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Shownotes
Wir sprechen über die Annäherung von Kanada und der EU und ob Kanada tatsächlich irgendwann zu einem Mitglied werden könnte
Tritt Kanada der EU bei? Kanada und die Europäische Union nähern sich gerade wieder an. Vor allem der Mann im Weißen Haus hat daran seinen Anteil, der ja gerade bei jeder Gelegenheit nach seinen nördliche Nachbarn schlägt und einen Handelsstreit nach dem anderen vom Zaun bricht. Auch einigt Europa und Kanada eine gemeinsame Werte- und Sicherheitspolitik. Wir stellen daher heute die Frage, ob Kanada tatsächlich der EU beitreten könnte und wenn nicht, welche alternativen Modelle es geben könnte.
Foto: AFP
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Sollte Kanada der EU beitreten? Die Union und Kanada nähern sich zumindest, derzeit wieder an. Und gemeinsame Gegner gibt es ja so einige – das seien beispielsweise die USA, Russland aber auch China! Welche Chancen, aber auch welche Hürden in einer engeren Zusammenarbeit stecken und ob das wohl die letzte Allianz des Freien Westens sein könnte, darüber sprechen wir heute.
Ich bin Daniel Retschitz-Ecker, das Systema des Tages, der Nachrichten Podcast der Standards. Erich Wieden aus siebenundzwanzig, möglicherweise bald achtundzwantzig könnte Kanada tatsächlich der EU beitreten. Also nein! Kanada wird sicher nicht ein EU-Mitglied werden. das ist allein schon geografisch ein bisschen schwer.
da wäre es schon wahrscheinlicher dass Kanada der einundfünfzigste Bundesstaat der USA wird so wie das Donald Trump ja seit langem fordert. aber auch das ist sehr unwahrscheinlich. Kanada ist einfach ein Land das sich seiner Eigenständigkeit sehr bewusst ist. nationale Identität in Kanada und die ist ja kompliziert, weil es gibt ja ein riesiges Land.
Es gibt da sehr unterschiedliche Lebensformen zwischen den großen Städten, zwischen dem Westen, der viel dünner besiedelt ist, Vancouver das schon sehr stark asiatisch geprägt ist, Montreal und Quebec wo Französisch die Sprache ist. aber was bringt die Kanadier eigentlich alles zusammen? Das ist das Bewusstsein, wir sind nicht US-Amerikaner.
Wir sind etwas anderes und das ist ja zum Teil auch das was Trump eigentlich so irritiert in den Unison aggressiv gegenüber diesem eigentlich sehr friedlich im Nachbarland macht. also deswegen kann er da weder den USA beitreten noch wird es der EU beitreteten. aber angesichts der jetzigen Situation wo sich Kanada so massiv unter Druck sieht von der Trump Regierung Ist das was ohnehin schon seit einigen Jahren, seit einem Jahrzehnt im Gange ist?
Nämlich ein Versuch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kanada und der EU zu verstärken bekommt einen neuen Auftrieb. Jetzt stellt sich aber die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch hin zur ihrer großen Rede und spricht davon dass Kanada ein sogenanntes assoziiertes Mitglied der EU werden soll!
Was ist das genau und wo würde da der Unterschied liegen zu einer tatsächlichen Vollmitgliedschaft?! Es gibt bisher noch kein assoziiertes Mitglied, dadurch gibt es auch keine Definition davon. Was ist ein neuer Begriff oder eine neue Vorstellung? wollte damals die damaligen britischen Regierungen nicht, es gibt ja verschiedene Assoziierungsabkommen auch der EU mit verschiedenen Ländern.
Es gibt doch ein Beispiel zum Beispiel mit Israel gibt es relativ enge Beziehungen vor allem im Bereich Wissenschaftforschung, die über die normalen Drittstaatenbeziehungen hinausgehen. also da gibt es sicher absolut Möglichkeiten dass man die jetzigen Beziehung eigentlich nur auf zwei Säulen beruhen.
das eine ist dass die meisten EU Staaten auch NATO-Mitglied sind, so wie Kanada. Da gibt es auf der Verteidigung schon eine enge Zusammenarbeit aber nicht mit der EU sondern innerhalb der NATO mit den verschiedenen Mitgliedstaaten. und es gibt ein Handelsabkommen seit neun Jahren Zeta genannt das zum Großteil aber nicht komplett in Kraft ist und auf dem lässt sich einiges noch aufbauen.
