
staYoung - Der Longevity-Podcast· Folge 87
Menopause & Hormone – Chancen und Risiken mit Prof. Petra Stute & Nina Ruge
Freitag, 10. Oktober 2025 · 56 min
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Shownotes
Heute spreche ich mit Professor Petra Stute, einer der führenden Expertinnen für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Inselspital in Bern. Sie ist Präsidentin der Europäischen Menopause- und Andropausegesellschaft (EMAS), ausgezeichnete Forscherin und leidenschaftliche Aufklärerin rund um das Thema weibliche Hormone. Gemeinsam tauchen wir in die spannenden Fragen der Menopause und Hormonersatztherapie ein: Wer profitiert, welche Risiken gilt es zu beachten und welche Alternativen gibt es? Außerdem sprechen wir über ihre aktuellen Studien, darunter die Menoflu-Studie, die den Zusammenhang zwischen Hormonen, Immunsystem und Alterung untersucht. Ein Gespräch voller Wissen, Klarheit und Orientierung.
In dieser Folge sprechen wir u. a. über folgende Themen:
- Sollte die Hormonersatztherapie allen Frauen in der Menopause empfohlen werden – oder nur bei Beschwerden?
- Welche Alternativen zur Hormonersatztherapie gibt es, um Symptome und Alterskrankheiten vorzubeugen?
- Können auch ältere Frauen nach Jahren der Menopause noch mit einer Hormontherapie beginnen?
- Wie stark ist das Brustkrebsrisiko durch bioidentische Hormone wirklich erhöht?
- Welche Kontraindikationen machen eine Hormonersatztherapie riskant oder unmöglich?
- Warum nehmen Hitzewallungen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-Risiko?
- Welche Rolle spielen Wearables bei der Erkennung von Herzrisiken in der Menopause?
- Können Hormone das Demenzrisiko senken – oder ist die Studienlage noch zu uneindeutig?
- Wie stark schützt eine Hormonersatztherapie vor Diabetes, Osteoporose und Darmkrebs?
- Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer Hormonersatztherapie?
- Gibt es ein Alterslimit für die Anwendung von Hormonen – oder können sie lebenslang genommen werden?
- Welche Rolle spielen Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Schlaf und Bewegung im Zusammenspiel mit Hormonen?
- Kann Yoga menopausale Beschwerden lindern und gleichzeitig Entzündungswerte sowie Herzrisiken senken?
Weitere Informationen zu Prof. Petra Stute findest du hier: menoqueens.com/about
Und hier geht´s zu ihrem Buch: amazon.de/Management-Menopause-medizinisches-K…
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Disclaimer:
Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin.
STY-233
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Willkommen bei Stay Young. Wechseljahre, Hormonersatztherapie und kein Ende, kein Ende der Fragen der Diskussionen ist die Hormonersatztherapie allen Frauen zu empfehlen, die in die Wechseljahre kommen, um das Altern zu verlangsamen? Um Alterskrankheiten vorzubeugen, gibt es da nicht wunderbare Alternativen?
Können ältere Frauen überhaupt noch anfangen damit? Und welche Beschwerden der Wechseljahre lassen sich damit überhaupt beheben? Mit der Hormonersatztherapie? Sie ist eine der führenden Forscherinnen zu all diesen Themen, ich weiß jetzt gar nicht, wie ich sie vorstellen soll, so viele Titelfunktionen hat, sie, ist echt wichtig, sie erhielt zahlreiche Forschungspreise und entsprechend wird sie auch gehört, in Podcasts, in Interviews, in Vorträgen. Sie leitet Fortbildungen und bildet jede Menge Studentinnen aus.
Außerdem ist sie unter anderem die Präsidentin der EMAS, der Europäischen Menopause und andropause Gesellschaft, also europaweit bedeutend. Hier ist die stellvertretende Chefärztin Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, will heißen, sie ist unter anderem Spezialistin für weibliche Hormone.
Am Inselspital in Bern Professor Petra Stute Willkommen bei Stay Young. Danke, dass Sie dabei sind. Ja, ganz herzlichen Dank für die Einladung. Also sie sind Top Expertin für Frauen in der Menopause und sie versuchen jede Frau zu erreichen mit ihrem Wissen und ihrer Erkenntnis. Ihr neues Buch Titel Management der Menopause, ein medizinisches Kochbuch für die Wechseljahre.
Da hätte ich jetzt gerne mal gleich ein Rezept für unsere Zuhörerinnen und Zuschauerinnen. Vielleicht erst vorneweg. Es ist tatsächlich ein Fachbuch, also kein Kochbuch im klassischen Sinne, sondern ein Fachbuch für Ärztinnen und Ärzte, die sich mit dem Thema Wechseljahre beschäftigen möchten oder vielleicht auch müssen und vielleicht eine gewisse Hemmschwelle davor haben, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und. Und deswegen war es mir ein großes Anliegen, das in einer gewissen Weise auch unterhaltsam und lustig zu schreiben und es eben tatsächlich etwas wie ein Kochbuch mit Rezepten aufzubauen.
Und ein Beispiel wäre zum Beispiel als Thema, kommt natürlich auch da die Kontrazeption vor, also Verhütung, und in der Tat brauchen Frauen in den Wechseljahren, wenn sie nicht schwanger werden möchten, auch eine Verhütungsberatung und. Und und häufig ist dann auch die Frage, ja, muss ich denn eigentlich überhaupt noch verhüten, wenn ich jetzt in den Wechseljahren bin und wie dieser Algorithmus aussieht, also was man an Labor bestimmen kann, welche Fragen man stellen muss, um das herauszubekommen und dann auch zu entscheiden, welche Art der Verhütung ist denn die Richtige. Das wäre zum Beispiel ein Kapitel in dem Buch. Ja, wahnsinnig wichtiges Thema.
Aber jetzt bin ich schon ein bisschen erstaunt. Sie sagen, Sie müssen die Ärztinnen und Ärzte, das ist ja vor allem die Gruppe, an die sie sich richten, und. Sie müssen die eigentlich so ein bisschen motivieren, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ist das denn noch so, dass ich höre das ja auch in der Schweiz, in Deutschland, ich höre das so breit, dass es so wenige Gynäkologe innen gibt, die sich für dieses Thema wirklich erwärmen und sich auch einarbeiten wollen in die neueste Forschung, muss man das noch tun und woran liegt das, sie noch motivieren? Also ich denke der wesentliche Punkt ist, dass eben im Rahmen der Facharztausbildung das ganze Gebiet der gynäkologischen Endokrinologie keinen großen
Raum einnimmt. Und deswegen ist für viele Kollegen und Kolleginnen das Thema Hormone und da geht es ja jetzt nicht nur um die Frage, welches Hormon verschreibe ich, sondern die ganze Lehre der Hormone im Buch mit 7 Siegeln und was viele einfach abschreckt und. Und wenn man etwas in der Facharztausbildung nicht so wahnsinnig gut gelernt oder auch vielleicht geübt hat, dann ist es oftmals verständlicherweise schwierig, dann auf einmal sich damit auseinanderzusetzen und diese Hemmschwelle, also, die möchte ich wirklich einfach gerne nehmen, dass man, wenn man das Buch liest, dann auch denkt, ach naja, so schwierig ist es ja doch nicht, und wenn ich eine Frage habe, dann finde ich da drin die Antwort. Ja, und Fortbildungen für
Ärztinnen und Ärzte machen Sie ja auch. Genau, es gibt gibt ja ganz, ganz viele Fortbildungsveranstaltungen. Es ist ja nicht nur von mir, sondern auch allgemein und von Fachgesellschaften. Also ich denke mal, da sind wir sehr hinterher, dass wirklich einfach das, was vielleicht in jüngeren Jahren nicht so ausgeprägt angeboten wurde, das eben dann doch auch anzubieten.
Ja, und vielleicht hilft ja unser Stay Young Podcast auch ein bisschen, wenn viele Ärzte und Ärztinnen hören und schauen den ja auch. Dann haben Sie noch was um ganz, ganz viele Frauen zu erreichen, nämlich diesen Non Profit Verein. Also geben Sie machen damit kein Geschäft meno Queens die Königinnen der Menopause, was können denn da unsere Zuhörerinnen mitnehmen?
