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The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 55

#55 Lügen und andere Märchen

Dienstag, 26. Mai 2026 · 40 min

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Shownotes

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Charlotte und Gia sprechen in dieser Folge über die Lügen, die sie sich schon in Beziehungen selbst erzählt haben. So lange bis eine weint... Es geht um die Lügen um zu bleiben, um wegzusehen, um durchzuhalten. Sie diskutieren wie sehr Liebe blind macht und wann Loyalität ungesund ist.
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Da sind wir. Klappe. Klappe. Da sind wir wieder bei unserem Wodcast. Wahnsinn, wie du das anmoderierst. Wie, also der Fernsehgarten macht es nicht besser, finde ich. Richtig mit Elan, mit allem drum und dran. Fernsehgarten, ich bin großer Fan vom Fernsehgarten. Wir freuen uns auf jeden Fall wieder hier zu sein, dass ihr uns wieder sehen könnt. Ja.

Wir haben gerade schon gesagt, es kommt uns extrem lange vor. Ja. Dabei ist es ja nur ein Monat. Ja genau, richtig. Ist ja immer derselbe Zeitraum. Und wir freuen uns extrem darauf auf euch heute mit in einen Deep Dive zu nehmen. Richtig. Und zwar sprechen wir heute über die Lügen, die wir uns selbst in Beziehungen gerne erzählen und alles, was dazu gehört.

It's a lot. It's a lot. It's a lot. Ich habe vorhin schon zu Gia gesagt, hast du so eine Lüge parat? Und sie einfach nur so ganz hocken. Das sind viele. Ja, ist echt so. Man muss da ja auch erstmal wieder reinschlüpfen in die Person, die man zu der Zeit dann war. Ja, absolut. Deswegen finde ich es auch manchmal ein bisschen schwierig, das rauszukramen im Detail, aber das werden wir ja gleich machen.

Aber trotzdem kann ich auf jeden Fall schon mal ganz grob sagen, ja, it's a lot. Ja, aber ich glaube so, das ist auch, wie du schon sagst, das ist ein guter Punkt, dass man sich jetzt erstmal wieder in diese Person reinversetzen muss. Das zwingt einen aber auch so ein bisschen dazu, sich damit nochmal auseinanderzusetzen und nochmal so ein bisschen dieses Thema aufzuarbeiten, damit man das vielleicht bei den nächsten Beziehungen nicht mehr macht.

Was fällt mir spontan ein? So. Als Lüge. Auf jeden Fall. Irgendwann wird es besser. Das ist immer so. Das ist meine Top-1-Lüge, die ich mir selbst erzählt habe. Das wird bald besser. Und dann wird alles anders. So war auch der Satz in meinem Kopf. Bald wird es besser und dann wird alles anders. Und dann wird es doch so, wie ich mir das wünsche. Ja, verstehe.

Das war echt die Top-1. Geil. In meiner letzten Beziehung. Wir wollen auch übrigens von euch, gerne eure Lügen wissen. Also ihr könnt gerne schreiben, uns eine E-Mail schreiben unter der bekannten Adresse exwives at rtl.de. Mittlerweile können wir sie. Und deine? Was ist denn deine Top 1? Ist vielleicht gar nicht so schlimm.

Ah, das ist meine Top-1-Lüge, wo ich so überlegt habe, was könnte das sein. Das ist so dieses, und das hat mich durch so vielen, nicht nur Beziehungen, sondern auch Freundschaften, die dann aber doch alle irgendwie davongeschwommen sind, durch ganz, ganz viele Freundschaften und auch Beziehungen begleitet, der Satz ist vielleicht gar nicht so schlimm oder ich stelle mich an. Ja, krass.

Dass du dir selber das Gefühl kleiner redest und deine Gefühle und das, was du dazu empfindest, das ist vielleicht falsch. Du bist falsch mit deinen Gefühlen. Und als wir das Thema jetzt so wussten, dass wir das machen, habe ich so ein bisschen rumrecherchiert und da kam so ein Satz, ist mir quasi vor die Augen gelaufen, der passt dazu richtig gut und zwar Frauen haben keinen schlechten Männergeschmack, sie haben nur eine höhere Schmerzgrenze. Ja, oh Gott, ja.

Und jetzt muss ich aber ganz kurz dazu sagen, bevor mir jetzt alle wieder wieder aufs Dach springen, oh, Frauen sind nicht in Ordnung, auch Männer sind verletzt und auch Männer haben Traumata erlebt und so weiter. Ich weiß, ich weiß, ich weiß und es geht um den Mensch an sich, aber ich kann natürlich nur für mich als Frau sprechen.

Wenn ich ein Mann wäre, würde ich für mich als Mann sprechen. Also ich rede von mir aus als Mensch in dieser Folge, du auch. Aber das ist natürlich mit einer leichten weiblichen Note verziert, weil ich nun mal als Frau hier sitze. Ja. Warte. Ja. Ja, bei mir dasselbe. Ja, auch Frau. Ja. So, und das vergisst man dann oft mal in einer Beziehung, dass man auch noch eine Frau ist. Mhm.

Und dann lässt man sich dann doch vieles irgendwie gefallen. Und ich glaube, dass wir auch, ich habe so überlegt, warum hat man dieses Mantra? Also du jetzt in deinem Fall, es wird alles besser. Oder ich in meinem Fall, vielleicht ist es gar nicht so schlimm. Vielleicht stelle ich mich auch nur an. Ich glaube, dass man ganz oft.

Oder ich kann nur von mir sagen, dass ich ganz oft dachte, es ist Liebe, aber im Endeffekt war es Hoffnung. Ja, ja, krass. Da gehe ich so mit dir. Genau das, diese endlose Hoffnung. Endlose Hoffnung, dass sich das alles ändert, dass das alles besser wird. Dass du vielleicht falsch lagst mit deinen ersten Gedankengefühlen.

