Kaffeemacher Podcast· Folge 81

LAP Coffee wird beschmiert. Cotti Coffee nicht. Warum?

Samstag, 6. Juni 2026 · 15 min

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Shownotes

STANDPUNKT
Lab Coffee: 26 Filialen, Cappuccino für 2,50 Euro, Venture Capital im Rücken, Gründer mit Red-Bull-Vergangenheit. Die Specialty-Szene lief Sturm, Medien berichteten, Läden wurden beschmiert.

Und dann, so etwas wie im Windschatten, kam Cotti Coffee aus China. Noch günstiger, noch grösser, 20'000 Filialen in 28 Ländern, aber die Reaktionen blieben aus. Kein Aufschrei, keine Farbbeutel, kaum Tagesmedien.

In diesem STANDPUNKT bespreche ich, warum Protest ein Gesicht braucht, damit er verfängt. Das geht gut bei Gründer-getriebenen Firmen, aber nicht bei anonymen chinesischen Franchise-Konzernen, da läuft Protest ins Leere.

Und dann ist da noch die Preisfrage. 1,50 Euro für einen Espresso: Ist es wirklich zu billig? In Italien finden wir es ok. Und wer sich an teureren Kaffee gewöhnt hat, liest in tiefen Preisen einen Angriff. Wer ohnehin günstig kauft oder kaufen muss, sieht bei LAP und Cotti kein Problem.

Und noch etwas: Specialty Coffee und Kiez-Cafés sind meiner Meinung nach nicht die bedrohte Spezies in diesem Szenario. Der Vergleich hinkt. Verschiedene Konzepte treffen auf verschiedene Menschen. Wer ein soziales Café führt, einen Ort mit Haltung und Gemeinschaft, konkurriert nicht mit einem vollautomatisierten Kiosk. Aber die Starbuckses und McCafés dieser Welt haben neue Konkurrenz bekommen.

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