Leben ist mehr· Staffel 2026· Folge 275

Der Bergungsort

Freitag, 2. Oktober 2026 · 6 min

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Shownotes

John André (1750–1780) war ein britischer Major im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In geheimer Mission wurde er zu General Benedict Arnold geschickt, um die Übergabe der Festung West Point an die Briten auszuhandeln. André wurde innerhalb der amerikanischen Linien gefangen genommen, mit belastenden Plänen in seinem Stiefel. General Arnold hingegen konnte sich bei den Briten in Sicherheit bringen.
André wurde von einem von George Washington, dem späteren Präsidenten, eingesetzten Militärgericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Trotz der Vereinbarung, dass in Gefangenschaft geratene Offiziere nicht hingerichtet werden sollten, und trotz aller Bemühungen um seine Begnadigung wurde er am 2. Oktober 1780 als Spion gehängt und unter dem Galgen in Tappan, New York, begraben. An seinem Hinrichtungsort steht ein Denkmal mit den Worten von George Washington: »Er war nicht kriminell, aber er hatte kein Glück. Ein gebildeter Mann und ein hervorragende Offizier.« In England wurde er als Held gefeiert. In der Kirche Westminister Abbey steht ebenfalls ein Denkmal für ihn.
Zwei Tage vor seiner Hinrichtung schrieb er aus dem Gedächtnis das Lied eines unbekannten Dichters auf einen Zettel mit dem Titel: Der Bergungsort. Wenn sich André auch von der irdischen Justiz ungerecht behandelt fühlte, so wusste er sich doch schuldig vor Gott: »Den, der die Welt erschaffen hat, / bekämpfte ich in Wort und Tat. / Verwarf die Gnade fort und fort, / zu stolz für einen Bergungsort.« Im Gegensatz zu seinen irdischen Richtern fand er jedoch Gnade bei der höchsten Instanz: »O Gottes Liebe, die mich rief / aus dem Verderben, groß und tief. / O Gnade, die mich suchte dort, / wardst meiner Seele Bergungsort!« Diese Zuflucht war für ihn Jesus Christus.
Gerrit Alberts

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Freitag, 2. Oktober. Herzlich lieb habe ich dich, Herr, du bist meine Kraft. Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter. Mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Psalm 18, Verse 2 und 3. Der Bergungsort. John Andre, 1750 bis 1780, war ein britischer Major im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

In geheimer Mission wurde er zu General Benedict Arnold geschickt, um die Übergabe der Festung West Point an die Briten auszuhandeln. Andre wurde innerhalb der amerikanischen Linien gefangen genommen, mit belastenden Plänen in seinem Stiefel. General Arnold hingegen konnte sich bei den Briten in Sicherheit bringen.

Andre wurde von einem von George Washington, dem späteren Präsidenten, eingesetzten Militärgericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Trotz der Vereinbarung, dass in Gefangenschaft geratene Offiziere nicht hingerichtet werden sollten und trotz aller Bemühungen um seine Begnadigung wurde er am 2. Oktober 1780 als Spion gehängt und unter dem Galgen in Tappan, New York, begraben.

An seinem Hinrichtungsort steht ein Denkmal mit den Worten von George Washington. Er war nicht kriminell, aber er hatte kein Glück. Ein gebildeter Mann und ein hervorragender Offizier. In England wurde er als Held gefeiert. In der Kirche Westminster Abbey steht ebenfalls ein Denkmal für ihn. Zwei Tage vor seiner Hinrichtung schrieb er aus dem Gedächtnis das Lied eines unbekannten Dichters auf einen Zettel mit dem Titel Der Bergungsort.

Wenn sich Andre auch vor der irdischen Justiz ungerecht behandelt fühlte, so wusste er sich doch schuldig vor Gott. Den, der die Welt erschaffen hat, bekämpfte ich in Wort und Tat, verwarf die Gnade fort und fort, zu stolz für einen Bergungsort. Im Gegensatz zu seinen irdischen Richtern, fand er jedoch Gnade bei der höchsten Instanz.

O Gottes Liebe, die mich rief, aus dem Verderben groß und tief. O Gnade, die mich suchte dort, wards meiner Seele Bergungsort. Diese Zuflucht war für ihn Jesus Christus. Die Frage zum Nachdenken. Was ist so herausragend an Jesus Christus? Der Tipp fürs Leben. Jesus kann uns über den Tod hinaus bei sich bergen.

Die tägliche Bibellese. Johannes 17, Verse 6 bis 26. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast.

Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind dein, und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein, und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.

Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. Jetzt aber komme ich zu dir, und dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.

Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin. Heilige sie durch die Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit.

Wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt, und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit. Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, dass sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.

Gerechter Vater, und die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.

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