
programmier.bar – der Podcast für App- und Webentwicklung· Staffel 7· Folge 78
Spezialfolge : next.app devCon 2026 aus Berlin
Dienstag, 20. Oktober 2026 · 28 min
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Drei Tage, 24 Tracks, ein neuer Name: Jan war auf der next.app devCon in Berlin (nextappcon.com) und berichtet Dennis, wie die Konferenz für ihn war, die früher unter den Namen droidCon und flutterCon (programmier.bar/podcast/spezialfolge-flutterco…) lief. Mit einem Programm, das weit über Mobile hinausgeht, hat sich die Veranstaltung dieses Jahr deutlich breiter aufgestellt.
Jan nimmt uns mit durch Setup und Format: dedizierte Tracks für Gaming, XR, Security, Swift und mehr, Sessions über 20 oder 45 Minuten plus Keynotes in mehreren Tracks parallel. Das macht die Orientierung bequem, sorgt aber auch dafür, dass man als Besucher:in schnell drei Tage im selben Raum sitzt. Bei den 20-Minuten-Slots bleibt Jan skeptisch: Für einen Ticketpreis von etwa 500 Euro wünscht er sich mehr Tiefe statt acht Kontextwechsel pro Tag.
Inhaltlich spannend wurde es vor allem in den zwei Tracks zu Agentic Coding. Dort hat sich gezeigt, dass gerade zwei Realitäten nebeneinander existieren: auf der einen Seite die Bubble mit Software Factories, Agent-Rollen und von Agents gepflegten Wikis, auf der anderen Entwickler:innen, die Coding Agents aus guten Gründen nicht nutzen dürfen, von Patenten über Firmengeheimnisse bis zu Anforderungen an das Supply Chain Management. Für Jan ein Argument dafür, dass auch das klassische Konferenzformat noch lange relevant bleibt.
Zwei Talks sind besonders hängen geblieben: einer über das Factory Pattern, der die Frage aufwirft, ob sich unsere Rolle in Richtung Architekt:innen für das System verschiebt, das Software baut. Und einer zu Clean Code in Zeiten von AI, der sehr faktisch durchgeht, welche Regeln einem Agent tatsächlich nutzen und welche man verwerfen oder neu denken sollte.
Beim Eventhandwerk gibt es dagegen Luft nach oben, und das sagen wir hier ehrlich: Das Catering vom Vorjahr ist weggefallen, stattdessen gab es ein paar Food Trucks im Hof. Dazu mehrere Sessions, die schlicht ausgefallen sind, ohne dass es einen Hinweis gegeben hätte. Inhaltlich ist die Konferenz aus Jans Sicht auf einem guten Weg, organisatorisch fehlt an einigen Stellen noch die Kleinigkeit, die den Unterschied macht.
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen programmierbar Folge, einem Special über eine Konferenz. Und zwar reden wir heute über die Next-App DEFCON. Das ist richtig. Jetzt habe ich heute richtig gemacht. Ich bin Dennis Becker und mir gegenüber sitzt Jan Gregor im Getriebe. Moin Moin. Genau. Und Jan, du warst nämlich auf dieser Konferenz und kannst ein bisschen was darüber berichten.
Yes.
Und vielleicht für alle da draußen, die jetzt denken, was ist denn die Next-App DEFCON? Das habe ich irgendwie noch nie gehört. Das ist richtig, weil die hieß früher anders, die hieß schon mehrfach anders. Ganz früher war es die DroidCon, dann ist es so Droidcon und Fluttercon zusammen geworden. Und dieses Jahr haben sie sich erstmals noch breiter aufgestellt mit ganz vielen Tracks zu Web und anderen Themen, können wir gleich nochmal drüber sprechen.
Und deshalb haben sie jetzt gesagt, so, okay, wir kommen aus diesem App Space, deshalb so Next App, aber wir machen auch so generisch Dev für alle, deshalb Next App, DefCon. Ich würde da auch nochmal drüber nachdenken, über den Namen, aber so ist es jetzt.
Okay. Das heißt, würdest du schon, hat es trotzdem noch so einen, ach nee, du hast gerade gesagt, Web ist auch dabei.
Also App heißt nicht ausschließlich so native iOS Android Blubs, sondern Ne, also ich würde sagen, der allergrößte Teil der Besucherinnen war schon so Mobile Developer, weil da kommen sie halt her, da haben sie eine große Crowd, ne? Die kommen ja auch alle irgendwie wieder. Aber dadurch, dass sie auch Tracks zu React, zu Cross-Plattform-Frameworks, für Agentic, für Spiele, für bla haben, war es schon auch ein sehr gemischtes Publikum.
Okay. Eins bis zehn. Kann ich zählen, ja?
