
The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 69
#68 Freiheit
Dienstag, 25. August 2026 · 51 min
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Shownotes
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Im Deep-Dive widmen sich Gia und Charlotte dem Thema Freiheit: Sie diskutieren, wie Verantwortung, gesellschaftliche Erwartungen und Beziehungsmuster – inklusive offener Beziehungen, Eifersucht und emotionaler Intimität – Freiheit begrenzen können.
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Mit Charlotte würdig und Georgina Stumpf. Jawohl. Und jetzt wieder. Ich werde es bald angucken. Hallo zu einem neuen Monat, zu einer neuen Video-Folge. Und zwar haben wir uns folgendes Thema rausgepickt aus den Vorschlägen. Und zwar Freiheit. Freiheit. Freiheit. Ist das Einzige, was zählt. So, und was ist Freiheit? Ja, was ist, großes Thema vor allem, also wirklich großes Thema.
Kannst du sagen, wann du dich das letzte Mal komplett frei gefühlt hast? Und wenn ja, was gehört dazu, dass du dich frei fühlen kannst? Mhm. Ich habe verschiedene Erinnerungen, die alle aus verschiedenen Lebensphasen sind und die kann man gar nicht miteinander vergleichen, weil klar gab es eine Freiheit auch ohne Kind zum Beispiel, auch mit weniger Verantwortung.
Als ich, wenn ich jetzt das, also mein erster Gedanke eben, als du gefragt hast, war da bin ich mit meinem damaligen Freund, mit dem bin ich ja wahnsinnig viel gereist und ich erinnere mich an eine Szene, da sind wir im Auto gefahren, ich glaube wir waren entweder Menorca oder Ibiza oder sowas und sind, an der Küste lang gefahren im Auto und ich habe einfach nur so runter geguckt, weißt du, aus Wasser, auf die Küste und habe diesen Ausblick genossen und dachte so, Alter, das Leben ist so geil Krass.
Das war so mein, das war ein richtig schönes Gefühl. Ja. Und ich ertappe mich oft, wenn ich zum Beispiel bei der Therapie oder sowas, wenn gefragt wird, wenn ich mich an einen sicheren Ort begeben möchte, einen schönen Ort, der mir ein gutes Gefühl gibt, dann ist das dieser Moment. Die Küste. Und der hat gar nichts mit ihm zu tun, sondern nur dieser weite Blick, diese warme Luft, die mir entgegenkommt, dieses Wow.
Und auch gepaart von dem Gefühl, ich bin so gespannt, was alles noch kommt. Meinst du, dass wenn du jetzt an diese Küste fahren würdest, wieder das gleiche Freiheitsgefühl hättest oder hast du jetzt mittlerweile so viel Verantwortung, dass du dich vielleicht nie wirklich traust, dich frei zu sprechen?
Ich glaube das. Ich glaube tatsächlich das. Es wäre nicht mehr dasselbe Gefühl. Weil mit der Verantwortung ist einfach viel dieses lockere Unbeschwerte weg. Die Tragweite, ne? Genau. Ja, richtig. Und dafür empfinde ich jetzt eine ganz andere Freiheit, die mir jetzt zum Beispiel gerade, aktuell oder auch jetzt so seit zwei Jahren seit der Schwangerschaft total wichtig ist, dass ich so frei bin von meinem alten Leben, frei bin von Beziehungen, dass ich nur für mich und die Kleine da bin.
Das ist so eine andere Freiheit gerade, die ich auch total zelebriere. Ja. Und wenn du mit ihr da hinfahren würdest? Ja, es wäre auch ein stolzer Freiheitsgefühl, glaube ich, weißt du? Ja. So nach dem Motto, ach, wir beide, wir machen das. Ja. So, so eher. Weil es ist ja schon ein Unterschied, finde ich, ob man sich als Teenie frei fühlt oder als erwachsener Mensch.
Als Teenie, finde ich, ist manchmal schon eine Partyfreiheit. Ja. Oder eine Flasche saurer Apfel. Ist echt so. Ich war mal auf so einer Party hier im Dings, im Ushuaia. Ibiza mal wieder. Und ich erinnere mich auch noch. Ich habe getanzt und da ging die Sonne unter und es war einfach so, keine Ahnung, welcher DJ da war und ich dachte nur so, oh mein Gott. Du warst DJ?
Nein, keine Ahnung, welcher DJ da war. Achso, ich habe verstanden, weil ich als DJ da war. DJ G on the Turntables. Nein, und da hatte ich auch so ein Feeling so, wow, ich bin so frei. Es ist so krass alles. Und ich habe nichts zu dir genommen. Ja, krass. Ja, weil ich finde es so, als Erwachsenen-Freiheit ist ja eigentlich so.
Ohne Angst oder Bedenken etwas entscheiden zu müssen. Ist ja Freiheit. Ohne Konsequenzen. Genau. Also dass du einfach sagen kannst, okay, ich entscheide mich jetzt dafür, das und das zu machen und muss aber nicht bedenken, dass, das nicht geht, weil Schulpflicht ist oder dass es nicht geht, weil Arbeit ist oder weil ich mir das nicht leisten kann oder was auch immer, sondern es ist einfach frei. Ja, ja.
Und ich glaube, wenn ich mich wirklich hundertprozentig frei fühlen würde, dann wäre es ja auch ohne jeglicher Verantwortung und Verpflichtung. Dann ist wiederum die Frage, ob das so gesund ist. Weil wenn ich jetzt wirklich ohne Konsequenzen mich entscheiden könnte, dann würde ich auf einer Hütte in Norwegen leben mit den Kindern.
Und die selbst unterrichten. 1500. Die selbst unterrichten, machen, tun und die immer draußen spielen lassen. Das wäre so, ich lese Bücher, das wäre so für mich die Freiheit. Kannst du ja nicht machen. Nee, geht nicht. Man muss ja arbeiten, man auch. Also alles andere ist frei. Wegen den schulpflichtigen Kindern? Auch.
Aber hast du noch so ein Freiheitsgefühl auch von früher? Also von vor Mama sein vor allem? Erinnerst du dich an da? Ja, da habe ich mich immer freigefühlt, weil ich kein Mensch bin, der Pläne macht. Ja. Deswegen war das so für mich nicht, also ich denke mal so, was auf jeden Fall einschneidend ist, ist wenn du auf einmal merkst, du hast die erste finanzielle Freiheit, weil du dein Geld verdienst. Ja.
Also ich habe damals im Fitnessstudio gearbeitet und auf einmal konnte ich mir irgendwie Sachen leisten. Sachen kaufen. Oder dann natürlich, als ich dann auch festgearbeitet habe und Schule fertig war und Studium fertig war, dann diese Freiheit in der ersten Wohnung. Oh ja. Aber dann geht es natürlich auch los mit oh scheiße, jetzt ist ja doch auch Wäsche waschen und Küchschrank einkaufen. Genau.
Und solche Sachen. Also da war es wieder, ich glaube so richtig frei, frei, frei kann man gar nicht sein, oder? Jedes Älterer wirst du weniger frei bist du. Ja. Ich habe, guck mal, es gibt vielleicht kleine freie Momente. Ja, absolut. Und wie war es, man da mehr zu schätzen. Ja, genau, weil vorhin zum Beispiel, ich bin ja heute, hab ja was ganz Verrücktes gemacht, bin ja heute morgen aus Hamburg einfach angereist.
Und da hab ich mich zum Beispiel auch schon frei gefühlt, weil ganz ehrlich, ich konnte mir einen Kaffee holen, ohne zu gucken, passt das jetzt mit der Kleinkrieg, den kompletten Autraster. Als wir heute morgen kurz geschrieben haben, da hab ich gedacht, so, hoffentlich kannst du es auch ein bisschen genießen.
