On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6

Auf einen Kaffee mit dem Deutschen Brass Band Verband

Montag, 28. September 2026 · 46 min

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Shownotes

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Meine Gäste sind heute Claus-Peter Wittmann, er ist Initiator des Brass Band Verbands und ein richtiger Macher. Dass er sogar seinen Job für seine Leidenschaft aufgegeben hat, ist nur eine Sache, die zeigt, wie wichtig ihm das Thema ist.
Außerdem ist noch Barnabas Lugosi dabei, selbst langjähriger Es-Cornet-Spieler, Dirigent und auch Mitorganisator der Deutschen Brass Band Meisterschaft.
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Auf einen Kaffee mit dem kleinen Format hier im Blasmusik Podcast, bei dem ich mich mit meinem Gast oder meinen Gästen ein Kaffee lang über ein Thema unterhalte. In der Folge soll es um Brassbands gehen. In ein paar Wochen findet die Deutsche Brassband Meisterschaft in Augsburg statt und ich habe die Ehre, diese moderieren zu dürfen.

Ich spiele aber auch schon seit ungefähr 17 Jahren, 18 Jahren jetzt selbst Brassband, habe meine Zulassungsarbeit sogar über Brassbands geschrieben. Also ich bin sehr tief in diesem Thema drin. Mich fasziniert das bis heute und das alles zusammen war der Anlass, auch mal über den Brassband-Verband zu sprechen.

Dafür habe ich zwei Gäste mir eingeladen. Klaus-Peter Wildmann, der maßgebliche Initiator der ganzen Sache und Bannabas Lugusi, zwei Menschen, die sehr begeistert, ihr werdet das merken, über Brassband-Musik, über Brassbands an sich sprechen werden. Schnappt euch einen Kaffee und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß.

Wie trinkt ihr euren Kaffee?

Also ich trinke mit allem.

Weiß plus Zucker und sehr intuitiv.

Okay. Barni, wie trinkst du?

Gar nicht. Ich trinke eigentlich keinen Kaffee. Jetzt in letzter Zeit bin ich auf dieses Afogato gebracht worden. Und habe mir heute so einen Espresso-Dings-Kapselteil bestellt, damit ihr das mal machen kann daheim. Aber auch nur eigentlich wegen Eis.

Okay. Aber ich habe in letzter Zeit öfters Gäste, die sagen, sie trinken über keinen Kaffee. Vielleicht sollte ich das Format umnennen oder so. Mal gucken. Ihr dürft euch jetzt ganz kurz vorstellen. Also wir sind ja heute da, um ein bisschen über den deutschen Brassband Verband zu sprechen, beziehungsweise auch über die Deutsche Brassband Meisterschaft.

Und ich habe hier zwei Gäste und ihr dürft euch ganz kurz vorstellen, wer ihr seid und warum ihr vielleicht hier seid, in welcher Funktion. Klaus, willst du anfangen?

Okay, also ich bin Klaus Peter Wittmann, bin leidenschaftlicher Musiker und habe diese Leidenschaft versucht auszuleben. Das ist eigentlich mein Lebensformat, sage ich mal. Ich bin zwar eigentlich vom Beruf Schreiner und Schreiner Meister, aber das ist ja kein Handicap, weil Brassbands in England sind ja auch so, dass das nicht lauter Profis sind.

Ja, und wo ich mit Brassband Musik in Kontakt gekommen bin, habe ich halt das Bedürfnis gehabt, mehr zu tun als mit Musik zu machen, sondern halt auch das für mich zum Ermöglichen, für mich persönlich, zu einem ermöglichen auf Meisterschaften zum Spielen. Und deswegen bin ich hier heute da, weil ich da maßgeblich mit umgeschoben habe.

Bei der Beziehung.

Barni, du darfst dich noch vorstellen.

Ja, ich bin der Bani, bin 36 Jahre alt, bin jetzt seit ungefähr 15 Jahren in der Brassband-Welt unterwegs. Durch Zufall, habe ein Instrument gebraucht, bin ich in die Brassband Regensburg gerutscht, kurz vor der Deutschen Meisterschaft 2010 in Duisburg. Und seitdem geimpft und bin dann von dort direkt weitergereist nach Zietel zur nationalen Jugendbrassband.

Und durch diese zwei Erlebnisse war die Injektion gesetzt. Seitdem spiele ich Brassband, habe zwölf Jahre lang Escornet gespielt, Pause aktuell und dirigiere die Evolution Brass Regensburg. Und organisiere jetzt seit vier Jahren die Deutsche Meisterschaft mit.

Okay. Dann klären wir nochmal für alle Zuhörer, die jetzt nicht so genau wissen, was ist eine Brassband. Wir haben ja vielleicht auch Holzbläser, die zuhören. Was ist das konkret?

E Brassband ist ein sehr homogener Klangkörper, der nur aus Blechbläsern besteht. Wir haben Blasinstrumenten, Familien zwar die Sachshörner, die da komplett vertreten sind, von der kürzesten Bauart bis zur längsten Bauart, das heißt, das S-Kon nicht drunter bis zur B-Tuber ist die gleiche Philosophie, konisch baut, weich im Klang, also nicht strahlend.

Das einzige Instrument, das aus dem Klang tritt, das ist im Endeffekt die Posaune, die also zylindrisch baut ist und dadurch ein bisschen heroisch und heller und strahlender klingt. Und dann noch als andere Klangfarbe, die Schlagzeuger, die halt dann noch so High Points setzen. Und die Bratband hat eine ganz andere Art und Weise, wie instrumentiert wird.

Es kommt eigentlich mehr so aus der Tradition von einer Orgel. Man hat also nicht so eine bunte Instrumentenpalette wie in einem Symphonieorchester von verschiedenen Instrumentengruppen, sondern es geht also eigentlich durch wie eine Orgel von der kleinsten bis zur größten Zweifel, aber früher mit Dämpfern und Langfarben, dass man trotzdem halt nicht eintönig klingt.

Und es ist halt ein sehr geschlossener Klang, der halt dann durch die ganzen Register von oben bis runter geht, ein weicher Klang, der draußen im Freien drockt, genauso wie in einem schönen Raum. Und als Blechbläser hat halt, man ist unter sich. Es ist gerade für mich jetzt als Du bist einfach eine Spielwiese.

