
SPORT1 DEEP DIVE· Folge 41
MoveLikeG: Er hat das Kartell, die Taliban und giftige Schlangen überlebt
Dienstag, 20. Oktober 2026 · 1 h 13
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Shownotes
Marinus Obermair aka Move Like G sucht auf seinen Reisen um die Welt immer neue sportliche Extreme. Er ist ohne Geld um die Welt gereist, mit dem Fahrrad 4.000 Kilometer durch Australien gefahren, 3.500 Kilometer von Mexiko bis nach Kolumbien gelaufen und hat versucht, die Donau innerhalb von 72 Stunden von Passau bis Bratislava zu durchschwimmen.
Host Lenny Peteanu spricht mit ihm über gefährliche Begegnungen im australischen Outback, seine Reise durch Afghanistan und den Darién Gap sowie darüber, warum ihn gerade die extremsten Herausforderungen antreiben. Außerdem sprechen die beiden über kalkuliertes Risiko, das Creator-Leben und darüber, warum für Marinus nicht Rekorde oder Anerkennung, sondern der Spaß am Abenteuer entscheidend ist.
⏱️ Die Folge mit MoveLikeG im Überblick
· – Intro
· – Weltreise ohne Geld
· – Nach Bali Schwimmen
· – Der Extremsportler
· – Mit dem Fahrrad durch Australien
· – Die große Reise
· – Durst, Hitze und Roadtrains
· – Ruhe und Isoliertheit im Outback
· – Ankunft in Sydney zu Weihnachten
· – Eltern
· - Glück als ständiger Begleiter
· – 3500km von Mexiko nach Kolumbien
· – Das erste Mal die Eltern sehen seit 1,5 Jahren
· – Darién Gap
· – Interaktion mit den Taliban
· – Geld, Erfolg und Neid
· – River-Race von Passau bis Bratislava
· – Wie sehen Halluzinationen aus?
· – Wie geht’s weiter?
· – Angst und Tabus?
· – Weltbild
· – Alienfrage
👉 Marinus‘ Buch: amzlink.to/az039GHkFK4vX
Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:
-📱Instagram: @lenny.peteanu (instagram.com/lenny.peteanu)
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Meter Nummer eins, Kilometer number one. 3.500 Kilometer Ultramarathon von Mexiko bis nach Kolumbien. Mexiko ist viel Kartell, viel Gewaltkriminalität auch. Hört man immer wieder, dass im Stream teilweise auch Leute erschossen wurden. Immer wenn Motorrad oder Tuk-Tuk hinter mir, ich bin gerade im Laufen alleine, hab ich mich immer umgeschaut.
So, oh Gott, nein, scheiße. Und zwar nicht über die Brücke laufen, gibt's keine Gesetze mehr. Der Sterling Gap, der tödlichste Dschungel der Welt. Eine natürliche Todeszone. Es ist einfach gefährlich, wir sind ja auch mit Waffen und so durch. Ich gehe da freiwillig rein, so crazy, what the fuck. Ich werde mit dem Fahrrad einmal über den kompletten australischen Kontinent fahren. Es ist heiß und es ist dann vielleicht auch mal Gegenwind, Schlangen, Dingoes, die dich angreifen.
Gerade so ein Roadtrain hat mir vorbeigefahren, hat zum Stein direkt an meine Nase geschleudert. Das war, glaube ich, sogar das Gefährlichste, ehrlich gesagt. Die weichen auch nicht aus, die überfahren auch Kängurus, die machen alles platt. Ich weiß auch noch ganz genau, wie sich das anhört. Nicht geil. Nächstes Dorf kommt erst in 1200 Kilometern, ich fahre jetzt raus in die Wüste. Mir ist auch das Wasser schon mal ausgegangen, sag ich ganz ehrlich. Und das ist auch eine geile Erfahrung so.
Also so blöd, wie es sich jetzt anhört. Es ist geil mal zu wissen, wie sich Verdursten anfühlt, nenne ich es jetzt mal. Ich bin 153 Kilometer geschwommen. Die ganze Donau kannte uns ja. Da waren viele Leute am Rand immer mit. Dieser Moment, wo die 72 Stunden vorbei waren, das war einer der schönsten Momente in meinem Leben so.
Also ich habe viele Ideen schon noch, was ich jetzt danach mache. Sind die krasser? Wahrscheinlich schon auf eine Art und Weise, aber halt anders. Zähle ich jetzt das erste Mal hier, glaube ich. Freunde, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Deep Dive. Ich bin Lenny und ich treffe mich hier jeden Dienstag mit super inspirierenden Menschen aus dem Sport.
Unser heutiger Gast ist MoveLikeG aka Marinus Obermeier. Marinus sucht in jeder Hinsicht das Extreme, macht unfassbare Sportchallenges auf der ganzen Welt und teilt das Ganze auch fleißig auf Social Media. Einige von euch werden ihn sicherlich noch von seinen Anfängen als, ich nenne es mal, Reisevlogger kennen, ganz viele von euch aber sicherlich von seinen Extremen selbst versuchen.
Zum Beispiel einmal quer durch Australien 4000 Kilometer nur mit dem Fahrrad zurückzulegen, von Nord bis nach Südamerika 3500 Kilometer zu joggen oder seine letzte große Challenge, einmal die Donau von Passau bis Bratislava in gerade mal 72 Stunden runter zu schwimmen. Marinos hat gefühlt schon 10 Leben gelebt und dabei Dinge erlebt, die wir wahrscheinlich niemals erleben werden. Und ich finde, man merkt ihm das irgendwie ein Stück weit auch an. Wenn euch die Folge gefällt, dann lasst uns gerne eine gute Bewertung da und folgt uns rein, um nichts mehr zu verpassen. Vielen, vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge mit Move Like G.
Ich glaube, du hast schon so viel gemacht, das ist so absolut crazy, dein Lebenslauf. Wir müssen mal so ein bisschen Kontext erstmal am Anfang geben, damit wir checken, so wer du bist, wie du drauf bist, wie du tickst. Weil eigentlich kommst du ja nicht direkt erstmal aus dem Extremsport, zumindest hast du so in der Öffentlichkeit nicht ganz angefangen, sondern eigentlich hast du ja mit der Mission gestartet, dass du gesagt hast, ich will einmal ohne Geld um die Welt reisen.
Genau, that's it. Eigentlich bin ich ja Koch, ganz zum Ursprung zurück, dann habe ich Triathlon davor gemacht, war doch ganz gut, war bayerischer Meister auch und daher kommt eigentlich der Ursprung auf, so der sportliche jetzt, dieser Switch, genau. Aber nimm uns da erstmal mit rein, also quasi diese Genese von, bevor wir den, auch als Creator, den Extremsportler kennengelernt haben, was da wirklich die Mission oder wortwörtlich diese Reise war, die du angetreten bist. Du meinst jetzt die Reise ohne Geld speziell, oder?
Genau, ich wollte einmal um die Welt reisen, ohne Geld. Als 15-Jähriger hat man jetzt nicht so super viel. Man bekommt von der Oma was zum Geburtstag. Zeitung austragen oder sowas, habe ich natürlich auch gemacht im Dorf. Und dann wollte ich halt eine Weltreise machen und mir gedacht, okay, 2.000, 3.000 Euro hatte ich damals, reicht das?
Habe meinen Eltern das erzählt und die so, nee, das reicht nicht, du brauchst ja für eine Weltreise viel, viel mehr. Und dann habe ich mir halt auch gedacht, okay, vielleicht ist es dieses Extreme halt in meinem Hinterkopf, ist es vielleicht komplett ohne möglich. Ich bin damals schon ein bisschen getrampt, oft gezeltet mit Freunden oder so.
Ich kann im Zelt schlafen, das kostet nichts. Und genau, der zittert eigentlich. Warum nicht auch in anderen Ländern das ausprobieren? Aber das stelle ich mir nicht ganz einfach vor, weil wir so beide in Deutschland aufgewachsen und dann ist man ja schon sehr mit diesem sehr kapitalistischen Mindset, sage ich mal so, dass die meisten Menschen...
Alles kostet was. Genau, alles kostet was, jeder will für etwas was haben. Also da musst du ja dich auch wirklich dann reinfuchsen in, wie verhandelst du gut, dich hochtauschen und so weiter. Das stelle ich mir nicht easy vor. Ja, keiner gibt dir was for free. Immer so diese Glaubenssätze, die man auch im Hinterkopf schon hat.
Und das zu doch brechen, das war schon krass am Anfang, aber irgendwann ist es ganz normal. So, ich weiß noch genau, der Tag, als ich da, als ich einfach losging, auch der Buchtitel, der war krass, weil du denkst so, boah, ich, was ist überhaupt, wie war das Rotterdam weg, ich fahre jetzt da nicht um den Zug hin, ich habe kein Geld mehr, Essen zu kaufen, und davor ist das so ganz selbstverständlich, schon fast, weißt du, ich meine, und, Es war krass, dann habe ich den Finger rausgestreckt und das erste Auto halt gehalten.
Und the rest was history. Aber das ist, glaube ich, auch ein guter Start, wenn du wirklich direkt losfahren kannst und nicht erstmal eine Stunde da wartest. Erstmal am struggeln und dann hinterfragst du vielleicht doch nochmal oder vielleicht doch nicht machen. Das habe ich gar nicht. Ich bin einfach gestartet. Das ist so crazy, weil du hast auf dieser Reise ohne Geld ja dutzende Länder durchquert und da reden wir auch von Afghanistan, Erfahrungen, einschlägige Erfahrungen, die du mit den Taliban gemacht hast, da reden wir nachher auch nochmal drüber.
Es ist ein extra Kapitel schon fast. Es ist völlig insane. Aber lasst uns mal auf diesen Switch rübergehen von der Dude, der einfach ohne Geld um die Welt reist, zu dann kam ja einfach diese neue Ebene dazu mit, okay. Nicht mehr nur Move Like G, der das macht, sondern auch irgendwie der Extremsportler.
Du hast ja schon gesagt, du kamst eh schon aus dieser Triathlon-Richtung. War das dann Indonesien, Java, Bali, die Nummer, dass du das erste Mal diese Ebene mit draufgepackt hast? Ich würde sagen, ja. Ich hatte in Vietnam so einen Moment, wo ich eigentlich keinen Bock mehr drauf hatte, auf dieses ohne Geld.
Weil ich hatte schon jedes Szenario durchgespielt. Ich bin überall getrampt, mega weit, bei einem LKW-Fahrer, bei einem Tuk-Tuk, bei einem Motorrad. Ich habe überall schon gepennt, im Dschungel, in der Wüste. Und hatte nicht mehr so Lust drauf, weil es ist ja auslaugend auch. Es macht dich ja ein bisschen fertig auch mit der Zeit.
Und dann habe ich mir gedacht, okay, wo ist eigentlich der Ursprung? Ich ziehe das jetzt noch bis Bali durch, ich schwimme rüber. Aber habe dann auch wieder zum Trainieren angefangen, weil ich konnte davor nicht so, in Afghanistan jetzt joggen gehen alleine, dann mit kurzer Hose, das ist ja auch ein Riesenproblem.
Und musste es halt immer so ein bisschen nach hinten verschieben. Und dann habe ich wieder angefangen und dann bin ich rüber geschwommen. Und dann hat sich ja alles verändert auch wieder. Insane. Dann kam Australien. Wir werden das gleich alles so peu a peu abklappen. Das ist viel zu viele. Wir werden es auch nicht schaffen, jede Station da mit zu beleuchten.
Also ich sage jetzt schon, wenn ihr Bock nach dieser Folge auf noch eine Folge habt, in der wir noch viel detaillierter über noch mehr Sachen sprechen, weil wir werden heute nicht alles runterkriegen, dann schreibt uns das gerne mal in die Kommentare. Aber lass uns erst mal bei diesem Switch eben bleiben von der Reisende zu der Extremsportler.
Wie bereitet man sich auf sowas vor? Weil klar, du kanntest es schon auch vom Triathlon, das Schwimmen, du kannst dir das so ein bisschen skizzieren in deiner Mindset. Wie weit ist es ungefähr? Zwei Kilometer, okay, klingt jetzt erst mal... 3,6, glaube ich. Achso, okay, an der Stelle sogar ein bisschen mehr, aber es klingt ja erst mal machbar.