Das ist, wie du halt sagtest, alles gar nicht so schlimm ist. Und dazu nach dem Motto, ja, er ist ja auch nur ein Mensch. Man muss sich darauf einstellen. Es kommen zwei persönliche Scheiben zusammen. Und dann denke ich auch so, ist das etwas, was ich mir einrede, damit ich denke, dass diese Achterbahn der Gefühle, die eine Art Liebe ist. Also weißt du, dass ich denke, dass das diese Achterbahn ist, das Gefühl, was du spürst, wenn du liebst.

Oder warum rede ich mir das ein? Oder redet man sich das ein, weil man nicht sich eingestehen möchte, dass man versagt hat. Nicht versagt, aber dass man sich getäuscht hat. So in der Hinsicht. Das ist schwierig. Also ich finde, das ist so. Wenn man da drin steckt, finde ich, ist es auch so, man kann gar nicht mehr klar denken.

Und weißt du, das ist ja auch das, vor allem wenn du schon Jahre in so einer Beziehung steckst oder, naja, lass es auch Monate sein, ist eigentlich egal, weil man wächst da so rein in dieses ganze, in dieses neue Konstrukt, sage ich mal. Ich glaube, am Anfang hat man eh immer, wenn man diese rosa-rote Brille auf hat, wo noch alles gut ist, wo sich jeder von seiner besten Seite zeigt und dann nach und nach passieren vielleicht gewisse Dinge in Verhalten oder auch wirklich in Taten, wie auch immer und genau, dann fängt man an dieses, man hängt noch an etwas und man lässt immer mehr zu, die Grenze wird, ne? Verschwimmt.

Verschwimmt, genau und dann auf einmal ist man da drin und denkt sich so, hä, also hättest du mich vor einem Jahr gefragt, wäre ich auf jeden Fall wegen dem Punkt schon längst gegangen. Und dann sitzt man da aber und kann gar nicht gehen, kann sich gar nicht bewegen, ist wie gelähmt und hat eigentlich immer nur noch diese leise Hoffnung, die aber trotzdem überwiegt, weil man ja auf jeden Fall auch in dieser Komfortzone dann auch irgendwo ist, ich glaube, das spielt auch wiederum unterschwellig eine Rolle, dieses bloß jetzt nichts anders machen, also bloß nicht jetzt gehen, aber auch Angst vorm Verlassen werden.

Ich glaube, es sind so viele Dinge. Ich glaube auch vor allem, dass Liebe ist so ein. Brutales Wort. Es ist so ein krasses Wort hinter, also man erwartet von dem Wort Liebe, von dem Gefühl Liebe, so wahnsinnig viel. Man erwartet da ja eigentlich schon, es gibt ja so, nach dem Motto, die Welt könnte gerettet werden, wenn wir uns alle lieben würden.

Also die Liebe ist ja wirklich das Nonplusultra. Und ich kann mir auch vorstellen, dass dieses Sprichwort Liebe macht blind, kann man auch darauf beziehen, im Sinne von, dass die Liebe, die schafft es. Die schreckliche Realität zu verblenden. Also das Wort Liebe schafft es das. Weil du wirklich einfach in der Lage bist also Liebe ist wirklich was Schreckliches eigentlich auch.

Weil es schafft es die Realität die du nicht wahrhaben möchtest zu verblenden und hinter so einen schönen Filter zu setzen und dass du dann einfach sagst ja es ist jetzt halt mal so es ist jetzt eine Phase oder ich darf mich da jetzt gar nicht so anstellen oder es wird besser werden oder wir müssen jetzt nochmal zueinander finden. Es ist ja auch schwer.

Wir sind ja auch beide älter. Unsere Liebe hält alles aus. Genau. Liebe ist Arbeit. Das ist jetzt die Arbeit. Das ist auch dieses, finde ich, total schwierig. Und vor allem auch das Liebe. Alle kennen das Wort. Wir wissen alle, wie es geschrieben wird. Aber trotzdem bin ich mir ganz, ganz sicher. Wir sind ja alles Individuen und jeder erwartet und denkt auch, glaube ich, etwas anderes zu dem Wort Liebe. Weißt du, wie ich meine?

Ich glaube, man kann niemals gleich lieben, weil man ist ja nicht derselbe Mensch. Vielleicht ist immer die Liebe zu den Eltern oder zur Familie eine sehr ähnliche, aber ich glaube trotzdem, dass eine partnerschaftliche Liebe oder auch Freundschaften, dass ich glaube, es ist so krass unterschiedlich, weshalb das auch oft so aneinander gerät und diese Erwartungen auch so unterschiedlich sind. Ja, ja.

Und auch, ich glaube, da hängt auch viel damit zusammen, wie du erzogen worden bist. Die Sprache der Liebe. Ist deine Sprache der Liebe eher materialistisch? Ist deine Sprache der Liebe emotional? Ist sie fürsorglich? Ist sie Beständigkeit? Was ist für dich Liebe? Und da, glaube ich, findet man ganz viele verschiedene Schubläden, die wir aber alle nicht gleichzeitig offen haben. Ja, ja.

Und ich glaube auch, das wird auch ganz doll gefüttert mit, sag ich mal, man kann ja sagen, jeder Mensch hat irgendwelche Traumata aus der Kindheit oder, oder, oder. Ja, bleibt nicht aus. Genau, bleibt gar nicht aus. Ist ja einfach so. Und ich rede jetzt nicht von den ganz, ganz schlimmen Traumata, sondern von den, sag ich mal, Standards.

Also Angst verlassen zu werden oder, oder, oder. Und das ist ja bei fast jedem zweiten Menschen kann man sagen, da ist irgendwas drin. Und ich glaube, dass diese ganzen Ängste oder diese Erfahrungen, die in deinem Nervensystem sind, deswegen sucht man ja meistens unter, unbewusst gerät man dann oft ja an Menschen, die diese Lücke quasi entweder weiterfüttern, obwohl man ja denkt, nee, ich will ja genau nicht sowas.

