On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 5

Auf einen Kaffee mit LaBrassBanda

Montag, 30. September 2024 · 32 min

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Shownotes

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Jörg Hartl und Korbinian Weber, Trompeter der Band LaBrassBanda, sind zur Zeit auf Tour. Allerdings gibt es auch ein Leben neben der Tour und da geben die beiden leidenschaftlich gerne Bläserworkshops und der nächste steht im November an.
Schnell sind wir zu dem Thema gekommen, wie wichtig eigentlich auswendig spielen ist und welchen Stellenwert es eigentlich haben sollte. Leider fehlt in der heutigen Zeit der Raum dafür, so die These.
Viel Spaß!
Wer an dem Workshop teilnehmen möchte:
blechblaeserworkshop.com
anmeldung@blechblaeserworkshop.com

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Willkommen bei einer neuen Folge von Auf einen Kaffee mit dem Kurzformat hier beim Blasmusik Podcast, bei dem ich mit meinem Gast über ein Thema eine Kaffeelänge rede. Mein heutiger Gast sind tatsächlich zwei, und zwar die Trompeter von Labras Banda, Jörg Hartl und Corbinian Weber. Corbinian Weber hatte ich ja schon vor einem Jahr in einem meiner ersten Live-Podcasts vor Publikum.

Und heute wollten die zwei einfach mal berichten, was sie machen, wenn sie nicht auf der Tour sind und ein bisschen Werbung für ihren Blechbläser-Workshop. Aus der reinen Werbung ist eine kleine Diskussion geworden, warum auswendig spielen wichtig ist, warum Noten manchmal überbewertet sind und warum der Zeitgeist es vielleicht nicht mehr so hergibt, dass junge Menschen sich auch in diesem Ding ausprobieren können.

Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Jörg Hartl und Corbinian Wiebe von Labras Banda. Ich darf heute die Markus Lanz-Brecht-Frage stellen. Wo erwische ich euch?

Wir sind gerade in Luzern in der Schweiz.

Ja, wir stehen oder wir sitzen in unserem Nightliner vom Konzert aus Schür. Schür mit zwei Ü, also vier Punkte am Stück, das muss man auch mal gesehen haben. Wenn man die Namen schreibt, schaut lustig aus. Und spielen heute ein Konzert mit Lapros Wander hier.

Genau, im Rahmen von den World Bros. World Bros. Festival. Genau. Voll cool, morgen spielt, oder gestern hat Nozi Brass gespielt, am Samstag oder Sonntag spielt die Selina Ott, die unbedingt mal hören möchte. Aber wir sind leider nicht mehr da, weil wir sind morgen schon in Bern und dann geht es wieder heim.

Wie ist das da? Gibt es ja auch am Tag Konzerte oder gibt es nur abends bei diesem Festivalkonzerte?

Ich glaube, wir haben da ein bisschen wenig Ahnung. Also heute ist das Konzert hier. Ich glaube, das ist die anderen Konzertlocations sind auch mehr verteilt in der Stadt. Wahrscheinlich ist es im KKL oder wie das heißt.

KKL ist viel, das ist auch was.

Und heute, also ich kann jetzt nur von uns sprechen, ich weiß nur, dass wir heute hier spielen und weiß nicht mal, ob wir eine Vorbild haben.

Wir haben keine Vorwind. Im KKL ist heute auch noch eine andere Veranstaltung, da spurt halt der Sasho, Sascho Auser.

Sascha Ausernick. Sascha Ausernick, genau.

Sascho Ausernick, genau. Der spielt heute Abend, habe ich gesehen. Aber so direkt unterm Tag habe ich jetzt im Programm nichts entdeckt. Aber es ist ja eigentlich. Es schießt auch wie die Sau, dass man jetzt wirklich gar nicht so richtig rumgeht.

Was ich gerade gemacht habe, das ist glaube ich alles nass.

Ja, der Jörg, der ist unser Naturbursche.

Ich dachte mir, ihr seid alles Naturburschen. So wirkt es auf jeden Fall immer bei eurem Auftreten.

Ja, sagen wir vielleicht schon, aber wenn ich unterwegs bin, draußen im Regen rum spazieren, ist das nicht mein Lieblingsdisziplin.

Okay. Aber ich finde nochmal ganz kurz bei dem Festival und dann gehen wir weiter. Eigentlich ganz geil, dass da.

