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Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 243

Folge 243 - Interview 187 - Klaus

Freitag, 27. Februar 2026 · 2 h 03

MP3

Shownotes

Klaus erreichte seinen absoluten Tiefpunkt, als er sich selbst in eine Klinik hat einweisen lassen und kaum noch in der Lage war, seinen eigenen Namen zu schreiben.
Als Onkologe weiß Klaus natürlich, was Alkohol anrichten kann, hat es aber lange Jahre ignoriert.

Er ist aktiv bei recoverydeutschland.org aktiv. Schau da gern mal vorbei.

Die in dieser Folge gespielten Titel von ⁠"Auf Brause"⁠ (open.spotify.com/intl-de/artist/2ZkB3ydHKowrX0…)sind:

"9 Punkte" (open.spotify.com/intl-de/track/6khk1kmaooHhRf9…) sowie "Zwischen Impuls und Freiheit" (open.spotify.com/intl-de/track/6NOXoSh8iLZDlfU…)

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Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch auf Brause. Heute gibt es die 243 Folge und das 187 Interview und das durfte ich mit Klaus führen. Wie ich Klaus kennengelernt habe, das erzähle ich gleich zum Anfang der Folge. Das brauche ich also hier nicht zu spoilern, was ich gerne spoilern möchte ist folgendes Klaus ist 71 Jahre alt, hat als Onkologe gearbeitet, ist jetzt im Ruhestand oder wie man so lustig sagt im Unruhestand, weil er nämlich noch einiges auf dem Zettel hat, unter anderem ist er unterwegs für Recovery Deutschland. Org, das ist die Organisation, die den. Recovery Walk letztes Jahr in ich glaube Leipzig organisiert hat.

Dazu gibt es nachher mehr im Interview, darüber spreche ich mit Klaus sehr ausführlich. Klaus beschäftigt sich immer noch sehr mit dem Thema Recovery, also nicht nur das Nüchternwerden, sondern auch das langfristige Nüchternbleiben. Sehr interessant, was er dazu zu sagen hat, auf welchen Seiten er sich rumtreibt, wo er seine Informationen her hat, wie er sich austauscht, wirklich hochinteressant.

Er war so am Ende durch die Trinkerei, dass sich selber hat einliefern lassen und sagt. Als er dort ankam, war er auf dem Tiefpunkt seines Lebens angekommen. Und wie schön, dass er da jetzt rausgekommen ist. Wie schön auch, dass Klaus in Hamburg lebt, genauso wie ich, und dass ich ihn bald mal treffen werde.

Auch in diesem Gespräch, so wie auch letzte Woche bei Jan geht es hier ziemlich tief, wir streifen einige Themen und ich verspreche dir, es wird spannend. Apropos Jan im Interview 186 haben wir ja über vieles gesprochen, glauben, Queerness und so weiter und ich hatte bedenken, ob wir da nicht ein bisschen sehr weit ausgeholt haben. Ich habe einige Rückmeldungen bekommen, die mir sagen, nee, das war genau richtig so, da so tief zu gehen. Jan hat sich danach bei mir auch noch mal gemeldet und ein paar andere Leute auch, vielen Dank dafür und für mich bedeutet das. Wenn sich die Gelegenheit wieder ergibt, so tief in möglicherweise etwas themenfremde Gebiete einzutauchen, dann werde ich das

machen. Wenn es sich ergibt. Ja, das muss natürlich irgendwie alles einen Kontext haben, ein Kontext hat ja auch die Musik, die ich mache, ich glaube, ich bin der Einzige, der ein Projekt hat. Das sich in der Musik ausschließlich mit dem Thema Nüchternheit und Klarheit beschäftigt. Ich habe wieder ein paar neue Stücke rausgebracht, unter anderem habe ich die 9 Punkte von Jan, die er am Ende der Folge genannt hat, aufgegriffen und habe daraus ein paar Songs gebastelt. Einen kannst du nach dem Interview mit Klaus hören und dann gibt es noch einen obendrauf, das erzähle ich nachher, was das für ein Titel ist. Jetzt kommt erstmal das Interview mit Klaus und ich verspreche Dir, Klaus hat eine

relativ lange Einleitung, die geht so 20 Minuten. Ich habe ihn bewusst nicht unterbrochen, weil ich es wichtig fand ihn reden zu lassen. Ich verspreche dir es entsteht ein richtiger Dialog, also halte durch Klaus, Nimm es mir nicht übel, ich fand das toll wie du das gemacht hast wirklich also lehn dich zurück rucke die Kopfhörer zurecht hier kommt Klaus.

Hallo, lieber Klaus. Kai. Du bist letzte Woche glaube ich, vorletzte Woche in unsere Rausschluss glücklich Gruppe gekommen. Ja, gesagt, dass du eine ganze Zeit schon nichts mehr trinkst. Und dann habe ich gleich mich, wieso ein Geier auf dich gestürzt und habe gesagt, lass uns ein Interview führen, weil ich ja immer ein bisschen short bin hier und wir haben jetzt nur 2 Minuten gesprochen. Kennen uns nicht, wir haben uns noch nie gesehen. Ich weiß quasi nichts über dich, aber das werden wir gleich alles erfahren, da freue ich mich schon drauf. O.

K erzähl mal. Wie alt bist du? Was machst du, was hast du gemacht? Also ich bin inzwischen 71 Jahre alt, war Arzt oder bin Arzt, gelernter Onkologe. War Partner in einer großen Gemeinschaftspraxis in Hamburg und so die, die der eigentliche Bruchpunkt in meinem Leben war. 2018 die Trennung von meiner Frau, den Verkauf des gemeinsamen Hauses und 2020 bin ich dann, da habe ich noch getrunken, aus der Praxis ausgestiegen. Das viel zufällig genau zusammen mit dem Beginn von Corona also kein schlecht gewählter Zeitpunkt, obwohl er natürlich nicht absichtlich gewählt worden ist und bin dann geschieden worden in 2020 und mein meine Kapitulation war dann in der Silvester nach 2021, als mir der

Führerschein abgenommen worden ist und ich dann. Obwohl ich das seit vielen Jahren wusste, mir selber und vor allen Dingen meiner großen Tochter gegenüber eingestehen musste, dass ich ein Alkoholproblem habe und dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, sich darum ernsthaft ernsthaft zu kümmern und mich in professionelle Hände zu begeben.

Das habe ich auch gemacht, war bei einem Psychiater. In einer Tagesklinik der oberberggruppe ich weiß nicht, ob du das kennst. Oberberg Oberberg Kliniken ist ein Klinikverbund inzwischen. Oberberg ist gegründet worden von einem vielen, vielen Jahren, der ein Suchtproblem hatte. Ich glaube, er hatte auch ein Alkoholproblem und irgendwann auch gesagt hat, so kann es nicht weitergehen und Nachhilfe gesucht hat, speziell für Ärzte. Als er nichts gefunden hat, hat er seine eigene Klinik gegründet.

Auch praktisch. Daraus ist ein Verbund entstanden. Der Schwerpunkt war zunächst Angehörige von Heilberufen, aber inzwischen haben sie das ausgedehnt. Also man muss nicht Arzt sein, um sich da behandeln zu lassen, sie behandeln auch alles, nicht nur alkoholerkrankungen, haben mehrere Kliniken im Bundesgebiet eine Tagesklinik, auch in Hamburg, und da bin ich zu dem Chefarzt hingegangen, wir haben das besprochen und wir haben.

Hin und her gedreht machen wir es ambulant, machen wir es stationär. Und da ich auch körperliche Symptome hatte, habe ich gesagt, wir waren uns dann ziemlich schnell einig, dass wir das stationär machen, aus einem qualifizierten Entzug, wie man das nennt, da gab es nur ein kleines zeitliches Problem. Zu dem Zeitpunkt war das Impfzentrum in Hamburg gerade an den Start gegangen und ich war kurz vor. Von der Kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg, die das Impfzentrum betrieben hat, in das Team der leitenden Ärzte berufen worden.

Also, ich habe nicht selbst geimpft, ich war nur zuständig für all die Fragen, auf die es keine Antworten gab in den ersten Wochen und Monaten zum Beispiel, was machen wir denn jetzt mit Schwangeren, die unbedingt geimpft werden wollen? Es war eine spannende Zeit, es war super organisiert, es herrschte wirklich. Grandiose Stimmung, weil viele Leute dabei waren, die aus der Musikbranche kamen, aus der Unterhaltungsbranche kamen, nicht arbeiten konnten und dadurch herrschte da, die hatten das Care Team gebildet haben und es herrschte eine ganz besondere Stimmung dort.

Also mir hat das gut gefallen und im Hintergrund habe ich dann aber immer weiter konsumiert, sodass es bis zum November 2021 gedauert hat, bis ich dann 4 Wochen in einer Klinik in Brandenburg. Verschwand, und das war auch gut, die haben mich physisch wieder zusammengesetzt, das ist natürlich immer was spezielles, wenn man als Arzt sich in die Hände von anderen Ärzten und dann auch noch von Psychiatern und Psychotherapeuten begibt, aber die körperlichen Symptome, die ich hatte, sind mit Rivoltril, das ist ein Benzodiazepin, ziemlich schnell weggegangen, das konnte auch zügig ausgeschlichen werden. Und ich merkte mir ging es körperlich eigentlich immer besser.

Nach 14 Tagen bei einer Blutdruckmessung war beim Blutdruck plötzlich völlig völlig normal. Ich hatte bis dahin Betablocker genommen wegen eines erhöhten Blutdrucks, das könnten wir dann absetzen und ich war sehr stolz, dass meine Leberwerte in diesen 4 Wochen sich um 2 Drittel schon zurückgebildet haben. Also ich war sehr überrascht, wie der körperliche Erholungsprozess und.

Sehr schnell vonstatten ging, weil Corona war, waren die Angebote natürlich beschränkt. Ich hatte eine Therapeutin, ich habe Kunsttherapie gemacht, was mir gut gut gefallen hat und was auch dazu geführt hat, dass ich jetzt in eine Malschule bei mir um die Ecke gehe. Seit ein paar Wochen, und ich habe aber schon da ziemlich schnell gemerkt, es reicht nicht aus zu sagen, morgen höre ich mit dem Saufen auf und ich.

Das Leben geht sonst so weiter. Also mir war schon ziemlich früh klar, dass man muss auch gucken, warum man das gemacht hat und sein Leben praktisch überprüfen und neu neu ausrichten und da bin ich eine Weile erstmal ein klein bisschen orientierungslos gewesen, aber nicht lange, dann bin ich in eine Facebook Gruppe von Natalie Stüben eingetreten und habe.

Zu meiner Überraschung auch gemerkt, wie viele Frauen von dem Thema betroffen sind, aber habe mich da wohlgefühlt, gut aufgehoben gefühlt, da sind auch Freundschaften entstanden, die bis heute weiter bestehen, nachdem Natalie das ja aufgegeben hat mit der Facebook Gruppe, da haben wir das selber weitergemacht, sind so 5 600 Leute übrig geblieben und wir machen auch in diesem Jahr unser drittes Präsenztreffen, wo wir uns persönlich begegnen und nicht nur alle 4 Wochen über.

Über den Zoom und dann ging das weiter. Dann kam so eine Phase, wo ich mich gefragt habe, wo sind alle, die ganzen rosaroten Wolken konnten denen die anderen immer erzählen, bei mir sind die so nicht in der Form aufgetaucht, also ich hatte da ein richtiges Loch und die ersten Ansätze aus dem Loch herauszukommen war in 3 Wochen Aufenthalt in New York wo meine Tochter lebt und. Jazz und Contemporary Music studiert als jeder kam, ist schon gemerkt, so mental hatte sich was verändert. Es tat gut, mal wirklich komplett umgebungswechsel zu machen, war dann nach wie vor in Psychotherapie, bin aber mit meiner Therapeutin nicht so ganz klar gekommen, da hatte ich immer das Gefühl, ich bringe der

was bei und nicht umgekehrt. Es zog sich dann hin, das nächste wichtige Ereignis war dann in jetzt muss ich mal gucken 314 23 war dann im Frühjahr 2023, als ich meine Tochter besucht habe und kurz vor dem Abflug durch Williamsburg wanderte und an einer Buchhandlung vorbei kam und eines der Phänomene meiner. Abstinenz ist, dass ich an keinem Buchladen mehr vorbei gehen kann, unheimlich wenigstens ins Schaufenster zugucke.

Meistens gehe ich auch rein, meistens kaufe ich dann auch was und ich sah auf der Auslage ein Buch liegen von Laura MC Cohen mit dem Titel We are the Luckyst Power es ging um so den genauen Buchtitel habe ich jetzt nicht im Kopf und habe den Klappentext gelesen, habe mich. Wie sagt man heute, mitgenommen, gefühlt und angesprochen gefühlt habe das Buch gekauft, zufälligerweise von ihr signiert und habe auf dem Rückblick schon die Hälfte gelesen, weil das sprach genauso wie viele ja von den Büchern von Natalie Stüben angesprochen sind, hat mich das einfach total angesprochen, was sie da geschrieben hat in diesem Buch. Sie hatte eine Plattform gegründet, auch als Corona losging, die heißt auch der

Lucky S Club, da habe ich den Newsletter abonniert und eines Tages. Das war dann im Januar. 24 kam ein Post, kam eine Mail mit der Ankündigung, sie würden jetzt also eine Lucky s Club ist so eine große Plattform sowas ähnliches wie Oamn, da gibt es der Schwerpunkt liegt aber mehr auf den auf Zoom Konferenzen. Es gibt ganz ganz viele unterschiedliche Gruppen dort. Es gibt sogar eine Gruppe exklusiv nur für Männer. Es gibt eine Gruppe für Query People und für People Color und also es ist ganz unterschiedlich gemischt. Es gibt Gruppen für Anfänger, Gruppen für erfahrene, das ist wirklich, also mir hat das da gut gefallen und sie hat einen Kurs angekündigt zusammen mit 2 ihrer Coaches, der heißt The Sover Life und war.