da heißt der Fantasie keine Grenzen gesetzt und das lässt kann man dann assoziierte Mitgliedschaft nennen, wenn man es will. Warum würde man so nennen wollen? Eigentlich vor allem um den USA der Trump-Regierung eine Art von Signal zu schicken. Hallo! Wenn ihr euren Nachbarn so behandelt praktisch schon eine Art Wirtschaftskrieg gegen sie eröffnet Dann stehen wir Europa die ja auch von den USA massiv unter Druck stehen bereit.
dann schließen wir uns zusammen ein bisschen auch gegen euch. Aber ist das so vergleichbar eventuell mit dem Status, denn beispielsweise die Schweiz hat oder Norwegen? Also keine dezidierten EU-Mitglieder, aber man erkennt sehr viele Regeln gegenseitig an beispielsweise. Auch dass ich es nicht wirklich vorstelle, weil ich glaube dazu sind die Märkte auch zu unterschiedlich und Norwegen ist ja ein Teil des europäischen Wirtschaftsraumes, de facto des Binnenmarktes.
Die Schweiz ist das zwar nicht, aber hat über die bilateralen Verträge versucht. Sehr vieles sich dagegenseitigt anzuerkennen und unser nahe zu kommen. Beide Länder sind ja auch bereit, Teile Schengen abkommen. Ja, es wäre vorstellbar dass man sagt wenn ein Flugzeug aus Toronto dann in Paris landet das keine Passkontrolle mehr.
solche Sachen wären vielleicht möglich. Dass man da eine Art von so Luftschengen schafft aber sehr viel würde das ja auch nicht wirklich verändern. mit diesen europäischen verschiedenen Formen der Ernährung an der EU wird es kaum vergleichbar sein. dazu sind die Distanzen zu groß und auch glaube ich die Interessen zum Teil auch zu unterschiedlich.
Eric jetzt haben wir schon besprochen als Nachbarstaat der EU möglicherweise durchgeht, dafür ist der Atlantik vielleicht doch etwas zu breit. Ich habe vorhin nachgesehen wenn wir beide jetzt nach Toronto fliegen wollen würden non-stopflug sind es von Wien. neun Stunden das heißt das ist ein bisserler Zeit.
Jetzt hast du vorher schon angesprochen und kurz skizziert warum es diese Annäherung gibt. aber gehen wir dann noch mal ins Detail. Warum sucht man sich vom Seiten der kanadischen Regierung oder auch von Seiten der EU Kommission einen Verbündeten Relativ weit weg liegt. Na ja, man liegt geographisch relativ weit weg.
aber wenn sich die Europäer überlegen welche Länder außerhalb ihres Kontinents sind eigentlich den europäischen und vor allem westeuropäischen Staaten ähnlich? Ja dann kommt man sehr schnell auf Kanada. Alles andere land das irgendwie auch so ein bisschen ähnlich wäre weil es auch von europäischen Siedlern besiedelt wurde ist Australien.
Das ist noch weiter weg also wirtschaftlich kulturell Technologisch im Lebensstandard. und so ist Europa und Kanada sind eigentlich doch relativ eng verbunden. Es war immer eigentlich Verbindung zu USA, das noch viel wichtigere für die Europäer. aber da das jetzt so brüchig wird, ist plötzlich Kanada ein interessanter Partner wenn es auch darum geht dass man sagt naja Mit den USA können wir jetzt im Augenblick nicht so gut, die verwenden hier das was Jahrzehnte lang eigentlich die Grundlage unseres Verhältnis war.
Der Freie handelt. Die verwenden es als Waffe gegen uns. und was die Kanadier noch mehr spüren nachdem Trump hier massive Zölle gegen Canada ausgesprochen hat und sogar damit rot dass er ganze wichtige Produktbereiche überhaupt boykottiert und gar nicht mehr zulässt, dass die in den USA kommen. Inklusive der sehr beliebten Bombardier mittelgroßen Flugzeuge.
Und dadurch ist plötzlich auch einfach aus strategischen Gründen sagt man ja versuchen wir die Länder die eigentlich immer ein Teil der westlichen Allianz waren uns sind aber jetzt von Trump auf diese Weise behandelt werden versuchen wir näher zusammen zu rücken. Wir haben ja ohnehin genügend Ähnlichkeiten.
