Mord am Märchenschloss

Finale Folge: Was bleibt?

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 19 min

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Shownotes

Troy B soll im Juni 2023 bei Schloss Neuschwanstein im Allgäu eine 21-jährige Touristin aus den USA vergewaltigt und getötet und ihre 22-jährige Freundin einen Abhang hinuntergestoßen haben. Im Prozess, der darauf folgte, wurde Troy B. vom Landgericht Kempten schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. International hat der Fall damals für Schlagzeilen gesorgt. Wie es dazu kam, welche Beweise die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft sicherstellen konnten und wie der Prozess verlief, das hören Sie in den ersten drei Folgen des Podcasts „Mord am Märchenschloss“.

Für die finale Folge sind Franziska Jahn und Benedikt Siegert aus der Redaktion nach Schwangau gefahren und zum Schloss Neuschwanstein hoch gewandert. Sie haben sich am damaligen Tatort umgesehen und mit Touristinnen und Touristen gesprochen – um jetzt, drei Jahre nach dem Neuschwanstein-Mord, die Frage zu beantworten, was bleibt, wenn die Schlagzeilen verschwinden?

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Eine derart brutale Tat kam mir selber noch nie unter. Entweder ist hier einem jungen Mann da komplett die Sicherung durchgebrannt, oder er ist einfach ein Psychopath. Den Fall werde ich wahrscheinlich nie vergessen. Mord am Märchenschloss. Ein Verbrechen im Schatten von Schloss Neuschwanstein. Eine Produktion der Allgäuer Zeitung.

Mein Name ist Franziska Jahn. Und ich heiße Benedikt Ziegert. Troy B. soll im Juni 2023 bei Schloss Neuschwanstein im Allgäu eine 21-jährige Touristin aus den USA vergewaltigt und getötet und ihre 22-jährige Freundin einen Abhang hinuntergestoßen haben. Im Prozess, der darauf folgte, wurde Troy B. am Landgericht Kempten schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt.

International hat der Fall damals für Schlagzeilen gesorgt. Wie es dazu kam, welche Beweise die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft sicherstellen konnten und wie der Prozess verlief, das hört ihr in den ersten drei Folgen dieses Podcasts. Die Tat ist heute drei Jahre her und wir wollen wissen, was bleibt, wenn die Schlagzeilen verschwinden?

Um diese Frage zu beantworten, sind Bene und ich nach Schwangau gefahren. Und sind den Weg zum Schloss hochgewandert, den auch die beiden jungen Frauen damals genommen haben. Wir haben das Auto unten am Parkplatz stehen lassen. Tatsächlich zufällig auch an einem Mittwoch und haben uns dann relativ früh an den Aufstieg gemacht.

Da war es viertel vor neun. Unten am Parkplatz neben einigen Souvenirshops und Hotels führt dann eine recht breite asphaltierte Straße durch den Wald in einigen Kurven hoch. Zu Schloss Neuschwanstein. Und obwohl es einigermaßen früh war, waren da echt schon viele Touristinnen und Touristen unterwegs.

Die werden dann mit Bussen hoch zum Schloss gefahren oder auch in Pferdekutschen. Viele sind aber auch, so wie wir, zu Fuß hoch. Nach einer knappen halben Stunde seichtem Anstieg kommt man dann an so eine längere Rechtskurve. Und nach der sieht man dann Neuschwanstein, dieses sehr weiße Schloss mit all den Erkern, Türmen und runden Fenstern, da oben auf dem Felsenthron.

Links kann man dann in Richtung Innenhof des Schlosses laufen. Wir sind aber rechts gegangen, wir wollten ja zur Marienbrücke. Das ist diese Stahlbrücke ein wenig oberhalb vom Schloss, von der man einen schönen Blick auf Neuschwanstein hat. Und obwohl es erst kurz nach neun war, haben wir uns schon mehr oder weniger über die Brücke geschoben.

