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staYoung - Der Longevity-Podcast· Folge 107

Inkontinenz ist kein Tabu: Nina Ruge spricht mit Prof. Dr. Annette Kuhn

Freitag, 23. Januar 2026 · 58 min

MP3

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Annette Kuhn, einer der führenden Expertinnen für Urogynäkologie. Gemeinsam widmen wir uns einem Thema, über das viele Betroffene nur ungern sprechen: Harninkontinenz. Sie betrifft vor allem Frauen, nimmt mit dem Alter zu und kann die Lebensqualität massiv einschränken. Wir klären, welche Formen von Inkontinenz es gibt, warum Beckenboden, Hormone und genetische Faktoren eine zentrale Rolle spielen und weshalb auch junge Frauen betroffen sein können. Prof. Dr. Kuhn erklärt verständlich, wie Inkontinenz entsteht, welche Rolle Schwangerschaft, Menopause und Übergewicht spielen und welche therapeutischen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Ein Gespräch über Wissen, Enttabuisierung und konkrete Wege zu mehr Lebensqualität.

In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen:
• Warum ist Harninkontinenz bei Frauen bis heute ein stark tabuisiertes Thema?
• Welche seelischen Belastungen entstehen durch Blasenschwäche im Alltag?
• Wie häufig tritt Harninkontinenz in den verschiedenen Altersgruppen auf?
• Welche genetischen Faktoren beeinflussen die Stabilität des Beckenbodens?
• Worin unterscheiden sich Belastungs- und Dranginkontinenz medizinisch?
• Welche Rolle spielt der Beckenboden als funktionelle Einheit für die Kontinenz?
• Warum nehmen Inkontinenzprobleme mit zunehmendem Alter zu?
• Wie wirken sich Wechseljahre und ein sinkender Östrogenspiegel auf die Blase aus?
• Warum kann Übergewicht die Entstehung und Ausprägung von Inkontinenz verstärken?
• Welche Auswirkungen haben Schwangerschaft und vaginale Geburt auf den Beckenboden?
• Warum ist frühzeitige Prävention entscheidend für eine langfristige Blasengesundheit?

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Annette Kuhn findest du hier: frauenheilkunde.insel.ch/de/ueber-uns/team/det…

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Disclaimer:
Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin.

STY-252

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Willkommen bei Stay Young. Also ich warne euch jetzt gleich mal vor, heute knacken wir ein Tabu. Ist euch das schon mal passiert, plötzlich niesen müssen und schwupps, da war der Slip nass oder auf dem Weg zur Toilette, da war dann ganz urplötzlich ein bisschen die Blase verrückt. Du rennst los, kriegst es gerade noch so hin, dass der Schwall nicht in die Schuhe tropft oder du kriegst es halt nicht hin.

Das ist natürlich ultra peinlich, wenn dir das unterwegs passiert und das darf natürlich keiner merken, Angst, Scham, Verzweiflung. Und weil Harninkontinenz oder Blasenschwäche ein Mega tabu ist, niemand drüber spricht, noch nicht mal mit dem Hausarzt, weiß man bis heute nicht genau, wie viele Frauen betroffen sind und wie viele Männer. 1 ist klar, meist sind es Frauen und meist sind es ältere Frauen.

Wie sie entsteht die Harninkontinenz wie Frauen vorbeugen und was sie tun können, wenn es doch passiert, darüber spreche ich jetzt mit einer Top Expertin, sie ist leitende Ärztin der Urogynäkologie und stellvertretende Chefärztin der Uniklinik für Frauenheilkunde des Inselspital, Bernd Professor Annette Kuhn Willkommen Meister Young, Schön, dass sie da sind. Vielen dank, Guten Morgen.

Also sie beraten und behandeln und forschen zur Harninkontinenz. Und das ist ja, denke ich mal tatsächlich 1 der letzten Tabus und oft nicht nur, und da würde ich gerne erst mal mit einsteigen, nicht nur ein Blasen, sondern oft auch ein psychisches Problem, oder? Ja gut, ich denke, das ist so ein bisschen die Frage, was ist das Ei und was ist das Huhn. Ich denke, wenn Sie ein Blasenproblem haben, dass sie zwingt, 20 oder 25 mal am Tag aufs WC zu gehen, und das bedeutet auch Naff zum Teil, dass sie jede Stunde aufstehen müssen, dass sie keinen Schlaf kriegen. Ich glaube, da würde meine Psyche auch drunter leiden. Also ich glaube, das ist sehr schwierig zu sagen, womit hat es angefangen, ich denke, dass die

Psyche aber wirklich extrem darunter leiden kann, wenn man eigentlich der Blase. Und der Blasenfunktion so ausgeliefert ist und dann einfach wegen Drangbeschwerden aufs Klo muss. Und auch das ist ja hochpeinlich, wenn man dann plötzlich aufstehen muss, was weiß ich im Konzert oder im Restaurant zig mal aufsteht und so, das sind ja dann, vielleicht ist die vokabelpsychische Probleme auch zu hoch gegriffen, sondern das ist einfach eine unglaublich seelische und persönliche Belastung, vielleicht können sie aus Ihrer. Praxis noch ein paar Beispiele nennen, wie weit das gehen kann. Sie haben eben schon gerade gesagt, 20 mal am Tag auf die Toilette gehen oder nachts dann noch dazu was was, womit kommen die Frauen noch zu ihnen?

Also eben die Füllen dieses ganze Problem eigentlich noch ein bisschen mit Leben. Viele sagen ja, also dieses Blasenproblem ist mir wirklich sehr peinlich, ich möchte eigentlich noch nicht mal mit meiner Familie darüber reden, oder? Die Familie nimmt mich schon gar nicht mehr mit. Für längere Ausflüge oder Reisen, weil ich dauernd eine Toilette suchen muss und zum Beispiel auch soziale Kontakte werden eingeschränkt.

Ich gehe nicht mehr zu Freunden oder Freundinnen zur Familie, weil ich Angst habe, zum Beispiel einen Fleck auf dem Sofa zu hinterlassen. Ich denke, das ist uns allen klar, das sind wirklich ganz peinliche Momente, bei uns dürfen eigentlich nur ganz kleine Kinder in die Hose machen. Und wenn das älteren Leuten passiert, dann sind die eigentlich reif für Reif für das Altersheim. Und das hat eine große Peinlichkeit, die man manchmal noch nicht mal dem engsten Familienkreis mitteilen möchte. Es.

Gibt ja diese Einlagen, vorlagen nennt man die. Das sind so Art binden die reichen aber häufig nicht aus und ich habe jetzt gerade von einer Freundin gehört, die sich sehr um eine ältere Dame kümmert kümmert, die über 90 ist und sagt, wenn wenn wir die im Auto mitnehmen, dann müssen wir auch noch. So eine Windel sozusagen auf den Autositz legen. Eigentlich sollte das heute nicht mehr notwendig sein. In den Fachbereichen gibt es extrem gute Einlagen oder auch so Windelhosen, die zum Teil mit hochmoderner Technologie bestückt sind und die bis zu 2 Liter Wasser oder Urin eben fassen können.