Na, ich muss auch kurz unterbrechen. Ich habe gehört, dass dein, dass die Sendung eigentlich heißt auf einen Kaffee. Aber du trinkst die ganze Zeit wirklich keinen Kaffee. Also wenn ich jetzt frage, was du für einen Kaffee in diesem Plastikbecher hast.

Oder du hast deine eigene Tasse. Die kriegt ihr auch noch geschickt. Ja? Ja, die ersten Gäste in dem Format kriegen so eine.

Also, mit oder ohne Kaffee. Du trinkst keinen Kaffee, habe ich gehört. Ich trinke meinen. Nein, ich trinke keinen Kaffee. Aber falls du mich ganz gleich im Anschluss besuchen würdest, hättest du deinen eigenen Kaffee dabei.

Man muss nämlich wissen, der Jörg trinkt keinen Kaffee, aber er hat immer Kaffee parat, wenn wer zu Besuch kommt.

So muss das sein. So muss das sein. So muss es sein. So muss das sein. Ich trinke mal einen Kaffee schwarz. Jörg trinkt keinen. Corbi, wie machst du das?

Immer schon schwarz. An Espresso tue ich gerne ein bisschen an Zuckerei, aber nicht viel. Genau. Oder auch gerne mal an Sambuka.

Okay.

Aber eher dann gegen Abend. Okay.

Aber wenn du schwarz trinkst, hättest du auch Lehrer werden können.

Da hätten die Schüler keine Kofferei technischen.

So, wenn wir schon bei Lehrer sind, das ist eine ganz gute Überleitung. Ihr seid ja jetzt da nicht, um über das World Brass Festival zu sprechen, sondern um das, was ihr macht, wenn jemand nicht auf Tour seid. Nämlich, ihr gebt im November einen Blechbläser-Workshop.

Genau. Das machen wir seit 2016 fast jedes Jahr, also es kommt irgendwas dazwischen. Und das hat so angefangen, weil wir ganz oft Crockt waren sind, ob wir sowas machen. Aber wir hatten die Jahre davor echt wenig Zeit, weil wir ziemlich viel auf Tour waren. Und dann haben wir im 2016 ganz wenig gespielt und haben gesagt, da machen wir das mal.

Und das hat uns unfassbar viel Spaß gemacht. Und offensichtlich den Teilnehmern auch, weil es sind circa 20, so 15, 20 Leute, die quasi fast jedes Jahr wieder mit dabei sind. Cool. Genau. Sind alle so zwischen 30 und 40 Teilnehmer ungefähr. Mehr wollen wir auch gar nicht, weil sonst.

Ja, sonst wird es zu viel.

Genau. Und das findet statt in der Oberpfalz. Oberpfalz ist sowas wie Kanada von Kanada. Also es ist wirklich eine ganz entspannte Landstriche. Das konnte einer sagen, du hast aus der Oberpfalz. Das darf ich sagen, weil ich bin aus der Oberpfalz. Und es ist, die Location ist eine Burg. Also da haben wir echt Glück, dass wir in dem Rittersaal Musik machen dürfen.

Der einzige Nachteil ist, der Burgsaal ist natürlich ganz um. Man muss das ganze Zeug rauftragen, wenn jemand eine Tuba hat, hat er mehr zu tragen als der mit dem Kornett. Aber sonst ist es eine ganz tolle Location. Wirklich malerisch, wirklich malerisch. Es heißt, Trausnitz in der Oberpfalz Burg im Tal oder Trausnitz im Tal oder sehen.

Okay.

Liegt im Tal und außenrum Hörkling ist die Ortschaft.

Auch ein spannendes Konzept, wenn die Burg im Tal ist. Von wann bis wann ist das? Mitte November, glaube ich, gell?

Genau, 15. bis 17. November. Geht Freitagmittag so um gegen 1. Gegen Mittag. Gegen Mittag los. Und wir stellen tatsächlich dann, also wir machen so Inhalte schon so, wie wir uns halt vorbereiten auf Konzerte, was unsere Basisübungen sind, was für uns halt beim Üben so wichtig ist. Und wir bereiten aber dann tatsächlich bis Sonntag, Vormittag ein Konzert vor.

Das dauert so eine Stunde. Und das gehen wir dann dort zum Besten.

