MOMENTUM - kevinkellermazza

Abgelehnt, entdeckt, durchgestartet: Wie Steven seinen Traum vom Modeln wahr machte

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 1 h 48

MP3

Shownotes

Von der Banklehre bei der ZKB über Mister Schweiz bis zur eigenen Influencer-Agentur: Steven ist einer der bekanntesten Influencer der Schweiz und hat seinen Weg gegen viele Widerstände gemacht.
Im Momentum Podcast spricht Host Kevin Keller-Mazza mit Steven über seine Kindheit in Schwerzenbach, die Scheidung seiner Eltern und den Moment in Hawaii, als er am Strand als Model entdeckt wurde. Er erzählt, wie er trotz Absagen von Modelagenturen dranblieb, den sicheren Bankjob kündigte und sich als Model selbstständig machte.
Ganz offen spricht Steven über sein Coming-out: über Jahre im Versteck, die Angst vor dem Verlust von Followern und Aufträgen und den Schritt an die Öffentlichkeit 2021, kurz vor der Abstimmung zur Ehe für alle. Ausserdem geht es um seine Hochzeit in Madrid, die Gründung der Agentur Social Leaders mit Sarah, Influencer-Events für Kiko Milano und Dyson mit über 10 Millionen Impressionen, das neue Interior-Projekt Vivi Casa und warum gescheiterte Start-ups zum Unternehmertum dazugehören.
Dazu: Schönheitsideale im Zeitalter von Social Media, warum Authentizität und eine klare Nische heute wichtiger sind als hohe Followerzahlen, und eine Schnellfragerunde mit überraschenden Antworten.
Eine Folge über Mut, Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigenen Träume.

Kapitel

Intro
Begrüssung und Influencer-Alltag im Q4
Kindheit in Schwerzenbach
Gymi-Prüfung, Banklehre und die Scheidung der Eltern
Sprachaufenthalt in Hawaii: Am Strand als Model entdeckt
Modelagenturen, Absagen und der erste Vertrag
Erste Jobs und der Sprung in die Selbstständigkeit
Uni-Boys und Platz 3 bei Mister Schweiz
Das Versteckspiel vor dem Coming-out
Öffentliches Coming-out und die Reaktionen
Social Leaders: Gründung und grosse Events
Traumhochzeit in Madrid
Vivi Casa und gescheiterte Start-ups
Schönheitsideale und Erfolg auf Social Media
Schnellfragerunde und Schlusswort

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ich glaube, es war in der sechsten Klasse. Da mussten wir einen Aufsatz schreiben, was wir später werden wollen. Und ich habe geschrieben, entweder Schauspieler oder CEO einer Firma. Du bist ein Influencer, wahrscheinlich einer der grössten Schweizer Influencer, die wir hier im Lande haben. Wichtig zu erwähnen, ich habe mich schon vor dem, was passiert ist, schon bei Modelagenturen beworben.

Und bis jetzt sind wir abgelehnt worden. Ach krass. Der bekannteste Model der Schweiz wurde abgelehnt. Ja. Siehst du? Ja. Während «Mr. Schweizerweiss» hatte eine Journalistin... Die hat wirklich gesagt, du bist doch schwul und so. Und... Die wollte mich dann so verführen. Um bis zum Gegenteil zu beweisen.

Wirklich? Ja. Und ich habe dann so ein bisschen mitgespielt. Ich glaube, wenn ich meinem jüngeren Team das mitgeben würde, wäre es so... Mach einfach. Scheiss drauf. Wenn andere finden, das ist doof oder das wird eh nicht erfolgreich, mach es einfach. Gib auch nicht so schnell auf und verfolge deine Treue.

Ich bin der Steven. Hoi Kevin. Herzlich willkommen im Momentum Podcast. Danke vielmals, dass ich da bin. Danke dir vielmals, dass es geklappt hat. Und zu der ersten und allerwichtigsten Frage. Wie geht es dir? Mir geht es gut. Mir geht es gut. Ein bisschen müde. Es ist recht viel los. Wie viel? Ja, aber grundsätzlich geht es mir gut.

Was ist das, was am meisten beschäftigt? Ja, natürlich einfach beruflich. Das Jahresende ist immer so Q4, sehr viel los, alle wollen noch irgendwie Kampagne, Events machen. Und als Influencer will man dann die meisten Kooperationen. Wir müssen noch das Budget ausgeben. Eigentlich auch gut, oder? Eigentlich gut, aber es ist viel.

Und da ist eh noch so eine spezielle Rolle, weil du hast zwar noch eine Agency, die du vor ein paar Jahren, im 2020, sechs Jahre, mit Sarah gegründet hast. Und gleichzeitig sind ihr aber beides auch Influencer. Du bist ein Influencer, wahrscheinlich einer der grössten Schweizer Influencer, die wir hier im Lande haben.

Von dem her... Ja, viel zu tun. Ja, das, Model auch noch ab und zu. Eben, ja. Machst du das nicht mehr so? Nicht mehr so. Also eben auch wegen der Zeit. Du hast schlussendlich 24h am Tag. Ich habe noch einen Partner. Also du hast nicht unendlich Zeit. Model war dann das, was ich nicht mehr so aktiv verfolge.

Gratuliere auch nochmals hier drin. Du bist vor kurzem 38 geworden. Du hattest Geburtstag am 7. Oktober. 7. Oktober, ja. Nicht so lange her. Aber du bist vage. Ja, ich bin vage. Und du hast dieses Jahr geheiratet. Und ich habe dieses Jahr geheiratet. Ja. Megaschön. Ja, das war ein aufregendes Jahr. Sehr, ja.

Also wir gehen sicher noch auf das Thema der Hochzeit ein, weil ich bin jetzt auch voll into it. Wir heiraten nächstes Jahr. Und ich finde es so... Organisatorisch? Es ist so viel. Ja, ich kann dir ein paar Tipps geben. Ja, bitte. Wir brauchen es. Wir brauchen es definitiv. Hey, Lugos, ich mag es sehr.

Jetzt haben wir ein bisschen die Gefahr, wer du bist. Die meisten kennen dich. Du bist ein sehr bekanntes Gesicht in der Schweiz. Was ich sehr gerne mache, ist, in der Zeit etwas zurückspulen. Mich wundert, wie ist das Ganze passiert? Was waren deine Anfänge? Wo gingst du in die Schule? Wie hast du die Kindheit erlebt?

Ja, ist gut. Scheiss drauf los. Ich bin in Schwerzbach aufgewachsen. Wirklich? Ganz nah? – Bin ich in der Kreuzschule? – Nein. – Tatsächlich? – Bei wem? – Bei Frau Gonzenbach. – Sicher nicht. – Wieso? – Ich bin bei Frau Müller, Müller-Rosenstein. – Ja. – Es waren so zwei, Frau Müller. – Ja, ich weiss nicht, Frau Gonzenbach, wir waren in ihrer allerersten Klasse.

Sie war ja da recht jung, hübsch. – Ja, ja, ja. – Da sind sie auch übersichtlich. – Jawohl. – Sie haben natürlich so eine junge Lehrerin gehabt. Ja, ich bin... – Was? Crazy. – Ja. Aber du auch? Ja, eben wie Frau Müller im Grützen in der Schule. Was ist das Grützen? Jetzt ist es ja komplett umgebaut worden.

Ich weiss nicht, ob du es gesehen hast. Ja. Im Grützen bist du im 5. Zwei, ich habe das Sech. Sech, ja. A, B. A. Sech, A. Ich war nicht so im Sech B. Im Zwei. Es war eigentlich gleich neben der Turnhalle. Ja. Also der Turnhalle war so da und unsere Schule war so da. Ja, aber ich auch einfach. Ist das nicht zu zeigen?

Und ich bin zwei Jahre jünger. Also ich bin 90, du bist 88. Ja, 88, ja. Ja, aber dann hätten wir uns ja sicher gesehen. Ja, sicher. Ja. Du kennst sicher meine Schwester, Deborah Keller. Ja, okay. So laut? Nein? Okay, dann bist du in Schwärzenbach aufgewachsen? Ja, Schwärzenbach aufgewachsen, Primarschule.

Ja, und danach ins Kreuzen. Ich wollte eigentlich das Gymnasium, also wenn wir zurückgehen in die Primarschule. Wann macht man das Gymnasium? Vielleicht nach der 5. Klasse. Ich glaube, in der 5. macht man wahrscheinlich die Prüfungen langsam. Das passierte dann aber knapp nicht. Das hat mich auf Deutsch recht angeschissen.

Wirklich? Ich habe es unbedingt gemacht. In meiner Schule, Schatz, damals. Sie hat eben bestanden und dann hat das bedeutet, wir sind nachher nicht zusammen. Okay. Ja. Also Schule, Schatz, ich bin heimlich in sie verliebt, sie hat es nicht gewusst. Oh je. Jetzt weisst du schon. Tada! Überraschung. Ähm, und... Ich bin dann noch in die Sek.

Und nach der zweiten Sek. kann man noch eine Gimmieprüfung machen. Bei mir ist es nicht so weit gekommen, um mich mit diesem zu beschäftigen. Ich habe sie dann nochmal gemacht, aber hier habe ich sie schon gemacht mit dem Gedanken, ich will gar nicht mehr in Skimmys, sondern du kannst dann prüfungsfrei BMS.

Also eine Lehre machen und dann mit der BMS. Und hier habe ich sie dann bestanden und konnte dann prüfungsfrei BMS. Okay. Und dann hast du aber eine normale Lehre gemacht? Dann habe ich Banklehre gemacht, KFH-Lehre auf der Bank. Für welche Bank war das? ZKB. Für ZKB hast du gemacht, okay. Ja, das ist halt so das Typische.

Meine Mutter durfte auf der Bank arbeiten, das hatte vielleicht ein bisschen Einfluss. Aber ja... Wenn du so jung bist und dann... Du musst entscheiden, was du später machen willst. War der Grund wirklich deine Mutter, wieso du eine Banklehre machen wolltest? Oder gab es auch andere Optionen? Also die KV war so wie das.

Ich hatte dann noch auf der Gemeinde geschnuppert. Und bei Banken. Und dann natürlich das mit dem Geld und so. Das hat mich schon fasziniert. Und ich weiss nicht, ob das jetzt der Auslöser war oder nicht. Weiss ich nicht, aber ich glaube... Es ist eine gute Karriereperspektive, man verdient gut auf der Bank.

Zumindest auch, weil es nicht wie es jetzt ist, aber ich glaube immer noch. Und habe mich dann bei verschiedenen Banken beworben, eben auch Gemeinde unter anderem. Und dann schlussendlich habe ich mich für die Secco entschieden. Ich hatte ein paar Angebote. Ich glaube, das AKB ist als Arbeitgeber mega gut.

Ja, und auch als Ausbildung. Das hat einen sehr guten Ruf. Ich bin auch happy. Du hast ja schon deine Mutter angesprochen. Sie hat auf der Bank gearbeitet. Was hat dein Vater gemacht? Er war Sachbearbeiter. Ursprünglich lernte er Bäcker. Es hat sich dann aber umgeschaut. Ich war acht Jahre bei der SKF, der Schwedischen Kugellagerfabrik.

Die haben das jetzt in Schwärzenbach gemacht. Darum bin ich in Schwärzenbach aufgewachsen. Meine Eltern sind beide von Eglisau. Ja. Und sind dann aufgrund des Jobs von meinem Vater in Schwärzenbach aufgewachsen. Meine Eltern haben sich früher scheiden lassen. Ich war in der Zehntelzeit. Mein Schwestern ist gleich alt wie du.

Er war hier acht. Ähm, ja. Und dann sind wir hauptsächlich bei meiner Mutter aufgewachsen. Und dein Schwestern hat schon ein Kind? Sie ist Skimmi. Sie hat es geschafft. Sie ist schon völlig Skimmi. Wie war das für dich, diese Scheidung von deinen Eltern? Ich muss sagen, Ich habe eigentlich gar keine grossen Erinnerungen, was für mich eigentlich ein positives Zeichen ist, dass sie es eigentlich recht gut gehandelt haben.

Es war wirklich nicht so, dass es irgendwie so einen Rosenkrieg gab oder dass sie die ganzen Dinge gestreitet haben. Ich bin wirklich... Ja, ich bin mit meiner Mutter aufgewachsen. Jeden zweiten Wochenende waren wir bei meinem Vater. Und auch in den Ferien waren wir Abwechslungsfähig. Ein Switcher. Da hatten wir auch ein Abteil.

Und logisch am Anfang ist es so, also hatten sie jetzt nicht so ein gutes Verhältnis, aber mittlerweile oder jetzt natürlich schon über sehr viele Jahre, Es ist ganz normal. Wir feiern alle zusammen Weihnachten. Ja, herzig. Geburtstag und so. Es ist wirklich einfach... Es ist wie ein Patchwork von mir.

So wie es sollte sein, meiner Meinung nach. Von dem her... Ich glaube, es hat mich auf jeden Fall nicht negativ beeinflusst. Wenn sogar eher positiv. In welchem Sinn? Weil wir sind halt relativ früh schon auf unserer Leihgestelle gewesen. Also, weisst du, wir sind bei meiner Mutter aufgewachsen. Sie musste natürlich auch arbeiten gehen, weil wir hatten jetzt nicht irgendwie finanzielle Mittel.

Ja, also, beide meine Eltern waren jetzt nicht irgendwie reich oder hatten irgendwie wahnsinnig gute Jobs. Sie haben auf der Bank gearbeitet, ja, aber so im Backoffice. Also, das ist nicht irgendwie... Investmentbanker. Genau, da sind auch Levels drin. Sie kommt ursprünglich aus dem Hotelfach und hat sich auch umschulen lassen.

