OstwestFälle - der True-Crime-Podcast der Neuen Westfälischen
Mord an Besar Nimani: Eine Hinrichtung in der Bielefelder Innenstadt
Donnerstag, 19. März 2026 · 43 min
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Shownotes
Es geht um Drohungen, Streit, Schläge und verletzte Ehre. Ein Freund sagte später: „So etwas endet erst, wenn einer unter der Erde liegt.“ Am Ende ist der Profi-Boxer tot.
Der 9. März 2024 ist ein warmer Frühlingstag. Gegen Abend flanieren die Menschen durch die Bielefelder Altstadt, als plötzlich zwei Männer ihre Pistolen zücken und losschießen. „Ich dachte, das wäre ein Terrorakt“, berichtet ein Augenzeuge. Das eigentliche Ziel ist jedoch der ehemalige Profi-Boxer Besar Nimani. 16 Schüsse später ist der Familienvater tot. Warum musste er sterben?
Ostwestfälle S4 | E27 (Teil 1) Der Mord an Besar Nimani: Eine öffentliche Hinrichtung in der Bielefelder Innenstadt
Gast: Jens Reichenbach
Redaktion: Verena Freiberg
Gestaltung: OWL Digital
Mehr zur Serie “OWL-Crime” findet ihr auf unserer Themenseite (nw.de/themen/nachrichten/owl-crime).
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Und in dem Moment, wo er hoch guckt sieht der zwei Männer mit Pistolen in der Hand und er sagt ich dachte in diesem Moment dass wir sterben. Er rennt also weg. seine Freundin aber das ist auch typisch für Schock-Situationen läuft nicht weg. Das ist die eine Möglichkeit wie Menschen auf sowas reagieren Die Andere es erstarren d.h.
sie bleibt stehen. Also kehrt er um möglichst schnell zu seiner Partnerin Lauf! Ganz leise. Er sagte, ich wollte auf keinen Fall dass die Täter irgendwie auf uns aufmerksam waren. wir müssen hier weg und dann rennen sie um ihr Leben Richtung Klosterplatz die Klasingstraße runter. Ostwestfälle der True Crime Podcast der Neuen Westphälischen.
Wir sprechen mit Opfern Zeugen Richterinnen und Richtern Und mit den Berichterstatterninnen und Berichtersstattern der NW Spannend nahe und made in OWL. Der neunte März im Jahr ist ein wunderschöner Frühlingstag. Viele genießen die erste Sonne draußen in den Cafés der Bielefelder Altstadt. Doch plötzlich fallen Schüsse, Menschen springen in Panik hinter Blumenkübel suchen Schutz in umliegenden Geschäften.
Als die Schüssee verhallen liegt ein Mann regungslos am Boden. Der ehemalige Boxer Besar Nimani stirbt noch am Tatort. Solche Szenen kennen wir normalerweise nur aus dem Fernsehen doch jetzt hat es Bielefeld getroffen. Warum? Darum geht es diesmal bei den Ostwestfällen. Mein Name ist Birgitt Gottwald und im Studio ist der Kollege Jens Reichenbach, hallo Jens!
Hallo Birgit! Jens, ihr von der NW berichtet normalerweise über solche Fälle aber in diesem Fall, im Fall Nimanie warst du sogar mittendrin und bist zum Glück unbeschadet rausgekommen. dazu aber später mehr. Fangen wir an mit dem neunten März, zwei tausend vierundzwanzig. Das ist ein lauer Frühlingstag.
Bessani Marni will zusammen Lieblingsfriseur in der Oberstrasse in der Bielefelde Altstadt. Er parkt so einen Wagen ganz in der Nähe und will den kurzen Weg zu Fuß zurücklegen. Und dann was passiert denn? Angeblich soll er noch gewarnt worden sein von seinem Beifahrer lieber im Auto zu bleiben hatte der die beiden Täter schon gesehen kannte der die ja.
Also wir müssen davon ausgehen, dass es ein sehr lange schwellenden Streit zwischen diesen beiden Parteien gegeben hat. Das heißt, es gab schon verschiedene Versuche sich aus dem Weg zu gehen. Es gab mehrere Warnungen und Drohungen untereinander. Welcher Art? Da kommen wir später zu. Tatsache ist plötzlich steht einer dieser Feinde sag ich mal mit denen Der junge Besamnimani übrigens damals noch befreundet war, also da muss irgendwas ganz furchtbar schiefgegangen sein.
In der Zwischenzeit steht vor ihm an diesem Auto. er will an diesem Tag von dem Friseur ein Freund abholen das heißt er will nicht selber zum Friseuren sich die Haare machen lassen sondern er holt ihn ab. Er will zu einer Trauerfeier. Das ist sozusagen zusätzlich noch pikant. Es geht um den erschossenen Memo, der in Brackwede erschossen wurde und an diesem Tag hätte er Geburtstag gehabt.
An diesem Tag wollten also sehr viele Leute die ihn kannten und ich sag mal die Boxer- und Fitness-Szene kannte ihnen man kannte sich vom Trainieren usw. Wollten auch zum Sennepfriedhof. Dieser Freund, der jetzt in dem Moment beim Friseur auf einer Oberstrasse ist, sagt da will ich gar nicht hin und BESA hat aber gesagt nein dann muss ich hier nicht, ich muss mich da sehen lassen kann auch da nicht weg bleiben.
Ich möchte dich gerne mitnehmen. Er hat noch einen Beifahrer dabei, ein weiterer Freund. die drei wollen uns zu dieser Beerdigung oder zu dieser Trauerfeier und er parkt deswegen direkt vorne an dem Laden. feine Räder also da wo man gar nicht parken darf. der will ja nur kurz rein und wieder raus und noch bevor er aussteigt sieht er plötzlich diesen Kontrahenten hüsse ihn Hüsse in A-Punkten nennt wir ihn Und der Beifacher sagt bleibt drin.
