
staYoung - Der Longevity-Podcast· Folge 86
Masterplan Prävention Bayern – mit der Bayerischen Staatsministerin Judith Gerlach & Nina Ruge
Freitag, 3. Oktober 2025 · 41 min
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Shownotes
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Heute spreche ich mit Judith Gerlach, Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention in Bayern. Sie hat einen umfassenden Masterplan für Prävention vorgestellt – mit 108 Seiten, zehn Zielen und mehr als 250 konkreten Maßnahmen. Wir reden darüber, warum es höchste Zeit ist, weg von der Reparaturmedizin hin zur echten Vorsorge zu kommen. Judith Gerlach erklärt, wie Prävention in allen Lebensphasen verankert werden kann – von der Kita bis ins hohe Alter – und warum Eigenverantwortung dabei eine zentrale Rolle spielt. Außerdem erfahren wir, wie Bayern mit Partnern aus allen Bereichen des Gesundheitssystems neue Wege geht, um Prävention für 13,5 Millionen Menschen erlebbar zu machen.
In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen:
• Wie gelingt der Wandel von Reparaturmedizin hin zu echter Prävention?
• Welche Rolle spielt die Eigenverantwortung der Bürger für ihre Gesundheit?
• Wie können Präventionsketten alle Lebensphasen – vom Kleinkind bis ins hohe Alter – abdecken?
• Welche Bedeutung hat das Gesundheitswissen für Prävention und wie kann es früh in Kitas und Schulen gestärkt werden?
• Wie lässt sich die psychische Gesundheit in Zeiten von Krisen, Einsamkeit und Social Media fördern?
• Warum sind Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stressmanagement entscheidende Faktoren für Langlebigkeit?
• Wie kann die Mund- und Zahngesundheit durch einfache Maßnahmen wie Zähneputzen in Kitas verbessert werden?
• Welche Hürden verhindern, dass Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen stärker genutzt werden?
• Welche Chancen bietet die elektronische Patientenakte (ePA) für digitale Prävention?
• Wie können Stakeholder im Gesundheitswesen – von Ärzten bis Apothekern – enger zusammenarbeiten?
• Welche Impulse kann Bayern mit seinem Masterplan Prävention an den Bund geben?
• Wie können Präventionsprogramme kritisch evaluiert und auf echte Wirksamkeit (KPIs) geprüft werden?
• Welche Innovationen – wie ein Check für Schulessen oder eine digitale Präventionsplattform – werden Bürger zuerst erleben?
Weitere Informationen zu Judith Gerlach findest du hier:
judith-gerlach.de
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STY-243
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Willkommen bei Stay Young. Wie bringen wir Prävention in die breite Bevölkerung, wie schaffen wir es, dass die Menschen sagen, ja, gute Ernährung, das finde ich super, einen gesunden Schlaf, ja, ich liebe es, mich zu bewegen und mentale stressresilienz ich beginne, mich damit zu beschäftigen, aber ich finde auch Vorsorgeuntersuchungen toll und Impfungen, und ich mache das auch.
Also das heißt, wir wollen die Menschen befähigen, Selbstverantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen, und sie möchte das für sämtliche Bewohner in Bayern. Und sie hat auch den Hebel dazu, denn sie ist Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention und hat den Masterplan heute vorgestellt, den Masterplan für Prävention für Bayern. Judith Gerlach Herzlich willkommen bei Stay Young. Vielen Dank für die Einladung.
Ja, danke, dass wir hier im Gesundheitsministerium sein dürfen. Sehr gern. Ich hab mich so n bisschen natürlich mit dieser ganzen Thematik und schon seit vielen Jahren beschäftigt und ich hab festgestellt, ich kenne kein Land, auch kein Bundesland, das so ein Programm, ich sag es gleich mal 108 Seiten 250 Maßnahmen, Programme et cetera, das so ein Programm entwickelt hat. Sie sind Pionierin, oder?
Ja, Pionieren kann man schon sagen. Vor allem lösen wir ein, was wir eigentlich mit unserem Titel Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention in die Realität umsetzen wollen. Es soll nicht nur ein Titel sein, eigentlich ein reines Lippenbekenntnis, sondern tatsächlich ein Plan einer Strategie, die wir mit verschiedensten Partnern entwickelt haben und die wir jetzt auch in die Realität bringen wollen und umsetzen wollen, und das gehört dazu in der Politik eben, sich nicht nur Titel einfallen zu lassen, sondern im Bestfall, sie haben es schon erwähnt.
Sind 250 Maßnahmen, die dann das Ganze auch in Realität gießen? Für 13,5 Millionen Menschen ne im. Im Westfall, wenn alle mitmachen und sich anstecken lassen. Man sagt ja immer so schön There's no Glory in Prevention, ich glaube schon, dass da Chlorid drin liegt und dass man Leute auch begeistern kann für dieses Thema.
Wir sind diesen Präventionsplan nicht mit dem erhobenen Zeigefinger angegangen, es geht nicht um Verbotspolitik oder darum, dass jetzt jeder den ganzen Tag nur noch Brokkoli essen muss. Sondern wir haben versucht, mit verschiedenen Maßnahmen und den unterschiedlichsten Bereichen und damit auch mit den verschiedenen Partnern die Lebenssituationen auch abzuholen und die jeweilige Situation so auszukleiden, dass die Menschen in der Lage sind, in ihrem Alltag das auch annehmen zu können und es als ja ne intrinsische Motivation zu entwickeln, sich präventiver zu verhalten. Und ich hoffe, das ist uns gelungen. Aber es ist nur ein Startschuss, es wird weitergehen. Wir werden noch weitere
Maßnahmen auf den Wegbringen, mit Sicherheit in den nächsten Jahren und müssen auch auf gewisse Trends und Tendenzen immer wieder neu reagieren und das Macht das Thema aber auch so spannend, finde ich. Ja, there is Glory, aber da ist auch eine richtig brutale Notwendigkeit. Das ist 5 vor 12 und vielleicht sollten wir auch ein Wort dazu verlieren. Wir müssen weg von der Reparaturmedizin zur Prävention, warum ist es 5 vor 12?
Weil wir uns in den letzten Jahren, auch Jahrzehnten zu wenig Gedanken über die Gesunderhaltung gemacht haben. Wir nennen es zwar Gesundheitssystem, aber am Ende des Tages leben wir in einem Krankheitssystem wir Menschen werden krank und daraufhin wird versucht zu heilen und das ist aber meistens der Reflex, der sehr singulär für sich steht, es ist zu wenig Fokus darauf, wie können wir eigentlich.
