
Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 137
Folge 171 - Interview 127 - Annette
Freitag, 21. Juni 2024 · 1 h 19
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Shownotes
Ich spreche hier mit Annette.
Annette hat irgendwann erkannt, warum sie getrunken hat, was der Auslöser war.
Es gibt in diesem Gespräch viele erhellende Momente und ich kann sagen, dass ich mal wieder eine Menge gelernt habe.
Danke, liebe Annette.
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Was? Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch Aufbrause heute gibt es die 171 Folge und das 127 Interview. Ich sprach mit Annette. Das Intro wird heute mal etwas schlanker ausfallen, weil es schon ziemlich spät ist, mir die Augen brennen und du sicherlich gleich diese Folge hören möchtest an.
Hat gemerkt, in der ersten Ehe, dass sie, wenn sie trinkt, die Einsamkeit vergessen kann. Und sie hat gemerkt, dass sie mit Alkohol am nächsten Tag irgendwie besser funktioniert. Diesen Widerspruch klären wir auf. Annette ist jetzt in zweiter Ehe verheiratet, ist total glücklich, wirkt für mich wie das blühende Leben.
Es ist eine Freude, ihr zuzuhören, es war mir eine Freude, mit ihr zu sprechen und ich bin sicher, dass du aus diesem Gespräch eine ganze Menge ziehen wirst. Und auch in diesem Gespräch ist es wieder so schön zu erkennen, wie toll doch das Leben ohne diesen Scheiß Alkohol ist. Herrlich. Und jetzt will ich dich auch nicht länger auf die Folter spannen.
Lehn dich zurück, huckel, die Kopfhörer zurecht hier kommt. Annette. So. Hallo liebe Annette. Hallo lieber Kai, Guten Morgen. Guten Morgen, du hast mir eine Mail geschrieben, es ist gar nicht so leicht, einfach mal so eine Mail jemandem zu schreiben, der mich nicht kennt, genau, ist trotzdem getan.
Ja. Und das ist dir schwer gefallen im Nachhinein. Nee, ich hab es ja gedanklich schon eine Zeit lang vorbereitet. Also ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt zu schreiben, weil ich da im Podcast ganz gerne höre und dann auch immer wieder mitbekommen habe, dass du sagtest, du freust dich, wenn jemand mailt, wenn sich jemand mit.
Dir unterhält. Ja, und dann habe ich mir irgendwann ein Herz gefasst und gesagt, komm, mach einfach. Finde ich super. Ja. Ich weiß ja jetzt, das haben wir auch gar nicht lange uns vorher unterhalten. Ich weiß so gut wie nichts über dich, nur dass du Annette bist. Erzähl mal was über dich. Ja, also Annette. Bin ich 53 Jahre alt?
Und seit etwas über 2 Jahren in der Oam Gruppe. Also da habe ich, also bin ich über Natalie Drangekommen, Natalie Stüben und. Die 51 Jahre davor. Habe ich ja. Ich sag mal so vor mich hingelegt, ne, also ich lebe im im Ruhrgebiet, ich bin von Beruf Sonderpädagogin, mittlerweile seit über 10 Jahren Schulleiterin und. Eigentlich.
Wenn man das jetzt so von dem Bereich Alkohol sich anguckt, high Functional gewesen. Also ich glaube, es hat kaum jemand mitbekommen, dass ich sehr problematisch getrunken habe und daher würde wahrscheinlich jemand von außen stehend mich beschreiben als. Zielstrebig, sportlich, aus dem Leistungssport kommend. Und eigentlich auch dadurch, dass ich ja jetzt eine Leitungsfunktion habe.
Auch sehr gut funktionierend. Ja. Also Oamn, das ist ohne. Alkohol mit Nathalie, das ist eine geschlossene Gruppe, in die man nur reinkommt, wenn man das Programm, glaube ich, bei ihr gemacht hat. Ne? Genau also als ich angefangen hatte. Oder Nein, also als ich mir eingestanden habe, dass ich sehr problematisch trinke von dem Moment an, bis ich dann mich wirklich damit beschäftigt habe, aufzuhören, war ja noch eine Zeit.
Also es ist ja einfach auch so ein Lernprozess. Und zu der Zeit gab es noch die Facebook Gruppe und Nathalie und ihr Team haben dann an der App gearbeitet, die es dann ja jetzt gibt. Die Facebook Gruppe ist ja dann irgendwann geschlossen worden und. Ich glaube, die hieß auch die Facebook Gruppe hieß auch ohne Alkohol mit. Natalie Oml war auch eine geschlossene Gruppe, genau und jetzt ist es halt eine App die gar nicht mehr über Mieter läuft.
Muss man da was für bezahlen? Eigentlich. Mittlerweile ja. Also für das Programm sowieso dieses 30 Tage Programm gebucht und dann eben auch. Abstinenz stabilisieren. Und man muss auf jeden Fall, es gibt ja so live Klassen, die eben auch angeboten werden. Und ich meine, ich habe mitbekommen, dass man mittlerweile etwas bezahlen muss, weil ich wohl ganz.
Am Anfang schon mit dabei war. Ich nutze die live Klassen aber auch nicht, zahle ich nichts. Also ich kann es dir gar nicht hundertprozentig sagen. Aber keine falschen Gerüchte in die Welt setzen, oder? Nicht. Genau, ja. Das hast du für Leistungssport gemacht. Oha, ja, meine Frau, die kam auch aus einer Rudererfamilie, ihr Bruder.
Er war nominiert für Olympia und ist dann beim letzten Medizincheck leider durchgefallen und durfte dann damals dann nicht mehr mitmachen. Aber ich weiß eben, was rudern für ein schöner, aber auch für ein unglaublich harter Sport sein kann. Absolut, ganz genau. Ja ja, also. Wenn man da ein bisschen besser sein will als die anderen, da muss man schon richtig, richtig viel dafür tun, ne?
Ja, das stimmt. Also ich hab halt mit dem Leistungsschutzpunkt auch so ein bisschen was zu tun gehabt, daher weiß ich das auch, wie intensiv das ist. Und als ich halt noch in der Schule war, habe ich dann 6 mal in der Woche Training gehabt und das war so. Mein Familienersatz. Vater war Ruderer und da bin ich dann irgendwie dran gekommen. Meine Mutter war also, sie hatte Leichtathletik gemacht und turnen, das war nicht so meins, ich komme nach meinem Vater auch vom Körperbau her daher, das Rudern. Kann man so und so sehen.
Sehr gut. Wann hast du denn angefangen zu trinken? Ich denke mal zu Zeiten des Leistungssports wohl eher nicht, oder? Nein, überhaupt nicht. Ich habe, ich weiß nicht, ob man das sagen kann, sehr spät. Während des Studiums zum Beispiel war ich immer auch total diskret. Trainiert hab meinen Wecker auf 06:00 Uhr gestellt, war immer eine in den früheren Vorlesungen und bei Feten, bei denen ich mich nie besonders wohl gefühlt hab und natürlich mitgeschleppt wurde von wohlmeinenden Kommilitoninnen.
Schrägstrich Freundinnen habe ich immer nur. Wasser getrunken und ich habe mich nie besonders dazugehörig gefühlt. Hatte aber dann auch die Freiheit zu sagen, ich gehe jetzt wieder. Also ich wohnte halt auch in der Nähe, also ich wohnte ins Lindenwohnheim, also das war ja dann nie so weit. Als ich dann meinen mit meinem ersten Mann zusammen gekommen bin. Bin ich dann in seinen Freundeskreis mit reingekommen? Die.
Aus einer Gegend kamen, da wurde wirklich ja viel Alkohol getrunken. Es gehörte einfach total dazu, da war ich noch mehr die Exotin, weil ich halt dann auch mein Wasser getrunken habe und irgendwann. Weiß ich nicht, hab ich dann halt einfach mal was mitgetrunken und hab dann erst mal ausprobiert, was mir überhaupt schmeckt. Eigentlich schmeckte gar nichts, aber ne, also man kann ja dann schon noch n paar Abstufungen machen, was weniger scheußlich schmeckt und.
Wirklich sehr eklig. Genau, genau. Und was ich festgestellt habe, also sehr eklig, sind dann so die richtig süßen Sachen. Also es wurde natürlich auch Beeren von unserem Quatsch dann, also das war eben Emsländer Ecke und Augustfehn ist ja dann mehr so schon Richtung Jadebusen, also das ist so die Ecke, wo eben auch sehr viel getrunken wird, aber auch viele kurze, dann gab's den Gesprächsstoff dann bei Familienfeiern, der wurde dann auf den Tisch gestellt, das war dann irgendwelche gebrannten und kurzen und ich hab dann festgestellt, ja gut, das ist jetzt nicht so meins, daher fiel es mir nicht so schwer erstmal.
Zu widerstehen. Aber natürlich gab es dann auch irgendwann, ich sag mal, ganz normal Wein und Bier. Und dann? Habe ich irgendwie das Jever für mich entdeckt und so. Ich bin also so langsam dann irgendwann da reingekommen und hab dann auch festgestellt. Dass das wieso ein Weichzeichner war. Also ich habe. Eigentlich immer gehabt in irgendwelchen Gruppen, dass ich mich fast wie von außen stehen, so ein bisschen beobachtet habe und nie so richtig fallen lassen konnte. Ich habe mich nie so richtig dazugehörig gefühlt, auch nicht bei meinem ersten Mann, auch nicht bei der Familie, auch wenn es total schön war und ich das mir gewünscht hätte, es war einfach nicht so und wenn ich dann was getrunken habe, dann hatte ich eher das Gefühl ja
hier alles ganz schön und dann? Habe ich. Angefangen. Um mich abends etwas zu entspannen, weil ich ja dann wirklich aufgedreht hab, auch beruflich und ganz viel gemacht habe. Also neben dem Sport eben auch ganz viel an der Karriere gestrickt habe. Die uns auch dagegen entschieden hatten, Kinder zu bekommen. Das heißt also, ich hatte jetzt auch nicht so die Ablenkung oder dieses Zurechtrücken, wo Prioritäten gesetzt werden, habe ich dann eben abends etwas getrunken, um mich zu entspannen und.