Das ist nicht gut. Der zeigt sich ihm kurz. sozusagen geht dann aber wieder weg. Wesanimani ist aber keiner der Gefahren irgendwie meidet oder so. Er sagt, ich stehe zu dem was ich mache und was ich tue. Ich bin furchtlos! Ich gehe da jetzt trotzdem hin. Lass mich in Ruhe. Er geht raus und kommt nie bei diesem Friseur an.
Was passiert ist dass von einem Kaffee, das in der Nähe ist diese beiden Männer einer davon Sys-CNA und seinem Komplize plötzlich auf ihn zugehen als er das Auto verlässt und das Feuer öffnen. Insgesamt sechzehn Schüsse fallen Und Besanimani wird quasi durchlöchert. Das ist eine öffentliche Hinrichtung.
Also muss man erst mal bringen? Ich habe in einem Wege lesen, der eine Täter hat geschossen bis das Magazin leer war. Zumindest musste er es wechseln, genau. Das heißt, er hat fünfzehn Schüsse abgegeben das lässt sich später im Gericht dann auch nachvollziehen und hat offensichtlich sehr stabil und sehr gängstermäßig so mit breiten Beinen und ausgestreckten Armen auf seinen Opfer gezielt.
Da war also kein Haardern oder irgendwie ein Zweifel sondern der wollte töten. Wie weit standen die auseinander? Das ist schwierig zu sagen. dieses Café wo die an den auf offensichtlich aufgelauert haben. Und dieser Friseur sind genau zwei Geschäfte voneinander entfernt. Besanimani kommt vom Auto, geht zu dem Friseurs.
Die beiden Täter gehen offenbar auf sie zu. Es dürften anfangs zehn, zwölf Meter gewesen sein aber sie gehen auch weiter auf ihn zu. also irgendwann ist es eine Kurzdistance. Das muss man erst mal bringen. Ein ganzes Magazin leer schießen aus nächster Nähe. Wesanimani wird von etlichen Kugeln getroffen, erleidet unter anderem mehrere Lungendurchschüsse.
Ein zufällig anwesender Arzt versucht zu helfen doch Nimani verblutet noch an Ort und Stelle. Die NW-Redaktion ist nicht weit vom Tatort entfernt. Wie habt ihr von der Schießerei erfahren? Und seid ihr dann direkt dahin? Also sowas lässt sich nicht geheimhalten also mitten in der Altstadt Zumindest am Rand der Altstadt.
Schüsse, Leute zu hunderten waren die draußen. Das war für den frühen März ein wirklich toller Tag. Es war warm, es war fast T-Shirtwetter... Später zwei Zeugin, die im Eiscafé saßen und sagten, wir waren vier Stunden lang. Da haben wir gesessen und geklönt. Das muss ein traumhafter Tag gewesen sein.
Entsprechend waren da wirklich viele Leute. Und ich saß an dem Abend im Kino mit meiner Familie und kriegte plötzlich zig Nachrichten. Auch meine Kollegen, die den Bereitschaftssienst hatten, waren relativ schnell über die Tat informiert. D.h., da gab es keine offiziellen Wege, sondern alle redeten drüber was kurios war während meine Kollegen vor Ort waren und sozusagen die Recherchenaufnahmen, da kriegt man ja vor Ort erstmal in der Regel wenig Information.
Die Polizei sagt, tut mir leid, hier ist ein Tatort! Wir ermitteln erst mal, wenden sie sich später an die Leitstelle oder so... Hatte ich im Kino schon erfahren wer der Tote ist? Also auch das hatte sich wie einen Lauffeuer herumgesprochen. Wir haben gerade schon drüber gesprochen. Der neunte März, April den Ausgesprochen schöner Frühlingstag.
es war warm Und denen haben dann viele draußen in den Cafés genossen. Man kann wirklich von Glück reden, dass da nicht mehr passiert ist. Da gibt es auch keinen Zweifel! Die Polizei hat zwar relativ schnell in der ersten Meldung gesagt für die übrige Bevölkerung bestand keine Gefahr damit ist aber nicht gemeint während der Schüsse Denn wir wissen inzwischen, dass Querschläger einmal gegenüber in die Wand vom Blockhaus eingeschlagen sind.
Aber auch Schüsse links in das Haus wo das Losteria drin ist und ein Zigarrenwarnladen ist. Das heißt, die Breite dieser Schüsso, wo die Projektile angekommen sind war enorm. Und da hätte jeder Unbeteiligte drin stehen können. Das alleine bedeutet also höchstige Fahr für jeden der an diesem Moment da waren?
Aber du sprichst ja auch an, dass die Menschen da waren. Und was mich da besonders beeindruckt hat war die Aussage eines dreidreißigjährigen Lehrers der quasi mit seiner schwangeren Freundin direkt vor den Täter stand. Da sind so Fahrradbügel auf der Seite dieses Friseurs beziehungsweise dieses Cafés und die wollten gerade ihr Fahrrad anschließen oder abschließen.
das weiß ich gar nicht mehr. also irgendwie stand sie in diesem Fahrradständer Und gucken natürlich nach unten und hören zwei Knallgeräusche. Und denken, ah irgendwie das ist ja laut! Wer macht denn hier in der Altstadt Spaß mit Böllern? Und in dem Moment wo er hoch guckt sieht er zwei Männer mit Pistolen in der Hand.
Und denkt sofort Amokteter. jetzt ist es vorbei... ...und er sagt ich dachte in diesem Moment dass wir sterben. Das heißt, er hat überhaupt nicht wahrnehmen können, dass da irgendwie eine gezielte Hinrichtung für eine Person die ihr nicht kennt stattfindet. Er dachte, da schießt einer um sich und will möglichst viele Menschen töten.
Er rennt also weg hinter das Auto von Besanimani was ja als nächstes sozusagen quasi im Weg steht. seine Freundin aber – das ist auch typisch für Schock-Situationen läuft nicht weg, das ist die eine Möglichkeit wie Menschen auf sowas reagieren. Die andere ist erstarrend, d.h., sie bleibt stehen. Also kehrt er um?
möglichst schnell zu seiner Partnerin und sagt, Lauf! Lauf ganz leise. Er sagte er, ich wollte auf keinen Fall dass die Täter irgendwie auf uns aufmerksam haben. wir müssen hier weg und dann rennen die um ihr Leben Richtung Klosterplatz die Klasingstraße runter. Das allein zeigt ja was da passiert ist Und es gab mehrere andere Zeugen die in der Nähe waren Die etwas gesehen haben.
