SPORT1 DEEP DIVE· Folge 42

TIMO HILDEBRAND: Ex-Nationaltorwart tief gerührt über Robert Enke, mentale Probleme und sein bitteres Karriereende

Dienstag, 27. Oktober 2026 · 59 min

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Shownotes

Timo Hildebrand ist eine Torwartlegende des VfB Stuttgart und hat mit den Schwaben 2007 die deutsche Meisterschaft gewonnen. Als Nationalspieler erlebte er das Sommermärchen 2006 hautnah mit und stellte mit 884 Minuten ohne Gegentor einen bis heute bestehenden Bundesligarekord auf. Doch hinter den sportlichen Erfolgen verbargen sich auch persönliche Herausforderungen.

Host Lenny Peteanu spricht mit ihm über seine schwierige Kindheit, den Umgang mit psychischen Problemen und den tragischen Tod von Robert Enke. Außerdem sprechen die beiden über seine Zeit unter Felix Magath, die Höhen und Tiefen seiner Karriere in Spanien und der Bundesliga sowie darüber, wie Timo nach seinem Karriereende als Unternehmer und mit sozialem Engagement eine neue Erfüllung gefunden hat.

STELP: stelp.eu/ueber-uns

⏱️ Die Folge mit Timo Hildebrand im Überblick

• – Intro
• – Kindheit
• – Traum vom Profi
• – Jugend beim VfB
• – Schritt zu den Profis
• - Prägung durch Trainer
• – Stimmung im Team
• – WM in Deutschland
• – Meisterschaft mit dem VfB
• – Beziehung zum Vater
• – Mentale Probleme als Profi
• – Robert Enkes Suizid
• – Kurzes Abenteuer in Valencia
• – Über Hoffeinheim und Sporting zu Schalke
• – Zweiter Frühling bei Schalke
• – Bereust du etwas?
• – Restaurant und vegane Ernährung
• – Hilfsorganisation STELP e.V.
• – Reflektion
• – Alienfrage

Wenn Sie sich selbst von Depressionen und Suizidgedanken betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (telefonseelsorge.de (telefonseelsorge.de)). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in zahlreichen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:
-📱Instagram: ⁠@lenny.peteanu (instagram.com/lenny.peteanu)
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ich hatte jetzt keine Bilderbuchkinderheit. Mein Vater war Alkoholiker und es war nie einfach so bei uns zu Hause. Meine Mutter hat versucht, den Laden zusammenzuhalten. Fußball war immer so mein Hafen. Ich habe halt Fußball gespielt, da bin ich drin aufgegangen. 9. Juni 2006. Fußball-Deutschland im Ausnahmezustand. Aber es war das erste Mal so richtig, wo ich es erlebt habe, dass eben ganz viele Alphateere, dass jeder so einen großen Ziel untergeordnet hat. Es wurde nicht umsonst getitelt, Sommermärchen heißt zu erleben, wie die Fans an den Bösen standen.

Und als wir hier nach Stuttgart kamen, Platz 3 und 4, irgendwie der ganze Bahnhofsplatz voll und so. Es war schon extrem schön. Nur zwei Tage nach seinem letzten Bundesligaspiel nimmt sich Robert Enke mit 32 Jahren durch Schienensuizid das Leben. Es war einfach brutal. Ich weiß noch, ich saß in Heidelberg den ganzen Tag irgendwie vom Laptop und hast irgendwie auf neue News gewartet.

Man kennt ihn, man hat mit ihm zusammen trainiert und man fragt sich ja, was ist da passiert. Am Ende ist es extrem schlimm und schade, wenn jemand so eine Entscheidung für sich selber trifft. Bei dir war das ja auch der Fall, dass so schillernd die Fassade nach außen hin war, sah es dahinter ein bisschen anders aus. Das haben mich oft zurückgezogen, auch viel Schutz irgendwie, viel Distanz gewahrt oft und so.

Thema Nähe, Loslassen ist schon auch immer ein Thema gewesen für mich. Das ist schon eine Scheißzeit einfach, muss man sagen. Freunde, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Deep Dive. Ich bin Lenny und ich treffe mich hier jeden Dienstag mit super inspirierenden Menschen aus dem Sport. Unser heutiger Gast ist Timo Hildebrandt. Timo war deutscher Nationaltorwart und ist bis heute eine absolute VfB-Legende. 2007 hat er mit den Stuttgartern an der Seite von Sami Khedira, Thomas Hitzlsperger, Mario Gomez und Kakao den Meistertitel geholt.

Mit Valencia hat er in Spanien die Copa del Rey gewonnen. Danach gab es noch Stationen bei Hoffenheim und Schalke. Kurzum, der Mann hat wirklich unfassbar viele unglaubliche Geschichten zu erzählen. Wir sprechen über den wahnsinnigen Erfolg, den er schon in sehr jungen Jahren hatte, über psychische Probleme, die ihn immer wieder während seiner Karriere praktisch gelähmt haben und darüber, was er heute eigentlich alles treibt.

Es ist eine sehr persönliche, eine sehr intime Folge. Ich finde es total toll, wie offen er über auch sehr private Dinge spricht. Wenn euch die Folge gefällt, dann lasst uns gerne eine gute Bewertung da und folgt uns rein, um nichts mehr zu verpassen. Vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge mit Timo Hildebrandt.

Was für Bilder kommen dir in den Kopf, wenn du so an deine Kindheit denkst? Ganz viele verschiedene. Eine ist auf jeden Fall mit dem Fahrrad in meiner Sackgasse, hin und her fahren und Bremsspur machen. Erzähl mal, wie bist du aufgewachsen? Was war das Leben in dieser Sackgasse da hinten? Kleines Dorf, Hofheimried heißt es, in der Nähe von Lambertheim, Darmstadt.

Und ganz normale Familie. Mein Vater hat bei der Bahn gearbeitet. Meine Mutter war Kassiererin, mal in der Bäckerei, mal im Supermarkt. Ich habe einen großen Bruder, fünf Jahre älter und der hat ganz lange bei der Bank gearbeitet und ist jetzt schon ganz lange als Honorarberater selbstständig. Aber ganz dörfeliges Aufwachsen, wie man es halt auf dem Dorf so macht.

Was war deinen Eltern wichtig für euch Jungs? Ich glaube, wir haben schon ganz gute Werte mitbekommen, wie Bodenständigkeit, Sport, es war immer draußen. Wir hatten nicht wirklich viel Kohle oder sonst irgendwas. Denen war schon wichtig, dass wir einfach auch so ein familiäres Umfeld hatten. Meine Mutter hat eine große Familie, zu der wir eher hingezogen waren als die Familie zu meinem Vater. Und deswegen war da schon auch immer mit Cousins große Familienfeste und wir sind sehr familiär aufgewachsen auf jeden Fall.

Voll schön. Weil du jetzt auch angesprochen hast, was für eine Rolle hat dein Papa da nochmal eingenommen? Weil ich glaube, das war ja auch teilweise sehr speziell bei euch. Ja, hat jetzt keine Bilderbuchkinderheit, aber wird auch nie irgendwas verteufeln und so. Aber mein Vater war Alkoholiker und es war nie einfach so bei uns zu Hause.

Und ja, also man bekommt ja viel Prägung dann auch mit, aber wie gesagt, ich glaube, gerade auch meine Mutter, wir waren schon so ein richtiges Team, auch, ich würde jetzt nicht sagen, wir drei gegen meinen Vater und so, aber es war einfach so trotzdem eine eingeschorene Gemeinschaft und wir haben das dann letztendlich auch zusammen durchgestanden oder gerockt.

Mein Vater ist schon 2013 verstorben und so und Und deswegen. Ja, wie gesagt, es wird jetzt meine Kinder nicht schlecht reden. Konnte sie das aber irgendwie ein bisschen auffangen, weil das stelle ich mir schon enorm schwierig vor. Es sind ja nie einfache Themen. Das gibt es ja heutzutage immer noch.

Aber ja, meine Mutter hat versucht, den Laden zusammenzuhalten und in die Familie, sage ich mal so. War nochmal kurz ausgezogen und so, aber dann auch wieder zurück. Und es war nicht immer eine einfache Zeit, aber ich konnte, hatte auch viele Freunde. Man ist ja auch als Jugendlicher unterwegs im Dorf auf dem Bolzplatz, war draußen.

Und wie gesagt, meine Mutter hat ja eine große Familie und hatte auch zu meinem Partner ein ganz enges Verhältnis, der dann auch mein Trainer war und so in der Jugend. Und ja, das gab verschiedene Menschen, die uns dann praktisch unterstützt haben oder auch aufgefangen haben. War das auch so ein Punkt für dich, dass du gecheckt hast, da sind so viele Themen gerade und so viele eigentlich kleine Kriegsshow-Plätze innerhalb dessen, dass du so wusstest, okay, du musst dein Glück in die eigene Hand nehmen, wenn du was reißen willst, dann musst du es selber machen.

Ich weiß nicht, ob einem das da schon bewusst ist, aber für mich, das habe ich auch schon ein paar Mal gesagt, so Fußball war immer so mein Hafen. Ich habe halt Fußball gespielt, da bin ich drin aufgegangen, wir hatten eine super Gemeinschaft, auch die ganzen Familien kamen eben immer noch früher zu den ganzen Spielen hin und so, wie das halt damals auf dem Dorf so war.