Ich denke, es ist immer gut, wenn man so ein extremes Problem hat, dass man sich mit auch wirklich gutem Material versorgt und von einer Fachperson beraten lässt. Es gibt da eine extrem große Varianz von guten Materialien heutzutage. Ja, aber so weit wollen wir es nicht kommen lassen. Deshalb sprechen wir ja, was können wir tun und wie entsteht das auch, das ist ja auch eine unglaublich wichtige Frage. Gucken wir jetzt erst mal, wie viele Frauen das betrifft, denn das ist ja ein letztlich ein Dunkelfeld. Es betrifft betrifft vor allem Frauen, und haben sie Schätzungen, denn ich glaube, so richtig klare Zahlen gibt es halt nicht, weil viele Frauen nicht drüber sprechen, gibt es Schätzungen zu Alter und

Prozentzahlen von Frauen, die das betrifft? Ja, weil also wenn wir mal mit den jungen Frauen anfangen. Wir wissen, dass sogar schon bei den Zwanzigjährigen, also die noch keine Schwangerschaften und Geburten und eigentlich auch keine großen Alterungsprozesse am Beckenboden gehabt haben, wissen wir, dass bei den Zwanzigjährigen schon 2% unter einer Urininkontinenz leiden. Das hat mit gewissen genetischen Faktoren zu tun, wir sagen eigentlich 40% für dieses Problem ist genetisch bedingt. Wenn wir dann im Alter weiter nach oben gehen, wissen wir, dass bei den über Sechzigjährigen ungefähr jede dritte bis jede vierte Frau an dem Problem der Urin Inkontinenz leidet und mit noch höherem Alter wird das dann mehr Urin, Inkontinenz und Stuhl.

Inkontinenz sind übrigens immer noch der Nummer 1 Grund warum Leute ins Altersheim müssen, weil man das einfach zu Hause nicht mehr managen kann und. Weil es dann eben hygienisches und oft ein Geruchsproblem gibt. 70% und mehr Wow bei Männern. Bei Männern ist es deutlich weniger und hat auch andere Ursachen. Bei Männern sagen wir im Alter von 60 bis 70 ungefähr einer von 5 hat ein Problem mit der Blase.

20%. Ja. Auch nicht so ohne. Und das? Also schauen wir uns erst mal an, was da passiert. Ich hab mich jetzt auch in das Thema erst eingelesen und mir war gar nicht klar, dass da ja verschiedene Typen von Inkontinenz gibt, Belastungs oder Stressinkontinenz und dann die Dranginkontinenz, vielleicht können sie uns erst mal belastungs und stressinkontinenz genau erklären.

Jawohl, also Belastungs oder Stressinkontinenz hat. Von der Nomenklatur her nichts mit einer persönlichen Belastung oder einem persönlichen Stress zu tun, sondern das ist eigentlich die Belastung, die auf den Beckenboden kommt. Und das sind Frauen, die mir zum Beispiel in einer Sprechstunde erzählen, immer wenn ich Trampolin springe mit den Kindern, verliere ich Urin immer beim Husten und lachen oder wenn ich schwere Sachen aufhebe, verliere ich Urin, also.

Das ist die Belastung vom Druck des Bauchraums, der dann auf den Beckenboden kommt und der dann macht, dass der Schließmuskel nicht mehr gut zusammenhalten kann. Das ist die Belastungsinkontinenz. Es ist ein bisschen schwer, sich also einfach plastisch vorzustellen, also Beckenboden, das ist ja für viele Jahre Pilates und so, da macht man ein Training, aber wo ist das denn genau? Der Beckenboden ist eine Struktur, die aus Muskulatur. Bindegewebe und Nerven besteht und im Prinzip den Bauchraum den Beckenraum nach unten Richtung Beinwärts abschließt. Der Beckenboden ist eigentlich dafür da, um die Organe wie Blase, Gebärmutter und Darm und Scheide am Ort zu halten, und das ist auch die Muskulatur, die

eben, wenn ich diese Aktivitäten habe wie Husten, Larven, Sport, wenn mehr Druck im Bauchraum ist und. Die dann zuhalten sollen, also die dann eine Aktivierung der Muskulatur bieten sollte, damit es nicht zur Inkontinenz kommt. Zur Inkontinenz kommt es eigentlich immer dann, wenn der Druck im Baugraum höher ist als der Druck vom Schließmuskel, das ist ein relativ einfaches physikalisches Prinzip, solange der Schließmuskel, der in den Beckenboden integriert ist, fähig ist einen Druck aufzubauen, der höher als im Bauchraum ist. Gibt es keine Inkontinenz, wenn der Beckenboden das nicht mehr schafft, kommt es zur Inkontinenz in ganz unterschiedlichen Ausprägungen.

Danke für diese Erklärung. Jetzt habe ich es wirklich verstanden, das heißt, wir trainieren eben auch, wenn wir, wenn wir vorbeugen wollen, wir trainieren nicht den Blasenschließmuskel selber, sondern wir trainieren die Muskulatur drumrum. Genau der blasen also. Eigentlich ist dieser Beckenboden eine funktionelle Einheit. Einige Leute können vielleicht diesen Schließmuskel separat ansteuern, aber eigentlich ist es der gesamte Beckenbodenbereich, wozu dann nachher auch der Schließmuskel vom Darm mitgehört, der bei diesem Training beim Beckenbodentraining aktiviert wird. Versucht man gerade mal zu testen. Ja, und das kann man ja, wenn man kann, ja eine Sensibilität entwickeln dafür, zum einen

Blasenschließmuskel, zum anderen Beckenbodenmuskulaturen, das lernen wir ja häufig nicht, aber. Aber man kann diese Sensibilität entwickeln, wenn sie jetzt sagen, 40% eines einer Inkontinenz ist genetisch bestimmt, das betrifft das jetzt die Dranginkontinenz und damit die Muskulatur des Beckenbodens, die da anders innerviert ist.

Die genetische Komponente betrifft vor allem das Bindegewebe und das Bindegewebe gehört eben zu dieser funktionellen Einheit vom Beckenboden. Und die 40% genetisch betreffen nicht nur die Inkontinenz allein, sondern auch senkungsprobleme, also wenn sich Organe nach unten senken. Im Prinzip Beckenbodenfunktionsstörungen insgesamt 40% ist viel, aber in der Sprechstunde hören Sie das sehr häufig, dass eine Patientin sagt, ja, meine Mutter hat das schon gehabt, meine Großmutter hat das schon gehabt, bei der war es ganz schlimm, und meine Schwester hat das auch, also das ist eben diese genetische Komponente, die dann auch so eine familiäre Häufung machen kann. Also die Stress und Belastungsinkontinenz, die kommt so zustande, dass wir eine

Eckenbodenstruktur und Muskulatur haben, die nicht in der Lage ist, bei solchen Hüpf oder sonstigen schnellen, schnellen, kurzfristigen Belastungen das alles so zusammenzuhalten und der Schließmuskel der Blase ist so nicht mehr in der Lage, vor allem wenn da einiges drin ist in der Blase das zu halten und drumrum lockert sich das so ein bisschen und passiert das aber nur kurz.

Jetzt die Dranginkontinenz. Die, die kommt ja im Grunde erst später im Alter häufig zumindest und ist stärker. Ist das richtig? Also stärker ist so schwierig zu sagen, die Dranginkontinenz erlebe ich in einer Sprechstunde, dass es die Person, die das haben, viel mehr stört, weil der Drang ist oft unvorhersehbar, bedeutet, es kann einen erwischen, wenn man beim Einkaufen ist, wenn man unterwegs ist, wenn man im Zug ist oder so.

Und es ist oft schwer vorhersehbar, wann ich jetzt dieses Dranggefühl kriege, dass dann manchmal so stark sein kann, dass ich wirklich sofort ne Toilette aufsuchen muss. Patientinnen sagen mir, ja, ich bin eigentlich n Opfer meiner Blase, die regiert mich und die sagt mir dauernd, dass ich auf die Toilette muss und die Dranginkontinenz wird deswegen als störender empfunden als die Belastungsinkontinenz, die Belastungsinkontinenz, da wissen die Leute, OK, ich geh zum Sport oder ich geh zum Trampolinspringen.