Ich komme später noch mal zu denen die im Friseur waren. In dem Friseurgeschäft waren auch die Haben Dinge gesehen die man in Bielefeld sich nicht vorstellen konnte. Gänsehaut, wie du das beschreibst. Das müssen ja wirklich unglaubliche Szenen gewesen sein. und dass mitten in der Altstadt im Bielefeller Wohnzimmer...
So nehmen wir es manchmal genau! Doch wie hat es da überhaupt zu kommen können? Lass uns jetzt erstmal einmal über die Vorgeschichte sprechen. Und ja, die könnte auch aus einem schlechten Krimi stammen, könnte man sagen Das Blöde ist, bei einem Krimi ist meistens die Vorgeschichte klar. Die wird irgendwie dargestellt.
In dieser Geschichte gibt es verschiedene Versionen einer Vorgeschicht und man muss sagen am Ende war nicht gut zu klären was eigentlich der Auslöser für die Tat am neunten März im Jahr zwei tausend vierundzwanzig war. Aber, und darüber waren sich alle beteiligten einig. Es begann in den Jahr zwanzig.
Besanimani hatte damals an der Heperstraße einen Kiosk. Der Bruder des Täters war sein Companion. Er war sozusagen in diesem Kioskk auch mit tätig. Die haben das gemeinsam geführt. Und in diesem kiosk gab es offensichtlich Streit. Einmal mit dem alten Freund Hüseyin A und später dann auch mit Aiman Davut Kiri, das ist der zweite Täter.
Der bis heute als tatverdächtig gilt aber nicht gefasst wurde. Er wird also mit internationalem Haftbefehl gesucht, er ist aber bis heute untergetaucht. Bei Hüseyin Apunkt wissen wir, der ist als rechtskräftig verurteilter Mörder für die Tat sozusagen verantwortlich gemacht worden. Bei dem anderen reden wir von einem Tatverdächtigen, der aber dringend tatverdäftig gesucht wird und heute im Irak vermutet wird.
Aber gut, dazu später mehr! Diese beiden kommen also irgendwie in Streit mit Besanimani in diesem Kiosk. Es gibt eine Prügelei Und Besanimanis hatte ich ja schon gesagt er steht zudem was er sagt Der ist durch seine, sag ich mal sportliche Erfahrungen, der ist Profiboxer gewesen. Er hat europäische Titel gewonnen, der hat in seiner besten Zeit zahlreiche Boxkämpfe gewonnen war wirklich angesehen.
Sportlichkeit angeht, schon ein kleiner Promi in der Stadt. Der hat sich bei diesem Streit auch mit Fäusten gewährt. Sein Bruder sagte später er ist ein Hitzkopf aber er ist einer mit Überzeugung und er hat wahrscheinlich die beiden auch geschlagen. Das war im Kiosk. Im oder vorm Kiosker? Es gibt da mehrere Punkte.
Einmal ist dieser Bruder entscheidend, der ist quasi sein Freund mit dem er diesen Kiosks betreibt. Der soll mal verprügelt worden sein und die beiden Täter bzw. der Tatverdichte sollen ihm vorgeworfen haben warum hast du ihn damals nicht geholfen als das passiert ist? Da hat er gesagt, da ging es um Dinge, die mich nichts angehen habe ich mich nicht drum gekümmert.
Das andere ist diese beiden Tätersäulen von Besanimani das ist eine Geschichte von seinem Bruder von Berat Nimani sollen ihm aufgefordert haben, dass man in seinem Kiosk Drogen verkaufen kann. Die beiden waren wohl mit Drogen unterwegs – das hört man immer wieder! Bewiesen ist da nichts und Besanimani als Sportler hat gesagt, das lehne ich ab.
Darüber könnte es auch diesen Streit gegeben haben. Also was es am Ende war, ist gar nicht klar aber wir berätten von Am fünftzehnten September, ein Mann David Kirid soll in diesen Kiosk gekommen sein. Bis an Imani nicht angetroffen, aber nach ihm gefragt und eine Schusswaffe gezeigt haben. Das Bedrohungspotenzial war damals schon enorm.
Ob das aufgrund dieser ... körperlichen Angriffe gewesen ist, weil man sich irgendwie in der Ehre verletzt gefühlt hat oder weil man eben doch noch mal irgendwelche Drogengeschäfte durchsetzen wollte. Das ist nie klar geworden aber es gibt tatsächlich eine Anzeige von damals. am fünften September soll das gewesen sein.
Es gab sogar einen Zeugenvernehmung der Polizei. da zeigte sich Besanimani gar nicht mehr so interessiert an der Aufklärung. also das heißt er muss eher ein Zurückzieher gemacht haben. warum auch immer? wegen Bedrohungen vielleicht auch weil er gesagt hat so wichtig war's am Ende. ich hoffe dass legt sich wie und so weiter.
Das heißt, die Polizei stellt das am Ende irgendwie ein und merkt, da ist nichts rauszukriegen, wenn selbst der Hauptzeuge dann nicht weitermacht.". Aber Besant Nimani soll sich ja auch verfolgt gefühlt haben oder auf jeden Fall soll er überwacht worden sein? Genau! Und das ist jetzt sozusagen das was dann offenbar zwischen.
Es muss sich aufgeschaukelt haben. Es muss weitere Gründe gegeben haben für diesen Streit, den aber wirklich keiner so richtig mehr erklären konnte. Es gab später im Gericht einen Freund der mit beiden Seiten befreundet war, der sagt ich habe versucht zu vermitteln. Ich habe sogar mit den Vätern dieser beiden Familien gesprochen und selbst er sagte ich wusste ich konnte es nicht rausfinden was eigentlich diese Geschichte weiter ausgelöst hat.