Ja, und wie. Weil das ist so, wenn ich zum Beispiel nach Köln fahr, zum Arbeiten und da fahr ich ja oft mit dem Zug. Und da ist auch für mich so krass, ich hab einen Koffer, ein Kaffee und nichts zu schleppen, nichts im Ohr. Nichts im Ohr, genau, ja. Und in der Bahn eine schlechte Verbindung. Das ist Freiheit.
Serien runtergeladen, kam ja auch keiner was. Und dann einfach da sitzen und ich muss mich um nichts kümmern. Ich muss mich nur darum kümmern, dass ich rechtzeitig aussteige. Das sind dann so die Freiheitsmomente. Das ist Freiheit, dann in dem Moment. Freiheit ist aber für mich auch zum Beispiel ein Nachmittag, wo beide Jungs draußen sind, mit Freunden spielen.
Aber dann weiß ich nicht, mit der Freiheit anzufangen. Weil ich ja auch gemerkt habe, ich bin ja dann doch nicht so frei, weil ja doch dann einer anruft und sagt, kannst du mich abholen und zehn Minuten später, kannst du mich jetzt auch abholen? Das ist dann wieder was anderes oder man muss das Essen fertig haben oder ihr müsst rechtzeitig da sein, wir müssen rechtzeitig ins Bett, was weiß ich, solche Sachen.
Aber trotzdem sind so mini-freie Momente. Oder was ich auch als Freiheit empfinde, ist im Urlaub, ins Meer rauszuschwimmen und die Jungs sind nicht im Meer. Weil du dann kann nicht... Die sind auf der Sonnenliege und essen, spielen Karten, gucken was, was weiß ich, irgendwas, diese Richtung. Und ich weiß, die sind beschäftigt.
Man hat ein Auge auf sie. Und ich kann so ein bisschen schwimmen. Also ich schwimme nicht gerne, aber planschen. Du gehst und machst oben rum so. Ja. Und die Salzhauter durch die Nase. Ja, genau. Das ist so, damit ich nicht krank werde. Und dann nur bis hier im Wasser, kennst du, bis zur Schulter. Die sehen so aus wie ein Loch Ness.
Ja, genau. Und dann immer so. Das ist für mich dann in dem Moment so Freiheit, wenn ich dann so nicht hinten gucken muss und nach vorne, ob irgendwie alle Köpfe nach oben sind. Ich muss keine Köpfe durchziehen. Keiner ersäuft gerade und sowas. Ich checke voll, was du meinst. Das finde ich auch spannend.
Ich hatte auch dolles Freiheitsgefühl, als ich damals meinen letzten Angestelltenjob gekündigt habe. Den habe ich, sage ich mal so, mein altes Ich hat das ganz unscharmant und beschissen gemacht. Ja, Weil ich einfach nicht den Arsch in der Hose hatte, ordentlich zu kündigen. Deswegen habe ich das so auslaufen lassen, dass ich gekündigt wurde. Ja.
Und auch, schlimm, schlimm. Ich sage mal so, mein altes Ich, ich bin nicht stolz auf dieses alte Ich. Okay. Aber ich bin halt Gott sei Dank aus diesem Gespräch raus, habe mich umgedreht, weiß ich noch, habe denen allen Tschüss gesagt. Und als die mein Gesicht nicht mehr gesehen haben und ich zum Auto gegangen bin, war ich so. Yes.
Ich bin frei. Das war mein Gedanke. Das war dieses, ich bin wieder ins Auto gestiegen und dachte, geil. Und jetzt, und das war nämlich das Krasse, weil ich ja auch nicht gerne Pläne mache. Da bin ich ja so wie du. Ich hatte gar keinen Plan. Ich habe einfach gekündigt. Ich wusste, ich muss die Miete aber irgendwie zusammenkriegen.
So für den nächsten Monat. Habe ich mir damals geteilt mit meinem damaligen Milchbadfreund. Ihr wisst doch hier mittlerweile. Und da war mir klar, okay gut, aber das kriege ich irgendwie zusammen. Es war jetzt auch nicht so eine hohe Miete. Und Hauptsache, die kriege ich zusammen. Und ich wusste auch, ich bin gut in Social Media, ich werde jetzt da irgendwie mal, ich habe mich ja Gott sei Dank so ein bisschen im Vorfeld nicht informiert, wer in unserem Bekanntenkreis, eine Firma hat, die so ein bisschen Social Media Unterstützung brauchen.
Und so wusste ich, okay, gut, ich werde mich jetzt selbstständig machen und, dann mal gucken, was kommt. Und das war so befreiend, weil mich das so schon immer genervt hat, dass jemand mir sagen konnte... Wann willst du gehen? Nee, dass man fragen muss, darf ich um 18 Uhr heute schon gehen? Darf ich dann und dann Urlaub machen? Darf ich heute früh gehen?
Aber das ist ganz normal eigentlich. Ja. Aber nichts für dich. Nichts für mich. So, und ich wollte halt dafür sorgen, es war mir schon früher bewusst, ich wollte dafür sorgen, ich muss was anderes beruflich machen, damit ich das nicht mehr machen muss. Weil ich habe kein Problem damit, viel zu arbeiten.
Aber es muss das sein und zu Zeiten, zu denen ich Bock habe. Weißt du, ich habe ja auch früher noch nach der Ausbildung noch in einem Sushi-Laden gearbeitet und so dreimal die Woche. Ich kann das alles, wenn ich Bock drauf habe. Und wenn ich auch weiß, wofür und wenn das Geld gestimmt hat und ich weiß, ich kann dann mit der Kohle wieder reisen oder das und das machen, weißt du? Aber in dem Verhältnis, wie das war, das war wirklich Ausbeutung. Also ohne Witz. Ich habe da wirklich richtig viel gemacht für ganz, ganz wenig Geld.
Und das hat mich genervt. Das hat dich genervt. Weißt du, dieses Lebenszeit-Arbeitszeit-Verhältnis hat einfach nicht mehr gestimmt. Und da habe ich auch richtig Kritik gekriegt, auch von damaligen guten Freunden. Ja, wie kannst du das nur? Du willst nur nicht arbeiten und so. Das waren halt die ganz ersten Aussagen. Und ich so, nee, darum geht's gar nicht.
Ich will aber das machen, worauf ich Bock hab. Weil dann kann ich mich richtig reinhängen. Dann mach ich auch richtig viel und dann ist egal, wie lange. Ja, krass. So kam das irgendwie alles. Aber das nochmal zum Freiheitsgefühl. Woran merkst du, dass du frei bist? Merkst du das an an, also was ist in deinem Körper los? Wenn du frei bist, was löst das aus? Was mit der Atmung? Was mit Erhaltung? Gute Laune.
Ich spreche lauter, glaube ich. Ich bin der gut gelaunte Flummi. Ich treffe schneller Entscheidungen. Das merke ich auch, wenn ich mich so frei fühle. Ich treffe schneller Entscheidungen und habe auch das Gefühl, das sind gute Entscheidungen. Weil mein Kopf dann irgendwie halt frei ist von anderem. Ich habe das Gefühl, das sind dann so die besten Entscheidungen, als irgendwie unter Druck oder sowas. Und das sind so...
Ja, ja, ja. Und bei dir? Ich glaube, ich werde ganz still. Ja? Weil ich das so genieße. Also ich bin dann so... Ah, wie schön, okay. Ich gehe dann so in mich und denke so... Also ich verstecke mich jetzt lieber, damit mich keiner rausholen kann. Ach ja, okay, ja, gut. Ja, ist ja auch so ein bisschen das Gefühl tatsächlich.
Oft ist es so, dass Menschen oft denken, wenn jemand ruhig ist und still, dass es diesem Menschen nicht gut geht oder der gelangweilt ist. Aber das ist bei mir eigentlich ein Zeichen dafür, dass es mir richtig gut geht. Ah ja, dass du so die Seele baumeln bist gerade. Einfach chillen. Obwohl, ja, da gebe ich dir recht. Da würde ich tatsächlich auch noch mal kurz revidieren.
