Outside is free

#157 Wie gefährlich ist Ultracycling? Sarah Bosslet über Risiko, Verlust und ihren Sieg beim Transcontinental Race

Samstag, 31. Oktober 2026 · 1 h 10

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Shownotes

Mitte Oktober musste Nelson Trees das erste Taurus Mountain Race in der Türkei abbrechen. Nach Tagen mit Starkregen und Schlamm kamen einige Fahrer:innen kaum noch weiter und mussten aus den Bergen geholt werden. Ein paar Wochen davor ist Max Riese bei einer Trainingsfahrt bei Berchtesgaden tödlich verunglückt, vermutlich nach einem Zusammenstoß mit einem Hirsch. Beides hat die Szene erschüttert und wirft eine Frage auf, um die sich diese Folge zunächst dreht: Wie gefährlich ist Ultracycling? Und wie viel Risiko nimmt man in Kauf?

Darüber spreche ich mit jemandem, den diese Frage besonders betrifft. Sarah Bosslet hat im Februar 2025 ihren Partner Mohit Kohli verloren. Er wurde bei seinem Rekordversuch quer durch Südamerika in der Atacama-Wüste von einem Auto erfasst. Sarah erzählt, wie sie danach wieder aufs Rad gefunden hat und warum sie seitdem nicht mehr alleine fährt.
In diesem Sommer hat Sarah dann die erste FLINTA-Wertung beim Transcontinental Race gewonnen: rund 4750 Kilometer von Trondheim nach Kalamata, in zwölf Tagen, elf Stunden und einer Minute. Wir sprechen über ihre Vorbereitung neben dem Job als Mathelehrerin an einem Internat im Schwarzwald, über ihr Duell mit Camille Albisser und darüber, warum sie irgendwann aufgehört hat, auf den Tracker zu schauen. Und natürlich geht es um die Frage, was nach so einem Sieg kommt.

Danach wird’s ganz praktisch. Wer kennt das nicht: In der Gruppe hat jemand einen Platten, und plötzlich hat keiner ein Multitool dabei. Für solche Fälle stellt der ADAC an touristischen Radwegen Radservice-Stationen auf, inzwischen über 400 in ganz Deutschland. Dort gibt es Standpumpe, Reifenheber, Inbus- und Drehmomentschlüssel, und alle dürfen sie nutzen, nicht nur Clubmitglieder. Oliver Reidegeld, Pressesprecher beim ADAC Hessen-Thüringen, erklärt, wie man die nächste Station findet und was man dort selbst reparieren kann. Er sagt auch, wovon man besser die Finger lässt und warum ausgerechnet ein Automobilclub so viel ins Fahrrad investiert.

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Als ich willkommen zu einer neuen Folge von Outside is Free. Mein Name ist Daniel Lenz, Journalist aus Köln. Ihr habt es vielleicht mitbekommen Mitte Oktober mussten Nelson Trees den wir auch schon im Podcast hatten das erste Taurus Mountain Race in der Türkei abbrechen. nach Tagen mit Starkregen und Schlamm kamen einige Fahrerinnen und Fahrern kaum noch weiter und mussten aus den Bergen sogar evakuiert werden.

Ein paar Wochen davor ist Max Riese bei einer Trainingsfahrt bei Berchtesgaden tödlich verunglückt, vermutlich nach einem Zusammenstoß mit einem Hirsch. Beides hat die Ultra-Cycling Szene erschüttert und wirft eine Frage auf um dies in dieser Folge geht Wie gefährliches Ultra Cycling? Und wie viel Risiko nimmt man in Kauf?

Darüber spreche ich mit jemandem den diese Frage besonders betrifft. Sarah Bosslett hat im Februar, twenty-fünfzwanzig ihren Partner Mohit Kohli verloren. Er wurde bei seinem Rekordversuch quer durch Südamerika in der Atacama Wüste von einem Auto tödlich erfasst. Sarah erzählt wie sie danach wieder aufs Rad gefunden hat und warum sie seitdem nicht mehr alleine fährt.

In diesem Sommer hat Sarah dann die erste Flinterwertung beim Transcontinental Race gewonnen und viertausend siebenundfünfzig Kilometer von Tronktheim nach Kalamata in zwölftagen, elf Stunden und einer Minute. Wir sprechen über ihre Vorbereitung neben dem Job als Mathelehrerin an einem Internat im Schwarzwald, über ihr Duell mit Kami Albisee und darüber warum sie irgendwann aufgehört hat auf den Checker zu schauen.

Und natürlich geht es um die Frage was nach so einem Sieg jetzt kommt? Danach wird es in der Folge ganz praktisch. Wer kennt das nicht? In der Gruppe hat jemand einen Platten und plötzlich hat keiner ein Multitool dabei, für solche Fälle stellt er ADAC an touristischen Radwegen Radservice Stationen auf – inzwischen über vierhundert in ganz Deutschland.

Dort gibt es Standpumpe, Reifenheber, Inbus- und Drehmomentschlüssel und alle dürfen sie nutzen! Nicht nur Clubmitglieder. Oliver Reidegelt, Pressesprecher beim ADAC Hessen Thüringen erklärt wie man die nächste Station findet und was man dort selbst reparieren kann. Er sagt auch wovon man besser die Finger lässt und warum ausgerechnet ein Automobilclub so viel ins Fahrrad investiert.

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Du hast sicherlich als eingefleischte Ultrascycling nicht nur Fahrerinnen, sondern auch Beobachterin mitbekommen was in den letzten Wochen da los war. Ganz frisch des Taurus Mountain Rays, das Nelson jetzt absagen musste wegen krasser Wetterbedingungen, was ja auch sehr umstritten war und ein paar Wochen davor der Tod von Max Riese, der ja die Ultrasyclingwelt ziemlich erschüttert hat.

Wenn du von solchen Ereignissen hörst, was geht dir da durch den Kopf? Also ich fühle mich davon immer sehr betroffen. Vor allem vom Tod von Max Riese hat für mich ganz viele Flashbacks hervorgerufen weil vor anderthalb Jahren meinen Partner auch bei einem Radunfall ums Leben kam. Das war ein ganz schlimmer Moment.

und beim Towers Mountain Race Ich fand es so krass, das einfach zu dortwatchen und zu beobachten. Wie da die Wetterbedingungen waren und Dauer wegen. Und dann diese ganze Matschlacht. Zu dem Zeitpunkt habe ich zumindest noch nicht ganz mitbekommen wie schlimm die Bedingungen tatsächlich waren. Also ich hab jetzt die Tage gerade erst gelesen dass wirklich einige... irgendwie rausgeholt wurden, weil sie echt überhaupt nicht mehr weiter kamen und da auch die Angst hatten dass sie nicht mehr lebendig herauskommen.

Also das fand ich richtig krass. Genau also die ziemlich vorne an der Spitze gefahren sind waren glaube ich am schlimmsten betroffen und die weiter hinten fahren haben teilweise ja auch die Entscheidung gar nicht verstehen können oder auch hinterfragt im Nachhinein. Ja genau. Aber ich meine klar, Nelson hat sich, der auch hier schon mal im Podcast war da hat sich jetzt auch groß und breit auf Insta dann dazu geäußert.

Hat auch tatsächlich Fehler eingeräumt und läuft dabei eher darauf hinaus dass er eigentlich schon früher hätte abbrechen sollen oder beziehungsweise unterbrechen soll. Dann hätte man das ganze Rennen vielleicht auch hätten können. Fand ich sehr souverän diese Antwort wie hast du es wahrgenommen? Ja, auf jeden Fall.

Also sich auch wirklich dazu so zu äußern was irgendwie alles vielleicht schief gelaufen ist und was er hätte auch schon besser machen können. Ich glaube das wäre auf jeden fall der richtige Ansatz gewesen wenn man einfach früher das schon abgebrochen hätte oder auch irgendwie dann umgeleitet hätte Dann hätt es vielleicht tatsächlich immer noch ein Finish für alle gegeben.

So ist es halt einfach abgebrochen. Aber ich denke, das hat auch so ein bisschen der Druck mitgespielt, dass die Erstausgabe ist und man versucht das wirklich perfekt zu machen und durchzudrücken. Das kannst du... Geht vor, klar! Das kannst Du tausendmal besser beurteilen. Ich meine da opfern Leute hier in Jahresurlaub um dann dahin zu fliegen, zu fahren.