Ich suche ja nicht nochmal jemanden, der mich so verlässt, wie zum Beispiel mein Vater, meine Mutter, wie auch immer. Und. Ich glaube, genau deswegen ist es so dieses, du denkst, es ist Liebe, weil es dieses Gewohnte ist und du willst das unbedingt so. Dabei ist es eigentlich nur eine Fütterung deiner Angst vielleicht auch und du merkst es aber gar nicht.

Aber vielleicht ist es deswegen dann auch so schwer. Und dann ist es keine Liebe, sondern dann ist es schon diese Abhängigkeit, weil du abhängig bist von diesem Gefühl. Absolut, also das da hatte ich auch vor Ewigkeiten, hat man auch schon mal drüber gesprochen, hatte ich da auch drüber gelesen, das ist tatsächlich, geht in die Richtung, also die haben das wirklich, das ist jetzt nichts, was ich jetzt irgendwie zu der Erkenntnis gekommen bin, sondern Wissenschaftler, Psychologen sind wirklich zu der Erkenntnis gekommen, dass wir Menschen lieber, uns mit etwas zufrieden geben, was uns weh tut.

Als dass wir da aus dieser Situation rausgehen, weil wir Angst haben vor dem Unbekannten, also wir Menschen sind Gewohnheitstiere, Das heißt, wenn ich weiß, wir sind jetzt ein Paar und du verlässt mich immer wieder, dann weiß ich aber wenigstens, dass du mich immer wieder verlässt. Und wenn du ganz weg bist, würde ich ja wissen, du kommst nicht zurück.

Und das ist das Unbekannte. Was ist dann? Was ist dann mit mir? Ich habe keine Gewohnheit mehr. Ich habe keine Struktur. Und deswegen gehen auch viele Menschen zu Partnern oder Partnerinnen zurück, die die einfach schlecht behandeln. Weil die wissen dann wenigstens, was sie für eine Scheiße kriegen, aber wenigstens kriegen sie was.

Und das ist nichts, was man Menschen vorhalten kann, sondern das ist ein gelerntes Muster. Und das finde ich total krass, weil jede außenstehende Person würde sagen, bist du irre. Dieser Mensch tut dir überhaupt nicht gut. Und du selbst denkst aber, ja, das weiß ich auch, dass der Mensch mir nicht gut tut. Rational weiß man das auch. Aber ich kenne es.

Richtig. Und es ist ein Muster, was ich kenne. Man kann da nicht ausbrechen. Genau, was du gesagt hast, wenn du es gewohnt bist, in deiner Kindheit immer wieder verlassen zu werden oder immer wieder angeschrien zu werden oder immer wieder mit Geschenken überhäuft zu werden, was auch immer. Leistung für Liebe, genau. Liebe für Leistung, wie auch immer.

Aber so, dann ist das ein gelerntes Muster und das gibt dir die Endorphine. Ja, ja, genau. Und das ist total verrückt, finde ich. Das ist wirklich verrückt. Und das umzulernen ist so ein harter, gemeiner, beschissener Prozess. Ja, wirklich. Weil du dann wirklich erstmal ohne irgendwas dastehst. Ja, richtig.

Und das war oft, ich hatte zwei Beziehungen, wo das oft so war. Auch wenn ich jetzt oft gefragt werde, warum bist du denn nicht einfach gegangen? Ja, nee, es ging halt nicht. Mir war klar, ich muss gehen eigentlich. Aber es ging halt nicht. Und wie oft, ich hatte damals einen Freund, der hat mir, mit dem war ich auch echt lange zusammen, der hat mir damals gesagt, allen Ernstes.

Also jetzt nur mal irre Beispiele. Ich wäre genauso behindert wie meine behinderte Cousine. Ich habe ja eine Cousine, die ist geistig eingeschränkt. Und, also, ne, sagen wir mal das schon? Wow. Völlig crazy. Und auch crazy, dass ich da noch nicht mal gegen angeredet habe und gesagt habe, sag mal, wie redest du eigentlich über meine Familie? Ja. Habe ich mich gar nicht getraut in der Augen.

Ja. Ich wäre dumm. Ich bin halt nicht so schlau. Und ich würde in meinem Leben niemals mehr als 3000 Euro brutto verdienen. Damit muss ich halt leben. Und deswegen brauche ich jemanden wie ihn, der mein Leben in die Hand nimmt. Der für mich so. So eine, solche geisteskranken Aussagen habe ich mir gefallen lassen und auch in meinen späteren Beziehungen noch viel, viel, viel, viel schlimmer, die ich nicht mal aussprechen kann oder möchte.

Aber, und genau das ist es aber, das war trotzdem das Gewohnte. Und nein, mein Vater hat mich nicht so, also der hat mir nicht solche Sachen gesagt, das kann ich schon mal sagen. Und da frage ich mich trotzdem, woher kommt das? Krass, woher kommt das? Das wird wahrscheinlich irgendein anderes Urgefühl in dir drin sein, was das wiederum eine Angst auslöst, wieder vielleicht von dem Verlassenwerden.

Also dafür musst du auch nicht in der Kindheit verlassen worden sein, sondern jeder Mensch hat davor Angst, verlassen zu werden von Menschen, die du liebst, egal in welcher Verhältnis man steht. Also das ist eigentlich, glaube ich, ganz normal. Auf jeden Fall. Weil wir halt Rudelmenschen sind und wir möchten nicht alleine durch die Gegend laufen.

Ich habe einen ganz tollen Quote, den möchte ich dazu vorlesen. Gib mir ganz kurz eine Minute, damit ich den finde. Diesmal weiß ich auch genau, wo ich suche, Gott sei Dank. Habe ich gefunden. So, passt auf. Da dachte ich so, ey, wie krass ist das denn bitte? So. So. So, also. Ich habe das, erstmal lese ich mal vor, woher ich das habe.

