Thema des Tages

Wie die EU euren liebsten Online-Shop zerstört

Dienstag, 18. August 2026 · 27 min

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Shownotes

Wir sprechen über die neue EU-Verpackungsverordnung die kleinen Online-Shops so viel Bürokratie aufzwingt, dass einige schon aufgeben.
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Wer schon einmal online etwas bestellt hat, kennt das Spiel: Ein kleines Gerät, sagen wir ein Ladekabel fürs Handy, wird in einem vollkommen überdimensionierten Karton geliefert. Der Inhalt, neben dem eigentlichen Produkt, ist hauptsächlich Luft. Die EU möchte der Verschwendung von Materialien ein Ende machen. Seit 12. August gilt aus diesem Grund die EU-Verpackungsverordnung. Grundsätzlich klingt das nach einer guten Idee, doch es gibt einen Haken. Vor allem kleinere Online-Händler kämpfen mit viel neuer Bürokratie. Einige haben bereits aufgegeben, und bieten ihre Produkte nicht mehr im EU-Ausland an. Wir sprechen heute mit Andreas Danzer aus unserer Wirtschaftsredaktion darüber, wie eine womöglich gut gemeinte Idee so nach hinten losgehen kann und ob hier noch nachgebessert wird.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Habt ihr schon mal etwas bestellt? Vielleicht etwas Kleines, sagen wir einen Ladestecker für das neue Handy. Und dann kommt dieses eigentlich kleine Gadget in einem riesengroßen Karton daher – der Inhalt dieser Verpackung hauptsächlich Luft! Die EU möchte diesen überdimensionierten Kartons jetzt den Kampf ansagen.

Seit dem zwölften August ist die sogenannte EU-Verpackungsverordnung in Kraft. Die Idee eigentlich gut, aber es gibt einen riesengroßen Haken. Denn die neue Regelung soll kleineren Fassant-Händlern so viel Bürokratie und Kosten aufbürden, dass manche schon aufgegeben haben und jetzt nicht mehr ins EU Ausland verschicken wollen!

Wie kann ein gut gemeinter Vorschlag jetzt nach hinten losgehen? Wie konnte Brüssel das Ganze so vergeigen? und gibt es da noch irgendeinen Weg raus? – darüber sprechen wir heute. Ich bin Daniel Retschitzäcker, das System des Tages der Nachrichten Podcast des Standards Andreas Danzer, Wirtschaftsredakteur beim Standard hier im Podcast.

Ich grüße dich recht herzlich! Hallo Servus, danke für die Einladung! Andreas am zwölften August ist sie in Kraft getreten in sogenannte Packaging and Packaging Rest Regulation – kurz PPWR oder verständlich formuliert die EU-Verpackungsverordnung? Was besagt ihr denn? Ja, die ist ein ziemlich großes Ding und da hängt auch sehr viel dran.

was da jetzt in Kraft Getreten? Die hat hundertzwanzig Seiten und wir könnten jetzt wirklich lang über die Details sprechen. Im Großen und Ganzen geht es darum weniger Verpackungsmüll zu produzieren, mehr zu recyceln und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Und diese Verordnung gilt für praktisch alles egal ob Katon oder Plastik oder sonst was und das zieht sich durch die ganze Lieferkette.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist es soll da viele Lehrrahmen in die Baggall der teilweise herum geschickt wird soll reduziert werden. Das werde jeder kennen, weil man schon mal was bestellt hat. das kommt ein kleines Ding daher in einem riesen Karton und die Luftkisten füllen das dann aus. Und es hängen vor allem auch sehr strenge Vorgaben an die Dokumentation Kennzeichnung und Nachweispflichte.

jetzt daran und das ist alles relativ viel Was da jetzt auf einen Schlag mehr oder weniger greift. Dann gibt's noch einmal strengere Kennzeichnungspflichten und eigene Regeln für PFAS, also für Ewigkeits-Chemikalien. Da geht es vor allem um Lebensmittel. Und das klingt ja viel und schlimm und wild im ersten Moment.

für Konsumentinnen und Konsumenten allerdings soll's eigentlich einfacher werden. Sprich man soll schneller merken woraus bestehen die Verpackungsmaterialien und vor allem wie entsorgt man sie? Das hängt auch damit zusammen dass einfach so viel Verpackungsmüll entsteht und man von dem ein bisschen wegkommen will.

