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Shownotes
Martin und Katharina haben sich wieder vertragen und richten ihren Ärger wieder dort hin, wo er hingehört: Warum die Tierschutzbeauftragte des Bundes kein Gewinn für den Tierschutz ist, der Wolf zwar kontrolliert, aber nicht dämonisiert gehört und welcher aktuelle Skandal sich rund um die weltgrößte Hundeshow rankt.
Im Rasseportrait: FCI-Nr. 85
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Es ist derart peinlich und derart unangenehm, dass ich auch nicht mehr diplomatisch sein möchte. Zu Anfang denkst du ja, komm, du musst ja dich auch mit Menschen austauschen und so weiter. Ich habe nämlich auch für heute nicht, dass das jetzt so wirkt, als wäre das jetzt, als würde das jetzt in einer geschmeidigen Podcast-Folge einige Aufregerthemen auch wieder mitgebracht.
Aber das heißt für mich im Klartext, dass jetzt einfach mal drei Jahre lang der Tierschutz, wo gerade eine schöne Bewegung drin war, einfach komplett auf Eis liegt. Herzlich willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adig und Hundeprofi Martin Rütter. Guten Morgen. Guten Morgen, Katharina. Was ist denn los? Ist das ein angemessener Ton?
Ja, ich weiß es noch nicht. Dein Gesicht sagt was anderes. Aber es ist schon interessant, was aus unserer Zankerei oder aus meiner Zankerei so gemacht wurde online. Sehr. Ich habe gesehen, es sind jetzt glaube ich 1,8 Millionen Leute, die sich das angeguckt haben. Man muss ja dazu sagen, das war ein kurzer Ausschnitt, in dem man noch nicht mal sieht oder erkennen kann, worum es eigentlich ging. Und jetzt ist natürlich für uns die Verlockung groß, dieses Ragebaiting einfach weiterzumachen.
Also wir haben uns in diesem kurzen Videoausschnitt, gezankt wäre jetzt zu viel gesagt, aber es ging so ein bisschen in die Richtung. Und daraus ist wirklich extreme Reichweite geworden. Das finde ich sehr interessant, weil daran sieht man noch einmal, das ist der Beweis dafür, dass man eben von Konflikt auch ganz gut leben kann, nicht nur online. Man kann sehr viel daraus ziehen.
Wer? Also ich will das aber trotzdem nochmal aufgreifen. Weil da ein paar Sachen bei waren, die ich nicht so interessant fand. Also ich meine, also eine Sache ist ja klar, Also es war dicke Luft, keine Frage. Das war auch, glaube ich, für uns beide spürbar. Aber nicht im Sinne von, dass wir uns jetzt grundlegend in unserer Zusammenarbeit, in unserer Freundschaft in Frage stellen.
Und ich sage mal so, wenn das so für dich voll drüber gewesen wäre, dann hättest du spätestens nach dem Podcast angerufen und gesagt, hör mal, was war das jetzt? Also wie gehst du da mit mir um? Und ich habe auch natürlich währenddessen gemerkt, da war jetzt auch vielleicht ein bisschen viel. Aber was ich eben heftig fand, ist, was daraus so gemacht wurde, im Sinne von auf eine Art, also die Leute außerhalb der Community, Weil das wurde ja, die hohe Reichweite hat das ja außerhalb der Community.
Also unseren Podcast hören nicht 1,8 Millionen Menschen. Noch nicht, sagen wir so. Sondern 6,5 Millionen Menschen. Also es war nicht die komplette Community. Aber es ging von, ja, alter weißer Mann, unterdrückte Frau. Ja, das ist wieder typisch, dass sich eine Frau hier rechtfertigen muss und so. Also das heißt, die Leute, die unseren Podcast hören oder die sich ein bisschen mit uns beschäftigen, können natürlich total einschätzen, dass das bei uns nicht das Verhältnis ist, der alte weiße Mann knüppelt auf eine junge Frau ein und dass das sowieso überhaupt nicht in mir steckt, aber auch erst recht nicht in dir steckt, das dann so stehen zu lassen.
Und das war eine Sache. Aber es ging auch in die andere Richtung. Ja, wie ist die denn drauf? Und also auch du hast ganz schön abgekriegt, wo ich dachte, mein Gott, was passiert da gerade? Und irgendwie fand ich das, also mich hat das an manchen Stellen ein bisschen getroffen, muss ich gestehen. Weil gerade so dieses, weil ja nicht nur aufgrund der Situation mit meinen Töchtern und dass wir immer wieder auch über das Thema Gleichberechtigung reden und wie gehen Männer mit Frauen um und so weiter und ich mich da ja wirklich sehr deutlich positioniere und mich.
Gefaked positioniere, sondern weil ich das ja wirklich spüre und fühle, habe ich mich da schon an mancher Stelle echt getroffen gefühlt. Und das war eine interessante Erfahrung, weil mir ja sonst häufig wirklich absolut scheißegal ist, was die Leute online schreiben. Aber das war ein Triggerpunkt, weil ich ja eben genau nicht derjenige sein will, der irgendwie da eine Frau unterbuttert.
Und da habe ich manchen geantwortet und gesagt, hör mal, nur zur Info, ich finde, dass man sich unter Freunden auch mal anpampen darf. Und wenn die Katharina, der Michael gewesen wäre, er hätte ich exakt genauso reagiert. Das heißt nicht, dass es richtig ist, jemanden zu unterbrechen oder schroff zu sein, aber es war eben keine Geschlechtersituation.
