
Keinen Bock auf Leistung - fahren Deutschlands Schulen an die Wand, Jonas Schreiber?
Donnerstag, 13. August 2026 · 33 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Lehrer Jonas Schreiber spricht über den Alltag an deutschen Schulen: sinkende Leistungsbereitschaft, Handys im Klassenzimmer, überforderte Eltern und ein Schulsystem, das immer mehr Aufgaben übernehmen soll.
Im Gespräch geht es um Bildschirmzeiten von Schülern, Konflikte mit Eltern, Migration, Integration, Digitalisierung und die Frage, wie Schule wieder ein Ort von Disziplin, Eigenverantwortung und Bildung werden kann. (Wiederholung vom 30.04.2026)
Gast: Jonas Schreiber, Lehrer und Buchautor
Host: Beatrice Achterberg, Redaktorin, NZZ Deutschland
Redaktion: Utz Dräger, Patricia Corniciuc
Übrigens: Diesen Podcast und alle Artikel in der NZZ-App könnt ihr ab sofort auch unterwegs im Auto (go.nzz.ch/carplay) hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Probiert es doch mal aus!
Unser Gast Jonas Schreiber (jonas-schreiber.com) und sein Buch
Erreichen deutsche Schulen die eigenen Bildungsstandards? - IQB-Bildungstrend (iqb.hu-berlin.de/de/schule/sekundarstufe-i/bil…)
Bildungscheck (iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutac…) der deutschen Bundesländer
Deutschland im OECD-Vergleich (oecd.org/de/publications/bildung-auf-einen-bli…): Bildung immer noch extrem abhängig vom Elternhaus
Dazu ein NZZ-Artikel (nzz.ch/international/deutschlands-sozialer-lif…): Deutschlands sozialer Lift ist kaputt
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hi! Hier ist Beatrice Achterberg. Wir von der Machtspielredaktion sind zwar noch bis Mitte August in der Sommerpause, haben euch aber für jede Woche eine unserer Lieblingsfolgen rausgesucht. Die die ihr jetzt hört ist vom dreißigsten April zwanzig sechsundzwanzig. zu Gast ist der Lehrer Jonas Schreiber.
viel Spaß beim hören und schönen Sommer für euch. Handy wird abgenommen und dann steht das Kind mit einem zweiten oder dritten Handy da, weil es ein Fake-Handy hatte. Wir jagen wie der Hund seinen eigenen Schwanz. Ich kann mich nicht mehr auf Tests fokussieren... Also sie sind Lehrer digital superweiser und auch noch Erzieher nebenbei!
Sozusagen alles in einem und das am besten für dreißig Kinder gleichzeitig. Das ist genau der Punkt, dass die Schule wieder als was Gutes angesehen wird. Dass wir Lehrer helfen wollen, dass wir Lehrer da sind um das Kind voranzubringen und eigentlich nicht um gegen das Kind zu arbeiten und dass wir viel Zeit mit dem Kind verbringen.
Ich glaube, dass wir unseren Schülern wieder mehr zutrauen müssen indem wir konsequent und diszipliniert ihnen sagen was Sache ist aber auch deutlich mehr von ihnen einfordern damit sie vorbereitet sind auf das Leben was später hoffentlich gut auf sie zukommt. Das es macht. Spiel der Politik-Podcast von NZZ und Brossstiftung.
Mein Name ist Beatrice Achterberg, heute schauen wir dorthin, wofür diese Republik der Grundstein für die Zukunft gelegt wird oder eben auch nicht! Es geht in die deutschen Klassenzimmer. Mein Gast ist Jonas Schreiber, Jahrgang, nineteen. vier neunzig Lehrer aus dem Raum München erst ehemaliger Nachwuchstrainer im Fußball-Bundesliga Leistungszentrum und Autor des Buches We'll Talk Lehreralltag.
Jonas Schreiber unterrichtet an einer bayerischen Realschule und von ihm möchte ich wissen, was passiert wirklich hinter der Klassenzimmertür? Jenseits von Idealvorstellungen, guten Hoffnung und Parteitagsbeschlüssen. Wir sprechen über Bildschirmsucht, Eltern die zwischen Überforderung und Überbegütung schwanken – und was Schule heute eigentlich noch leisten kann wenn sie gleichzeitig Bildungsstätte, Reparaturbetrieb und Integrationslabor sein soll!
Herr Schreiber, vielen Dank dass Sie sich die Zeit nehmen. Schön das ich da sind darf! Was macht Ihnen am meisten Sorgen? wie die Schüler? Die Eltern oder die Politiker mit der Schule umgehen? nur eine Antwort ist erlaubt. Schwierig die fehlende Leistungsbereitschaft von allen drei Parteien. man kann es leider nicht auf einen direkt beziehen.
Können sie das erklären? woher kommt die fehlende Leistung? Bereitschaft die sie beschreiben Einfordern wie früher. Ich habe immer das passende Bild vor Augen, wenn Eltern sprechtag ist und früher saßen die Eltern zusammen mit den Lehrern auf der einen Seite des Tisches und die Schüler auf der anderen Seite Und heute ist es genau andersrum.
