Junge Freiheit Interview

Neue Mehrheiten: Was ein rechter Verleger von der eigenen Seite verlangt | Ledio Albani

Dienstag, 27. Oktober 2026 · 35 min

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Shownotes

Ledio Albani verlegt rechte Literatur und stellt trotzdem auf der Frankfurter Buchmesse aus. Der Verleger sagt, warum die Brandmauer nicht nur von einer Seite fallen kann und was die Rechte dafür tun muss.

Der Verleger Ledio Albani hat mit seinem Castrum Verlag und dem Magazin »Fiume« im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse ausgestellt, während viele rechte Verlage nur noch zur SeitenWechsel nach Halle gehen. Die Rechte habe sich zu lange vom kulturellen Hauptstrom abgekoppelt, sagt Albani im Gespräch mit Florian Werner. Wer von anderen verlange, die Brandmauer fallen zu lassen, müsse selbst Anknüpfung suchen. Sein nächstes Heft solle dazu beitragen.

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relativ zum Ende kam dann Bodo Ramello vorbei und er entgegnete mit ihnen bestimmt nicht. Dann muss es von unserer Seite auch verlangt sein, dass da eine Öffnung stattfindet. wo gibt es tatsächlich Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen? Ich denke aber das jetzt so mit den neuen Gegebenheiten, auch mit den politischen Gegegenheiten und den Mehrheitsverhältnissen, dass sich das ändert.

Wir wollen eben explizit nicht in einem reinen Alternativprogramm mitmachen. Denn das Wort Lager erwähnt ein anderes im Grunde genommen noch schreckliches Wort ist die Szene. Es wird dann oft von der rechten Szene gesprochen. Der ganze Anspruch mit dem Verlagen, mit dem Magazin ist es eben nicht irgendwie eine Szene zu sein oder eine Szène abzubilden.

Aber so was nicht mitzumachen, ist ein entscheidender Impuls gewesen von Beginn an. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie hier bei der Jungfreiheit. Mein Name ist Florian Werner. Ich bin Kultur-, Medien- und Esseredaktörer im Haus. Und ich spreche heute mit Ledio Albani, herausgehbar Unverleger, Publizist und kultureller Tausendsasser.

Kann man glaube ich sagen? Albani hat mit Fiumo und Castrum zwei ... Ja! Man muss sagen, sensationelle Neuzugänge in der literarischen Rechten geschaffen. Man kann sie mit Fug und Recht als die jungen Wilden der rechten Literatur-Szene bezeichnen. Sie mischen jetzt seit mehreren Jahren schon die Branche auf und geraten mehr und mehr auch in den Blick der großen Mainstreamhäuser Porträts von Zeit SZ und Deutschlandfunk inklusive.

Ich grüße Sie hier bei mir im Studio. Lieber Herr Werner. ganz meinerseits die Freude. freue mich auf das Gespräch. vielen Dank! Ja, Herr Albani. Die Freude ist ganz meinerseits. fangen wir doch einfach mal an für alle Leser die vielleicht noch nicht so ganz in der Materie stecken Wir haben hier vor uns die erste Ausgabe des Fiumemagazins und ich glaube allein schon beim Namen werden viele hängenbleiben und sich fragen Fume was is das?

Noch nie gehört? da klären sie uns bitte auf Hängen bleiben vielleicht sogar den Kopf fassen der ein oder andere durchaus beabsichtigt. Nun, Fiume für die Kundigen und insbesondere der italienischen Literatur natürlich mit dem Namen Gabriele da Nuncio verbunden. Mit den italienischem Dichter. Der hat nun Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts so als Poet und Soldat in einem diese Stadtfume mehr oder weniger erobert und hat dort einen ja doch recht kurzlebiger aber sehr aufsehenerregende.

Ein Stadtstaat, eine Republik. So etwas wie eine Bewegung im Grunde geschaffen und hat mit dieser Bewegung aber nicht nur eine politische Dimension versucht anzugreifen und darzustellen sondern auch eine poetische, eine dichterische. Also diese Verbindung zwischen dem politischen und dichterischen Kulturellen.

Das war für Danuncio glaube ich ganz prägend, für diese Republik Fiume ganz prägend und war auch bei der Namensgebung beziehungsweise über den Namenswahl unseres Magazins auch entscheidend. das versuchen wir ein wenig aufzugreifen. es ließe sich über dieses Projekt Fume also das historische aber jetzt unseres noch vieles sagen, gerade was unser Projekt betrifft werden wir sicherlich noch auf das eine oder andere zu sprechen kommen.