Dann habe ich irgendwann festgestellt, dass es also jetzt nicht nur zum Entspannen gut ist, sondern auch um manches nicht mehr zu spüren, weil dann irgendwann nach 1314 Jahren ich gemerkt habe, also. Wir haben uns mein erster Mann und ich halt auseinander gelebt und wie man so schön sagt, Wir hatten halt unterschiedliche Schwerpunkte und ich fühlte mich alleine. In also alleine, wenn wir zu zweit waren und es waren unerträglich trauriges Gefühl und weil ich dachte, das zu fühlen, muss jetzt nicht sein, bringt da halt was. Dann fühlst du das nicht und überhaupt nicht gemeint. Dass ich dadurch diese Traurigkeit noch mehr verstärkt habe, bin ich dann in eine Situation gekommen, in der ich zu meinem Leben gehörend gehabt
habe, jeden Abend etwas zu trinken. Und als ich dann ausgezogen bin, also da waren wir fast 19 Jahre zusammen und ich hab dann irgendwann, also ich hab die letzten 34 Jahre, haben wir wirklich gekämpft und dann irgendwann festgestellt, nein, es hat keine Zukunft, also wir sind beide unglücklich, ich noch mehr, weil man erster Mann keine Gefühle zugeben konnte und auch nicht vielleicht auch nicht wahrnehmen wollte. Ich kann das einfach nicht mehr und ich bin dann ausgezogen und das war für mich dann erstmal so diese verletzte Übergangsphase jetzt erst richtig betäuben und.
Jetzt muss ich ja auch nicht mehr. Also ich hab dann auch nicht irgendwie den ganzen Tag, aber abends dann auch so getrunken, dass ich dann halt die Weinflasche auf dem Tisch stehen lassen hatte und nicht immer in der Küche, so wo man dann ja abends rumgekramt hat und dann immer mal so Glück genommen hat, um das dann nicht so zu zeigen.
Also ich bin überzeugt, mein erster Mann hat wohl schon gemerkt, dass ich was getrunken habe, wobei er seine 3 bisschen weizenbier jeden Abend auch trinkt, also das ist jetzt, da haben wir uns jetzt nicht so viel. Unterschieden aber er hat es denke ich schon gemerkt und ich musste da dann erstmal nichts mehr verstecken.
Nachdem ich dann ausgezogen war. Ist es nicht auch so, dass wenn man jetzt bringt, ob jetzt allein oder gemeinsam, in so einer Partnerschaft? Und ich stelle mir vor, man sitzt dann da auf dem Sofa? Lässt sich da so nach und nach volllaufen? Da ist ja auch irgendwann gar keine Kraft und gar keine Lust mehr dazu da, sich über.
Den Sinn des gemeinsamen Lebens unterhalten, oder? Das stimmt. Also wir haben im Prinzip. Den Zustand, dass wir gar nicht mehr so viel gemeinsam hatten. Ich sage jetzt mal dadurch weich gezeichnet, dass wir halt etwas konsumiert haben, was es da nicht erstmal in dem Moment erträglicher machte und so dieses über uns reden, das war hinterher eigentlich gar nicht mehr möglich.
Ich habe dann so meine sonderpädagogische Ader ausgepackt, weißt du also, wir können ja mal Kärtchen schreiben und nochmal aufschreiben, das war an den anderen toll finden und ähnlich war die Rede, muss das jetzt sein? Mach das doch mit anderen. Ist okay gut? Also da muss ich sagen, ich bin ja auch ein Mann, ja und weiß, ich weiß einfach, dass es sehr, sehr, sehr vielen Männern einfach schwer fällt, über Gefühle zu sprechen.
Das ist so, ja, also es war bei mir auch immer und ist auch heute. Immer noch nicht leicht in vielen Situationen. Ich hab es aber dazugelernt, das muss ich auch sagen, da hat mir auch meine Nüchternheit geholfen. Ja, dann mal. Tief Luft zu holen und zu sagen, OK, ich sag es jetzt ja, ich sag es jetzt einfach, wenn ich vorher gefragt werde.
Bereite dich drauf vor. Ja, ja, es ist aber ja, also ich, ich gehe jetzt nicht auf meine Freundin zu sadu ich muss dir mal was sagen, ich kriege es einfach dahin, ich weiß nicht warum. Aber unter Alkohol ist sowas. Also wenn artet sowas schnell aus und zwar in die falsche Richtung immer ja, dann sagt man Dinge, die man vielleicht nicht sagen will. Und das muss dann auch nicht die Wahrheit sein, sondern einfach aus dem aus der Laune, aus dem Gefühl heraus eine schlechte Sache.
Und mit meiner Frau damals habe ich immer gesagt, wenn sie mit mir reden wollte, habe ich immer gesagt, ja, mache wir, aber bitte nicht jetzt, wo ich was getrunken habe oder wo wir was gemeinsam getrunken haben, Linz und Glas war immer blöd. Damit konnte ich das manchmal so ein bisschen in die Länge ziehen. Das Gespräch aber Frauen haben da gerade so ein Gespür, die vergessen ja sowas denn nicht.
Die stehen auch immer wieder eingeholt und das war auch gut so. Aber. Was, was ich damit sagen will, dieses. Gemeinsam trinken oder auch wenn einer trinkt und dann ernsthaft reden, das funktioniert einfach nicht, ne? Ja, also das mit den Kärtchen und mit dem Miteinander reden. Dann habe ich schon eher nachmittags gemacht, wenn wir noch nichts getrunken hatten, so hinter in meiner verzweifelten Phase, das kann noch nicht alles gewesen sein und das mit dem Trinken war wirklich so, wir haben, wenn wir mit anderen zusammen waren, zusammen was getrunken, ansonsten wir haben wirklich hinterher, ich habe das irgendwann beschrieben, als wir haben in einer WG gelebt, also er hatte seinen Sport abends,
das heißt, er war dreimal in der Woche abends nicht da, da habe ich dann schon mal. So lange also ich habe da was getrunken und bin dann meistens so ein paar Minuten, bevor er wiedergekommen ist, ins Bett gegangen, weil ich keine Lust mehr hatte, ihn zu sehen. Dann. Wenn er dann abends da war, habe ich also total viel in der Küche rumgekramt. Wir hatten zwar so ganz oft einen Bereich, aber es war halt. Also jeder hat so sein Ding gemacht und in. Das war jetzt auch nicht so dieses. Man sitzt gemütlich auf dem Sofa, es gibt ja so Unterschiede.
Serien, die man sich vorstellt, ne und ein schönes Szenarium ist. Man sitzt gemeinsam irgendwie auf dem Sofa, trinkt zusammen etwas und redet irgendwann vielleicht auch nur Blödsinn oder guckt sogar im Fernsehen. Das haben wir gar nicht mehr gemacht und das war dann einfach auch so, diese Traurigkeit so am Anfang war das so ein bisschen so, so abstumpfen oder dieses Gefühl etwas.
Verwässern und es wurde dann immer mehr eine Traurigkeit, die ich dann auch noch verstärkt gefühlt habe, wo ich dann dachte, das kann doch gar nicht sein. Normalerweise müsstest du doch jetzt eigentlich durch den Alkohol das nicht mehr so merken und ich habe es überhaupt nicht zusammen gekriegt, dass ich da gerade ganz böse Sachen mit mir selber, dass ich nicht gut zu mir bin, ja so.
Genau ein schöner Irrglaube. Ja, wenn ich was trinke, bin ich gut zu mir, weil dann vergesse ich den Schmerz. Was ja auch nicht passiert in Wirklichkeit. Nein. Das ist, das ist ja leider auch so ein Irrglaube. Der einem nicht mal in der Werbung vorgegaukelt wird. Sondern. Ja, trinken willst du deine Sorgen los?
Nee, das machen die ja nicht. Das die Trinken die alle und haben keine Sorgen vorher. Schon genau. Ja, das stimmt, die haben ja gar keine Sorgen, die kennen ja gar keine Sorgen. Aber das ist ja ein Irrglaube. Ja, ich trink was und dann vergesse ich die Sorgen. Nee, und die bleiben ja selbst in dem, also die bleiben vielleicht für ein paar Minuten weg, aber die kommen dann ganz schnell wieder und holen einen ja auch ganz schnell wieder ein, dann wenn man dann auch nichts anderes macht, ja, wenn man jetzt irgendwie auf dem Jahrmarkt oder so und amüsier mich da mit angeschickertem Kopf, ist das ja was anderes als ich sitze zu Hause und guck an die Wand.
Das ist tragisch und das habt ihr über viele Jahre dann gemacht. Genau, und ich hab zum Beispiel ganz, also ich glaube schon, dass ich weitverbreitet gesehen werde, als die verträgt ja nichts, weil ich so gut wie überhaupt nichts in Gegenwart von anderen getrunken habe, weil ich immer total beherrscht sein wollte, und ich wollte nie die Kontonugs verlieren, und wenn, dann habe ich aber dann auch.
Hinterher, ich sag mal zwischendurch wirklich fast so eine Druckbetankung gemacht. Sollten wirklich jetzt aber ne, die anderen haben ja schon den Vorsprung, also das war also ja ganz heimlich dann ne. Und ihr habt dann augustfehn gewohnt. Da kommt mein user Mann her, die Familie. Und damit habt ihr nicht gewohnt, da auf der Ecke. Nee, also ich.
Ich bin zum Teil aufgewachsen, jedenfalls in der Ferienwohnung meiner Großeltern, da waren wir fast immer in Horumersiel. Ist ja auch nicht so weit weg irgendwie bei Wilhelmshaven, also nördlich von Wilhelmshaven. Jever da die Ecke und mein Ex Mann, dann eben augustfehn. Die Schwiegermutter kam aus Nordenham, Schwiegervater aus. Wie ich Wilhelmshaven, sondern Cuxhaven also. Wo habt ihr gewohnt zu der Zeit?
Wir haben dann schon, also wir haben uns in Dortmund kennengelernt und haben dann auch da gewohnt. Ah okay, also nicht irgendwo auf dem Platten Land, sondern. Nein, die Nordlicht. Verstehen OK. Mhm und hat. Denn hattest du denn zu der Zeit, als du mit deinem Mann zusammen warst? Hattest du da ein vernünftiges Netzwerk?
Freunde, mit denen du dich mal hättest treffen können, oder? Ich hatte ein vernünftiges Netzwerk, also einmal dadurch, dass ich ja im im Sport total involviert war, hatte ich da meine Gruppe. Mit der ich. Gemacht habe, wobei das alles auch relativ oberflächlich geblieben ist. Also da hat man jetzt nicht unbedingt großartig darüber geredet, dass es einem nicht gut ging, weil man immer dafür gesorgt hat, dass es einem gut ging, und sei es auch nur durch irgendwelche Siege, die man eingefahren hat. Ich hatte selten einen großen Freundeskreis, aber ich habe danach gelezt immer so die beste Freundin zu haben, also ich wollte immer etwas ganz Besonderes sein und ich wollte auch immer etwas ganz Besonderes
haben und ich hatte dann so wirklich auch gar nicht so erzwungen, sondern es war einfach so. Immer so eine sehr, sehr gute Freundin, mit der habe ich dann aber auch total viel gemacht und manchmal dann sogar so diesen inneren Zwiespalt gehabt, dass ich dachte, so, ja, aber eigentlich musst du doch viel tiefere Gefühle für deinen Mann haben als du deine Freundin so. Also das waren jetzt nur so dieses Zugehörigkeitsgefühl, also ich hatte ein Netzwerk, das. Das war okay.