Wie begeistert warst du am Ende? Boah, ich weiß nicht, ob ich der Richtige bin, das zu beantworten. Ja, okay, ich verstehe, was du meinst. Oder warum die Frage wichtig ist. Ich würde sagen, so eine 7 bis 8. Mit vielleicht so einem klein bisschen Salz obendrauf, weil ich ja quasi vom Berufswegen begeistert sein muss, wenn ich da hinfahre.
Also ich bin ja da, um Content zu finden, so um coole Speaker zu finden, um coole Themen zu finden. Deswegen, und es liegt auch so in meiner Natur der Sache, dass ich mich generell für Sachen begeistern kann. Also ist für mich vielleicht einfacher. Wenn ich jetzt hauptberuflich nur Mobile App Development machen würde oder nur Webdevelopment oder nur Game Development, dann wäre es vielleicht eher so eine 6 bis 7.
Aber ja. Okay.
Dann nochmal ein paar Fakten. Weiß nicht, wie viele du davon kennst. Wann hat sie stattgefunden?
Fakten, Fokuswerbung war das früher, gell? Fakten, Fakten, Fakten. Stattgefunden vom 7. bis 9. Oktober. Und nächstes Jahr ist es auch wieder so um den Dreh. Okay. Eben Berlin, Citycube, Messe. Mit vielen Menschen? 24 Tracks, habe ich mir aufgeschrieben. Okay, 24 Tracks. Menschen, ich habe nochmal nachvollziehbar, ich habe keine Zahlen gefunden.
Ich würde vermuten, es waren so ein paar tausend. Okay. 24 Tracks, hast du gesagt? Ja. Die aber nicht immer alle zu jeder Zeit vollgeführt waren. Also sie haben das sehr dediziert gemacht, dass es für diese ganzen Themen, die sie da abdecken wollen, es gab einen Track für Gaming, es gab einen Track für VR, AR, bla bla bla, es gab einen Track für Security, einen Track für, oder zwei Tracks für Swift, etc.
etc. Und dadurch war halt nicht immer überall voll, weil sie da halt wirklich nur diese Art von Content platzieren wollten, aber dadurch, dass der Citycube halt diese vielen Räume hat, kannst du sie halt erlauben, Tracks quasi durchgehend zu blockieren, auch wenn du sie nicht immer bespielst. Ich weiß auch nicht, ob ich ein großer Freund davon irgendwie bin, weil wenn du jetzt nur wegen ein, zwei Themen kommst, sitzt du halt drei Tage gefühlt im selben Raum.
Wenn ich jetzt aus Gaming-Perspektive da hinkomme, dann bin ich vielleicht bei Gaming und bei VR und vielleicht noch einmal in einer Security-Session oder so, weil sie mich so ein bisschen tangiert. Aber es passiert dich halt nicht so ein bisschen, das ganze Gelände anzuschauen und mal durch die Expo zu laufen und die anderen Tracks und so.
Aber es macht es halt komfortabel, weil du immer weißt, wo du hin musst.
Ja.
Ja, und du musst nicht zwangsweise immer über das komplette Messegelände laufen. Ja.
Was wir auch bei der Rear Developers oder bei der Google Chart Next geschaffen hat, wo du wirklich so 10, 15 Minuten einplan musst, um einfach zu einem Talk zu kommen. Also wirklich diese Zeit da brauchst du ja.
Okay.
Gut. Du hast ja schon gesagt, du hast selbst versucht, so ein bisschen einfach Themen für dich oder für uns zu suchen. Wie ist denn so die Orge außenrum? War es einfach für dich, die Talks zu finden? Also gibt es eine App, gibt es eine Webseite, wie ist die Agenda aufgeteilt? Ich meine, bei 24 Tracks wird es ja irgendwie auch schon schwierig, gibt es tolle AI-Chatboards, die dir sagen, hey, dann es gibt keinen tollen.
Ich habe mir selber einen tollen, also ich habe Cloud im Browser einfach genommen, weil die Agenda gab es im Browser und in der App. Was ich immer schade finde, ist, wenn es Konferenz-Apps gibt mit Agenda drin und dann keine Kalenderintegration, weil ich während Konferenzen eigentlich immer lieber meinen Kalender benutze, als irgendwie in die App und dann drei Tabs weiter und wo musst du irgendwie hin, deswegen übertrage ich das immer in meinen Kalender.
Das haben sie da nicht gemacht. Du konntest so Sessions highlighten für dich in der Web-App, aber das war dann halt einfach nur im Browser. Das habe ich einmal gemacht, weil es war halt schon ein großer Schedule. Also 24 Tracks irgendwie parallel, da musst du es schon viel durchscrollen. Über drei Tage war auch ordentlich Auswahl.