Die Schwester von Besanimani hat gesagt wir haben hier einfach eine Ehrverletzung Ego-Problem. Und die Befürchtung, dass am Ende so eine Ehrverletzung und so kann ich nicht... Wie gucken denn die anderen jetzt auf mich? Also so ein falsch verstandene Ehrvorstellung. Da am Ende einer der Hauptgründe für diese Tat waren ist leider groß aber richtig aufklären ließ es nicht.
Aber du hast gerade dran gesprochen hat sich verfolgt gefühlt. das ist tatsächlich hat er an seinem Fahrzeug einen GPS-Gerät gefunden. also Besan Imani entdeckt ein an den Wagen geklebtes Gerät was sozusagen über Prüfungen seines Fahrzeugs ermöglicht. Das macht man da ja nicht zum Spaß dran! Im Februar hat er sogar Anzeige deswegen gestellt wegen Nachstellung, also er glaubt dass der Leute eine Art von Stalking betreiben um ihm irgendwie Angst zu machen.
Nachstellung ist sozusagen der juristische Begriff für Stalkings. Da kommt es tatsächlich auch zu einer Einladung zur Vernehmigung des Zeugen Nimani... Der erscheint dann aber nicht ... dann sagt die Familie in Imani, stimmt gar nicht. Es gab schon viel früher die Anzeige und erst als der Anwalt sich gemeldet hätte von Imani... Hätte es überhaupt zu einem Termin kommen können?
Auch da sind die Geschichten sehr unterschiedlich. Tatsache ist, der Vorwurf war in der Luft aber so richtig was tun konnte die Polizei nicht. Und das ist ein Dilemma, was die Polizei ja immer hat. Wir reden zum Beispiel von Nachstellung oder von häuslicher Gewalt wo die Drohungen zwar im Raum sind, aber strafrechtlich darüber hinaus noch nichts passiert ist.
Die können ja nicht in Schutzhaft nehmen, die können ihn ja nicht irgendwie vierundzwanzig Stunden überwachen. Das heißt, die Polizei hat wohl mitgeteilt und so richtig passiert ist ja noch nichts. Das hat die Familie in Imani natürlich sehr in Aufregung versetzt. Der zweite Termin zu dieser Vernehmung, der wäre kurz nach dem Tod von Imani gewesen.
Das heißt also dann hätte es vielleicht doch noch eine Vernehnung und doch noch Ermittlungen gegeben. aber das war danach der Tat. Bishanimani ist, ist ein dreißig Jahre alt geworden. Der hatte Kinder? Ist das richtig? Drei Kinder ja. Lebt er aber getrennt von seiner Frau? Nein. Die waren zusammen? Ja, ganz normal, eine ganz normale fünfköpfige Familie, die Ehefrau war auch Nebenklägerin später in dem Verfahren und ... lebten, sag ich mal in ihrem Familienumfeld ein ganz klassisches Familienleben.
Es gab viele Gerüchte darüber was der Familienvater wohl möglicherweise beruflich getan hat und über seinem Kiosk betreiben hinaus. den kiosk hat er übrigens dann relativ bald wieder veräußert hat sozusagen den Vertrag wieder aufgelöst und hat ihn los gelassen offensichtlich weil er merkte dieser Stress der da drum herum passiert ist nicht zu verhindern.
Die Täter sind weiterhin auf der Flucht, als Nimanie am vierzehnten März hierzu beerdigt wird. Und diese Beerdigung wie auch die Tat hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Es kam ja unzählige Menschen Wir reden von ungefähr tausend Trauergästen. Das kann man wohl sagen, das ganze fand am Sennefriedhof statt und das war schon beeindruckend.
Dazu muss man sagen die Boxerszene ist natürlich eine sehr kleine aber sehr weit verbreitet. Also geboxt wird im ganzen Land und jeder kannte Besanimani und es kamen natürlich auch unheimlich viele aus der Gruppe der kosovarischen Community. Besanimanis Kosovoalbana kam mit dem Alter von zwölf Jahren erst nach Bielefeld hat mit drei Zehn angefangen zu boxen.
Das heißt, er ist seit seiner Jugend in Bielefeld verwurzelt, trainiert seitdem auch Sport, Fitness, Boxen und so weiter. Und entsprechend groß war das Netzwerk, dass sozusagen mit ihm in irgendeiner Art und Weise verbandelt war. Auch der spätere Boxweltmeister Marco Huck war einer seiner besten Freunde, der dann tatsächlich auch einer der Sagträger bei dieser Traumfeier war.
Jens Wendt, dessen laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren und lange ist nicht klar. Ja warum das Ganze überhaupt passiert ist? Die Gerüchteküche brodelt! Da ist von Schutzgeld die Rede, von Drogengeschäften ja sogar über Rocker- und Klarnilieu Kriminalität...ja was ist es denn letztendlich wirklich gewesen?
Also gerüchtet gab es tatsächlich viele. Aber wie du vorhin schon sagst nix genaues weiß man nicht. Ja, also das ist so. Nichtsdestotrotz haben wir hier eine Szene die offensichtlich mit Waffen keine Probleme hat. Ich habe es noch nicht erwähnt aber Besanimani hatte ebenfalls ein Strafverfahren anhängig.
er hatte Anfang' XXIII versucht fünf Schreckschusswaffen, die nachträglich durchs Aufbohren zu scharfen Waffen umgebaut worden waren. Nach Deutschland zu bringen und dabei ist er erwischt worden an der österreichisch-deutschen Grenze. Die Polizei hat den Wagen aufgehalten und hat diese Waffen beschlagnahmt und neun Tage nach der Tat wäre es da zu dem Verfahren gekommen.
Er hatte damals gesagt, er hat sich die Waffen versorgt um seine Familie zu schützen Und das ist genau die Geschichte, die ich ja eben schon angedeutet habe von den Sicherheitsbehörden Hilfe zu holen und war aber nicht gehört worden oder aus seiner Sicht zumindest nicht ausreichend geschützt gewesen.
Und hat gesagt, da muss ich das eben selber tun.". Und ... Ach so, Entschuldigung! Das ist übrigens falsch neun Tage vor seinem Tod. Ist dann die Anklage wegen des Waffenschmuggels eroben worden? Also, dass Verfahren hätte nachher passieren sollen. Aber danach hatte sich es erledigt, der war ja nun gestorben.
