RTL+ True Crime Time: Braune Kinderzimmer· Staffel 11· Folge 7

#7 Braune Kinderzimmer: Im Zeugenstand

Mittwoch, 12. August 2026 · 39 min

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Shownotes

Angelique steht im Zeugenstand: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit schildert sie ihre Undercover-Recherche bei der „Letzten Verteidigungswelle“, trifft die Angeklagten wieder und muss sich harten, teils suggestiven Fragen der Verteidiger stellen.
Angeklagt ist auch Timo, der bisher in diesem Podcast nicht auftaucht. Ist er der eigentliche Strippenzieher der LVW?
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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis. In diesem Podcast werden Ausschnitte aus Original-Chats und Sprachnachrichten verwendet, in denen rassistische, antisemitische und insgesamt menschenverachtende Sprache vorkommt. Die Sprachnachrichten und Chats sind echt, die Namen aber geändert und die Stimmen mit KI verfremdet.

Ich hatte echt so eine ganz furchtbare Nacht. Bei mir lief alles schief. Mein Zug hatte Verspätung. Ich bin nicht so richtig in meine Unterkunft reingekommen, erst ganz spät. Und jetzt habe ich ziemlich wenig geschlafen. Es ist jetzt kurz nach neun. Ich mache mich jetzt noch kurz fertig, gehe dann runter.

Ich bin dann mit der Polizei verabredet, und ab dann darf ich nicht weiter dokumentieren, weil das alles so heikel ist. Ja, ich bin gespannt. Ja. Ich bin in einem Treppenhaus. Es gehört zum Oberlandesgericht Hamburg. Zu dem Teil, der für die Öffentlichkeit verschlossen ist. Von außen wirkt dieses Gebäude fast einschüchternd majestätisch.

Die riesige Kuppel ragt über die Dächer von Hamburg. Und davor diese schwere Sandsteinfassade mit den hohen Fenstern und Säulen. Als ich das Gebäude zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich eher an ein Museum. Also alles daran strahlt Macht und Würde aus. Ich bin nicht durch den Haupteingang gekommen. Nicht da, wo Anwälte, Journalisten oder Zuschauer das Gebäude betreten, sondern durch einen gesicherten Nebenzugang.

Irgendwo hinter dem eigentlichen Gericht. Direkt neben der Justizvollzugsanstalt. Die Wände sind hellgrau gestrichen. An manchen Türen stehen noch so alte Beschriftungen. Zelle 5 oder einfach nur Nummern, direkt auf den Putz gemalt. Alles besteht aus Beton. Richtig schwerem Beton. Über mir summt kaltes Neonlicht. Es gibt keine Fenster. Kaum Geräusche von draußen.

Nur meine Schritte, die durch das Treppenhaus hallen. Vielleicht ist das mal ein alter Hafttruck gewesen, denke ich mir, während ich laufe. So ein abgeschirmter Weg zwischen Gefängnis und Gericht. Heute wird er offenbar genau dafür genutzt, Leute unbemerkt in dieses Gebäude rein und wieder rauszubringen.

Damit Menschen wie ich niemandem begegnen. Keinen Zuschauern, keinen Angeklagten und niemandem von der Presse. Vor mir laufen zwei Männer. Hinter mir auch. Sie sind von der Polizei. Genauer gesagt, sie sind vom Zeugenschutz. Noch ein paar Schritte und vor uns erscheint eine große, schwere, eiserne Tür.

Der Mann vor mir greift an seinen Schlüsselbund. Er sucht kurz in seiner Hand, aber der erste passt nicht. Hinter der Türe höre ich schon Stimmen. Dann greift er den zweiten Schlüssel. Für einen Moment ist in meinem Kopf alles still. Dann schaut er mich an und sagt, bereit? Und ich nicke. Und dann drückt er die Tür auf und da sehe ich sie.

Justin und die anderen Mitglieder der letzten Verteidigungswelle. Hey, ich bin Angelique. Ich bin eine Investigativreporterin bei RTL. Monatelang war ich undercover bei jugendlichen, gewaltbereiten Neonazis. Ich habe mitgeholfen, diese mutmaßlich terroristische Vereinigung aufliegen zu lassen. Und deshalb gelte ich unter den Mitgliedern der LVW als Verräterin.

Denn auch durch meine Recherche stehen sie jetzt in Hamburg vor Gericht. Braune Kinderzimmer ist eine Produktion von RTL Plus. Das ist Episode 7 im Zeugenstand. Ende März 2026 bekomme ich einen Brief. Aber nicht nach Hause, sondern ins RTL-Büro in Berlin. Der Umschlag ist ziemlich dick. Ich mache ihn auf.

Der Absender ist das Hanseatische Oberlandesgericht. Auf dem Brief steht ein Datum, eine Uhrzeit und der Sitzungssaal, in dem ich erscheinen soll. Und darin steht auch, Die Justiz dient dem Recht der Bürger. Helfen Sie uns, dieses Ziel zu erreichen. Mit Ihrer Aussage tragen Sie unter Umständen in erheblichem Maße zur Entscheidung des Gerichts bei.