Aber so historisch ist es glaube ich recht genau zusammengefasst insbesondere bezogen auf unsere Linie. dann ja? Also höre da so ein bisschen heraus der Dichter first, der Dichte herrscht oder mit dem Schriftsteller Max Kommerer zu sprechen, der dichte als Führer. Ist das so ihre Linie Ästhetizismus?

und nochmal nachgefragt Ist Schönheit etwas, das der politischen Rechten oder auch konservativen allgemein besonders wichtig sein sollte? Also besonders wichtig allemal. Das glaube ich. Das war auch mit der entscheidenden Grund warum wir so ins Spiel gekommen sind. Der Dicht dafür – Sie haben kommerll erwähnt – auch essentiell.

den Verlag, den wir einundzwanzig gegründet haben oder mit dem wir ein und zwanzig begonnen haben Bezieht sich ja, wie es der Name schon sagt, Kastrom auch auf einen Dichter Fürsten. Auf Stefan Georgi in dem Fall. Wenn man so möchte haben wir jetzt mit dem Verlag und mit den Magazin zum einen die germanische Welt und zum anderen die südliche, die römische, italienische Welt versucht abzubilden also dort im Norden sozusagen Georgie im Süden Danuncio Es gibt ja auch Übersetzungen von Georgio, also von Danuncia-Gedichten vom Georgia.

Und das ästhetizistische Ja In jedem Fall versuchen wir gerade auch im Magazin, auch durchaus voranzubringen und als prägendes Element zu präsentieren. Ja okay das ist natürlich sehr interessant. ich musste da tatsächlich auf einen zum Schlag hören diese ganze Geschichte rund umschöne und ästhetik sei der initiale Grund gewesen dafür dass sie überhaupt eingestiegen sind quasi in der rechten Literatur-Szene würden Sie denn sagen?

Und ich frage das auch weil sie in einem Interview bei Tichys Einblick sich als die guten Rechten scherzhaft bezeichnet haben. Würden Sie sagen, dass da was gefehlt hat bevor sie an den Start gegangen sind? Und wenn ja was? Ich würde es jetzt nicht unbedingt als fehlen aber zumindest als Fokus in eine bestimmte oder als Pfad, als eine bestimmten Richtung, die dann natürlich bestimmter Dinge ermangelt das das in jedem Fall und das war wie schon ... dargestellt auch mit einen Grund warum wir denn gesagt haben oder warum ich dann selber diesen Gedanken hatte dort eben einzugreifen und anzugreifen.

Nun ist es so die Rechte, die insbesondere die sogenannte neue Rechte und hier kuriere ich jetzt viel mehr auf eine zeitliche Kategorie als auf einem weltanschauliche. Ich habe oftmals das Gefühl dass diese zwei Dimensionen also eine Welt anschaulich kategorie der neuen rechten und eine zeitlich oft mal ein bisschen verschwimmen.

Da hab ich neulich gesehen, dass wir bei Wikipedia und im Internet dann oftmals auch als die neuen Rechten... Ich habe tatsächlich so meine Probleme mit dem Begriff. Insofern hat er dann weltanschaulich gemeint ist und nicht zeitlich. Ganz klar! Wir sind ein rechter Verlag und Fume ist ein rechtes Magazin.

aber insofern das natürlich die zeitliche Dimension betrifft. Sind wir neue Rechte? ja? nicht, was die weltanschauliche Dimension betrifft. Wie würden Sie sich dann bezeichnen weltanschaulich? Wenn man sie so fassen könnte? oder lehnen Sie solche selbst Schublatisierung ab? Naja ich meine zum einen muss das glaube ich insbesondere von außen geschehen.

Zum anderen ist es gerade bei dem Magazin eine Sache Die sich nach und nach ergibt ja die nach und Nach entsteht. gerade am Anfang gibt es sehr viele Notwendigkeiten bzw. Unwegbarkeiten die man überschreiten muss, da ist noch nicht so viel zu tun um ganz präzise weltanschauliche Orientierung. So nach und nach ergibt sich das und ja witzigerweise Sie haben es erwähnt kommt wenn man so möchte von den jetzt benutze ich auch mal das Wort Lager von den Gegnern innerhalb des Lagers oder ...jenigen innerhalb des Lagers, die uns jetzt nicht so auf unserer Seite stehen.