Ja, habe ich auch nicht so empfunden. Ich glaube auch, dass man so dieses sich gegenseitig unterbrechen, das macht ja glaube ich auch so ein bisschen die Dynamik von einem Podcast aus. Und was man auch dazu sagen muss, ich finde auch, es muss mal erlaubt sein, wenn man sich über ein Thema massiv aufregt, dass man dann auch in der entsprechenden, Emotionalität sich äußert. Das finde ich schon auch.
Und ich kenne das von mir selber auch, dass man dann irgendwann in der Argumentation, vielleicht auch mal, dass es dann auch mal so mit einem durchgeht. Na klar. Und dafür sitzen wir ja, Ja, total. Ja, dafür sitzen wir ja auch irgendwie hier. Ja, aber was wirklich interessant ist, dass auch Leute, die uns gut kennen, also die Astrid zum Beispiel, als sie den Podcast gehört hat, die hat gesagt, ich muss nur auf Pause machen und dir mal schreiben. Ich kann das nicht ertragen, wenn ihr so dicke Luft miteinander habt.
Und das ist ja auch irgendwie, ich fand das was Schönes erstmal. Aber ich fand trotzdem, und ich weiß, aus zwei Gründen hat mich diese Geschlechterdebatte getriggert. Zum einen, weil ich nicht so sein will. und zum anderen aber auch, ich finde immer, wenn sofort alles auf diese Ebene geschoben wird, dann wird es der großen Sache nicht gerecht.
Also das heißt, wenn man jetzt in jeder Situation, also wenn ich jetzt irgendwie im Trash-TV eine junge Frau kritisiere und sage, ey, wie ist sie durchgeknallt, wie redet die mit Leuten, ist das ja nicht sofort auf der Ebene, weil sie eine junge Frau ist, reagiere ich so. Also ich muss zum Beispiel ein, was weiß ich, was kann man noch nehmen.
Einen alten Menschen kritisieren dürfen, wenn er schlecht moderiert, damit habe ich nicht gegen alte Menschen gewettert. Ich muss den Schwulen sagen dürfen, ich finde seine Musik nicht gut. Das impliziert nicht, ich finde seine Musik nicht gut, weil er schwul ist. Und das hat mich so ein bisschen an dieser Diskussion gestört.
Und das hat mich vielleicht auch deshalb so getroffen. Ja, das kann ich mir vorstellen. Ich habe im Nachhinein fand ich es auch nochmal merkwürdig, dass jetzt dadurch auch wieder was passiert ist, was ja so oft passiert in letzter Zeit ist, dass ja einfach so eine Diskursverschiebung stattfindet. Es geht plötzlich um Themen, die mit dem Ursprungsanlass eigentlich gar nichts zu tun hatten.
Und worüber wir eigentlich reden wollten, war ja, dass es schade ist, dass es heute immer noch so ist, dass die paralympischen Spiele so eine kleine Rolle spielen in der Öffentlichkeit und auch vor allem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und, Das passiert ja dann auch ganz oft, dass dann das eigentliche Thema, was ja total wichtig ist, dann so in den Hintergrund tritt, weil man sich dann auch auf so Nebenkriegsschauplätze konzentriert.
Und ich habe dazu, das packe ich auch nochmal in die Shownotes, habe ich noch ein paar Sachen gelesen von Raoul Krauthausen, der sich nochmal dazu geäußert hat, auch wie eigentlich so die Berichterstattung in dem Bereich ist. Dann gibt es auch von Aktion Mensch Hinweise, wie auch man, wenn man es denn gut meint, aber trotzdem eben Fehler macht, wenn man zum Beispiel jetzt auch über diese Spiele als Journalistin, Journalist berichtet, wie man das eigentlich auch vermeiden kann und was man eigentlich für einen Perspektivwechsel vornehmen kann.
Und das fand ich nochmal ganz interessant. Das würde ich sozusagen zur Abrundung dieses Themas ganz gerne noch in die Show Notes packen. Und generell habe ich mich auch gewundert, dass die Kommentare unter dem Video so eine interessante Dynamik hatten. Ich hatte den Eindruck, die erste Runde ging gegen dich.
Und dann hat sich das aber auch irgendwie so entwickelt und auch zum Teil auch hochgeschaukelt. Zum Teil kamen dann auch irgendwie so recht unflätige Sachen sogar. Da kann ich aber immer, die perlen irgendwie immer ein bisschen an mir ab, muss ich sagen. Also wenn ich von was getroffen werde, dann ist das immer, wenn ich denke, da bin ich jetzt aber echt extrem missverstanden worden.
Und vielleicht habe ich mich auch missverständlich ausgedrückt. Sowas finde ich dann immer stressig. Aber wenn das so offensichtlich daneben ist, dann muss ich sagen, oder auch so offensichtlich beleidigend oder einfach nur sowas wie, ich mochte sie noch nie. Das finde ich tatsächlich eigentlich nur lustig. Das pärt an mir ab, wie an einer Teflonpfanne.
Du hast natürlich recht, wenn jetzt jemand schreibt. Wer ist die fette Sau da eigentlich, der mit der Frau redet? Dann ist das auch, das amüsiert mich. Das ist witzig. Also für mich ist das witzig. Das ist nicht allgemein witzig. Aber da kann ich auch sagen, okay, da ist jetzt eher so die Frage, wo ist da der Therapeut-Schadenssatz bei dem?