Naja, was das Motiv angeht. Tappen die ja sehr lange im Dunkeln und eigentlich bis zum Urteil später im Gericht wird am Ende gesagt, es passiert, es dreht sich um den Kiosk. aber es wäre ja lebensfremd zu sagen dass diese Auseinandersetzung von twenty-einen zwanzig plötzlich zwei tausend vierundzwanzig so ein Problem geworden ist.
warum hat's dann drei Jahre vorher nichts gegeben? also irgendwas muss hier dazukommen sein. in da wollte oder konnte keiner drüber reden. schräge. ok Jens, es hat zwei Täter gegeben. Einer wird schließlich gefasst? Wo und wie? Genau! Das ist das Interessante, weil die Täter wurden direkt bei der Tat erkannt.
D.h., sie hatten keine Maske auf, haben sich nicht geschützt. Die haben sich auf offener Straße hingestellt und geschossen... Und die beiden Brüder, die in dem friehe Friseurgeschäft waren, kennen die beiden, weil sie befreundet sind.. d.h. die konnten der Polizei sofort sagen, dass war ein Hüssein-A-Punkt und einmal ein Kirit.
Entsprechend wird natürlich sofort nach ihnen gesucht. Die Wohnungen von der Familie, von Angehörigen werden durchsucht. Es gibt relativ schnell SEK-Einsätze aber da sind die beiden längst über die Berge. was allerdings passiert? wenige Tage nach der Tat werden die Fotos von den Beiden veröffentlicht.
das heißt also alle wissen nach diesen beiden Männern wird gesucht Bielefelder eines irakischer Herkunft anderes Deutsch Türke. Beide sind aber bekannt, auch polizeilich bekannt. Und es dauert doch noch bis zum fünftzehnten Juli – wie gesagt die Tat war am Anfang März – bis zum Fünfzehnten Juli, bis Hüsee-NA Punkt in Brüssel von Fahnungskräften der belgischen Polizei in Zusammenarbeit mit Zielfahrendern, der der Polizei einen NRW festgenommen werden kann.
Dort soll Hüse-NA Verwandtschaft gehabt haben. Die Familie Nimani hat sehr früh gesagt Der kann eigentlich nur in Belgien sein. Diesen Verdacht haben sie auch schon sehr früh in die Richtung gegeben und sagten, warum hat die Polizei nichts getan? Und der Leiter der damaligen Mordkommission Ober benannt nach der Obernstraße, der hat gesagt... Ja, wir haben diese Hinweise von der Familie Nimani gehabt.
Aber wir haben natürlich auch eigene Ermittlungsmöglichkeiten. Wir wussten das der in Brüssel ist. Wir mussten nur halt dann gucken, dass wir ihn auch finden und zugreifen. Und das hat geklappt! Und CNA wurde dann wenig später an die deutsche Justiz übergeben. Jens, stimmt es, dass Nimani einen Tag vor der Tat einer beiden Täter in der Stadt getroffen hat?
Wen hat er da getroffen? Weil da soll's schon Stress gegeben haben... So ähnlich, also das berichtet besagter Zeuge der auch gleichzeitig Freund von beiden Seiten war. Der begleitete Reza Nimani an diesem Tag. die gingen durch die Stadt ging irgendwie von der von der Altstadt von dem Friseurgeschäft wahrscheinlich Richtung Richtung Park der Menschenrechte also nach in die Neustadt rüber und er sagte vor Gericht später aus dass er auf diesen Weg dorthin auf einmal Kirit traf und einmal Kirt da.
das wusste auch dieser zeuge. Das ist jetzt hier Streit. Die beiden mögen sich nicht sie haben sich bedroht. Er sagte, ich bin extra schon zwischen die beiden gegangen. Also der hat niemanden links gelassen und der andere kam rechts vorbei Und sie haben sich wohl durch Gesten schon so ein bisschen provoziert gegenseitig.
und dann soll einem ein Kirit nur gezischt haben. du wirst sehen Was auch immer. also das ist das ist so von wegen wieder so einen Männer gehabt. wir zeigen hier dass du nicht ohne Angst sein kannst aber es war keine klare Morddrohungen oder sowas, sondern da war irgendwas drin. Er selbst besagter Freund wurde aus dem Umfeld dieser Familie sogar schon gewarnt, geh nicht so viel mit Besanimani herum das kann für dich auch gefährlich werden.
also da war es schon eine Bedrohungs-Szenerie und er sagte dann im Gericht so etwas hat es leider erst ein Ende wenn einer unter der Erde liegt und das sagt er natürlich nachträglich nicht vorher aber zeigt was für ne Gewaltbereitschaft da in der Luft lag. Wir haben ja gerade drüber gesprochen, beide hatten irgendwie mit Waffen zu tun und das zeigt sich auch später.
Das heißt es gab dieses Zusammentreffen aber es gab keinerlei Anzeichen dass das am nächsten Tag explodieren hatte. Hüseyin A. wird nach seiner Festnahme in Brüssel, nach Bielefeld ausgeliefert und muss sich ab dem einunddreißigsten Januar zweitausendfünfundzwanzig wegen Mordes vor Gericht verantworten.
was weißt du über diesen Mann? Ja also sein Lebenslauf hört sich eigentlich recht milde an. er ist das zweitälteste Kind von fünf Kindern einer Familie die erst in Gütersloh lebt. Ende der Neunziger zieht die Familie nach Bielefeld, der Vater ist Gastronom. Er macht erst den Hauptschulabschluss, holt dann aber dem Fach-Oberschulreife nach und sogar das Fachabitur.
mit dreiundzwanzig beginnt er ein Architekturstudium als er dann zur Tat gesucht wird, ist da dreinunddreißig. also das ist zehn Jahre vorher. Er finanziert sein Studium über BAföG und Nebenjobs unter anderem in einem Architekurbüro. Also es hört sich alles nicht nach einer mega kriminellen Geschichte an.