Nämlich die Rechten, die sie gerne hätten habe ich irgendwie so einen Twitter-Beitrag geredet und das hat mir ganz gut gefallen... ...und jetzt haben wir das ein bisschen auch mit Augenzwingern übernommen. Bezogen auf den Mainstream? Also wie sich der Mainstream genau... Genau bezogen diese gerne hätten.

mit Sie ist natürlich der MainStream gemeint. Sie haben das ästhetisch erwähnt, sie haben die Schönheit erwähmt. Und beziehungsweise auch die Frage ist, hat der Rechten was gefehlt? Ist sie irgendwo fehlgegangen? Tatsächlich glaube ich schon dass dieser Prozess des ... Ich nenne es mal ein bisschen Schärfer, des Eskapismus oder sich Loslösens von allen Strukturen, die den kulturellen Mainstream betreffen.

Ich glaube tatsächlich, dass das auf lange Dauer nicht funktionieren kann und nicht funktionierend konnte. Es war zu einer Zeit, insbesondere die junge Freiheit hat da ja ganz entscheidend dazu beigetragen im Grunde genommen sowas wie eine Rechte zu etablieren in einer Zeit wo das wirklich undenkbar war.

Und ich denke aber dass jetzt so mit den neuen Gegebenheiten auch mit den politischen Gegegenheiten mit den Mehrheitsverhältnissen sich das ändert und dass man unabdingbar auf allen Bereichen, auf allen Sphären Versucht sein muss, wieder Anknüpfung zu finden und sogar den Mainstream, den Hauptstrom ja gleich noch wieder zu kapern oder sich in jener Weise wieder anzunähern.

Das finde ich sehr interessant, dass Sie das sagen weil man könnte den Anden bekommen, dass wenn man tatsächlich die Bücher anschaut und die Themen wie sie bespielen, dass dort viel mehr als nehmen wir zum Beispiel Magazinen der Jungfreiheit z.B. nahestehen wie Kato oder aber auch diese Session oder aber auf dem Jungen Europaparlag dass all diese Publikationen viel näher an tagespolitischen Fragen dran zu sein scheinen als Kastrom und Fiume, die sich ja doch sehr stark mit philosophischem Metaphysischen- und ästhetischen Fragen auseinandersetzen.

Sie würden aber trotzdem sagen, dass diese anderen Häuser eskapismus betreiben und sie quasi näher am Geschehen sind? Naja weil sich eskapismus glaube ich nicht unbedingt hinsichtlich einer thematischen Bandbreite entscheidet Auch nicht dahingehend, wie sehr man quasi im tagespolitischen verordnet ist oder wie sehr Man versucht einzugreifen und damit zu wirken im tagespolitischen sondern vielmehr in einer vor in sowas wie wie habitus sind so was wie Wie sehr?

Wo ist das spielfeld wo ist der raum sozusagen der bespielt wird? ja und Klar, es spielen dann auch einige weltanschauliche Dimensionen eine Rolle die wir jetzt im Gegensatz zu den Kollegen, zu den erwähnten Kollegen auf der Rechten nicht mitmachen würden oder nicht mit machen. Vielleicht ist das letztlich... Wir werden vielleicht doch auf die Buchmessen dann zu sprechen kommen sowohl auf die Frankfurter als auch auf die Es-Stadt findet ne Buchmesse in Halle.

Ich glaube in erster Linie ist es tatsächlich so was wie ...wie Habitus, wie Antlitz was das Ganze bestimmt. Wie sehr man quasi einen Anschluss findet oder sich ganz zurückzieht und im Grunde genommen dass das Konträrprogramm fährt. Lassen Sie uns dann mal tatsächlich gleich anknüpfen weil die Buchmesse ist das worum sich all das auch herum kristallisiert.

Viele viele rechte Publikationen und Verlage sind inzwischen nicht mehr vertreten auf der Frankfurter Buchmesser sondern nur noch auf der Alternativen Seitenwechselmesse in Halle, die jetzt auch Anfang November dieses Jahr stattfindet. Sie haben sich aber auch zuletzt wieder entschieden, präsent zu sein.

