On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 5· Folge 104

Carina Eigner (Marschpat) - Wie modern ist die Blasmusikwelt wirklich?

Donnerstag, 12. September 2024 · 1 h 05

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Shownotes

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Carina Eigner möchte die Blasmusik revolutonieren. 2019 war sie Mitgründerin des Start-Ups Marschpat. Sie wollen die Notenwelt digitalisieren und entwickelten dafür einen eigenen E-Reader-Lösung. In den wenigen Jahren haben sie schon eine spannende Reise hinter sich und können mit Recht behaupten, dass ihre Vision der Digitalisierung von Noten zukunftsweisend ist.

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Schnitt: Leander Machan
Musik: Dirk Mattes

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Also als wir gestartet haben, da war natürlich sehr viel Kommunikationsaufwand notwendig, um das Ganze mal an Kabellen heranzutragen. Wie fangen wir an? Weil wir haben sofort gewusst, natürlich, ohne Verlage funktioniert das nicht. Wir wollten das auch nicht illegal aufbauen. Also für uns ist von Anfang an klar gewesen, wir brauchen die Verlage.

Und wir haben gewusst, mit den Verlagen fällt oder steht alles. Einmal auch nicht gewusst haben, wo wir jetzt das nächste Geld herbekommen und dann wirklich an der Kippe waren. Und wenn du so kurz davor bist und weißt, wir waren nicht so am Aufgeben, wir haben nicht gesagt, na, vielleicht ist das nicht, sondern es war eher so ein, wie können wir das stemmen, wie können wir das handeln?

Also das war teilweise psychisch sehr belastend, sage ich mal, mental. Ja, wir haben auch schon ein paar Berufskapellen dabei. Also in Österreich hat es die Polizeimusik Wien und Niederösterreich schon. Wir haben jetzt den Deal geclosed, also die Militärkapelle Niederlande gibt es eine.

On Air in 3, 2, 1. Herzlich willkommen bei OnAir dem Blasmusik Podcast. Mein Name ist Andi Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Willkommen bei einer neuen Folge von On Air dem Blasmusik Podcast.

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Ihr würdet mir damit helfen, mehr Reichweite, mehr Sichtbarkeit zu bekommen. Before we to my heutigen guestin kommen, wie immer the Supporter, and that is Puffy Gramp. Beziehungsweise it's um den Clarymate aus dem House of Buffy Gramp. You said Clarinetist or Clarinetistin and have a fragment, get lautloses to still, or sogar not upgefahrener, couldn't you not be an MIDI garet machen?

Yeah, there have a cool, namely the Clarymate. The Clarymate is a Geret that hook precise sensor and a patentier not technology on blood atom and fingers in digital signal to us. Also, unbedingt my own and your clarinettenspeaker of a next level bring. Carina Eigner came actually in the Blasmusic, is in a clear start up, which for the Blas Music a new digital entwick and yet.

Um in unserem sector is a little bit about what to do the Blasmusic is what hinderness is by solar startups, and what is their worth for us as Blasorchester? I wish you was with Carina Eigner here in Blasmusik Podcast. My heutica die Blasmusik revolutionieren. 2019 was Mitgründerin des Startups Marshpad.

Sie wollen die Notenwelt digitalisieren und entwickelten dafür eine eigene E-Reader-Lösung. In den wenigen Jahren haben sie schon eine spannende Reise hinter sich und können mit Recht behaupten, dass ihre Vision der Digitalisierung von Noten zukunftsweisend ist. Ich freue mich, heute begrüßen zu dürfen Carina Eigner.

Hallo.

Hi.

Hallo, hallo.

Carina, welches Musikstück hast du als letztes Mal bewusst gehört?

Das war tatsächlich der Ruhezmarsch.

Ehrlich?

Ja, das war tatsächlich, weil wir einem Videodreh mit einer Kapelle, die schon unser Produkt verwenden, gehabt haben. Und ja, die haben den Ruhezmarsch für uns gespielt.

Ach, wie lustig. Das war einer der ersten Märsche, die ich, glaube ich, in der Blastkapelle gespielt habe. Und dann auch einer der Standardmärsche von meinem Musikverein, den ich als letztes geleitet habe. Also der begleitet mich schon, glaube ich, über 20 Jahre, der Marsch.

Ich glaube nicht nur dich, ich glaube, der begleitet sehr viele Kapellen.

Ja, aber irgendwie ist er ja trotzdem noch schön. Also sonst wird er, glaube ich, nicht so lang gespielt werden.

Das stimmt, ja. Ist ein Klassiker auf jeden Fall, kann man immer wieder spielen.

Ihr seid ein Startup, ein digitales Startup für die Blasmusik. Wie modern bzw. offen ist die Blasmusikwelt eigentlich?

Zunehmend offener. Also als wir gestartet haben, da war natürlich sehr viel Kommunikationsaufwand notwendig, um das Ganze mal an Kabellen heranzutragen und zu sagen, hey, wir wollen eigentlich, wir wollen nicht sagen, dass Noten in Papierform nichts mehr wert sind. Unser Konzept war eigentlich, dass wir die Handhabung während dem Marschieren bzw.

generell einfach vereinfachen. Und man merkt schon extrem, also in den letzten Jahren hat sich sehr viel getan. Also damals war das noch, da waren so ein paar Kapellen, die wollten unbedingt die Ersten mit sowas sein und haben sofort gestartet. Mittlerweile ist es wirklich schon so, dass wir sehr viele Angebote schreiben jeden Tag und wirklich viele Kabellen sich auch bei uns melden und digital unterwegs sein wollen.

Und nicht nur Kapellen, sondern natürlich auch Einzeluser, die was das Hobbymäßig für sich selber nutzen wollen.

Wie ist dein Bezug zur Blasmusik?

Mein Bezug zur Blasmusik, also mein Opa und meine Mama waren in einer Blasmusikkapelle. Ich selber nicht. Ich habe ab und zu mal getändert. Das gibt es in Deutschland nicht.

Oder ja, doch, ich glaube, südlich gibt es das. Manchmal.

In Bayern schon, ja. Ja. Aber sonst so kennt man das ja nicht. Also wir tragen ja die Fässer herum und schenken dann den Schnaps aus. Genau.

Woher kommt das? Weißt du das? So rein traditionell? Hat das damit zu tun, dass die Frauen früher nicht spielen durften und das war dann die Aufgabe?

Ich weiß es nicht. Also ich meine, in Österreich ist es ja wirklich auch so ein bisschen eine Einnahmequelle. Also die Leute zu untertainen und hinzugehen und einfach noch auch mehr Einnahmen zu generieren, natürlich mit dem Ganzen. Aber ja, es ist einfach, wie sagen wir in Österreich, eine Gaude. Die Leute, denen talk das.

Okay. Wie kommt dann jemand, der eigentlich jetzt nur am Rand mit der Blasmusik to do hat, dazu ein Start-up zu gründen, that sich hauptsächlich mit Noten und der Blasmusik beschäftigt?

Yeah, also es war eigentlich so that Patrick, der auch Mitgründer ist bei uns, die Idee for dem Ganzen hatte, als ich ihn Patrick kennengelernt habe, also er ist ja selbst Kapellmeister und er ist eben auch sehr innovativ. Und als er mir damals die Idee von dieser Idee erzählt hat, ich weiß auch nicht wieso, aber es hat mich irgendwie total gecatcht.

Also ich war sofort Feuer und Flamme und habe gesagt, das ist eine Wahnsinnsidee. Und wenn es das noch nicht gibt, ich finde das wirklich genial. Und wir haben dann damals, das war tatsächlich auf einem Startup-Event, wir haben dann mit so ein paar Business Angels gesprochen und Investoren gesprochen und haben mal so geschaut, wie kommt das so an.