Da hatten wir einfach eine gute Zeit und wie gesagt, mein Partneronkel war Trainer, ich hatte einen Torwarttrainer, den habe ich immer angerufen und habe gesagt, hey, wie sieht es aus, lass uns mal auf den Platz gehen und da hatte ich einfach eine gute Zeit. Und gab es in diesem, also in eurer Familie, aber auch in diesem Dorf so Anfang der 90er, gab es da diesen Raum zu träumen, dass man sich auch dachte, naja, aus dem Timo kann vielleicht mal ein ganz großer werden oder war das so dieses Urdeutsche, wie ich es ja auch oft kenne, so dieses, na, wollen wir doch mal sehen.

Ich weiß nicht, das hat sich einfach so entwickelt. Also aus einem kleinen Dorf, wie eigentlich fast jeder Profi auch entsteht, glaube ich jetzt. Man kickt halt einfach, weißt du, und dann spielt man halt Auswahl und dann kommt man irgendwann mal in die Hessen-Auswahl, dann ist man eben beim Turnier dabei und dann entwickelt sich das einfach so.

Also es war jetzt nie so, hey, man steht da mal in der Zeitung und gibt irgendwie einen Bericht und so, aber es war jetzt nicht so, hey, alle Daumen drücken, dass der Timo Profi wird. Aber ich meine, das war schon krass bei dir, weil du bist ja auch schon in die U15 da gekommen und du warst ja aber da noch nicht beim VfB oder bei einem größeren Verein, sondern das war ja wirklich, ich glaube ich, für so einen jungen Menschen auch total krass, wenn du weißt, gerade auf der Torwartposition, wo es halt nur einen gibt.

Du bist jetzt einer der drei Besten in Deutschland in dieser Altersklasse, kommst aber nicht von einem der großen Namen der Vereine. Das muss auch was in dir gemacht haben, oder? Das ist doch krass. Klar war es krass, aber wie gesagt, es hat sich einfach nur so entwickelt und, ich weiß noch, es gab so eine Situation, ich hatte ein Angebot von Waldorf Mannheim, und habe auch unterschrieben gehabt und habe dann trotzdem kein gutes Bauchgefühl gehabt.

Ich habe keine Ahnung mehr, warum ich es dann auch praktisch wieder revidiert habe. Also ich bin nicht dahin gegangen, musste nochmal ein Jahr bei mir zu Hause bleiben im Heimatdorf und bin dann sozusagen zum VfB gegangen. Aber ich hatte damals kein gutes Gefühl und habe den dann auch abgesagt. Und es war komisch damals. Also da kann ich mich schon noch dran erinnern.

Und gab es da jemanden in deiner Bubble, der dich auch so ein bisschen unterstützen konnte? Also du hast jetzt auch von deinem Partnerangstel gesprochen, der dich auch trainiert hat. Weil, wie ich das heute wahrnehme, bei vielen jungen Spielern ist das schon so, dass die teilweise Eltern haben, die wie ein Management sind.

Die wirklich wissen, die wissen teilweise besser als Berater, wie man die vermarktet, was ich teilweise auch ein bisschen gruselig finde. Aber also gerade solche Entscheidungen, gehe ich jetzt zu Waldhof oder nee, ich mache es doch nicht. Gab es da irgendwie jemanden? Nein, wirklich. Also damals war mein heutzutage mit 15 bist du im NLZ oder hast schon Berater und sonst irgendwas.

Wahrscheinlich schon viel früher und das gab es damals einfach nicht. Also Familie und letztendlich hat man da sich besprochen. Aber ich weiß noch, wir sind damals zum Probetrainer zum VfB mit meinem Partner, Onkel, Familie. Mein Tower-Trainer war dabei, wir sind mit so einer ganzen Artourage angerückt sozusagen.

Aber ja, es war schon ein großer Schritt einfach vom Jugendlichen irgendwie zum großen VfB-Stücker damals und da wollte dann schon auch jeder wissen, wo geht der Junge hin. Und warum ist es hier VfB geworden? Weil ich glaube, es gab ja mehrere Angebote, ne? Es waren ja zu weit weg und es hat mich da einfach am wohlsten gefühlt und der VfB war damals die Nummer 1 in den Jugendbereich.

Das war eigentlich so der Grund, warum ich hierher gekommen bin. Aber das ist ja auch ein extrem schnelles Erwachsenwerden dann eigentlich, oder? Weil ich meine, du bist 15, 16, auf einmal bist du da im Internat. Da ist ja selbst von den Leuten, die du kennst, du bist nicht allzu weit von zu Hause weg, aber es ist ja nicht mehr zu Hause.

Richtig, klar, schnelles Erwachsenen werden, ich wollte Abi machen, habe nach einem Jahr aufgehört und meine Mutter wollte aber eine Ausbildung machen, weil es einfach zu viel Sport, also es gab noch nicht diese Sport- oder Schulförderung, wie es das jetzt gab, weil die Jungs trainieren ja jetzt morgens auch und werden noch viel mehr gefördert und es war mir einfach zu viel, obwohl ich immer ganz gut in der Schule war, habe ich dann aufgehört und habe dann eine Ausbildung noch gemacht und ich sage immer, es war mit die heiteste Zeit, weil du hast halt tagsüber gearbeitet oder warst in der Berufsschule und dann abends Training, Wir hatten damals vier Einheiten.

Heutzutage trainieren die ja sechs, sieben Mal. Also auch heutzutage, glaube ich, ist noch eine extremere Schule für die Jungs. Schafft ja auch eine Dera. Aber ich glaube, es ist eine sehr lernreiche Zeit, die man so als Jugendlicher, mitmacht, weil man hat ja so einen, ich will jetzt nicht sagen Traum, aber so einen Weg, den man einfach gehen will.

Und man ist halt jugendlicher und da, hat man ja noch ganz viele Flauseln im Kopf, ganz lange auch noch, aber so mit, 18, 19, 20, da hat man einfach noch Bock, Bürzen zu machen und in der Zeit irgendwie so eine hohe Verantwortung zu tragen oder auch den Weg zu gehen, ist schon besonders auf jeden Fall.

Es ist ja wirklich krass, weil der Druck ist ja enorm in dem Alter. War das damals bei euch auch schon so, dass man eben so Jahr für Jahr wieder sich beweisen musste, weil es ist ja ein sehr limitierter Platz in solchen Akademien oder solche Internatsplätze, dass man da immer wusste, okay, allzu viele Fehler sollten es nicht sein, sonst kicke ich wieder im Dorf fallen?

Ja, auch ähnlich. Ja, auch ähnlich. Genau, es gab damals noch ein Jugendhaus beim VfB, das war in Cannstatt. Wir waren vier, fünf Jungs und da hat eine Familie aufgepasst, die hat für uns gekocht. Aber wir waren eigentlich den ganzen Abend allein und haben auch erst kamen an die Polizei und viel erlebt.

Wie es einfach so sein muss auch in so einem vier, fünf Jungs zusammenleben, macht man einfach viel Spaß. Was habt ihr gemacht? Wieso kam die Polizei? Es war einer, der hat ein Mädel von der gegenüberliegenden Seite, der hat gesagt, hey, kommst zu mir und die hat einfach an der falschen Tür geklopft sozusagen, weil sie bei den Eltern, gelebt haben und die wussten nicht, wo sein Zimmer ist sozusagen und die haben halt gedacht, so ein Einprescher halt, wer ist?

Und dann kam die Polizei und es war so, wir waren unterwegs, glaube ich, auf dem Basen, wir waren schon auch ein bisschen angeheitert und auf einmal stand ein Polizist ist der, okay, was ist jetzt los und so mitten in meinem Zimmer und Und ja, so Geschichten kann er einfach mit dazu. Aber wenn man sich so deine Biografie anschaut, das ist ja extrem geradlinig.

Also wirklich von der U15, U16 und so weiter, diese ganzen Jugendnationalmannschaften, alles durch. Gab es aber auch gerade da in diesen einschneidenden Zeiten oder gerade wenn es eben um Verlängerungen geht, darf Timo noch ein Jahr länger bleiben. Gab es da auch mal Zweifel? Bei mir war damals die Jahrgangsumstellung, also ich hätte eigentlich nur zwei Jahre A-Jugend spielen müssen und dann gab es die Jahrgangsumstellung und da, bin ich aber schon zu den Amateuren, ich habe da trainiert und so, aber der Trainer damals hat mich immer wieder, in die A-Jugend geschickt und das habe ich damals nicht wirklich gerne akzeptieren wollen.

Und da gab es schon so einen Punkt, wo dann irgendwie so, ja okay, wenn du so weitermachst, dann spielst du irgendwann wieder Kreisliga und ich wollte einfach mehr halt, weißt du, und deswegen habe ich mich mit dieser, für mich war es eine Zurückstufung halt schwer getan. War nie der Diplomatiste, von daher hat es sehr lange gedauert, bis ich das irgendwie gelernt habe. Aber du hast es ja auch geschafft.

Wie war das dann, als du da als junger Hüpfer in die Profimannschaft da hochgekommen bist und dann hast du da Thomas Schneider, Thomas Bertholdt, Jean Dandy, das Krokodil. Stimmt, Franz Wurfer, das war schon noch viele Charaktere, Frank Verlade und so. Besonders, ich kann mich an ein Trainingslager in Tenderiffa erinnern, habe ich mich auch irgendwann verletzt und so, aber das war so das erste Mal, dass ich mit den Profis auch ins Trainingslager gegangen bin und so.

Da ist man als so ein kleiner Junge gefühlt, weil das für mich damals waren so gestandene Männer und Und ja, verletfault. Aber wie hast du dir da die Spielzeit geholt? Weil du bist 99 hochgegangen und, Und du hattest eigentlich noch drei Torwarte vor dir. Da ist der kleine Timo, sage ich jetzt mal. Aber ab 2000 warst du dann schon fix im Tor.