Das ist eine, die, so ein Coach quasi, die auch viel mit Kindheitstrauma macht, Beziehung und, und, und. So, die hat einen Quote selber geschrieben und das sind ein paar Slides, ich lese das jetzt einfach mal vor. Also der Untertitel ist dazu, nicht jede starke Anziehung ist ein Zeichen von Liebe. Manchmal ist sie nur Wiedererkennung einer alten Spannung.

Schon mal gut. So. Du wartest nicht auf eine Nachricht. Du wartest darauf, gewählt zu werden. Und genau deshalb tut diese Stille so weh. Nicht, weil dein Leben von einer Nachricht abhängt, sondern weil sie eine alte Stelle in dir berührt. Die Stelle, an der du dich sofort fragst, ob du überhaupt wichtig bist.

Dann beginnt dieses leise Verhandeln mit dir selbst. Vielleicht ist die Person einfach beschäftigt, vielleicht ist gerade viel los, vielleicht hat es nichts mit mir zu tun und dann kippt es. Vielleicht habe ich zu viel gezeigt, vielleicht war ich zu direkt, vielleicht hätte ich entspannter wirken sollen.

Erst suchst du Erklärungen, dann findest du Schuld bei dir. Und plötzlich geht es nicht mehr um diese eine Nachricht, viel mehr geht es um die alten bekannten Fragen, die darunter liegen. Bin ich noch sicher, wenn ich etwas brauche? Bin ich noch liebenswert, wenn ich mich zeige? Bin ich noch gewollt, wenn ich nicht perfekt dosiert bin?

Menschen, die mal nah sind und dann wieder verschwinden, berühren genau diese alte Stelle in dir. Die Stelle, an der Nähe nicht einfach da ist, sondern etwas, das du halten, verdienen oder retten musst. Also fängst du an, dich selbst zu regulieren, damit die Verbindung bleibt. Nicht zu viel schreiben, nicht zu schnell antworten, nicht zu ehrlich sein, nicht zu bedürftig wirken. Und irgendwann merkst du nicht mehr, dass du gar nicht in einer Beziehung bist. Du bist in einer Prüfung.

Eine Prüfung, in der du versuchst, liebenswert genug zu wirken. Boah, ich muss weinen. Krass. Wirklich? Ach Mensch, ja. Damit jemand bleibt. Krass. Das kann man, wow. Aber Liebe, die du dich strategisch kleiner machen musst, ist keine. Sie ist ein altes Muster mit neuem Anstrich. Und somit ist die Frage nicht, wie du weniger brauchst.

Die Frage ist, warum du dich noch immer für eine Nähe klein machst, die dich nur will, wenn du dich selbst verlässt. Ach krass. Krass. Ja. Aber schön, oder? Ja, Wahnsinn. Wow. Leute, meine Güte, darauf war ich gar nicht vorbereitet. Frechheit. Mann. Oh Mann, ey. Aber krass, oder? Ja. Von Abulinski, möchte ich an dieser Stelle sagen. heißt genau so bei Instagram, könnt ihr euch mal anschauen.

Schreibt ganz tolle Quotes und ja. Ach krass. Aber ist krass, was da steht. Also ich meine, wie genau. Ja, ja, absolut. Und wie, also das so also das auch so zuzulassen jetzt an deiner Stelle, dass dich das trifft, das ist ja, also ist ja schon ein super Schritt in die richtige Richtung, oder? Ja, auf jeden Fall. Also das finde ich schon. Trotzdem.

Ja, aber ich finde das toll. Krass. Ich finde das toll und ich finde das auch wichtig, dass man, durch diese Quotes sich treffen lässt oder durch das, was man liest, sich treffen lässt, weil nur so kannst du es irgendwie einigermaßen, willst du ein Taschentuch haben? Ja, gerne. Dankeschön. Vor allem, weißt du, was das Krasse ist?

Ich habe den Quote ja schon mal gelesen und ich habe da keine Träne vergossen. Jetzt, wo ich es laut und ganz bewusst gelesen habe, das ist krass. Das heißt, mal wieder ist Beweis, Aussprechen von Dingen. Ja, absolut. Gefühle durchfließen lassen. Ich habe gerade nämlich gedacht, ich habe nämlich gerade gedacht, würde mich das berühren?

Also es berührt mich, aber ich höre nur zu. Also es ist deiner. Ich glaube, wenn ich es vorgelesen hätte, wäre es nicht anders ausgegangen. Ja, genau. Das ist dieser Moment, wie du schon sagst, wenn man etwas laut ausspricht. Deshalb soll man das ja auch laut sagen, so bescheuert, dass es auch ist. Aber man soll morgens sagen, ich bin jetzt da, ich bin froh, hier zu sein. Also man soll das ja laut reden, damit es einen erwischt oder irgendwie, obwohl es komisch ist, weil es ja eigentlich in dein Inneres muss.

Eigentlich schon, ne? Ja. Das ist krass, dass man es erst laut aussprechen muss, damit es da wieder reingeht. Ja. Wie so ein Echo. Schön interessant, ja. Oder eine Backpfeife. Ja. Ja. Meine Herren. Aber schön, dass du uns an dem Moment jetzt auch teilhaben lässt. Ja. Das finde ich toll. Natürlich. Ich bin froh auch gerade, dass das passiert ist. Das hat richtig, es ist hochgewandert und ich dachte erst noch. mhm, mhm, mhm, mhm, mhm, und dann konnte ich gar nicht mehr gerade.

Ja, na gut. Ich habe immer nur deinen Blick gesehen, dein Blick hat immer häufiger zu mir und dann dachte ich, oh, jetzt ist irgendwas. Nee, ach Gott, ey, ja, aber Lügen, Lügen, die man sich selbst erzählt hat. Ja. Und die man sich immer noch tatsächlich erzählt. Ja. Und weißt du was, also bei mir war vielen Punkt, ich meine klar, die letzte Beziehung ist jetzt die präsenteste, von der ich auch so, ne, noch, sag ich mal, die Erinnerung schneller aufrufen kann, aber natürlich, ich hatte ja schon mehrere Beziehungen, aber...