Und diese Ähnlichigkeiten gehen ja noch ein bisschen weiter, Kanada ist ein bisschen das europäische Land am amerikanischen Kontinent. Es ist das Land, das eine staatliche Gesundheitsversorgung hat so ähnlich wie es eigentlich alle europäischen Staaten haben die USA aber nicht. Das Bildungssystem andere Bereiche Sozialsystem sind alle zum Teil ähnlicher dem, was man auch in Kontinentaleuropa findet oder auch in Großbritannien als unbedingt in den USA.
Und dadurch sind auch hier Möglichkeiten das man sich hier auch findet. und vergessen wir nicht der Premierminister von Kanada Mark Hani. In einer früheren Zeit war er der Präsidenter Notenbank von Großbritanien Das heißt er war in Europa, er kennt Europa unglaublich gut. Er sieht sich auch teils ein wenig aus Europäer und da entsteht hier eine gewisse Nähe wo es noch Möglichkeiten gibt, leichter näher zusammen zu rücken.
den jetzt Zustand reden und die vielen Probleme, die es zwischen den USA und Kanada gibt. Aber historisch gesprochen, die beiden Länder sind sicher sehr nahe – ich meine sie teilen sich eine sehr lange Grenze miteinander! Sie haben auch oft zusammengearbeitet, man vergisst beispielsweise recht gerne wie viele kanadische Soldaten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Elierten gekämpft haben, da wird nur von den Amerikanern gesprochen.
aber was verbindet diese Länder oder hat sie verbunden? Die hat ja diese unglaublich lange Grenze mit den USA. Es ist ein bisschen ein Verhältnis, könnte man sagen in der Jahr anders historisch entstanden so wie zwischen Österreich und Deutschland eine... Zum Großteil die gleiche Sprache. Eine ähnliche Kultur, eine ähnlichen Lebensart.
In gewissen Sportarten sind das gemeinsame Liegen zwischen Kanada und den USA. also es sind wirklich Sachen wo sie sehr sehr eng sind Die Universitäten in Toronto und so mit und auch im Montreal mit einem amerikanischen ganz enge Verflechtung Und die Wirtschaft ist ganz eng verflochten. Also es gibt zwar Zum Teil sind die Verkehrswege zwischen Kanada und USA gar nicht so gut, wie man es eigentlich erwarten würde.
Weil es fehlt auch an Brücken oder jetzt gerade wo der ist eine neue Brücke erst eröffnet eine ganz wichtige. aber die Lieferketten zwischen Kanadan den USA sowohl wenn ob es um Energie oder Industrieprodukte Aber auch in Finanzwesen und überall sind ganz ganz eng. und gleichzeitig habe ich gesagt Für die Kanadier war es immer wichtig zu sagen, wir sind anders.
Die Amerikaner haben das immer ein bisschen ignoriert. für die Kanada war eigentlich eine Art von Anhängsel und ich habe als ich in den neunzehnachtiger Jahren Studentin der USA war hatte ich einen kanadischen Freund mit dem ich damals auch auf der Uni Zeitung zusammengearbeitet habe. Wir haben uns oft darüber ausgetauscht wie ähnlich eigentlich das Gefühl ist von den Amerikanern als Ausländer wahrgenommen zu werden oder als jemand, der ein bisschen anders ist und wie ähnlich das auch zwischen Österreicher und Deutschen ist.
Wo die Deutschen auch immer das Gefühl haben, ja Österreich gehört ja eh eigentlich zu uns. Historisch natürlich problematisch. Historischer Problematisch diese Erfahrung hat Kanada zum Glück noch nicht gehabt. also auch wenn... Und da ist es wieder ganz interessant, wenn man sich so überlegt die jetzt Trump sofort aufgestellt hat, nachdem er ins weise Haus eingezogen ist.
Und jetzt verbunden mit starken Wirtschafts- und Handelsrepräsalien ist etwas – ich will den Vergleich nicht zu weit ziehen – aber etwas was Österreich in neunzehntreiunddreißig genau so erlebt hat als Hitler zuerst erklärt hat das an die Macht kam. Ich möchte den Anschluss an Österreich und dann innerhalb von Monaten die sogenannte Tausend Marktsperre verhängt hat wo deutsche Touristen sehr viel Geld deponieren mussten, bevor sie nach Österreich auf Urlaub fahren konnten.