Und dann habe ich das halt gehighlight und dann habe ich am Ende Claude gesagt, okay, jetzt gucken wir alles an, was ich so gehighlight habe und übertragen wir das bitte in meinen Kalender rein. War es natürlich auch das Problem mitbringt, dass, glaube ich, bei mindestens einem Fall so war, dass sie nochmal was an der Agenda geändert hatten und irgendwie Sessions getauscht hatten und das dann halt mein Kalender nicht mitgekriegt hat.
Aber ja. Und gab es eine fixe Sessionlänge? Also wie lange waren Vorträge?
Es gab 20 Minuten, 45 Minuten und die Keynotes eine Stunde. Wobei die Keynotes immer so ein bisschen spät angefangen haben, ein bisschen QA, also der Vortrag war auch nicht ultra lang, aber ja, so die Formate. Ich muss sagen, ich war Anfang des Jahres in London auf einer Konferenz und die hatten auch so dieses 20-Minuten-Format.
Ich bin da, glaube ich, kein Freund von. Das ist mir zu kurz und es gibt mir zu wenig Content. Und wenn ich dann noch irgendwie am Ende ein paar Fragen haben will, dann habe ich eigentlich nur so einen 15-Minuten Lightning-Impuls, Vortrag so und dafür dann viel Geld zu zahlen. Also die Tickets, da liegen, glaube ich, im regulären Verkauf ohne Early Bird und sowas bei 500 Euro.
Auch nicht so günstig. Ja, für drei Tage. Aber ohne Catering und alles. Aha. Ja, da können wir auch gleich nochmal drüber sprechen. Dann würde ich mir schon mehr Tiefe irgendwie auch wünschen. Ja, und das sorgt halt auch dafür, dass ich am Ende von so einem Tag, dadurch, dass manche sehr kurz waren, schon in acht unterschiedlichen Talks gesessen habe.
Und das ist halt auch schon hartes Programm irgendwie. Also da bist du dann auch mental so ein bisschen durch, viele Kontextwechsel, viele neue Themen, bla. Das ist, glaube ich, mit, wenn man so fünf, sechs längere Sessions macht, glaube ich, angenehmer. Gab es eine übergreifende Keynote? Nein. Es gab in mehreren der Tracks gleichzeitig Keynotes.
Was ja vielleicht auch Sinn macht, weil wenn du jetzt irgendwie Mobile-Developer bist, interessiert dich die Keynote aus dem Security-Bereich vielleicht weniger oder die aus dem Gaming-Bereich oder so. Ja, gab es eine gemeinsame Begrüßung? Es gab in allen Tracks vor der Keynote denselben 5-Minuten-Einspieler oder so mit, hey, schön, dass ihr da seid, das ist unser Format, deshalb machen wir das hier, etc.
War auch schön produziert, aber da habe ich mir auch gedacht, das hätte man auch live machen können und einfach in die anderen Bäume reinstreamen. Wäre vielleicht ein bisschen persönlicher noch gewesen.
Noch werde ich nie aufs Catering gehen. Ja, was kann man noch beurteilen? Qualität, ich meine, muss man ja auch zugeben, du warst jetzt alleine dort, also aus unserem Space alleine dort. Und bei 24 Tracks und drei Tagen hast du wahrscheinlich einen kleinen Prozentsatz der Talks gesehen. Wie hat dir die Qualität gefallen der Talks, die du gesehen hast?
Es waren ein paar sehr, sehr gute Talks dabei, wo wir auch die Speaker direkt hier abgegriffen haben und mit denen noch zukünftig ein paar Folgen aufnehmen werden. Es waren wie bei jeder Konferenz auch immer ein paar Nieten dabei, wo man sich denkt, dieser Talk hätte ein Blogpost sein können oder eine E-Mail oder keine Ahnung was.
Aber im Schnitt bin ich, glaube ich, eher positiv als negativ ausgegangen. Also ich war auch schon auf Veranstaltungen, wo ich mir denke, so hier ist es echt schwer, so ein Goldstück zu finden.
Und das war da nicht. Hast du andere Vibes mitbekommen? Also wie zufrieden die Leute waren so mit Vorträgen?
Es haben sich ein paar Leute darüber echauffiert, dass einige der Talks deutliches Sponsoring-Placement waren. Das gibt es ja öfter auf großen Veranstaltungen. Du kaufst irgendwie einen Booth, eine Ausstellungsfläche und kriegst dann irgendwie einen Talkslot noch dazu. Die Talks, bei denen ich das gesehen habe, waren zum einen immer nur diese 20-Minuten-Talks, wo es dann auch ehrlicherweise nicht ganz so schlimm ist.