Ich glaube, der Karo Länger Verlag war ansonsten noch auf dieser Bremse zu gehen. Aber das macht sie natürlich zu einem Unikum in den Rechten und gleichzeitig waren sie das letzte Mal, glaube ich, nicht auf der Seitenwechselmesse präsente. Erzählen Sie uns mal da wie tarrieren Sie es aus? Und warum vor allem Wollen Sie nicht von der Frankfurter Buchmesse lassen?

Warum ist Ihnen das besonders wichtig, da präsent zu sein?". Nun ein Teil der Antwort habe ich ja schon gegeben bezogen auf die Frankfurta-Buchmesse. Ich entgegte es halt nur noch kurz zur Seite wechseln und so zu Halle und warum wir letztes Jahr nicht dabei waren dieses Jahr aber doch dabei sind und greife dann Frankfurt auf.

also mein Halle hat sich jetzt etabliert. letztes jahr also Seitenwechsel wurde letztes gestartet und mit vielen Kollegen, mit denen man spricht auch wirklich ausdrücklich gelobt. Es gab allerdings in der Vergangenheit auch andere Buchmessen die sich alternativ genannt haben und die von recht kurzer Lebensdauer waren im Grunde genommen auch weltanschaulich doch zuweilen schwierig.

dubios möchte ich es was nennen war und das passt jetzt wiederum auch zu dem Antwort mit Frankfurt. Wir wollen eben explizit nicht in einem alternativ Programm, in einem reinen Alternativprogramm mitmachen. Wenn man das Wort Lager erwähnt ein anderes im Grunde genommen noch schreckliches Wort ist die Szene.

Es wird dann oft von der rechten Szene gesprochen. Der ganze Anspruch mit dem Verlagen und dem Magazin ist es eben nicht irgendwie eine Szene zu sein oder eine Szène abzubilden. Das hat auch schon so. was Postmodernistisch verfallendes habe ich das Gefühl, sich dagegen zu wehren oder da bei so was nicht mitzumachen ist es ein entscheidender Impuls gewesen von Beginn an.

Jetzt ist Seitenwechsel. aber wenn man sich anschaut eben wie sich das Ganze jetzt im zweiten Jahr entwickelt durchaus kein reines Alternativprogramm. Man hat eine Messe gemacht die durchaus oder man organisiert eine Misse die durchaus als Gegensatz zu Frankfurt stehen könnte, aber in vielerlei Hinsicht jetzt nicht genuin eine Messe für Rechte ist oder eine Masse für Neurechte sondern einen breiten Rahmen abbildet.

Und deswegen war jetzt die Entscheidung da mitzu- oder stand am Ende die Entscheidung damit zu machen, aber explizit auch eben noch die Entscheidung von Frankfurt oder im Übrigen auch von Leipzig wo wir nächstes Jahr dabei sein werden, nicht abzulassen weil wir uns eben nicht verorten. Wir wollen nicht teilt sozusagen einer bestimmten Szene sein sondern das Ganze in einer gewissen Totalität aus.

Ist es denn nochmal kurz nachgefragt etwas, dass die konservativen Rechten generell mitgeben würden? Dass man aufhören soll sich selbst zu milieusieren und versuchen Anschluss zu finden in den großen tagespolitischen Fragen? ist das etwas was sie jetzt nur für sich selber und ihr Projekt in Anspruch nehmen oder ist das eine tatsächlich eine Kritik an der deutschen Rechten am deutschen Konservatismus insgesamt?

Ja von meiner Warte aus jetzt mit der großen Kritik zu beginnen weiß nicht ob das richtig ist, ob das recht ist. Für uns nehmen wir es alle mal in Anspruch. ganz allgemein gesprochen so als Bestandsaufnahme oder als Analyse dessen was jetzt innerhalb der Rechen innerhalb des Konservativen in den letzten zwei drei Jahrzehnt passiert ist glaube ich schon dass es nottut sich Ja, einer radikal alternativen Positionierung eher frei zu schwimmen.

Ich meine heutzutage gerade im politischen natürlich so das Wort... Das Unwort ist ja die Brandmauer und wenn man eben jetzt arbeite ich explizit mit den Lagern. Wenn man von den anderen vom Mainstream-Lager verlangt sie müssten oder es wäre notwendig quasi die Brandmauer fallen zu lassen und was das politische Betrift explizit auf inhaltliches zu schauen, dann muss es von unserer Seite auch verlangt sein.