Und das ist sehr gut ankommen. Und nur haben alle gesagt zu Patrick, er braucht natürlich auch ein Team, weil alleine kann man sowas schwer aufbauen. Man braucht verschiedene Kompetenzen. Und ja, ich war so begeistert, dass ich gesagt habe, hey, ich kann Marketing und Vertrieb und ich werde mich da rein tigern und ich werde auch die Welt der Blasmusik besser kennenlernen.

Und so war das dann, so war das dann eigentlich. Am Ende haben wir dann noch einen Softwareentwickler, den Markus, dazu bekommen bei uns, der auch musikalisch, zwar nicht in der Blasmusik, aber der schon Instrumente gespielt hat, dabei ist. Und das heißt, so bringen wir jetzt unterschiedliches Know-how einfach mit.

Hilft das manchmal einfach von außen so einen neutralen Blick auf diese Szene zu haben? Weil ich glaube, wenn man so selber drin ist, hat es natürlich Vorteil, weil man natürlich weiß, wie ticken die Musiker und was wollen die. Aber natürlich sieht man vielleicht auch andere Dinge nicht, weil man die ganze Zeit schon seit Jahren in diesem Fahrwasser drin ist.

Ja, auf jeden Fall. Also ich glaube, es ist ein sehr guter Mix bei uns zwischen allen. Also natürlich spreche ich, ich gehe einfach neutral an die Kundenseite immer ran und versuche da eben anders zu denken und Sachen einfließen zu lassen. Und der Patrick, das ist natürlich toll, wenn wir einige neue Sachen entwickeln, der dann immer noch dieses Blasmusik-Know-how trotzdem mit reinbringt und sagt, das brauchen wir aber.

Und wir versuchen dann immer, das so unkompliziert wie möglich zu halten. Das ist dann so meine Seite zu sagen, ich verstehe das, du bist von der Blasmusik, aber es muss trotzdem noch einfach sein. Und ja, genau.

Was sind da zum Beispiel so Punkte, wenn du sagst, okay, du bist von der Blasmusik? Also wie denken Blasmusiker?

Naja, es ist alles sehr strikt mit den Besetzungen und man kennt das ja tiefes Blech, hohes Blech und so weiter. Und wir stehen gerade vor der Herausforderung, dass wir eben eine neue Web-App-Version machen. Das heißt, Web-App heißt bei uns, man kann ja auch im Browser oder man muss sogar mal im Browser einsteigen oder mit der mobilen App muss sich dort einen Account machen, muss sich dort quasi mal die ganzen Noten zusammensammeln.

Das heißt, das macht man entweder eben mit unserer Notenbibliothek oder man kann eben auch eigene Stücke integrieren. Und wenn man sich das zusammengestellt hat, dann geht es eigentlich erst auf den E-Reader. So, und wir machen gerade eine neue Web-Version, wo wir Fokus auch auf einen neuen Notenuploader legen, damit Leute einfacher ihre eigenen Noten auch integrieren können.

Und da stehen wir natürlich vor Herausforderungen. Wir müssen trotzdem die Noten, wenn jemand das hochladet, irgendwie zuteilen können, damit das am Gerät natürlich wieder erkannt wird. Also zum Beispiel erste Stimme Flügelhorn oder zweite Stimme Klarinette. Und da ist es natürlich schon so, dass der Patrick wirklich immer in diesem Schema Blasmusik denkt, das muss so sein.

Wir wollen es aber natürlich trotzdem irgendwie flexibel auch halten, dass Leute auch selber Stimmen anlegen können, dass Leute selber Instrumente anlegen können, weil wir haben im Laufe der Jahre wirklich gemerkt, es ist in jedem Bundesland anders, es ist länderspezifisch anders. Und es gibt Jokerbellen zum Beispiel, die haben Instrumente, wo wir jetzt von der klassischen Blasmusik jetzt zum Beispiel gar nicht so gedacht haben.

Ja, und da versuche ich dann einfach zu sagen, hey, wir müssen das ein bisschen einfacher. Und wenn manches jetzt nicht so komplett eins zu eins Blasmusik ist, ist es jetzt nicht so schlimm. Aber natürlich versuchen wir uns auch an die Sachen zu halten, damit man sich als Blasmusiker auskennt auf jeden Fall.

Ich würde gerne ein bisschen von beginnen, so ein bisschen to what is, weil das in a few years. What has you beruflich?

Yeah, I have Einzelhandelskauf in the Herm Boutique of my elders, Matura gemacht and bin dann studieren gegangen und habe quasi Wirtschaft studiert mit Schwerpunkt Marketing und Vertrieb. Habe auch immer im Marketing und Vertrieb neben dem Studium gearbeitet. Und im Studium habe ich dann eben auch den Patrick kennengelernt.

Also wir haben alle so, wir haben alle schon sehr früh begonnen zu arbeiten. Auch der Patrick hat damals eine Lehre gemacht und ist dann studieren gegangen. Der Markus hat auch eine Lehre gemacht. Ja, also wir haben alle sehr früh angefangen zu arbeiten und dann noch studiert und ja, so sind wir quasi aufgestellt.

Okay. Von der ersten Idee bis zu, okay, wir ziehen das jetzt durch und probieren das. Da passieren ja noch verschiedene Dinge. Kannst du uns da so ein bisschen mitnehmen?

Ja, die erste Idee, also wir haben am Anfang überlegen müssen, wie fangen wir an, weil wir haben sofort gewusst, natürlich, ohne Verlage funktioniert das nicht. Wir wollten das auch nicht illegal aufbauen. Also für uns ist von Anfang an klar gewesen, wir brauchen die Verlage. Und wir haben gewusst, mit den Verlagen fällt oder steht alles.

Das heißt, unser Punkt war natürlich mal, die Verlage zu überzeugen und zu sagen, wir wollen jetzt euch nicht schlecht dastehen lassen, wir wollen euch nichts wegnehmen, wir wollen das einfach noch fördern. Ihr habt quasi weniger Aufwand damit. Also wenn Noten, also wenn Noten jetzt in Papierform bestellt werden, wir kennen sie ja alle, dann müssen die Verlage das natürlich alles ausdrucken, müssen das versenden und so weiter.

Und wir wollten einfach auch den Verlagen eine einfache Möglichkeit geben, uns die Noten zu geben, dass wir das aufbereiten, online stellen und dann können die Blasmusikkapellen das einfach nutzen. Ja, das war natürlich nicht ganz einfach, Verlage davon zu überzeugen, wenn das Jahrelang nicht digital gehandhabt wird.

Also das war eine unfassbar schwere Herausforderung für uns. Ist es auch immer noch, obwohl es schon besser worden ist, es kommen mittlerweile schon Verlage auf uns zu auch. Aber es war sehr, sehr schwierig. Das war so eine Herausforderung davon.

Das ist das, was ich vorhin so ein bisschen mit der Frage auch meinte, wie offen ist die Blasmusik für sowas, weil ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass es gar nicht an den Kapellen liegt, sondern eher an den Verlagen, an den ganzen Firmen, die irgendwas mit Blasmusik zu tun haben, dass die noch sehr, sehr in dem traditionellen Denken drin sind und dass solche Zukunftssachen und Digitalisierungssachen, moderne Sachen noch ziemlich brauchen, um da Fuß zu fassen.

Also meine Erfahrung, weil ich bin mit dem Podcast natürlich auch ein Medium, was jetzt solche Verlage jetzt nach und nach erst irgendwie entdecken und irgendwie da auch zutrauen haben. Also ich kenne auch diese Gespräche damit und deswegen die Frage. Also ich glaube tatsächlich nicht mal, dass es die Kapellen an sich sind, sondern eher die anderen.