Ja, es hat sich schon so auch einfach da auch entwickelt. Ich habe ein paar Spiele erst bei den Amateurern gemacht und dann war ich Nummer drei beim Profis. Achim Hollerried war Nummer zwei. Und Franz war in seinem letzten Vertragsjahr. Und Achim hat leider, oder für mich zum Glück, immer mal wieder dann auch einen Fehler gemacht.

Und dann auch im Training war ich extrem gut einfach. und dann hat Ralf Rangnick mir auch das Vertrauen letztendlich geschenkt, Nummer zwei zu sein. Franz wurde über Nacht mal krank und da habe ich mein erstes Spiel gemacht. Und dann war halt die Frage für den VHB, geben wir ihm Chancen? Und dann habe ich, glaube ich, am Ende der Saison fünf Spiele gemacht und es hat funktioniert. Und so bin ich praktisch als neue Nummer eins in die nächste Saison gegangen.

Was warst du da für eine Type? Weil ich glaube, also ich meine, klar, man entwickelt sich ja auch, das ist jetzt fast, fast, wahnsinn, schon fast 30 Jahre her so. Aber wenn du mal Timo von Darm scheißte Jost mir alt mal nein Quatsch aber wenn du dir mal den Typen den Jungen in seiner Sturm und Drang Phase da anguckst was war das für einer.

Schon eher zurückhaltend, introvertiert, schmächtig. Ja, so? Wirklich? Ja, schon. Aber man sagt doch eigentlich immer, Torwarte ist gar nicht so diffizilig geworden, aber Torwarte haben alle ein bisschen einen an der Waffe. Ja, aber es ist junger Spund, da in so einer Mannschaft irgendwie zu den Profis zu kommen und irgendwie auf, ich will das jetzt nicht sagen Radau machen, aber irgendwie so laissez-faire.

Das war natürlich mein Ding, ich war schon auch immer eher so diszipliniert, ruhig und wollte halt meinen Job machen. Und wie war die Genese dann später? Ist da mal sowas in die Richtung? Zu diesem Klischee, dass Torwarte alle einen an der Waffel haben müssen. Um so zu funktionieren. Braucht man insgesamt so ein bisschen, einfach weil es so eine besondere Position ist.

Ich glaube, man war aber immer so der, was heißt ein besonderer Torwart, aber es war schon auch eher so ein spielerischer Torwart und jetzt nicht in die Kategorie einzuordnen, völlig verrückt zu sein, wie man es jetzt zum Beispiel auch von Oliver Kahn kann oder sowas für. Das war aber auch wirklich eine völlig irre Zeit, wenn man sich alleine mal deine Trainer anschaut. Du bist unter Rangnick gekommen, dann kam Magath, Matthias Sammer, Amin Fesch, dann Trabatouni noch.

Gibt es da einen, wo du sagst, der hat dich besonders geprägt durch seine Art? Also von den Cheftrainern ja, aber der wichtigste Trainer für mich war Elbert Trautner, ein Torwarttrainer, der war ja auch Profi, auch beim VfB Nummer 2, Nummer 3 und so. Und mit dem haben wir uns so extrem entwickelt und wir haben einfach so eine gute Harmonie gehabt und der hat mich schon zu dem Torwart gemacht, der es letztendlich auch war.

Aber klar, und dreieinhalb Jahre unter Felix Magath, du weißt Bescheid, wenn du das durchstehst, dann bist du gestellt für den Rest der Karriere, auf jeden Fall kann nichts Schlimmeres kommen. Erzähl, wie war der Alltag? Anstrengend. Wir hatten Hans Arpey da, der war bei Schalke unter ihm. Und er hat gesagt, dass das nicht wirklich eine menschliche Beziehung war zwischeneinander, sondern dass er sehr mit der Angst gespielt hat. Ist das was, was du möchtest? Angst und Druck, ja, auf jeden Fall.

Ja, es geht auch eine Zeit lang. Ich glaube, heute undenkbar mittlerweile bei den Jungs oder auch von Führungsstil, wie man mit Spielern umgeht. Aber. Es hat funktioniert. Wir waren alle jung und es war so aus der Not herausgeboren und alle haben sozusagen gehorcht. Und er wusste auch mit älteren Spielern gut umzugehen. Aber ja, es war schon immer Distanz, aber er wollte das auch einfach so handhaben, weil er nie emotional verbunden sein wollte, um dann eher den aufzustellen oder den anderen und so.

Und er hat schon auch immer mal wieder so getriggert, irgendwie auch mal nach meiner fünften Game-Karte, wo ich dann ein Spielsperre hatte, im nächsten Spiel eigentlich klar, okay, ich spiele wieder. Und dann habe ich auf der Bank gesessen und so hat er uns schon immer mal wieder gespielt. So spiel ich hier ein bisschen.

Ja, auch es war nie angenehm, bei ihm ins Büro zu gehen. Ja, das glaube ich. Da hat immer auch die Ärzte erstmal abgesägt und so. Und man musste selber zu ihm ins Büro gehen und sagen, hey Trainer, ich habe ein bisschen Probleme und so. Und dann gehe ich raus, trainieren. Also es war schon immer diese Hürde allein zu nehmen. Da bist du lieber rausgegangen zum Training.

Aber ich meine, es hat ja funktioniert. Ihr wart erst mal gestartet auf Platz 15, dann Platz 8 und dann direkt Vizemeisterschaft mit ihm. Ja, also es ist nicht alles schlecht. Also wir waren auf jeden Fall fit. Und es hat gerade zu der Zeit gut gepasst. Er ist dann danach auch zu Bayern München, hat er auch zweimal das Dummel geholt.

Und man kann ja ihm keinen Erfolg, also den Erfolg nicht abreden und so. Aber es ist schon eine besondere Methode auf jeden Fall. Was war das für ein Vibe hier in der Stadt, in der ganzen Region? Weil hier dominiert der VfB ja wirklich alles. Man sieht es ja schon, wenn man auf der Autobahn herkommt, überall die Schilder angesprayt und so weiter, wenn man dann auf einmal innerhalb einer relativ kurzen Zeit dann doch sehr erfolgreich wird.

Das war schon so der Hype, der hat es englisch die junge Milde da geboren und so und es war schon einfach so wie jetzt, würde ich es schon auch beschreiben insgesamt, weil die letzten drei Jahre hat der VfB sich ja auch, extrem gemausert und das war schon so der Hype, wo dann auch der VfB Wegler auch in Wok war.

Ich meine, also das war ja auch nochmal eine Zeit, wo es zum Beispiel noch keine Smartphones gab und nicht jeder im Club noch irgendwie mitgefilmt hat oder so. Ihr habt es wahrscheinlich da ganz gut krachen lassen auch, oder? Zum Glück, ja. Klar, wir hatten ja auch eine gemeinsame Gemeinschaft und wir waren auch donnerstags noch unterwegs, was heute wahrscheinlich undenkbar war.

Und klar, wir waren jetzt halt nur feiern und so, aber man kann es mit heute nicht mehr vergleichen. Sind das dann aber auch so Sachen, wo man sich dann so gegenseitig hochschaukelt, wenn so viele Erfolge da sind, dann läuft es beim VfB, man versteht sich, in der Mannschaft ist eine gute Dynamik und das einfach so läuft.

Du warst dann auch im Team 2006, das war dieser Vorbereitungskader, aus dem da die jungen Talente quasi rausgedraftet werden sollten für die WM. Ist das dann sowas, was sich so gegenseitig befeuert? Ja, es ist ja immer so, wenn du einen guten Teamgeist hast und nach außen halt gut funktionierst, dann wie jetzt zum Beispiel Demirovic und Underv, das spiegelt sich daran auf den Platz wieder.

Wenn die Familien gut miteinander können, dann hat man einfach viel Harmonie und das schlägt sich einfach auch bei der Arbeit in Anführungszeichen wieder nieder. Wir waren einfach eine gute junge Truppe und hatten gute ältere Schüler, eine gute Mischung und haben uns einfach alle gut verstanden. Wann hast du erfahren, dass du mit darfst zur WM?

Wann habe ich das erfahren? Ganz normal zur Katerbekannte, aber letztendlich nicht davor. Per Anruf dann klassisch? Ja, schon. Klar. Das ist ja eine irre Truppe, du kamst da rein, da war Oliver Kahn, Jens Lehmann, du als Nummer drei. Also das stelle ich mir im Training schon wild vor. Viel zu lernen auf jeden Fall von so zwei extremen Jungs. Auf jeden Fall, klar.

Mein Oliver Kahn hat sich einfach ja extrem alles erarbeitet und hat einfach eine Weltkarriere gemacht. Jens Lehmann auch und es waren einfach die größten Torhüter, die Deutschland hier hatte. Ja, aber es sind natürlich auch Alphatiere vom anderen sterben. Ja, klar. Aber ich sage immer, das erste Mal das ist auch unter Jürgen Klinsen hat ja einen ganz neuen Spirit reingepracht und hat einfach seine Methoden durchgezogen.

Wurde ja auch viel belässtet. Aber es war das erste Mal so richtig, wo ich es erlebt habe, dass eben ganz viele Alphatäre, das waren dann die einzigen zwei mit Baller, Finks und so, waren ja schon noch auch Alphatäre an den Start, wo sich jeder so ein großes Ziel untergeordnet hat. Und einfach so ein Projekt, wir wollen Werlmsieger werden, dem untergeordnet hat. Und das war schon besonders, das zu beobachten. Wie war das, Mäuschen zu spielen?

