, was ähm was Cybersecurity angeht, ähm das war mir gar nicht so klar, aber die Finanzverwaltung unterhält eigene physische Netze, äh um halt nicht angreifbar zu sein. Was also ja auch logisch ist, denn da geht so viel Geld rein und raus täglich.
null Ja. Ähm ich habe die Zahlen nicht ganz genau im Kopf, aber wenn man äh wenn die eine Woche offline sind, dann kriegen Menschen ihr Geld nicht, also in erheblichem Umfang und das wäre ein schönes Problem. Also da äh ist glaube ich schon viel los. Ich habe ein bisschen den Eindruck, da bräuchte es eben mehr Also da gibt's relativ viel Juristinnen in Führungspositionen.
null Ähm und es bräuchte mehr Leute, die daneben noch eben diese Skills haben, die du eben beschrieben hast, damit äh den Softwareentwicklern da irgendwie leichter gemacht wird, ihren Job zu tun. Damit man mehr Verständnis dafür hat, wie eigentlich Softwareentwicklung funktioniert. Mhm. Ähm und man das nicht so in dieser nur in dieser juristischen Herangehensweise angeht.
null Und ich glaube, was da auch noch fehlt, das ist nicht aus der Podcast-Episode, aber eher so ein breiterer Eindruck, ist einfach das Zusammenführen von Informationstöpfen. Also du hast, wenn du überlegst, welche Infos der Staat ja eigentlich alle über dich hat, und jetzt umgekehrt kannst du mir sagen, Datenschutz, das ist eine treffliche Diskussion, aber was bringt es dem Bürger, wenn er Themen vier, fünf, sechs Mal irgendwo hinschicken muss? Ist ja dem Datenschutz auch nicht wirklich geholfen, wo man sagen würde, okay, könnte sich nicht so eine Finanzdirektion eigentlich das ein oder andere doch noch mal automatisierter ziehen? Also so ein Beispiel ist irgendwie ähm so eine Jahressteuererklärung
null von deinem Depot, wenn du irgendwie 3,80 äh Steuern gezahlt hast auf deine Kapitalerträge. Jetzt mal irgendwie ein Beispiel. Dann kriegt der Bürger das geschickt. Hinten äh wird das dem Finanzamt, aber soweit ich weiß, ja ohnehin auch schon gemeldet, automatisiert. Und trotzdem muss der Bürger das dann in seiner Steuererklärung wieder eintragen, damit abgeglichen wird, ob der Bürger das eigentlich richtig eingetragen hat. Da fragt man sich dann schon, wo also ist ja auch ein bisschen Beschäftigungstherapie, wenn man so will.
null Ja, es ist es gibt relativ viele Meldepflichten ja auch und dann wird teilweise ja auch wieder von Banken an die Bundesbank gemeldet. Genau. Mhm. Ich denke mir immer, dass ähm also ich sehe, warum man also warum für uns heutzutage der Staat wie Wie Staat aussieht, während der Staat sagt, wieso wir sind 1000 verschiedene Gebiets und andere Körperschaften und wir dürfen gar nicht einfach so miteinander reden. Und das ist vielleicht auch ganz gut. Ich denke mir immer, das wäre doch nett, wenn wir das einfach über so eine Einwilligungslösung machen würden. Also.
null Ich habe meine Steuererklärung abgegeben, das Finanzamt sagt folgende drei Sachen würden wir gerne checken. Ich kriege eine Push-Notification und kann dann sagen, das Finanzamt darf nachfragen bei meiner Hausbank, die dürfen Auskunft geben. Willst du uns schicken oder sollen wir fragen im Prinzip? Ja, genau. Also und dann hat man immer noch die Wahl und kann sagen, nö, dürft ihr nicht machen. Ich schicke euch das selber zu.
null Und dann hätte man ja eigentlich, ich meine, wir werden jetzt nicht hier die die Idee haben, die noch keiner vor uns hatte. Wahrscheinlich gibt es auch da viele Gründe dagegen. Aber ich würde mir jedenfalls erhoffen, dass es da noch ein bisschen. Bisschen Fortschritt gibt, auch wenn da sicherlich das einer der Teile der öffentlichen Verwaltung ist.
null Ja, der sowas meiner Wahrnehmung jedenfalls irgendwie eher Tech-Savvy ist und schon relativ weit. Wer eher Jura-Savvy ist, sind die Menschen am Bundesverfassungsgericht. Und mit denen habt ihr von der Law School eine kleine Reihe gemacht, der Verfassung verpflichtet. Erzähl mal. Ja, das ist eine Videoreihe auf YouTube. Wir verlinken das in den Shownotes wie immer.