Gezielt gerichtet an Menschen, die länger als ein Jahr ohne Alkohol bereits gelebt haben und sich einfach fragen, was kommt denn jetzt was, was, wenn man ein Jahr geschafft hat, was was ist denn dann? Da ging es um Themen, Wer bin ich eigentlich, es ging um Themen wie, was sind meine Werte, es ging um Themen wie Management von Emotionen.

Charme zum Beispiel. Es ging um relationships, also nicht nur romantische Beziehungen, sondern generell Beziehungen zu anderen Menschen. Das Ganze ging über 8 Monate, war sehr intensiv, bestand aus mindestens einer wöchentlichen Zoom Konferenz, auch zu Zeiten, wo man als Europäer teilnehmen konnte. Und das war also also ein persönlicher Austausch, zwar per Video, aber immer ein persönlicher Austausch. Und in diesem Kurs, also es gab meistens, wenn ein neues Thema begonnen wurde, so eine Art Impuls, dann konnte man darüber diskutieren, es gab auch Hausaufgaben, die abzuarbeiten waren.

Bei manchen bin ich, bin ich auch schlicht und einfach stecken geblieben, weil ich gemerkt habe, da kam so viele Themen, dann so viele Themen hoch die, die relevant waren, die jahrelang irgendwo versteckt rumlagen. Da habe ich sehr, sehr viel gebracht, das hat wirklich sehr viel gelernt, das hat wirklich mich weitergebracht, so dass ich dann noch einen anderen Aspekt erkennen konnte, dass ich auch.

Eine Depression hatte die sich dann zu dem Zeitpunkt, als die ganzen Themen auf den Tisch kamen, bemerkbar. Macht also, dass ich dann noch mal in die Oberberg Tagesklinik gegangen bin, speziell unter dem Aspekt der Depression, und da dann das Glück hatte, an eine Therapeutin zu geraten, mit der ich wirklich gut klar kam, die viel Erfahrung hat, auch bei Sucht und Depression und. Mit dir ich letztendlich all diese Themen, die ich bei den Amerikanern gelernt habe, noch mal aufarbeite, noch mal vertiefen konnte und die Vorträge halte, zeige ich dann gerne in Slide, das nach über 3 Jahren praktisch über 3 Jahren der Abstinenz ich erst in der Lage war. Ich habe da so eine Metapher in den Keller zu gehen und da die Kisten aufzumachen, auf denen

toxisch und hochexplosiv die. Drauf stand und diese Kisten dann den Inhalt zu bearbeiten, denn ich hatte ein Ziel und das Ziel war 70 Geburtstag und den wollte ich nicht in Hamburg verbringen, also bin ich wieder nach New York geflogen, zu meiner Tochter, meine ältere Tochter war auch mit 4 Wochen in New York und da ich hatte den Newsletter vom Soda Club abonniert da kam. Dann ein Post von Mika Döring.

Sie wolle den Recovery Walk nach Deutschland holen und wer Lust hat, sich daran zu beteiligen, und das war nun genau genau mein Ding. Von der Thematik her und auch genau das Feld wo ich dachte, da kann ich mich einbringen, das ist die Richtung, in die ich auch denke und dann haben wir. Im März, also ziemlich genau vor einem Jahr, jetzt in Leipzig den Verein gegründet. Gründungsmitglieder waren nicht nur Mika und andere Betroffene, sondern auch 2 Psychiatrieprofessoren, unter anderem Georg Schomeros, der, so der eigentliche Inspirator, glaube ich gewesen ist.

Für diese Aktivität, die wir da entfaltet haben. Und dann haben wir uns zügig an die Planung des Walks gemacht, haben ziemlich schnell Leute gefunden, die sich damit engagieren wollten bei der Vorbereitung des Walks, der der Walk hat ein Vorbild, nämlich ein schottisches Vorbild aus Schottland, da gibt es das schon seit 10 Jahren.

Wobei man da gleich sagen muss, dass die Schotten und die Amerikaner uns bei dem Thema Recovery, also der langfristigen Genesung Jahre wirklich Jahre voraus sind im Denken und auch in den Strukturen. Und dieser Recovery Walk, den haben wir praktisch kopiert, der besteht aus einer Gedenkzeremonie, so haben wir es auch gemacht, also beginnt mit einer kurzen Zeremonie. Wo Innegehalten wird, wo man denn den Menschen gedenkt, die es nicht geschafft haben, die gestorben sind. Wir hatten das Glück, dass ein Teammitglied in einem Chor gesungen hat, sodass wir den Chor gleich engagiert haben. Das die Gedenkzeremonie wurde dann umrahmt von von einem Chor, es gab 2 Wortbeiträge, jemand vom Blauen Kreuz und ich habe auch gesprochen an meinen Vater

erinnert. Und dann haben wir die Blumen in eine sogenannte Blumenwolke gesteckt, und das ist zwischen Running Gag geworden. Die Gespräche mit die Denise und Katrin aus dem Vorstand, mit dem Grünflächenamt der Stadt Leipzig geführt haben, die mehr oder weniger gesagt haben, wir können fast alles machen, was ihr nicht machen dürft, ist, Blumen in den Fluss schmeißen, das dürft ihr nicht, also.

Da wird man auch mit deutscher Bürokratie konfrontiert und dann sind wir auf die Straße gegangen. Wir haben 700 bis 750 Menschen mobilisieren können, die Sozialbürgermeisterin der Stadt Leipzig war auch dabei und dann sind wir auf die Straße gegangen und durch Leipzig marschiert mit Transparenten zu Beginn auch eine Box mit Musik.

Und sind dann durch die Straßen gezogen, begleitet von der Polizei, die hinterher zu uns gesagt haben, solche Demonstrationen oder solche Aktionen könnten gerne öfter stattfinden, die also sehr entspannt waren. Und dann haben wir uns auf einer Wiese getroffen, wo wir auch Losmarschiert sind auf der AOK Wiese im Clara Zettel Park in Leipzig. Die AOK, das sei an der Stelle eingeflochten, hat den Walk großzügig gefördert.

Was auch nicht selbstverständlich ist, wie ich dann gelernt habe. Und dann gab es ein Open Air, so eine Art Open Air Festival mit einer Bühne, wo es Redebeiträge gab von Georg Schomerus, dann 2 junge deutsche Musiker aufgetreten sind, einer Bucci und dem ich dann gehört habe, dass er ein Buch geschrieben hat mit dem Titel Spiritualität statt Spirituosen liegt noch auf meinem Schreibtisch drauf und.

Und Sara Lesch hat gesungen. Und es gab was zu essen, es gab was zu trinken im Bücherstand, andere Organisationen konnten sich präsentieren, also der Verein Glücksspielfrei war da und hat einen kleinen Stand, das Blaue Kreuz war da und das Highlight war die Hüpfburg, über die wir wochenlang diskutiert haben. Erst über die Frage brauchen wir überhaupt eine Hüpfburg? Und dann ging es fast noch länger um die Frage, wie groß soll denn Hüpfburg sein?

Und es wurde die XL Version, also die größte Version die es gab. Aber die Hüpfburg fand da einen guten Anklang und zwar das war ein tolles Erlebnis, weil so ein Spirit über der ganzen Veranstaltung lag und ein Gemeinschaftsgeist da war, weil man wusste, alle die hier sind. Kennen sich aus mit dem Thema. Ich muss mich nicht erklären, weil alle haben eine ähnliche Vergangenheit wie ich, also war ein tolles Erlebnis und am 12 September in diesem Jahr wird dann der nächste Walk stattfinden in Düsseldorf die Wahl auf viel auf Düsseldorf, weil dort der dortige Fach.

Ausschusssucht Selbsthilfe, abgekürzt FAS, die uns angesprochen hatten nach dem Walk, das ist so eine Art Dachorganisation in Nordrhein Westfalen, die feiern ihr 25 jähriges Jubiläum und wir haben uns ziemlich schnell verständigt, dass wir diese beiden Veranstaltungen miteinander koppeln wollen. Der FAS hat das ehrgeizige Ziel, und ich glaube, das schaffen die auch so, eine Art Festakt zu machen am Tag vor dem Walk, und zwar wollen die das machen im Plenarsaal des Landtags, da habe ich auch.

Auch verblüfft geguckt, als die das Ziel Ausgaben und das schaffen die glaube ich auch, weil sie da schon mal gewesen sind. Also da haben wir jetzt einen starken Partner gefunden und die Vorbereitungen beginnen jetzt ja. So, jetzt grätsche ich da mal rein jetzt. Bin ich auch fertig. Jetzt habe ich viel geredet. Ja, das war jetzt eine 20 minütige Einführung. Danke lieber Klaus, Ich glaube du bist ein Teilnehmer mit der längsten Einleitung.

Ja, super. Also ich habe gleich am Anfang sind mir schon so viele Fragen durch den Kopf geschossen. Ich habe ein Paar aufgeschrieben, erstmal vielen Dank für diesen sehr umfangreichen Abriss, wirklich höchst interessant. Und jetzt könnte, könnte man eigentlich an dieser Stelle Schluss machen. Aber ich habe ja viele Fragen. Zum einen Onkologe, da kam mir gleich in den Sinn, Oh, als ich da kam, gleich mal ein Banker gehen wieder hoch, ja, als Banker habe ich mich immer auf solche, auf solche einen Klientel gestürzt, jetzt haben wir gern gesehene Gäste bei uns in der Bank, im auch im Private Banking, da wirst du bestimmt auch oft belagert, ne von irgendwelchen. Von irgendwelchen Bankern, die

dir was Gutes antun wollen oder? Oder früher zumindest. Ging so, war überschaubar. Hab ich jetzt nicht so wahrgenommen. Nee, OK, ja, guck mal komisch, dass ich damals dich nicht entdeckt habe. Na ja. Ja, also gut, Angebote gab es natürlich immer. Ne, kauft ihr eine Immobilie oder ja klar oder jenes und logisch, das gab es immer wieder mal, ja. Mit wie vielen Partnern wart ihr da in der Praxis? Wir waren. 5 und hast du hast du zur aktiven Zeit also auch schon vor 2018 auch schon problematisch getrunken aus heutiger Sicht.

Ja, ja, das ist immer mehr geworden. Ich gehöre zu einer Risikogruppe. Ärzte sind ja eine Risikogruppe, was Sucht angeht, also nicht nur Alkohol, sondern auch Medikamente, war sein Medikamente ja leicht herankommen, aber als ich das danach beim Ex Partnern gestand, Waren alle etwas überrascht, weil sagten wir haben nie was gemerkt, also ich habe das wie viele andere auch das. Geschickt verborgen und ich habe auch nicht we nicht während des Tages getrunken.

Wann? Wann hast du denen das gesagt? Also ich bin im April 2020 ausgestiegen und dann haben wir erst so mit 2 Jahren Verzögerung wegen Corona so eine Art Abschiedsessen nachgeholt und da habe ich denen dann gesagt. Ah okay. War dann ganz überraschend herauskam, dass meine Nachfolgerin in der Praxis dann auch sagte, ihr Vater hätte auch problematisch getrunken.

Also es war ganz überraschend, das habe ich aber immer wieder erlebt, dass, wie überraschend das ist, wenn man sich dann outet, was dann plötzlich zurückkommt, wie man dann das gegenüber plötzlich zu reden anfängt, noch über das kennst du wahrscheinlich auch, oder? Also zum einen kennt kennt jeder jemanden, dass das zum einen und zum zweiten Fangen dann ja viele an auch mal so kurz innezuhalten.

Ja. Ja, und also die sagen dann vielleicht gar nichts, aber du siehst, wie es rattert, so wieviel trinke ich, ist das problematisch? Nein, nein, das ist nicht problematisch, oder doch, ich weiß gar nicht, und dieses dieser Gedanke, ne. Und wenn, wenn ich denn gesagt oder wenn ich denn sage, na ja, also ich habe halt gemerkt, dass ich falsch abbiege, und das wollte ich nicht. Ah, Oh, hast du so viel getrunken? Na ja, sage ich am Wochenende und unter der Woche mal Mhm, und da sehe ich ja ja ich auch, aber ich sage es dir jetzt nicht dieses Ding, ne, hast du denn während des Tages, also während deiner Arbeit in der Praxis?

Gemerkt, dass es dir, dass es anstrengender ist, wenn du vorher getrunken hast, ja. Ja, es gab. Es gab einen Tag in der Woche, da habe ich erst mittags angefangen, das war montags und letzten Phase, da habe ich schon mal vor, bevor die Praxis vor was getrunken, aber da habe ich auch gemerkt, wie, dass ich dann.

Also ich war voll sortiert, aber ich habe dann gemerkt, dass der Ablauf dann nicht so flüssig war. Das habe ich schon gemerkt, aber an den anderen Tagen, wenn ich morgens anfing, da hatte ich, da bin ich dann nüchtern in die Praxis gefahren und so die richtigen Entzugssymptome, die hatte ich derzeit noch nicht. So richtig eskaliert ist das dann so, als ich dann erst auf halbtags ging und dann aufgehört habe. Praktisch so ab ab 2018 ist es so richtig eskaliert. Aber diese Tage, wo du dann morgens in die Praxis bist und gemerkt hast, du, boah, ich bin irgendwie ganz schön kaputt, aber es geht und dann hast du deinen Tag so Runtergerissen, die kennst du auch, oder?

Ja, die kenne ich auch. Klar, ich war auch dann während des Tages. Abgelenkt. Da hatte ich andere Dinge im Kopf als zu gucken, wie kann ich meinen Spiegel wieder anpassen. Das kam dann erst so, wenn ich, wenn ich in mein Auto stieg, aber das war morgens, war ich dann schon nicht ausgeschlafen, nicht, das brauchte eine Weile, bis ich auf Betriebstemperatur dann kam.

