OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen

Der rätselhafte Teppich-Mord in Paderborn

Donnerstag, 2. April 2026 · 28 min

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Shownotes

Eine Einbrecherbande stiehlt einen Bulli. Als die Polizei den Fluchtwagen beschlagnahmt, macht ein Beamter Tage später eine erschreckende Entdeckung.
Schon einige Tage steht der VW-Bulli, der nach dem Einbruch als Fluchtfahrzeug genutzt wurde, auf dem Hof der Polizei Paderborn. Dann macht ein Beamter eine überraschende Entdeckung: In dem Wagen liegt eine in einen Teppich eingerollte Leiche. Aus einem Einbruchsdelikt wird plötzlich Mord. Den zunächst naheliegenden Zusammenhang zwischen Einbruch und Leichenfund schließen die Ermittler aus. Es gibt einen anderen Grund, warum die Leiche in dem Bulli und damit auf dem Polizeihof gelandet ist.

Ostwestfälle S4 | E29 Der rätselhafte Teppich-Mord in Paderborn

Gast: Ralf Vetter
Redaktion: Josefin Stein
Gestaltung: OWL Digital 

Mehr zur Serie “OWL-Crime” findet ihr auf unserer Themenseite.

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Wenn das als Tatort liefert, wir haben am nächsten Tag die Kritik. Na ja schöner Film aber nicht sehr glaubhaft. Harnbüchne sorry! Die haben wahrscheinlich gar nicht mitgekriegt dass sie die ganze Zeit da in dem Teppich-Dee die Leiche transportiert habe. ich könnte mir vorstellen wenn die das gemerkt hätten hätten sich das vielleicht mit dem Einbruch noch überlegt.

Ostwestfälle der True Crime Podcast der Neuen Westfälischen. Wir sprechen mit Opfern, Zeugen, Richterinnen und Richtern – und mit den Berichterstatterninnen und Berichtestattern der NW. Spannend, nahe- und made in OWL! Im April, siebenundneunzig will ein Polizeibeamter im Paderborn einen VW-Bulli untersuchen.

Der war im Zuge eines Einbruchs sichergestellt worden. Anstatt der Beute findet er allerdings eine Leiche in dem Wagen eingewickelt in einem Teppich. Auch wenn der Fall zunächst logisch erscheint, wendet sich das Blatt während der Ermittlung. Warum das so ist und wie der wahre Täter letztendlich überführt werden konnte?

Darum geht es diesmal bei den Ostwestfällen! Mein Name ist Birgit Gottwald und zu Gast ist der ehemalige Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Hallo Ralf! Schön dass du da bist! Ja hallo Birgitt! Ralf ein Paderborner-Polizeiberamter macht bei einer... Ja, eigentlich Routinekontrolle. Im April siebenundneunzig vermutlich die Entdeckung seines Lebens erfindet eine in einen Teppich eingewickelte Leiche.

Ralphie kam es dazu? Das war also tatsächlich keine Routine-Kontrolle sondern der Bulli stand auf dem Hof der Polizei in Paderborn. Das war ein Montag, der vor dem Wochenende eingeschleppt wurde. Er war im Rahmen eines anderen Delikts, eines Überfalls oder eines Einbruchs in eine Postfiliale sichergestellt worden und dann am Freitag- oder Samstag zur Polizei geschleppt worden.

Damit man ihn in aller Ruhe... untersuchen konnte, weil man nach Spuren nach den Einbrechern suchte. Hatte man denen dann am Wochenende dort abgestellt und wollte am Montag in aller Ruhe nach Spure suchen.". Das heißt der stand schon etwas länger auf dem Polizeihof? Der stand ich glaube drei Tage auf dem Polizeihof.

über das Wochenende halt Okay, mit der Leiche drin. Dieser Einbruch in die Postfiliale. kannst du uns da ein bisschen mehr darüber erzählen? Ja das waren vermutlich rumänische Einbrecherbande. Das war so Ende der neunziger Jahre durchaus üblich dass dort Banden aus Osteuropa nach Deutschland kam und dort Einbrüche beginnt.