Ich weiß, dass ich dieses Problem habe. Ich kann mich schützen. Bei der Dranginkontinenz kommt das oft so Einschießend und plötzlich und wie gesagt, die Betroffenen fühlen sich der Blase ausgeliefert und müssen sehr, sehr häufig, egal wo sie sind, eine Toilette aufsuchen, was sehr störend sein kann. Und schaffen es häufig nicht bis zur Toilette. Und dann können Sie es auch nicht, wenn es läuft, nicht mehr stoppen.

Ja, das ist so. Das kommt durch ein Zusammenziehen des Blasenmuskels, obwohl eigentlich unser Gehirn gar keinen Befehl gegeben hat, das zu machen. Das ist ja normal, dass sich die Blasenmuskulatur zusammenzieht, wenn wir, sagen wir mal, ganz geregelt auf die Toilette gehen, die Blase entleeren, dann muss eigentlich unser Gehirn den Befehl geben, zieh dich zusammen, blase, damit der Urin entleert wird bei den Leuten mit der Dranginkontinenz.

Fehlt der Befehl von oben, vom Gehirn eigentlich und die Blase zieht sich selber zusammen und macht damit den Drang und dann gegebenenfalls auch die Inkontinenz. Also die Blase macht sich gewissermaßen selbstständig. Woran liegt das denn an der Innervierung, die sich vor allem im Alter verändert? Ich habe in ihren Unterlagen auch gelesen, dass wir pro Tag eine Muskelfaser.

Verlieren der Muskulatur aber das würde ja bedeuten, dass sie schwächer wird. Das wäre dann wieder bei der bei der Stressinkontinenz und bei der Drag Inkontinenz ist es die Innervierung. Es gibt bei der Drag Inkontinenz eigentlich 2 Theorien. Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte einerseits, dass es eine Nervenkomponente gibt, also dass die Nerven, die zur Blase gehen, dauernd signalisieren, Hey, du musst dich zusammenziehen.

Und es gibt die andere Theorie, dass das vom Muskel selber kommt, vom Blasenmuskel, der sich ohne Nervensignale selbst zusammenzieht. Ich denke, insgesamt ist es eine Kombination von beidem, ich habe gerade ein bisschen recherchiert und einen Artikel geschrieben zum Thema The Aging, Blatter, also die alternde Blase, und da kommen so mehrere Komponenten zusammen, wie gesagt, einerseits von den Nerven, andererseits vom Muskel selber. Bei Frauen spielen auch die Wechseljahre eine große Rolle in diesem Zusammenhang.

Haben sie da auch schon Erkenntnisse, was das Absinken des Östrogenspiegels für die Blasenmuskulatur oder Innervierung bewirken kann? Kleine Überraschung, nämlich eine kurze Unterbrechung in eigener Sache. Unser Podcast hat ja 10 Tausende Zuhörerinnen und Zuhörer, aber. Nur etwa 30% haben ihn abonniert.

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Wir geben zumindest als lokales Therapeutikum praktisch immer eine lokale Hormoncreme. Um diesen Wechseljahresbeschwerden in dem Bereich so ein bisschen entgegenzuwirken. Nicht da reingreifen, weil ich hatte gelesen, tatsächlich in die Vagina diese Östrogen Creme, aber nicht an den Blasenausgang. Wie kommt denn dann die Creme von der Vagina zur Blase zum Blasenmuskel?

Also das sind eigentlich sind es so Applikatoren, also so kleine Stäbe, die mit einer Creme gefüllt werden, und die werden in die Scheide eingeführt am Abend. Und durch die natürliche Körperwärme löst sich das auf und fließt sowieso ein bisschen nach draußen. Also es ist eine lokale Therapie, vor allem der Vaginalschleimhaut, und es wird ein minimaler Teil auch im Körper aufgenommen und kommt so auch zum Blasenmuskel es gibt keine richtigen objektiven Daten, die gezeigt haben, dass Östrogene dieses ganze Problem wirklich.

Heilen können. Es gibt aber einige Daten, die sagen, dass das subjektive Empfinden von der Inkontinenz und von dem Problem deutlich verbessert wird. Und ich denke, dass diese Östrogen femes auch noch wichtig sind für die Hautpflege in dem Bereich. Ich glaub, wir können uns alle vorstellen, wenn jemand Einlagen tragen muss, wenn dauernd viel Urin über das Gewebe fließt, ist es gut, wenn wir eine absolut optimale Hautpflege haben, die wir mit der Hormoncreme. Oder auch mit Hormonzäpfchen zum Beispiel erreichen. Und ich kombiniere das immer noch sehr gerne mit einer das Mikrobiom stützenden Therapie, also mit einer speziellen Waschlotion zum Beispiel, die das Mikrobiom unterstützt und zwischendurch auch noch mit

Cremes, die zum Beispiel Milchsäurebakterien enthalten. Wasch waschlotionen, die das Mikrobiom unterstützen. Das heißt, die sind die reinigen mich so, machen die Killen die, die die verschiedenen Bakterien nicht und gerade nicht die Milchsäurebakterien. Genau also, was viele Frauen, die Inkontinent sind, oft machen.

Und es ist ja auch verständlich, dass die sich 45 mal am Tag waschen, oft mit so einer ganz normalen Handseife. Das Problem mit den normalen Seifen ist, dass die sehr. PH Wert basisch sind und eigentlich möchten wir im vaginalen und Intimbereichen leicht sauren PH wert haben und wenn wir dauernd mit basischen Seifen waschen, dann stört das die ganz normalen Bakterien die da sind und ist auch für die Hautpflege nicht besonders gut. Deswegen empfehle ich eher PH neutrale oder leicht saure Waschmittel oder zum Beispiel auch solche, die Probiotika enthalten, das sind Stoffe, die nachher die Milchsäurebakterien in.

Gerne haben also eigentlich wie eine Nahrung für die Milchsäurebakterien sind. Die Milchsäurebakterien schaffen ein leicht saures Milieu in der Scheide, wie das auch sein sollte, um Abwehr zu haben gegen Infektionen und Entzündungen. Wir sind vom Östrogen gekommen, sind bei den Östrogen Cremes zur gewissen Therapie bei nicht nur Drang, sondern auch stressinkontinenz, denke ich mal.

Aber was, was mich sehr irritiert hat, ist übrigens, diese östrogencremes können ja gegeben werden, mit und ohne Hormonersatztherapie, weil die sich eigentlich nicht miteinander addieren oder wie auch immer. Aber was mich gewundert hat ist, dass die Hormonersatztherapie offensichtlich gar nicht so sehr hilft bei Inkontinenz, sondern vielleicht sogar manchmal kontraproduktiv sein könnte.

Es hat da eine große Studie gegeben aus Amerika. Die WHI Studie Women's Health Initiatives, die gezeigt hat, dass Frauen mit einer Hormonersatztherapie zum Teil mehr Inkontinenz haben können. Das ist so n bisschen mit Vorsicht zu genießen, das ist eigentlich so n bisschen so n statistisches Problem in dieser Studie gewesen, weil die Inkontinenz ist nicht eigentlich der primäre Untersuchungspunkt der Studie gewesen. Deswegen muss man ein bisschen vorsichtig sein mit der Schlussfolgerung, wir sehen das auch kritisch an. Und jetzt wegen einer Inkontinenz würden wir keine systemische Hormontherapie empfehlen, absolut nicht, aber die Lokale mit den Östrogenen schon. Ja, und man muss ja bei der WHI

Studie auch sagen, es waren ältere Frauen, die waren ja schon über 60 und viele waren adipös und Übergewicht spielt ja bei Inkontinenz, das müssen wir vielleicht auch noch. Erwähnen auch eine Rolle. Absolut. Übergewicht spielt eine extrem große Rolle. Wir wissen, dass wenn übergewichtige Frauen ihr Gewicht um nur 10% reduzieren, dass es eine 50 prozentige Verbesserung der Inkontinenz gibt, also das muss man sich ja mal überlegen. Ja, 10% sind ja meistens nicht jetzt 20 oder 30 Kilo, sondern da reden wir meistens von 819 Kilo. Und damit kann man die Inkontinenz um die Hälfte verbessern.