Die ist nicht so breit, da passen bequem vielleicht so zwei Menschen nebeneinander, würde ich sagen. Aber alle bleiben stehen, um ein Foto von Neuschwanstein zu machen. Und wie fandet ihr das Prinzessin-Schloss? Schön, oder? Wir haben überlegt, wie viele Leute tatsächlich unterwegs sind rund um die Marienbrücke, rund um Schloss Nerschwanstein, wenn man sieht, wie diese Menschen ausgerüstet sind.

Gerade vor uns laufen jetzt Menschen in Crocs mit einem kleinen Hündchen an der Leine, mit pinken Wanderutensilien, dann ist es schon erstaunlich, dass eigentlich auch so wenig passiert rund ums Schloss, was Umfälle angeht. Denn gerade als ich diesen Satz hier einspreche, kommt jetzt nochmal eine größere Gruppe mit Basecaps, auch wieder mit Badelatschen, bekleidet an uns vorbei.

Und wir befinden uns halt einfach in einem alpinen Gelände, das nicht ganz ungefährlich ist. Gleich nach der Marienbrücke ist nämlich kein asphaltierter Weg mehr. Stattdessen geht man direkt in den Wald hinein und läuft auf einem mehr oder weniger gut befestigten Banderweg. Es ragen Wurzeln und Steine raus. Da sollte man dann schon einigermaßen fritzicher sein und gutes Schuhwerk anhaben.

Da geht es dann auch gleich ganz gut bergauf. Also ich habe da schon ein bisschen schnaufen müssen, bevor wir dann zum nächsten Aussichtspunkt kamen. Ja, wir stehen jetzt hier an der sogenannten Kanzel. Das ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte rund um Schloss Neuschwanstein. Es ist ein recht massives Eisengitter herum um diese Stelle.

Als wir hier gerade stehen, machen dutzende Touristen Selfies mit ihren Smartphones, weil hier eben der Blick auf Schloss Neuschwanstein nochmal einen Ticken schöner und vielleicht auch spektakulärer ist als wenige Meter unterhalb von der Marienbrücke. Eben auch, weil dieser Bereich absturzgefährdet ist und so stark frequentiert ist, ist er eben eingezäunt mit diesem Eisengitter, dass eben Besucher sicher sind, wenn sie sich hier verrenken, wie wir es hier rund um uns herum sehen, um eben den besten Blick auf Schlossner Schwanstein einzufangen.

Und gleich da oben an der Kanzel haben wir Jannis und seine Frau Martina mit ihren zwei Kindern getroffen. Die kommen aus Slowenien, waren zum Urlaub machen mit dem Wohnwagen unterwegs und haben einen Zwischenstopp in Schwarengau eingelegt. Und die haben wir gefragt, ob sie schon mal was vom Neuschwansteinmord gehört hätten.

Nein, wir haben das nicht gehört. Aber auch wenn wir das kennen, dann kamen wir hier auch. Ich, denke, das kann überall passieren. Ich sehe nicht die Verbindung zwischen dem Kastel und dem Mörder. Von der Kanzel sind wir dann den Wanderweg weiter hochgelaufen, Richtung Tegelberg. Das ist der Berg, an dessen Fuß Neuschwanstein liegt. Und auf dem Weg zum Tegelberg war auch ein junges Pärchen unterwegs. So eine 20, würde ich schätzen.

Und die hatten von dem Fall schon in einem anderen Podcast gehört, haben sie uns erzählt. Hast du gehört? Haben wir eben darüber gesprochen. Ja. Mit dem Amerikaner und den zwei Frauen. Also ich habe es über Mordlust gehört, den Podcast. Und ich fand das schon krass zu wissen, weil wir wussten ja auch schon, dass wir hier in Urlaub fahren.

Und ich würde hier nicht alleine langlaufen, nicht ohne männliche Begleitung. So, und für mich selber persönlich, klar, ist natürlich eine mega traurige und, ja, sage ich mal, mitreißende Geschichte, aber mich selber betrifft es jetzt nicht irgendwie, dass ich mir irgendwelche Gedanken darum mache, hier einen anderen Urlaub zu machen oder einen anderen Weg zu gehen.