Das ist jetzt nicht so, dass sie hier... Finde ich übrigens eine der besten Lehren. Hotelfach? Ja. Eine der strengsten, aber ich finde, du kannst dort so viel lernen, zum Umgang mit Menschen, Anstand, Manieren. Das finde ich eine ganz gute Idee. Ja, das stimmt. Ja und eben darum, ich meine, wir mussten auch arbeiten gehen.

Sie musste uns wirklich bewachten, die Paltergasse. Ich meine, sie musste sogar ein bisschen Flugzeug putzen gehen. Das sage ich am Schluss genug, wie viel man da war. Und wir sind dann... Ja, wir sind in die Schule, über Mittag. Relativ früh habe ich dann auch für meine Schwester gekocht. Also ich weiss nicht, wie alt ich war, 12 oder 13 oder so.

Wir hatten dann ab und zu schon eine Tagesmami, mit der wir auch über Mittag gehen konnten. Aber sie konnten nicht nach Hause kommen, um zu kochen. Sie konnten zuhause sein. Und ich glaube, das hat uns so gelernt, dass man von früher lernen musste. Es war selbstständig. Ja, klar, das sind alles so Sachen, die man vielleicht nicht unbedingt sieht.

Aber wenn das Mami dann, ich sage jetzt mal, quasi alleinerziehend ist. Und finanzielle Mittel müssen halt irgendwie geschaffen werden und dann müssen wir halt irgendwie eine Lösung finden. Ist eben, wie du gesagt hast, wahrscheinlich eher ein Vorteil, weil es hat die einfach schon sehr früh gelernt, um selbstständig zu sein und die Sachen selber anzupacken.

Auf jeden Fall. Aber auf der anderen Seite, es war natürlich auch nicht einfach. Heute ist das fast normal, oder? Leider, es gibt Scheidungen, alleinerziehende Miete, aber damals halt schon auch nicht so und dann eben auch nicht so die finanziellen Mittel hast und dann, keine Ahnung, ist es eine Ferienzeit gewesen und alle haben erzählt, sie waren dort und dort in der Ferie gewesen und weiss ich was und wir sind dann vielleicht, keine Ahnung, im Dessin gewesen.

Aber Ja, mein Mann hat dann trotzdem viel gearbeitet und versucht, dass wir trotzdem auch in Mallorca gehen konnten. Oder irgendwie in Italien. Aber ja, das bedeutet halt, dass dann auch viel weg war und er musste arbeiten. Klar, ja. Gut, und dann hast du die Banklehre angefangen. Genau. Deine Schwester war im GIMI und... Ist das eine 4-jährige Lehre?

Drei. Ist das eine 3-jährige? Auch wenn du die BMS dazu gemacht hast? Ja. Sehr schön. Äh... Ja, das war vor drei Jahren. Ja. Und dann nach der Lehre bestanden und du bist auf der Bank geblieben? Ich bin auf der Bank geblieben. Ja. Genau, ich habe die Lehre gemacht. Ich habe dann ein Trainingprogramm gemacht, das solltest du nachher machen.

Das ist eine Ausbildung zum Kundenbetreuer. Das habe ich dann gemacht. Und das hat auch beinhaltet, dass du drei Monate Sprachfrontal machen kannst. Was hast du da gemacht? In Hawaii. Wow, wirklich? Ja. Ja, wenn du das Diplom gemacht hast, hat die Wibank etwas daran bezahlt. Das war eigentlich recht toll.

Dann war ich in Hawaii. Das war im Jahr 2010. Anfang 2010. Hast du das 2 Jahre nach der Lehre gemacht? Ja, also gleich am Schluss eigentlich. Ah, okay. Vor dem Training. Nein, ja, 2 Jahre nach der Lehre. Ja. Dann warst du dort. Wie hat es dir gefallen? Es war super. Es war mega toll. Es war lustig, dass ich dort auch zum Englisch lernen ging.

Die ganzen Klasse waren Schweizer. Wir haben dann halt nicht so viel Englisch gesprochen. Aber ja, ich hatte ein Diplom durch den Standort. Und dort wurde ich als Model entdeckt. Respektive, das war eigentlich der Wendepunkt. die ich am Strand angesprochen habe. Also wirklich so klischeehaft. Wirklich?

Ich bin so aus dem Wasser rausgekommen. Und nein, das Ding ist, ich bin eben nicht in shape. Also weisst du, ich kann mich nicht darum kümmern, also Fitness oder Sport und so. Ich war als Kind, Teenager eher etwas fester. Dann habe ich angefangen Tennis zu spielen, dann habe ich extrem abgenommen. Aber es ist immer wieder so, im Beton, als ich bei der Bank angefangen habe zu arbeiten, habe ich in einer wieder etwas zugenommen.

Ich weiss noch, das erste Bild, das sie von mir als Hundebetreuer gemacht haben, war so richtig, richtig am Mondgesicht. Da ziehen sie mich heute noch auf mit dem. Eigentlich müsste man das einblenden. Eigentlich müsste man das einblenden, ich weiss nicht, ob ich es noch finde. Vielleicht haben es noch Kollegen.

Also ich habe wirklich nicht als Model ausgegangen. Aber diesen Traum hatte ich schon früher. Wieso das? Ich weiss nicht, ich hatte früher viel... Ich habe halt in «Miss Schweiz» und «Mr. Schweiz» alle geschaut. Mit meiner Schwester zusammen. Soll ich mal dort dabei sein oder als Model? Ja, das war irgendwie in mir.

Oder ein Schauspieler, ich weiss noch. Und das mag ich mich gut erinnern. Ich glaube, es war in der 16. Klasse. Da mussten wir einen Aufsatz schreiben, was wir später werden wollen. Und ich habe geschrieben gehabt, entweder Schauspieler oder CEO einer Firma. Und... You rocked it! Ja, Schauspieler bin ich jetzt nicht ganz geworden.

Aber ja, ich weiss nicht, der Traum, ich weiss nicht, ich hätte das nicht jeden irgendwie, dass man mal berühmt sein würde. Ja, voll, ich denke schon, ja. Vielleicht nicht jeden, aber ich glaube viele. Ja, auf jeden Fall bin ich dann aus dem Wasser, aus dem Meer rausgekommen und gehe zu meinem Türchen und da kommt so ein älterer Typ auf mich zu und fragt mich so, ob ich schon mal überlegt habe, zu modeln.

Und ich so «ja, aber...» Er so «ja, ich habe das Potential dazu». Und ich so «du meinst mich?» Und er so «ja, ja, so Hugo Boss, Abercrumbin Fitch, das war damals...» «Ja, mega.» Er sagte, dass ich nur etwas abnehmen musste. Aber er hatte das Potential dazu. Dann gab er mir eine Visitenkarte von seiner Agentur.

Ich sollte vorbeikommen, dann könne er mir mehr erklären. Aber das war auch ein Schweizer? Nein, das war ein Amerikaner. Okay, gut. Den er nicht kannte. Ich war mit meinen Freunden in der gleichen Schule. Die meinten, dass es mega cool war. Und dann bei mir hinten drauf, «Mami, ja, musst du auf, so Modelsbranche, weisst du nicht, du spielst mit diesen Träumen der jungen Leute.» Ah, da hast du heute deine Mutter angerufen?

Nein, nein, nicht, aber ich habe es schon im Hinterkopf gehört. Aber ja, ich hatte es natürlich schon angerufen. Und dann ist es so, weisst du nicht, ist es... Stimmt es wirklich, oder ist es irgendwie dubios? Weisst du, Hawaii ist jetzt nicht bekannt für die grossen Modelsbranche-Szenen. Ich sagte dann ja, komm, geh mal da vorbei.

Ich hatte dann aber einen Kollegen mitgenommen. Ich sagte, du weisst ja nie, was das für einer ist. Ob das stimmt, was der macht und so. Früher hattest du noch nicht Chat-GPT und all diese Sachen, um das alles nachzusehen. Auf jeden Fall bin ich dann da vorbei und es ist recht... Es hat ein wenig unseriös ausgesehen.

Es war ein wenig schädlich. Ich bin dann reingekommen in dieses Büro. Super messy, also unaufgeräumt. Und dann war alles recht dunkel. Und ich dachte, ja, eben da. Das ist quasi der Vertrag. Und da musst du den Trainingsplan, du hast jetzt sechs Wochen Zeit, musst so und so viel abnehmen. Und dann kam ich quasi ins Portfolioshooting machen, weil eben so natürlich geht es nicht.

Ich bin zu dick für das. Und dann habe ich das so mitgenommen. Und dann habe ich tatsächlich schon meinem Chef angerufen, und gesagt, es kann sein, dass ich noch länger hierbleiben muss. Und ich habe ihm davor erzählt, dass ich wirklich so einen Traum hatte. Und dann habe ich mit meiner Mutter, und die haben natürlich Panik bekommen, also meine Eltern, Aber schlussendlich habe ich mich dann entschieden, das nicht zu machen.

Aber, das war so ein Wendepunkt. In meinem Mindset. Und ich habe, obwohl ich mich jetzt entschieden habe, das nicht zu machen, ich habe ab diesem Punkt angefangen, ich bin jeden Morgen vor der Schule gehen gehen. Ich habe mich gesund ernährt. Und... bin tatsächlich von Amerika viel, viel leichter, irgendwie glaube ich mit 10 Kilo weniger zurückgekommen.

Obwohl alle sagen, wenn du nach Amerika gehst, wirst du sogar 3 Monate reisen. In 3 Monaten sozusagen? Also ich bin ja drei Monate, ja. Und hast du dann nachher in der Schweiz probiert als Model? Also habe ich dann bei Agenturen beworben. Ja, also wie läuft das genau? Du hast jetzt so einen Traum in dir, du hast dich da in Hawaii abgesagt, weil es einfach so ein bisschen schädig war und dein Bauchgefühl hat einfach gesagt, hey, Steven eher weniger.

Und du hattest trotzdem diesen traumischen, wie ein Gesetz verankert gewesen, du hast angefangen Sport zu machen, du hast abgenommen, du bist in die Schweiz gekommen und dann hast du diese intrinsische Motivation bekommen, um zu sagen, weisst du was, ich gehe jetzt das an. Worum hält man sich dann? Ja, vielleicht noch wichtig zu erwähnen, ich habe mich schon vor dem, dass es passiert ist, schon bei Modelagenturen beworben gehabt und bis jetzt immer abgelehnt worden.

Ach krass. Der bekannteste Model der Schweiz wurde abgelehnt. Einfach nicht aufgeben. Und dann habe ich wirklich, nachdem das, was passiert ist, das hat es, glaube ich, wieso vielleicht gebraucht, hey, Mo, glaub an deinen Traum. Glaub dran. Und dann bin ich da zurückgekommen. Du kannst dich ganz normal bei Modelagenturen bewerben.

Auf der Webseite gibt es wie Anmeldeformular oder E-Mail. Und dann schickst du eigentlich in der Regel ein paar Bilder mit. Die meisten haben schon das Gefühl, dass sie professionelle Bilder haben müssen. Eigentlich nein. Es reichen eigentlich sogenannte Polaroids. Möglichst natürliche, ohne Make-up, ohne grosses Styling und so.

Wie die Agenturen wollen quasi die wahre Schönheit zu sehen. Und dann schickst du das ein und hoffst, dass du etwas hörst. Dann wirst du im besten Fall zum Casting eingeladen. Dann laden sie dich ein und im optimalen Fall nimmt dich eine Agentur unter Vertrag. Hast du dich schon vor Hawaii bei Modelagenturen beworben?

Eben diesen Traum hatte ich schon als Kleiner, als ich in der sechsten Klasse war. Und ich habe mich schon vor, ja, beworben. Ich habe sogar bei der Mr. Teenie Wahl mitgemacht. Nein! Wo warst du? Ich weiss nicht, ich kam nur bis zum Casting. Ich bin eine Runde weitergekommen. Also, da musst du dich auch anmelden, schickst Bilder.

Und dann kam ich die erste Casting-Runde. Ich weiss nicht, ich glaube, ich musste auf Wintertour. In ein Einkaufszentrum. Und dann gab es auch Fotoshooting und so. Ich weiss schon, warum ich nicht weitergekommen bin. Ich bin eben nicht weitergekommen. Aber eben, ich will nur sagen, der Traum war schon immer so in mir drin.

Und dann habe ich mich nach Hawaii beworben und tatsächlich eine Agentur hat mich unter Vertrag genommen. Time Model Agency, die gibt es mittlerweile nicht mehr. Aber es ist hier eigentlich eine bekannte Agentur. Was sind so die grössten Agenturen in der Schweiz? Option Models, IBA Model Management, Scout.

Wie soll ich das Foto geben? Es hat viele Shady darunter. Ah, wirklich? Also wo ich jetzt... Also Shady. Das ist jetzt vielleicht ein krasses Wort, aber... Wo man ein bisschen aufpassen muss. Wo man ein bisschen aufpassen muss. Wir nennen jetzt keine Namen. Nein, wir nennen keine Namen. Das machen wir.

Ja. Und du bist bei... Time. Für was waren Sie so bekannt? Hat jede Agentur seine Kunden oder pitchen die immer, wenn sie jemanden im Portfolio haben, der zu BOSS passen würde? Eine Agentur ist für BOSS zuständig? Nein. Es kann schon sein, dass gewisse Kunden nur mit dieser Agentur arbeiten. Aber grundsätzlich will ein Kunde das beste Modell für ihre Vorstellung oder für die Kampagne, die sie haben.

Dann haben sie ein Briefing, es muss zwischen 30 und 40 sein, so und so aussehen, so gross. Dann schreiben sie verschiedene Agenturen an und schicken eine Shortlist. Sie sagen, dass das Model passen würde und dann sagen sie, ob sie das kassen wollen oder nicht. Dann bist du bei Time Model gewesen, musst einen Vertrag unterschreiben und dann darfst du bei keiner anderen Agentur sein, ist das so?