Das ist eine Plattform, für die ich auch einen Verein gegründet habe. Dieses Jahr im Februar. Und im Wesentlichen gibt es jede Woche einen Newsletter. Ich schreibe also alternierend immer. Einen Newsletter für Laien und einen für Ärzte und Ärztinnen. Und der wird dann an alle, die sich dort eingeschrieben haben, dann verschickt, plus dass es eben auch noch weitere Informationen rund um die Wechseljahre auf dieser Plattform und Homepage zu lesen gibt, plus eben zusätzlich auch Webinare, die jetzt seit diesem Jahr auch im Angebot sind, plus auch ein paar Podcasts, die ich aufgenommen habe, eben auch zum Thema Minopause. Soll das Ziel ist wirklich, dass man, dass man einfach sowohl jetzt Frauen, aber natürlich
auch, wer sich sonst für das Thema interessiert, einfach dort auch immer to date Informationen bekommt. Kann man abonnieren und wir finden jetzt natürlich alles dazu in den Show Notes bei Stay Young. Auch die Information zum Buch. Aber was jetzt bei Ihnen noch das ganz Besondere ist, sie sind ja in der Forschung ganz weit vorne, sie machen jede Menge Studien.
Bei sich am Inselspital, gerade auch zur Hormonersatztherapie. Aber nicht nur, welches Studienergebnis zur Hormonersatztherapie hat sie denn in der jüngsten Zeit besonders fasziniert? Ich will vielleicht jetzt gar nicht unbedingt nur auf die Hormonersatztherapie abzielen, sondern das kann ich aber gleich auch noch sonst, sondern ich denke das Revolutionäre der letzten Jahre ist eigentlich, dass wir verstanden haben, warum wir eigentlich überhaupt Hitzewallungen haben und. Und was im Gehirn stattfindet, dass eben diese Symptomatik überhaupt auftritt und damit natürlich noch mehr auch das Verständnis da ist, wie es funktioniert, auf welchen verschiedenen wegen man eben beispielsweise Hitzewallungen dann auch behandeln kann.
Und da spielen natürlich die Hormone die allergrößte Rolle, nach wie vor, aber das würde ich sagen, ist, rein wissenschaftlich betrachtet ist das eine ganz, ganz große Errungenschaft der letzten Jahre, und das. Welche Themen ich sonst grundsätzlich, oder darf ich ja? Entschuldigung, dass ich wieder bei, aber darf ich da gleich bleiben? Das interessiert natürlich viele, es geht ja doch darum, dass das Östrogen auf diesen Temperaturfühler im Gehirn wirkt und auch eben, ich sag jetzt mal ganz plump, ausgleichend wirkt und wenn das Östrogen nicht mehr da ist, dann spielt der so ein bisschen Hampelmann.
Genau. Genau. Vielleicht können Sie das kurz noch und das Serotonin spielt da auch noch eine Rolle. Genau, also im Prinzip haben wir in unserem Gehirn ein thermoregulatorisches Zentrum, das dafür zuständig ist, die Informationen, die aus der Peripherie, also aus der aus dem äußeren Körperhülle und auch aus dem Körperkern, ans Gehirn zu melden.
Und das Gehirn gleicht dann quasi die gemessene Temperatur im Körper mit dem eigentlichen Sollwert ab, und sobald da eine Differenz entsteht, dann. Gen Mechanismen los, sodass eben entweder Hitze los geworden wird, zum Beispiel durch Schwitzen oder durch das Weitstellen der Blutgefäße. Oder natürlich auch, wenn man friert.
Der umgekehrte Effekt, dass man eben Wärme generieren möchte, zum Beispiel durch Zittern, das wären ja eigentlich so klassische Mechanismen und eben dieser Temperatursensor im Gehirn, der wird eben maßgeblich von den Hormonen, vor allen Dingen dem Östrogen mit. Beeinflusst und deswegen kann man sich das sehr gut vorstellen.
Wenn jetzt also auf einmal die Hormone in den Wechseljahren runtergehen, dass dann dieses Thermoregulatorische Zentrum etwas außer Rand und Band gerät und die Informationen, die dann oder die Reaktionen, die dann ausgelöst werden, quasi übertrieben sind, also auf der einen Seite das Schwitzen, das ist ja immer so das, was die meisten auch mit Wechseljahren assoziieren, aber auch frieren. Also es heißt, viele Frauen sagen ja auch, dass sie auch häufig frieren, und das gehört ja im Grunde zusammen. Das Schwitzen und das Frieren als Zeichen, dass die Thermoregulation durcheinander geraten ist. Ja, und jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht zu so einer super Botschafterin der Hormonersatztherapie werde. Aber natürlich, es ist erstmal
naheliegend zu sagen, wenn ich dann Östrogen zuführe, habe ich das wieder im Griff aufs, aber vielleicht gibt es auch noch andere Methoden, vielleicht kommen wir nachher noch dazu. Dann fand ich ein ganz wichtiges Thema. Es wird uns auch immer wieder, wenn wir zum Thema Menopause einen Podcast hatten, immer wieder als Fragen gestellt, die Angst vor Krebs und sie haben vor einigen Jahren ja schon in Deutschland und in den USA den Einfluss der Hormonersatztherapie auf gesunde Brustzellen untersucht, das heißt ja, man guckt, gibt es da eventuell Krebs oder andere Entgleisungen und was war denn das Ergebnis dieser Studien?
Entwarnung. Sagen wir mal so, es geht ja gar nicht immer nur um die Frage, findet man auf einmal Brustkrebs ja oder nein, sondern es geht auch oft um das Verständnis, was passiert eigentlich auf der zellulären oder auf der molekularen Ebene im Brustgewebe. Und ich hatte damals die Gelegenheit, in den USA auch an affengewebe Untersuchungen zu machen, und wir haben uns da mit dem Stoffwechsel der Hormone innerhalb der Brust beschäftigt und. Und haben geschaut, inwiefern sich dieser Stoffwechsel der Hormone in der Brust verändert.
Wenn jetzt Hormone von außen zugeführt werden. Es waren also alles Affen, die waren alle durch eine Eierstockentfernung quasi in die Menopause katapultiert worden und sind dann mit unterschiedlichsten Hormonen behandelt worden, man hat gesehen, das, was sich dann ja doch auch in den, sag ich mal Brustkrebsfallstudien widerspiegelt, das Östrogen plus Gestagen, also dem Gelbkörperhormon. Die die Hormonproduktion oder den Hormonstoffwechsel in der Brust am meisten antreibt.
Jetzt muss man natürlich sagen, das heißt jetzt nicht automatisch, dass das der Beweis wäre, dass da jetzt irgendwie das Risiko für Brustkrebs nur deswegen erhöht wäre, das wäre jetzt etwas, wäre etwas übertrieben, und wir haben damals natürlich, dass er jetzt schon einige Jahre her, auch die klassisch amerikanischen Präparate untersucht, also konjugierte equine Östrogene mit Metroxyprogesteron Acetat und.
Und das ist ja eigentlich überhaupt nicht mehr das, was wir schon seit Jahren eigentlich nicht, das verschreiben wir ja gar nicht. Das sind die aus dem Studienurin. Richtig, genau, genau. Okay also damals gab es eine erhöhte Prostitisrate. Also nicht eine erhöhte. Genau also die, die Studien an Frauen, das ist ja die berühmt berüchtigte Whe Studie, die hat ja das erhöhte Risiko für die Konygenequin Östrogene und das Metroxyprogesteron. Acetat gezeigt.