Ja, es kommt darauf an, in welcher Situation ich diese Freiheit gerade fühle. Weil wenn ich jetzt zum Beispiel überlege, nehmen wir mal an, wir sind im Urlaub, ich weiß, die Kleine schläft und ich sitze mit dir zum Beispiel noch draußen und wir trinken Wein. Ja, was ja vorkommen könnte. Was vorkommen kann.
Und wir philosophieren und beömmeln uns da und gucken raus und denken, ach herrlich und schön und sowas. Ist auch Freiheitsgefühl, weißt du, wie ich meine? Oder beömmeln uns halt nicht, sondern sitzen nebeneinander schweigend und genießen einfach, ja, da würde ich auch ein bisschen eher ruhig sein. Kommt wahrscheinlich auch auf die Situation. Genau, ja. Ob man jetzt auf Ebiza gerade eine Party macht oder sich den Sonnenuntergang irgendwo anschaut.
Ja. Das macht schon Unterschied. Auf jeden Fall, ja. Ja, krass. Und gibt es irgendjemand, wo du sagst, oder beziehungsweise so Situationen, wo du, jetzt hast du ja von deinem Job erzählt, aber wo du dich definitiv aus einer Freiheit erkämpft hast? Man kann sich ja nicht immer nur Freiheiten einfach so nehmen.
Man muss sich ja auch oft erkämpfen, wie du ja gerade erzählt hast. Ja, ich glaube, er kämpft tatsächlich aus meiner... Nach zwei Heartbreaks aus dem Break rauszukämpfen, wieder zurück zu mir. Weißt du, da habe ich mich rausgekämpft. Rausgekämpft selber aus dieser Trauer, aus dieser emotionalen Verbindung noch, die ich glaubte zu haben oder was noch so im System war.
Und da habe ich mich rausgekämpft auf jeden Fall. Genauso wie aber auch, als ich in Therapie war, auch aus der Zeit, wo ich einfach wahnsinnig viele Drogen konsumiert habe und in so einer Bubble war. Da habe ich mich auch rausgekämpft. Weil mir Gott sei Dank bewusst wurde, das ist nicht das geile Leben, was ich hatte. Du dachtest, das gibt dir Freiheit. Genau.
Die dich eigentlich eher eingesperrt hat. Ja, genau das. Und ich erinnere mich an eine Situation. Ich glaube, ich habe dir das schon mal erzählt und vielleicht auch hier im Podcast. Ich muss es aber noch mal erzählen. Eine wirklich so einprägende Situation. Ich saß mit vielen Menschen in einem Raum. Wir haben alle Drogen konsumiert. Und auch eine spezielle Droge.
In der Therapie? Nein, nicht in der Therapie. Ach so, ich dachte, was? Makrodosing, ja, gibt es auch. Nein, das haben wir nicht gemacht. Nee, weit vor meiner Therapie. Und da saßen wir zusammen. Und alle haben so über diese Droge, die wir da gerade genommen haben, gesprochen. das ist voll geil, oder?
Oh ja, krass, ich bin so glücklich. Ich verspüre so und so krasse, gute Gefühle. Und ich saß da und war für mich ganz still und dachte, boah, ne. Ja, ich merke auch, dass ich druff bin. Ja. Aber es geht mir, also das ist weit weg von Glücksgefühl tatsächlich. Ach krass. Und in dem Moment habe ich mich auch so selber gefragt, Wann war denn dein letztes Glücksgefühl? Und dann dachte ich an einen Moment, wo ich in Hamburg beim Italiener saß mit all meinen Freunden, mit meiner großen Clique, die ich damals noch hatte.
Wie wir da saßen. Ich glaube, wir haben sogar WM geguckt. Es ging uns richtig, richtig, mir ging es richtig gut. Ich war in einem Umfeld, wo alles schön war, Spaß gemacht hat. Alle waren da. Ich war da vor allem. Genau, ich war da. Und genau. Und dieser Moment, das war auch so ein Moment, den ich mir oft hervorgerufen habe. Und deswegen habe ich mich einfach auch so gerne in der Therapie dann.
Zurück dahin kämpfen wollen. Ja, das verstehe ich. So da rausgekämpft aus dieser beschissenen Blase Organics, wo gar kein Leben war. Aus dieser toten Blase von Menschen, der höchstens Leben künstlich eingehaucht wurde wahrscheinlich. Und wie, genau, richtig. Richtig, künstlich Leben eingehaucht wurde.
Mir wollte niemand was Gutes, eigentlich war alles egal. Es ging nur um eine Sache. Und genau, das war ein Kampf wieder in eine Freiheit. Ja, von einer Freiheit, geglaubten Freiheit. Genau, von einer geglaubten Freiheit zurück in die echte Freiheit. Ja, genau. Gibt es zu viel Freiheit, frage ich mich manchmal. Also jetzt nicht bei der Kindererziehung, sondern so bei uns.
Also ist Struktur keine Freiheit oder ist Struktur vielleicht Freiheit sogar, weil man dann immer was hat, woran man sich halten kann. Und das gibt einem Ruhe. Ob man die Ruhe vielleicht braucht, um dann Freiheit zu genießen. Ja, genau, damit man dann zwischendurch frei sein kann. Ja, könnte was dran sein, finde ich. Ja.
Ja, aber erkämpft, hast du dir schon mal was erkämpft? Ich glaube, nach jeder Beziehung, aus der ich rausgegangen bin, habe ich mir ein neues Stück Freiheit erkämpft, weil ich dann weiß oder dann immer wusste, was ich auf jeden Fall nicht will. Ja. Und das war ja schon... Man ist immer klüger hinterher. Genau.
Und dass du dann sagen kannst, zur Situation, bei der du früher vielleicht wieder, also wo du früher drauf eingegangen wärst, dass du dann sagst, ähm, nee, Habe ich schon mal gehabt, bin der Dondat. So mäßig. Und das ist ja auch eine Freiheit, Nein sagen zu können. Und auch Nein zu meinen. Genau, einfach so.
Das finde ich ganz geil, sich die Freiheit zu erkämpfen. Das kommt aber erst zu spät. Leider. Es wäre so geil, wenn das schon zu Grundschulalter kommen würde. Das stimmt allerdings. Ich habe letztens wieder darüber nachgedacht, ich wäre schon gerne nochmal in meinen 20ern, aber nur mit meinem jetzigen Ich.
In der Kita als Kleinkind hat man das ja. diese Freiheit, dass man Nein sagt, weil man ja keinen Filter hat. Aber da wird dir ja abtrainiert und dann sagst du so viel Ja und dann irgendwann lernst du wieder diesen Filter anzuwenden. Und das wäre so cool, wenn man einfach das gar nicht aberziehen würde.
Also ich als Eltern versuche es auch nicht aber die Gesellschaft macht das ja. Man kommt dann leider nicht ganz drüber rum. Es sei denn, man lebt auf der Hütte, wie du gesagt hast. Man muss ja in der Menge, in der Masse funktionieren. Du kannst ja nicht immer nur dein Ding durchsetzen. Das funktioniert halt einfach nicht.
Deswegen ist so ein autarges Leben wahrscheinlich tatsächlich so für den Geist das gesündeste. Aber es fängt ja schon an mit, wenn du essen gehen willst mit Freunden und die Hälfte will Sushi und ein Drittel möchte Italienisch und das letzte Drittel möchte Döner und dann fügst du dich halt. Ja, alle versuchen es alle recht zu machen. Dann sagt der, nee, komm, dann nicht. Man kommt gar nicht weiter.
Nimm dir die Freiheit zu entscheiden, was du willst. Aber findest du es nicht auch so krass, dass man vor allem, und ich glaube, viele Frauen können da total relaten, dass egal wie frei und stark du bist als Frau, es ist oft so, dafür brauchst du noch nicht mal die typische toxische Beziehung, aber es ist trotzdem oft so, dass man seine Freiheit auch irgendwo verliert, sobald man in einer Beziehung ist.