Okay. Und wer kommt zu euren Workshops? Also müssen die irgendwas können, müssen die ein Mindestalter haben oder ein Maximalalter.

Also C-Durtonleiter und F-Durtonleiter schadet nicht.

Das wäre schon mal so gut. Das ist schon ganz gut.

Aber wir haben eigentlich so wirklich, der jüngste Teilnehmer war so sieben.

Das ist natürlich sehr jung, ja.

Und der älteste um die 70.

Also um die 70 plus, ist auch schon klar gewesen. Ich glaube, wichtig ist Spaß an der Musik. Das steht ein bisschen bei uns im Vordergrund. Und wir geben ihnen so eine Überanleitung, so die Grundsachen gehen wir jedes Mal durch. Basics heißt es ja immer. Es kommen auch viele, die eben berufstätig sind und abends keine Lehrer mehr haben, aber gern weiterkommen wollen und auch dieses Basic-Ding aufsaugen.

Also die sind echt froh, dass jemand mal wieder drauf schaut und sagt, ah ja, Atmung, ah ja, da war doch irgendwas oder sowas.

Es ist auch so, dass wir nicht vorne stehen und das alles vormachen, sondern das ist wirklich, die müssen, also die üben mit uns. Also die knallhafte Atemübungen und wie gesagt, unsere Art, wie wir uns halt vorbereiten oder wie wir üben. Das versuchen wir da ein bisschen aufzuzeigen.

Wir haben ja vorhin schon mal so ein bisschen drüber gesprochen, es wird auswendig gespielt. Das ist ja ein großer Baustein des Workshops. Wie hoch sind so die Hemmungen der Teilnehmer, wenn es dann heißt, jetzt wird es auswendig gespielt?

Ja, meistens ist es schon so, dass wenn wir sagen, jetzt da mal die Ständer komplett weg, dass dann ein bisschen Respekt davor haben. Aber wenn es so einen halben Tag mit denen übt, dann macht das denen total Spaß, weil man kommt ja nicht dazu. Ich habe es dir eh vorhin schon gesagt, also ich glaube, also wie ich angefangen habe, das war so 1990 ungefähr.

Ich habe relativ schnell so eine kleine Musik gehabt, wo wir ziemlich viel gespielt haben. Und wenn wir mit der großen Musik gespielt haben und danach mit der Kleiner zusammenguckt sind und haben wir eigentlich einfach ausprobieren dürfen. Und wenn da was in die Hose gegangen ist, dann war das auch egal.

Aber wir haben Platz gehabt, dass wir uns ausprobieren. Und jetzt habe ich so das Gefühl, wenn so Junge probieren, sich zu entfalten auswendig, und das funktioniert normal am Anfang nicht gleich, dann werden die eigentlich relativ schnell das Instrument weggenommen. Und deswegen, klar, wir haben da ganz viel Angst davor.

Und wir versuchen ihnen die Angst zu nehmen, weil es ist einfach auswendig spulen, das lernt man nicht von heute auf morgen, das lernst du einfach, wenn du das magst.

Und was natürlich auch ist, oder wenn jetzt Leute schon echt lang Musik spielen und gewöhnsten, alles von Noten zu lesen, ist es natürlich ein Zugang, ohne dass man sich, oder du bist ja auch Musiker, du weißt, dass wie das ist, dass man, man kann sich ja auch gut hinter den Notenständer verstecken.

Auf jeden Fall.

Also, das ist auch ein guter Schirm vom Dirigent. Also wenn man sich nicht ganz safe ist, dann Notenständer höher oder sowas. Also Schüler spielen auch nur gern bis zum Notenständer, aber auch nicht in den Saal raus. Und wenn jemand schon 20, 30, 40 Jahre Musik spielt und immer nur nach Noten spielt, ist es eine ganz hohe Hürde, dass man sagt, es gehört zu ihm einfach dieser visuelle Eindruck der Noten immer dazu, dass er einen Ton spielt.

Da musste dann irgendwann drüber springen. Und oft hören sie auch, sind sie dann auch echt erstaunt, wie man denn selbst klingt, wenn ein physischer Notenständer da ist. Für uns ist es ein wichtiger Ansatzpunkt. Und wir wissen, dass es nicht jeder Dirigent kann oder auch nicht die Möglichkeiten hat, mit seiner Gruppe das vielleicht mal ohne zu Noten zu machen, aber wir versuchen einfach den Musikern eine Möglichkeit und den Raum zu bieten und auch die Möglichkeit, dass es auszuprobieren.