Dass da eine Öffnung stattfindet dass man da schaut wo gibt es tatsächlich Möglichkeiten ja an Anknüpfung zu finden? Wo gibt es wirklich Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen? Ja Wie bewerten Sie denn da nochmal die Beziehung ihres Verlags generell zur Parteipolitik? Ich glaube es fällt schon auf, dass sie in den vergangenen Monaten sehr prominente AfD-Politiker zum Beispiel in ihr Verlachsprogramm aufgenommen haben.

Den Europa-Roman, den Großen von Maximilian gerade auch viel Aufmerksamkeit erregt hat und auch das Kulturpolitikbuch von Hans Thomas Tilschneider beides sehr prominente AfD- Politiker gerade weil sie von Unabhängigkeit sprachen, sehen Sie da irgendwie ein Konflikt? Oder ist das für Sie selbstverständlich dass man auch konservative rechte Politiker in einem Verlag verlegen kann ohne sich da zu sehr sage mal ins tagespolitische Grabengefecht zu begeben.

Ja grundsätzlich sind wir natürlich vollkommen frei und unabhängig unser Programm auszuwählen im Übrigen auch unabhängig von staatlichen Geldern, von sonstigen Geldgebern. Deswegen ist da am Anfang diese Freiheit der Entscheidung. zum zweiten ist es natürlich so dass wir eine bestimmte weltanschauliche, auch eine bestimmten ästhetische Positionierung haben und nach diesem Maßstab entscheiden wir, welchen Autor oder welche Autoren wir aufnehmen und welches Programm wir gestalten.

Und alle die genannten jetzt auch wie im Fall von Maximilian Grau der Hans-Domas Tillschneider passen grundsätzlich zu unserer weltanschaulich ästhetischen Linie und ich sehe dann keine Notwendigkeit sozusagen da eine vor dem Hauptstrom ohnehin nicht. also das Buch war in Frankfurt also insbesondere ist das Buch vom Hans Thomas Tillschner.

die Kulturpolitik haben wir in Frankfurt ausgestellt und hat durchaus auch Käufer gefunden, viele Käufe gefunden muss man sagen. Also dieser Eindruck dass man dort... Die reagieren da die Leute. also es ist ja total interessant wenn sie dann dazu gegen sind Sie werden ja wahrscheinlich der bunte Hunter sein.

Da gucken sich die Leute an und zeigen guck mal da! Die verrückten Rechten oder Fragen, warum habt ihr immer Handzug an? Wie läuft das so? Das kommt häufig. Das hat eher keine besonderen weltanschaulichen Beweggründe. die Leute ziehen sich normalerweise eben wenn sie auf eine Buchmesse gehen legerer an.

Die interessanteste Erfahrung war tatsächlich am letzten Messetag. recht relativ zum Ende kam dann Bodo Ramello vorbei Am Stand schaute etwas skeptisch, wir luden ihn ein. Und ja er entgegnete mit ihnen bestimmt nicht und zog dann von dann... Ja das war in der Tat schade. also mit Boto Rammelow hätte uns in dem Fall auch gerne unterhalten.

Das wars im Grunde genommen sozusagen wenn man so möchte mit den negativen Erfahrungen ansonsten auf der Frankfurter Buchmesse eigentlich relativ freundlich und wie gesagt durchaus auch, um auf die Frage von vorhin zurückzukommen. Durchaus auch wohlwollend was jetzt unsere Titel betrifft also gerade das Buch von Hans-Domas Dillschneider wo man sagen würde Das ist jetzt keines was so innerhalb des Mainstream irgendwie sehr rezipiert wird oder rezipieren werden könnte.

Aber auch das, also es gab in der Welt eine Besprechung die sehr objektiv war und bringt uns vielleicht wieder zurück zum Mainstream sozusagen. Und was da jetzt so die Anknüpfungspunkte sein können? Ich frage das auch deshalb weil unsere Leser ja interessiert bei aller Schöngheistigkeit, die natürlich auch sehr wichtig ist für sie als Verleger und Personen politisch stehen.

Und da hatten sie jetzt, wenn ich mich nicht zu letzt einen Aufsatz geschrieben bei Fiume über Staatskultur. Dann hat sich auch über ganz konkrete politische Fragen geäußert. also ich glaube er ging es vor allem um Fragen des Social-Media-Verbots dass Sie als Beispiel genommen haben um eben ich glaube ja korrigieren Sie mich bitte den Staat eine Art formgebende Präsenz in der Gesellschaft wieder in seinen Recht zu setzen so als Plädoyer für eine bestimmte Formschöpfung als Plädoyee generell für eine bestimmte Form von Staatskunst, glaube ich auch.