Ja. Oder? Ich glaube, die wenigsten, und wenn ja, dann wollen wir sofort eure Tipps haben, die wenigsten, Beziehungen sind so, dass man seine Freiheit weiterhin so hat und auch weiterhin so frei entscheidet, sondern irgendwie wird man immer ein bisschen ein Stück weit kleiner oder dämmt sich so ein und sowas.
Ja, aber ich glaube auch, dass das in dem Moment, wenn du in einer Beziehung bist, du lebst ja auch in einer Beziehung, um eine Bindung zu haben, um Anerkennung zu kriegen. Für diese, ja, ja, ja. Weißt du, weil als Mensch tut dir das ja gut. Ja, wir sehen uns nach Liebe und Bindung. Genau, der Mensch braucht Mitmenschen.
In welcher Konstellation auch immer und in welcher Intensität auch immer. Es gibt ja Paare, die sind nie getrennt und denen geht es super damit und dann gibt es Paare, die wohnen auf zwei verschiedenen Kontinenten und denen geht es auch super damit. Das ist, glaube ich, sehr menschenabhängig, aber trotzdem haben sie alle eins gemeint und zwar, die sind mit jemandem verbunden.
Und ich glaube schon, dass wir Frauen eher dazu sozialisiert sind, von früher noch, von ganz, ganz früher noch, Rücksicht zu nehmen und uns anzupassen. Ja. Ja. Und wohingegen Männer sich vielleicht nicht ganz so, jetzt im Großen und Ganzen nicht ganz so anpassen können. Was ja auch wiederum damit zusammenhängt, dass wir ja immer für Soziale zuständig waren und die Männer waren draußen, haben gejagt. Wir wussten ja nicht, wann er mit dem Rind nach Hause kommt. Ja, richtig. Und dann kam er und dann musste halt alles funktionieren.
Und das glaube ich ist schon, hängt noch in unserem Gehirn mit drin. Glaube ich auch, dass das nicht ganz aus den DNA-Strängen raus ist. Nee, geht ja auch. Das Gehirn entwickelt sich ja auch viel zu langsam dafür. Die Gesellschaft entwickelt sich schnell, aber unser Gehirn halt super langsam im Vergleich zu der Gesellschaft und.
Zu der Technik und allem drum und dran. Da kommen wir ja gar nicht hinterher. Deswegen haben wir auch so oft diese Reizüberflutung. Und wir können das ja gar nicht verarbeiten, alles. Aber ich glaube, deshalb gibt es halt auch immer mehr, was dafür sorgt, dass der Mensch eine Bindung aufbauen kann, siehe Dating-Apps und so weiter, weil diese Bindung Allein schon virtuelle Treffpunkte und so.
Richtig, weil auch wenn du ein Match kriegst, du schreibst ihn ja nicht immer an. Und du hast aber eine Bindung in dem Moment, eine Zugehörigkeit, die du haben könntest. Und die reicht auch oft schon. Haben wir auch letztens drüber gesprochen, dass ich gehe meistens dann raus und brauche so einen Chat gar nicht mehr.
Mir reicht nur kurz das Match, die Bestätigung, diese kurze Verbindung. Ja, richtig. Das war es dann. Und das ist so diese Anerkennung, die der Mensch einfach baut. Ohne Anerkennung kann der Mensch nicht leben. Egal von wem er es kriegt. Deswegen sterben in diesen, es gab ja früher so ganz schlimme Versuche, so psychologische schlimme Versuche, die man gemacht hat, wo man doch die Kinder, ohne, hat Menschen groß werden lassen, dann sind die doch gestorben im vierten, achten, sechsten Lebensjahr oder so, weil man kann halt nicht ohne soziale Kontakte und menschliche Liebe und Bindung und Nähe. Das ist übel.
Also das Dings ist übel. Der Versuch ist übel. Ja, aber nichtsdestotrotz, genau. Und Freiheit zum Beispiel in der Beziehung. Ich war schon mal in einer Beziehung, wo auch so ein bisschen... Ja, offene Beziehung, keine Ahnung. Also ich habe schon verschiedene Sachen ausprobiert. Ich war auch in einer offenen Beziehung, aber wusste nichts davon.
Genau, sowas hatte ich auch schon. Und ich habe auch innerhalb dieser Beziehung verschiedene Sachen ausprobiert im Sinne von, wie komme ich mit dieser Freiheit, die mein Partner möchte, zurecht. Und das ging von mit bis, ja, ich lasse mich total drauf ein und versuche das total so mitzufühlen und zu denken wie du.
Und dann ging es aber schon los mit, ich fand es zum Beispiel schlimmer. Also, physische Nähe fand ich nicht so schlimm wie die psychische, auf psychischer Ebene. Diese emotionale Nähe. Also, Beispiel, wir haben uns unterhalten und ich war wahnsinnig eifersüchtig auf eine Dame, weil sich mein Partner mit der unterhalten hat, auf einer ganz deepen, deepen Ebene.
Es wurde geheult, es wurden Fragen gestellt, die ich mir gewünscht hätte, die er mir mal gestellt hätte. Und das hat mich so eifersüchtig gemacht und verletzt, dass ich in diesem Rahmen dann auch nichts physisches mehr mit denen anfangen konnte, weil ich mich da nicht mehr zugehörig gefühlt habe. Ich war super traurig darüber, dass die Frau die Fragen gestellt bekommen hat, die ich gerne beantwortet hätte.
Das war für mich ganz, ganz, ganz schlimm. Und es gab keine Möglichkeit, sich in dieses Gespräch einzuklinken? Doch, aber es war schon... Aber wolltest du dann nicht mehr wahrscheinlich auch? Nee, genau. Irgendwann bin ich so zurückgetreten, ganz viel. Und das ist dann immer wieder passiert. Dann habe ich angefangen, das versucht zu ignorieren, wegzuignorieren.
Ich habe auch versucht, dann einfach auch Fragen zu stellen. Und das habe ich dann aber alles gespielt. Und das war super schwierig für mich da wirklich, weil ich auch auf einer anderen, weil diese Bindung mit meinem Partner ja da war und ich für diesen Moment diese emotionale Bindung nicht. Echt zulassen konnte, sondern ich musste das dann spielen und habe meines Erachtens nach aber auch oft gecheckt, dadurch, dass ich auch selber eine Frau bin, finde ich, wir Frauen checken uns untereinander einfach viel krasser.
Schneller. Genau, schneller und ich dann auch ganz schnell gecheckt habe, wenn die Bullshit gelabert hat. Und das war für mich dann super schwierig, auch. Darauf, das auch zu überspielen und wegzudrücken und nicht zu sagen, alter, hä, checkst du nicht, was hier abgeht? Und das hat alles noch schwieriger gemacht. Ich habe ein Tattoo, das ist ein Engel, der hat die Augen verbunden und war mit darunter. Ja.
Das zählt zu dieser Erfahrung, dass ich ganz, ganz viel immer in mich reingefressen habe. Ah, okay. Und ich sage jetzt nicht damit, dass ich ein Engel bin, aber ich habe ganz viel versucht, immer wirklich gut zu, ja, das so hinzunehmen und auch zu versuchen. Wirklich ganz ehrlich zu versuchen. Und habe dann einfach so viele schlimme Erfahrungen gemacht trotzdem.
Und das hat mich ganz schön viel gekostet. Ich weiß nicht, wie ich da hingedriftet bin, Charlotte. Nee, aber das ist doch okay. Hey, das ist doch ein ganz großes Thema. Ja, jedenfalls genau, das zu dieser sexuellen Freiheit wollte ich da, da wollte ich eigentlich nochmal drauf hinaus, genau. Dass ich sowas eigentlich total auch toll und spannend auch finde, wie andere ihr Leben sexuell auch leben.
