Cover von robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Bildung

robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

von Dietmar Gumprecht

Website RSS

Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern.
robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist.
Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit.
Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.

Folgen

  1. Funkstille – Wenn das eigene Kind den Kontakt abbricht

    Seit vierzehn Monaten hat Monika kein Wort von ihrer Tochter gehört. Wenn man sie in der Bäckerei nach Julia fragt, sagt sie, es gehe ihr gut, viel Arbeit. Über erwachsene Kinder, die den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen, wird inzwischen v

  2. „Jetzt sind wir quitt!" – Wenn Dankbarkeit zur Schuld wird

    „Nach allem, was ich für dich getan habe." Kaum jemand spricht diesen Satz laut aus, aber sehr viele denken ihn, beim Abwasch, auf der Heimfahrt vom Sonntagsbesuch, manche über Jahre. Und fast jeder kennt auch das Gegenstück, die Hilfe, die

  3. „Du hörst mir nie zu!" – Jeder Streit beginnt zweimal

    Ein Samstagvormittag, eine Küche, ein Termin, der angeblich schon genannt wurde. Drei Wochen später erinnern sich beide an den Anlass, und keiner von beiden kann den Augenblick benennen, in dem aus der Meinungsverschiedenheit ein Konflikt w

  4. Unkaputtbarer Selbstwert? — Geschäftsmodell: Zweifel

    Unkaputtbarer Selbstwert? — Geschäftsmodell: Zweifel Neunzehnhundertneunzig erfand eine Werbeagentur drei Wörter für eine Getränkeflasche. Zwei davon sind wieder verschwunden. Das dritte steht heute im Duden, und wir hängen es inzwischen an

  5. Ich gönne mir das! – Das Ende der Willenskraft?

    Der Tag war lang. Die Woche war hart. Gerade ist ohnehin viel los. Alle drei Sätze stimmen. Keiner von ihnen erlaubt irgendetwas. Trotzdem steht abends jemand in der Küche, und die Kühlschranktür geht auf. Die übliche Erklärung lautet, die

  6. Dieses elende Sonntagsgefühl! – Einer Emotion auf der Spur.

    Sonntagsblues, Sunday Scaries, Sonntagsneurose — das Gefühl hat viele Namen und kaum jemand eine Erklärung. Man hat frei und fühlt sich schlecht. Es kommt nicht am Samstagabend, obwohl da schon die Hälfte weg ist. Es kommt am Sonntagnachmit

  7. Sich entbehrlich machen. – Verantwortung, die nie schläft

    Du drehst das Telefon um, statt es auszuschalten. Ein kleiner Unterschied, und er sagt mehr, als dir lieb ist. Diese Folge handelt von einem Reflex, den fast alle für eine Tugend halten: immer erreichbar zu sein, immer einzuspringen, die Pe

  8. Wofür entschuldigst du dich? – Der Reflex, sich klein zu machen

    Manche Menschen sagen „Tschuldigung", bevor überhaupt etwas geschehen ist. Nicht für eine Tat, sondern für die bloße Anwesenheit — für Raum, für ein Bedürfnis, fürs Dasein. Diese Folge geht dem reflexhaften Entschuldigen nach: woher es komm

  9. Es ist nie genug — es sei denn, du weißt, wo

    Du wartest wochenlang auf etwas. Das neue Auto, die Zusage, die Reise. Und dann ist es da — und nach ein paar Tagen ist das Auto ein Auto, der Blick aus dem Hotelfenster nur noch Kulisse, vor der du deinen Kaffee trinkst. Das, was du wollte

  10. Alle haben ADHS! - Die Selbstetikettierungsfalle

    Alle haben ADHS. Hochsensibel, traumatisiert, neurodivers, ein unsicherer Bindungstyp, ein Narzisst in der Familie: Die Sprache der Diagnose ist zur Sprache der Selbstbeschreibung geworden. Diese Folge fragt, was passiert, wenn aus einem Wo

  11. Wähle dein Bedauern — Entscheiden heißt Abschied

    Wer sagt „ich bereue nichts", meint es meist ehrlich — und sagt trotzdem etwas, das zu viel behauptet. Denn wer wirklich nie etwas bereut, hat entweder nie eine Wahl getroffen, die ihm teuer war, oder er hört den Teil von sich nicht mehr, d

  12. Was alle über dich wissen – nur du nicht.

    Ein Video von sich selbst, ein Mensch, der nicht sieht, was Fremde sofort erkennen – und ein Befund, der sich seit Jahrzehnten wiederholt: Genaues Hinschauen hilft an dieser Stelle nichts. Diese Folge geht der unbequemen Frage nach, wo Selb

  13. Du fühlst dich minderwertig? – Gut so!

    Es gibt eine Aufgabe, an der manche Menschen ein halbes Leben arbeiten: sich endlich genug wert zu fühlen. Sie lesen die Bücher, sie besuchen die Seminare, sie arbeiten mit Disziplin an ihrem Selbstwert. Und sie kommen nie an. Kaum ist ein

  14. Schon wieder enttäuscht? – Warum dieses Gefühl nie lügt.

    Enttäuschung behandeln wir wie einen Fehler, den man möglichst schnell hinter sich bringt. Dabei ist sie eines der ehrlichsten Signale, die wir haben. Sie trifft uns nie dort, wo uns etwas gleichgültig ist, sondern immer dort, wo wir vorher