Und meistens klappt es ganz gut.

Du hast ja gerade gesagt, Corby, die Jungen haben heutzutage nicht mehr so die Möglichkeit, das auszuprobieren. Das wird dann schnell gleich so, ja, im drastischen Fall Instrument wegnehmen. Warum glaubst du, wenn du das so mit deiner Jungen, ich weiß nicht, wie es bei dir, Bajor, vergleichst, warum ist das mittlerweile so, dass es nicht mal mehr den Raum gibt, Dinge auszuprobieren?

Das weiß ich nicht. Also mir tut es total leid. Und ich finde da, also ich höre lieber eine Jugendkapelle, die mit Pfeffer und mit Elan und Spaß spielt und da sind vielleicht ein paar Gurken drin oder es stimmt nicht jeder Akkord, bevor ich irgendwas höre, wo es perfekt stimmt und aber halt ohne Eier gespielt ist.

Aber man kann es vielleicht auch auf dieses, es ist jetzt vielleicht zu grob gefasst, aber dieses Instagram-Zeug und sowas, da versucht man ja auch immer das perfekte Bild abzugeben und jeder postet ja nochmal das perfekte Bild, versucht sich perfekt zu inszenieren. Und in der heutigen Gesellschaft muss alles möglichst schnell perfekt sein, ohne dass Platz für einen Fehler ist.

Und ich unterrichte auch so ein bisschen der Korbi auch, und man sieht auch, dass früher die Toleranz des Schülers größer war, finde ich jetzt persönlich, dass wenn er einen Schmarr baut, dann am Instrument, also nicht, dass er jetzt irgendwie die Wand angemalt hat, was ich auch schon hatte, aber die Toleranz, sich mit dem Fehler auseinanderzusetzen, ist heute weniger gegeben als früher, finde ich.

Ja, kann ich bestätigen.

Oder das habe ich so festgestellt, der Erfolg muss schneller da sein und die Aufmerksamkeitsspanne ist kleiner. So ein bisschen das Handys-Syndrom oder sowas, wo man einfach von dem perfekten Bild zum nächsten perfekten Bild rüber swappt, weil man einfach nur so mit dem Finger macht.

Also ich finde einfach, dass man, früher hat man keinen gestört, aber die haben sich immer gefreut, wenn man, wenn irgendwas passiert ist. Also bei uns im Ort, da hat es halt Standkonzerte gegeben und dann haben wir nach jedem Standkonzert am Tisch gepariert und haben zusammen gespielt. Und schon mal am Anfang ein bisschen nach Noten, aber es ist halt meistens dann irgendwie in irgendeinem Jam ausgeartet.

Und das war cool. Und wenn das jetzt passiert, ist das halt nicht mehr cool, an was das genau liegt. Wahrscheinlich, keine Ahnung, Zeitgeist, was weiß ich. Das ist auf alle Fälle schade. Weil so hat sie halt, also so haben sie halt ganz viele Sachen heute auch ergeben, konnten sich ergeben. Und es ist halt mir kämpft, also ich erlebe es nicht mehr so.

Und was total toll ist in der Oberpfalz, auf der Burg drausnitz, ist, dass es da kein Handynetz gab, sage ich jetzt mal so. Und es war auch total lustig, wenn du dann eine Gruppe mit 30 Leuten hast, die gewöhnt sind, sobald das Instrument nicht mehr tönt, dass du in dein Handy reinschaust. Und dann sitzt du da und kannst nichts anschauen, weil einfach nichts kommt.

Du kannst vielleicht noch eine SMS schreiben, aber dann ist deine Informationsinput schon wieder weg. Und es war total lustig war, dass sich die Leute dann nach ein, zwei Stunden haben sie gar nicht mehr ins Handy geschaut, sondern miteinander unterhalten und auch viel mehr Musik miteinander gemacht.

Es ist total cool, weil die kämpfen ja wirklich von ganz Deutschland. Also die kommen vom Norden runter, die kommen vom Süden rauf, die kommen aus Österreich, manche, also ganz, ganz lustig aus der Oberfalls. Und die kennen sich davor nicht, aber da hockt halt dann der zehnjährige Burger mit einem 50-Jährigen zusammen und dann haben totale Gaudi.