Ja, es ist tatsächlich. Also Verlage ist wirklich ein schwieriges Thema, also Kooperationen aufzubauen. Bei uns war es dann wirklich so, wir sind natürlich auch, also wir haben schnell mal kleinere Verlage in Österreich gefunden, die gesagt haben, okay, wir finden das super cool und das sind auch ältere Personen gewesen.

Wir haben dann auch mit jungen Komponisten zusammengearbeitet und haben gesagt, ihr könnt das bei unserer Plattform quasi hochladen. Was wir damals ganz am Anfang als Notoption gemacht haben, ist auch, dass wir Märsche einfach ein bisschen anders arrangiert haben, damit wir mal irgendwelche Noten anbieten können.

Das ist natürlich nicht der optimal fall, aber irgendwie mussten wir anfangen. Und dann ist es relativ schnell. Also, wir haben mit dem Johann Clement-Verlag, den man ja kennt, größter österreichische Blasmusikverlag, sehr früh angefangen zu sprechen. Das Ganze hat tatsächlich, also bis dann mal Noten oben waren, ich glaube, fast zwei Jahre gedauert, also bis die Vertragsverhandlungen durch waren.

Wir haben da natürlich schon mitgedacht, wir wollten einen Standardvertrag haben, den dann alle Verlage quasi unterzeichnen. Deswegen haben wir, ich sage jetzt mal, damals mit dem Geschäftsführer vom Johann Clement Verlag und mit der Frau Clement natürlich etwas ausgearbeitet, wo Verlage halt auch wirklich davon profitieren und wir natürlich auch.

Ja, aber es hat lange gedauert, wie gesagt, also fast zwei Jahre. Obwohl wir schon lange davor die Zusage hatten, aber bis es dann tatsächlich durch war, war es echt ein Prozess. Und danach ist es tatsächlich dann einfacher geworden. Also mit so einem großen österreichischen Blasmusikverlag hat man natürlich dann bessere Argumente, um zu anderen Verlagen zu gehen und zu sagen, ja, der Verlag ist schon dabei und zieht es doch bitte mit.

Und keine Ahnung, ich meine, wir sind auch offen. Was bei uns, glaube ich, auch schwierig ist, ist, dass wir einfach ein anderes Geschäftsmodell haben. Wir haben nicht mehr den 1 zu 1 Verkauf, man zahlt einmal für Noten, die man dann bekommt, sondern wir haben natürlich in dem Sinn ein Abo-Modell, wo die Verlage natürlich dann quartalsmäßig auch was davon bekommen.

Und da wissen auch viele noch nicht, dass das am Ende des Tages halt natürlich auch besser ist für sie, weil wir wissen es alle, es war Corona, da waren Notenverkäufe natürlich, also haben viele gekämpft. Und da ist es natürlich schon toll, wenn man dann eine Online-Plattform hat, wo man weiß, ich kriege trotzdem quartalsmäßig immer mein Geld.

Also für solche Sachen ist es natürlich super. Und ich glaube, auf Zukunft gesehen hat man nicht mehr so den Druck, man muss verkaufen, weil alle, die bei uns im System einsteigen und die Noten quasi in ihr Notenbuch hinzufügen von den Verlagen, da bekommen die Verlage natürlich was dafür.

Mit welchem Argument habt ihr sie dann nach zwei Jahren überzeugt? Oder was ist die größte Angst von solchen Verlagen?

Ja, also was wir immer wieder hören, ist natürlich, die Noten sind nichts mehr wert und natürlich haben viele auch Angst, dass es sich, vielleicht, man hört ja von Spotify immer, eher so schlechte Sachen, dass die Künstler nichts bekommen und so. Das ist natürlich auch ein Thema, was Verlage halt, nicht alle Verlage denken so, aber einige sprechen es natürlich an, dass uns quasi so hinstellen in die Richtung, dass wir sie abzocken wollen, dass sie dann die Verlage, was die eigentliche Arbeit hat, dann nichts mehr bekommen.

Und ja, ich glaube, mit unserem Vertrag, den wir gemeinsam in Johann Clement Verlag aufgestellt haben, haben wir da ein sehr gutes System. Und wir sind uns auch ganz bewusst, dass wir das natürlich auch nur so für Märsche machen können. Und Konzertnoten, wo wir uns jetzt eben in die Richtung hin entwickeln wollen, werden natürlich in Zukunft auch noch nur.

Ist es dann digital gekauft werden, einmalig. Also, weil Konzertnoten sind teurer, das kann man nicht so abdecken. Und das ist uns natürlich auch bewusst. Und ich glaube sogar, dass dieses Modell mit den Konzertnoten dann sogar noch besser, also dass wir noch besser dann Verlage überzeugen können. Weil das ist ein System halt, was sie kennen, ein einmaliger Kauf.

Nur kann man es halt dann direkt bei uns online auch verwenden.

Wir machen eine kleine Unterbrechung und ich darf euch noch einen weiteren Support hervorstellen, nämlich Blasmusik Digital. Über 26.000 TeilnehmerInnen haben die Online-Seminare, Kurse und Trainings auf Blasmusik Digital bereits genutzt, unter anderem auch ich. Pro Jahr finden über 150 Live-Online-Seminare von über 130 Top-Dozenten und Fachexperten statt.

Spannende Vorträge zu Themen rund um die Musik, wie zum Beispiel Instrumente, Spieltechniken, Motivation, Üben, Methodik bis hin zu Gesundheitsthemen, finden dort ihren Platz. Total toll an der Sache finde ich, dass die Seminare als Live-Webinare angeboten werden und ihr während der Session die Möglichkeit habt, Fragen über den Chat direkt an den Speaker oder Experten zu stellen.

Jedes Seminar wird noch durch einen Moderator begleitet, und ihr habt hinterher die Möglichkeit, ergänzend Zugriff auf wertvolle Fachmaterialien, hilfreiche Downloads und eine personalisierte Teilnahmebescheinigung zu bekommen. Weitere Infos findet ihr unter www.blasmusik.digital oder direkt in den Show Notes.

Und jetzt geht's weiter mit der Folge. Ich glaube auch, jetzt so aus dem Bauch raus, das könnte natürlich die illegale Kopiererei auch entgegenwirken. Also. Weil es macht ja eh es machen ja eh viele. Das ist ja ein offenes Geheimnis. Da brauchen wir jetzt nicht irgendwie jetzt so deutlich. Wenn das nicht stattfinden würde.

Und seitdem die Scanner-Funktionen von so Kopierern ziemlich easy sind und nicht mehr Stunden dauern, glaube ich, geht das ja mittlerweile schnell. Oder es wird abfotografiert und ich habe es ja sowieso dann digital für die Leute, die dann vom iPad oder an einem anderen Tablet spielen. Also wir bewegen uns ja sowieso in die Richtung, dass viele das digital machen, dann wäre es natürlich eine schöne Version, dass das auch rechtlich safe ist.

Weil da bewegen wir uns ja in der sehr großen Grauzone, also in vielen Vereinen.

Du sprichst aber sehr Gutes an. Das war auch, das waren dieses Argument, das am Anfang auch oft von Verlagen gekommen, aber die Angst konnten wir ihnen dann eben genau durch das, was du gerade gesagt hast, sehr schnell nehmen, weil bei uns das wirklich geschützt ist. Also man kann es nicht weiter versenden oder so.

Man kann es wirklich nur in unserem geschlossenen System verwenden. Und ja, wir wissen es alle. Die Verlage wissen es. Wir sehen ja schon, dass viel digitalisiert wird, jetzt auch ohne uns, sage ich jetzt mal ohne Marschpad, was natürlich vieles oder illegal ist oder eben Noten kopiert und so weiter.

Und wir versuchen eigentlich, dass wir die Verlage bekommen, um zu sagen, hey, wir wollen das legal machen. Bietet jetzt den Musikern doch die Möglichkeit, dass wir das machen können, und davon habt ihr sicher mehr, als wenn es alles illegal passiert. Und es wird kommen. Also die Leute wollen digital sein und das merkt man.