Ich hab weißt du, ich hab gerade überlegt, also normalerweise wird man ja sagen, das Netzwerk ist die Familie, das war bei mir nicht. Mhm, aber jetzt muss ich noch mal fragen zu der Zeit, also mit deinem Mann auch als du schon getrunken hast, warst du im Sport engagiert, erstmal keinen Leistungssport mehr gemacht, sondern einfach Freizeit paddeln, oder? Genau.
Ich hab also leistungs mit dem Leistungssport habe ich aufgehört, da war ich 33 und da war ich schon 6 Jahre verheiratet und da habe ich bestimmt mindestens 3 Jahre vorher auch angefangen, dann eben an den Wochenenden und abends zu trinken. Aber nie an den Tagen, an denen ich trainiert habe. Und das war immer noch 23 mal in der Woche danach habe ich dann angefangen, also ich habe dann wirklich, ich bin auch so jemand, wenn ich dann irgendwie einen Entschluss gefasst habe, es reicht, jetzt mache ich einen total Cut, also so, und dann habe ich dann meine Achtermannschaft gesagt, so Mädels, ich möchte mich nicht mehr immer verabreden müssen, das wird mir jetzt zu viel, ich höre jetzt auf, ich fange jetzt an mit Marathonlauf, und dann
bin ich halt alleine durch die Gegend getreten. Und wer war das total Klasse. Dann hab ich dann also ich mein, da hab ich mir dann ja wirklich schön geredet, wenn man dann irgendwie ernst trainiert hat, das ist ja isotonisch, wenn man dann auch noch n Bierchen trinkt, ne Bierchen hörst du schon, das ist schon wieder die Verniedlichung, ich hab das einfach. Ja, vor mir noch nicht einmal rechtfertigen müssen, weil ich in, weil ich da noch nicht gedacht habe, ich müsste es rechtfertigen.
Es hat doch es haben doch alle irgendwie gemacht, gerade so in meinem Bekanntenkreis und wirklich, du weißt vielleicht selber Sportler trinken, also egal wo, das ist. Auch bei Leistungssport ist es so, die Trinken zwar nicht ständig, aber wenn, dann. Ja, das stimmt. Ja, also insofern, das habe ich gar nicht so in Frage gestellt.
Ich habe aber dann irgendwann gemerkt, als es eben nicht mehr um den Sport herum war. Dass das also ich, ich habe gemerkt, wenn ich angefangen habe, ich konnte nicht gut aufhören. Ich habe auch gemerkt, wenn wir mal abends verabredet waren, ich hatte schlechte Laune, weil ich wusste, jetzt kann ich überhaupt nicht mal.
Also ich sag mal meinen meinen, meinen Turnarm drehen, sondern ich musste ja dann irgendwo anders sein und was mich total langweilte, und das tut es eigentlich immer noch, mich irgendwo mit jemandem. Das Perron treffen, da muss ich sitzen, da muss ich essen, dann muss ich also das finde ich total langweilig so ne. Und, und das Waren war nicht oft, aber es kam halt auch vor. Ja zum Sport und Alkohol, da möchte ich auch was sagen. Ich hab ich damals im Marathontraining war, da habe ich abnehmen wollen und dann habe ich wenig gegessen, ich habe das glaube ich, auch schon mal erzählt, ganz wenig gegessen und habe dann nach dem Laufen schön mal einen Rotwein getrunken oder 2 oder 3.
Und ich habe isotonisch. Beim Wein nicht so. Ja, aber vom Bier habe ich gedacht, nehme ich zu. Ja, vom Wein nehme ich ja nicht zu. Also wenn ich jetzt 2 Wein trink, sind das 4 Bier. Ja, also so habe ich die Rechnung aufgemacht. Ja, also wirklich. Und was mir damals nicht klar war, und da habe ich wirklich, ich glaube, da war ich sogar schon nüchtern, als ich das überhaupt erst begriffen habe, und ich habe das auch schon häufiger gesagt, ich habe immer geglaubt, wenn ich trinke, denn zerstöre ich ein paar Gehirnzellen, aber ich habe ja so viele, da könnte ich ja 1500 werden, bis die alle weg sind. Ja, das ist die eine Sache, was ich aber wirklich, wirklich nicht gesehen habe, ist die
Tatsache, dass wenn man abends etwas trinkt. Man ja nicht über Nacht den Alkohol komplett abbaut und dann wieder alles auf 0 ist, sondern das hängt ja noch Tage hinterher. Mhm und nicht nur wenn man 50 ist, oder? Älter, sondern auch schon mit 2025. Ja, man steckt es besser weg, aber die Performance geht einfach runter.
Es ist so das also und das hab ich nicht gewusst, ich hab das. Auch nicht ich auch nicht. Nee. Was ich auch nicht gewusst hab ist, dass. Neben den paar Gehirnzellen, die da absterben, ja noch ganz viele andere Sachen im Körper passieren können, die einfach gruselig sind. Mit denen ich mich auch wirklich immer noch nicht so wirklich auseinandergesetzt habe.
Ist auch OK, aber diese dieser Abfall der Leistung über viele Tage hinweg und nicht nur über Nacht, ja, das habe ich nicht gewusst. Oder ich hab es, vielleicht habe ich es ja gemerkt. Ja, also nach zu viel trinken, das ist ja dann noch mal so eine Gratwanderung, wieviel kann ich trinken und am nächsten Tag noch mal eine volle Leistung zu bringen. Mhm, Mhm.
Ohne zusammenzubrechen. Glaube ich, wollen sich ja viele, die Trinken Ranwagen an diese Grenze. Rauszukriegen, das war völliger Unsinn, weil jedes Glas ist schon auch für den nächsten und vielleicht auch schon für den übernächsten Tag zu viel, ist so. Also ich habe mir eingeredet, wenn ich abends getrunken habe, war ich am nächsten Tag bei der Arbeit schlagfertiger und entspannter und. Habe ich habe das wirklich eine Zeit lang mir eingeredet und ich habe vieles nicht in Frage gestellt und ich würde auch von mir behaupten, dass ich erst, als ich das Buch von Nathalie gelesen habe, ganz viel geweint habe und gedacht habe, scheiße, du hast so ein Problem.
Dann gesagt habe, also wirklich dann auch von jetzt auf gleich. Ich höre auf. Habe ich erst dann angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, was ich mir eigentlich angetan habe und was eigentlich alles noch für Nebenwirkungen sind und. Das wollte ich. Vielleicht wollte ich manches vorher auch gar nicht sehen.
Also vielleicht ist das auch so, dass man sich mit manchen nicht auseinandersetzt, weil da muss man ja eine Entscheidung treffen, da muss man ja die Richtung ändern. Genau muss eine Entscheidung treffen und muss dir auch was eingestehen. Ja. Schwierig ist. Was du gerade gesagt hast, ist natürlich tragisch, wenn du sagst, aber wenn ich abends was trinke, bin ich morgens besser im Job.
Das ist natürlich ganz schlimm. Das heißt, du hast ja abends schon eine Begründung, warum du trinken kannst, falls sie am nächsten Tag dann besser geht. Oh mein Gott. Ja. Ja. Und wann? Wann war denn der Moment? Wo du gemerkt hast, EY mit dem Alkohol. Das rede ich mir vielleicht nur ein, dass es mir dann besser geht. Wann, wann war das?
Es fing schleichend an, als ich meinen zweiten Mann kennengelernt habe, erzähle ich total gerne, wir sind zusammen auf einem Stadtfest gewesen und es war nachmittags und wir haben irgendwie einen Kaffee getrunken und uns gut unterhalten und dann noch überlegt, wir würden vielleicht auch irgendwann noch mal abends zusammen weggehen und dann können wir ja ein Bier trinken und dann sagt ja, ich trinke kein Alkohol und dann habe ich nur gedacht, was ist das denn, das geht doch nicht.
Langweilig. Und der hat noch was vom Leben wie jetzt? Aber ich war ja neugierig und außerdem fand ich ihn nett und da haben wir uns nochmal verabredet und dann sagte er beim zweiten oder dritten treffen, du Pass auf, ich hab mal Alkohol getrunken. Und zwar so viel, dass ich einfach sagen muss, das war genug für mein Leben und ich habe vor 23 Jahren entschieden, ich trinke nichts mehr und seitdem trinke ich keinen Alkohol mehr, da ich auch nur gedacht also.
Wie übertrieben jetzt so konsequent gar nicht mehr zu trinken, das geht gar nicht. Und ich habe aber dann dadurch, dass ich diesen Mann sehr liebe und der mittlerweile mein Ehemann ist, mich damit auseinandergesetzt, was das eigentlich bedeutet, irgendwie keinen Alkohol zu trinken und habe. Sehr.
Ehrlich mir gegenüber eingestehen müssen, so wie ich trinke, ist es sehr gefährlich für mich, weil ich halt nicht einfach sagen konnte, komm, ich trink jetzt abends mal so ein Glas, weil es schmeckt, also vor allen Dingen, es hat mir hinterher gar nicht mehr geschmeckt. Also wenn ich, wenn ich Rotwein getrunken habe, so der erste Schluck, das war echt so ein Innerliches schütteln, wo ich dachte, Boah, ist das ekelhaft, alleine dann dranzubleiben, da sagte Motte irgendwann kommt aber die Wirkung, das ist okay das war schlimm und das habe ich mir irgendwann eingestanden und es fing dann irgendwann an, dass ich, dass ich mich von mir selber geekelt habe, dass ich in den Spiegel guckte und dachte.