Es war oft, ich hatte oft zu viel Verständnis, ist mir im Nachhinein aufgefallen und du auch, das weiß ich auch von deinen Erzählungen und auch von... Egal, ob jetzt Beziehung zu Mann oder Freunde, wie auch immer. Dass man immer versucht, Verständnis zu haben. Und immer versucht, das Recht zu machen, damit die Harmonie da ist. Genau.

Total irre. Einfach nur. Und dass man bloß... Aber umso verrückter finde ich es, dass wir beide zueinander ehrlich sind. Also ehrlich sein können. Also das finde ich ganz komisch, weil du bist ja auch People Pleaser. Ich bin ein People Pleaser. Aber zueinander sind wir es gar nicht. Ja, voll gut, oder? Ja, aber das finde ich so komisch.

Gerade, dass wir es nicht zueinander sind. Sondern, dass ich zu dir sage, ey, krieg das mal auf die Reihe jetzt. Oder du zu mir sagst, finde ich nicht gut, wenn wir das so und so machen. Fühle ich mich einfach nicht wohl. Das hätten wir ja früher in Freundschaften oder in Beziehungen wahrscheinlich gar nicht gesagt. Wir hätten das einfach gemacht.

Hey, das ist voll toll. Das ist richtig gut. Das ist wirklich krass. Ja, das ist wirklich, das ist echt was richtig Gutes. Das müssen wir beibehalten. Auch wenn es manchmal hart ist, aber das müssen wir. Genau. Und das Schöne ist ja auch, dass wir ja trotzdem wissen, wie lieb wir uns haben. Und das ist, glaube ich, diese witzig, das ist krass, jetzt kommt, jetzt macht es gerade Klick bei mir, pass auf.

Als ich in Therapie war, haben die uns immer erklärt, ihr seid hier unter einer Käseglocke. Ihr dürft hier alles. Ihr dürft den Gegenüber anschreien, ihr dürft uns anschreien. Ihr sollt aneinander geraten, dass hier darf alles passieren. Und ich glaube, ich habe das wirklich in diesen ganzen Wochen trotzdem nicht richtig hingekriegt.

Bis ganz zum Schluss. Da wurde ich dann auch mal ein bisschen unbequemer. Und dann hat er, das weiß ich noch, einer von den wirklich tollen Psychologen, der hat dann immer gesagt, sucht euch draußen eine Käseglocke. Krass. Und du bist das. Du bist meine Käseglocke. Und ich liebe Käse. Das ist krass. Du bist meine Käseglocke. Wir sind unsere Käseglocke.

Krass. Wir sind unter unserer Käseglocke. Wir können das. Hier, weil wir... Vertrauen da ist. Und weißt du, wer noch deine Käseglocke ist? Das merkst du noch nicht, aber das wirst du merken. Deine Kleine. Weil du musst mal überlegen, ich habe neulich auch überlegt und das macht jetzt auch Sinn für mich, das ist krass, so wie die Kinder mit mir sprechen oder ich teilweise mit den Kindern reden. So würde ich niemals mit anderen Menschen reden.

Weil es wirklich unter die Gürtellinie teilweise ist. Also, ne, du beleidigst sie nicht, das weiß ich. Nein, ich beleidige sie nicht, aber doch manchmal schon. Aber jetzt überleg mal, du kommst zu mir nach Hause und ich sage, Mann, Gia, deine Schuhe, Mann, es nervt mich so krass, dass du die immer da hinstellst. Kannst du die mal hoch hin?

Oder kannst du, das Glas gehört nicht, dann kannst du das bitte einfach in die Spülmaschine stellen. Nee, ich sag dir auch gerne hundertmal, dass du Hausaufgaben machen sollst. Stell dir vor, ich würde so in diesem Ton mit dir die ganze Zeit reden, dann würdest du ja irgendwann denken, fuck you. Ende.

Und die Kinder kommen runter und dann sagen so, du nervst voll. Du kommst zu mir und bist fünf Minuten zu Hause und sagst, du nervst voll, Charlotte. Würde ich auch denken, da war das Spinti. Aber das ist auch eine Art Käseglocke, weil wir wissen, das Vertrauen ist komplett da. Es wird niemand wegrennen.

Das wird nicht passieren, dass jemand von uns wegrennt. Voll schön. Das ist Sicherheit. Das ist einfach Sicherheit. Und das ist vielleicht dann so dieses Gewählte, die gewählte Familie, die man dann irgendwie hat. Ja, richtig. Ja, cool. Also wirklich in dem Todfall. Ja, ja, da bin ich auch noch gespannt, was mit der Kleinen auf uns zukommt, sag ich mal.

Also das ist schon, dass das da ist, das finde ich eigentlich auch schön. Aber dessen muss man sich dann auch bewusst sein, weil man hat ja auch ganz oft schlechtes Gewissen. Als Mama ganz besonders, als Papa bestimmt auch. Als Eltern hat man öfter mal schlechtes Gewissen. Du musst ja wahnsinnig aufpassen heutzutage, dass du keine Gruppe auslässt. Nee, nee, nee, wirklich.

Auch als Adoptiveltern, natürlich. Als Menschen, die Emotionen haben, hat man öfter mal schlechtes Gewissen. Und dann, können wir vielleicht einfach so ein Claim machen unter unserem Podcast? Egal wie wir reden, wir meinen alle, die sich nicht dadurch beleidigt fühlen. Genau. Die meinen wir nicht. So, auf jeden Fall äh.

Und schon habe ich den, weil ich an jede Randgruppe dieser Welt gedacht habe, habe ich den Faden verloren. Man hat ein schlechtes Gewissen als Elternteil. Ah ja, da ist der Faden. Genau, man hat ein schlechtes Gewissen als Elternteil, weil man vielleicht sich im Ton vergreift oder vielleicht Vorwürfe macht, die unnötig waren.