Also ich habe jetzt keine Angst oder irgendwie das Gefühl, dass es hier unsicher wäre oder so. Deswegen, wir kommen eigentlich aus dem Rheinland, Richtung Düsseldorf-Köln. Deswegen, da hat man das, glaube ich, so direkt nicht unbedingt hundertprozentig mitbekommen. Ein Stück weiter auf dem Wanderweg haben wir dann zwei Freundinnen getroffen.

Christel und Barbara. Und Christel wohnt in Fronten. Das ist ein Ort im Allgäu, der so wie Schwangau ganz in der Nähe von Füssen liegt. Ja, ich wohne ja in Fronten und da ist es auch dann überall in die Nachrichten gekommen. Und man hat es sich ja gar nicht vorstellen können. So, überhaupt. Wenn man auch das Gelände kennt und weiß, wie das ist, dass da sowas passiert, dass einer so blöd ist.

Ich meine, das Gelände geht ja Bockstrahl runter. Aber ich glaube, dass es vielleicht schon wirklich einhergehen, weil sie sagen, sie wollen das sehen. Also ich weiß es nicht. Ich kann es mir vorstellen. Und mich hat das erschüttert, deswegen habe ich Christel angesprochen, wo das tatsächlich war, weil mir das einfach...

Aber jetzt weiß ich gar nicht, was war. War es jetzt da oben oder an dem unteren Aussichtspunkt? Wir haben gedacht, weiter unten. Also das finde ich erschüttert einen schon, die Tatsache, dass das so ist. Wenn sowas passiert, dann denkt man schon wieder eine Zeit lang über das nach, sollte man allein gehen oder nicht gehen. Aber hier, das ist ja wirklich nicht zu fassen. Das ist ja eigentlich so ein friedlicher Ort, eigentlich fast ein Stück weit der Welt, kann man sagen.

Ja, genau. Aber wie würden Sie sagen, ist Neuschwanstein die Tat, verbinden Sie das jetzt immer mit Neuschwanstein oder ist Neuschwanstein schon sehr losgelöst von dem, was damals passiert ist? Also für mich ist das losgelöst. Für mich? Also doch für mich schon. Ich bedenke mir im Prinzip, das hätte vielleicht woanders auch passieren können.

Bloß, ja gut, mehr Touristen, mehr Leute sind halt jetzt da einfach durch Neuschwanstein bedingt. Also ich verbinde es jetzt tatsächlich schon damit, aber ich komme ja natürlich nicht so oft hierher und Christel wohnt ja hier, aber ich habe es schon damit verbunden und darüber nachgedacht. So wie die beiden sind auch Bene und ich dann weiter den Wanderweg hoch.

Nochmal so 20 Minuten ungefähr. Ja, wir stehen jetzt hier nur wenige Meter entfernt, wo sich im Sommer 2023 die Tat ereignet hat. Es ist nur ein Schritt entfernt bis zur Abbruchkante, wo das Gelände steil mehrere hundert Meter zur Pöllert hinunter abfällt. Man kriegt fast ein bisschen wackelige Knie, auch wenn man im alpinen Gelände, häufig unterwegs ist. Also es ist wirklich extrem steil.

Es sind nur ein paar Latschen erkennbar, ein paar Laub- und Nadelbäume. Aber Fakt ist, wenn man hier runtergestoßen wird, ist die Chance, dass man tatsächlich Halt findet, sehr, sehr gering. Und es wundert wirklich. Dass die Frau nicht wirklich komplett bis zur Pölle hinunter abgestürzt ist damals. Es ist auch so viel steiler, als ich gedacht hatte, dass es sein würde.

Ich war noch nie hier an der Stelle. Und also was wir eh schon gehört haben, was ein Glück, dass die gegen den Baum gefallen sind und der die irgendwie hat halten können, weil es ist so steil. Aber ich finde, dass das, also ich habe mir die Stelle noch abgelegener vorgestellt und noch weniger einsichtig, noch weniger ausgetreten.

Also man muss sich vorstellen, hier führen so mehrere Wege auf so ein bisschen, so einen Aussichtspunkt und hier liegt viel Schotter, ein bisschen Geröll. Man muss schon wirklich schauen, wo man hintritt. Aber sonst hat man einen famosen Blick aufs Ostallgäu, auf Schloss Neuschwanstein, auf den Forkensee, Alpsee.