Bei mehr als fünfjähriger Therapiedauer. Aber es gibt ja immer noch dazwischen, also zwischen gesund und zwischen krank ist ja auch immer die Frage, wie kommt, wie kommt es dazu, was sind das für Mechanismen, die eigentlich in der Brust ablaufen, so dass das Endergebnis möglicherweise ein erhöhtes Risiko ist. Und das war das, was ich da zum Beispiel da in den USA mit den mit den Affen Untersuchungen dabei sein durfte. Ja, und die whe Studie hat ja auch indirekt ergeben. Ja, wenn man diese sehr hochdosiert, diese wertestuten Urin Östrogene gibt, dann steigt die Brustkrebsrate. Ich mache jetzt schon seit ja so um die 18 Jahre hormonersatztherapie, muss ich denn jetzt fürchten, Frau Professor Stute?
Um was? Um das Brustkrebsrisiko ja. Ich nehme bioidentische Hormone und beide Progestomon und Östrogen. Genau. Also es ist so, dass eben, eigentlich, muss man schon sagen, dass das Brustkrebsrisiko das einzige Minus auf der Pro und Contraliste der Hormonersatztherapie ist. Es ist aber nicht so ausgeprägt, das Risiko, wie man so oft vielleicht auch denkt, das heißt, wenn ich vielleicht so ein Rechenbeispiel einmal kurz erzählen darf, wenn man sich vorstellt, man hat 1000 Frauen, die sind alle nach der Menopause, alle sind so zwischen 50 und 59 Jahre alt und.
Und die nehmen jetzt 5 Jahre lang nichts. Und dann haben wir 1000 Frauen, die eben 5 Jahre Östrogen plus Gelbkörperhormon nehmen und man bestellt beide tausender Gruppen ein und fragt, Wieviel haben denn jetzt in der Zwischenzeit in den 5 Jahren Brustkrebs bekommen, dann werden in der Gruppe derer, die keine Hormone über 5 Jahre bekommen haben, 14 von 1000 die Diagnose Brustkrebs bekommen haben und in der Gruppe der Hormonanwenderinnen werden es 17 sein, also 3 zusätzliche Fälle. Jetzt haben Sie ja gerade gesagt, sie haben es schon ein bisschen länger, und da ist eigentlich so. Die längsten Daten, die man so hat, kann man sagen, dass eben bei 1000 Frauen, die zum Beispiel 13 Jahre eine kombinierte Hormontherapie
einsetzen, gibt es 10 zusätzliche Fälle und die Daten sind natürlich jetzt gemixt mit den verschiedenen Hormonenpräparaten und das, was man weiß von den bioidentischen Hormonen, ist, dass die etwas brustfreundlicher sind und. Man kann aber nicht sagen, dass sie nichts machen. Aber alles das, was ich jetzt gesagt habe, gilt für die Kombination Östrogen plus Gelbkörperhormon.
Östrogen alleine ist gar nicht so ein Problem. Aha, dann, dann lasse ich doch jetzt mein Gelbkörperhormon Weg. Ja, dann, dann haben sie leider dann ein erhöhtes Risiko, dass die Gebärmutterschleimhaut sich verändert. Deswegen ist das jetzt genau, also gebärmutterschleimhautkrebs kann entstehen, Enometriumkarzinom.
Und das will man ja nun gerade wirklich auch nicht deswegen. Natürlich kann man sagen, ja gut, jetzt mache ich noch die Gebärmutter daraus, dann habe ich das Problem ganz, aber aber das sagen wir mal so, das ist natürlich nichts, was man jetzt in der Praxis machen würde. Also ihrer Meinung nach oder Ihren Erkenntnissen nach ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko bei bioidentischen Hormonen und ein etwas noch höheres leicht erhöhtes Risiko, wenn ich eben progestion und Östrogen zusammen. Nehme interessant, weil es eben etliche Experten gibt, die Sagen, wie Professor Huber, den ich bei mir auch hatte, oder Dr. Puchter oder die Shila Delis, die sagten, nee, das kann man eigentlich nicht sagen, weil vor
allem der Professor Huber und Dr. Puchter, die haben darauf hingewiesen, dass Frauen, dass das in diesen Studien häufig gar nicht berücksichtigt wird, dass Frauen mit Übergewicht, Raucherinnen und Frauen mit einem Alkoholproblem sowieso ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, und das wird bei diesen Studien häufig gar nicht rausgerechnet. Es ist schon bei einer Hormonersatztherapie. Wird dann dieses Risiko noch etwas erhöht. Also es ist schon so, dass wenn man solche Daten auswertet, schon bezüglich sehr vieler brustkrebsrisikofaktoren adjustiert wird.
Das schon. Selbstverständlich gibt es sehr viele Brustkrebsrisikofaktoren und im Einzelfall wird man auch nie die genauen Angaben von den Frauen haben, wieviel Trinken sie denn jetzt nun wirklich? Wie wenig Sport machen Sie denn wirklich? Das sind ja auch alles modifizierbare Risikofaktoren, ist schon richtig, aber die in den großen Studien wird sehr darauf geachtet, dass eben für die typischen Risikofaktoren adjustiert wird, damit eben nicht alle Frauen auf einmal in einen Topf geworfen werden und was die Bioidentische Kombination angeht, das ist ja das, was sie auch haben, Estrogen plus Progesteron.
Da gibt es halt leider nur eine Studie aus Frankreich, das ist die E 3 n Studie. Das ist auch nur, wenn man so möchte, eine Beobachtungsstudie und nicht wo die Therapie zugelost worden ist. Und aus dieser Studie weiß man, dass eben diese Kombination der bioidentischen Hormon brustfreundlicher ist. Aber man kann nicht sagen, dass es nichts macht und zu dem, was. Sind jetzt wieder ganz viele verunsichert okay. Ja, aber ist ja, sage ich mal, wissenschaftlich alles nachlesbar.
Genau, ja. Würden Sie denn jetzt jeder Frau, die in die Perimenopause kommt, also in die ersten Anzeichen der Menopause, würden sie denn jetzt jeder Frau eine Hormonersatztherapie empfehlen, auch wenn sie keinerlei Beschwerden spürt? Ich hatte keine, aber eben ich war schon damals vor vielen, vielen Jahren von.
Begann ja auch tatsächlich die Erkenntnis zu wachsen, dass eine Hormonersatztherapie den Alterungsprozess deutlich verlangsamt. Das muss man natürlich abwägen, ja, und was was sagen Sie denn dann den Frauen, wenn die zu Ihnen kommen und sagen, ich habe eigentlich keine Beschwerden, aber jetzt, so langsam bin ich in der Menopause.
Also ich bin ziemlich pragmatisch, muss ich sagen. Das heißt, wenn jemand überhaupt gar keine Beschwerden hat, dann. Dann denke ich ehrlicherweise für mich, naja, früher oder später werden die Symptome schon kommen. Ist ja auch bei den allermeisten Frauen der Fall und das heißt, wenn jemand jetzt vielleicht die ersten Zyklusveränderungen hat, die Hinweis dafür sind, dass jemand in die Übergangsphase der Wechseljahre eintritt und vielleicht nur mal hier und da eine Hitzewallung hat, aber jetzt selber keinen großen Therapiebedarf spürt, da würde ich jetzt nicht die Hormonersatztherapie verpflichtend einsetzen.
Wenn aber wie gesagt, also meine Erfahrung ist eigentlich, dass früher oder später kommen die Symptome und und wenn das dann belastend ist, dann bin ich natürlich sehr schnell auch dabei, einen Hormonvorschlag zu machen, sofern natürlich da keine Kontraindikationen vorliegen. Ja, das ist jetzt spannend. Also offensichtlich sind für sie die Effekte der Hormonersatztherapie in Richtung Verzögerung des Alterungsprozesses.
Die sind für sie gar nicht so bedeutend. Also ich orientiere mich schon an der Indikationsstellung und nach wie vor ist die Indikation einer Hormonersatztherapie ist wechseljahresbeschwerden und natürlich in dem Moment, wo man über die Hormonersatztherapie nachdenkt, kommt hier automatisch die vorhin schon angesprochene pro und contra Liste quasi mit dazu und man hat natürlich, wie sie ja auch angesprochen haben, sehr viele Benefits, also man hat.