Ja, das ist so. Okay, du hast eine Agentur, passt dann. Du lachst schon, das ist in diesem Fall noch eine Story dahinter. Theoretisch ist das so. Nein, ja, in der Modelbranche ist es schon so, dass du eigentlich eine Exklusivität hast mit dieser Agentur. Das hatte ich am Anfang aber auch. Wenn du wechseln willst, musst du den Vertrag kündigen und dann zu einer neuen Agentur.

Das Ding ist halt dann so, sie sagen, sie wollen dich exklusiv, aber sie haben ja dann irgendwie hunderte Models in der Kartei. Und als Model würdest du dann erst arbeiten können, respektive erwartest du von dieser Agentur auch, dass sie dich pushen, dass sie dich aktiv bei Kunden vorschlagen und reinbringen.

Mit zwei, drei Models, sie können das ja nicht mit jedem Model machen. Irgendwann später, ich war dann nicht mehr bei der «Time», an anderen habe ich dann halt auch zwei, drei Agenturen gehabt. Sie wussten es aber voneinander. Ich habe gesagt, hey, schau, aber es ist ich, bei der ich dann ein bisschen bekannter war.

Erstens habe ich auch private Anfragen, weil das erwartet die Agentur auch, dass du das alles über sie machst. Also wenn irgendjemand kommt und sagt, «Ah ja, was?» Ja, und natürlich hat sich das Ganze jetzt eh verändert mit Instagram und so, und das ist für die Modelagentur eigentlich sehr, sehr schwierig.

Weil du kannst ja so einfach einfach jemanden über Instagram anschreiben. Früher hattest du diese Möglichkeiten nicht so. Du hattest irgendwie über die Agentur gehen müssen, weil du ja deine Kontakte nicht hattest. Ja, eh, ja. Und das ist natürlich für die Modelagentur auch nicht sehr einfach momentan.

War das dein erster Auftrag, den du hattest? Boah, mein erster Auftrag? Was war das? Wahrscheinlich eine Modenschau oder so. Am Anfang... Oder wahrscheinlich fast nur so ein Showroom-Job. Das heisst, Showroom-Job ist eigentlich so das Unspannendste als Model. Als Beispiel, wenn Hugo Boss eine neue Kollektion hat und sie möchten dir wieder Einkäufer vorstellen, sprich Globus, Jelmoli, wo sie das Zeug in ihrem Sortiment nehmen möchten.

Dann bist du beim Boss-Headquarter, ziehst die neuen Sachen an, präsentierst das vor dem Einkäufer von Globus, Jelmoli That's it. Da bist du einfach gehockt für einen halben Tag. Da bekommst du natürlich auch nicht wahnsinnig viel Gas, weil es ist nicht mit irgendwelchen Bildrechten oder so. Ja, ist auch so.

Sondern du wirst einfach für deine Präsenz bezahlt. Wahrscheinlich so etwas, aber ich weiss es gar nicht mehr so genau. Aber am Anfang habe ich dann viel Shows gemacht. Und viel ganz peinlich. Wirklich? Also, weisst du, die Messen, an jeder Messe. Früher gab es ja die Messen, Muba, Züschpa. Ja, ja, ja, voll.

Zugermesse und all die. Da gab es immer eine Modenschau. Und du warst in einer Modenschau? Ja, fair. Ja, es ist gut. Nein, es war okay. Und wahrscheinlich auch wichtig für die Erfahrung, oder? Zum Sammeln. Nein, es ist... Es war toll. Du hattest auch relativ gutes Geld, weil es waren immer 10 Tage. Klar, du hattest pro Tag 300 oder so.

Aber hey, 3.000, haben oder nicht haben. Das war super. Von dem her... Und wie alt warst du da? Also wenn ich Angefangen habe ich im 2011, ich glaube im 11. angefangen, das bin ich vielleicht 22, 23. 23. 23. Ja. Eigentlich relativ spät. Wirklich? In der Modelbranche musst du eigentlich so mit 16. Bei den Männern geht es, du kannst eher auch mit Eltern anfangen, aber ich bin 23.

Und das habe ich am Anfang in meinem Leben, in meinem Bankjob gemacht. Und ich habe ja noch das Studium angefangen. Vielleicht auch noch. Als? Betriebseconomie. Ja. An der ZHW. Brust begleitend. Also die Zeit hattest du wo? Ich habe schon immer sehr viel los gehabt. Nein, ich war der Kundenbetreuer bei der ZKW.

Ich habe 80% gearbeitet. Einen Tag in der Schule und am Abend noch. Also im Studium. Das ist vier Jahre gegangen. Und dann habe ich nebenbei gemodelt. Sprich, ich habe halt manchmal in den Vorlesungen gefehlt, weil ich irgendwie einen Job hatte. Oder... Ja. Also ich muss sagen, die ZKB war dort sehr, sehr flexibel und grosszügig, um quasi meinen Traum nebenbei auch weiter zu verfolgen.

Schön. Also meinen Chef dort, ich konnte ihn wirklich am meisten kurzfristig freinehmen oder meinen Freitag irgendwie rumschieben. Was auch nicht selbstverständlich ist. Überhaupt nicht. Und das Modelbusiness ist so kurzfristig. Du bekommst so kurzfristig Bescheid über... Du musst wirklich... Vor allem kann ich mir vorstellen, kurzfristig Bescheid und dann nicht irgendwie für schnelles Fotoshooting, sondern vielleicht irgendwie ein 3-4 Tages Event.

Bist du in Mailand oder in Paris oder musst du sonst irgendwo hinreisen. Kann ich mir jetzt vorstellen. I don't know. Ja, ja. Ja. Das ist ja so. Und... Aber es war halt so schwierig, das volle Potenzial auszuschöpfen, wenn du noch einen Bankjob dabei hast. Das heisst? Das heisst, irgendwann war ich an dem Punkt, was mache ich jetzt?

Bank und so ist eine gute Zeit, kommt mir noch zu, aber es macht mir eigentlich gar keinen Spass. Nein. Und das andere war schon, wieso war ich in der Leidenschaft? Und ich musste mich dann fragen, soll ich jetzt meinen Bankjob kündigen und mich selbstständig machen als Model? Ohne zu wissen, ob ich am Ende des Monats genug Aufträge oder Einkommen habe, dass ich das überleben kann.

Zu dem Zeitpunkt, an dem du diese Überlegungen gemacht hast, konntest du schon regelmässig verdienen mit dem Model? Ja, regelmässig nicht. Es war halt eben schwierig, weil ich konnte ja auch nur begrenzte Jobs annehmen. Weil ich einen Bankjob hatte. Und natürlich allein von dem, was ich verdient hätte, neben dem ich als Model gearbeitet habe, neben meinem Bankjob.

Nein, natürlich nicht. Aber halt mit dem Potenzial ausschöpfen, wenn ich nicht mehr in der Bank arbeiten muss, könnte ich wahrscheinlich mehr annehmen. Wahrscheinlich. Guck mal. Ja, es ist... Auf jeden Fall. Und ich habe mir dann gesagt, ich will das weiter verfolgen und ich will es mir nachher nicht vorwerfen, wenn ich zum Beispiel 50 bin.

Schon bald. Wenn ich dann zum Beispiel 50 bin und ich dann so zurück schaue und denke, was wäre es gewesen, wenn ich das probiert hätte, als Model durchzustarten, hätte ich es geschafft oder nicht. Du musst es probieren. Du musst es machen. Voll. Ich hatte dann aber das Studium abgeschlossen, weil ich dachte, du typisch Schweizer musst ja eine gute Ausbildung in den Taschen haben, du weisst ja nie, was passiert.

Und dann aber nach Gott auf Arbeit, das war im September 2014, hatte ich auf der Bank gegründet und sagte so. Ich bin jetzt selbstständig als Model unterwegs. Und dann, also selbstständig heisst, du hast eine Einzelfirma gegründet. Einzelfirma, genau, die ich gegründet habe. Und dann, hat sie im Jahr 2014, okay, Social Media ist wahrscheinlich gerade dort aufgekommen.

Ja, ah, das ist ein wichtiges natürlich vergessen. In 2012 habe ich dann wieder Mr. Schweizer alle mitgemacht. Also, hallo, das ist eine sehr wichtige Information. Was natürlich für das Model-Business oder für meine Karriere schon auch geholfen hat. Wie bist du gekommen? Ich wurde Dritter. Wow. Eben, auch das ist... Ich hatte das vorher gesagt, das war ein Traum.

Oder, ja, Traum. Man hat das am Fernseher gesehen und ich wollte auch mal dort sein. Und ich hatte mich dort auch ein Jahr vorher beworben. Ich kam als Casting, aber danach auch nicht weiter. Krass. Und dann, ein Jahr darauf, habe ich einen anderen Wettbewerb mitgemacht, das war Uni Boys. Das gab es früher.

Wo so der schönste Student gehört wird. Es gab so einen Kalender. Auch das kennen wir vielleicht nicht. Ach was. Nein. Es gab so einen Kalender und zwölf kamen ins Finale. Und es kam jeden Monat ein Student oben ohne Fotografie. Uni Boys und Uni Girl. Und von diesen zwölf wurde dann der schönste gehört.

Und der war automatisch für die Mr. Schweiz-Wahl im Folgejahr qualifiziert. Und ich hatte gewonnen. Du warst aber zuerst in einem Monat. Ja. Welcher Monat warst du? Januar. Du warst der erste? Ja. Der erste, der die Kalender noch aufstellte? Ja, ich war im Januar. Nachher gab es eine Kalenderpräsentation.

Und dann gab es eine Jury. ähm... Einer gehört quasi gewinnt. Oder wäre nicht gewesen. Und im Folgejahr konnte ich dann... Also 2011 war das so. 2012 bin ich dann bei dieser Mr. Schweiz-Wahl. Aber wie funktioniert das? Also... Dass du ein gut aussehender Mann bist, ist nicht zu bestreiten. Absolut. Gut.

Danke. Aber wie ist das? Du kannst dich als Mr. Schweiz überwerben, bekommst... kommst im Casting nicht weiter. Dann wirst du der Uniboy, kommst dann rein und wirst sogar drittplatziert. Du bist ja nicht in diesem Jahr hübscher geworden. Manchmal bist du nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Oder vielfach, es braucht, gerade im Model-Business oder allgemein in so einem künstlerischen Business, du brauchst schon so viel Glück.

Manchmal ist es wirklich einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, hat die und die Sänger in Karrieren gemacht. Und ich glaube, ja, ich weiss auch nicht, ein Jahr später... Keine Aussetzung. Ich glaube nicht unbedingt, dass ich hübscher oder weniger hübsch war. Wie war die Erfahrung von «Mr.

Schweiz»? Wie lange dauert das? Das dauert schon ein paar Monate. Das sind Vorbereitungen, Vorbereitungs-Camps. Jähnste Auftritt in Einkaufszentren und überall. Du warst wirklich durch die ganze Schweiz. Immer wieder am Wochenende warst du an einem anderen Ort. Dann haben wir unsere Show gemacht, dann gab es einen Tanz und dann gab es eine Autogrammstunde.

Dann hatte ich wirklich immer so einen Teil Fans, die so... wo jeder fast immer wieder da war und jedem Ort nachgereist war. Und da hatten wir halt so Mediencoachings. Aber da war Instagram schon ein Thema oder Social Media per se? Nicht so gross. Wahrscheinlich eher Facebook. Facebook, ja. Also im Jahr 2010 kam Instagram.

Ich glaube, ich hatte dann schon irgendwann mal einen Account. Aber da hast du noch nichts. Ich weiss noch, als ich bei Apple gearbeitet habe und im 2011 startete, im 2012 haben im... 2012 wurden drei Mitarbeiter von Apple im Laden gekündet, weil sie Fotos gemacht haben und auf Insta hochgeladen haben.

Und weil man darauf Kunden gesehen hat. Also früher war das noch... mega restriktiv gewesen? Also wahrscheinlich gerade erst aufkommen? Nein, also du warst vor allem auf Facebook. Ja. Ich weiss, mit ganzem Stolz habe ich... Früher konntest du ja nur 5'000 «Friends» haben auf Facebook, die habe ich natürlich dann erreicht.

Und dann musste man ja so eine Facebook-Business-Seite machen. Ähm... Also früher war das auf Facebook. Und die Erfahrung... Es war mega toll, also du lernst natürlich auch sehr viel. Du lernst wirklich viel. Ähm... Aber gleichzeitig war es für mich auch so, wenn man es noch ins Persönliche anspricht, dass ich ja hier noch nicht älter war.

Und ich wusste, dass es ein gewisses Risiko ist, wenn du bei einer öffentlichen Wahl mitmachst, wo viele Journalisten sind, die natürlich dann irgendwie graben gehen, dass es rauskommen könnte, dass ich auf Mana stehe. Wann hast du das selber für dich entdeckt, dass du auf Mana stehst? Entdeckt? Ich würde sagen, wahrscheinlich so schon mit...

14, 15, 16. Mit 16 hatte ich meine erste Erfahrung mit dem Mann. Mit 16? Ja. Vorher hast du gesagt, du hattest einen Crush. Sie ist jetzt keine Fotos mehr. Ja, ich hatte auch nachher mit 18 noch eine Freundin. Ich habe sie schon geliebt auf eine Art, aber es ist auch mehr aufgrund des sozialen Drucks.

Schon, würdest du sagen? Ja, ich meine, ich hatte schon meine erste Erfahrung mit einem Mann mit 16 Jahren. Und wenn ich zurückblicke, hat es viel früher Anzeichen gegeben, dass ich mich zu Männern anzogen fühle. Ja, ich weiss irgendwie noch... Mein Vater ist in einem Maschinensportclub, wir waren damals in Davos in den Camps und ich hatte dann dort einen... Ich weiss nicht, ob du das auch merkst, ein Junge, der aber etwas älter war, ich fand ihn mega toll.