Was machst du eigentlich da? Was machst du mit dir und? Waren aber bestimmt noch. 4 Jahre, 3 oder 4 Jahre? Seit ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe, bis ich dann mir eingestanden habe. Das geht so nicht. Ich kann es nicht regulieren, ich muss komplett einen Cut machen, wie ich das ja auch so gewohnt bin, wie ich das ja eigentlich immer auch ich muss einen total Cut machen und ich habe auch meinen Mann gegenüber. Nie so offen darüber gesprochen, wie ich Alkohol trinke. Ich habe es also auch da weiterhin ziemlich heimlich gemacht, also er hat das zwar mitbekommen und er hat dann auch gesagt, also so, für ihn war eine total schöne Vorstellung, wir fahren zusammen in den Urlaub, wir sitzen irgendwo am Strand, die Sonne geht unter, er
mit seinem Glas Wasser oder seiner Cola und holt mir dann irgendwie so ein schönes kühles Glas Weißwein und wir sitzen dann, gucken im Sonnenuntergang entgegen, das war für ihn ein total schönes Bild und das war völlig normal. Und wenn er mir das gesagt hat, das geht nicht, da müsste ich ja noch ein zweites und mindestens noch ein drittes und eigentlich, wann soll ich das denn tun? Dann habe ich also eher gesagt, dann trinke ich lieber im Urlaub auch nicht oder vielleicht mal so ein Bier zum Abendessen. Das geht dann auch.
Das ging dann für einen Woche, das ging zu 2 Wochen und dann wollte ich mich schon wieder auf zu Hause und dann habe ich wirklich. Also ich, ich bin dann auch so reglementiert. 18:00 Uhr ist meine Zeit so, ich gehe jetzt in die Küche, ich mache es immer noch, ich trinke jetzt meinen Tee, ich ich bereite die Medikamente für den Kater vor, wer am alten Kater, der muss immer schon ganz viel vorbereitet bekommen, ich mache das immer noch, das ist so ein Me Time, das ist auch toll und mittlerweile kann ich sagen, das ist überhaupt gar nicht krank und das ist auch nicht bekloppt und das ist auch nicht eine Ausrede, sondern ich genieße das, weil das für mich ein läutet.
So, jetzt ist mein Abend, danach gehe ich noch aufs Sofa, danach gehe ich noch so ein bisschen ins ins Internet oder daddel irgendwie bei Facebook, schreib in meine Gruppe und dann gehe ich ins Bett und das ist okay und mittlerweile, es ist mir heute noch mal aufgefallen, kann ich mich sogar aufs Bett freuen, weil ich das Zelebriere. Ich habe dann meine Meditations App und dann und ich weiß ich schlafe mittlerweile gut ein und für mich war das sonst auch so. Dieses hast du genug getrunken, kannst du jetzt auch einschlafen, du musst auf jeden Fall sofort einschlafen, du darfst nicht anfangen zu denken, nee, das ist ganz fürchterlich so und so dieser ganze Prozess.
Ja, das das wurde für mich angestoßen, als ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe. Da habe ich angefangen zu hinterfragen, wie ich eigentlich trinke und gedacht, nee, Annette, das geht so nicht mehr, aber das konnte ich auch nicht von jetzt auf gleich abstellen. Ja, aber jetzt? Ich hab ne Frage und ich bitte eine spontane Antwort. Ja, als dein damals neuer.
Crush, den du gerade kennengelernt hast, gesagt hat, er trinkt seit 23 Jahren nicht mehr, weil er zu viel, weil er vorher, weil er genug getrunken hat. Hast du da gedacht, Oh Mann, der hat ein Alkoholproblem? Nein. Das hab ich nicht, aber er hat es selber gesagt. Ich hatte ein Alkoholproblem. Und ich habe ihn ihr angeguckt und gedacht, so ey, du spinnst doch wieso, das sieht man dir gar nicht an, das ist doch gar nicht so, ja, weiß ich nicht, also ich habe das jedenfalls nicht mit dem Wort. Verknüpft.
Oder vielleicht so ein Gefühl von wegen Oh mein Gott, der ist Alkoholiker. Ich weiß nicht, ob also dieses Oh mein Gott es, also es war nicht so ein inneres, inneres Zurückzucken, sondern es war, aber es war ja, es war so ein Moment, wo ich dachte, da kommen wir nicht zusammen. Aber ja, das ist ja dann was anderes.
Du denkst, er ist komisch, sondern ihr passt einfach nicht zusammen. Ja, ja, ja. Ich kann das nachempfinden, also, aber eher weißt du, er war für. Mich eher unerreichbar. In dem Moment noch unerreichbarer, wo ich dachte, so, nee ey, OK, nee, geht nicht. Ja, und dann hast du dir. Hast du dir vielleicht so Szenen ausgemalt oder darf ich ja, darf ich ja in seiner Gegenwart nichts trinken?
Ja, ja, ich hab es schon. Also ich hab nicht einschätzen können wie das für ihn ist, wenn andere trinken. Ich hab dann natürlich auch gedacht, so, wenn ich vielleicht mal was koche, ich meine, ich hab eigentlich nie großartig mit Alkohol gekocht, aber ich liebe kalte Schnauze und da musst du rum mit rein. Also solche Sachen.
Da muss ich ja jetzt auf einmal aufpassen. Und wenn ich irgendwas kaufe, dann muss ich ja mal gucken, was da drin ist. Ich hab mir viel zu viele Gedanken gemacht, aber die, die liefen natürlich dann erstmal ab, weil ich überhaupt nicht einschätzen konnte, was bedeutet das jetzt, weil für mich auch in dem Moment direkt klar war, das ist jetzt nicht einfach nur so ein Screen und da hat jetzt irgendwie jemand gesagt, okay, ich hör jetzt komplett auf und dann war es das sondern. Er hat auch direkt nur so ein bisschen diese Gefahr vermittelt, wenn er irgendwo noch mal wieder, ich sag jetzt mal dieses Suchtgedächtnis aktiviert, dann ist es komplett schwierig.
Wenn ich vielleicht sogar in dem Moment unmöglich, nicht noch mal wieder in ein Hamsterrad zu kommen, das er seit 23 Jahren hinter sich gelassen hat. Also ich hab einfach so dieses Gefühl gehabt, ich kann diese Verantwortung gar nicht mittragen. Ja. Ich unterstell. Mal. Du hast dann relativ schnell festgestellt oder er hat es dir auch gesagt, dass nicht du dafür verantwortlich bist, sondern er selbst. Ja, das stimmt ja.
Genau und es damit ja auch nicht. Nicht schwer ist, mit jemandem zusammen zu sein, der nichts trinken will, oder? Oder wie auch immer kann. Ja, aber ich habe auch. Irgendwann gemerkt, wenn ich jetzt nicht selber mein Trinkverhalten in Frage stelle oder so ändere. Wie? Ja, oder oder so angleiche dann dann, dann gehen wir wieder auseinander, weil er kam ja so so rein vor so Unverdorben, so ne, der hat ja, der hat ja gar keinen Laster ne so der raucht nicht, er trinkt nicht und weißt du ich dann beides ne so.
Also mein mein Alkohol, den ich dann aber relativ heimlich dann auch getrunken habe und. Also anders als ich, als ich mit nathalies Buch. Entschieden habe. Muss komplett jetzt die Reißleine ziehen, und zwar komplett. Jetzt gleich habe ich meine Freundin angerufen, die ich auch schon ganz lange kenne und hab also sofort angefangen zu heulen und im Prinzip direkt wieder muss ich dich wieder irgendwo ins Krankenhaus bringen, weil das eigentlich für mich Seemann wenn sie mich irgendwo hinbringen muss wo ich genäht werden muss Unfall im Haushalt du bist nee, aber jetzt muss ich mich mit dir treffen, dann hab ich ihr das erzählt und hab auch gesagt ich hör jetzt auf und erst am nächsten Tag habe ich mit meinem Mann darüber geredet.
Und. Da hatte ich. Ich hab den Faden verloren. Ich weiß gar nicht mehr warum. Wie habe ich angefangen, weißt du das noch? Äh. Nein, du hast das Buch von Natalie. Gelesen. Was musst du fort aufhören und hast dann. Deine Freundin angerufen? Genau. Ich habe, als ich das Buch gelesen habe, sehr ehrlich.
Mir selber gesprochen. Also ich hab ich war sehr ehrlich mir selber gegenüber und fing direkt aber auch an mich richtig heftig vor meinem Mann zu schämen und wusste gar nicht wie ich ihm sagen kann wie ich tatsächlich getrunken habe und was für ein Problem ich tatsächlich hatte. Genau und genau und dann hatte ich am nächsten Tag mit ihm gesprochen und dann sagte er mir, dass er schon so ein paar Mal gedacht hat, bin ich dann abends ins Wohnzimmer kam und er dann meine Augen sah und mein Blick und da hat man Schätzchen aber schon so ein bisschen was getrunken heute Abend so und das waren wahrscheinlich die Abende, in denen ich fast kommatiss.
Gesunken bin ich bin auch in der Zeit immer an seiner Schulter eingeschlafen. Er hat mich dann ins Bett geschoben. Also fast schon reingeschmissen. Weil dann, ja dann hat es gewirkt. Und ich hatte natürlich auch die Angst. Ich glaube, das ist aber auch das, was wirklich fast jeder durchmacht, was wirklich so ist, aber im Endeffekt gar nicht mehr so schlimm. Dass das Schlafen ein großes Problem wird, dieses nicht einschlafen können, dieses nicht richtig durchschlafen können, dieses die Gedanken nicht ausstellen können so. Ja, also oftmals.
Aus meiner Erfahrung. Ich bin dann schnell eingeschlafen, aber ich bin dann auch schnell wieder aufgewacht, das hatte ich auch, ja und? Dann dann habe ich eben. Was weiß ich, um dann der Körper anfängt nüchtern zu werden. Das ist so gegen 4 dann ja. Das ist so die. Zeit, wo man dann wach wird und dann fangen die Gedanken an zu kreisen. Oh ja, hört man in sich rein, da merkt man, oh man, mein Blutdruck ist irgendwo nicht da wo es sein sollte, der Puls ist irgendwie gefühlt zu hoch.
Ich will mich doch eigentlich jetzt. Erholen jetzt so eine Spirale in Gang, die einfach den Schlaf komplett zerstört. Wie hast du es deinem. Mann damals gesagt, dass du, dass du problematisch. Getrunken hast ich, glaube ich. Habe so angefangen. Also wir haben. Die längste intensivsten. Gespräche eigentlich auch immer geführt, wenn wir zusammen gefrühstückt haben am Wochenende.