Und dann verschärft sich das Ganze bis zum Jahr zwanzig, dreißig. Also schrittweise kommen da jetzt Sachen dazu. Das sind Dinge wie ab zwanziger, achtundzwanzig müssen wieder verwendbare Takeaway-Verpackungen angeboten werden in der Gastronomie. Ab nächstes Jahr im Februar müssen die Gastronomen sozusagen es akzeptieren, wenn die Kundschaft eigene Behälter mitbringt.

Ab zwanzigdreißig sind diese kleinen Duschgales und Seifen in Hotels verboten, einmal Portionierungen für Ketchup darfst dann nicht mehr geben. Und das kann man ewig lang jetzt noch weiterspielen mit Regeln, die da kommen und an dem ganzen Hängen hängt ein Busgeld von bis zu zweihunderttausend Euro, weil man dagegen verstößt.

aber bis dahin ist es ein langer Weg, bis dieser Verstoß tatsächlich passiert. Ich glaube jeder der schon mal, keine Ahnung ein kleines Gerät bestellt hat. Händeladekabel oder so wird sich gedacht dann was für ein Schwachsinn. das kommt in einer riesengroßen Box und ich schmeiß dir jetzt weg? Was für einen Müllberg, eh klar!

Das ergibt alles Sinn. und kommen wir vielleicht auch noch ganz kurz auf den Grund es soll einfach weniger davon geben also weniger. einmal Ketchup Packungen die dann im Müll landen weniger Riesenkartons die dann auf irgendwelchen Deponien landen. für mein Händelerdekabel was ich mir bestellte weil ich zu faul war zum nächsten Medienmarkt zu gehen Genau.

Also es ist relativ offensichtlich, dass wir weniger Verpackungsmüll produzieren sollten. Allein in Österreich sind es dreihunderttausend Tonnen Kunststoffverpackungen im Abfall pro Jahr und das Problem ist halt davon werden zwei Drittel verbrennt. Es wird nicht einmal recycelt. also es ist wirklich eine ziemliche Belastung für die Ressourcen der Umwelt für alles Mögliche.

Also das große Ziel ist einfach wegzukommen von diesen extremen Mengen, die wir jetzt produzieren und dass das Ganze ein bisschen zugeschnittener wird damit weniger Luft herum geschickt wird. Ich meine wenn man so runter bricht wie es du jetzt gerade getan hast klingt das ja eigentlich grundsätzlich noch einer durchaus guten Sache oder?

An dem Ziel zweifelt auch wirklich überhaupt niemand. also ich habe jetzt mit sehr vielen Menschen von allen möglichen Seiten telefoniert Und jeder sagt, das Ziel ist super und alle sehen das ein. Dass wir es brauchen! Die Unternehmensberater von PVC haben kürzlich eine Umfrage gemacht, woraus kommen ist?

Vierundachtzig Prozent der Österreicherinnen und Österreichern wollen nachhaltigere Verpackung, wollen kleinere Verbackungen und sie werden auch bereit längere Lieferzeiten dafür in Kauf zu nehmen. Wenn das nicht solche Auswüchse annehmen würde wie es das momentan macht... Aber es ist halt auch alles nicht so leicht, weil da hängt eine logistische Maschinerie dahinter.

Die Anbieter arbeiten größtenteils mit automatisierten Prozessen, deswegen gibt's vereinheitlich das Standardgrößen bei den Kartons und so rennt das dann durch diese Logistikzentren. Und auch wenn dadurch höhere Kosten beim Transport für die Unternehmen entstehen, das rechnet sich einfach durch die Effizienz, die sie dadurch in den eigenen Hallen gewinnen.

Jetzt habe ich mich ein bisschen verloren und bin abgeschweift. Das Ziel ist gut, der Weg dorthin war sehr schwierig. also es ist selten um etwas so viel lobbyiert und gestritten worden wie bei dieser PPWR. mit dem Ergebnis sind doch die meisten jetzt trotzdem unzufrieden. und das ist die Umsetzung die halt wirklich scharf kritisiert wird von allen möglichen Seiten.