Heute sitzen die Eltern am besten nur vor den Kindern und erklären dem Lehrer was er zu tun hat. Also einmal diese Komponente ist ein großer Punkt. dann die Schüler die deutlich weniger leisten wollen weil sie aber auch wissen dass sie weniger leisten müssen. irgendwie kommen wir trotzdem durch nach dem Motto und dann auf der anderen Seite das System bzw.
die Lehrkräfte, die die Anforderungen immer nach unten oder immer weiter nach unten schrauben dass wir ja keinem zu nah treten beziehungsweise eben dass jeder da irgendwie durchkommt. Nicht nur Sie in Ihrem Buch, auch unterschiedliche Bildungsstudien kommen zu Alarmierenden befunden. Ein Beispiel der IQB-Bildungstrends – zwanzig vierundzwanzig da wurden fast fünfzigtausend neun Klässer bundesweit im Mathe Biochemie und Physik getestet hält fest dass in allen vier Fächern die Kompetenzen seit zwei tausend achtzehn deutlich zurückgegangen sind.
auch das fachliche Interesse stark gesunken. In Mathematik, in Chemie und Physik geben über die Hälfte der Jugendlichen an nur geringes Interesse zu haben. Auch die Motivationen und Einschätzung der eigenen Fähigkeiten haben sich deutlich verschlechtert.". Das sind nicht alles Ihre Fächer! Sie unterrichten Sport-, Informatik- und Betriebswirtschaftslehre?
Aber trotzdem – deckt sich das mit dem was sie als Lehrer erleben?! Absolut, also ich sehe die gleichen Probleme und ich glaube das ist auch fächerübergreifend. Auch hier ein Beispiel aus dem Sportunterricht, da ich ja Sportlehre bin und aus dem Leistungssport komme und mit Leistungen eigentlich immer was Positives beziehe.
Wir haben regelmäßig einen Spendenlauf und der wird auch zusätzlich benotet. Und da kommen regelmässig dann Schüler so zwischen zwanzigund dreißig Prozent an zu mir, beziehungsweise zu den Kollegen und sagen tragen es mir von Haus aus die sechs ein ich muss gar nicht laufen oder ich möchte gar nicht laufen heißt dieses Problem ist in meinen Augen fächerübergreifend.
und warum nämlich Sport? weil Sport eigentlich ja keinfach isst. er gemacht wird, um irgendeinen bestimmten Zweck zu haben. Sondern der eigentlich zweckfrei ist weil er Spaß machen soll, weil es Freude ist und das kann man über die verschiedenen Sportarten immer wieder entdecken. aber das ist so das Prototyp Beispiel was ich immer wieder in dem Fall im Kopf habe.
Jetzt ist meine Schulzeit schon etwas länger her. Ich hab' den Abitur abitur gemacht, aber ich kann mich schon noch erinnern dass eine Sex hat man wirklich auf den Tod vermieden. Haben Sie eine psychologische Erklärung dafür oder ist es eine gesellschaftliche Erklärungen? Woran liegt es, dass die Schüler sich freiwillig – das sind ja nicht alle aber sie haben die Fälle erlebt – sich frei will ich die schlechtmöglichste Note eintragen lassen.
Ich glaube, das ist ein gesellschaftliches Phänomen und richtig wie Sie sagen pauschalisieren darf man das auf alle Fälle nicht auch in den anderen Fächern. Darf man das natürlich nicht so pauschalisieren habe. Ich glaub' ,dass die Kinder relativ gut adaptieren oder aufnehmen was bei den Eltern oder bei den Erwachsenen im Leben los ist.
Wenn sich Arbeit nicht mehr lohnt, weil Bürgergeld oder jetzt halt die Grundsicherung relativ einfach ähnlich wertend ist wie wenn ich arbeiten würde. Schlägt sich das natürlich auf die Kinder über einmal. vom Mindset in Wirtschaft und Rechtunterricht haben wir auch viel was möchtest du später arbeiten wo möchtes zu spät dahin?
Und noch da sagen mir die Kinder dann nicht durchgehend aber immer wieder ja Bürgergeld ist ja auch eine super Lösung so und das ist natürlich ein Mindset der sich dann in der Schule widerspiegelt. Ich muss ja nicht so viel leisten, wie ich könnte. Sondern ich kriege sehr eh von der Gemeinschaft und das ist in meinen Augen der falsche Weg weil natürlich dann die Kinder auch nicht mehr wirklich wachsen bzw irgendwas wissen wollen sondern es ist am Ende auf Bayerisch gesagt wurscht, was ich tue.
Weil ich komme eh durch mit den Noten. Es gibt vielleicht hier noch mal eine mündliche Note oder hier nochmal ein Referat, das ich halten kann. Hauptsache es funktioniert irgendwie so. Er sagt nicht falsch verstehen, das fallen natürlich auch Schüler durch, so ist es nicht. aber die Hemmschwelle ist da deutlich geringer geworden wie früher wenn ich mich damit Kollegen unterhalten, die dort deutlich länger auch im Schulwesen schon tätig sind.".
Was macht das mit Ihnen? Wenn so'n junger Mensch vor ihnen steht und sagt ja ich kann ja eigentlich auch arbeitslos sein und vom Staat leben? extrem zermürbend und deshalb bin ich jetzt bei ihnen. Und deshalb habe ich auch das Buch geschrieben, weil ich der Meinung bin dass das einmal einen selber nicht befriedigt als Menschen, weil Ich möchte ja eigentlich mehr wachsen, ich möchte besser werden, ich Möchte mehr verstehen.
Ich möchte Ja selbst eine bessere Persönlichkeit. am nächsten Tag haben wir gerade eben und es vermisse Einmal auf der einen Seite. Und natürlich dann auch auf meiner Seite. aus individuellem Schutz muss ich für mich ausschauen, weil wenn ich jetzt sehe dass die Schüler so in den Tag hinein leben und am Ende denen alles egal ist macht das natürlich auf Dauer auch keine Spaß selber zu unterrichten beziehungsweise die Fächer wo man brennt rüberzubringen.
und das sehe ich dann auch an Kollegen die schon länger dabei sind die dann irgendwo abgestumpft sind. und das ist genau das was ich nicht haben möchte und darum mein Versuch hier etwas zu ändern. Also ihr Buch ist sozusagen ein Wegruf. Das sollte das Ziel sein mit verschiedenen Geschichten, wo eben immer wieder auf dieses Verweigern von Leistung bzw.
weniger leisten wollen hingewiesen wird in unterschiedlichen Teilbereichen.". Elternabenden mit Zitat Menschen leeren Fluren schreiben, von digitalen Elternabendern mit nur fünfzehn Teilnehmern bei siebenhundert Schülern und von Eltern die zwar keine Zeit für einen Gespräch haben. Aber dann doch sehr viel Energie für Beschwerdebriefe und WhatsApp-Hetzer.