Hat einen Schutz bezüglich Herz, Kreislauf, Erkrankungen, wenn man eben innerhalb eines bestimmten Zeitraums um die Menopause drumherum mit den Hormonen beginnt. Der Knochen freut sich, der Stoffwechsel freut sich, das Darmkrebsrisiko wird reduziert, also man hat sehr sehr viele Bände. Kognition, Kognition, Demenz.
Besser, das ist noch nicht abschließend, sage ich mal, bestätigt ja, stimmt, aber das heißt also, man hat sehr, sehr viele Vorteile, das ist ohne Frage. Aber ich denke, wir dürfen nicht den Fehler machen, den wir in den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren und auch noch in den 90er Jahren gemacht haben, dass man gesagt hat, die Menopause ist eine Krankheit, und wenn es eine Krankheit ist, muss man sie behandeln und da sind wir ja tatsächlich seit der whe Studie von diesem Konzept, alle Frauen brauchen Hormone, sind wir weg, und ich denke auch, dass das richtig ist, weil es gibt kein Medikament, das. Die ganze Menschheit oder die halbe Menschheit verpflichtend nehmen sollte, sondern man sollte immer abwägen, gibt es eine Indikation, was hat man für
Benefits, die man zusätzlich davon hat. Aber man muss natürlich auch sich Gedanken darüber machen, was hat man für potenzielle Risiken. Das ist zwar, wenn jetzt jemand, sage ich mal, mehr oder weniger gesund ist, dann überwiegen ganz klar die Vorteile, das ist ohne Frage, aber es gibt auch einfach sehr, sehr viele Frauen, die haben einfach Erkrankungen. Und dann muss man einfach das noch mal genauer überlegen, ob deren persönlicher Benefit in Anbetracht ihrer Vorerkrankung auch wirklich noch so groß ist.
Ja, kurze Liste welche Vorerkrankungen sind es, die wo man dann aufpassen muss? Achtung, Möglichst vorsichtig mit Hormonersatztherapie. Also der Klassiker ist natürlich Brustkrebs. Also wenn jetzt jemand Brustkrebs in einer Vorerkrankung hat, so klar wäre das vielleicht spontan gar nicht, also weil man ja sagen würde. Wenn man sich fragt, woran sterben denn die meisten Brustkrebspatientinnen, dann ist das eigentlich Herz, Kreislauf, Erkrankungen.
Und dann könnte man natürlich überlegen, wenn wir doch jetzt mit den Hormonen da einen gewissen präventiven Effekt eigentlich erreichen können, sollten die Frauen das nicht eigentlich auch haben, aber das ist natürlich ein totales No go. Ja, also in Anbetracht der ganzen Leitlinien, die es international gibt, also das wäre, sage ich mal, die klassische Kontraindikation. Und natürlich auch, wenn jemand schon mal vielleicht einen Schlaganfall gehabt hat, eine Thrombose gehabt hat, einen Herzinfarkt gehabt hat.
Das sind jetzt alles Situationen, wo man, wenn je nachdem, wie ausgeprägt die Beschwerden sind, man meistens doch eigentlich hormonell auch was machen kann, aber wo einfach das abwägen ja ist das das, gibt es Alternativen, müssen es die Hormone sein, also wo man noch mal viel genauer hinguckt, und ich glaube. Das ist eigentlich das Wichtigste, dass man, dass man sich dessen bewusst wird.
Frau ist nicht Frau, es gibt Frauen, die haben einfach eine gewisse Vorgeschichte und die muss man einfach auch mit einbeziehen. Ja, das heißt nicht einfach, man braucht halt wirklich super ausgebildete Gynäkologinnen und Endokronologen, das ist im Augenblick noch nicht der Fall, deshalb sind eben. Ist für viele Frauen das Thema.
Ja, dann informiere ich mich halt möglichst über seriöse Quellen erstmal und gehe dann zu einem Arzt, der ein Ohr dafür hat. Die Frage, die auch ganz ganz oft gestellt wird, auch wenn wir einen Podcast wie jetzt mit Ihnen haben, Sie haben ja eben auch gesagt, optimal ist es die Hormonersatztherapie, wenn sie sagen, ja, das ist hier vernünftig und die Symptome der Menopause sind da.
Mit dem Einsetzen der perimeno Pause zu beginnen, wie erwischt denn jetzt eine Frau den optimalen Zeitpunkt? Also die perimeno Pause zieht sich ja über mehrere Jahre hin. Ist ja jetzt nicht die Frage. Wenn ich jetzt heute nicht anfange, dann habe ich morgen schon was ganz Schlimmes nicht, oder was habe ich irgendwas verpasst?
Also so ist es ja zum Glück nicht. Das heißt, in dem Moment, wo zum Beispiel Zyklusstörungen auftreten, die ersten Wechseljahresbeschwerden da sind und eine Frau vielleicht das auch als sehr beeinträchtigend empfindet, das kommt ja auch noch immer mit dazu. Viele, weil es gibt ja auch einige Frauen, die das gar nicht so entstörend empfinden. Wenn also diese Kombination da ist, man hat Symptome, es wird als störend empfunden, dann wäre das ein guter Moment, über die Hormone nachzudenken.
Und besonders nachdenken sollten natürlich die Frauen, die sehr jung die Menopause erleben, also vor 45. Da sind wir sehr da hinterher aus der ärztlichen Sicht, dass alle Frauen, die vor 45 die Menopause, also die letzte spontane Regelblutung in ihrem Leben erleben, dass die eine Hormonersatztherapie bekommen, weil für die ist es sehr gut nachgewiesen, dass, wenn sie das nicht tun, dass das Risiko für Demenz, Osteoporose, Herzinfarkt erhöht ist.
Ich höre daraus und schließe für meine Zuhörerinnen daraus, dass sie sagen, wenn ich einigermaßen moderate Symptome habe in der Menopause und dann so Durchrutsche ohne größere Einschränkungen, dann besser ohne Hormonersatztherapie bleiben. Ich habe nicht gesagt, besser ohne, sondern es ist ja immer, es ist tatsächlich.
Ich. Muss doch. Also ich meine, ich muss ja mit einer Patientin. Genau anschauen wo möchte Sie hin? Also ich mache bei jeder Patientin erstellen wir gemeinsam eine Wunschliste und ich frage die Patientin, was ist für sie an erster Stelle, was besser werden soll, zweiter 3.4. Und so weiter und dann überlege ich oder erzähle ich der Patientin, welche Möglichkeiten es gibt, um diese Ziele, die sie hat, zu erreichen und und es gibt Frauen, die einfach sagen, Sie haben irgendwelche Beschwerden, aber es ist ganz klar, ich will keine Hormone. Und dann bin ich natürlich jetzt nicht diejenige, die sagt, sie müssen, sie müssen sie müssen, sondern dann ist das für mich einfach ein ganz klarer Auftrag.
Sie möchte das nicht, dann muss ich mir überlegen, wie kriege ich denn die Ziele sonst erreicht, aber ich glaube, das ist eigentlich das Entscheidende, dass man sich bei jeder Frau wirklich fragt oder die Patientin das sagen kann, was möchte ich denn eigentlich, und wenn jetzt eine Patientin zum Beispiel sagt, sie hat eine Mutter, die hat, da hat sie erlebt, dass sie einen Knochenbruch aufgrund von Osteoporose hatte. Das ist eine ganz andere Motivation, die dahinter, die sagt, ich will auf keinen Fall so etwas erleben, selbst wenn ich nur, sage ich mal, eine Hitzewallung alle 2 Tage habe. Aber das will ich nicht und dann ist das für mich ein ganz klarer Auftrag, mit ihr zu überlegen,
okay dann sehen wir jetzt mal zu, dass das genau nicht passiert. Verstanden. Es ist halb personalisiert und differenziert und. Noch eine Frage, die ganz oft kommt und dann würde ich gerne noch zu diesen tollen Studien kommen, die sie machen. Viele Frauen eben, die die Menopause schon lange hinter sich haben, die sagen dann, ja, Nina, sollen wir denn jetzt überhaupt noch versuchen, mit einer Hormonersatztherapie anzufangen? Wir haben jetzt so viel davon gehört, auch was den Alterungsprozess Schutz vor Alterskrankheiten betrifft, und dann habe ich von anderer Seite anderen Medizinern gehört, aber natürlich auch nachgelesen.