Auch wenn Sie meinen, nichts Wesentliches aussagen zu können. Ich lese das mehrmals. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon zweimal bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Aber das reicht nicht. Ich muss das alles noch mal vor Gericht erzählen. Im Beisein der Angeklagten. Acht junge Männer sind angeklagt, unter anderem wegen Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung, schwere Brandstiftung, Verabredung zum Mord, Körperverletzung und versuchte Mord.

Und einer von ihnen ist hier im Podcast bisher noch gar nicht aufgetaucht. Wie bei den anderen ändere ich auch seinen Namen. Ich nenne ihn Timo. In den Ermittlungsakten wird Timo jetzt als Kopf oder so eine Art Anführer der letzten Verteidigungswelle beschrieben. Den Namen Timo habe ich in den Chats schon mal gelesen, weil sie über ihn gesprochen haben.

Aber als ich damals eingestiegen bin, war Timo längst raus. Ich will jetzt aber nochmal wissen, wer ist der Typ eigentlich? Glücklicherweise habe ich alle Chats der LVW gesichert. Also nehme ich mein Handy und scrolle dahin, wo mir der Name damals begegnet ist. Auf dem Weg dahin bleibe ich noch bei einem weirden Gespräch hängen und ich denke mir, alles wie immer.

Ein klassischer Chat mit jugendlichen Neonazis. Einer meldet sich im Generalchat und sucht Rat bei seinen Kameraden. Jungs, ich habe folgendes Problem. Und zwar hatte ich eine Kenntnisbeziehungsweise Zypen mit einer. Und ich habe von der besten Freundin erfahren, dass die fünf Beziehungen gleichzeitig führt.

Und da wollte ich Miss Rachel quasi mit der besten Freundin schlafen. Aber das Problem ist, die ist Türkin. Also halb deutsch, halb Türkin. Und ich denke mal nicht, dass ich das bringen kann. Ja, macht man nicht. Ja, das wäre schon Rassenschande. Wenn du das machst, bist du kein richtiger Rechter. Hab ihr geschrieben, Rassenmischung ist nicht so meins. Geht gegen meine Prinzipien.

Ja, block die einfach. Viel effektiver als sein Pimmel in die Art von Volk zu stecken. Das alles wirkt im Rückblick fast harmlos. Zumindest im Vergleich zu dem, was die acht jungen Männer gemacht haben, die heute vor Gericht sitzen. Aber zurück zu Timo. Tatsächlich taucht Timos Name immer wieder auf.

Ich habe nur damals überhaupt nicht gecheckt, wer dieser Timo eigentlich ist. Ganz kurz zur Einordnung. Zu dem Zeitpunkt im Chat sitzen schon mehrere der besonders aktiven LVW-Mitglieder in Untersuchungshaft. Justin, Yannick und Elias. Sie wurden bei Razzien festgenommen. Kevin, der sich in der Gruppe selbst als Führer bezeichnet, macht trotzdem weiter. Es ist ihm egal.

Und ihr erinnert euch sicher an Tina. Auch sie ist zu diesem Zeitpunkt Gauleiterin. Und sie ist diejenige, die mich das erste Mal auf Timo aufmerksam macht. Sie schickt einen Screenshot in den Chat. Es ist ein Snapchat-Profil. Es ist das Profil von Timo. Und über dieses Profil lande ich bei seinem Instagram-Account.

Ein Video zeigt ihn im Badezimmer, oberkörperfrei. Ich sehe verschiedene Spiegel-Selfies aneinandergeschnitten und er flext ein bisschen mit seinen Muskeln. Auf einem Foto trägt er eine weiße Sturmhaube. Ich schaue mir das damals an und ich denke mir nicht viel dabei. Er ist ja nicht mehr in der Gruppe.

In den Chats sagen sie, er sei vor einigen Monaten rausgeflogen. Haha, unser Kollege Schnürschuh, das ist doch Timo. Das war der, der die LVW verraten hat, ja. Darauf meldet sich Kevin zu Wort. Er scheint Streit mit Timo gehabt zu haben. Und ja, dieser Bastard hat uns alle verraten. So, und letztens meinte er noch so, ja, ich muss jetzt zur Polizei, aber ihr habt ziemlich Glück, weil ich halt kein Verräter bin und euch deswegen mich verrate.

Nee, weil er uns schon verraten hat. Digga, so ein Hurensohn, wirklich. Und dann schrieb er mir letztens nämlich Moin. Da habe ich mich schon gewundert, hey, was will er jetzt von mir, ne? Weil ich habe mich schon gedacht, dass es irgendwo darauf hinausgeht. Und dann meinte er so, ja, ich gehe jetzt in den Knast. Und ich so, aha, okay.