Also meistens fliegen ja doch. Auch das ist kritisiert worden keine Ahnung, müssten vielleicht auch gegenüber den Sponsoren dann abliefern am Ende und da wird es abgebrochen. Dass man dann total enttäuscht ist, liegt auf der Hand irgendwie. Ja, auf jeden Fall! Aber ich glaube gerade weil die ersten auch am stärksten davon betroffen waren, ist das vielleicht für die auch eher verständlich dass es dann abgebrochene wurde?

Und die stehen ja dann eher noch unter so einem Druck in Anführungszeichen oder wollen das halt unbedingt finnischen, weil sie ein gutes Resultat haben wollen. Ich denke wenn die dann halt so krass dafür betroffen waren ist es vielleicht auch wieder ein bisschen abgeschwächt. Ja, na stimmt schon. Ja Max Riese ganz anderer Fall der ist nicht bei einem Rennen irgendwie verunglückt sondern mutmaßlich bei einer Trainingsfahrt.

Oder ich habe jetzt auch nur davon gelesen dass es eine Kollision mit dem Hirsch gewesen sei. Nießt das so trotz? Ändern diese Nachrichten auch dein Bild. und vom Risiko im Radsport, dass eben die Gefahr oft nicht ja im spektakulären Abenteuer wie jetzt beim Taus liegt sondern auch keine Ahnung ganz nah vor der Haustüre.

Ja total. also ich weiß gar nicht was unbedingt besser ist ob man Straßenrennen besser fahren sollte so etwas wie Transcontinental Race oder halt... eines von den Mountain Races, weil beide haben halt diese Gefahr irgendwo. Also ja zum einen sind es die Autos aber auch also dass das einfach ein Wildunfall war das finde ich eigentlich irgendwie noch viel schlimmer weil ja wild kann überall rumlaufen.

Autos sind genauso gefährlich. Da habe ich für mich mittlerweile so ein bisschen einfach die Einstellung, ja ich kann das nicht beeinflussen. Also ich will sichtbar sein für Autos aber dann wenn Autofahrer halt einfach beschissen fährt, dann hab' ich das irgendwo nicht mehr in der Hand. Genau und bei Mountain Rays ist es dann irgendwie nochmal ganz anders.

man will dieses Abenteuer und geht dann irgendwie noch krasser über Grenzen und setzt sich dann selbst halt irgendwie total in Gefahr aus Schwierig. Ja, total schwierig. Also gerade bei diesen Ultra Cycling-Events... Also früher war es glaube ich noch krasser, Schlafverzicht. Da geht ja der Trend tatsächlich eher in Richtung ein bisschen mehr schlafen dafür dann während der Wachstunden schneller fahren.

aber Sofiane Sehili die nicht auch meinen Podcast hatte als er seine Rennen da gewonnen hat. Silk Road dreimal gewonnen. Er hat ja echt mit sehr viel Schlafverzicht da operiert und dann irgendwie nachts ein Pass runterfahren. Das klingt schon sehr gefährlich, ne? Ja auf jeden Fall! Und das finde ich aber gut dass es sich immer mehr in die Richtung entwickelt, dass man auch mehr schläft und schneller fährt.

Du fährst ja auch Ultrarennenmann. Man kennt dich Nicht zuletzt auch von deinen Siegen, von deinem großen Sieg dieses Jahr beim Transcontinental Race. Du hast die Flinter-Kategorie... Also auch die Frauenkategorie natürlich gewonnen mit zwölf Tagen, elf Stunden einer Minute. Robin Gemperler habe ich auch schon über das TCA gesprochen in diesem Jahr also auch von dir.

eine fantastische Leistung. Insofern Weißt du, wie diese Ultrarennen ablaufen? Tausende Kilometer in dem Fallen Straßenrennen. Du schläfst teilweise draußen, du fährst nachts und bist dann eben auf dich alleine gestellt. Wie gehst du denn bislang mit dem Risiko um oder mit den Risiken? was prüfst du vorher oder welche Risiken akzeptierst du auch einfach?

Ja so wie ich gerade schon gesagt habe, ich glaube Autofahrer akzeptiere ich halt einfach. Beim TCR gibt's ja diese Bandroads, sodass es eigentlich schon mal ein bisschen sicherer ist. Weil die wirklich gefährlichen Straßen dann halt irgendwie nochmal gesperrt sind. Und ansonsten habe ich ja total viele Reflektoren und so in meinem Fahrrad und versuche einfach nachts auch sichtbar zu sein.

Alles andere liegt dann irgendwie nicht mehr in meiner Hand. Und was Schlafmangel und so was angeht. Also, sobald ich merke dass jetzt richtig müde bin dann lege ich mich hin. also Ich hatte noch nie irgendwie Halluzination oder sowas. Das will ich auch nicht. Also beim TZR die letzte Nacht zum Ziel hin das war schon hart und da hätte ich vielleicht schon irgendwie früher immer noch ein bisschen mehr schlafen können.

aber ich wollte halt unbedingt ankommen. Aber ja, mit Powernaps und so geht es dann schon noch irgendwie. Genau. Genau auch weil deine die zwei platzierte ja ein paar Stunden nur hinter dir waren. also wenn du da jetzt noch vier weitere stunden schlafen eingelegt hättest dann wäre es ein bisschen knapp geworden?

Ja! Also unser rennen war super knapp. eigentlich die ganze zeit gegen ende hin hatte ich denn schon nicht um vier stunden abstand. also ich hätte wenigstens mal anderthalb Stunden oder so schlafen können. Aber ich dachte auch eigentlich, dass dieser Finish-Pakur deutlich schneller geht als das was ihr am Ende gefahren habt.

Also ich dachte ich komme auch irgendwann mitten in der Nacht an und nicht morgens bei Sonnenaufgang. also die nachts hat es auch länger gedauert als geplant. Du hast eben schon gesagt dein damaliger Partner Muld ist letztes Jahr umgekommen Rad fahnd, den hast du beim TCA-Alt-Zwanzig-Vierundzwanzig, glaube ich kennengelernt.

Ja genau! Ziel allerdings nicht auf der Strecke. Ziel habt ihr euch kennengelernet und er ist am zwölften Februar, zwanzig fünfzwanziger in der Atacama Wüste in Chile tödlich verunglückt als er versucht hat Südamerika so schnell wie möglich mit dem Fahrrad zu durchqueren. Ich nehme mal an deine Sicht aufs Risiko hat sich durch diesen Einschnitt auch nochmal deutlich verändert, oder?

Ja total. Also es war wirklich einfach ein Auto das ihn von hinten am hellesten Tag überfahren hat. also er konnte gar nichts dafür und ich bin dann noch zuerst mal ein paar Wochen Monate nicht mehr Rad gefahren weil ich mich irgendwie gar nicht auf dem Rad saß. Ja und dann kam aber so langsam die Akzeptanz, dass ich Autofahrer halt einfach nicht in der Hand hab.

Und was Autofahmer machen liegt nicht in meiner Gewalt, aber ich weiß das es für meine Eltern zum Beispiel total schwer ist wenn ich jetzt so ein Rennen fahre. Also meine Mutter verabschiedet mich eigentlich immer unter Tränen und ist zwölf Tage unter höchster Anspannung. Also ich kann es total verstehen.

Ich bin in dem Rennen drin und mache einfach mein Ding, aber wenn man zu Hause sitzt und einfach nur diesen Dot beobachtet und immer wartet dass der Dot sich weiter bewegt also das hatte ich damals im Februar, zweifelundzwanzig halt auch und der Dot von Rohit hat sich irgendwann nicht mehr weiterbewegt Und ich wusste nicht was da los ist.

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Gönnt euren Beinen das Upgrade. Ihr hattet euch für das TCR-Azionistisch-Fünfundzwanzig angemeldet, er ist dann ja vorher gestorben. Die haben während des Riders Briefings noch eine Gedenkminute für ihn eingelegt und beschrieben dass dich dieser Moment auch ziemlich überwältigt hat. Vielleicht kannst du mal beschreiben warum du letztes Jahr an den Start Und was das mit Moe zu tun hatte?

Das Lost-Dot Team, die Organisatoren haben direkt ein, zwei Tage nach seinem Tod gepostet. Dass sie ihm eine Gedenkminute beim Start schenken wollen. und es war für mich irgendwie so ein krasser Moment, dass ich mir dachte, so ein riesiges Rennen will ihm eine gedenkminute schenke nicht, will da auch unbedingt am Start sein und das hat mich total motiviert, auch wieder zurück aufs Rad zu kommen.

Und er hätte auch niemals gewollt, dass ich nicht mehr Rad fahre. Das war mein ganz großer Antrieb und ich wollte dann quasi für uns beide weiterfahren. also ich habe auch hinten an meinem Rad immer Ride Formulates als Schild dran. Ich bin nicht alleine. Also ich habe immer das Gefühl, dass er irgendwo mit mir mitfährt und es war meine Art der Trauerbewältigung.