Aber dann kommst du ja in die Realität. Und dann siehst du es. Genau, dann siehst du es und dann ist ja so, okay, auch die Strömung und alles. Wie hast du das angepackt? Ja, da waren auch riesige Schiffe und so. Ich habe immer auf Google Maps halt so geschaut, okay, wo ist das? Wo kann ich ungefähr losschwimmen? Wo geht die Strömung durch?
Und habe mich da auch ein bisschen so reinfallen lassen. Also ich habe bewusst dann auch in Malaysia davor noch trainiert. Ich bin auf so eine Insel auch rüber getrampt wieder. Und die heißt Pulau Tioman. Kennen, glaube ich, jetzt nicht so viele. Aber die ist halt auch mit viel Strömung. Viele Qualen, ziemlich kalt auch tatsächlich.
Und da habe ich dann schon mal viel mich vorbereitet, im Meer wieder zu schwimmen, mich dran zu gewöhnen. Was heißt, eineinhalb Stunden Vollgas zu geben? Weil ich muss richtig fast schon Vollsprint. Weil wenn du es nicht schaffst innerhalb von der Distanz, dann treibt es dich halt ab, aufs offene Meer raus. Die Insel endet dann quasi Bali, sage ich jetzt mal.
Und ja, dann einfach halt wieder den Mut zu haben, trotzdem zu starten, Begleitboot, trotzdem. Wie hast du das gemacht? Du hast ja auch ein bisschen ein Crew gebraucht, Begleitboot, Jungs von vor Ort. Ja, die haben das gar nicht gecheckt, was ich machen wollte. Das waren so Indonesier, so Fischer. Und wir haben das ausgemacht an dem Tag. Ich werde da rüberschwimmen.
Da kam ich an dem Tag dann halt da hin. Die haben eine Taucherbülle dabei gehabt, Flossen. Und ich so, hey, ich schwimme doch da jetzt rüber. die dachten, ich will da einfach tauchen gehen und will die so buchen als Tauchguides oder was auch immer ah Bali, Bali, so schwimmst du rüber und ich so ja klar habe ich doch gesagt, die konnten auch kein Englisch ich kann ja auch kein Indonesisch das war dann sehr sehr schwer von der Kommunikation her aber die haben das dann schon gecheckt, ich habe darüber gezeigt und dann haben wir uns das schon ausgemacht, die sind dann mitgefahren mit dem Boot, und die konnten auch gut schwimmen, das sind Taucher oder Angler sag ich jetzt mal, irgendwas so ein Mix und die hätten mich da auch rausgezogen wenn ich das
jetzt nicht geschafft hätte. Aber also, okay, das eine wäre dann körperliche Erschöpfung oder man sagt, Strömung zieht dich da halt komplett raus, aber dann sind ja schon noch andere Faktoren wie Quallen, Haie, Salzwasser, Krokodile. Krokodile habe ich auch gedacht, ja, ja, voll. Ist jetzt nicht das, wo so der Autonormalverbraucher, das bist du auch nicht, sagen würde, boah, geil, da gehe ich jetzt mal planschen.
Ja, da haben auch viele kommentiert, ey, das ist so voll Lebensmöde und so, aber ich habe ja bewusst auch das so kalkuliertes Risiko. Ich dachte, das passt schon. Haie hatte ich nie ein Problem, ich habe auch schon viele gesehen beim Schwimmen. Das geht voll weit zurück. Sechs, sieben Jahre. Ich bin von Corsica nach Sardinien.
Da war ich noch in meiner Kochausbildung. Und das war auch halt alles so Baby-Steps-Vorbereitung. Ich habe mich wieder zurückerinnert. Wie war es denn damals, nach Corsica zu schwimmen? Und Haie zu sehen, in dem Moment, wenn die unter dir durchschwimmen, ruhig zu bleiben. Und da habe ich viel mitgenommen draus. Krass, ja. Du hättest ja theoretisch, auch sagen können, boah, okay, das ist jetzt vielleicht doch eine Schippe zu viel oder so. Ich meine, es gibt eine Fähre, ich glaube, die dauert so...
Genau, da fahre ich dann mit der Fähre rüber. ...45 Minuten oder so was. Ist der Punkt, der Fakt, dass du diese Fähre an diesem Tag nicht genommen hast, so ein bisschen der Startschuss gewesen für dieses ganze Schloss, sage ich jetzt mal, dass du dir danach so aufgebaut hast? Ja, dass das dieser Grundstein war, dass du gesagt hast, ich könnte, aber ich tue es nicht. Wahrscheinlich auch.
Ich glaube schon. Also ich weiß es noch nicht ganz genau selber, aber wenn ich jetzt da so zurückblicke, ist das eigentlich eine gute Frage. Wahrscheinlich schon. Wäre ich da rübergefahren mit der Fähre, dann, ich weiß nicht, was ich dann, dann wäre ich gar nicht vielleicht auf die Australien-Idee gekommen oder so. Okay, sportlich weitermachen.
Aber ich wollte es ja mit Absicht so auch machen, rüber zu schwimmen, weil auf der Fähre, das sind dann 100.000 Touristen, das ist kein ruhiger Moment. Ein sehr, sehr schneller Moment. Da bin ich in 45 Minuten durch, steige damit den anderen Touristen aus und bin dann da am Hafen. Ist nicht so cool, wenn ich da alleine an dem Strand rauskomme, mir während dem Schwimmen nochmal so alles Revue passieren lasse.
Okay, ich habe jetzt ja acht Monate hergebraucht. Und jetzt merke ich das erste Mal wieder so das Land unter meinen Füßen quasi und das ist jetzt Bali. Wow. Was war das für ein emotionales Gefühl? Ich habe das erste Mal geweint so auf der Weltreise, weil das war echt lange. Das kann man sich gar nicht vorstellen.
Steigst ins Flugzeug ein fliegst nach Denpasar knapp 20 Stunden oder so und dann steigst wieder aus, aber alles. Auf dem Weg miterlebt zu haben, die ganzen Länder, die da dazwischen sind, wie Iran, Afghanistan, Pakistan China komplett zu durchreisen auch, das hätte ich sonst niemals erlebt, Und war das dann vor allem nach dieser sportlichen Challenge auch so ein bisschen so ein Adrenalinkick, der dich so angefeuert hat?
So dass man da, ich glaube, bei vielen Extremsportlern ist ja schon auch so ein Suchtfaktor, dass man diese Luft wieder geschnuppert hat und sich so dachte, boah, das ist geil. Da machen wir jetzt mal schön weiter. Ja, ich glaube auch gar nicht so unbedingt der Moment, wo ich da angekommen bin. Das war ein geiler Moment auf jeden Fall.
Aber auch so die Vorbereitung da wieder hin. Ich bin da dann quasi, ich habe ab Vietnam ungefähr wieder trainiert, über Kambodscha, dann in Singapur. Und der Prozess dahin, so ich habe jetzt wieder ein Ziel, auch ein Ende, das sehr, sehr absehbar ist und es lohnt sich, darauf hinzutrainieren. Wie geil ist das?
Und dann merkt man schon wieder so, okay, wow, das gibt mir voll den Drive. Du hast uns ja auf jedem dieser Schritte mitgenommen auf Social Media. Also ich bin nochmal alles durchgegangen. Es ist wirklich insane, wie viel du da teilst. Du hast jetzt vorhin gesagt, du hattest schon so ab Vietnam circa keinen Bock mehr, kann man auch sagen, völlig in Ordnung. So kann man mich verstehen.
Aber war das dann auch so ein bisschen, dass das nochmal verändert hat? Weil in der Außenkommunikation war dann ab Bali eigentlich so, Leute, ich habe jetzt wirklich keine Lust mehr. Und ab jetzt wird sich auch mal ein Hostel gegönnt. Und wir gehen das Ganze jetzt mal ein bisschen langsamer an. War das nur aus dem Grund, dass du sagst, ich kann nicht mehr, ich möchte nicht mehr? Oder, weil ich meine, du hattest ja auch schon Brands da am Start.
Dass man dann auch sagt, und das checkt man ja nach außen auch, dass man dann irgendwann weiß, du hast ja immer davon gelebt, dass du sehr relatable bist und dass du mit den Leuten ehrlich bist. Und dass man es dir vielleicht irgendwann auch nicht mehr abkauft, dass du, du machst Werbung für große Brands und sagst so, yo, ich mache immer noch ohne Geld um die Welt. Ja, man checkt das auch.
Ja, das war auch der Hauptgrund, warum ich das dann gelassen habe. Ich habe mir gedacht, yo, ich will das nicht mehr. Das ist nicht der Grund, warum ich gestartet bin. Ich will das machen, worauf ich Bock habe. Und dann ist auch so der Hintergedanke, yo, die Leute folgen mir jetzt vielleicht wegen dem ohne Geld, wegen der Challenge, entfolgen mir die dann alle, keine Ahnung.
Aber nee, das ist nicht so. Ich habe dann viel, viel mehr noch dazu gewonnen. Andere Leute, und die sind bis heute noch mit dabei. Sehr, sehr viele, die ab Tag 1 schon dabei waren. Und, Das ist wichtig, glaube ich, sich immer wieder so neu zu erfinden, weil hätte ich das ohne Geld noch ewig weiterhin sofort gesetzt.
Boah, nee, wäre nicht geil gewesen. Das wäre ganz anders verlaufen alles. Gab es doch schon die Entscheidung mit Australien, als du dann angekommen bist, dass du auf Bali dir den Entschluss gefasst hast, du willst diese krasse Challenge machen? Ja, ich habe davor schon so eine Idee auf jeden Fall. Also war auch da so ein bisschen in Anführungszeichen mal strategisch gedacht, okay, ich mache jetzt mal Jabba Bali als so eine Art Aufhänger und schaue, ob das funktioniert.
Genau, als schönen Abschluss auch, für mich vor allem. Und die Leute haben es ja auch krass gefeiert. Das kam gut an, das hat noch keiner so gemacht. Das sind ja vormachen auf Social Media gar nicht. Und für mich war das ein logischer Schritt. Ja, okay, was ist der nächste Kontinent? Australien ist direkt daneben. Kannst in Australien machen, auf Bali Urlaub.
Ich will den Kontinent sehen. okay, wie kann ich das, jetzt bin ich schon geschwommen, ich radle als nächstes, ich radle vielleicht von Darwin nach Melbourne, ja okay, das ist eine scheiß Strecke, nee, ich radle von Perth nach Sydney, einmal halt durch. Und das hat, das war wie so ein Flow, das hat sich schon so fast ergeben, automatisch. Die Ideen kommen dir dann so eingeschossen.
Also das ist ja schon verrückt, weil wenn wir jetzt mal die Skalen betrachten, so du hast Java, Bali sind, ich glaube, du hast 46 Minuten darüber gebraucht, sowas. War schnell, ja. Das war ziemlich schnell und das ist ja einfach von der Organisation relativ easy, weil du brauchst eine Badehose, du brauchst eine Schwimmmütze und eine Brille. Das war viel einfacher als gedacht, aber ich hab das voll hinterfragt noch. Sehr rudimentär.
Mit dem Fahrrad von Perth nach Sydney 4.000 Kilometer zu ballern. Das hat schon so einen Monat gedauert auch. Ja, eben. Also das ist ja nochmal, eine ganz andere Größe einfach. Du bist eine ewige Zeit völlig im Outback gewesen. Du brauchst ja auch Vorräte und so weiter. Wie geht man sowas an? Weil das hier so blauäugig in Anführungszeichen zu machen, wie mit, ich schnapp mir jetzt einfach mal eine Badehose, das ist eigentlich zum Schein der Vorteile.
Ja, da habe ich mich dann schon mal viel mehr vorbereitet auch. Also ich hab dann Fahrrad und sowas mir halt auch besorgt und sowas und mich informiert okay was ist die längste Strecke in diesem Nullerbo Outback zum Beispiel, der Wüste nenne ich es jetzt mal wo man nix kommt wie viel Wasser trinke ich am Tag wie viel muss ich mitnehmen, wie viel Flick Sets nehme ich mit wenn ich einen platten Reifen habe oder so, welche Sonnencreme ist die beste da geht schon bei so Sachen los weißt du ich mein weil der UV-Index ist natürlich insane wegen Ozonloch, was war die Einkaufsliste da, Das hatte ich schon. Also ich hatte irgendwie alles und nichts dabei.