Im Moment macht der Intervallfasten, da frühstücke ich am Wochenende alleine. Vielleicht sollte ich immer sagen, dass wir unsere Gespräche vermisse, aber so als. Würden wir jetzt anfangen, nebeneinander? Her zu leben nur ich mag das jetzt gerade, also es war halt an, ich mein, es war ein Sonntag, als ich ihm das dann gesagt habe und hatte dann angefangen, indem ich ihm erzählt habe, wir reden immer auch viel über Bücher und was wir halt so an Neuerscheinungen entdecken und was wir gerade lesen, und es ist unterschiedlich, wie wir lesen, aber eben das Lesen an sich verbindet uns auch schon sehr und da habe ich gesagt, du, ich habe da so ein Buch gefunden, das ist mir eigentlich immer irgendwie aufgeploppt, ich weiß
auch gar nicht, warum ich. Ihr habt davon schon gehört, dass Nathalie Stüben ohne Alkohol die beste Entscheidung meines Lebens und er nur so, ah ja, wart mal. Ich glaube, das habe ich schon mal gesehen und dann habe ich gesagt, ich habe damit angefangen, das zu lesen, und dann habe ich angefangen zu heulen und sagte, Oh.
Hat sich berührt und dann habe ich. Gesagt, nicht nur das. Und dann habe ich immer gesagt, ich habe mich ja gestern mit meiner Freundin getroffen und. Da ist alles aus mir herausgeplatzt, was mich. Was ich jetzt gemerkt erstmal gemerkt habe, so enorm belastet ich. Ich bin auch sehr selbstkasteien mit mir ins Gericht gehe ich also ich hab sehr böse über mich gesprochen, wo sie dann irgendwann sagte das darfst du nicht, das möchte ich nicht. Dann habe ich ihm das Halt erzählt, dass ich die Entscheidung getroffen habe, von jetzt. Auf was mache ich jetzt, ich habe doch jetzt gerade erst eine ganze Kiste Wein gekauft.
Was mache ich jetzt damit und er so? Ja Gott, da finden wir eine Lösung, das ist ja schlimm. Und wie war das für dich in dem Moment? Ist es dir schwer gefallen? Ich hab mich. Gefämt. Und hab mich gleichzeitig total erleichtert gefühlt, weil ich das geteilt habe. Das ist vielleicht jetzt das was, was wir oft ja mit Verbindlichkeit schaffen sagen, wobei ich da ja am Tag vorher schon angefangen habe. Ich habe mich.
Total aufgefangen. Und verstanden gefühlt auch wenn ich ja noch nicht. Also ich hab glaube ich nur so den den den Eisberg Gipfel von mir preisgegeben, das ist unheimlich schwer, wenn man halt vorher. Eben eher so, so sehr viel heimlich getrunken hat sich auf einmal so zu entblößen, und das ist also ne, mein Mann hat dieses Problem nicht mehr, der der kann so super ehrlich sein und und der erzählt das und ich merke dann auch, ja, das ist schon. Weit weg und er steht zudem.
Und dann bewundere ich ihn immer, denke so, Oh, das kann ich noch nicht, also das dachte ich vor 2 Jahren noch eher, also ich, ich glaube, es ist auch so ein Lernprozess, irgendwann diese Ehrlichkeit auch zu zelebrieren und als total wichtig anzusehen, und ich merke vor allen Dingen auch durch diese, also ich bin ja jetzt in dieser, ich sag mal folge Facebook Gruppe auch, die entstanden ist nach der omn Gruppe und ich merke, dass ich da und auch bei richtigen treffen, also wenn wir uns halt auch wirklich treffen.
So schonungslos reden kann und es überhaupt nicht schlimm ist, weil es alle erstmal können und vor allen Dingen auch verstehen. Also man muss nicht viel erklären und das ist bei meinem Mann auch, ich meine also ich glaube so schonungslos offen bin ich noch nicht mal, ich will ja schon, dass er mich auch noch toll findet. Ich weiß, ich muss manches nicht erklären, weil er das brutal nachempfinden kann.
Und das ist halt auch etwas, was ich. Von Anfang an sehr geschätzt habe und was auch mit zum Grund war, weshalb ich gedacht hab, ey, dieser Mann, den lass ich nie wieder gehen, dass der einfach auch so über Gefühle reden kann und und. Einfach auch nicht an der Oberfläche bleibt, sondern total viel nachfragt.
So wie meinst du das jetzt genau oder was denkst du darüber oder oh Gott, das hat mir total gefehlt vorher die 19 Jahre so ja ne richtig. Also es ist natürlich auch so, wenn du da sitzt oder stehst oder liegst und deinem Mann sagst, hey, ich muss dir das jetzt erzählen, dass du im Grunde genommen ja eine Lüge aufdeckst, die du überlang.
Gehabt hast. Ja, also du hast hast dich ja nicht so gezeigt wie du bist, sondern du hast dich so gezeigt, wie du möchtest, dass er dich sieht und das war Lüge, das ist ein. Total. Wichtiger Punkt, da hast du recht, das ist auch so ein Gedanke, den Ich hatte. Eigentlich betrüge ich meinen Mann. Einem gewissen Zeitpunkt jeden Abend, in dem ich nicht mehr die bin, genau, die er sonst eigentlich sieht und die ich ihm sonst immer zeige.
Das stimmt. Und. Das ist auch mit ein Grund. Warum ich das so gut verstehe, dass du sagst, Oh das oder ich kenne das ja von mir selbst, als ich das meiner Freundin gesagt habe, hey, ich trink so viel, er ist mir so schwer gefallen, bei ihr war es dann so, sie hat gesagt, Nee machst du nicht und habe ich gesagt, doch wirklich.
Es ist zu vieles wird ein Problem. Und. Ich hab nicht mal, ich weiß gar nicht, ob ich gesagt. Habe es ist ein Problem oder ich habe gesagt es wird ein Problem, weil Wirt hat dann mich so ein bisschen davon abgegrenzt noch. Weil ich ja gewusst habe. Ich muss jetzt was tun, wenn ich was tue, dann habe ich das Problem ja nicht mehr. Ja, das.
Da war ich ja schon an dem Punkt. Aber dieses, diese Offenheit. Find man muss ja auch nicht gleich im ersten Moment die Hosen komplett runterlassen, ja. Und ich finde. Trotzdem, du hast gesagt, du musst vieles nicht erklären, weil er das weiß. Erkläre es ihm trotzdem. Weil er wird dir zuhören und er wird nachfragen. Ja, weil jeder hat ja die Wahrnehmung einer. Eines Ereignisses ist ja.
Für jeden anders. Und dein Mann wird sicherlich, wenn du sagst, na ja, du weißt ja, wie das ist. So dann sagt. Ja, aber ich weiß es anders als du es weißt. Ja, das stimmt, der Kontext war. Ja, auch anders ne. Also der Kontext ist immer anders, ja, auch heute. Noch auch nach 2 Jahren finde ich, sprich ruhig mit ihm drüber und sag mal, hey, das muss einfach raus. Ja sag ihm einfach hey so und so. Und der und der Situation.
Fühle ich mich so und so? Und dann wird er nicht sagen. Ja klar weiß ich ja, wir kenn ich ja überhaupt nicht, da wird er nachfragen, er wird sagen, wie meinst du das? Erklär mal bitte stimmt. Ja, ja, du musst mich nachdenklich. Nein, ich finde es. Weißt du so wie? Du deinen Mann beschreibst und jung ist es glaube ich nicht notwendig, aber wertvoll, wenn wenn du das wenn du darüber sprichst.
Ja du sprichst jetzt mit mir und weil wir uns nicht kennen. Jetzt immer sagen würde, ja er weiß, ich weiß, ich wollte dir erzählen, kenne ich ja, ist ja nicht die Idee und. So wirst du ihn sicherlich auch mit der einen oder anderen Erkenntnis, die aus Dir kommt, überraschen können. Ich bin kein. Psychologe aber das.
Ich glaube. Dass das wäre eine gute Sache. Du hast also von heute auf morgen. Aufgehört, Alkohol zu trinken. Und ist es dir. Aus heutiger Sicht schwergefallen. Nein, was ist das? Das ist das Bekloppte daran, also. Ich habe. Ich sag mal. So, so eine. Verlagerung gehabt. Also ich bin dann ab dem Montag erst mal. Ich habe also samstagabends habe ich aufgehört, den Sonntag war ich in so einem taumel, oh, ich schaffe das wirklich und bis zu dem Dienstag, das weiß ich noch ganz genau, da hatten wir so einen Tagesausflug mit der ganzen Schule, da bin ich, wieso eine so eine Verliebte schwebend durch die Gegend gelaufen, ich fühlte mich so, ich hätte am liebsten jedem gesagt, Ich kriege übrigens keinen Alkohol
mehr. Ich bin toll und. Ich bin aber dann auch wirklich ab dem Montag durch die Läden gegangen, am liebsten durch meine Bioläden, und habe alles an Limonaden gekauft, was man so kriegen konnte. Und ich habe dann wirklich zelebriert zu Hause Limonaden. Ich habe alles Mögliche an Tee gekauft. Ich habe mich also herangetastet.
Was mag ich eigentlich gerne und ich habe also sofort dann eben meine Strukturen abends geändert und. Die ich dann aber auch jetzt so beibehalten habe. Also ich trinke halt wirklich jeden Abend meine anderthalb Liter Tee, also so, wie du gerade sagtest. Ab und zu war es ja dann sowieso ab 04:00 Uhr wird man ja dann wach und dann waren die Gedanken wach, werde ich auch, aber weil es der Tee ist, weißt du, und dann habe ich manchmal auch noch diese Morgenden, dann geht der Kopf an und ich denke, na prima.
Aber es ist ein anderes Thema, ne. Also es ist halt ein klares OK, fang, das fängst schon mal an zu arbeiten. Machst du schon mal einen Fragebogen oder wie auch immer, das geht nicht, das geht nicht immer, aber es geht halt mal ne so und das lustige ist ja. Wenn du jetzt. In deine Schule kommst und wenn ich nur 3 Stunden geschlafen hast und völlig zerstört aussiehst, dann musst du kein schlechtes Gewissen haben.
Ja, kannst du deinen Kollegen sagen, Hey Leute, ich hab total schlecht geschlafen, es geht mir nicht so gut ja machst du natürlich nicht, wenn du den ganzen Vorabend gesoffen hast und deshalb wach gelegen hast. Genau das nicht. Das stimmt ja. Weil du weißt, im. Zweifel gucken, wie komisch und denken sich ihren Teil.