Warum denn? Ja, weil ich halt dicht gehalten habe und so. Das Problem ist, die Polizei hat mir ja sogar die Aussage, also Timo kann ja eine Aussage machen und ich war ja der Angeklagte, ne? weil ich ja jetzt der Führer der LVW bin. Ich hab viel Scheiße für diese Gruppe eingefuckt, so. Und dann sag ich halt so zu Timo, ja, du, ich hab mir deine Aussage durchgelesen.

Also er hat ja wirklich versucht, uns wirklich zu ficken. Also er hat sich wirklich, wirklich Mühe gegeben dabei. So, und ich will nicht prahlen, aber ich bin es halt einfach. Daher hab ich auch die Polizei davon überzeugt, dass das eigentlich nur eine Freundesgruppe war, die gar nicht mehr existiert und dass Timo halt angepisst ist auf mich.

Und dann habe ich dem Bunja auch damals die Chats gezeigt, wo Timo ja meinte, dass er mich nicht wertschätze und bla bla bla bla bla. Ja. So und er wird nicht in den Knast gehen, Leute, falls er das ein von euch schreibt, keine Sorge. Unser geliebter Timo wird nicht in den Knast gehen. Ihr könnt ganz ruhig bleiben.

Ich weiß, ihr liebt Timo alle zu alle, aber kein Kopf machen. In Folge 1 habe ich euch gesagt, dass Kevin die Gruppe vor etwa vier Jahren gegründet hat. Das stimmt, aber er war nicht allein. Durch die Recherche von Stern und RTL haben wir in den Ermittlungsakten herausgefunden, bei der Gründung der LVW war noch jemand dabei, nämlich Timo.

Kolleginnen und Kollegen vom Stern wissen, was in den Akten steht. Das sind ziemlich viele Seiten. Timo soll eine WhatsApp-Gruppe mit seinem zwei Jahre älteren Freund Kevin gegründet haben. Sie hatten offenbar eine ziemlich konkrete Vorstellung davon, was daraus werden soll. Eine bundesweit aktive Organisation mit hunderten Mitgliedern.

Timo ist damals 15 Jahre alt und geht in die 9. Klasse einer freien Schule in Rostock. Die Schule liegt nur wenige Schritte von der Ostsee entfernt. Wenn man sich Fotos aus dieser Zeit anschaut, wirkt erstmal nichts besonders auffällig. 2023 steht Timo bei seiner Jugendweihe im blauen Sakko neben seinen Klassenkameraden.

Geschniegelt mit Fliege, guckt freundlich lächelnd in die Kamera. Er ist eher der Typ Jugendlicher, den man vermutlich nicht sofort mit einer mutmaßlichen Terrorgruppe verbinden würde. Doch genau zu dieser Zeit beginnt Timo offenbar, die letzte Verteidigungswelle aufzubauen. In der Gruppenbeschreibung legt er Regeln fest und bezeichnet sich selbst als Führer der LVW.

In Nachrichten an Kevin schreibt er, er sehe die Gruppe in ein paar Jahren zu tausenden aufmarschieren in der Tradition der NSDAP, der Nationalsozialistischen Partei Adolf Hitlers und der SA, ihrer paramilitärischen Straßenkampforganisation. Bei einer späteren Durchsuchung finden Ermittler einen Notizblock.

Daraus soll hervorgehen, dass Timo schon 2021, also mit elf oder zwölf Jahren, ein Vorläufer der LVW gegründet haben soll. Mit elf oder zwölf Jahren. Timo soll sich nicht nur den Namen der Gruppe ausgedacht haben, sondern auch ihr Logo. Der Totenkopf, wie bei der SS. Und die Bundesanwaltschaft macht heute vor allem an ihm fest, warum sie die LVW als terroristische Vereinigung einstuft.

In einer Nachricht nennt Timo die Gruppe selbst eine Terroreinheit. Und nur zehn Tage nach der Gründung schreibt er, Ziel der LVW sei es, Anschläge zu verüben und Ausländer zu töten. Schon bald hat die Gruppe mehr als 50 Mitglieder. Er fordert andere Mitglieder dazu auf, Häuser anzuzünden und, wie er das sagt, das Pakt zu verbrennen.

Und Timo soll auch derjenige gewesen sein, der Elias immer wieder dazu angestachelt hat, das Kulturhaus in Altdöbern anzuzünden. Aber irgendwann scheint ihm das selbst alles nicht mehr zu reichen. In den Chats wirkt Timo zunehmend unzufrieden. Die bisherigen Aktionen seien zu wenig, also zu harmlos. Offenbar geht es ihm nicht schnell genug.

Einige Monate später denkt er sogar darüber nach, die LVW zu verlassen. Der Anspruch, eine echte Terrorgruppe zu sein, sei aus seiner Sicht noch nicht erfüllt. Kevin, also sein Freund, versucht ihn zum Bleiben zu überreden. Man habe jetzt schließlich Leute zusammen, schreibt er sinngemäß. Die müsse man nur noch formen.