Ich hatte halt ein Zelt, ist klar, einen Schlafsack, der jetzt nicht zu dick ist, weil ich musste alles mitschleppen. Mein Fahrrad war eh relativ schwer. Das war schon so 40 Kilo mit den Gepäcktaschen. Das schwerste war, glaube ich, das Wasser. Sechs, sieben Liter am Tag. Sonst Medikits so ein bisschen halt. Zahnpasta, Zahnbürste.
Was hatte ich noch dabei? Handy, Aufladegeräte, Solarpowerbank, dass ich halt Akku habe. Crazy. Wie haben die Leute in Perth reagiert, als du denen gesagt hast. Ich fahre jetzt nach Sydney rüber? Ja, das war krass. Also ich dachte immer so, das ist so ein bisschen jetzt nicht normal, aber wenn man in einem Land ist, dann ist es für die Leute ein bisschen mehr normal, als jetzt für Deutsche. Wenn ich denen erzähle, Perth, viele wissen gar nicht, wo das ist, glaube ich so, nach Sydney, was ist das für eine Distanz?
Dass das eigentlich ein Fünf-Stunden-Flug ist. Du fliegst ja von Perth nach Sydney eigentlich fünf Stunden oder so, das ist echt weit. Und die haben dann auch so gesagt, jo, überleg dir das nochmal gut, Weil, keine Ahnung, meine Tante ist das schon mal mit dem Auto gefahren. Diesen Highway Number One.
Da gibt es ja eine Straße. Und da bist du auch mit dem Auto nonstop unterwegs, ewig lang. Und es ist heiß. Und es ist dann vielleicht auch mal Gegenwind, Schlangen, Dingoes, die dich angreifen. Viele Horror-Stories auch wieder. Aber das habe ich ja davor schon gewusst, dass man soll schon auf die Meinung von Locals vertrauen. Das ist auch klar.
Aber nicht zu viel, weil mir haben auch in der Türkei die Leute gesagt, reise nicht in den Iran. Im Iran meinten die Leute, reise nicht nach Afghanistan. Dann in Afghanistan meinten die Leute wieder, ja Afghanistan ist noch okay, aber Pakistan ist dann gefährlich. Und es geht immer so weiter. Ja voll, voll.
Aber es ist ja schon witzig, du hast so oft diesen Moment gehabt, dass die Leute dir gesagt haben, mach das mal nicht. Dass ich da gar nicht mehr drauf gehört habe. Ja, aber ist es so etwas, das dich so ein bisschen antriggert, dass wenn dir jemand sagt, nee geht nicht, mach nicht, dass du dann sagst, jetzt erst recht?
Ja, ich glaube schon. Kurz gesagt, ja, wahrscheinlich schon. Weil es klingt für viele immer so unmöglich, es ist so gar nicht in deren Horizont. Ich weiß jetzt, wie es ist, Australien zu durchqueren, ich weiß es. Davor war das so, wow, crazy, du kannst die Nacht davor gar nicht mehr so schlafen, weil, wie wird das denn wohl sein? Aber das dann zu erleben, ist dann auch nur ein normaler Moment.
Man radelt halt einfach und es ist halt ein bisschen heißer. Ich schlafe dann halt im Zelt und sehe mal eine Woche lang keinen. Aber ja, das geht schon. Das geht alles mit genügend Vorbereitung. Auch mit dieser Balance zwischen Naivität und Mut ist auch ganz wichtig. Ein bisschen naiv war ich schon immer. Das ist auch klar.
Wenn ich jetzt alles zehntausend Mal hinterfrage, okay, was ist der Worst Case? Was kann passieren? Dann machst du es auch einfach nicht. Dann mache ich es nicht. Da geht es ja dann bei mir schon los im Dorf. Was ist, wenn keiner anhält? Was ist, wenn dich keiner mitnimmt? haben meine Eltern immer gesagt, was ist, wenn dich da keiner mitnimmt?
Was wenn doch? Was wenn doch? Dann bin ich schon mal in München und dann nächster Step, ich bin in Rotterdam. Dann nimmt mich da keiner mit. Dann probiere ich es über Gibraltar mit dem Segelschiff. Hat auch nicht geklappt. Okay, dann Iran, dann bla bla bla, immer so weiter halt. Wir blenden an der Stelle mal kurz, wir sind ja auch ein Videopodcast, dann können wir das auch nutzen, eine komplette Strecke ein, weil das ist wirklich insane, damit man auch ein bisschen auf der Weltkarte Ich hoffe, da kommt ein bisschen eine Zusammenfassung.
Ja, das ist wirklich verrückt, die Tour, die du gemacht hast. Und man sieht auch sehr gut, wo die ganzen Widerstände waren. So erstmal eben diese Ecke nach oben, Rotterdam, dann geht es nach unten nach Marokko, da ging es dann nicht weiter, weil du eigentlich nach Südamerika wolltest. Und dann geht es dann doch wieder zurück und in eine ganz andere Hemisphäre noch.
Also man kann ja so eine Challenge wie Australien schon auch auf dem Reißbrett planen, wenn du aber drinnen bist und du auf diesem Highway Number One die Kilometer runterreißt. Was war sowas, womit du einfach nicht rechnen konntest, womit du nicht planen konntest? Hm. Mit was könnte ich nicht planen? Das Ding ist, ich habe da gar nicht mehr so den Fokus draufgelegt eigentlich, weil immer Sachen passieren, mit denen ich nicht rechne.
Aber so die Hitze halt schon. Auf jeden Fall, ich hatte viel Gegenwind dann auch. Und am Anfang kommen noch viele so Tankstellen, so Roadhouses. Und da kann man immer seine Vorräte auffüllen, das Essen ist super. Und dann bei den anderen Roadhouses im Nullerbe-Outback zum Beispiel, das sind glaube ich bloß fünf oder sechs Stück.
Das ist dann echt immer so ein Discomfort auch nochmal. okay, shit, jetzt kommt wieder mal 200 Kilometer lang nix. Ich muss morgen die Kilometer ballern, weil sonst habe ich nix zu trinken. Und mir ist auch das Wasser schon mal ausgegangen, sage ich ganz ehrlich. Das habe ich im Video, glaube ich, auch mal gezeigt.
Und dann, boah, also so gut hat mir noch nie ein Wasser geschmeckt. Wieder nach. Und das ist auch eine geile Erfahrung. Also so blöd, wie es sich jetzt anhört, es ist geil mal zu wissen, wie es sich verdursten anfühlt, nenne ich es jetzt mal. Okay. So, ist eine coole Erfahrung. Auch wenn es hart ist, aber machen viele Leute. Leider. Wir haben immer Wasser.
All the time. Aber hat nicht jeder. Und das mal erlebt haben zu dürfen, ist schon ein Geschenk. Und dann auch wieder die Sicherheit zu haben. Ich meine, ich bin ja dann in Sitten angekommen und heute wieder ein normales Leben. Ja, crazy. Wie war das mit den Roadtrains? Genau, das war eigentlich die Hauptsache, die ich nicht planen konnte.
Weil ich wusste halt so, yo, das sind Roadtrains. Das sind große LKWs einfach mit vier oder fünf Anhängern. Das kennt man ja bei uns nicht. Da fährt man ein LKW rum mit einem großen Anhänger auf der Autobahn, aber das ist wie ein Zug halt, wie ein Train. Und die sind dann teilweise, ich weiß gar nicht wie lang, 50 Meter lang oder so oder noch länger.
Die können auch nicht so gut ausweichen. Die heizen einfach an dir vorbei, teilweise paar Zentimeter nur. Ich habe mir dann auch eine Warnweste geschenkt bekommen und so Bauarbeitern, weil die meinten, that's so dangerous, so gefährlich. Und das war, glaube ich, sogar das Gefährlichste, ehrlich gesagt. Die Roadtrains.
Die weichen auch nicht aus irgendwie, keine Ahnung. Also die überfahren auch Kängurus, die haben so eine Bullbar vorne, so eine riesige Stoßstange. Wie so ein Haus. Und die machen alles platt. Aber ist das nicht emotional und auch einfach für die Psyche extrem anstrengend? Weil du ja auch, das ist ja nicht mal ein paar Kilometer, sondern diese ganze Strecke, wenn die da die ganze Zeit an dir vorbeiballern, alle paar Minuten ja wahrscheinlich.
Das stelle ich mir sehr zermürbend vor. Ja, man macht ein bisschen so, man verbessert sich auch ständig. Das ist ein laufender Prozess. Am Anfang habe ich noch immer über die Schulter geschaut, die ganze Zeit, wenn du das Geräusch schon wieder hörst. Ich weiß auch noch ganz genau, wie sich das anhört.
Nicht geil. Und dann habe ich mir einen Seitenspiegel gekauft zum Beispiel. So einen kleinen in so einem Shop. Bei der Tankstelle sogar. Und dann sehe ich schon mal so ein bisschen. Da hatte ich aber dann auch keinen Bock mehr. Ich bin dann einfach auf der anderen Spur gefahren, auf der anderen Straßenseite.
Da haben sich die dann auch teilweise ein bisschen aufgeregt, aber es macht Sinn. Weil du siehst ja dann die von vorne kommen. Hinten, wenn du das mal jetzt überhörst oder so, der überfährt dich halt. Aber wenn du im Gegenverkehr fährst auf dem Seitenstreifen, dann siehst du halt die dir entgegenkommen.
Dann kannst du nochmal ausweichen. Worst case. Genau, da ist nichts passiert. Aber gut. Aber es ist anstrengend. Man gewöhnt sich aber an alles. Das ist insane. Du hast schon die Roadhouses angesprochen. Ich glaube, du bist auf der Etappe so zwischen, nach so sieben Tagen und siebenhundert Kilometern bist du so im letzten Dorf angekommen. Genau, Neuschmann heißt das.
Wie ist das? Du weißt ja dann, jetzt kommt erstmal 1200 Kilometer lang nichts. Du brauchst ja aber trotzdem sechs, sieben Liter Wasser am Tag. Du musst dir trotzdem so fünf, sechstausend Kalorien am Tag reindrücken. Ja, schon. Also, das stelle ich mir wirklich wie so eine riesige Wand auf einmal, jetzt mal einfach ja, so literarisch gesprochen quasi, vor einem vor.
So, boah, da muss ich jetzt durch. Ja, ja, voll. Da kriegen wir schon Ehrfurcht, oder? Ja, schon. Den ersten Tag auf jeden Fall. Aber dann ist es, sobald du drin bist, ganz normal. Schön sogar. Das war, glaube ich, sogar der schönste Abschnitt, würde ich sagen. Jetzt nicht, von der Natur her nicht. Es wurde dann auch noch richtig grün.
In Seduna. Das war quasi das erste Dorf nach dem Outback. Das war auch geil. Da gab es dann wieder ein Restaurant und so. Ich habe dann richtig gegessene Pizza oder so. Das habe ich so genossen. Aber in diesem Moment, wo ich dann im Outback war, war das geil, weil diese Ruhe, die du hast irgendwie und keine Ablenkung von außen.
Du bist einfach mit dir und dann wird es das erste Mal richtig leise, aber zugleich auch laut in einem, weil die Gedanken, die hochkommen, das holt ja alles hoch. Wenn du dich nicht ablenken kannst mit Social Media die ganze Zeit mit Leuten rumlabern mit, ja, egal was, dann ist es wie eine Meditation schon fast. Dann wird es richtig laut in einem.
Da ist nichts außer Kängurus und ich. Der Sternenhimmel, unfassbar schön, keine Lichtverschmutzung. Draußen zu schlafen. So, richtig schön. Aber wie ist das? Weil du sprichst jetzt von Ruhe. Ist das nicht aber auch irgendwie zu einem Teil sehr einsam, wenn man diesen Kontrast hat zwischen, du warst acht Monate lang unterwegs und in einer ständigen Koexistenz.
Also du hast ja auch die Leute gebraucht, du musstest ja auf Menschen zugehen, um überhaupt diese Reise so machen zu können. Und auf einmal bist du so nur auf dich selber angewiesen. Genau, da kann man noch keine, oder man könnte vielleicht im World's Case schon Hilfe da, wenn ich jetzt, keine Ahnung, wenn ich da wirklich verdurscht, dann nimmt mich schon wer mit so. Aber da fahren nicht viele Autos.