Und ich glaube sogar auch, dass sowas für viele wichtig ist und auch funktionieren kann. Und ich glaube sogar, dass ich damit auch keine Probleme hätte oder ich hatte sie sogar auch gar nicht. Bis halt zu solchen Konstellationen, wo es dann halt auf einmal auf so eine psychische Ebene ging, die emotionale Ebene, die mir dann zu nah war, was ich dann total uncool fand einfach.
Und was mir dann auch richtig die sexuelle Freiheit genommen hat. So, darauf wollte ich hinaus. Ja, weil ich glaube auch, dass diese emotionale Ebene, die dann ein Step zu weit geht, das ist ja im Endeffekt das, Was sehr viel, also eine emotionale Ebene lässt ja auch oder muss ja auch sehr viel Intimität zulassen.
Ja, genau. Und wenn man dir das nimmt, dann ist es ja kein, also eine Intimität ist ja was anderes als, oder eine emotionale Intimität ist was anderes als eine sexuelle Intimität. Exakt. Sexuelle Intimität kannst du dir holen jeden Abend, wenn du Bock drauf hast. Das hat aber nichts mit emotionalen Ebenen zu tun. Nein, genau.
In dem Moment hat es aber was damit zu tun. Und wenn das jemand anders dann auslebt in deinem Rahmen, ist das natürlich einfach beschissenes Gefühl. Und da fängt die Eifersucht an. Da fängt die Eifersucht an, genau. Und das ist nämlich auch das Ding. Ich spreche jetzt mal nicht für uns alle, aber ich finde oder ich kann für mich sprechen und sagen, für Sex brauche ich eine emotionale Bindung.
Also für den Sex, den ich mag zum Beispiel oder für sexuelle Intimitäten, brauche ich eine emotionale Verbindung im Sinne von, wenn ich verliebt bin, dann möchte ich das gerne. Für sexuelle Freiheiten, was man mal ausprobiert, brauche ich keine emotionale Verbindung. Trotzdem tut es mir weh und ich kann dann nicht mehr, weil in dem Moment, wo mein Partner mit einer anderen Person die emotionale Verbindung hatte, bricht meine emotionale Bindung.
Das heißt, ich kann diese sexuelle Freiheit nicht mehr haben in dem Moment, weil ich ja dann verletzt bin. Genau, das wollte ich so mal klarstellen. Und das ist halt dieses, dann kriegst du die Anerkennung nicht und dann ist es dieses fünfte Rad am Wagen. Exakt, genau. Und das wiederum ist dieses, ich fühle mich ausgestoßen. Genau.
Du kannst hier nicht am Tisch sitzen, mit uns darfst du nicht essen. Ja, und dann kann ich auch nicht mehr frei sein, weil dann hatte ich meine Freiheit, meine Größe, meine Stärke, wurde auf einmal ganz klein, weil ich mich alleine gefühlt habe in dem Moment. Das ist ganz, ganz, ganz oft so vorgefallen. Und oh Gott, habe ich das oft versucht.
Endlose Male. Also wirklich endlose Male, dass ich viel mehr gelitten habe, als dass ich eigentlich an dieser ganzen sexuellen Ausprobierung und Freiheit. Was genossen habe. Es war einfach nur... Aber dann ist es doch nichts Richtiges für dich. Ich glaube auch nicht. Und ich habe es immer wieder probiert.
Ich habe es immer wieder probiert. Und deswegen, ich habe da echt viel rumprobiert und wow, nein. Aber jetzt bist du ja trotzdem, also jetzt nicht sexuell, aber generell bist du ein freiheitsliebender Mensch. Du legst dich ungerne fest, du bist gerne variabel unterwegs. Nicht jetzt, was Männern betrifft, sondern was dein Lebensstil betrifft. Und das ist ja auch super.
Aber wie nah darf man dir kommen, ohne, also zum Beispiel ein Partner, wie nah dürfte ein Partner dir kommen, ohne dass du dich in deiner Freiheit eingegrenzt fühlst? Weil das habe ich mich bei mir ganz oft gefragt. Weil ich bin zwar auch freiheitliebend, aber anders als du. Also ich habe ja gerne ein Safe-Place, also nicht ein Safe-Place, das hat jeder gerne, aber ich habe ja bleib gerne, wo ich bin.
Weil ich in meinem Leben schon so wahnsinnig viel umgezogen bin und ich will einfach diesen Place haben auch für meine Kinder, dass wir da sind und die sind ja nochmal gebunden in der Schule und so, aber ich habe so zum Beispiel, wenn ich mir denke, ich hätte einen Freund. Einen Partner, der würde ja meine Freiheit eingrenzen und dann sagen ja Freundinnen immer zu mir, ja, aber das ist ja das Schöne an einer Partnerschaft, dass man das alles zusammen erleben kann.
Um Gottes Willen, denke ich dann, ich will nicht alles mit dem erleben. Ich will weiterhin alleine mit meinen Hunden im Wald sein. Ich will alleine joggen gehen, ich möchte alleine weißt du so, ich weiß gar nicht so richtig, ich weiß doch, ich weiß was, ich verstehe, was du meinst, ich verstehe total, was du meinst, weil du meinst quasi, dass, also wie nah könnte er dir kommen, ohne dass du sagst, die Freiheit nimmt er mir jetzt oder gibt dir ein Partner die Freiheit.
Die du vermisst. Ja, okay, verstehe. Ich glaube, ich kann damit wieder mal mit einer Geschichte antworten. Ja, sorry. Das ist nämlich eigentlich 94. Und zwar hatte ich auch mal einen Herren an meiner Seite. Du hast eben vor ein paar Wochen gesagt, du hättest vier Partner gehabt. Genau, Milchbart, der erste Langzeitfreund, Vater meines Kindes.
Auf den Herren, auf den ich jetzt zu sprechen komme. Oh, okay. Und dann noch der erste. Der allererste Boyfriend sozusagen. Mit dem ich war, ich war auch vier Jahre zusammen. Und dieser andere, der war so, ja, ist ja auch scheißegal. Auf jeden Fall hatte der einmal zu mir gesagt, und das ist nämlich genau das Thema, da habe ich mich eingeengt gefühlt.
Und zwar habe ich mich verabredet mit meinen Freundinnen, Und das war ihm zu, ich hätte das nicht abgesprochen mit ihm. Aber nicht, weil er mir das nicht gestatten würde. Aber weil er würde dann ja auch seinen Tag anders planen. Es war aber auch nicht so, dass wir vorher irgendwie verabredet waren, okay?
Für ihn war es aber immer klar, dass ich immer Prio 1 bin. Er immer davon ausgeht, dass wir immer was zusammen machen. Und er deswegen sich dann so nach mir richten würde. Oder wir uns aneinander bitte, uns nacheinander richten sollen. Also man sollte sich absprechen. Bevor man was macht, worauf man Bock hat. Genau.
Und da war ich sehr angefasst, erinnere ich mich noch. Und war so superpatzig. Was soll denn das? Mach doch, was du willst und so. So war ich drauf. Ist tatsächlich vielleicht nicht ganz so cool gewesen. Sehe ich jetzt im Nachhinein so. Aber ich muss trotzdem sagen, ja. Weil das ist so wie bei dir jetzt. Nee, man will ja trotzdem noch seine Sachen alleine machen können, oder? Ja.
Und nicht irgendwie immer so sagen können, du. aber ich möchte das gerne alleine machen, weil du möchtest doch zum Beispiel auch hier den Inner Circle mal sehen, dann ohne deinen Partner. Und nicht, dass der mal mitgeschliffen wird. Ja, oder ich will auch zum Beispiel so, irgendwann hatte ich mal ein Date und da hat der Typ gefragt, ja, aber ich hätte jetzt auch keinen Bock irgendwie dann auf eine Veranstaltung mitzugehen oder zu einer Sendung mitzugehen.