Was hast du erlebt während des Turniers? Also auch jetzt mal nicht nur vom Fußballerischen her oder was du als Vorwart besser machen kannst, sondern das war ja ein ganzer Ruck, der da durchs Land ging. Ja, auch das. Wir waren das erste Mal ja wieder stolz, auch deutscher Staatsbürger zu sein letztendlich mit Fahren, überall und das kannte man ja bis zu dem Zeitpunkt nicht wirklich so.

Die Bärzinger ist bei Freunden. Ja, genau. Und ich glaube, das war, ich meine, der Film oder wurde nicht umsonst getitelt Sommermeerschen. Und das war es jetzt eigentlich auch für uns selber, es zu erleben, wie die Fans an den Bösen standen, an den Hotels. Als wir hier nach Stuttgart kamen, Platz 3 und 4, irgendwie der ganze Bahnhofsplatz voll und so. Das war schon extrem schön.

Du warst da ja auch schon gestandener Profi, aber wie war das nochmal, wenn dann nochmal so viel mehr Aufmerksamkeit da ist? Ich kann mich voll gut erinnern, es gab so Ferreros Stickerbildchen. Da gibt es auch eins von dir mit einer bombastischen Frisur. Wir sind ja im Video-Podcast, du könntest kurz einblösen.

Es ist mega. Ihr könnt jetzt gerne mal kurz umswitchen. Es ist Wahnsinn. Chase Devon-Frisur hieß das bei uns. Bei mir war es dann später die Justin Bieber-Frisur, aber ich war ja eigentlich noch länger. Richtig geil. Aber das ist ja dann schon nochmal eine andere Dynamik. Klar, du kanntest es schon ein paar Jahre vom VfB, aber wie war das, wenn du dann siehst, okay, jetzt sind nicht nur die Fotografen aus der Bundesliga da, sondern halt die aus der ganzen Welt, die auf dich drauf halten.

Ja, ich glaube, das kann man nur nachvollziehen, wenn man es dann auch wirklich miterlebt hat. Ich muss sagen, es war. Was heißt froh, aber da auf dem Platz zu stehen, ist ja noch was ganz anderes. Und da war jeder Zweikampf wie Krieg, in Anführungszeichen. Und das merkt man ja bei jedem Turnier, auch wenn es dann wirklich so um die Wurst geht und so.

Und das war schon nochmal, ja, da ist man so ein Teil von sowas ganz Großen. Und ja, das ist einfach einzigartig, sowas mitzuleben. Kleine auch noch im eigenen Leid. Ihr habt ein Jahr später mit dem VfB dann eigentlich direkt anschließen können an diese Welle des Erfolgs. Habt unter Armin Fee, Schalke, am letzten Spieltag nochmal schön die Meisterschaft abgeluchst.

War das so der Höhepunkt dann? Ja, auf jeden Fall. Extrem krass. Für mich ist es auf jeden Fall, es war wie ein Drehbuch, ich habe ja minder, nett verkündet, aber es war klar, dass es ein Verein verlassen und am Ende war es dann so ein mieses Drehbuch, wir haben die letzten acht Spiele alle gewonnen und standen glaube ich zur Halbserie so Platz sechs, sieben, acht, irgendwie sowas, und da feiner liefen und es war eigentlich schon klar, dass Schalke Meister wird und dann hat es sich einfach so gedreht und, ich weiß nicht, ich habe zwei Jahre vorher, bei meiner komischen Vertragsveränderung gesagt so, hey, ich will immer Meister werden und so, haben alle ausgelacht und dann hat es irgendwie auch funktioniert.

Also es ist ja einfach mit VfB Meister zu werden, ist einfach geisteskrank. Es gibt ein super schönes Bild, das hast du, glaube ich, mal zum Vatertag gepostet von deinem Papa. Das war, glaube ich, wirklich direkt, nachdem ihr das Spiel gewonnen habt. Da steht ihr nebeneinander und er guckt so in die Ferne und man sieht einfach, Und wie dieser Mann fast platzt vor Stolz. Also das ist, glaube ich, auch gerade für die Generation, die jetzt nicht dafür bekannt ist, so riesige Gefühle immer zuzulassen.

Man sieht richtig, da ist so viel Emotion in den Augen. Blenden wir auch natürlich jetzt nochmal parallel ein. Aber was bedeutet dir dieser Blick? Oh ja, ich glaube, ich habe damals 50 Karten irgendwie besorgt für die ganze Familie und mein Sohn, das ist so ein einmaliges Erlebnis. Und dann wirklich mit seiner Familie das auch dann feiern zu können und so, das macht einem dann schon stolz. Wie blickst du heute auf die Beziehung?

Zu wem? Zu deinem Papa. Ja, schon noch mit Dankbarkeit. Ich glaube, er ist nicht diese typische Vaterfigur, weil er selber eben viele Themen hatte und so. Aber er hat mich trotzdem immer unterstützt, immer hingefahren zu Auswahltraining, nach Grünberg irgendwie, 160 Kilometer und so. Er war schon immer da und hat sein Bestmögliches versucht und bin dann auch auf jeden Fall dankbar dafür.

Ich finde es voll schön, dass du darüber sprichst und allgemein sehr offen mit solchen Themen umgehst, Weil, auch wenn es damals noch kein Social Media gab, wo man dann immer so gezeigt hat, wie toll alles ist, es wirkte natürlich trotzdem über die Printmedien und so weiter alles so, boah, beim Hildebrandt, da läuft es ja wahnsinnig, der ist in der Nation mit dabei, der holt jetzt mit dem VfB hier alles, bei dem läuft es ja richtig und tatsächlich sieht es ja dann manchmal hinter den Kulissen doch sehr anders aus.

Ich glaube, bei dir war das ja auch der Fall, dass so schierend die Fassade nach außen hin war, sah es dahinter ein bisschen anders aus. Ich glaube, es geht wahrscheinlich vielen so und ich finde es auch so, verstehe ich mich auch einfach so, diese... Viele betiteln es als Schwäche, aber ich sage, das ist Verletzlichkeit und sich einfach auch verletzlich zu zeigen, auch gerade als Mann, das ist ja eher so ein Frauenthema oder schwierig.

Männer reden dann über Großgefühle und sonst irgendwas jetzt so in der Öffentlichkeit oder zeigen das auch eher seltener als jetzt Frauen und von daher, will ich so ein bisschen auch irgendwie so eine Tür öffnen für jedermann zu sagen, hey, ist halt nicht immer alles Gold, was glänzt. letztendlich schon so.

Lass uns das machen. Ich bin da komplett dabei. Ich finde das extrem wichtig. Also wie hat sich das in deinem Alltag ausgeprägt? Lass uns über Gefühle sprechen. Deep Talk. Dafür sind wir da. Wie hat sich das niedergeschlagen in deinem Alltag, im Training? Boah, es war schon, wie gesagt, es war jetzt nicht unbedingt der diplomatischste Typ.

Ich bin schon immer auch irgendwie angeeckt und wie hat es auch, klar, es haben sich oft zurückgezogen, Ein billiges Beispiel ist, wenn jemand anruft, bin ich dann ins Telefon, obwohl ich gesehen habe, jemand ruft an. Weil es nicht auch viel Schutz irgendwie, viel Distanz gewahrt oft und so. Thema Nähe, Loslassen ist schon auch immer ein Thema gewesen für mich und so.

Und so prägt sich das halt an. Aber ich sage immer auch der Sport und diese Öffentlichkeit hat mir schon auch geholfen, so nach außen zu gehen, weil du bist ja zwangsläufig von Menschen kontaktiert, jemand will was von dir und ich bin auch gerne unter Menschen und so, aber damals war schon auch so eher oft auch Rückzug.

Und wenn man jetzt davon spricht, ohne das so pathologisieren zu wollen oder so, aber man hört es dann eher eine leichte Verstimmung. Es gibt ja auch da ein wahnsinniges Spektrum zwischen einer leichten depressiven Episode, die mal wieder vorüber geht, bis zu ganz schwerwiegenden Sachen. Also ganz schlimm war es nie. Aber klar, hat schon auch Phasen, wo ich es auch immer erzählt habe, wie ich dann im Tor gegen Wolfsburg und so.

Wir haben gewonnen 1-0 und ich weiß gar nicht. Zum Glück haben die dann aufs Tor geschossen gefühlt und so halt, weißt du? Wie das dann auch so funktioniert hat und so. Und deswegen gab es schon so Phasen und dann geht man letztendlich auch da durch und schafft es dann irgendwie auch wieder raus. Heute leben wir in Zeiten, wo sich zwei Männer hier in dein Restaurant setzen können und wir über Gefühle sprechen können.

Das stelle ich mir vor 20 Jahren ein bisschen schwieriger vor. Also du hättest jetzt wahrscheinlich nicht zu Armin Fee gehen können, um zu sagen, du mir gehst gerade nicht so gut, weil damit hättest du dich ja praktisch selber auf die Bank gesetzt, wahrscheinlich, oder? Wahrscheinlich schon, ja. Ich weiß nicht, ob es heute geht, aber klar, heute ist ein anderer Umgang damit auf jeden Fall.

Das ist ja auch schon mal positiv und es soll ja letztendlich auch, ja, ich glaube, so Kommunikation ist komplett anders. Wenn ich es jetzt irgendwie so von außen Sebastian Hoeneß sehe und in Spiele zu ihm kommt, so schätze ich es ein. Ich weiß nicht, wie es aktuell ist, aber dass da schon andere Kommunikation stattfindet als früher der Fall war.