Also da gibt es eine Erfahrung von kleinen Ländern und Kanada ist bevölkerungsmäßig in einem ähnlichen Verhältnis wie Österreich zu Deutschland wo man dann sagt naja ich weiß der große findet eigentlich der Unterschied ist nicht da oder gehört eigentlich weg, aber wir werden darauf bestehen dass wir anders und selbstständig sind.
Ich verstehe es trotzdem noch nicht so ganz Erik warum Donald Trump Kanada derzeit so am Kieker hat eben das schon diese Übernahme Fantasien von ihm angesprochen jetzt auch dieser Handelsstreit. Vielleicht noch einmal, warum schießt das sich so dermaßen auf seinen eigentlich sehr freundlich gesinnten Nachbarn einen?
Ja. Das versteht niemand! Also von allen Pathologien die da jetzt im weißen Haus herum schwieren ist dieser – und man kann wirklich sagen Hass auf Kanada ein ganz besonders starker und seltsamer –. meine Erklärung ist genau dass Kanada indem es eine Art von liberalem Vielleicht kann man sogar sagen, woken gegen Modell zu dem republikanischen Maga America ist.
In dort ganz besonders irritiert und da diese geografische Nähe Auch dazu führt, dass Trump das besonders nicht aushält. Dass da ein Land so nahe liegt und eigentlich zeigt, dass man es auch anders machen kann. Dass man einen Sozialsystem haben kann. Das man auch weiterhin eine doch halbwegs Liberale zumindest eine kluge Einwanderungspolitik führt.
Daß man ein gewisses Sozialsystem hat – auch eine kulturelle Vielfalt aufgrund der französisch- sprechenden Minderheit in Quebec. Andere Erklärungen habe ich dafür eigentlich nicht. die Handels Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind ja ganz interessant. Trump spricht ständig davon vom riesigen Außenhandelsdefizit, dass die USA gegenüber Kanada haben – allerdings betrifft das immer nur die Waren!
Wenn es um Dienstleistungen geht und die sind inzwischen ja im modernen Wirtschaft ja genauso wichtig, dort hat Kanada das Defizit. Und USA den Überschuss! Das war ganz interessant. bevor noch in der ersten Amtszeit gab es ein Treffen zwischen Trump und dem damaligen Premier Justin Trudeau wo sie darüber geredet haben mit den Handlungsbeziehungen und Trump hat dauernd vom eigenen Defizit geredeht.
Und Trudeau hat vom kanadischen Defizitt gereden, und sagen wir uns einen Moment einmal was ist eigentlich los? Und sie haben es einfach anders definiert wobei ich sagen muss in dem Fall haben die Kanadien recht weil man die Dienstleistung genauso zählen muss Und amerikanische Banken haben zum Beispiel sehr große Geschäftsfelder in Kanada und viele andere Bereiche, inklusive Hollywood-Filme.
Alles andere was die Amerikaner produzieren und nach Kanada exportieren ist auch sehr viel wert und leicht das aus, was die Kanadier verkaufen. Das sind Lkw's und Flugzeuge und auch sehr veel Energie und andere Rohstoffe. Es klingt ein bisschen so und korrigiere mich da gerne dass diese Wut von Donald Trump auf Kanada irgendwo Daher rührt es, dass Kanada einfach womöglich das bessere Land ist.
Also es klingt jetzt absurd zum Leben. Ich meine die Lebenserwartung ist höher. Es gibt ein Gesundheitssystem, das Bildungssystem, es gibt solche Dinge wie Schusswaffenverletzungen oder Tote dadurch aufgrund des sterrengeren Waffengesetzes. also eben du gesagtest, es ist einfach ein bisschen europäischer und da muss man jetzt draufhauen.
Genau! Es ist das kleine Europa in der Nähe und auf das haut man ordentlich drauf. Okay... Jetzt hat dieses Verhalten von Donald Trump dazu geführt sich mit diesem Nachbar nicht mehr so gut versteht und eben in Richtung EU annähert. Aber wie stark oder wie viel Potenzial siehst du, in einer unter Anführungszeichen Allianz-EU Kanada?