Stimmt es, dass du nicht nur dieses Schild-Ride vor Morit hast sondern auch Ride with Morit? Ja genau! Das ist so leicht unterlegt weil ich halt nicht nur für ihn fahre, sondern wirklich mit ihm. Das war vor allem in dem ersten Jahr auch ganz krass mein Gefühl, dass ich nicht alleine auf dem Rad sitze sondern mich in den Momenten ihm halt total nahe gefühlt habe.

Und du warst ja auch letztes Jahr schon sehr schnell da unterwegs? Was hatte dich da... also ich nehme mal die Erinnerung an ihn. Also das finde ich das erstaunlich. Die hatte ich eben nicht gelähmt und hat sich gepusht dann letztes jahr schon. Ja, auf jeden Fall! Vor zwei Jahren, als wir uns im Ziel kennengelernt haben, meinte er zu mir ja du kannst irgendwie top drei in der Frauenkategorie fahren und ich dachte mir so ja nee.

Also sehe ich mich jetzt gerade noch nicht so. aber das hat mich dann in dem Moment auch schon ein bisschen gepusht weil er da an mich geglaubt hat genau und da war auch letztes Jahr halt schon das Ziel mein bestmögliches Rennen zu fahren hatte ich dann wirklich auch mal die Gelegenheit ordentlich zu trainieren, auch über den Winter und nicht erst irgendwie im April wieder das erste Mal auf dem Fahrrad zu sitzen.

Genau! Und deswegen war dieses Jahr auch auf jeden Fall das Ziel top drei zu schaffen. Das ist eindrucksvoll gelungen würde ich sagen. Ja. Vielleicht kannst du das mal beschreiben. was für dieses Jahr anders gemacht hast? Du hast ja glaube ich unbezahlten Urlaub genommen in der Vorbereitung diesmal. ne Ja genau, also als die Strecke released wurde dachte ich so ja das will ich auf jeden Fall nochmal fahren weil es einfach von Norwegen.

und dann diese Nord-Süddurchquerung fand ich super cool. Und dann habe ich mir das Datum angeschaut und da ist er so. oh das ist aber blöd das ist ja noch gar nicht mein Sommerferien. Also als Lehrerin bin ich halt krass an die Ferien gebunden und hab dann aber bei meiner Schule nachgefragt Ob ich nicht vielleicht irgendwie unbezahlten Urlaub bekommen kann?

Genau. Und das hat dann funktioniert. und meine Schule, ja also... Ich bin an einem Internet im Schwarzwald am Birklerhof und die unterstützt mich auch total gut. Also ich wusste nicht dass es möglich ist irgendwie un bezahlten Urlaubs zu bekommen und alle haben dann auch total mitgefiebert als ich in dieser letzten Schulwoche unterwegs war.

Ja, da sprechen wir gleich noch mal drüber was du den Schülerinnen und Schülern eigentlich auch so mitgeben kannst sozusagen von deinen. Learnings wie man heute so schön sagt okay also Du hast ziemlich viel Zeit fürs Training investiert. Du hast ja glaube ich auch einen Trainer zugelegt? Ja genau! Also Ich hab dann wirklich seit Anfang des Jahres mit einem Trainer noch was strukturiert trainiert.

Das habe ich auch im letzten Jahr schon gemacht aber halt nur die letzten zwei Monate vor dem Rennen Und dieses Jahr halt wirklich über längere Zeit und das macht mir auch total viel Spaß. Also ich hätte niemals gedacht, dass so strukturiertes Training mir noch mal so viel Spaß machen kann weil ich aus dem Leistungssport auch komme.

also ich war früher Leistungsstrümerin und als ich damit aufgehört habe hab ich gesagt ja ich trainiere nie wieder strukturierter. Ich mach es jetzt immer nur noch so wie ich halt irgendwie Lust habe Und ich finde es jetzt einmal total schön, das auch noch mal strukturiert zu machen und vor allem auch so wie mein Schulalltag dann das Training da irgendwo rein zu quetschen.

Da hat mir das total geholfen zu wissen ja ich soll jetzt halt irgendwie zwei Stunden irgendwas fahren oder so eine Stunde Intervalle und dann ist die Stunde aber auch gut und ich muss nicht mehr fahren. Das hat schon ziemlich gut gepasst und das ging aber dann auch soweit dass ich teilweise Abends um zwanzig Uhr, wenn ich noch so eine Runde zum Bodensee gefahren bin.

Wow! Okay. Weil ich hab bis zuzwanzig-Uhr-Dienst hier im Haus hatte. Da bin ich aber zur Bodenseee und danach habe ich geschlafen. Und ab Nachmittags hatte ich wieder Dienst im Internet. Ja also man muss kreativ werden. Ich höre daraus dass du nicht so ne Freundin von Rollentraining bist oder? Nee gar nicht.

Jeder normale Mensch wäre an der Stelle ich auch auf die Rolle gegangen, dann nicht mehr Abend rauszumüssen. Aber andererseits ist ... Ich kenne die Gegend so ein bisschen auch da, die sind natürlich auch fantastisch am Boden sehen? Ja und das war auch im Sommer also es war okay. Aber wobei im Winter fahre ich auch relativ viel draußen und versuche, Rolle zu meiden.

Intervalle fahr ich dann schon im Winter mal auf der Runde. Okay Also dann hast du sozusagen über einen längeren Zeitraum strukturiert trainiert. Ich nehme mal so an, sowas wie Hitze-Training oder so das ist too much? Nein, das habe ich auch gemacht! Ja also weil ich dachte mir wirklich, ich will alles versuchen jetzt dieses Jahr für das CCR und wirklich jedes einzelne Stellschraube irgendwie... bestmöglich machen, sodass ich nicht danach irgendwie sagen kann ja das hätte ich auch noch machen können.

Also doch Hitze Training habe ich auch gemacht wobei das relativ einfach war. also es war eine totale Hitzewelle hier und dann bin ich ab und zu mit Regenklamotten draußen gefahren aber irgendwann hat's auch gereicht einfach länger. so Genau, das Hitze-Training auf der Rolle ist für mich so der Inbegriff von Perversion tatsächlich.

Also was Robin Gemperle da auch hier schon im Hoodcast erzählt hat wie er das dann macht und nimmt Keller und so, das komme ich nicht in meinen Kopf. Ja, ich habe es tatsächlich draußen gemacht weil. also ich wollte es auch auf die Rolle machen aber dann dachte ich mir so ne gar keine Lust und ich bin dann einfach mit kompletter Regentour draußen bei über dreißig Grad rumgefahren.

Also jeder hat mich angeschaut als wäre ich irgendwie ein Alien kann ich auch verstehen Aber ich fand es besser als auf der Rolle. Okay, dann nimm uns doch einmal bitte nochmal kurz fertig. ist was gesagt? Ist total schwierig. aber noch mal mit ins Rennen. also du wolltest die top drei schaffen. wann hat sich denn im rennen abgezeichnet dass das wahrscheinlich über die Top drei hinausgeht?

also top drei hast du trotzdem geschaut weil sogar bis ganz nach oben aus Podest geht. bei checkpoint eins ist Jana ja quasi ausgestiegen, beziehungsweise aus der Channel-Classification raus. Und da wusste ich ja okay Top drei muss es jetzt auf jeden Fall werden aber da war für mich noch gar kein Team an das sich irgendwie das gewinnen könnte nur weil Jana weg ist.

Ja nach Hesena Heimat die Du als Favoritin auch im Schirm hattest oder? Ja genau also für mich ging an Jana nichts vorbei. Also das war für Genau. Und dann sind wir... Also, wir waren dann irgendwie so drei Frauen, die relativ eng zusammen waren und dahinter... also nicht weit dahinter kamen, aber da noch mal ein ganzer Schub, ganzer Schwung.

Ich dachte dann noch, dass wir vielleicht auch zu dritt auf der Fähre sind von Schweden nach Polen. Lea hat es dann leider nicht mehr geschafft. Dann war ich mit Kami auf der Ferie. Auch da war aber noch nichts. Ja, ich muss das jetzt gewinnen. Weil wir sind ja nur noch zwei! Ich fand es in dem Moment eher cool, dass wir halt irgendwie zu zweit auf der Fähre sind.

Ähm...ja und dann bei Checkpoint Zwei da kam ich als erste Frau an und da dachte ich mir dann so okay. Jetzt zählt's, jetzt habe ich richtig Bock, jetzt will ich das gewinnen.". Ich stelle mir das so auf einer Fähne auch ein bisschen seltsam vor ne? Man sieht dann so eine Rivalin unterhält sich wahrscheinlich ganz normal mit ihr und jede weiß in dem Fall.