Doch offenbar eskaliert der Streit innerhalb der Gruppe später trotzdem. Und am Ende wird ausgerechnet Timo, der mutmaßliche Gründer der LVW, selbst aus dem Chat geworfen. Erst Monate später ergibt eine Nachricht, die ich im LVW-Chat gesehen habe, plötzlich Sinn. Ein Mitglied postet damals einen Chatverlauf zwischen ihm und Timo in die Gruppe.

Und darin schreibt Timo direkt an die LVW-Leute, an seine Gruppe, die er mit aufgebaut hat. Meine Kameraden, auch wenn viele mich nicht mehr als ihren Führer betrachten, will ich für euch nur das Beste. Wir müssen 100% untertauchen, aber die letzte Verteidigungswelle wird nicht untergehen. Das tut sie seit 2021, seit ihrer Gründung nicht. Aber wir müssen uns zurückziehen, damit wir in ein paar Monaten wieder 101% geben können.

Für den wahren Kampf. Bleibt stark, bleibt standhaft und denkt immer daran, diese Welle kann man nicht stoppen. Heil der LVW. Die alte, eiserne Tür quietscht auf. Der Raum dahinter ist überraschend schlicht. Ich sehe Holztische, die mich aber eher an ein Klassenzimmer von früher erinnern, nicht an einen Gerichtssaal.

Rechts von mir, leicht erhöht, sitzt die Richterin, gegenüber der Staatsanwalt. Direkt vor mir wäre eigentlich die Nebenklage. Das Pächterpaar aus Altdöbern. Aber ihre Plätze bleiben leer. Ich darf hier keine Aufnahmen machen. Die Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Was ich erzähle, ist also meine Erinnerung.

Links von mir sitzen die Angeklagten. Insgesamt sind vielleicht 50 Menschen im Raum. Als ich eintrete, wandert mein Blick automatisch über die weißen Namensschilder auf den Tischen. Die meisten Namen kenne ich. Ganz vorne sitzt Elias, neben seinem Verteidiger und seiner Mutter. Ich kenne ihn bisher nur von Fotos und Videos.

Zum Beispiel aus dem, in dem er das Kulturhaus angezündet hat. In echt wirkt er größer, als ich ihn erwartet habe. Er hat blonde Haare, ein rundliches Gesicht und trägt ein weißes Hemd. Sein Blick ist ziemlich grimmig. Eine Reihe dahinter sitzt Kevin, der selbsternannte Führer der LVW. Er wirkt ungepflegt mit einem flaumigen Bart über der Oberlippe, hat unordentliche Haare und trägt Jogginghose.

Er grinst, reckt den Hals und versucht durch die Reihen vor ihm, einen Blick auf mich zu erhaschen. Ein paar Plätze weiter sitzt Jannik, der, der mich damals in die LVW geholt hat. Er hat die Feuerwerksbatterie auf ein Geflüchtetenheim in Schmölln geschossen. Er hat eine Glatze und trägt eine lockere Hose. Er wirkt angespannt, fast so, als könnte er jeden Moment aufspringen.

Ich höre ihn mit seinem Anwalt flüstern. Ich nehme bewusst den linken Stuhl am Tisch, so, dass mich alle sehen können. Ich will mich nicht hinter meinem Anwalt verstecken. Am Ende des Saals fällt mir eine Frau auf. Wahrscheinlich eine Mutter. Ihr Blick wechselt zwischen Verachtung und Fassungslosigkeit.

Ihre Hände krallen sich am Tisch fest. Vor mir steht ein Tischmikrofon. Und dann drehe ich den Kopf und sehe ihn. Justin. Mit Justin war ich in Tschechien. Mit ihm und seinem Stiefvater habe ich Bier an der Feuertonne in ihrer Gartenlaube getrunken. Mit Justin habe ich Selbstverteidigung geübt. Er hat geplant, eine Unterkunft für Geflüchtete in Senftenberg anzuzünden. Mit Kugelbomben.

Er ist blass. Sein Gesicht ist fast so weiß wie das Hemd, das ihm ein bisschen zu groß ist und bis oben zugeknöpft. Er hat mittlerweile braune Haare und sie sind streng gescheitelt. Am Hals ziehen sich rote Stressflecken hoch. Er schaut nicht zu mir. Während der gesamten Verhandlung wird er mich nicht ansehen.

Meistens liegt sein Kopf auf seinen Händen oder direkt auf dem Tisch. Nach dem ersten Verhandlungstag bin ich erst mal erleichtert. Ehrlich gesagt war es gar nicht so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte. Hauptsächlich sollte ich Dinge bestätigen, die ich zuvor schon ausgesagt hatte. Ich wurde aber zum Beispiel auch gefragt, was denn der NSU sei.