Andreas dann kann man zum tatsächlich ein Problem dieser neuen Verordnung, denn vor allem kleinere Händler klagen sehr lautstark über diese neue Regelung. Fritz Jörgitsch das ist der Chef der Tagespresse, der meint etwa dass Dinge wie Abo Geschenke oder auch Merchandise Produkte – ich gehe mal davon aus, es wird ein T-Shirt so der ähnliches sein – dass er die jetzt nicht mehr ins EU Ausland verschicken könne?

Warum ist das so? Naja ganz so ist es nicht, dass er sie nicht mehr verschicken kann. gehen tut's natürlich! Theoretisch ja Es ist nur mit einem deutlich verschärften Aufwand. Geht das Ganze jetzt einher? Und da gibt es im Großen und Ganzen zwei, nennen wir's mal Problemherde die für kleine Händlerinnen und Händlern das ganze jetzt schwierig macht.

Das eine ist die Registrierung unter Bevollmächtigte und das andere ist die Verpackung per Sie. Das sind zwei große komplizierte Brocken. aber fangen wir ja einmal bei den Bevoll mächtigten Unterregistrierungen an. also stellen wir uns vor Wir machen jetzt Danzerprodukt, also eine kaligrafierte Transkripte von dem Podcast die wir da machen und die verschicken.

wir wollen wir jetzt nach Europa verschicken. Das heißt ich muss mich in jedem anderen Land wo wir das hinschicken muss ich mich registrieren. man muss die gelieferten Verpackungsmengen melden und dann muss mein Gebühr für die Entsorgung bezahlen. Und das ist einmal das eine. und in jedem Land wo man keinen Sitz hat brauchst du einen Bevollmächtigten, sprich eine Ansprechperson die die Ansprech-Person für die Behörden ist und die auch haftet für das Einhalten dieser Regeln.

Und wenn es jetzt blöd rennt, brauchst Du siebenundzwanzig Registrierungen, sieben und zwanzig Meldungen und sechsundzwannzig Ansprechpartner. Sprich, sechsundswanzig Bevollmäßigte weil in irgendeinem Land hat man ja den Sitz und damit gehen Dokumentationspflichten etc... Ein Herr, das ist ein gesündiger Aufwand und halt auch Kosten.

Und für große Konzerne weniger tragisch aber auf einen kleinen Händler kommt da schon echt was daher. Da sagen jetzt viele okay das tun wir nicht an, das rechnet sich nicht, es geht sich nicht aus. und wenn man am zwölften August auf irgendeiner Social Media Plattform reingeschaut hat, dann war das einfach alles voll mit kleinen Unternehmen die sich irrsinnig beschwert haben.

Mit dem Tenor Danke für nix liebe EU und dass sie ihren Versand ins EU-Ausland jetzt einstellen. Verständlich irgendwo auch oder? Ja natürlich wenn es einfach wirtschaftlich keinen Sinn ergibt und die Rahmenbedingungen zau mühsam werden Verschicken wir unsere Kaligrafietranskripte vermutlich auch nicht.

Aber gilt das jetzt für alle Länder gleich? Also wenn ich beispielsweise Sitz in Österreich habe, macht es einen Unterschied, wenn ich keine Ahnung... In Deutschland, Italien etc., irgendwo sitze und irgendwelche Länder verschicken möchte. Also wer rennt ja nur von der EU? Es geht jetzt nicht um dass sie unsere Kaligraphien in die USA beispielsweise verschicken wollen.

Na genau! Da fängt auch schon an. Okay. Es ist alles wirklich sehr kompliziert Und es war ein sehr langer Weg bis irgendwie durchgefunden habe, durch diesen Jungle und ich weiß auch echt nicht ob es bis zum Ende durchblickt hat. Und die bisherigen Regeln ist unterschiedlich. also in Österreich zum Beispiel gibt's das ganze dieses bevollmächtigten Konzept schon seit zwanzig dreiundzwanzig.

Sprich wer von Italien Deutschland oder sonst wo das Zohn etwas schicken will braucht diese Person. wenn Wir etwas nach Deutschland schicken wollen, da braucht es das nicht. Da gibt's keine Pflicht für diesen Bevollmächtigten. Das rauszufinden war also ein langer schwieriger Weg. Ich hab dafür das deutsche Verpackungsgesetz gelesen.