Also wenn ich sage, ich bin in einem symphonischen Blasergester, du bist, da war ich halt oft der Streichbass. Das heißt, wenn ein Kontrabass da ist, dann habe ich einen Bleistift gemacht und habe einen schnellen Wegstricher. Als es zu laut war, zu massig, zu wenig, man hat sich also dann nur auf Glangtepen mich konzentriert in der Brosband habe ich, dass du bist einfach so viel zu tun, dass ich einen Partner an meiner Seite sitzen habe, weil der Text dann so kompakt ist, so viele Noten zum Sprungen ist, dass ich also echt von der ersten bis zur letzten Note heute auch beschäftigt bin.

Ja. Entweder es hat an oder es hat auch nicht, weil mir hat es Bock, die Brossband-Musik, die ist ein täglicher Begleiter, man schaut's ein und dann läuft es von der Früh bis uns.

Kannst du dich noch an deine erste Probe in eine Brossband erinnern?

Das war der Projekt Brossband mit einem Freund, in Jörg Siegelke. Das war noch nicht mit Originalinstrumenten besetzt und trotzdem war das also schon das erste AH-Erlebnis, wenn man nicht aus der englischen Tradition von der Ausbildung kommt, sondern halt so die deutsche Tradition, dann ist man erstmal schockiert, was da für Noten durchstehen haben.

Oder die Mengen an Noten, wie viele und in was für ein Tempo und Tonleitern rauf und runter, Gromatik, nicht nur vom C-Startun, sondern egal welcher, es muss funktionieren. Also allein die technische Komponente, die halt die als Blechbläser trifft und dann halt dieses Teamspielen. Also wenn du jetzt in einem symphonischen Blasorchester oder einem Symphonieorchester bist, dann bist du einfach geteilt bis Pultführer oder die Streicher.

In der Braspen bist du ein Teamspieler. Also alles, was da dasteht, ist für die 26 oder 28 Spieler nur gemeinsam zu lösen. Es gibt dann so vier Schlüsselpositionen, S-Kornets, Solo-Cornets, Euphonium, die dann solistisch nochmal hervortreten, aber trotzdem ist alles auch da nur mit Unterstützung machbar.

Also es sitzen vier Solokornets an einer Stimme, weil das ein Konzert lang alleine nicht zu meistern ist. Also es reicht nicht nur Solotrompeter zum Sei, sondern es ist halt ein Teamsport oder ein Teammusikakt. Und das steckt da in der Bandform dann drin, wenn du dann selber in der Band gespult hast.

Es funktioniert nicht nur, dass du Kim, die hier sitzt und spulst, sondern das davor miteinander vorbereiten, das ganze Banding, das da drumrum ist. Du sitzt sechs Stunden im Bus, fährst du das Schlagzeug zum Konzert hin, baust, auf, spust dein Konzert, noch zu basteln, bockst mit einem, fast wieder sechs Stunden Horn.

Das gehört alles dazu. Das ist Brassband spulen. Also das für mich war das das, sage ich mal. Also sehr soziale Komponente dabei. Nicht nur das Musikalische.

Barnier, erinnerst du dich noch an deine erste Bratband-Erfahrung?

Ja, das war untypischerweise im Rahmen von Konzert in meinem Heimatort in Pocking, an der österreichischen Grenze in Bayern, hat unser Blasorchester, wo ich damals noch nicht mitspielen durfte, weil ich nur ein kleiner Tipps war, eine Blasefreundschaft mit der Brasband Uber Österreich gespielt. Erste Konzert, ah nein, die haben sich abgewechselt.

Unser Blasorchester hat er öffnet, war ein sehr, sehr gutes Blasorchester, also eines der besten in Deutschland, glaube ich. Symphonische Blasorchester Bad Griesbach. Und dann kam das erste Stück von der Brasband Uwe Österreich, die so seitlich saßen. Und bin ich drinksessen mit vielleicht 13. Und dann starten die mit, jetzt fallen wir ein Stück nochmal ein, ist ja wurscht, aber geht los wie ein Brassband-Stück, halt so loszugehen hat.

Und du bist, also ich bin drinssessend, da habe ich gedacht, was? Das ist möglich. Also so kann man auch Blechblasinstrumente spielen. Und ja, unser Blasorchester, das ist mit sehr breiter Brust in das Konzert reingegangen, ist dann noch jedem Stück von der OÖ etwas kleiner worden. Und da habe ich gesagt, das will ich mal machen und habe dann angefangen, deutlich mehr zu üben als davor.

Und dann kam halt irgendwann diese Möglichkeit, da am Esconet irgendwie rumzufieben, was mir zum Glück gelegen ist, mit schlechter Technik, aber guter Höhe. Einfach dieser düsen Chat, wenn der losgeht, das ist, muss man erlebt haben, finde ich. Kann man schwer beschreiben.

Aber was würdest du, oder was würdet ihr jetzt jemandem sagen, der jetzt zuhört und sagt, ja, okay, Blechbläser, ja, das wird bestimmt super laut sein. Was, also wieso sollte man sich eine Brassband anhören, beziehungsweise wieso sollte man vielleicht auch auf die Deutsche Meisterschaft gehen und sich da mal den ganzen Tag lang Brassbands anhören?

Weil es einfach ein Klangerlebnis ist. Also man kann sich dieses, man stellt sich vor, dass es so furchtbar laut in Wirklichkeit sind eigentlich nur die Spitzen, die das mögliche Laut interessant machen, wenn ich dann eine Band her, die nur laut spuelt, ist sowieso langweilig. Also die richtigen guten Top-Bands, die kitzeln beide Extreme richtig raus.

Und dann halt dieses von einem Mini-Ensemble, so ein Quartett, da spullen vier Blechbläser zusammen und dann bloß sie das auf und es wird, füllt den Raum und das her, das Vibrieren nicht auf. Und das ist für jeden, der so etwas hört akustisch, also nicht in der Muffernhalle und hört sich da irgendein Hum-Hum-Konzert, oh, das ist dann auch der Bau vibriert.