Und es wäre den ganzen Tag eigentlich so geprobt, also Basics gemacht und geprobt und gespielt halt. Und die Abende sind einmal lustig, also die zwei. Und da merkt man so richtig, am ersten Abend ist er nur ein bisschen verhaltener, am zweiten Abend haben sie ihm schon viel mehr so ohne Noten gespielt und dann plötzlich geht das los.

Und der ist scheißegal, was dabei rauskommt. Und lustigerweise merkt man das wirklich schon nach eineinhalb Tage, dass da die Hemmschwelle komplett woanders liegt. Also die trauen sie dann. Und das finde ich schön, also es ist einfach jedes Jahr wieder schön, das anzuschauen.

Spielt ihr dann immer mit allen oder gibt es dann auch unterschiedliche Besetzungen?

Also bei dem Song, den wir erfinden, wir spielen immer mit allen. Eigentlich spielen wir schon immer mit allen.

Es kann sein, dass wir nicht alle gleichzeitig spielen, weil man gibt auch kompositorisch jetzt keinen Sinn. Aber natürlich ist es Tollste, wenn alle gleichzeitig in den Norden reinblasen. Das ist schon immer der Höhepunkt, finde ich immer.

Aber. Das passiert schon mal bei den Basics, dass wir uns aufteilen, dass der Jörg das macht und immer was anderes.

Genau, aber in der Regel sind alle immer in allen gleichzeitig involviert. Wenn jemand sagt, du, ich habe jetzt Schädelbeh oder weiß auch nicht, dann kann er natürlich aussteigen für, kann auch wieder einsteigen. Aber wir haben keine Kleingruppen, die verschiedene Programme erarbeiten. Also eigentlich ist es ein Orchester, Orchester-Aktion.

Also es ist ja für Blechblätter, gab es schon ein Blech oder gibt es ein Blechblaser-Instrument, das noch gar nicht da war? Also Walthorn wäre mir jetzt zum Beispiel erzeugt.

Walthorn haben wir dabei, was noch nicht dabei war, Piccotrompete. Piccolo-Trompete.

Wir hatten sogar schon mehr einen Saxophonisten.

Ja, Saxophonistin war auch herzlich willkommen, haben wir natürlich auch integriert.

Er ist ja ein bisschen aus Blech.

Ist ja auch ein bisschen aus Blech. Und was man sich auf jeden Fall geben muss, wenn. Tim Basso war auch noch nicht da. Nee, und so tibetanische Tempelhörner auch nicht, aber Althoffen hat man auch zum Glück noch nicht. Aber was, wenn jemand sagt, hey, ich weiß, wie der Korby spielt, das ist echt fantastisch und das ist wirklich fantastisch.

Jetzt muss ich Werbung machen, der Korby spielt nämlich bei Dean Workshop. Und das kannst du dir jetzt nicht vorstellen und das ist echt cool. Schlagzeug.

Nein.

Der Korby schwelt und Schlagzeug. Das kann ich jetzt schon anteasern und das ist wirklich cool. Korby übt auch schon fleißig in seinem Musikkeller Schlagzeug. Also am Schluss geht jeder mit einem Erlebnis nach Hause. Wir können auch jetzt noch nicht sagen, wie das Konzert wird, weil das entsteht eben in diesen zweieinhalb Tagen.

Und auch in dem Konzert ist natürlich, wenn es gar nicht läuft, Abbruch und Neustart, was man in einem normalen Konzert nicht macht.

Aber die Zuschauer letztes Jahr sind alle gestanden am Fluss vom Konzert. Ja, sind alle gestanden und haben alle getanzt.

Und nicht alle, die dir mit dem Rollstuhl hat nicht mitgetanzt, aber wir haben es geschafft, das Publikum zu aktivieren. Genau. Und das ist eigentlich unser Ziel. Jeder ging mit einem Grinsen nach Hause und hat sich gefreut, dass er was erlebt hat, was er davor nicht erlebt hatte. So kommen wir es auch mal so.

Wenn ihr die Noten wegnehmt, ihr sagt ja, das ist ja quasi so ein bisschen die Hemmschwelle, habt ihr dann oder dann müssen ja die Ohren mehr aufgehen.

Das ist der Sinn von dem Mann.

Ja. Weil ihr schreibt so schön auf eurem Flyer, dass man bei euch in die Welt des professionellen Zusammenspiels eintaucht.