Da denke ich so, hell no, natürlich nicht. Das ist heute ja auch nicht zu dir an den Schreibtisch und sagst du mich da hin und guck mir deine Pullis an. Also so, hä? Natürlich, das ist mein Job. Ja, also natürlich kommst du nicht mit. Aber was ist das für eine krasse Aussage? Was für eine dumme Aussage.
Oder? Ja, wirklich. Ja, also da dachte ich auch so. Und dann habe ich gesagt, oh mein Gott, wenn ich den jetzt schon immer beim Job mitschleppen muss. Oh Gott, furchtbar. Also wo fängt es an, wo hört es auf? Ja, ja. Aber wie würdest du das denn am liebsten gerne geregelt haben? Was ist denn, wenn jetzt nochmal einer bei dir einziehen möchte? Wird nicht passieren. Wird nicht passieren, dass jemand bei mir einzieht. Okay. Auf keinen Fall. Okay.
Du möchtest auf jeden Fall dieses Jeder hat sein. Ich habe nicht mal Bock auf einen Freund. Ja, nur nicht mal, wenn er woanders wohnt. Nur nicht mal, wenn er auf einem anderen Kontinent ist. Ja, gar kein Bock. So, aber ich habe halt auch, also wenn ich jetzt aber mich dann doch verlieben sollte, was ja mal passieren könnte, trotzdem, ja, ist es trotzdem so, bei mir einziehen, ja, genau.
Nein. Nee, es ist, ich glaube, das hat nämlich auch was mit dem Erwachsenwerden zu tun. Man hat einfach seine Ablauf, auf seine Routine. Man ist so, also und festgefahren meine ich aber in einem guten, in einem guten Wege. So, warum, ne, warum sollte das jetzt jemand crashen? Weißt du, wie ich mir das erkämpft habe? Dass es bei uns zu Hause einigermaßen strukturiert läuft.
So, und das soll jetzt jemand kommen und dann so, ich weiß nicht, vielleicht wäre es besser, wenn wir das so und so in Zukunft machen. Oh Gott. Könnte ich hier vielleicht eine Glasmitrine aufstellen? Ja, genau. So, oder, oder die Hunde müssen auf die Couch. Ja, wenn es dich stört, dann setze ich auf den Boden.
Dann sitzt du dich doch in so einem Körper. Ja, da sind die Hundekörbe, das sind bei der Sennhunde, das sind riesig die Hundekörbe. Kannst nicht da reinlegen, mein Lieber. Also so, weißt du, da habe ich keinen Bock drauf auf sowas. Ich würde mich niemals so tief reinknien wie deine Beziehung. Ach krass, auch. Ich check voll, was du meinst. Und das ist so verrückt, weil dann denke ich so, Aber es ist ja auch nicht, also der Gedanke manchmal so, dass man irgendwie so, wenn man irgendwie unterwegs ist, abends mit Freunden und so, wäre es ja auch schön, jemanden dabei zu haben, an dem man sich mal anlehnen kann.
Ja, und dass man dann auch zusammen zum Beispiel nach Hause geht. Das ist wieder eine Freiheit, siehst du? Ja. Und wenn man dann aber nach Hause fährt zum Beispiel zusammen und dann auch nochmal über den Abend so Revue passieren lässt, sich nochmal totlacht über irgendwas, was jemand gesagt hat und so.
Ja, genau. So was fände ich lustig. So was finde ich schön. Aber zum Beispiel auch, wenn ich jetzt irgendwie mich mit einem Typen getroffen habe, abends oder so, und dann auf dem Hotelzimmer oder sowas, und dann hat er dann so eine Motto, wann musst du denn morgen aufstehen? Warum? Naja, also ich muss um 10. Ja, ist ja nicht schlimm, dann stehe ich um 10 auf.
Ja, du schläfst dann einfach weiter. Ich schlafe doch nicht hier bei dir. Ich gehe natürlich in mein Hotelzimmer zurück. Also auf keinen Fall. Nein, ich möchte morgens aufstehen, wie ich es möchte. Ich möchte niemanden leben. Ohne so Gedanken. Das ist nicht alles so. Das ist nicht too much. Weißt du was? Ich habe mal wieder eine witzige Geschichte.
Okay. Pass auf, ich kündige jetzt das auch jedes Mal so an. Jetzt kommt Nummer sechs nämlich. Und zwar, nee, nicht Nummer sechs. Wir bleiben bei unserem gemeinsamen Vater unserer Kinder. Und zwar, pass auf, erstes oder einer der ersten Dates. Wir waren im Hotelzimmer. Ich morgens auch gewacht. Und da kommen wir jetzt an den Punkt.
Das ist nämlich das Ding, warum ich auch viel lieber alleine aufwache. So, ich so eine Blase gehabt. Ich dachte schon, ja. In dem Hotel, du kennst das Hotel, das Hotel vor der Toilette, nur ein Vorhang. Oh. Ja. Welches Hotel ist das? Tinks, hier, das in Köln, wo alle hingehen. Aber da gibt es doch auch eine Tür. Nee, aber in dem Zimmer, wo wir waren, nicht. Da war nur ein scheißroter Vorhang mit so ganz dünnen Fäden wie einem Campingplatz.
Okay, ja nett. Und dann dachte ich so, nein, weil man kennt es doch. Du setzt dich auf Toilette, lässt los, man kommt manchmal auch ein Pups mit raus, so. Und ja, ist ja so. Und in der Toilettenschüssel knallt es ja meistens richtig. So, das ist an mich richtig bescheuert. So, was hast du denn da gemacht?
Also erstmal dafür habe ich einen ziemlich guten Trick. Den erzähle ich ein anderes Mal. Auf jeden Fall, weißt du, was ich gemacht habe? Es war so stressig. Wir hatten ja noch vom Vorabend, weil die Party in einer Suite war, hatte ich noch die Karte von dem anderen Zimmer und dachte so, ich bin so clever, er schläft noch, ich gehe jetzt im Bademantel hoch.
Genau, in die Suite, werde da Pipi machen. So, ich schnappe mir so eine Karte, die da lag, gehe nach oben, hat auch alles funktioniert. Ich oben Pipi gemacht, denke so, mein Gott, ich bin so heftig unterwegs. So, was passiert aber? Die andere Karte, die ich hatte, das war aber auch die Karte von der Suite. Das heißt, ich kam nicht mehr bei uns rein.
Und er hat ja geschlafen, ich in diesem Bademantel, mein Schminke überall. Und ich dachte nur, Kacke, was mache ich denn jetzt? Oh nö. Und dann war da Gott sei Dank so eine richtig süße Zimmerdame. Und ich so, ey, ich muss hier rein und sie so. Sie sind schon die vierte, die das möchte. Ja, genau. Ich sehe wirklich, ich schwöre es dir, ich habe hier die Karte von oben von der Suite, die gehört auch auf unseren Namen und so, was soll ich denn machen?
Da hat sie mich echt reingelassen. Ach geil. Die ist jetzt kein Ding, ich muss da sowieso rein. Ja, genau. Ja, nee, das hat mir echt den Arsch gerettet. Und deswegen, ich weiß, was du meinst, man möchte aufwachen, wie man will. Oh, Mensch. Ja, und vor allem auch so, ich möchte auch dann selbst so, ich will jetzt nicht so Verabredungen haben zum Frühstück und so weiter.
Wenn ich so nicht mal weiß, ob ich den Typen wiedersehen möchte. Und dann überhaupt vor dem Frühstück vollgelabert zu werden. Oder vor dem Kaffee. Gar keinen Bock drauf. Das ist auch übrigens eine Freiheit. Kaffee in Ruhe trinken. Alleine essen gehen finde ich zum Beispiel richtig geil. Alleine essen gehen ist so geil.
