
Kinder sind auch Menschen· Staffel 1· Folge 1
Nachgehört: Geschwister
Sonntag, 30. November 2025 · 8 min
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Shownotes
Ihr habt nachgefragt: Was sind meine liebsten kooperativen Gesellschaftsspiele?
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Ach du grüne Neune! Es ist doch Sonntag! Warum gibt es jetzt wieder eine Podcast-Folge? Und hä? Warum ist sie nur so kurz? Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt! So ungefähr stelle ich mir das vor, wie ihr reagiert, wenn ihr jetzt gerade seht, dass hier noch eine Folge ist. Überraschung! Folgendes ist der Plan.
Jeden Sonntag wird es nochmal so eine Art Recap-Folge zur Mittwochsfolge geben, weil ich sende ja am Mittwoch immer diese Themen so hinaus in die Welt. Lebe wohl, kleine Folge, mach's gut. So sage ich immer, wenn ich die dann abgeschickt habe. Und dann bekomme ich von euch Rückmeldung über Kommentare bei YouTube, Spotify, ihr schreibt mir Nachrichten bei Instagram und so.
Und dann merke ich, aha, das habe ich wohl nicht so genailed. Oder, ah, okay, an dem Punkt sind noch ganz viele Fragen. Oder, oder, oder. Und dann, ich pfiffi Kuss, dachte ich, ich könnte das ja dann am Sonntag immer nochmal aufgreifen. Tada, da sind wir. Das Problem ist nur, ich habe keinen Namen für diese Kiste.
Mir fällt nichts ein. So, weiß ich nicht, Shorty, Quicky, das klingt doch irgendwie alles doof. Wie könnte ich das denn nennen? Ich weiß es nicht. Und das Problem ist, dass es jetzt schon bald Sonntag ist. Ach nee, nein, ich mach's folgendermaßen. Ich mach's folgendermaßen. Ich frag euch bei Instagram.
Ich lass euch das aussuchen. Das ist doch ne kluge Idee, weil ihr seid doch kreativ und witzig und klug und alles. Hab ich jetzt gemerkt in den letzten Tagen, wo ich euch kennenlernen durfte. Und dann entscheidet ihr das einfach. Das heißt, jetzt, wo ihr das hier hört, was ich hier gerade ins Mikrofon reinrede, zu diesem Zeitpunkt wisst ihr ja schon, wie es heißen wird, weil Folge ist ja dann schon erschienen und hat ja dann schon einen Namen.
Aber ich jetzt, wo ich es aufnehme, ich weiß es noch nicht. Das unterhält mich gerade. Das ist doch ein witziger Zeitclash, den ich hier gerade empfinde. Aber vielleicht empfinde auch nur ich das so. Okay, wir kommen zum Inhalt dieser Minifolge. Und zwar haben mich einige Menschen gefragt, was sind denn Gesellschaftsspiele, die kooperativ sind, die ich empfehlen würde.
Ich habe ja in der Folge gesagt, Geschwister kann man stärken, Geschwisterbeziehungen kann man stärken. Zum Beispiel unter anderem, indem man eben nicht Spiele gegeneinander spielt, sondern kooperative Gesellschaftsspiele spielt. So, und da habt ihr zu Recht gefragt, ja meine Güte, was denn zum Beispiel?
Hättest du nicht mal wenigstens ein Beispiel nennen können? Ja, hätte ich machen können. Kommt jetzt. Wir teilen das so ein bisschen nach Altersangaben auf. Ihr kriegt von mir selbstverständlich keine klaren Altersangaben. Das werdet ihr bei mir bei gar keinem Thema kriegen. Weil auch Kinder mit drei, also auch Menschen mit drei sehr unterschiedlich sind.
Weil Kinder sind auch Menschen. Ihr wisst. Wir fangen an mit dem Alter, wo sie anfangen, so Regelspiele zu spielen. Die ersten Regelspiele. Das sind Brettspiele. Ich empfehle euch Tempo kleine Fische und Caruba Junior. Das sind beides Brettspiele, so ein bisschen Abenteuerspiele. Einmal bei Tempo kleine Fische geht es darum, die kleinen Fische sicher ins Meer zu kriegen, bevor sie von Fischern gefangen werden.
Das heißt, gemeinsam versucht man diese Fische ins sichere Ziel zu bringen. Und bei Caruba Junior geht es darum, dass die Kinder als Team so Wege legen und Schätze finden, bevor die Piraten auf diese Insel kommen, um die Schätze zu finden. Also auch da wieder Kinder gemeinsam gegen entweder Fischer oder Piraten.
Wenn die Kinder ein bisschen älter werden und auch ein bisschen mehr Lust haben vielleicht auf so Detektiv-Spiele etc. und auch schon ein bisschen mehr Verständnis haben für Regeln bei Gesellschaftsspielen, empfehle ich euch sowohl SchnappTubi als auch WerWars, CanSave, die meisten von euch. Das sind nämlich beides so interaktive Hörspiel-Brettspiele, könnte man sagen. Also das sind elektronische Spiele. Und bei SchnappTubi geht es darum, den unsichtbaren Geist, Hubi, ist also wirklich auch nicht gruselig, zu fangen. Ja, und man muss sich halt dabei so abstimmen. Und bei Wer war's ist es eher so ein elektronisches Detektivspiel.