Das hört sich nicht danach an dass das einer ist, der jemanden einfach so erschießt? Genau! Aber es gibt Phasen wo er sein Studium sehr schleifen lassen muss, das ist einmal für die Jobs aber auch glaube ich für die Pflege. Ich weiß es nicht was die Mutter also irgendwie war ja auch familiär dann plötzlich eingebunden und musste sozusagen zurücktreten beruflich.
Aber tatsächlich hört sich erst mal unproblematisch an. Aber dann taucht unter anderem ein Video auf wo er Schussübung macht an einem Schießstand. Ist das richtig? Das war tatsächlich dann Teil der Beweisaufnahme im Gerichtsverfahren, er hat wohl seiner Frau von diesem Schießstand-Übungen ein Video geschickt.
Es zeigt also, er übte irgendwie mit Waffen zu umzugehen. Und das war offensichtlich nicht unüblich denn er war schon wegen unerlaubten Waffenbesitzes. Er hatte wohl eine scharfe halbautomatische Pistole inklusive Munition verurteilt worden. Das ist im Oktober zweiundzwanzig. Kriegte er eine Bewährungsstrafe über sechs Monate Haft Und ist dagegen vorgegangen, weil er es offenbar ungerecht fand.
Ist aber auch in zweiter Instanz dann im August XXIII bestätigt worden. Das heißt also die juristische Sachlage war eindeutig. Er hatte diese Waffe bei sich und durfte sie nicht führen. das heißt der Umgang mit Waffen war ihm durchaus bekannt. Dass er das übte zeigt aber vielleicht auch dass er es nicht so wahnsinnig gut konnte.
ich meine Ich habe keine Ahnung was man mit so einer Schusswaffe üben muss Aber offensichtlich ist es kein Selbstverständnis Jens, kommen wir jetzt auf die Tatwaffe oder eine der Tatwaffen zu sprechen. Das ist ne etwas skurrile Geschichte, die ist erst mal verschwunden und taucht dann auf. Und zwar im Zusammenhang mit den Schüssen vor dem Biele-Federlandgericht in Februar, twenty-fünfundzwanzig.
Da haben wir beide unter anderem eine Ostwestfälle Folge zu gemacht. Du warst damals Augenzeuge? Warst mitten drin im Geschehen? Jens kannst du uns ganz kurz einmal eine kleine Zusammenfassung geben, was da passiert ist? Der dritte Prozesttag war gerade vorüber. Es ging um gegen Hüßchen A. Genau! Gegen den wegen Mordes angeklagten Bielefelder.
Wir alle saßen in diesem Saal. Die Nebenkleger muss man dazu sagen. das war unter anderem der Bruder Berat Nimani Das waren die Eltern, die nicht anwesend waren. Das waren sie sechs Schwestern von Besar Nimani und die Witwe von Wesanimani, die auch zu den Nebenklegern gehörte. Die saßen alle in dem Saal.
In dem Saalsaas aber auch Angehörige von Hysinah unter anderem der Vater, Freunde und ein Bruder. Und die hatten einen, sag ich mal ... recht anstrengenden Tag hinter sich. Es ging um Zeugenaussagen von diesem neunten März, da. diese beiden Frauen zum Beispiel wurden lange befragt die im Eiskaffee so lange gesessen hatten und die hatten beobachtet dass zwei Männer über Stunden an einem Städtisch daßen und immer wieder recht hektisch hin und her guckten.
Und die eine von den Beiden als sie sagten jetzt wird es langsam kalt. lass uns mal reingehen ins eiskaffe und weiter klönen. Die hatte gesagt ich glaube hier knallts bald. Diese Aussage ist ja dann sozusagen von der Realität fast überholt worden wenig später. Da hat es wirklich geknallt, ich weiß nicht ob sie den Satz so meinte wie sie ihn gesagt hat aber es zeigte sie hat da einen Verdacht gehegt im Verhalten dieser beiden Männer An diesem Verhandlungstag, wo das sehr lange dauerte, diese Befragungen sind immer sehr detailreich.
Jede Aussage wird nochmal umgedreht und dann kommt der Verteidiger und sagt war es nicht vielleicht doch anders? Und da waren noch eine dritte Person dabei. War das jetzt der Kellner, der irgendwie Getränke gebracht hat oder ein Kompliz? Das musste alles geklärt werden. Es war wirklich lang! Und ich weiß, dass Berat Nimani, der Bruder des Getöteten später auch in einer Verhandlungspause sagt, es ist so anstrengend und ich ertrage's nicht mehr.
Der lächelt mich so an! Also er hat irgendwie sich provoziert gefühlt von dem Angeklagten und möglicherweise auch von den Angehörigen des Ange klagten... ...und ging früher aus dem Saal. Das heißt, die Verhandlung war noch nicht vorbei. Aber er verließ das Ganze und ... Ja klar, wenn der sagt ich ertrags nicht mehr.
Der Nebenkläger muss da nicht sitzen. Der Einzige, der sitzen bleiben muss ist der Angeklagte. Und Juristen bleiben sitzen aber wenn denen das zu viel ist können sie fernbleiben. Er ging also auch eine Schwester gingen Und was dann nach der Verhandlung passierte, sind diese besagten Schüsse. Die Angehörigen von Hübschen A verlassen das Landgericht nach vorne raus über die große Kreuzung an einer Deadmolderecke Niederwahl, gehen die Kreuzstraße runter zu ihrem Auto und dort fallen Widerschüsse.
Es ist das zweite Mal dass in der Bielefelder Innenstadt Schüssofallen. Wie wir ja schon berichtet haben, ist Berat Nimani der mutmaßliche Schütze. Der dann später auch deswegen verurteilt wird und eine seiner Schwestern wird später angeklagt wegen einer zweiten Seife von Schüssen Und es gibt später noch mal ein Prozess gegen die Geschwister Nimani.
Da werden wir in unserer nächsten Folge aus des Fälle darauf eingeben. zurück zum Prozess um den Mord An Bézarnimani? Ja, du hattest ja nach der Waffe gefragt. Untergefundenen Waffe! Genau. Wo ist die denn gefunden worden? Das ist ja das was dann auch später in beiden Prozessen von großem Belang war.