Also ich habe jetzt keine Studie da, aber so aus dem Bauchhaus würde ich ja behaupten, seitdem Streaming-Angebote für Filme gibt, ist ja auch diese Raubkopiererei weniger geworden. Würde ich jetzt mal so behaupten.

Ganz sicher. Und die Leute sind auch bereit, also ich rede auch regelmäßig mit unseren Kabellen, die Leute sind auch bereit, da digital was zu zahlen. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass viele eben die Papiernoten, also diese Handhabung nicht mehr so mögen und einfach das digital verwenden wollen, aber natürlich auch bereit sind, so wie sie es jetzt in Papierform gemacht haben, zu bezahlen, auch online zu bezahlen.

Also das ist kein Thema und das funktioniert ganz sicher. Nur natürlich, die Verlage müssen da auch mitspielen.

Welche Verlage sind da mittlerweile dabei?

Puh, also ja genau, haben wir eh schon gesagt, Johann Klimen Verlag ist unser größter. In Deutschland ist unser größter Verlag der Scherbacher Musikverlag, der ja auch mit Bauer gemeinsam macht, also er macht den Vertrieb quasi auch für Bauer. Das heißt, wir haben in dem Sinn beide so dabei. Die kennt man auch, also da gibt es bekannte Stücke.

Wir haben in Österreich noch den Tazza Musikverlag dabei. Wir haben für Südtirol den Monodi-Musikverlag dabei. Wir haben, ja, ich weiß jetzt gar nicht genau, wir haben in Deutschland auch noch jemand anderen, wo ich jetzt den Namen nicht konkret weiß, aber es sind auf jeden Fall schon so um die 10 Verlage, 12 Verlage sind es jetzt mittlerweile, wo wir regelmäßig einfach Noten bekommen.

Das Gute ist, dass wir immer wieder neue Noten integrieren. Man zahlt deswegen nicht mehr, weil wir das einfach so handhaben, dass wir sagen, okay, bei uns bezahlt man eigentlich grundsätzlich für die Funktionen, die wir anbieten, dass man Noten leicht digital zusammenstellen kann, dass man Noten leicht digital anzeigen kann.

Für das bezahlt man bei uns. Dass die Kapellen die Noten mitbenutzen können oder auch sollen natürlich in dem Fall, das ist ein Bonus, sage ich mal, damit eben das legal ist und auch damit die Kabellen einfach so wenig Aufwand auch wie möglich haben mit dem Digitalisieren.

Wie ist das? Kann ich auch Noten dann bearbeiten auf dem, also das heißt nur, aber es ist ja ein E-Reader. Kann ich Sachen reinschreiben?

Das ist gerade was, was bei uns integriert wird. Also das neue Modell kann das jetzt schon. Das, was mehr so für den A4-Bereich jetzt quasi verwendet wird. Also das heißt Inkpad X Pro. Vielleicht auch vorab dazu zu sagen, diese E-Reader, die stellen nicht wir selbst her, sondern da arbeiten wir mit der Firma Pocketbook zusammen.

Das ist eine E-Reader-Firma. Und wir dürfen dort durch unsere Kooperation unsere eigene App draufspielen. Jetzt wissen wir, ein E-Reader ist normal nicht so, dass du jetzt da unterschiedliche Apps jetzt oben hast. Das heißt, das war natürlich technisch auch für uns eine große Herausforderung, weil ein E-Reader ist natürlich nicht wie ein Tablet, der ist ein bisschen langsamer, technisch, ein bisschen anders natürlich.

Und ja, das neue Gerät, was jetzt 10,3 Zoll hat, das Inkpad X Pro, das kann auch schon, dass man am Gerät dann Einzeichnungen machen kann.

Und das ist quasi A4 dann.

Das ist nachher A4. Es ist nicht direkt A4-Format, aber es kann für A4-Noten ganz gut verwendet werden. Also es gibt schon bei uns Kunden, die das verwenden und wir haben jetzt doch einige Bestellungen mit dem neuen Gerät. Das sieht man sehr gut. Natürlich wird es Leute geben, die immer noch meinen, das ist zu klein.

Aber dafür gibt es dann halt unsere mobile App, wo man sagt, okay, man kauft sich ein Tablet in der Größe, wo man das halt haben möchte und verwendet das dann einfach. Also ja, so ist das. Der E-Reader bringt natürlich den Vorteil, wenn man viel draußen spielt und so, dass die Sonne halt nicht, also dass das nicht gespiegelt wird, die Noten.

Der E-Reader hat auch andere gute Vorteile, weil er eine lange Akkulaufzeit hat. Also man kann den wirklich drei, vier Wochen ohne einmal aufzuladen, verwenden. Das ist natürlich so. Das ist ein sehr großer Vorteil, dass man das nicht ständig aufladen muss. Ich habe schon vor Kapellen gehört, die teilweise drei Monate je E-Reader nicht aufgeladen haben.

Okay. Oder halt wenig Güte.

Ja, doch so, wenn sie es. Es kommt immer auf die Verwendung drauf an, natürlich. Wenn man jetzt zweimal in der Woche spielt, jede Woche oder so, dann wird man es natürlich mal einmal im Monat aufladen müssen, wenn man jetzt das nur einmal im Monat verwendet. Und es kommt auch darauf an, wie man mit dem E-Reader umgeht.

Also habe ich das Licht die ganze Zeit eingeschalten, dann wird der Akku natürlich schneller leer. Habe ich das nicht eingeschalten, weil ich je tagsüber spiele, dann kann man den sehr, sehr lange, ohne aufzuladen, verwenden.

Kannst du ungefähr eine Zahl wirklich ganz grob nennen, wie viele Noten ihr da schon integriert habt?

Wow! Ja, also wir haben jetzt derzeit integriert um die zwischen 500 und 600 Notenstücke. Das sind für alle Instrumente bzw. Stimmen sind das über 20.000 Noten Blätter tatsächlich.

Okay.

Also es ist schon schon eine Menge. Man sieht zwar jetzt nur, okay, wow, die haben erst in Anführungsstrichen 500, 600 Stück, aber wenn man dann mitbedenkt, wie viele Notenblätter das in Wirklichkeit sind mit allen Stimmen und Instrumenten, dann ist das sehr, sehr viel. Und wir haben aber jetzt noch weitere 500 Stück, die wir gerade aufbereiten vom Musikverlag Scherbacher Bauer.

Das ist für uns natürlich, wir brauchen da natürlich auch, wenn wir so 500 Stück bekommen. Ja, das heißt, wir werden dann sicher Ende des Jahres um die 1000 Stück schon integriert haben und es werden zunehmend mehr.

Okay. Wer bereitet das auf? Das machen ja dann nicht die Verlage, das macht ihr.

Genau, wir bekommen das in der Form, wie der Verlag das hat. Dann wird das bei uns natürlich alles noch ein bisschen bearbeitet. Das heißt, die Ränder werden natürlich so zugeschnitten, dass der Text, der Titel und das alles natürlich weg ist, damit das Notenblatt vergrößert wird. Es wird dann beim Kontrast teilweise noch ein bisschen was verbessert.

Es ist, ja, es werden einige Sachen da gemacht. Also es sind sicherlich noch fünf, sechs Schritte, die man da machen muss, bis wir das dann wirklich tatsächlich hochladen bei uns im System. Mit dem neuen Notenuploader, was ich vorher erwähnt habe, das ist natürlich auch ein bisschen nicht nur für unsere Kunden toll, sondern natürlich auch für uns, weil wir das dann viel einfacher in Zukunft integrieren können.

Wir haben da schon fast ein Bildbearbeitungsprogramm integriert, wo man das wirklich sehr schnell mit einigen Klicks einfach verändern kann und verschönern kann. Und ja, das ist für uns auch eine sehr große Erleichterung, anstatt jetzt drei verschiedene Tools zu verwenden, damit das dann am Ende so ausschaut.