Natürlich, also durch die menschliche Energie, der Wind, der durch das Instrument durchkommt, fängt der ganze Raum fangst vibrieren an. Das ist ein Erlebnis. Und natürlich ist es auch technischer Zirkus, aber in Wirklichkeit sind es die ganzen langsamen Nummern, die gefühlenvollen Nummern, was alles da drin steckt, was man so ein Blechbläser aus einem Instrument halt einfach umsetzen kann und rüberbringen kann.

Ich dachte tatsächlich, wenn ich darf die soziale Komponente bei der Meisterschaft hervorheben wollen, weil sich das grundlegend von der bei Wettbewerben bei Blasorchestern unterscheidet. Also ich habe bei Blasorchestern ganz schlechte Erfahrungen bei Wettbewerben gemacht, dass da Gegner, Orchester drin sitzen und die Daumen drücken, das, was passiert.

Also ich habe es wirklich erlebt, saß außen und in der ersten Reihe sind es welche Exessen, die dann so, jetzt spielen es mal und so. Und dieses Gegeneinander. Und das ist bei der Brassband Meisterschaft, ist es eine große, so wie der Klaus vorher gesagt hat, diese große Familie, die alle zwei Jahre zusammenkommt bei der Brassband Meisterschaft, wo man dann die Leute trifft, die man eigentlich nur da trifft alle zwei Jahre.

Also ich kenne welche aus der Brassband Nord oben, die treffe ich sonst nicht. Ich kenne viele aus dem Raum Baden-Württemberg, Augsburg, wo sie zuerst stattfindet, Jena und so weiter. Die triffst du dann da alle zwei Jahre. Freust dich mega, dass du sie triffst, spürst aber gegen sie. Und das ist so eine ganz besondere Atmosphäre, finde ich.

Man sitzt drin und findet es trotzdem mega geil, was die anderen machen. Natürlich hofft man, dass man am besten irgendwie einen Punkt am Ende mehr hat oder so. Aber das ist nicht die Hauptkomponente. Also man würde niemandem was Schlechtes wünschen, sondern man freut sich, weil die anderen geil spielen und man hofft natürlich, dass man selber dann nochmal ein bisschen mehr rauskitzeln konnte.

Aber dieses große Miteinander, verbunden durch diese Musik, das ist für mich immer das Highlight an der Brassband-Meisterschaft, ob man dann erster oder zweiter wird, ja, alles wichtig, alles schön, aber es ist nicht die Hauptkomponente, finde ich. Und das kriegen Leute mit, die da als Nicht-Brassbühne mitzuhören und spiegeln uns das auch immer wieder.

Wenn man in so einer Meisterschaft hochst und wartest auf die Preisverleihung, also bei der App oder bei der Deutschen Meisterschaft, das zögert sie ja hinaus, bis die eine Urkunden geschwimmen haben und so weiter. Und dann sitzt aber die Halle ist ja schon voll gefüllt. Und da ist einfach Stimmung da.

Also die Leit freien sie drauf und fiebern und ja, es ist eine große Gemeinschaft. Oder wenn jetzt ich, ich bin ja nicht mehr aktiv, trotzdem da Hiki, ich kenne einen Hafer Leid, das ist für mich wie ein Familientreffen. Also ich umarmen und sie gefreut, dass man sie sieht.

Da bin ich sehr gespannt, weil ich es ja dieses Jahr von einer anderen Position aus erleben darf. Freue ich mich schon. In Bad Kissing, aber wie lange ist das schon her?

2016 war das letzte Mal, glaube ich, oder? 18 sogar. Also stimmt, 2016 war ich nur dabei, genau. Und dann 22 in Ringensprung.

Okay, also da war ich das letzte Mal und habe quasi vom Zuschauerraum gehört, sonst habe ich es leider nie geschafft. Diesmal darf ich ja moderieren. Ich freue mich sehr auf diese Stimmung, die ihr da beschreibt. Aber lasst uns noch ein bisschen über den Verband reden. Wie viele Brassbands gibt es zurzeit in Deutschland?

Ich glaube, knapp über 40, wenn ich richtig informiert bin.

Wo ich umbauen habe, also wo ich das Ganze versucht habe zum Vetzen, waren es 18.

8.

18.

18, okay. Wie ging das bei dir los, Klaus? Also 18 Bands und du hast dann irgendwann gedacht, okay, die müssen sich vernetzen.

Also mein Wunsch war, dass irgendeiner Meisterschaft irgendein Wettbewerb entsteht. Und dass der entsteht, hast du erstmal schauen, wem gibt es denn? Wer kann denn da mitmachen? Ich kann ja nicht irgendeinen Wettbewerb machen, wenn ich nicht jemanden habe, der mitmacht. Und dann habe ich versucht, da die Lei kennenzulernen.

Ich habe die Bands zum großen Teil halt auch besucht und telefoniert. Zu der Zeit hat es noch nicht solche Möglichkeiten mit WhatsApp gegeben. Das war also alles ein bisschen aufwendiger. Persönlicher, sagen wir mal. Aber das ist ja natürlich jetzt auch persönlich da, aber so mit Handyschütteln und so weiter.

Und habe halt versucht, die Leute dazu zu begeistern, überhaupt bereit zu sein, dass sie auf einen Wettbewerb ginge. Und das ist dann 2000, muss ich schauen, dass ich ja nicht löke, 2007 gelungen in Würzburg im Rahmen von dem Deutschen Musikfest. Da hat es die erste Meisterschaft gegeben, aber nicht die deutsche, sondern der hat die bayerische Kurse.

Da habe ich den Bayerischen Glasmusikverband als Partner gehabt, von Andreas Horber. Und da haben wir das dann auf die Beine geschaltet und haben gesagt, das probieren wir jetzt einfach. Da haben wir acht Bands, glaube ich, gehabt oder sieben Bands. Und du hast wieder viel mitgespielt, Klaus. Es gab Meisterschaften, da bin ich wirklich in vielen Bands gesessen.