Das meine ich nicht. Aber wenn es dann so um die Sache geht. Was ich aber total schön fand, und darauf habe ich mich sehr gefreut, ich habe von einigen paralympischen Athleten Reaktionen bekommen. Und die haben die Diskussion total verstanden. und übrigens, die haben auch dich total verstanden. Also da war keiner, also das paralympische Team, die Offiziellen haben kommentiert, einige Athleten haben kommentiert, Menschen aus meinem Umfeld mit Behinderungen oder die Kinder mit Behinderungen haben reagiert und die haben unser Gespräch voll verstanden.
Also da war niemand dabei, der gesagt hat, ja, juchu, also sie haben schon gesagt, wir finden gut, dass das Thema angesprochen wurde, aber die haben nicht gesagt, Katharina ist in dem Team und Martin ist in dem Team und das ist ja eigentlich das, worum es geht. Übrigens, apropos Themen, können wir dann jetzt ein Hakenänder machen, dann würde ich das nächste Thema... Von mir aus ja.
Super, weil ich hatte hier ein lustiges Erlebnis, was ich noch gar nicht erzählt habe. Weltfrauentag. Ja. Und Marleen hat, also ich war mit Marleen hier auf Mallorca, Und sie hatte eine Freundin dabei. Und am Weltfrauentag waren beide so, also Jari und Marleen waren so ein bisschen, ach scheiße, dass wir jetzt auf Mallorca sind und eigentlich wollten wir auf die Demo in Köln gehen und so weiter und so fort.
Kurzer Schnitt, Stunde später kriege ich ein Video geschickt, stehen die beiden in Palma auf dem Marktplatz in einer Frauendemo und demonstrieren mit spanischen Frauen. Und ich habe das so geliebt, weil beide so, ach krass, hier ist auch was loskommt. Ab hinterher und haben sich dann so die Plakate übersetzt und geguckt, was läuft hier ab und so.
Und das fand ich wirklich richtig schön, dass die beiden Knirpse da jetzt irgendwie so vorgesagt haben, ach krass, wir waren eigentlich zum Shoppen hier, aber nee, komm, lass doch bei der Demo mitlazen. Ah, das habe ich sogar gesehen. Das hatte ich gar nicht geschaltet, dass die gar nicht in Köln gewesen sind. Das ist echt witzig.
Total. Also das war einfach schön. Die Sagen war auch ein bisschen eine andere, also Sie haben das so ein bisschen anders wahrgenommen. Sie waren ja schon öfter demonstrieren, die beiden, zu allen möglichen Themen. Auch Klima, waren sie beide dann irgendwie ganz aktiv und so. Ich musste wirklich lachen, weil die gesagt haben, das wäre alles so ein bisschen, also es wäre viel Musik gewesen, es wurde viel getanzt.
Es war aber alles auch eine Schippe ruppiger, also im Sinne von temperamentvoller und so. Also es war ganz schön, dass die so eine internationale Demonstrationskultur kennengelernt haben. Ich glaube auch, dass die Spanierin an sich ja auch schneller mal demonstriert als die Deutsche. Also generell gilt das so. Das weiß ich gar nicht. Ich glaube, dass man in Spanien schon mal schneller auf der Straße ist.
Ja, das kann ich wirklich tatsächlich nicht beurteilen, weil ich habe jetzt hier ja nur bisher eine Demonstration mitbekommen, so ganz aktiv, da ging es um Wohnraum, wo Spanier hier absolut zu Recht auf die Straße gehen und sagen, das kann nicht sein, dass hier alles so teuer wird, so ähnlich, ein bisschen so das Sylt-Phänomen, da hat man schon darüber gesprochen.
Aber ob das jetzt so ein, ob das hier schneller geht, weiß ich nicht, ich glaube nur, dass die spanische Frau so wie ich sie hier wahrnehme, schneller sich zur Wehr setzt, temperamentvoll reagiert und auch, vielleicht so ein, ja, vielleicht ist es auch die Sprache, ich weiß es nicht, aber eine gewisse Wucht irgendwie so hat.
Ja, sehr gut. Da kann man sich doch eine Scheibe von abschneiden. Es ist ja nicht so, als würden die Anlässe weniger. Ich habe nämlich auch für heute nicht, dass das jetzt hier so wirkt, als wäre das jetzt, als würde das jetzt in einer geschmeidigen Podcast-Folge einige Aufreger-Themen auch wieder mitgebracht.
Ich auch. Und vielleicht überscheidet sich das auch in der einen oder anderen Punkt. Gut, aber eine Sache. Ja, ich möchte nur schon mal ankündigen, entschuldige, dass ich unterbreche. Ich möchte nur schon mal ankündigen, dass wir heute an die Tierfreunde hier unter unserer Hörerschaft oder in unserer Hörerschaft gleich mal einmal ausgiebig über die in Anführungsstrichen gesetzte Tierschutzbeauftragte reden werden.
Weil da ist, finde ich, gerade so beim Thema Tierschutz echt die Kacke am Dampfen in Deutschland. Okay, gucken wir doch zuerst mal in ein anderes Land. Und zwar nach England, genauer gesagt nach Birmingham. Du ahnst vielleicht schon, worüber ich sprechen möchte. Es geht um den diesjährigen Crafts-Gewinner. Es ist die größte Hundeshow der Welt, hat man jedenfalls immer wieder Besucherrekorde von 150.000 Leuten, die da auflaufen.