Ein E-Reader passt ja nicht zwingend auf eine normale Marschgabel. Das ist ja, also eure Grundidee war ja am Anfang erstmal als Marschbuch das zu nehmen. Wie kriege ich das an, mein Instrument?

Ja, das produzieren wir tatsächlich selber. Also diese Marschgabeln. Da haben wir eigene Marschgabeln oder Noten, ich weiß nicht, in Deutschland sagt man auch Notenbuchhalterungen, glaube ich.

Oh, ja, oder Marschgabel, ja.

Ja, das haben wir tatsächlich selber produziert, weil der Patrick hat auch eine 3D-Druckfirma. Also der ist sehr vielseitig aufgestellt.

Was man nicht so alles selber hat. 3D-Dechte Druck-Firma. Okay, gut.

Das hat natürlich gehalten. Und wir haben natürlich sehr hochwertiges 3D-Druck, also wir verwenden sehr hochwertigen 3D-Druck, damit das wirklich nicht bricht und damit das wirklich alles passt. Ja, war jetzt für den Anfang auch wirklich super. Also Marschgabeln von uns sind sehr gut angenommen worden.

Das hält auch wirklich bombenfest. Also das hält auf jeden Fall ums Doppelte besser, wie jetzt die Papiernoten in den normalen Halterungen. Ja, und jetzt mittlerweile haben wir schon so viele Bestellungen und auch Thomann verkauft sehr viele Marschgabeln, dass wir jetzt dann in Zukunft das in die Massenproduktion quasi auch gehen und Spritzkurs anfertigen lassen.

Das zahlt sich natürlich erst ab einer gewissen Stückzahl aus. Deswegen sind wir da sehr froh, weil das für uns einfach in Zukunft auch leichter ist.

Jetzt kommt die spannendste Frage, wie ist das E-Reader und Nässe? Also kommt ja nicht selten vor, dass man mal marschiert oder draußen spielt und dann fängt es an zu regnen. Oder selbst wenn es nur ein bisschen nieselt. Was passiert dann?

Also fürs Marschieren, die kleinen Geräte, die sind, wir verkaufen hier nur in Marschbett, also in Verbindung mit Marschbett. Natürlich hat Pocketbook auch nicht wasserfeste Geräte. Aber wir von Marschbett aus haben uns nur auf die Geräte, die wasserfest sind, spezialisiert. Und ja, die sind wasserfest.

Also ich habe es getestet, ich bin sogar in den Pool damit reingesprungen, bin untergetaucht. Also wir machen da immer die unterschiedlichen Tests, also die kommen bei uns auch in die Tiefkühltruhe und so weiter, um zu wissen, wie viel Grad halten sie aus, Minusgrade und so weiter. Also da passieren natürlich bei uns ständig irgendwelche Tests.

Und das war ein Punkt, wo wir gesagt haben, dieses Gerät muss wasserfest sein zu marschieren. Das ist ganz wichtig.

Wenn ich höre, okay, ihr habt zwei Jahre lang mit Verlagen verhandelt. Ihr habt eine Ehe-Reader-Firma mittlerweile dabei, ihr habt jetzt so ein großes Musikhaus wie Thoman, die euch auch vertreiben. Das schafft man ja nicht zu dritt. Also wie groß ist euer Team tatsächlich?

Also wirklich angestellt sind es jetzt fünf Leute. Es ist aber so, dass wir natürlich, wir arbeiten sehr viel mit externen Personal quasi, also Personal darf man da nicht sagen, externen Leuten zusammen, gerade in Bezug auf Software oder UI, UX Experience. Da arbeiten wir eigentlich auch immer mit denselben Leuten zusammen, wo wir zufrieden sind, wo das passt.

Und natürlich ist das dann trotzdem auch, wenn man das offiziell nicht darf, aber natürlich macht man dann gemeinsam eine Weihnachtsfeier und so. Also wir sehen das schon als Team und da sind wir dann natürlich schon viel größer. Also da sind wir dann schon so bei, ja, ich sage jetzt mal zehn Leuten insgesamt.

Gar nicht schlecht. Ihr habt auch Investoren, weil das wird ja wahrscheinlich am Anfang nicht so gehen, dass man zu dritt einfach von null auch startet. Wie schwer war es, die mit in das Projekt reinzuholen?

Ja, also tatsächlich war das für uns eigentlich ein großer Zufall. Also ich glaube, viele wissen es ja, viele wissen es ja, wir waren ja in einer deutschen TV-Show, die ich jetzt nicht namentlich erwähnen darf, aber die für Startups ist. Warum?

Also bei mir darf man das erwähnen, glaube ich.

Ja, wir haben diese Rechte dafür nicht und dürfen quasi damit uns nicht bewerben.

Echt? Warum?

Ja, du darfst die Rechte nur kaufen, wenn du einen Deal quasi bekommst.

Ah, okay.

Dann kannst du die Rechte kaufen und dann darfst du damit Werbung machen. Ansonsten darf man es quasi nicht namentlich erwähnen, aber wir wissen alle, um welche Show das geht. Es gibt ja nur eine in Deutschland, die jetzt Dorten haben unser Glück versucht, weil wir wollten natürlich auch gleich in Deutschland natürlich an den Markt gehen.

Viele wissen nicht, weil es nicht erwähnt worden ist in der Show, dass wir damals noch gar nicht eben am Markt waren. Ergo, wir hatten keine Zahlen, wir hatten noch zu wenig Erfahrung, es ist viel rausgeschnitten worden, was zu Verwirrtheit geführt hat. Haben dort keinen Deal bekommen, aber grundsätzlich ist die Idee schon gut ankommen.

Nur dort sind halt Leute in der Jury gesessen, die halt von Plasmusik halt keine Ahnung haben. Das ist uns so ein bisschen zum Verhängnis worden. Es war dennoch für uns eine super Werbung und wir haben im Nachhinein tatsächlich, wir waren bei einem Startup-Wettbewerb und dort war ein sehr bekannter österreichischer Investor in der Jury, der Michael Altrichter, der war bei uns in der deutschen Startup-TV-Show, also zwei Minuten, zwei Millionen ist er in der Jury gesessen.

Bei uns heißt das so, das darf ich erwähnen. Wir waren zwar nicht in dem Fernsehen, aber war bei einem Startup-Wettbewerb und hat sich plötzlich sehr dafür interessiert. Also wir haben damals gewonnen dann diesen Wettbewerb und plötzlich ist nachher jemand auf uns zugekommen, wo wir noch gar nicht so die Connection hatten, dass das von Michael Altrichter jemand ist und hat uns ausgefragt nochmal im Detail.

Und ja, er hat das großes Interesse als selber Musiker, spielt sogar ein Blasmusikinstrument, das war, das hat eigentlich für uns, besser hätte es nicht sein können. Also ja, wir haben dann eigentlich verhandelt und haben dann noch vor Marktstart eigentlich, das muss man auch einmal als Investor machen, dass man so ein Vertrauen hat, dass man sagt, okay, ihr habt es noch gar keine Zahlen gebracht, aber ich investiere jetzt da bei euch, weil ich sehe da so viel Potenzial.

Ja, und Michael Altrichter hat das gemacht damals und das hat uns natürlich in der Entwicklung und in allen sehr viel gebracht. Weil ohne dem, wir haben zwar immer Förderungen bekommen, aber von Förderungen kann man nicht leben und vor allem muss man da auch die Hälfte oder so oder ein Kapital einlegen und das andere bekommst du dann dazu geschenkt.

Also das ist so ein bisschen ein Teufelskreislauf.