Also vielleicht so zehn am Tag, ist ja gar nichts. Musst du ein, zwei Stunden warten, bis da irgendwann ein Auto kommt. Das ist wirklich wie in so einem Film, wo man als einsamer Typ dann da steht und keinen sieht. Aber das ist ja auch schön, das Learning, sein eigener bester Freund zu sein, sich selber zu helfen. Keiner rettet dich.
Das lernt man da, glaube ich, ganz gut. Wie entertaint man sich in Anführungszeichen da selber, so, dass man nicht verrückt wird, weil ich meine, also das sind ja, wir reden ja von, ich glaube, zwei Wochen waren nur diese Etappe. Und dann hast du als Hälfte geschafft, weißt du, ich meine? Ja, schon, aber du brauchst ja auch wirklich einen guten Draht zu dir selber, dass du da nicht bei 80 bis 150 Kilometern, die du am Tag runterreißt, dass du da einfach nicht verrückt wirst.
Ja, das ist nicht so easy, glaube ich. Aber wiederum, ich hätte es nie als erste Challenge gemacht. Ich hatte ja schon zuvor Erfahrungen und weiß, wie ich mit so Situationen umgehe. Einsamkeit war halt das erste Mal so, das Learning da, aber ich hatte immer so, ich setze als Mehrwert mitgeben kann, ich hatte immer so das größere Ziel vor Augen, habe viel an, wie wird der Moment sein, wenn ich in Sydney dann über die Hafenbrücke fahre, an Weihnachten oder Silvester, ich wusste noch gar nicht so genau, und dann, ich kann das ja noch mal mehr genießen, weil ich alles gesehen habe, weil ich so am Tiefpunkt schon war, aber.
Ich habe jeden Tag, bin aufgestanden in der Früh, meinen Tagesablauf, Zelt abgebaut. Okay, so weit muss ich heute fahren. Und dann fahre ich einfach mal. Auch wieder so, das war das erste Mal, dass ich das Zeitgefühl so ein bisschen ausschalten konnte. Wie lange setze ich jetzt auf dem Fahrrad? Okay, dann trinke ich alle halbe Stunde vielleicht mal was.
Und dann vergeht die Zeit. Und dann vergeht die auch vielleicht mal schneller oder langsamer. Okay, die Natur sieht gleich aus die ganze Zeit. Es verändert sich nicht. Es war immer diese gerade Straße da, kilometerlang. Und da muss man schon, ich hatte auch Tiefpunkte auf jeden Fall. Und dann wird es Abend, dann wird es kühler.
Es ist immer so ein Auf und Ab. Es ist sehr, sehr, sehr echt. Und das fand ich cool. Ich wollte genau das ja. Wie war das denn, als du dann, also ich meine, du hast auch deinen Geburtstag komplett alleine da verbracht. Das war krass zum Beispiel. Ja, ja. Also wir kennen es ja glücklicherweise eigentlich ganz anders.
Man ist immer so Center of Attention und die Familie ist da. Und den Geburtstag davor hast du ja auch noch mit der Family verbringen können. Wie ist es dann, wenn man so, ja, ich bin jetzt hier irgendwie allein in Australien? Ja, das ist eine gute Frage. So, der Geburtstag alleine, das war auch dann so ein bisschen seltschern fast, würde ich sagen, so traurig.
Aber ich habe das auch wieder ein bisschen angenommen dann. Ich habe mir gedacht, oh, ist auch mal eine Erfahrung, so ein Geburtstag alleine. Vielleicht werde ich den nächsten Geburtstag daheim sein. Oder wo werde ich denn da sein? Keine Ahnung. Ich genieße es jetzt mal. Und ich habe doch schon noch kurz telefoniert. Ich weiß gar nicht mehr ganz genau, wo ich da war, ehrlich gesagt. Vielleicht war ich da schon wieder draußen aus dem Outback.
Internet war trotzdem auch relativ gut, würde ich sagen. Ich habe ja auch, ja, ich habe ein bisschen vorproduziert, teilweise auch live gepostet. Aber der Geburtstag war relativ langweilig trotzdem. Ich bin aufgestanden, wie immer, ganz normaler Tag. Hatte an meinem Geburtstag 17 Platten. Ja, schon viel. An einem Tag? Ja, an einem Tag.
Das war so eine Teilstrecke. Das ist ein schönes Geschenk auch, ne? Ja, ja. Am 17. Dezember hatte ich 17 Platten. Das ist geil. Ja, und das ist so eine Teilstrecke, wo viele so, das ist so ein bestimmtes Gewächs, so mit so Nadeln, die liegen da überall auf der Straße. Wenn die Roadtrains vorbeifahren, fliegen die da hin.
Und das war, ey, da habe ich auch alles verflucht an dem Tag. Das glaube ich. Ja, das war nicht so cool. Aber dann am Abend war ich auch wieder happy, das trotzdem geschafft zu haben. Und das war dann auch wieder vorbei. Aber nach dem Sechsen oder Suppenplatten hast du auch keinen Bock mehr und sobald du absteigst, ist der Fahrtwind weg und dann ist es ja noch heißer, das hat keinen Spaß gemacht.
Wie war das, du bist genau eine Woche später zu Weihnachten dann in Sydney reingeradelt war das auch so ein bisschen wie eine Art Weihnachtsgeschenk, das du dir selber gemacht hast, dass du dann nach 4000 Kilometern und über einem Monat, den du unterwegs warst, also stell mich schon wie so einen magischen Moment vor, dass man ausgerechnet, die Challenge war, bis Silvester da anzukommen Und dann zum 24.
Fährst du da rein. Das war perfekt. Es war auch wie so ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk dann. Und der Moment auch zu dieser Spot ist ja auch sehr, sehr bekannt. Ein einfach ein iconic Spot. Sydney Opera, geil. Oder? Mega. Also es war super, es war ein perfekter Moment. Richtig schönen Abend zum Sunset auch noch.
Und das sind immer so die Momente auch, wo ich nach Bali rüber geschwommen bin. Man lässt alles dann Revue passieren nochmal. Es ist alles im Kopf. Der Moment über die Hafenbrücke, das dauert vielleicht so fünf Minuten. Das ist eine relativ große Brücke. Das war super. Also echt auch sehr, sehr ein dankbarer Moment.
Wir sprechen gleich über die wahrscheinlich gefährlichste All-Halianer-Challenges. Davor würde ich mich mal interessieren, wie das mit deiner Family und mit deinen Eltern ist, weil die sind wahnsinnig weit weg, die bekommen es auch so häppchenweise irgendwie nur mit. Wie handeln die das? Weil die sehen ja, dass sie dich teilweise sehr lange nicht erreichen können, wenn du irgendwo im Outback-Ownernetz unterwegs bist.
Und gleichzeitig postest du da wieder Sachen. und du bist ja auch sehr gut im Storytelling, dass vielleicht mal, also will ich dir gar nicht unterstellen, aber vielleicht kommt ja auch mal was krasser rüber, als es dann tatsächlich ist. Also das ist, glaube ich, für Eltern nicht immer easy, oder? Ja, ich glaube auch so Bali kam viel krasser rüber, als es dann im Endeffekt war. Es war krass, aber Storytelling, wie du sagst.
Und die wissen das auch mittlerweile so. Für die ist es, glaube ich, sogar gut, die Videos zu sehen, weil die dann immer wissen, wenn er postet, dann lebt er noch so, kurz gesagt. Ja, und auch meine Oma und so, die schauen ja alle die Videos. Das ist schon cool für die. Und die schauen die auch mal öfter als zwei, dreimal, als der normale TikTok-User.
Und das finden die total schön. Und ich melde mich dann, ja, ab und zu mal weniger, ab und zu mal mehr. Ich glaube, die kommen damit einfach klar. Weil man gewöhnt sich, wie gesagt, an alles. Als Eltern glaube ich auch. Das kann ich zwar jetzt nicht so ganz nachvollziehen, aber ich glaube, es ist okay mittlerweile.
Weil das sind ja auch wieder so diese Baby-Steps. Ich bin ja, mit 17 habe ich schon mal eine Testreise gemacht. Nach Lissabon getrampt. oder in Sri Lanka alleine mit irgendwelchen Fischern draußen beim Thunfische fangen, 100 Kilometer nix. Wahnsinn. Und das haben die auch schon alles mitbekommen. Und dann führt man die so ein bisschen ran, glaube ich, an das Ganze. Aber wo ich dann erzählt habe, ich reise nach Afghanistan, ist vielleicht schon schwer.
Aber hingegen, die schauen dann auch wieder vielleicht andere Influencer, die auch schon mal vor mir in Afghanistan waren, gab es ja auch vielleicht so Ami-YouTuber oder so eine amerikanische, und sehen dann, okay, bei diesem YouTuber, es ist gar nicht so schlimm. Warum sollte da mein Sohn das nicht schaffen der hat ja auch schon Erfahrung, Wie laufen Abschiede bei euch im Haus ab, wenn du mal da bist?
Weil, also du hast ja schon gesagt, dass sich das entwickelt hat jetzt. Stell ich mir trotzdem nicht immer easy vor, weil, also deine Familie weiß ja, also du bist nicht blöd, du weißt schon, was du machst. Ist ja auch mein Job. Kalkuliertes Risiko, hast du ja schon gesagt. Und trotzdem ist ja das Glück schon auch dein ständiger Begleiter.
Es ist super, dass es immer gut läuft, aber es muss ja nicht immer per se gut laufen. Ja, ich habe gestern lustigerweise mit dem Gary telefoniert, mit dem DJ Ötzi. So voll lange, so eineinhalb Stunden. Er meinte, Marinos auf Österreich schaue. Ey, du hast ja 10.000 Glücksengel. Er ist ja so. Schutzengel. Du hast ja Schutzengel, die sind richtig am Arbeiten, sagt er. Das klingt jetzt schon wie ein Lied von ihm. Ja, genau so.
Und ich habe gesagt, ja, stimmt eigentlich schon, wahrscheinlich. Aber ich glaube, wenn man kein Glück hat, wird man keine fünf Jahre alt. So blut wie sich an. Und man braucht ein bisschen Glück. Ich weiß auch nicht, ob ich es so krass herausgefordert habe. Irgendwie hat sich das für mich nie so schlimm angefühlt.
Also es hat eigentlich immer gepasst ich hatte jetzt nicht oft das Gefühl dass ich mir denke, jo, ist es jetzt einer zu viel beim Darien Gap, da sprechen wir wahrscheinlich gleich nochmal drüber, da war es so okay, vielleicht doch nicht machen soll weil das ist ja das Endlevel eigentlich aber ich hatte nie jetzt so krasse Todesangst oder so ja, Besprichst du das mit deinen Eltern? Nee, und sowas erzähle ich auch gar nicht. Weil was bringt's?
Also du sagst ja nicht einfach so, ich mache jetzt 3.500 Kilometer von Nord nach Südamerika. Oder diese Afghanistan-Story, die jetzt in meinem Buch auch drinsteht. Das habe ich jetzt denen auch noch nicht erzählt. Weil die werden es zwar lesen, so im Buch, aber was bringt's, wenn ich zusätzlich denen erzähle? Außer, dass sie sich Sorgen machen.
Ich meine, ich mache es ja trotzdem. Und ich weiß für mich, was die Balance ist. Insane. Und dann bist du nach Australien ja noch ein bisschen in der Südsee unterwegs gewesen, hast Skydiven für dich entdeckt. Und dann kam, eigentlich hast du dann den Triathlon vollgemacht. Erstmal geschwommen, dann Fahrrad und dann hast du gesagt, okay, ich laufe jetzt einen Ultra, einen Ultra, Ultra, Ultra, dreieinhalb tausend Kilometer von Nord nach Südamerika, von Mexiko bis nach Kolumbien.
Schwerster Abschnitt der Welt auch, sag ich. Warum die Strecke erstmal? Ja, genau. Das ist eine gute Frage, auch eine sehr, sehr gute Frage. Ich habe überlegt, ich will jetzt noch laufen, dritte Disziplin. Wo könnte ich das noch machen? Wiederum so, jetzt habe ich schon so Asien eigentlich komplett, Australien.