Sobald wir gleich von der Fähre hier weg sind, versuche ich dich abzuhängen. ist es nicht irgendwie total schräg? Ja den Gedanken hatte ich gar nicht. also ich fand halt einfach nur mega cool mit ihr zusammen auf der fähre zu sein weil für mich irgendwie dann noch nicht in den Sinn kam ja ich kann das jetzt gewinnen.

Wahrscheinlich hat sie das von mir dann gedacht, weil ich habe meine Sonnencreme auf der Fähre irgendwie verloren. Und als wir von der Fahre runter sind, meinte ich so ja, ich hab meine Sonnecreme verloren und jetzt muss ich da extra anhalten um die Sonnencrème zu kaufen. Dann hat sie gesagt es dauert aber nur fünf Minuten.

und dann habe ich aus Spaß zu ihr gesagt Ja, die fünf Minuten werden später entscheidend sein! Ich weiß nicht wie sie das aufgenommen hat, aber ich könnte mir vorstellen dass sie dann wahrscheinlich auch schon dachte okay, die mans ernst Okay, aber danach konntest du dich dann danach PöA-Pö dann eben distanzieren von dir offenbar?

Naja mehr oder weniger. Also wir hatten nie mehr Abstand als eine Stunde. also wir haben uns selten gesehen an den Checkpoints immer vor den Check Points kurz weil das oft irgendwie ne Sackaste war. Aber Checkpoint zwei zum Beispiel, ich glaube ich war zwanzig Minuten vor ihr da. Also sie ist auf den Berg hoch gefahren und dann bin ich runtergefahren Und dann dachte ich Ich fahre jetzt einen Vorsprung raus weil ich hoch motiviert war.

aber das ging nicht. also Das ist immer gleich geblieben und es war nie mehr als eine Stunde. Dann war's mal wieder weniger und an check point drei waren wir eigentlich fast zeitgleich. also ich bin weggefahren. Sie kam an wie oft unterwegs guckst du eigentlich dann, wo ihr dort ... dann ist? Also das alle zwei Stunden.

Alle fünf Stunden! Ja so von Checkpoint zwei zu drei sehr häufig. Ich weiß nicht alle wieviel Stunden es war aber es war auf jeden Fall viel zu häufig. Es hat mich mental auch echt irre gemacht Und dann habe ich irgendwann festgestellt dass einfach auch gar keinen Sinn macht. also ich wusste vorher schon dass kein Sinn macht die ganze Zeit zu schauen wo sie ist weil Man sollte halt einfach sein eigenes Ding machen.

Sein eigenes Rennen, weil alles andere kann man nicht beeinflussen. Aber kurz vor Checkpoint drei ging es mir auch dann richtig schlecht, weil ich so einen Schwitzausschlag hatte und ein Sonnenstich. Und da dachte ich dann irgendwann ja okay jetzt hab' ich's gar nicht mehr in der Hand irgendwie das selbst zu gewinnen, weil mein Körper einfach streikt Versucht mich so einmal komplett zu resetten und hab mir dann auch vorgenommen, nicht mehr auf den Trecker zu schauen.

Sondern jetzt halt einfach wirklich mein eigenes Ding zu machen weil das was sie macht liegt mir hier in meiner Hand. Und dann hat es auch wieder mehr Spaß gemacht! Das hat auch gut funktioniert. also abends vorm Schlafen habe ich da nochmal kurz auf ein Trecker geschaut um so einen groben Überblick zu bekommen aber übern Tag überhaupt nicht mehr.

Okay Aber gut, du warst dann noch mal angeschlagen. Aber grundsätzlich wärst du schon enttäuscht gewesen wenn du nicht gewonnen hättest? Irgendwann oder? Ja also ich hab halt einen riesengroßen Ehrgeiz und als der Ehrgerät ist er irgendwann da und deswegen wollte ich es unbedingt gewinnen. Also ja, ich wäre bestimmt enttäugt gewesen, wenn ich nicht gewonn hätte.

Ganz besonderen Momente von unterwegs, irgendwelche Begegnungen die du nie vergessen wirst? Ja doch an demselben Tag als es mir so schlecht ging. Also ich saß dann zwar irgendwo in der Grenze von Serbien nach Bosnien und ich wollte unbedingt aber noch bis Bosnian kommen. an den Tag also das war irgendwann abends, achtzehn neunzehnt Uhr Und dann habe ich mir einen LBNB direkt hinter der Grenz gebrucht und hab mir vorgenommen dort auch dann wirklich Länge, also vierenhalb Stunden zu schlafen.

Und kam... Gott! Ich kam dort dann an und hab die Frau von dem AirBnb gefragt ob sie eine Waschmaschine hat. Dann meinte sie so Ja ja klar ich kann dir alles waschen und ich leg dir das dann einfach vor das Zimmer. Das war so schön. Also ich kam morgens dann halt wirklich aus meinem Zimmer raus hatte frisch gewaschene Sachen.

Und das war einfach so ein kompletter Reset-Button für mich, weil ich hatte frische Sachen und ich habe super gut geschlafen. Mir ging es wieder gut! Das war total herzlich und auch mit die einzige Begegnung, die ich irgendwie hatte, weil sonst bin ich schon sehr kompetitiv gefahren ohne viele Pausen.

Und noch mal zur Geregatur, du hast dann morgens vor der Tür die Wäsche gefunden. Vier Stunden später hast du sie gefunden? Ja genau! Das ist das nicht... Da stehe ich mir auch immer so schräg vor wenn man in so ein Hotel reingeht und man muss den Leuten verklickern dass man nur ein paar Stunden bleibt.

Die gucken einen doch total schrägen an oder nicht? Ja also vor allem bei so Airbnb's. Ich hätte das vorher zu Parkour Nummer zwei. Das war irgendwo eine Slowakei. dann glaube ich Also die Sprache war eine total große Hürde in dem Moment, weil der Mann hat halt wieder eigentlich noch Deutsch, noch irgendeine Sprache gesprochen, die ich spreche.

So ein paar Brocken Deutsch das ging und ich habe ihm dann halt irgendwie versucht zu erklären dass ich in drei Stunden jetzt schon weiterfahre Und er hat es einfach nicht verstanden. also wie soll man das auch verstehen? Und ja, dann irgendwann nach zehn Minuten Erklären ging's. Er hat es verstanden und da meinte er so, ohja!

Dann musst du ja jetzt ganz schnell schlafen gehen. Ja das steige ich mir echt schräg vor. Okay, die letzte Nacht hast Du schon beschrieben? Ich nehme mal an dass je näher Du den Ziel gekommen bist und je sicherer Du Dir warst, dass Du auch gewinnen wirst Weil diese vier Stunden waren ja dann doch relativ komfortabel, die du vor Sprung hattest.

Du mehr hast du noch mal an Moet gedacht? Nimm mich mal an der wahrscheinlich krass stolz auf dich gewesen wäre wenn er das mitbekommen hätte wie du dieses Rennen dann gewünscht oder? Ja auf jeden Fall. also es gab immer wieder während des Rennens so Momente wo ich realisiert habe dass sich halt wirklich gerade als erste Frau da ganz vorne fahr und er halt vor zwei Jahren schon so an mich geglaubt hat dass ich das irgendwie schaffen kann Und Richtung Ziel wurde das dann nochmal mehr.

Unser Bruder ist auch das Rennen gefahren, also das war auch ganz schön beim Start da zusammen mit ihm an der Startlinie zu stehen und er hat mir dann auch glaube ich in dem Moment als ich realisiert habe dass sich das jetzt wirklich gewinnen kann weil ich eben diese vier Stunden Vorsprung hab, hat er mir noch eine total rührende Sprachnachricht geschickt Moment des ganzen Rents.

Okay, wer wird ihr sonst als Paar angetreten wenn er noch gelebt hätte? Also letztes Jahr wir waren beide angemeldet aber nicht im Pär weil ich da gesagt habe ja also irgendwie... Nee, ab vierzehn Tage mit jemandem zusammenzufahren finde ich voll die Herausforderung. Ich würde das jetzt erstmal alleine fahren und wir können vielleicht mit was kleineren beginnen als Pär.