Ich glaube, wenn du zurückblickst, Kannst du die Dots connecten und die Situation besser analysieren? Ja, aber du weisst es ja nicht wahrhaben. Und ein paar Jahre zurück war es auch nochmal etwas anders. Hey! Und du bist so... Ja, stimmt etwas nicht mit mir? Hast du das erste Mal jemandem davon gesagt?

Das erste... Mit... 21 oder so. Wow. Das muss ja auch mega trug gewesen sein für dich. Wenn du mit 16 die ersten Erfahrungen hatte und dort so gemerkt hast, die Erfahrungen waren die ersten Erfahrungen und dann noch 5 Jahre warten bis überhaupt einmal. Ja. Wann hast du das gesagt? War das die erste Person?

Meine Mutter und meine Schwester. Ich hatte einen toten Freund. Darum wollte ich es ihnen sagen. Wie haben sie reagiert? Super. Sie haben aber nichts gemerkt? Sie haben gesagt, sie hätten es nicht erwartet? Nein. Meine Mutter hat sich sogar Vorwürfe gemacht, dass sie das nicht gemerkt hat. Dass sie... ... auch nicht für mich da sein konnte in dem Moment.

Ja. In dem Sinne, nein, ich glaube, man hat es schon nicht so gemerkt. Ich bin halt schon so ein bisschen in der Frauenhell gewesen, oder weisst du, ein bisschen später dann im Ausgang und so. Und ich habe natürlich auch mit dem ein bisschen gespielt oder musste spielen. Oder auch so tun als finde ich jetzt die Geheimnisse und da.

Aber es ist dann nie wirklich auch etwas gelaufen. Ja. Dann logisch, Kollegen, wenn ich es später gesagt habe, dann haben sie gesagt, ich habe schon gedacht, weisst du, warum hast du nie jemanden und so. Aber dann haben sie trotzdem nicht so gedacht. Aber es ist halt extrem, du baust halt wirklich wie so... Ja, es ist eigentlich Schauspieler halt, schlussendlich.

Ist es am Anfang, also 16 die erste Erfahrung, aber mit 18 hast du eine Freundin gehabt. Ja. Und dann hast du gemerkt, du liebst sie, aber irgendwie ist... Ist das damals, ich weiss nicht, ob das ein Prozess ist, wo man sagt, hey, vielleicht hast du dich eher bei gefühlt? Ja, das sowieso. Ich glaube, das ist wirklich ein Prozess.

Es gibt natürlich auch Leute, die bisexuell sind. Aber am Anfang habe ich es meinen Ängsten und Eltern gesagt, ich sage bei. Okay. Weil das ist so die schwächere Variante. Noch die Option. Es geht beides. Aber eigentlich habe ich schon gewusst, dass es nicht so ist. Und ich glaube, das Problem war nicht, dass ich Angst hatte, dass mein Umfeld negativ reagieren würde.

Es ist mehr, glaube ich, das Problem mit mir selber. Also, mir selber so, ja, nein, nachher nehmen mich die Leute irgendwie anders wahr. Oder auch die Klischees, die damit verknüpft sind, dass du Du hattest Angst, was die anderen Leute von mir nachher denken. Weil dich als Mensch verändert es ja nicht.

Klar. Und... Aber ich glaube vielfach, das Struggle ist wirklich so... Die haben nachher ein anderes Bild von mir, die sehen mich nachher... Keine Ahnung, was soll ich sagen... Als... Als... Dunte oder so, als ob es böse gesagt wäre. Und... Ja, aber es war eigentlich etwas Gegenteil. Aber bei deiner Ex-Freundin, bei der du 18 warst... Ich meine...

Wenn man 18 ist... Da ist noch... Hast du es gemerkt, dass du nicht richtig Intimität zeigen kannst? Ich hatte schon eine Ex mit dir. Das ging? Ja, das ging. Ich musste mir den Mann vorstellen. Nein, wenn sie das hört. Ich musste meinem Mann stehen. Nein, das ist nicht so. Nein, ich habe sie schon geliebt.

Wir hatten Sex. Es ging auch. Wir hatten eine gute Zeit. Sie hat dann schlussendlich Schluss gemacht. Und in der gleichen Nacht, wo sie Schluss gemacht hat, habe ich dann etwas mit jemand anderem gemacht. Nein, aber... Bitte nochmal. Ja, ich habe mich getröstet. Ich hoffe, sie hört den Podcast nicht, sorry.

Nein, ähm... Ja. Okay. Nein, das ist schon gegangen, aber... Ich glaube, wenn du halt ehrlich gewesen wärst... Also... Es ist vielleicht auch gut, diese Erfahrung zu machen. Und ich weiss noch, ich hatte natürlich auch Frauen getatet und und äh... mit ihnen rumgemacht und eben Sex, also wirklich richtigen Sex eher mit sehr wenigen.

Weil es ist halt dann schlussendlich... Also es ist halt nicht so das, wie ich mich... gefühlt habe. Und ich weiss eben noch, während «Mr. Schweizer Weiss» hatte eine Journalistin Sie sagte auch, ich sei doch schwul. Sie wollte mich dann so verführen, um mein Gegenteil zu beweisen. Ich spielte dann ein bisschen mit.

Sie war bei mir, also Journalistin, aber sie war schon recht jung. Sie war dann mal bei mir zuhause. Also mit noch anderen Kandidaten. Aber irgendwie... ...wollte sie dann... Oh nein, sorry, sie ist nicht bei mir. Das ist schon lange her. Ja, das ist schon lange her. Auf jeden Fall... Und dann wollte sie mich verrieren.

Und ich sagte nicht, stopp. Aber ja, das Risiko war schon mega. Oder die Angst, dass es rauskommen könnte. Weil da haben es zwar meine Eltern schon gewusst und eben meine engsten Freunde, aber sonst natürlich niemand. Du hast das erste Mal, dass du deiner Mutter und deiner Schwester gesagt hast, wie hat sich das für dich angefühlt?

Wie sie reagiert haben, ist eins, aber wie hat sich das für dich angefühlt? Ist es so ein... War das eine hohe Erleichterung? Ja, es war natürlich eine mega Erleichterung. Ich hatte ja einen Freund. Und ich habe natürlich immer irgendwelche Ausreden gefunden, warum ich jetzt am Abend nicht da bin. Wir sind sogar zusammen in die Ferien mit meinem damaligen Freund.

Und ich war noch nicht geoutet. Und ich sagte dann, ich gehe in die Ferien mit einem Kollegen, den ich vom Militär kenne. Und ich musste immer lügen und nicht die Wahrheit erzählen. Das war natürlich eine enorme Erleichterung. Meine Eltern, gewisse Familien und natürlich auch die engsten Freunde. Weil wenn du verliebt bist, willst du es am liebsten der ganzen Welt erzählen.

Klar. Und dann das im Versteckten machen zu müssen, das tut sich schon weh. Das ist mühsam, sicher ja. Gut, jetzt haben wir 2021. Dort hast du das einfach mal deinen Ängsten gesagt. 20. Nein, 21. Oder was? Nein, nein, nicht 21. Du bist 21 gewesen? Ich war 21, ja. Jetzt okay. Du warst 21, hast es deinen engsten Leuten erzählt.

Und wie lange ist es dann gegangen, bis du mit dem rausgegangen bist? Sehr lange. In der Öffentlichkeit? Sehr lange, das war im 21. Irgendwie sagst du immer. Im 20, 21. Im 20, 21. Ich habe dann wirklich als Influencer angefangen, habe eine grosse Followerschaft aufgebaut, Männer wie Frauen. Und... Ich habe dann...

Es war dann wie ein zweites Coming-out, weil es dann wieder so war, Ich habe dann natürlich schon... Also freie gelebt, aber logisch habe ich natürlich geschaut, dass ich nicht irgendwie Sachen poste, dass man davon ausgeht, dass ich schwul bin. Ich war dann vielleicht in Mykonos in der Ferien oder so.

Und dann habe ich aber natürlich schon von Mykonos gepostet, aber jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, an einem Gay Beach oder so. Ja. Und... Das war dann im Jahr 2021, nachdem ich Markus, meinen jetzigen Partner, im Juni 2021 kennengelernt habe. In Mykonos kennengelernt? Nein, in Madrid. In Madrid. Ja, und er hat mir wirklich gezeigt, wie es einfach ist, offen zu leben und möglichst wenig darauf zu geben, was andere Leute von dir denken.

Und das war sicher ein Grund. Und eben, wie ich vorher gesagt habe, ich meine, wenn du so verliebt bist, dann willst du am liebsten der ganzen Welt erzählen. Du willst dich mit dieser Person persönlich in der Öffentlichkeit zeigen und eigentlich nicht eben Versteck spielen müssen. Und ein zweiter Grund war, im 21 war auch die Abstimmung gegen «Ehe für alle».

Im September. Ah, das war im 22? Im 21, ja. Krass. Und ich wollte mich auch für das einsetzen und habe mich eigentlich kurz vorher Öffentlich geoutet auf Instagram, ja. Ich weiss es im Fall noch so ganz vage, kann ich mich nur ein bisschen daran erinnern, dass es sogar ein Thema war, wir haben mal darüber gesprochen, und da war es eben so, Steven hat sich öffentlich geoutet und so, und Wie kam das von aussen her an?

Einfach der Auftraggeber? Das war meine Angst. Einerseits habe ich mittlerweile schon recht offen gelebt zu meinem Privaten. Aber ich habe mich nicht öffentlich geoutet, weil ich Angst hatte, Follower zu verlieren. Weil ich eben wieder Angst habe, dass Leute mich als jemand anderes sehen. Auftraggeber sehen mich als etwas anderes.

Ich habe natürlich auch als Model viel die klassischen Bärli-Sachen geshootet. Mann, Frau, Hochzeitssachen, Hochzeitsshows, Shootings etc. Und das ist meine Angst, dass ich dann wie einerseits natürlich Follower bin und schlussendlich auch Geld oder Aufträge verliere. Und ich muss sagen, Es war viel positiver, als ich erwartet habe.

Also einerseits, das Feedback war fast durchweg positiv. Ich habe einen Follower verloren. Wirklich? Ich glaube, an dem Tag, an dem ich meinen Post veröffentlicht habe, irgendwie 7000. Was? Und wie viele Hashtags hast du schon? Ja, über 300'000 oder so. Aber jetzt bist du schon wieder bei... Ja, jetzt bin ich noch weniger.

Nein, ich habe noch mehr verloren. Ah, ich dachte, du bist jetzt über 300'000. Nein, ich bin nicht über 300'000. Nein, ich finde es zu 180 knapp. Aber ich sage, Kommentare und DMs, Nachrichten, die waren fast überwiegend positiv. Es gab natürlich auch negative 100. Im Sinn von? Was will man da sagen?

Unter anderem, ja, du bist halt nur schwul geworden, weil deine Eltern sich so früh scheiden lassen. So zum Beispiel. Ein sehr stupider Kommentar. Internetpsychologe haben wir dann. Aber das... Und ich sage jetzt auch, auftragsmässig glaube ich hat sich auch nichts verändert. Ich bin dann nachher wieder für klassische Pärchen Sachen gebucht, wo unter anderem Bürgerstock eigentlich eine recht konservative Eigentümerschaft hat von Katar.

Ja, auch dort habe ich dann wirklich so... Die Shootings haben sich in dem Sinne eigentlich nicht beeinflusst. Weder jetzt irgendwie, dass ich viel mehr Aufträge bekommen habe aufgrund von dem oder jetzt weniger. «Follow-up» ja, habe ich verloren. Follower habe ich noch mehr verloren, als ich das erste Bild mit Markus postete, als ich ihn küssete.

Nochmals 10'000 weniger. Nein, sicher nicht. Ich meine es jetzt. Das macht keinen Sinn. Ja, aber du schau... Egal. Ich glaube, was es wirklich gebraucht hat, ist, ich war hier natürlich schon sehr etabliert. Ich hatte dort auch Agenturbereits. Ich hatte halt auch ein gewisses Standing. Und ich glaube, für mich und meinen Selbstbewusstsein war es dann so gross, dass ich meinte, hey, das ist mir eigentlich egal.

Die Leute, die wir deswegen empfangen, die brauche ich eh nicht. Genau so ist es. Das sage ich jedem. Und ich habe natürlich auch viele Nachrichten von jungen Leuten bekommen, die in der gleichen Situation sind, als ich war. Und dann habe ich gesagt, hey, schau, Lebe dein Leben, steh zu dem, wer du bist.

Und wenn dich Leute gegen dich verstoßen oder dich nicht mehr lieben, dann sind es diese Leute gar nicht wert gewesen. Also diese musst du Energie im Leben haben, die wegen so etwas nicht mehr mit dir reden oder irgendwie finden, dass es nicht in Ordnung ist. Hat es nicht mal ein Gerücht gegeben, wahrscheinlich noch vor deinem Outing, wegen Sarah?

Dass ihr wahrscheinlich ein Pärchen seht, weil ihr seid ja oftmals in den Ferien miteinander gewesen. Die hat es schon gegeben, ja. Aber Lorenzo war eigentlich immer dabei oder oftmals dabei? Ja, sie hat sogar einen Kommentar bekommen auf Instagram, bist du sicher, dass das Kind von Lorenzo ist? Also der Lio hier.

Nein. Du bist für Götti, oder? Ja, ich bin für Götti. Das ist schon crazy. Ebenso ein Bild, das man gegen die Leute aus sich selber kreiert. Wenn du gewissermassen in der Öffentlichkeit stehst, nehmen sich die Leute auch das Recht, Kritik auszuüben. Und vor allem Kritik natürlich. Wie war es für euch?

Ihr wisst ja beide, was läuft und was nicht. Wie war es für euch? Ihr seid sehr gut befreundet, ihr habt eigene Agenturen, da kommen solche Kommentare. Für mich war es eigentlich relativ entspannt. Also für mich hat es sogar noch geholfen mit meinem hetero Dasein. Für sie ist es vielleicht schon weniger lässig, aber vor allem auch für Lorenzo.