Früher wäre das irgendwie so, ich würde jetzt sagen, Todesurteil, aber du musst halt einfach da dein Mann stehen und Und dann durchgehen. Wie hast du dir Hilfe geholt? Ich habe schon auch so ein bisschen Therapie gemacht. Jetzt auch die letzten Jahre nochmal viele Coachings und so. Und es hat mir extrem geholfen.

Musstest du in der Zeit auch nochmal dezidierter darauf achten, dass sowas dann eben auch nicht öffentlich wird? Früher schon. Ich glaube schon. Ja, ja. Also dann quasi mit abgedunkelten Scheiben dann zur Therapie oder nee, gar nicht. Aber nicht jeder kennt ja auch das Auto oder sonst hin. Das war jetzt auch nicht irgendwie, keine Ahnung, war ja keine Kamera dabei.

Und von daher war das eigentlich schon problematisch. wenn wir über die Zeit und solche Probleme sprechen, dann, fällt mir natürlich Robert Enke ein und das war natürlich unglaublicher Schock ich glaube jeder der das miterlebt hat damals weiß noch genau was da in den Nachrichten, aber auch in einem selber vorging, und da denke ich mir du warst ja dann doch über die Nationalmannschaft sehr nah dran ich glaube er hat es auch komplett abgeschirmt das wusste ja auch niemand außer seiner allerengsten Vertrauten und seinem Psychologe, wie ist das wenn man das mitbekommt und irgendwie ist der einem so nah, weil auch Torwart so, man spielt in der gleichen Nationalmannschaft, man spricht nicht drüber und dann gibt es diesen Riesenknall und man merkt, man hatte,

ohne es vergleichen zu wollen, weil es immer sehr individuell ist, aber man hatte ähnliche Probleme und man konnte nicht helfen. Ja, ich glaube, ihm war es schon noch so mit Tod seiner Tochter, wahrscheinlich ein Riesenthema und so und ist dann nochmal ein ganz anderes Level auch und aber ja, Ich weiß noch, es saß in Heidelberg den ganzen Tag irgendwie vom Laptop und hast irgendwie auf neue News gehört.

Ich habe gewartet und es war einfach brutal, weil es so, ja, wie du schon gesagt hast, man kennt ihn, man hat mit ihm zusammen trainiert und man fragt sich ja, was ist da passiert oder. Es ist ja auch gut, dass es im Verborgenen läuft, so ein Thema. Weil ich glaube, dass dann niemand mit umgehen kann letztendlich und man selber ja auch selber nicht, weil wenn das in der Öffentlichkeit thematisiert wird oder darüber geredet wird, glaube ich schon, dass das eben ein Gutem ist.

Aber am Ende ist es extrem schlimm und schade eben, wenn jemand so eine Entscheidung für sich selber trifft. Hat dich das so ein bisschen mitbeflügelt, dass du eben auch so offen damit umgehst? Weil du machst ja, also du bist ja auch so ein bisschen wie so eine Art Bulldozer für all die, die jetzt nachkommen, der schon mal gezeigt hat, Du setzt dich in verschiedene Formate, du sprichst offen darüber, dass die im Zweifel wissen, okay, sie müssen jetzt nicht, mit der Öffentlichkeit, mit mir oder wem auch immer darüber sprechen, während sie in ihrer aktiven Karriere sind, weil sie sich damit schaden können, aber dass sie zumindest wissen, es ist okay, es gibt mehrere Leute, die das haben, es ist was ganz Normales auch, es ist eine behandelbare Krankheit

und ich kann mir Hilfe suchen. Auf jeden Fall. Ich glaube, das ist die größte Motivation, dass jeder heutzutage irgendwie offen darüber reden kann, zu kommunizieren, ohne jetzt irgendwie stigmatisiert zu werden. Also auf jeden Fall ist es so Vorreiterrolle zu sagen, hey, egal in welchem Alter, welche Position, jeder hat irgendwelche Kämpfe zu kämpfen, ob es jetzt im Job ist, Familie oder whatever, einfach offener darüber zu reden.

Wenn ihr auch manchmal das Gefühl habt, dass es euch nicht so gut geht oder ihr kennt jemanden und das ist völlig egal, in welcher Phase das ist, ob das mal was Vorübergehendes ist oder länger, wir packen euch mal ein paar Anlaufstellen bei uns in die Infobox. Habt keine Scheu, klickt einfach drauf. Das sind gute Stationen.

Wir müssen eine kleine Zäsur setzen, weil da kommen wir jetzt nicht sonderlich elikant raus. Das ist mir jetzt keine sonderlich steuerliche Überleitung. Aber es ist mir wichtig, dass wir darüber sprechen. Deswegen lasst uns wieder über Fußball sprechen, über die schönen Dinge im Leben. Wann war das dann klar, Du hast ja schon im Winter, da waren wir, stehen geblieben, gesagt, okay, das war es jetzt bei Stuttgart.

Ich glaube, Horst Held hätte auch ganz gern gesehen, aber dass du noch da bleibst eigentlich, oder? Ja, wir haben damals verhandelt, klar, logisch und so. Und vielleicht wäre es auch alles anders gelaufen. Der Weg danach, wenn ich jetzt gesagt hätte, hey, ich unterschreibe einen Fünfjahresvertrag, aber ich wollte einfach so den Next Step machen.

Und für mich war es dann klar, dass nach dem letzten Hickhack vom Vertrag ich sage, okay, ich tun mir jetzt eine neue Aufgabe. War der falsche Verein mit Valencia am Ende, so schwierige Phase mit, Der Manager, der mich geholt hat, irgendwie weg. Dann kann ich sagen, es verlängert überraschenderweise dann auch nochmal und so. Und dann war es eine relativ schwere Zeit, aber auch da.

Es war teilweise Stammtorwart dann bei Koman, er hat einen Pokal geholt und dann kam ein neuer Trainer, ein neuer Torwart und dann war es eh vorbei. Du hast ja schon geile Sachen da auch erlebt. Also erst mal, okay, das war es dann mit Stuttgart, dann gehst du nach Valencia. Wir hatten Skoda Mustafi hier, der auch da war. Und ich weiß, als er dahin ist, hatte er so einen völligen Kulturschock, weil er meinte, die gehen hier ganz anders mit Niederlagen um, als wir das machen.

Da heißt es dann, que pasa nada, und es gibt ein Queso und Vino, und nächstes Mal schaffen wir es schon wieder. Wie war das für dich? Weil du kommst hier vom VfB. Ich glaube, sie sind, also ich will jetzt nicht sagen, deutschen Fans sind fanatischer, aber schon eher so, ich meine, hier gibt es eine krasse Fankultur, das gibt es in Spanien nicht, so nicht.

Sie sitzen halt im Stadion, essen ihre Pitas und, eher Körner und schmeißen die hin und gehen dann wieder nach Hause und so rein. Hat sich wahrscheinlich auch so ein bisschen geändert, aber insgesamt ist es dann nicht so fanatisch wie in Deutschland. Wie war das, also wenn man sich mal die Namen vor Augen hält, die da so eine Mannschaft, gell?

Ja, ja, also bei euch, aber auch du als Torwart, wer so auf dich drauf gehalten hat, der hat so abgeschossen. Also da waren wir, da gab es Ronaldinho und Kaká, Agüero, den jungen Ronaldo, relativ viel junger Messi noch in La Liga. Also das ist jetzt schon nochmal, vielleicht romantisiere ich das jetzt auch so ein bisschen, aber es ist ja schon nochmal ein anderer Schnack als damals in der Bundesliga, oder?

Ja, das stimmt, auf jeden Fall. Also deswegen habe ich es ja auch gemacht, irgendwas Neues zu erleben, eine neue Kultur und habe da auch außerhalb gute Menschen kennengelernt und so und Und ich glaube, deswegen macht man es ja auch. Und deswegen wächst man ja auch extrem, wenn man irgendwie mal ins Ausland geht.

Also hat er den Verein insgesamt wechselt. Naja, Kuppa Del Rey dann geholt. In der Meisterschaft ließ es nicht ganz so gut. Dementsprechend wurde Kuppa noch nicht geschasst. Und dann kam Una Emery. Und der fand sich dann nicht mehr so toll. Ja, das war auch eine ganz besondere Zeit. Da zwischendrin war ja die EM 2.8 und da wurde ich für jeden eigentlich so praktisch nicht nominiert.

Und ja, das hat mich extrem runtergezogen. Das hat man einfach auch gespürt in der Vorbereitung. Das hat mich echt lange beschäftigt. Dann kamen ein neuer Trainer und dann haben wir mal gegen Real zwei Spiele gemacht, so Supercup-mäßig. und das hat überhaupt nicht funktioniert gehabt. Und dann haben die einmal einen neuen Torwart geholt und beim ersten Ligaspiel, überhaupt nicht im Kader gewesen. Das hat mir dann nochmal einen Kick gegeben und dann wollte ich halt unbedingt weg und dann war es vorbei.

Obwohl ich immer sage, Una Emery ist ein super Trainer, aber ja, das war einfach mit diesem ERM aus, das ganze Hickack vorher und so, einfach zu viel. Das sind ja so Sachen, das hast du ja auch schon in deiner ganzen Karriere mitbekommen, dass etwas passieren kann, dass Leute einfach ausgetauscht werden. Das ist ja das Geschäft.