Gab es in all dem, weil das klingt ja jetzt nicht so mit, okay, ich habe eine Idee, wir fangen mal an und es läuft alles reibungslos, sondern es ist ja viel Arbeit, viel Überzeugungsarbeit, man wird abgelehnt, dann spricht man wieder. Gab es dann auch mal einen Moment, wo ihr gesagt habt, boah, ich weiß gerade nicht, ob das wirklich noch die richtige Idee ist oder gab es das nie?

Ja, das ist eine sehr interessante Frage. Tatsächlich ans Aufgeben haben wir nie gedacht. Es gab natürlich Zeiten am Anfang auch, wo es sehr aufwendig für uns war, weil wir immer dem Geld hinterherquennt sind. Also das heißt, wir mussten, wir wussten genau, okay, wir haben so viel Budget, das ist nach dem Jahr wieder aufgebraucht, weil wir müssen Mitarbeiter zahlen, externe Personen bezahlen, wir müssen unser Unternehmen weiterentwickeln.

Und gerade am Anfang machst du ja extrem viele Entwicklungen, Entwicklungen und das kostet einfach. Das kostet enorm viel Geld. Und natürlich waren da Zeiten dabei, wo wir teilweise einmal auch nicht gewusst haben, wo wir jetzt das nächste Geld herbekommen und dann wirklich an der Kippe waren. Und wenn du so kurz davor bist und weißt, es war dann mehr, wir waren nicht so am Aufgeben, wir haben nicht gesagt, na, vielleicht ist das nicht, sondern es war eher so ein, wie können wir das stemmen, wie können wir das handeln.

Also das war teilweise psychisch sehr belastend, sage ich mal, mental. Also das ist schon wirklich sehr ans Limit gegangen. Und ich würde sagen, bei uns allen, bei mir natürlich als Frau jetzt, die emotional sehr, sehr gebunden an unser Unternehmen ist, war das schon teilweise sehr, sehr krass. Also wir hatten Meetings mit unseren Investoren um 11, 12 in der Nacht teilweise.

Das darf man gar nicht sagen, aber ja, das war schon alles sehr viel Arbeit und sehr viele harte Gespräche und ja, also aufgeben, nein. Also, dass wir gesagt haben, es ist nicht die Idee, das war eigentlich nie, weil es dann doch, wir hatten ja Kunden und das war das Positive. Wir haben gemerkt, das ist die Nachfrage trotzdem da und das hat uns schon viel Mut gegeben.

Wie viele Kunden habt ihr jetzt ungefähr?

Ja, ich denke, wir haben jetzt so 2000 Kunden aufgeteilt, jetzt in Kabellen natürlich und in Einzeluser. Ja, wir haben auch schon ein paar Berufskapellen dabei. Also in Österreich hat es die Polizeimusik Wien und Niederösterreich schon. Wir haben jetzt den Deal geclosed, also die Militärkapelle Niederlande gibt es eine.

Die haben jetzt auch bestellt bei uns offiziell schon. Wir werden jetzt ausgestattet im August. Ja, also wenn man halt sieht, dass auch Berufskapellen, die das halt wirklich so tagtäglich, sage ich mal, nutzen, das gut finden, dann ist das natürlich für jede andere Hobbykapelle natürlich auch zu sagen, so ein bisschen, okay, die sind seriös und das funktioniert auch wirklich.

Also das ist Für uns im Verkauf natürlich schön zum Erwähnen.

Ja, auf jeden Fall. Also, gerade wie du schon sagst, wenn Profi-Orchester da mit aufspringen und sagen, das halten wir für sinnvoll. Auf jeden Fall. Kannst du ungefähr einen Einblick geben? Ist es noch sehr österreich-spezifisch? Oder ist Deutschland mehr oder ist das gleich oder spielt das überhaupt keine Rolle?

Nein, wir haben tatsächlich mehr Kunden von Deutschland. Deutschland ist da tatsächlich noch in Entscheidungen und in der Nachfrage noch irgendwie innovativer, sage ich jetzt mal, als Österreich.

Das ist total spannend, weil wir blicken immer anders auf Österreich. Also so von außen. Also würde ich jetzt aus dem Bauch raus behaupten, haben wir immer den Eindruck, ihr seid uns in vielen Dingen, was in der Blasmusik betrifft, jetzt allgemein betroffen, jetzt nicht zwingend auf Digitalisierung nur reduziert, aber in vielen Dingen einfach irgendwie voraus.

Ich höre das immer wieder im Podcast, dass aus Österreich kommt. Naja, ihr seid da weiter und ihr seid da schneller irgendwie. Den Eindruck haben wir, glaube ich, intern nicht. Wir gucken nice voll rüber.

Ja, wir sehen das, also ich sehe es halt schon, also ich sehe schon, dass Österreich eigentlich sehr konservativ ist, was gerade solche Sachen auch angeht. Und es war von Anfang an so, dass Deutschland da viel mehr gezogen hat. Also ich weiß gar nicht, in Österreich ist es sehr schleppend am Anfang angelaufen.

Aber ich muss tatsächlich sagen, die Deutschlandkunden haben uns sehr rausgerissen. Deswegen habe ich auch mal eine Deutschlandtour gemacht, wo ich alle unsere Kunden besucht habe und da Vorstellungen gemacht habe. Ja, mittlerweile zieht es in Österreich auch schon sehr gut an, sage ich mal. Aber ich würde jetzt sagen, wenn ich eine Prozentanzahl sage, dann würde ich jetzt meinen, es ist jetzt vielleicht 70, 30, 60, 40, sowas.

Also 60 Prozent, auf jeden Fall Deutschland.

Aber es ist dann schon noch mehr Süddeutschland, oder?

Nein, tatsächlich, also Nordrhein-Westfalen haben wir ganz viele Kunden.

Na gut, die marschieren auch viel, ja, tatsächlich.

Dort draußen haben wir sehr viele Kunden. Aber es verteilt sich in Deutschland. Es ist ganz spannend. Wir haben in jedem Bundesland irgendwelche Kapellen, die das benutzen und verwenden. Und tatsächlich ist es nicht so, wie man ursprünglich glaubt, dass jetzt in Süddeutschland die meisten Kunden sind.

Also eigentlich, das sehe ich gar nicht so. Also natürlich, wir haben auch dort welche, Baden-Württemberg und so weiter. Das ist ja auch eher ein bisschen südlich. Aber es ist in Deutschland sehr verteilt. Weil bei uns in Österreich ist es schon noch so, dass die meisten Kapellen wirklich in Niederösterreich sind, wo wir auch den Sitz haben.

Aber in Deutschland ist es total verteilt.

Also solltest du mal wieder eine Deutschlandtour machen und du kommst an Mainz vorbei, melde dich gerne.

Wir hatten jetzt von Mainz erst eine Anfrage. Ganz witzig.

Von einem Musikverein oder vom Polizeiorchester?

Von einer Kapelle, ja, von einem Musikverein, ja. Ja, ganz witzig. Also wir werden sicher mal wieder eine Deutschlandtour machen, weil ich finde das immer ganz, ganz nett, wenn ich die Kapellen dann mal persönlich sehe. Aber natürlich, das muss, braucht Vorbereitungszeit. Also ich bin ja damals, ich glaube, in zwei Wochen bin ich von Bayern bis nach Nordrhein-Westfalen raufgefahren und dann wieder zurück nach Österreich.

Und das in zwei Wochen. Also das war, das geht dann auf jeden Fall rein.

Ich habe auf eurer Homepage gelesen, ihr seid auch irgendwie bei der Digitalisierung des Musikschulunterrichts dabei. Kannst du dazu noch irgendwas sagen?

Nein, also das war früher ein Punkt, dass wir auch in Musikschulen damals das versucht haben, weiter zu spinnen, zu entwickeln, uns dann aber dagegen entschieden haben und gesagt haben, wir bleiben tatsächlich jetzt mal bei dem, was wir machen, werden uns dort weiterentwickeln und auch international sind wir ja schon dabei, also Südtirol, Spanien, Frankreich, da haben wir schon überall auch Kunden.