Und ja, er sah das genauso. Aber ich könnte mir schon oder hätte mir vorstellen können irgendwann das TCR mit ihm im Pär zu fahren auch. Okay okay. Du hast eben oder ganz am Anfang schon gesagt und deine Schülerinnen und Schüler haben das alles verfolgt was du da auf dem Rad machst? Das ist ja durchaus so ein bisschen erklärungsbedürftig.

auch ne? So einen Rennen... Haben die das sofort kapiert? Solche Rennen werden ja nicht im Fernsehen übertragen. Da haben die das kapiert, was das für ein Rennen ist und was du da genau machst? Ja, das war ganz witzig. Ich war vor dem Start noch neun Tage mit unseren Zehntglässel an den Norwegen wandern.

Also es hat auch ganz gut gepasst weil ich bin dann eben gerade in Norwegen geblieben und die sind nochmal im Bus zurück nach Deutschland gefahren und meine Eltern haben mein Fahrrad nach Norwegen gebracht und direkt nach der Wanderung bin ich dann halt aufs Rad und mit dem Rad weitergefahren. Ja, dann meinten alle so ja fahren sie jetzt zurück nach Deutschland ich so nicht.

Ich fahre erst noch ein Stück weiter nach Norden und dann bis nach Griechenland. Heavy! Die wissen dass ich viel Fahrrad fahr. aber das ist schon nochmal was krass Extremes wenn ich denen sage ja ich fahr halt jetzt irgendwie fünftausend Kilometer einmal quer durch Europa weil das ja dann erst schon was so gar nicht greifbar ist, was ich auch total verstehen kann.

Also die sehen mich täglich irgendwo mit dem Fahrrad auf einem Gelände oder dass ich beim Fahrrad irgendwie da rumlaufe. Aber ja, ich glaube es war doch schon nochmal eine Spur mehr einfach. und dann habe ich aber den Link zum Dot-Watchen in unsere Schuhgemeinschaft reingeschickt und ja, ich glaube das haben schon richtig viele verfolgt.

Das kann ich mir auch vorstellen. Glaubst du denn dass du in deren oder dass die jetzt noch mehr Respekt vor dich vor dir haben? Oder denken sie sich, boah was für ein Weirdo! Nein, ich glaub... Also teils-teils vielleicht. Sie dürfen auch schon denken, dass ich ein bisschen verrückt bin weil es ist einfach so.

Aber ich glaube sie finden es auch super cool. Also als ich dann mit dem Fahrrad da weggefahren bin, haben mich alle total bejubelt und ich dachte mir so oh ja kann ich mein Fanclub irgendwie mitnehmen zum Start? Das war richtig schön! Ja ich glaub Sie haben super Respekt davor was sich dann da leiste.

Ja, sie konnten auch gar nicht fassen dass ich halt mit so wenig schlafe dann da irgendwie auskomme. Und viele haben sich jetzt auch nach den Sommerferien total noch mal dafür interessiert und sind mir gratuliert und ja waren auch voll inspiriert irgendwo wie man das schaffen kann in so kurzer Zeit. Genau aber ihr habt noch nicht die Schulrad den Schularadklub gegründet?

Mit gemeinsamen Ausfahrten um den Bodensee oder? Nee leider nicht. Also ich leite die Ausdauergeber uns an der Schule und da gehen wir auch ab und zu mal Mountainbiken oder Jorgen, aber Rennrad das haben wir noch nicht. Aber auch Mountainbikern mit denen macht total viel Spaß. Wunkel! Ja, ich habe ja nicht nur Ratsportlerinnen und Ratsports im Podcast alle möglichen Ultra-Athleten.

Der gemeinsame Nenner ist ja immer, das ist ein Mental Game was ihr da spielt bei diesen Reihen. Klar der Körper muss mitspielen, ihr müsst die entsprechende Fitness mit haben aber am Ende ist es meistens ein Mental game und ich kann mir vorstellen dass du aus diesem Bereich psychiausdauer deinen Schülerinnen und Schülern auch ziemlich viel vermitteln kannst.

nimmst du mit in den Unterricht oder was versuchst du denn beizubringen? Also ich glaube, dass auch so die große Besonderheit bei uns an der Schule ist. Ist das einfach eine viel engere Beziehung besteht dadurch es ein Internat ist und die mich jetzt eben auch total als Mensch kennen und nicht nur als die Lehrerin sondern sie sehen ja was ich mache Und das hilft total auch im Unterricht diese, also ich unterrichte Mathe.

Die Angst vor dem Fach so ein bisschen hinten anzustellen und ich glaube die gehen auch anders auf mich zu und trauen sich eher irgendwie Fragen zu stellen weil sie sehen dass auch ich einfach nur Mensch bin mit meinen Macken und gleichzeitig versuche ich immer irgendwie so etwas zu vermitteln Es sich lohnt irgendwie zu kämpfen und nicht aufzugeben.

Ähm, ja in Matz auch einfach mal so ein bisschen am Ball zu bleiben, dran zu bleiben. Auch wenn man es noch so blöd findet. Genau. Okay! Auch sicherlich Umgang mit Rückschlägen, Verletzung sowas in der Art? Mit Angst? Ja total also... Mojit ist tot, als das passiert ist. Die Schule hat mich total aufgefangen also weil ich wohne hier im Internat auf dem Gelände und hatte dann halt auch direkt meine Kolleginnen und Kollegen um mich die mich in den Moment irgendwie auffangen konnten.

Unsere Schülerinnen und Schülern haben ihn auch kennengelernt, also Mojid, weil er kurz mit auf einem Gelände gelebt hat. Also es waren irgendwie nur so fünf, sechs Wochen. Aber da haben sie ihn auch kennengelernt. also wir waren zum Beispiel mit unserem kleinsten, also Klasse Fünf bis Sieben einmal auf dem Feldberg zum Schlitten fahren und so und das haben die auch total genossen dass er da irgendwie mit dabei war.

Genau, ich bin mega dankbar einfach! Ja meine Frau ist auch Lehrerin und von ihr weiß ich zumindest an ihrer Schule, aber auch von anderen Freunden weiß ich, dass man normalerweise versucht als Lehrerin das Privatleben erst so ein bisschen abzuschirmen. Man zieht zum Beispiel idealerweise... also es ist jetzt natürlich anders dabei hier in Köln, man würde idealerweise nicht in das Viertel ziehen indem die Schule liegt damit man vielleicht nicht am Wochenende einer Supermarktkasse unbedingt Schülerinnen exipsen werden trifft.

Du erscheinst es offenbar auch sehr transparent gemacht zu haben, deine Trauer und so. Oder war das eher so, dass der Elephant in den Room war? Dass man das sowieso nicht irgendwie wegschieben konnte? Ja doch also ich glaube schon, dass ich das relativ transparent gemacht habe. Also auch direkt als es passiert ist, hab ich zu meinen Kollegen gesagt, dass sie bitte sagen sollen, also anderen was los ist warum ich jetzt nicht da bin Weil ich wollte dann nicht irgendwie wiederkommen und dann unangenehme Fragen beantworten, weil so wusste dann jeder schon Bescheid.

Das stimmt normalerweise. Man versucht nur das Privatleben eher aus der Schule rauszuhalten. Am Internat geht es gar nicht. Also man hat seine Privatsphäre und so... Ich finde, das macht auch gerade so dieses Internatsleben aus. Dass man ja doch einfach gemeinsam hier lebt und nicht nur unterrichtet.

Okay. Das klingt lausibel! Du hast dieses Jahr also eines der renommiertesten Straßen- und Recycling Rennen gewonnen? Wie entwickelst du denn da jetzt deine neuen Ziele? Vorhin denkst du? Ja, das ist eine gute Frage. Also direkt nach dem Rennen bin ich erst mal so ganz kurz in den Loch gefallen weil ich mir so dachte okay was jetzt?

also ich habe irgendwie das größte Rennen gewonnen. was soll ich jetzt machen? und die letzten Jahre war für mich immer klar Ich will nochmal TCR fahren auch weil Mohitzplan irgendwo war das mindestens drei Mal zu fahren. Und ja, das habe ich jetzt gemacht und dann auch gewonnen. Das hat sich für mich so angefühlt als hätte ich jetzt eine Mission erfüllt und dachte dann so Ja okay was soll ich jetzt machen?

Zurück zum Schwimmen wir ja jetzt oder? Nee, nee, das ist zu langweilig! Also ich bin Freibasser geschwammt Ich hab auch ein bisschen was von der Welt gesehen. also da bin ich auch super dankbar und hab total schöne Erfahrungen gemacht. aber beim Radfahren sieht man einfach noch viel mehr. deswegen Ich bleib schon irgendwo beim Radfahren.