null Und der Gedanke, den wir hatten, ist vor einem Jahr ungefähr bei uns am ACTL. Dass das Bundesverfassungsgericht ja 75 wird und eigentlich müsste man auch die Hochschulen müssen eigentlich was tun. Und irgendwie da hat der Deutsche Juristenfakultätentag irgendwie nicht verlauten lassen, dass irgendwas geplant ist und wir dachten, hm, was wäre denn cool? Irgendwie so.
null Na ja, die Justiz. Ist nicht so. Es steht es nicht im Ruf, super modern und zugänglich zu sein. Manche Gerichte ändern da ganz schön was dran. Es gibt viel so Social-Media-Aktivität mittlerweile. Aber das Bundesverfassungsgericht jetzt auch nicht unbedingt. Hatte aber gerade seinen Rebranding-Prozess hinter sich. Ähm. Und ich habe irgendwie gedacht. Wenn Richterinnen und Richter an der Uni kommen, ist das erstmal gut und wenn man das dann noch irgendwie teilen kann mit einer Zielgruppe, ähm die so irgendwie äh zwischen 18 und 28 ist. Dann gewinnt man vielleicht noch ein bisschen mehr, weil ich immer das Gefühl habe.
null Das ist. Das am wenigsten bekannte Verfassungsorgan, würde ich sagen. Gleichzeitig. Enorm. Wirkmächtig. Bei sehr wenigen Menschen, die da arbeiten. Also ja, der Bundespräsident ist auch nur einer und wenn der nicht unterschreibt, ist auch doof. Ähm, aber das da im Prinzip zweimal neun Menschen am Ende, natürlich mit ganz viel Hilfe und wissenschaftlichen Mitarbeitern und so weiter, aber dass die im Prinzip.
null Relativ viel entscheiden können. Ähm. Das. Macht immer anfällig für so Verschwörungstheorien oder Verschwörungsmythen, muss man eigentlich sagen, es sind ja keine Theorien. Ähm. Und die ähm. Werden mehr, habe ich das Gefühl. Gerade so rechte Narrative, ähm ne, gerade in der Corona Pandemie oder diese Abendessen im Bundeskanzleramt und so, dass wo dann die Bundesregierung mal eben das Urteil bestellt. Ähm. Also, Leute, Verschwörungsmythen. Ja, genau, also das muss man hier leider dazu [gelächter] sagen. Oh Gott, ey, hoffentlich schneidet hier keiner einen Clip draus und dann steht man da.
null Ähm. Und ähm, ich glaube immer, dass das hilft. Wenn die Menschen sehen, dass das auch Menschen sind. Ja. Und deswegen haben wir gesagt, äh, lass uns noch mal bei den an. Fragen. Ob nicht die Richterinnen und Richter oder ehemalige Richterinnen und Richter ähm was zu besonders. Wirkmächtigen Urteilen erzählen, die irgendwie.
null Für uns alle so einschneidend sind, wo man merkt, irgendwie, das ist, das betrifft unsere, unsere Lebensrealität. Und dann hatte ich das Glück. Äh, dass ähm erstmal der Präsident das gut fand. Äh, vielen Dank, Herr Grünberger, dass Sie das so unterstützt haben und dass ich ähm während des Studiums ähm. Den glücklichen Job hatte, gelegentlich die damalige Präsidentin der Bucerius Law School zu Terminen zu fahren.
null Und die war Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Das traf sich ziemlich gut, dann hatte ich nämlich deren E-Mail-Adresse und konnte sozusagen diesen Projektvorschlag dahin schicken und sie hat das sehr positiv aufgenommen. Gleichzeitig haben wir über verschiedene andere Kanäle auch noch mit denen Kontakt aufgenommen und dem Ergebnis ähm waren dann meine lieben Kollegen am im Januar in Karlsruhe und haben mit acht Richterinnen und Richtern Gespräche geführt.
null Cool. Ähm und zwar hat jeder und jede von denen ein Urteil mitgebracht, was aus ihrer Sicht besonders bedeutsam und besonders wichtig war. Und das ähm finde ich total interessant. Also erstmal finde ich diese Gespräche super, die waren immer so eine Stunde lang, wir haben die auf 10 Minuten gekürzt, damit sie auch geguckt werden.
null Ähm man kann das also gut mal beim Frühstück oder in der Bahn oder so sich anhören. Ähm und auch die Auswahl der Entscheidungen ist total ähm also manche Sachen hätte man voll erwartet, ähm den Klimabeschluss oder äh assistierter Suizid. Mhm. Aber ähm ich muss mal einmal nachgucken, damit ich hier nichts Falsches erzähle.