Heute ist es völlig egal. Ja, ja, genau. Und ich hab heute noch drüber nachgedacht, dass ich eine Zeit lang, also ich, ich bin sowieso so ein frischluftfanatiker, aber ich, ich hab also wirklich immer das Fenster auch aufgerissen und früher natürlich so mit dem Gedanken okay Papa, du hast ja gleich noch eine Besprechung, gleich kommen ja Leute in dein Büro, machst du schon mal das Fenster auf, nicht dass man irgendwas riecht, da hat man richtig, aber vielleicht ja doch, man weiß ja nicht so genau.
Das ist ja auch was aus so und heute. Ich reiß das Fenster auf, weil ich Frischluft haben möchte und denk irgendwann boah ist kalt und mach wieder zu und mach mir da keine Gedanken mehr darüber, also vielleicht höchstens ob das Parfüm ein bisschen zu aufdringlich ist, dass das nicht ist. Also ne, das ist schon unterschied jetzt ja. Ja, und ich meine, wie ätzend.
Ne, dass man sich Gedanken darüber macht, dass man ausdünstet so. Mhm. Ja. Ja, also ich, also es. Im Bahrain ist wirklich gruselig, ne ich find das toll was du beschrieben hast, dass du gesagt hast du du richtest dich also erstmal dieses mit dem Verliebtsein, das kann ich sehr gut nachempfinden, auch so, dass ich die ersten Tage und Wochen.
Immer so rumgelaufen wenn du dacht, boah ey, was ist dann hab ich mich so hinterfragt wie gesagt was was ist denn jetzt bin ich verliebt und hab ich gedacht ja ich bin verliebt in dieses neue Lebensgefühl ja ja. Diese. Zuversicht. Etwas zu schaffen. Worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe.
Ja, dass ich da jahrelang darauf hingearbeitet hätte, sondern einfach eine Entscheidung getroffen habe und dann gedacht habe, Oh, wie geil ist denn das? Ja, du kannst heute Abend ins Bett gehen, Mhm. Müde oder nicht müde? Ist das ganze egal und ob du schläfst oder nicht, es spielt keine Rolle, weil morgen bist du fit als du vorher warst.
Auch wenn ich abends nichts getrunken habe, weiß ich ja an den Abendvorabenden vorher. Das ist nicht gut und das war so schön, dieses Gefühl, das wünsche ich mir manchmal heute noch zurück. Ja, dieses dieses Ah, ja, ich möchte die ganze Welt umarmen, weil es mir so gut geht, ja, ganz genau. Und ich habe aber auch eine Zeit lang. Braucht, um zu kapieren, was Nathalie auch öfter mal sagt, dass Nüchternheit ja auch Freiheit bedeutet. Was ist das denn jetzt wirklich?
Also so dieses Freiheitsgefühl, also es war ja, es war eben diese Pink Cloud, wie man vielleicht so sagt. Aber dann auch irgendwann zu kapieren, ja ich, ich hab jetzt nicht diese Zwänge, die mir, auf die ich mir selber auferlege, sondern ich kann einfach selber entscheiden, was möchte ich jetzt und dass ich mir jetzt auch wirklich eher dann mal, ich sag mal etwas gönnen, dass ich auch sage, totalen Appetit auf so einen richtig geilen Eisbecher, das habe ich mir vorher versagt, weil ich jetzt gehe ich ja gar nicht, ich muss mich ja total reglementieren und dieses Gefühl, dieses.
Die ganze Welt umarmen zu können, ja, das ist wirklich vergleichbar mit einem Verliebtsein, und das lässt dann auch irgendwann nach normal. Das scheint ja tatsächlich im. Körper und im Geist irgendwie dass dieselben dieselben Knöpfe zu drücken ich. Weiß nicht woran. Man Botenstoffe ja, und ich fühlte mich damals.
Genau das war wie verliebt sein. Ja, ich hab ja wie schön. Ist das was für ein? Tolles Lebensgefühl. Erinnerte ich mich an die Male, wo ich so richtig doll verliebt war zu Beginn, ja. Wo man immer denkt, das hält. Ewig so an. Es verändert sich, aber es muss ja nicht weniger schön werden, dann ganz genau ja.
Ja, und dann ist es natürlich. Aber schon das habe ich halt gemerkt, erstmal für mich der Beginn der Arbeit gewesen und der Beginn überhaupt nicht kennenzulernen. Und es sind dann diese Klassiker wie das innere Kind und mit Trauma umgehen und nochmal ganz viel weinen und. Dazulernen also. Ich finde so die letzten über 2 Jahre, das ist so eine intensive Zeit in meinem Leben.
Die ich mir viele Jahre vorher vergönnt habe, aber vielleicht auch teilweise noch gar nicht reif genug dafür war, diese Zeit auch wirklich so zu durchleben, wie ich es jetzt tue, verstehst du? Bist du denn für dich? Auf den Grund gekommen, warum du getrunken hast. Ja, ich denke schon. Ja, also es.
Es war ja nicht nur dieses so, ja, ich bin da irgendwie reingerutscht. Also natürlich, ich glaube wie bei vielen, es war ein Trauma, auf jeden Fall Grundlage, und ich glaube auch, dass ich einfach empfänglich dafür war. In einer Abhängigkeit. Zu gehen, weil ich das nicht anders gelernt habe. Also ich habe es halt vorgelebt bekommen von meinen Eltern unterschiedlichster Form und ich denke schon. Dass ich.
Da. Vieles jetzt gelernt habe in den letzten 2 Jahren. Vor allen Dingen. Sanft mit mir zu sein, also mich nicht zu verurteilen und nicht zu sagen, ey, du bist schlecht und du hast es nicht anders verdient, sondern zu sagen, so, es ist alles in Ordnung, so wie du jetzt bist und sei sanft zu dir, ich kann das immer noch nicht viel, aber ich ich lerne es und vor allem das Bewusstsein ist jetzt da. Ich.
Klar, also ich, ich kann mir. Eigentlich auch gar nicht vorstellen, auch wenn es das wahrscheinlich gibt, dass es wirklich genug Leute gibt, die einfach mal irgendwie weiß ich nicht, ein Glas Wein zum Abendessen kriegen, weil es schmeckt. Also erstmal ich, ich finde es jetzt, ich finde immer noch, es schmeckt eigentlich nicht.
Und das hat doch gar keine Wirkung. 1. Nur so ne das das ist etwas, das kann ich nicht nachvollziehen. Also diese Veranlagung glaube ich schon, die ist auch in meiner Familie. Drin. So. Gut möglich. Ja, Mhm und ich finde, wenn. Man, wenn man sich das eingesteht und anerkennt, dass es so ist, ja, und dass man möglicherweise auch nicht. Selber schuld daran.
Ist, dass es so war, wie es war. Und du jetzt heute. Mit Dir im Rhein bist was das alles angeht. Dass es darum geht, es eigentlich, wie es dir heute geht, ja, ist nicht wichtig. Was du vielleicht vor 15 Jahren nicht richtig gemacht hast. Sondern wie du heute mit deinem. Heutigen Leben umgehst. Ja, ich glaube auch, dass.
Ich bei manchem jetzt mittlerweile sagen kann, ey, so bin ich jetzt wirklich, also ich bin früher nie gerne abends weggegangen und hab das dann teilweise, aber eben auch so die ja letzten Jahre in meiner ersten Ehe so Begrüdet mit, na ja, dann kann ich ja nicht irgendwie mein mein Ding drehen, dann kann ich nicht in die Küche gehen, dann kann ich nicht und so weiter mittlerweile weiß ich, ich gehe immer noch nicht gerne abends weg, weil ich bin so ich bin so, ich liebe es auch.
Nicht ich liebe es abends. Einen total ruhigen Gang einzuschalten und runterzufahren. Und das sind so bestimmte Sachen, bei denen ich jetzt mittlerweile sagen kann, ja, so bin ich, ey, das ist richtig schön, dass ich jetzt, Hallo Annette, ich hab dich jetzt kennengelernt, so, ich hab das jetzt zugelassen, dass ich jetzt wirklich weiß, das ist so. Und das lustige.
Dabei ist, das höre ich ja auch häufiger, dass Menschen sich selber kennenlernen in der Nüchternheit dann und. Wo ist die denn geschrieben? Wie man richtig ist oder wie man falsch ist. Man ist so richtig wie man ist. Ja und genau wenn du sagst, ich bin eher so eine. Couch, Kartoffel, ja, dann ist das eben so und es ist nicht schlimmes. Hatte ja auch keiner darüber zu richten, ob das jetzt so ein Partylöwen als Freund hättest.
OK, da muss man feststellen, das passt irgendwie nicht. Ja das. Stimmt. OK, ja. OK, weil wir wollen ja nicht den anderen unbedingt gefallen, sondern wir müssen uns selber in erster Linie gefallen. Dann kommt alles andere und deshalb finde ich es toll, dass du für dich die Erkenntnis gewonnen hast, OK, bin so. Und da.
Stehe ich zu, und das ist auch. Gut so, ja. Ja, ist echt toll. Ja, es lässt einfach viel viel. Ruhiger abends ins Bett gehen oder? Ja. Manchmal mit so ein bisschen Trauer, ne, dass ich so viele Jahre nicht zugelassen habe, mich so kennenzulernen, aber ich meine, OK, gut, ich habe ja jetzt immer noch ein paar Jahre Zeit, das dann zu genießen, was ich jetzt gerade kennenlerne an mir.
Und das ändert ja auch gar nichts. Und auch da komme ich noch hin, dass ich irgendwann sagen kann, OK, das sind jetzt Erfahrungen, die ich gemacht habe, und die kann ich sogar jetzt heutzutage noch irgendwie nutzen. Also jede Erfahrung, die wir gemacht haben, die die ist ja dann auch. Nicht einfach verpufft, sondern ne. Manches kann man einfach auch so noch mitnehmen und es gehört zum weiteren Prozess dazu.
Und sei es auch nur irgendwie, andere Menschen besser zu verstehen. Und das ist auch etwas, was ich merke. Ich bin also, ich bin schon immer recht offen gewesen, aber trotzdem mit so einer inneren Distanz, also ich habe. Ich hab mich einerseits total danach gesehnt, richtig näher zu empfinden, aber ich wusste gar nicht genau, wie das geht und hab dadurch immer wieder auch Menschen auf Distanz gehalten. Und mittlerweile kann ich sagen, dadurch dass ich merke, dass ich.