Ist das eh der Schwansee, gell? Schwansee, genau. Schwansee. Und die Berge links. Man hat schon noch ein paar Leute gesehen. Jetzt gerade ist auch Ferienzeit. Das heißt, wir sind nicht ganz alleine. Sollen wir da drüber gehen? Dann habt ihr bessere Sicht für euer Foto. Nee, alles gut. Jetzt mussten wir kurz zur Seite gehen, um nicht im Foto von Melissa und ihrem Freund zu sein, die gerade zum Urlaub machen auch hier sind.

Also ich tatsächlich habe noch nie davon gehört. Have you heard about the murder? Nee. Also ich kriege Gänsehaut, wenn ich das so höre, weil irgendwie, wenn man hier hochläuft, man hat ja schon, dass man denkt, oh, es ist schon ganz schön steil. Und auch hier, man muss aufpassen, wohin man geht und so.

Und dann zu wissen, dass sowas hier passiert, ist schon gruselig. Also denkt man auch überhaupt nicht, wenn man jetzt hier ist, ist ja so ein schöner Ort und irgendwie, ja, ganz merkwürdiges Gefühl. Ja, schockt. Very shocked. I can't believe that happened here. It's kind of changed the energy of the location now a little bit.

Ja, krass. Also man betrachtet den Ort jetzt doch so ein bisschen mit anderen Augen einfach. Also weil man es halt gar nicht erwartet hat. Und ja, es ist so, man denkt halt überhaupt nicht, dass das jemand hier macht, dass jemand mit so einer Absicht hierher kommt und dann sowas Grauenvolles hier macht.

Das ist schon auf jeden Fall traurig, sehr, sehr traurig. Ja, man hört hier unter uns das Plätschern der Pöllart, dieses Gebirgsbachs, der hinausfließt dann Richtung Forkensee. Jetzt gerade ist aus Schloss Neuschwanstein. Der Schlag der Uhr zu hören, immer zur vollen Stunde, kommt da aus dem Torbau, aus diesem mechanischen Uhrwerk, dieses Geräusch.

Und ja, es weht ein leichter Wind an diesem Sommertag, es ist recht angenehm hier im Schatten. Und so oder so ähnlich muss es dann auch an diesem Tag vor drei Jahren ausgesehen haben, als sich hier diese Tat ereignet hat. Das ist irgendwie paradox, weil es... Friedlich wirkt, total abgeschieden und nicht der Platz ist, wo man so ein abscheuliches Verbrechen verorten würde.

Gedenktafeln oder irgendeinen anderen Hinweis auf die Tat von damals gibt es da oben an der Stelle nicht. Die Gemeinde Schwangau hat 2023 allerdings eine Gedenkfeier für die Opfer und ihre Angehörigen veranstaltet. Wir haben auch jetzt für diese Folge die Gemeinde um ein Gespräch gebeten. Die Gemeindeverwaltung wollte sich an dieser Stelle jedoch nicht äußern.

Auch viele der Inhaber der Souveniershops, die auf dem Weg zum Schloss liegen, wollten wir zum damaligen und heutigen Touristenaufkommen befragen. Sie wollten nicht mit uns sprechen. Bleibt noch die Frage zu klären, was bleibt, wenn die Schlagzeilen verschwinden? Und ich weiß nicht, wie es dir geht, Bene, jetzt nach der Recherche, nach all den Menschen, die wir getroffen, all den Gesprächen, die wir geführt haben, würde ich für mich persönlich diese Frage beantworten mit gar nicht mal so viel.

Dass es absolut furchtbar ist, was damals passiert ist, insbesondere natürlich für die beiden jungen Frauen und ihre Angehörigen. Und dass sich das hoffentlich auch nie wiederholt, weder hier bei uns im Allgäu noch sonst wo, das steht sowieso außer Frage. Aber mein Eindruck ist, dass selbst diejenigen, die damals wirklich nah dran waren, so wie Jürgen Zöllinger von der Kriminalpolizei zum Beispiel.