Denn international steht ja die freie westliche Welt stark unter Druck und zumindest die EU und Kanada halten das ja weiterhin aufrecht. Ja also es geht hier einfach um zum Teil um eine symbolische oder eine von der grundsatzpolitischen Einstellung. wir die EU und Kanada, auch Australien, wahrscheinlich Japan oder Südkorea.
westlichen oder westlich orientierten Industriestaaten, reiche Staaten. Wir halten doch die regelbasierte Weltordnung, Wirtschaftsordnungen halten die aufrecht. wir unterstützen die UNO, wir unterstützen den Welthandelsorganisationen, wir versuchen gemeinsam den Klimawandel zu bekämpfen. diese Allianz dieser Ziele hier glaube ich ist einmal ganz wichtig dass die Staaten sagen wir halt nicht zusammen und es gibt vielleicht noch ein Bereich eine wirtschaftliche Herausforderung für alle stellt und da ist jetzt die USA sind hier völlig unberechenbar geworden, weil Trump einmal einen Tag so und an den nächsten Tag anders wieder redet.
Kanada hat nach dem der Handelskrieg mit den USA so wirklich exkaliert ist, hat Kanada ein besonders enges Handelsabkommen oder Wirtschaftsabkommen mit China geschlossen. Was auch ein bisschen umstritten war ob sie sich hier nicht zu sehr auch den Chinesen ausliefern. aber wenn die Kanadier mit den Europäern gemeinsame Linie finden würden wie man mit chinesischen dieser unglaublichen Export mit dem Exportdruck umgehen kann haben Sie auch eine bessere Verhandlungsposition.
Kurz der eigene Nachbar will eine nicht mehr, man richtet sich jetzt eben in Richtung EU. Aber wie könnte diese vertieft die Zusammenarbeit auch wenn wir schon mal skizziert haben und vielleicht nochmal genau aussehen? Es gibt Bereiche, wo man die Beziehungen vertiefen könnte. Das ist in der Wissenschaft und Forschung auch wenn es um die ganze Forschungsförderung geht.
Ich hätte so eine Idee, warum kann man nicht das europäische Erasmus-Programm, wo Studierende in ein anderes Land gehen? Das könnte man ja relativ leicht auf Kanada aussehen! Das wäre sehr attraktiv und genauso umgekehrt. Das sind wie man sagt die niedrig hängenden Früchte, die man relativ leicht holen könnte.
Ein schwieriges Thema wird sein, politisch schwierig ist. Handelsvertrag, ZETA-Vertrag. Der wurde ja nur zum Teil in Kraft gesetzt also der Bereich der keine Einstimmigkeit erfordert. es gibt einen zweiten Teil dieses Vertrages und das ist der Investitionsschutz und der ja in Europa auch sehr umstritten ist.
wenn es einen Streit zwischen Unternehmen unter einer Regierung gibt es dann die Möglichkeit geboten wird dass man nicht vor das nationale Gericht des Landes ziehen muss wo viele das Gefühl haben dort werden sie als Ausländer dann eigentlich schon einmal schlecht behandelt oder haben keine Chance, Recht zu bekommen.
Sondern zwei Schiedsgerichte also eine Art von privater Justiz und dieses Thema das schon zwischen das damals bei dem TTIP Abkommen, dass damals auch fallen gelassen wurde wahrscheinlich zum Großteil über dieses Thema zwischen USA und Europa was zu Fall gebracht hat. diesen Versuch dort ein starkes Abkommen zu schließen wurde dann bei CETA ganz bewusst ausgeklammert und ist bis heute noch nicht in Kraft getreten.
Ich befürchte, selbst wenn jetzt die Kommission sagt, jetzt versuchen wir ZETA zu vervollständigen. Auch das wird nicht so leicht sein weil es irgendwo einen gewissen europäischen Staaten dagegen Widerstand geben wird. also dass was am logischsten wäre zu erfüllen um hier eine schon bestehenden Rahmen hier auch wirklich zu ver vollständigen und endgültig zu schaffen.
Das könnte auch ein innereuropäischen Konflikten dann scheitern. Erik, ich bin ein bisschen enttäuscht von dir. Du hast nämlich den wichtigsten Punkt der europäischen Integration in zu Kanada jetzt vergessen? Was ist das Wichtigste Punkt? Kanada wird's beim Songkontest dabei sein! Das ist nämlich ebenfalls vor ein paar Monaten verkündet worden.