Bis zu dem Punkt lief es bei dir ja aber eigentlich sehr gut, immer sehr geradlinig. Timo ist einer der Besten, den wir haben. Immer weiter, immer weiter nach vorne. Super Verträge und so weiter. Wie ist das, wenn man dann auf einmal selber in deren Haut steckt, derer, die auf einmal aufs Abstellgleis gestellt werden? Nicht so gut.

Jetzt im Nachhinein, klar. Aber es war auch da sehr lehrreich. Und in der Situation. Kann man alles heißen irgendwie gefühlt so halt, weißt du, aber am Ende passiert ja nichts ohne Grund. Sollte da schon wahrscheinlich noch ein paar Dinge für mein Leben insgesamt zu mitnehmen. Aber ja, auch mal so ohne Verein zu sein und so, hätte ich es mir nie vorstellen können. War dann...

Der Move nach Hoffenheim eine Flucht, das Erstbeste oder bis, nee, ich hätte auch nach Dortmund gehen können. Ja, eben. Aber das war dann mit Roman und Jürgen Klopp kam ja dann dahin und klar, wenn ich da hingegangen wäre, wäre ich noch zweimal Meister geworden und hätte diesen ganzen Hype mitbekommen und so.

Aber Ralf Frankl war ja Trainer in Hoffenheim, die waren Erster und waren halt so, ja okay, mein Trainer von damals in der Nähe von meinem Zuhause, Stuttgart ist in der Nähe und so, gehe ich halt dahin. Aber wenn man sich mal anschaut, was du beim BVB da gefolgt ist. Das sind ja so diese goldenen Jahre, die bis heute und wahrscheinlich auch noch die nächsten 40 Jahre auf der Süd da glorifiziert werden.

Gibt es da manchmal noch dieses, dass man sich so ein bisschen einen Arsch beißt, dass man sich so denkt, ey, die haben zweimal Meisterschaft geholt, die haben Pokal geholt, die haben fast die Champions League geholt. Ja, aber mit der Situation damals war es für mich nur das machbar, weil nochmal zum Klub zu gehen, wo eine Ikone irgendwie ein Tor war.

Das war ja Roman dann schon auch ein absoluter Stammtorwart, aber klar gab es vielleicht den einen oder anderen Zweifel, aber dann nochmal irgendwie in so ein Duell zu gehen und so, dann war für mich klar, ich gehe nach Hoffenheim zu meinem Trainer, der mir praktisch in die Bundesliga verholfen hat. Du hast trotzdem mal gesagt, dass das wahrscheinlich eine der unglücklichsten Entscheidungen deines Lebens war, dann da in die Hände zu gehen.

Ja, aber ich sage immer auch so, vielleicht auch mit die Beste, ich habe dann irgendwie meine ehemalige Freundin kennengelernt, die war dann mit mir in Lissabon immer wieder eine eigene Agentur gegründet. Mein Sohn ist entstanden und so praktisch hat auch das was für sich gehabt. Man weiß ja nie, ist ja alles nur hypothetisch, was gewesen wäre.

War das dann, weil ich meine, also ab da, das war bis dahin alles sehr stetig und dann ging ja so eine kleine Odyssey los. Also Hoffenheim hat dann nicht geklappt, dann ging es eben zu Sporting. Das war dann auch eher so ein kleiner, so ein Interessort. Dann auf das erste Mal Vereinslosigkeit und so.

Wenn man schon mit deiner Geschichte, die Themen, die du schon hattest und die du da auch schon angegriffen hast mit Therapie und so weiter, das wäre ja so ein klassischer Trigger eigentlich, wenn du auf einmal merkst, okay, du wirst nicht mehr richtig gewollt, nicht mehr gebraucht, was ist denn hier los, ich brauche eine Aufgabe, da geht es ja gar nicht um Geld oder sonst irgendwas, sondern einfach nur, hey, ich bin da, ich kann das, bitte lass mich das machen.

Hattest du da schon so das emotionale Rüstzeug, um zu wissen, wie du nicht wieder in diese abwärtsspiralenden komischen Gedanken reinkommst? Boah, Rüstzeug weiß ich nicht. Ich glaube, heute gibt es viel mehr Tools und auch Möglichkeiten, da irgendwie viel mehr zu machen und so. Aber ich war schon immer irgendwie, dass ich dann so einfach auch da durchgegangen bin, das akzeptiert habe und auch eine krasse Demütigkeit gelernt habe letztendlich und so.

Ich weiß auch wieder, dann Profi zu sein, mit Schalke zum Beispiel, aber bei so einem großen Verein zu spielen. Aber jetzt dieses Rüstzeug, würde ich nicht sagen, dass ich irgendwie welche Tools hatte, mit denen ich gearbeitet habe. Einen bin ich dann durchgegangen. Aber am Ende ist es wahrscheinlich sehr, sehr lange Wochen, die man dann sich irgendwo beim VfB oder sonst wo fit hält, bevor man dann irgendwie wieder...

Ja, es ist einfach extrem, weißt du. Ich hatte einen Torwarttrainer, der war mal beim KSC, der hatte mal einen Kicker, und der ist mittlerweile auch in der Jugend beim VfB und auch bei den Profis. Mit dem habe ich auf dem Dorf trainiert und trainierst dann da und weiß gar nicht, ob irgendwie noch was kommt.

Ich habe dann noch zwei, drei Vereine, zum Beispiel El Vion in Frankreich, abgesagt und obwohl ich wusste, okay, morgen gehe ich da wieder irgendwie auf dem Dorf trainieren halt und weiß nicht, ob nochmal was kommt. Das ist schon eine Scheißzeit einfach, muss man sagen. Aber ist es dann nicht umso geiler, wenn dann so ein doch sehr besonderer Verein wie Schalke um die Ecke kommt?

Weil, also auch wenn man sich mal die Fans anschaut und so, das ist ja schon ein Wahnsinn. Die nehmen dich ja erstmal gefühlt zumindest in den Arm und sagen, also solange du nicht ein komplettes Arschloch bist, Junge, dann nehmen wir dich erstmal in den Arm. Ja. Ja, aber Fußball funktioniert ja nur mit Leistung und du musst halt irgendwie performen und es waren auch so zwei Umstände, Ralf Fährmann, Kreuzbandriss.

Passiert alle Schalt ja halt irgendwie mal gefühlt und Ralf Rangnick wäre wahrscheinlich lieber selber ins Tor gegangen, als bevor er mich geholt hätte. Der hat ja zum Beispiel auch aufgehört wegen Depressionen bei Schalke oder ich weiß nicht, was es genau war, aber wenn Ralf Franklitz weiter Trainer gewesen wäre, wäre ich niemals zu Schalke gekommen wahrscheinlich.

Okay, krass. Und so waren es so zwei glückliche Fügungen und das hat mir schon nochmal auch geholfen, nochmal irgendwie einen ganz guten Abschluss, weil ich war ja noch ein paar Monate bei Frankfurt, aber das war schon nochmal eine gute Zeit auf jeden Fall. Aber wie wurdest du da empfangen? Also es kann auch sein, dass ich aus einer Fansicht, also ich bin jetzt kein expliziter Schalke-Fan, aber irgendwie mag man die halt einfach wahnsinnig.

Wie wurdest du da empfangen? Ich würde sagen ganz normal. Ich habe dann auch ein bisschen, was heißt, ich musste bei den Amateuren dann auch spielen und so, Hübsch-Stevens, da war ja auch Torhüter-Situation, einmal hat Donnerstahl gespielt und Fählmann dann ist. Es war immer ein ständiges Hin und Her die ganzen zweieinhalb Jahre. Dann war ich mal wieder verletzt.

Aber für mich war es nochmal eine gute Zeit auf jeden Fall und die Fans und so haben schon gut empfangen. Wie hast du das mitfeiern können, als sie jetzt wieder aufgestiegen sind. Ich habe gehört einfach in die Bundesliga, aber es wurde endlich wieder Zeit und ich finde es krass, einfach zu beobachten, was eben auch in die andere Richtung gehen kann.

Ich meine, da war Raoul, da war Fafan, Huntelaar, Champions-Jones, alles wie das und ich despektiere mich den aktuellen Spielern, aber das ist einfach eine andere Liga gewesen. Ja, das muss man ja auch vorher aufbauen und ich glaube, Miron Music macht das schon wirklich ganz angemahnd. Das ist krass.

Und jetzt sieht man auch wieder, da ist auch wieder krass viel Herz dabei, beim Trainer, der einfach das mit voller Leidenschaft lebt. Und es gefällt mir wieder und es geht einfach wieder in eine gute Richtung bei Schalke. Ist Loris Karius auch jemand, mit dem du da irgendwie connecten kannst? Weil, also ich habe eure Biografien ein bisschen nebeneinander gehalten.

Beide in der Jugend beim VfB gewesen. Beide wirklich ab der U15 in der Nationalmannschaft fix drin. Beide dann aber auch irgendwann vereinslos gewesen und dann zu Schalke gegangen. Ja, er hat ja glaube ich nochmal einen ganz besonderen Weg gemacht und ich weiß nicht, ob du ihm mal im Podcast bekommst.

Wir sind dran, wir sind dran, er hat sehr viel zu tun. Aber ich glaube, wenn er einfach so die ganze Story wahrscheinlich erzählt, was ich mir auch noch selber vorstellen kann, wenn du halt nach so einem Champions League Finale und. Jetzt, weiß ich nicht, wie lange ist das her? 2018 Liverpool, Madrid. Überleg mal, und jetzt hat man als Fan wieder das Gefühl oder von außen so, jetzt hat er wieder einen Dreh bekommen seit ein, zwei Jahren.