Ich weiß nicht, wie viele tausend Hunde. Und als ich gesehen habe. Welcher Hund in diesem Jahr mit der Trophäe Best in Show ausgezeichnet wurde, habe ich gedacht, das ist ein Witz oder es ist KI oder es ist Sarkasmus. Hast du es dir schon angesehen? Ja, natürlich. Und vor allen Dingen, wenn man sieht, der Typ, der den Hund ausstellt und seine Geschichte ein bisschen kennt, da wird es noch derber.
Es wird noch derber. Lee Cox, von ihm ist hier die Rede und er wurde ausgezeichnet mit einem sogenannten Klammer Spaniel namens Brun. Und er hat diesen Titel Best in Show gewonnen. Das ist die Trophäe, mit der man dann nach Hause gehen kann. Und wir haben über diesen Klammer Spaniel, haben wir auch schon mal im Podcast gesprochen. Es gibt dazu auch ein Rasseporträt.
Das sind eigentlich Stöberhunde, die in der Entenjagd und so weiter eingesetzt werden. Wenn man sich allerdings jetzt den diesjährigen Gewinner anguckt, muss man sagen, er wird wohl kaum dazu in der Lage gewesen sein. Denn erstens hängen ihm die Augenlider quasi in den Kniekehlen. Und zweitens ist der so unfassbar behäbig unterwegs, was den ganzen Körperbau betrifft, dass man sich kaum vorstellen kann, dass der es vom Sofa überhaupt noch auf den Rasen schafft und wieder zurück.
Also wirklich eine, sowieso eine Rasse, die verschiedene Schwierigkeiten hat. Qualzucht bedingt werden also gerade, was die Augenlider betrifft, große Schwierigkeiten sind da vorprogrammiert, im wahrsten Sinne des Wortes, genetisch einprogrammiert. Und er weiß das eben, Auch selbst auf und ist wirklich ein trauriger Anblick gewesen.
Jetzt ist rausgekommen, dass dieser Halter, Lee Cox, dass der schon mal verurteilt worden ist. Und zwar, weil er einen seiner Hunde, mit denen er ja eben regelmäßig versucht, solche Preise zu erzielen oder auch zu züchten, unter wirklich erbärmlichen Umständen gehalten hat. Ich glaube sogar mehrere insgesamt.
Da war auch die Rede von einer Ohrinfektion, die auch wieder rassebedingt aufgetreten ist, die nicht vernünftig behandelt worden ist. Und man darf sich wirklich fragen, was da eigentlich noch alles passieren muss, um diese Veranstaltung entweder einzustellen oder mal wirklich auf links zu ziehen. Wenn man darüber liest, also jetzt hat das Channel 4 übertragen, die BBC hat sich vor mehreren Jahren, die sind ja da so der öffentlich-rechtliche Sender, da rausgezogen.
Also 2008 und zwar nachdem es da schon mal Aufruhe gab, weil eben so viele Hunde in schlechtem Zustand oder auch mit Qualzuchtmerkmalen ausgestellt und ausgezeichnet wurden. Und ich weiß nicht, wie es dir geht. Bei mir ist es ja so, ich habe einen totalen Leihenblick auf diese Veranstaltung, fand das immer irgendwie kurios, sehe das jedes Jahr, diese Bilder.
Aber es ist ja auch auffällig, wie diese Hunde dort auch präsentiert werden. Also die werden ja eher als Ware vorgeführt, zum Teil ja auch irgendwie ganz lächerlichen Körperhaltungen und so. Es ist eigentlich sowieso eine bizarre Veranstaltung, die überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist. Die glorifiziert Tierleid.
Und ich frage mich, wie sowas überhaupt noch stattfinden kann. Aber das ist eigentlich, du hast was ganz Interessantes und Schlaues gesagt. Du hast gesagt, ich gucke da so ein bisschen laienhaft drauf. Um so eine Veranstaltung sofort zu erkennen als absoluten Schwachsinn und was wirklich Menschen pathologisches sofort erkennen zu können, muss man ja gar kein Experte sein.
Das heißt, wenn du, und das ist ja das Erschräge daran, wenn du nicht selber in dieser Züchterbubble bist, findest du das von außen immer schrullig. Immer schrullig, da guckst du von außen drauf und sagst, alles klar, die nächste Fahrt geht rückwärts. Und da ist immer das Spannende Kinder. Wenn du da einen Sechsjährigen reinstellst, der denkt sofort, was passiert hier eigentlich?
Also wenn ein Sechsjäger diesen Hund sieht, dann wird er den entweder total lustig finden, weil er sofort erkennt, der ist ganz anders. Der läuft tollpatschig, der läuft komisch, der sieht ganz bizarr aus. Oder wenn du dann den Kindern zeigst, wie mit dem Hund umgegangen wird, denn immer noch siehst du ja, und das ist ja in Deutschland genauso, ne.
Dünnen Strick um den Hals, möglichst enge Leine, Kopf nach oben gezogen. Also alles völlig abstrus. Und ich finde wirklich verrückt, dass da nicht international ein derartiger Druck entsteht, dass auch sozusagen international, also dass da zum Beispiel ein VDH sich nicht positioniert und sagt, das ist hier ein internationaler Wettbewerb, den lehnen wir ab, den verabscheuen wir. Das findet so nicht statt.