Uns verhalten, um möglichst gesund zu bleiben. Das trifft natürlich nicht jeden Fall. Wir haben ne gewisse Genetik, manchmal ist es auch einfach schicksalshaft, dass wir krank oder auch pflegebedürftig werden, aber viele Erkrankungen sind einfach auch unserem Lebensstil geschuldet und die Erkenntnis, dass man sich gut bewegen soll und und sich gut ernähren soll, ich glaub, das haben viele, aber die Korrelation damit, dass wirklich viele Dinge auch Krankheiten auslösen.
Das weiß ich nicht, ob das jedem so präsent ist. Und ich glaube auch, dass wenn wir ein Umfeld schaffen und auch Rahmenbedingungen schaffen, innerhalb unseres Ökosystems, in dem wir leben, dass den Leuten dann leichter fallen kann, wirklich die beste, gesündeste Entscheidung in ihrem Alltag zu treffen. Aber auch, und das ist auch eine Appell dieses Masterplans Prävention, Wir haben eine Eigenverantwortung, wir sind auch selbst dafür verantwortlich, was mit unserem Körper passiert, ob wir ihn gut behandeln und mit Blick darauf, sie haben es schon gesagt, unser Gesundheitssystem steht sehr unter Stress, hat große Herausforderungen, aber auch ganz persönlich muss ich sagen, jeder von uns sollte ein Interesse daran haben, wir
werden immer älter, aber ehrlicherweise die Lücke zwischen der Lebenserwartung. Und der Gesundheitsspanne wird auch immer größer. Das heißt, das ist nicht unbedingt so, dass wir davon profitieren, dass wir immer älter werden. Wir sind auch länger krank und das kann sich in vielen Fällen verhindern lassen.
Und deswegen dieser Plan. Ja, am Ende des Lebens war jetzt gerade die große Statistik. Im Ärzteblatt sind die Menschen im Schnitt 11 Jahre lang krank und mit mehreren Krankheiten zugleich, und damit steht ja das Gesundheitssystem. Durchaus kurz vor dem Kollaps. Das meinte ich mit 5 vor 12. Jetzt kommt dieser Masterplan und sie haben gesagt, ja, das ist ein Plan, der hat ganz viele Master, der kommt nicht nur von ihnen und ihrer natürlich sehr kompetenten Abteilung hier, sondern der kommt aus ganz Bayern.
Können Sie uns kurz beschreiben, wie Sie die vielen Master zusammengebracht haben? Also uns ging es vor allem darum, nicht einen Plan zu schaffen, der jetzt nur. Irgendwie in der Arbeitsgruppe im Ministerium entworfen wird und dann in meiner Schublade schlummert und ich in manchen reden irgendwas von Prävention erzähle.
Uns ging es darum, möglichst viele Bündnispartner für das Bündnis für Prävention zu gewinnen und damit nicht nur die Expertise natürlich zu gewinnen für diesen Masterplan, um ihnen zu schreiben, sondern weil es ist ja nur der Startschuss, dafür zu sorgen, dass die Expertinnen und Experten unsere Partner auch in den nächsten Monaten und Jahren an unserer Seite stehen. Angebote machen, ihre Expertise einbringen, für dieses Thema werben, Sichtbarkeit schaffen für Prävention, für Gesundheit, für Gesunderhaltung.
Und das sind diese Punkte, die schaffe ich nicht alleine da, da wäre mein mein Appell auch als Politikerin glaube ich nicht ausreichend genug und deswegen brauchen wir diese Breite an Partnern, die. Verschiedentlich ging von anderen Staatsministerien, die wir einbezogen haben, über die Gesundheitsämter in Bayern, die die Gesundheitsregionen plus haben, bei uns in Bayern, die ganz nah vor Ort bei den Menschen sind und da natürlich Aktionen machen können.
Wir haben die Ärzteschaft, die Pflege, verschiedene Verbände, also im Grunde genommen alle, die im Gesundheitswesen eine relevante Stimme haben und damit sich natürlich auch einbringen können in vielerlei Hinsicht. Die haben wir eingebunden. Ja, ich kann mir vorstellen, was das für ein Prozess. War ein langer. Hat jetzt monatelang gedauert und auch viele Abstimmungsschleifen und so.
Also es war kein, es war nicht mit dem Fingerschnitten zu machen. Aber ich glaube, dass es sich trotzdem gelohnt hat, weil wir jetzt Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben. Und die werden extrem wichtig sein in der nächsten Zeit. Und da fand ich ganz spannend, ich hab die Vokabelpräventionsketten in ihrem Masterplan gefunden, also sie haben das Leben der Menschen, wie es eben so ist, vom Baby über das Kleinkind über den pubertären über den jungen Menschen, über den erwachsenen Menschen, bis hinzu dem im Ruhestand und dann den ganz alten, insofern, die brauchen alle unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Und dann für jede dieser Altersphasen gibt es Präventionsketten.
Sind da jetzt also genau diese Player alle mit eingebunden? Ja, an unterschiedlicher Stelle. Und uns geht es in diesen Präventionsketten eigentlich darum, die jeweilige Lebenssituation zu betrachten, aber auch den Lebensabschnitt, sag ich mal. Und der kann ja sehr unterschiedlich gestaltet sein, gerade bei sehr jungen Menschen wie im. Im Kindergarten, wo es darauf ankommt, dass die Zähneputzen richtig lernen.
Ja, und das hört sich jetzt nach einer Selbstverständlichkeit an, ist das aber nicht damit Aktionen anzudocken. Es geht weiter über die Schule, das Schulessen, dass wir uns genauer anschauen und verbessern wollen, bis hinzu, und jetzt mach ich einen großen Sprung, wenn wir selbst pflegebedürftig sind, hab ich so das Gefühl in Deutschland, dass wir dann die Möglichkeit haben, in ein stationäres Pflegeheim zu kommen. Dass aber der Anreiz zu sagen, ich komme da vielleicht auch wieder raus, gar nicht so hoch ist, das erlebe ich in anderen Ländern anders.
Die haben eher so den Ansatz zu sagen, wenn du da drin bist, heißt das nicht, dass du für immer pflegebedürftig sein musst. In manchen Fällen ist das so, aber in manchen eben nicht und dann kann man auch durch sportliche Aktivitäten ist völlig normal, dass wieso eine Art Fitnessstudio für die älteren Menschen dort vorhanden ist. Und was würde ich mir noch mehr wünschen, also solche Ansätze, wo man sagen kann.
Hey, da habe ich Anreize. Ich muss mich vielleicht auch nicht mit dieser Situation zufrieden geben, sondern kann einfach auch wirklich im hohen Alter echt noch was für mich tun. Ich finde es ganz wichtig, dass man den Fokus eben auf die verschiedenen Lebensphasen legt und dann auch für sich versteht. Das sind natürlich alles völlig unterschiedliche Präventionsmaßnahmen, die bis ins hohe Alter tatsächlich noch Prävention sein können.