Es ist so, dass solche Fälle einen immer begleiten werden, denke ich. Also auch in die Zukunft und weit über die Pension hinaus. Oder Christopher Treff von der Staatsanwaltschaft. Oder Philipp Müller, der Verteidiger des Täters. Die alle werden den Fall vermutlich nie vergessen, haben aber heute weitestgehend damit abgeschlossen.

Ja, das denke ich auch. Und vielleicht liegt es ein Stück weit in der menschlichen Natur, weitermachen zu müssen, trotz dieser schlimmen Geschehnisse im Hintergrund. Und man muss natürlich auch mit einfacher Wahrscheinlichkeit antworten auf diese Frage und sagen, dass es an Betracht von zwei Millionen Menschen, die jährlich rund um Schlossener Schwanstein unterwegs sind, dann schon ein Einzelfall ist.

Ein Einzelfall, der in seiner Brutalität heraussticht, sehr nachdenklich macht. Aber wenn man es dann in Relation zur Gesamtzahl der Besucher sieht, zur Zahl der vielen, vielen Menschen, dann ist es doch eine ganz, ganz krasse Ausnahmeerscheinung. Eine Ausnahmeerscheinung, die uns dennoch natürlich sprachlos zurücklässt, was die Willkür, und die Zufälligkeit der Opfer anbelangt, so wie es auch die Polizeibeamten uns in dem Gespräch geschildert haben, und einen vielleicht auch deswegen nachdenklich macht, weil dieser Ort Schlossner Schwanstein ein ästhetisch sehr schöner Ort ist.

Mein Eindruck ist auch, dass für die allermeisten Menschen hier aus dem Allgäu oder von sonst wo der Mord damals völlig losgelöst vom Schloss ist, wenn sie überhaupt was davon mitbekommen haben. Vor allem für Touristinnen und Touristen, die ja aus aller Welt kommen, bleibt Schloss Neuschwanstein also weiterhin ein malerisches Ausflugsziel, ein beliebtes Fotomotiv, ein Märchenschloss.

Und das ist ja erstmal eine gute Nachricht. Doch auch wenn am Schlossaugen scheinlich nichts mehr an die Tat erinnert, gilt es nicht für die Angehörigen der getöteten jungen Frau. Zu den Eltern hält Michael Pösel, der sie damals als Anwalt in der Nebenklage vertreten hat, noch immer Kontakt. Den Eltern ist eben, habe ich den Eindruck, wichtig, dass die Leute halt auch wissen, wer das war.

Dass das nicht nur ein anonymes Opfer ist am Ende des Tages, sondern dass auch die Dimension des Verbrechens vielleicht auch besser dadurch begriffen wird, dass man den Menschen sieht, der da getötet worden ist. Ihre Tochter, alles, was man gehört hat und mitbekommen hat im Rahmen des Prozesses, war auch ein hochintelligentes, sensibles, empathisches Mädchen, die wirklich überall sehr gut ankam.

Es ist natürlich so, dass dieser Verlust nie zu überwinden sein wird, aber es geht, sagen wir mal so, langsam etwas besser. Also was, jetzt nur meine persönliche Ansicht, Es ist natürlich auch gut, also eine große Stütze ist natürlich auch die Zwillingsschwester, dass sie da halt noch jemanden haben.

Auf der anderen Seite natürlich wird der Verlust nie vergehen und ich wünsche es beiden, dass halt diese tiefe Trauer und dieser tiefe Schmerz irgendwann, etwas gelindert wird oder etwas weniger schwer wiegt als nach wie vor. Mord am Märchenschloss. Ein Verbrechen im Schatten von Schloss Neuschwanstein.

Eine Produktion der Allgäuer Zeitung. Redaktion Benedikt Ziegert und Franziska Jahn. Produktion Franziska Jahn. Technischer Support Stefan Michalik. Besonderer Dank gilt Emi Jajes und Sascha Borowski. Außerdem dem gesamten Team der Allgäuer Zeitung. Namentlich Lea Henkel und Jörg Schneider. Ann-Kathrin Müller und Katrin Bussardt.

Romina Goldschmidt und Linda Rossmanne.

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