Die hatten in Borchen eine Postfilale In eingebrochen hatten dort einen Tresor mitgenommen und zum Abtransport dieses Tresors hatten sie diesen VW-Bully benutzt, den Sie zuvor gestohlen haben. Ach so! Die Frage ist jetzt was hat die Leiche mit dem Einbruch zu tun? Und wer ist das überhaupt? Ja zunächst hatte man natürlich den Verdacht nachdem man also ... Bully untersucht hatte, in dem Teppich die Leiche gefunden hat.

Den Verdacht, dass es sich um eine Person handelte, die irgendwie mit dem Einbruch zu tun hatte. Dass das jemand war der vielleicht die Täter überrascht hatte. Es stellte sich aber dann relativ schnell heraus, dass sie sich um einen Familienvater handelten. Einen thirty-sixjährigen Mann, der etwa zwei Wochen vorher als vermisst gemeldet worden waren Und der lag da jetzt einfach drin, in einem Teppich eingerollt?

Ja mit einer Kopfschusswunde. Er war offensichtlich hingerichtet oder halt erschossen worden und sehr schnell kam man dann im Rahmen der Ermittlungen – das wurde eine fünftentköpfige Mordkommission eingerichtet – auf einen ehemaligen Arbeitskollegen des getötetenen Gerietern sehr schnell in Verdacht und hat dann auch einen Geständnis abgelegt.

Und wer war das jetzt? Wer hat da jetzt ein Geständnis abgelegt? Wie gesagt... So ein Auto-Schlosser, also so ehemaliger Kumpel oder Arbeitskollegesprache. Genau, es waren thirty- vierjährige Autoschlossern der ein Verhältnis mit der Ehefrau des Opfers hatte. Ach guck an! Und im Rahmen der Ermittlungen die sehr ja immer wieder Überraschungen brachten, immer wieder überraschende Wendungen kam dann heraus dass die Ehefrau ihrem Mann einen Pfannekuchen mit zwanzig Beruhigungstabletten gebacken hatte.

der hatte diesen verzehrt. Dann hatte man den Mann in den PKW des Autoschlossers gebracht. Der ist mit dem Pkw dann in einen Wald bei Lichtenau gefahren und hat da den Familienvater erschossen. Der war betäubt? Der war sediert, nicht völlig weggetreten aber schon sehr benommen. offensichtlich dass er sich nicht wehren konnte, hat sich dann in diesen Wagen setzen lassen und wie gesagt ist dann in diesem Wald gefahren worden und erschossen worden.

Okay, also jetzt ist da diese Leiche in dem Wagen im Wald. Und wie kommt die Leiche jetzt in den VW-Buddy? Der Autoschlosser hatte ein Kumpel das ganze. der wohnte damals in Henglarn und der Nachbar ein Kupel von ihm, der möglicherweise auch die Pistole besorgt hätte Eigentlich auch dafür vorgesehen war, den Schuss abzugeben.

Er hatte sich wohl dann ganz im schluss doch gedrückt. der hat aber die beruhigungstabletten besorgt. mit dem zusammen Hat man dann Die leiche zunächst mal in einem schuppen verbracht hat den opel senator Angezündet und die restan ein schrotthändler verkauft Und dann musste man natürlich sehen dass man irgendwie die leiche los wurde.

man hat dann Die Leiche in einen Teppich gerollt. Diese Leiche ist in diesen VW Bulli gepackt, das war meiner Erinnerung nach ein Fahrzeug des Arbeitgebers des Malers – also ein Bulli mit Malerutensilien drin. Hat den da reingepackt und hat den Wagen dann unverschlossen und wahrscheinlich auch mit steckendem Schlüssel auf dem Hof dort abgestellt.

Und als man dann... Beim Arbeitgeber? Nein, ich meine es war bei dem Kumpel. Aber da bin ich mir nicht ganz sicher. Das könnte auch der Arbeitgeberg gewesen sein. Auf jeden Fall stand er auf dem Hof und in der Nacht sind irgendwann die Einbrecher gekommen, die einen Fahrzeug suchen zum Abtransport eines Tresors und haben den mitgenommen.

Und am nächsten Morgen sind dann der Autoschlosser und der Maler rausgekommen und mussten feststellen das der Bulli weg war. Und die Leiche! Ach du meine Güte! Wie seid ihr denn darauf gekommen, wie das Ganze abgelaufen ist? Ja das ganze hat sich dann so mehr oder weniger ergeben aus verschiedenen Schritten.