Und das Verrückte ist ja, das kennt ja jeder, der. Mal oder regelmäßig zu viel trinkt. Das Verrückte ist ja, wenn man das sein lässt. Das hast du ja jetzt leider gar nicht mehr erlebt, dann in deiner Berufswelt, in deiner Berufswelt, wieso ein Arbeitstag plötzlich abgehen kann, wenn man nicht müde und kaputt ist.

Das ist halt echt eine andere Welt, ne? Das glaube ich gerne, das habe ich leider nicht nicht erlebt, weil der Weg dahin. Es hätte natürlich einen Weg gegeben. Die Ärztekammern bieten das ja seit einiger Zeit an, dass sie sich um Ärzte, Ärztinnen und Ärzte kümmern, die ein Problem haben, weil dahinter steckt ja ein sehr ernsthaftes Problem, natürlich, dabei erwischt wirst du die Approbation los. Und.

Zwar nicht wie ein Führerschein, dass du den ja im Jahr wieder kriegst, sondern mehr oder weniger dauerhaft, es sei denn, du kannst längere Zeiträume nachweisen, dass du abstinent lebst. Also es gibt da von den Ärztekammern Hilfsprogramme. Aber natürlich ist es ein bisschen. Es war für mich zu dem Zeitpunkt auch nicht vorstellbar, das zu machen, denn das hätte bedeutet, dass ich mich hätte outen müssen, zumindest meinen Partnern gegenüber, wenn ich sage, ich gehe jetzt mal 4 Wochen in eine Klinik und mach mal einen Alkoholentzug.

Kam, kam die denn die Idee da schon mal vorher ranzugehen, ja. Also ich hatte schon schon einige mal ein paar Mal, also ich wusste das von der Institution der Oberbergkliniken, das war mir schon länger bekannt und hatte da auch immer wieder mal auf der Homepage mich umgesehen. Irgendwas das hat mich dann abgehalten, ich kann es nicht erklären. Kennt wahrscheinlich auch jeder so Situationen wo man denkt, ich müsste müsste mich mit dem Problem eigentlich beschäftigen und müsste das lösen, aber es dann doch nicht macht. Es braucht dann wahrscheinlich eines äußeren Anlasses wie bei mir der Führerscheinentzug, wie bei manchen anderen an, wahrscheinlich auch ein äußerer Anlass. Also ich gehöre nicht zu denen,

die das sagen, ab morgen höre ich dann auf und ich mache was weiß ich, ein Programm von Natalie Stüben, sondern bei mir braucht es einfach. Den Hinweis des Universums sind das jetzt nicht ich, ich schieß mal ordentlich dir was von Bug, dass du zur Besinnung kommst. So so ein Ereignis hab ich gebraucht. Ja, also wenn wenn ich das mal in meinen Worten beschreiben darf, wie wie ich das schon oft gehört habe und ich glaube so im Nacherein, ich trink ja jetzt auch seit 5 Jahren nichts mehr. Der Gedanke, nichts mehr zu trinken, der kam natürlich vorher auch immer schon mal.

Und wenn man sich mit so einem, also wenn ich mich mit diesem Gedanken beschäftigt habe, dann stieg so ein Druck. Also was hat das für Implikationen? Du musst dich, ich musste mich meiner Frau gegenüber outen, ich musste meinen Kumpels sagen, ey, wenn wir saufen gehen, ich trink nichts mehr, ich komm nicht mit so also es entstand für mich ein riesiger Druck. Kenne ich ja.

Und in dem Moment, wo ich gesagt habe, ach, so schlimm ist das nicht, machte das, und der Druck war sofort weg. Und. Das war natürlich dann völlig falsch im Nachhinein zu sagen, naja, jetzt ist hier der Druck ja weg, jetzt mache ich einfach weiter wie vorher, aber ich habe diesen Druck nicht mehr und ich glaube, das ist das ist ganz oft so ein Ding, man baut sich selber einen Druck auf und.

Und wenn man, wenn man dann nicht dabei bleibt, ja dann macht man einfach weiter wie vorher, verändert gar nichts und es fühlt sich erstmal. Für mich war es so, es fühlte sich ein bisschen leichter an, weil ich einfach gesagt habe, na ja, so groß ist das Problem ja gar nicht so, ich trinke ja gar nicht so viel und das kenne ich auch von anderen.

Ja, diese Aussage, na ja, so so schlimm ist es ja noch nicht. Oder? Ja. Das habe ich auch lange gedacht. Gut, ich habe die Momente gescheut, wo ich denke, ich lass mir mal Blut abnehmen und guck mal meine Leberwerte nach und hab das an der Weile auch als Kriterium genommen, hab gesagt, ja, wenn die so bei 200 sind oder die haben sich ja nicht verändert und da kannst du weitermachen und aber natürlich, ich bin da.

Wenn man so will exklusiven Situationen. Ich bin ab auf kurzer Arbeit und dann habe ich Zeit gehabt und auch das Umfeld gehabt, mich darum zu kümmern. Ich stelle mir das wesentlich schwieriger vor, wenn man so 50 ist. Im Arbeitsleben steht, Familie hat, Kinder hat und solche Dinge, dann stelle ich mir das wesentlich schwieriger vor zu sagen, ich ziehe mal den Stecker und gehe mal 4 Wochen in die Klinik.

Ja. Kann ich mir auch vorstellen, aber könnte es nicht eine Variante sein zu sagen, bu ich habe, ich habe ein anderes Problem und ich muss das jetzt mal professionell lösen. Man muss ja nicht zwingend über den Alkohol sprechen bei der Arbeit zum Beispiel kannst du ja sagen, ich ich hab was weiß ich. Burnout.

Burnout Burnout ist dann genau Burnout. Ist doch gut, Burnout geht. Immer. Burnout geht immer. Genau also das zu sagen und dann das Thema anzugehen. Ich glaube das, das könnte eine Möglichkeit sein, das mal professionell anzugehen, eine Frage, die mir kommt, Mediziner gelten ja oftmals als. Die. Ohne Wertung, weil wir uns auch nicht kennen, die alles wissen und alles besser wissen.

Jetzt weiß ich aus Bankersicht das ist gar nicht so, ja, weil im Bankbereich haben die Leute die meisten Mediziner. Einen weißen Fleck, einen blinden Fleck, aber auch was den Alkohol angeht, weiß ich natürlich, dass du das weißt, was so ein was im Körper passiert und was das alles anrichtet. Gerade als Onkologe musst du das ja wissen, ne? Ja.

Aber das ist ich meine, meine Frau, die war HNO Ärztin und die haben lustig kehlköpfe rausoperiert und so. Und die Kollegen sind dann erst mal eine Rauchen gegangen. Ja. Woher der ganze Scheiß kommt? Aber ja, das hat aber nichts bei dir gemacht, oder? Diese erkennt dieses Wissen. Nee, ich hab das erfolgreich verdrängt. Klar, klar ist mir das bewusst.

Und natürlich, wir Ärzte denken, alle wissen unsterblich, ne. Aber dieses Bewusstsein selbst selbst das Wissen um die organischen Schäden des Alkoholkonsums, haben das nicht verhindert. Das ist auch zu der Zeit gewesen, als da landläufig die Meinung herrschte. Ein bisschen Rotwein zum Abendessen ist sogar gesundheitsförderlich. Man hat ja lange Zeit geglaubt, die Kurve steigt erst nach einer Zeit x exponentiell an und das Wissen, dass das linear ist, hat sich erst jetzt so in der letzten Zeit durchgesetzt, aber das kann man auch als Arzt erfolgreich verdrängen, ja. Ja.

Ja, also das, das war jetzt ein bisschen provokativ, und das ist mir natürlich klar, weil wenn ich hier mit meinen Rauchern rede, ja, da erzähl ich ja keinem was Neues, dass rauchen ungesund ist, das weiß ja jeder, das weiß jeder Trottel. Also ja, und beim Alkohol natürlich mit dem Rotwein, das, ich erinnere mich da auch noch gut dran, als ich das gelesen hab, hab ich gedacht, Boah geil, dann trink ich nicht ein Glas, weil das ja gut ist, dann trink ich 2, das ist dann sehr gut.

Ja, vor vor 2 Jahren. Vor 3 Jahren gab es mal eine hart aber fair Diskussion über das Thema Alkohol. Da war Karl Lauterbach noch Gesundheitsminister und Natalie Stübel war auch eingeladen dazu und Moderator hat am Anfang gefragt, jetzt sagt Mal, was trinkt ihr denn so und Karl Lauterbach hat gesagt, ja ich trink so ein Glas Rotwein am Abend, da weiß man natürlich schon, kenne ich auch als Arzt, wenn man Patienten fragt, das ist nicht ein Glas, das sind wahrscheinlich 2 Gläser und dann hat er aber den Fehler gemacht und hat den Satz nachgeschoben. Also er, der ja immer gebrüstet hat, ich kenne mich mit Corona und Studien aus und so hat gesagt, ja, das ist ja auch nicht gesundheitsschädlich, wie

wir wissen, das ist gut fürs Herz, Kreislauf, System, aber da ist Natalie Stüben ihm mit Bravour entgegengetreten und hat gesagt, erkennt die aktuellen Studien nicht, ne. Ja, da ist sie richtig steil gegangen. Ne den auch mal gesehen? Oder auch gut. Ja, ja, das ist natürlich peinlich. Ne, gerade als Gesundheitsminister so ein so ein Scheiß zu erzählen also. Erbärmlich finde ich das also bei jedem Politiker finde ich das ganz schlimm.

Ja, auch wenn die mit Ihrem mit ihrem Master in die Kamera grinsen, das ist einfach falsch, das ist aus der Zeit gefallen, finde ich. Obwohl das vor 23 Tagen habe ich eine Nachricht gelesen, dass Friedrich Merz beim Parteitag der CDU verfügt hat, dass Alkohol bitte erst nach Sitzungsende ausgeschenkt wird, damit alle bis zum Schluss dableiben. Und alle bis zum Schluss auch noch so halbwegs gut arbeiten können.

Aber wenn man das liest, fragt man sich, wundert man sich nicht mehr, wie manche Entscheidungen zustande kommen in der Politik ne oder ja, da ist es auch auch verbreitet, also als Kanzler wurde habe ich so eine Notiz gelesen oder Spiegel online, dass er auch darüber nachgedacht hat, seinen Konsum zu konsumieren, das fand ich auch ziemlich überraschend, ja.

Ja, naja anderes. Thema. Genau 2018 kam die Trennung bei dir und das hat dir so richtig den den Boden unter den Füßen weggerissen. Eigentlich eigentlich nicht, weil das kam nicht unerwartet. Also das hat schon lange nicht mehr gestimmt gestimmt, es war auch so, dass. Wir beide das Gefühl hatten, das auch nicht mehr zu retten. Insofern war es in einer gewissen Weise sogar ein Akt der Befreiung, denn mit meiner Exfrau konnte ich, die hat sich für dieses Thema nicht interessiert, sagen wir mal so, also da gab es keine Hilfestellung, und da konnte ich auch keine Hilfestellung erwarten, und das war, es ging nicht mehr und.

Und rückblickend sagen aber das ist immer so, wie wäre das Leben verlaufen, wenn ich nicht irgendwann mal ausgestiegen wäre. Früher ausgestiegen wäre. Es war eher, es war eher, das muss ich ehrlich zugeben, eher ein Akt der Befreiung. Aber du hast ja gesagt, du hast dann, dann hast du es so richtig losgelegt mit der Sauferei, ne.

Naja. Ja, ist dann schlimmer geworden, weil so eine Art von Kontrolle natürlich dann wegfiel, als wir wohnten. Dann ist es schlimmer geworden, also der Grund war eher, dass ich und dass ich und nicht mehr unter Beobachtung war, sagen wir. Ja, ja, genau. Beobachtung war ja, das ist halt, das ist wahrscheinlich der wesentliche Grund.

Und dann natürlich die ganzen Umstände, die dann nachkamen. Ja, ja, ich kann das, kann das gut nachempfinden. Guck mal hier, ich hab ja ne ähnliche Geschichte. Ja, 2018 ist meine Frau gestorben, das heißt, die war dann auch nicht mehr da und ich hatte dann auch keine Kontrolle mehr in dem Sinne und. Ich hab, das ist ja auch noch mal ne andere Situation, dann ne.

Ja, aber dennoch. Das also die, die das ist ja ähnlich, dass da niemand mehr ist, der sagt du, du, du ja, also. Oder ich hatte mich nicht zu rechtfertigen und ich habe dann ja auch 2020. Auf 21 habe ich aufgehört zu trinken, also. Was sind Kinder? Ja, ja, ich habe eine Tochter, die ist jetzt 17. Ich habe einen Sohn, der ist 14 und ich habe gestern vorgestern, gerade habe ich irgendwie in meinem Handy rumgescrollt und sah einen Bluttest von 2013.

Nee, genau. Ich hatte einen Ordner in der Hand, so war das. Ich habe was gesucht und hatte einen Ordner in der Hand und da war so ein Bluttest von 2013 drin, aber wusste ich noch ganz genau, war ich mit meiner Frau in der Klinik, weil ich so seitenstechen hatte, ganz schlimm und dann habe ich gesagt, Boah, das ist ganz schlimm so und dann sind wir jetzt zum haben die mir Blut abgenommen und dann kam die Ärztin und sagte, Sagen sie mal, wieviel trinken sie denn, ach sag ich so 12 Gläser am Abend guckt sie mich an, aha. Na ja, manchmal mehr.