Da er dazwischen hat, weiß, was da alles passiert ist und so, den hat er extrem runtergezogen halt, diese Sache und das ist wirklich heftig, was ein Spiel auch bewirken kann letztendlich und so, weiß, auch für einen selber und bin ich gespannt, was er dir dann erzählt. Das ist eigentlich voll der Anknüpftpunkt. Also wenn das einer versteht, der eigentlich tut, du hattest ja auch auf Schalke, in Chelsea, diese Nummer mit Samuel Itzum, die dann auch jahrelang dir immer wieder vorgekaut wurde.

Also dieses, vielleicht kannst du uns da ein bisschen, auch mich, aber alle anderen so als User, ein bisschen sensibilisieren für, weil es gibt Tage, die laufen scheiße. Die haben aber auch, wie in Bürojobs oder wenn man hinter der Bar steht oder sonst irgendwas so. Ja, Menschen funktionieren halt leider so, weißt du, irgendwie das auch so Negativnachrichten werden ja immer gedreht in den Medien und so.

Ein Patzer und du bist in den Medien mit sich tot. Ein Patzer, aber auch generell finde ich so, weißt du, diese Negativnachrichten werden immer weiter gedreht und klar, es lässt sich besser verkaufen, und da wird dann ja drauf geachtet, okay, wie fühlt er sich? Also es ist halt einfach Business am Ende. Und...

Man wünscht sich schon so ein bisschen mehr Sensibilität und so. Und ich finde, es geht mittlerweile extrem schnell. Man kann nur appellieren, aber am Ende wird sich nichts ändern. Aber du hast es überstanden. Loris ist ja auch wieder voll im Aufwärtskurs, hat wahnsinnig gehalten bis jetzt diese Saison.

Bei dir ging es dann, weil Fährmann hast du ja schon gesagt, war dann doch wieder da. Und dann war es irgendwie auch bei Schalke so ein bisschen Unglück wie alles. Dann bist du da raus, bis nochmal was wieder vereinslos, bis kurz zu Eintracht, das war dann aber auch glaube ich drei, vier Monate, von September bis Januar, war da dir dann auch schon irgendwie klar, okay, next step, Karriereende?

Nee, next step war da eigentlich Amerika, ich wollte nach Amerika gehen, ich war ja auch in Seattle, hab mir das angeschaut, und dann hat mir meine Hüfte letztendlich so ein bisschen Strich durch die Rechnung gemacht, wurde dann arthroskopiert im April, glaube ich, also im Januar war das mit Eintracht vorbei, dann im März, April wurde ich operiert und der Arzt hat dann gesagt, so ja, drei, vier Monate und dann waren es irgendwann sechs, sieben und dann war klar, okay, ist vorbei.

Da kann ich mich einfach so dran gewöhnen, so einen schleichenden Übergang zu haben, dass letztendlich auch vorbei ist. Hat mir aber letztendlich auch geholfen, so zu wissen, es funktioniert nicht mehr, weiß ich. Gibt es irgendwas, wir holen immer vor den Aufnahmen ein paar Community-Fragen mit rein und Tadaus wollte wissen, was gibt es, was du in deiner Karriere brauchst?

Viele Fragen bist du, bereust es nach Valencia gegangen zu sein und so. Aber nee, ich glaube, jeden Schritt und habe ich so voller Überzeugung auch gemacht zu demjenigen Zeitpunkt und eigentlich ist es nicht wirklich. Klar, zum Beispiel bei dem einen Spiel in Valencia, dass ich da nicht hin bin irgendwie, weißt du, bei dem ersten Saisonspiel beim neuen Trainer.

Aber da war ich so verletzt mit diesem EM aus und dann da nochmal dieses Theater und so, dass es einfach so im Film drin war, ich konnte nicht in das Stadion gehen. Aber ich verstehe auch, dass der neue Trainer dann sagt, für den war ja auch so Team das Wichtigste über allem und so. Und wenn dann irgendwie ein Spieler nicht zum Spiel geht, dann war es halt komplett unten durch. Ich wollte dann auch noch, war zwei Tage Wechselfrist noch und so, ich wollte da schon weg dann direkt und so. Es hat nicht funktioniert und dann war klar, das ist vorbei.

Aber das würde mich kurz noch interessieren als Einschub. Rufst du dann einfach deinen Berater an und sagst, mach was oder wie läuft dann sowas? Boah, der hat es eher verhindert, dass ich wegkam und so. Also da war Hoffenheim dann schon auch ein Thema und es hat dann einfach nicht funktioniert. Und dann habe ich dann ein halbes Jahr nochmal ein bisschen trainiert und bin im Winter dann nach Hoffenheim.

Und du hast ja nichts dazu trotz einer krassen Karriere hingelegt. Also das kann man jetzt nicht leugnen. Ja, insgesamt ist es trotzdem noch gut gelaufen. Ich habe über 300 Bundesligaspieler, war Nationalspieler und bin letztendlich auch dankbar für das, wie es war und der Rest. Es gibt wenig Bilder im Karrieren, gibt es schon auch, aber ja, am Ende lernt man viel dazu, auch fürs Leben einfach danach.

Dann fängt das richtige Leben ja erst an. Wie stehst du zu diesen ganzen Erfolgen? Weil du hast natürlich den Bundesliga-Rekord für die längste Zeit ohne Gegentor und so, also diese Meisterschaft und so weiter und so weiter. Und das Interessante, wir machen das ja auch schon ein bisschen und wenn ich Menschen auf Champions-League-Titel oder WM-Titel oder was auch immer angesprochen habe, dann war das das Wichtigste in dem Moment und später geht es dann um ganz andere Geschichten, um die zwischenmenschlichen Beziehungen dahinter und so weiter.

Wie siehst du diese krassen Erfolge und Rekorde, die jetzt über 20 Jahre lang schon deine sind? Wie siehst du das heute? Ja, es ist schön, damit in Verbindung gebracht zu werden. Das ist oft das Einzige. Für den VfB gibt es den Rekord und dann gibt es das Spiel in Bochum, das zweitletzte Spiel in der Meisterschaft und so.

Es ist schön, damit in Verbindung gebracht zu werden, aber am Ende ist es so, wie sind die menschlichen Verbindungen? Welche Momente erlebt man? Für wen ist man da? Wem kann man helfen? Wie geht es der Familie? Darum geht es jetzt eigentlich. Wie war das denn? Du hast schon gesagt, das ist eigentlich ein zweites Leben, dass man dann einsteigt nach der Profikarriere.

Wenn man jetzt von einem metaphorischen Berg da steht, der da vor einem ist, wie groß ist da der Respekt, den zu erklimmen? Weil man ja einfach weiß, ich habe jetzt so viele Jahre in einem System gelebt, gearbeitet, dafür gelebt und auf einmal stehst du da vor diesem Berg, vor dieser Klippe, wie auch immer.

Und dann denkst du so, okay, da muss ich jetzt durch, da muss ich jetzt rauf. Ich würde es gar nicht so dramatisieren, aber ich glaube, es ist einfach ein Ausprobieren. Wo geht der neue Weg hin, wo ist die neue Leidenschaft, Trainerausbildung mal gemacht, viele bleiben im Fußball, ich bin erstmal viel gereist, einfach auch die Zeit genossen, weil du hast ja als Profi nie wirklich Zeit, jetzt mal, keine Ahnung, sechs Wochen irgendwo hinzureisen oder sowas, oder Freunde zu besuchen, oder kannst du dann einfach irgendwie mit einer Saison weg und das einfach auch zu genießen.

Aber am Ende ist es auch das, es fügt sich dann irgendwie so. Kommt neue Themen und kann sich letztendlich auch so ein bisschen selber verwirklichen. Wie hast du das gefunden? Weil ich meine, das ist ja ein Punkt, da bist du wahrscheinlich, wenn du nicht völlig dämlich gewirtschaftet hast, finanziell einigermaßen durch.

Nichtsdestotrotz braucht man ja eine Aufgabe im Leben. Klar, das Wichtigste überhaupt. Wie hast du das geschafft? Auch da irgendwie wirklich ausprobiert, was gibt einem Erfüllung und man fühlt es letztendlich auch. Ich glaube, es geht echt wirklich viel über das Fühlen und zu schauen, okay, was macht man wirklich Lust.

Ich mache das nicht nur, damit ich ein Restaurant mache, sondern es geht um das Thema letztendlich so ein bisschen voranzubringen und die Leute zu zeigen, hey, du kannst auch ohne Tiere irgendwie geil essen, ohne jetzt da ein krasses Thema draus zu machen oder ein Dogma. Und das sind so Themen. Ich habe viel Yoga gemacht direkt danach, habe mir ein Yoga-Studio, zwei Yoga-Festivals veranstaltet und dann einfach so Dinge zu machen und einfach auch da so ein bisschen die Grenzen aufzupreschen einfach.

Also falls ihr gerade nur zuhört und es nicht zusieht, wir sitzen gerade in deinem Restaurant in Stuttgart und das ist ja schon sehr interessant, dieser Move in die Gastro, den machen nicht viele, weil also auch jeder Anlageberater würde dir sagen, Gastro, Finger weg. Die meisten Restaurants, ich glaube über die Hälfte schaffen, nicht mal die ersten vier Jahre. Euch gibt es jetzt schon fünf, glaube ich.