Weil er ist tatsächlich auch bei sich im Geschäft vorgesprochen worden, «Hey du, deine Frau mit Steven und so, meinst du da läuft nichts?» Das war nicht so angenehm, aber wir gingen locker damit um. Wir wussten alle, was Sache ist. Leute reden und Leute werden immer reden. Du hast 2020 mit Sarah die Agentur gegründet, Social Leaders.

Wie haben die euch kennengelernt? Sie sind beide riesige Influencer. Als Model früher. Als Model? Ja. Wir haben uns tatsächlich das erste Mal, das war glaube ich 2013, Mhm, ja, das ist auch schon... Ja, das ist auch schon... Sie kennt mich gleich lange wie ihren Mann, aber man hat dich nicht so gut. Wir haben uns das erste Mal bei einer Unterwäschemodeschau kennengelernt, 2013, und natürlich dann immer wieder so gesehen bei Modeljobs ab und zu wieder mal.

Aber nicht jetzt irgendwie... Wir waren sehr close, ich will nicht sagen wir waren Befreunde. Wir haben dann auch mal in dem gleichen Gym trainiert. Wir haben uns wirklich gut kennengelernt, eigentlich 2019 in Kapstadt. Wir waren zur gleichen Zeit in Kapstadt. Zufälligerweise. Zufälligerweise. Also ich hatte einen Job bei «Buchse als Model» dort im Januar für zwei Wochen.

Und Sarah ist ja eigentlich jedes Jahr gegangen. Und ich habe sie dann erzählt und sie sagte, «Ja, es war glaube ich im Februar dann der Tag, bleib doch noch verlängern, es wird dir so gut gefallen.» Und ich sagte, «Nein, ich muss mal schauen.» Und ich war dann dort zwei Wochen. Das erste Mal. Und es hat mir so gut gefallen.

Ich wollte zurückkommen. Ich hatte mich dann dort auch ein bisschen verliebt. Oder etwas mit jemandem. Und dann bin ich, glaube ich, für ein, zwei Wochen zurück in die Schweiz. Und dann für noch einmal zwei Monate auf Kapstadt. Und dann haben wir wirklich den ganzen Monat Februar miteinander verbracht.

Wir waren da unten, wir waren beide Influencer, haben auch Content geshootet, haben zusammen Sport gemacht, haben eigentlich wirklich das ganze Leben, die ganze Zeit miteinander verbracht. Und das hat uns wirklich so zusammengeschweißt. Wo ist die Idee mit Social Leaders entstanden? Die Idee, wir waren beide als Influencer unterwegs und hatten unabhängig voneinander die Idee, was kommt danach.

Vielleicht wenn das mit dem Influencer nicht mehr so Trend ist oder man wird älter und man weiss ja auch nie, wie gefragt man ist. Und ich dachte dann schon, so eine Agentur, eigentlich, nein, sie hat es um das Wissen weitergegeben. Und sie hatte das gleichzeitig auch, hat es auch schon mit ihrem Mann besprochen, mit Lorenzo.

Aber er fand dann, nein, für ihn ist das jetzt nicht das Richtige. Und dann haben wir, was war das, Ende 2019, zum ersten Mal darüber gesprochen. Ja. Und dann meinte sie, wieso machen wir nicht etwas zusammen? Und dann kommt das 2020, wo bekanntlich Covid war und uns alle in den Lockdown gebracht hat.

Und ich würde sagen, dank dem Lockdown haben wir Zeit geschenkt bekommen. Um wirklich am Businessplan zu arbeiten. Die Idee wirklich weiterentwickeln und auszureifen. Weil ich glaube, oder ich würde behaupten, hätte es keinen Lockdown gegeben, wäre Covid nicht gewesen, wir sind beide so viel unterwegs gewesen, als Modeler und als Influencer.

Und klar, du hast die Idee und du willst irgendwas machen, aber dann Du musst es auch wirklich... Du hast es erzählt, du hast es in der Regie... Es ist halt so, du hast dann so viel zu tun. Logisch. Und ich sage wirklich, dank Covid eigentlich, haben wir wirklich die Agentur gegründet. Wir haben die gegründet, weisst du noch?

Ja, 10.10.2020. 10.10.2020. Was für ein geiles Datum. Also eigentlich... Also dann hatten wir quasi wieder einen Launch von unserer Agentur. Aber dann schon mit der Location? Nein, nein, nein. Das war von zu Hause aus natürlich. Das war von zu Hause aus. Und es war ja auch gerade da, wo Sarah hochschwanger war.

Lio kam Ende Oktober auf die Welt. Und wir hatten... Wann ist er auf die Welt? Weisst du das Datum? Ja, 29. Oktober. Ah, wirklich? Ja. Ich 30. So gut, jawohl. Ich glaube, das ist der Einzige, den ich noch nicht... Vom 24. oder 22. stehen, habe ich jeden Tag, weiss ich, jemand in der Familie oder so. Bei mir ist es auch mein Statum.

Ja, und dann am Anfang ist es natürlich noch nicht so... Also es ist nicht so, dass bei der Agentur es gerade voll losging. Weil wir hatten unsere Influencer-Jobs und das hat natürlich schon immer noch die Mehrheit ausgemacht und wir hatten auch nicht wirklich so Zeit, um fokussiert das Agentur-Business zu betreiben.

Aber im 2021, eigentlich im Mai, hatten wir dann Natalie, die jetzt bei uns in der Geschäftsleitung ist, eingestellt. 20 Prozent zum ersten Mal. Und von dort an hat es dann wirklich so Ein strukturierter Anfang. Im August kam die erste Praktikantin. Und dann hattest du auch eine gewisse Verantwortung, Löhne zu bezahlen.

Ähm... Und dann ist es... ja... dann noch mehr geworden. Sarah, du. Zwei verschiedene Charaktere. Wie werden eure Erkenntnisse in dieser ganzen Geschäftswelt, im Business, da sein? Sehr gut, sehr gut. Weil ich weiss, wie Sarah ist. Jetzt sind sie wundern, wie ihr das gemeinsam macht. Ja, also sehr gut.

Ich würde sagen, Sarah ist die... Sie ist sehr kreativ, sie packt gerne an, sie ist initiativ, sie reisst Sachen an. Ich bin dann der, der das noch strukturiert nachdenkt und sie manchmal ein bisschen bremst. Oder sie mich dann ein bisschen anreisst, wenn ich vieles zutun und zerdenke. Ich bin halt... Ich würde sagen, sehr konzeptionell, strategisch, strukturiert.

Es ist eher das Gegenteil. Guter Ausgleich aber. Eben. Mega guter Ausgleich. Darum habe ich gesagt, wir ergänzen das sehr, sehr gut. Eben, wenn ich vielleicht mir zu viele Gedanken mache über Themen, sage ich, hey, wir machen das einfach. Ja, ich glaube, wir ergänzen das sehr, sehr gut. Und jetzt tun wir aber Alles, was ihr als Influencer, Steven, Influencerin, Sarah, fliesst alles in die Social Media hinein.

Wir haben natürlich intern verschiedene Kostenstellen, wie wir es nennen. Ja, klar. Agentur, ihre Influencer-Tätigkeit und meine. Aber ja, das ist alles eigentlich Social Media. Ja, gut. Weisst du, wer der erste Kunde war, den ihr hatten? Der erste Kunde? Ich glaube... Ich glaube, es war fast possible.

Wir haben gestern mit Lela darüber gesprochen. Sie hat dann gesagt, dass ihr die ersten Videos für sie gemacht habt. Ich will fast behaupten, es waren sicher einige der ersten. Ich weiss noch, Dario hat mich... Oder ich hatte ihn im Luxor trainiert. Er hat mich in der Gartrobe angesprochen. «Was macht ihr da?» Dann haben wir tatsächlich die erste... Ich glaube, es war eine der ersten.

Das ist schon lustig. Wenn man die Videos anschaut, das ist halt ein anderes Ding. Da muss man sich ja alles weiterentwickeln. Aber ich glaube schon, ja. Und dann bald einmal aber auch, unser erster richtiger Prestige-Kund war PKZ. Schön. Dort durften wir irgendwie einen Pitch machen. Und wenn ich jetzt den Pitch anmerke, ich habe ihn letztes Mal schon irgendwie in die Hände geraten und gedacht, oh mein Gott, wie haben die überhaupt nur Ja gesagt.

Eure Spezialität bei Social Leaders ist was genau? Was macht ihr am liebsten? Wir haben drei Hauptbereiche. Einerseits Social Media Content für Firmen, wo wir eine Strategie machen, aber auch ganze Content produzieren und Social Media Handling, Posting etc. Dann Influencer Marketing. Wirklich eigentlich A bis Z.

Ob es eine einzelne Kampagne ist, eine Jahrespartnerschaft, machen wir eigentlich alles. Und Events. Wir organisieren auch Events. Wirklich auch von A bis Z. Und ich glaube so... Für was wir sehr bekannt sind, sind es wirklich gute Events. Und dort ist natürlich der Fokus auch auf PR und Influencer. Unser Ziel ist es wirklich immer ein Event zu kreieren, das instagrammable ist, wie wir es nennen.

Dass möglichst viel darüber gepostet wird. Dass eigentlich ein Kunde kommen kann und sagen «Hey, ich habe dieses Budget, machen wir ein geiles Event und laden Influencer ein und sie sharen das nachher.» Das und auch Influencer-Marketing in dem Sinne, wie wir wirklich ein riesen Netzwerk haben. Sorry, ja.

Ein riesen Netzwerk haben wir in der Schweiz in der Influencer-Branche. Und dadurch, dass wir natürlich selber Influencer sind und natürlich auch fast täglich, kann man sagen, mittlerweile in dieser Jahreszeit an Events sind. Und uns ist das auch mega wichtig, die persönliche Beziehung zu den Influencern, aber auch zu unseren Kunden und zu allen Anspruchsgruppen oder Suppliers.

Was sind so die letzten Events, wo du wirklich sagst, hey, diesen Event haben wir so krass, über den ist richtig gesprochen worden, da bin ich stolz drauf. Ja, Ende letztes Jahr gab es wirklich zwei Events. An denen ist man wahrscheinlich fast nicht dran vorbeigekommen. Einerseits für Kiko Milano, Make-up-Brand, haben wir ein Mountain-Getaway gemacht, wie im JD in Andermatt.

Das war zwei Tage lang. Ja, eine riesen Experience. Branded von A bis Z. Es gab so viele Touchpoints, die die Influencer darüber posten können. Und es wurde auch wirklich so viel gepostet. Wir hatten irgendwie über 10 Millionen Impressionen durch das generiert. Und dann darauf folgend für Dyson, der Christmas Event.

Dort haben wir eine Hairshow gemacht, wo Models die Influencerinnen waren. Und sie konnten Teile ihrer Communities einladen und wir haben auch noch andere Influencer eingeladen. Und auch dort, es waren über 10 Millionen Impressionen. Und es wurde so viel gepostet. Man hat wirklich so das Backstage get ready natürlich mit dem Produkt und Hair Tools von Dyson und danach eben diese Hair Show, die Influencerinnen als Model gelaufen sind.

Und für die meisten war es zum ersten Mal auf so einem Laufsteg. Weil sie sind Influencerinnen, ja. Aber halt so als Model. Das hatten sie nicht so gekannt. Hast du ihnen Tipps und Tricks gegeben? Zara hat natürlich kein Spalttraining gemacht mit ihnen. Aber es ging nicht darum, dass sie eine perfekte Wahl haben.

Sondern es ging um Spass. Dass sie natürlich Freude haben, sie können ihre Community einladen. Wir haben auch noch andere Influencerinnen eingeladen. Und dadurch war es so, dass sie das und das teilen und sie das geschehen. Und es ist wie eine... Es hat seinen eigenen Lauf genommen. Es war mega schön, das zu sehen.

Können wir bald weitere Events von euch erwarten? Ja, wir sind an Sachen dran. Sicher. Zwei oder vielleicht drei Events jetzt noch. Dieses Jahr noch? Dieses Jahr noch. Ja, da kommt einiges. Wir haben jetzt auch gerade für das Zurich Film Festival, respektive Kiko Milano war dort Partner, haben wir auch ein Event gemacht.

Das kam übrigens auch sehr gut an, wo wir eigentlich kleine Beauty-Spots für die Influencer gegrillt haben in einem Filmstudio. Ja, also... Wir versuchen uns immer wieder neu zu erfinden und neue Ideen zu überraschen. Wir kennen uns selber als Influencer und ich glaube das ist auch unser Vorteil, dass wir diese Sichtweise einbringen können.

Das schätzen natürlich einerseits auch die Influencerinnen sehr, weil sie sagen, dass sie verstehen, was wir brauchen. Und eben unsere Sichtweise ist, es gibt so viele Events und die Influencer sind schon etwas verwöhnt. Also was sie zugeschickt bekommen, wo sie überall eingeladen werden. Und dann musst du halt schon, wenn du willst rausstechen, musst du immer wieder etwas Neues überlegen.

Sicher, ja. Total. Ja, ähm... Dann ein anderes grosses, grosses Ereignis dieses Jahr war natürlich deine Hochzeit. Mhm. Da ist man glaube ich auch nicht darum gekommen, um es irgendwie nicht zu sehen. Ja. Also, ähm... Nur was ich jetzt schon im Kopf habe, ist sicher Anzug. Da hat es, äh, glaube ich...

coole Kooperation mit deinem Anzug. Ja. Was ich noch gesehen habe, dann war es ja in Mykonos. Nein, in Madrid. In Madrid war es so? In Madrid, in Mykonos haben wir uns kennengelernt. Madrid war 1980. In Mykonos haben wir uns verlobt. Das noch nicht verlobt? Ja. In Madrid haben wir uns kennengelernt und dort haben wir... Okay.