So, und jetzt ist das Ganze so gegliedert, dass sie 10 Gesundheitsziele aufgeführt haben und dann noch. 10 unterstützende strukturelle Ziele, das, da kommen wir vielleicht später noch dazu. Ich wollte mir jetzt erst mal mit ihnen die 10 gesundheitlichen Ziele angucken, die wirklich breit gefasst sind und im Grunde alles abdecken, was wir brauchen. Nummer 1, das ist das Gesundheitswissen verbessern, das finde ich natürlich super, da bin ich mit meinem Podcast Day Jan ganz vorne mit dabei und sie beginnen da und da sind sie eben auch durch, die alles, was in irgendeiner Form mit Ausbildung, Bildung zu tun hat, ist da drin, sie beginnen in den Krippen.
Vielleicht beschreiben sie mal, was es alles bedeutet, wenn man das Gesundheitswissen verbessern möchte, und zwar von Landesebene aus. Da gibt es ja auch vieles, was der Bund einem da noch reinkreuzen kann. Es sind ganz unterschiedliche Sachen, weil sie jetzt die Kita angesprochen haben. Da geht es natürlich darum und ich greif noch mal mein Beispiel von eben auf mit dem Zähneputzen, das ist was ganz Essenzielles, und Prävention hat sehr dazu beigetragen im zahngesundheitlichen Bereich, dass sehr viele Menschen. Gar keine dritten Zähne benötigen und das wird immer besser, weil die Zahngesundheit der Menschen einfach besser wird aufgrund von Prävention.
Das den Kindern dort beizubringen wir haben ne Arbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit, die da sehr engagiert ist, die in die Kitas reingeht, wir wollen das noch verstärken und noch breiter ausbauen, dass junge Menschen einfach sehr früh lernen, wie gehe ich mit meinen Zähnen um, wir planen n Kinderbuch zu machen, das n bisschen ganzheitlicher gefasst ist. Da geht es um Ernährung und Bewegung, aber auch um mentale Gesundheit wie gehe ich mit?
Ja, der Digitalität, um die viele Vorteile für uns hat auch ein Gesundheitsbereich. Übrigens, ich bin da großer Fan davon, aber auf der anderen Seite eben auch dazu führt, dass viele junge Menschen sehr viel am Handy sitzen, eine komische Haltung entwickeln und ja mehr Freunde im Internet haben als in der echten Welt, und das sind einfach Themen, die müssen adressiert werden, darüber muss aufgeklärt werden, und da gehören natürlich auch viele Stakeholder in diesem Bereich dazu, die ausgebildet sein müssen.
Aber auch da bin ich wieder bei dem Punkt Selbstverantwortung, auch Verantwortung, nicht nur für mich persönlich, sondern auch für mein Umfeld. Und damit meine ich auch ganz klar die Eltern. Also es kann auch nicht nur sein, dass wir sagen, die Schulen müssen das jetzt alles abdecken und ihr seid dafür verantwortlich, sondern ich sehe, dass Eltern selbst mit der Möglichkeit wirklich Hilfestellung an die Hand zu bekommen, in der Pflicht auch zu schauen, geht es meinen Kindern da gut und sind die auch ordentlich ausgestattet, was ein gesundes Verhalten anbelangt.
Bleiben wir mal bei dem Beispiel Zähneputzen Eltern und dann eben Erzieher oder Lehrer. Die müssen ja im Grunde alle fortgebildet werden, sowohl die Eltern als auch die Erzieher als auch die Lehrer. Ist das überhaupt möglich, also jetzt allein, bayernweit? Ich glaube jetzt gar nicht, dass es unbedingt darum geht. Und da will ich die Hürde auch nicht zu hoch machen, weil wenn wir von Fortbildungen sprechen oder sagen, ja, jetzt müssen erst mal alle wieder fortgebildet werden und brauchen eine riesen Expertise, ja dann kommen wir da in 5 Jahren noch nicht hin.
Ja, ich glaube, das ist schon. Sehr viel an Wissen gibt, dass man noch nachhelfen kann an Materialien, dass die Möglichkeit, und deswegen war vorhin diese Aktion des Zähneputzens zusammen mit einem Seelöwen und einem Löwen, dann sind die unterwegs in den Kitas. Sehr niedrigschwellig angeboten werden kann und sozusagen die Eingangstür sein kann für die Kinder, für die Eltern, aber auch für die Erzieher.
Das zum Thema überhaupt zu machen, darüber zu sprechen, dass es wichtig ist, wie oft und wie putze ich meine Zähne, ich glaub, das ist viel wichtiger als viele theoretische Fachabhandlungen. Weil im Grunde genommen die allermeisten schon wissen, wie es funktioniert. Ich glaube, es braucht n paar tatsächliche Hilfestellungen und die können wir definitiv leisten.
Ja, und wenn man halt gesundheitswissen, das ist ja n riesenfeld, da haben sie echt noch was zu tun, das in alle Bereiche zu bringen, aber das ist natürlich auch wirklich n super schönes und endlich mal n positiv besetztes Feld, dann haben sie als zweiten Punkt die psychische Gesundheit stärken, in Krisen unterstützen, Einsamkeit verringern.
Riesenthema auch das beginnt ja bei sie haben es ja vorhin auch schon gesagt, bei Kindern, die süchtig sind nach Social Media und dann bis in die Depression. Dadurch gelangen. Aber das geht natürlich bis in der ins hohe Alter das Ganze auch noch niederschwellig, das die Vokabel niederschwellig kommt ja auch ganz oft und ich finde absolut elementar wichtig wie wie wollen Sie da dran gehen, psychische Gesundheit stärken. Ist tatsächlich n schwieriges Thema, aber 1. Das immer mehr Aufmerksamkeit erfordert von uns als Gesellschaft, aber auch von der Politik. Wir haben da einige gute Beispiele, die schon unterwegs sind, mit häufig auch Peer to peer Ansätzen, also das heißt, junge Menschen helfen anderen
jungen Menschen, weil wir dort gesehen haben, dass es einfach gut funktioniert und eben niedrigschwellig gut angenommen wird, auch von jungen Menschen, wir haben Krisendienste, die zur Verfügung stehen, falls wirklich krisenhafte Situation da ist. Die behandelt werden muss, wo Hilfestellungen gegeben werden müssen. Und so haben wir eigentlich ein ganzes Konglomerat an an guten Hilfestellungen, Unterstützungsangeboten, das ist OK.