Ja, und am Wochenende auch mal noch ein bisschen mehr. Ja, gucken sie mal hier die Werte, den Wert, den wert, sagt sie, das war jetzt nicht nur das Wochenende, uh, das habe ich meiner Frau gar nicht erzählt, die im Wartebereich saß. Und da habe ich mit meiner Tochter drüber gesprochen und ich habe ihr gesagt, ich war vor 2 Jahren oder anderthalb Jahren, habe ich mal so einen Check gemacht, neue Blutwerte und so, die waren komplett normal. Und dann sagte sie, Oh, sagt Meine Tochter jetzt, vorgestern, sagt sie, hast du da so viel getrunken, ich sage anscheinend ja, ja, und das war nicht nur mal ein Wochenende, sondern das war schon regelmäßig, oh ah, ja, ja, und als Mama nicht mehr da war, da hast du dann ja auch

eine Zeit lang echt viel getrunken. Auch schon tagsüber. Und da sag ich nee, sagt sie. Na ja, wenn mit dem Kunden dankbaren so am Wochenende und so, schon da ging das schon mittags los, konnte mich gar nicht dran erinnern, ehrlich gesagt unter der Woche nie, aber schon am Wochenende ja. Also ich hab auch 2 Töchter, die sind zwischen 28 und 25, aber dieser Moment der Kapitulation, das war vor meiner großen Tochter und das war schon.

Ja, es war ein Offenbarungs. Es war nicht nur vor mir, also dass das vor der eigenen Tochter dann zu gestehen, ist schon ein Schritt. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist in gewaltiger Gaben, über den man da springt, aber die haben super reagiert, die haben. Gesagt, wir helfen dir, wir unterstützen dich und haben wir dann als als als meinen ersten Geburtstag feierte, einen Brief geschrieben, der mit dem Satz endete, wir sind ja so dankbar und ja ich heute noch feuchte Augen, was mir einfach gezeigt hat, was ich da angerichtet habe.

Ich habe mich dann bei beiden irgendwann mal entschuldigt für das, was ich gemacht habe. Aber ich habe nicht nur ein negatives Beispiel abgegeben, ich habe aber auch dann ein positives Beispiel abgegeben, dass ich eben gezeigt habe, ich kann auch, man kann auch als erwachsener, man als Vater dann.

Die Kurve wieder kriegen und sein Leben neu sortieren. Ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt und ich glaube, auch das diskutieren wir im Verein ja auch immer wieder gelegentlich, dass Angehörige auch eine wichtige Zielgruppe sind, also dass die in einer gewissen Weise mit dabei sind.

Haben aber sich dann zu offenbaren ist schon. Großer Schritt, ne. Ist ein Schritt, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Ich kann das für meine Kinder sagen. Kinder glauben ja, dass Eltern immer alles richtig machen. Und wir? Ich. Weiß nicht wie es bei erwachsenen Kindern ist, aber. Wir als als Eltern sind ein Vorbild, sollen ein Vorbild sein, wollen ein Vorbild sein und die Kinder denken, was Mama und Papa machen. Das ist richtig.

Und dann einzugestehen, ey, ich hab Fehler gemacht und es war falsch und ich hab mich bei meinen Kindern auch entschuldigt, es gab da so ein 2 Momente wo ich wirklich Scheiße gebaut hab, das war kurz nach dem Tod meiner Frau, das hatte ich ihr auch schon erzählt, da hab ich mich 2 Wochen später bewusst. Völlig abgeschossen und musste einen Kilometer nach Hause mit dem Taxi gefahren werden, weil ich einfach viel zu kacke war. Da war mein Sohn 6, meine Tochter 9. Ja und ich hab mich so voll laufen lassen, ich hab gedacht es war mir in dem Moment egal, dafür hab ich mich jetzt noch mal entschuldigt und die Kinder erkennen an, dass ich einen Fehler gemacht habe oder dass ich nicht einen, sondern dass ich Fehler gemacht habe und

auch, dass ich mich verändert habe und das ist das was du sagst. Ja, also dieses. Dann das Umdrehen können, dass man dann eben doch ein Vorbild sein kann und auch sich nahbar und nicht fehlerfrei zeigt. Das ist vielleicht eine bittere Erkenntnis für ein Kind, aber es ist auch gut, es bereitet sie so ein bisschen aufs Leben vor, ne?

Also das war für mich ein ganz, ganz essentieller Baustein und sicherlich auch mit einem Schritt das Ganze dann. Offen darüber reden zu können. Also. Wenn ich das von meinen Kindern schon kann, offen darüber reden, dann kann ich das irgendwo anders auch. Und aber es ist erstmal, es ist. Ein Schutt.

Ja, deine Frau wusste ob deiner Thematik ne. Ja, ja. Okay ja, verstehe. Und du hast Silvester 20 hast du deinen Führerschein verloren? Was ist da passiert? Ich lass mal einen kleinen Teil weg. Ja, war mit dem Auto unterwegs nicht weit und auf dem Hinweg war noch alles OK in der Straße. Auf dem Rückweg stand da die Feuerwehr und die Polizei war ein. Datenbaum in einer Wohnung in Brand geraten war und da geriet ich offensichtlich ein bisschen ins Schlingern und wurde angehalten und dann ging das so seinen Weg. Silvester haben Sie was getrunken, das war mir aber auch, also ich habe da nie so so drüber geredet, aber so in dem Moment, in dem Moment war mir aber auch klar, was passiert. Und aus der heutigen Sicht war

sie, kann ich nicht mal sagen, dankbar ist das falsche Wort. Aber ich habe sofort gemerkt, das ist jetzt ein Schuss, den du hören musst. Also mir war klar, dass das, dass das da jetzt was getriggert, was ausgelöst wird. Also ich war jetzt nicht klar, finde ich das Scheiße, aber. Ich. Was aus der Distanz heraus glaube ich, dass in dem Moment dann auch so nicht am Ende des Tunnels war, aber dass er so so ein Licht aufgeleuchtet ist hier das, das könnte jetzt der Weg raus sein, auch wenn er mühsam ist. Aus der Distanz heraus sieht man, natürlich bewertet man viele Dinge auch ganz anders und naja, da war ich auch abgelenkt, das war Corona, das ist, das war eine, das war Impfzentrum, da war ich abgelenkt, so als

Nebeneffekt auch gelernt habe, ist, dass man in einer deutschen Großstadt auch mal ein Jahr ohne Auto rauskommen kann. Aber das war Tiefpunkt, ganz klar, es war ein der zweittiefste.in meinem Leben, der nächste kam dann, als ich in die Klinik ging und gemerkt habe, ich habe solche Entzugssymptome, dass ich meinen Namen kaum noch schreiben konnte. 11 Monate später, das war dann der absolute Tiefpunkt, muss ich sagen und. Ja.

Dieser Führerscheinentzug. Ich könnte mir vorstellen, also ich hatte mal eine ähnliche Situation, das ist allerdings schon 40 Jahre her bei mir, da wurde ich auch angehalten. Und danach bin ich auch nie wieder mit Alkohol gefahren. Und als die Polizei mich angehalten hat, da wusste ich, OK, du hast Scheiße gebaut und das das ist jetzt was hast du jetzt verdient? Also ich war nicht böse oder so, sondern ich hab auch gedacht, ja, es ist nichts passiert, ich kann froh sein, dass nichts passiert ist, dass ich nicht irgendwo jemanden umgefahren hab, sondern ja Scheiße gebaut musste Außenlöffel da den. Aus der Distanz der Jahre, aus der Distanz der Jahre muss ich einen Schutzengel gehabt haben,

der Schlimmeres verhindert hat. Also das ist richtig geladen. Dann naja, ich bin auch früher als wir es getrunken haben auch schon Auto gefahren und danach und da ist Gott sei Dank nie etwas passiert, aber der Gedanke allein daran, was hätte passieren können. Allein muss ich doch schon irgendeinen Schutzengel gehabt haben, dass da nichts passiert ist. Aber selbst selbst dieses Wissen darum, eine Cousine von mir ist vor 50 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, wo die Fahrerin getrunken hatte und auch mit dem Wissen das, was du für ihn angesprochen hast.

Du weißt, dass das Scheiße ist. Bringst Auto zu fahren und. Trotzdem machst du es. Du hast also der Führerschein war ein Jahr weg und dann musst du ja nachweisen, dass du in der Zeit nüchtern gelebt hast. Eigentlich. Nee, das ist also ich hatte, das ist noch ein ganz anderes Thema, das habe ich jetzt weggelassen, einen Straf.

Einer anderen. Sache Beruflichen Sache Ring Ring Anarazzia, wo man mir vorgeworfen hat, ich habe mich von den Apothekern bestechen lassen, aber das habe ich mal bewusst weggelassen, da hätte ich noch länger geredet, aber den Anwalt habe ich dann gefragt und erst da hat er nur zu mir gesagt, ich habe ihn das dann bestanden und.

Eine lange Zeit danach. Wir haben noch Kontakt wegen des anderen. Verfahrens dann. Haben wir uns mal getroffen und dann haben wir länger darüber gesprochen und es war auch interessant, welches Gespräch. Dann daraus entstanden, nur weil ich gesagt. Habe ich habe ein Problem und ich mache jetzt das und das und das. Aber um seine Frage zu beantworten, der sagte, Das ist ein Massenphänomen und ich habe dann ordentlich Geld bezahlen müssen, aber da ich Ersttäter war. Bin ich mit. 14 Jahren Führerscheinentzug davon. Gekommen.

Ich musste nicht keine MPU machen oder sowas, ich musste keine Abstinenz, ein Jahr Führerscheinentzug oder 14 Monate waren. Das 14 monate 14 monate. Ja. 14 Monate. Und ich musste keine MPU machen, ich musste keinen Abstinenznachweis machen und nachdem die 14 Monate rum waren, habe ich einen neuen Führerschein beantragt und musste den erste Hilfe Kurs machen und bekam ohne. Bisschen komisches Gefühl war das schon. Es hieß der dein Führerschein ist fertig, kannst ihn abholen, dann dahin zu gehen, so guckt dann irgendeiner komisch, wenn er aufs Datum guckt, wieso kriegt er jetzt einen neuen Führerschein und ist schon so alt und bisschen mulmig war er schon als ich da hinging, aber dann habe ich meinen Führerschein abgeholt und ich

ich weiß noch wie ich dann da hatte meine Tochter mein Auto nach München entführt wie ich dann. So ein. Carsharing Auto eingestiegen bin und fast geheult habe, aber das erste Mal wieder Auto fahren, Auto fahren. Konnte. Aber das war überhaupt, das war kein Problem, was vielleicht daran lag, dass ich erst Täter war.

Ja, also bei von vielen anderen weiß ich, die müssen. Dann eine MPU machen und Nachweis und so weiter das ist mir erspart geblieben. Gott sei dank ja interessant. Ist ja, wenn man neuen Führerschein. Bekommt. Wirst du in der Versicherung als. Fahranfänger eingestuft. Normalerweise ne Ah, das weiß ich gar nicht.

Mehr wie das war. Also wenn du jetzt. Zur. Mietwagenstation gehst dann sage ich möchte ein Auto mieten und dann sagen sehen die du hast erst seit 3 Monaten deinen Führerschein, dann kriegst du kein Auto. Ja das ja das ging merkwürdigerweise das Wort. Danach wurde dann problematisch und gibt noch eine witzige Anekdote dazu. 2 oder ein Jahr danach? Als ich schon wieder einen Führerschein hatte, war ich in Frankreich.

Meine Schwester lebt in Frankreich und hatte einen Mietwagen gebucht und als dann mein Führerschein vorsch Vorzeigte, sagte der der, der gilt ja erst seit einem. Jahr. Also es gibt eine grenzübergreifende Datenbank, offensichtlich auch für solche Vergehen und ich konnte den Mietwagen nicht mieten, weil mein Führerschein. Noch nicht 2 Jahre.

Gültig war. Das steht ja auf dem Führerschein drauf. Wann der ausgestellt ist. Ja, der konnte. Keinen. Mietwagen Mieten und da hat. Sich dadurch gesagt, griff die Vergangenheit noch mal, meldete sich noch mal und brachte sich in Erinnerung. Und ja. Als du in die Klinik gegangen bist. Also diese vor dir selbst. Auch diese Kapitulation zu sagen, ich schaffe das alleine nicht.

Wie war das für dich? Das war war nicht schlimm. Ich war froh, dass ich da gelandet bin, letztendlich. Weil es auch so lange gedauert hatte, weil es so lange gedauert. Hatte. Und dann wirklich. In desolaten Zustand dahin kam und ich habe mich den wirklich. Gesagt, ich. Bin jetzt so so am Ende körperlich am Ende.

Das ist mir jetzt alles egal. Macht stellt mich wieder auf die Beine und da hatte ich einen Blutdruck von 202. 100 und. So, ich habe mich denen, er hat mich in deren Hände gegeben, das war auch kein Problem, im Gegenteil, ich war froh, dass sich Leute um mich gekümmert. Haben. Das war ja das erste Mal in meinem.

Leben, dass ich mal. Abgesehen von der Blinddarmoperation vor Jahrzehnten. Richtig, in einem Krankenhaus war und also die Rolle gewechselt habe. Auf die andere Seite gekommen bin und die habe ich, habe die einfach machen lassen und. Und ich habe mich selber gewundert, dass. Ich nach 24 stunden, nachdem ich mir Flüssigkeit gegeben haben B Vitamine gegeben haben. Was zum Blutdrucksenken gegeben haben, die haben mich sediert mit Ributril und da war ich eine Nacht im Überwachungszimmer und kam dann auf die Überwachungsstation und erlebte dann so seltsame Phänomene, dass das Gepäck durchsucht wird. Ob du Alkohol mitgebracht hast und auf der auf der Überwachungsstation kommt jemand nachts gucken, ob du auch da bist und so und.

Ich habe aber ganz schnell gemerkt, dass mit Rivotril das besser wurde. Das war kein. Problem, Du hast ja beschrieben. Als du dann so gezittert hast, dass. Du deinen Namen kommen schreiben konntest, das war dein absoluter Tiefpunkt im Leben. Auch hattest du da die Gewissheit. Oder die Hoffnung, dass das. Alles gut wird oder hast du gedacht okay, wo geht das hier noch weiter hin?