Es war jetzt niemand vorerst das Anliegen an die Welt des zu tun aber in dem Fall hat sich als interessant und hilfreich herausgestellt. Aber einer glaubt dass sie diesen Satz jemals unironisch sagen kann. Das Ziel ist jetzt, das zu harmonisieren von der EU. Aber es ist schwierig! Weil überall gilt was anderes oder hat etwas anderes gehalten?

Jetzt soll's zwar einheitlich werden aber es ist trotzdem schwierig weil so viele Schritte dran hängen und das macht für die Kleinen halt sehr, sehr anstrengend und sehr aufwendig. Es ist also kompliziert fast mal so zusammen. Auch nicht die befriedigendste Antwort auch für die kleinen Händlerinnen und Händlern nicht Kann man das irgendwie in Zahlen gießen, was es denn tatsächlich kostet wenn jetzt eben wir beide unsere Kaleografien in verschiedenen EU-Länder schicken wollen und diese siebenundzwanzig Ansprechpartner brauchen?

Was blechen wir da? Ja. Jetzt kommen wir mit der nächsten Juristen Antwort. Es kommt darauf an. Man kann's schwer sagen Es kommt drauf an wie viel Verschicke In wie viele Länderverschickel was sind die Mengen? Weil die werden erst im Nachhinein abgerechnet. also man weiß es im Vorhineinen gar nicht. Ja, schwer.

Bei der WK oder bei der Wirtschaftskammer haben wir es mal erklärt, so ein Bevollmächtigter kann ungefähr tausend Euro kosten. Im Monat? Pro Jahr! Wenn ich jetzt aber irgendwie nur vier Produkte nach Portugal oder Spanien oder was für sie wohin schick und damit einen Umsatz von dreihundert Euro mache, werde ich nicht machen weil auch wenn gewisse Kosten erst im Nachhinein anfallen diese dieser Bevollmächtigte, der es zu bezahlen und unabhängig ob jemand bestellt oder nicht.

Ja dann lasst man das halt tendenziell einfach sein weil das Verhältnis ja geht sich nicht aus und die meisten kleinen wissen ja zahlt es sich aus, zahlt sich's nicht aus. ich hab mit einer Händlerin von einem Baby & Kinder Shop gesprochen in Niederösterreich, die hat gesagt nach Deutschland macht sie ist, das rechnet sich Aber sie hat auch regelmäßig in die Benelux-Staaten nach Italien und nach Frankreich geliefert.

Das lässt sich jetzt alles sein, weil es zu aufwendig und zu teuer ist. Halt nicht unbedingt der Sinn von binnenmarkt- und freiem Warnverkehr! Andreas, mach mal's noch mal komplizierter, dass mir vorversprochen ist wird nicht einfach. wir sprechen jetzt noch über die Verpackungen selbst also über die Kartons oder was das auch immer eingepackt ist das kleine Kalikrafiprodukt denn Das Material soll betroffen sein.

Was ist denn da jetzt das Problem? Da wird es wirklich kompliziert und es fängt mit den Begrifflichkeiten an, also die PPWR unterscheidet zwischen Herstellern und Erzeugern Es ist schon mal eine extrem gelungene Wortwahl damit ja Verwirrungen entsteht. Und grob heruntergebrochen kann man so sagen Der Hersteller ist der, der tatsächlich den Karton produziert Also aus dessen Fabrik das Backel rauskommt.

Und der Erzeuger ist dann der, der Seinprodukt mit dem Karton verbindet, sprich wer es einpackt und an diesem Erzeugern sein. da hängen jetzt viele Pflichten, viele Dokumentationspflichten geht's um die technische Konformität. sprich man muss alle möglichen Daten zum Produktionsprozess etc. gespeichert haben.

und dann ist die Frage wann bist du was? Wenn wir jetzt, wenn wir unser Calligraphie Produkt verschicken und wir lassen Kartons produzieren mit dem Ratchetsecker Danza Logo drauf dann werden wir Erzeuger. Obwohl man mit der Produktion sonst nichts zu tun haben. aber das Logo macht uns zu erzeugern und wenn wir nur ein Versandlabel drauf bieten dann sind wir keine Erzeugers.