Also diese Sonderriegelungen, also dass es so einen Brustband-Verband gibt, das liegt ja auch vielleicht daran, dass ich dann nicht nur versucht habe eine Meisterschaft zu machen, sondern ich habe auch versucht, dass ich die Bands jährlich treffe in Fulda. Ich habe dann so ein Treffer angestoßen, wo man sie dann trifft.

Ich weiß nicht, ob das heute noch in Fulda ist, wahrscheinlich nicht mehr. Aber auf jeden Fall hat man halt dann da Revue passiert und so und da sind natürlich dann auch nicht eine positive Sache, sondern halt einfach ein Feedback gemacht, dass man halt darauf reagiert, dass sich das Ganze entwickelt.

Und da war natürlich auch das, dass man Musiker dazu bringt, dass sie sich zu ihrer Band halt auch bekennen und nicht durch die ganzen Bands hüpfen, aber es waren halt auch viele Bands, die nicht spielfällig zu der Zeit. Also da hat man zum Beispiel Turbisten, die B-Stimmen lesen können, waren halt Mangelware.

Genau, du hast vorhin auch so gesagt, du wolltest unbedingt eine Meisterschaft haben. Ich komme ja eigentlich, also ich spiele jetzt auch seit 16, 17 Jahren Brassbands. Hab mich damit auch sehr viel auseinandergesetzt und weiß, dass Wettbewerbe ja zu Brassbands einfach dazugehören. Also die Engländer.

Also ich habe zuvor halt die Blasmusik-Szene kennt und da war es halt so, dass das nicht so lebendig war. Also was ich kennengelernt habe von Brassband, das war halt für die Meisterschaften, da werden Stücke geschrieben. Es gibt für jede Kategorie einfach interessante Literatur. Und das entsteht natürlich auch nur dann, wenn eine Wettbewerbslandschaft da ist.

Also wenn ich jetzt sage, ich spiele nur eine Brassband und hole mir halt das Zeug irgendwie, natürlich ist es alles schon in Massen vorhanden, weil es ja andere Länder gibt, die Brassband spielen und das pflegen. Aber ich habe es halt einfach bei uns vermisst. Auch diese ganze Wettbewerbskultur, dass man sagt, zu meiner Zeit, wo ich das angefangen habe, haben wir die Plaza-Käste in Turnhallen drauf und haben da Wettbewerbe gemacht.

Das hat auch keinen Flair gehabt. Das hat keine Wertigkeit gehabt.

Das ist ja teilweise immer noch so.

Ich habe das damals mit Andreas Horber da besprochen. Ich habe da wirklich tolle Kontakte und auch Freundschaften geschlossen und der hat es ja auch bedauert, dass sie alles nur in Turnhallen stattfindet und so weiter. Und das war für eher ein großes Experiment, damals, weil sein Verband selber richtig dagegen war, dass diese Sache da in Würzburg entsteht und so weiter.

Und man wurde halt einfach da, da haben wir dann im Theater in Würzburg, da gibt es also ein Theater halt eine schöne Räumlichkeit, da haben wir dann diesen Wettbewerb stattfinden lassen und das war halt ein ganz anderer Rahmen, als während es die halt da in der Umkleide kurz ein bisschen leiblast und so weiter.

Aber jetzt stelle ich mir, wenn du das so erzählst, die Frage, warum hast du das geschafft und warum schaffen das Blasorchester heute immer noch nicht? Also ich kenne immer noch genug Wettbewerbe, die in Turnhallen stattfinden.

Kur nicht vergleichen, weil das ist der kleine Fehler, wo wir machen können ja überhaupt einen Vergleich machen, sondern entscheidend ist, dass wir die Blechbläser, ob sie jetzt in der Blasorchester oder einer Brospentspulen auf derselben Seite haben.

Ich will das jetzt gar nicht ausspielen, trotzdem ist das ja eine spannende Frage, weil das hat ja nur was mit Organisationen zu tun hat.

In der Blasmusik funktioniert halt alles nach dem Gießkannen im Prinzip. Also das sind halt so viele. Und egal was man tut, jeder möchte was haben, weil er beim Verband ist. Das wäre der Beiche, warum soll ich zur Brasbandverband gehe, was habe ich davon? Das ist die erste Frage, was wahrscheinlich steigt direkt.

Oder, Fani? Und die Blasband, die sind so groß, oder die ganzen Musikverbände sind bei uns so groß, was kommt zurück. Also muss man wieder irgendwo am Schluss auch wieder was kriegen, einen Zuschuss und was weiß ich. Und da bleibt man dann für so eine Wettbewerbskultur nicht mehr vorüber, meiner Meinung nach.

Ich glaube, es hat auch noch eine andere Komponente. Ich habe ja auch Blasorchester dirigiert und habe da durchgesetzt, aber es war sehr schwierig, am Wertungsspiel teilzunehmen. Und ich glaube, wenn man sich das mal anschaut, gibt es ja Statistiken, es gibt entweder Blasorchester, die spielen sehr regelmäßig an einem Wertungsspiel oder an einem Wettbewerb, und es gibt Blasorchester, die spielen an maler Zeit lang und an ganz viele Jahre gar nicht mehr.

Und das ist das Thema, was leider meiner Meinung nach in den Blasorchestern einfach ein bisschen schwieriger ist, um durchzusetzen. als in einer Projektbrassband, weil immer noch viele Brassbands sind einfach Projektorchester, Projektbands. Dort geht man hin, um etwas zu tun. Und im Blasorchester spielt man mit, weil man halt schon immer mitspielt.

Aber Blasorchester ist kein Wertungsspiel, spielt halt kein Wertungsspiel, weil wir es schon immer so machen. Und wenn wir Wertungsspiel austragen, wobei und dann auch so, wo wir gespielt haben, dann spielen wir es in der Turnhalle, weil wir es schon dabei so machen. Ich glaube, ohne das jetzt irgendwie positiv oder negativ zu werten, bei vielen Orchestern ist das wahrscheinlich ganz positiv, dass die das einfach regelmäßig machen, weil ich überzeugt bin, dass man sich entwickelt im Rahmen von einem Wettbewerbespiel völlig wurscht.

Aber da wo das einfach nicht zur Tradition, zur Kultur dazugehört, ist es sehr, sehr, sehr schwierig.

Willst du noch was hinzufügen, Tot?