Können Sie uns eine Szene schildern wo Sie gemerkt haben? Hier läuft was in der Zusammenarbeit Elternschule gerade grundlegend tief! Ja das war so der Anstoß, warum ich das Buch geschrieben habe und zwar eine Geschichte. Da gab es einen Schüler ist er neunten Klasse also ein Jahr vom Abschluss bereits einmal durchgefallen gewesen hat den externen qualifizierten Hauptschulabschluss auch schon vermasselt und da war er bei mir.
und wenn er die die Jahrgangsstufe erneut nicht schafft dann geht er ohne Schulabschluß aus seiner Schulaufbahn raus. Da ich natürlich das nicht unbedingt möchte, habe ich versucht da viel zu intervenieren und viel zu tun. Die Noten haben sich leider nicht verbessert. Es hat nicht nur bei mir im Fach, sondern sollte man sagen der Herr Schreiber macht jetzt hat nicht immer alles richtig.
Das ist auch richtig so aber bei den anderen war es leider auch so. Und da war die Gefahr eben dass er wieder durchfällt. und dann habe ich eines Tages eine E-Mail vom Vater bekommen und die Schulleitung auch, dass ein Gespräch doch anstehen würde. Warum? Wieso, weshalb der Schüler immer noch so schlecht sei und sie würden ja sehr viel Geld in Nachhilfe investieren.
Dass Sie das Geld einmal zurück haben wollen würden. dann hatten wir das Gespräch und bei dem Gesprächstermin stand da noch ein Anwalt zusätzlich dar. Der wurde dann Gott sei Dank nicht zugelassen. zum Gespräch hat die Schulleitung sehr gut reagiert und hat mir auch den Rücken gestärkt. aber es war so einen Ahamoment wo ich gesagt habe Es kann ja nicht sein dass wir dem Schüler was Gutes tun wollen und der Schüler ist Partur nicht möchte.
Aber um auf das Anfangsbild zurückzukommen, ersetzt sich zusätzlich zum Vater noch der Anwalt auf die Seite vom Schüler und beschimpft die Schule wieso wir eben es nicht hinkriegen dass der Schüler dementsprechend gute Leistungen bringt. Und das war so ein Punkt wo ich gesagt habe schwierig. Und dann ist, was Sie gerade schon richtig gesagt haben auch eine Geschichte die auch da treffend ist vom Engagement der Eltern.
Wir reden immer viel über Digitalisierung und digitale Kompetenzen und da wollen wir natürlich auch die Eltern mit ins Boot nehmen. Die tun in der Schule natürlich sehr, sehr viel dafür. Da war ein Medienpädagoge, so einen Digitaltrenner da, er hat mit den SIP-Klässlern etwas gemacht. das war auch eine sehr gute Veranstaltung, was ich mitbekommen habe weil ich da keine siebte Klasse unterrichtet hatte und am Abend war ein digitaler Elternabend ja auch Monat, der voraus angekündigt war.
Und wir haben ungefähr siebenhundert Schüler und von diesen Siebenhundert Eltern plus also mal zwei eigentlich vierzehnhundert Eltern waren am Ende zwischen zehn und fünfzehn Eltern dann in diesem Caller im Abend dabei. ich habe es mir auch angehört das waren genauso viele Eltern wie Lehrer dabei aber die Eltern haben nicht geschafft sich einzuwählen oder warum?
Nein, sie hatten kein Interesse. Also die Schulhaltung hat am gleichen Tag auch nochmal. Eine Szene war dann auch lustig, da am Schluss konnte man noch Fragen stellen. Dann hat eine Mutter in dem Chat gefragt wie kommt es denn, dass nur so wenig Eltern dabei sind? Das war der Punkt wo ich gesagt habe ja gute Frau genau das ist unser Thema worüber wir sprechen.
Wir investieren Geld und wollen euch was Gutes tun aber das Interesse ist halt wenig da. Das Stichwort Digitalisierung bestimmt den Schulalltag ja immer mehr. Sie haben in einer achten Klasse die Bildschirmzeit der Schüler abgefragt und die jungen Leute haben im Schnitt acht Stunden am Tag am Bildschirm verbracht.
Wie haben die Jugendlichen reagiert, als ihre eigenen Zahlen gesehen haben? Und was hat das mit ihnen gemacht? Als erstes sollten sie, das war im IT-Unterricht. Wir unterrichten natürlich auch Medienkompetenz. als erster sollten die sich überlegen wie viel Zeit sie dann am Bildschirm verbringen und dann eben auf die Handyzeit mal schauen.
Und da kamen auch an anderen Schulen habe ich erfragt zwischen sechs und elf Stunden am Tag raus. Da waren natürlich die Augen sehr groß wie es sein kann. Dann haben wir halt mal durchgesprochen wie's ist Wenn du ein paar Stunden in die Schule gehst, dann auch acht Stunden schlafen solltest. Dass das nicht mehr viel Zeit bleibt für andere Dinge.
Da war der AHA-Moment im ersten Moment riesig aber dann im nächsten Moment gehe ich wieder vor die Tür und in die Pause rein. Und da sitzen so gut wie die gleichen Schüler wieder am Handy obwohl eigentlich ein Handy verboten an der Schule ist. also Die Anpassung oder die Adaption ist da nicht so dass man sagt sie verändern irgendwas daran.