Die Tatwaffe vom neunten März also mit der auf Béznimani geschossen wurde lag In dem Mietwagen des Bruders Von Hüsschen A. Das heißt Hüßchen A Der später rechtskräftig verurteilte Mörder Und Besanimani hat mutmaßlich mit dieser Waffe auch Besanimanie geschossen und sie nicht verschwinden lassen. Sie ist in der Familie geblieben, der Bruder hat im Februar-Zugriff darauf auf ein Aktiv in einem Mietwagen.
Die kann ja nicht vergessen worden sein, dass man ein Mietfahrzeug legt sie da rein ist irgendwo zwischen dem Kofferraum und einem anderen Versteck unten drunter findet später die Polizei diese Waffe. das heißt also nach den Schüssen an der Kreuzstraße werden alle Autos die dastehen und natürlich vor allem das Auto der Familie A-Punkt aufs sauberste kontrolliert.
und da finden Sie die Waffe eine Glock neunzehn. und später stellt sich heraus Waffe ist mit größter Wahrscheinlichkeit eine von den beiden Tatwaffen vom neunten März. Das muss man erklären, eine Waffenexpertin vom Bundeskriminalamt hat diese Waffe genommen und beschossen wie das heißt. Das heißt die machen Übungsschüsse Und es gibt zwei Dinge, die an einer Patronenhöse so eine Art Fingerabdruck einer Waffe hinterlassen.
Das ist einmal die Auszieherkralle. Die Ausziehrkralle ist sozusagen das Teil was die Munition, die Patrone aus der Magazin hochhebt in den Schusskanal. Diese Kralle kann Kratzer an der Seite auslösen und Der Schlagbolzen. Das ist der, der hinten auf die Patrone drauf schlägt wenn man abdrückt und sozusagen die Treibladung auslöst damit die Munition das Projektil vorne raus schießt.
Diese beiden Dinge hinterlassen Spuren an der Patronenhöse und diese sind so individuell wie ein Fingerabdruck sagt man. Und es wurde ja ein Projektil gefunden, dass es das Projektiel dass mit allen anderen Projektilen keine Übereinstimmung hatte, weil es einen anderen Fingerabdruck hatte. Und diese Glockenau in Zehn hatte genau dieser Fingerabdrückmerkmale wie dieses Projektil eins fünf sieben.
Aber aus dieser Waffe wurde nur ein Schuss abgegeben? Das ist auch ein Ergebnis in dem, sag ich mal, Verfahren gegen Hüseyen Ahr. Es wurden sechzehn Schüsse abgegeben es wurden zahlreiche Patronenhösen und Projektilteile und Projektiele und alles möglich analysiert Und die BKA-Expertin kam zu dem Ergebnis fünfzehnt Schüss aus einer anderen Waffe Ein Schuss aus dieser Glock Neunzehn von Hüsyen Aars Familie.
War dieser Schuss tödlich? nicht zu klären gewesen. Tatsache ist, der Schuss muss getroffen haben weil bei dem Wiederbelebungsversuchen der Ersthelfer hatte einer dieses Projektil eins Punkt fünf sieben aus der Jacke fallen sehen und dann später der Polizei überreicht. das heißt also er hatte offensichtlich den Körper durchschlagen war relativ gut erhalten das heißt er musste nicht gegen harte Gegenstände wie Bodenbeton oder Knochen gekommen sein Betroffen haben.
Ja, tödlich von diesen vielen Schüssen war tatsächlich nur soforttödlich war nur einer. Der hatte Herz, Lunge und Leber in einem seitlichen Durchschuss durchschlagen Und da sagte der Gerichtsmediziner später damit war sozusagen keine rettung mehr möglich. der verblutete innerhalb kürzester zeit. alle anderen treffer sieben waren ja durchschüsse hätten mit sofortiger notärztlicher Hilfe noch Sozusagen ausgereicht umsatzleben zu retten.
aber dieser eine schuss da war sozusagen. das war mit dem leben von Besanimani nicht mehr vereinbar. Wenn ich das so höre, ist mir auch ziemlich klar jetzt, weshalb der Prozess gegen Hysin A unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen stattgefunden hat. kannst du uns die einmal beschreiben und dann lass uns mal zum Urteil kommen?
also wie sahen die Sicherheits-Maßnahmen aus? Die Sicherheitsmaßnahmen waren erst mal hoch, muss man sagen. Also das war so die üblichen Dinge. keiner der diesen Saal betrat kam ohne eine Durchsuchung rein. Man muss da durch Metalldetektoren durchgehen, die Taschen werden durchsucht und dann Ausweis abgeben.
Man darf keine Flaschen mit reinnehmen also alles muss man abgeben. Das war schon hoch nach den Schüssen deutlich höher. Man hat also festgestellt, wir müssen auch das Umfeld des Gerichts schützen und plötzlich standen überall Polizisten mit Maschinenpistolen.". Also diese Schüsse am twenty- sechsten Februar haben noch mal einiges in der Stadt ausgelöst und die Polizei hat darauf reagiert.
Die hat nicht nur ihn... Normalerweise ist es bei einem normalen Strafverfahren erst mal die Justizwachsmeisterei zuständig. Bei solchen Verfahren, wo man möglicherweise mit Gewalt rechnet wird auch die Polizei hinzugezogen. dann sind sowohl Justiz als auch Polizei vor Ort Und da hat man jetzt sozusagen noch mal eine Schippe draufgeladen und hat gesagt, jetzt machen wir aber auch das Umfeld des Gerichts sicher.
Seitdem stand bei jedem Verhandlungstag das ganze Gebäude umstellt von Polizei. Ich kann mich dran erinnern, dass es so aus wie ein Hoch-Sicherheitstrakt. Ja! Das war schon sehr bedrohlich auch. Ich sage mal direkt nach der zweiten Tat war das auch ein Stück weit Beruhigung. Aber wenn man an einem Tag nicht daran dachte und man kamen dran vorbei, dachte man oh Gott was ist denn hier passiert?