Was könnte ich noch machen? Ich habe dann überlegt, vielleicht Afrika habe ich jetzt noch nicht so viel gesehen, außer Marokko, wo ich da gewartet habe auf das Segelschiff. Könnte ich doch Madagaskar laufen? Vielleicht. Macht Sinn. Das sind so 1.500, 2.000 ist realistisch schon weit. Aber dann habe ich auch so, okay, wow, wo endet denn eigentlich Nordamerika? Mexiko?
Vielleicht laufe ich nach Südamerika. Das startet in Kolumbien. Und dann machst du so ein bisschen Research, okay, wie viele Länder sind es? Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Kolumbien. Das ist geil. Das ist eine richtige Abwechslung. Ich glaube, ich mache das. Das ist eine coole Strecke. Ja, auf jeden Fall. Und hat jetzt auch noch nicht so einer gemacht unbedingt. Auch für Social Media ist es auch cool.
Das will ich natürlich auch mal mit abdecken. Immer so, auf das habe ich Bock. Und es passt für die Leute zum Zuschauen. Genau. Wie hast du das vorbereitet? Du hast ja ein Auto gebraucht, das irgendwie auf dich zugelassen ist. Du hast einen Fahrer gebraucht, jemand, der dich filmt. Und dann, und das finde ich so insane. Ihr hattet ja auch die Angst als ständigen Begleiter, dass ihr versehentlich, ohne es zu wissen, von den Kartellen als Drogenschmuggler benutzt werdet.
Weil das wohl immer wieder passiert, dass Touristen, die über die Grenze fahren, mal irgendwie in den Radkasten ein paar Kilo Koks reinbekommen oder so. Ja klar, ganz normal fast schon da. Speziell in Mittelamerika, da ist ja viel mit Schmuggel. Ja, und ich war am Anfang ein bisschen so paranoid, da wurde mir auch viel Angst gemacht wieder wie immer und da habe ich das erste Mal auch ein bisschen dran geglaubt, weil es ja schon passiert, es ist einer der gefährlichsten Gebiete der Welt.
Ich würde sogar sagen, dass so Honduras ist vielleicht oder sogar ziemlich wahrscheinlich gefährlicher als Afghanistan von der Gewaltkriminalität ja auch schon. Mexiko ist viel Kartell, viel Gewaltkriminalität auch. Hört man immer wieder, dass im Stream teilweise auch Leute erschossen wurden oder sowas.
Weil diese Kartelle einfach sehr brutal sind. Immer wenn ein Motorrad oder Tuk-Tuk hinter mir, ich bin gerade im Laufen alleine, ich bin mich immer umgeschaut. Oh Gott, nein. Scheiße. Bin ich alleine irgendwo wahr. Da ist mein Begleiter, der Karim ist dann schon mal vorgefahren, hat das Hotel halt eingecheckt oder so.
Genau, da war ich halt dann alleine. Krass. Aber war okay. Was ging in dir ab, bevor du losgelaufen bist? Also wirklich so gerade am Start quasi, du hast ja auch noch so eine Startlinie auf dem Boden. Ja, mit so einem Stock habe ich so imaginär. Wenn man da weiß, so jetzt, also davor 4000 Kilometer mit dem Radl, jetzt dreieinhalb zu Fuß. Und das hatte ich im Kopf auch.
Ich habe so zurückgedacht, Australien, Perth, Sydney, das ist ja dann fast genauso weit, aber laufen. Ich kann nicht das locker easy ausrollen lassen, wenn es mal ein bisschen runter geht bergab, sondern ich muss es wirklich Step by Step, jeder Schritt Impact. Und da dachte ich mir, okay, aber es ist glaube ich schon machbar.
Es ist auch gleichzeitig ein Abenteuer und das hat mich auch angetrieben. Wahrscheinlich am meisten, wäre das jetzt so eine eintönige Strecke gewesen, hätte ich keinen Bock gehabt. Aber ich wollte sehr bewusst, okay, ich hatte immer Teilziele. Ich stand am Start, habe das richtig gefühlt, wie ich mit dem Stock dann da in den Kies reingemalt habe.
Meta Nummer 1, Kilometer Number 1. Und da war mein Ziel Guatemala, die Guatemala-Grenze, Kilometer für Kilometer, Tag für Tag. Dann war ich, ich glaube, zwei Wochen habe ich gebraucht für Mexiko, für den Anfang. Und dann Guatemala, das war dann schon mal nicht mehr so weit, das war ein bisschen weniger weit. Und dann hat er das nächste Ziel, okay, das nächste Ziel ist El Salvador.
Okay, let's go Honduras. Okay, wir haben jetzt dann bald die Hälfte, Costa Rica. Ich sehe meine Eltern kurz wieder, die mich besuchen kommen. Und dann war auch schon das letzte Land Panama. Es ging dann doch relativ schnell. Und weil du jetzt Impact vorhin meintest. Was macht das mit den Gelenken, mit den Knochen? Weil das ist ja nochmal eine ganz andere Abnutzung als mit dem Arschlöschirm.
Ja, also es ist schon, ich glaube so weit zu laufen ist jetzt auch nicht so super gut für die Gelenke auf Dauer. Deswegen habe ich dann auch wieder aufgehört. Ich habe es für mich erlebt, ich würde es nicht nochmal machen, muss nicht sein. Ich bin trotzdem noch im Lauftraining jetzt drin. Aber ja, so lange zu laufen, wirst du schon mal merkt am Ende des Tages, dass man was gemacht hat.
Du hast deine Eltern schon angesprochen, dass du sie da nochmal gesehen hast, in Costa Rica dann. Da hast du ja schon die Urlaub gemacht. Genau, eine oder andere Ländergrenze hast du schon überquert gehabt auf der Challenge, aber es war vor allem auch das erste Mal, dass du sie nach anderthalb Jahren wieder gesehen hast. Schon lange.
Ja und vor allem ist ja der Mariennuss, der Anfang 2024 losgelaufen ist, komplett anderer als der, der mit den Taliban unterwegs war oder der so viele Lebenserfahrungen, ich stelle mir das auf der einen Seite natürlich wahnsinnig schön vor, weil man vermisst sich ja auch und so weiter, auch wenn man heutzutage über WhatsApp oder sonst was Kontakt haben kann und auf der anderen Seite stelle ich es mir auch irgendwie weird vor, weil.
Man hat sich ja so weiterentwickelt. Ja, das ist schon so ein bisschen neues Kennenlernen, würde ich es bezeichnen. So ein Ran-Abtasten ein bisschen wieder, aber es geht dann auch schnell. Also ich sage es für die ersten zwei Tage waren vielleicht ein bisschen komisch, jo, wer ist das? so ein bisschen.
Aber dann, ich glaube, für die ist es ja vielleicht sogar noch schwerer als für mich. Wahrscheinlich, ja. Würde ich sagen. Aber war okay dann. War geil. War auch ein Booster nochmal für mich, dass ich mir dachte, okay, geil, meine Eltern sind da, supporten das jetzt auch. Weil das war nicht immer so. Da haben die auch den Erfolg gesehen mit, da kommt Fernsehen zu uns nach Hause und ich schreibe mein Buch jetzt dann schon.
Ich fange an und sowas zum damaligen Zeitpunkt. Die Zeitung schreibt über mich. Und das ist halt viel greifbarer für die Generationen. Aber auch ein krasser Moment, über die Grenze zu laufen, das weiß ich auch noch, das war die Nicaragua-Costa-Rika-Grenze. Und da dachte ich mir das erste Mal, okay, jetzt ist es richtig safe, jetzt ist es nicht mehr so gefährlich, weil Costa Rica ist ziemlich safe und Panama geht auch.
Davor die Länder, Guatemala war sehr unsicher und Duas war kacke von der Sicherheit her. Und ich hatte ab dem Moment erst die Hälfte. Die Costa-Rika-Grenze war Halbzeit. So, boah, crazy. Ich war da schon ewig lang unterwegs. Aber da war auch besser, da war viel Schatten, da war viel Dschungel, viele Pflanzen, es war ein bisschen einfacher.
War das, als du dich von deinen Eltern wieder verabschiedet hast, war das danach auch wieder wegen dieses Kontrastes, wie Indonesien und Australien, also quasi viele Leute um einen herum haben und dann wieder ganz alleine sein, war das, auch so, dass man dann wieder in dieses, okay, es ist so ruhig, dass es wieder laut wird?
Oder war das auch so ein bisschen, weil den Eindruck hatte ich so ein bisschen in deinen Reels danach und das ist auch, das kann man niemandem übel nehmen, das kennt man halt einfach so, weil man lange mit seinen Eltern auf einem. Ort und Stelle ist und man kann sie noch so sehr lieben, dass man irgendwann sich so denkt, okay, jetzt ist auch gut, wenn man wieder weiter los kann.
Ich wollte auch wieder weiter machen. Ich bin eh schon, wo mich meine Eltern besucht haben, am Abend immer noch gelaufen. Nicht so weit, halt immer einen Halbmarathon oder so, dann dass ich ein bisschen weiterkomme, weil ich kann ja nicht dann mit denen zwei Wochen Urlaub machen. Die brauche ich ja eh ich bin am abend immer progress gemacht ganz gut und hab dann trotzdem meine ich weiß kann ich 150 200 kilometer geschafft wo die weg waren und war schon mal ein bisschen näher an der panama grenze und dann moment ziel okay jetzt panama letztes land let's go, so und das war auch mal weit das ist ja so 800 kilometer so eine s kurve genau und dann der reingabe das hatte ich auch die ganze zeit schon im kopf werde
ich das werde ich das machen ich habe es ja angekündigt auf social media. Ich glaube, wir müssen erst mal kurz ein bisschen Kontext für das Darien Gap liefern. Das ist, so sagt man, die gefährlichste Passage der Welt. Das ist zwischen Nord- und Südamerika, das ist ganz schmaler Streifen. Keine Straße. Wo die Panamerikaner endet quasi. Die längste Straße der Welt.
Da habe ich auch ein Foto. Ich weiß nicht, wie man das einblenden kann. Sicher, machen wir jetzt. Da endet die Straße. Da steht so, Javiza. Das ist das letzte Dorf. Und dann kommt einfach nur noch Dschungel. Dann hast du Dschungel. Dann hast du da einerseits sehr viele sehr gefährliche Tiere. dann auch das wahrscheinlich gefährlichste Tier, den Menschen.
Der da, ja, Narcos, du hast Schleuser, die Flüchtlingsströme von Südamerika, von Kolumbien. Flüchtlinge auch, das sind Menschen, die nix haben halt. Also das ist wirklich, das ist eine natürliche Todeszone, sagt man so. Schon. Woher kam da, und man merkt ja auch, wie du drüber sprichst, da ist noch mal eine andere Demut als vor Java, Bali oder ich fahre jetzt mal durch Australien oder schmeißen mich aus dem Flugzeug raus.
Woher kam da das Wurvertrauen? Jetzt setzen wir noch einen drauf und auch das wird schon gut gehen. Ja, bei den anderen Sachen hast du ja wenigstens noch ein bisschen so einen Halt. Wenn ich Java-Bali schwum, gehe ich aufs Begleitput und ich es nicht schaffe oder keine Ahnung. Ich kann immer noch Worst Case so abbrechen. Aber im Daring Gap, wenn du bist, das ist auch so ein bisschen gesetzlos oder komplett sogar.
Das wollte ich gerade sagen. Es ist einfach gefährlich. Wir sind ja auch mit Waffen und so durch, mit den Kunas, quasi mit den mit so einem Urvolk, die im Darien aber auch leben. Und ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht, soll ich das nicht machen? Ich hätte so einen Alternativplan gehabt, erzähle ich jetzt das erste Mal hier, glaube ich, da außenrum zu schwimmen, über die San Blas-Inseln, genau, oder mit einem Kajak oder so das zu machen, quasi auch aus eigener Kraft, hätte ich mir überlegt, weil das ist jetzt nicht so ganz gefährlich, außenrum halt.
Ist auch ein bisschen so Militärzone und sowas und, aber Da wird jetzt nicht von den Narcos regiert, von den Kartellen. Wie Starian Gap. Aber dann habe ich die geeignete Person kennengelernt und hatte auch den Karim halt dabei, eh schon als den besten Begleiter überhaupt, der bei der Bundeswehr war und alles und so.