Ich fand es erstmal komisch, jetzt auch noch Geschichtsunterricht. Aber vermutlich geht es bei solchen Fragen darum, ob ich wirklich weiß, von was ich da spreche. Am Ende ist für die wichtig, können wir der Reporterin von RTL wirklich glauben? Erst dachte ich, okay, die Richterin ist ganz schön streng mit mir.

Muss sie ja auch sein. Im Umgang mit den Angeklagten wirkt sie aber noch strenger. Die Richterin hat mich auch mehrmals gefragt, ob ich denn keine Angst gehabt hätte. Das fand ich irgendwie weird, aber auch nachvollziehbar. Ich verstehe nur nicht ganz, was das zur Sache tut. Danach rufe ich meinen Kollegen Tim an und nehme das Gespräch auf.

Einfach, um meine Eindrücke direkt festzuhalten, solange noch alles frisch ist. Guten Tag, lieber Nusserik. Hallöchen, grüß dich, Tim. Du klingst aber happy für den Tag bei Gericht. Ach, von sowas lasse ich mir doch die Laune nicht verderben. Aber du musst morgen noch mal hin? Ich muss morgen noch mal hin.

Heute war so ein bisschen, glaube ich, um mich warm zu laufen. Ich wusste das ja auch nicht, wie das abläuft vor Gericht. Also da hat erst mal die Richterin, die ja den Vorsitz hat, die stellt als erstes Fragen, solange die will. Als nächstes die Staatsanwaltschaft und dann die Verteidiger ich dachte ja genau.

Die sind morgen dran die haben heute noch keine einzige Frage gestellt die haben dazwischen gerufen aber sie durften noch nicht Fragen stellen, aber du hast gemerkt die scharen schon mit den Hufen also, hier meine ehemaligen Kameraden, es war echt interessant ich bin da natürlich mit Puls reingelatscht in diesen Raum, und habe mich erst mal nach links gedreht, wo dann alle saßen so in drei Reihen, saßen die so hintereinander.

Also es gab wahnsinnig viel Getusche, so viel, dass man das unterbrechen musste. Zu dem, was du sagst? Zu dem, was ich sage, also es kamen auch Geräusche dann, also wenn ich was gesagt habe, kamen dann Geräusche in die Richtung, oder also ich habe auch gesehen aus dem Augenwinkel, wie die Köpfe geschüttelt werden.

Ja, ich bin echt mal gespannt, weil die sind auch so super ins Detail gegangen, so an welchem Tag ich welche Sprachnachricht bekommen habe. Boah, Leute, keine Ahnung mehr, da kamen so viele. Aber ich habe das heute auch noch mal alles bestätigt. Da kamen auch so Suggestivfragen, so von wegen Frau Geray. Sie haben bei Ihrer Vernehmung am Hm-Hm-Hm so vielen gefragt, dass man das ernst nehmen muss, was diese Jugendlichen da sagen.

Würden Sie das heute eher als jugendliche Spinnerei abtun? Oder wie würden Sie das sehen? Und ich habe gesagt, wenn Jugendliche von Rassenkrieg reden, dann muss man das ernst nehmen. Und das sehe ich auch heute noch so. Das ist so, die haben das ernst gemeint. und das ist kein Spaß. Ja, also es ist aber natürlich auch rechtlich ohne Belang, was deine Einschätzung dazu gibt. Ja. Also geht es da, glaube ich.

Eher darum, nochmal zurückzuversichern, dass du das nicht nur ausgeblasen hast. Ah, okay. Dann wisst ihr die Zornay, ich habe das irgendwie ein bisschen gehypt, obwohl ich insgeheim eigentlich glaube, dass das nur... Und ich meine, ganz ehrlich, das haben wir uns ja alle die ganze Zeit gefragt, wie viel davon ist quasi jugendliches Mackertum?

Und quasi, wir sind so hingerissen und wenn einer mal den Anfang macht, dann willst du den übertreffen. Aber es ändert am Ende ja nichts daran, dass jemand, wenn das denen gelungen wäre, diese scheiß Kugelwurme da ins Fenster zu werfen und das Haus anzustecken, im Zweifel da irgendwer draufgegangen wäre.

Und dann ist es egal, ob das quasi sich hochgeschaukelt hat in irgendwelchen jugendlichen Leitlinnen. Morgen droht vor allem, also auf was wir uns einstellen können, ist, die möchten gerne versuchen, das so hinzudrehen, dass ich eigentlich auch Mitglied bin. Deswegen haben sie heute schon quasi die Richterin darauf aufmerksam gemacht, warum die Belehrung quasi nicht, weitläufiger quasi gehalten wird, warum ich da nicht auch mit bei bin, weil ich ja Teil dieser Gruppe war, dass ich sie unterstützt hätte durch meine Taten.