Ich glaube, dass man da immer noch eine Schippe drauf geben kann, aber es geht mir vor allem auch darum, das Thema mentale Gesundheit, auch das Verhalten und Konsumverhalten von digitalen Tools, den ganzen Tag besprochen werden muss, das gilt für. Kleine Kinder schon für Grundschüler ich habe als Digitalministerin schon die App gefördert und herausgebracht. Wo ist goldi?
Das ist ein Goldfisch, den Kinder suchen auf einer App und dort den guten und gesunden Umgang mit dem Internet, mit Social Media, mit den Gefahren im Internet, ja lernen kann und aber auch einen einzelnen eigenen Elternbereich, wo Eltern verstehen, wie kann ich das eigentlich kommunizieren, wie kann ich ein Vertrauensverhältnis zu meinem Kind schaffen, um wirklich. Auch die Offenheit zu haben, wenn es dort Probleme gibt oder Mobbing oder man n ungutes Gefühl hat, wenn irgendwas passiert ist im Internet, dass mein Kind zu mir kommen kann, sowas zum Thema zu machen ist wichtig im Elternhaus, aber es ist eben auch wichtig an den Schulen, auch deswegen machen wir zum Beispiel den bayernweiten Präventionstag, der jetzt ab diesem Jahr zum ersten
Mal kommt, um auch solche Themen, nicht nur gesundes Frühstück und ne eigene Bewegungseinheit, sondern auch mentale Gesundheit. Breit zum Thema zu machen, offen zu sein, auch in der Schule n offener Raum für dieses Thema zu sein, dass man sich öffnen kann und eben nicht allein ist mit vielen Themen, die unsere jungen Menschen einfach auch aktuell sehr belasten. Ich komm gleich noch zu mehr der 10 Gesundheitsziele, aber mir geht jetzt auch parallel durch den Kopf, das ist ja eine eine so große Bewegung, die es eigentlich braucht, um durchs ganze Land zu gehen, um dann alle Stakeholder, wie es so schön heißt, mitzunehmen, die Eltern, die Lehrer. Die Apotheker, die Ärzte im Grunde, dass die alle diesen Switch machen.
Von ich gehe zum Arzt, wenn ich krank bin, sondern die sagen, Gesundheit und Prävention ist eine Lebenshaltung und die, die Leben wir in der Form noch gar nicht so sehr, aber die können wir vorleben, die können wir, was auch immer, wie wie können Sie jetzt diese ganzen Stakeholder für diese Vision einen gibt es gibt es so Meetings, gibt es Plattformen, gibt es irgendwas wo sie die. Einfach so emotional erreichen können, dass die für dieses Ziel alle gemeinsam brennen.
Also ich glaub wir haben die jetzt schon zum Brennen gebracht und wir hatten so das Gefühl und das war das Schöne am Anfang auch vom Masterplan, dass es ein positiv besetztes Thema ist in einem Bereich von Gesundheit, der sehr unter Stress steht und momentan nicht wirklich viele positive Ansatzpunkte hat und eher mehr Herausforderungen. Prävention ist ein Thema, wo viele einfach sagen, wir sehen es auch als positive Chance.
In der Zukunft auch was gut zu gestalten und deswegen haben wir da sehr einfach sehr viele finden können und haben eben dieses Bündnis für Prävention gegründet und damit ist es eben nicht nur ein Bündnis für einen Masterplan, der jetzt damit heute endet, sondern es ist ein Startschuss, sich weiter zu treffen, sich weiter zu überlegen, wie entwickelt sich das, wir haben ja auch einen Präventionsbericht.
Den wir aufsetzen werden jetzt in Regelmäßigkeit. Im nächsten Jahr soll der Erste kommen, das heißt, wir sehen bei dem Präventionsbericht auch ganz klar, welche Trends gibt es, welche Entwicklungen gibt es, auf was muss man reagieren, also zum Beispiel gerade bei Suchtverhalten ist wahrscheinlich, was wir heute diskutieren, in 5 Jahren nicht mehr das, was wir heute diskutieren, und da muss man drauf reagieren. Das heißt, solche Dinge einfach im Blick zu behalten, dort Bündnispartner an der Seite zu haben, die Mitarbeiten, das ist wichtig.
Deswegen wird dieses Bündnis weitergehen und natürlich auch verbunden mit der Realisierung unserer Maßnahmen, das bleibt ja jetzt heute nicht stehen, sondern es sind ja einige Dinge jetzt auch zu tun, die abgearbeitet werden müssen, einige sind schon im Gange und andere müssen einfach jetzt die nächsten Monate auf die Gleise gebracht werden und dafür brauche ich meine Partner. Ja, vor allem für diesen dritten Punkt. Der ist natürlich der wichtigste aus meiner Sicht, weil da so die Lifestyle Faktoren angesprochen werden, die so wichtig sind für eine gesunde Langlebigkeit, nämlich Bewegung, Ernährung, Stressmanagement, gesunder Schlaf. Da haben sie, so wie das ist, auch derdickste.in ihrem Plan nehmen sie vielleicht einfach
mal ein 2 Punkte raus, Schulessen vielleicht oder Bewegung in ganz Bayern, was sie da ganz konkret vorhaben. Wir können es natürlich nicht für die Menschen erledigen. Ja, ich kann mich für niemanden bewegen, ich kann auch niemanden dem Brokkoli kredenzen, das will ich auch gar nicht, aber da sind wir wieder bei den niedrigschwelligen Angeboten, die Möglichkeit zu haben in den Schulen, ich hab es vorhin schon angesprochen, viele Kinder sind einfach länger in den Schulen als es früher der Fall war, Ganztagsschulen und Co.
Das heißt, sie essen dort und kommen natürlich jeden Tag in die Berührung. Entweder mit gutem Essen oder mit nicht zu gutem Essen und da einfach zu schauen, zu sensibilisieren, zu gucken, wie kann ich gesund den Kindern ein Essen anbieten, dass sie dann auch essen? Ja, weil das ist ja natürlich auch so ne Frage, auch bei Kindern, die dann gleich wieder sagen, nee, will ich nicht ich.