null Ich fand z.B. ähm den Solidaritätszuschlag, die Entscheidung dazu, hätte ich jetzt nicht mit gerechnet, obwohl beim Nachdenken, ich meine, es betrifft alle Menschen, die Einkommensteuer zahlen, ja ja, also irgendwie dann doch. Ähm oder die Kirchenmitgliedschaft oder Gesamtschuldner. Da dachte ich so, hm, äh hätte ich jetzt nicht mit gerechnet, ähm nichtsdestotrotz total spannende, sehenswerte ähm Interviews geführt hat, die Gespräche, äh meine Kollegin Desirée Baltasar, die in der Kommunikationsabteilung an der Bucerius Law School arbeitet und ähm ich hatte Glück, denn ähm wenn man so Ideen hat, dann muss man immer wen finden, der mitzieht und in meinem Fall habe ich eine Kollegin, die du auch gut kennst,
null gefunden, Henrike von Schelia, die ist bei uns Juniorprofessorin und jetzt sowas von mitgezogen. war vorher am Bundesverfassungsgericht. Genau, ja. Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Und die hatte entsprechend da noch auch ein bisschen Kontakte und konnte auch ein bisschen das unterstützen. Full Circle war natürlich auch schon in nämlich dieser Funktion bei IMR.
null Genau, also das das die man man trifft dieselben Menschen doch überall wieder, aber die hat das ganz ganz großartig gemacht und dieses Projekt begleitet und mein Team am ACTL. Hat das dann zu Ende produziert, Texte geschrieben, das wird veröffentlicht, es gibt Reels und alles. Ähm. Ich empfehl's, ich bin ein bisschen biased, aber schaut gerne mal rein. Wir freuen uns auch über Feedback dazu.
null Ein wichtiges Thema, also reinschauen. Ja, und ich glaube, es ist auch wichtig, der Justiz und insbesondere dem Bundesverfassungsgericht zu zeigen, dass es gar nicht weh tut, dahin zu gehen, wo Menschen zuhören. Also. Ja, das das Gericht spricht durch seine Urteile, das stimmt schon. Aber es ist auch nicht schlecht, wenn es darüber hinaus noch ein bisschen mehr spricht und kommt auch gut an, muss man sagen.
null Also, ich glaube. Das erste Video hatte irgendwie nach einer Woche irgendwie 25.000 Views. Was halt für Jura schon. Das ist schon was. Echt gut ist. Da waren wir. König ist auch eine charismatische Person, finde ich. Brauchen wir noch ein bisschen. Aber genau, ja, wir arbeiten dran. Also, teilen, liken, subscriben. Hypen.
null Hypen. Vielleicht haben wir noch zwei inhaltliche Punkte. Also, wenn man irgendeine Möglichkeit hat, mal am Bundesverfassungsgericht zu sein und Jura studiert. Dann würde ich das extrem empfehlen. Also, in welcher Form auch immer, ne? Dass man irgendwie so fit unterwegs ist, dass man da arbeiten darf oder wenn man auch einfach nur in der Gegend ist und man geht mal besichtigen, dass das hilft einfach sowas vom inneren Auge zu haben, wenn man sich mit all diesen Urteilen beschäftigt. Ich war zweimal dort und war beides mal total beeindruckt, was für eine krasse Arbeitsatmosphäre da herrscht. Man kommt irgendwie rein und.
null Es ist man merkt irgendwie an der Atmosphäre so, hier ist Fokus. Also, hier wird halt und hier ist nicht Druck, sondern hier ist einfach Konzentration. Das ist ein Unterschied. Hier ist es nicht so, hier muss in kurzer Zeit viel passieren, sondern hier wird einfach nachgedacht. Das ist schwer zu beschreiben. Ja, und es muss aber auch in kurzer Zeit viel passieren, ne? Also, die aber die die Stimmung ist eine andere irgendwie. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Ähm.
null Und ich, wir können es rausschneiden, wenn es überhaupt nicht passt, aber ich wollte dir gerade nicht ins Wort fallen, weil du gerade sagst, Entscheidungen, wo man denkt, die hätte man nicht mitgebracht. Ähm. Ich habe mal meine Doktormutter, Barbara Donalies, liebe Grüße, ähm, gefragt, was denn vor AI aus ihrer Sicht die wichtigste Entwicklung in der Gesellschaft war. Und viele Entwicklungen sind ja auch Bundesverfassungsgerichtsurteile, deswegen komme ich gerade irgendwie drauf. Es ist ein bisschen zeitbar. Und sie hat gesagt, man, was würden die meisten Leute sagen? Also, Handy, Internet, ne? Sie hat gesagt, die Pille.