Und das ist schon echt crazy. Und jetzt ist natürlich, eigentlich ist es ein Glück, dass dieser Hund jetzt gewonnen hat und dieser Mensch, weil es so viel negative Aufmerksamkeit erregt. Weil wenn es so ein Hund ist, wo man sagen kann, ja, weiß ich nicht, ist jetzt ein Grenzfall, dann ist es fast schade, weil das ist ein Beispiel dafür, dass es jeder versteht.
Und deshalb glaube ich, dass da auch eine sehr extreme Dynamik gegen diesen Wettbewerb jetzt entstehen wird. Ja, das hoffe ich mal, weil es gab ja 2024, gab es ja auch schon so einen Fall, das war eine französische Bulldogge, die da mit dem Titel nach Hause gegangen ist und glaube ich wirklich ohne jede Möglichkeit durch die Nase zu atmen.
Ja, aber irgendwie spüre ich, die Zeit ist reif, auch wenn, also würde jetzt ein guter Schlenker sein zu den Schutzbeauftragten in Deutschland. Ja, warum denn nicht? Was ist mit der Trudi? Ich sehe, dass du immer guckst. Ich glaube, ich habe mich gefragt, ob sie an meiner Kopfbedenckung nagt oder ob sie dort einfach nur liegt.
Ich glaube, ich nehme sie mal da weg. Sie können. Also ich kann es leider nicht sehen, aber ich glaube, dass Trudi aus einem Hut gerade einen Hula-Hoop-Reifen bastelt. Also ich sehe hier eindeutige Speichelspuren. So, pass auf, Tierschutzbeauftragte. Ich will aber ein kleines bisschen ausholen, weil ich nicht davon ausgehe, dass jeder Mensch, der hier zuhört, so ein bisschen weiß, worum es geht. Deshalb im Schnelldurchlauf einmal.
Es gab vor drei Jahren oder so, also noch relativ kurz, das erste Mal eine Tierschutzbeauftragte im Deutschen Bundestag. Was ist also die Idee dahinter? Die sogenannten Beauftragten unterschiedlicher Ressorts sollen außenstehende Berater sein, die sagen, guck mal, das ist mein Segment, ich habe da eine Expertise, ich kann beraten.
Diese Beauftragten können aber nicht entscheiden. Das heißt also, die können nichts, die haben keine Stimmgewalt, aber die können sozusagen überparteilich mitberaten, wenn es um gewisse Themen geht. Das macht in jedem Fall Sinn, denn ein Politiker, der ein Amt bekleidet, hat ja nicht automatisch eine Expertise zu dem Thema.
Also das heißt, wenn jemand Verteidigungsminister ist, hat er in aller Regel nicht 20 Jahre gedient. Und das ist manchmal gut, manchmal schlecht. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, als Unternehmer, dass ich ja selbstverständlich in vielen Bereichen meiner Firma, die wir so machen, überhaupt keine Expertise habe und hole mir dann eben Leute, die sich auskennen und mich beraten oder die Dinge selber entscheiden.
Und das ist, finde ich, erstmal legitim. Also das heißt, ich finde nicht, dass ein Verteidigungsminister als Beispiel automatisch 30 Jahre bei der Bundeswehr gewesen sein muss. Ja. So, okay. Lange Rede, kurzer Sinn. Man hat als Tierschutzbeauftragte, die erste Tierschutzbeauftragte, Ariane Kari positioniert, eine Tierärztin, die keiner Partei zugehört, was ich schon mal extrem gut finde.
Sie ist also frei davon, dass sie sagen kann, mein Herz schlägt für die FDP oder wen auch immer. Okay, sie hat eine totale Expertise zum Thema Tierschutz. Also sie hat unter anderem eine Veröffentlichung gemacht zum Thema Leiden Nutztiere unter ihren Haltungsbedingungen. Also die kennt sich einfach aus.
Viel besser kann man sich für den Job eigentlich nicht qualifizieren, würde ich sagen. Ausrufezeichen. Also kein Parteibuch, sie hat eine Expertise, sie hat in dem Bereich gearbeitet und so weiter und so fort. Ich möchte das trotzdem noch mal weiter ausführen. Studierte Veterinärmedizin an der Universität Gießen 2012 Approbation 2015 eine Weiterbildung zur Amtstierärztin 2019 schloss sie die Weiterbildung zur Fachtierärztin für öffentliches Veterinärwesen mit der Zusatzbezeichnung Tierschutz ab.
So, seit 2022 ist sie zudem Fachtierärztin für Tierschutz. Also, wir können also davon ausgehen, Ariane Kari, absolute Expertin, Ausrufezeichen. So, ich habe sie kennengelernt, wir haben uns getroffen und man hatte sofort das Gefühl, boah, da ist eine junge Frau, die Kraft hat, die Bock hat, die weiß, wie schwer der Job sein wird.
Sie steht ja oft zwischen den Stühlen, wird von der Fleischindustrie angezählt, vom Bauernverband und hast nicht gesehen. Aber die war sehr klug, die war mutig und also total alle im Tierschutz haben gesagt, okay, top, die wird was vorantreiben, die wird beraten. So, dann wurde Friedrich Merz irgendwie, gab es die Wahlen und Friedrich Merz sagte sofort, okay, ich werde erstmal alle Beauftragten abschaffen, das ist nur Geldverschwenderei und auch zum Thema Tierschutz brauchen wir sowas schon überhaupt nicht.