Ich finde, das sind immer so Daten, die auch sehr motivierend sein können für die Patientinnen, wenn wir Ihnen das in der Sprechstunde sagen. Das Problem mit der über mit dem Übergewicht mal anzugehen. Und das ist ja, was gesunde Langlebigkeit angeht, so ein Allroundschutz vor Alterskrankheiten. Wenn man Übergewicht abbaut, ja.

Das ist so. Also wir sind jetzt bei der Dranginkontinenz die durch. Östrogenmangel dann in der Menopause eventuell getriggert werden kann und haben jetzt die Vorstellung, dass es das heißt ja auch overactive Blätter, also dass die Blasenmuskulatur wirklich, ohne dass ich sie selber steuere, überaktiv wird und sagt, so, jetzt muss ich hier mal alles loswerden, ein Thema müssen wir hier da auch noch ansprechen, nämlich beim Geschlechtsverkehr kommt das offensichtlich eben auch ganz oft vor, ist, dass er.

Stress und Belastungsinkontinenz oder beides oder Dranginkontinenz, aber auf jeden Fall kommt es vor. Auf alle Fälle kommt es vor, und das ist für die Betroffenen auch sehr peinlich aus. Ich glaube allgemein verständlichen Gründen kann man zu dem Thema nicht so richtig gut Studien machen, aber im Prinzip sagen wir, dass wenn es bei der Penetration zum Urinverlust kommt, dann.

Dass es dann eher eine Belastungsinkontinenz ist. Und wenn es beim Orgasmus eher zur Inkontinenz kommt, das ist dann eher eine Reizblase. Overactive Blatter, haben Sie vorhin erwähnt, ist also eher im Bereich von der überaktiven Blase, dann passiert aber so ganz genaue Daten gibt es aus verständlichen Gründen nicht, wir können ja nicht beim Geschlechtsverkehr die Blase untersuchen und schauen, was da passiert, aber das ist für mich so eine Einteilung, die Sinn macht. Also wir kommen gleich dazu, was wir tun können. Das ist ja auch gerade bei dem Beispiel extrem wichtig, vielleicht noch eine Ergänzung, das sind ja eben nicht nur Frauen ab der Menopause betroffen, sondern auch jüngere Frauen, vor allem die, die

mehrere Kinder geboren haben ohne Kaiserschnitt, was gibt es da für einen Zusammenhang? Also es ist sehr schön, dass sie gerade dieses Stichwort einwerfen ohne Kaiserschnitt. Der Kaiserschnitt hat keine 100% protektive Funktion für Beckenbodenerkrankungen. Der Kaiserschnitt gibt einen gewissen gewissen Schutz vor Beckenbodenerkrankungen.

Das betrifft aber eigentlich nur Frauen, die nur ein Kind haben, wenn es nachher 234 Schwangerschaften gibt, gleicht sich das Risiko von denen, die nur Kaiserschnitte gehabt haben und die, die Vaginal geboren haben, für die Beckenbodenerkrankungen komplett aus. An die größten Veränderungen am Beckenboden gibt es mit der ersten Vaginalgeburt. Die Veränderungen, die danach passieren, sind in der Regel kleiner, aber da kommt es natürlich auch auf individuelle Faktoren an und auf kindsgröße Größe vom Köpfchen und wie die Geburt verlaufen ist.

Aber ganz wichtig ist mir zu sagen, der Kaiserschnitt bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Beckenbodenerkrankungen. Was passiert genau bei einer vaginalen Geburt? Das wird zum einen das Bindegewebe natürlich extrem gedehnt, Muskulatur sowieso, es gibt ja Risse, was sind da die besonderen Faktoren, die dann zu einer Inkontinenz führen können?

Also wie gesagt, ich glaube es gibt maternale Faktoren auch da wieder übergewichtige Frauen haben nach Geburten mehr Probleme mit Inkontinenz. Und es gibt kindliche Faktoren, die dazu beitragen. Also wie gesagt, wenn wir wissen, es wird n sehr großes Kind 4500 Gramm, wenn wir sehen, dass der Kopf sich nicht gut eingestellt hat und vielleicht mit dem Hinterhaupt führend zur Geburt kommt, bedeutet das für die Mutter, dass es dann Verletzungen am Beckenboden gibt, und das ist eben nicht nur die Muskulatur, das sind auch.

Feine oder auch größere Abrisse an den bindegewebigen Strukturen. Und es gibt auch nervale Veränderungen. Wir brauchen ja auch noch den Nerven, der gesund bleibt, damit der Beckenboden gesund ist. Der wichtige Nerv für den Beckenboden der Nervus pudendus, das ist so ein haarfeiner Nerv, eigentlich wirklich so ein ganz feines, dünnes Ding wird bei der Geburt bis zu 7 Zentimeter länger gedehnt. Und ich glaube, wir können uns das gut vorstellen, wenn wir so eine Anadokene vom Gummiband haben. Wenn wir ein Gummiband, das ganz dünn ist, ganz in die Länge ziehen, sehen wir auch, dass es dann so wie kleine Risse in diesem Gummiband gibt, und das passiert im Prinzip am Bindegewebe und am Nerven und an

der Muskulatur aus, wenn dann eben noch gewisse genetische Faktoren dazu kommen, dass das Bindegewebe nicht gut heilt. Wenn noch Übergewicht dazu kommt oder auch Verstopfung, wie das gern mal passiert im Wochenbett, hab ein größeres Risiko für Beckenbodenerkrankungen. Und da sich nerven ja nicht erneuern. Sie können zwar regenerieren, aber sie werden nicht ersetzt. Ja, kann man, aber trotzdem schauen, dass man durch bestimmte Trainings etc.

Vorankommt, kommen wir sofort dazu, erst noch zu den Männern. Wenn wir jetzt wissen, Östrogen spielt eine Riesenrolle, Östrogenmangel, dann auch Geburt, Übergewicht etc. Und Genetik. Woran liegt es bei den Männern? Eigentlich ist bei den Männern eine ganz andere Geschichte dahinter. Bei den Männern spielt ja das Östrogen in der Regel, wenn die gesund sind, keine größere Rolle, bei den Männern wächst aber im höheren Alter oft die Prostata und. Die Prostata ist eigentlich so n Kastanien großes Organ, das um die Harnröhre unter der Blase herum geht. Und wenn die Prostata wächst, kann die machen, dass der Harnstrahl dann zum Beispiel schwächer wird und dass der Blasenmuskel mehr drücken muss,

damit er den Urin überhaupt rauskriegt. Und immer wenn der Blasenmuskel mehr drücken muss, kann es sein, dass er so ne überaktivität, also so ne Reizblasenproblematik entwickelt. Und das ist bei den Männern die häufigste Ursache, dass es eben ne gewisse Prostatavergrößerung gutartig oder bösartig gibt, wie diese Probleme beim Wasserlösen und mit der überaktiven Blase machen.

Männer haben an sich von der Konstruktion her, von der Anatomie eigentlich natürlich keine Belastungsinkontinenz, aber wenn die an der Prostata operiert sind, das machen dann die Kollegen von der Urologie. Die zum Teil einen Teil rausnehmen von der Prostata oder auch die ganze Prostata rausnehmen, kann es passieren, dass Männer nach so einer Operation Belastung ist, die Inkontinenz werden.