Ähm, ich hab noch nicht so wirklich den Plan was ich jetzt nächstes Jahr mache. es wird ja mit ganz oder eigentlich sicher nicht nochmal TCR werden. also das habe ich mir dann da auch direkt vorgenommen. dass so ein Ja-Pause ist auf jeden Fall in Ordnung weil in dem Rennen kann ich hier eigentlich nicht mehr erreichen.

Ich würde nicht ausschließen, dass ich das gar nie wieder fahre weil ich einfach auch so viel mit dem Rennen verbinde und dem so dankbar bin. Aber jetzt kommen sowieso die Daten raus und es ist total außerhalb der Ferien. also das würde gar nicht gehen. Genau deswegen muss ich mir schauen Also Offroad würde mich schon auch reizen.

aber ja also wenn man sich jetzt Taubos angeschaut hat dann weiß ich nicht, ob das unbedingt so das Richtige ist. Also ich lasse es mir noch mal durch den Kopf gehen.". Okay. Ja vielleicht ... Klar, durch Klimawandel und so wird's wahrscheinlich immer häufiger zu solchen Situationen kommen andere als die letzten Jahre natürlich auch andere Offroad-Rennen ganz normal über die Bühne gebracht worden ohne solche Krassen.

Aber klar du hast eben schnell erwähnt machen Bike, offenbar hast du dann eine gewisse Offroadexpertise auch. Naja, es geht. Also... Als ich in Schwarzwald gezogen bin war meine erste Anschaffung Mountainbike weil ich so dachte ja okay das bietet sich jetzt total an. dann war hier aber eigentlich relativ wenig Mountainbiken weil ich mich dann irgendwann halt immer aufs TCR vorbereitet habe.

oder vor zwei Jahren vorm TCR hatte ich mir noch einen Arm gebrochen und da war Mountainbike einfach irgendwie überhaupt nicht auf meinem Radar. Und jetzt, so nach dem TCR habe ich das aber noch mal für mich entdeckt und es macht schon auch Spaß. Also ich bin Sneak Peaks dann noch gefahren in Dolomiten eigentlich eher just for fun und das hat aber halt einfach extrem viel Spaß gemacht weil's sowas ganz anderes ist und ich hab' jetzt schon auch Lust im Winter so bisschen meine Mountainbikeskills zu erweitern weil das einfach so ein bisschen neue Herausforderungen auch ist.

Tut die weit schon mal drüber nachgedacht? Ja, aber ich glaube das ist also so ein sich ganz cool Aber nicht bis nach oder nach amerika fliegen und dann immer quer durchfahren. Ich glaub dass eher nicht anbauen soll. vielleicht kürzere distanzen ja das ist dann ja. vielleicht Wenn's kurz genug ist, es ist okay.

Aber so tausend Kilometer Straße zum Beispiel, das finde ich in total drüber Distanz weil man dann zwei Nächte ohne Schlaf fahren muss. Weil ja also ich find' dann ist es halt wieder dieser Sicherheitsaspekt und Schlafmangel und ich finde', man sollte nicht einen Rennen gewinnen nur durch Schlaf-Mangel.

Ja genau. Also ja mal schauen! Ich hab noch... Ein paar Monate oder Wochen Zeit. Wie viel Zeit gibst du dir, um deinen Plan zu machen? Weil ich frag weil ich mir vorstellen kann dass wenn man nicht so ein konkretes Ziel hat das es im Training gar nicht so leicht ist sich da so richtig krass zu motivieren oder Ja also doch einen konkretes ziel habe ich auf jeden Fall schon.

fürs Hellenic bin ich schon angemeldet. Okay okay Also doch eins der Mountain Races und dann was sich drum herum entwickelt Das muss ich mal noch schauen. Okay, also dann ist der, da steht der Plan ja fest. Noch mehr Mountainbike fahren hast du eben schon gesagt und Dann wird es sicherlich ein fantastisches Rennen.

Wann ist das? in welchem Monat? Ähm Ende Mai! Okay, okay. Ja cool Alles klar Sarah, dann egal wofür du dich entscheiden wirst neben dem Hellenic Mountain Race Wir drücken dir die Daumen. Wir verfolgen das ganz intensiv was du machst Und danke dass du deine Erfahrungen auch deinen Schmerz. ja teilt das im Podcast.

Ja, danke dass ich das tun durfte. Es hat echt Spaß gemacht! Bevor es weitergeht ein kurzer Tipp an alle die genau wie ich gar nicht genug von der draußen Zeit bekommen können. unser heutiger Partner ist nämlich der Bergzeit-Podcast. Jeden zweiten Donnerstag gibt es richtig starke Interviewfolgen mit inspirierenden Berg-Sportpersönlichkeiten, Mitmenschen wie den Huberbohr, Felix Neureuter oder Tamara Lunge.

Abwechselnd dazu auch Donnerstags bekommt ihr geballtes Expertenwissen – das heißt konkrete Tipps zur Ausrüstung und Training für wirklich jede Disziplinhop, Wandern, Klettern, Trailrunning, Biken oder Wintersport. Und jeden Dienstag gibt's den schnellen Espresso für die Ohren. Unter zehn Minuten bringt euch Bergzeit auf den neuesten Stand mit allen wichtigen Updates aus der Outdoor-Welt.

Lasst uns einfach mal reinhören in frühere Folgen des Podcasts! Wir gehen ja gerne in die Berge, wir lieben das. Voll das! Und es ist eh wurscht, weil entweder ich fliege in den Saal oder es passiert ein Wunder. In der Tour auch wenn ich die schon so oft gemacht habe, ein Fehltritt ist tödlich. Der ist in unsere Arme verstorben und natürlich war das ein extremer Schlag ins Gesicht und deswegen war die Zeit danach ziemlich schwierig.

Beim Fleisch ist halt... Einer der Lackey Winner und den anderen der Lackeys Verlierer, entweder alles oder nicht. Das war ein Hauchdurchschlag ins Gesicht weil ich verstanden habe dass sie mir über die ganzen Jahre den Welt nur als Sportlerin gegeben haben aber nie als Mensch. Wenn du wirklich gross rauskommen willst dann brauchst du schon entweder musst du extrem gut sein oder halt einfach auch brutal viel Risiko eingehen und das ist schon etwas was sich.

Und wenn man mal was schafft, wo man sich denkt, da habe ich mich so angeschissen. Da habe ich am Anfang mich nur gefürchtet und das war nur grausig. Und im Endeffekt habe ich investiert und ich habe es geschafft und dann ist mir stolz aufs selber, dass das klappt hat. Sucht einfach auf eurer Lieblings-Podcastplattform nach Bergzeitpodcast und abonniert ihn!

Und jetzt hört ihr das Interview mit Oliver Reidegelt, Pressesprecher beim ADAC Hessen Thüringen über die Radservicestation. Herzlich willkommen, Oliver ReIDEGELD! Ja ich freue mich, hallo! Oliver bevor wir einsteigen ins eigentliche Thema vielleicht magst du dich ganz kurz mal vorstellen was machst Du beim ADIC Hessen Thüeringen?

Ja ich bin der Oliver Reidegeld. Ich bin jetzt seit ganz knapp zehn Jahren bei dem ADAC Hessentüringen. In der Unternehmenskommunikation bin ich hier der Pressesprecher und habe wirklich ein buntes Portfolio an Themen auf dem Schreibtisch liegen. Und unter anderem ist es auch Fahrradthemen, also wir haben ja diese Anknüpfung über die ADAC-Fahrradpannenhilfe aber da spielen auch noch Themen eine Rolle wie Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern, aber auch Freizeitourismus.

Woher kommt dieser Affinität zum Thema Fahrrad bei dir? Die ist privat geschuldet. Also ich bin seit als Jugendlicher hat es mich irgendwie gepackt zum Thema am Fahrrad, Ich bin unheimlich gern unterwegs draußen auf zwei Rädern. Man sieht eine Menge man kommt mit Leuten ins Gespräch hab auch schon ein paar Fernreisen im Fahrrad gemacht also das alles dabei.

dann kommt noch Radsportaffinität dazu. wenn man mal so in frühen Jahren Tour de France geguckt hat da bin ich irgendwie hängen geblieben. Ich habe die Tage ein Foto von mir, eine Kinderfoto in der Hand gehabt mit meinem ersten Rennrad und Peugeot-Rennrad. Was war dein erstes Rennrat oder überhaupt Rad?

Also mein erstes Fahrrad wo ich mich noch daran erinnern kann. also wenn jetzt mal so diese Kinderfahrräder weglassen das war ein Pegasus Jugendfahrrad. Und was mich daran immer gestört hat, waren die Schutzbleche und der Gepäckträger. Ich muss zugeben auch das festverbaute Licht ... Ich hab dann angefangen, das Zeug alles abzuschrauben.