Das ganze fing letztlich an mit dem Fund des Bullys und des Tresors in der Nähe eines Sport-Himes in Borchen wo der Tresor aufgebrochen worden war von den von der Einbrecherbande. die hatten leeren Tresor und den Bulli dastehen lassen. Und der Bulli, wo man dann sofort sah ... Das hat Verbindung zum Einbruch.

Den hatte man halt nach Porderborn aufs Hof dort gebracht. Drei Tage stehen lassen? Ja! Und letztlich kam man dann wie gesagt erst der Verdacht natürlich das hat was mit dem Einbruchs zu tun die Leiche. Dann stellte man fest naja gut Der kam aus Paderborn, Familienvater seit zwei Wochen vermisst. Der kann eigentlich mit dem Einbruch nichts zu tun haben.

und dann hat man natürlich im Umfeld recherchiert und ist auf den Arbeitskollegen gestoßen und der hat dann relativ schnell ein Geständnis abgelegt Und er hat dann gestanden ich bin der geliebte der Ehefrau des Opfers oder wie muss ich mir das vorstellen? Ja Zunächst mal also eigentlich alles auf sich genommen und die Rolle der beiden anderen war zunächst unklar oder die kamen dann auch erst so nach und nach im Rahmen der Ermittlungen hinein.

Von der Ehrfrau haben wir ja noch gar nicht gesprochen, die war eigentlich diejenige, die das Ganze inszeniert hatte, die die beiden Männer oder insbesondere den Autoschlosser ihren Geliebten dazu benutzt hatte in Mann zu beseitigen. Das kam dann aber alles erst im Rahmen der Ermittlungen und so richtig erst, tatsächlich dann im Prozess.

Der fand dann im Oktober-Siemundneunzig statt. Da kam dann tatsächlich erst heraus dass die Frau diejenige war, die das Ganze mehr oder weniger inszeniert hatte vielleicht nicht in allen Einzelheiten geplant Aber zumindest den Autoschlosser angestiftet hatte ihren Mann zu beseitigen. Und dieser Kumpel der da mitgeholfen hat wie kam er denn dazu?

Ja, der hatte eigentlich so mit den beiden relativ wenig zu tun Aushalter, dass er Kumpel vom Autoschlosser war. Der wollte sich wahrscheinlich irgendwie ein bisschen aufspielen in der Pressestand damals. Er wollte so der große Zampano sein und hat sich da halt in dieses Verbrechen hineinziehen lassen.

Schräge! Kannst du noch mal ein bisschen mehr zu der Frau erzählen? Also die hat ja quasi das ganze ins Rollen gebracht. Die wollte ihren Mann losführen? Genau, sie war so in der Ehe unzufrieden fühlte sich möglicherweise auch überfordert nicht genügend gewürdigt von ihrem Mann hatte sich dann halt diesen Autoschlosser zugewandt und wollte dann halt irgendwie ihren Mann halt beseitigen auf den Autoschlosser eingewirkt, der war offensichtlich von ihr abhängig und hat sich also alles von ihr gefallen lassen einreden lassen.

Sie hat dann dafür gesorgt dass der Autoschloser diesen Plan dann entwickelte, seinen Kumpel da noch mit reingezogen hat. Am Anfang hatte sie erzählt, dass der Ehemann die tyrannisiert hatte. Sie in der Ehe misshandelt hätte. Das stellte sich aber im Rahmen des Hauptverfahrens, der der Hauptverhandlung dann ganz anders heraus.

dort wurde dann halt durch Zeugen auch ganz klar das hier nicht so war, dass das der Mann ein Tyrann war was so am Anfang so im Raum stand sondern Tatsächlich ist sich hier um einen richtigen geplanten Mordhandelte von diesen drei Leuten. Also man muss sich auch vorstellen, dass im Rahmen dieser Ermittlungen teilweise es wurden Haftbefehle erlassen.

Der Autoschlosser war von Anfang an bis zum Ende in Haft aber die beiden anderen sind zwischenzeitlich auch mal von der Haft verschont worden weil man tatsächlich eher von einem minderen Tatbeitrag ausging von Weihilfe bei dem Kumpel, vom Maler, der aber tatsächlich auch voll eingeweiht gewesen war, der die Brügelstabletten besorgt hatte und der ursprünglich auch dafür vorgesehen war den Schuss abzugeben.