Wir haben gelernt, Reiz, Blase und Dranginkontinenz sind dasselbe, und das kommt bei Männern nicht ganz so oft vor, es sei denn Prostata. Bei Prostata Problemen genau. Ja, okay. Auch verstanden. So, jetzt kommen wir also zu dem, was wir tun können. Wie gehen Sie vor, Frau kommt zu ihnen und sagt, ist vielleicht eine, die ist in der Perimenopause oder in der Menopause und sagt ja, also bei mir passiert das, wie diagnostizieren sie was da jetzt bei ihr ganz speziell Thema ist.

Also der erste Schritt ist eigentlich für mich, dass ich die Patientin im Ganzen anschaue und ihr gut zuhöre und von dem, was sie mir erzählt, mit der Inkontinenz. Dann schon so in meinem, in meinem Kopf, in Schubladen einordnen. Aha, das ist eher eine Reizblase, oder das ist eher eine Belastungsinkontinenz.

Normalerweise schicken wir unseren Patienten ein sogenanntes Miktionsprotokoll mit, das ist einfach so ein Zettel, wo man mal so ein bis 3 Tage aufschreibt, wieviel trinke ich, was trinke ich und wann löse ich wieviel Wasser. Im Prinzip kann das jeder mal für sich selber ausprobieren. Sie brauchen da keine wahnsinnigen Messbecher, sie können auch den Urin im Joghurtbecher zum Beispiel Messen und dieses Miktionsprotokoll schicken wir allen Frauen vor der Sprechstunde, und die sollten das dann eigentlich mitbringen. Das ist für mich eine extrem wichtige Information, weil ich sehen kann, wieviel geht unter normalen Bedingungen eigentlich in diese Blase rein, bei Frauen sollte das ungefähr 300 bis 500 Milliliter.

Pro mal wasserlösend sein ja, also so, das wäre so bei der Frau, das Normale beim Mann darf noch ein bisschen mehr reingehen, wenn ich Frauen habe, wo infektionsprotokoll geschrieben steht, 80 Milliliter 70 Milliliter 110 Milliliter, das ist wirklich dann so die Menge, die das Leben wirklich mühsam macht, und das sind wirklich die Frauen, die sagen, ja, ich muss im Prinzip jede Stunde auf die Toilette.

Wenn im Fiktionsprotokoll steht, dass wir ganz normale ne blasegröße haben von 300 bis 500 Milliliter Inkontinenz, Episoden zum Beispiel beim Sport, beim Husten, beim Lachen, klassifizier ich das eher als ne Belastungsinkontinenz. Das wäre mal so der erste Schritt. Damit ich das verstehe, wenn es eben nur 70 Milliliter 80 Milliliter sind, dann ist die Blasenmuskulatur so aktiv, dass die sofort anfängt auszudrücken, wenn nur ein bisschen drin ist.

Genau. Also da geht eigentlich in die Reizblase. Geht eigentlich viel zu wenig Volumen rein, vielleicht auch noch zu erwähnen, Leute die ein Blasenproblem haben machen als erste Maßnahme okay ich trinke nichts mehr oder ich trinke viel viel weniger, dann muss ich auch weniger auf die Toilette. Das ist aber so ein Verhalten, das total kontraproduktiv ist. Wenn sie ganz dunklen, konzentrierten Urin haben, sind da noch mehr Reizstoffe drin, die eine Reizblase unterstützen können.

Also das wäre dann auch anhand vom Miktionsprotokoll zu sehen, dass man erst mal sagt, OK, wir müssen erst mal wieder eine normale Menge trinken, das ist dann auch immer eine gute Frage, was ist eigentlich eine normale Menge. Wir sagen so Anhaltspunkt bei normalen mitteleuropäischen Temperaturen ungefähr anderthalb bis 2 Liter.

Wer das genau wissen möchte, kann das für sich selber ausrechnen, das sind pro Kilogramm Körpergewicht 30 Milliliter, die man trinken sollte, selbstverständlich mehr, wenn wir irgendwie 30 oder 35 Grad haben, aber das ist so ein Anhaltspunkt. Jetzt uns jemand eine Frau zuhört und sagt, ich will das Mal probieren, so ein Miktionsprotokoll. Dann dann schreibe ich auf.

So und so viel in etwa kann man kann ja auch einen Messbecher nehmen, kommt da bei mir raus und bei 70 bis 80 wenn das nicht mehr ist. Da muss ich schon mal ein bisschen genauer hingucken, absolut. Also wenn wirklich immer so kleine Mengen da drin sind, so richtig mühsam wird so unter. Unter 100 Milliliter wird die Frau denke ich schon zum Arzt oder zu einer Fachperson gehen, weil das sind dann wirklich Frauen, die. 2025 mal am Tag auf die Toilette gehen, das ist mega nervig.

Was ist ein Wert, der normal ist für eine normalgewichtige Frau also ideal? Ist ein Volumen in der Blase zwischen 305 100, Milliliter okay und wenn Leute älter werden, also bei 250 Milliliter, würde ich mir auch keine Gedanken machen, wenn die Patientin oder die Frau keine Beschwerden davon hat. Aber wie gesagt, alles was unter 100 Milliliter ist, schränkt meistens die Lebensqualität doch erheblich ein. Und ältere Menschen trinken ja dummerweise häufig weniger, was das Ganze dann wieder, wie sie gesagt haben, verstärken kann. Wegen des konzentrierten Urins.

Ja, also dann gibt es jetzt erstmal, fangen wir an, sie haben gesagt, ja OK, also hier gibt es ein kleines Problem oder hier gibt es auch ein größeres Problem. Fangen Sie da erst mal an und sagen, jetzt machen wir konservativ erst mal was mit Inkontinenzeinlagen und Schutzhosen und bettvorlagen, aber auch dann toilettenstrategien ja, also Training der Blase, nicht des Beckenbodens, sondern erst mal der Blase.

Fangen Sie dann damit an. Also im Moment waren wir noch beim Gespräch und beim Viktionsprotokoll. Ich schaue selbstverständlich auch noch, ob eine Blasenentzündung vorliegt, also wir machen eine Urinanalyse. Blasenentzündungen können dieses Inkontinenzproblem Mal verstärken und sollten auch behandelt werden.

Und zur ersten Untersuchung gehört auch noch ne gynäkologische Untersuchung, dass man schaut wie sieht die Schleimhaut aus, wie sind die Bakterienverhältnisse, gibt es irgendwelche Senkungen, gibt es möglicherweise Urin, der zurückbleibt in der Blase, also ne körperliche Untersuchung und n Ultraschall gehört so zur Basisuntersuchung dazu, wenn ich da nichts Besonderes sehe ist wie gesagt bei älteren Frauen nach der Menopause sehr häufig so eine Empfindlichkeit vom Gewebe, so eine Östrogen Mangel Situation ist sehr häufig der erste Schritt mal diese Östrogen Mangel Situation mit einer Creme und mit so Mikrobiom stützenden Substanzen zu behandeln und wenn das Miktionsprotokoll mir zum Beispiel zeigt, das hatte ich

gerade letzte Woche, dass jemand am Tag 3 Liter Red Bull trinkt. Dann würde ich diese Patientin sicherlich auch erst mal ins sogenannte Blasentraining schicken. Beim Blasentraining schaut unsere Pflegekraft an, was trinkt die Patientin also, das ist, glaube ich kein Geheimnis, aber 3 Liter Red Bull ist zu viel Koffein, wird man versuchen das deutlich zu reduzieren und es gibt bei diesem sogenannten Blasentraining auch dann so Tipps und Tricks für Aufschubstrategien, nennen wir das also.

Was kann ich konkret tun, wenn ich diesen Harndrang kriege? Ziel ist eben, dass die Leute nicht alle Stunde gehen müssen und Ziel ist, dass die am Anfang, wenn die den Drang kriegen, vielleicht auf die Uhr guckt, man sagen okay, ich warte jetzt mal 5 Sekunden, bevor ich auf die Toilette gehe, wenn 5 Sekunden warten, gut geht, okay ich gucke wieder auf die Uhr, beim nächsten Harndrang warte ich 10 Sekunden.