Hat auch Erfahrung mit tactical stuff, würde ich es jetzt mal nennen. Und wir waren uns da schon relativ sicher, dass es möglich ist. Und dann haben wir es halt einfach gemacht. Was sieht man da? Was sieht man da? Sehr, sehr viel Grün. Das ist so ein bisschen so eine grüne Hölle nach Tag 2. Sehr, sehr schwül, sehr, sehr heiß.
Wir haben Krokodile gesehen im Fluss. Wir mussten auch durch die Flüsse durch, Hose ausziehen bis zur Unterhose und dann wartest du da halt so durch. Dann Müll auch teilweise viel so von den Flüchtlingen, das halt zurückgelassen wird. Aber es ist sonst auch sehr, sehr schön. Also wir haben da viel, viel richtig schöne Tiere.
Affen gesehen, Tukane, diese blauen Morphosphalter, diese wunderschönen Schmetterlinge. Es sind auch viele beim Birdwatchen auch teilweise in einem anderen Bereich. Das Derring-Gab ist ja riesig. Das ist ein riesiger Bereich. Und die Panama-Size, der ist gar nicht so gefährlich. Da kann man auch sich Vögel anschauen gehen und Natur.
Bloß der Grenzübertritt ist halt das Schwierige. Wie verändert das so den Blick auf die Welt und auf den Menschen, wenn man da sieht, wie viel. Ich glaube, der Müll ist da wirklich das kleinste Problem, aber halt, du schaust ja wirklich so in die Abgründe und ins größte menschliche Leid da auch mit rein. Ja, viele Kinder gehen da auch durch.
Das sind ja so Syrer, fliegen teilweise nach Venezuela und starten dann von da ihre Journey nach USA halt. Weil die bekommen kein Visum. Oder die fliegen nach Quito, Ecuador. Das geht auch zum Beispiel, das machen viele. Die Syrer-Route. Die fliegen nach Quito, Ecuador. Und dann geht es los, weil die bekommen kein Visum für USA. Dann geht es los.
Und dann die ganze Route mit Kindern da durch. Krass. Richtig krass. In diesen riesigen Flüchtlingscamps. Wir konnten das ein bisschen so umgehen, weil wir Routen gewählt haben, die jetzt nicht so viel begangen sind. Weil ich natürlich auch mehr Geld bezahlt habe. Ich habe die auch bezahlt. Die Schleuser da, wir sind eine Teilstrecke mit so einem Kanu gefahren, mit so einem Boot, das hat auch sehr, sehr viel erleichtert.
Also wir haben uns schon die sicherste Tour noch ausgesucht. Das war jetzt nicht der Mord- und Totschlag bei uns, auf keinen Fall. Aber es ist schon crazy zu sehen, dass ich habe die Entscheidung, ich gehe da, das war auch so, ich gehe da freiwillig rein, so crazy, what the fuck. Und Leute müssen da aber durch, die kämpfen darum zu überleben und das ist auch ein krasses Privileg, das so freiwillig heraus machen zu dürfen oder können.
Das zieht sich ja wirklich bei dir wie mit so einem roten Faden durch. Ich glaube, ich habe das erste Mal, bin ich auf dich gekommen, das war über Afghanistan. Aber auch so mit Russland oder eben auch, wenn du mit irgendwelchen Narcos da unterwegs bist, da ist erst mal in mir zumindest so ein, wirklich wenn wir von der allerersten Reaktion sprechen, erst mal war so ein Widerstand da, wo man sich dann so fragt, warte mal, der ist da, aber der ist Deutscher, darf der das? Geht das, ja. Also geht das? Darf der das?
Wenn das geht und er das darf, sollte er da sein? Ich habe keine Antwort drauf. Ich will das auch gar nicht bewerten, weil du warst ja da vor Ort und nicht ich. Aber sind diese Widerstände, die ich und ich vielleicht auch ein paar andere gefühlt haben, ist das was, was du auch hattest, wo du dir erst mal davor dachtest, so geht das? Sollte ich? Sollte ich nicht?
Ich hatte es in Afghanistan und Darren gehabt dann auf jeden Fall. Gehöre ich da überhaupt her? Es ist ja davor schon so in Honduras, wenn ich da durch das ganze Land laufe. Man wird schon auch oft angeschaut, wenn da so ein blonder Typ kommt mit blauen Augen, hat man schon die komplette Aufmerksamkeit. Und ich habe auch überlegt, das hat mir einer empfohlen auch, jo, färbt ihr die Haare schwarz?
So, dann fällst du schon mal nicht so auf, weil wenn da ein blonder Typ durchgeht, das ist ja klar, dass das irgendwie wahrscheinlich kein Flüchtling ist. Vor allem, ich bin ja die gegengesetzte Tour. Ich bin ja von oben nach unten. So, warum? Was macht das für Sinn? Warum in die falsche Richtung? Aber ich habe das dann nicht gemacht.
Ich hatte auch so eine Cap auf und so ein bisschen probiert, so unter dem Radar da zu bleiben, dass mich jetzt nicht da jeder sofort, muss jetzt nicht jeder wissen, dass ich da bin. Aber der Widerstand ist mittlerweile auch jetzt weg, fast schon komplett, würde ich sagen. Danach war ich in Russland und so. Ja, eben. Also auch das ist ja was, wo man sich so denkt, wie ist der denn jetzt da gelandet? Und Radl fahren im Winter, also Sibirien, eiskalt.
Aber das ist ja immer wieder das Gleiche. Wenn ich jetzt das nächste Projekt ankündige, Das war bei der Donau wieder das gleiche, Weltrekordversuch. Das wird auch nie aufhören, glaube ich. Immer so dieser, wie sagt man, Gegendruck, den man bekommt. Und was lernt man da darüber? Wenn wir jetzt von irgendwelchen Menschenschleusern im Darien Gap sprechen oder wir sprechen von den Taliban, da habe ich, weil meine Quellen halt die Quellen sind, die man halt hier so zur Verfügung hat, natürlich ein ganz eingeprägtes Bild von.
Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man vor Ort ist, jetzt Beispiel der Taliban, dass das schon noch mal was anderes ist, was nicht heißen soll, dass man da Sachen relativiert oder so. Also dass es immer noch furchtbar ist und Menschenrechte größtenteils mit Füßen getreten werden. Aber es ist natürlich nochmal ein anderer Approach, wenn man da vor Ort ist, oder? Wie hast du diese Seiten kennengelernt?
Ja, ein ganz anderes Setting halt. Das ist, wenn man es nur in der Zeitung liest, in den Nachrichten sieht, ganz was anderes. Und wenn du da bist, checkst du auch, es sind Menschen ganz normal, die dich einladen zum Essen und so. Ich hatte eine gute Zeit auf jeden Fall voll. Aber ich habe auch die andere Seite gesehen, so wie es ist mit den Frauen und so. Und da will ich auch gar nicht zu sehr reingehen, weil das so ein tiefes Thema auch ist. Was auch sehr, sehr polarisierend ist auf jeden Fall.
Ich fand einfach kurz gesagt, ich fand die Natur sehr, sehr schön. Das kennt man auch gar nicht so von Afghanistan. Die haben 7000er Berge. Die Seen, an denen ich war, dieser Band am Meer Lake. Crazy, richtig, richtig schön. Habe ich auch ein paar Bilder dazu gepostet. Und das haben die Leute sehr, sehr geschätzt, dass ich auch eine Seite zeige, egal ob die jetzt gut oder schlecht ist, die man halt nicht so kennt.
Und das habe ich für mich auch mitgenommen. Ich weiß jetzt nicht, ob ich da nochmal hinreißen würde, aber es war eine geile Lebenserfahrung, das zu machen und ich würde es auch wieder so machen, glaube ich. Also aus Creator-Sicht ist ja auch bewusst, dass sowas auch schon sehr verfänglich sein kann, weil, also ich sag mal.
Wenn jetzt ich an Afghanistan denke, dann ist natürlich da diese ganz krassen Bilder, 2021 US-Truppenabzug, Menschen hängen sich aus Angst vor den Taliban an diese abhebenden Flugzeuge. Das ist, wie gesagt, wir bleiben jetzt beim Standardbild, das man, glaube ich, so in der deutschen Öffentlichkeit hat.
Und dann ist dir aber, ist dir bewusst, dass dann, wenn da so ein blauäugiger Deutscher mit blonden Haaren dann mit den Taliban Shaksuka macht, also da weißt du doch, dass das Internet komplett drauf steil geht. Ja, klar, das ist klar. Das ist nichts Normales, auf jeden Fall. Aber ich habe einfach ganz authentisch, meine Reise halt gezeigt, wie es war.
Ich bin ja kein Politikblogger oder so. Ich habe jetzt nicht probiert, da immer jedem zu gefallen oder so, sondern einfach halt meine Erfahrungen, die Höhen, die Tiefen, alles, was ich halt erlebt habe. Und das schätzen die Leute, glaube ich, auch. Das Echte. Wie wichtig sind dir, weil ich meine, du bist ja auch Creator, wie wichtig sind dir Zahlen und sowas? Die Views, ja, eigentlich nicht so.
Das habe ich vorher ganz kurz angesprochen. Das machen glaube ich viele Influencer falsch und da haben die so immer eine Identitätskrise viele. Ist ja fast schon im Trend darüber so zu reden. Ich glaube, die machen den Fehler, dass die ihr Leben nach dem Content ausrichten und nicht andersrum. Andersrum soll es sein. Man sollte seinen Content über sein Leben machen.
Und das ist, glaube ich, die richtige Balance und das mache ich auch immer. Wie schon gesagt, ich überlege mir, auf was habe ich Bock. Ich laufe von Mexiko nach Kolumbien und dann überlege ich nochmal, wie kann ich das cool verpacken als Story, als Video, echt. Ist das interessant genug? Genau. Und da die Balance zu finden aus, es hat Potenzial, businessmäßig und ich hab Lust drauf.
Das ist das Wichtigste. Ich hatte auch schon Projekte, die jetzt nicht so super gelaufen sind. Ich bin nach Grönland, weil ich da mega Bock drauf hatte. Hat jetzt nicht so krass performt. Aber ist egal, ist wurscht. Das kenne ich auch, das wir hatten teilweise so unfassbar tolle Menschen hier und du denkst dir, Alter, der hat mir gerade eine Offenbarung übers Leben hier runtergebetet.
Ich bin wirklich mit Kinnlade war am Boden und am Ende, denkt man sich so, das sind die Folgen, die müssen die Leute hören und dann, sind die teilweise gar nicht, genau, die dann gar nicht so krass performen und wiederum andere, wo du dir denkst, auch tolle Persönlichkeiten, ich lade hier nur Leute ein, auf die ich auch wirklich Bock hab, aber wo man sich dann so denkt, dann gehen die voll ab und du denkst dir, hä?
Woher? Naja, okay, nehmen wir auch, aber es sind ja auch, also ich meine, es ist natürlich auch leichter gesagt, wenn es gerade gut läuft, sag ich mal, und auch Brands auf einen Bock haben. Was ist, was kommt denn so im Jahr rum? Da bin ich glaube ich im falschen Land, um das zu sagen. Wäre ich jetzt Army-YouTuber, könnte ich das easy sagen. Ja, da würden alle klatschen. Da würden alle klatschen.
Aber in Deutschland ist es so glaube ich der falsche Ort. Auch mit sehr viel Neid auch verbunden. Da habe ich mit vielen Leuten schon drüber geredet, auch mit sehr, sehr Erfolgreichen auch, dass es leider halt so ist. Und es ist auch zum Beispiel so, bis jetzt in Thailand ist es gar nicht so. Dann applaudieren die Leute auch und finden das cool und nehmen das eher schon als Inspiration schon fast.
Aber in Deutschland, ich weiß nicht, woher das kommt. Das ist verrückt, weil vor allem auch die Menschen in Thailand, die waren vor nicht allzu langer Zeit da, die haben ja noch mal deutlich, deutlich weniger. Also wenn jemand neidisch gucken dürfte, dann ja eher die. Und ich weiß nicht, woher das kommt. Du kannst ja auch gerne deine Meinung dazu sagen. aber woher kommt das so? Wo das herkommt, weiß ich auch nicht.