Meine. Nudeln ja, genau, genau genau, aber das so gut zu kombinieren und attraktiv auch zu machen, dass Kinder verstehen und vor allem schmecken können. Dass es nicht die Pommes sein muss, die alleinig das Seligmachende ist, das ist sehr wichtig. Und wir haben uns vorgenommen, sozusagen einen Speiseplan Check anzubieten. Das heißt, die Schulen senden Ihre Speisepläne ein, von circa 4 Wochen, es wird analysiert und wird dann besprochen und wird Beratung gegeben, was könnten wir denn da besser machen, welche Ideen haben wir denn noch, um das Essen besser zu machen an den Schulen und noch mehr zu optimieren? Das ist das eine mit alles, was mit mit Schulessen zu tun hat. Wir haben da natürlich die
Bewegung, die sie auch angesprochen haben, ich glaube, dass natürlich jeder für sich selber seinen eigenen Sport finden muss, allerdings gibt es auch viele, die überhaupt gar keinen Sport mehr machen oder oder kein Hobby mehr haben und gerade die zu adressieren und zu sagen, man nimmt es auch sichtbar wahr, dass Menschen sich gemeinsam bewegen, auch, Stichwort Einsamkeit. Wollen wir ein Programm starten, dass wir auch finanzieren an den Gesundheitsämtern beziehungsweise an den Gesundheitsregionen Plus die wir flächendeckend in Bayern haben, die vor Ort sind bei den Leuten und Angebote machen können, also das heißt draußen in an öffentlichen Plätzen Sport zu machen, gemeinsam unterschiedliche Leute kommen zusammen.
Ein Trainer wird eben unterstützt, diese Trainingsstunde dann anzubieten. Aber es findet im sichtbaren öffentlichen Raum statt, dass wir uns bewegen, dass wir Spaß daran haben, dass wir das nicht alleine machen müssen, sondern auch die Möglichkeit besteht, Kontakte zu haben, die man ansonsten vielleicht nicht so hätte.
Das finde ich ne schöne Idee. Ich glaube ohnehin, dass wir viel mehr beim Community Management auch wieder Stichwort Einsamkeit. Noch sehr viel mehr Potenzial haben das mehr zu verflechten und da gute Angebote zu machen, die weit über die Nachbarschaft hinausgehen. Und dieses Sportangebot, was wir da machen sollen, das wird ein Teil davon sein. Das ist auch wieder klingt wahnsinnig schön und es ist so eine ein Mikromanagement dann für die Partner, die sie in den verschiedenen Regionen haben.
Es ist wahnsinnig, aber ja. Das Mikromanagement aber auf der anderen Seite glaube ich auch. Es ist eben auch die Chance, von Ort zu Ort zu gucken, was ist denn für unsere Stadt genau richtig, was haben wir noch nicht. Welches Klientel wollen wir da auch abholen? Ja, also die Kreativität da auch zu haben, wir haben sensationelle Gesundheitsregionen dort, die unglaublich engagierte Leute haben und die es uns ermöglichen, die Themen, die wir uns manchmal sehr theoretisch im Ministerium überlegen, wirklich 1 zu 1 und gut für die Leute zu übersetzen, das hab ich so sehr gemerkt in unserem.
Ja, der Frauengesundheit, was ich ja letztes Jahr hatte, das war alles toll, was wir hier gemacht haben im Ministerium. Echte Verwandlung hat es aber erst vor Ort gefunden, weil die gesundheitsregionen Aktionen Vorträge gemacht haben und ganz verschiedene Punkte wo sie echt die Frauen erreicht haben und dann wird da echt n Schuh draus. Ich wir können hier nicht alles, ich mein, es sind 108 Seiten, wir können das nicht alles diskutieren, ich sag nur noch n paar Stichworte, ein Rezept für Bewegung von Ärzten oder Wasser, ein gesunder Durstlöscher, Zugang im öffentlichen Raum, also überall Wasser trinken können und zwar als das einen dann auch bekommt, Ruhe und Entspannungszonen in Schulen kann ich auch gut, ich glaub
wenn wir das alles durchgehen, also stehen wir übermorgen noch hier. Mund und dann, da fand ich auch noch spannend das gesundheitliche Ziel Nummer 5. Mund und Zahngesundheit haben wir schon über Zähneputzen gesprochen, gesundheitliches Ziel Nummer 7, das liegt mir immer ganz besonders am Herzen. Vorsorge, Früherkennung und Impfung, das ist ja für viele, jetzt muss ich mich wirklich da in erst mal muss ich mich entscheiden, was wird mir denn von der Kasse bezahlt, will ich das jetzt machen, muss ich mir n Termin machen, das mach ich lieber nicht, was sind da für sie ganz wichtige Punkte? Vorsorge ist unfassbar wichtig und. Es wird ja einiges auch bezahlt von den Kassen und ich wäre schon so eine glückliche
Präventionsministerin, wenn alles, was angeboten wird, aktuell auch angenommen werden würde. Das ist leider nicht der Fall, also auch dafür mehr zu werben, auch dafür zum Beispiel die elektronische Patientenakte weiterzuentwickeln. Also ich glaube, dass es gut ist. Seit heute haben wir ja die Verpflichtung, die Daten in die elektronische Patientenakte aufzunehmen, und ich glaube, dass ein echt guter erster Schritt ist. Auch wenn wir momentan n großes Sammelsurium an PDFS haben. Trotzdem gibt es n Medikationsplan und anderes. Da ist aber so viel Potenzial drin, also auch zu schauen, wann wäre denn welche Vorsorgeuntersuchung bei dem jeweiligen bei der Frau oder bei dem Mann, wann würde das wieder anstehen?
Kann die EPA mich vielleicht darauf hinweisen, also sozusagen ne parallele Gesundheits app in der EPA die sagt. Du hast hier und hier in dem Alter übrigens eine Vorsorge, die dir bezahlt wird. Geh doch mal hin, mach einen Termin im Bestfall, vielleicht gibt es sogar eine gleich eine Terminvereinbarung, dasselbe gilt fürs Impfen, ich möchte meinen Impfpass digital auf meiner EPA drauf haben und ich möchte auch, dass die EPA mir sagt, Schau mal, hier steht eine Auffrischung an bei dieser Impfung oder auch wenn die Kinder mit drin sind, die nächste Impfung ihres Kindes, HPV zum Beispiel, die Impf. Quote ist schlecht in Deutschland, da kann ich Bayern definitiv nicht ausnehmen.
Also auch da zu schauen, wie können wir es denn den Leuten einfach machen sie zu informieren, aber dann auch so n bisschen zu natschen sozusagen hinzustupsen zu dem richtigen Verhalten und in der in der jeweiligen Bedarfslage den richtigen Weg zu laufen. Ich glaub da haben wir echtes Potenzial bei der EPA und können das sehr sehr gut ausschöpfen.
Jetzt muss ich wahrscheinlich Schluss machen mit den Zielen. Da gibt es noch 1. Dass sie unbedingt und gerne noch erwähnen möchten, dass Ihnen noch ganz besonders. Wichtig, vielleicht noch ein bisschen als sozusagen als Werbung. Wir werden nämlich den Präventionspool auf den wegbringen Anfang 2026 das bedeutet, alle Vorhaben aller Möglichkeiten, Maßnahmen, Aktionen, die Prävention betreffen und die Nonprofit sind, werden wir bündeln auf einer Homepage.