Wenn das gut geht, warte ich beim nächsten Harndrang 20 Sekunden bis ich gehe. Also Ziel ist, dass man einfach die Intervalle zwischen den Toilettengängen vergrößern kann mit der Zeit und damit auch das Blasenvolumen. Spontan ein, wenn es eben eine Überaktive, also über nervöse Reizblase ist. Mit Atemtechniken ist da was.

Ja, es also es gibt eben dieses Blasentraining umfasst extrem viele Sachen. Diese Aufschubstrategien ist das einzige ist das eine zum Teil auch so, mentale Ablenkung ja, also eigentlich, wieso n bisschen ne Selbsthypnose, dass man sich an mental an Ort beamt, wo man Ruhe hat und wo man sich entspannen kann. Die klassische Situation ist ja das, was uns die Patienten in einer Sprechstunde erzählen, ich steck den Schlüssel ins Schloss. Von der Haustür.

Und dann denke ich eigentlich schon, dass ich auf dem WC das Wasser lassen kann und meine Blase entleeren kann. Das soll es eben nicht sein. Ja, wenn man eigentlich sich schon beim Schlüssel ins Schloss stecken vorstellt, ich muss jetzt ganz schnell aufs WC und da rauscht schon das Wasser und so, dann verstärkt man eigentlich diese Reizblase.

Wir versuchen so Ablenkungsstrategien zu entwickeln, dass man sich eben mental nicht schon die Toilette vorstellt, sondern. Ich weiß doch auch nicht den Restaurantbesuch vom vorigen Abend oder eine ganz besonders schöne Theatervorstellung, also dass man mental noch nicht fixiert ist auf Toilette und Wasser lösen.

Es gibt natürlich auch noch ein paar Medikamente, die helfen können, diese Reizblasenprobleme zu behandeln, da gibt es chemische Medikamente, sogenannte Anticholinergika, es gibt aber auch eine ganze Menge pflanzliche. Präparate, die man mal nehmen kann, um so eine Reizblasenproblematik zu therapieren.

Anticholinergika, denen wurde ja früher mal nachgesagt, dass die kognitive negative Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen haben könnten. Das hat sich jetzt mit Neuentwicklungen gegeben, oder? Also im Prinzip können alle anticholinergika Nebenwirkungen haben. Und das. Die Antikolinergika sind ja eine riesige Gruppe, eigentlich von Medikamenten und einige insbesondere von den älteren, können kognitive Einschränkungen machen. Vergesslichkeit und sogar Halluzinationen begünstigen diese ganz alten Medikamente verwenden wir praktisch nicht mehr äußerst selten, die neueren Antikolinergika wie gesagt, jedes Medikament hat so ein bisschen unterschiedliches Wirkungsprofil.

Es gibt einige, die nicht die Blut Hirn Schranke, also das ist wichtig für dieses kognitive und für die Vergesslichkeit, die das nicht überschreiten. Es gibt, wenn wir noch bei den Medikamentenklassen kurz bleiben wollen, auch noch die sogenannten Beta Mimetica, das ist eine andere Substanzklasse, die diese kognitiven Veränderungen nicht machen können und. Die können andere Nebenwirkungen haben und zum Beispiel den Blutdruck steigern.

Und man kann auch beide Medikamentenklassen miteinander kombinieren. Als dritte Klasse, die aber auch eigentlich erst ne Drittlinientherapie ist, kommt noch das Botox in Frage, was dann aber notwendig macht, dass man einen kleinen medizinischen Eingriff macht. Ich mach das heute Nachmittag zum Beispiel, wo man über ne Blasenspiegelung das Botox direkt in die Blase in die Blasenwand einspritzt. Das muss man dann aber alle halbe Jahre machen. Kommt ganz darauf an, also in der Regel kommen unsere Patientinnen hier so alle 9 bis 10 Monate. Ich habe einige, die kommen häufiger, die kommen alle 45 Monate, ich habe aber auch welche, die kommen nur alle 2 Jahre, also man kann das nicht so ganz genau sagen, dass das wirklich strikt alle halbe oder

alle 12 Monate sein muss, das ist individuell ein bisschen unterschiedlich, wir informieren so alle. 9 bis 12 Monate projoperativ. Was viele mit Sicherheit sehr interessiert. Welche Erfahrungen machen Sie mit Kräuterpräparaten, die eventuell nicht ganz so stark wirken, aber durchaus wirken? Absolut.

Also wenn ich solche Medikamente mit Patientinnen bespreche, frage ich sie, ob sie lieber was Natürliches haben wollen, also sogenannte pflanzliche oder kräuterpräparate oder chemische Substanzen. Die Kräuterpräparate sind ja kein Voodoo, also das ist nicht einfach. Wir müssen da dran glauben und dann wirkt es.

Es gibt auch bei den natürlichen Mitteln durchaus Studien, die die Wirksamkeit belegt haben, sonst würde ich die auch nicht empfehlen, die sind in der Regel schon so ein klein wenig weniger wirksamer als die anderen, machen dafür aber auch weniger Nebenwirkungen. Welche Kräuter sind das denn zum Beispiel? Welche Kräuter sind das also?

Ganz bekannt denke ich auch aus der Männermedizin sind die Kürbiskernextrakte, die die Blase beruhigen können, in letzter Zeit auch viel von sich reden gemacht hat. Das Proophyllum Proophyllum ist so eine bestimmte Pflanze, die auch zum Beispiel zum Hemmen von vorzeitigen Wehen eingesetzt werden kann, aber auch die Blase beruhigt.

Und es gibt noch zahlreiche andere Präparate, zum Beispiel Schachtelhalmextrakte, die die Blase sehr gut beruhigen können und da auch eben in Studien in Studien die Wirksamkeit gezeigt. Haben, also muss ich mir so vorstellen, den Nerv, also die Innervierung, aber vielleicht auch die Muskulatur direkt ein bisschen beruhigen, also entspannen.

Ja, absolut. Beckenbodentraining, das ist natürlich das, woran die Frauen als allererstes denken, was ihnen auch immer gesagt wird, Pfmt welche Erfahrungen machen sie, wie geht das, kann man das, kann Frau das präventiv machen? Da sprechen wir wirklich einen extrem interessanten Punkt an. Es gibt ganz wenig Daten zum Thema Prävention.

Ich persönlich denke, dass es gut ist, wenn man seinen Beckenboden kennt und wenn man weiß, wie man den trainieren kann, wie geht das? Ich sehe natürlich praktisch nur Frauen, die irgendwelche Probleme in dem Bereich haben und das Beckenbodentraining ist sowohl für die Belastungsinkontinenz als auch für die Reizblase für mich eine Möglichkeit. Der wichtigste Punkt beim Beckenbodentraining ist die Motivation von der Patientin, ja. Es gibt sonst es gibt keine Alterslimitationen, es gibt keine sonstigen Handicaps, die mich besonders stören. Aber wenn eine Patientin mir in der Sprechstunde sagt, Ah, Beckenbodentraining, Physiotherapie, keine Lust. Ehrlich gesagt verschreibe ich das dann gar nicht, weil man muss das wirklich machen, das

ist wieso ein Bizeps Training für die allgemeine Fitness, wenn man. Das nur das Rezept kriegt und so halbherzig ein 2 Mal zur Physiotherapie geht, das bringt natürlich nichts, wenn die Patientin motiviert ist, wissen wir auch, dass das Alter keine Rolle spielt. Ja, also es ist nicht so, dass ich, wenn ich eine 85 jährige vor mir habe und die sagt Dani, Ich bin total motiviert, ich will das machen, würde ich der auch trotz des Alters selbstverständlich bei dem Bodentraining verschreiben.