Gar nichts gedacht. Die haben mich ins Bett. Gepackt und. Haben mich dann auch abgeschossen. Vielleicht das falsche Wort, aber haben mir was zur Beruhigung. Gegeben, dass ich wieder runterkam. Ich habe in dem Moment gar gar nichts gedacht, gar nichts. Ja, weil du mir beschrieben. Hast das war so dein absoluter Tiefpunkt. Im Leben ne, das war der absolute Tiefpunkt. Ich habe mir einfach hin, ja, ist mir einfach. Wie gesagt, man.

Sollte es den Moment hingegeben, ja so auf dem auf dem Rücken geworfen. Beine so alle Viere von denen gestreckt. Also so. Ich war froh, dass dass ich, dass jemand da. War dass das. Professionelle da waren die mit der Situation umgehen konnten. Ja toll da. War ich froh und. Dankbar für. Ja, das ist. Eine Klinik.

Also du hast ja gesagt, die haben sich geöffnet. Könnte da jeder hin? Theoretisch, ich glaube ja, ich muss. Ich bin auch gesetzlich versicherte. Ja, ich glaube nicht, dass das. Reserviert ist okay ist noch zu einer Privatklinik, aber auf Antrag geht das auch für gesetzlich Versicherte. Wobei, ich bin ja privat versichert.

Und für private. Versicherung ist ja sucht. Keine Krankheiten private Versicherungen sind ja häufig noch der Meinung, dass das eigenes Verschulden. Aber meine Versicherung hatte glücklicherweise kurz vorher die Versicherungsbedingungen geändert dahingehend, dass sie einen ersten Aufenthalt in einer Entzugsklinik zu 80% bezahlen, also im Umkehrschluss 20% muss ich selber bezahlen, aber da gibt es noch. Mal.

Dann sagt er immer privat, Versicherte sind besser gestellt. Das ist nicht unbedingt immer der Fall, wenn man privat versichert ist. So ein Problem hat, sollte man mal in seine Versicherungsbedingungen hineingucken okay ja. Gut, aber die. Rechnung hast du dann ja erst mal gesehen. Von der Klinik.

Ich habe nicht nur die Rechnung gesehen, meine Krankenkasse. Der hatte zwar eine Kostenzusage für 2 Wochen gegeben und dann haben wir noch mal verlängert und die Verlängerung ließ die Zeit, so dass ich erstmal. Erstmal mit 304000€ in Vorlage gehen musste und weil ich ziemlich geärgert habe über meine Krankenkasse, über diese bürokratische Vorgehen.

Ich hatte wirklich ein Problem, ich hatte ein medizinisches Problem und konnte mich auf die letztendlich konnte mich nicht darauf verlassen, dass die das alles wirklich zahlen. Aber ich bin erst mal in Vorlage gegangen. Ja, aber 4000€, das geht ja noch. Ich dachte, das sei noch viel. Mehr war auch viel mehr.

Also letztendlich hat das. Letztendlich hat das Ganze die Krankenkasse. Also mich hat die Krankenkasse hat so 8000 bis 10000€ gekostet und mich so 2 bis 3000,00€, also diese 20% die ich selber zahlen ja okay ja, ich hatte hier kürzlich einen. Ein Einsatz von einem Rettungswagen, der musste zu zu uns nach Hause kommen und das hat Glaube 860€ gekostet, der Einsatz ja, also gut, dass es.

Wir, das haben in Deutschland aber. Also meine also jemand hat die Rechnung dann gesehen. Und ja. Ja, ist toll. Und was ja. Du hast gesagt, du. Konntest erst nach 3 Jahren die schwierigen Themen angehen. Und. Du arbeitest ja jetzt auch, ich glaube. Du beschäftigst dich ja auch intensiv mit dem Thema jetzt in diesem Verein, da kommen wir gleich noch mal zu. Ich finde das ganz spannend, dass du das sagst, weil ich das auch so erlebt habe, dass manche. Themen so auch.

Ohne dass, dass ich mich persönlich damit jetzt intensiv beschäftigt hätte. Aber so nach 33 Jahren, dreieinhalb Jahren, 4 Jahren weiß gar nicht, aber. Kommen Sachen so hoch und ich finde es. Erstaunlich, dass das so lange. Gebraucht hat bei mir wie wie hast du das empfunden? Ja, ich habe. Das auch. Also heute sehe ich das eher so.

Dass. Die erste Phase, also ich, ich unterscheide inzwischen von zwischen Suprity und Recovery. Also sind jetzt paar Anglizismen dabei, aber das kann man. Manches kann man einfach schwierig übersetzen, Sopriety also die die Nüchternheit, das ist die erste Phase, man aufhört, dass man sich zurechtfindet in einer alkoholgetriggerten Gesellschaft, in einer alkoholgetriggerten Welt, wie man lernen muss, fallen zu erkennen oder sich Strategien zurechtlegen muss, wenn zum Beispiel die Weihnachtsfeier ansteht, um solche Sachen.

Also das erste Jahr zeitlich variabel. Ist einfach nur. Das überleben jeden Tag, praktisch jeden Tag neu zu sagen. Heute trinke ich nicht, heute trinke ich nicht und dann werden die Abstände länger und viele Leute zählen das ja auch. Ich zähle auch noch, inzwischen zähle ich nicht mehr in Tagen, weil ich mir das nicht mehr merken kann, sondern in Monaten, das ist die erste. Phase.

Und wenn man dann. So da. Circa einem Jahr, das ist sehr variabel, kommt dann so um die Ecke das. Phänomen. Dass wir, insbesondere ich, dann Recovery nennen, die Auseinandersetzung eben mit den Themen, warum habe ich das gemacht und dass man anfängt, der eine mehr, der andere weniger, sich mit diesen Dingen auch zu beschäftigen, und da sehe ich in einer gewissen Weise ein Defizit.

Manche wollen das nicht sich damit auseinandersetzen, dann ist das auch völlig okay andere steigen da durchaus auch intensiver ein, das beginnt. Also wie gesagt. In der ersten Phase die Phase der Soubriety da lernt man zu überleben, mit der Situation klar zu kommen und dann nach einer Zeit x beim einen, früher beim anderen später.

Tauchen diese Themen auf? Manche lassen die, manche lassen diese Kisten einfach im Keller, wenn sie so zurechtkommen, ist das auch in Ordnung, manche gehen dann da ran, manche dieser Kisten aufzumachen, das sollte man vielleicht dann auch nicht unbedingt alleine machen, weil dann doch so Grundsatz grundsätzliche Fragen auftauchen können, also das ist ein ein.

Prozess. Der. Wir haben das ja beim Walk. Auch abgefragt. Wann begann denn? Für Dich Recovery begann das an dem Tag, an dem du aufgehört hast. Klar kann man sagen, dann beginnt es, aber es ist erst ganz klein und wird dann immer größer mit der Zeit. Und wann ist es zu Ende und ich glaube, es hat kein Ende, aber es gibt. Ich habe.

Eines der ersten. Bücher, die ich gelesen habe von Katherine Grey. Vom unerwarteten Vergnügen, nüchtern zu sein. Und da zitiert sich eine amerikanische. Autorin mit der Bemerkung, Wenn du aufhörst zu trinken. Dann hörst du auf, daran zu glauben. Dass jemand vom Himmel fällt, dich an die Hand nimmt und alles wird gut.

Dann wirst du endlich erwachsen, das habe ich nie vergessen. Und für mich ist das ein. Prozess klingt vielleicht ein bisschen blöd, das mit 70 zu sagen. Für mich ist das ein Prozess des Erwachsenwerdens, das ist. Verantwortung wieder für sich selber zu. Übernehmen das Leben. Wieder selber in die Hand zu nehmen, zu erkennen, was man ändern kann, was man nicht ändern kann. Also es ist hat keinen festen Anfangspunkt, aber es setzt erst nach einer Zeit x ein.

Ich erlebe das auch in in meinen Communities immer wieder, auch in einer meiner Selbsthilfegruppen. Online. Selbsthilfegruppen wie? Das sind alles Langzeitabstinente. Wie? Solche Themen jetzt. Haben wir neulich mal lange über Scham gesprochen, jetzt erst jetzt erst bei vielen in den Köpfen ankommen.

Hast du diese Scham auch erlebt? Ja, klar. Wie erlebt jeder also Scham? Ist ja ein universelles Gefühl. Das hat ja jeder von uns. Hat auch einen bestimmten sozialen Zweck, das hat ja nicht nur schlechte Dinge, aber man muss auch wie wie Rene Brown gesagt hat, man muss durch die Scham hindurch und der Gegenspieler von Scham ist Empathie und die Verbindung und das drüber reden, es gibt ja diesen berühmten Podcast, also den Ted Talk von Rene Brown, aus dem bei Youtube Power of wohl ne wohl ne Rability.

Der sehr viel damit zu tun hat. Aber. Klar, ich habe das auch erlebt. Ja. Wer hat das nicht? Wer? Hat das nicht erlebt. Sehr interessant Verhalten. Ja, das stimmt. Aber ich fand das schwierig, als ich das bei den Amerikanern gemacht habe, war. Das ein großes großes Thema, und das ist das erste Mal gewesen, dass ich mich damit beschäftigt habe, weil es dann auch damit zu der Frage geht. Was sind denn eigentlich meine Grundüberzeugungen, also Grundüberzeugungen?

Das, was alle kennen. Ich bin nicht gut genug, das kennenzulernen und zu akzeptieren, seine Grundüberzeugungen kennenzulernen und dann gegen Gegenüberzeugungen zu entwickeln, das hat viel Zeit da in Anspruch genommen, da habe ich sehr, sehr viel gelernt dabei und habe das auch mit der Zeit abgelegt, aber das ist ein Prozess, den dafür. Nicht stoßen.

So. Online Programme einfach an ihre Grenzen, das finde ich, ist dann ein Thema, das sollte man nicht unbedingt alleine aufarbeiten, entweder mit einem Therapeuten oder Therapeutin oder in einer Gruppe im Gespräch und nicht abends am Computer. Ich geh mal da ran und dann plötzlich entdeckt man so verborgene Geheimnisse der Kindheit, die man lange weggesperrt hat und das ist mühsam. Ist ein mühsamer.

Weg. Ja, und das ist ja. Du weißt es vielleicht. Gar nicht. Ich arbeite ja mit Hypnose, ich bin inzwischen früher ich Denker, jetzt bin ich notisseur Vollzeit durchaus ähnlich sein und das das Hauptthema, also neben dem Rauchen, was ich hier oft habe und ab und zu mal Alkohol ist eben dieses Thema, ich bin nicht gut genug, ja und? Und das begegnet.

Einem ja in allen. Lebensbereichen also. Das eine ist eben, ich trinke um um mich besser zu fühlen. Aber auch bei Eifel, bei bei bei Liebeskummer zum Beispiel ist das auch so ein Ding, ja, warum andere mich verlassen, I'm not loverable ich bin nicht ich bin es nicht wert. Geliebt zu werden, genau und. Eine Klientin.

Hatte ich jetzt hier die die hatte. Das Gefühl oder die, die die Mutter hatte, immer das Gefühl, ich habe meinem Kind die Jugend und das junge Erwachsensein versaut, weil ich nicht eine gute Mutter war. Und jetzt hat sie hier bei der Arbeit rausgekriegt. Nee, das hatte mit der Mutter gar nichts zu tun, das Waren ganz andere Themen, und das war für sie unglaublich befreiend.

Weil sie das jetzt erkannt hat, wo das Thema eigentlich herkam. Damit kann sie natürlich auch ihrer Mutter ein. Anderes. Gefühl mitgeben, das war, das war eine totale. Erleuchtung, die sie da hatte. Das war ganz toll. Ja, bei mir war das. Was Therapeuten ja immer gerne als erstes Fragen ist, wie war denn ihre Kindheit? Ich weiß doch, wie meine Therapeutin mich in das in der Klinik gefragt hat und ich habe ihr gesagt, ja, da war nichts Besonderes, ich bin nicht.

Geschlagen. Worden. Ich hatte ein Dach über dem Kopf, bekam zu essen, aber Jahre danach erst bei der Beschäftigung mit diesem Thema ist mir klar geworden, dass das schon was mit meinem Elternhaus zu tun hat. Mein Vater das Jahr 1920, meine Mutter 1923 haben den Krieg erlebt, meine Mutter ist 1945 aus Ostpreußen geflohen, also das sind schon.

Richtige Traumata und meine Eltern haben mich geliebt. Das glaube ich aber sie. Konnten es nicht zeigen und die Atmosphäre in meinem Elternhaus war dann eher unterkühlt, als ob man sich in den Arm genommen hat, so wie das heute üblich ist. Das war kam kaum vor und so ist, so ist das entstanden, diese Grundüberzeugungen und.

Aber das hat lange. Gedauert, bis ich, bis ich bis ich dahin. Gekommen bin, bis ich auf diesen Punkt gekommen bin. Wo kommt das eigentlich her, ohne dass ich meinen Eltern irgendeinen Vorwurf machen will? Also das war die zweite Halt, das waren 50er Jahre und die 60er Jahre und da waren andere Dinge wichtiger.

Das Interessante ist ja, dass dass durch. Den zweiten. Weltkrieg mehrere Generationen. Quasi traumatisiert sind also einmal natürlich die Generation deiner Eltern, die den Krieg aktiv miterlebt haben, dann deren Kinder, zu denen du gehörst. Ja, und auch noch deren Kinder, teilweise, weil die natürlich das, was ihre Eltern, also deine Generation, wenn ich das so sagen darf, so viel älter bist du ja gar nicht als ich, was du mitbekommen hast. Das gibst du natürlich in.

Teilen auch an deine Kinder. Transgenerationale Traumata. Heißt das? Genau. Bereich Epigenetisch. Das wird also in die Chromosomen. Irgendwann übernommen und das vererbt man dann dann weiter. Das ist hochinteressant, da gibt es hochinteressante Bücher, die sich damit beschäftigen und es es fördert. Es ist hilfreich, das zu.