Sie haben nichts vorgelegt, weil es hätte ja auch sein können, dass in das Verfahren schon eingeführt ist irgendwas von denen, dass Sie sagen, gucken Sie mal, was die Frau Geram hier noch geschrieben hat. Aber das müssten Sie dir... Doch, doch, also es gab. Also eine Sache haben Sie mir vorgehalten, wie ich quasi in die Chatgruppe eingetreten bin.

Und der schrieb dann so, hier, Sieg Heilkameraden, wir haben jemand Neues. Und ich habe geschrieben, heil euch. Aber das kann man ja gut erklären. Das ist ja quasi rechtlich unbedenklich, aber signalisiert ja trotzdem. Ja, ich bin eine von euch. Ich bin eine von euch, genau. Aber da merkt man erst mal im Nachgang, wie krass man aufpassen muss.

Wahnsinn, hätte ich da schlammrig, schludrig gearbeitet, das würde mir so hart um die Ohren fliegen, hätte ich da mal irgendwie fröhlich Sieg Heil hin und her geschrieben. Ja, weil denk, als wir da in Bremen bei André saßen und er, dir da gesagt hat, die testen dich. Und dann sagt, du bist kein Hitlerist, damit du um diesen scheiß Hitler-Wusse rumkommst. Genau, ja, ja.

Das ist halt echt ein schmaler Grad. Brutal. Und natürlich die Sache, ich hätte meine weiblichen Reize ausgenutzt. Ja, und jetzt hoffe ich, dass es morgen nicht so schlimm wird. Was ich mir noch in diesem Telefonat erhofft habe, ist leider nicht eingetreten. Der zweite Tag meiner Aussage läuft nicht so reibungslos wie der erste.

Zwischen der letzten Folge dieses Podcasts und meiner Aussage vor Gericht vergeht Zeit. Aber es passiert auch in dieser Zeit noch einiges. Ich führe dutzende Gespräche mit Leuten, die in der LVW waren und ausgestiegen sind. Die meisten melden sich von selbst. Oft fühlt sich das seltsam an. Spätabends telefoniere ich mit Ex-LVW-Mitgliedern und ich fühle mich manchmal, als wäre ich am anderen Ende einer Seelsorge-Hotline.

Und manche scheinen auch die Gelegenheit zu nutzen, mit der Journalistin von RTL zu sprechen. Fast alle wollen erklären, warum sie mitgemacht haben. Besonders bleibt mir ein 17-Jähriger im Gedächtnis. Jonas. Er war eng befreundet mit Justin. Ich habe mir gedacht, dass man neue Freunde kennenlernt, dass man ein bisschen rechts ist, mal aus Spaß, vielleicht mal ein bisschen Sieg Heil, Heil Hitler ruft.

Das Übliche halt, aber dass es dann zu Straftaten übergeht, damit habe ich es auch so dicht gerechnet. Und das wollte ich auch eigentlich absolut gar nicht angehen. Aber irgendwann kam der Knackpunkt bei mir im Kopf. Ich habe wirklich eine Straftat zu begehen. An diesem Satz bleibe ich hängen. Ich weiß nicht, warum bei irgendwem plötzlich Lust entsteht, eine Straftat zu begehen.

Jonas sagt, er stand ständig unter Druck. Von den Gauleitern, vom Führer und von denen, die in der Gruppe das Sagen hatten. Mein Gefühl ist, er wirkt unsicher, braucht Bestätigung und gibt schnell nach, wenn andere Dominante auftreten. Trotzdem steigt er nicht aus, sondern macht mit. Er ist mitgegangen, wenn andere Straftaten geplant haben, er war bei Angriffen dabei, er hat selbst Hakenkreuze gesprüht und Wahlplakate abgerissen.

Heute macht er eine Ausbildung und sagt, in die Neonazi-Szene will er nie wieder zurück. Ich wünsche mir für meine Zukunft eigentlich ein friedliches Leben. Ohne Straftaten, ohne nochmal radikal zu werden, ohne rückfällig zu werden. Und dann steht dieses Jahr plötzlich die Polizei vor seiner Tür. Kurz vor der Auftaktverhandlung in Hamburg gibt es noch einmal Razzien. Auch bei Jonas.

Am 17. März 2026 stehen Ermittler des Bundeskriminalamts vor Haustüren in mehreren Bundesländern. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen. Sie gehen gleichzeitig gegen mutmaßliche Mitglieder der letzten Verteidigungswelle vor. Es ist mittlerweile die dritte große Razzia. Insgesamt sind es an diesem Morgen nochmal 16 Objekte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Und hinter einer dieser Türen wohnt Jonas. Am Morgen danach klingelt mein Telefon. Und dann haben sie bei mir halt die Wohnungstür aufgemacht, ganz normal. Da war dann erstmal der Mutti mit dem Hund. Und da war auf dem Hund sozusagen der rote Punkt. Gott sei Dank ist nichts passiert. Dann ging die Knarre auch in meine Richtung. Und dann wurde halt auf mich gezielt.