Ja, da gibt es Rezeptoren auf den Zellen, die sich unter Östrogenmangel zurückbilden. Also östrogenrezeptoren. Kann man denn sowas überhaupt messen, ob bei einer Frau noch, sagen wir mal mit 60 eine Hormonersatztherapie sinnvoll wäre? Also auch da geht es wirklich um die die Ziele, die die Patientin hat.
Also wenn jetzt jemand, das gibt es ja tatsächlich, weil solange ja die Hormonangst vorgeherrscht hat. Gibt es schon einige Frauen, die vielleicht jetzt jahrelang nach der Menopause nichts gemacht haben und einfach gehofft haben, dass das endlich mal aufhört mit den Beschwerden und die kommen dann, obwohl vielleicht schon 10 Jahre seit der Menopause vergangen sind? Und Fragen kann ich da noch was gegen tun, dann ist aus der ärztlichen Sicht natürlich erstens die Frage, ist das, was sie an Symptomatik bietet, tatsächlich auf immer noch Wechseljahre oder Menopause zurückzuführen oder ist nicht eine andere Ursache eigentlich vorhanden und. Und wenn man aber zu dem Schluss kommt, ja, es ist tatsächlich immer noch das Ergebnis der
Menopause, dann kann man selbstverständlich, wenn jetzt keine Kontraindikationen vorliegen, das ist immer noch mal wieder wichtig, kann man selbstverständlich Hormone ausprobieren und schauen, ob das Ziel erreicht wird, und es ist wirklich wichtig, dass man mit dieser Zielfrage, dass man sich daran orientiert, weil wenn jetzt jemand zum Beispiel, ich sag jetzt mal irgendwie 65 Jahre alt ist, dann.
Hat 0 Wechseljahresbeschwerden und überlegt jetzt wegen der Knochen zum Beispiel noch mit einer Hormontherapie zu beginnen. Dann würde man einerseits sagen, ja, der Knochen freut sich immer, da freut sich auch noch mit 80, wenn dann ein Östrogen daherkommt, aber dann muss man wieder schauen okay was hat sie denn für ein Risikoprofil für Herz, Kreislauf, Erkrankungen? Ist es das wirklich, ist es okay jetzt mit was hormonellem zu starten?
Ich sage mal nur wegen Knochen und. Oder sollte man nicht ein anderes Knochenmedikament wählen? Kommt natürlich auch darauf an, in welchem Zustand die Knochen auch sind, es ist komplizierter als sie. Das Nein, sondern ich denke halt, eine Hormonersatztherapie hat ja nun auch gerade einen schützenden Effekt vor Herz, Kreislauf, Erkrankungen.
Ja, aber sage ich mal. Zumindest ist es aber so, wenn jetzt schon mehr als 10 Jahre seit der Menopause ohne Hormone vergangen sind, dann ist zumindest ja aus der whi Studie und auch aus dem Tiermodell, wie zum Beispiel dem Affenmodell. Bekannt, dass man da was jetzt die die Plaque Bildung angeht, an den an den Herzkranzgefäßen, die kriegt man nicht wieder weg.
Also das ist tatsächlich im Affenmodell sehr sehr gut gezeigt worden, dass wenn eine bestimmte Zeit ohne Östrogene dahin gegangen ist, dann ist da einfach ein gewisser Progress der Atherosklerose vorhanden und wenn dann das Hormon kommt, wird es das nicht rückwärts entwickeln. Aber es heißt aber. Trotztraindikation.
Genau, nee, eine Kontraindikation ist es auch nicht. Nee, das ist richtig, das ist richtig. Jetzt kommen wir gleich zu den Studien, aber was ich total spannend finde ist, dass eben manche, zum Beispiel Professor Huber in Wien oder Dr. Puchter in München, die sagen, ja, ich habe Patientinnen, die sind schon 80, die sind über 80, und die machen immer noch hormonersatztherapie, und denen geht es blendend, und die sind auch erkennbar jung. Ja, das ist jetzt natürlich nicht medizinisch formuliert. Was sagen Sie denn dazu?
Es gibt es gibt die Frauen, die habe ich auch, und das heißt, wichtig ist eigentlich nur, dass man jährlich, also angenommen, jemand ist da top zufrieden mit mit der Hormontherapie und dann ist die Aufgabe von uns Ärztinnen und Ärztinnen, diesen eigentlich die Frau zu begleiten, das heißt, einmal im Jahr macht man eine Bestandsaufnahme, fragt, gibt es irgendeine neue Erkrankung, gibt es irgendwie neue Medikamente, sodass wir vielleicht irgendwas anpassen sollten.
Möchten Sie vielleicht mal die Dosis irgendwie vielleicht reduzieren oder sollen wir so weitermachen? Also es gibt kein offizielles Limit, also es gibt keinen Zeitpunkt, wo ich sagen würde, so, ab jetzt gibt es kein Rezept mehr, das gibt es nicht und unsere Aufgabe ist das begleiten und eben zu schauen, ob das Risiko nutzen, Profil für die Frau immer noch günstig ist. Und in der Tat haben viele Frauen mit 7080. Noch eine Hormontherapie, die sollte dann möglichst aber die Östrogene transdermal, also über die Haut appliziert werden. Mache ich sowieso schon unter gut. Jetzt schauen wir uns den Alterungsprozess der Frau an, ohne Hormone also die geht dann, bei vielen geht es ja wirklich auf 0 mit den Östrogen und sie
haben gerade die Studie menoflu aufgesetzt und das finde ich wahnsinnig interessant, die nämlich untersuchen soll, ob Frauen nach der Menopause häufiger krank werden oder ob sie. Ob eine Hormonersatztherapie das Immunsystem länger fit hält? Die Studie läuft ja noch, vielleicht erklären sie die, und sie haben doch bestimmt auch eine Hypothese, was da. Genau.
Rauskommen könnte. Genau also, dass jetzt die Hormone einen Einfluss haben auf das Immunsystem, ist ja eigentlich schon sehr, sehr lange bekannt, weil zum Beispiel Frauen auch häufiger Autoimmunerkrankungen entwickeln als Männer. Aber wir haben in der Corona Pandemie eigentlich ziemlich deutlich gesehen, dass eben Frauen. Die nach der Menopause waren und keine Hormonersatztherapie hatten.
Dass die jetzt, etwas salopp ausgedrückt, genauso schlecht abgeschnitten haben bei Corona Infektionen wie die Männer und dass aber Frauen, die entweder noch gar nicht die Menopause hatten oder aber Hormone gehabt haben, dass sie besser abgeschnitten haben, das heißt jetzt nicht, dass die, sag ich mal von einer Corona Infektion gefeit waren, aber dass die Verläufe besser waren und auch die Sterberate günstiger war bei Frauen, die Hormone hatten und. Und das war dann eben so.
Die Idee für diese menoflu Studie, dass wir herausfinden möchten, ist das so, also haben Frauen, die keine Hormone haben, nach der Minopause andere Krankheitsverläufe bei Atemwegsinfekten als bei Frauen, die eine Hormontherapie haben und das Ziel ist auch, eine Art Frühwarnsystem zu entwickeln, das heißt, Wir haben also 200 Frauen mit Hormonen 200 ohne Hormone nach der Minopause. Die über 6 Monate in Wearable tragen, das heißt, die werden quasi nonstop getrackt, plus natürlich allen möglichen anderen Parametern, die wir erfassen. Und immer, wenn sie einen Atemwegsinfekt entwickeln, machen die einen Abstrich, wir gucken, was ist das für ein Keimprofil und wir erhoffen uns auch von den Wearable Daten, dass wir eben erkennen, ob eine
Infektion im Anmarsch ist, also wie eben ein Frühwarnsystem entwickeln zu können. Plus unsere Erwartungshaltung ist, dass die Frauen mit Hormonen weniger Infekte haben oder vielleicht kürzere Infekte haben und bessere Verläufe haben. Das ist die Hypothese. Genau das ist die Hypothese. Und man könnte dann daraus so ein Tool entwickeln, dass ein Pervarable warnt, dass ich eventuell jetzt gerade in so eine zumindest atemwegsinfektion Hineinlaufe richtig spannend, richtig.