Und unser nächster Schritt wäre dann zu sagen, jetzt, und da entwickeln wir gerade hin, was ich schon vorher gesagt habe mit der Flexibilität, dass wir sagen, man kann theoretisch, weil im klassischen Bereich ist es natürlich mit Noten einfacher. Da sind wirklich viele Komponisten verstorben. Und das hat jetzt nicht ein Verlag jetzt weiter irgendwie bearbeitet, damit das dann trotzdem gesperrt ist.

Das heißt, wir können uns in dem Bereich dann öffnen. Wir werden zwar natürlich Hauptfokus Blasmusik bleiben, weil da kennen wir uns auch, das ist unser Ding, das mögen wir. Aber theoretisch wollen wir es schon so öffnen, dass wenn jemand jetzt Gitarre spielt, der kann halt auch seine Noten bei uns hochladen und kann das dann so verwenden.

Das wäre der nächste Schritt, aber das ist dann so eher für Einzeluser halt. Also jemand, der es für sich verwendet zu üben.

Und Richtung klassischer Orchester zu gehen?

Ja, das ist auf jeden Fall ein Punkt bei uns. Also, wie gesagt, wenn wir jetzt mit den A4-Noten beginnen, wir haben da schon mit Verlagen auch gesprochen damals, uns herangetastet, wie kommt das so an, können wir da einen Schritt weiter gehen. Also das ist sehr gut ankommen eigentlich. Wie gesagt, einfacher wie das Marschiermodell.

Ja, und da sind wir jetzt eben gerade am Aufbauen. Es gibt eben, wie gesagt, größere Geräte. Wir werden dann auch noch, ich denke, nächstes Jahr anfangen auch mit Konzertnoten-Shop. Ja, der Vorteil wird dann eben einfach sein, dass man das dann kauft im Onlineshop und dann ist es direkt halt integriert bei einem im Account quasi.

Und man braucht das dann nur mehr zum Notenbuch hinzufügen und fertig. Das ist so der große Plan jetzt. Und das ist dann für Orchester natürlich auch sehr interessant.

Wäre quasi aber auch interessant für Komponisten, die ihre Sachen jetzt nicht zwingend über einen Verlag verliegen, sondern einen Eigenverlag haben, sich bei euch zu melden und zu sagen, wir würden das gerne damit einpfliegen.

Ja, das funktioniert auch so. Also wir haben einige Komponisten bei uns auch schon dabei, die sind auch auf uns zukommen, haben gefragt, ob sie das da nehmen dürfen, also ob sie das da hochstellen dürfen. Und dafür sind wir auch, also wir wollen auch, das ist auch ein Vorteil. Ich weiß, dass man es in der Blasmusik nicht gerne hört, man will immer dieselben Sachen spielen.

Aber tatsächlich soll Marschpad irgendwie auch eine Plattform sein, wo man sagt, okay, ich kann ja neue Sachen jetzt auch ausprobieren damit. Und wenn es mir nicht gefällt, dann entferne ich es einfach wieder von meinem Notenbuch.

Das ist natürlich tatsächlich ein großer Vorteil, weil ich ja Zugriff auf die Sachen habe. Genau. Und es gehen keine Noten mehr verloren. Also das ist ja immer so dieses. Wir spielen jetzt das und das Stück und einer sucht ewig und sagt, oh, habe ich heute nicht mehr. Also das ist ja auch immer so. This leid von verschwindenden Noten.

Das stimmt. When I this hear as a musicvere und jetzt am überlegen bin, wie würdest du mich jetzt nochmal überzeugt to say, okay, ich probier das aus?

Wie würde ich dich überzeugen? Grundsätzlich is it so that the problem bekannt sind. Also this must not großartig erwähnen. Bei uns, wie gesagt, this is a plattform, wo man jetzt gerade als Musikverein jetzt, da sehe ich natürlich den riesen Vorteil. Normalerweise, man kennt es ja, wenn man Marschbücher oder Mappen, das braucht Stunden, bis man da mal eine neue Mappe erstellt hat, bis man ein neues Marschbuch erstellt hat.

Bei uns ist das alles zentral. Das heißt, der Notenachivar stellt das einmal quasi so zusammen, dann ist das zentral. Und dann klickt man einfach nur jeder auf seinem Gerät auf Synchronisieren, ist einmal im WLAN und zack, jeder hat alle Noten für alle Instrumente, für alle Stimmen mit einem Klick oben.

Das heißt, man stellt nur mehr am Gerät einfach ein, ich spiele Klarinette erste Stimme und kriegt automatisch das richtige Blatt. Für Einzeluser ist es natürlich auch toll, nochmal Einzeichnungen machen zu können, das kommt ja jetzt auch. Man erspart sich einfach viel Arbeit. Man kann schneller mit anderen Leuten zusammenspielen, weil man gibt ihnen einfach ein Gerät und sagt, da wähl aus, was du spielst, Klarinette oder weiß nicht, und du hast sofort die richtigen Noten.

Also ja, im Marschieren natürlich. Es gibt weniger Fälle, sage ich mal, wo es zu Boden fällt. Es ist einfacher, man muss nicht mehr rausnehmen aus der Haltung. Die Querflötenspielerinnen sagen immer, es ist so leicht, das ist auch immer so eine gute Sache. Und die Nachtspielereien natürlich. Also Stirnlampe braucht man nicht mehr.

Da dreht man einfach das Licht auf. Also es gibt viele Gründe. Und es kommt immer darauf an, welche Person du im Verein bist, was ich dir jetzt quasi sagen würde. Also wenn du Notenarchivar bist, das mit den Noten, wenn du Musikspieler bist, dann das. Also ja.

Gibt es die Option, dass ich quasi als Dirigent ein Stück ausweihen kann? Und überall erscheint das schon?

Das ist ein guter Punkt. Ja, wir haben die Funktion seit letztem Jahr. Das war nochmal ein ganz großer Game Changer, weil das haben sich sehr viele gewünscht und das ist immer nachgefragt worden. Und wir haben tatsächlich, wir haben so einen kleinen Router. Den muss man schon sehr wohl irgendwo mithaben, aber den kann man eh oft in diese Taschen dann einstecken.

Und dann ist es tatsächlich so, dass der Dirigent ein Stück auswählt und es blättert sich auf alle Geräte aus. Es geht allerdings nur natürlich von Stück zu Stück. Also wenn es mehrseitige Stücke sind, dann muss jeder selber blättern, weil ja die Länge da mal genauer variiert.

Ja gut, das geht ja, das ist ja dann nicht das Problem. Aber dann kann ja nicht mehr passieren, dass jemand wieder nicht gehört hat, was gespielt wird und ein falsches Stück aufliegen hat, sondern das liegt einfach bei jedem. Und es kommt zu keiner Zeitverzögerung, weil jemand wieder pennt, sondern es ist einfach da.

Deswegen habe ich gefragt.

Ja, das ist auch für ältere Leute auch ganz toll, die was jetzt nicht so vielleicht technisch auf ihn sind.

Genau.

Da ist es auch eine tolle Sache, weil die müssen dann eigentlich nicht wirklich mehr was machen. Also die sehen dann einfach das Notenblatt und können direkt spielen. Und ich glaube, da hat man auch wieder mehr Freude dann am Musizieren, sage ich jetzt einmal, wenn man sich mehr auf das konzentrieren kann.

Wenn ich jetzt auch, okay, was mich überzeugt, dann schreibe ich euch am besten an und ihr beratet dann nochmal, wie das alles abläuft.