Ja, ich habe ja so eine ländliche Brosspand, eine von den Ältesten in Deutschland über Nummer, und die hat dieses Problem. Die ist natürlich, ich kann beide Seiten verstehe, bei einem wenn du 60 Auftritte im Jahr hast und dazu dann noch die Vorbereitung für einen Wettbewerb schultern musst, und das Ganze halt in so einer Klonerbesetzung noch dazu, jetzt mit 28, 38 Leute, ja dann ist das ja eigentlich wieder ein Fulltime-Job für dich.

Die sind dann jedes Wochenende eh so unterwegs. Dann musst du noch Probewochenende machen und so weiter. Also das jetzt sind zwei Seiten, die man natürlich irgendwie ausrufen muss. Die Blasverkehrs, die einfach am Wettbewerb gingen, werden andere Strukturen haben als wie viele andere Blaskapellen, die halt draußen einfach dieses Gemeindeleben, das ja dazukehrt, zur Blasmusik genauso tragen.

Und das ist einfach eine Zeitfrage dann einfach. Aber es gibt halt dann auch Möglichkeiten, wie du sagst, man kann in einem Blasorchester oder Projektblasorchester genauso tolle Wettbewerbe spielen. Da muss ich jetzt aber sagen, als Blas, ich habe ja im Sinfonischen Blasorchester von Thomas Luthischer auch gespielt an dazu war, die Literatur ist super geil, drin, es macht wirklich Spaß zu machen, aber ich bin halt nicht beschäftigt.

Da bin ich halt von denen, oder ich komme zu einer Probe, war es pünktlich, da sei um 8 Uhr und dann spule ich meinen ersten Ton halt erst um 11, weil die Holzblesser und alle anderen erst um elf bedient worden sind und dann kommt erst mal irgendwas, was für uns relevant war. Also so ist es rein von mir als egoistisch, als Musiker gesehen, ich möchte Tuba spulen oder wollte Tuba spulen und da war ich halt einfach gefordert.

Das war also schon mein Anspruch, der da befriedigt worden ist. Und das war auch ein Antrieb, warum ich das ins Leben drauf hast, mehr Leute brauchst beim Spuren, weil man da halt jetzt für mich als du bist, die interessanteste Literatur liest. Nicht nur so eine Literatur, sondern halt einfach Orchesterliteratur, da wo die Tuba halt nicht alleine einig reicht, sondern da braucht man viele, damit das Ganze überhaupt funktioniert.

Wenn ich darf, würde ich da gerne noch was ergänzen, was zu deiner ersten Frage an, die passt, was ist eigentlich eine Brassband? Aus Dirigentensicht gibt es einen Aspekt, der sehr wichtig ist aus meiner Sicht, und zwar passt das genau zu dem, was der Klaus gerade gesagt hat, dass man als Du bist nicht warten muss, weil alle die gleichen Probleme haben.

Also alle haben die technischen Stellen, alle haben wahnsinnige Ranges, die sie meistern müssen, alle haben das Thema, dass ein Piano nicht wegbrechen darf und dass die Intonation nicht abhauen soll und so weiter. Also alle Instrumente haben das gleiche Mundstück, nur kleiner oder größer. Und deswegen sitzt man nicht drin und sagt, ach jetzt die schon wieder, die schon wieder.

Nicht, weil es so ist, sondern weil man es nicht kennt, nicht versteht. Ein Trompeter weiß nicht, was ein Klarinett ist für Probleme hat. Der sieht nur, ich sitze eine halbe Stunde drum. Und das ist oft, wie es der Klaus sagt, nicht befriedigend, was man einfach objektiv so feststellen muss. Und in der Brassband haben alle die gleichen Probleme.

Das heißt, wenn ich mich jetzt als Dirigent mal in der Brassband eine Viertelstunde mit den Kornetten beschäftige, dann verlange ich von den Tuben und von den Posanen Neuponium, dass sie nicht abschalten, sondern zuwachen, weil wahrscheinlich 80% von dem, was ich mit den Kornetten gerade übe, für sie genauso relevant ist.

Habe ich so noch nie betrachtet, dass tatsächlich das Verständnis, glaube ich, eher da ist. Tatsächlich. Ja. Finde ich guten Punkt. Also ihr kommt ja auch alle aus dem Blasorchesterwiesen, ihr habt auch da schon ein Wertungsspiel mitgemacht. Was ist der Unterschied zwischen einem Wettbewerb, also wie die deutsche Meisterschaft im Vergleich zu einem Blasorchesterwettbewerb, abgesehen jetzt von der Stimmung?

Gibt es da Unterschiede vom Ablauf oder ist das im Endeffekt das gleiche?

Also ich weiß jetzt nicht, ob das überhaupt in der Blase nicht übel ist, aber in der Brosband, zumindest bei uns oder international sitzt die Jury hinterm Vorhang. Die Jury weiß nicht, wer spielt. Die weiß nur die Stücke, die kriegen die Partituren. Und ansonsten bewerten sie, was sie hören. Und nicht was sie sehen.

Also nicht der Schiene ist eine Drachterschienes auftreten oder was weiß ich, sondern das, was in der Partitur steht, das wollen die wiederhören. Und das glaube ich schon ein großer Unterschied. Also ein ganz wesentlicher Unterschied, also ich sag mal.

Auf jeden Fall, ja.

Ich finde insgesamt ist es streng, obwohl wir versuchen, es nicht zu streng zu machen, einfach dass viele mitspielen bei der Deutschen Meisterschaft. Aber es ist schon einfach stringenter, als ich es jetzt bei Wert erlebt habe. Eine Sache, die ich sehr interessant finde, besonders für die Zuhörer, für die Musiker ist es eher angenehm, dass in den zwei obersten Kategorien der Championship und in der First Division das Pflichtstück am einen Tag und das Selbststück am anderen Tag gespielt wird.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum das so ist. Der für mich einleuchtende Grund ist, dass die Stücke, die dauern halt dann schon mal zwischen 15 und 20 Minuten, da zwei hintereinander ohne Pause abzulassen, einfach körperlich, physisch, psychisch sehr anstrengend sind, sowohl zum Spielen als manchmal auch zum Hören, muss man ehrlicherweise sagen.