Dann gab es Druck von außen und irgendwie war der Druck so aus der Tierschutzwelt dann doch offensichtlich groß genug. Der Job der Tierschutzbeauftragten wurde nicht abgeschafft, aber irgendwie war Frau Kari da scheinbar ein bisschen unbequem. Sie wurde erstmal entsorgt. Dann gab es die Nachfolgerin, die immer noch in Amt und Würden ist, Silvia Breher.
Wir haben vorhin die Vita von Ariane Kari gehört, die Vita von Silvia Breher, soll ja auch nicht untergehen. In ihrem Account steht Tochter eines Handwerkers, der im Nebenerwerb einen landwirtschaftlichen Betrieb führte, wuchs Breher auf einem Bauernhof auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Rechtswissenschaft an der Uni Osnabrück.
2001 begann sie ihre Tätigkeit als selbstständige Rechtsanwältin. Von 2011 bis 2017 war sie Geschäftsführerin des Kreislandvolkverband Vechta. Seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesamt für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Sie ist CDU-Mitglied, ist übrigens der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, ist übrigens Alois Reiner, seines Zeichens Metzgermeister.
All das hat ja schon sehr komödiantische Züge. Man sagt, ach okay, da nehmen wir jetzt eine CDU-Politikerin, die also nicht neutral ist, ganz offensichtlich, die auf dem Bauernhof aufgewachsen ist, was ich gar nicht so schlimm oder falsch finde. Kommt ja dann vielleicht auch bei manchen Themen. Aber er hat schlichtweg 0,000000 Expertise.
Also was ist ihre Beratungsleistung? Es kann gar keine Beratungsleistung stattfinden. Dann ist sie sehr eng mit jemandem, der sich ganz drastisch positioniert für Fleischkonsum. Also der quasi wie ein Verschwörungstheoretiker als Minister sagt, er sieht keinen Zusammenhang zwischen Fleisch, Produktion und Klimawandel.
Das muss man erstmal schaffen, den in der Zusammenhang nicht zu sehen. Da kann man davon ausgehen, die eine oder andere Tüte mit Xavier Naidoo zusammengeraucht. Also das ist natürlich völlig klar, es herrscht, Gar keine Expertise bei Alois Reiner und bei Frau Brea auch nicht. So, pass auf, jetzt war ich aber so und das finde ich eigentlich auch ganz gut, durch Johanna und Adoptieren-Produzieren getrieben, gesagt, hey, aber Frau Brea ist jetzt in Amt und Würden und wir können ja nicht nur, weil sie keine Ahnung hat, mit ihr nicht reden, es ist doch gut, vielleicht hat sie ein gutes Team und jetzt kommt, sie hat ein gutes Team.
Denn sie hat an vielen Stellen weiter Leute in ihrem Team, die auch schon bei Ariane Kari waren. Und das ist ein gutes Team. Das sind kompetente Leute, die kennen sich aus, die haben das Herz am rechten Fleck und sind kompetent. Also okay, Trommelwirbel. Ich fahre also zu Frau Breher. Wir treffen uns und sehr freundlicher, herzlicher Umgang.
Die ist jemand, der sehr weiß, wie man Gespräche führt. Fand ich erstmal sehr angenehm. So, jetzt kommen wir aber dahin und stellen fest, tatsächlich gar keine Ahnung. Also keine Ahnung ist noch übertrieben. Jetzt ist sie aber bei ihrem Amtsantritt, hat sie, naja, sehr zynisch negativ über Ariane Kari gesagt.
Naja, ab jetzt wollen wir ja hier wirklich mal was bewirken. So sinngemäß, vorher wurde ja nichts bewirkt. Okay, das ist Politik. Jetzt sitze ich da mit ihr. Die hat eine Woche vorher ein Foto gemacht mit Achim Gruber, mit Professor Gruber, also wahrscheinlich weltweit, die kompetentste Person zum Thema Qualzucht.
Ja. Ich denke, super, die klappert alle ab. Sag zu ihr so, ja Mensch, also wir saßen da mit acht Leuten am Tisch und ich sage, ja Mensch, ist ja super, dass sie auch den Achim Gruber getroffen haben. Leere. Und dann siehst du komplett Vakuum. Du siehst, wie sie denkt, who the fuck is Achim Gruber? Kurzer, unsicherer Blick zu ihrer Assistenz. Äh, ja, hier, äh, äh. Ah ja, Achim Gruber.
Okay. Ah ja, ja, ja, ja, jetzt muss ich sagen, Achim Gruber. Also hat den vor einer Woche getroffen, es ist ihr Bereich und sie hatte keine fucking Idee, wer ist denn der Typ. Okay. Ich bin auch nicht gut in Namen merken, einverstanden. Haken hinter. Und sag zu ihr so, ja, wenn man jetzt so das Beispiel der Pomeranians nimmt.
Ding, ding, ding, ding, ding, ding. Wieder komplett Vakuum. Wieder Blick zur Assistenz. Ja, die kleinen braunen Eier. Pomeradian. Also ich sitze da mit jemandem, der absolut nichts weiß und auch mit jeder Phase ausstrahlt. Um ehrlich zu sein, es ist hier ein Karrieresprung. Um mehr geht es mir hier gar nicht.
So, das ist also das, was ich da erlebt habe. Sie muss es nicht wissen. Sie muss es nicht wissen, das ist das Problem. Genau, sie muss es nicht wissen, aber ich hätte schon zumindest schön gefunden, sie würde sie interessieren. Ja, sowieso. Ich sehe nur darin das Problem, dass jetzt in der jetzigen Situation gibt es für sie keinen Druck, das wissen zu müssen. Das ist das.