Das hat er aber nicht gemacht? Da hat er wohl im letzten Moment gekniffen. Was du damals Staatsanwalt in dem Prozess ... Tatsächlich nein, das war noch ein Verfahren. Das Seppelrichter, der war bis neunundneunzig der Kapitaldezernent in Paderborn, das Sepplrichter damals geführt hatte. und aber man hat natürlich aufgrund dieser skurrigen Geschichte da sehr viel mitbekommen.

Und das ging auch ganz stark durch die Presse und war ein Gespräch überall. Wie ist das? Redet ihr untereinander über solche Fälle, also mit dem zuständigen Staatsanwalt? habt ihr da mal drüber gesprochen. Ja es ist also schon durchaus üblich dass man sich natürlich mit den Kollegen austauscht über Fälle und dass man einen Rat einholt Sei es in rechtlicher Hinsicht, sei es auch einfach nur so von der Einschätzung her.

Und es gibt dann natürlich auch so interne Kaffeerunden wo man halt intern zusammensitzt und da natürlich dann über einzelne Fälle redet. aber das war natürlich ein Fall der auch allgemein natürlich in aller Wunde war damals. Die drei sind ja zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Auch derjenige die Beruhigungstabletten besorgt hat, aber nicht geschossen hat.

Also quasi Nachbarschaftshilfe geleistet hat, könnte man sagen? Ja! Warum? Warum sind alle drei zu lebenslang... ...verurteilt worden? Man ist letztlich von einem gemeinsamen Tatplan ausgegangen. Von einem arbeitszeiligen Handeln. und wenn so etwas vorliegt ein gemeinsamer Tatplan, ein arbeitszeitliches Handeln wo das eine nicht von dem anderen getrennt werden kann.

also ohne die Besorgung der Beruhigungs-Tabletten hätte dieser Wort ja gar nicht begangen werden können. Und wenn dann alle Leute im Prinzip grob zumindest in diesen Tatplanen eingeweiht sind, muss man sich letztlich auch die Tatbeiträge der anderen Personen zurechnen lassen und man wird als Mittäter behandelt und insofern wegen Täterschaft, wegen Mordes in diesem Fall verurteilt, auch wenn man selbst den tödlichen Schuss nicht abgegeben hat.".

Ich frage mich immer, was sind das für Menschen? Was ist das für eine Frau statt einer Scheidung, den man lieber umbringen lässt. Was ist es für einen Geliebter, der sagt okay ich mache das für dich! Was sind das for menschen?! Ja die sind ja voll schuldfähig! Die waren auch voll schulfähig, also tatsächlich kamen dann auch durch Sachverständigen.

in solchen Fällen werden natürlich auch psychiatrische Sachverständige gehört, die die Schuldfähigkeit beurteilen Und die dann eben auch sehr hier zur Aufklärung des Falles beigetragen haben. Die einzelnen Tatbeiträge, dass man die richtig einordnen konnte und ja gut was sind das für Menschen? Man ist immer wieder erstaunt welche Taten Personen Leute vollbringen können wo man eigentlich sagen würde Das sind ganz normale Leute wie du und ich.

einfach nichts zu erklären in diesem Fall. Die haben ja lebensländlich bekommen, sind aber dann nach fünfzehn Jahren entlassen worden. wie guter Führung. Ja, also wegen guter Führung ist das immer so eine Öffentlichkeit da letztendlich rauskommt. Wenn einer vorzeitig entlassen wird dann sagt man immer der ist wegen gutter Führungen entlassen worden.

Das ist eigentlich nicht so richtig. Also es ist tatsächlich so dass in Deutschland jemand der zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird nach einer Teil einer Verbüßung in aller Regel zwei Drittel entlassen werden kann. Bei lebenslänglich ist das frühestens nach fünfzehn Jahren, da gibt es auch Ausnahmen.

aber in der Regel ist bei lebenslänglich dass man nach fifteen Jahren oder nicht vor fünfzehnten Jahren entlassen wird und dann muss man sich natürlich auch gut geführt haben. Das ist auch eine Voraussetzung wenn man sich dann in der Zeit halt wieder was zur Schulden kommen lassen hat. Dann wird man natürlich nicht entlassen.