Verstehen, dass es dieses Phänomen gibt, ohne dass man das im Detail wird auseinanderdröseln können. Aber ich finde das eine sehr spannende Frage. Wenn ich dann noch eine Generation zurückgehe, an die meine Großeltern, die haben auch den Ersten Weltkrieg erlebt, die Weimarer Republik, die Inflation und die ganzen Dinge, dass das nicht ohne Spuren für Folgegenerationen bleibt, ist dann eigentlich nicht so überraschend, aber das ist noch mal ein ganz anderer, ganz anderer Aspekt in der Genese von Suchterkrankungen. Ja, aber das spielt ja alles da mit rein, weil. In meiner Arbeit, da muss ich jetzt noch mal drauf zurückkommen, ist es ja, ist es immer so, dass das, was wir ganz tief in uns tragen, das sind

immer also zu 95%, sage ich mal, Themen aus der Kindheit, aus der früheren Kindheit bis zum 10. Lebensjahr, also die Erfahrung, und selbst wenn du als Kind eigentlich nur gute Erinnerungen hast oder an deine Kindheit, gibt es immer Momente, die schlecht waren oder Gesichtsausdrücke, Reaktionen, was auch immer. Es muss ja nichts Großes sein und auch immer in bester Absicht kann das passiert sein, aber das setzt sich halt im Unterbewusstsein fest und da kommt man eben erst. Es ist schwierig da ranzukommen, aber es ist auch nicht unmöglich und ich sage, und das sage ich hier meinen Klienten immer alles, was im Unterbewusstsein ist, bleibt grundsätzlich auch da.

Aber alles was rein kann, das kann auch wieder raus. Also bei mir war es. So als ich anfing darüber. Nachzudenken dann über einen längeren Zeitraum, ploppten plötzlich so Erinnerungen raus auf, als ich mein 1.1. Schulzeugnis bekommen habe. Weiß nicht was heulend neben meiner Mutter saß und meine Mutter leicht spöttisch das meinem Vater vorgelesen hat, da stand der Klaus ist unkonzentriert, ich hab das noch, muss das mal wieder rausholen, aber solche Erlebnisse ploppen dann plötzlich Dinge, die man. Jahrzehntelang vergessen hat, tauchen dann plötzlich aus der Erinnerung wieder auf.

Ja, ganz genau. Ich finde es gut und wichtig, wenn wenn solche Erinnerungen aufploppen, dass man sich damit mal beschäftigt. Also mit der Frage, was sagt mir das jetzt, und daraus kann man, glaube ich, oftmals dann auch ableiten, OK. Das ist etwas, was irgendwie tief in mir steckt und was mich beschäftigt.

Aber dann kommt ja auch, kann auch schnell die Erkenntnis kommen, na ja, Moment mal, ich war ja ein kleines Kind und in deinem Fall, ich war 6 oder 7, mein Gott, ja, es hat halt heute sollte. Es nicht mehr diesen Stellenwert haben, weil es einfach. Vorbei ist. Ja. Es mag zwar vorbei sein, aber natürlich. Hat es einen Stellenwert, weil es bestimmte? Dinge ausgelöst hat.

Beeinflusst hat. Es geht jetzt nicht darum, auch nicht darum, die Vergangenheit nun über alles zu stellen, aber ich habe das Gefühl, das fördert einfach das Verständnis, wie man in die Situation der Sucht hinein geraten ist. Ja, über die Mechanismen. Ich will nun auch nicht in der Vergangenheit leben, aber für das Verständnis können wir eh nicht ändern. Die Vergangenheit aber für das Verständnis, was da geschehen ist und welche Auswirkungen das gehabt hat, finde ich das wichtig, sich damit zu beschäftigen, das stimmt aber dann.

Dann kommt ja im nächsten Schritt die Erkenntnis, dass. Dass wir, die den Blick auf dieses Gefühl verändern können, ja, ja, das, das ist das. Entscheidende also natürlich. Können wir die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können den Blick und das Gefühl darauf verändern, also die Einstellung dazu. Ja, die Einstellung dazu, und dann. Ist das Ereignis.

Zwar noch da, aber es muss da nicht mehr weh tun. Das eben das ist der entscheidende Twist, der Mensch stattfinden kann, exakt, exakt, es ist die Einstellung, der Blick. Darauf der Perspektivwechsel darauf. Der dann zur Veränderung führt. Das sehe ich auch so. Ja, und das ist ganz wichtig und. Ich habe früher.

Immer geglaubt. Na ja, wenn ich erwachsen bin, denn kann ich ja machen und denken und fühlen was ich will. Nein, es ist eben genau gar nicht so und ich? Habe hier Klienten, die sind. Über 80 ich habe hier eine Klientin gehabt, die ist 93 ja, und hatte Themen aus Ihrer Kindheit. Wo ich denke okay, das muss ja irgendwann mal sich ausschleichen.

Nein, gar nicht, weil das Gehirn einfach nicht altert, das ist das Verrückte ne, also ich finde es gut, wenn. Wenn man sich auch. Im Alter dann damit beschäftigt und es zeigt einfach, dass das Gehirn sich verändern kann. Das ist ein Phänomen eines der ersten Bücher neben dem von Catherine Grey ist von einem amerikanischen.

Neurowissenschaftler, der auch ein Suchtproblem gehabt hat, das ist Mark Lewis, das gibt es leider nur auf Englisch. Das heißt, die Biology of Desire wirediction is not or disease und. In diesem. Buch beschreibt er unter anderem das Phänomen der Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, auch im Alter neue neuronale Netzwerke aufzubauen, neue Synapsen zu bilden. Phänomen, was auch noch nicht so lange bekannt ist, aber ich fand das sehr hilfreich, auch für mich zum Verständnis so, dass das Gehirn das machen kann und einfach neue neue neuronalen, also dass das neuronale Netzwerk der der Society Recovery ausbildet, was im Umkehrschluss dann auch bedeutet, dass die alte Autobahn, die man früher

benutzt hat, das man noch getrunken hat, zwar nicht mehr. Repariert wird und zuwuchert aber noch da ist, was letztendlich auch erklärt, warum man die da rück. Ja, das ist eher als eine wichtige wichtige Erkenntnis, ne, und das hat mir viel geholfen dieses Buch. Das ist ein bisschen schwierig zu lesen, gibt es leider nur auf Englisch, fand ich aber sehr. Spannend.

Ja, ich möchte jetzt mal. Lieber Klaus auf. Deine Arbeit, die du jetzt der du jetzt nachgehst, also dein dein, das ist eine Freizeitbeschäftigung. Was ist es es? Entwickelt sich, weil ich will nicht. Sagen so ein fulltime Job. Aber in den letzten Wochen hat mich das ziemlich ziemlich ziemlich in Beschlag genommen. Ja, ja, erzähl mal was, was machst du? Ja, also das.

Also ich war involviert bei der Vorbereitung des Walks, jetzt nicht so entscheidend. Ich hatte dann irgendwann den Job übernommen, die Gedenkzeremonie zu organisieren, und wir haben den Verein ja auch, ja. Mit heißer Nadel letztendlich gegründet. Und viele Diskussionsprozesse. Jetzt erst kommen jetzt erst so richtig in Gang und nachdem wir den Walk gemacht haben, nachdem wir eine gewisse. Gewisse gewisse Resonanz gefunden hat, kamen dann viele Anfragen, auch für Vorträge.

Die meisten sind dann bei mir gelandet, weil schlicht und einfach deshalb, weil ich die meiste Zeit habe, sich damit zu beschäftigen, also das ist ein Aspekt, ich war jetzt bei der Bundesdirektorenkonferenz, das ist die. Der Verein der leitenden Ärztinnen und Ärzte für Psychiatrie der psychiatrischen Kliniken, das waren so etwa 80 Leute, die sich getroffen haben in Thüringen, das war eine interessante Veranstaltung, das ist für eine Herausforderung, als nicht Psychiater, als Arzt, aber als nicht Psychiater vor Psychiatern zu sprechen, oh ja. Da habe ich das Projekt vorgestellt, also Recovery Fine und des ganzen Gedanken dahinter. Dann war ich jetzt unter anderem auch in Potsdam am letzten Wochenende bei der 31

Landeskonferenz Suchtselbsthilfe, da waren so 140 Leute ungefähr aus ganz Brandenburg von den Suchtselbsthilfeverbänden und Gruppen, viele Betroffene. Sportler gehaltene Workshop moderiert über sich zeigen, das war eine Herausforderung. Weil das das erste Mal war, dass ich. Einen Workshop gemacht habe auch lange über Scham gesprochen habe und dann halt auch viele Leute kennengelernt habe, die so, wie soll ich sagen, in alten Denkmustern verharren. Ist ja so.

Plakativ gesagt, Wir wollen raus aus dem anonymen Keller und viele Leute sind da in diesem Denken. Sehr verhaftet. Das ist auch okay, die wollen wir auch gar nicht aufbringen. Also das ist ein Aspekt. Ein anderer Aspekt ist, wir haben ja auch einen Preis gewonnen, den Antistigmapreis oder ein Teil des Antistigmapreises von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie, Nervenheilkunde, ja ziemlich sperriger Name bedient.

Zur Preisverleihung waren wir da und. Das war schon enorm, dass wir da gewürdigt worden sind und auch auf Zustimmung gestoßen sind. Und wir haben letztes Jahr uns beworben für ein Stipendium bei Start Social Start Social ist ein Verein, der gesponsert wird von. Namhaften Vertretern. Der deutschen Industrie wie SAP, Deutsche Bank. Und die fördern.

Junge Vereine. Indem sie für 4 Monate ein Coaching bezahlen, mit 2 Coaches mit dem Ziel, den Verein praktisch zukunftsfest. Zu machen, wenn man so will, also. Es ist ja, wenn man auf die Idee kommt, wir gründen jetzt mal einen eingetragenen Verein, stellt man hinterher fest, was man alles berücksichtigen muss und woran man denken muss und. Das war ein spannendes Unterfangen, endete in einem Abschlussbericht, den ich jetzt geschrieben habe. Aber der Vorteil von diesem Abschlussbericht war, dass da viele Fragen auftauchten.

Was ist euer Ziel, wo wollt ihr hin, was habt ihr bislang gemacht, was sind Messergebnisse, zum Beispiel die Evaluation von Work ist ein Aspekt, wo seht ihr euch in 3 Jahren und was unterscheidet euch von anderen Anbietern in Tüddelchen. Und damit sind wir da jetzt dabei. Viele Fragen die Grundsatzfragen zu beantworten. Wir haben Projekt Partizipationsprojekt gestartet innerhalb des Vereins mit.

Engagierten Mitgliedern. Wo wir so Fragen beschäftigen, wen wollen wir denn erreichen? Was ist, was ist unsere Definition von Recovery, da gibt es ja ganz viele Definitionen damit, das sind so die Dinge, die mich in den letzten Wochen beschäftigt haben. Und die jetzt fast alle abgearbeitet sind jetzt. Entsteht mal eine kurze.

Pause. Da habe ich heute den Job übernommen. Ein. Buchkapitel zu schreiben. Für irgendein Psychiatrie Buch. Das ist ein Titel, ich mir nicht merken kann, das mache ich nächsten 2 Monaten. Ja, kann kann man eure Ziele irgendwo nachlesen. Also die du jetzt formuliert hast, oder ist das noch im Verborgenen?

Also es stehen 2 Sachen auf unserer Homepage drauf. Das sind aber. Die, die ganz am Anfang. Formuliert worden sind und die sicherlich einer Gewissen. Nachdem wir lange darüber nachgedacht haben und Erfahrungen auch gesammelt haben, wo wir das sicherlich mal neu formulieren müssen im Zusammenhang mit diesem Abschlussbericht für das Start Social Projekt gibt es aber ein paar Formulierungen, die. Die ich es erstmalig bei einem Vortrag gezeigt habe, die so noch nicht nachzulesen sind.

Wir müssen gucken, wie wir das machen in. Welcher Form wir das? Machen. Und da wird sicherlich irgendwann mal neue neue Formulierungen geben. Aber im Moment kann man die so nicht nachlesen. Außerdem, was auf dem, was auf der Homepage steht und was. Gelegentlich bei. Instagram gepostet wird. Wie, wie heißt euer Verein?

Kannst du das? Bitte noch mal sagen. Recovery Recovery Deutschland. Und die Internetadresse ist Recovery Recovery, deutschlanddurchgeschrieben.org und Instagram ist Recovery Punkt Deutschland. Ich schreibe es noch mal auf. Also Recovery. Deutschland.org. In einem Wort geschrieben und Recovery Punkt Deutschland ist Instagram.

Ja kannst du in ganz kurzen Worten mal sagen. Was, was das Ziel des Vereins ist, ja. Da muss ich mal eben kann ich muss dir mal auf, ich lese. Dir das mal vor, was in dem Abschlussbericht steht, was auch Konsentiert ist inzwischen. Was dann auch so eingereicht werden wird, weil der Abschlussbericht verlangt, ganz am Anfang. Ziel ihrer Initiative in einem Satz. Oh ja, genau den wollen wir haben. Recovery Deutschland EV macht langfristige genesungsprozesse Klammer auf Recovery Klammer zu nach Suchterkrankungen sichtbar. Geben oder muss?

Das heißt, Menschen mit eigener Erfahrung eine Stimme und tragen so zu einem nachhaltigen gesellschaftlichen Perspektivwechsel bei? Letztes ist uns auch zunehmend wichtig, die Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung, dann gibt es doch eine Kurzbeschreibung, die kann ich dir aber per Mail schicken. Dass ich das einfach kopiere aus dem Abschlussbericht, ja, das machen wir genau das, das ist eigentlich eine ganz gute Zusammenfassung dessen, was wir tun, das kann ich dir gerne per Mail schicken.

Hast du den Eindruck. Du wirst dich ja, bevor du aufgehört. Hast nicht mehr zu. Trinken damit nicht beschäftigt haben. Aber hast du den Eindruck, dass in der Gesellschaft jetzt schon ankommt, dass es sinnvoll ist, kein Alkohol zu trinken? Ich glaube schon, dass da was. Sich verändert so. Langsam, dass das mehr wahrgenommen wird, dass die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Alkoholkonsum mehr wahrgenommen. Werden auch.