Und sozusagen ein Wegweiser aufzeigen, dass die einzelne Person möglichst schnell in ihrer Bedürfnislage die Prävention findet, die sie auch benötigt. Weil wir haben sehr viel, da ist sehr, sehr viel auf dem Markt, aber ich hab so das Gefühl, dass manche auch sehr überfordert sind und vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen, so ungefähr das wollen wir etwas kanalisieren und da eine Plattform machen, auf der man gute Informationen bekommt.
Also ein Riesen. Also Potpourris eigentlich kein nicht der richtige Begriff, ein Riesenangebot. Möglichkeiten für so viele, die im Gesundheitswesen, aber in den Schulen, die die Eltern und so weiter drin sind und die irgendwann mal verstehen, wie wichtig Prävention ist. Toll, sage ich mir auf der anderen Seite gibt es ja noch den Bund und seine Gesetze, und da geht ja manches eben nicht so ganz einfach, oder manches geht in die Belange der Krankenversicherer hinein oder eben, Stichwort Cannabisfreigabe und so, sie haben ein am Ende dieses Masterplans Impulse aus Bayern für den Bund. Fand ich jetzt cool.
Ja, das machen wir immer. In Bayern ist Tradition sozusagen. Genau lernt von uns bitte, was ist denn da so ganz wichtig an Impuls aus Bayern für den Bund? Es sind verschiedene Dinge und es sind Impulse und ich will es weniger als Forderungen verstehen verstanden wissen, sondern vielmehr als positiven Impuls und vor allem.
Als Mitstreiterin bei dem Thema Prävention, weil ich weiß, dass auch gerade der Bund, natürlich, wir diskutieren gerade viel über das Gesundheits und pflegesystem, und da gibt es sehr viele Probleme, und dann denkt er vielleicht der ein oder andere, ja, und jetzt kommt auch noch Prävention da, um die Ecke, ist ja nur so nice to have wir sind.
Weit davon entfernt, dass es ein nice to have ist. Wir müssen es wirklich ernst nehmen und wir werden auch in verschiedenen Punkten nur dann realisieren, wenn wir das wirklich deutschlandweit denken und nicht nur von Bayern. Deswegen ist es unser Impuls, unser Beitrag auch in diesem Bereich, zeigt aber gleichzeitig, wir müssen beim Bund auch tätig werden, es gibt ja das Präventionsgesetz, das steht vor der Novellierung, da wollen wir uns tatkräftig mit einbringen und haben einzelne Ideen, möchten damit ausgestalten, um vielleicht mal eine zu nennen.
Dass wir den Kassen die Möglichkeit geben, die Daten, die sie ja eigentlich haben, nicht nur zu nutzen für irgendwelche Abrechnungen oder so, sondern dass sie auch eigentlich ganz gezielt sagen können, wir geben personalisiert auch Hinweise für Vorsorge, ganz personalisiert, Hinweise für gesundheitsförderliches verhalten, ja, sei es Gewichtsreduktion, Bewegung und andere Dinge.
Also da gibt es viele Möglichkeiten, die man digital eigentlich auch zur Verfügung stellen könnte und die bisher noch zu wenig genutzt werden. Und das sind das sind Sachen, die die lassen sich auch gut umsetzen und ich glaube, da besteht auch eine Offenheit. Ja, aber die Offenheit ist dann relativ schnell vorbei, wenn es ums Geld geht.
Und da ist ja zum Beispiel, was die Kassenlandschaft angeht, ein wichtiges Thema, die, sagen wir, wir sind jetzt eh schon am Ende. Die Menschen werden immer älter, bleiben immer länger am Leben. Das Ganze kostet uns immer noch viel mehr. Jetzt sollen wir auch noch was für die Prävention ausgeben und es gibt schon n paar Länder, die gehen da wirklich sehr sehr interessant voran und lassen jungen Menschen auch schon Kindern bestimmte präventive Diagnostik zukommen und geben dann auch schon jüngeren Menschen.
Relativ umfangreiche Diagnostik so einmal so eine Herzdiagnostik, um zu schauen, wo sind deine Risiken, kostet Geld, wär das so in in dem Arrange, was sie auch durchaus gerne vom Bund, denn so was müsste ja dann eigentlich von ganz oben kommen, als Impuls geben wollten. Das sind natürlich schwierige Zeiten, gerade für die Kassen, und ich verstehe auch, wenn ich mit den Kassen spreche, dass mir viele sagen, also zum einen haben wir doch total viele Präventionsprogramme und zum anderen auch sagen, woher bitte, Frau Gallach sollen wir das Geld nehmen, wir stehen gerade total an der Wand finanziell, das verstehe ich gut, vor allem deswegen, weil man den Benefit, wenn wir jetzt mehr für
Prävention investieren, ja nicht morgen sehen, wahrscheinlich auch nicht übermorgen, und das ist grundsätzlich das Problem von Prävention, sowohl bei den Kassen, die sagen, was soll ich denn jetzt da viel Geld, ich spar mir nichts auf der anderen Seite und muss noch mehr Geld aufnehmen, wie auch für den einzelnen Menschen, der sagt, Oh jetzt hab ich mich da irgendwie 4 Wochen durch Sport gequält und hab mir Salat gegessen aber irgendwie merk ich noch gar nicht viel ja oder oder werde dann doch irgendwie krank, das ist natürlich häufig das Problem von Prävention, dass man es nicht sofort sieht oder vielleicht auch nicht sofort spürten auch finanziell nicht.
Nichtsdestotrotz glaube ich, dass unser komplettes System, das wissen, auch die Kassen, ein riesiges Problem haben wird, wenn wir weiterhin nicht auch es schaffen, in der Breite der Gesellschaft die Menschen nicht nur bei Vorsorgeuntersuchungen, sondern im allgemeinen gesundheitlichen Verhalten dorthin zu bringen, mehr auf sich zu achten, weil es dann bedeutet, und das wird besonders schwierig für die Kassen, dass wir zwar alle älter werden, aber.
Aber sie haben es angesprochen, dass wir mittlerweile 11 Jahre in Krankheit leben, im Schnitt multimorbid, dass das noch länger sein könnte. Und damit kostet es natürlich die Kassen extrem viel Geld also, das heißt, perspektivisch müssen, wir sind ja aus meiner Sicht gezwungen, da auch mehr Geld rein zuzulegen, aber es ist nicht nur eine Frage des Geldes und der Mittel, sondern auch. Wir müssen uns mal anschauen, für was wird eigentlich in der Prävention investiert?