Aber der wesentliche Punkt ist eigentlich, dass man ja resozialisiert ist. Dass man davon ausgeht das sich mittlerweile in den fünfzehn Jahren so viel getan hat, dass dieser Mensch keine weiteren Straftaten mehr begehen wird. Also ich möchte jetzt einmal aus einem Artikel, außer in Wehe von damals zitieren.

Da gab es einen Kommentar dazu. In Panik muss deshalb niemand verfallen. vor der Entscheidung haben Richter und Gutachtler geprüft ob sie die Freilassung verantworten können. Das Restrisiko muss eine humane Gesellschaft tragen. Was heißt denn das? Sind die dann doch noch gefährlich? Ja gut, also dass jemand eine Straftat begeht das kann man ja grundsätzlich nicht ausschließen.

Also unabhängig davon ob er jetzt in Haft war oder nicht. aber wie gesagt nach zwei Dritteln überprüft das Gericht, ob es verantwortet werden kann also ob eine günstige Sozialprognose besteht, ob dieser Mensch sich zukünftig straffrei führen wird und ein ordentliches Mitglied der Gesellschaft ist. Bei ganz bestimmten Straftaten also bei schweren Straftatens das sind Mord- und Totschlag, sexualdelikte Brandstiftungsdelikte andere ganz schwere Straftate da wird das Ganze noch vorgeschaltet dass ein Gutachter am psychiatrischer Gutachtern den Menschen begutachtet sich anguckt, ein sehr langes detailliertes Gutachten erstattet und da eine Prognose abgibt ob von dem noch Straftaten zu erwarten sind oder nicht.

Es ist so dass grundsätzlich eigentlich die Wahrscheinlichkeit das jemand zwei Personen umbringt also nach fünfzehn Jahren nochmal ohnehin schon relativ gering ist. Aber es gibt natürlich durchaus Personen, die von der Persönlich-Sprezstruktur so sind dass man auch nach fünfzehn oder zwanzig Jahren noch sagt ne also den können wir auf keinen Fall auf die Menschheit wieder loslassen.

aber in vielen Fällen wie hier hat dann nach fifteen jahren der Gutachter Ich denke, es werden drei Gutachter gewesen sein für jeden andere gesagt. Okay ich habe mir die Leute angeguckt. Die sind geläutert. Die würden so eine Tat heute nicht wieder begehen und auch keine andere schwere Straftat mehr begehen.

Und dann kann man sagen okay wir haben hier ne günstige Prognose das Ganze wird von dem Richter noch mal überprüft. Auch die Staatsanwaltschaft nimmt nochmal Stellung wird irgendwann eine Entscheidung getroffen, die auch von der Staatsanwaltschaft anfechbar wäre. Wenn die andere Ansicht ist und dann noch mal vor einem höheren Gericht überprüft würde.

Und dann wird halt jemand auf Bewährung entlassen. Das heißt nicht dass er ... Wie lange geht denn diese Bewährungen? Bei solchen Delikten? in aller Regel fünf Jahre. Also nach zwanzig Jahren könnten sie wieder einen ... Nein, die würden ja auch nach zwanzig Jahren wieder verurteilt werden. Aber die nächsten fünf Jahre stehen die dann noch unter besonderer Beobachtung?

Man überprüft also, sie müssen jeden Wohnlitzwechsel melden. Die bekommen einen Bewährungshelfer und müssen dort rechtfertigen. was habe ich gemacht, man schaut nach... ob da irgendetwas passiert, was den Anhaltspunkte dafür bringt das neue Straftat anbegangen werden. Die kriegen natürlich auch Bewährungsauflagen, so haben wir typischerweise keinen Arbeitsplatzwechsel ohne Zustimmung des Bewährungshelfers natürlich keine Strafs, keine anderen Straftaten mehr begehen.

Also auch ein Ladenliebstahl kann theoretisch dann zu einem Widerruf der Bewährung führen. also das sind alles Sachen die dann so überprüft werden. Das ist eine relativ engmaschige Überprüfung und wenn dann in fünf Jahren tatsächlich nichts passiert ist wird der Bewehrungshelfer eine positive Stellungnahme abgeben und dann wird die Restfreiheitstrafe erlassen.