Und das sind so Feinheiten, die erst kurz vor den Kraft treten. Die Verordnung wurde dann geregelt und es gibt noch ganz viele solche Unsicherheiten. Das macht's halt echt schwierig... ...und damit kämpfen viele! Es sind diese vielen Daten, die man speichern muss, damit harren die kleinen Händler, weil sie sagen jetzt muss ich denen nachlaufen den Produzenten damit diese Daten irgendwie bekommen.

und es ist speichern. Da fürchten sich viele ziemlich vor diesem Aufwand und auch dafür dass sie die notwendigen Informationen gar nicht bekommen. Und ja also ich beneide auch ehrlicherweise niemandem darum Es ist wirklich tatsächlich schwierig in diesem Fall irgendwas Positives zu finden. Versuchen wir es mal aus Sicht der EU, denn das politische Ziel ist ja den Binnenmarkt zu vereinheitlichen.

Das soll ja einfacher werden, das ist eigentlich immer das Ziel. Jetzt sagen aber Kritiker und ich glaube da haben sie auch durchaus einen Punkt dass diese Regelung kleinere Anbieter verschwinden lässt und die großen Big Player denen es völlig wurscht ist was du jetzt gerade erzählt hast weil die bezahlen einfach diese siebenundzwanzig Personen die man im EU Auslands braucht und alle Kosten die damit einhergehen sind sowieso nur Peanuts beispielsweise Amazon oder so Alleingang übernehmen.

Das klingt nach einer Vereinheitlichung, aber wahrscheinlich noch nicht dem was man sich ursprünglich erwünscht hat. Was soll das Ganze also? Ja, das ist das Problem dass halt überall jetzt dieser einheitliche Rahmen drüber gestülpt wird und es deswegen schwierig gemacht wird damit die Unternehmen in der EU überall nach denselben Standards liefern produzieren etc.. Die Idee dahinter Ist ja okay, also man will bessere Standards.

Man will bessre Bedingungen für die Umwelt etc. und es soll vermieden werden dass Unternehmen aus Trittstaaten einfach billigst wahre Zuschleiderpreisen auch herbringen können und sich damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. das ist nachvollziehbar. Also das sind so Shops für Thema und so.

Ja genau, da geht es ganz viel um China. also dieses wirtschaftspolitische Argument ist da dass sich chinesische Unternehmen die nach Europa liefern, dass sie auch an diese Vorgaben halten müssen Und daran gibt's auch nichts zu kritisieren. Das ist in Ordnung. Aber ja Rennt im Endeffekt wieder drauf zurück, was du gesagt hast.

Große Konzerne haben es leichter als kleine Händler und die chinesischen Lieferanten, die im großen Stil nach Europa liefern. Das sind auch selten die kleinen Einpersonen-Unternehmen. Und ohne das genau zu wissen wie er wirklich schickt aber bei Timo & Shein, da wissen wir, was für Giganten das ist.".

Wird das Ganze noch irgendwie verbessert? So kann's ja wohl... Wenn wir uns ganz ehrlich sind, nicht bleiben. Sonst werde ich auch zum EU-Kritiker. Das macht irgendwie keinen Sinn! Ja... Da wird es durchaus kurios. Das Wissen ist in Brüssel auch, dass das alles nicht optimal ist. Aber es ist schon in Kraft?

Es ist in Kraft ja. Macht keinen Sinn. Also Entschuldigung, also es ist absurd. Ja, kann nichts dagegen sagen aber Ende ... ist schon der Vorschlag aus Brüssel gekommen, man soll Teile dieser Pflichten innerhalb der EU einfach außer Kraft setzen. Weil es eben diese Probleme mit sich bringt, die's mit sich bringt über die wir da jetzt gesprochen haben.".

Und damit fangts dann schon an, okay, das dritt was in Kraft, wofür am halben Jahr die Verantwortlichen gesagt haben, lasst mir ein Teil davon lieber! Aber wie es jetzt wirklich weitergeht? Ich hab aber bei der Kommission nachgefragt Und da hängt jetzt wieder viel dran. Im Herbst kommt der Vorschlag zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz, in dem könnten theoretisch so Bagatellgrenzen eingebaut werden für kleine Händler.

wenn man nur eine gewisse Anzahl verschickt das dann dieser ganze Aufwand nicht mit sich kommt. Da müssen wieder viele Leute zustimmen und es geht wieder durch viele Instanzen und Prozesse. ja kann sein dass es noch verbessert und vereinfacht wird. Ob es passiert, weiß man nicht. Das gibt auch den informellen Hinweis aus Brüssel an die Mitgliedstaaten.

