Kinder sind auch Menschen· Staffel 1· Folge 2

Nachgehört: Weihnachtszeit

Sonntag, 7. Dezember 2025 · 8 min

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Shownotes

Eure Tipps und Inspirationen dazu, wie man die Weihnachtszeit und Weihnachten bedarfsgerecht an Kinder anpassen kann (Think outside the box at its best!)

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Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all zur Nachgehörtfolge mit viel akustischem Schall. Oder so. Also willkommen zur zweiten Nachgehörtfolge. Natürlich zum Thema Weihnachten. Heute, liebe Leute, möchte ich Inhalte von euch teilen. weil ihr mir nämlich in verschiedenen Nachrichten und Kommentaren ganz tolle Inspirationen geschickt habt, wie man die Weihnachtszeit, Adventskalender, Wichtel, Heiligabend und so weiter familiengerecht anpassen kann. Also an eure Bedürfnisse, an die Bedürfnisse eurer Kinder und so weiter.

Ich hatte ja in der Podcast Folge euch dazu eingeladen, wirklich mal außerhalb dieser So muss Weihnachten sein Regeln zu denken und zu überlegen, wie können wir das wirklich gestalten, ganz selbstbestimmt anpacken und anpassen, so wie wir es jetzt gerade brauchen, sodass wir ein bedarfsgerechtes Weihnachten feiern können. Und da habt ihr so tolle Ideen gehabt, die ich jetzt gar nicht hier alle reinpacken kann, sonst wird die Nachgehörtfolge so lange wie eine normale Mittwochsfolge. Ich glaube, ich picke mal vier Sachen raus. Das erste ist, überlegen, wann, wie, wo war es mit Geschenken? Können wir nicht schon am 24.

auch morgens vielleicht die Geschenke auspacken? Können wir vielleicht die Geschenke nacheinander hinlegen und nicht, dass die Kinder dann so kommen und unter diesem Weihnachtsbaum liegen Trilliausengeschenke und sie sind direkt überfordert von dieser Masse? Müssen Geschenke eingepackt sein? Fand ich auch ganz toll, dass es eine Familie gibt, die packen das nicht ein, weil da direkt dann eben wieder nicht dieser Packt es aus, mach schneller, alle starren dich an.

Und dann was ist wohl drin? Erwartung, Enttäuschung. Ihr wisst, Eine Familie macht es auch so, dass es morgens am 24. ein einziges Geschenk gibt und dann eben den ganzen Rest am 24. abends. Aber dann haben die Kinder eben morgens direkt was, womit man spielen kann. Und das ist den ganzen Tag irgendwie über schon cool.

Und das nimmt ein bisschen den Druck auch weg. Also das Thema eben ganz klar nochmal anschauen. Vielleicht den Kindern auch sogar sagen, was sie geschenkt bekommen, weil eben diese Überraschungen, habe ich ja auch am Mittwoch erzählt, gar nicht immer unbedingt nur schön sind. Die zweite Idee ist, wie gestalten wir Familienbesuch?

Also richtig schön fand ich, eine Mutter hat mir geschrieben, dass sie am 25. und 26. eben verschiedensten Verwandtenbesuch erwarten und sie den Erwachsenen, die dort zu Besuch kommen, davor immer noch mal eine WhatsApp schreibt oder eine andere Nachricht über einen Messenger der Wahl und noch mal daran erinnert, dass der Besuch bitte mit ihren Kindern spielt.

Nicht die ganze Zeit. Natürlich darf man auch als Erwachsener einfach zusammensitzen, Kekse knuspern und plauschen und was weiß ich. Aber auch alle Erwachsene fühlen sich bitte auch verantwortlich, mit Kindern zu spielen. Wisst ihr warum? Warum es wichtig ist, dass Kinder nicht einfach nur da sind, aber bitte einfach in einem anderen Zimmer, weil sind ja Kinder einfach leise, entspannt miteinander spielen, damit die Erwachsene Ruhe reden können. Das machen wir nicht, weil Kinder sind auch Menschen. Und wir kämen ja auch so nicht auf die Idee, Leute zu besuchen, aber einen Menschen, der dort wohnt, einfach zu ignorieren. Das ist doch verrückt.

Fand ich eine sehr schöne Idee. Ich möchte da vielleicht auch nochmal hinzufügen, wenn es so Verwandte gibt, die ja vielleicht auch nicht so gut die Grenzen des Kindes lesen und auch wahren können, da kann man auch wirklich mit einem Kind, wenn es schon dem Alter ist, auch wirklich in so Minirollenspielen üben, zu sagen, Wenn Oma mich umarmt und ich das nicht möchte, dann rufe ich schon von weiter weg sowas wie Hallo Oma, ich winke dir oder sowas.