Wenn man solche Geschichten hört, dann könnte man ja zu dem Schluss kommen dass die aktuelle Forderung der CDU nach einer gesetzlichen Altersgrenze von vierzehn Jahren für Social Media und nach Schutzzonen bzw. Handyverboten an Schulen relativ plausibel ist. auch die SPD und andere Parteien fordern das Kinder besonders schützen weniger Ablenkung weniger TikTok im Klassenzimmer.
aus ihrer Sicht als Lehrer wäre ein solches Social-Media oder Handyverbot für unter vierzehnjährige die Lösung? Oder ist es eher ein politischer Reflex, der an der Realität des Klassenzimmers vorbeigeht. Kurz und knapp. nein! Es ist keine Lösung. Warum? Verschiedene Gründe und zwar einmal wir haben ja generell an der Schule einen Handyverbot also die Schüler haben eigentlich das Handy ausgeschaltet in der Hosentasche beziehungsweise im Schulranzen.
Ich kann jeden Tag trotzdem dreißig bis vierzig Handys einsammeln. Wir kommen da gar nicht mit. daher weil Sobald wir eins eingesammelt haben, ploppt dann irgendwo wieder das nächste aus. Normalerweise geben wir es an die Schulleitung. Die Schulleitung musst du in deinem Anrufen hat also Zusatzaufwand.
Totaler extra Aufwand den man früher nicht hatte oder? Volle Kanne. und dann ist normalerweise der Prozess dass die Eltern es dann abholen sollen des Handy eben dass da ein Gefühl dafür kommt, dass es eigentlich nichts so sein sollte. Und da weigern sich natürlich viele Eltern und sagen, dass sie es gefährlichst rauszugeben haben.
Die Kinder oder ein Handy wird abgenommen und dann steht das Kind mit einem zweiten Handy oder dritten Handy sogar da weil er eben Fake-Handy hatte. Wir jagen wie der Hund eigentlich seinen eigenen Schwanz Langeräderkurte sind, warum? ich glaube das es keinen Sinn macht. Jetzt hat ein spezielles Social-Media-Verbot zu machen.
Es gibt auch eine Umfrage wie viele Personen in Deutschland oder erwachsene Personen einen Handyverbot beziehungsweise Social Media Verbot bewerten würden und dessen sind eighty-fünf Prozent. So eighty-five Prozent der Erwachsen wollen eben ein solches Verbot. dann frage ich mich Warum fange ich nicht bei meinem eigenen Kind?
Ich weiß dass ist nicht einfach. Die wollen halt dass die Schule das übernimmt. Ja, klar natürlich. Trotzdem gehen wir auch wieder einen Schritt weiter. wenn sie mal in ein Restaurant reingehen und da mal schauen wie älter mit ihren Kleinkindern und ich spreche wohlgemerkt von Kleinkinnen, eins zwei drei Jahre.
Da sitzt dann das Elternteil dar ist im Restaurant und des Kleinkins sitzt daneben und spielt mit dem Handy. Und da wird es kleinkind nicht von sich aus gesagt der Mama Papa gibt mir jetzt gefälligste Sandy sondern die Mama Papa werden das Handy aktiv gegeben haben dass das Kind ja ruhig ist und Sie in Ruhe essen können.
Da muss ich jeder wieder beim Thema Verantwortung. Ich glaube, da muss sich jeder bei der eigenen Nase fassen und eben bei sich anfangen um das Ganze so zu regeln wie es für sich notwendig wäre oder gut ist aber nicht den Staat machen lassen weil zu viel Staat in meinen Augen überhaupt nicht die richtige Lösung.
Wenn man Ihnen so zuhört also Sie haben gerade gesagt sie sind damit beschäftigt obwohl's eigentlich ein Handyverbot gibt Handys der Schüler einzusammeln dann haben die Fake-Handys. da muss die Schulleitung die Eltern kontaktieren Eltern beschweren sich, dann haben sie Gespräche mit Eltern und Schulleitungen.
Und mit oder ohne Anwalt je nachdem wie das so läuft. man hat das Gefühl Sie sind mehr mit diesen drum herum beschäftigt als mit dem Schülern im Klassenzimmer was beizubringen. Leider hat es sehr viel Zeit dazugegeben. Speziell, wenn ich mich mit den älteren Kollegen diesbezüglich unterhalte ist da auch die Sicht dass die Bürokratie beziehungsweise alles drum herum also wir sind eher Erzieher wobei wir eigentlich nicht erzieher sein sollen von vielen Eltern aus als das wir hier Lehrer sind die möglichst wissen weiter vermitteln.
Wenn Sie morgen im Bildungsausschuss sitzen würden was wären Ihre top drei konkreten Forderungen die sie gern in ihrem Bundesland und vielleicht auch an anderen umgesetzt hätten? Drei große Bausteine sind einmal Individualisierung und da meine ich jetzt nicht zwingend, dass man kleinere Klassen macht sondern speziell das man am Nachmittag auch zusätzlichen Unterricht für Kinder die besonders in einem besonderen Fach Schwächen haben anbietet.
Klar kleineren Klassen sind super aber es ist unrealistisch. im ersten Moment also einmal die zusätzliche individuellen Förderungen dann glaube ich, dass die Digitalisierung. wir haben hier jedem kind ein iPad gegeben beziehungsweise bei uns ab der siebten Klasse hat jedes Kind ein iPad Die würde ich deutlich zurückschrauben, sondern nur noch punktuell das Ganze machen.