Aber das ist, finde ich, sehr spannend aus Zuhörersicht, eine Band an zwei auffeinander folgenden Tagen zu hören, weil man doch auch deutliche Unterschiede erkennen kann.

Kommt dann ja noch dazu, dass wenn es an die Orner Talk gut oder schlecht klopfen ist, wie er läuft es am nächsten Tag. Aber das ist ja genau eine richtige Main-Sache, also was da überhaupt passiert.

Ist aber natürlich für die Jury auch viel leichter vergleichbar, wenn hintereinander die ganzen Pflichtstücke kommen, anstatt Stück, also Pflichtstück, anderes Stück, dann kommt die nächste Band. Dann war schon wieder ein Stück dazwischen. Ist natürlich schon leichter, glaube ich, als Jury Mitglied.

Das ist auf jeden Fall ein Unterschied, ich meine, es war jetzt die Frage noch ein Unterschied und wie viele Brassbands von den 40 werden wahrscheinlich teilnehmen?

Sehr sicher 17.

Okay, also knapp die Hälfte.

Knapp die Hälfte. Ja, da gibt es eine Entwicklung, die ungefähr so aussieht. Der Klaus hat ja gesagt, mit 18 sind es gestartet. Dann gab es, glaube ich, mal eine Meisterschaft in Kissingen, wenn mich nicht alles täuscht, da waren wir an den 20, glaube ich, dran.

Über 20, glaube ich, waren es nämlich, oder?

Okay, also wirklich toll. Wat Kissingen war natürlich auch sehr praktisch mitten in Deutschland liegen, muss man jetzt sagen, ehrlicherweise sagen. Dann kam Corona. In Regensburg, nach Corona hatten wir 12. Obwohl die 18 angemeldet waren, dann haben noch sehr viele abgesagt, auch kurzfristig, weil es einfach die Corona-typischen Probleme hatten.

Vor zwei Jahren waren wir bei, ich meine, 15 und jetzt wieder 17. Also es geht in die richtige Richtung wieder.

Wie viele Kategorien gibt es?

Fünf. Die Championship Division, First Division, Second Division, Third Division, Fourth Division. Und dann gibt es noch eine Jugendkategorie.

Wie viele Jugendbrassband gibt es im Moment? Oder werden wahrscheinlich teilnehmen, sagen wir es mal so.

Also teilnehmen tun zwei. Deine Version. Bitte?

Deine?

Nein, wir sind, wir waren mal eine Jugendbrassband vor zehn Jahren, als wir es gegründet haben. Damals waren alle so Mitte 10, jetzt sind halt alle Mitte 20. Leider nicht mehr. Die Potsblech, Brassband Plotz Potsblech. War dran aus Schwering, Schwerini. Ah, sogar sogar noch weiter um die nehmen immer teil, also wirklich atemberaubend, tolle Truppe, super Dirigent, macht echt Spaß, die anzuhören.

Da sitzt auch die Jury nicht hinterm Vorhang. Das finde ich auch ganz wichtig, dass bei der Jugend auch das Optische zählt, ob jetzt da ein 22-Jähriger oder ein Zwölfjähriger. Und dann gibt es, nimmt das erste Mal eine wieder neu gegründete Brassband von der Brassband-Akademie, Bayerischen Brassband Akademie teil, die, ich glaube mittlerweile heißt es Schwäbische Jugend-Brassband teil.

Aber insgesamt, wie viele es gibt, weiß ich ehrlich gesagt, in Jena gab es eine sehr starke Jugendstruktur, die dann aber ziemlich, ähnlich wie jetzt bei uns, einfach das in eine erwachsene Brassband übergegangen ist. Seitdem haben sie jetzt nicht teilgenommen, die letzten, mindestens zweimal. Ansonsten, Klaus, schwierig.

Also ich glaube, ohne Jugendarbeit wird Karprint irgendwo Zukunft haben. Also ob sie dann die Spielstärke zustande bringen, dass es heute so ein Wettbewerb ging, das ist wieder was anderes.

Wie hat sich euer Spiel bzw. euer musikalisches Leben durch die Brassband verändert?

Also bei mir ganz massiv. Also ich habe 200, also 1999 ist das losgegangen und 2005 habe ich also dann ganz intensiv verschieben. Umfangs habe die Deutsche Brassband Akademie gegründet, also die 3 BA. Dann haben wir da verschiedene Satellitenbands und so weiter gemacht. Und 2008 habe ich meinen Beruf anlage gekämpft.

Also habe aufgehört zum Schreinen. Habe dann zwar noch ein kleines Nebengewerbe gehabt, wo ich mir so finanziell überwasser gehalten habe, also so Weihnachtsmärkte und so. Dann war bloß eine Saison habe so drei Monate und ansonsten habe ich mir ein Bratsband kümmert. Und ja, war eine gute Entscheidung, also mir geht es nicht schlecht und ja, und jetzt bin ich in Ruhestand.

Okay, also dass das wirklich massiv verändert, wenn man seinen Beruf deswegen dann auch gleich aufgebt.

Ja, es war bei mir Leidenschaft, ich habe die Leidenschaft versucht zu leisen und habe sie aber auch gelebt. Also es war eine Quiz nicht abknipst, oder Barni?

Barni, wie hat sich das bei dir verändert?

Nicht so krass wie beim Klaus. Ich war damals noch nicht berufstätig, dann gab es nichts zum An den Nagel hängen. Ich habe damals während einem Studium hatte ich natürlich die Zeit und habe da eigentlich nonstop Brassband gespielt. Immer wenn es irgendwie gegangen ist, irgendwo noch mitgespielt, ausgeholfen, hingereist, teilweise nach England.

Was bei mir sich am meisten verändert hat, ist, glaube ich, spielerisch hat der Instrumentenwechsel von Trompeter Esco nicht logischerweise. Das dauert dann ein paar Jahre, bis man sich da wohlfühlt. Aber mein musikalisches Verständnis, würde ich behaupten, hat sich durch die Arbeit mit herausragenden Dirigenten in den Brassbands sehr stark in alle Richtungen entwickelt.