Nächste Studie vorneweg habe ich da aber noch eine eine Frage, die ich gerade gestern in einer anderen Veröffentlichung gelesen hatte. Menopause, Hormonersatztherapie und Herzgesundheit, Frauen mit, das habe ich gestern gelesen, Frauen mit starken und lang anhaltenden Hitzewallungen haben ein erhöhtes Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko ist das richtig? Genau.
Also da gibt es in der Tat inzwischen sehr, sehr viele und gute Daten dazu, die eben genau das zeigen, dass Hitzewallungen nicht einfach nur nervig sind. Sondern dass Hitzewallungen wirklich einen Einfluss haben, eben auf die langfristige Gesundheit. Es gibt ja verschiedene Hypothesen, warum das so ist. Das sind ja alles noch Hypothesen, also noch nicht endgültig bewiesen, auf der einen Seite eben vermutet man, dass das autonome Nervensystem, also Sympathikus und Parasympathikus, die durch den Wegfall der Hormone ebenfalls verändert sind, dass das möglicherweise einen Einfluss hat auf eben Herzfrequenz.
Und Schlafwachrhythmus natürlich indirekt auch. Dann eben das ohne Östrogene mehr Inflammatorische, also Entzündungsfaktoren unterwegs sind, die sich ungünstig auf die Blutgefäßwände auswirken und auch auf das Herz auswirken und dass das quasi in der Summe dazu beiträgt, dass eben die Hitzewallungen eben auch als ein Zeichen der Disregulation.
Quasi mit den mit einem erhöhten Herz Kreislauf Risiko assoziiert sind. Also dass es gar nicht unbedingt nur sein muss. Hitzewallung macht Herz, Kreislauf, Erkrankung, sondern dass Frauen mit Hitzewallungen aufgrund der Regulationsstörung, dass das assoziiert ist mit einem erhöhten Herz, Kreislauf, Erkrankungsrisiko, aber es hat natürlich, medizinisch hat das natürlich wahnsinnige Implikationen, also weil man eben nicht einfach dann nur sagen kann und sollte. Naja, da warten wir jetzt einfach mal ein paar Jahre bis die Hitzewallungen weg sind, sondern dann wird das schon wieder, sondern dass man eben Hitzewallungen möglicherweise auch als frauenspezifischen Risikofaktor für Herz, Kreislauf, Erkrankungen
betrachten kann. Und dann sind wir natürlich da, wo sie eigentlich auch vorhin angesetzt haben, wenn das akzeptiert wäre, also Hitzewallung gleich Krankheit oder als frauenspezifischer Risikofaktor. Dann müsste man erst recht natürlich wieder an die Hormone denken, müsste aber auch beweisen, dass das dann auch durch die Reduktion der Hitzewallung durch eine Hormontherapie, dass sich das auch widerspiegelt in einer entsprechenden Reduktion von Herz, Kreislauf, Erkrankungen.
Sie müssen sich halt an die aktuelle Studienlage und Leitlinien halten und deshalb können sie auch gar nicht anders beraten. Dürfen sie auch nicht, da gibt es noch eine interessante Studie, die genau in dem Zusammenhang steht, die heißt Frauenherzen. Genau, und da wird ja untersucht, ob man wiederum, das finde ich auch für jede jede Frau so hilfreich, ob man per Smartwatch ist, also Wearables, Frauen mit einem höheren Herz, Kreislauf, Risiko erkennen kann. Richtig das, das finde ich so, bitte erklären und auch ob da wiederum Hormone Hormonersatztherapie auch eine Rolle spielen.
Der Hintergrund von der Studie die Frauenherzen Studie ist die. Dass wir im Grunde anders eigentlich als bei den Infektionen haben wir für Herz, Kreislauf, Erkrankungen, Risikokalkulatoren zur Verfügung. Die kann man online kostenlos benutzen, ist also eigentlich total leicht, in der Praxis, zumindest in der gynäkologischen Praxis scheitert es oft an der Zeit, dass man eben diesen Risikokalkulator für eine Frau ausfüllt, um das Risiko zu berechnen, und dann ist ja die Frage okay, welche dieser Parameter, die man für diesen Risikokalkulator braucht.
Welche sind eigentlich Arztabhängig und welche kann die Frau eigentlich selber in diesen Kalkulator eintippen? Und eigentlich ist die Erkenntnis, es sind eigentlich nur die Blutfettwerte, weil sie den Blutdruck, könnte sie ja immer noch selbst oder eine Apotheke messen und alles andere, ob sie raucht, ob sie wie alt sie ist, das weiß sie ja nun mal alles und deswegen war so die Fragestellung, ist es möglich mit Wearable Daten die Blutfettwerte zu ersetzen und.
Sodass man eben gar nicht mehr unbedingt den Arzt, die Ärztin braucht als Frau, um das eigene Herz, Kreislauf, Erkrankungsrisiko zu berechnen, sondern dass das eben auch Varible basiert möglich ist, sodass man, dass die Frau selber auch aktiv werden kann und zu sagen, Oh, ich erkenne, hier ist ein erhöhtes Risiko, ich gehe zur Beratung.
Was ich dagegen machen kann und es hängt nicht davon ab, ob wir als Ärzte und Ärztinnen Zeit haben, diesen Kalkulator online auszufüllen. Das ist der Hintergrund. Das ist jetzt natürlich wahnsinnig interessant, weil das könnte ja so weit gehen, dass wir ein Wearables haben und mir, egal was es jetzt ist, Armbanduhr oder Regen oder sagt, Achtung, Datenlage zeigt, dass du in einem ganz bestimmten Risikofeld bist. Genau das wäre das, wäre das Ziel. Und und dass es eben nicht und dass man sich dann auch proaktiv natürlich auf den Weg machen kann und dass es nicht davon abhängt, ob jetzt ein Arzt, eine Ärztin das für einen in den Computer eingetippt hat, um das auszurechnen. Das bedeutet wirklich eine eine
Demokratisierung der Risikobewertung. Toll. Demenzrisiko habe ich ja vorhin schon angesprochen, haben gesagt, ja, die Studienlage ist noch nicht so klar, dass wir sagen können, Östrogenabfall in der Menopause ist wirklich in einem klaren Zusammenhang mit der Entstehung von Demenz und Alzheimer.
Demenz. Die Studie ich habe da auch wiederum gestern eine gelesen, Frauen, die früh ihre Regel bekamen und spät die Menopause, die haben nachweislich jüngere Gehirne, also die. Ich sag jetzt mal die Östrogen halt in einem höheren Level haben. Das ist über Brain Age und andere auch bildgebende Verfahren auch herausgefunden worden als Frauen die jetzt ganz normal ihre ihre Regel bekommen haben und ganz normal so in dem Radius ihre Regel dann auch wieder verloren ist.
Das ist das richtig. Ja jüngere Gehirne mit Östrogen. Also die die Exposition. Die man oder andersherum, also die körpereigene Östrogen, Bildung, Produktion, Exposition hat einen Einfluss. Das stimmt also von gemäß der Studien, die sie auch zitiert haben, ist das mit einem geringeren Demenzrisiko assoziiert und und auch alles, was wir so aus Studien wissen, die eben vielleicht jetzt nicht direkt auf Demenz orientiert sind, sondern die vielleicht aus dem Tiermodell kommen, wo man schaut.