Natürlich nur ein symbolischer Akt aber passt irgendwie... Nein nein du bist absolut recht. Das ist genau die Sache. nachdem Und was wir schon im nächsten Jahr erleben werden, ist dass in Bulgarien wo dann der nächste europäische Songkontest stattfindet das dort nicht nur Australien dabei sein wird. Dass er es schon seit vielen Jahren daran teilnimmt sondern erstmals auch Kanada und das wird sicher Leuten davon zu bewusstsein bringen dass hier Kanada ein sehr wohl auch Teil eines europäischen Kulturraumes ist.
Das ist eine schöne Formulierung. ich glaube Kulturraum das passt sehr gut Erich jetzt haben Als du Kinder schon angesprochen und ich würde da auch gerne noch mal auf Ursula von der Leyen zu sprechen kommen, die hat ja eben am Mittwoch ihre Rede zur Lage der Union gehalten. Und da spricht sie auch dieses extreme Handelsdefizit an das du vorhin schon skizziert hast.
Ich würde dir da gern was zitieren, was ihr nämlich gesagt habt. Manche sagen Der zweite Kinderschock steht bevor aber er ist bereits da. Er zeigt sich in unseren Gemeinden und Fabriken In der gesamten Union. Wie würdest Du das einordnen? Geht Europa jetzt auf Handelskonfrontationskurs mit China? Europa ist schon seit vielen, vielen Jahren verfolgt eine gemischte Strategie Kooperation und Konfrontation.
Aber wobei lange Zeit immer noch die Kooperation im Vordergrund stand auch weil viele europäische Konzerne zum Beispiel die deutsche Automobilindustrie in China sehr gute Geschäfte gemacht haben. jetzt sind zwei Sachen passiert die letzten Jahre. erstens einmal die chinesische Wirtschaft schwächelt. Die Binnenachfrage wird immer schwächer, das heißt immer weniger europäische Produkte lassen sich dort verkaufen weil die Leute das Geld nicht haben oder es auf die Seite legen und sparen um.
gleichzeitig hat China um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. versuchen sie diese Exportstrategie die Sie ja schon seit Jahrzehnten verfolgen wo Sie immer schon gewusst haben dass müssten Sie eigentlich einmal wieder zurückfahren und doch eine stärkere Binnen Nachfrage ersetzen, stattdessen tun sie jetzt noch einmal stärker in die Exporte hineingehen.
Und dazu kommt noch die Handelsstranken in den USA. Bisher waren die USA der wichtigste Abnehmer kinderischer Produkte und seit Trump da vieles geschlossen hat oder schwieriger macht durch die Zölle in den US zu verkaufen kommen noch mehr Produkte in den europäischen Raum hinein. Ja auch wenn davon europäische Konsumenten profitieren.
Und das sieht man ja daran, wie viel da zum Beispiel online in diesen Online-Händlern auch gekauft wird für ganz bestimmte Industrien und auch für Regionen, für gewisse Städte die halt sehr stark von diesen Industrien abhängig sind. Da ist wiederum die Automobilindustrie in Deutschland Indirekt dann auch die Zulieferindustrie in Österreich ganz stark getroffen.
Für sie ist das ein tatsächlicher Schock, etwas womit Länder auch politisch und gesellschaftlich nicht umgehen können. Und da ist logisch die erste Reaktion wir versuchen diese Welle diesen Ansturm von kinesischen Produkten, die da kommen zumindest zu bremsen damit wir eine Chance haben hier mit denen besser in Zukunft auch im Wettbewerb zu treten uns auch daran anzupassen.
Ob das eine kluge Strategie ist, darüber wird heftig diskutiert. Es gibt auch genügend Stimmen die sagen, dass bringt nichts, dass man sich versucht hier abzuschotten. zum Beispiel war vor und das ist schon einige Jahre her gab es damals. ich glaube in den Zweitausenden sind die Chinesen mit ihren Solarpanelen gekommen, die deutlich billiger waren als die, als die in Europa produziert wurden.
Die europäische Solarpaneelindustrie hat Schutzzölle verlangt. haben sie dann nicht wirklich bekommen Obwohl das schon sehr nah dran war? und heute muss man sagen, ohne diese billigen kinetischen Solarpanelen wäre die Solarenergie nicht so günstig. Dann wäre der ganze Klimapolitik, was wir jetzt doch erreicht haben, nicht möglich gewesen.