Also auch bei der 3BA hatten wir wirklich tolle, tolle Dirigenten, Nick Childs. Also ich werde jetzt ja gar nicht anfangen, da die vielen Namen aufzulegen. Aber in den Camps in Regensburg, was wir da Leute hatten und von jedem lernt man einfach so wahnsinnig viel über Musik allgemein hauptsächlich. Also diese unterschiedlichen Herangehensweisen.

Und das ist auch eine Sache, die ich in der Blasorchesterwelt leider nicht kennengelernt habe. Also wir hatten einen super Dirigenten, Hans Killings hier, Embert Grissbach. Ist glaube ich auch ein Begriff. Aber dass wir mal mit anderen Dirigenten arbeiten durften, war, also gab es einfach nicht. Und ich kenne es auch aus anderen Blasorchestern eigentlich wenig.

Bis gar nicht. Und in der Brassband ist es so, dass ich jetzt kennenlernen schon gang und gebe. Also wir machen es auch in Regensburg, jedes Jahr kommt jemand Neues für ein Wochenende. Dieses Jahr haben wir die Annie Crooksten auch ganz, ganz erfahrene und absolut von Weltformat in der Brassband Welt.

Und die geben so einen Input an diesem Wochenende, dass es wertvoller ist als ein Jahr üben, würde ich behaupten.

Was war dein größtes Aha-Erlebnis?

Also da jetzt eins rauszupicken an die Das erste, was dir einfällt. Philip Harper war in unserem ersten Brass Band Camp konnte man gewinnen. Und mein Aha-Erlebnis war, wie einfach er Musik und die Quintessenz, warum eine Band gut ist, auf den Punkt gebracht hat. Play in time, play in tune and play with a beautiful sound, puncture And immer wenn irgendwas nicht gepasst hat, hat er abgebrochen.

Don't IT, it's together, play together. Play together, play in tune and play with a beautiful sound, genau. And immer wenn er abgebrochen hat, wenn irgendwas nicht gepasst hat, hat er eins von den drei gefragt. Und dann haben wir das gerichtet und weiter ging es. Und dass man eigentlich gar nicht so viel rumdoktern muss mit sonst was und da technisch viel erklären und sonst, sondern einfach wirklich auf die Basics konzentrieren.

Ihr habt da natürlich auch viel über Disziplin erklärt. Also die erste Probe, wo dann ein Solo-Kornetist sich nach ihm in die Band begeben hat, uneingespielt, gab es dann gleich mal eine Erklärung, wie man das halt nicht macht. Back to the Roots, immer wieder.

Klaus, was war in all den Jahren dein größtes Aha-Erlebnis beim Brassband Spielen oder bei so vielen Dirigenten oder Bands? Du hast ja sehr viel gesehen.

Ja, aber also wo ich angefangen habe, habe ich eigentlich gemeint, weil es ja doch, wie der Beine vielleicht sogar gesagt hat, seine eigene Selbsteinschätzung, die war dann, die ist ziemlich schnell gerade gerichtet worden. Und das ist schon bei den ersten Erlebnissen bei mir gewesen. Mit Roger Webster haben wir so einen Quarnet-Workshop gemacht.

Also da haben wir noch gar kein Brassband gehabt, da war es dann mein Anliegen, dass wir die Leute, die also normal Trompete spulen, haben jetzt ein Quarnet in die Hand druckt, über Bessen gesponsert. Und dann habe ich gesagt, ihr seid jetzt meine Quarnetisten, aber ihr sollt es jetzt nicht nur ein Quarnet spielen, sondern ihr sollt jetzt einen Kurs machen, einen Workshop mit Roger Webster, der war dann eine ganze Woche da bei mir in der Oberpolz da hinten.

Und da waren tolle Musiker dabei. Aber ich dachte, man, was er mir für einen Anfangerbildend. Also wenn ihr dann aus der Literatur fragt, kennt ihr Clark und keiner sagt, müssen wir nicht. Ich bin halt in einer Sololiteratur, die studieren Trompete, aber die haben solche Sachen nicht üben. Also so Grotrichten, dass mir diese Basics, wie der Beiniger gesagt hat, einfach gar nicht kennenlernen haben dürfen.

Also von der Ausbildung. Beide Gungi waren noch nicht dabei bei diesem. Nein, nein, das war 2004. Das war 2004, da hat es noch gar keine 3 BA in dem Sinn gegeben. Also da habe ich erstmal geschaut, dass ich Quarnets beieinander habe. Und dann habe ich halt versucht, einen Kurs zu machen, den habe ich dann, der Pepster ist in Urlaub zu mir in den Oberpfalz gekommen, der war dann nur 14 Tage länger in meinem Heisel da hinten, mit seiner Frau und seinen Kids.

Und den habe ich recht gut kennengelernt und da waren dann meine 15 Quarnetzisten da, die in Augsburg Trombetten studiert haben und was weiß ich. Und da ganz normale Laien. Aber die sind alle ziemlich nackig da gesessen, ohne dass jetzt irgendeiner Nama sagt, das ist und die haben aber heute noch drüber geschmutzen und lacher, wenn man sägen.

Weil das ist stand und spielt heute teilweise sehr, sehr gut in den besten Brossbands in Deutschland, muss man auch dazu sagen.

Gibt es noch was ganz Wichtiges zum Wettbewerb oder zum Verband zu sagen, was wir jetzt noch nicht so angeschnitten haben?

Also ich bin ja jetzt nicht mehr so aktiv. Also ich kann nur sagen, dass ich heilfroh bin, dass sich das Ganze so entwickelt hat, dass es einen Verband gibt und dass das Ganze vorgeführt wird. Also ich bin ja eigentlich einer, der ohne Schuhe und alles barfuß dort die Gegend laufer ist und die lappe heute in richtige Schuhe durch die Gegend und sind schon gefestigt.

Und ich finde es super klasse, dass nach der Zeit, nach 20 Jahren alles nur beieinander ist, weil die Zeichen, wo ich angefangen habe, waren ganz anders. Oder haben sie ganz anders angefühlt. Und das macht mich sehr glücklich. Wie das weitergeht, bin ich ganz gespannt. Da bin ich aber bloß noch beobachtet und deswegen kann ich halt auch nur als Tanken einfach nur vereinbar das, was ich her und siehe.