Wie gut arbeiten denn die Nervenzellen miteinander und wie sieht es denn mit den Hirnbotenstoffen aus? Also diese ganzen sogenannten präklinischen Studien, die sind eigentlich sehr eindeutig, dass die Östrogene einen Benefit bringen für das Gehirn und und ich mein Eindruck ist, wenn wenn ich jetzt so ganz grob die Studienlage angucke, würde ich auch denken, dass etwa 80% der Studien sagen, entweder sind die Hormone neutral oder von Vorteil, aber es gibt halt immer. Wieder Publikationen, die sagen, Moment, das stimmt nicht und das Demenzrisiko ist sogar erhöht und das geht eigentlich, muss man sagen, die letzten 20 Jahre hin her hin her und deswegen sagte ich vorhin, das ist noch nicht so wirklich eindeutig, dass man wirklich sagen kann,
Hormone schützen vor Demenz, das geht noch nicht, wenn man jetzt sich, sage ich mal sehr auf diese schon zitierten präklinischen Studien fokussiert, würde man denken. Doch da ist was dran und der der Benefit ist da und ich schreibe das, wenn ich da meine pro und contra Liste erstelle, schreibe ich das auch immer auf die pro Liste und sage dazu, aber hundertprozentig wissen wir das noch nicht und ich glaube das ist auch fair. Also es gibt Sachen wie beim Diabetes wie beim Darmkrebs, wo wir sehr gut wissen, der Benefit ist da Punkt oder beim Knochen und.
Und es gibt aber auch Gebiete, und dazu gehört eben auch die Demenzfrage, wo man es nicht hundertprozentig mit ja oder Nein beantworten kann. Was meiner Meinung nach auch logisch ist, weil Demenz ist ja ein Endpunkt, ja, der einfach Jahre nach der Menopause eigentlich stattfindet, das heißt, es ist keine Studie, ich gebe mal Hormone oder ich gebe keine, und 3 Monate später habe ich das Ergebnis, sondern ich muss ja Jahrzehnte quasi warten, um zu schauen, ob es kommt oder nicht kommt. Ja, und diese schreckliche Zahl, dass 70% der Alzheimer Patienten Frauen sind, die zahlt natürlich auch auf die Vermutung ein, da könnten die Östrogene eine deutliche Rolle spielen. Aber ich finde es auch natürlich
unglaublich wichtig und das ist gerade in Social Media eben eher verpönt. Wir müssen differenziert, wir müssen die Komplexität zeigen, wir müssen einfach offen sein und sagen, 100% wissen wir noch nicht, aber Tendenz ist die. Mhm, gut, Diabetes haben sie eben auch schon gesagt, gibt es eben auch starke Vermutungen, dass Östrogene, also dass Hormone die Entstehung von Diabetes Typ 2 verlangsamen könnten oder vielleicht sogar verhindern könnten.
Also das ist also Tropfen nachgewiesen. Also das heißt, da würde ich sogar sagen, man muss gar nicht mehr sagen, es wird vermutet, sondern da kann man wirklich sagen, es ist bewiesen, es gibt nicht eine Studie, die da irgendwie was anderes gesagt hätte. Also von daher hat man diesen Stoffwechsel Benefit, den hat man definitiv mit den Hormonen. Dann stelle ich jetzt die Frage, auf die sie wahrscheinlich nicht leitlinienbasiert antworten können, nämlich auf die Zukunft bezogen.
Welche Bedeutung kann denn die Hormonersatztherapie vielleicht zukünftig haben, um Alterung zu verlangsamen? Also ich mein Konzept ist eigentlich so, dass ich sage, es gibt ja diese sogenannten Lives Essential Aid, das sind so die Basis. Faktoren, an denen man sich orientieren sollte. Das ist gesunde Ernährung, Schlaf, gesunder Blutdruck und so weiter es gibt einfach diese 8 vor allen Dingen auf Herz, Kreislauf, Erkrankungen bezogen oder Prävention von Herz, Kreislauf, Erkrankungen bezogen Parametern an denen man sich orientieren sollte und es ist auch sehr gut gezeigt, wenn einem das gelingt, dass man dadurch sein Herz, Kreislauf, Erkrankungsrisiko und auch die Sterbewahrscheinlichkeit reduzieren kann.
Ich würde sagen das ist mal die Basis, die Hormone. Die helfen mir, diese diese 8 Faktoren auch erfolgreich anzugehen, weil die Hormone helfen mir beim Blutdruck, die helfen mir beim Stoffwechsel, bei den Blutfettwerten, die helfen beim Schlafen, die helfen mir auch, das Gewicht einigermaßen stabil zu halten, das heißt, die helfen mir auf dem Weg dahin, dass ich mich, dass es mir gelingt, diese Lives Essential eight auch zu befolgen.
Es bringt nichts, wenn ich die alle ignoriere und einfach nur auf der Couch sitze und sage, aber ich nehme ein Hormon, also das wird das alles nicht rausreißen, das heißt, man hat die Basis, die Hormone helfen und die helfen dann eben, wie wir jetzt hier auch besprochen haben, im Hinblick auf diverse chronische, nicht übertragbare Erkrankungen wie eben Osteoporose, Herz, Kreislauf, Erkrankungen, Diabetes, aber man muss was dazu tun, also deswegen ist das ist Hormone alleine ist nicht die Lösung, sondern. Es kommt dieses Paket der Life Essential Eight plus, die Hormone dazu und dann kann man noch überlegen, ob man noch ein paar Mikronährstoffe ergänzt.
Das ist meine Philosophie. Und da passt meine Langlebigkeitspyramide ganz wunderbar dazu, die ich Ihnen mal gehöre, nämlich die Pyramide hat diesen dicken Sockel der Lebensstilfaktoren genau und da drüber kommen dann Impfungen und auch Hormonersatzersatz wie auch Nahrungsergänzungsmittel, aber das ist schon schmaler. Und ganz oben kommen die Zukunftstherapien sie haben eben Schlaf angesprochen, und das passt sehr, sehr gut zu einer Studie, die sie jetzt planen.
Schlaf in der Menopause und da wird die Hormonersatztherapie verglichen, und das ist natürlich cool mit der Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie bitteschön erklären. Genau, also gerade in den Wechseljahren. In der Perimenopause haben bis zu 50% der Frauen Schlafstörungen und die offizielle Therapie der ersten Wahl für Schlafstörungen im Allgemeinen im Erwachsenenalter jetzt, egal ob Mann oder Frau, ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, und die Frage ist im Grunde bei Frauen in den Wechseljahren, was ist eigentlich besser oder sind die gleichwertig?
Weil das wissen wir natürlich aus zahlreichen Studien, dass eine Hormonersatztherapie in der Tat den Schlaf verbessert, und zwar nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv. Und die Frage ist eben. Könnte man, wenn jetzt eine Gleichwertigkeit von Hormonersatztherapie und kognitiver Verhaltenstherapie für insomnidia Therapie der ersten Wahl ist, wenn die Gleichwertigkeit gezeigt würde, dann könnte man ja vielleicht und hoffentlich die Empfehlungen bei Schlafstörungen zumindest bei den Frauen in den Wechseljahren etwas anpassen, weil im Moment steht Hormontherapie in nicht einer einzigen Leitlinie überhaupt nur drin. Genau das ist jetzt vielleicht mal das politische mit im Hintergrund.
Das, was wir in der Studie machen, ist, Frauen eben mit Schlafstörungen in den Wechseljahren zu randomisieren. Die bekommen also entweder eine bioidentische Hormontherapie, Östrogen plus Progesteron, oder Sie bekommen eine durch eine Psychologin oder Psychologin Instruierte kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie. Und wir haben noch einen dritten Arm, das ist dann die Gruppe von Frauen, die schlafhygiene, Instruktion bekommt und die das dann selbst durchführen darf.
Genau, also wir werden diese 3 Gruppen haben und werden dann schauen, wie kognitive Verhaltenstherapie und Hormone, ob das auf Augenhöhe ist. Können sie in einem Satz ein Beispiel bringen, wie die kognitive Verhaltenstherapie in diesem Fall arbeitet? Das ist eigentlich ein strukturiertes Vorgehen mit mehreren Sitzungen, das vor allen Dingen von Psychologen und Psychologinnen angeboten wird.