Tatsächlich war das alles zum Schutz des Prozesses und der Prozessbeteiligten Aber letztendlich hat es wie gesagt an diesem einen Tag leider nicht gereicht. Jens, gut ein Ja. nach den tödlichen Schüssen in der Bieleferde Altstadt fällt am achten April zwanzigfünfundzwanzig das Urteil. Wie lautet es? Hüsschen A wird, obwohl seine Verteidiger der Meinung sind.
Der Anteil ihres Mandanten sei ja gar nicht so groß gewesen und es war nur ein Schuss zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen heimtückischen Mordes verurteilt. Das heißt Es gab keine Zweifel daran dass Besanimani arg und wehrlos in diese Situation geraten ist. Der Richter Sven Helge Kleine hatte damals gesagt Er hatte den Täter ja gesehen, er hat ihn sogar noch mit so einer ... Er hatte telefoniert.
Da hatte sein Handy in der Hand und hatte dem noch eine wegwerfende Handbewegung gemacht. So von wegen lass mich in Ruhe ich telefoniere hier gerade.". Der sagte, so verhält sich niemand, der einen Angriff auf sich oder sogar auf seinen Leben erwartet. Und deswegen war für die Kammer sozusagen das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.
Der hatte damit einfach nicht gerechnet bei allen vorgeschichtlichen Drohungen, die es offenbar gegeben haben soll. Das fand ich auch interessant. Es macht keinen Unterschied, ob man fünfzehnmal oder einmal auf jemanden schießt, wer auf eine Person schießs, der geht davon aus dass das tödlich ist. Also das heißt die Bewertung der Häufigkeit der Schüsse ist irrelevant für das Urteil wegen Mordes.
Wie waren die Reaktionen im Gerichtssaal? Der Täter, das ist ja interessant, der Mörder von Bisani Mani war die ganze Zeit eigentlich sehr ruhig Prozess auftackt in den Saal, hat ein Hemd an, legte locker sein Sacco auf den Stuhl. Klopfte immer wenn er reinkam erstmal auf den Tisch. das war so seine Begrüßung.
Also da war keine... es gibt ja Angeklagte die mal sehr schüchtern sind oder vielleicht auch gegrämt von der Zeit in der Haft. eher tat glaube ich alles dafür um Stärke zu zeigen und ging auch sofort ins Gespräch mit seinem Mandanten über hatte man sehr geraden Blick guckte auch allen direkt ins Auge dem Bruder von Besanimani möglicherweise so zu schaffen machte und er hat auch bei der Urteilsverkündung erst mal ungerührt gewirkt, aber das ist mir zweimal aufgefallen.
Wenn er emotional aufgehöhlt war dann blickte er oben an die Decke. es ist einmal passiert als bei den Plädoyers einer der Nebenklage-Vertreter gesagt hat Es ist ja auch mit den Eltern gesprochen worden, es gab Verhandlungen. Es gab Versuche diesen Streit beizulegen mit den sogenannten Familienoberhäuptern und nun war er seinen Vater fast gestorben, lag tagelang im Koma.
Und da kam genau dieser Blick nach oben. Ich glaube, da hat er eine seiner wenigen emotionalen Momente gezeigt und das passierte auch bei der Urteilsverkündung. Da guckte er mehrfach oben an die Decke, wusste offensichtlich gerade nicht hin wohin. mit seinen Emotionen wollte sie aber nicht zeigen wusste Reaktion.
Die Familie Nimani, sowohl die Eltern als auch die Angehörigen da waren ja auch die Schwestern dabei, die zeigten sich zufrieden. das war das erhoffte höchstmögliche Urteil. mehr als lebenslang kann man nicht erwarten. der Bruder hatte damals bei der Anklagerhebung gesagt das hilft mir aber auch nichts weiter das bringt mit meinem brudern nicht wieder.
das heißt also einerseits mag Ein Stück Gerechtigkeit da sein, dass man sagt das ist das höchstmögliche Urteil. Andererseits ist der Familie natürlich auch klar, dass kein Ersatz sein kann für den Bruder, der auf diese Art gewaltsamte Tode gekommen ist. Aber so sind unsere Gesetze? Ja klar! So sind unsere.
Die Rechtsanwälte von der Familie Nimani haben auch nochmal die besondere Bedeutung hervorgehoben, was eine so eine Hinrichtungen mitten in der Altstadt auch bedeutet und haben gesagt das war wirklich eine Straftat wie wir sie im Bielefeld noch nicht hatten. In aller Öffentlichkeit mit Zeugen nebeneinander und sie zeigten aber angesichts der Schüsse wenig später doch große Zweifel ob die Feder nun damit beendet sein könnte.
Hyschen A wird also wegen heimtückischen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Seit Ende Januar, zwanzig ist das Urteil auch rechtskräftig. Wie wir gerade gehört haben fand der Prozess damals unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Doch auch die konnten einen Vergeltungsschlag nicht verhindern, denn es fallen wieder Schüsse in der Bielefelder Innenstadt.
Dabei werden Angehörige und Freunde von Hösien-Ahr teilweise lebensgefährlich verletzt. Die Täter – zwei Geschwister des getöteten Boxers Bessa Nimani stellen sich wenig später und werden angeklagt. Mehr dazu hören wir in der kommenden Ostwestfällefolge. Das war's für heute mit dem True Camp Podcast der neuen westfälischen Redaktion hatte Verina Freiberg Zu Gast war der NW-Redaktor Jens Reichenbach und wir alle hören uns dann wieder in der kommenden Folge, Teil zwei des Dimani Falls.
Aber vor heute. erst mal vielen Dank Jens! Gerne Weitere packende Kriminalfälle aus unserer Region auch jederzeit auf nw.de und in der NW-Plus App, in der Serie OVL Crime. Wir freuen uns über Fragen Anregungen und Kritik zu diesem Podcast Und natürlich über Wünsche welche Ostwestfälle wir demnächst für euch besprechen sollen.
Schreibt uns eine E-Mail an. podcasts at nwe.de. Mein Name ist Birgit Gottwald Bis bald.