null Weil das dazu geführt hat, dass Frauen zum ersten Mal wirklich selbstbestimmt entscheiden konnten, wann sie arbeiten gehen, und dass die gesamte gesellschaftliche Dynamik, ähnlich wie AI jetzt, so, jedenfalls vielleicht der Ausblick in die Zukunft, äh, durcheinandergewirbelt hat. Ja. Ähm, muss ich gerade irgendwie dran denken. Wollte ich nur immer irgendwie hier gerade erwähnt haben, weil ich fand, das ist ein extrem cleverer Satz und eine extrem clevere Auswahl einer äh, gesellschaftlichen Entwicklung, die ähm, ähnlich wie Bundesverfassungsgerichtsurteile, uns äh, prägen.
null Bin mir nicht ganz sicher, ob ich mitgehen würde und das, ich glaube, das, ich ich würde, glaube ich, sagen, das Internet ist schon immer noch wirkungsvoller. Äh, aber äh, jedenfalls mal im 20. Jahrhundert würde ich voll mitgehen. TBD. Ja. Wir schauen mal. Aber war auch nur eine Seitnote. Zurück ähm, zu unseren eigentlichen Themen. Wir haben hier in Folge, wir sind immer bei 12, ich weiß nicht, sechs, fünf, sechs, aber wir haben berichtet, Körk und Alice hat die 10 Milliarden Umsatzschwelle geknackt.
null Und da wir ja unserer Chronistenpflicht hier auch Rechnung tragen wollen und solche Dinge nachhalten. Ähm. Führt das vielleicht, wer weiß es nicht, man kann nur mutmaßen, jetzt dazu, dass Kirkland beschlossen hat, die auch glaube ich nur noch Kirkland heißen, ähm, ihren Umsatz nicht mehr zu reporten, jedenfalls nicht an solche Magazine, die Rankings aufstellen von Kanzleien. Manche sagen, na ja, die Partner haben 11 Millionen, die Equity Partner, äh, im Jahr verdient, die konnten sich jeden Tag eine Rolex kaufen, das war so eine Headline irgendwo, ja. Ähm, vielleicht reporten die deswegen nicht mehr. Andere sagen, die haben gerade 500 Millionen in AI investiert und wollen sich nicht unbedingt daran messen lassen, wie gut
null dieses Investment war. Man kann nur mutmaßen, spannend ist es auf jeden Fall. Ich persönlich finde am interessantesten daran die Folgefrage, nämlich, wenn wir nicht mehr Kanzleien über Umsatz absolut und Umsatz pro Berufsträger und so weiter miteinander vergleichen, worüber denn dann in Zukunft? Das ist äh übrigens genau deren Argument auch. Ähm.
null Die Veröffentlichung von Umsatz und Gewinn, äh, sagen sie, "Does not provide meaningful value to our clients." Also, sie möchten gerade nicht über ihre Umsätze, also, über Umsätze [schnauben] bewertet werden. Ähm. Ähm. Denn, äh, das könnte incentivize quantitative metrics over qualitative strength. Interessantes Statement, das hat sie in Folge 5 war es übrigens nicht abgehalten, äh, die, ähm, äh, 500 Millionen in AI, äh, äh, zu kommunizieren, die damals ja auch, wir haben wir das rausgearbeitet, ein bisschen, ich will nicht sagen Scam, aber es ist über viele Jahre gestreckt und dann auf einmal auch gar nicht so viel. Ähm, und Folge 2 war es, habe ich gerade nachgeguckt. Ähm, also noch ganz am Anfang dieses wunderbaren äh kleinen
null Podcast. Ähm, da haben sie dann eben auch gerne noch gesagt, wie viel es ist und na ja, vielleicht ist es auch mal das nächste, die nächste Rekordmeldung weit weg und dann kann man gut mal sagen, wir sind zwar sehr erfolgreich, aber eigentlich sind wir das nur, weil wir qualitativ so gut sind. Ich weiß es nicht. Ähm. Sagen wir so, wenn du über 10 Milliarden Dollar damit gemacht hast, Argumente zu finden, Themen zu analysieren, dann wird dir zu dieser Pressemitteilung auch noch was einfallen.