Stellt es auf dem Flyer. Dann ist es genauso. Ich glaube, wir haben mit unserer Band die letzten zehn Jahre wirklich extrem viel gearbeitet, was uns beim Zusammenspiel einfach wichtig ist. Und ist ja nicht so, dass wir da jetzt dann schon am Ende sein, sondern eigentlich lernt man Monat für Monat wieder dazu.

Also wir nehmen quasi jeden Soundcheck jetzt dann in einer Stunde auch wieder her. Nicht, dass wir uns für uns das machen, dass jeder einen tollen Plan hat, sondern wir arbeiten akribisch dran und sorgen Übungen raus, was uns zum Zusammenspiel, was uns da hilft. Und das sind ja oft ganz banale Sachen, die da helfen.

Und das versuchen wir halt irgendwie so weiterzugeben, weil wir den Eindruck haben, das hilft uns und warum sollte das andere dann nicht helfen?

Hast du eine banale Sache gerade parat, so als Teaser? Was man da so üben kann?

Am 15. bis 17. November.

Wir müssen mal richtig anteasern. Also wir haben, man findet uns und diese, wir haben uns nämlich die Domain gesichert, die heißt Blechbläserworkshop.com.

Die linke ich in den Shownotes.

Hinterlegt es mal. Wenn ihr auf die schreibt, glaube ich, kommt man auch auf Kom raus. Also wir haben, da waren wir echt einmal vorne dran, Blechblaseworkshop.com. Einfach hingehen. Die haben wir selbst programmiert, die ist ziemlich schlecht, die Seite, aber es steht alles drinnen. Wir haben auch 15 Bilder reingemacht.

Aber jetzt zu deiner Frage nochmal. Es sind meistens ist es ja nicht, dass Töne nicht stimmen, sondern weil es eigentlich meistens zum falschen Zeitpunkt gemacht ist. Es gibt so ganz leichte Rhythmusübungen. Zum Beispiel haben wir festgesagt, ist das für ganz viele schon schwierig, wenn sie nebeneinander sitzen und jeder muss bloß da, da, da, da, also jeder spielt einen Ton.

Aber das sind Ton. Und in der gleichen Lautstärke und in der gleichen Länge und also.

Und was ja wirklich ist, wenn man das auch halbwegs stund macht, dann funktioniert das plötzlich. Dann lasst man sie auf das wichtige Ding. Ohrwaschel, dass man halt zuhört, plötzlich ein. Weil mir kämen da ganz oft vor, wenn ich so Musiken her, dass sie die nicht wirklich selber zuhören. Sonst würde es vielleicht oft anders spielen.

Und ich habe zum Beispiel, ich habe auch eine Geschichte von mir schon. Ich habe letztes Jahr ein bisschen geschießt beim Sprungkrieg und ich habe mir Hilfe beim Dominik Päsl geholt.

Ja.

Von Black Rappen. Den ich wirklich wärmstens empfehlen kann für Unterricht. Und es war auch bei mir, so wo ich das eigentlich gemeint habe, dass ich mir zuhöre beim Spielen, hat mir der Dominik von wirklich was anderem überzeugt. Und ich höre mir jetzt nochmal ganz anders und ganz vollbewusster nochmal zu und versuche auch nicht so zu analysieren, was ich gerade falsch mache.

Sondern ich versuche immer mehr so zum Spielen, wie ich spielen möchte. Machen wir keine Gedanken über Zungenstellung oder so irgendwas, sondern machen wir eigentlich nur noch Gedanken, wie möchte ich, dass mein Sound klingt. Und ich glaube, diese Ebene vom Spielen ist, wenn du so an Noten hängst, echt ein bisschen weg.

Und da versuchen wir die Leute halt zu sensibilisieren, dass sie wieder mehr zuhören. Und dass mehr auf. Weil beim Singen überlege ich ja auch nicht, was muss ich machen, das so klingt.

Ja.

Wenn ich singe, dann gestalte ich einen Ton, wie ich im Ohr den haben möchte. Und Blechbares Instrument kann man endlich spielen.

Also das Thema müssen wir irgendwann mal mehr vertiefen. Das finde ich ganz spannend. Aber das stimmt, also ich merke das ja in meinem Musikverein oder in Blasorchestern oder auch bei Bläserklassen, die ich in der Schule habe. Dieses Zuhören kommt natürlich, sobald Noten da sind, extremst kurz, weil einfach die Ressourcen weg sind.