Wie hast du den Weg dazu gefunden, weil das eine Sache ist, vegan, sich selber zu ernähren und dann sagt man, ich möchte das aber auch noch irgendwie in die Breite bringen. Ich habe mir selber nie gedacht, dass man irgendwie Gastronomen wäre. Und ich würde mich auch nie so bezeichnen. Dafür habe ich irgendwie das Team, das die macht. Die haben alle viel mehr Ahnung, was das ist.

Keine Ahnung. Ich habe auch früher irgendwie nie gekocht, deswegen habe ich vielleicht jetzt ein Restaurant, kann man mit meinem Essen mit nach Hause nehmen. Ich finde es clever eigentlich, aber mir geht es tatsächlich, ich habe mein veganes Unternehmen investiert, um einfach dieses Thema voranzubringen, weil es einfach…, Für mich logisch ist, so wenig tierische Produkte wie möglich zu essen, aber jetzt auch niemanden dafür zu verurteilen und so halt, weißt.

Und in meinem Rahmen einfach so ein bisschen das Thema voranzubringen, finde ich extrem wichtig. Und dann einfach machen. Es war einfach ganz pragmatisch. Es gab nichts in Stuttgart, also ich habe ein paar Partner zusammengesucht und einfach dann auch gemacht. Und wie viel Timo steckt hier auch in dem Raum drin? Weil ich meine, so ein paar Akzente, also da hinter dir, das könnte ja auch ein grüner Rasen, da sein. oder wenn man auf die Toilette geht, dann sind da so kleine Männchen wegen Schall.

Ah, wir haben ganz viel Timo hier. Unser Koch heißt ja auch Timo. Das ist witzig. Und ähm... Wie viel Primo steckt da drin? Ich glaube schon ganz viel. Also das Briefing war schon irgendwie so verschiedene Oasen auch zu kreieren, als selber nicht mag in einem Restaurant zu sitzen, wo eine Ebene ist und wenn du jetzt hier vorne sitzt, siehst du niemanden da hinten, kannst hier in unser Baumhaus und kannst einfach eine gute Zeit haben und ich wollte halt auch kein kleines Ding machen.

Weil wir haben ja echt großes Restaurant und einfach auch so Geschäftsführer sein, ich würde mich jetzt nie als Chef bezeichnen, aber einfach auch so ein Team zu führen und so, das waren schon nochmal ganz neue Komponenten. Also es ist schon ein bisschen mehr als so ein reiner Business Case, dass man sagt, man ist da als Investor drin und man gibt dir in die Namen.

Das ist schon mein Ding auf jeden Fall. Deswegen sehe ich es, es ist einfach nicht nur auch als Hobby. Wo finde ich dich auf eurer Karte wieder? Müsst du auf unserer Karte. Ich darf ab und zu mal ein bisschen was sagen. Oder mir was wünschen. Ob das dann umgesetzt wird, ist was anderes. Was würdest du mir empfehlen? Was kann ich mir gleich bestellen?

Ich kann dir alles bestellen, was du willst. Ich mag eigentlich meistens schon gut. Ich mag keine Gurken zum Beispiel. Ich werde immer aufgezogen. Ich mag auch keinen Kartoffensalat, aber ansonsten ist es schon viel. Aber ich sage auch immer, hey, ich bin auch nicht 100% vegan, weil viele scheitern ja daran so, entweder ganz oder gar nicht.

Aber mach es einfach so gut, wie du denkst und entwickelt sich ein nach dahin. Deswegen gehe ich auch da immer offen mit dem Thema um. Wo droppst du da raus, wenn du sagst, du bist selber nicht 100% ein? Wenn ich eine Pizza essen gehe, ich eine Pizza, weißt du, oder wenn ich jetzt in Portugal im Urlaub bin, esse ich auch gerne Fisch.

Also vielleicht esse ich schon lange nicht mehr, aber ich versuche schon so wenig auch Milchprodukte wie Milch und so, dass man dann schon auch besteht. Cool. Du hast noch ein anderes Baby und das ist Stelb. Lass uns da nochmal reingehen. Wir machen noch eine kurze Schleife, bevor wir Richtung Ende kommen.

Hilfsorganisationen, die hier auch sehr am Herzen liegt, wo ihr wahnsinnig viel macht. Was macht ihr da? Klassische Nothilfe. Wir gehen dahin, wo wirklich die Menschen. In irgendwelche Ereignisse sind. Irgendwie jetzt Erdbeben in der Türkei oder Ukraine waren wir relativ schnell. Da sind wir relativ unbürokratisch direkt vor Ort.

Aber wir haben auch ein paar Langzeitprojekte, wo wir eine Subuküche gegeben haben. Oder jetzt, ich war im Sommer in Tansania beim Meißenhaus, habe das auch selber besucht und das ist mir einfach so wichtig, weil ich hatte vor vielen Jahren auch immer so, hey, kannst du hier mal was machen, kannst du hier mal was machen, hier irgendwie ein Grußwort.

Und das war so mein soziales Engagement, wo ich praktisch meine Power dann reingehe, also mein Zuhause in den Themen. Und wie kam da die Connection? War das auch über den VfB? Weil ich glaube, Serkan, der V-Nerd, der hat damals einen Bericht über ihn gelesen, als er einfach so an die Balkanroute damals ist und einfach einen Sprint davor gemacht hat und Decken da hingefahren hat, was ich sehr beeindruckend finde.

Und ich habe damals halt immer noch Zeitungen gelesen, bin in den Café rein, habe den Bericht gelesen in der Zeitung und habe ihm dann eine E-Mail geschrieben. Und so ist es entstanden. Ich habe gesagt, hey, ich sehe aus. Und er ist halt ultra VfB-Fan. Und der so, was, die nur schreibt mir so. Und dann, so hat sich das entwickelt, so hat es angefangen und mittlerweile sind wir gute Freunde und ich meine ihr holt da auch richtig Geld rein, also was war das? Das Maximum mal bei einer Spendengala?

Haben wir jetzt fünfmal eine Gala gemacht, die letzten zwei Jahre nicht, weil wir eine schwierige Situation haben aktuell. Aber die letzten zwei Mal war es über eine halbe Million. Das ist kein kleiner Verein mehr. Und ja, wir machen jetzt im September auch ein neues Café auf der Straße in Stuttgart und so.

Also das ist auch so, es bringt so viele Teile der Gesellschaft zusammen. Jeder Unternehmer kann sich letztendlich mit seinem Skill da einbringen und, versuchen wir einfach die Schwelle so niedrigen wie möglich zu halten und sich sozial zu engagieren. Oder wenn du zum Beispiel im Café bist, machst du einfach eine Schicht umsonst.

Also so kann jeder einfach in seinem Rahmen helfen. Wir hatten vorhin dieses Bild vom Timo, wie der so mit Anfang 20 war, das wir hier aufgemacht haben. Wenn ich hier quasi einmal so einen Spiegel jetzt hinhalte. Ist ja ein bisschen Zeit vergangen. Für einen Timo siehst du da heute. War schon ein ganz anderer Mensch, auf jeden Fall. Ja, wieso?

Boah, allein, was man erlebt hat, schon sehr reif. Ja, also ein komplett anderer Mensch. Wenn du sagst, Anfang 20, sag ich mal 27 Jahre, wäre schlimm, wenn es immer noch genauso wäre. Aber auch so ein bisschen Schabernack ist immer noch drin. Ich bin gerne flapsig, ich bin gerne sarkastisch und nehme das Leben auch nicht so ernst und versuche auch immer mehr, die Momente letztendlich zu leben auf jeden Fall. und auch einfach anderen Menschen zu helfen.

Mittlerweile, ich glaube, kann eine Vermittlungsagentur aufmachen mit irgendwie, wenn es Karten sind, wenn es irgendwie ein Kontakt ist oder sonst irgendwas. Aber das mag ich auch, einfach für andere da zu sein. Voll schön. Es gibt noch eine letzte Frage, das ist immer die letzte Frage bei uns im Deep Dive. Das ist die sogenannte Alien-Frage. Ich war auch gespannt.

Stell dir vor, es landen Aliens. Hier in Stuttgart auf dem Schlossplatz auf einmal. Und die haben keine Ahnung, wie der Mensch funktioniert, wie wir als Gesellschaft funktionieren, wie der Timo funktioniert, aber die sehen dich, wie du alles gibst schon in jungen Jahren und du selbst, als du aussortiert wirst und das nicht mehr so läufst, immer noch alles da rein investierst und weiter trainierst und weiter dran glaubst, wobei du dir eigentlich ein total schönes Laissez-faire Leben machen könntest.

Die verstehen es nicht, deswegen kommen sie zu dir und fragen dich, Timo, warum das Ganze? Was antwortest du ihnen? Warum das ganze das große warum ähm. Gute Frage, Ich glaube, mir bringt es einfach die Erfüllung. Jeder hat einen anderen Lebenssinn. Und ich glaube, meiner Meinung nach besteht schon darin, auch ein guter Vater zu sein, einfach gute Werte weiterzugeben, anderen Menschen zu helfen, einfach so nach vorne zu gehen, einfach positiv zu sein und einfach den Weg, den ich gemacht habe, vielleicht auch, dass manche den vermeiden oder besser damit umgehen.

Je früher, desto besser. Voll schön. Timo, vielen herzlichen Dank dir. Danke dir. Danke euch, Freunde. Wir sehen uns nächste Woche wieder, nächsten Dienstag, zur nächsten Folge Deep Dive. Lasst uns gerne eine gute Bewertung da und folgt uns rein, um nichts mehr zu verpassen. Ab 0 Uhr überall, wo es Podcasts gibt und ab 18 Uhr auf YouTube. Danke euch.

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