Andere Länder machen das ja schon! Also die haben ja die iPads wieder und die Tablets aus dem Schulraum geholt. Richtig genau, Finnland ist da... ist er sehr vorgeprescht und jetzt hat Breschen sie wieder zurück. Und das, glaube ich, ist der nächste Punkt, dass wir da nur noch punktuell das Ganze nutzen sollten und hier eben einen Mehrwert den Kindern bieten sollen.
auch hier wieder eine kurze Geschichte dazu. Wir haben ja Kontrolle theoretisch über die iPads und können die iPad sehen. Jetzt habe man eine Klassenstärke von Pimal Daumen dreißig Kindern und ich kann meinen Unterricht halten. aber parallel soll ich auch noch gleichzeitig auf meinem iPad schauen was tun die Kinder?
Auf ihrem iPad? dann hab' ich hier lauter kleine Kacheln aber auch noch schauen, dass es Kind ja nicht im Internet surft oder nochmal irgendwas anderes macht. Das heißt hier wieder das Sie vorhin gesagt haben der Mehraufwand extrem! Ich kann mich nicht mehr auf Tests fokussieren warum ich eigentlich da bin.
Also sie sind Lehrer digital superweiser und auch noch Erzieher nebenbei sozusagen alles in einem und das am besten für dreißig Kinder gleichzeitig. Und so, dass es allen gut geht und alle perfekt durch die Schule durchkommen. Darum glaube ich, dass wir diesen Punkt in der Digitalisierung auch einen Tick zu overpacen und da auch uns wieder mehr zurücknehmen sollten was Ich glaube wo digitalisierung sehr sehr gut wäre auch jetzt mit KI gestützt.
Es gibt diese sprachlern app du lingo. Ich glaube da könnte man deutlich mehr im bildungsbereich machen speziell im hausaufgaben. bereicht heißt Die App registriert welche fächer beziehungsweise welche probleme hat des kind. welche Aufgaben funktionieren noch nicht und diese Fächer werden KI gesteuert, dann immer wieder reaktiviert also wiederholt und speziell dann eben auf die Schwächen eingegangen.
Würde ich gleichzeitig die Hausaufgaben mit der KI umwandeln weil ich das Problem mit der Ki natürlich habe dass die Kinder viel mit der AI dann arbeiten und die Hausafgaben machen lassen. aber so hätte ich das in einem Rahmen wurde sehr produktiv genutzt werden würde. Haben Sie noch eine dritte Forderung an den Bildungsausschuss?
Selbstverständlich, jetzt haben wir Digitalisierung und Individualisierung. Und dann ist dritte wäre die Leistungsbereitschaft beziehungsweise den Anspruch wieder deutlich erhöhen. auch da glaube ich dass dieser sogenannte Pygmalion Effekt greift heißt umso höher mein Anspruch an jemanden ist auch um so höher sind dann die Leistungen die gebracht werden auch hier wieder gar nicht.
negativ gesehen heißt generell die Leistung Anforderungen hochschrauben aber auch die Bewertungen deutlich hoch schrauben und nicht in die andere Richtung gehen. das sie sagt Ich möchte weniger sehen und die gleichen Noten erhalten. Wie das sich allerdings im echten Leben abspielt, erzählt eine Geschichte aus ihrem Buch nämlich die Geschichte von Ali.
Ali ist sitzen geblieben er wiederholt eine Klasse Er hat ein gewisses Talent für Basketball, wird aber aus dem Verein rausgeworfen. Weil er die anderen Kinder mobbt. Sie sprechen mit dem Trainer. Die Eltern werfen ihn danach Datenschutzverletzung vor und wollen aber gleichzeitig in einem Gespräch mit der Schulleitung, dass sie Ali doch einen Probetraining im Leistungszentrum organisieren.
Können Sie diese Szene uns einmal schildern? Inklusive den Moment, in dem Sie einfach nein gesagt haben! Ich bin am Schluss aufgestanden und habe gesagt, nein das werde ich nicht tun. Genau also da war auch wieder ein Schüler der Probleme hatte auch des Jahr wiederholen musste und nicht wieder wiederholend durfte sonst muss er die Schule wieder verlassen.
Und ja ... ich wollte wir wollten dass er möglichst gut durchkommt und haben natürlich viel probiert. und da ich aus dem Leistungssport komme und das so kenne das eben wenn die Schule nicht läuft dass dann der Sport auch reduziert wird bzw mal ein Training pausiert wird und den Trainer kannte und zuverlägt dann über den Weg gelaufen bin, haben wir dann eben gequatscht.
Und kann mich so entsprechen dass der Schüler nicht mehr bei ihm als Spieler ist sondern dass er Mitspieler damals gemobbt hat oder Tränen rausgeworfen hat. Dann habe ich einen Schüler halt... ohne Hintergrundgedanken gefragt, was denn vorgefallen ist. Weil es mich natürlich interessiert, beide Seiten möchte ich wissen und dann ist da eben dieser Mechanismus ins Laufen gekommen den Sie gerade geschildert haben das sich die Eltern aufgeregt haben wieso ich mich denn ins Privatleben einmische?
Und dass ich mich da gefälligst raushalten soll hatten wir auch wieder einen Gespräch mit der Schulleitung und am Schluss des Gesprächs fragt mich dann Vater allen Ernstes ob nicht weil er die Connections hätte ob ich nicht für seinen Sohn ein Probetraining organisieren könnte aber zwei Sätze davor sagte ich soll mich gefälligs aus seinem Leben raushalten habe ich dann natürlich nein gesagt, aber diese Idiotie ist eigentlich die perfekte Story wieder.
Wie so das Anspruchshalten ist oder die Anspruchshaltung ist und wie dann wirklich die Realität dahinter steckt? Die Schule ist eigentlich so zum Service-Zett rum geworden! So in der Art ja leider... Gleichzeitig wird politisch bei jeder Krise, bei jedem schlechten Studienergebnis mehr Schule gefordert.