Und dann wurde auch gesagt, also ich wurde richtig angeschrien auf dem Boden. Und da habe ich hier dicke Kabelbinder hinten ranbekommen. Mein Handy haben die mitgenommen. Mein altes iPhone haben die mitgenommen. Dann noch mein älteres, älteres iPhone haben die mitgenommen. Dann mein kaputtes Handy haben die mitgenommen, was so grün flackert.

Dann haben die Festplatten mitgenommen. Und dann haben sie, da wusste ich gar nicht mehr, dass ich das im Besitz habe, im Hakenkreuz, im Bilderrahmen. Das wusste ich nicht mehr. Und... Achso, und vor meiner Konsole haben sie die Festplatte mitgenommen, obwohl da bloß Spiele drauf sind. Ich musste es heute Morgen alles erklären. Da habe ich mit meiner Ausbilderin, gesprochen und die hat dann gesagt, alles gut, gehen Sie nochmal zur Polizeiwache und holen Sie sich dann eine Bescheinigung für die Schule und so.

Ich habe dir aber auch erzählt, dass da bloß eine schwere Körperverletzung auf mich gehangen wird. Ich habe ja einen 14-seitigen oder 15-seitigen Durchsuchungsbeschluss bekommen. Da steht alles über die LVW drin. Was weiß ich, was die alles vorhatten, das steht alles da drinnen. Als ich mit Jonas telefoniere, merke ich, wie sehr ihn das alles mitnimmt.

Ich bin hin- und hergerissen. Ein Teil von mir hat Mitleid mit diesem 17-jährigen Jungen, der jetzt der Polizei, seiner Ausbilderin, seinen Eltern, seiner Oma und seinem Opa erklären muss, was er da gemacht hat. Ein anderer Teil von mir findet es richtig, dass auch bei ihm durchsucht wird, dass die Ermittler hinschauen und Beweise sichern. Komisches Gefühl.

Es ist der zweite Tag für mich im Zeugenstand. Wieder bringt mich die Polizei durch irgendeinen Hintereingang in den Saal. Wie wird das heute wohl laufen? Gestern war irgendwie überraschend harmlos. Vorher habe ich mir ständig Gedanken gemacht. Was werden die Anwälte mich fragen? Wie werden sie versuchen, meine Recherche anzugreifen oder mich als Person?

Als ich den Saal betrete, fallen mir sofort wieder die zwei Mütter auf, die gestern auch schon da waren. Sie schauen mich ziemlich grimmig an. Also man könnte schon sagen, Todesblicke. Mir läuft es eiskalt den Rücken runter. Meine Augen wandern wieder durch die Reihen. Justin starrt regungslos nach vorne.

Elias sucht hastig irgendwas am Laptop seines Rechtsanwalts. Kevin grinst mir zu und Yannick starrt mich an. Nochmal ganz kurz. Im Saal durfte ich natürlich nichts aufnehmen. Das hier ist also das, woran ich mich erinnere, aber nachgesprochen. Und dann beginnen die Verteidiger, mir Fragen zu stellen.

Erst noch ruhig und sehr höflich. Frau Geray, Sie sind eine attraktive Frau. Haben Sie nicht gemerkt, dass es Mitglieder gab, die in Sie verliebt waren? Ganz ehrlich, ich finde die Frage anmaßend. Also beantworten muss ich sie trotzdem. Also lehne ich mich nach vorne, drücke den orangenen Knopf und spreche ins Mikro.

Nein, das habe ich nicht gemerkt. Und dann wird es immer schneller. Haben Sie die Jugendlichen um den Finger gewickelt? Wie viel verdient man eigentlich mit so einer Recherche bei RTL? Ich habe ihr Buch gelesen. Wie viel Geld haben Sie dafür bekommen? Sind Sie sich da wirklich sicher? Wir haben uns die Chats durchgelesen. Kam die Idee mit den Kugelbomben?

Vielleicht eigentlich von Ihnen? Einer der Anwälte stellt die meisten Fragen. Es ist der Anwalt von Elias. Er sitzt vorne links in der ersten Reihe. Ich sitze schräg vor ihm. Er trägt einen dunkelblauen Anzug und ein weißes Hemd. Er wirkt sehr kontrolliert und sehr höflich. Jedenfalls am Anfang. Für mein Empfinden wird er nach einer Weile richtig laut.

Wie erklären Sie sich, dass Jugendliche mit Hausarrest gleichzeitig Teil einer Terrororganisation sein sollen? Wissen Sie überhaupt, was eine Terrororganisation ist? Ungefähr eine Stunde geht das so. Wenn du so mit Fragen gelöchert wirst, fast angeschrien wirst, also eigentlich will ich heulen. Aber ich weiß, wenn ich jetzt emotional werde, dann verliere ich.