Mein Mann ist ja aus Spanien. Ja. Und darum haben wir auch die Tochter in Madrid. Von wo aus Spanien? Ist er aus Madrid? Nein, er ist aus Norden von Spanien. Ja. Bilbao. Dann in Valencia aufgewachsen, aber er hat in Madrid gelebt und dort haben wir uns kennengelernt. In Valencia. Ja. Darum haben wir es immer drin gemacht.

Sure love. Okay. Und kann man sagen, war es definitiv auch Instagramable? Ich glaube schon. Ja. Wie lange hattet ihr, um das alles zu vorbereiten? Wir haben eigentlich wirklich angefangen, also es war ja im Juli, und wir haben es wirklich angefangen im November letztes Jahr. Ja. Also ich gehe nicht mal so lange.

Also, Sieben Monate vielleicht. Für mich ist das relativ lang, weil ich bin mir gewohnt, Events zu organisieren in kürzester Zeit, in einem Monat oder zwei. Und mir hat es mega Spass gemacht. Viele fühlen sich gestresst, ich weiss nicht, wie es bei dir ist. Hochzeitsplanerin. Ja, haben wir natürlich schon auch gehabt.

Aber trotzdem fühlen sich die Leute gestresst mit so vielen Sachen zu entscheiden. Das finde ich schon. Ich bin zwar auch ziemlich locker, weil ich bin halt auch eher auf der letzten Drücke Sachen zu machen. Meine Frau, zukünftige. Ja, sie ist... Sie hat gerne viel mehr wahrscheinlich unter Dach und Fach.

Aber es gibt so viele Sachen, die ich denke «Mamma mia, du, nein.» Es ist so viel. Also wir hatten natürlich auch eine Hochzeitsplanerin in Madrid. Ich meine, sowieso, wenn du nicht vor Ort bist. Das brauchst du fast nicht. Und ich würde es jedem empfehlen. Also es tut so viel abnehmen. Und einfach auch, nur steht der Druck nicht.

Und sie kommen halt und wissen, bis dann muss das und das erledigt werden. Aber mir hat es mega Spass gemacht. Aber ja, es ist viel entscheidend. Ich glaube, man merkt es auch als Paar zusammen. Es gibt natürlich viele, man ist nicht immer einig. Es ist aber auch ein schöner Prozess, finde ich. Ich kann dir eines sagen, nachher fehlt dir etwas, wenn es vorbei ist.

Richtig. Ja. Man geht so ein bisschen in ein Loch. Ja. Ja. Man muss halt noch irgendwie... das Jahr nach der ersten Hochzeit noch planen? Ja, das haben wir wirklich schon überlegt. Aber uns ist es so gegangen, es war so ein schönes Weekend. Du erlebst so viel Liebe, natürlich alle Leute sind neben dir.

Und ja, du bist in so einem Heim und nachher Montag oder wenn es dann vorbei ist, und das war es jetzt. Und man will halt einfach all die Momente für ewig festhalten und eigentlich wiedererleben. Wir sind wirklich, wir müssen das jetzt jedes Jahr, natürlich kann man das nicht, das Budget hält das nicht zu, aber es war halt wirklich so ein schöner Moment.

Und dann bist du wirklich zu Hause und wir haben halt viel am Abend, wir müssen das und das organisieren oder wir müssen da rein, das und das schreiben, das war unsere Hochzeitsplanung. Und dann ist es einfach so, okay, nichts. Fehlt ein bisschen was. Fehlt ein bisschen was. Was war der schönste Moment, wenn du die Augen zumachst und an deine Hochzeit denkst?

Was war der schönste Moment? Ich glaube, der schönste Moment war wirklich so, ähm, Wir haben draussen gegessen, also wir waren ja am Schloss und es gab einen Pool und dort waren eigentlich alle die Tische rundherum. Und unser Tisch war so ein bisschen erhöht. In einer Reihe, wir und unsere Familie. So ein bisschen wie Könige, haben wir das Gefühl.

Und dann war es so ein Untergang und du schaust einfach so in die Runde runter und siehst eigentlich all deine... jetzt werde ich fast so emotional, all deine liebsten Menschen versammeln da, mit dem wunderschönen Licht, das Setting war so perfekt, und einfach wie sie miteinander Spass und Freude hatten, das war so der Moment.

Ich denke, wow. Das ist pure Liebe zu zelebrieren. Und alle, die du liebst. Das ist hart, das ist schön, das ist genau das, was in der Emotion geht. Das ist wirklich so... Der Moment, wo ich die Augen zumache. Das ist ein schöner Moment, wo ich wieder erleben möchte. So schön. Markus heisst er. Was macht er?

Er arbeitet im Verkauf. Er hat Luxury-Fashion- Ja, bei Saint Laurent. Ah, der Banoche. Sehr schön. Ganz ehrlich, Steven, ich finde es sehr schön, dass du so offen darüber reden kannst. Und dass du auch so... Hey, Emotionen, ich finde... Mir zeigt es heutzutage eh viel zu wenig Emotionen. Und ich bin auch sehr nah am Wasser gebaut.

Nur schon, wenn die Leute auch bei irgendwelchen... Wenn innen ein Gast mir Sachen erzählt, fühle ich mich halt wie mega drin. Und wenn ich jetzt nur schon dich so höre, also ja, ich verstehe das mega fest. Ist schön. Ja, nice, ja. Und für das ist ja die Liebe da, um sich zu zelebrieren. Tut ja wirklich sehr, sehr gut.

So, jetzt... Du bist mega eingespannt im Tagesgeschäft als Influencer. Du bist Ehemann. Wie geht das Ganze weiter? Was sind so deine nächsten Steps? Wo geht die Reise? Das ist eine gute Frage. Also wir haben natürlich sicher mit Social Leaders Ja, das noch weiterentwickeln, natürlich das Ziel auch noch ein bisschen zu wachsen, wenn jetzt nicht riesengroß werden, aber natürlich möchten wir das auch noch ausbauen, weiterentwickeln.

Dann gleichzeitig möchte ich natürlich auch sagen, dass Influencer da sind, schon auch nicht so vernachlässigend, das habe ich schon gemerkt, dass ich das auch noch nicht so gut kann. Indem ich natürlich mehr mit der Agentur beschäftigt bin, dass das ein bisschen zu kurz kommt. Das möchte ich schon auch wieder ein bisschen fokussierter machen.

Solange es noch funktioniert. Dann eben das neue Projekt mit Vivi Gaza. Interior Shopping Plattform, die jetzt auch launcht. Was ist denn das? Sind das nicht ihr, die morgen auch im Podcast kommen? Ja. Ja, ich glaube, man wird es nie lange. Ich bin jemand, der immer wieder ein neues Projekt baut oder neue Side-Projects.

Um was geht es genau bei Vivi Casa? Wie Gaza ist, man kann sich das vorstellen wie eine Mischung von Instagram und Pinterest, die eigentlich rein um Interior-Content geht und Interior-Inspiration. Ja. Es ist eine Plattform, eine Social-E-Commerce-Plattform eigentlich. Du kannst dort auch einen Account erstellen, du kannst deine Interior-Bilder aufladen, zum Beispiel von deinem Sessel oder von deinem Wohnzimmer und du kannst dann die Produkte verlinken und taggen, zum Beispiel.

Das habe ich von... «Liwig», das ist von «Comforama». Und dann, wenn die Leute aufgehen und finden, ach, das ist schön sauber, ich möchte das gerne kaufen, und darüber über deinen Link das quasi nachher kaufen, bekommst du eine Provision über. 5-10%. Und ihr habt jetzt gerade, so wie ich jetzt auf Social Media gesehen und gehört habe, ihr habt jetzt gelauncht, aber nur für Creators.

Genau. Wir haben es jetzt gelauncht, weil natürlich, was ist eine Plattform oder eine Inspirationsplattform, wenn es keinen Content drauf hat, wenn die Leute drauf gehen. Darum ist es jetzt gelauncht für Creators. Und dann im November wird es der öffentliche Launch sein, wo es für alle zugänglich ist.

Man kann dann eben darauf gehen, man kann sich inspirieren lassen. Und grundsätzlich kann natürlich jeder dort auch einen Creator Account eröffnen und seine Interior Inspiration teilen. Und natürlich nebenbei eigentlich wie passiv ein bisschen Geld verdienen. Also ich habe jetzt mindestens 1500 Fragen, die ich mir aber ein bisschen aufsparen kann.

Weil der Podcast wird jetzt auch bald stattfinden, wo ich mich mega, mega fest darauf freue. Ich finde neue Projekte sowieso immer mega cool. Ja, es ist so, ich glaube, das ist so ein bisschen der Unter... der unternehmerische Geist in mir immer wieder etwas Neues. Sarah, sie heisst Sarah und Alex, die das gegründet haben, kamen zu uns mit der Idee, eigentlich zuerst als Agentur.

Und dann habe ich mal noch weiter gemacht und dann haben sie so gefunden, ja, wir sind eigentlich ein Startup, wir können das nicht zahlen, weil sie irgendwie Unterstützung braucht natürlich und das Netzwerk von Creators und Influencern. Und... Nachher haben sie dann so gefunden, ja, ich könnte mir vorstellen, auch jetzt Beteiligung daran oder das mit uns zusammen zu machen.

Und so ist dann diese Idee entstanden. Das war im April dieses Jahres. Und jetzt sind wir dann beim Launch. Und ja. Schon cool, wenn sich Köpfe zusammenfinden, können einfach richtig tolle Sachen entstehen. Ja, und es ist natürlich auch wieder ein gewisses Risiko. Man steckt natürlich auch sehr viel Arbeit und Geld drin.

Aber wer weiss. Ich bin halt einer, der findet, Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Genau so ist es. Hätte es natürlich auch schon im Negativen gegeben. Letztes Jahr haben Sarah und ich auch versucht, bei einem Fashion-Startup, das ist sogar in den News gekommen, dass wir dort Mitgründer sind, was mittlerweile Konkurs ist.

Ah wirklich? Trip-Trops, ja. Ah ja, genau. Ich habe sogar ein Shirt von euch. Danke. Es gibt es gar nicht mehr. Ja, siehst du. Man spricht so oft immer nur von den positiven Sachen, aber es gibt natürlich auch Rücksteige oder negative. Doch, das gibt es nicht. Confident. Confident, ja genau. Confident war dann auch unser Brand, den wir quasi als Test lancierten.

Die Idee bei den Rip-Tops war ja, dass wir es den Influencern ermöglichen, ihre eigenen Fashion-Branden herauszubringen. Ja. Die Business-Idee war eigentlich das. Und dann haben wir Sarah und ich als Influencer eine Branche gemacht, um das alles zu testen, wenn es natürlich erfolgreich verlaufen wäre, um auch weiterzuführen.

Aber sowohl Confident als auch Drip Drops mussten wir eingestehen, hey, it's not worth it. Und haben dann Ende letztes Jahr entschieden, dort Konkurse zu melden, weil es ein Revenue-Gang war. Was hattet ihr dann dort? War es eine GmbH? Also nicht wir alleine, sondern es sind auch wieder zwei, die das gegründet haben, die auf uns zukommen.

Mit dem Input, hey, wir brauchen irgendwie... Die Influencer-Connection. Es gab verschiedene Gründe, warum das nicht funktioniert hat. Logisch, meistens sind es verschiedene Gründe. Weil wenn es nur einer wäre, dann kann man einen ausmerzen. Genau. Also wir haben das natürlich auch versucht, aber irgendwann mussten wir sagen, hey, es lohnt sich.

Fair. Und hey, ich glaube, das ist genau das, was du vorhin auch angesprochen hast, so Unternehmertum ist... Der Mut hat, um etwas zu starten, der Mut hat, um etwas zu erwagen. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Du musst einfach mal ins kalte Wasser und risikobereit sein. Und aber auch dann so weit sagen, hey, es lohnt sich jetzt nicht mehr und dann können wir auch den Schlussstrich ziehen.

Es gehört dazu. Und ein Fail, ich glaube in der Statistik ist es ja so, wenn du irgendwie einen Gründer hast, einen Geschäftsführer, der mindestens sieben Firmen schon an die Wand gefahren hat, der wird gar nicht richtig ernst genommen. Du musst irgendwie wieder aufstehen mit neuen Ideen, etwas Neues wagen.

Das gehört halt einfach dazu. Was ist gut? Ein 1% Startup ist erfolgreich. Nur schon das. Es gehört dazu. Ja, aber trotzdem, man lernt ja daraus. Und ich glaube, wir haben da sehr viel daraus gelernt, jetzt natürlich hoffentlich auch für Vivi Gasa, oder was man halt anders machen kann. Ich muss aber sagen, von Vivi Gasa merke ich schon viel mehr, wie sagt man das, der Pressure ist viel mehr da.

Also ich sehe mehr, ich höre mehr, es ist präsenter als schon Drip Drops. Ja, es ist auch ein bisschen ein anderes Modell, es ist ja nicht das Gleiche. Ja. Nein, es ist schon viel mehr da. Wir haben über 450 Creator, die sich schon vorregistriert haben. Klar, jetzt geht es darum, dass die alle einen Account eröffnen und Bilder hochladen.

Dass wir natürlich möglichst viel Content drauf haben. Es hat natürlich noch gewisse Bottlenecks und ob man dann nachher erfolgreich ist, das stellt sich heraus. Man hockt natürlich und man glaubt daran. Aber ich glaube, ja, ob eben um das geht, man hat eine Vision, man hat ein Ziel und man schafft darauf hin.

Und im besten Fall wird es erfolgreich. Und wie erfolgreich sieht man dann natürlich? Crossing fingers. Danke. Ich sehe da auch grosses Potenzial vor allem. Wie gesagt, ihr seid nicht nur risikobereit, aber auch ihr habt den Kopf Wie bei den Sachen, ihr wisst nur, was es geht. Die haben schon gefehlt, die haben schon sehr viele Sachen mega erfolgreich durchziehen können.