Ich persönlich kann es nicht, weil weil das ja gar nicht Teil unserer Ausbildung und unserer Therapie ist. Und. Und soweit ich weiß, gibt es eben ganz klare Elemente, was eben in diesen verschiedenen Sitzungen mit jemandem, der diese Therapie macht, was man erlernt und was man umsetzen soll. Ich habe es selber noch nicht gemacht, wie sie ja gerade merken und ich weiß einfach nur, dass das ein strukturierter Behandlungsplan im Grunde ist. Ergebnis ist, wann zu erwarten.
Ich denke mal wahrscheinlich so in einem Jahr. Anderthalb Jahre werden wir das fertig haben, also. Dann machen wir unbedingt den nächsten ersten, spätestens gut, eine Studie muss ich nur ansprechen. Ihre Studie gemeinsam mit der Schweizer Herzstiftung Ayenga Yoga Mein Lieblings Yoga kann bei Frauen nach der Menopause Entzündungswerte senken, Herz Kreislauf, Risiken senken und überhaupt menopausale Beschwerden senken und jetzt wird was wie untersucht. Das ist eine Studie, die mache ich zusammen mit einer Kollegin, die ist Kardiologin und auch selbst Yoga Ausbildnerin, das heißt, die ist sehr, sehr erfahren im Yoga und, und die hat dieses Programm, also der Yoga, des Yogas eben in dieser Studie auch zusammengestellt,
und wenn man so jetzt aus der Menopausen Medizin in Yoga Studien reinschaut und sich jetzt nicht explizit mit Yoga auskennt, so wie ich. Dann hat man meistens einfach nur das Ergebnis. Yoga bringt nichts gegen Hitzewallungen und das ist natürlich jetzt irgendwie sehr vereinfacht, weil ja in diesen Studien höchstwahrscheinlich auch verschiedene Yoga Stile eingesetzt werden und und deswegen war es uns hier wichtig, wirklich zu gucken okay wir nehmen einen Yoga Stil, der von meiner Kollegin favorisiert wird, von ihnen ja offensichtlich auch.
Und wollen wirklich gucken, ob damit die Hitzewallungen runtergehen. Und wenn wir jetzt noch mal wieder an das Konzept von vorhin denken, dass ja Hitzewallungen auch was mit Herz, Kreislauf, Erkrankungen oder zumindest dem Risiko dafür zu tun haben. Ist eben gleichzeitig die Fragestellung, ob wir in dieser Studie auch eine Veränderung von Entzündungsmarkern im Blut feststellen können.
Durch den Einsatz von Yoga. Und wir haben eine Gruppe, die eben Yoga durchführt und die andere Gruppe ist quasi auf der Warteliste. Bei denen machen wir genau die gleichen Messungen wie bei den Frauen, die Yoga machen, und wenn dann die Studie, also wenn die, die auf der Warteliste waren, dürfen wir natürlich später dann auch Yoga machen, weil sonst ist das ja. Gemeint ist das ja gemeint.
Genau, also da sind wir jetzt Ende des Jahres mit fertig, da bin ich echt auch sehr gespannt. Und nächstes Jahr werden sie veröffentlichen. Ja, also 2 Argumente für den nächsten Podcast. Vielleicht ganz zum Schluss das sind, das ist das Thema, das jetzt immer mehr in die Öffentlichkeit kommt, Arbeitsplatz, Arbeitgeber, unternehmen. Und Frauen in der Menopause viele Frauen reduzieren. Und da gibt es ja eine neue Studie, reduzieren ihre Stundenzahl wegen der Beschwerden, gehen sogar vorzeitig in Ruhestand etc.
Sie werden jetzt für die Schweiz mal als erste überhaupt erheben. Wie sieht das denn in der Schweiz aus und was vermuten sie ähnliche dramatische Zahlen wie in Deutschland? Ja, und das ist eine Studie, eine Umfragestudie, die wir zusammen mit der Frau Professor Rummler von Berlin. Durchgeführt haben. Die hat ja die entsprechende Studie in Deutschland durchgeführt.
Die Menu Support Studie und auch schon in Österreich und wir haben die jetzt in der Schweiz durchgeführt. Wir haben über 2000 Frauen 2500 Frauen rekrutiert, sind jetzt in der Auswertung und im September werden wir die ersten Daten auch in Zürich bei einer Pressekonferenz präsentieren. Die Erwartungshaltung ist selbstverständlich, dass die Schweizer die. Frauen nicht anders sind als die Deutschen und die österreichischen Frauen.
Und ich denke mal, der der besondere Wert von diesen Daten ist, dass man eben überhaupt für den deutschsprachigen Raum Daten hat, dass man auch vergleiche natürlich ziehen kann, ob es nicht doch vielleicht an gewissen Punkten Unterschiede gibt. Und und dass man dass eben Firmen in der Dachregion eben auch nicht fleißig rausreden können und sagen können, ja, ja, das sind ja immer englische und amerikanische Daten, ja, und das ist ja bei uns ganz anders, ja, sondern dass man echt auch einfach dann sagen kann, nein, das ist nicht anders und dass der Druck einfach größer wird, dass auch was gemacht wird von Firmenseite.
Und das ist ja auch tatsächlich der Fall. Die Unternehmen sind ja, oder viele Unternehmen sind ja sehr interessiert daran zu sehen. Wie gehen wir denn mit dem Thema um? Wie halten wir die Frauen in den gesund und und motiviert und glücklich, hoffentlich und im Arbeitsplatz, das wäre natürlich ganz, ganz hilfreich, wenn diese Diskussion durch die Ergebnisse dieser Studie auch angestoßen wird. Letzte, ganz allerletzte Frage, ich habe überlegt, was frage ich Sie denn als letztes, da habe ich gesagt, gehe ich mal auf die Metaebene nämlich, und frage nach uns Wissenschaftsjournalisten und Journalistinnen. Was wünschen Sie sich eigentlich von uns in der Berichterstattung über Menopause, aber auch über
Hormonersatztherapie? Natürlich? Letztlich geht es dann darum, wie kommunizieren wir die wissenschaftliche Komplexität der Forschung und Entwicklung, die eben häufig nicht so einfach ist, wie sie es in sozialen Medien gewünscht wird, und dann schwarz und weiß runter reduziert wird. Was wünschen Sie sich von uns?
Im Grunde eine ausgewogene Berichterstattung, weil wir haben natürlich jetzt Jahre hinter uns, wo die Hormone immer verteufelt worden sind und wo im Prinzip jede zweite Zeile immer war das Brustkrebsrisiko war, ist erhöht, sodass jede Frau das Gefühl hatte, wenn ich heute mit Hormonen anfange, habe ich morgen Brustkrebs, das Quatsch, ja, also das ist so, sag ich mal, das eine extrem, das andere extrem ist, wenn.
Wenn jetzt wieder so, und ich fürchte, das ist manchmal vielleicht etwas so, dass es heißt, Hormone wieder für alle, also das das ist, glaube ich, ich glaube, beide Extreme sind einfach nicht gut, sondern das sinnvolle ist eigentlich wirklich die individuelle Abwägung und deswegen auch, was die Berichterstattung angeht, dass man nicht in diese Extreme verfällt, sondern dass die Berichterstattung ausgewogen ist. Habt den Mut zur Differenzierung. Das ist wirklich Mut, so ein so Verschluss. Ich bedanke mich, wir haben jetzt lange gesprochen und ich bin mir sicher, dass alle Frauen, die sich mit dem Thema Menopause perimenopause, auch nach der Menopause um mit Hormonersatzserie etc.
Beschäftigen, dass die an ihren Lippen gehangen haben, weil so viel geballte Informationen so gut verständlich. Da bedanke ich mich auch im Namen aller unserer Zuhörerinnen und Zuschauerinnen. Die Professoren, die wahrscheinlich auch vom Namen her ganz, ganz viele schon gehört haben, vom Inselspital in Bern für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin.
Ganz, ganz herzlichen dank, Frau Professor Petra Stute. Und ich danke Ihnen ganz herzlich, Frau Roge, für die Einladung und für die Möglichkeit mitzumachen. Sehr gerne. Alles wird gut, aber nicht von alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen, damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder Youtube.
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