Also versuche ich einfach ruhig zu bleiben. Ich höre irgendwann sogar auf, die Anwälte beim Antworten anzuschauen. Stattdessen rede ich nur noch in Richtung Richterbank. Ich sage mir die ganze Zeit, am Ende entscheiden sowieso sie. Aus dem Augenwinkel sehe ich währenddessen, wie Yannick und Kevin tuscheln, immer wieder lachen.

Ich höre dieses unterdrückte Prusten, so als müssten sie eigentlich laut loslachen. Während ich vorne ins Mikro spreche, murmeln die beiden immer wieder etwas in meine Richtung. Genervt. Spöttisch. So in die Richtung. Ja, klar. Bis irgendwann ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt dazwischen geht.

Die beiden werden ermahnt. Yannick will mir später sogar selbst noch eine Frage stellen. Sein Anwalt rät ihm aber davon ab. Nach zwei Stunden ist meine Aussage vorbei. Ich werde aus dem Zeugenstand entlassen und darf gehen. Ich bin einfach nur erleichtert. Nur wenige Wochen später bekomme ich eine Mail. Im Betreff steht, Vorwürfe zu Recherchen von RTL und Stern über die letzte Verteidigungswelle.

Wir haben 24 Stunden Zeit zu antworten. Der Absender ist ein bekannter Autor, der seit kurzem für die Süddeutsche Zeitung schreibt. Solche Mails kenne ich. Journalisten müssen sie verschicken. Ich habe sie auch schon verschickt. Wenn du eine Reportage machst oder einen Artikel schreibst, dann musst du der anderen Seite die Möglichkeit geben, auf die Vorwürfe zu antworten.

Das gehört zum journalistischen Handwerk. Was mich aber irritiert, sind die Fragen. Es sind zwölf, manche mit mehreren Unterpunkten. Vor allem aber kommen sie mir bekannt vor. Sie erinnern mich auffällig an die Vorwürfe, die ich bereits von den Anwälten der LVW gehört habe. Vor Gericht. Aus der Anfrage der Süddeutschen Zeitung wird schließlich ein Artikel.

Kurz darauf greifen rechte Blogs und Portale die Geschichte auf. Der Tenor, nicht die Gruppe steht im Fokus, sondern ich. Die Kommentare darunter sind krass. Geist ist krank und bösartig. Und wieder ein Vibe. Na dann, ab ins Gefängnis mit der Tante. Die Dame gehört im Nürnberger Prozess auf die Hauptanklagebank.

Wir kriegen dich. Bis zum nächsten Mal. Über den Artikel kann man unterschiedlicher Meinung sein. Wer wie ich verdeckt recherchiert, muss immer wieder ausloten, wo ist die Grenze. Und wenn du willst, dass Neonazis dich in ihre Mordpläne einweihen, musst du bis zu dieser Grenze mitspielen, damit sie nicht misstrauisch werden.

Und dann ist es auch ganz normal, so eine Mail zu bekommen und dass andere diese Grenze hinterfragen. Ich für mich kann sagen, ich habe immer sauber gearbeitet. Ich habe mich keiner Straftat schuldig gemacht. Aber nochmal, ich persönlich finde es schon sehr auffällig, dass die Süddeutsche Zeitung und die Anwälte der Nazis so ähnliche Fragen stellen.

Was ihr daraus macht, überlasse ich euch. Jetzt heißt es abwarten. Mitte Mai bekommen wir Rückmeldung vom Oberlandesgericht Hamburg. Es sind 13 weitere Verhandlungstage angesetzt. Anders als erwartet wird also so schnell kein Urteil gefällt. Bei Stern und RTL bekommt ihr auf jeden Fall mit, wie es ausgeht.

Und wenn ihr bis hierhin gehört habt, ganz ehrlich, danke. Danke für eure ganzen Nachrichten. Ich lese die alle und ich bin einfach überwältigt. Und am Ende geht es ja auch nicht um mich. Es geht um was Größeres, nämlich unsere Demokratie. Und die müssen wir alle verteidigen. Braune Kinderzimmer ist eine Produktion von RTL+.

Danke an das Team um Redaktion und Sounddesign, die diesen Podcast möglich gemacht haben. Geschrieben und gesprochen von mir, Angelique Geray. Musik, The Vibe. Braune Kinderzimmer ist eine Recherche von Stern und RTL. Bevor ihr jetzt abschaltet, ich habe noch einen Podcast-Tipp für euch. Ende November 2024 sinkt die Yacht Sea Story im Roten Meer.

Sie hat 45 Menschen an Bord, elf sterben, viele werden verletzt, darunter auch Tauchtouristen aus Deutschland. Die ägyptischen Behörden sprechen schnell von einer Monsterwelle, die schuld sein soll. Aber stimmt das? Sterneninvestigativ-Reporter sprechen mit Dutzenden Überlebenden und fliegen undercover nach Ägypten.

Ihre Recherchen legen nahe. Die Sea-Story, die ist kein Einzelfall. Nächste Woche geht's los mit unserer neuen Podcast-Serie Untergang der Sea-Story.

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