Genau, es ist so, dass die Kapellen sich bei uns melden. Wir haben eine Testphase, also alle, die das einfach mal interessiert, die können unsere Gratis-Testphase nutzen für 30 Tage. Da bekommt man die Software freigestellt, man bekommt auch ein Gerät zugeschickt, kann das ausprobieren, bekommt eine Halung.

Und so läuft es eigentlich anfänglich, dass die Leute das mal testen. Und wenn sie dann Interesse haben, dann schreiben sie uns wegen einem Angebot. Und das ist ja sehr individuell, also wie viele Stück man braucht und wie viele aktive Musiker und so weiter. Und dann kriegt man ein Angebot und ja, in Deutschland habt ihr auch sehr gute Förderungen dafür.

Das haben wir in Österreich leider nicht.

Und das ist mir neu. Welche Förderungen haben wir da?

Das ist unterschiedlich. Es sind meistens so Bundesländerförderungen. Also ich habe ganz viele Kapellen von uns in Deutschland, die haben eine Förderung vom Bundesland aus einfach genommen, wo es auch so um Digitalisierung oder innovatives Projekt oder so gegangen ist. Ja, in Bayern unten, also im Süden, hat es das auch gegeben, in Nordrhein-Westfalen auch.

Also ich habe das tatsächlich schon sehr, sehr oft gehört.

Okay, spannend und auch gut zu wissen, weil das hilft natürlich auch in der Entscheidungsfindung, wenn ich weiß, okay, das Ganze wird ja auch gefördert, dann belastet das natürlich die Vereinskasse nicht ganz so. Was ist euer Fünfjahresplan?

Ja, unser Fünfjahresplan. Ja, also wir haben natürlich vor, dass wir ausgerüstet sind, dass wir wirklich sämtliche Kapellen in unterschiedlichsten Bereichen bedienen können. Wir wollen mehr international auch sein. Also wie gesagt, Niederlande haben ja jetzt den Einstieg. Die sind auch sehr digital affin und alles.

Also wir wollen auch in viel mehr Ländern noch durchdringen. Und natürlich wollen wir auch schauen, wo geht die Reise hin in Bezug auf andere Musik, also Gitarre, klassische Musik, wie auch immer. Aber für uns jetzt im Fokus steht tatsächlich mal Blasmusik und jetzt eben der Konzertnotenbereich, der jetzt mal eröffnet wird und das ist eigentlich jetzt so das nächste bei uns.

Habt ihr auch ein nicht deutschsprachiges Land schon dabei?

Ja, also wir haben jetzt in Frankreich Kunden, die schreiben uns auch immer auf Französisch, das ist ganz witzig. Wir haben in Spanien Kunden. Ja, ich sage jetzt mal in Südtirol können es meistens Deutsch. Aber ja, Spanien und Frankreich und auch Amerika hatten wir schon Anfragen.

Das wäre natürlich für euch das Land rein flächentechnisch, ist das natürlich mit gerade diesen ganzen Marchingbands und Highschool-Bands, die es da gibt, wäre ja ein Riesending für euch.

Ja, das wäre tatsächlich toll. Derzeit ist es noch nicht möglich, weil wir dafür noch keine Ressourcen haben. Also für Amerika brauchst du dann wirklich dort einen Sitz, damit du das bedienen kannst, weil da brauchst du einfach jemanden, der zu diesen Highschool-Bands hinfahrt, das vorstellt, der vor Ort ist.

Aber das ist natürlich auch ein großer Traum für uns, sich mal in Amerika auch zu etablieren.

Okay. Wir kommen zur Schnellfragerunde am Schluss. Was lernst du gerade, was du noch nicht kannst?

Podcast machen.

Stimmt, ihr habt das ja mal gemacht, gell?

Ja, tatsächlich. Tatsächlich haben wir das mal gemacht. Ich müsste da noch viel mehr Zeit rein investieren, weil das echt tatsächlich sehr viel Aufwand ist und mit Schneiden und mit allen. Da bin ich noch kein Profi, muss ich sagen. Deswegen habe ich das mal pausiert, aber ja, ich bin dabei, mich weiterzugeben.

Welches Buch bzw. welchen Film sollte man mal gelesen oder geschaut haben?

Wow. Ich habe von Steve Jobs das Buch gelesen, natürlich. Ja, genau. Die Biografie, ich finde das sehr, sehr spannend. Und ich finde auch das Netflix-Buch sehr interessant. Wenn man sich mit dem Thema Startups beschäftigt, ist das auch eins meiner Lieblingsbücher, die haben nämlich auch ein Buch rausgebracht, wo sie die Erfolgsstory von Netflix so ein bisschen beschreiben.

Okay, gibt es auch einen Film?

Ich bin einfach so ein Klassiker, also ich finde Forrest Gump sehr cool.

Welche Aufnahme sollte man sich unbedingt mal angehört haben? Das darf auch alles sein, es muss jetzt nichts mit Blasmusik zu tun haben.

Okay. Ja, dann sage ich einfach mal The Marshad Revolution Marsch.

Von wem ist der?

Der ist von Daniel Muck, der ist damals extra für uns komponiert worden und spielt es auch im Radio. Das ist echt ein cooler Marsch.

Okay, von wem ist der aufgenommen worden?

Von der Polizeimusik wieder.

Ah, cool. Okay, muss ich gleich mal gucken. Und abschließend deine privaten Wünsche und die Wünsche an die Blasmusik-Szene.

Meine privaten Wünsche ist, dass man in Zukunft auf jeden Fall noch ein bisschen mehr zur Ruhe kommen kann. Es ist bei uns alles immer sehr, sehr viel stressig und sehr viel mental, was man quasi durchstehen muss. Und ich hoffe, dass ich auch in Zukunft das schaffe, einfach mal öfter abzuschalten und nicht sofort in meine E-Mails reinzuschauen.

Das ist mein persönlicher Wunsch an mich, um auch mal meine Freizeit ein bisschen mehr zu genießen. Und an die Blasmusik wünsche ich mir tatsächlich, dass noch mehr Verlage in Zukunft sich trauen, mit uns zusammenzuarbeiten und da einfach was gemeinsam aufzubauen und dem ein bisschen optimistischer noch entgegenzuschauen.

Okay. Ich drücke die Daumen, weil das Ganze hört sich ja sehr, sehr gut an und glaube ich, ist schon auch der richtige Weg, den ihr da geht. Vielen lieben Dank, Carina, dass du so ein bisschen auch Einblick in eure Geschichte gegeben hast.

Ja, danke dir auch, dass du dir Zeit genommen hast, um den Podcast mit mir zu machen. Vielleicht eins würde ich noch ganz gerne anmerken, und zwar für alle, die sich jetzt darunter nichts vorstellen können, weil es ist immer schwer, wenn man jetzt kein Gerät vor Augen hat oder die Software noch nicht gesehen hat, wenn ich da so drüber rede.

Ist es vielleicht spannend am 19. September, einige kennen es vielleicht, Blasmusik Digital, die machen immer sehr viele Seminare und so für die Blasmusik. Und wir machen auch ein Webinar am 19. September. Ich glaube, es ist 19 Uhr, aber man kann sich dann anmelden zu diesem Webinar. Es ist kostenlos.

Und da stellen wir, also da stellen wir es nicht nur in mündlicher Form vor, sondern da zeigen wir auch tatsächlich die Software, wie das funktioniert und was so die Funktionen sind und wem das interessiert, der kann da gerne teilnehmen.

Sehr gerne. Okay. Vielen lieben Dank.

Danke.

Das war die Folge mit Carina Eigner. Nehmt ihr die Blasmusik auch eher so ambivalent wahr? Vielleicht auch digitaler neue Ideen, and auf the other side haben wir Kräfte, die irgendwie allem alten, wohin der we gesehen. That would be interesting if you that seems. When you wanted the newsletter to abonne and you can for this new format of a cafe to be.

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