Mehr Ganztag, mehr Sozialarbeiter in den Klassen, mehr Prävention. jetzt auch noch mehr Medienbildung – wo würden Sie sagen an dieser Stelle überfordert Ihr uns? Überfordert ihr das System Schule! Ich glaube mit allen Dingen, die gerade genannt wurden. Trotzdem ist jetzt dieses Medienbildungsthema oder die Medienkompetenz fließt in alle Fäche irgendwo ein.
also man macht es ja nicht nur im IT sondern man macht das überall. aber wenn ich als Politik hergehen möchte und sage Lehrer macht alles. Jetzt hat in einem Bundesland wurden die Lehrerstunden nochmal um eine zusätzliche erhöht, heißt da muss jeder Lehrer eine Stunde mehr arbeiten ist ja auch nicht schlimm.
jetzt machen wir noch eines und jetzt mache noch eines das dann Rattenschwanz hinten dran hängt mit Korrigieren, mit Vorbereiten, mit Elterngesprächen. Das wird dann meistens nicht gesehen. ich glaube auch dass man deutlich mehr Nachmittagsunterricht anbieten kann. Wie vorhin schon einmal gesagt dieses Individualisierte, dieses zusätzliche also jetzt nicht was wegnehmen und hinmachen sondern eben einmal zusätzlich.
und was mir auch ganz wichtig wäre wenn wir Vereine sei Sportvereine, musische Vereine oder Theater mit an den Nachmittag in die Schule rein nehmen würden weil viele Kinder auch es hat egal an welchen Schulen ich war Diese Musik überhaupt nicht mehr lernen oder diese Theatergefühle überhaupt nicht haben.
Wie dreht ich von der Gruppe auf? Oder wie verhalte ich mich? Und ich glaube, das könnte man mit externen Personen, mit exter professionellen Personen und nicht uns Lehrkräfte, weil ich bin da kein Profi drinnen, könnte man es dann deutlich mehr fördern.". Ja, verstehe... In einem anderen Kapitel bei einer Schülerin namens Viola erleben sie wie ein schlechter Notenschnitt zur politischen Grundsatzdebatte im Kleinformat wird.
Die Familie schreibt mehrseitige Beschwerden, es wird über Gerechtigkeit, über angeblich illegale Prüfungen gestritten, im Alter-Chat kursieren alternative Fakten und sie sitzen nachts um drei Uhr da und rekonstruieren jede einzelne Prüfungsaufgabe. Warum haben Sie sich auf diese symbolische Schlacht eingelassen?
Weil ich am Ende immer das gute für das Kind möchte Überzeugt davon, dass ich die Tochter falsch behandeln würde bzw. dass ich hier falsch vorgehen würde obwohl die Tochte genau wusste. das ist eigentlich gut meine und auch mein bestmögliches für sie Tour. Und der Vater hat sich dann so reingesteigert, dass dann eben auch wieder ein Schulleitungsgespräch zustande kamen.
Oder mehrere Schulleitungs- gespräche zustande kommen und natürlich viele Diffamierungen in verschiedenen Elterngruppen. dann war da wurden mir ein paar Nachrichten zugespielt und das ist natürlich einen schon beschäftigt weil man möchte eigentlich was Gutes tun. Man investiert mehr Zeit als notwendig ist und dann kriegt man so viele Knüppel zwischen die Beine geworfen ohne dass man eigentlich etwas dafür kann.
Das lässt einen schon hinterfragen mache ich das alles richtig? Was ich tue? Natürlich mache ich auch Fehler! Was muss ich anders machen? Wie Sie sagen, mich hat es dann mehrere Tage so beschäftigt. Das war Abschlussprüfungsklasse. und dass ich die Prüfungsaufgaben, die ich gemacht habe – die hab' ich aus verschiedenen Abschlussprüfungen zusammengezogen und ein bisschen abgeändert -, da sich her gegangen bin und den Schülern aufgezeigt hat, aus welchen Abschluss- prüfungen ich die Aufgaben gemacht hatte, das ich für mich wieder im Seelenwohl bin!
Und den Schulern zeige, das ist eigentlich gut meine und das hat niemanden irgendwas Böses möchte... ...und habt es den Schüler dann präsentiert, woher ich die Aufgabe hab oder ähnliche Aufgaben? Und die Tochter war natürlich von Haus aus beruhigt. Die waren natürlich sehr emotional aufgeladen, weil die Eltern da anders dachten das es ist hat sie auch versucht zu entschuldigen und ich habe ihr versucht dazu erklären dass sich da überhaupt gar keine Verbindung zu ihr und ihren Eltern ziehe sondern sie nur nach ihrer Leistung beurteilen egal was ihre Eltern tun.
und ja das sind so Dinge die einen doch sehr sehr auffühlen. und wo man dann die eine oder andere Nacht nicht ruhig schlafen kann ist das eigentliche Problem und dass sich die Politik kümmern sollte. Also vielleicht nicht die dreizehnjährigen auf TikTok, sondern mit den vierzigjährige Eltern im WhatsApp-Gruppenchats, die jede pädagogische Autorität untergraben?
Natürlich ein bisschen schwieriger damit gesetzen gehen vorzugehen! Das stimmt, das stimmt... Nein aber ich glaube es ist genau der Punkt, dass die Schule wieder als was Gutes angesehen wird, dass wir Lehrer helfen wollen, dass sie da sind um das Kind voranzubringen und eigentlich nicht um gegen das Kind zu arbeiten und dass wir viel Zeit mit dem Kind verbringen je nachdem welcher Klasse natürlich und hier schon versuchen bestmöglich dann für das Kind die Lösungen so zu finden, dass es passt.