Aber es muss ja vor allem nicht mal ein großer Unterschied da sein. Aber man gönnt einfach so prinzipiell dem anderen die Butter auf dem Brot. Das ist wirklich schade. Aber du nimmst es auch so vor, oder? Ist so. In vielen Sachen. Ich weiß gar nicht, ob das nur was Finanzielles ist, sondern ich glaube, es ist allgemein, man guckt schon sehr viel darauf, was macht denn so der Nachbar. Genau, da ist der Rasen immer grüner, sagt man ja.
Ich glaube, es ist einfach grundsätzlich der Vergleich, den wir hier sehr, sehr gerne mögen. Und wo wir es auch lieben und das ist auch, sieht man auch in der Sportbubble, selbst wenn man es nicht so extrem betreibt wie du, aber man muss sich immer mit anderen vergleichen und dann ist man irgendwie, keine Ahnung, selbst wenn es so eine dämliche Paddle-App ist oder so, immer mit den Scores da und so.
Oder Strava auch, gell? Ja, es ist ja auf jeden Fall. Deswegen mach ich das auch gar nicht. Die Strava-Post sind. Ich hab mein Strava privat, weil es mir wurscht ist. Ja, voll gut. Du hast eine, und ich glaube, sehr viele werden dich auch von dieser Challenge kennen, die du in diesem Jahr gemacht hast, wenn wir jetzt schon über Zahlen gesprochen haben und über große Projekte. Du hattest ja immer auch schon, deine Reisen, deine Challenges wurden begleitet von Brands.
Das war jetzt aber das erste Mal, dass du wirklich eine ganze Challenge mit einer großen Brand auch zusammen gemacht hast. Nimm uns einmal mit rein, was war die Idee? Das war das River Race. Genau. Die Idee hatte ich wiederum, weil wir über das Laufen geredet haben, hatte ich in Costa Rica und dachte mir, ich will jetzt nicht mehr laufen, weil es ist so voll, ja, als Belastung, ich habe nichts gemerkt oder so, direkt an meinem Gelenk, ich habe auch keine Probleme, aber ich wollte dann einfach...
Ja, ein Schwimmprojekt machen. Hatte ich voll Bock in dem Moment. Das kommt halt einfach so, die Idee. Und dann, jo, ich habe sogar den Moment gefilmt, als ich die Idee hatte, in Costa Rica im Hotelzimmer, wo mich meine Eltern besucht haben. Okay, ich könnte vielleicht durch ein Land schwimmen. Schwimme ich durch den Rhein, der ist verträgt und Schifffahrt da komplett durch. Weiß ich nicht, ist auch ziemlich kalt.
Okay, ich wohne an der österreichischen Grenze. Ich könnte durch Österreich schwimmen. Genau, und das ist möglich in der Donau quasi. Und da hatte ich auch so einen Moment als Kind, wo ich dann meinem Papa in Passau war und so ein Papierschiff aus einer Serviette gefaltet oder Speisekarte, was glaube ich, da reingeworfen habe und gefragt habe, wie weit schwimmt das denn?
Und der meinte, ja, das schwimmt jetzt bis zum Schwarzen Meer, also durch die Donau. Und dann hat das halt voll Sinn gemacht in dem Moment. Dachte mir, yes, geil, neue Idee. Ich schwimme durch die Donau. Aber der Rösterreich. Wie viel hat das gekostet? Weil das ist ja schon, also du brauchst ja erstmal Genehmigung. Wie viel Überwindung oder wie viel Geld?
Also beides, wir können gerne auf beides, aber jetzt mal nur vom Finanziellen her. Ist ja schon sinnvoll, einen großen Partner damit an Bord zu haben. Du brauchst ein Hausboot, du brauchst ein Begleitboot. Ihr habt ja auch den Stream die ganze Zeit am Laufenden gehabt, DLRG, alles. Ja, genau. Schon, genau, nicht so wenig. Das war auf jeden Fall von der Organisation her das aufhörnigste Projekt, was ich bisher gemacht habe.
Das davor, da bin ich einfach mit meinem Rad losgefahren, sag ich jetzt mal. Und bei dem, da war ein riesiges Team mit involviert, 30, 40 Leute oder so. Und da war ich auch froh drüber, dass ich mich darum nicht kümmern musste. Und ich hatte auch keine Zahlen im Kopf. Ich hatte nur das Schwimmen, ich habe mich dann ein halbes Jahr explizit darauf vorbereitet, bin nach Innsbruck auch extra gezogen und so, dann da gewohnt und das Team hat sich um alles gekümmert, also schon einiges auf jeden Fall, DLRG wurde auch, die wurden ja alle bezahlt auch.
Aber wahrscheinlich schon gut sechsstellig die Nummer, oder? Ich weiß es nicht. Wirklich nicht? Nee, ich weiß es echt nicht. Und dann Überwindung, weil das weißt du ja. Überwindung, genau das weiß ich, das hat schon viel gekostet am Anfang im Dunkeln zu schwimmen. Ist, glaube ich, für viele so der Worst Case, die ganze Nacht durchzuschwimmen.
Das sind krasse Bilder. Da ist ja nur dieser Lichtkegel vom Beiboot und du weißt ja gar nicht, wo du hinschwimmst. Ja, selbst das bringt dir eigentlich nichts, weil du siehst nur schwarz die ganze Zeit. Ja, das war ja eher für uns, dass wir dich halt sehen konnten. Genau, dass ihr mich seht, ja, im Stream.
Und das habe ich ja auch gezielt trainiert, nachts zu schwimmen, die ganze Nacht durch, Marathon. Marathon zu schwimmen ist krass, auch für mich, insane. Das dauerte auch so zwölf Stunden oder so. Und die Kälte war krass, auch unerwartet kalt. Wir hatten so, ich glaube, 17 Grad nur, 16,9. Im Stream stand es so immer 21, aber das war das Thermometer vom Hausboot.
Das war alles kalt. Ich dachte, es war beim Reingehen schon. So diese Momente in Passa, wo ich dann da rein bin, dachte ich, oh, ist ja ganz schön kalt. Kälter, als wo wir da trainiert hatten. Strömung war auch nicht da leider. Das war sehr, sehr schwer. Weiß ja jeder mittlerweile jetzt, dass alle Bäche ausgetrocknet sind.
Und der Wasserstand sehr, sehr niedrig ist. Und dann aber da den Mut zu haben, die Überwindung, jo, ich probiere das jetzt irgendwie trotzdem. Das war eher das Schwierigste, ja. Aber ich hatte Bock drauf, also mega. Ich war auch ready an dem Tag, genau. Wenn wir jetzt nur mal so ganz auf die nackten Zahlen schauen.
Die Challenge war ja innerhalb von 72 Stunden von Passau nach Bratislava zu kommen. Genau, Slowakei. Das sind 354 Kilometer. Das heißt, du müsstest eigentlich 118 Kilometer am Tag schwimmen. Genau. Du hast in der Vorbereitung, aber du hast ja auch gerade schon gesagt, Marathons gemacht und so weiter. Eher so zwölf Stunden.
Und ich glaube, du warst auch nach zwölf Stunden oder nach 24 Stunden bei so 64 Kilometern oder irgendwie sowas. Auf jeden Fall nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Genau. Also erstmal, woher, fangen wir erstmal damit an. Woher kam trotzdem die Sicherheit, auch wenn du das davor noch nicht gemacht hast, diese 118 Kilometer am Tag, dass du dir trotzdem sicher warst, ich kriege das hin?
Genau, mit der Strömung halt. Also die Donau hatte so 4-5 kmh Durchschnittsströmung, von quasi Passau bis nach Bratislava bis zur Grenze, Wachau, Oberösterreich ein bisschen weniger und so dann Linz durch. Kann man sich, das ist ja eine ganz simple Rechnung. Wenn ich 3 kmh oder 3,5 aus Eigenleistung schwimme und dann auch die Strömung dazu habe, dann bin ich bei 7, 8, 9 oder auch mal 10 kmh und genau, komme easy auf meine 100.
40 im See ist nicht das gleiche als 40 im Fluss. Also die Strömung, die dich ein bisschen im Stich gelassen hat. Genau, ohne Strömung ist ja gar nicht möglich. Ich weiß gar nicht, ob das einen Fisch schaffen würde. Schafft das einen Fisch? Ich weiß es nicht. So weit zu schwimmen. Aber ein Mensch schafft es auf jeden Fall nicht. Ist unmöglich. Auf keinen Fall.
Nach 24 Stunden hattest du eben so gute 60 Kilometer auf dem Tacho. So was war es, glaube ich. Warst du da dann schon klar, dass die Nummer richtig eng wird? Ja, auf jeden Fall schon. Aber das war mir auch nicht egal. Aber meine Hauptmotivation war, ich ziehe das trotzdem durch und zeige den Leuten so, es ist immer wert, trotzdem zu starten, den Mut zu haben, es trotzdem zu versuchen. Und das hat ja auch in vielen Leuten was ausgelöst.
Ein sehr, sehr großes Learning für viele. Da habe ich auch viele nette Nachrichten dazu bekommen, Kommentare. Ich meine, es wäre easy gewesen zu sagen, wir lassen es oder wir verschieben es. Hätte auch nichts gebracht. Das ist ja noch schlimmer gerade oder ohne Strömung. Und das ist, glaube ich, viel wertvoller als auch dieser Weltrekord, als diese Auszeichnung, zu sagen, ich habe es trotzdem geschafft.
Ich habe viel mehr Leute erreicht, viel inspiriert. Die ganze Donau kannte uns ja. Da waren viele Leute am Rand immer mit Silvesterfeuerwerk und Rauch fackeln und alles. Das war crazy. Du warst nach 72 Stunden bei 154 Kilometern. Genau, ich glaube 153 waren es dann. 152,8 haben wir aufgerundet. Ich bin damit trotzdem voll zufrieden. Ich musste so sehr an die Challenge von Adasachi denken. Der war auch schon hier. Coole Folge, wenn ihr sie noch nicht gehört habt, gerne rein.
Aber er hatte ja die Challenge 96 Stunden, 600 Kilometer. Und er meinte, als ich hier bei mir saß, dass in dem Moment, als diese Uhr abgelaufen war und er es nicht geschafft hatte, ist für ihn eine Welt zusammengebrochen. Ja, das hat man auch gesehen, glaube ich. Absolut. Und bei dir hat man aber gesehen, das war bei dir gar nicht der Fall.
Nehmen wir uns nochmal zurück in diesen Moment, weil es wirkte zumindest so, als wärst du, und das hast du ja gerade schon angeschnitten, so übertrieben dankbar einfach trotzdem. Ich sag's dir ehrlich, so dieser Moment, wo die 72 Stunden vorbei waren, das war einer der schönsten Momente in meinem Leben.
So krass, obwohl ich es ja nicht geschafft habe, aber was habe ich denn nicht geschafft. Das war mega, richtig schön also ich habe in der zweiten Nacht sehr sehr krass gelitten, es war eiskalt, halluziniert alles, können wir auch vielleicht nochmal drüber reden und dann aber ab Tag 2 wurde es halt immer besser, Und ich habe mir dann zu meinem Kopf gedacht, jo, ich bin 153 Kilometer geschwommen.
Das ist insane, ja. Ich bin es geschwommen. Und ich habe mir auch davor Gedanken darüber gemacht, jo, schwimme ich fertig. So wie Ader, der hat es ja auch nicht geschafft. Und der ist dann noch bis zu Ende gelaufen. Aber da, wenn man ganz logisch überlegt nochmal, ich war so bei der Hälfte circa, ich hätte dann nochmal drei oder vier Tage gebraucht.
Und das kann man auch durchziehen, aber du weißt vielleicht nicht, wie es ist, drei Tage nicht wirklich zu schlafen. Das macht keinen Sinn. Und das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht beim Last All Ultra mitgemacht habe. Weil man sich da, glaube ich, einfach eher kaputt macht und das mir einfach nicht gut tut.
Deswegen war ich mit den 72 Stunden, ich habe die erfüllt und so der Job ist dann. Es passt. Es ist okay, ich bin damit voll fein. Ich muss mich da jetzt nicht kaputt machen. Nicht gesund, eine Woche nicht zu schlafen. Das kann man mal drei Tage machen, vielleicht noch einen vierten, aber dann eine Woche.