Oder mein Körper, meine Regeln und so und dem Kind auch helfen dafür einzustehen natürlich. Und bei Verwandtenbesuch auch eine sehr schöne Idee kam auch mehrfach von euch, einen Rückzugsort ermöglichen mit Kopfhörern, Schallschutzkopfhörern oder der Möglichkeit eben dann ein Hörspiel zu hören oder so. Und andere Regulationswerkzeuge, die dem Kind gut tun. Vielleicht auch einfach Erwachsene, die dann sagen, komm, wir machen mal eine kleine Höhlenpause und wir kuscheln uns mal da hinten in die Höhle rein und ich lese dir mal ein Buch vor oder sowas.

Also auch das fand ich eine ganz Tolle Strategie. Ist ja voll schön, wenn Kinder schon lernen dürfen, da auf sich zu hören und dann wirklich auch sich für Pausen einzusetzen. Und der letzte Aspekt ist der Aspekt Essen. Ja, Essen und Weihnachten, das gehört natürlich elementar zueinander. Und auch da jeder hat so Vorstellungen davon. Das ist doch Weihnachtsessen und so. Und diese Tradition darf sich auch nicht verändern. Und das ist aber oft Essen, das für Kinder schwierig ist, weil das ist dann der Fondue-Topf und hat immer Vorsicht und heiß und es besteht immer die Gefahr, alles wird chaotisch und kippt um und irgendjemand verbrennt sich, auch bei Raclette und so. Oder es gibt Fisch und die

Kinder mögen einfach keinen Fisch und so. Und deswegen auch da nochmal wirklich die Einladung. Es ist völlig in Ordnung, den Kindern ihr Safe Food zu machen. Einfach das Lieblingsessen, das sie gerne essen. Das spricht gar nichts dagegen. Und ganz ehrlich, Leute, Wenn Dino Nuggets den Frieden bringen, dann sind Dino Nuggets doch weihnachtlich. Denn darum geht es doch, oder nicht? Und was ich euch vielleicht auch noch als letzten Aspekt mitgeben möchte, ich hab eben schon gesagt, letzter Punkt, ne? Mal gucken, wie viele letzte Punkte noch kommen. Stark.

Da werde ich übrigens auch immer von meinem Mann verarscht. Ich komm ständig und sag so was wie, so drei Punkte, dann sag ich Punkt Nummer eins, Punkt Nummer zwei, der dritte fällt mir immer nicht mehr ein. Naja, gut, scheint jetzt mein neues Ding zu sein, dass ich immer nochmal sage, und letzter Punkt. Okay, also Leute, letzter Punkt.

Schaut euch nochmal das Thema Übergänge an. Für Kinder sind Übergänge sehr, sehr schwer. Guck mal, jetzt bin ich selber drauf reingefallen. Das stimmt gar nicht. Für Erwachsene sind Übergänge auch sehr, sehr schwer. Ich glaube, das ist ein menschliches Thema. Wie viele Erwachsene schaffen es nicht, kurz an der Bushaltestelle zu warten?

Zwei Minuten, weil dieser Übergang so schwierig ist. Dann wird geraucht oder aufs Handy geguckt oder so. Übergänge sind für uns auch wahnsinnig schwierig. Ich sage nur Feierabendbierchen. Das ist ja ein riesiger Übergang von Arbeit zu Feierabend. Da haben wir sogar schön eine Substanz dazu kombiniert, weil wir es nicht ertragen können und uns nichts anderes dafür einfällt.

Also da wirklich nochmal gucken, weil rund um Weihnachten gibt es so viele Übergänge. Von wir gehen zu Hause los und dann zur Kirche und dann wieder zurück oder hier hin oder nochmal zum Weihnachtsmarkt und dann wieder dann. Und dann kommen andere Menschen zu Besuch. Also das sind permanente Veränderungen und das kann total doll raushauen. Da eben vielleicht dem Kind auch vorzumalen, richtig visualisiert, wann passiert was?

Wie ist der Ablauf des Tages? Wo sind wir gerade? Und Übergänge wirklich nicht einfach nur so vorbeiziehen zu lassen. Im Sinne von, zieh dich bitte an, wir gehen jetzt los zum Krippenspiel, sondern da wirklich ganz nah dran zu sein, wenig vom Kind zu erwarten. Keine Ahnung, immer wenn man losgeht, macht ihr ein Weihnachtslied an und ihr zieht dann euer Kind an, auch wenn das groß ist und das eigentlich schon kann.

Also Übergänge nochmal angucken, das ist rund um Weihnachten eine sehr sinnvolle Idee. Genau, also vielen Dank für all eure Rückmeldungen. Das war sehr, sehr bereichernd und deswegen gebe ich sie auch umso gerne hier weiter. Und ich wünsche euch ganz viel Kraft für die weitere Vorweihnachtszeit und vergesst nicht den Glitzer, Zauber, Funkel und so irgendwie in euch drinnen ein klein wenig zu erhalten. Bis nächste Woche.

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