Aber im Endeffekt ist es nichts anderes als ein Zeichen des Vertrauens. Ja, dass man hier so sein darf quasi auch. Tja, Jungs, Pech gehabt, jetzt werde ich euch weiter anschreien, weil ich euch so liebe und vertraue. Genau, immer damit so rechtfertigen. Nee, aber mir ist es tatsächlich letztens auch, ich bin das erste Mal auch lauter geworden, weil ich, und das war so doof, das hat mir natürlich dann doppelt leid, weil ich mich erschrocken habe.

Die Szenative war, ich war, weißt du, im Schock habe ich geschrien quasi. Die Kleine stand in der Küche bei meinen Eltern, hat an einem Geschirrhandtuch gezogen. Auf dem Geschirrhandtuch stand aus Porzellan, ungefähr 30 Zentimeter hoch oder höher, eine Kaffeedose, wo Kaffee drin war. Also wäre das auf ihren Kopf gekommen, weiß ich nicht, wie das jetzt geendet wäre. Aber sie zog und zog und das Ding ging immer näher, bewegte sich immer weiter zum Ende der Arbeitsplatte.

Dann habe ich nur ihren Namen geschrien und ja, in diesem Schock und dann guckte sie natürlich Gott sei Dank, aber völlig Schock hier zu mir und hat auch losgelassen. Und dann hat sie das erste Mal mit so einer Schippe angefangen zu weinen und mich angeguckt. Ja, es tat mir so leid. Und ich zu ihr gelaufen und sie natürlich sofort einen Arm genommen.

Ich so, Mausi, Mama hat Angst gehabt, dass zu dir wehtust. Und sie hat aber echt doll geweint, hat sich wirklich das erste Mal, glaube ich, richtig erschrocken über meinen Tonfall einfach. Aber das sind so Sachen, ich meine, besser so, als dass sie dann weint, weil eine Keramikdose auf den Kopf fällt.

Ich hatte jetzt genau das Gleiche, dann wollte mein Kleiner über die Straße laufen und dann kam aus einer Einfahrt so ein weißer Lieferwagen und das war wirklich knapp. Und ich so, stopp! So richtig geschrien. Und er so, sie ist total erschrocken und fing an zu weinen. Und der Lieferwagen so, was ist denn hier los? oder der Mensch, der drin saß, hat gar nichts kapiert. Aber ich, na klar.

Und es wird auch noch passieren, dass ich mich im Ton vergreife, weil ich genervt bin. Natürlich wird das passieren. Logisch. Sie auch. Sie wird sich auch öfter mal im Ton vergreifen, weil sie von dir genervt ist. Wie man da so aneinandergerät. Sie darf von dir genauso genervt sein wie umgekehrt. Natürlich, aber sowas von.

Und dann werde ich sie natürlich abknutschen, weil es einem leid tut. Auf jeden Fall irgendwann. Ich kann auch nicht lange sauer sein. Ich bin dann auch immer so, ja, jetzt reicht es aber. Und dann gehen die hoch und dann denke ich so, scheiße, klopf, klopf. Ja, sorry, wollen wir nochmal drüber reden? Nein, alles gut.

Nee, lass uns nochmal drüber reden. Nein, aber wir sollten das gerne. Nein, okay, alles klar. Okay, ist dann wieder alles gut? Mach mal licht, was essen? So den Mund durch die Türspalten quetschen. Ja, boom. So, ich habe noch eine spannende Sache gelesen. Wann, um wieder zu dem Thema zurückzukommen, wann wird Loyalität eigentlich Selbstzerstörung, beziehungsweise wann ist Loyalität eigentlich Feigheit?

In einer Beziehung. Also sei es eine Partnerschaft, eine freundschaftliche Beziehung, das finde ich nämlich auch ein super spannendes Thema. Irgendwann merkst du nämlich, dass du Leute um dich herum hast oder andere Leute Leute um sich wiederum herum haben, die so wahnsinnig loyal sind, aber eigentlich zu feige sind, diesen Menschen einfach die Wahrheit zu sagen. Ja.

Oh ja. Oder? Oh ja. Oh. Ich könnte ganz viele Beispiele nennen. Krass, ne? Boah, die hat ja auf jeden Fall. Aber sowas von. Also sei es Betrug, der gewusst wurde von Menschen um mich herum auch schon, der mir nicht gesagt wurde, weil die in einer Abhängigkeit standen zu meinem damaligen Partner. Oder weil immer Ja und Amen gesagt wurde, aus Gründen, die ich jetzt nicht mehr nachvollziehen konnte, aber ich sie zu dem Zeitpunkt nachvollziehen konnte, als ich noch in einer Beziehung war und ich sogar dafür wieder Verständnis hatte in dem Moment. Das ist so irre.

Loyalität kippt ganz schnell in Feigheit über, wenn die Loyalität vorgeschoben wird, weil man sich der Realität nicht stellen möchte, Weil man Angst davor hat, dass die Realität laut wird oder Ärger bedeutet, Diskussion bedeutet. Ärger bedeutet, genau. Konfrontation. Genau, Konfrontation, die du nicht gewinnen kannst.

Eventuell Verlust. Oder dass ein Verlust vielleicht sogar herbeigeführt wird. Und man schiebt es auf die Loyalität, weil dann ist man ja moralisch korrekt. Ja, ja, genau. Und das finde ich auch ist eine ganz, ganz große Lüge, die viele von uns vielleicht alle schon mal gemacht haben, die viele von uns aber immer wieder spielen, um sich bloß aus allem rauszuhalten. Ja.

Boah, eklig eigentlich. Dabei ist Loyalität so was Schönes und so was Feines eigentlich und sollte eigentlich so behandelt werden, aber das ist... Pff. Ich glaube aber auch, dass man das früher oder später, weil da bist du ja, also wenn jemand aus diesen Gründen zu dir loyal ist, bist du ja eigentlich das Opfer. Ja.