null So ist das. Jetzt möchtest du uns noch zum als Rausschmeißer sozusagen, wir sind auch gut in der Zeit, noch was über die Bucerius Roadshow erzählen. machen ja einmal im Jahr, immer im Herbst, haben wir so vor zwei Jahren mit angefangen, eine Roadshow vom Center on the Legal Profession und jetzt muss man sagen, weil viel Personalunion da besteht, vom Bucerius Legal Innovation Hub und stellen unsere Jahresstudie vor, die immer so Ende des Jahres, Anfang des Folgejahres erscheint, geben wir so einen Zwischeneinblick, wo man gerade steht und kommen an fünf, sechs Standorten mit dem Rechtsmarkt ins Gespräch. Dieses Jahr sind wir in Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München, Frankfurt, Berlin und Hamburg, glaube ich. Kann
null sein, ich habe was vergessen. Also, findet man auf jeden Fall hier irgendwo im Link, den wir einblenden. Kommt einfach mal vorbei, wenn ihr auch gerne noch in der Ausbildung seid. Wir freuen uns total auch immer von den Next Gens dort zu hören, sprich Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Referendarinnen. Kommt gerne vorbei, wenn ihr Praktikerinnen seid in einer der Städte natürlich auch. Ist immer über Lunch, es gibt auch ein bisschen was zu essen, zwei Stunden, eine Stunde Vortrag, eine Stunde bisschen Get-together, super entspannt und dieses Jahr geht's um Legal Connectors.
null Mhm. Legal Connectors sind, jetzt müssen wir schon wieder teasen, sowas wie Legal AI Architects, nämlich Berufe, die in Kanzleien mehrere Funktionen miteinander irgendwie verbinden. Also, Operations Manager wäre auch ein Legal Connector und das untersuchen wir mal, wie viele von diesen neuartigen Berufen, die häufiger teilweise dann natürlich auch einen juristischen Background haben, vielleicht z.B. beide Staatsexamina, aber auch nur eins oder ein Bachelorstudium, es eigentlich gibt und ob es davon mehr gibt im Laufe der Zeit.
null Ähm, das interessiert uns und das ist unter anderem das Thema der diesjährigen Herbststudie, ähm, Studie. Bei der du auch dabei bist, habe ich das richtig verstanden? Äh. einzelnen Standorten? Genau, ich bin an verschiedenen Standorten dabei, nicht an allen, äh, aber bisschen viel. Das ist ein bisschen viel, genau. Ähm, dafür, dass das ja sozusagen auch ein Ehrenamt ist, was ich da jedenfalls mache. Die Kollegen sind natürlich an allen Standorten. Ich bin auf jeden Fall in Köln ähm und in München und in Berlin dabei. Ja.
null Sehr schön und vielleicht für alle, die das noch nicht wissen, Mark ist nicht nur Gründer des irgendwas mit Recht Podcast und Partner bei Legal Tech Hub, sondern im Ehrenamt, wie du gesagt hast, auch ähm Direktor, ne, am Center on the Legal Profession der Bucerius Law School. Ja, also es war Eigenwerbung. Daher kommt äh kommt die Verbindung.
null Ja. Ähm. Und das ist an der Law School sozusagen die Einheit, die den Rechtsmarkt untersucht. Ähm. Das heißt, äh. Für die Law School auch ein ganz wichtiger ähm Impulsgeber oder ein ganz wichtiges Center, um möglichst nah an der ja, am Bedarf des Marktes sozusagen zu sein. Ähm, nicht immer äh folgt man als wissenschaftliche Hochschule allem, was sozusagen der Markt gerade möchte, aber jedenfalls ist es wichtig zu wissen, was da genau passiert. Ähm.
null Und das ist eigentlich äh finde ich, das sind immer sehr interessante Veranstaltungen. Und das Direktorium ist ja auch immer sehr ähm. Wie sagt man, insightful? Also, das sind äh das sind Menschen ähm, die äh wirklich was zu erzählen haben. Den zuzuhören sich lohnt und äh der Legal Innovation Hub ist mittlerweile ja auch wirklich ganz schön gewachsen. Also, ich kann es nur empfehlen, wenn ihr in der Nähe seid.
null Ähm, gerade die Studis unter euch, nutzt das mal und ähm geratet in Kontakt. Holt euch ein Autogramm bei Mark. Bitte nicht. Ja. [gelächter] Und ähm ja, dann sind wir durch für heute. Schön, vielen Dank. Nur paar wenige Minuten überzogen. Feedback und Kommentare, wie immer, hier unten rein oder zu uns auf LinkedIn, per E-Mail, wo auch immer ihr wollt. Wir freuen uns drüber. Wir freuen uns immer noch, dass so viele Leute zuhören. Ich ich finde es jedes Mal wieder überraschend und ich freue mich wieder.
null Super. Wir machen weiter und sehen uns in zwei Wochen wieder. Macht's gut. Bis dann. Ciao, ciao.