Und da hatten sie zum Beispiel ein paar Song gesagt Klarnnamenpflicht im Internet oder Social-Media-Verbot und dann kann man eine Zahl einsetzen usw. Sind das so Standpunkte auf die man jetzt nicht in Verlag natürlich aber Sie persönlich als Verleger fest nageln kann? Ja also ich schreibe nur was ich auch meine durchaus da auch mit fest Nagelung.

Nein, also wir kommen wieder zurück zu rechten. ich glaube dass sehr viele Elemente die heute als rechts wahrgenommen werden oder als neu rechts wahr genommen werden gerade was diesen sozialmedialen Raum betrifft in Wahrheit und in Wirklichkeit und wenn man sich einer genauen Prüfung unterzieht gar nicht recht sind Sondern im Grunde genommen, sie speisen aus einem ja.

Aus einem anti staatlichen beziehungsweise aus einer Gegenhaltung gegen das staatliche in seiner in seiner Totalität. Das betrifft die kulturelle Dimensionen das betriffe dann auch konkrete politische Handhabe und so weiter. jetzt kann man natürlich Gut und gerne gegen diesen Staat sein und ich glaube insbesondere wenn man sich eben auf der Allgemein auf der Rechten befindet, ist es auch gut und richtig, gegen viele Dinge zu sein wie sich dieser Staat irgendwie ausdrückt.

Man darf allerdings nicht den Fehler machen das Ganze als ein absolutes Gegensein, als radikal Oppositionen gegen staatliche Strukturen überhaupt. Das ist eben nicht rechts. Wenn wir dazu sprechen kommen auf Social Media, ist es eben insbesondere nicht rechts aus so einem Impetus des radikal-liberalen Auszugehen und zu sagen dieser rechtsfreie Raum Internet und dieser ästhetisch freien Raum Internet da ist alles möglich.

Und das ist sozusagen das letzte Vehikel um sich irgendwie gegen den Staat zu wehren. Ich glaube nicht dass das der Weg ist. Sondern es gibt Elemente gerade in der ästhetischen Inszenierung von Staatlichkeit, wo es absolut notwendig ist dass es da eine Kontinuität gibt und eben nicht Revolution oder Querolantentum was sich dann im Internet oft breit macht.

Kann man sie als partei, als literarische Partei gegen Slop und Boomer Kacheln im großen Stil bezeichnen. Ja das würde ich der Support unterschreiben! Das ist interessant weil... Ich frage deswegen auch nochmal wegen Social Media-Verbot nach, weil gerade Ihr Auftritt bei Fiume und Castro zum Beispiel auf Plattform WX war ja noch mal, hat ja noch einmal, sage mal so eine kleine Revolution dargestellt in der Art und Weise wie Rechte kommunizieren.

Da gibt es teilweise so kryptische, mit feststelltasche aktiviert. Fume ist wach und so weiter. das ist ja alles sagen wir mal ganz vorsichtig jetzt nicht der gewohnte stil. da gab es zur anfangszeit glaube ich auch hasche polemiken mit einigen alteingesessenen der rechten usw. aber das hat ihnen natürlich alles auch reichweite verschafft.

wie ist also ihre erfahrung als verleger? Was heißt Social Media auf der Rechten heute? Sehen Sie das als nützliches Instrument, sie waren selber gerade sehr kritisch was die sozialen Medien betrifft. Würden Sie Ihren eigenen Account wenn Sie etwas zu sagen hätten verbieten? also wie ist da Ihr Standpunkt?

Ja in jedem Fall geht es darum diese Mechanismen die auf Social media wesentlich sind und obwalten die zu erkennen. und klarerweise gibt es dann bestimmte Regeln Formen, wie diese Plattformen funktionieren. Man versucht sie irgendwie zu erkennen und man versucht sich denen anzupassen um dieses Spiel irgendwie dann mitzumachen.

Das ist der eine Punkt. so also man hat ein Spiel oder gewisse spielregeln Und man versucht innerhalb dieses Spiels dann Dinge zu tun. das schließt aber nicht aus dass man das spiel dann insgesamt insbesondere in seinem Einfluss dann auf auf Ja, außerhalb des digitalen Befindliche. Dass man das nicht kritisieren oder dass man es nicht anders sehen darf und dass man das insbesondere auch nicht als kompatibel ansehen darf bezüglich rechter Positionen.