Sind wir uns einig, ne? Ich finde das so schön. Lass mal nicht mehr zusammen essen gehen. Ich sag einfach, hast du Zeit? Ja, ich auch. Ja, cool. Dann gehe ich in die Trattorie und so in die Pizzeria. Alles klar. Bis dann. Ruf an, wie es war. hinterher nur zum Sprachnachrichten. Genau. Ja, herrlich. Ja, cool. Ich liebe das nämlich auch so. Ich finde das so schön.
Es ist einfach Ruhe. Ja, und auch überhaupt gar nicht die Diskussion, wo man dann isst. Egal, ob Partner oder Freundeskreis. Ja, oder was auch ganz schlimm ist, das hast du vielleicht auch mal gehabt, dass du essen gehst und der Mensch will einfach so, ein Mensch, der dann nach dem Essen direkt aufsteht.
Und sagst du nach dem Motto, fertig gegessen, tschau. Ja, es geht nur ums Essen. Ja, und dann so auf dem Weg noch dem Kellner das Geld hinschmeißen. So mehr oder weniger. Und dann abzupacken. Ich hab schon Uber bestellt. Also Uber ist da, nee, ehrlich gesagt wollte ich tatsächlich noch ein Espresso trinken. Du trinkst ja keinen Kaffee, aber jetzt schon. Oder einfach vielleicht, genau.
Oder einfach mal nochmal einen Wein austrinken. Und nochmal ein bisschen quatschen. Oder nochmal ein bisschen mit den Nachbarsleuten am Tisch reden. Ich weiß genau, was du meinst. Ich hatte tatsächlich mal eine Herrschaft, das war crazy. Es ist so ein Unding. Eigentlich hätte ich aufstehen müssen und gehen müssen.
Der hat einfach währenddessen YouTube geguckt. Ja. Und TikTok und so. Ja, cool. Geht's noch? Ja. Habt ihr wenigstens zusammen geguckt? Nee. Nein, nein. Der hat das so gegen sein Glas gestellt, das weiß ich noch. Aber das komplette Essen lang, okay? Weißt du, da war mir das erste Mal peinlich, worauf ich ja sonst scheiße, was die Leute um mich herum dachten. Ja.
Normalerweise ist mir das echt egal und meinetwegen schweige ich mich auch an mit meinem Partner, mir doch egal oder mit dem, mit dem ich gerade essen bin. Aber das war mir richtig unangenehm, weil da dachte ich echt so, boah, das ist richtig beschissen für mich gerade. Es ist echt doof. Das lässt dann einfach doof dazwischen. Und ich habe gegessen, mich nett mit der Kellnerin dann manchmal unterhalten, wenn sie kam, wieder gefragt ob alles okay ist. Und ich nur so.
Geil. Aber lustig wäre es gewesen, also wenn du mit dem nochmal essen gehen solltest oder solche Erfahrungen nochmal machen solltest, musst du das dann so machen. Also das würde ich jetzt, ich habe überlegt, wie würde ich reagieren, wenn mir das jetzt passieren würde. Mit dem Wissen, so was man erlebt hat und so weiter.
Da habe ich so gedacht, eigentlich müsste man in dem Moment, wenn er lange am Handy ist, ich glaube, das kann ich ja auch mit meinen Kindern mal machen, die kommen ja auch auf so lustige Ideen, da sind wir Pizzeria essen und die denken, sie müssten sich dann irgendwelche YouTube-Videos hin und her schicken.
Das finde ich ja immer ganz geil. Und da sage ich, könnt ihr das wenigstens in unseren Chat schicken, damit ich lachen kann? Und dann verstehst du alles so nicht, Mama. Ja doch, wetten doch. Und dann lache ich so ganz künstlich. Wenn ich das so sehe. Klar habe ich das verstanden, logisch. Aber eigentlich müsste man einfach aufstehen und sich an einen anderen Tisch setzen. Ja, und mal gucken, ob die das überhaupt kriegen, meinst du?
Und einfach so hinsetzen mit allem, was man hat. Und dann so, ich esse hier, dankeschön. Und dann wird dieser Mensch bestimmt super sauer. Und er so, ja, aber ist doch egal. Genau, richtig. Setz dein Handy da, also dir gegenüber hin, dann kannst du mit deinem Handy kommunizieren. Das ist doch viel einfacher für uns.
Genau so müsste man es mal eigentlich machen. Ich habe es mal versucht. Ich habe tatsächlich mit dieser Herrschaft ein paar Male gegessen. Und es gab auch ein Essen mal, da wurde gefacetimed, aber nicht nur ein paar Minuten, sondern wirklich lange. Und mit lange meine ich wirklich, ich habe mein Essen aufgegessen währenddessen, und als ich dann fertig war, lief das Gespräch immer noch.
Und dann dachte ich mir nach dem Essen, da hatte ich wirklich nichts mehr zu tun, dann war ich einfach online shoppen und dachte so, so. Und irgendwann hat die Person witzigerweise das geschnallt und hat mich so angestoßen unterm Tisch und dann nur so gefragt, alles okay? Und ich so, ja, ich bin gerade online shoppen, habe das so gezeigt, ist alles okay.
Und dann weiß ich noch ganz genau, haben wir so bei der Verabschiedung, oder vielleicht sind wir auch zusammen nach Hause gegangen, ich weiß es gar nicht, hat die Person dann gesagt, oh, war schön, oder? War schönes Essen. Und ich dachte nur so, ich habe natürlich gesagt, ja, ja, war schön, warum auch immer ich das gesagt habe.
Und ich dachte nur. Du Mist, Kerl, ey. Es war so beschissen. Ich hätte das echt alleine machen können. Vor allem wären wir dann auch nicht zum Griechen gegangen. Weil dann wäre ich woanders hingegangen. Das hätte ich mir komplett schenken können. Das esse ich noch nicht mal so gerne gerade. Krass. Ja, okay, alles klar. Also da haben wir auch gelernt, da nehmen wir uns die Freiheit. Ja, genau.
Und sagen, schau, ich bin am anderen Tisch. Oder weißt du was, ich gehe ins andere Restaurant. Lass uns noch telefonieren, wenn du fertig bist. Genau so. Oder du stehst einfach auf und sagst, ich merke, du bist super beschäftigt. Ich würde jetzt einfach woanders essen gehen und dann ruf mich einfach an, wenn du durch bist und dann haben wir danach noch Zeit für ein Gläschen Wasser oder sonst machen wir es die Tage. Genauso.
Das müsste man echt machen. Und das ist nämlich auch diese Freiheit, finde ich. Die Freiheit zu nehmen, einfach den Mund aufzumachen und zu sagen, sag mal, geht's noch? Und das ist zum Beispiel eine Freiheit, die ich in jeder meiner Beziehungen und aber auch früher auch in anderen Beziehungen, nicht nur mit Männern meine ich jetzt, sondern so zwischenmenschliche Beziehung.
Aus falscher Höflichkeit, aus Anpassung. Die Erziehung, die du nämlich bekommen hast. Die Erziehung, die wir bekommen haben, uns in der Beziehung echt viel Nerven gekostet. Weil man sich zurückhalten muss, weil man gefallen muss, weil man nicht auffallen darf. Statt einfach zu sagen, du pass auf, es ist echt kein Ding.
Mach deinen FaceTime-Call, es scheint super wichtig zu sein. Ich möchte nicht im Weg stehen. Ich würde jetzt einfach dann nur was anderes machen in der Zwischenzeit. Ist ja nicht Böse. Ja. Es ist halt einfach ein Fakt. Ja, richtig. Und da genau, mir fällt mich dazu ein Spruch ein, den ich natürlich wie immer nicht wiedergeben kann, weil der auf Englisch ist. Ich gucke die ganze Zeit dieses Kissen da an bei dir. Oh Gott, ich dachte, da ist ein Tier.