Weil immer wieder in den Medien auch zu lesen ist, es gibt keine, es gibt keinen risikoarmen Konsum, es ist eine lineare Beziehung, nicht wie früher, dass man gedacht hat, jeder tropfen ist schädlich, das. Und jeder muss das. Allerdings natürlich. Für sich selber entscheiden. Aber in den Statistiken, die ich vor kurzem gelesen habe, ich glaube vom Bundesamt für Statistik. Ist zum einen zu.

Sehen, dass der Anteil in den jüngeren Generationen abgenommen hat, die regelmäßig Alkohol trinken, das sage ich dann auch immer den etablierten Selbsthilfegruppen, wenn sie sich beklagen. Wir haben Nachwuchsprobleme, die jungen Leute trinken auch weniger. Und die Trinken nicht nur weniger, die wollen nicht nicht anonym im Keller sitzen, sondern die wollen irgendwann sagen, jetzt habe ich 3 Jahre geschafft, jetzt tritt das Thema mal in den Hintergrund. Aber bei der.

Älteren Bevölkerung ist das nach wie vor vorhanden. Die glaube ich, wird man auch nicht groß erreichen können, eben dann mit der Frage kommen, wer macht das Leben. Dann, wenn. Man überhaupt noch Spaß? Wenn man nicht mehr trinkt, das kriegt man ja auch immer wieder mal zu hören, ist das nicht eine Frage, die sich jeder.

Stellt der zu viel hat, oder? Hast du auch. Gestellt die Frage, oder? Ja, ich hab mir überlegt wo Krieg. Ich denn meine Dopamin Keks? Ja, und bin mit der Frage immer noch nicht so ganz durch. Immer noch nicht so ganz durch, aber die Frage stellt sich jeder natürlich und. Das ist, glaube ich, auch eines unserer, unsere Ideen zu vermitteln, dass man auch ohne Alkohol ein zufriedenes Leben führen kann, was Spaß machen.

Kann. Es gibt auch. Andere Dinge jenseits des Alkohols aber, das auch das ist ein Prozess. Also ich glaube schon, dass die Stimmung sich. So langsam verändert. Ja. Das ist auch meine Wahrnehmung, aber da bin ich. Bin mir mal nicht ganz sicher, ob ich das jetzt nur aus meiner nüchternen Brille so sehe oder ob das wirklich so ist. Ich hab auch gesehen, dass zum Beispiel der Bierkonsum deutlich zurückgeht.

Ja, und die die Brauereien und die die Winzer anfangen jetzt Alternativen zusammen zu brauen, weil die ja irgendwie auf den Zug aufspringen müssen, sonst bleiben sie einfach hinten dran. Was ich sehr gut finde, habe zu meiner Überraschung gesehen, dass unsere. Bundesregierung, dem dem Verband der Winzer 1000000€ zur Verfügung gestellt hat für eine Kampagne mit, so überschrieben mit dem Titel Leute trinken mehr Wein und da muss man sich auch fragen, solange die Politik so was macht, wird sich nichts Gravierendes.

Ändern und. Da müssen die Weinbauern auch. Natürlich ist das bedauerlich und. Aber solche. Entwicklungen hat es ja immer gegeben, ne, dass bestimmte bestimmte Wirtschaftszweige dann verdrängt worden sind oder sich umorientieren, umorientieren mussten. Ne, es ist so also. Wenn man, wenn man sich anguckt, damals.

Die, die so Pferdefuhrwerke gebaut haben, als sich das immer verändert hat, das fanden die natürlich ganz schlimm. Aber es geht dann immer weiter. Das sehe ich auch so und ein voller Vergleich, ja, ja. Und ich mein, man kann, man kann natürlich lautstark die Ausgabenexplosion im Gesundheitswesen kritisieren und Veränderungen anmahnen, aber natürlich gibt es ne Veränderung, wenn man.

Bedenkt welche. Kosten durch Sucht entstehen auch Folgekosten entstehen für das deutsche Gesundheitssystem. Dann gibt's da ein erhebliches Potenzial an Einsparungen, die man natürlich nicht morgen erzielt, aber langfristig erzielt. Stichworte sind zum Beispiel auch die Alkohol Kampagnen oder Anti Alkohol Kampagnen in Irland und in Island, wo es gelungen ist, den Alkoholkonsum zurückzudrängen, also es ist. Ganz einfach Steuern rauf.

Auf Alkohol. Dass die. Leute weniger trinken. Oder kann man nicht sagen, wie die FDP? Ja, da wollen die Leute nicht bevormunden, wenn man an so einer Schraube drehen will, um langfristig die Kosten des Gesundheitssystems zu stabilisieren, dann finde ich, ist der Staat da auch in der Verpflichtung, das so zu machen und nicht darauf zu verweisen, dass Wein, ich habe auch gerne viel Wein getrunken, früher nun an Kulturgut ist, was zu schützen.

Was es zu schützen geht, zu schützen gilt ja also die die Kosten. Ich habe jetzt lange nicht mehr geguckt, aber die die Kosten durch den Alkohol direkt und indirekt lagen irgendwo so bei 65 Milliarden. Also der volkswirtschaftliche Gesamtschaden da ist noch viel höher oder noch höher bei 100. 20 Milliarden, Oh ja, siehst du mal. Und die Steuereinnahmen, die.

Korrigieren mich. Lagen irgendwie bei. 3 oder 4 Milliarden? Also es ist verschiedenes. Eng ist gar nichts. Aber das ist ja wahrscheinlich bei so einer Regierung so wie bei einem bei einer Aktiengesellschaft. Der Vorstand muss halt kurzfristig Ergebnisse bringen, und das ist eben die Arbeitgeber fröhlich halten ja die Winzer, die genauso wie in einer Automobilindustrie ja da stecken, stecken 100 Tausende von Arbeitsplätzen und dann sag ich, ich mach das einfach so weiter wie bisher, das hat ja gut funktioniert und bleib hier.

Bleibt hier der Wählerschaft treu, statt zu sagen, ich möchte jetzt mal langfristig eine Veränderung herbeiführen, das ist halt ein Problem. Genau. Genau das was du sagst. Sie sehen die. Gucken nur auf die kurzfristige Entwicklung und nicht auf die langfristige Perspektive. Ja, das ist ja auch bei der Klimapolitik. Ne.

Ja, das ist. Tragisch. Ich kann das nachvollziehen. Ich kann das wirklich nachvollziehen, aber das ist, das ist ja auch ein Grund, warum es so im mittelständischen Unternehmen, das nicht an der Börse gelistet ist, grundsätzlich besser geht, weil die einfach langfristig orientiert sind. Die sagen, OK, da machen wir jetzt mal 516 Jahre keinen Gewinn weniger, aber haben langfristig was davon und können über Generationen weiterarbeiten.

Ja, ein Politiker, egal welcher Couleur, das ist völlig egal, denkt so nicht. Ja, das ist. Schade. Und ich glaube das Umdenken. In der Politik. Das ist natürlich das größte Problem. Sehr sicher ja, wahrscheinlich ja. Wie wollt ihr denn mit dem Verein auftreten, also wie? Wie werdet ihr sichtbar, wie was? Wollt.

Ihr die Politik beeinflussen wollt ihr die Menschen umstimmen? Was ist das Ziel? Also im Moment ist noch eine Diskussion im Gange. Was sind wir denn? Sind wir eine Selbsthilfeorganisation? Das wird zum Selbsthilfe, taucht eine Satzung durchaus auch auf oder sind wir was anderes, sind wir eine Bewegung? Im Moment geht der Trend zu letzterem hin, Bewegung verstehen und nicht als eine klassische Selbsthilfeorganisation, davon gibt es ja auch genug und es gibt genug Selbsthilfegruppen, da müssen wir nicht auch noch mal welche Gründen.

Zumal ich wahrgenommen habe, jetzt in Potsdam auch, dass es gewisse Bedenken gibt, wir könnten da irgendwie Konkurrenz machen. Das ist jenseits unserer, unserer Intention, wir verstehen uns als Ergänzung und nicht als Ersatz, insofern geht der Trend eher dazu, zu einer Bewegung unser Flagship. Event wie das auf.

Neudeutsch heißt, ist sicherlich der Recovery Walk und das ganze Drumherum, was sich daraus ergibt, aber wir hatten das. Jetzt vorletzte. Letzte Woche glaube ich auch in einer unserer kleinen Arbeitsgruppen, die sich so etabliert, diskutiert, dass wir da durchaus auch politisch uns engagieren wollen. Zusammen mit den anderen Beteiligten, die es in dem System gibt.

Das ist ein Aspekt. Ein weiterer Aspekt ist, wir haben ja als Verein auch einen wissenschaftlichen Beirat, in dem Mika und ich drin sind, 2 sehr fitte, sehr engagierte Kommunikationswissenschaftlerinnen aus Hannover, Georg Schomerus aus Leipzig und Uli Zimmermann aus München, also 22, namhafte Psychiatrie, Psychiatrie, Professoren und.

Wir haben ja beim Walk eine Evaluation gemacht, um Daten zu erheben. Fragen zum Beispiel, wie lange seid ihr schon abstinent und was das. Ganze als Ziel. Oder als Weg. Oder als beides. Und diese Evaluation läuft, es gibt schon erste Daten, die ich auch zeige bei Vorträgen, es ist. Aber noch nicht vollständig.

Ausgewertet und es läuft auch eine zweite Welle. Das stelle ich auch vielleicht noch mal in die Gruppe rein. Mit der bitte, sich daran zu beteiligen, aber um eine Datenbasis zu verschaffen von den verschiedenen vielen verschiedenen Personen, sind also nicht nur Suchtbetroffene gefragt, es sind auch Angehörige befragt, auch Institutionen befragt, einfach um ein Bild zu haben.

Wie ist die Landschaft in Deutschland, das wird sicherlich auch in Publikationen münden, Vorträge bei Kongressen münden und. So im Hintergrund. Das ist jetzt mein mein Wunsch, ist ein Projekt in Kopie eines Projektes der Uni Ulm, das heißt IWS in würde zu sich stehen. Bei diesem Projekt ging es darum ging es nur um psychische Erkrankungen, nicht um sucht, weil da ist das Stigma noch mal ein bisschen anders, es ging um psychische Erkrankungen, dass man in kleinen Gruppen motiviert, Menschen, die darüber sprechen wollen, zeigt, wie das geht.

Wie man darüber sprechen kann, auch öffentlich darüber sprechen kann oder Öffentlichkeit, ist jetzt nicht Instagram gemein, sondern auch in seiner Umgebung darüber sprechen kann. Und das finde ich ein interessantes Projekt, so was hätte ich auch gerne für sucht, das ist aber eine Idee, die in den Köpfen im Moment nur. Existiert.

Und noch. Nicht weiter, aber dass wir uns an so einem Projekt beteiligen, auch per Funktion in diesen kleinen Gruppen übernehmen. Aber das ist Zukunftsmusik. Wenn ich da mal meine. Bescheidene Meinung zu einbringen darf. Wenn man ja zwischen Selbsthilfe. Und Bewegung, also sich entscheiden. Muss ne Selbsthilfe klingt für mich immer, es ist immer ein sehr eingeschränkter Kreis, ja der auch mit Vorbehalten belastet ist.

Ja, da denkt man. Immer an A an alte Knacker, die da sitzen und seit 50 Jahren erzählen, dass sie doch heute nüchtern bleiben. Das also, es ist so mein mein persönliches Bild, ja, und ich glaube an viele, sehe ich auch so eine Bewegung ist. Was ganz anderes. Eine Bewegung kann eine Welle entfachen.

Ja, Bewegung denke ich an Leipzig, ja an an die DDR, an eine Bewegung, die klein angefangen und immer größer wurde und zum Sturz eines ganzen Regimes geführt hat, das. Finde ich groß. Also eine Bewegung. Klingt für mich sehr mächtig, fängt klein an und kann immer größer werden. Und was ich glaube ich wenn wenn ich was zu sagen hätte, würde ich sagen geht an die Presse geht ins Fernsehen. Ja Natalie Stüben ist durch einen kleinen Besuch beim WDR berühmt geworden ja ich kenne keinen Menschen der diesen diese Diskussionsrunde damals beim WDR nicht gesehen hat. Wo sie das erste Mal war?

Wo ganz? Viele. Ich weiß nicht, Millionen Menschen gesagt haben, boah, ja, wer ist das denn? Und wenn ihr da in Erscheinung tretet und sagt, Guck mal, wir haben hier eine Bewegung losgetreten wie? Eine eine. Neue Wahrnehmung, eine neue, eine neue, ja. Aber. Das das kann. Viel bewegen. Das ist ein wichtiger Impuls, das nehme ich gerne mal mit. Das nehme ich gerne mit, aber ich sehe das genauso wie du. Und ich bin immer mehr ein Anhänger von der Idee, dass es eine Bewegung ist, dass es eine Welle wird, die dann auch zu gesellschaftlichen Veränderungen führt und das mit der Presse, da habe ich noch eine Vision, dieses Start. Social.

Ding. Also es werden 100 Stipendien vergeben. Von diesen 100 Stipendien werden 25 ausgewählt, die sogenannte Bundesauswahl, und von diesen 25 werden noch mal 7 ausgewählt, und das sind die Preisträger des jeweiligen Jahrganges, da gibt es nicht nur Geld 5000€, sondern es gibt auch einen Empfang im Bundeskanzleramt beim Bundeskanzler, weil der jeweilige Bundeskanzler.

Und den Verein gibt es schon 20 Jahre glaube ich. Oder noch länger hat der jeweilige Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin ist schirmhärte Organisation. Das ist natürlich der Hammer, wenn wir unter den Top 7 kommen und dann im Kanzleramt eine Urkunde von Friedrich Merz bekommen und dann abgelichtet werden, das ist so meine Vision, mal gucken, ob wir da hinkommen, aber das ist ein schöner.