Und das Gleiche wird letztlich bei den E-Autos auch so sein. Wir brauchen die Umstellung von den Verbrennern zu den E Autos. Die Leute wollen gerne zum Beispiel auch die BIDs und so kaufen qualitativ gut sind und günstiger sind, aber wenn man die jetzt heraus aus dem Markt heraushält um den deutschen oder französischen Automobilhersteller zu schützen dann wird diese Umstellung auf die E-Mobilität, die wir so dringend brauchen wahrscheinlich viel langsamer gehen.
Und es gibt wahrscheinlich auch keinen Anlass der europäischen Auto Hersteller denn tatsächlich ebenfalls in die Technologieoffensive zu gehen? Also geschützte Werkstätsel Europa! Ja also Sie sagen sie brauchen einfach mehr Zeit. Es hat keinen Sinn innerhalb von Monaten unseren ganzen Markt verlieren, dann gehen wir pleite.
Davon hat man auch nichts! Die Frage ist immer wie diese Zeit richtig genutzt. oder wird sie einfach nur dazu verwendet dass man weiter so macht wie bisher in der Erwartung das der Schutz erhalten bleibt? Gut meine Meinung dazu behalte ich jetzt für mich weil ich kann mir vorstellen wie tatsächlich die Strategie aussieht.
aber wie soll da jetzt Kanada ins Spiel kommen? sollen jetzt keine Ahnung mehr VWs in Toronto auf den Straßen fahren? Ich glaube, auch durch das CETA-Abkommen sind die Zölle zwischen der EU und Kanada sehr niedrig. Und die Handlersbeziehungen sind so eng wie es nur geht. Kanada könnte verschiedene also sowohl Flüssiggas als auch Öl nach Europa exportieren.
aber in Wirklichkeit brauchen wir ja die. eigentlich müssen wir uns von dieser Abhängigkeit befreien. Das weiß ich nicht genau ob da ein großer Wachstum dort möglich ist. Ich glaube, die Handelsbeziehungen sind so gut wie sie sein können. In der Industrie kann man vielleicht noch gewisse Kooperationen finden, wobei das wird auch nicht von Carney und von der Leyen entschieden sondern von den Unternehmen, die da beteiligt sind.
Hier geht es sicher zum Großteil um Geopolitik und hier um politische Signale – sowohl an Washington als auch an Peking. Wie sieht es denn überhaupt mit dem Thema Sicherheitspolitik aus? Geopolitik bereits angesprochen. Da gibt's ja derzeit sehr viele Themen, hybride Angriffe, tatsächliche Kriege in Europa... Kannst du dir da irgendetwas vorstellen?
NATO-Mitglied ist man auch schon und das sind noch sehr viele EU-Mittglieder! Ja, NATO-Mitglied ist man. Verteidigung sollte ja eigentlich in der NATO dort seine Basis haben. Von der Leyen hat in ihrer Rede zwar auch eine verstärkte europäische oder EU-Zusammenarbeit in einer Verteiligung angesprochen aber man weiß das stößt sie auch auf Widerstand innerhalb der Europäischen Union weil gewisse Staaten sagen wir wollen hier unbedingt auf der NATO Schiene bleiben.
da geht es nicht nur darum dass man diese enge Beziehung zu den USA nicht verlieren möchte. Man hofft ja auch darauf wird ja nicht ewig Präsident bleiben und vielleicht wird sich nach seiner Präsidentschaft wieder etwas ändern. Aber es geht auch um Großbritannien, ein ganz wichtiger Spieler- und Faktor in der europäischen Verteidigungspolitik.
Großbritanien ist nicht mehr in die EU aber sehr wohl in der NATO und ist sehr wohl bereit hier eng zusammenzuarbeiten. Es gibt einen Bereich wo es bei der Sicherheit schon eine verstärkte Zusammenarbeit mir vorstellen könnte. Das wissen wir, das wird so in den nächsten zehn, zwanzig Jahren zu einem Schlüsselbereich in der Frage sowohl von Handel gehen.