Und wenn halt mal die Wahrheit in Anführungszeichen ist, dass nicht gut ist, dann müssen wir das auch dementsprechend sagen weil dafür sind wir da. Das fällt uns natürlich auch nicht leicht Aber dass das dann akzeptiert wird, also generell die Bildung wieder höher gehalten wird. Die Leistung wieder hergehalten wird aber auch die Autorität.
was sie gesagt haben sei es jetzt bei uns Lehrern aber auch Polizisten da ist die Autorität in den letzten Jahren oder Jahrzehnten extrem gesunken, dass da eben wieder eine gesunde Autoritäter ist. Ein anderes Thema ist der gemischte Hintergrund in den Schulen. Sie schreiben an ihrer Schule hätten fünfzig bis siebzig Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund, sie beschreiben Elternabende in den Kinder-Doll-Matchen während die Eltern nach über zehn Jahren in Deutschland immer noch kein Deutsch sprechen.
Können Sie eine Situation beschreiben, in der Ihnen klar wurde hier reden nicht zwei unterschiedliche Sprachen, hier prallen zwei Welten aufeinander? Ja, gibt es natürlich viele Beispiele angefangen davon was Kollegen speziell erzählen. Da bin ich jetzt nicht betroffen. dass Schüler speziell dann aus muslimischen Hintergrund ihnen sagen das sie ihnen nichts zu sagen haben weil sie eine Frau sind Das kann ich nur vom hören sagen.
aber auch dass sich Schüler weigern neben Schülerinnen zu setzen Weil das gehört sich nicht beziehungsweise das macht man nicht. Aber da natürlich auch das Beispiel was Sie gerade gesagt haben Dass man eigentlich ein Problem hat mit dem Schüler bzw der Schüler ein problem hat und man möchte das aus der welt schaffen um mit den Eltern zu sprechen.
Dann stellt sie heraus, die Eltern können gar kein Deut. Entweder muss der Schüler übersetzen was dann natürlich bei einem problematischen Gespräch fraglich ist, was der Schüler dann übersetzen oder dass dann irgendwelche Verwandten das Ganze noch mit übersetzen sollen heißt hier sind viele verschiedene Faktoren, die das ganze problematisieren.
anderes Beispiel noch in Bayern gibt es ja die Möglichkeiten einen zusätzlichen Feiertag oder zusätzliche Feiertage für religiöse Feste zu nehmen. auch hier habe ich eine Geschichte im Buch geschrieben. Symptomatisch war, wollte ich eine Prüfung schreiben. Jetzt am Zuckerfest und dann sagt meine Kollegin zu mir da ist die Schüler alle nicht da und ich dann sowieso weil ich gar nicht so weit gedacht habe war natürlich mein Fehler in dem Fall dass sich da ja war die Hälfte der Klasse nicht da ist weil sie sich dann eben freinehmt.
ein Anführungszeichen für das Zuckerfest alles wunderbar zusätzliche Feiertage. nur trotzdem ist die Frage wie gerecht ist es dann? wieder anderen gegenüber haben mich dann auch Schüler gefragt um auf die frage zu kommen wie die kulturen hier aufeinander prallen dass das natürlich nicht unbedingt immer zu optimalen Verhältnissen in der Schule führt.
Sie beschreiben da eine Szene, wo eben sehr viel Rücksicht auf die muslimischen Schüler genommen wird und die Deutschen eigentlich so ein bisschen in die Röhre gucken? Also sie haben diesen Extra-Feiertag nicht! Die Kinder geben sich auch keine Mühe mit denen. also sie können einen Sonderurlaub anmelden für dieses Zuckerfest schreiben dann aber irgendwie selber ihre Entschuldigung wenn ich mich richtig erinnere.
was macht das mit den deutschen Kindern? Ja, diese natürlich dann irritiert beziehungsweise fragen mich oder sagen mir, dass sie das als unfair achten. Ich kann ihnen nur sagen ja ich sehe es auch jetzt nicht als besonders fair an, dass du in der Schule sein musst und jemand anderes nicht. aber ich glaube, dass man da keine adäquate Lösung bekommt, dass er sagt welche Feiertage haben zusätzlich und welche nicht.
Ich glaub wenn wir hier in Deutschland sind müssen sich alle auf gemeinsame Feiertages einigen und diese gemeinsamen Feiertagen ob das jetzt die christlichen muslimischen Judischen, wie auch immer sind. Ich glaube da muss sich dann jeder dranhalten weil wenn jeder da irgendwo seine extra Wurst macht haben wir insgesamt ein Riesenthema Weil natürlich keiner mehr sich wohl fühlt beziehungsweise alles dann nicht mehr besonders fair ist.
Aber genau das machen ja die Schulen schon also die knicken ja quasi vor diesem Druck der Mehrheit in der Klasse bereits ein Ja, wie gesagt es darf sich auch der Jude. Darf sich einen zusätzlichen Feiertag nehmen? Klar! Der jüdische Feiertage fällt sehr wahrscheinlich auf den christlichen Feiertag und darum sage ich das wir da einheitliche Feiertages machen sollen.
zumal dann wenn mir die Sekretärin erzählt dass sie dann daheim anruft weil der Schüler hat es natürlich wieder vergessen sich abzumelten von der Schule. also er muss sich davor befreien lassen. wird dann auch genehmigt. Und dann ruft die Sekretärin bei der Mutter an und fragt, was ist denn mit dem Schüler los?