Es ist eben keine rechte Position für eine absolute Liberalisierung des medialen Raums einzustehen sondern eben durchaus für sowas wie Gatekeeping, für so was wie Formstruktur ästhetische Standards in der Handhabe von medialer Präsenz. Natürlich ist durch die Alternativmedien, durch das Aufkommen der Alternativ-Medien unfassbare Dynamik reingekommen und man kann sie jetzt verschiedentlich aus verschiedenen Blickwinkeln auch analysieren.

was ich nur sage ist dass ein Großteil dieser Bewegung eben nicht rechts im Sinne eines konservativen Verständnisses ist. Okay also gehen Sie dann mit Schiller und seiner ästhetischen Erziehung des Menschengeschlechts gut voran Versuchen sie ein bisschen durch quasi ästhetische Standards, quasi auf ein politisches Milieu einzuwirken.

Ja die tun Not. ja. also gerade gerade die ästetische Erziehung des die erwähnte ästätische Erziehungen des Menschen auch aus seiner Entpolitisierung. im Grunde genommen ist absolut notwendig so die Markt die Grenze zwischen staatlicher Sphäre und privatersphäre, das durcheinander geraten dieser Elemente.

Die ist doch sehr fatal! Und bitte da mich nicht missverstehen ich rede hier... Das habe ich auch versucht in diesem neuen Essay von mir darzustellen Ich rede hier nicht so einem übergriffigen Etatismus. das Wort ganz und gar nicht nur die Grenze sozusagen dessen was Privat ist und was staatlich ist möglich gerade auch in sowas wie Kleidungsstil umgangsformen etc.

Gerade dort ist es eben wichtig zu unterscheiden, was ist öffentliches was ist privat? Und Social Media geriert sich so. da liegt vielleicht auch ein bisschen die Natur dieser. diese Dinge Gerät sich sowie das große Wohnzimmer. also das ist im Grunde genommen die Hyperbolisierung des privaten das Aussichtgehendes privaten.

Wir müssen schon glaube ich wieder dahin gehen, zu sagen das ist Social Media ist eben auch öffentlicher Raum und in diesem öffentlichen Raum gibt es Baumens des Anstands, des Stils. Und die gilt es zu wahren oder man wird sanktioniert? Okay sehr interessant. gleich noch zum Schluss weil ich glaube jetzt spätestens sind denn doch die meisten unserer Zuschauer neugierig geworden.

Sie bieten in Ihrem Verlag neben den Klassikern Strundberg zum Beispiel, sie haben auch Daphne Mirabeau. Sie haben noch viele andere. Esra Pound z.B., wir hatten sie selber schon erwähnt. Auch Newcomer wie Z.B. Sebastian Schwerzel, damit es gezeugt man tatsächlich für Betrechtliches Aussehen gesorgt hat über die rechte Literatur Szene.

Ich eröffne jetzt das Wort hinaus. Was kann man sich in den nächsten ... Wochen und sagen wir mal eher Monaten, auch jenseits der Buchmesse. Vielleicht verraten Sie uns eine Kleinigkeit für neue Titel erwarten? Nun, wir werden Ende des Jahres unser Frühjahrsprogramm vorstellen mit einigen... Mit vielen Überraschungen!

Wir planen noch ein viertes Fumeheft vor Weihnachten, auch mit sehr vielen Überrassungen. Die konkreten Titel kann ich jetzt natürlich noch nicht alle verraten. Grundsätzlich wollen wir und werden den Verlag weiterhin in dieser Mischung aus wieder entdeckter klassischer Literatur und neuen Autoren halten.

bezogen auf die Positionierung, vielleicht auch auf welchen Teil ihrer Frage abzielen Die Zuschauer interessant werden wir durchaus eine bestimmte politische Dimension innerhalb des Verlags auch das Magazins beibehalten, vielleicht sogar noch bestärken. Diese Position aber nicht als konkreten Zugriff als primat des politischen Betrachten sondern als als Notwendigkeit unserer Zeit.