Die haben die besten Voraussetzungen, um solche Sachen zu machen. Ich finde, ich mache das richtig toll. Ich habe noch zwei, drei Fragen, die ich noch gesehen habe, die ich noch sehr interessant finde. Und zwar, du bist ja öffentlich, tust du sehr oft auch über Gewicht, Potenzial, Schönheit berichten.

Wie wichtig oder wie, was denkst du, wie siehst du das, hat sich der Begriff Schönheit in den letzten Jahren verändert? Wie sich der verändert hat? Extrem natürlich. Ich glaube vor allem auch wegen Social Media, dass sich die Schönheitsideale verändert haben und nicht unbedingt die positiven. Also, wenn ich zum Teil sehe, auf Instagram, TikTok, die sehen fast alle gleich aus.

Ich glaube, es ist Es ist schon auch wegen Social Media. Ich glaube, das Streben nach Schönheit und so, das ist natürlich irgendwie vorhanden. Oder auch früher, ich meine, du hattest irgendwie ein Magazin, ein Heftchen. Du hast gesehen, okay, die Stars haben so und so ausgesehen, ich will auch so aussehen.

Aber du hast gewusst, es ist nicht erreichbar, oder? Weil das sind Stars, da musst du etwas Spezielles haben und so. Und heute, wenn du siehst, dass deine Nachbarin so und so viele Follower hat, kommt das geschenkt und zugeschickt rüber, dann ist der Druck um einiges grösser. Und ich weiss, die Leute gehen zum Schönheitsdoktor und sagen, ich will so wie dieser Filter aussehen.

Das kommt auch noch dazu mit den ganzen Editing Tools, AI mittlerweile. Crazy. Ich glaube, das ist heute schon ein Trend, der sehr gefährlich werden kann. Und mir ist natürlich die Schönheit selber auch wichtig. Logisch pflege ich mich und möchte gut aussehen. Ich habe auch schon Botox gemacht, aber mir geht es darum, zu erhalten, nicht etwas zu optimieren.

Ähm... Ja, ich glaube... Alteren, ja. Aber so alteren mit Würde? Nein, nicht mit Würde. Das andere ist auch mit Würde. Ich muss ehrlich sagen, weisst du... Ja, so ein Erhalter. Mir geht es nicht darum, dass ich meine Nase nicht schön finde, ich lasse sie korrigieren oder ich sprüche meine Lippen auf.

Das gibt es übrigens auch bei Männern. Ähm... Ja. Und natürlich Fitness ist auch ein gesunder Lebensstil. Wie wichtig ist für dich Fitness und Ernährung in deinem Alltag? Fitness ist sehr ernährlich. Ist mir auch sehr wichtig, aber ist natürlich nicht immer ganz so gesund oder konsequent. Du bist ein Genüsser.

Ich bin ein Genüsser. Du gehst gerne essen. Ich gehe gerne essen. Denke mal ein Glas gerne. Aber Fitness schon. Also Sport ist mir sehr wichtig. Eben, das ist natürlich auch ein Altersvorsorge. Ich meine, dass wir Muskeln aufbauen für den Alter. Ich meine, Muskelknochen, die werden brüchiger, Muskeln nehmen ab.

Ich glaube, mit dem kannst du entgegenwirken, dass man eigentlich auch möglichst lang ein schönes Leben führen kann. Und das ist mir sehr wichtig. Ernährung auch. Und ich weiss, ich sage immer, ich muss wieder abnehmen oder ich muss mich gesünder ernähren. Grundsätzlich bin ich schon zufrieden, aber es gibt sich immer wieder...

Es gibt immer Optimismusfaktoren. Ja. An diesem Fall würdest du sagen, Fitness bist du auf einem guten Level, aber mit Ernährung könntest du noch etwas konsequenter sein. Genau. Ich finde auch, Ernährung ist ultra wichtig, definitiv gibt es nichts zum abstreiten. Ich bin auch ein Genüsser, ich versuche meistens 80-20, also 80% schaue ich mega auf, was ich esse.

Aber wir sind halt auch zwei Genüsser, wir können gerne fein essen. Aber das ist auch okay, das ist auch gut. Für etwas macht man ja Fitness und alles. Genau, das ist so. Das sind meine Worte. Nein, das ist... Wir müssen beide nicht auf der Bühne stehen oder nicht mehr. Oder vielleicht bald wieder. Aber ich muss nicht auf die Bühne.

Nein, es ist okay. Fix. Eine andere Frage, die ich habe. Du hast es vorhin angesprochen. Und zwar, man möchte so ein schönes Ideal anstreben, weil man sagt, hey, die sieht so aus, deshalb ist sie erfolgreich auf Social Media. Was siehst du aber heute als einen Erfolgsfaktor, um auf Social Media erfolgreich zu sein?

Ich glaube, heute ist es ein Erfolgsfaktor, vor allem, wenn du eben echt bist und authentisch bist. Ich weiss, es klingt so abrutschend, aber es ist... Total. Ich meine, seit man über Influencer-Marketing und so redet, redet man immer von authentisch sein und so. Aber ich glaube, Heute, mehr denn je, ist es wichtig, dass das RAW zeigt.

Und eben nicht nur das perfekte und inszenierte Leben. Sondern auch wenn es einem schlecht geht und die echten Zeiten zeigen. Dann ist man extrem erfolgreich und hat auch eine engagierte Community. Als das Ganze begann, ging es um die perfekte Inszenierung. Bei Instagram begann man mit den Bildern. Die Influencer-Blogger, die erfolgreich waren, waren die, die das perfekte Outfit, die Inszenierung, die schönsten Bilder gemacht haben an den ausfallendsten Spots.

Das kann auch immer noch funktionieren. Aber ich glaube, es ist vor allem das Echte. Wenn man das echte Leben zeigt und auch ein bisschen Ecke und Kante. Ich glaube, etwas, mit dem sich die Leute identifizieren können. Und da könnte ich wahrscheinlich in diese Richtung auch noch mehr machen. Ich kann es momentan eh nicht so aktiv betreiben.

Und bin halt schon auch einer, der schon extrem viel Wert leitet, wie ich dann überkomme oder was andere Leute von mir denken. Viel, viel weniger als früher. Früher war mir das so wichtig. Eben natürlich auch die ganze Community. Das hat extrem viel mit dem zu tun. Aber ich glaube, dann ist man erfolgreicher.

Wenn du sagst, du könntest heute sicher mehr machen, du hättest dich vernachlässigen müssen wegen dem Geschäft etc. Wie viel postest du aktuell noch? Ja, ich poste sicher noch 1-2 in der Woche. Aber früher, als ich angefangen habe, strecke jeden Tag einen Post immer zur gleichen Zeit. Das ist mein längster Contentplan, alles vorgeschaltet.

Ja, also ich bin natürlich mit der Kontinuität gewachsen und Konstanz auch. Und das ist jetzt natürlich eben, das liegt einfach auch nicht mehr so drin. Wollen wir heute, wie wir gemeint haben, viele Follower haben, um erfolgreich zu sein auf Social Media? Nein. Überhaupt nicht. Ich glaube, auf TikTok noch weniger.

Auf TikTok kannst du wirklich erfahren, was du für Content produzierst. TikTok ist auch nicht eine Plattform, wo man unbedingt grossen Leuten folgt, sondern man spiegelt Videos, man speichert sie und man legt sie einfach weiter. Was dann der Plattform signalisiert, hey, dein Content ist interessant. Und du siehst Profile, die haben vielleicht wenig Follower, aber haben hunderttausende von Views oder zehntausende von Views.

Instagram und einmalig in die Medien-Richtung. Nein, muss man gar nicht. Ich glaube, jetzt auch gerade in der Schweiz, für Firmen, also jetzt auch wieder aus Agentursicht, ist es viel relevanter, dass du eine gute, engagierte Community hast, die der grösste Teil in der Schweiz ist, weil das sind dann, auch wenn es internationale Firmen sind, sie kommen zu uns, weil sie den Schweizer Wert bespielen wollen.

Also haben sie Budgets für den Schweizer Wert. Ergo ist ihr Interesse ein höchster Anteil an Schweizer Follower. Und ein kleiner Account hat automatisch eigentlich einen höheren Anteil an Schweizer Follower. Darum, es ist gar nicht unbedingt so entscheidend, dass du 100'000 Follower hast. Ein starker Account mit 10'000, 20'000 kann sogar erfolgreicher sein oder unterwegs sein.

Ja. Ja, ich habe es in letzter Zeit ganz, ganz oft bemerkt, dass Leute, die wirklich auch kleinere Accounts haben, aber trotzdem schon gut monetarisieren können, weil sie coole Partnerschaften haben, Anstatt wirklich... Ich hatte auch einen coolen Typ bei mir, Marco Marquez. Ja, kenne ich. Er hatte eine riesige Kommunikation.

2-3 Millionen, oder? Auf Insta insgesamt 11. Über alle Plattformen. Aber ja, ist mit der Monitorisierung noch ganz oft sehr, sehr schwierig. Und es hat halt eine sehr internationale... Und dann ist halt... Klar, du hast einen internationalen Account und dann... Als internationaler Player bist du dann weit zu klein.

Ja. Und das ist natürlich auch ein bisschen bei mir der Fall. Als ich angefangen habe, hat man eh alles auf Englisch gemacht. Es ist einfach so. Also die Hashtag, es war nur Englisch. Sprich, ich habe automatisch auch sehr viele Follower aus der USA. Bringt mir jetzt natürlich für Brands da nicht so viel, aber für die USA bin ich natürlich nichts oder niemand.

Und darum, wenn ich jetzt noch mal anfangen würde, würde ich meinen Content auf Schweizerdeutsch machen. Erstens, weil es authentischer ist. Und zweitens, weil man viel besser an der Schweizer Märkte spielen kann. Und wenn man es monetarisieren will, einfach auch viel geeigneter ist. Ja, gesehen, ja.

Und ich glaube, dass du da viel aufmunterst, dass man das auch mal von so einem grossen Influencer und Geschäftsführer wie dir gehört, dass man sagt, hey, mach, bist authentisch, mach dein Zeug, wenn du auf Schweizer Deutsch machst, aber mach es kontinuierlich. Ich glaube, was halt mega entscheidend ist, es gibt ja so viele Accounts mittlerweile und so viele Influencer-Creators, ich glaube, mega entscheidend ist, heutzutage, wenn du erfolgreich sein willst, dass du einfach auch deine Nischen hast und genau Content machst, das das bespielt.

Weil die Algorithmen sind mittlerweile schon so, dass sie spielen... die Leute, die das gesehen haben. Und wenn sie dich nicht klar einordnen können, was Kevin genau für Content macht, ist er live, ist er in Fashion, ist er in Autos, dann wirst du auch nicht wirklich ausgespielt. Und als ich angefangen habe, war es so, Was mache ich?

Lifestyle, Fashion, Travel, so etwas alles. So etwas alles, oder? Und ich merke bei meinem Account selber, was bei mir am besten funktioniert, ist LGBTQ, Couplesachen mit dem Markus. Ich bin wie in diesem Algorithmus so eingestuft. Und wenn ich diese Sachen poste, wunderbar. Alles andere, so etwas mässig.

Merkst du, dass Interaktionen weniger sind? Krass, ja. War heftig, ja. Und die Sachen, die viral gehen, sind, wenn dann irgendwas mit Markus... Und früher war es anders. Wahrscheinlich auch zu keinem Teil. Ja. Aber ja, ich glaube... Würdest du dem zustimmen, dass man den Algorithmus eh nicht kann? Ich glaube, niemand kennt den Algorithmus wirklich.

Ja, wobei mittlerweile zeigen sie es dir ja auf Instagram an. Bei einer Explorer-Page. Weisst du, was da dir angezeigt wird? Was du quasi... was deine Interessen sind und eingestuft. Und so stufen sie dich auch ein. Das heisst, du kannst schon ein wenig beeinflussen, was du für Content machst. Und was du auch extrem siehst, gerade wenn du eine Explorer-Page oder einfach so durchgehst, du kannst den Algorithmus schon relativ schnell beeinflussen, was er dir anzeigt.

Ich war jetzt in Paris, habe für Celine Dion und hat Videos geschaut und zeigt, dass er nur noch Céline Dion zeigt. Oder in Paris mit den Krawallen. Nur noch solche Sachen. Das ist krass, ja. Also es geht schon schnell zum Beeinflussen. Vielleicht weniger gut, wie er dich ausspielt, aber... Ja, ja. Sind das übrigens auch Dinge, die dich auch... die dich auch ein bisschen Sorge bereiten, was so in der Weltgeschichte so abgeht mit Mailand und Paris oder allgemein in Frankreich?

Ja, auf jeden Fall. Also, das ist sicher... Ich meine, wir waren in Paris und du hast es ja hautnah miterlebt. Wir sind im Restaurant gesessen und sind irgendwie alle fünf Minuten zehn Polizeiautos mit der Sirene vorbeigefahren. Wann bist du schon gewesen? Jetzt am Wochenende. Also, du, der die Kralle war.

Ja, wirklich? Jetzt gerade? Ja. Holy shit. 17. und 18. Oktober. Was, krass? Ui, nein. Dann siehst du wieder Menschenmengen entgegen und hinterher die Polizei. Und du verwirrst alles. Das ist wirklich sehr krass. Man sieht, wie die einen den Laden ausräumen, das Zeug mitnehmen, überall Verpackungsmaterial.

Urlaublich. Das hat sich schon ein bisschen wie so ein Melchiorixgebiet angefühlt. Ich weiss nicht, ich war noch nie in einem. Ja, es ist... Also, ich habe eine echt starke Meinung zu dieser Sache und ich finde, da muss man unbedingt handeln, weil ganz ehrlich, ich möchte das nicht da erleben, solange wir das in Mailand und jetzt in Frankreich gesehen haben.