Nehmt das einfach nicht ganz so streng? Weil ist schon ein bisschen schwierig. Ja genau dein verwirrter Gesichtsausdruck ist treffend... Das ist eine sehr österreichische Lösung! Wir haben die Regelung aber also irgendwo weit erwurscht. weiß ich nicht, wie das jetzt wirklich alles umgesetzt wird. Das wird sich auch erst in den nächsten Monaten zeigen.

Es ist auf jeden Fall verständlich für die ganzen Beteiligten dass ihnen Rechtssicherheit fehlt. Das kann ich auch absolut nachvollziehen weil durch Regeln dann ist bis kurz vorher unklar wie sie eigentlich ausgelegt werden und greifen Sie plötzlich... Und viele Unternehmen brauchen einfach Vorlaufzeit damit sie ihre Prozesse umstellen und sich auf gewisse Investitionen einstellen können.

Und wenn dann aber immer alles unklar ist, ja das macht dich unglücklich. Deswegen wird es halt einfach echt an klaren einheitlichen Rahmen brauchen mit strikten Vorgaben und klaren Vorgabem. so machen wir und so funktioniert's und so torpedieren wir nicht in gewisser Weise den Binnenmarkt.". Ich stelle mir das auch aus Sicht, beispielsweise deiner niederösterreichischen Baby-Warnverkäuferin wahnsinnig riskant vor.

Dann ignoriert man es vielleicht ein bisschen, schickt ein paar Produkte nach Portugal und riskiert dann, dass nachher vielleicht doch extrem hohe Strafen kommen, weil wir uns einfach nicht weiß... also ich würde's gleich lassen. Wahrscheinlich wird das auch das Ergebnis sein vermutlich mal oder? Genau!

Das kommt auch raus. Das gibt auf irgendeiner Plattform ppwr ein und schau was die ganzen kleinen Händler so posten. Da stellen viele es einfach vorerst einmal ein. Sie hoffen, dass sich noch was ändert. aber sagen so zu diesen Rahmenbedingungen momentan geht's nicht oder machen sie es nicht. Andreas wir haben jetzt sehr viel über Kartons gesprochen.

die meisten Pakete kommen so aber ich kenne das auch wenn man bei irgendeinem Online-Händer bestellt. gewandt ist mir zum Beispiel dann kommt es in so einem Plastik Sack den ich dann aufreißen kann. ändert sich da auch irgendwas? man? da ist wahrscheinlich weniger Luft drin weil man besser verpackten kann aber es ist halt Plastikk.

Hier bei den Plastikverpackungen geht es natürlich auch darum, da hängt auch das dran. Da geht's um Rezyklatquoten, Recyclingfähigkeit etc., und da beschweren sich die großen Konzerne sehr, dass ihnen die Rechtssicherheit fehlt, dass sie mit Investitionen beginnen müssen – obwohl gar nicht klar ist wie das dann wirklich ausschaut!

Verstehe mit der Rechtssicherheit, man muss das Ganze aber ein bisschen relativieren. Vor allem mit der Kreislaufwirtschaft und der Recyclingfähigkeit. Die EU hat jetzt nicht die Kreislaufwirtschaft erfunden Mit dieser Verpackungsverordnung. Die Technologie ist schon lange da Und in Kreislafwirtschaft könnte man schon sehr sehr lange investieren.

Es wäre relativ einfach das Plastik wieder zu verwenden und daraus Verpackungen für Waschmittel oder sonst was herzustellen. Aber neues Plastik ist halt einfach viel günstiger und da wird es dann ein bisschen schwierig mit dem ganz großen Beschwerdenjammerei, weil man's seit weiß ich nicht wie vielen Jahren die Kostenkeule schwingt und wegen eins Komma drei Cent pro Mini Geschirrspülmittelflasche oder so, nicht auf Kreislaufwirtschaft setzt.