Und was ich erleben habe dürfen. Also ich kann da zum Verband selber, da ist der Beine oder die Aktiven sind da besser. Die besseren Informationsquellen.

Also ich habe tatsächlich eine Sache, die mir am Herzen liegt, wo ich hoffe, dass die Hörer das sich vielleicht auch ein bisschen zu Herzen nehmen. Ich habe ja drei Kinder und immer wenn eine sagt, das schmeckt mir nicht, frage ich, hast du es schon probiert überhaupt? Und das erlebe ich leider in der Musikwelt auch ganz oft.

Und das ist jetzt nicht speziell nur auf, oder nicht exklusiv auf Brassbands. Aber wenn ich jemanden frage, willst du da mal einfach mal reinschnuppern und dann ohne dass der jemals was von Brassband wirklich gehört hat, sagt nein, will ich nicht. Das finde ich schade. Wie gesagt, genauso für andere Musikrichtungen.

Wenn mich jemand fragt, ob ich in einer Funkband mal mitspielen will, also steht es mir nicht zu zu sagen, nein, das gefällt mir nicht, wenn ich es nicht probiert habe. Und ich finde, diese Brassband Meisterschaft, auch Augsburg liegt ja doch eigentlich von überall her erreichbar. Kostet fast nichts, also die zwei Tage kosten glaube ich 10 Euro, wenn überhaupt der Eintritt für das Programmheft Skala-Konzert ist auch überschaubar und ich glaube 35 Euro mit der Paris Brassband, aber eine der Top-Bands auf der Welt eigentlich.

Sich das einfach mal anzuhören und dann zu urteilen, ja, ist es was für mich oder ist es nichts für mich? Das würde mich sehr freuen und das glaube ich Täter der ganzen Musikwelt, wenn wir das bei allen Musikrichtungen und Stilistiken ein bisschen offener durch die Gegend gehen, ganz gut.

Ich meine, ganz allgemein, was, also soweit ich das jetzt vielleicht verstanden habe, geht es ja darum, dass wir auch die Leiter Lust auf Brossband machen. Und da muss ich eins sagen, was mir Lust auf Brossband gemacht hat, ist, dass Brossband so vielseitig ist, das hat einen Literaturhoffer, der ist voll gestopft.

Klar, wir reden das über eine Facette, über Wettbewerbsliteratur. Aber in der Brossband gibt es alles. Also von der Willemtel Ouvertüre-Bearbeitung, aber so geil gesprüht und so gut gesetzt bis zur Funkband-Fassung von Samske und Frank oder was was ich. Also es gibt alles, jeden und das Ganze mit der Couleur von Blechblättern.

Und mit der Energie.

Akustisch. Ohne dass da irgendeine große Box nur mitschwingt. Und das ist wirklich was, was man sich mal gönnen sollte.

Und abschließend, ohne dass ich denen irgendwas wegnehmen möchte, zu dem Zurückliegenden, was für mich ein ganz tolles Erlebnis war, 2005 war ich bei den Nationals in London in der Royal Oberthole. Und da war Mozilla Bros beim Galakonzert. Und zuvor waren 18 Brossbands auf der Bühne von der Royal Oberthall gesessen.

Und Mozilla Bros ist super. Ich liebe Thomas Gantsch und es ist einfach super. Also ich nehme denen alle nichts weg. Aber es war so eine Miniaturfassung von dem, was eine Brossband liefern kann. Auch von leise bis zum Laut hin. Also es ist ein einfacher Erlebnis, das ist ja jeder, der wo sie für Blasmusik interessiert, was sich geben muss.

Brassband ohher. Ein Galakonzert, da habt ihr gewiss ein Programm, das nicht wettbewerbslastig ist und unterhalbnd ist, oder? Da sieht man dann die andere Facette von der Brassband.

Dann würde ich abschließend fragen, welche Brassband bzw. welches Stück sollte man sich jetzt nach diesem Podcast anhören, um Eindruck, Lust zu bekommen.

Mir fällt, also erstens mal gibt es jetzt eine neue App, die heißt Sounds of Brass. Das ist ein Internetradio, wo 24 Stunden Brassband-Musik läuft, die kann man sich ja nebenbei mitlaufen lassen. Ich empfehle ein Stück, das glaube ich, jedem gefällt, aber es ist urgeil gespielt und urgeil arrangiert von Klaas van der Woode.

The Lion King. Gibt es auf YouTube. Eine unglaublich gut gemachte und gut gespielte Version von Musik, die glaube ich sowieso den meisten gefällt. Also das, wir spielen es zufällig nächstes Jahr, darum habe ich es jetzt kürzlich oft gehört. Das glaube ich, zeigt auch vieles, was man kann, leise spielen, lautspielen, gefühlvoll spielen, schreif spielen, da ist viel drin.

Ich darf den Tipp geben, wenn ich selber ein bestimmtes Stück gern habe, geh in YouTube und gib den Zusatz Brassband. Nein, da werde ich eine Brassband-Fassung finden, die dir begeistern wird.

Ja, vielen Dank. Also ich persönlich freue mich auf Augsburg. Ich hoffe, wir konnten ein bisschen neugierig machen auf Brassband spielen. Und es gibt ja jetzt dann auch im Podcast noch ein, zwei Folgen über Brassband-Spiele. Und dann sage ich bei euch beiden, Barney, Klaus, Dankeschön, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

Das war auf ein Kaffee mit Klaus-Peter Wittmann und Barnabas Lugusi. Und falls ihr auch mal zu Gast sein wollt hier im Podcast, dann schreibt mir gerne unter blasmusikpodcast.gmx.de oder auch gerne über Instagram. Dann sprechen wir gerne auch über eure Themen, über euer Problem, eure Idee, euer Verein.

Ganz egal, schreibt mich an und wir finden einen Termin. Ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Die 150. Folge kommt dann in einer Woche. Und auf den Gast habe ich sehr lange gewartet und ich glaube, es ist ein sehr schönes Gespräch geworden. Also bis dahin, macht's gut, euer Andi.

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