Und wenn man sich eine Talk-Beschreibung durchliest, finde ich zumindest, erkennt man das auch immer, also man weiß, worauf man sich so einlässt. Und ehrlicherweise waren die Talks, bei denen ich das gesehen habe, auch, ich meine, es waren zwar Product Pitches, aber es war fair. Es war technisch über das Produkt gesprochen, es war, wie kann es dir helfen, es war kein Sales-Pitch, es war ein Ingenieur vorne, der irgendwie drüber gesprochen hat und dann finde ich das auch okay.
Du bist ja ein großer Verfechter. Jetzt bin ich gespannt. Davon zu sagen, es braucht all diese Themen noch in der Zukunft. Und wir werden uns auch weiter noch über Frameworks und einzelne Teile unterhalten. Es gab ja wahrscheinlich auch irgendwie gab es einen dedizierten AI-Track, hast du auch gesagt, zwei AI-Tracks.
Die sie Agentic Coding genannt haben, weil es ja schon mehr Developer-Focus ist, nicht nur irgendwie generische AI. Und da hat man auch wieder gesehen, also ich glaube, generell bei der Konferenz hat man gesehen, oder vielleicht würde man das bei allen Veranstaltungen gerade sehen, dass sich so zwei Lager bilden und gar nicht mal unbedingt groß verfeindet oder sowas, sondern einfach gefühlt leben die Leute in zwei Realitäten.
So die eine ist unsere Realität, worüber wir auch in den letzten paar Folgen hier immer wieder gesprochen haben, ja, irgendwie super viel Agentic Engineering, wenig Handanlegen selber beim Coden, immer weniger auch selber die Review dafür machen, immer mehr Onboarding von, ich sag mal, developerfremden Menschen, die auch direkt am Produkt mitarbeiten können mit AI.
Und die anderen sind in einer Realität, wo das einfach nicht so ist. Die nutzen vielleicht ein Coding Agent oder ein Chatbot oder sowas für Code Completion oder um irgendwie ein Problem zu lösen, so wie wir früher Stack Overflow genutzt haben. Aber die leben einfach nicht in dieser Agentic Engineering-Welt.
Entweder weil sie nicht dürfen, weil sie nicht können, weil sie das Geld dafür nicht haben. Es kann ganz unterschiedliche Gründe haben, aber ich glaube, es war ganz interessant zu sehen, wieso außerhalb von unserer Bubble das irgendwie noch funktioniert und dass es sehr viele, auch teilweise sehr große Firmen gibt, die legitim, und da kann man dann drüber streiten, aber die legitime Gründe haben, das jetzt gerade nicht so zu machen.
Und deshalb glaube ich, wird für viele mehr Menschen, als wir manchmal so glauben, dieses klassische Konferenzaustausch, Weiterbildungsformat noch sehr lange sehr relevant sein. Und ich weiß ehrlicherweise nicht, ob sich das über Zeit von selbst löst oder ob es da einfach Leute und kritische Infrastruktur gibt, wo Menschen sagen, wir wollen das halt aus Prinzip nicht.
Muss man, glaube ich, abwarten, ob es da nochmal so einen Kulturwandel durchzieht. Oder ob, weiß ich nicht, auch Firmen wie, oh ich weiß nicht, darf man jetzt hier, darf man jetzt hier was nennen? Also ich habe mit Developern von großen deutschen Mittelständern gesprochen, die halt einfach Angst haben.
Nein, dass sie die nennen.
Okay. Da waren Leute von, ich sag mal, Firmen so Größenordnung, Bosch, die ja auch große IT haben, die nicht nur irgendwie Akkuschrauber und sowas herstellen. Und die halt auch gesagt, okay, die haben halt teilweise Sorge, Coding-Agents zu nutzen, weil sie niemandem zutrauen, ihren Quelltext irgendwie an andere Server zu geben, weil da halt viele Patente und Firmengeheimnisse und bla bla drin sind.
Was ja auch ehrlicherweise alles so Probleme sind, die wir hier nicht haben im Gaming Space. Oder Leute aus der Verteidigungsbranche halt auch gesagt haben, okay, das ist halt, wir haben ganz strenge Anforderungen an Supply Chain Management und wir können nicht das Zeug einfach irgendwo hinpusten. Und vielleicht müssen dann diese AI-Anbieter irgendwie gesichertere Lösungen für sowas auch anbieten und entwickeln.
Aber auch da ist es, glaube ich, so eine Vertrauens- und Kulturfrage. Also genauso wie AWS und Azure und sowas auch alles schon gesichertes Hosting in Europa anbieten. Und trotzdem ist da immer noch eine gewisse Skepsis gegen amerikanische Cloud-Anbieter. Und vielleicht wird es auch bei AI irgendwie so bleiben.