Und damit mein ich weniger die Vorsorgeuntersuchungen, da haben wir auch noch ein 2 Ideen, die man noch anders machen kann, sondern vielmehr welche Präventionsprogramme gibt es. Also sich mal ehrlich zu machen deutschlandweit, wieviel Präventionsprogramme haben wir denn überhaupt, wen adressieren die, von wem werden die angenommen, werden die auch durchgezogen, also wirkliche KPIS mal zu formulieren und mal zu. Schauen oder Kurse?
Und ja, genau, wackelkopf. Das ist, das ist alles OK und es gibt auch tolle Präventionskurse und dann wiederum, wenn ich, wo ich mir denke, ja, weiß ich nicht, ob das so viel hilft. Aber mal ne Bestandsaufnahme zu zu machen und zu sagen, wir investieren da ja auch einiges an Geld. Hilft es denn wirklich und und hat das den Benefit und das Ergebnis, dass sich in der Prävention immer schwer messen lässt? Das ist mir schon klar, aber ziehen es die Leute Leute durch, erreichen wir den richtigen Adressaten am Ende des Tages. Oder geben wir da Geld aus und können dann sagen als Kasse, ja, wir machen da was, wir haben ganz tolle Präventionsprogramme, das ist schön, aber es muss uns dann am Ende auch was bringen und das Gefühl habe ich nicht in
den letzten Jahren, dass es da so viel besser geworden ist. Und das müsste man mal kritisch hinterfragen, dafür brauche ich nicht unbedingt frisches Geld. Ja, Geld braucht man vielleicht, um es denen zu ermöglichen, denen die Menschen glauben. Und das sind die Ärzte und Apotheker. Denen, deren Leistungen Beratungsleistungen ein bisschen zu bezahlen. Bisher ist es ja tatsächlich so, der Mensch geht zum Arzt, wenn er krank ist, und er wird vielleicht sehr gut beraten, auch in Präventionsfragen, und der Arzt bekommt dafür keinen Cent und dasselbe gilt für einen Apotheker bisher, wenn der, das ist ja eine wunderbar niederschwellige, wunderbar niederschwelliger Zugang, das wäre doch schon mal eine konkrete Forderung, die
vielleicht Sinn machen würde, dass sowohl Ärzte als auch Apotheker für ihre Beratungsleistung, denen man glaubt. Bisschen was verdienen. Also Ärzte werden natürlich schon für ihre Beratung bezahlt. Auch in dieser Hinsicht. Aber es ist natürlich immer, es lohnt sich immer finanziell mehr, wenn der Mensch krank ist.
Ne die sagen. Schon sie kriegen dafür fast. Nichts. Ja, und vor allem ist natürlich gehört auch zur Wahrheit dazu, dass wir jetzt auch mit Blick darauf, dass ein Hausarzt zentriertes System kommen soll, die Ärzte natürlich allerhand zu tun haben, die Menschen, die krank sind, überhaupt zu behandeln.
Das heißt, ich wäre sehr dafür, dass wir, und das hat dann am Ende natürlich auch was mit Bezahlung zu tun, diese Silos etwas aufbrechen und untereinander einfach auch schauen, welche Möglichkeiten haben wir im Gesundheitssystem, und es muss nicht immer nur der Arzt sein, der Dinge abnimmt, der verschiedene Maker feststellt, die einfach wichtig sind. Wer dann die jeweilige Beratung macht, das muss man dann immer noch dem Heilberuf überlassen.
Aber sie haben die Apotheker angesprochen, ja, auch da einfach zu sagen, man bezieht sie ein in Präventives, vor dem Arzt gelagertes Verhalten und auch Feststellungen, die einfach Sinn machen, die auch die Ärzteschaft entlasten und die Apothekerschaft dann noch mal in einer ganz anderen Art und Weise mit einbeziehen. Nina Wagner, Die Bundesgesundheitsministerin, hat da ja Vorschläge gemacht.
Die gerade auch sehr kontrovers diskutiert werden. Ich verstehe das auch, ja, aber ich sage auch ganz klar, und das habe ich sowohl an Ärzte als auch an Apothekerschaft adressiert, ihr müsst euch auch Gedanken beiderseits darum machen, im Bestfall gemeinsam. Wie wollen wir eigentlich auch die nächsten Jahre, wo die Bedarfslage der Menschen, weil sie immer älter werden, doch nicht geringer wird, das ganze System überhaupt noch halten können bei einem Aufkommen an Ärzten und Apothekern, das mit Sicherheit nicht mehr wird, weil uns die junge Generation einfach fehlt, also die Kapazitäten.
Und die Kenntnisse, die Skills, die wir haben in dem Bereich doch bestmöglich zu nutzen und dieses Stilos n bisschen mehr zu verschränken und auch gemeinsam zu denken finde ich ehrlich gesagt ziemlich clever und ich glaube, es muss in diese Richtung gehen. Mhm, sollten wir vielleicht allen Apothekern und Ärzten so eine kleine Botschaft an die Tür hängen, denn das ist ja wirklich sehr schade gewesen, dass diese Möglichkeit der Kooperation jetzt im Augenblick noch mit.
Noch nicht mal das Amt Handschuhen angefasst wird. Sie haben eben gesagt, wir haben noch Ideen für Diagnostik, für innovative Diagnostik, was ist denn das? Sie meinen beim Vorsorgebereich ja, also grundsätzlich sich mal zu überlegen, wo haben wir denn Vorsorgeuntersuchungen, die noch mehr Sinn machen würden oder wo wir n Beratungsbedarf sehen und den sehen wir zum Beispiel bei den Wechseljahren.
Wir haben ja ne große Wechseljahrkampagne gemacht während des Schwerpunktthemas Frauengesundheit. Und haben schon festgestellt und es war vorher auch schon offensichtlich, dass viele Frauen nicht gut informiert sind, dass auch die Beratungsstrukturen dort nicht überall gegeben sind oder man gar nicht weiß, dass man deswegen zum Arzt gehen sollte oder sich beraten lassen kann.
Also lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns überlegt, es sollte eine W 1 geben, also eine Wechseljahresuntersuchung, und wir erproben die jetzt zusammen. Mit der Professor Kichle, die das wissenschaftlich begleitet und einfach mal aufbereitet. Wie kann eigentlich eine dreißigminütige Wechseljahres Informationssprechstunde und Untersuchung aussehen, die einfach auch Sinn macht und die dann im Bestfall natürlich auch breit angeboten wird und natürlich auch irgendwann bezahlt wird? Cool, das ist ein Bedarf, der ist einfach unfassbar. Die haben ja eben gesagt, ja, man wird jetzt, sobald nicht die Effekte einer guten Präventions.