Ich denke, es ist wichtig, dass man das in geübten Händen macht. Also nicht jede Physiotherapeutin, nicht jeder Physiotherapeut kann das Beckenbodentraining durchführen. Wir sollten ne solide Ausbildung haben für dieses besondere Training und das umfasst dann zum Teil auch Elektrostimulationen, das sind so kleine Sonden, die in die Scheide eingeführt werden und die helfen können.

Wieder zu realisieren. Wo ist überhaupt mein Beckenboden, wie kann ich den aktivieren? Insgesamt ist das wie eigentlich ein sportmedizinisches Training, man macht ein hypertrophie Training, also man schaut, dass der Muskel wieder stärker wird und dass der auch reaktiv wird, also reagieren kann, wenn jemand hustet und lacht, das muss ja dann relativ schnell passieren. Ich versuche mich immer, wenn ich Pilates mache. Ich mache immer mit Hanteln und mit Gewicht, ich mache so ein Mischprogramm und.

Ich versuche mich da schon drauf zu konzentrieren, dass ich eben den Beckenboden trainiere. Ist, sie sagen, jetzt gehört das in die Hände? Na klar, bei einer starken Inkontinenz gehört das in die Hände von Physiotherapeuten, aber gibt es oder würden sie auch sagen, ja, es gibt auch im Internet, es gibt Onlinekurse, die dir da einige schon mal zeigen, wenn du vorbeugen willst, mach das mal.

Absolut also für jemanden, der kein Problem hat, der sagt, Ich will vorbeugen. Ich will dafür was tun, finde ich diese Internetkurse wirklich sehr gut und auch so Pilates Training und so, das ist wirklich was extrem gutes, wenn man sonst noch was zur Vorbeugung machen möchte ist es denke ich gut wenn man Übergewicht vermeidet und auch wenn man Verstopfung vermeidet, das sind so wichtige Sachen denke ich die für die Beckenbodengesundheit wirklich gut sind. Wenn jemand schon ein starkes Problem hat mit der Inkontinenz oder auch mit Senkungen.

Ist es manchmal nicht so hilfreich, nur einen Internetkurs zu machen oder auch nur nach Broschüren vorzugehen, weil ich denke, für diejenigen, die wirklich ein gesundheitliches Problem in dem Bereich haben, ist es wichtig, dass jemand kontrolliert. Machst du auch die richtigen Übungen, wenn ich Frauen untersuche, ufogynäkologisch und ich sage, spannen sie mal Ihre Muskulatur in dem Bereich an.

Da erlebe ich zum Teil, dass wirklich alles aktiviert wird, aber nicht der Beckenboden, zum Beispiel die Muskulatur von den Beinen oder die Muskulatur vom Gesäß. Also ich denke bei denen, die wirklich ein echtes Problem haben, ist es wichtig, dass man da eine Kontrolle hat, zum Beispiel auch über Biofeedback oder über die Physiotherapeutin, den Physiotherapeuten, dass die richtige Muskulatur richtig trainiert wird. Dazu kommt, habe ich gelernt, es gibt noch bestimmte Getränke, sie haben es ja eben gerade gesagt, Red Bull, aber auch viel Koffein im Kaffee, die ungünstig sind. Besser ist natürlich immer Wasser oder Kräutertee zu trinken, Alkohol kann auch ein bisschen fördern. Ganz, ganz stemmen.

Aha, noch was anderes. Jawohl, also der Alkohol, den erwähne ich noch mal ganz kurz, weil der macht eigentlich 3 Sachen, die für die Inkontinenz wirklich ganz schlecht sind. Der macht einerseits ne Entspannung von der Muskulatur, das ist vielleicht auch der Grund, warum wir den so gerne haben, aber der entspannt eben auch die Beckenbrückenmuskulatur wenn jemand schon n Problem hat ist es glaub ich nicht so günstig. Alkohol macht meistens nach einer Weile so, dass ganz viel Urin ausgeschieden wird, damit haben die Leute dann n Problem die schon ne reizblase haben, ich glaub das kann man auf dem Oktoberfest immer ganz gut beobachten, die erste Maße ist noch nicht so schlimm, aber.

Beim zweiten oder Dritten geht dann die Lauferei los und das ist der Grund, warum der Alkohol hier blasenprobleme wirklich verstärken kann. Koffein haben sie schon erwähnt, Teein natürlich auch, ist für die Blase nicht so gut und manche Leute mit so Reizblasenproblemen sagen mir auch, dass sie manchmal so ganz saure Getränke nicht gut vertragen, zum Beispiel so Orangensaft, oder?

Gewisse Weißweine, die viel Säure enthalten und die sollten das nach Möglichkeit meiden oder mit viel Wasser verdünnen. Beim beim Kaffee vielleicht noch n ganz kurzes Wort. Ich glaub es kommt meistens nicht gut. Veränderung von Gewohnheiten ist extrem schwierig, es ist ganz schwierig zu sagen, sie dürfen das gar nicht mehr trinken, aber wie gesagt, wenn ich auf dem Fiktionsprotokoll sehe 3 Liter Red Bull ist nicht gut 15 Tassen, Kaffee oder Espresso am Tag sind auch nicht so gut und da empfehlen wir einfach das.

Deutlich zu reduzieren oder mit Wasser nachtrinken noch zu verdünnen. Sie haben vorhin gesagt, Verstopfung vermeiden, wichtiger Punkt, denn das ist ja vielen vielleicht gar nicht so richtig bewusst, wieviel da so der Darm der Dickdarm halten kann an Stuhl, aber das ist natürlich Volumen und drückt dann auch wieder auf die Blase.

Ja, und vor allem bei der Verstopfung haben wir aus Beckenbodensicht nicht gerne. Wenn jeden Tag eigentlich wegen der starken Verstopfung fast wie ne Geburt stattfindet, weil der Stuhlgang so hart ist und die Leute zum Teil 5060 Minuten drücken müssen, wenn man so lange jeden Tag wirklich pressen muss, presst man sich auch die Organe nach unten und begünstigt auch Senkungen und Inkontinenz damit.

Das ist der Grund, warum wir Verstopfung nicht so gerne haben. Also jetzt haben wir ganz, ganz vieles diskutiert, was im Grunde auch dann unter ärztlicher Anleitung jeder machen kann. Jetzt gibt es neue OP Methoden auch, also neue Technologien würde ich gerne kurz noch darauf eingehen, Sie haben gerade im Vorgespräch gesagt, ja, sie legen heute auch so eine Schlinge, das wird natürlich nur bei starken Inkontinenzfällen gemacht, aber das wirkt offensichtlich. Jawohl, also die Schlinken kennen wir jetzt seit über 30 Jahren und die haben sich für die Belastungsinkontinenz sehr bewährt.

Wir möchten gerne, dass alle, bevor wir sie operieren, die sogenannte konservative Therapie gemacht haben, bedeutet also noch keine Operation, also der erste Schritt ist eigentlich erstens immer ein Beckenbodenmuskeltraining zu machen. Aber wenn die Patientinnen das gemacht haben und höchstens nach 3 Monaten, kann man das eigentlich abschätzen, ob das was bringt oder nicht.

Wenn die Patientin dann zurückkommt und sagt, ja, ich habe das gemacht, aber irgendwie hat sich die Inkontinenz gar nicht verbessert, diskutieren wir unter anderem so eine Kunststoffschlingeinlage, die mit einer Operation, die ungefähr 45 Minuten dauert, gemacht wird. Und wir rechnen da mit einer deutlichen Verbesserung in 80%, einer mittleren Verbesserung in weiteren 10% und ungefähr 10% Therapieversager. Aber so 80 bis 90% von Patientinnen, die auch längerfristig nach dieser Operation Kontinent sind und zufrieden bleiben, wie?