Ja. Aber ich meine, dann kannst du auch deine lokalen Modelle nutzen. Die sind ja nicht so gut, aber da kommst du ja mittlerweile auch relativ an.
Vielleicht ist auch das, die Antworten, es gab auch einen coolen Vortrag über lokale Coding-Agents mit GLM. Die scheinen ja auch irgendwie mittlerweile ganz gut zu sein. Dann ist halt eher so die Sache, du brauchst halt schon auch ordentliche Hardware dafür und auch da leben wir wieder in der Bubble.
Ich meine, wir haben hier alle irgendwie 6000 Dollar Max rumstehen, so mit 100 GB RAM und so, das ist alles kein Problem. Aber auch da, wenn du über so einen Konferenz verläufst, da sitzen halt auch Leute mit so einem Dell HP, keine Ahnung, 16 Gigabyte RAM und das ist dann halt ehrlicherweise nochmal eine andere Kursenordnung.
Ja, klar.
Und ich frage, ich habe gerade mal der Gedanke, ob sogar Konferenzen tendenziell in dieser Übergangsphase eher noch Leute aus der, wie nennt man das? Ich meine, Münchnicht, oldschool oder traditionell oder.
Naja, traditionell klassisch für die schon okay.
Aus der klassischen Welt dorthin zieht, weil das Sachen sind, die natürlich trotzdem bei großen Unternehmen auch etabliert sind, also zu Konferenzen irgendwie. Es gibt das Budget, kannst da hinfahren so, und da frage ich mich, ob das vielleicht trotz, also ob das ein bisschen auch korreliert, dass da noch besonders viele sind und vielleicht gerade die, die jetzt total abgefahren irgendwelche Sachen Agentic Engineering machen, vielleicht gerade auch gar nicht auf dann eine Konferenz dieser Art fahren am aktuellen Umfeld.
Und deshalb fand ich es cool, dass sie einfach so ein Agentic Engineering Track hatten in der ganzen Konferenz so rum und nicht einfach gesagt haben, wir machen jetzt nur noch AI wie irgendwie so viele andere. Was ist halt genau das ermöglicht? Du kannst als einfach ein normaler Entwickler da hingehen und dir einfach gucken, was ist halt irgendwie so möglich.
Und in diesem Agentic Engineering Track war tatsächlich eine sehr große Bandbreite abgebildet. Hin zu, hey, was ist überhaupt ein Harness und wie funktioniert das und was macht das für dich und wie kannst du es irgendwie tweaken, also sag mal so Level 1 so vielleicht, so ein bisschen mehr als dein Coding-Chatbot irgendwie zu nehmen.
Hinzu, wir haben hier so eine komplette Software Factory gebaut, das ist unser Workflow, so haben wir irgendwie verschiedene Agent-Rollen da reingebracht, so nutzen wir das jetzt, das sind auch so die Kosten und die Komplexität, die damit einhergeht. Das war schon sehr breit aufgestellt, ja. Hin zu auch so diesen Metathemen drumherum, wie machen wir Knowledge Management über unsere Software?
Ja, das sind ja auch Themen, die wir uns hier schon anguckt haben mit, wir haben hier irgendwie Wikis, die von Agents gepflegt werden oder wir haben mehr Code-Dokumentation im Repository, was dem Agent irgendwie noch mehr Kontext geben kann und sowas. Also da muss ich zugeben, war ich positiv überrascht, wie progressiv dann da noch vieles war.
Ich habe mit deutlich mehr Talks gerechnet, aller, hey, was ist ein Hannes und wie funktioniert das und du kannst es irgendwie nutzen, aber es war schon viel mehr vorne dran auch dabei.
Ja, ich denke auch nicht, also meine persönliche Meinung, ich ist nicht, dass irgendwie ich das Gefühl habe, dieses Konferenzen aussterben. Also für mich ist es weiterhin ein super gutes Mittel, um sich irgendwie mit der Community auszutauschen. Ich gehe natürlich davon aus, dass sich dieses Thema immer weiter zu dann diesen Problemen hinschiebt.
Und egal, wo wir sie dann definieren, ob es dann mehr das Produkt ist oder die Idee oder wo auch immer, es weiter hingeht, aber dass es schon sinnvoll ist, über seine eigene Bubble hinauszugucken und sich mit anderen auszutauschen und den Austausch zu pflegen. Und das ist, glaube ich, das ist nicht das Erste, was ich denke, was ausstirbt mit AI, dass der Austausch sich nicht mehr mehrwertig anfühlt.