Impulskader da bin ich sehr. Dankbar für weil, das ist eine gute, gute Formulierung, und ich glaube, wir werden in die Richtung auch auch gehen. Also das. Ich habe nun keine Lust, das irgendwie das wäre da in verschiedenen Städten Selbsthilfegruppen organisieren. Worüber sollen wir denn da reden dann, und es ist genauso wie du sagst ne, das hat irgendwie ja. So wie du es ist, so wie du es gesagt hast, Kai. Ja, danke für die Selbsthilfegruppe also. Volle.

Übereinstimmung ja mitnehmen. Wir kommen. Zum Ende lieber. Klaus weil ich. Gleich ein Gespräch mache ich, würde gerne mal weiter mit. Dir quatschen und. Ich? Ich würde mich. Wirklich freuen. Ich sag das oft und in diesem Fall noch mal deutlicher. Ich würde gerne mit dir noch mal sprechen über dieses Thema, über diese. Themen ich.

Finde das hochinteressant. Wir haben deine Geschichte gehört, die auch wunderbar, wunderbar. Spannend ist. Ich bin übrigens auch Hamburger, das weißt du gar nicht. Gut, kommst du noch, lebst du in Hamburg? Ja, ich bin. Hamburger Ich bin auch nie weggekommen aus Hamburg. Tatsächlich? Ja, dann können wir uns ja mal auf einen Kaffee treffen. Ja, sehr gerne, ich habe.

Viele, viele Jahre am Balindamm. Gearbeitet also. Beste Lage dann am neuen Wall und bin jetzt wohne hier in Volksdorf und arbeite auch hier, wo in Winterhude. Ja siehst du mal, ist aber gar. Nicht, lass uns mal treffen. Das machen wir. Machen wir. Ja. Ich mach das. Zum Ende, du kennst ja meinen Podcast, glaub ich auch gar nicht, das hast du noch nie gehört, ne, ich bin nicht so der Fan von Podcast, weil mir das einfach manchmal.

Manchmal zu zu lang ist da in einer Stunde zu sitzen und manchmal auch zu viel gelabert wird. Ja, also in. Meinem Podcast Interview ich Menschen. Die keinen Alkohol mehr trinken. Und wir reden über die Freuden des Lebens ohne Alkohol. Das ist so mein Problem. Du das jetzt am Ende dieses Interviews. Auch weißt.

Was, wo du jetzt erscheinen wirst? Weil ich kenne den also ah okay, sag mir was. Ja. Und. Ich am. Ende gibt es immer 2 Dinge, die mir noch wichtig sind. Zum einen, wen möchtest du grüßen, wen ich was grüßen? Möchtest wen? Ich grüßen. Möchte ja ich mach das so wie in der. Hitparade da konntest.

Du auch mal grüßen. Okay. Ich grüße eine Frau. Die ich in der Facebook Gruppe kennengelernt habe, mit der ich, wir waren mal 45 Wochen ein paar und das hat nicht geklappt. Sie weiß schon, wenn Sie das hören sollte, dass sie gemeint ist. Im Namen nenne ich mal jetzt nicht, ich hoffe, dass sie weiß, dass sie gemeint ist, ja. Okay.

Ja. Das verlangt dir, sonst möchtest du niemanden grüßen. Doch dann grüß ich natürlich. Mika Denise. Katrin und Florian aus dem Vorstand. Und es ist wirklich bemerkenswert, dass wir 5, die anderen natürlich auch zusammengefunden haben und innerhalb weniger Monate dieses Projekt realisiert haben. Und vorantreiben.

Und das ist wirklich ein Glücksfall, diese Menschen kennengelernt zu haben und mit ihnen zusammenarbeiten zu dürfen, das ist mir auch wichtig. Die Grüße ich auch toll. Und dann frage ich zum Schluss immer, wenn du. Einen Tipp hast an deine Hörerinnen und Hörer welche ist das? Ich könnte jetzt sagen werdet erwachsen.

Aber das klingt so ein bisschen schulmeisterlich. Der Tipp ist vielleicht. Recovery ist kein linearer. Prozess. Das ist. Wie eine Autobahn auf der. Man unterwegs ist zusammen mit vielen anderen. Manchmal bleibt man stehen, es gibt auch Leute, die kehren um. Nein, ich habe noch was viel Besseres, es gibt einen Cartoon, das heißt großer.

Panda und kleiner Drache. Kennt vielleicht der eine oder andere und da gibt es einen wunderbaren Cartoon, wo der Panda den Drachen fragt. Was ist wichtiger? Der Weg oder das Ziel und der kleine Drache, sagt die Weggefährten, das passt eigentlich, das passt einem das. Das nehmen wir als. Botschaft schön, danke sehr das.

Ist schön, lieber Klaus, ich danke dir für Dankeschön. Jetzt ein dreiviertelstunden interessantestes Gespräch für mich. Entschuldigung. Wenn ich am Anfang zu. Lange geredet habe. Alles gut, du, das war wichtig und richtig. Und ich glaube, das war auch gut, dass ich dich da nicht unterbrochen habe, sonst hätten wir vieles nicht erfahren.

Dankeschön, ja, ich freue. Mich auch. Wir sehen uns. Wir sprechen da gleich drüber, wann und wo. Wir uns treffen und alles Gute erstmal für danke ich und für deine Bewegung. Danke tschau, Tschüss. Ich könnte sagen, werdet erwachsen, aber das. Klingt so ein bisschen schulmeisterlich. Der Tipp ist.

Vielleicht. Recovery ist kein linearer. Prozess. Das ist. Wie eine Autobahn auf. Der man unterwegs ist, zusammen mit vielen anderen. Manchmal bleibt man stehen, es gibt auch Leute, die kehren um. Nein, ich habe noch was viel Besseres, es gibt einen Cartoon. Das heißt großer. Panda und kleiner Drache. Kennt vielleicht der eine oder andere und da gibt es einen wunderbaren Cartoon, wo der Panda den Drachen fragt, Was ist wichtiger, der Weg oder das Ziel und der kleine Drache sagt die Weggefährten, das passt eigentlich, das passt eigentlich.

Das nehmen wir als. Botschaft schön, danke sehr. Das ist schön. Lieber Klaus, ich danke dir für Dankeschön. Jetzt ein dreiviertel. Stunden. Interessantestes Gespräch für mich. Entschuldigung, wenn ich am Anfang zu lang geredet habe. Alles gut, du, das war wichtig und richtig. Und ich glaub, das war auch gut, dass ich dich da nicht unterbrochen habe, sonst hätten wir vieles nicht erfahren. Dankeschön.

Ja, ich. Freue mich auch. Wir sehen uns. Wir sprechen da gleich drüber, wann und wo. Wir uns treffen und alles Gute erstmal für danke ich und für deine Bewegung. Danke. Ciao, Tschüss. So und jetzt. Stelle ich gerade. Fest. Das war das. Längste Interview das ich hier jemals geführt habe. Wenn du durchgehalten hast oder vielleicht hast du es ja auch in mehreren Etappen gehört, dann. Kommt jetzt noch was, nämlich einmal kommt ein Song, den ich gebastelt habe, aus den 9 Punkten, die der Jan letzte Woche gebracht hat, wo ich immer Frage am Ende der Folge hast du einen Tipp für deine Hörerinnen und Hörer, er hatte gleich 9 und die fand ich so schön, dass ich sie vertont habe und wenn dir 2 Stunden Podcast nicht lang, dann

habe ich noch was drauf gelegt, nämlich den Titel zwischen Impuls und Freiheit, wo es darum geht was man machen kann, wenn man. Saufdruck hat also Craving. Die Titel kannst du alle bei Spotify, Apple Music und Amazon Music, wo es überall Musik gibt. Hören kannst sie auch unter Deine tik Toks legen, wenn du möchtest.

Da sollten die Titel auch bald erscheinen, bei Instagram auch selbstverständlich und ja, wenn dir das zu viel wird mit der Musik, dann schalte einfach ab, jetzt ist ja okay und. Und die Links zu den Titeln findest du in den Shownotes. Das Projekt heißt auf Brause und jetzt ist auch gut, was in der kommenden Woche sein wird und in der Woche darauf kann ich dir noch nicht sagen, ich bin 22 freitage nicht nur 2 Tage sondern 2 freitage nicht da. Werde also dann nichts zeitnah aufnehmen können, wenn ich in der kommenden Woche noch einen Gesprächspartner finde, dann wirst du das an dieser Stelle hier hören können. Wann also die nächste Folge erscheint, werden wir dann erleben und bis es so weit ist,

denke mal dran, tanzen kann man auch auf Brause. Stü wird wissen dir ganz leise, da spricht etwas, der schon lange weiß, Kauf deine innere Stimme, sie kennt den Weg durch jedes Chaos, tief in dir liegt die Richtung, auch wenn der Mut noch leise ist. Sehr gnädig mit dir selbst. Mich weich zu deinem Herzen, Worte baumwelten oder reißen Sie ein, du musst nicht perfekt sein, nur ehrlich.

Nur. Heute, heute geh ich sein Schritt nicht die ganze Straße, nur den nächsten Meter. Heute werd ich klar, heute bleib ich klar, heute werd. Mir alle Kraft liegt's in mir, wenn du noch trinkst, siehst du nicht, wie groß das morgen sein kann, doch es wartet schon auf dich. Du brauchst kein Opium, kein Alkohol, kein falsches Licht für echtes Leben.

Freude liegt im Kleinen, ein Lächeln im Vorbeigehn Vogelgezwitsch am Morgen, Sonne auf deiner Haut, Kakao in kalten Händen, taumes am Straßenrand, Sushi mit Freunden, das ist echtes Glück, Gefühle kommen intensiv, Licht und Stock hoch und tief impulsiv, doch sie gehörn dazu, sie gehn vorbei. Du Glas alle Kraft leben dir Christoph kein raus, nur herzlein alle Kraft leben dir. Tu dir regelmäßig gut ein Bad.

Sauna, Sport, Sterte, Trip, Yoga, ausschlafen, neues Outfit. Man muss dem Körper Gutes tun, damit diese Lust hat, darin zu wohnen, selbst Grenzen pfleg deine Ethik dein Herz ist ein Garten. Und du bist die Gärtnerin heute nur ein Stress, heute nicht trinken heute liebe Fahrräder, heute wachsen heute Flieh, heute frei sein Kraft liegt in mir.

Liegt in uns ein Meter, ein Atemzug, ein Tag und morgen wieder. Auch nach langer Zeit kann es passieren. Ein Gedanke taucht auf. Ganz ruhig, ganz nüchtern. Vielleicht würde Alkohol jetzt. Helfen und obwohl du weißt, ist das nicht schlimm, fühlt sich der. Gedanke logisch an. Das ist kein Versagen, das ist Neurobiologie.

Dein Gehirn speichert Wirkung, nicht Moral. Es merkt sich, dass Alkohol Stress reduziert hat. Schnell. Vorhersagbar effektiv das Limbische System erinnert sich an. Erleichterung? Nicht an Konsequenzen. Dopamin erinnert sich an das. Versprechen, nicht an den Preis. Und jedes Mal. Wenn du nicht trinkst, lernt dein Gehirn neu. Neuroplastizität Verbindungen verändern sich langsam aber sicher.

Kriving ist ein. Neuronaler sicher. Kein Befehl, ein Signal, kein Urteil zwischen Impuls und Handlung liegt ein Moment, und genau dort entsteht Freiheit. Hm in diesem Moment kannst du Zeit gewinnen. 15 Minuten reichen oft, damit die Welle. An Kraft verliert, eine Welle bringt. Wenn man nicht kriegen sie kämpft, atme bewusst 4. Sekunden ein 6 Sekunden aus, langsam, tief kontrolliert. Du beruhigst dein.

Nervensystem? Nicht dein. Glas. Wechsel den Raum verlasse. Lasse die Küche, geh nach draußen, Kontextwechsel unterbricht. Gewohnheit. Beweg deinen Körper. Spaziergang Treppen. Schnelle Schritte. Bewegung. Signalisiert Gefahr. Vorbei. Kaltes Wasser im Gesicht, ein klarer Reiz. Das System fährt herunter, trink etwas anderes.

Wasser mit Eistee etwas Bitteres. Halte deine Hände beschäftigt, ersetze das. Ritual ruf jemanden an. Meine Nachricht reicht. Isolation verstärkt das Verlangen Verbindungsschlechtes. Frag dich, was du gerade wirklich brauchst. Bist du müde? Hungrig. Einsam. Wütend? Vielleicht ist es ein Bedürfnis, nicht Alkohol, hungrig, einsam, wütend, vielleicht ist es ein Bedürfnis, nicht Alkohol, der.

Impulssteig er erreicht. Einen Höhepunkt und. Dann fällt er immer. Ein Impuls dauert etwa 20. Minuten du dauerst länger Gedanken. Kommen und Sie gehen. Erinnere dich an dein warum. Warum hast du aufgehört? Mach es konkret. Nicht abstrakt. Denke an morgen früh an. Deinen Blick im Spiegel. An das Gefühl im Körper an.

Klarheit an, Ruhe an würde entferne Trigger keine Flaschen im Haus. Keine nur für Gäste. Ausnahme mach es dir leicht, die. Richtige Entscheidung zu treffen. Wenn der Gedanke wiederkommt, sag laut. Das ist nur ein Gedanke, keine. Wahrheit zähle langsam rückwärts. 10 98 bring deinen Verstand zurück.

Ins Steuer und wenn es nötig ist, entscheide bewusst. Ich trinke nicht. Nicht vielleicht, nicht später. Ich trinke nicht das erste Glas, entscheidet nicht. Nicht das Dritte, nicht das Vierte, das erste. Und heute bleibt es stehen, heute bleibt es stehen, der Gedanke war da. Aber du warst stärker, nicht.

Perfekt. Der Mecker nicht. Damit er streicht. Hey, hey.

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