Funktioniert das? Da ist die Schlinge dann am Schließmuskel der Blase oder wo ist die? Die Schlinge liegt eigentlich, wenn das hier die Harnröhre ist, wie ein U unter der Harnröhre. Und wir haben vorhin über diese sogenannten Belastungssituationen geredet, also wenn von oben Druck kommt, wenn ich huste oder lache, wird dann die Schlinge hier die Harnröhre stützen und dazu führen, dass es keinen Urinverlust mehr gibt?

50% Erfolgschance das. Das ist ja was das. Ist anständig, aber wir haben nie 100% Erfolgsrate bei diesen. Operationen und Botox wie sieht da die Erfolgsrate aus? Jetzt habe ich gerade vor einer Sekunde gesagt, wir haben fast nie 100% Erfolgsrate mit der richtigen Indikationsstellung ist Botox sehr, sehr, sehr effizient, also da haben wir annähernd 100% Besserung von den Drangsymptomen tatsächlich.

Was beim Botox manchmal aber passieren kann, ist, dass es zu gut wirkt. Bedeutet, dass die Blase sich gar nicht mehr gut entleeren kann und dass die Patientin resturin haben für ne gewisse Zeit. Also in der Blase verbleibend ja. In der Blase verbleibenden Urin, der nicht gut rauskommt, je nachdem wieviel das ist, kann man das beobachten oder manchmal müssen die auch selbst katheterisieren, also die Blase mit einem kleinen Schlauch selber entleeren.

Betrifft ungefähr 5% derjenigen, die wir mit Botox behandeln. Und wo wird das Botox hingespritzt? Das Botox wird über eine Blasenspiegelung direkt in den Muskel reingespritzt mit so mit einer ganz feinen Nadel. O K. Ist also ein minimalinvasiver Eingriff, aber sehr, sehr filigran. OK, und jetzt gibt es, jetzt haben wir nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit, aber ganz kurz, weil das sicherlich wer nachliest sagt, Warum haben die darüber nicht geredet, stammzellentherapien werden diskutiert, PRP, also dieses Plate Late Rich Plasma und dann gibt es auch noch so neue Geräte die in die Vagina eingesetzt werden, die dann angesteuert werden können durch eine App, vielleicht können sie uns da

noch einen kleinen Überblick geben. Also eben, es gibt im Moment Zellen ganz kurz. Stammzellen sind in Erprobung, sind aber noch nicht für für die generelle Empfehlung zugelassen, sind im Moment nur in Studien erhältlich. Diese ganzen Devices, die es im Moment gibt, die mit Apps kombiniert werden, finde ich sehr schick und zum Teil auch sehr effizient für ganz viele von diesen Devices gibt es aber noch keine richtigen Studiendaten, die gezeigt haben, es bringt wirklich was.

Aber das ist so ein bisschen Ausblick in die Zukunft, denke ich. Kombination von künstlicher Intelligenz mit Devices, die die Patientin selber einsetzen kann und die dann zum Beispiel mit dem Telefon oder mit der Smartwatch spricht. Aber wie gesagt, da fehlen im Moment noch richtige Studiendaten, die machen, dass wir das wirklich empfehlen können.

Da muss ich kurz noch nachfragen, die die vibrieren dann in der Vagina oder was machen die, sodass sie die Blase adressieren? Es gibt unterschiedliche. Es gibt Devices, die leichten Strom lokal abgeben. Ich hab vorhin ganz kurz die Elektrostimulation erwähnt, das ist eigentlich das gleiche gewisse Stromstärken, die Gleichstrom sind beruhigen die blasen Muskulatur und es gibt aber auch die Vices die eigentlich das Feedback geben, ich aktiviere die richtige Muskulatur beim Training, die so Sensoren haben. Es gibt Vibrationen, die abgegeben werden von solchen Ringen, da gibt es auch eigentlich noch fehlende Studiendaten, die das unterstützen. Und es gibt auch Vibrationsplatten, auf denen man drauf steht, die den Beckenboden

aktivieren können. Also da gibt es eine extrem große Fülle von neuen Entwicklungen im Moment. Total spannend würde aber bedeuten, dass die Frau immer abends. Die rausnimmt die Devices aus der Vagina und morgens wieder rein tut, oder? In der Regel. Also ich bin sicher, ich überblicke nicht alle Devices, die es im Moment gibt, aber das ist eigentlich wie ne Pessartherapie.

Das sind so Hilfsmittel, die wir benutzen, die idealerweise morgens reingetan werden und abends rausgenommen werden können. Je nach Device kann das auch länger drin bleiben. Da muss man beobachten. Total spannend, aber ein Wahnsinnswichtiges und wie ich finde auch super spannendes Thema, nur so Zusammenfassung, weil ich meine der Podcast heißt Stay Young was können wir Frauen gerade wenn wir so über die 45 gehen, was können wir am besten tun zur Prävention? Übergewicht vermeiden ich denke bei den Getränken darauf aufpassen, dass man nicht zu viel Koffein und teein zu sich nimmt.

Und insgesamt denke ich, dass die Blase auch Stay Yang Jung bleibt, wenn man insgesamt eine gesunde Art von Ernährung und Bewegung hat. Ich würde vielleicht noch hinzufügen, aus eigener Erfahrung überhaupt erst mal lernen, wo ist mein spüren, wo ist mein Beckenbodenmuskel und absolut da, richtig. Einfach mal darauf achten, dass ich den auch ich mache das immer auf der Power Plate und das ist.

Ja genau. Power Plate ist so eine Möglichkeit, das ist so und Power Plate und die anderen Vibrationsplatten verstärken auch die Kontraktion vom Beckenboden. So, jetzt sind wir alle Spezialistinnen und Spezialisten. Ich hoffe, dass uns Männer auch zuhören für unsere Blase und die Drang und die Stressinkontinenz und wie wir das vermeiden können oder aber auch. Behandeln können.

Das ist wirklich eine eine super Reise gewesen in die Blase und und da und auch noch aus der Blase wieder raus haben wir so jetzt alles wichtige zum Thema Diagnostik, also Entstehung, Diagnostik, Therapie besprochen oder habe ich noch irgendwas Wichtiges vergessen zu fragen. Ich glaube nicht, nicht.

Ich glaube, wir haben das so in Kürze mal so abgehandelt. Aber ein Wahnsinnswichtiges und wie ich finde auch super spannendes Thema, nur so Zusammenfassung, weil ich hab vor 25 Jahren begonnen für die Darmkrebsstiftung in Deutschland mich zu engagieren, da hat niemand über eine Koloskopie sprechen wollen und bei einem großen Dinner hab ich dann bin ich von Tisch zu Tisch gegangen, hab gesagt wann haben sie ihre letzte Darmspiegelung gemacht, die Leute waren fertig.

Aber von da an hat sich es lag jetzt nicht an mir, sondern weil sich insgesamt die die Darmkrebsstiftung so unglaublich toll geschlagen hat. Ist das endlich enttabuisiert worden. Man kann wirklich sagen, hast, machst du das oder machst du es nicht. Und das brauchen wir für die Inkontinenz auch.

Vielen, vielen Dank für die tolle Aufklärung, sage ich der leitenden Ärztin, Urogynäkologie und stellvertretenden Chefärztin der Uniklinik für Frauenheilkunde des Inselspital, Bernd Professor Annette Kuhn. Es war toll, vielen Dank. Vielen Dank für das Interview. Alles wird gut, aber nicht von alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes. Wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen. Damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder youtube

ich freue mich immer über Feedback und weitere Fragen von dir. Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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