Genau, genau. So, jetzt bewege ich mich an dem Tag im Bundestag und wenn ich da über die Flure latsche und wir gehen mal da in die Kantine und bewegen uns da mal ein bisschen frei, ist ja völlig klar, führe ich nicht nur ein Gespräch, sondern im Vorbeilaufen in der Kantine kommt jemand, manchmal Politiker, die ich gar nicht kenne.
Wir kommen ins Plaudern. Ach, was machen Sie denn hier? Ja, heute Termin bei Ariane Kari. Und niemand, selbst innerhalb der Partei, hatte auch nur eine Sekunde den Gedanken, das ist ja eine geile Idee. Tenor war, boah, das finden wir aber gut, dass Sie das machen. Ja, ja, das ist ja klar, Dialog ist ja wichtig. Nee, nee, aber sie wissen ja schon, also der Tierschutz wird ja jetzt Stillstand haben, drei Jahre.
Da wird gar nichts passieren, also exakt gar nichts. Und das ist genau das, was wir auch erleben. Und jetzt denkst du immer, ja komm, jetzt lass dich nicht verrückt machen. Das ist ein Termin und sie muss da reinwachsen und so weiter. Okay, Schnitt, einige Monate vergehen. Es gibt die Messe, die Grüne Woche.
Unter anderem präsentiert sich da der Deutsche Jagdverband. Okay, ich sehe, sie hängt da beim Jagdverband rum, denke aber, es ist ja richtig, auch im Tierschutz mit Jägern zu reden. Macht ja alles Sinn. Schmidt, sie posiert mit einem Foto mit einer Fell-Trophäe. Und ich sehe das Foto und denke, kann die nicht ernst meinen?
Kann die nicht ernst meinen? Einer was? Mit einer Fell-Trophäe? Ja, hat also ein geschossenes Tier, dann wird das Fell dann verarbeitet und daraus wurde so ein Herz geformt. Sie hält also quasi Echthaarpelz in die Kamera. Und du denkst, nein, bitte nicht, das hat die nicht getan, das kann doch gar nicht wahr sein.
So, Widerschnitt, ein paar Wochen später postet sie, Europa muss pelzfrei werden. Also mehr kognitive Dissonanz im Kopf kannst du gar nicht haben. Also das heißt, ich sehe jetzt immer, sie klappert so Themen ab, wo sie glaubt, da kriegt sie kurzen Applaus. So, ja, wir müssen uns Qualzucht einsetzen. Ja, ja, genau.
Weiß gar nicht, was Qualzucht ist. Wir müssen uns gegen Pelzindustrie einsetzen. Hält beim Jagdverband Pelztrophäen hoch. Also wo du sagst, es ist derart peinlich und derart unangenehm, dass ich auch nicht mehr diplomatisch sein möchte. Zu Anfang denkst du ja, komm, du musst ja dich auch mit Menschen austauschen und so weiter.
Aber es gibt überhaupt keine Ebene, sich mit ihr zu unterhalten, weil es eben komplett unauthentisch ist und weil es mit Verlaub gesagt aus meiner Sicht nur um den nächsten Karriereschritt da ging und um gar nichts anderes. Und das ist echt, ich finde das so beklemmend und krass ist, dass du jeden Politiker, mit dem du auf den Flur plauderst, alle sagen, das ist ja sozusagen die beste Freundin von Alois Reiner, der übrigens, das ist die gute Nachricht, Einschätzung aller Politiker inklusive der Parteigenossen, die Einschätzung ist, naja, der Spuk ist ja bald vorbei, er hat ja überhaupt keine Ambitionen.
Also seine Vorgehensweise ist jetzt, an jedem Stammtisch aufzutauchen, zwei Bier trinken, abwinken und weiter geht's. Und das sieht man auch in den Gesprächen, wenn er mit dem Jägerverband plaudert und so. Also er ist null ambitioniert und man kann davon ausgehen, dass er auch in drei Jahren wieder weg ist.
Aber das heißt für mich im Klartext, dass jetzt einfach mal drei Jahre lang der Tierschutz, wo gerade eine schöne Bewegung drin war, einfach komplett auf Eis liegt. Und jetzt kommt's. Es gab ja diese Tierschutznovelle, wo einige Sachen doch gut waren und wo man gesagt hat, hey, da ist ein kleiner Fortschritt da.
Der wurde ja auf Eis gelegt, weil Lindner das blockiert hat damals. So, jetzt holt man das Gott sei Dank wieder raus, was ich mega finde. Und im April bin ich zu einer Anhörung da im Bundestag eingeladen und wir verfassen vorher ein schriftliches Statement und sagen, guck mal, das und das sind die Dinge und werte eingeladen.
Ich weiß, das ist jetzt taktisch nicht klug im Vorfeld über Silvia Breher hier zu reden, aber ich kann das einfach nicht kaputt schweigen. Also ich war nach diesem Termin und ich habe das jetzt wochenlang mit mir rumgeschleppt. Ich ging da raus und habe gedacht, das ist ja absurd. Aber jetzt können wir davon ausgehen, wenn Menschen da am Ruder sind, die so eine wichtige Funktion haben, wie Alois Reiner und auch Silvia Brea, die ja überhaupt kein Interesse an Tierwohl haben.