Viele denken, du bist quasi der Mensch, der den Ton anschlägt oder der irgendwie der Chef ist in Anführungsstrichen oder irgendwie der dominante Part ist, aber eigentlich bist du das Opfer, weil dich ja jeder verarscht. Ja, genau. Und, dann ist es schwierig oder beziehungsweise ich glaube, dass diese Menschen, die sowas anziehen oder die sowas leben oder erfahren, ich habe das auch schon mal erfahren, also ich glaube, dass im Endeffekt wissen wir ganz genau, wo der Hase langläuft und, entweder gibt es die Lösung, man trennt sich von den Leuten oder man nutzt einfach weiterhin aus, dass sie falsch loyal sind, also illoyal loyal sind.

Man kehrt das unter den Teppich, lebt halt damit sozusagen. Ja, weil das ist ja dann in dem Moment bequem. Und die denkt ja auch, meistens die schützen eine Person, dich oder wen auch immer, dadurch, dass sie loyal sind. Genau, aber es ist kein Schutz, es ist Feigheit, ganz oft. Ja, total. Und das finde ich total schade.

Wenn du dann jemanden darauf aufmerksam machst, dann kassierst du eine Backpfeife. Ja. Also damit bist du ja die Illoyale, obwohl du eigentlich gar nicht illoyal bist. Kann man mir noch folgen? Ja, ich versuch's gerade, ja. Ich versuch's gerade, aber ich bin schon längst abgedrifft, weil ich muss noch das einkaufen, Milch besorgen und das.

Nein, aber weißt du, also deswegen den Satz finde ich ganz krass. Darf ich dir eine Geschichte erzählen? Nein. Pass auf. So, die nächste Frage. Apropos Loyalität geht ja auch in Freundschaften. Und da hatte ich zum Beispiel eine Erfahrung, die ich euch mal allen erzählen möchte. Und zwar hatte ich gerade am Anfang, als ich nach Berlin gezogen bin, hatte ich, es war Corona, ich hatte keine Freunde hier.

Habe durch, ja, durch Paul, kann man ja so sagen, natürlich Freundinnen gefunden, also durch einen größeren, erweiterten Freundeskreis und habe mir da dann selbstständig, Mädchen quasi, Mädchen, wie das klingt, Frauen rausgesucht, mit denen ich mich gut verstanden habe und wo ich dachte, das wären meine Freundinnen und.

Ich sag mal so, gute anderthalb Jahre später, wo echt schon Freundschaften entstanden sind, ist Folgendes passiert. Ich war alleine zu Hause. Es gab einen Streit. Ich wusste, es gibt eine Party. Du warst allein zu Hause? Ich war allein zu Hause. Mit wem hast du gestritten? Ich habe mich gestritten damals mit Paul. Nee, aber wenn du allein zu Hause warst? Ja.

Achso, okay. Über Telefon oder was da rum. Achso, alles klar. Jetzt ist die Multiplu. Es gab einen Streit. Ich wollte meine Freundin anrufen. Ja. Weil ich war ja alleine zu Hause. Genau, ich wollte mich austauschen. Und dachte so, ey, was machen die eigentlich? Hab die nicht erreicht. Das war eine Gruppe von Mädels.

Hab die dann versucht zu erreichen. Es waren drei an der Zahl. Also es waren vier. Drei davon habe ich versucht anzurufen. Die vierte war leider ganz schlimm. Die leidet ganz wahnsinnig unter Migräne. Lag zu Hause. Die hat mit der einen aber zusammen gewohnt. Und konnte mir also sagen, du pass mal auf, die ist irgendwie unterwegs mit denen und mit den anderen.

Und ich so, ja, komisch, okay. Ich versuche die alle mal anzurufen und habe die angerufen, keiner ist rangegangen, ich geschrieben. Und dann gucke ich bei Instagram und sehe, dass die alle in demselben Fahrstuhl ein Foto gemacht haben und fahren zu der Party. Ich sag mal so wo viele Leute waren und ich dachte so, echt jetzt?

Echt jetzt? Und du musstest gar nichts hören. Also der war nicht so von wegen, ey, wir fahren zu der Party, wir rufen dich morgen an. Was ja auch nicht okay wäre. Aber es kam keine Response. Die haben sich alle totgestellt. Ich natürlich, in meinem Wahn, muss ich ganz ehrlich zugeben, ich war voll in meinem Wahn.

Ich glaube sogar, mag sein auch, also ich habe auf jeden Fall aus Frust auch getrunken. Wie das so ist, geheult, alleine Wein getrunken. Kennt, glaube ich, jeder. Keine schöne Sache, aber macht man dann ja doch irgendwie hin und wieder mal so. Naja, und ich halt natürlich dann in meinem Wahn exzessiv versucht, die zu erreichen, weil ich dachte dann eher so nicht. So nicht.

Und hab auch echt wilde, böse Nachrichten geschrieben und so, das könnt ihr mir nicht antun und was denkst du eigentlich, wer du bist und na warte und so. Ja, ja. Ich hab die alle nicht erreicht. Ich hab irgendwann geschlafen am nächsten Tag. Die eine Freundin, die dann zu Hause war, mit der anderen zusammen gelebt hat, die hat dann gesagt, pass mal auf, so geht das gar nicht. Die hat sich dann auch mit ihr gestritten.

Naja, und es kam halt raus, die waren auf jeden Fall bei der Party, wo unter anderem auch mein Ex war. Ich habe dann mit allen gecuttet. Ja, verständlich. Also die haben das auch nicht versucht, irgendwie... Ach, die eine hat es versucht, schön zu reden, meinte, ach, mach dir keine Gedanken, bla bla bla.

Die andere hat Monate später gesagt, ja, ich weiß, dass ihr Streit hattet, das war auch Thema. Ja, ich weiß auch, was hier alles vorgefallen ist und wer hier alles war. Ich kann es dir nicht erzählen. Die andere hat dann irgendwann nach Monaten mal ein paar Sachen erzählt, da wollte ich es schon gar nicht mehr wissen.