Praxis sehen können. Man wird es langsam spüren. Wann denken Sie, wird das erste messbar spürbar werden als Effekt in Bayern, wenn sie diesen Masterplan vom heutigen Tag an in die Breite bringen? Das ist schwer zu sagen. Da wäre ich Hellseher oder nicht ganz seriös, wenn ich das ankündigen würde. Ich glaube aber, wir können es ganz gut beobachten, weil wir einen Präventionsbericht ja planen. Wo wir verschiedene Trends.
Ich hab vorhin das Suchtverhalten angesprochen, aber da geht es zum Beispiel auch um wieviel Adipositas haben wir ja, wie entwickelt sich, wie entwickeln sich diese Zahlen, wo man sehr genau auch an Zahlen sehen kann, in welche Richtung entwickeln wir uns dort unten präventionsmonitoring, wo wir auch feststellen, welche Aktivitäten haben wir, sind die umgesetzt, wie werden die auch angenommen, auch immer wieder mal hinterfragen, da ist nichts in Stein gemeißelt auch.
Vergangene Aktionen, wo wir sagen wir, wir müssen es vielleicht anders drehen, wir erreichen gar nicht das Klientel, das wir erreichen wollen, ja, oder es wird nicht gut besucht oder es ist mehr Feigenblatt als sonst, irgendwas, also wirklich wegzugehen von, ja, wir machen ja was hinzu, wir machen wirkliche Angebote, die angenommen werden, wo die Leute sagen, es bringt mir was, und da bin ich dabei, und ich glaube, das ist dann schon irgendwann messbar, ob es 1 zu 1 messbar ist.
In der Prävention ist immer schwierig zu sagen, weil ob man was verhindert hat, lässt sich nicht feststellen, weil gewisse Dinge auch. Dem Schicksal natürlich überlassen sind. Aber wir können an Gewissen zahlen wie Adipositas zum Beispiel schon deutlich sehen, ob sich dort Dinge tun. Auch mentale Gesundheit lässt sich so nicht messen, in dem Sinne aber genügend Angebote zu schaffen und allein schon von von vielen Befragungen, ob man sich da gut aufgehoben fühlt und in ein Ökosystem eingebettet, wo man zur Not weiß, dass man sich Hilfe und Unterstützung holen kann, das ist wichtig und ich möchte, dass das die Leute in Bayern sagen können. Ja, und sie haben eben auch noch 2 der gesundheitlichen Ziele in ihrem Masterplan genannt.
Verringerung von Adipositas und Suchtverhalten ganz, ganz wichtig sie also wenn ich mir anschaue, in in Singapur, da nicht dieses die Menschen dort werden glaub ich von der Lebens und von der Gesundheitsspanne. Am ältesten der Welt. Und die machen schon seit vielen, vielen Jahren große Präventionsprogramme, also auf die über die Jahre zahlt sich das natürlich definitiv aus. Letzte Frage, was machen Sie für Ihre persönliche gesundheitliche Prävention?
Sie sind sehr, ich sag jetzt mal, nicht belastet, sondern einfach gefordert, bei ihnen könnte ich mir vorstellen, ist das Thema Stress ein Thema, aber vielleicht auch Bewegung, genügend Zeit für Bewegung zu haben, was machen Sie? Oh, einige Sachen. Also ist aller auf die Nummer 1 setze ich tatsächlich meinen Schlaf.
Man mag es nicht meinen als Politikerin, aber ich schaue, ich versuche wirklich wenig das Handy zu nutzen und nicht auf Social Media oder irgendwie rumzuscrollen diese Zeiten wirklich auf einem sehr. Kleines Minimum zu reduzieren. Ich schau keine Serien oder irgendwas, ich bin nicht so, ich hab gar keinen Fernseher, also ich schau wirklich, dass ich zu meinem Schlaf komm und dann, wenn ich natürlich bei der letzten Veranstaltung fertig bin, versuch irgendwie mich zu entspannen, aber eben nicht durch digitale Medien und dann n guten Schlaf zu haben. Mein Ring misst mich dabei und der zeigt mir regelmäßig, dass ich in der Lage bin n guten Schlaf zu finden, das ist für mich extrem wichtig und das
Macht auch meine Leistungsfähigkeit aus. Wenn ich am nächsten Tag nämlich immer sehr viele Stunden arbeiten muss, das gehört für mich dazu. Und ansonsten versuch ich natürlich von der Ernährung her und auch von der Bewegung her, da ist noch Luft bei mir nach oben, weil ich manchmal auch es gar nicht verändern kann oder verhindern kann, dass ich irgendwas esse, was jetzt schnell nebenbei gegessen werden muss, weil ich ansonsten gar kein Essen bekomme, um ehrlich zu sein, aber ich prappe sehr viel, das heißt, ich hab ganz viele Tupperware, die ich im Auto mit mir schleppe, weil ich vorher einfach mir versuche, gesundes Essen tatsächlich. Vorzubereiten und dann mitzunehmen, weil ich den ganzen Tag unterwegs bin oder teilweise
auch tagelang. Und da ist es einfach gut, wenn man gutes Essen dabei hat und Bewegung, das schaffe ich tatsächlich nicht jeden Tag. Ich versuche einigermaßen auf meine Schritte zu kommen und laufe mittlerweile künstlich Treppen hoch und runter. Hoffe immer, dass ich nicht blöd angeguckt werde, aber auch das hilft manchmal, wenn man n Tag hat, wo man einfach sonst gar nichts machen kann.
Ich versuche mehr Schritte zu machen und Krafttraining hab ich in mein Leben integriert, wobei ich sagen muss, das gelingt mir auch nicht so wie ich das gerne möchte, könnte man häufiger machen, aber manchmal ist es tatsächlich der Job ich hab noch 2 kleine Kinder, das ist nicht immer so ganz einfach es dann immer in der Regelmäßigkeit zu machen muss ich zugeben.
Also so wie ich Sie erlebe. Ich glaube, in Sachen Stressresilienz brauchen sie nicht weiter zu trainieren, da ist wahrscheinlich sehr vieles da, das. Stimmt, bin ich geschult. Und mir persönlich ist es wichtig zu sagen, vielen Dank, dass sie eine Stunde Zeit sich genommen haben für uns an einem Tag, der wirklich so voll gepackt ist wie alle anderen auch, um uns zu erklären.
Masterplan Prävention in Bayern heute Startschuss herzlichen Dank der Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gernach. Hat Spaß gemacht. Vielen Dank. Alles wird gut, aber nicht von alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen, damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder Youtube.
Ich freu mich immer über Feedback und weitere Fragen von dir. Alles wird gut, aber nicht von alleine.