Ich habe es als Mountainbike umgebaut. Das hat dann semi-funktioniert. Irgendwann bin ich rausgewachsen aus diesem Rad. Dann habe ich einen Jahr lang gewartet auf ein richtiges Mountainbike. Dass von der Firma Trek war damals. Ah ja? Okay! Die Marke von Lance Armstrong dann später, ne? Genau. Wir unterhalten uns heute über Ratservice-Stationen.

Was sind eigentlich diese Ratsservice-Station und was genau kann man da im Ernstfall selbst reparieren? Ja ich muss vielleicht ein bisschen ausholen dazu... Der ADAC hat ja im Rahmen der Mitgliedschaftsmodelle vor einigen Jahren die Fahrradpannenhilfe ausgerollt. Das heißt, also für jedes ADAC-Mitglied ist auch die Fahrratpannenhilfe mit in dieser Mitgliedtschaft inkludiert.

Wenn man irgendwo liegen bleibt mit einem Plattenreifen oder einer gerissenen Kette kann man ganz normal die Pannenhilfen anrufen und sofern er mit seinem Auto da legal hinkommt wird einem als Mitglieder auch geholfen. Werkzeuge dafür. Es gibt spezielle Ersatzschläuche, um einen Reifen zu flicken so dass man auch weiterfahren kann.

Jetzt haben sich die ADAC Regional Clubs gesagt es gibt ja insgesamt achtzehn Stück. Es wäre ja gar nicht so verkehrt wenn wir für den ganzen touristischen Radler Auch ein Netz an Fahrrad-Servicestationen aufbauen was diese Pfadnenhilfe ergänzen soll. Wenn mal ehrlich sind also nicht für jeden Defekt fällt einem jetzt ein die Pfadnhilfe zu rufen.

Sondern wenn man dann unterwegs ist und zum Beispiel nur mal eine Schraube nachziehen muss oder auch mal Luft nachfüllen möchte, dann kann man das an diesen Fahrer-Service Stationen machen. Genau die sind aufgebaut. also darauf wird bei der Auswahl des Standorte geachtet dass es an touristischen Radwegen liegt.

Häufig auch an Knotenpunkten, wo jetzt viele Radler zusammenkommen. Also ein Beispiel hier aus unserem Bereich ist zum Beispiel das Kloster Eberbach. Da steht eine Fahrer-Servicestation. Aber es gibt natürlich noch an vielen weiteren Standorten. Mittlerweile sind wir bei über vierhundert Stück im gesamten Großgebiet.

Das ist wirklich beachtet. Man muss dazu sagen ... Das ist ein Service, der eben nicht nur den Clubmitgliedern anbietet. Sondern jeder kann zu dieser Servicestation hinfahren und sich dann behelfen dort. Ja ganz genau also das wird nicht selektiert vor Ort es ist ja technisch auch gar nicht möglich. Es möchten wir auch nicht sondern das ist wirklich für jeden die Möglichkeit wenn er mit dem Fahrrad unterwegs ist kleinere Reparaturen selber zu erledigen und es kann wirklich vielfältig sein.

Also viele haben ja oftmals so ein bisschen Luftverlust im Fahrradreifen, da ist dann eine Standluftpumpe eingebaut übrigens auch mit Manometer das heißt man kann auf den richtigen Druck nachfüllen. Es gibt aber auch Werkzeug womit ich meinen Reifen wechseln kann. also zwei Reifenheber haben wir auf jeden Fall da Und natürlich die üblichen Inbuschlüssel also diese innen Sechskanz Schlüssel Beziehungsweise Gabelschlüssel Also im Prinzip alles, was einem so am Fahrrad begegnen kann.

Und das kann natürlich sehr nützlich sein? Das hast du vielleicht auch schon erlebt, wenn man in der Gruppe unterwegs ist, passiert ja dann doch recht häufig dass da Leute dabei sind die eben gar nichts dabei haben ne? Ja kenne ich aus eigener Erfahrung natürlich. Wenn man dann so zu viert oder fünf unterwegs ist und irgendjemand hat einen Defekt und dann guckt man sich an... Du hast doch ein Multitool immer dabei ne?

Nee, nicht diesmal nicht! So und dafür ist es natürlich super und vor allen Dingen Die Möglichkeit habe ich ja so nicht auftu. Ich kann das Fahrrad auf den Ständer hängen, also ich kann es an der Sattelstütze auffängen und dann können sich die Räder freidrehen und ich kann in einer ergonomisch günstigen Position komme ich an alle wesentlichen Bauteile.

Ja da stellt sich natürlich, ich hab gerade nochmal nachgefragt die Frage warum ihr denn so flächendeckend investiert in ein Service den wirklich alle nutzen können? als privatwirtschaftliches Unternehmen. Das macht dir damit Werbung für auch sonstigen Fahrraddienstleistungen, was ist da der Hintergrund?

Also erstmal muss ich hier korrigieren wir sind ja kein privatwirtschaftliches Unternehmen in dem Sinne dass wir das alles aufgewinnen machen sondern wir sind ein eingetragener Verein und Vereinszweck ist unter anderem also natürlich die Förderung der individuellen Mobilität Aber auch touristischer Themen und dazu gehört für uns natürlich auch das große Thema Fahrrad.

Weil viele, viele Mitglieder die wegen der Pannhilfe bei uns sind, die sind ja auch Fahrradfahrer. also es wird ja nie nur getrennt betrachtet Autofahrer auf der einen, Fahrradfahrer auf der anderen Seite sondern sie sind ja meistens immer beides. Es ist einfach ein Angebot für Leute die bei uns touristisch mit dem Fahrrad unterwegs oder in ihrer Freizeit unterwegs sind dass sie möglichst sicher ans Ziel kommen.

Du hast gerade schon gesagt, ihr habt inzwischen über vierhundert von diesen Service Stationen. wie finde ich denn die nächste Station? Gibt es eine Karte oder... Es gibt eine zentrale Webseite auf adac.de. einfach da eingeben bei einer Suchmaschine der Wahl ADAC Fahrer-Service Station und dann findet man das.

Ich habe aber auch die Möglichkeit, über diverse Open-Streets-Map-Formate zum Beispiel über Komot nach diesen Fahrrad-Service-Stationen zu suchen. Nur da sind sie ihnen noch nicht so ganz so aktuell wie das zum Beispiel auf der ADAC.de ist und es dauert immer ein bisschen bis das nachgepflegt worden ist.

Du hast gerade schon gesagt, die Standorte liegen oft eben an den Radfernwegen manchmal auch bei Bahnhöfen Freibädern glaube ich auch, touristische Ziele. Das heißt so Zielgruppen sind Freizeitradler, Radreisende, Pendler sowas? Genau letztendlich sind die große Zielgruppe der Freizeitsradler da sicherlich zuerst zu nennen.

für Pendler glaubt das natürlich nur wenn sie dann auch an solchen Radwegen vorbeikommen. aber es ist schon eher darauf gemünzt weil es wird zumindest bei uns beim ADAC Hessen Thüringen wird gezielt nach touristischen Kriterien gesucht Weil es ist noch ein anderer Satzungszweck, den wir haben. Den der ADRC hat nämlich die Förderung des regionalen Tourismus und dazu gehören für uns eben diese Fahrer-Servicestationen.

Es gibt ja auch ein schönes Bild ab wenn man jetzt diese gelben Säulen da stehen sieht. Und im Übrigen wird auch stark nachgefragt von dem Regionalen Tourismus Büros. Ja du hast gerade schon gesagt wie so eine Servicestation ausgestattet ist. Das heißt, für so kleinere Reparaturen Luftdruckkorrigieren vielleicht den Bremszug mal einstellen, Schlauch wechseln.

Für sowas ist das geeignet alles was darüber hinausgeht da muss man sich dann anders behelfen? Genau dafür gäbe es ja die Fahrrad-Pannenhilfe, die dann nochmal rausfahren kann. aber ich kann so die gängigen Reparaturen, die kann nicht machen. also wir haben einen Multitool da was vor allen Dingen in die Gängigen Inbussgrößen hat, also die Innensechskerngrössen.

Es ist für, wenn man jetzt noch Seilzugbremsen hat. Ist ein Kreuzschlitz oder Schraubendreher auch mit dabei. Wir haben Torgschüssel. also was ja vor allen Dingen für moderne Räder wichtig ist. Also gerade Bremsen damit einzustellen. Ja gibt's Gabelschlüssel es gibt ja immer noch Fahrräder die diese schweren Verschraubungen haben an den Achsen und es gibt sogar Für den persönlichen Durst noch einen Flaschenöffner.