Die müssen halt so viel lesen und halt drüber nachdenken, dass dann nicht mehr so viel Speicherkapazität im Hirn da ist, wahrscheinlich auch noch zuzuhören, was der andere macht.

Ja, ja, und was auch passiert, das sind so Automatismen, also vor allem wenn jemand länger spielt, was wir immer sehen, also zum Beispiel die Übung, die der Korby angesprungen hat, dass jeder nur eine Viertel spielt und die einmal, die sitzen bei uns nicht in der klassischen Orchesteraufstellung, sondern wir versuchen uns wirklich in dem großen Saal im Kreis aufzusetzen, also wo jeder jeden sieht, das ist schon mal wichtig, das geht natürlich im Konzert jetzt nicht wirklich.

Und was halt auch auffällt ist, oder was ein großer Lerneffekt ist, wenn jeder nur ein Viertel nacheinander spielt und sei es ein G1, du wirst, wie die Leute überfordert sind, wann sie spielen und dass sie plötzlich da sind oder die sehen, dass noch 20 weitere kommen, dann kann ich ja jetzt erstmal zwei Minuten ein Hirn ausmachen.

Das ist ja auch alles, was passiert, wenn du Noten siehst. Wenn du 20 Tage die Pause siehst, dann hört keiner mehr wirklich zu, was die anderen machen. Aber sobald du da das aufbrichst und jeder den anderen anschaut und einfach dabei ist, dass der andere nur einen Ton spielt, ist es eine ganz große Erfahrung, die dann die Leute oder die Musiker machen können.

Und am Schluss ist es gut. Also es klingt echt scheiße am Anfang, muss man so sagen. Und am Schluss ist es echt cool und jeder sieht, dass er, wenn er mehr online ist im Kopf, wenn er weiß, hey, ich muss mich ein bisschen eher vorbereiten, nicht einfach nicht einatmen, dann kommt auch nichts raus. Also alles, was du kennst, können wir mit solchen kleinen Kollektivübungen an und lösen die auch auf.

Also das ist eigentlich ganz cool.

Was finde ich ganz wichtig ist, was auch bei uns in der Band wichtig ist, ist, wenn, ich sage mal, die Rhythm Section jetzt gerade ein bisschen Pause hat und wir Bläse machen das und die schalten ab, dann spannen wir das ja. Das Ding ist, wenn du in einer Kapelle spust und du hast gerade Pause, weil die Klarinetten alles machen, dann ist es gerade fair, wenn du auch deiner Energie trotzdem da bleibst und nicht irgendwie denkst, was gibt's, was koche ich morgen zum Mittagessen.

Ja, und diese Erfahrung versuchen wir weiterzugeben und wenn wir merken, dass jetzt da Teile wegbrechen, die dann auch zu aktivieren. Und es klappt eigentlich ganz gut. Also wir werden kein Konzert nach eineinhalb Tagen machen, indem wir dann nach Money noch oder irgendwas vorspielen. Wollen wir nicht, können wir nicht.

Aber wir machen ein Konzert, wo alle Musiker, die den Workshop erlebt haben, einfach mitgerissen werden. Und selbst Leute, die erst ein halbes Jahr oder ein Jahr spielen oder eineinhalb Jahre und ihren Ranges keine zwei Oktavens sind, sondern einfach nur fünf Töne, werden so integriert, dass sie mit diesen fünf Tönen auch in dem Konzert oder bei dem Workshop so teilnehmen können, dass sie an ihre Grenze kommen und nicht drüber müssen.

Nicht drüber müssen und nicht vorgeführt werden. Also das ist unser Ziel, zusammen Musik zu machen und nicht, dass jeder sich so einen Notenständer Wahl vor sich hinbaut und hoffentlich hört mich keiner und sieht mich keiner und ich möchte eigentlich gar nicht da sein oder was auch immer.

Also es darf sie ja jeder in Improvisieren ausprobieren. Wer Lust hat, es wäre keiner gezwungen natürlich. Manche vielleicht, nein schon. Aber da ist halt mal ein bisschen Zeit da und die Akzeptanz sind für die anderen Teilnehmer, die sich dann freien, hey, schau mal, ich kann mich erinnern, das letzte Mal war so ein ganz junger Posaunist da, der war acht.