Dann braucht man jetzt nicht Jammann weil es halt gesetzlich daherkommt. das wäre schon lange möglich gewesen. Das heißt aus Sicht der Unternehmen ist da Jamman eigentlich nicht wirklich angesagt? Meiner Meinung nach kann man jammann wegen der mangelten Rechtssicherheit. aber dass jetzt die Kreislafwirtschaft so gemein ist und das alles so unerwartet kommt, da ist es nicht angebracht.

Weil das ist alles seit Ewigkeiten da ist geht in Wahrheit nur um Kosten wie viel die Produktion kostet von gewissen, gewissen Produkten und die hätten schon lange auf Kreisler Wirtschaft oder zumindest auf größten Teils Recycling Prozesse umstellen können. Es gibt ja generell auch Stimmen, die meinen dass diese Aufregung, ob es jetzt Plastik oder die Kartons sind übertrieben sei.

um fähr zu sein bringen wir auch diese Stimme noch ein. was sagen die? Was ist deren Punkt? Ja das stimmt da gibt's. Zum Beispiel habe ich mit dem Stefan Merl von PVC gesprochen, der hat sich auch sehr intensiv mit dieser Verordnung befasst. Der sagt diese ganze Aufregung ist übertrieben vor allem auch weil es sehr viele falsche Informationen im Internet herum geistern und weil das halt alles viel komplizierter wirkt als es ist.

Er sagt du hast auch als kleiner Händler jetzt eine Dokumentationspflicht sprich du musst beim Kartonproduzenten der die entsprechenden Daten und Werte alle hat und haben muss, sie muss man einfach nur abfragen und speichern. Und im Notfall bzw. gegebenenfalls muss man diese Daten dann herzeigen wenn eine Kontrolle kommt.

Demzufolge ist es alles relativ easy. Okay aber Kosten tut ja trotzdem. was also wir haben jetzt auch über die Kosten gesprochen. das ist ja nicht weg? Die Kosten die streitet auch der nicht ab Aber sozusagen dieser extreme bürokratische Aufwand, der über den die meisten klagen, sagt er, dass der in Wahrheit nicht so schlimm ist wie alle glauben.

Und das da im Internet viel Hysterie herum geistert, die nicht wirklich angebracht ist? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sehr viele falsche Informationen auch mit diesem Thema kursieren sowie bei allen Themen. Dass es dennoch ein Problem ist – ich glaube, du hast das jetzt gerade sehr deutlich gemacht.

Deswegen abschließend kannst du dir erklären, wie die EU es geschafft hat diese ganze Kiste so dermaßen zu vergeigen. Ich meine der Grundgedanke das haben wir jetzt schon durchgesprochen und er ist ja wirklich gut aber die Ausführung dies wirklich bescheiden? Ja! Das ist nicht neu. Das kennen wir in vielen anderen Beispielen auch aus Brüssel dass die Intention in Ordnung ist oder erstrebenswert und die Umsetzung dann halt einfach mangelhaft, weil da dann so ein kompliziertes Regelwerk daherkommt für so viele Beteiligte.

Und im Endeffekt hängen dann so wahnsinnige bürokratische Hürden aufwände dran, das es einfach nur mühsam ist. Es widerstrebt mir sagen muss, aber ja der größte Feind von gut ist gut gemeint. Diese Phrase nervt mich zwar was ich gehört getroschen leider. Ja Zylvergut weniger Verpackungsmüll mehr Recycling einheitliche Regeln passt aber mit so einem komplexen Regelwerk wo es dann so schwierig wird für so viele Beteiligte.

Das sollte könnte schon echt besser gehen. und Unter dem Strich, also es ist ja relativ klar, wann rauskommt das ganz viele kleine Unternehmen oder auch mittlere Betriebe die wie wir wissen in Europa die wichtigsten sind sagen ich schick nicht mehr ins Nachbarland. Das kann nicht die Idee sein oder das kann nicht das Ziel einer solchen Verordnung sein Andreas Danz aber dass vielen Dank für deine Ausführungen.

Wir werden schauen ob sich da tatsächlich noch was zum positiven ändert und vielleicht dann noch einmal drüber sprechen. Vielen Dank auf jeden Fall. Danke für die Einladung!

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