Mich selber so annehme und auch sogar wirklich mal innerlich in den Arm nehmen kann, was ich ja ganz lange nicht gekonnt habe, bin ich weiterhin offen und neugierig für andere Menschen. Und ich brauche nicht dieses innere auf Distanz gehen. Ich muss aber auch nicht unbedingt sofort sagen, Hey Best Friends ne und du bist jetzt was ganz Besonderes für mich und das macht es so so entspannt für mich und das macht es so spannend und es macht auch Spaß jetzt sich zu treffen und es ist aber auch schön immer wieder zurückzukehren, ein bisschen nachklingen zu lassen und dann wieder zu sagen und jetzt bin ich wieder dran. Oder wir jetzt so.
Ja, das ist. Eine schöne. Was eine schöne Entwicklung. Dass du die zulässt. Ich muss auch sagen. All das, was wir erleben im Leben, führt zu irgendetwas. Und du hast es. Ja gesagt. Also wenn du das damals nicht erlebt hättest, wärest du nicht da, wo du jetzt bist. Das stimmt. Ja. So. Und von daher.
Das ist für mich eine Erkenntnis, die ist mir auch nicht leicht gefallen, dass alles im Leben irgendwie seinen Sinn hat. Aber es gibt mir einen. Großen, tiefen Frieden. Bestimmt ja. Und ich kenne eben viele. Leute, die nichts mehr trinken oder die eine Entwicklung durchmachen und plötzlich neue Themen für sich entdecken, auf die sie nicht gekommen wären, wenn sie nicht vorher. Andere Dinge erlebt hätten.
Oder die Sie vielleicht. Vorher auch belächelt hätten. So exzentrische Menschen ne so, ja genau, also noch genau. Noch. Noch besser? Ja, das. Stimmt ja. Wie gesagt 6 Jahre zusammen, ne. Wir sind warte mal 7 Jahre zusammen. Ja. Genau. Und wie habt ihr euch kennengelernt? OK, das war so. Ich hatte eine. Schulsozialarbeiterin, mit der ich oft zusammengesessen habe und die, mit der ich mich einfach total gut verstanden habe.
Und irgendwann haben wir einfach auch ein bisschen privat miteinander geredet und dann hat sie irgendwann auch gesagt, sag mal, ich habe so das Gefühl, du hast so ein bisschen so eine Schwere in dir und dann habe ich angefangen, irgendwie so ein bisschen zu erzählen von meinen damaligen Eheproblemen, und dann hatte sie irgendwann gesagt, du, ich kenne da jemanden nicht, dass ich euch jetzt zusammenbringen möchte, du bist ja verheiratet, aber so was du erzählst, was du dir wünschst von einem Mann, der hat genau das, und eigentlich wird ihr total gut zusammen passen, ad acta gelegt 23 Jahre später bekam ich von ihr eine Nachricht.
Nein, nein, er möchte dich gerne kennenlernen und ich so. Wer ist denn das? Dann sagten sie ja, ich hab dir doch mal erzählt damals und du hast gesagt das fändest du total interessant ach so ja stimmt. Ganz vage erinnere ich mich so und irgendwie hatte sie dann uns. Zusammengebracht, dass wir da mal angefangen haben, uns Whatsapps zu schreiben. Und dann kam halt von meinem Mann. Ja, jetzt haben wir uns schon mal geschrieben, was hältst du davon, dass wir uns mal zusammen, also dass wir uns dann auch mal treffen und dann war das, also für mich war es wirklich ein blind Date, ich hatte das noch nie vorher, ich war super nervös, für ihn war das jetzt nicht ganz so ein blind Date, weil er mich vorher
gegoogelt hat und er hatte mindestens schon mal ein Foto von mir gesehen und. Wusste. Also schon wenigstens so einigermaßen vom Aussehen, was da auf ihn zugerauscht kommt. Wie ich den Natura. Rausche, das wusste er nicht so. Und dann haben wir uns verabredet und da, wo wir es verabredet haben, da haben wir uns dann auch an dem Tag verabredet, als wir geheiratet haben. Ich kam vom Friseur, er kam dann vom Blumenladen und wir sind dann zusammen zum Standesamt gegangen, also das war, ich finde schon eine schöne Geschichte, ja, sehr. Schön.
Genau. Mhm. Hat hat dein Mann Kinder? Ja, er hat eine. Tochter und ich sag jetzt mal, wir haben dann auch 2 Enkelkinder, deine. Enkeltochter, die kam vor 2 Jahren zur Welt. Eine Woche später habe ich aufgehört, Alkohol zu trinken, und zwar. Irgendwie. Das passte irgendwie auch zusammen. Und ja, also er hat, also ist im Prinzip mein Beutekind, also er hat eine Tochter mit in die Ehe gebracht und ich habe auch irgendwann mal zu ihm, ich weiß gar nicht, ob ich es zu ihm gesagt habe, ich habe es nur gedacht, das weiß ich jetzt gar nicht genau, aber hätten wir, ich glaube doch, ich habe es ihm auch mal gesagt, hätten wir uns vor Jahren, Jahren, Jahren vorher kennengelernt.
Ich glaube, dann hätte ich auch mit ihm zusammen eigene Kinder. Aber es ist einfach nicht so. Ja. Also ja, kann ich. Auch sehr gut nachfühlen dieses Thema. Also er war zweimal verheiratet mit meiner ersten freundlich auch keine Kinder und. Wusste. Nachher. Lange nachher. Warum nicht? Also es gab Gründe, warum ich keine Kinder haben wollte.
Es waren aber. In dem Moment nicht. Klar, damals und da hab ich meine zweite Frau kennengelernt und die sagte, ich will. Kinder, und da hab ich. Gedacht. Top, ich auch. Ganz komisch. Ja, das ist. Und weiß es dann ja. Genau. Ich wusste es dann. So, da hatte ich dann keine Angst mehr. Vor früher hatte ich Angst.
Also ich hab auch. Ich bin auch immer noch überzeugt, das wäre nicht gut gewesen, wenn wir in unserer ersten Ehe mein erster Mann und ich Kinder bekommen hätten. Insofern war die Entscheidung richtig und für mich war die Entscheidung auch. Ich möchte nie wieder meine Kindheit, erinnert werden und ich würde es zwangsläufig, wenn ich in meinem Kind so ein bisschen von mir selber wiedersehen würde und davor wollte ich mich schützen.
Also das war schon alles richtig, nur ich weiß mit meinen jetzigen Mann, ich wäre gar nicht in die Situation gekommen, dass ich mich so alleine und verletztlich und hilflos gefühlt hätte, hätte. Und ich wäre in meine Kindheit erinnert worden. Aber das ist jetzt einfach so. Und ja, dafür muss man man jetzt durch.
Also als er mich kennenlernte, hatte ich schon Katzen, ich habe eigentlich seit ich 6 Jahre alt war immer Katzen gehabt, so ne meine kleine Feldkirche, so ein bisschen Ersatz und so und dann kam er hier hin und dachte okay gut, ich habe keine Erfahrung mit Haustieren, außer mit einer Schildkröte die ich mal hatte und da ziehe ich ihn immer noch mit auf meine Schildkröte, das ist überhaupt nicht vergleichbar.
Das ist so ein bisschen Ersatz. Nicht ganz so schlimm, aber das ist so dieses. So ein bisschen was wir halt jetzt hier noch uns kuschelig machen. Und wie gesagt, also mein Mann hat halt eine Tochter, die jetzt auch erwachsen ist und selber 2 Kinder hat und wie. Schön, das ist schön. Genau. Wie hat denn dein. Mann, dein.
Dein Prozess. Erlebt. Wie du nüchtern geworden bist, hat er, hat er sich immer mit dir gefreut und hat da manchmal gesagt, meine Güte, jetzt bist du ein bisschen drüber hier mit deiner Euphorie oder wie oder kannte er das? Nee, ich also. Da fragst du was? Eigentlich habe ich gar nicht so den Eindruck, dass das jetzt so ein großes Thema gewesen ist.
Also ich habe schon auch gesagt, so, Oh, schon einen Monat oder ich habe halbjähriges, ich habe dann auch ab und zu einfach nur meine App gezeigt. Die meine Tage anzeigt. Und dann kam auch ehrlich, ja super und herzlichen Glückwunsch, so lange schon. Aber das war jetzt nicht irgendwie großartig, ein Thema bei uns so also eine große Sache daraus gemacht. Ich wusste aber genau.
Dass er mich unterstützt. Ja. Ja, nee, es war wirklich. Nicht so ein Thema. Kannst du denn? Beschreiben, was sich bei dir hat sich körperlich was verändert? Also. Definitiv die. Augen ganz klar. Also wenn ich jetzt Fotos sehe, die also ich meine OK, diese Traurigkeit, das war ja auch irgendwann so, dieser dieser loslöseprozess erste Ehe, aber ich finde schon. Es mehr Glanz, mehr strahlen und. Auch weniger gerötet.
Also ne also Büsche, das ist schon da. Ich hab abgenommen, ohne dass ich jetzt großartig was geändert habe an an der Ernährung. Das ist auch so. Und ich hatte die letzten Jahre, bevor ich dann aufgehört habe, alle 2 Jahre so eine Magenspiegelung machen lassen müssen, weil einfach im Raum statt die Diagnose, dass ich eine bauchreiche Drüsenentzündung hatte, eine, die jetzt auch gar nicht mehr großartig zurückgeht.
Und ja, ich weiß, mein Magen ist immer noch meine Schwachstelle, das merke ich auch teilweise bei dem, was ich so esse, da muss ich aufpassen, aber ich bin überzeugt, dass sich das auch wesentlich gebessert hat, seit ich eben keinen Alkohol mehr trinke ansonsten. Gar nicht so viel, finde ich. Weil, also das sei ja auch so, dieses, dieses, das kennen bestimmt auch viele, dieses trügerische, wenn man da mal bei Arzt gewesen ist und irgendwie das große Blutbild hat machen lassen müssen, und dann kann man die ganzen Werte, hast du ja innerlich gebirgert und dachte so, dann kam Nierenwerte völlig in Ordnung, ist so Art Check alles klar, da kannst du ja auch kein Problem so. Es hat sich jetzt nicht
großartig geändert. Ich habe immer noch schlechte Reisen, werde verdammt noch mal. Ich esse aber auch kein Fleisch seit über, ja, warte mal seit. 20 Jahren oder 30 Jahren fast kein Fleisch, so so ne und vielleicht liegt das auch mit daran, aber so das sind die offensichtlichsten Sachen. Ich find also wirklich die die Augen.
Ich finde auch, dass ich ja. Einfach ein bisschen jünger aussehe, als ich jetzt wirklich bin, das kriege ich auch öfter mal rückgemeldet. Und es ist wirklich so. Das Gewicht, das ist gepurzelt. Jetzt stagniert es aber. So wahrscheinlich auch, wie es einfach sein soll und OK ist. Ja, ja. Was ich ja häufig.