Wenn es um die möglicherweise schon eisfreien Seewege geht aber auch die Frage von Bedrohungen durch China, durch Russland und eine Absicherung dort der eigenen Bereiche. jetzt würde man davon ausgehen dass man das mit dem USA zusammen machen könnte. nur wie wir wissen Trump schaut auf die Arktis und sagt was kann ich mir unter den Nagel reißen?
Grönland, vielleicht Island? Kanada ohnehin. Also mit denen sich da auf einen Tisch zu setzen ist nicht ganz so leicht wenn man nicht weiß ob man dann nicht mit leeren Taschen wieder aufstehen wird. und da ist Kanada ein ganz ganz wichtiger Partner. es gibt neben Russland kein anderes Land der Welt das so nahe mit so viel Fläche in der Arktis ist.
Gibt es diesen Wunsch vonseiten der Europäischen Kommission eben mit Kanada engere Beziehungen zu führen? Jetzt wissen wir allerdings, dass sich Europa derzeit politisch stark nach rechts hin entwickelt. Und man könnte sicher denken das in näherer Zukunft eine Mehrheit der europäischen Länder oder der EU-Mitglieder ja eher diesen harten und anführungszeichen Kerl im weißen Haus gut finden als diese unter Anführungszeugen woken verweichlichen europäischen Kanadier um das jetzt mal mit den Worten dieser Parteien so sagen.
Wie dauerhaft sind diese gute Beziehungen sein? Ja, wie dauerhaft ist etwas im Moment die große Frage. Wie daauerhaft sind die Merger Leute in Washington? auch Kanada könnte wieder drehen. Kanada hatte. seit vielen, vielen Jahren war die Liberale Partei dort an der Regierung aber sie hätten die letzten Wahlen ganz klar verloren und dann wäre eine konservative Partei an die Macht gekommen.
Die Konservativen, die viel mehr in ähnlicher den amerikanischen Republikanern sind, wenn nicht Trump gekommen wäre und erklärt hätte eigentlich will ich Kanada haben. Und gleichzeitig der Wechsel von Justin Trudeau zu Marc Carni war, der viel populärer ist und diese Bedrohung durch die USA dazu genutzt hat um hier die Wahlen zu gewinnen.
Wenn in Europa die rechtsextremen und rechtspopulisten an die Macht kommen, dann ist nicht nur das Verhältnis der EU zu Kanada bedroht. Dann ist die EU an sich bedrohnt! Aber soweit sind wir ja noch nicht. Und es ist immer die Frage, von welchen Parteien und welchen Ländern reden wir? Wir haben gesehen, dass Georgia Meloni, der aus einer postfaschistischen Partei führt eigentlich dann doch sehr stark auf die europäische Karte setzt und ich glaube da kein Problem hat mit der Ernährung zu Kanada auch weil sie sich inzwischen mit Trump ja völlig zerstritten hat, weil er sie auch vorgeführt hat und wirklich desserviert hat.
Interessant wird sein Deutschland, die ja wirklich das Schreck gespenst ist für alles was europäisch und liberal ist. Sie steht noch nicht vor einer tatsächlichen Machtübernahme. soweit sind wir noch nicht. Das nächste Landwurf dass man achten muss es Frankreich und dort ist es sehr wohl realistisch dass Marin Le Pen die nächste Präsidentin wird.
und das wird interessant sein weil es kann auch gut sein dass Le Pen zu Kanada vor allem auch wegen dem starken französischen Element in Kanada, in Québec. Dadurch eher eine freundschaftliche Beziehung hat. also ich würde das nicht ganz ausschließen. Deshalb es gibt viele Gründe um sich in Europa über den Rechtsrucksorgen zu machen wenn man ein Europäer ist und die europäische Integration als etwas unglaublich wertvolles sieht.
aber ich glaube dieses Verhältnis zur Kanada ist nicht das erste was hier geopfert werden würde. Gut dass noch andere Sachen davor geopfert werden. Super Aussichten Erik, vielen Dank trotzdem für deine Zeit heute und alles Gute weiter. Ja sehr gerne Daniel! Und wenn euch Thema des Tages gefallen hat dann abonniert den Kanal auf der Podcast-Plattform eurer Wahl oder auch auf YouTube.
da sind wir immer öfter mit Videopodcasts vertreten. einfach Kanal abonnieren und nicht vergessen Glocke drücken. ich bin Daniel Retschitz Ecker. Vielen Dank fürs dabei sein bis zum nächsten Mal.