Ja, also gerade dieser Beispieltalk über so Software Factory Patterns und sowas, der zeigt ja, dass selbst wenn du in so einem vollautomatisierten Setting drin bist, es immer noch Bedarf gibt, darüber zu sprechen, okay, wie setzen wir das auf, was haben wir daraus gelernt, was könnt ihr übernehmen, was müsst ihr für euch selber aber irgendwie auch entdecken.
Und ich kann mir auch vorstellen, dass einfach in zwei, drei Jahren das einfach so die Majority der Talks sein werden. Und dann die Leute halt nur darüber sprechen, okay, wie orchestrieren sie halt hier eigentlich am Ende ihre ganze AI und was kommt irgendwie drauf rum. Es gab sehr viele Talks tatsächlich schon in diesem AI-Kontext, die so um Quality Gateways gingen.
Also wie kannst du deinen Agents oder wie kannst du Agents dafür nutzen, Tests zu automatisieren, Testcases zu discovern, selber zu beheben dann und sowas, ja. Und ich denke, okay, da sind schon viele irgendwie in der richtigen Richtung unterwegs. Und wenn ich mir vorstelle, in ein, zwei Jahren mit denselben Leuten nochmal in so einem Rahmen zu sprechen, wäre ich zumindest super gespannt, was die mir dann zu erzählen haben.
Ja.
Was war der beste Talk, den du gesehen hast?
Entweder einer von diesen Factory Pattern Talks, weil das tatsächlich bei mir das erste Mal so war, dass ich da gesessen habe und gesagt, okay, wir müssen grundlegend darüber nachdenken, wie sich unsere Rolle ändert hin zu so Systemarchitekten. Und zwar nicht Systemarchitekten im Sinne von deiner App als Systemlandschaft, sondern dieses System, was Software irgendwie baut.
Wo wir bei uns ja auch gerade schon so ein bisschen darüber nachdenken sind, aber jeder eigentlich gerade noch so sein eigenes Süppchen, also jeder einzelne Developer tatsächlich da gerade noch so dran ist und wir noch nicht so dieses eine übergreifende System für die ganze Firma oder auch nur ein Team irgendwie gefunden haben.
Ich glaube, das ist so eine Ebene, die kommt. Und das fand ich irgendwie so einen Aha-Moment für mich. Und der andere Talk, und da kann man vielleicht vorweggreifen, da werden wir noch ein Deep Dive zu machen, das war ein sehr cooler Talk, den ich gesehen habe zu Clean Code in Zeiten von AI. Und du wirst dich erinnern, wir hatten hier intern schon mal so eine ähnliche Diskussion, ist das überhaupt noch relevant und braucht man das?
Und gefühlt haben wir intern damals diese Debatte sehr emotional geführt, so, man hängt da dran oder man will das endlich loswerden und AI erlöst uns irgendwie davon. Und das war der erste Talk, den ich gesehen habe oder das erste Mal, dass ich jemand da mit auseinandergesetzt habe, auf so einer sehr faktischen Ebene.
Okay, diese Sachen, um die es in Clean Code geht, würden die einem Agent tatsächlich nutzen und wenn ja, warum oder warum nicht? Und welche Regeln muss man verwerfen? Welche muss man vielleicht neu dazu nehmen, welche muss man vielleicht auch anpassen für ein Agent? Und das fand ich sehr pragmatisch, sehr hypefreit und trotzdem sehr, wie sagt man so, Software-Crafty.
Es gibt irgendwie wenige dieser Craft-Momente in AI-Zeiten und das fand ich so einen coolen davon. Und das werden wir auf jeden Fall nochmal aufgreifen.
Cool.
Und ganz kurz, ich glaube, wir haben in der Folge über die Google Cloud Next auch darüber gesprochen, wie sehr ich es hasse, wenn Leute so AI-generierte Slides verwenden, weil die für mich gefühlt alle gleich aussehen. Und es gab auch einen Talk, der das sehr intensiv gemacht hat, ehrlicherweise mit einem schönen Arztstyle, da war es nicht ganz so schlimm.
Und der hat am Ende was gemacht, was jetzt mein Requirement an alle AI-Slide-Talks ist. Der hat nämlich am Ende seine Outros gezeigt, so welche komischen Slides wurden generiert und die halt einfach komplett Banane ausgesehen haben. Und das war nochmal so ein ganz lustiger Moment am Ende vom Talk. Und ich würde empfehlen, wenn ihr eure Slides KI generieren lasst und das ab und zu in die Hose geht, nehmt ihr einfach mit und wenn am Ende keine Fragen kommen, ist das ganz lustig, dann nochmal drüber zu schauen.
Und falls ihr eure Slides noch nicht mit KI generieren lasst, solltet ihr euch nochmal deutlich hinterfragen.