Höre auch von Klienten hier, das ist auch wirklich lustig, die dann beschreiben. Hey, seitdem ich nichts mehr trink, habe ich irgendwie viel mehr Zeit. Ja und da musste ich mir am Anfang überlegen, was mache ich denn mit der Zeit. Ja ganz lustig ist dir das auch so gegangen nicht. So, weil ich, ich habe ja im Prinzip. Ersetzt das, was ich abends immer gemacht habe, ab 18:00 Uhr in der Küche kramen und irgendwie auch Brot backen und ich weiß nicht was habe ich ja nur bei den Getränken ersetzt, ich mache das ja immer noch.
Nee, also mehr Zeit kann ich jetzt im Moment überhaupt leider gar nicht sagen, weil ich extrem viel arbeite und dadurch, dass ich jetzt eben auch noch eine Abordnung zum Landesamt habe. Also ich habe noch einen Tag, den ich dann für die Landesregierung arbeite, arbeite ich jetzt im Prinzip fast durch, aber was ich schon mache, dass ich zufrieden.
Sehe, dass ich jeden Tag so ein mir so ein kleines Zeitfenster nehme und einmal auch einfach nur laufe und dann wirklich auch teilweise ne die Kopfhörer auf Podcast hören oder manchmal auch einfach nur Musik und dann merke ich irgendwann, oh du bist im Wald, mach bloß die Kopfhörer ab und höre den Vogelgezwitscher zu, also das mache ich schon, aber ich würde das jetzt nicht unbedingt benennen als dafür habe ich jetzt endlich Zeit, sondern nee, das nehme ich mir, weil ich weiß, es tut mir gut, also es ist eigentlich fast schon Lebenselixier für mich, dass ich nochmal wirklich bewusst jeden Tag.
So eine Phase habe andere machen, auch Yoga, meditieren. Ja, also mit dem Meditationsapp, das geht ansonsten das Meditieren. Ich habe es auch schon mal. Also natürlich hat es immer mal wieder probiert, ich, ich nehme lieber das aktive meditieren, ich gehe dann lieber in den Wald, ja, sehr gut. Wow.
Ja, was? Eine Geschichte. Also das lustig, dass die Geschichten. Meist das gleiche Ende haben, aber aber ganz anders erzählt werden und auch wie du da reingerutscht bist. Und das kann man. Ich für mich ist es so ein reinrutschen ja am Anfang immer gesund gelebt, dich immer oft unwohl gefühlt und der Menschen. Heute.
Fühlst du dich vielleicht immer noch unwohl? Aber es ist. Kein Problem mehr für dich, weil du danach dann ist es einfach so, egal oder genau, ja das. Stimmt, das ist gut zusammengefasst. Ja, vielleicht hat. Das also. Möglicherweise hat das auch ein bisschen was mit dem Alter zu tun? Ja, das wir in unserem Alter einfach sagen okay, jetzt stehe ich dazu, aber natürlich diese Kurve gemacht, ja mittrinken, dann gehörst du dazu.
Hast dich vielleicht auch manchmal. Wohl gefühlt. Es kann ja sein, aber hast immer. Eine Rolle gespielt. Und das ist so tragisch dabei. Ne genau und ich habe mich. Seltenst am nächsten Morgen. Also ich habe total ungerne auch woanders übernachtet, mache ich immer noch total ungerne. Jetzt weiß ich aber, dass es okay ist und ich habe mich seltenst am nächsten morgen auch wohl gefühlt, also dann abends ging dann noch und ich weiß noch irgendwelche feiern dann also ich erinnere mich gerade an Silvesterfeiern in Bremen, dann ging das noch abends und am nächsten Morgen habe ich nur gedacht, Boah, ich will jetzt am liebsten sofort zu Hause sein und niemanden hören und niemanden sehen und das hatte
nichts damit, also nicht nur was damit zu tun, dass ich am Abend vorher getrunken habe, mir fehlt gerade noch etwas ein ich hatte. Vor Kurzem Podcast gehört, ich glaube das war bei dir mit der Josie, die erzählte, dass sie süchtig nachlesen war und in der Moment dachte ich, ey, ja, ich habe als Kind teilweise 3 Bücher parallel gelesen, irgendwie, dann waren sie 5 Freunde und Honey und Nanny und für mich war das auch in der Zeit schon.
In eine Fantasiewelt flüchten und aus der Realität flüchten. Und das war eine Zeit lang dann eben auch. Als ich dann den, den die Wirkung von Alkohol gemerkt habe, Boah geil, ey, jetzt kannst du wirklich aus der Realität flüchten, das ist alles so wattierig und so weich und so, also du musst keine jetzt keine Verantwortung übernehmen, ich war ja immer total kontrolliert und ich meine also getaktet und das waren dann so diese Phasen, da hat es erst noch gut funktioniert, bis das dann irgendwann wirklich auch so kippte, dass ich gedacht habe, nee.
Das funktioniert gar nicht. Erinner mich gut an die Folge. Mit Leslie war das oder Leslie ja. Leslie hat erzählt, dass sie. Süchtig nachlesen war, und das habe ich im ersten Moment, als ich sagte, nicht verstanden. Aber dann habe ich es natürlich doch verstanden, wie du sagst, Flucht aus der Realität sein kann.
Ja, das ist ja, ich will jetzt nicht sagen, dass lesen süchtig macht, das ist ja eine schöne Sache, aber für manche hat es eben eine Funktion, der vor allen Dingen in der. Adoleszenz ja, wo du da sowieso. Also das ist dann deine, also ich, ich habe zum teilweise als Auftauchen unter Wasser in die Realität empfunden. Und so habe ich mir das vorgestellt. War das für sie wahrscheinlich auch dieses Lesen, Eintauchen in eine total andere Welt, jemand anderes sein und dann irgendwann, wenn man das Buch zur Seite gelegt ist, erst mal schütteln und denken, wo bin ich jetzt eigentlich? Hab ich das empfunden?
Ja, genau, spannend. Ne, Mhm. Aber noch mal, ich möchte nicht, dass das. Fehlgedeutet wird ich find lesen total gut und das ist auch wichtig und obwohl auch nicht, wenn jemand ein Buch liest, denken Oh der ist süchtig hier, guck mal, da muss man, da muss Therapie. Anchilesetherapie kaufen ja. Nein, nein, nein, nein, nein. Dieses Baby ja auch ne.
Ich hab ich hab nen Klienten der liest ganz viele Biografien und sowas und Sachbücher, der ist vollgestopft mit Wissen, da kriege ich jedes Mal Angst wenn er kommt. Wenn du das hört, wirst du wieder wissen, dass er gemeint ist. Nee, ich finde das toll. Liebe Annette. Du hast jetzt so für, wir haben jetzt so viel gesprochen. Wir sind jetzt, wir bleiben.
Eigentlich gar keine Fragen mehr offen, außer? Wen möchtest du grüßen? Ja, wie möchte ich grüßen? Wenn ich, wenn ich den Mut. Habe meinem Mann diese Folge vorzuspielen. Dann natürlich mein Mann. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben und meine Freundin, die ich schon erwähnt habe, die von ganz lange ein Teil meines Lebens ist und mich immer wieder aufgefangen hat und bei der ich auch weiß, dass die immer hinter mir steht oder auch mal neben mir oder auch vorne und natürlich alle Hörerinnen und Hörer, die. Den Prozess entweder anfangen, ganz am Anfang stehen, schon lange dabei sind, die diese Folge genossen haben. Also ja, sehr schön, du.
Kannst dich schon nur einen Wecker stellen. 21 Juni kommt die folge raus, 21 juli. Juno. In einer Woche und 2 Tagen. Ich hab jetzt nicht viel Vorlauf hier. Ok. Gut Wecker. Stellen. Also ich schreib mal auf Wecker stellen 02:00 Uhr. Kommt die Folge raus? 02:00 Uhr Wecker stellen. Oder viel Tee trinken? Genau.
Und jetzt sag. Mir noch bitte Annette noch einen letzten Tipp für deine. Hörerinnen und Hörer. Ich. Für mich war wichtig, nicht mehr zu viel darüber nachdenken, was wäre, wenn ich aufhöre, sondern machen. Sofort auch Verbindlichkeit schaffen, also mindestens eine Person. Dazu holen die den Rücken. Stärkt oder daneben steht oder auch mal davor steht und. Ja, vielleicht einfach.
Auch gucken was was alternativ an an Wohlfühlrahmen geschaffen werden kann. Weil ich also erfahren habe, man fühlt sich erst mal zwar total glücklich, aber auch nackt, also da fehlt einfach was, da fehlt etwas, was man immer getan hat und auch diese Angst. Was kommen jetzt für Gefühle hoch und da fand ich es total hilfreich mir so ein Gerüst zu bauen, wie zum Beispiel meine Limonaden, die ich gekauft habe und ganz viel Tee, den ich gekauft habe, also.
Schon gucken, dass man sich im Prinzip mit irgendwas im Prinzip wie in so eine Decke wickelt. Also anfangen. Sicherheit holen und ganz lieb zu sich sein. Das ist finde ich mit das Schwierigste, weil man das wirklich lernen muss. Ja. Gut, schön, lassen wir so. Stehen. Dankeschön, lieber Annette, du hast noch dran, ich sage jetzt Tschüss und wir sprechen gleich noch ein bisschen.
Ja, ist OK. Dankeschön. Danke fürs Tolle. Gespräch sehr gerne. Tschüss. Tschüss. Vielen, vielen. Dank liebe Anette, dass ich dich kennenlernen durfte und. Dass du mit mir dieses Gespräch geführt hast, wirklich eine Bereicherung. Danke, wenn du jetzt bangst, was in der nächsten Woche kommt, dann kann ich dir sagen, in der nächsten Woche kommt ein Interview. Ich hatte das Glück mit Benjamin zu sprechen. Benjamin erzählt seine Geschichte und ich kann jetzt schon sagen, die Geschichte ist echt hart, weil Benjamin da war, wo ich glaube keiner hin möchte, nämlich ziemlich weit unten. Auch die Geschichte hat natürlich ein Happy End und deshalb kann ich versprechen, es lohnt sich auch die Folge zu hören und zu erkennen, egal wo
man mal steht. Es gibt immer einen. Ausweg aber bis es soweit ist und die nächste Folge kommt. Dauert es noch n bisschen und bis dahin denk immer dran. Tanzen. Kann man. Auch. Auf Brause. Was?