Ganz kurz, bevor wir bei den Servicestationen weitermachen nochmal einmal zur Pannenhilfe. Das haben wir im Podcast auch immer mal wieder erwähnt weil das tatsächlich von einem Jahr oder so für mich auch neu war dass die ganz normale ADAC-Pannhilfe auch Fahrradexpertise hat und dann gerufen werden kann.

Da gibt es ja zwischenzeitlich auch Lastenräder die da unterwegs waren. habt ihr die immer noch im Einsatz? kann ich jetzt tatsächlich Atok gar nicht so beantworten, was es aber gibt sind Fahrräder mit einem Anhänger. Das sind also Pedalaxe, E-Bikes die entsprechende Anhängerlast haben und die sind vor allen Dingen nur Bahnenumfeld eingesetzt und können deutlich über neunzig Prozent der Pannen bearbeiten, die auch ein normal also einen Straßenwachtfahrer mit Auto bearbeiten können.

Ja, fantastisch. Vor Jahren war ich mal bei einer Betriebsbesichtigung bei Busch und Müller und da haben die das Projekt voller Stolz vorgestellt und haben auch Fotos gezeigt von den Rädern. Das sah schon sehr beeindruckend aus. über vierhundert Stationen bundesweit. Wie wartet ihr denn diese Station?

Es muss dann irre Aufwand sein. Ja, es ist ein Personalaufwand, muss man ganz klar sagen. Also geht ja nicht nur um den Aufbau dieser Station sondern wir müssen ab und zu auch mal hinfahren. Wir haben ja meist lokale Kooperationspartner vor Ort die ja auch an der Aufstellung geteiligt waren also an der Standortsuche Und die melden uns natürlich auch Schäden.

wenn jetzt was wird Brauchen wir nicht drum herumreden. Wir haben vereinzelt auch Vandalismus an den Säulen oder das Werkzeug schlicht und ergreift geklaut werden, obwohl sie gesichert sind mit Stahlseilen also mit Kabeln Und dann fahren unsere Mitarbeiter eben raus und müssen da auch mal das Werkzeuge tauschen.

Ja Ja, auch da wirklich Kudos. Das zahlt sich für euch nicht unmittelbar aus, dass ihr das macht und ihr betreibt diesen Aufwand und alle profitieren davon. Und da sind eben auch viele dabei, die noch gar nicht mit Läden im ADAC sind. Also was man glaube ich als Gemeinsamkeit im gesamten ADAC sehen kann ist dieses Helfengehen, was wir haben also natürlich die Pannenhelfer haben das in Fleisch- und Glut geimpft Aber das zieht sich durch die ganze Organisation eigentlich, dass wir erstmal schauen wollen den Leuten zu helfen in ihrer Mobilität und mit ihren individuellen Problemen.

Und die Wirtschaftlichkeitsrechnung, die stellen wir dann da auch mal hinten an ja was das auch nochmal deutlich macht. aus meiner Sicht ist ihr seid eben kein Autoclub so ein Thema ist Mobilität vielleicht für euch schon fast genauso wichtig inzwischen mit des thema auto geworden. und ich glaube tatsächlich auch wenn ich mich richtig erinnere schon zur gründung des adhc war es so dass auch nicht das auto im fokus stand sondern auch ein zweirad mit dem motorrad damals als allgemeiner deutscher motorrack klub gegründet worden.

drei also ist schon paar jährchen her aber ist schon richtig wir sehen mobilität als ganzes weil kein verkehrs teilnehmer ist ausschließlich auf einen. auf ein Verkehrsmittel beschränkt. Und es wird von unseren Mitgliedern ja auch nachgefragt und wir haben das während Corona gesehen, ist jetzt auch bald schon sechs Jahre her, dass viele ungestiegen sind aus Fahrrad.

Auch durch die Möglichkeit einen Job raten zu lesen ist das E-Bike für viele attraktiv geworden. Es hat sich technisch ja unheimlich was getan im Fahrradbereich. Es wird jetzt für Zielgruppen interessant, die es vielleicht vorher konditionell nicht mehr geschafft haben und die machen jetzt längere Touren.

Und deswegen ist das eigentlich nur konsequent dass wir in diesem Bereich auch gehen. Ja du hast gerade schon gesagt da findet eine weiter Entwicklung, eine technische Weiterentwicklung statt. Die E-Bikes, die haben inzwischen ein Riesenmarktanteil gewonnen, heißt es für euch dass ihr diese Ratservice Station eigentlich auch immer updaten müsst regelmäßig mit neuen Werkzeugen?

Ja und da haben wir schon ein Auge drauf. Die Entwicklungszyklen springen natürlich im Fahrradbereich. Ich würde mal sagen die aktuellen Räder können man mit der Station ganz gut abdecken. Das ist sich schon verbietet wenn man nicht vom Fach ist gerade bei den E-Bikes oder Pedelecs dass man am Antrieb schraubt, also wirklich am Elektromotor.

Sondern das ist eine Geschichte für einen Fachmann die dann darauf speziell auch geschult werden teilweise sogar für den Hersteller der dieser Motoren. ja Das kann man natürlich mit so einer Ratservice Station nicht machen Da sollte man schon zur Fachwerkstatt gehen. Also Finger weg davon jetzt zum Beispiel Motor oder sogar den Akku zu öffnen.

Ja, wir haben jetzt schon ein paar Dinge besprochen wo ihr beim Thema Fahrrad aktiv seid. Was habt ihr denn sonst noch im Portfolio? und ums Fahrrad? Das ist wirklich eine bunte Tüte die wir machen. also fangen wir mal nochmal an bei dem ganzen touristischen Thema Förderung regionaler Radrouten beispielsweise das gehört dazu dass wir auch Tourenvorschläge ausarbeiten zusammen mit den Tourismusverbänden.

dann natürlich das ganz klassische Thema Pannenhilfe das wir einfach wollen sicher unterwegs sind und auch ans Ziel kommen, selbst wenn sie mal einen Defekt haben. Verkehrssicherheit wird bei uns traditionell schon groß geschrieben. also Verkehrserziehung das fängt an. es gibt seit Jahrzehnten gibt es ein Jugendfahrrad Turnier da gibt es Programme dass eben also schon die kleinsten die nötigen Skills erwerben die Sie vielleicht ich sag mal sonst nicht mitbekommen also den Spaß am Fahrradfahren entwickeln.

Dann aber natürlich auch, müssen wir sagen gerade die etwas ältere Zielgruppe. Die jetzt vielleicht nach zwanzig Jahren Absinenz wieder auf ein modernes Pedelec umsteigt? Die haben mit Technik zu tun diese gar nicht kennen. also Vielleicht kennen sie noch die alten Trommelbremsen von früher oder die Stempelbrennungen vom Hollandrad und plötzlich haben Sie es in der Scheibenbremse zu tun.

Also da geht es auch um so Themen, wie dosiere ich die Bremse richtig? Was ist die Vorder- oder was ist die Hinterradbremse? Wie nutze ich möglichst effizient den E-Antrieb. Da gibt es also zum Beispiel Angebote, dass man Pedelec Sicherheits Trainings belegen kann beim ADAC und dann natürlich allgemein auch das Thema Verkehrsentwicklung.

Was braucht es damit Radfahrer und Autofahrer beide sich gut im Straßenverkehr bewegen können und vor allen Dingen auch sicher bewegen. Ja, lass uns abschließend vielleicht kurz besprechen was in dem Bereich geplant ist. soll das jetzt weiter ausgebaut werden? Was plant ihr da eine Neuerung? Also wir müssen uns natürlich schon angucken wann irgendwann mal gut ist.

ich sag mal irgendwo müssen wir es natürlich deckeln weil es allein sonst personell zu groß wird. Aktuell haben wir uns jetzt auch noch keine Zahl gesetzt, weil wie viel wir da einen Cut machen. Ziel ist schon dass wir eine recht gute Abdeckung bekommen. Aber das werden wir uns anschauen wo dann der Deckel ist.

Es hängt natürlich auch immer davon ab wie die einzelnen Regionalklubs da auch weiter vorangehen wollen. Ja Oliver, tausend Dank dass du uns hier den Einblick gegeben hast in einem wirklich... Schönes Thema, schönes Thema weil so viele davon profitieren. und ja ich hoffe sehr dass ihr das Netz noch weiter ausbauen könnt oder es hier zumindest das jetzt schon sehr dichte Netz einfach sehr gut weiter in Stand setzen könnte ein stand halten könnte und danke fürs Gespräch.

Dann danke ich auch!

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