Und ich habe die Donau für mich erlebt, ich habe das alles ich habe viel mitgenommen, viel, viel mehr als gedacht. Wir holen vor unseren Aufnahmen immer noch ein paar Fragen aus der Community mit rein und tatsächlich, weil du es auch schon angesprochen hast. Meine oder Sport1-Community? Wir versuchen sie zu kombinieren.
Meistens hat man ja so leichten Overspill dann. Aber Linus hat gefragt, eben genau wegen dieser Halluzinationen. Was hast du da gesehen? Was ging da bei dir ab? Ja, ganz wild. Ich bin da da geschwommen, atme links, atme rechts und habe dann so im Augenwinkel so ein ganz großes Licht gesehen. War mir auch schon eiskalt, so unterkühlt quasi.
Und du bist ja schon ewig im Wasser zu dem Zeitpunkt. Und dann sehe ich so ein ganz großes Licht und denke mir, warum ist das so wie hier eine riesen Straßenlaterne? Warum steht die mitten im Wald so ganz groß? Riesige Straßenlaterne mitten im Wald. Ich taue rauf und das war dann der Mond. Der Wald, glaube ich, einen Tag vor Vollmond.
Einfach Sachen, die man sich so ein bisschen... Die sind schon da, so ein bisschen, aber man bildet sich das ein. Der Verstand spielt einem nur so Streiche... Und dann war es auch ganz krass, ich habe so wie so Johnny Depp mit seinem Piratentuch, so Captain Jack Sparrow, mir ist kalt, ich bin jetzt hier gerade im Wasser, vielleicht kann man das ein bisschen nachvollziehen. Ja, das passt aber nicht, so ganz komisch, man hinterfragt dann auch, flucht der Karibik in der Donau?
Warum? Macht ja gar keinen Sinn. Gibt es ein Sippenteilet schon, keine Ahnung. Ja, einfach man bildet sich Sachen ein oder man sieht auch, ich habe bei meinem Training, da habe ich im Simsee trainiert, das ist ein See bei uns, da habe ich auch ein Hai gesehen, war natürlich kein Hai. weil das ein See ist.
Das ist so ein Schatten, der vorbeischwingt, ganz groß. Vielleicht war es ein Karpfen. Aber man denkt, es ist ein Hai. Aber es sind solche Challenges, und du hast ja wirklich unfassbar viel gemacht, wir schaffen es heute nicht, über alles zu sprechen, aber ist sowas noch weiter skalierbar? Weil man fragt sich bei dir ja schon noch, ja krass, was soll denn da noch kommen?
Aber so funktioniert ja Aufmerksamkeitsökonomie. Es muss ja immer noch mal einer oben drauf eigentlich. Ja, das ist immer so die Frage, ob das immer besser, schneller, weiter, anstrengender, ob es das sein muss. Also ich habe viele Ideen schon auch, was ich jetzt danach mache. Sind die krasser? Wahrscheinlich schon auf eine Art und Weise, aber halt anders.
Also ich nehme mir halt das einfach immer vor, was zu machen, wo ich Bock drauf habe. Ist die Donau krasser als das Daring Gap? Weiß ich nicht. Donau kam nach dem Daring Gap. Es ist einfach anders halt. Weißt du, ich meine? Das Ziel ist schon, sich zu steigern irgendwie. So eine verbesserte Version immer zu werden.
Deswegen werden wir schauen, wo es hingeht. Gibt es so eine Art, so eine kleine Buckellist Oder ein, zwei Sachen oder Ideen, wo du schon was anreißen kannst? Oder vielleicht das Format, weil da änderst du dich ja auch immer weiter? Ja, es wird schon immer noch, ich mache meine Challenges around the world.
Das ist das, was mich antreibt, das Abenteuer, Sachen, an die jetzt nicht jeder denken würde. Ein anderer hat letztens gefragt, wie kommt man überhaupt auf die Idee, durch die Donau zu schwimmen? Ich habe es jetzt hier beantwortet. Das ist meistens ein ganz simpler Gedanke, den ich dann einfach halt umsetzen will.
Challenges around the world, anders, schneller oder langsamer oder länger. Wir werden es sehen. Also ich kann noch nichts dazu sagen, weil ich das immer nicht so mag, wenn man die Sachen ausspricht und dann macht man es nicht. Das kommt dann. Sehr, sehr bald vielleicht sogar. Was ich auch immer wieder in den Kommentarspalten gelesen habe, das hat wirklich viele Leute interessiert.
Gibt es so ein Tabu bei dir? Sowas, wo du einfach sagst, das macht mir so viel Angst, was ja völlig okay ist, dass du sagst, ich habe mich einmal mit dem Gedanken auseinandergesetzt, ich möchte das nicht machen. Oder ist es bei dir da wieder so rum, dass du dir denkst, okay, ich habe da voll Angst vor.
Eigentlich müssen wir genau deswegen in diese Angst reingehen, um sie zu überwinden. Sag mal ein Beispiel. Was wär's für ein Beispiel? Keine Ahnung. Hast du Höhneangst? Nee, Höhneangst jetzt nicht, aber ich würde jetzt nicht, ich glaube, das gab's mal bei Joko und Klaas so mit Piranhas tauchen oder irgendwie sowas, wo du denkst, das war mal ein Gedanke und wo du gesagt hast, nee, das ist mir einer drüber.
Oder keine Ahnung, hier, Schwimmer, Beringstraße, die Nathalie Pohl war auch hier schon bei uns so zu Gast. Extremschwimmerin, die du auch begleitet hast auf ihrer Challenge, ihr kennt euch auch gut, die meinte einfach sowas wie Beringstraße, das ist die Passage zwischen Russland und Alaska, so da hat es halt vier Grad, da sind nur Eisblöcke, da würde sie niemals durchschwimmen, weil sie einfach keinen Bock mehr auf kaltes Wasser hat.
Ich habe schon überlegt auch tatsächlich das zu machen, aber mit Neoprenanzug vielleicht, ja. Ich weiß nicht, ob man es darf, politisch, ein bisschen schwer, aber gibt es so ein Tabu? Ich weiß es nicht genau, ich glaube jetzt nicht, weil ich alles halt ausprobieren will irgendwie. Ich würde mich jetzt nicht so selbstverletzendes Joko und Klaas Beispiel, kennst du die Folge, wo die dann mit diesem Haken im Rücken der Bansch, das würde ich nicht machen. Das ist klar.
Aber sonst würde ich schon alles probieren, worauf ich halt Bock habe. Ich hatte auch eigentlich so Höhenangst, würde ich sagen. Jetzt bin ich falschen Springer. Das ist ein Zeiger. Das ist die Aufgabe. Denke ich. Du hast so viele Länder gesehen und du hast jetzt schon mehr Länder gesehen als die meisten von uns, die wir dir hier zuhören.
Jemals sehen werden. Mich würde schon mal interessieren, wie du so auf die Welt blickst. Ja, weil ich das ja ohne Flugzeug gemacht habe, auch das meiste, habe ich so ein Verständnis. Und du ja auch Grenzen überwindest, die sonst, also wo fährt der Deutsche in Urlaub? Italien, Spanien, Frankreich, mal in die USA oder nach Südostasien oder sowas.
Aber ich sage jetzt mal Guatemala, Pakistan, Afghanistan, Sibirien steht jetzt wahrscheinlich in den wenigsten Reisebüros zur Auswahl. Vielleicht kommt es auch. Ich bin jetzt in Kyrgyzstan. Das merke ich auch. Vielleicht ist es mal eine Bubble. Das kommt immer mehr in Trend. Es ist so ein bisschen cool geworden, Reiseziele zu machen, die jetzt nicht jeder macht. Diese Travel-Bubble.
Aber wie ich auf die Welt blicke, weil ich das schon auf eine einzigartige Art und Weise gemacht habe, die Größe der Welt finde ich sehr, sehr schön. Das habe ich auch schon mal angesprochen. Klein oder groß? Ja, genau. Das ist eine gute Frage. Ich glaube, es ist perfekt. Es ist so groß, dass man hier alles sehen kann.
Aber auch klein genug, dass man sich schon sehr, sehr viel anschauen kann. Und das ist eine sehr perfekte Größe irgendwie. Ich habe diesen Übergang sehr, sehr stark wahrgenommen von Deutschland nach, Afghanistan rüber, so von wie sich auch die Religionen verändern. Du merkst es in der Türkei, schon so ein bisschen muslimischer.
Und dann wird es ja quasi immer, immer stärker. Iran und dann kommt Afghanistan. Und dann kommt China und dann wird es wieder ganz anders. Dann verändert sich das eher wieder so in die Hindu-Richtung oder Buddhismus. Genau. Und es war cool. Was sonst noch? So Mittelamerika war relativ gleich. Also ich habe jetzt nicht so einen starken Unterschied gemerkt zwischen Guatemala und Honduras zum Beispiel.
Sehr viele Learnings über Menschenkenntnis. Also da kam ein anderer Typ zurück. Ich jetzt als gestartetes. Sehr viel über mich selber gelernt. Ich glaube Reisen ist die beste Schule, so die es gibt. Vielleicht besser als Studium. Ich weiß es nicht. Für mich hat es mehr Sinn gemacht. Ja, auf jeden Fall. Ja, also man lernt sehr, sehr viel dabei.
Und ich blicke schon anders auf die Welt, aber auf welche Art und Weise kann ich dir jetzt gar nicht so genau sagen, weil das einfach... Ein Gefühl ist so. Dann lass uns vom Großen einmal ins Kleine gehen. Weil du ihn gerade angesprochen hast, den Typ, der gestartet ist. Wenn du dir ein Foto anguckst von dir selber, dem Marinos, der Anfang 2024 diese Reise gestartet hat. Was siehst du da für einen Typen?
Ja, einen neugierigen vor allem. Ich glaube, Neugier hat mich am meisten angetrieben. Neugier, wispigierig, abenteuerlustig, naiv auch halt wahrscheinlich noch mehr naiv als jetzt. Weil jetzt, wenn ich überlege, dann denke ich schon noch mal ein bisschen anders drüber nach oder noch mal ein bisschen reflektierter vielleicht.
Aber sonst bin ich ja eigentlich trotzdem der Gleiche geblieben auf jeden Fall. Ich habe mich verbessert auf ein paar Ebenen. Ja. Dann wünschen wir dir auf einer weiteren Reise ganz, ganz viel Erfolg. Es gibt noch eine letzte Frage, das ist immer die letzte Frage bei uns im Deep Dive. Das ist die sogenannte Alien-Frage. Pass auf, stell dir vor, es landen Aliens auf der Welt. Die haben keine Ahnung davon, wie der Mensch funktioniert, warum sich der Mensch in Extremsituationen begibt oder Sport macht, wie Gesellschaften funktionieren.
Aber sie sehen dich, wie du das Dorian-Gap durchquerst und, die widrigsten Bedingungen aushältst, wie du durch die Donau schwimmst und dich da ganz extremen Situationen aussetzt, was ja gar nicht sein müsste. Sie verstehen es nicht, aber du scheinst dich auszukennen, deswegen kommen sie zu dir und fragen dich einfach mal, Marinos, warum das Ganze? Was sagst du ihnen?
Weil es mich glücklich macht einfach, weil es Spaß macht. Ich glaube das ist es. Einfach Spaß zu haben. Also da ist weder Geld oder äußerliche Anerkennung die Motivation, sondern einfach Spaß. Was würde ich denn sonst machen? Weil im Prinzip sind wir alle beim Gleichen. Ob du jetzt der Koch bist, ob du der Maurer bist, der Physiotherapeut, der Marketingtyp, im Fernsehen arbeitest oder ich schwimme halt da.
Jeder hat so eine Aufgabe und macht das, um eine Beschäftigung auch irgendwo zu haben, weil du ihn antreibst. Und deswegen mache ich das. Leben, Leben. That's it. Das ist ein wunderbares Schlusswort. Vielen, vielen Dank dir. Vielen Dank euch, dass ihr auch wieder am Start wart. Ey, ich habe das Buch schon lesen dürfen. Es ist richtig, richtig nice.
Alles in der Infobox dazu. Danke dir, danke euch. Wir sehen uns nächsten Dienstag wieder zur nächsten Folge Deep Dive um 0 Uhr überall, wo es Podcasts gibt. Ab 18 Uhr auf YouTube. Und lasst uns gerne gute Bewertungen da und folgt uns rein, um nichts mehr zu verpassen. Danke euch. Ciao.