  15. Lust und Verzicht – Die Kunst des Genießens

    Vor dir steht etwas Schönes – ein Glas Wein, ein Abend, ein Ort, den du dir lange gewünscht hast. Und während du es genießt, ist dein Kopf schon woanders. Warum geht uns das Genießen so oft durch die Finger, obwohl wir alles dafür hätten? D

  16. Und du bist schuld! – Scham, Reue, Verantwortung

    Schuld ist ein schweres Wort, und wir vermeiden es, wo wir können. Wir sagen lieber, wir hätten ein schlechtes Gewissen. Doch hinter diesem freundlichen Etikett steckt fast immer das stärkere Gefühl – und es meldet sich oft genau dann, wenn

  17. Die Perfektions-Lüge. – Warum du nicht deine Leistung bist

    Du verschickst eine Mail, und in der zweiten Zeile fehlt ein Wort. Niemand würde stolpern. Und trotzdem kriecht eine Hitze den Nacken hoch, und ein Satz meldet sich, der gar nicht der Mail gilt, sondern dir: Wie konnte mir das passieren. Vi

  18. Von Narzissten umzingelt! – Wirklich?

    Ein einziges Wort, und plötzlich erklärt sich alles. Jahre der Verwirrung, des Zweifelns an der eigenen Wahrnehmung – und dann fällt der Begriff „Narzisst“, und alles fügt sich. Diese Erleichterung ist echt und verdient Respekt. Die Folge f

  19. Dein bester Trick funktioniert nicht mehr. Wie Kindheitsmuster dich steuern.

    Jeder Mensch entwickelt als Kind Strategien, um mit seiner Umgebung zurechtzukommen. Erdulden, vermeiden, kompensieren — diese Antworten auf frühe Erfahrungen waren einmal die bestmögliche Lösung. Das Problem: Sie laufen weiter, auch wenn s

  20. Echte Liebe kennt keine Eifersucht? Nachdenken über ein Gefühl

    „Echte Liebe kennt keine Eifersucht" — diesen Satz hört man heute oft, in Beziehungsratgebern, in kurzen Videos, in der Reife-Liebe-Rhetorik. Daneben hält sich das alte Lied hartnäckig: ein bisschen Eifersucht beweise eben, dass man wirklic

  21. Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

    Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernd

  22. Mach das weg! Gib mir das! – Die stoische Disziplin des Begehrens

    Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir beha

  23. „Wie ungerecht!" – Wenn Empörung zur Gewohnheit wird

    Die Natur kennt keine Gerechtigkeit. Sie kennt Schwerkraft, Thermodynamik und Zerfall — aber kein Verdienst und keinen Anspruch. Gerechtigkeit ist eine menschliche Erfindung, fragil und unvollständig. Die Stoiker wussten das. Sie erhoben Ge

  24. Warum dem Universum deine Bestellungen egal sind - Die Manifestations-Industrie

    Das Universum, 93 Milliarden Lichtjahre groß und 13,8 Milliarden Jahre alt, soll auf deine Bestellungen reagieren. So verspricht es eine Industrie, die seit fast hundert Jahren gut davon lebt — in den Dreißigern hieß es „denke nach und werd

  25. Glaub mir nicht. – Prüfen statt folgen.

    Die Kālāma-Sutta ist 2.500 Jahre alt und trotzdem eine der unbequemsten Gebrauchsanweisungen der antiken Literatur. Ein Lehrer, der sagt: Auch mir gegenüber bleibt skeptisch. Diese Folge nimmt Buddhas Antwort an erschöpfte Dorfbewohner als

  26. Hochsensibilität ist keine Superkraft — wie ein Begriff dich kleiner macht

    Ein Begriff, der zunächst entlastet, kann sich in eine Identität verwandeln, die enger wird, je länger man sie trägt. Hochsensibilität ist so ein Begriff. In dieser Folge geht es um die Verschiebung von „So bin ich halt" zu „So reagiere ich

  27. Nett sein ist keine Tugend. Warum Peoplepleasing klein macht.

    People Pleasing wird kulturell oft als Freundlichkeit gelobt – als Empathie, Hilfsbereitschaft, soziale Kompetenz. Diese Folge stellt eine unbequeme These dagegen: People Pleasing scheitert an allen vier stoischen Kardinaltugenden gleichzei

  28. Du fühlst, was du denkst – Wie Eindrücke zu Emotionen werden

    Ein Gefühl fühlt sich an wie eine Tatsache. Kommt rein, steht im Raum, duldet keinen Widerspruch. Aber zwischen dem Eindruck und der Emotion liegt ein Schritt, den die meisten übersehen: ein Werturteil, das so schnell fällt, dass es unsicht

  29. Und… als was identifizierst du dich heute? Die Identitäts-Falle

    Jemand sitzt auf dem Sofa und feilt an seiner Instagram-Bio. Drei Zeilen. Zwanzig Minuten. Der Daumen über dem Speichern-Button, als ginge es um eine Grundsatzerklärung. Diese Folge fragt, warum das so ist – und ob die Suche nach der richti

  30. Das gefährlichste Ziel ist das, das dich retten soll – Die Wenn-dann-Falle im Kopf

    Wir alle setzen uns Ziele. Das ist nicht das Problem. Das Problem beginnt dort, wo ein Ziel aufhört, Richtung zu geben, und anfängt, unser inneres Gleichgewicht zu tragen. Wo aus einem Vorhaben ein Erlösungsversprechen wird: Wenn ich das er

Ältere Folgen

0:00 / 0:00