Man sammelt gemeinsam Hinweise und schließt Verdächtige aus und rettet dann das Schloss vor dem Dieb. Also auch total süß, ganz liebevoll gemacht und einfach sehr witzig, weil man halt Stimmen hört durch diese Elektronik. Das ist tatsächlich sehr cool. Und nun für noch ältere Kinder, also jetzt wirklich so Richtung schon so Teenager-Alter und auch tatsächlich für Erwachsene untereinander, liebe ich das Spiel The Game.
Das ist jetzt kein Brettspiel mehr wie die ganzen davor, sondern ein Kartenspiel. Und da versuchen alle gemeinsam vier Kartenstapel so in der richtigen Reihenfolge zu spielen, dass man so lange wie möglich durchhält oder so wenig Karten am Ende wie möglich noch übrig hat. Das ist sehr, sehr cool und halt kooperativ.
Ebenso cool ist The Mind. Ihr seht schon, sobald die Kinder älter werden, werden die Namen auch so cool. The Game, The Mind. An diesem Spiel liebe ich, dass das still ist. Also das ist ein stummes Spiel. Das heißt, auch wieder miteinander als Team geht es darum, dass wir alle unsere Karten in aufsteigender Reihenfolge ausspielen müssen. ohne uns miteinander abzusprechen. Das ist so cool, Leute.
Da muss man sich so feinfühlig beobachten und auch kennen und einschätzen können. Großartig. Das empfehle ich euch ganz unbedingt. Und ganz am Ende empfehle ich noch ein Spiel, das gar nicht für ein konkretes Alter gedacht ist, sondern für alle Altersklassen gut funktioniert. Und das zielt darauf ab, dass Quatsch machen zusammen so toll ist.
Das habe ich ja in der Folge am Mittwoch auch nochmal so gesagt, dass diese Quatsch-Situationen unter den Kindern, unter den Geschwistern auch so wahnsinnig schön sind und so ganz viele tolle Bindungs- und Beziehungsmomente schaffen können. Und so ein richtig schönes Quatschspiel ist Pencil Nose, also Stift Nase.
Und das beschreibt das Spiel ehrlich gesagt ziemlich gut. Man kriegt so eine Plastikbrille aufgesetzt und in der Mitte, dort wo die Nase ist, ist ein Stift. Und mit diesem Stift malt man dann bestimmte Begriffe, die man sich ausdenkt oder auf Karten liest, auf so eine Plexiglasscheibe. Und die anderen versuchen, diese Begriffe zu raten. Und das ist so witzig!
Also man spielt da eben auch nicht gegeneinander, sondern einer gibt sich Mühe, gut zu malen, gut erkenntlich. Spoiler, es ist anspruchsvoll, ich sag's euch. Und die anderen geben sich Mühe, es richtig zu erraten. Und das ist ein so funny Spiel, dass also richtig gut zu diesem Quatsch machen gedacht ist. Und das ist eben, das ist für alle lustig. Also man muss das natürlich so ein bisschen motorisch hinkriegen, so ein bisschen wenigstens. Aber ansonsten ist das tatsächlich für alle Altersklassen einfach sehr, sehr cool. Boah, habt ihr mal versucht, innerhalb von ein paar Minuten so ganz schnell Gesellschaftsspiele zu erklären? Das war eine ganz schön anspruchsvolle Kiste, ey. So, ich denke, dass viele von
euch diese Spiele kennen. Das waren jetzt keine Ultra-Geheimtipps. Falls ihr aber tatsächlich eins gehört habt, wo ihr dachtet, oh, das merke ich mir mal, das haben wir noch gar nicht oder das kenne ich gar nicht, dann fragt bei Freundinnen und Nachbarinnen nach und so, ob die das haben und euch leihen können. Oder geht in Apotheken und ...
Ach, ja, genau! Ja, bitte. Könntet ihr mir bitte den Gefallen tun? Geht bitte in Apotheke und fragt nach The Mind oder Karuba Junior. Ach herrje. Okay, also ich wollte nicht Apotheke sagen, ich wollte Bibliothek sagen. Es gibt Bibliotheken, da kann man Gesellschaftsspiele ausleihen. Also auch das lohnt sich da mal zu gucken.
Und bald ist ja auch Weihnachten. Da könnt ihr euch ja auch ein Spiel als Familie gönnen oder schenken lassen. Also vielleicht hat sich der ein oder andere hier inspirieren lassen. Das würde mich sehr freuen. Und das war's auch schon mit dieser Sonntagsfolge, wie auch immer sie jetzt heißt. Und dann hören wir uns nächste Woche Mittwoch wieder und da wird passenderweise das Thema was sein.
Weihnachten. Wie ist das? Dürfen wir dem Kind die Lüge des Weihnachtsmanns und des Christkinds erzählen? Warum ist die Weihnachtszeit so unfassbar anstrengend für Familien und vor allem für Mütter, sagen wir wie es ist, aber auch für neurodivergente Kinder zum Beispiel und neurodivergente Erwachsene?
Und ich bringe auch ganz, ganz konkrete Ideen mit, womit man doch auch inmitten dieser wirklich anspruchsvollen, stressigen Zeit so ein bisschen den Weihnachtsfunkel erhalten kann oder schaffen kann. Ganz ohne, dass es aufwendig und kompliziert ist oder Dreck macht. Denn so brauchen wir Eltern das. Cool, das war's.
Wir hören uns am Mittwoch wieder. Bis dann.