Ich hoffe jetzt schon, dass wir da... auch die Polizei so weit stärken, dass sie das auch eingreifen dürfen. Ich glaube, sie sind aber auch ein bisschen überrascht. Ich habe gelesen, dass sie in diesem Ausmass gar nicht erwartet haben, dass sie in diesem Sinne auch die polizeilichen Ressourcen gar nicht hatten.

Hey, stell dir vor, in der Schweiz haben wir... Ich meine, ich bin ja kein Matchgänger, kein Fussballer, FZZ, GC, da kenne ich mich gar nicht aus. Früher, als ich noch hetero war. Nein, gar nicht. Aber ich habe halt gerade vor dem letzten Grund gewohnt, Ich weiss schon, was dort abgeht und wie viele Polizeiaufgebote es braucht, vor allem wenn es so Derbys sind.

Aber wenn so etwas stattfindet wie ein Match und dann im Stadtkern nochmal irgendein Krawall, die Polizei ist aufgeschmissen. Ja und es war ja v.a. verteilt. Es war ja nicht nur bei einem Platz, sondern es war so verteilt. Ja, ein Thema, wo wir da können wir wahrscheinlich einen eigenen Podcast darüber machen.

Auf jeden Fall hoffentlich alle gesund und hoffentlich keine Verletzten. Das ist das, was wir hoffen. Und dass Politik in der Schweiz da eingreift. So, mein Lieber. Bist du bereit für die Schnellführerrunde? Achso, gut. Sehr gut. Also, das Game ist so, ich stelle eine Frage und du versuchst sie möglichst schnell zu beantworten.

Vielleicht geht irgendwo noch mal eine Tür auf und wir müssen noch ein paar Sachen runter. Aber in der meisten Fall. Gut. Spa-Weekend oder Erlebnisurlaub? Äh, nein, ein Spa-Weekend. Erl... Spar... Aber machst du gerne Erlebnisse... Aber machst du gerne Erlebnisse Urlaub? Bist du so ein Aktiver, der gerne Sachen da drunter nimmt?

Ja, ja, schon. Also jetzt nicht irgendwie klettern oder so, aber ja, ich tue gerne Sachen da drunter. Ja, cool. Aber ich würde sagen, weil halt einfach so viel los ist, dass man auch gerne mal einfach ein Spa-Weekend zum Erholen. Ein Spa-Place, den du crazy empfehlen kannst? Ich durfte schon in sehr vielen schönen Spa-Hotels sein, aber ich würde sagen Gran Rizzo Badagaz.

Love it. Schon einer meiner All-Time-Favorites. Love it. Wunderschön. Ich habe ja schon zweimal meinen Geburtstag gefeiert. Wirklich? Ja, verstehe ich. Das ist wirklich sehr, sehr schön. Vielleicht noch ein Fun-Fact. Ich bin bekannt für meine Spa-Weekend-Geburtstage. Ja. Ah ja? Am 30. Am 30. habe ich angefangen, weil ich fand, im Alter entsprechend machen wir ein Wellness-Weekend zum Geburtstag.

Und dann sind meine Freunde und Familie in ein Hotel gegangen. Und das war so toll, sie fanden es so toll. Sie fanden, ich müsste das jedes Jahr machen. Ich habe es jetzt nicht ganz jedes Jahr gemacht, aber immer wieder mal. Sehr gut. Ja. 7132? Ich war noch nie. Da musst du es machen. Das ist der Hammer.

Ich liebe es. Es ist wirklich wunderschön. Ein Kompliment, das dir wirklich sehr viel bedeutet. dass ich zum Beispiel, ja, auf Instagram habe ich gehört, dass jemand sagt, hey, du hast, du inspirierst mich sehr und hast mich zum Beispiel zum Coming Out bewogen. Habe ich schon ein paar Mal gehört und das ist wirklich so, ich finde, ja wow, das ist eigentlich das Ziel.

Ja, schön. Ja, cool. Auf das bin ich absolut stolz in meinem Leben. da wo ich jetzt bin und was ich alles schon erreicht habe. Und ich glaube, dass der kleine Steven, der in der sechsten Klasse den Aufsatz schreibt, eigentlich sagt, ja, ich habe es eigentlich geschafft, das, was ich gewählt habe. Das ist manifestiert, das ist richtig umgesetzt.

Sehr schön. Diese Frage ist ein bisschen deeper. Die ist auch sehr, sehr wichtig. Darum möchte ich wieder so dir wirklich gut überlegen, was du antworten kannst. Kannst gerne in dich gehen. Es beeinflusst auch den Ablauf des weiteren Podcasts. Darum. Ananas auf der Pizza. Nein. Sehr gut. Alles andere wäre höchst dramatisch gewesen.

Also keine Ahnung. Ich habe schon gedacht, was kommt jetzt. Keine Ahnung. Nein, keine Ahnung. Gut. Ich finde, es gibt keine Richtung um falsch. Ausser du hast noch etwas vor. Dann weisst du, was ich meine. Gut, nächste Frage. Gut, nächste Frage. Ist Schönheit ein Geschenk oder ein Fallen? Oh, wow. Ein Geschenk.

Ein Geschenk. Ja. Total. Also, wenn man richtig damit umgeht, ja. Ja, sicher. Ist dir schon mal ein Hate-Kommentar richtig nahegegangen? Ja, ich glaube vor allem früher. Mittlerweile ist mir das wirklich egal. Aber früher hat es jemanden gegeben, bei dem ich noch nicht geoutet bin, bei dem man immer geschrieben hat, «Ich oute dich jetzt und weiss ich was» und so.

«Ich erzähle es am Blick.» Und dann... Logisch, am Anfang bist du so ein bisschen verunsichert. Aber... Ja, ich glaube, du lernst mit der Zeit damit umzugehen. Ja. Okay. Du brauchst doch eine dickere Haut. Ja. Also das ist mir wirklich egal. Mhm. Schön. Follower oder Freunde? Was ist schwieriger zu halten?

Ja... Also ich würde sagen, Follower ist schwieriger zu behalten, weil ich natürlich nicht so eine enge Bindung zu ihnen habe. Ich meine, Freunde pflege ich und die bleiben hoffentlich. Ein Follower kommt und geht, weil einfach auch die Nature von dem schnelllebigen... Wahrscheinlich hast du keine Freunde verloren, die dein Coming-out bekommen haben.

Nein. Genau. Und ich habe wirklich auch schon seit... Und was ich wirklich sehr froh bin, ich habe wirklich viele Freunde, oder eigentlich die meisten, die nicht aus dieser Bubble sind. Die nicht Influencer sind. Die nichts damit anfangen können. Okay. Und ich glaube, das erhält dich auch etwas auf dem Boden.

Es dreht sich dann nicht immer alles um das. Ich sehe viele Influencerinnen, die dann nur in dieser Bubble unterwegs sind und sich nur mit diesen Leuten treffen. Und das ist dann immer über «Post a dance» das perfekte Selfie. Und ich schlage das dann noch. Und ich lege, wenn ich mit meinen Freunden am Tisch bin, das Handy weg.

Schön. Ja. Sehr schön. Ja. Manieren. Ja. Genau. Wann fühlst du dich am meisten du selbst? Ich bin am meisten auf dem Tennisplatz. Ja? Ja. Hast du noch gerne Tennis gespielt? Keine Ahnung, warum mir das so in den Sinn gekommen ist. Das ist ja fair, das ist schön. Sport drinnen. Ja, ich liebe es. Es ist mein Lieblingssport.

Der Markus auch? Nein. Nicht? Nein. Wie den kannst du dann spielen? Kollegen. Okay. Ja, und natürlich auch mit meinen Freunden. Grundsätzlich. Freunde, Familie. Bei Markus natürlich auch. Hoffentlich auch. Ja. Schön. Der beste Business-Tipp, den du jemals bekommen hast? Just do it. Einfach neigen. Einfach neigen.

Just do it. Aber ja, eigentlich simple as it is, nicht? Ja. Also probiere es einfach. Aber natürlich immer mit einem kalkulierten Risiko, wie wir es vorerst hatten. Klar. Ich kenne auch Leute, die haben dann etwas versucht, es ging nicht, etwas anderes. Und irgendwann kannst du dich auch verrennen in etwas.

Ja. Ich glaube, man muss einfach offen sein für Neues. Wenn man irgendeine Vision hat, versucht man das zu verfolgen. Aber vielleicht nicht mit allen Mitteln. Ja, unbedingt. Mykonos oder Zürich? Lange Überlegung. Ja, schon Zürich. Schon, oder? Ja. Also, Frank, das war sicher schon zehnmal. Aber kennst du in Mykonos leben?

Nein. Nicht wahr? Nein. Ist es schön, mal dort zu sein? Ich war noch nie in Mykonos. Nein, du musst mal gehen. Es ist wunderschön. Ich finde es super schön. Aber nein, ich kann nicht dort leben. Ich meine, was machst du im Winter dort? Ja, ja, voll. Gut, was machst du im Winter hier? Nein. Nicht alles, alles.

Zürich ist so geil. Nein, nein. Definitiv Zürich. Ja. Cool. Selbstbewusstsein. Ist es angeboren oder trainierbar? Ich würde schon sagen trainierbar. Mhm. Man hat sicher unterschiedliche Ausprägungen, wenn man geboren wird, aber es ist sicher antrainierbar. Vor allem auch bei mir, ich habe das enorm entwickelt, über die Jahre.

Ich bin eher scheu gewesen als Kind, zurückhaltend, so würde ich mich nicht unbedingt beschreiben. Und sicher auch sehr unsicher, vor allem auch viel, was denken die anderen Leute. Man muss sich mit dicker Haut entwickeln, bei Kommentaren etc. Was denken die Leute über mich, was schreiben sie? Das ist ein Teil davon.

Um das wie trainieren zu können. Ich habe noch zwei Fragen. Wenn du heute alles verlieren würdest, was wäre morgen deine erste Aktivität? Das sind jetzt die tiefsten Fragen. Was materiell? Alles, was du dir vorstellen kannst. Meine erste Aktivität? Ja... Ich würde auf dem Stand von Neujahr beginnen. Was?

Was wärst du das Erste, was du machst? Was wärst du das Erste, was ich mache? Boah... Joggen. Hm. Weisst du wieso? Ich kann es mir vorstellen, wenn ich zu dir kommen würde. Weisst du nicht, wenn ich gojoga gehe, bin ich so fokussiert und bin ich so einfach bei mir und ich habe meistens die beste Idee.

Aber ja. Wenn ich irgendwie auch etwas kenne, ich muss entscheiden oder irgendwo nicht weiter weiss. Ja. Ja. Ja, sehe ich. Ja, sehe ich. Weisst du wieso? Ich hätte wahrscheinlich so etwas erwartet. Dann kannst du durchlüften, schnell kurz Reset, Ideen fliessen lassen und dann... Ja fair, finde ich gut.

Ich würde einen Instagram Account öffnen. Ja wahrscheinlich. Er zeigt dir wie es geht. Auf Schweizerdeutsch. Und jeden Tag um die Lichtzeit posten. Sehr schön. Zu der letzten Frage. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich? Ja, ein Momentum, wo ein entscheidender oder ein einschneidender Moment, wo sowohl das Negative als auch das Positive oder dein Leben irgendwie in die entsprechende Richtung oder in eine andere Richtung lenken kann.

Ja. Absolut. Ist das das Neue für dich? Es ist gut. Es ist dein. Oh, ich fand schon. Mindestens 109 Antworten bekommen. Okay. Ein paar sind sehr ähnlich, aber... Ich möchte meine Sachen nicht interpretieren. Jeder soll seine Meinung dazu haben, was Momentum für sich heisst. Und wie er es für sich nutzt.

Absolut. Mir hat der Podcast sehr viel Spass gemacht. Wir sind aber noch nicht ganz fertig. Die Kamera ist hier. Wenn du noch etwas möchtest, etwas sagen, etwas mitgeben, ist jetzt der Zeitpunkt dafür. Ja, ich glaube... Was ich vorhin gesagt habe, man soll einfach stolz auf die Person, die man ist und das machen, was man möchte und diese Ziele verfolgen.

Es soll einem egal sein, was andere Leute darüber denken oder sagen. Ich glaube, wenn ich meinem kleinen Steve oder meinem jüngeren ich das mitgeben würde, wäre es so, mach einfach. Scheiss drauf. Wenn andere finden, das ist doof oder es wird nicht erfolgreich, mach es einfach. Gib auch nicht so schnell auf und verfolge deine Träume.

Ganz schön, Schlusswort. Danke vielmals. Danke dir. Ich sage immer, Zeit ist uns das wertvollste Gut und dass du da über jetzt eineinhalb Stunden mit mir über dein Leben geredet hast, über deine Ups und Downs, über deine Struggles, über dein Coming Out, aber auch Meinungen zu gewissen Situationen. Im Moment bin ich dir sehr, sehr, sehr dankbar und ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg, auch mit Markus, alles, alles Gute, viel Liebe, viele Emotionen, Erfolg für euer Geschäft und auf jeden Fall ganz viel Gesundheit.

Danke vielmals, das wünsche ich dir auch. Danke vielmals. Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Du weisst, wie das Game funktioniert, aber mach dir keine Sorgen. Ich erkläre es dir ganz schnell.

Da unten hat es einen Knopf, der heisst Abonnieren. Wenn du diesen Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf deinem Account läuft. Nebenan, ganz wichtig, hat es eine kleine Glocke. Wenn du diese drückst, Du bekommst sogar eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Podcast aufgeschaltet wird. Video von Steven, den du nicht verpassen darfst.

Darum klick beides an, bevor du deinen Kommentar und deinen Like abgibst. Danke vielmals. Dein Kevin Kellermatze.

0:00 / 0:00