Weiß ich nicht, ob ich das so blank unterschreiben würde, aber ja. Vielleicht, alle diese Talks von der Webkonferenz und auch von den letzten Jahren, sind auch auf YouTube. Also noch nicht alle, weil jetzt ist es gerade mal eine Woche her, aber die veröffentlichen die auch über Zeit. Und da sind ein paar echt coole dabei, verlinken wir dann noch.
Bei der Programmierkon kommen sie instant. Das sagst du jetzt.
Das letzte Mal haben sie, glaube ich, ein halbes Jahr gebraucht. Aber okay, ihr habt viel gehört.
Ja, das sind die Vibecoding-Eindrücke von gestern Nacht. Gut. Rahmenbedingungen. So, du hast schon hier im Slack-Channel, was ja ein Bedürfnis war anscheinend, hattest du schon ein Foto geteilt und zwar von einer Speisekarte.
Ja, also man geht ja auf diese Veranstaltung auch, wenn man eine eigene Konferenz hostet, so wie wir, so ein bisschen, um zu gucken, okay, was machen die anderen? Und uns war das ja immer sehr wichtig, dass bei uns Catering mit dabei ist. Und ehrlicherweise auch ein sehr gehobenes Catering, aber das muss ja gar nicht immer der Anspruch sein, eine Hauptsache ist es irgendwie was da.
Und ich finde das auch sehr wichtig, weil das für mich tatsächlich während so einer Konferenz ein Mental Loadpunkt ist, den ich abhaken kann. Ich muss nicht gucken, wo gehe ich hier aus der Messe raus, wo gehe ich hin, bla, sondern ich gehe da einfach rein, kriege im Zweifelsfall auch schon das eine.
was es halt irgendwie gibt oder die Auswahl aus zwei oder keine Ahnung was, kann man das nehmen, fertig, bla. Kosten sind gar nicht mal so das Hauptargument. Das ist vielleicht auch ein Argument, ja, aber ich meine, für die allermeisten Leute Zeit ist halt dann eh der Arbeitgeber und das ist vielleicht ärgerlich, aber es tut dir persönlich nicht weh.
Aber persönlich stört mich so dieser Mental Load-Moment viel mehr. So, letztes Jahr, als bei der DroidCon FlatterCon war, gab es da Catering. So, mit derselben Erwartungshaltung bin ich da auch wieder hin, bis ich dann gesehen habe, es gibt kein Catering mehr, es gibt keinen Kaffee mehr, es gibt gar nichts mehr, es gibt jetzt nur noch Foodtrucks, die draußen im Hof stehen und da kannst du dich bedienen.
Und wenn dann mehrere tausend Leute zur selben Zeit auf ein paar wenige Foodtrucks einstürmen, ist das natürlich auch ein Skalierungsproblem, womit ein Caterer, der genau weiß, dass er irgendwie alleine 2000 Leute versorgen muss, vielleicht deutlich besser umgehen kann, als diese paar Foodtrucks. Und da kommt natürlich noch dazu, dass die Preise auch jetzt nicht gerade günstig waren.
Also dieses Foto, was ich geschickt hatte, von dem einen stand, wenn du Wasser mit einer Brezel haben wolltest, warst du bei, ich glaube, 9,80 Euro oder 9,60 Euro, keine Ahnung so. Auf alle Fälle knapp einen Zehner, sag ich mal. Und das denke ich mir, wenn dein Ticket schon 500 Euro kostet, da könnte man so ein bisschen was drauflegen.
Sie hatten so ein paar Wasserspender überall auf dem Gelände verteilt, manchmal war da auch noch was drin, manchmal waren sie leer. Ja, ja.
Tee, eine Tasse Tee, 4 Euro. Ja, das ist halt ein heißes Wasser. Aber ich fand auch den, ich mochte den Kommentar von Grischer, die das Catering-Unternehmen heißt ja tatsächlich Capital Catering. So um sich Kapital drauf zu schaffen.
Ich glaube, das kommt, weil das so Capital, also weil es in Berlin hauptstadtmäßig und so ist. Aber ja.
Kannst du auch anders interpretieren.
Ja, okay. Ja, steile Preise auf jeden Fall. Ich habe für meine Currywurst beim Mittagessen gab es so ein Angebot, Currywurst mit Pommes und Getränk, 15 Euro. Also für Messepreise eigentlich halt okay, aber für eine Konferenz, die letztes Jahr Catering mit hatte und jetzt nicht mehr und es auch nirgendwo vorher kommuniziert wurde.