Dann sagt die Mutter ja ich bin da Arbeit! Ich weiß jetzt nicht wo der Schüler ist aber er sollte es sicher befreit haben. Da wird das gar nicht in der Art und Weise genutzt wie es eigentlich vorgesehen ist sondern die Feinde sind am Abend ist auch fein. Aber die Grundessenz warum das eigentlich passiert dass man in einer Familie zusammen ist Vormittags wird in dem Fall gar nicht genutzen weil die Mutter sich halt nicht frei nimmt oder dann nicht daheim ist.
und das sind dann so Punkte wo ich sage Das fördert nicht unbedingt des Zusammenleben oder die Integrationen in einer Gesellschaft wenn so unterschiedlich gehandhabt wird. Im Vorwort ihres Buches schreibt Boris Palma, der ehemalige Grünenpolitiker und Oberbürgermeister von Tübingen Schule sei zum Spiegel der Gesellschaft geworden, zerrieben zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Sie selbst schreiben, Schule müsse wieder ein Ort werden an dem Leistungsbereitschaft Eigenverantwortung und Disziplin nicht verhandelbar sind. Was ist der eine Satz, der ihre Hauptthese am besten einfängt? Ich glaube, dass wir unseren Schülern wieder mehr zutrauen müssen indem wir konsequent und diszipliniert ihnen sagen was Sache ist aber auch deutlich mehr von ihnen einfordern damit sie vorbereitet sind auf das Leben was später hoffentlich gut auf sie zukommt.
Und dass Sie in der Konkurrenz mit der gesamten Welt gut existieren können. Was würden sie denjenigen Kritikern entgegnen, die sagen das ist neoliberale Leistungsrhetorik? Was sie davon sich geben. Das blendet ja jegliche soziale Ungleichheit und Diskriminierung dass ein Kind vielleicht mitbringt oder fahren hat völlig aus.
Relativ einfach, glaube ich dadurch dass wir anfangen den Schüler mehr in den Fokus zurück und durch die individuelle Förderung am Nachmittag zusätzlich eben mit an die Hand zu nehmen. Ich glaube das wieder deutlich weg kommen von dem, dass ein ungleiches Verhältnis da ist. aber ich glaube auch dass jeder egal welcher Schulart der Schüler besucht die Möglichkeit hat später aus sich alles zu machen.
heißt selbst derjenige der an der Mittelschule aktuell ist kann später noch der Uniprofessor werden oder der Oberarzt wenn er das möchte und ich glaub dieses wollen beim liberal-libertären Menschen in mir, das muss jeder selber haben und es kann nicht der Staat einem vorgeben. Weil wenn der Staat einen das vorgibt dann kommen wir dahin wo wir gerade sind dass die PISA Ergebnisse so schlecht sind oder noch schlechter wie zwei tausend null, dass wir über ein Schuljahr hinten dran sind wie von vor zehn Jahren und dass das nicht die Lösung sein kann.
im Land wo das humankapital die größte Ressource ist, ist glaube ich allen klar und dass wir eben da wieder anfangen sollten die Bildung hochzuhalten. Haben Sie eine Szene aus Ihrem Schulleitag? Ein Lichtblick, bei dem sie sagen würden. Das ist genau die Schule, die ich mir wünsche und das ist der Moment, warum ich hier arbeite und warum ich trotz des Ganzen weitermachen möchte.".
So habe ich versucht mein Buch abzuschließen. Ich hab mir natürlich viele Gedanken gemacht so viele große Geschichten kamen da gar nicht raus sondern ich habe einige Geschichte, die mich besonders berührt und bewegt hat und wo man dann sagt genau deshalb ist es das und zwar war's So derzeit das Buch von Hayek gelesen, liberal, libertär.
Weil wir es gerade eben hatten und da ging's um die Worte Freiheit und Gleichheit und diese beiden Worte hat er in seinem Buch eben verglichen mit dem Sozialismus beziehungsweise im liberalen System und das hat mich so getriggert weil das auch in Wirtschaft und Recht. ein Thema war dass ich dann angefangen habe eine Stunde zu kreieren und die Stunde kam sehr gut bei den Schülern an.
Dann hatte ich die Stunde gehalten und ein paar Tage später kamen dann Schüler aus einer anderen Klasse zu mir und haben gefragt, ob ich den gleichen Unterricht nicht bei ihnen auch noch mal halten kann. Und das war so der Moment wo ich gesagt habe, dass ist mal richtig cool! Und da wollte ich testen ja wie weit geht's denn?
Meinst du, dass ich zu euch in Unterricht komme eine Vertretungsstunde und das mache? Nein nein okay meinst du wir können es am Nachmittag machen und dann sagt die Schülerinnen zu mir Ja im Nachmittage und dann haben wir das am Nachmittel gemacht waren nur ne Handvoll Schüler da. aber das sind dann so Momente wo man sagt Cool, das was ich tue und das was mache kommt an.
Und da ist eine Idee dahinter und es macht Spaß! Das war so ne Geschichte die mein Herz hat höher schlagen lassen aber auch einfach mal ein Danke am Ende des Jahres oder am Ende der Schulaufbahn. Das sind so Dinge wo dann Schüler einem doch mehr zurückgeben können als man denkt. Einfach nur ein Wort und das kommt zu selten glaube ich vor.
Also der liberale Ökonom Friedrich Hayek hat für ihren Lichtblick in der Schule gesorgt. Das freut uns natürlich als liberale Zeitung. Podcaster, Herr Schreiber vielen Dank für diesen Wheel Talk aus dem Lehreralltag. Gerne ich danke dass ich da sein durfte! Das war Machtspiel der Politik-Podcast von NZZ und Brossstiftung.
mein Name ist Beatrice Achterberg. Ich bedanke mich fürs Zuhören Euer Lobkritik Anregungen Und alles was sie uns sagen wollt bitte an. machtspiel at nzz.de. Links zum Thema findet ihr in der Folgenbeschreibung. Wir hören uns wieder in der nächsten Woche. Bis dahin, tschüss.