Weißt du was wir heute machen? Nein, also tatsächlich sind sie nach fünfzehn Jahren entlassen worden. ich weiß noch das damals wohl in der Presse stand dass der Frau geraten worden ist, sich vielleicht mal anders zu orientieren. Die Kinder werden zu dieser Zeit ja schon erwachsen gewesen sein. Eher auch noch Kinder.

Und ich sage mal nach so einer Tat ist es glaube ich üblich dass die meisten Personen sich dann anders orientieren, auch vom Wohnort her weil man dann ja schon wenn auf der Haft entlassen wird, dann wieder nach Hengeln ankommt. Jeder ja weiß okay das ist der damals den Kumpel umgebracht hat zu besanken.

Wir haben ja jetzt bewusst keine Klarnamen benutzt auch um die verurteilten Täter zu schützen weil im deutschen Recht es ist so nach der abgesessenen Strafe ist man resozialisiert. Ist das korrekt so? Oder hätten wir jetzt einfach die Klarnamen nehmen können? Die Klarnaben sind natürlich hier in diesem Fall, in den damaligen Zeitungsartikeln teilweise genannt worden.

Das kann man ja auch teilweise noch recherchieren in irgendwelchen Archiven aber nach dreißig Jahren durchaus geantwortet sein, dass man da vielleicht die Klarnamen weglässt. In vielen Fällen ist es ja auch schon heute so das in der Zeitung maximal die Vornamen genannt werden und vielleicht der Anfang Buchstaben des Nachnamens zurück nochmal zu unserem Fall absolut kurios.

hast du sowas Kurioses schon mal mitgekriegt? also ich jetzt mal ganz ehrlich. also der Clown Einbrecher ein Fluchtfahrzeug und dann liegt eine Leiche drin Ist echt schräge. Ja, es gibt tatsächlich schon eine ganze Menge von kuriosen Sachen die man so als Staatsanwalt erlebt hat. aber hier in diesem Fall ist das ja tatsächlich so dass sich viele Besonderheiten, viele merkwürdige Zufälle so kumuliert haben und es wirklich total schräger Fall ist.

also wenn das als Tatort lief wir am nächsten Tag die Kritik naja schöner Film aber nicht sehr glaubhaft. Harnbüchne Story Stimmt, Harne brüchende Story. Was ist eigentlich aus den Einbrechern geworden? Also soweit ich mich erinnere ... Ich kann mich nicht erinnern, dass wir die jemals gefasst haben.

Aber für die muss das ja... aber die haben das da gar nicht mitgekriegt ne? Die haben wahrscheinlich gar nicht Mit gekriegt, dass sie die ganze Zeit in dem Teppich die Leiche rumgetransportiert haben. Ich könnte mir vorstellen wenn die das gemerkt hätten, hätten sich das vielleicht noch überlegt. Patabona Polizist findet bei der Durchsuchung eines sichergestellten VW-Bullis eine Leiche.

Der Bulli war das Fluchtfahrzeug für zwei Einweicher, die zuvor in einer Postfiliale eingestiegen waren. Mit den Toten hatten die Einbrecher allerdings nichts zu tun. Die Ehefrau des Opfers wollte ihren Mann loswerden. Ihr Geliebter nahm das Ganze in die Hand und erschoss dem Mann. dann half noch ein Kumpel bei der Beseitung der Leiche.

all drei wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. kam wegen guter Führung oder ja nach Reiflicher, wie nennt man das? Reifliche Begutachtung. Günstige Prognose! Günstige Proagnose. nach fünfzehn Jahren wieder frei. und das war es wir heute mit dem True Camp Podcast der Neuen Westfälischen Redaktion hatte Josephine Stein und erzählt hat uns diese doch kurios Geschichte der ehemaligen Oberstaatsanwalt Ralf Fetter.

vielen Dank Ralf. Ja danke Birgit. Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der NW Plus App in der Serie OVL Crime. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen und Kritik zu diesem Podcast Und natürlich über Wünsche welche Ost-Beswelle wir demnächst für euch besprechen sollen.

Schreibt uns eine E-Mail an podcastsatnw.DE. Mein Name ist Begitt Gottwald. Bis bald.

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