So ärgerlich. Einer von den paar wenigen Punkten, wo ich mir denke, da haben sie sich eigentlich nur selber irgendwie wehgetan. Das hätte man, wenn man das besser kommuniziert hätte, wenn man das ein bisschen besser strukturiert hätte, da gibt es so ein, zwei Punkte generell bei dem Event, wo ich mir denke, ja, inhaltlich sind sie, glaube ich, auf dem richtigen Weg, aber Event-handwerksmäßig fehlt ja manchmal noch, so eine Kleinigkeit.
Dein größter Kritikpunkt?
Ja, wie gesagt, ich glaube so, das, was da am Event-Handwerk noch fehlt, das sind zum Beispiel über die drei Tage, war ich zweimal in Sessions gesetzen, die einfach nicht stattgefunden haben. Und beim ersten Mal kam auch einfach niemand, um zu sagen, hier, das fällt aus oder das war keine Nacht am Screen, wir saßen dann alle da so 15 Minuten lang und dann haben die Leute angefangen, sich so anzugucken und gehen wir jetzt einfach oder was machen wir jetzt hier?
Und das war natürlich so lange, dass ich dann auch nicht mehr gelohnt habe, irgendwo anders reinzugehen. Und das war halt irgendwie eine verschenkte Zeit, wo ich mir denke, okay, wenn sie von Anfang an gesagt hätten, der fällt aus, tut mir leid, immer mal passieren, Leute werden krank, life happens, dann kann man woanders hingehen, dann wäre das kein Beibruch, aber dich halt so lange da irgendwie warten zu lassen.
Und das ist wohl tatsächlich in mehreren Tracks passiert, habe ich mir von Leuten sagen lassen, das muss halt einfach nicht sein. Wo ich mir denke, das hätte man einfach besser lösen können, dann wären alle Leute irgendwie glücklicher gewesen. Ja, so das und mit dem Catering zusammen, das sind eigentlich so meine größten Kritikpunkte.
Jetzt hast du gesagt, es gibt einen Termin schon nächstes Jahr, das heißt, es scheint wirtschaftlich erfolgreich genug zu sein, das Ganze fortzuführen.
Ja, also ich spalte jetzt immer mein Catering auf der Marge. Und ich habe mir auch sagen müssen, weil ich mir wirklich halt ernährt, die haben jetzt diese vielen mehr Tracks und sowas, ja, und ich hatte mit jemandem besprochen, der wohl auch da schon mal Events organisiert hat im Citycube. Und das ist wohl preislich gar nicht so der große Hebel, ob du uns irgendwie zwei, drei Räume mehr bestuhlen lässt oder nicht, sondern du hast halt den Citycube, dann hast du den Citycube.
Und von daher haben sie jetzt gefühlt im Vergleich zu letzten Jahr deutlich mehr Menschen reinbekommen bei einem ähnlichen Preis, ohne Catering, also wird sie schon irgendwie rentiert haben. Die Ausstellerhalle war auch deutlich größer gefüllt dieses Jahr, wo bestimmt auch nicht wenig Geld gelassen wird, um da seinen Stand zu bekommen.
Ich habe da mal so ein bisschen nachgefragt. Ja, ich glaube, das werden wir noch länger sehen, das Event. Sehr gut. Und es ist auch international besucht, was ja auch nicht ein Selbststadt ist. Sind die Tracks Englisch?
Ja. Alle? Ja. Okay. Alles klar. Dann vielen Dank für diese Einblicke zur Nextapp DEFCON. Das ist genauso, wie sie heißt.
Mal schauen, wie ob sie das nächste Jahr noch was anders heißt. Sie haben zumindest die sagt man die Punktuierung geändert. Das war, als wir das angekündigt haben, letztes Jahr war es irgendwie so ein Wort und jetzt ist es, glaube ich, nextapp.devcon oder also weiß ich nicht, das ändert sich schon nochmal, ich weiß nicht, müssen die Show notes schreiben, ich muss nochmal nachschauen.
Sehr gut.
Alles klar. Ja, wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr natürlich Jan gerne schreiben. Unter anderem als jan.programmier.bar oder was ich empfehlen wollte, ob ich irgendwie andere. Nein, oder natürlich auch über unser Kontaktformular auf der Webseite, genauso wenn ihr anderes Feedback habt, könnt ihr das darüber schreiben.
Wir können auch gerne die Link auf unserem Discord-Server quatschen. Jan antwortet auch über Spotify-Kommentare.
Wenn die Kommentare nett sind, die beantwortet werden dann was meistens Vanessa, wenn es so ein bisschen sassy sarkastisch ist, dann können sie meistens von mir. Sehr gut.
Ja, vielen Dank für die Einblicke. Und bis zur nächsten Konferenz. Yes, das ist unsere. Dann bis zur nächsten Programmierkon. Wunderbar.
Bis dann