Da war nämlich der Punkt, ich weiß ja eigentlich im Grunde, was da vorgefallen ist. Ich will gar keine Details mehr. Aber ich habe dann auch Ewigkeiten nicht mit denen gesprochen. Mit der einen, mit der habe ich tatsächlich jetzt wieder Kontakt. Die hat sich nochmal bei mir entschuldigt. Aber wir sind natürlich keine Freundin so mehr. Wir sind keine Freundin mehr.

Da ist das Vertrauen dann irgendwann auch gone. Da fragt man sich halt auch, worauf basierte die Freundschaft. Richtig, genau. Und das waren so Fragen, die ich mir gestellt habe. Und das war auch irgendwo, ist mein Herz da auch gebrochen. Ich kannte das auch so nicht, dass man von Freunden so... So derartig hintergangen wird. Das kannte ich nicht.

Das war ein Schlag ins Gesicht. Und dann habe ich mich wieder so allein gefühlt, weil ich dachte so, hä? Das sagt aber natürlich auch mehr über die Frauen aus oder über die Menschen aus, als über dich dann im Endeffekt, über dein Verhalten. Also da würde ich jetzt, aber krass, dass du mit denen jetzt wieder Kontakt hast und so. Aber wofür denn?

Ja, tatsächlich, einfach war es nur mal wieder so ein, Und du, die hat mir eigentlich nur gratuliert im Sinne von, ich finde es schön zu sehen, wie du jetzt lebst mit deiner Kleinen und dass du aus deinem alten Umfeld weg bist. Und es tut mir wahnsinnig leid, wie das damals alles gelaufen ist. Und du so, ja, du gehörtest zu dem alten Umfeld übrigens PS.

Ja, und ich so, du, ja, war richtig scheiße. Ich bin richtig froh, dass ich weg bin von euch allen. Ja. Und ich sehe aber auch, dass du Fortschritte machst in deinem Leben und das freut mich auch für dich. Okay. Und... Ja. Komm, I don't give a fuck anymore. Okay, also so etwas einfach jetzt. Ich habe auch mit Frieden geschlossen. Ja, ja, okay, das ist dann nochmal was anderes, als wenn ihr jetzt irgendwie versucht, euch nochmal anzunehmen.

Nein, nein, nein, nein. Ich freue mich auch, wenn ich die dann nochmal privat sehen werde, dann ist okay. Dann werde ich mich freuen. Ja, genau. Aber war trotzdem asozial, was passiert ist. Richtig asozial. Weil, boah, bitte tu das nie wieder irgendeiner anderen Frau an. Ja. Und hast du dir dabei irgendeine Lüge dann erzählt?

Ähm, ja. Ich habe mir die Lüge erzählt. Und die konnten doch nicht anders, weil auch die konsumiert haben zu der Zeit. Ich weiß, wusste, dachte zu wissen, dass vielleicht der Konsum, und so ist es auch, der Konsum hält Menschen, gewisse Menschen zusammen. Ja, ja, glaube ich. Es ist eine Basis, wie auch das eine Basis war von mir und diesen Menschen.

Ja, das und dann auch wieder dieses, es gibt halt diese gewisse Szene in Berlin, wo Leute drinstecken und wo sie nicht rauskommen. raus möchten, auch das habe ich verstanden. Es gibt auch Menschen, die abhängig von dieser Szene waren, weil sie damit ihr Geld verdient haben. Und damit meine ich jetzt keinen Dealer, sondern andere.

Ja, ich habe immer versucht, für alles wieder Verständnis zu finden. Aber auch bei mir ist es jemand, auch wenn ich und ich weiß, so bist du auch, man hat eine ganz, ganz, ganz hohe Toleranzgrenze, aber wenn eine Sache hier bricht, Dann fuck you. Aber richtig. Und dann gucke ich auch nie wieder zurück.

Und dann tut es auch nicht mehr weh. Weil dann ist es gebrochen. Dann hast du so viel versucht. Auch auf dich bezogen, auf dich geklärt, auf dich geladen die ganze Zeit. Aber dann irgendwann ist der Moment, wo du sagst, gut, dann gehen wir jetzt verschiedene Wege. Aber vielleicht ist dieser Weg, der jetzt anders ist, das Beste für uns. Für mich ist es das Ende.

Und deswegen auch Trennung. gingen dann auf einmal ganz gut. Richtig, richtig gut. Richtig so von der Hand, als würde man das regelmäßig tun. So, ciao, Kakao. Tut noch weh, aber zurück auf gar keinen Fall. Ciao. Es ist so krass. Also ich hoffe, ich habe das Gefühl, die Generation, die nach uns kommt, ist ein bisschen schlauer, was Lügen erzählen betrifft.

Also ich glaube, die haben bessere Einschätzung zu sich selber, bessere Wertschätzung. Habe ich so tatsächlich das Gefühl. Ist es halt auch nur ein Gefühl? Ich weiß es nicht, aber vielleicht einfach so, weil wir natürlich auch in den Jahren groß geworden sind, wo wir gefallen mussten, Leistung bringen mussten.

Und diese Richtung, die Kinder jetzt werden anders erzogen. Die werden dann andere Lasten haben. Aber trotzdem, das glaube ich, wird sich ein bisschen ändern oder hoffentlich ändern. Ja, tatsächlich, den Anschein macht es mir auch, dass ich so aus der Welt kriege. Und ich glaube, wir werden weiterhin immer wieder irgendeine Lüge davor schieben, damit wir uns mit der Realität, die uns wehtut, nicht beschäftigen.

Dann kann man nur hoffen, dass man Leute um sich herum hat, die dann sagen, Stopp, halt, das ist eine Lüge. Eine Lüge. Ja. Es ist eine Lüge. Lüge. Lüge. An diesem Tisch wird nicht gelogen. Lass uns unter unserer Käseglocke, Gott sei Dank, können wir uns das auch so... Fazit dieser Ausgabe, würde ich sagen, ist sucht euch eine Käseglocke.

Sucht euch eine Käseglocke. Und wenn ihr denkt, was meinen die damit? Hört den Podcast, dann wisst ihr es. In diesem Sinne.

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