Das heißt es gibt schon ein bei uns einen einen Anfangspunkt, das ist die Kultur, Rheinkultur auch aus dieser doppelten Perspektive. Ist ja auch der Untertitel Magazin für Rheinculturen? Das Magazins genau und diese reine Kultur sozusagen auch wie gesagt diese Doppeldeutigkeit natürlich des Begriffs also auch als Magazin was rein aus einer kulturellen Sphäre, aus einem kulturell Topos heraus agiert aber natürlich auch diese politischen Elemente aufgreift diese politischen Elemente dann oder die politischen Fragen auch ganz klar im Fokus hat.

also das vierte heft gerade das vierter heft wird ganz explizit. Auch dieser trennlinie wenn man so möchte, die brandmauer zum thema haben also vielleicht auch ein beitrag dazu leisten dass von ronald dragon dieses teardown this wall diesen Sager bezogen auf die Berliner Mauer. Und wenn man es so möchte, wollen wir glaube ich mit dem vierten Heft durchaus einen Beitrag dazu leisten dass diese kulturelle politische Brandmauer ein Stück weit fällt.

Interessant also ein Kulturmagazin das dann doch immer wieder politische Invektiven anbringt? Ich wollte Sie noch fragen haben sie Bock auf ein Social Media Game. Wir wollen sie in einer alten konservativen Tugentesten, nämlich das sogenannte Ranking. Das wollen wir jetzt bei Ihnen mal probieren mit den Größen und vielleicht auch Scheingrösen der klassischen und modernen Literatur.

Ich fange an mit dem ersten Namen Berthold Brecht. Äh... Bertholt Brecht würde ich auf die Acht setzen! Bertholbrecht auf die acht? Wohin kommt Sophie Passmann? Sophie Passmann, also ja kenne ich nicht ganz so gut. Ich nehme mal die sieben. Sophie Passman ist cooler als bei Tollbrecht. Nehmen wir mal eine andere Einschläge-Geröße Stefan Georgi.

Ich kann mir nicht vorstellen das Besseres kommt. Also Stefan Georg auf die eins, ganz klar! Stefan Georg auch auf die Eins? Das wirst du geboten? Ernst Jünga Die drei. Ich hoffe, dass da für die zwei noch etwas kommt. Ich glaube das ist da für sie noch etwas. Wenn wir ja sehen, vielleicht kommt Sebastian Vitzek auf die zwei.

Sebastian Vizzek würde ich auf die zehn machen. Bummer Letzter, pur Vizek tut uns leid, aber Albania gesprochen Franz Kafka. Franz Kafka würde ich auch die sechs machen. Fangen wir mal von der quasi modernen Klassik hin zur reinen moderne N-Karsten, die Literaturnobelpressträge ran. Wir haben noch die neuen offen her.

Ja auf die neuen Karsten! Jetzt wird's nämlich hängen. langsam Michelle Wallbeck... Auf die Vier! Gut und jetzt sind das die letzten Plätze, die noch übrig sind? Jetzt müssen sie aber was Gutes, ihr werdet auch die zwei, jetzt muss noch... Das wird jetzt nämlich witzig, dürfen noch zwei Giganten besetzen.

Da können sie jetzt nichts für, aber Thomas Mann? Äh... Thomas Mann auf die zwei. Ach! Die waren so gut. Ja oder Sie meinen es so wie Sie sagen. dann jetzt kommt Johann Wolfgang von Goethe. Was hatten wir noch übrig? Die fünf bist du übrig? Ich erwerte das ... Wir werden das so schreiben. Ledio Albani findet Goethen nur so mittel.

Natürlich ganz schrecklich. Das ist ja das Schöne an diesem Spiel, dass alles natürlich wahr ist was hier rauskommt und dass sie das alles auch so meinen was Sie sagen. Ich hab's am Ende mit der Angst zu tun bekommen, dass die zwei ja gut äh.. Aber Ich glaube, insgesamt kann man das nehmen. Diese Wertungen ohne Gewehr von Lidio Albani.

Herr Albani ich bedanke mich sehr für dieses Gespräch. Ich glaube auch unseren Zuschauern wird da viel Neues mit untergekommen sein. haben Sie vielen Dank für Ihre Auskünfte. wir bedanken uns natürlich auch bei Ihnen dass sie heute eingeschaltet haben. abonnieren Sie uns bitte auf all unseren Kanälen YouTube TikTok und Instagram.

bleiben Sie auch in Zukunft der Jungfreiheit und unserem Team gewogen.

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