Oder neun. Oder neun, also wirklich jung. Der war total, total. Ambitioniert. Ja, aber am Anfang hat er Angst gehabt und am Schluss hat er, der wollte gar nicht mehr aufhören. Und das freut alle, die da mit sind. Und das steckt jeden so gegeneinander gegenseitig ein bisschen an, spornt jeden ein bisschen gegenseitig an.

Und dann ist, also das Konzert, das letzte Mal, das war wirklich lustig. Das ist, glaube ich, eineinhalb Stunden da dann.

unknown Cool.

Eigentlich erübrigt sich die Frage, aber ich will das der Vollständigkeit halber gestellt haben. Für das leibliche Wohle wird wahrscheinlich auch sehr ausreichend gesorgt sein.

Wir sind in der Oberpfalz. Ich weiß nicht, ob du die Oberpfalz kennst, sondern die Kanada, sag ich mal. Und Kanada, da wachsen Bären und zwar die, die spazieren gegen können. Und in der Oberpfalz sind zwar nicht die schlanksten Menschen, deshalb bin ich auch nicht der Schlankste. Aber wir werden.

Das Essen ist ausgezeichnet in dieser Jugendherberge. Und die Leute von der Jugendherberge sind auch wahnsinnig nett und hilfsbereit.

Ja, und sie kochen, wenn sie es wissen, es kommen 30 für 30 Personen, wird für 50 Leute gekocht.

Okay.

Und vier Keller ist auch immer voll. Und für Kugeln gefühlt. Und was eigentlich auch total cool ist, dass da so viele Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Deutschlands sind, die nehmen die meisten, oder ganz viele nehmen dann so Spezialitäten. Also wir haben da ein paar Leute, die aus Hessen, Nordhessen sind, die bringen zum Beispiel immer Allewurst mit.

Allewurst. Und zwar in rauen Mengen. Das gibt es dann in der Nacht dann immer so zur Brotzeit noch. Oder einer ist ganz oft dabei, der braut Bier selbst. Der bringt dann das eigene Bier mit. Oder Bierkisten von der ganzen Deutschland quasi.

Es ist quasi ein Food-and-Drink-Festival gepaart mit Blasmusik.

So hört es sich auf jeden Fall an.

Also selbst wenn du die Woche davor überlegst, ich bin, jetzt fange ich mit meiner Diät an und du reist zwei Kilo runter, kommst du am nächsten Montag plus drei.

Okay. Bis wann ist Anmeldung noch möglich? Also wann ist Anmeldung?

So schnell wie möglich. Weil wir müssen der Jugendherberge dann auch ja mal Bescheid geben, wie viel das mal sind. Wir sind aber schon ein bisschen flexibel.

Also wenn sich jetzt noch mehrere anmelden, kann man das schon noch nachnominieren, aber am besten nicht erst im Dezember, weil da war es dann schon.

Wie ist denn die E-Mail-Adresse, keine Nummer? Die Anmeldung. Ah, genau. Aber die schreibst du eh runter.

Ich schreib das runter, weil dann.

Du hast ja den Flyer.

Ich bin top vorbereitet. Ich schreibe das alles drunter, dann kann nämlich jeder sofort draufklicken und am besten sofort die Anmeldung ausfüllen.

Und wir beantworten jede Mail. Wirklich jede. Manchmal dauert es ein bisschen.

Okay.

Aber es hat bis jetzt, glaube ich, wirklich jeder eine Antwort bekommen. Und ja, wir haben nur ein bisschen Platz. Und jeder, der mitmachen möchte, ist auch herzlich eingeladen.

Okay. Corbi, Jörg, ich bedanke mich. Danke für deinen coolen Podcast.

Wir freuen uns, dass du an uns gedacht hast und dass wir mitmachen durfst.

Gerne, gerne. Also dann euch viel Spaß beim Soundcheck.

Hey, vielen Dank, dass du die Smogs benutzt.

Das war die Folge mit Corbinian Weber und Jörg Hartl von Labras Banda. Mich würde interessieren, wie euch die Folge gefallen hat. Und wenn ihr auch mal hier Gast sein möchtet, dann findet ihr den Link in den Shownotes, über den ihr mich anschreiben könnt oder über Instagram. Und dann seid ihr recht herzlich eingeladen, hier Gast zu sein.

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