Ja, auch. Da ist eine Spinne. So, okay, geht. Habe ich das schon so weggedrängelt? Ja, ja, du hast es weggeredet. Irgendwann dachte ich, irgendwann fällt das Glas um. Okay. Und zwar Accept people ... Like they are. Geil, du dich gerade schäfst. Ja, voll. Except people for who they are. But place them where they belong.
Also im Umkehrschluss. Immer schön in Englisch auffassen. Genau. Im Umkehrschluss. Akzeptiere die Menschen, wie sie sind, aber behandle sie so, wie sie es verdient haben. Weil ich hatte nicht jeder Mensch braucht einen Platz an deinem Tisch. Nein, ganz genau und man kann trotzdem sich dann noch mit denen unterhalten und auch zu gewissen Festivitäten oder wie auch immer, wenn man sie sieht treffen, sich ja mit denen austauschen, ist dann auch alles okay, aber genau, aber so, man weiß ja dann Bescheid und dann Und man ist selbst dran schuld, wenn man das ein zweites Mal noch mitmacht Ja genau, genau, richtig Beim ersten Mal hättest du es nicht wissen können, beim zweiten Mal bist du selbst dran schuld.
Echt und deswegen Mund auf machen, die Freiheit, den Mund aufzumachen und die haben wir mehr als andere Menschen in anderen Ländern. Und als jemals zuvor. Und auch als jemals zuvor, genau. Und deswegen müssen wir das einfach viel mehr nutzen. Und ich, manchmal habe ich auch richtig Bock, mich zu challengen.
Das merke ich manchmal. Manchmal bin ich so richtig so, geil, ich freue mich auf das Gespräch oder boah, geil, jetzt mache ich einfach mal, ja, jetzt traue ich mich einfach mal und dann hat das noch nicht mal mehr was mit Trauen zu tun, sondern jetzt traue ich mich mal. Jetzt muss ich richtig gucken, dass ich nicht zu doll bin. So, dann ist das auch manchmal meine Challenge.
Und manchmal passiert das schon automatisch, dass ich, Und deine Geschichte hat mich nämlich vorhin daran erinnert. Du hast mir nämlich die Geschichte von dem Bauarbeiter erzählt. Vielleicht erzählst du sie auch nochmal ganz kurz. Ich bin gerade von davon runter. Ich habe mich einfach wahnsinnig darüber aufgeregt, wie ein Mensch mit mir gesprochen hat.
Und so aufgeregt, dass ich komplett ausgerastet bin, dass Gia mich angeguckt hat, als ich ihr das erzählt und gesagt hat, da wäre ich so gern dabei gewesen. So habe ich dich, glaube ich, noch nie erlebt. Die ist ausgestiegen aus dem Auto und hat rumgeschrien auf der Straße. Ja, ich habe ihn beschimpft. Ich habe gesagt, der soll sich verdammt nochmal verpissen. Geil. Und so, ich war so auf 180.
Ich war so sauer, weil der so unverschämt war. Der war so ekelhaft. So ein... Vollidiot dieser Typ, wirklich. Ja, aber ich finde es trotzdem geil, dass du ungerecht, dass du es rausgelassen hast. Weißt du, das ist so... Aber ich hätte es anders auslassen, weil ich meine, jetzt hat es die ganze Nachbarschaft mitbekommen.
Ja, aber dann wissen die sich auch mal zu benehmen. Aber es war halt einfach... Egal, wie ich es drehe und wende, es war wirklich ein asozialer Move seinerseits. Und ja, das war einfach trotz aus seiner Seite. Und du konntest dich halt auch nicht halten. Ja, und ich wäre am liebsten zurückgefahren und hätte ihn auf die Fresse gehauen. Ja, geil.
Ich hatte nämlich auch mal eine Situation, da wurde ich, weil ich die Person nicht reingelassen hatte im Straßenverkehr. Ich habe die Person nicht reingelassen. Du gehst mir auch im Verkehr manchmal. Ne, so? Sorry. Das war natürlich eine super Vorlage und dann hat der das war ein Typ, mir den Weg abgeschnitten also wirklich, der hat mich ausgebremst das muss man sich auch mal vorstellen, das war krass das war gefährlich, ich also richtig richtig in die Bretter, in die Eisen gegangen wie heißt das überhaupt?
Gebremst, so dann ist der ausgestiegen, Er ist ausgestiegen. Der war richtig aggro, das habe ich richtig gesehen. Der war so aggro, hat an meine Fensterscheibe geklopft und ich so, fuck my life, was mache ich jetzt? Und dann hatte ich aber Gott sei Dank, dachte ich mir, nee, jetzt nicht. Nee, nee, nee. Nix da. Und eher so Fenster runter soll ich machen.
Und dann habe ich die Tür aufgemacht. Ich habe es ehrlicherweise auch ein bisschen, in dieser Millisekunde berechnet. Habe ich schon gecheckt. Ich bin noch ein anderes Auto gefahren, sehr kleines und dachte, wait, wait, wait, wait. Warte, bis du den Türgriff in den Eiern hast. Habe ich die Tür aufgemacht. Schwungvoll.
Ja, geil. Und dann? Schleck mal aus. Und dann dachte ich so, ja, ja. Pass mal auf, bis ich aussteige. Und dann war ich ein Kopf größer als er. Und ich so, ja. Und er so, was machst du denn für eine Scheiße? Und dann wurde er aber auch schon ein ganz bisschen leise, als er gemerkt hat, dass ich nämlich größer bin als er.
Und dann dachte ich mir auch so, ja, weil wenn was passiert, dann hier auf offener Straße, ein Typ, der eine Frau... Da war ich auch so ein bisschen auf diese Konfro. Ich war so ein bisschen drauf aus. Ich wollte jetzt nicht wirklich, dass man mich in die Fresse haut, aber ich war so ein bisschen so, ja, ja, ja, ja. Attention, attention.
Guck das an, das Geschehen. Aber da dachte ich so, geil. Ich habe mich getraut, die Tür aufzumachen. Das war schon mal der erste Schritt. Ja, das sind dann so Sachen, dieser Mut. Ja, auch vor der Kanne. Mich frei zu... Ja, vor der Kanne. Also das ist halt wirklich die Freiheit zu haben, auch mal ein Nein zu sagen oder auch mal eine andere Meinung zu sein. Ja, genau.
Und zu oft erwischt man sich, finde ich, wirklich noch immer und ich mich auch, tausend Millionen Mal. Und dann bin ich manchmal umso stolzer. Ich habe dir doch gestern, das ist eine Geschichte, die kann ich nicht so erzählen, aber ich habe dir doch gestern noch gesagt, dass ich manchmal so den Drang habe, dann extra unfreundlich zu sein, wenn ich mich erwische, wieder in ein altes Muster zu fallen.
Und das ist dann immer so wissig, weil ich dann immer so, ja, mich dann aber wieder zurückhalten muss, nicht jetzt noch beabsichtigt, nochmal irgendwas Blödes und Gemeines oder Freches oder. Ja, Dominantes zu sagen, nur um es gesagt zu haben, das ist so. Nur um Recht zu haben, quasi, ne? So lautestes zu sein. Ja, genau, ja.
Das letzte Wort zu haben. Das letzte Wort zu haben. Boah, das habe ich auch oft bei meinen Kindern, dass ich immer das letzte, weil ich weiß, wie sehr die sich provoziert fühlen dadurch dann auch. und wenn die dann frech sind, lange Geschichte. Okay, wir kommen vom Thema ab. Ist aber auch nicht schlimm, weil wir sind schon viel lange drüber. Ja, alles klar.
In diesem Sinne, meine Lieben, Dankeschön. Auf die Freiheit. Auf die Freiheit, auf eure Freiheit. Wir möchten natürlich wissen, was versteht ihr unter Freiheit und so weiter. Bitte. Schreibt uns doch mal wieder gerne eure Geschichten an exwives at rtl.de, In diesem Sinne, macht's gut bis nächsten Monat. Auf Wiedersehen. Ciao, ciao.