Ja, wie soll es denn dann da weitergehen? Am Ende des Termins übrigens war ihr nochmal ganz wichtig, ein Foto zu machen und mich nochmal zu fragen, ob die Hundebetten bei uns im Onlineshop wirklich so gut sind. Das war es. Also das war dann so Interesse. Also wirklich Horror. Also mit anderen Worten, ich möchte nochmal darauf aufmerksam machen, wenn man in Zukunft wählen geht, halte ich schon auch für sinnvoll, sich mit Parteiprogrammen auseinanderzusetzen.
Und wenn einem Tierwohl am Herzen liegt, mal einmal kurz nachdenken. Wen möchte man da mit an Bord haben. Ja, es geht ja auch bei ihr offenbar, also du sagst ja, es geht ihr um den nächsten Karriereschritt, aber mir scheint es so nach, was ihren Background betrifft, ja eher so zu sein, als hätte man diese Stelle jetzt absichtlich so besetzt, dass da eben nichts passiert.
Und es ist ja sogar dann noch hilfreicher, wenn du sagst, nee, wir haben ja hier unsere Tierschutzbeauftragte, da ist sie ja, wir haben das ja auch wieder gemacht. Aber das ist einfach ein vollkommenes Placebo. Wahrscheinlich sogar noch weniger wirksam als ein Placebo, was er mitunter, wenn man fest dran glaubt, sogar wirklich Wirkung zeigen kann.
Bei dem Thema Pelze würde sie jetzt wahrscheinlich sagen, ja, ist ja was anderes, wenn ich jetzt hier was geschossen habe. Und als wenn, im Vergleich jetzt zu dieser industriellen Tierquälerei in der Pelzindustrie. Aber trotzdem, warum stellt sie sich für solche... Aktionen auf? Also warum ist sie da aktiv und in anderen Bereichen dann ja wieder nicht?
Eiligkeit. Was hat denn jetzt der Tierschutz davon, dass man sich mit dem Thema Jagd dann so offen positioniert? Ja, pass auf, es ist noch nicht am Ende. Das Highlight habe ich mir ja aufgespart. Jetzt hat sie ein Video veröffentlicht, dass sie es richtig geil findet, dass der Wolf ins Jagdrecht gekommen ist und hat einen Ausschnitt gepostet und dokumentiert, dass sie selber, also nicht Recherche von jemandem, der sie anzählt, sondern sie selber gepostet, dass sie bereits 2018.
Massiv dafür plädiert hat, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, damit da endlich mal so eine einheitliche Regelung wäre. Ich meine jetzt mal ernsthaft, was ist mit der? Das ist jemand, der sagt, ich bin hier Beraterin für Ernährung von Kindern und sagt, übrigens, wir haben einen super Deal gemacht, McDonalds, Ab jetzt alle deutschen Kindergärten werden von McDonalds beliefert.
Also wo du sagst, das ist so absurd, wie es nur irgendwas sein kann. Das ist ein Geschenk an einen ganz bestimmten Wählerkreis, den ich auf Social Media auch verfolge. Der Wolf ist ja so ein Fetischobjekt irgendwie geworden und auch so ein Kulturkampf, der sich drumherum entbrannt hat. Wir haben es ja schon so oft gesagt, wenn es dir wirklich darum geht, dass es deinen Weidetieren besser geht, dann ist bestimmt nicht die allererste Maßnahme, dafür zu sorgen, dass kein Wolf mehr auf freiem Fuß mehr unterwegs ist. Das ist eine derartige Verlogenheit.
Ja, und entbehrt ja jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Da hat Karim Montasser, das können wir auch nochmal verlinken, zwei Videos zugemacht, jetzt vor kurzem wieder ein aktuelles, wo auch eine Landwirtin Hoffmann mit einer riesen Reichweite, ich glaube eine Million Reichweite, ein völlig polemisches Video macht.
Er hat also irgendwie zwei Lämmer auf dem Schoß. Ja, ich bin ja Weidetierhalterin und mir liegt das Wohl von Tieren so am Herzen. Das ist ja toll, dass der Wolf jetzt bejagt werden kann. Dann wird ein Foto eingeblendet, wo ein Pferd auf der Weide tot liegt. Sorry, ganz sorry, Karimont, das sehr klargestellt.
Aktueller Stand der Dinge heute, wo wir aufzeichnen, da wurde ja so dargestellt, als würde man, wenn man sein Pferd in den Stall bringt, jetzt als Pferdehalter in der Situation sein, dass der Wolf angerannt kommt und einem das Pony von alleine frisst. Und da gibt es nicht einen einzigen Fall in Deutschland.
Nicht einen einzigen Fall. Gab es nicht das Pony von Frau von der Leyen, was irgendwie durch einen Wolfsriss gestorben ist? Das spuckt mir gerade so im Kopf herum. Ja, ganz genau. Möglicherweise, aber nicht ganz... Mich macht das kirre. Mich macht das kirre, wenn wirklich so ein Scheiß verbreitet wird und der wirklich gar keine wissenschaftliche Grundlage hat.
Darf ich eine Sache noch dazu fragen? Ganz kurz einen Einschub. Was ist wohl mit diesen beiden Lämmern mittlerweile geworden? Oder fragen wir, wie wird das so Richtung Ostern wohl? Wo werden diese Lämmer da wohl sein? Ja, also ich meine, sie betreibt ja Landwirtschaft in der Art und Weise. Also ich glaube jetzt nicht, dass die nur zum Streicheln bei ihr auf dem Schoß sind.
Aber weißt du, auch das, ich finde, genau diese Diskussion will ich ja gar nicht aufmachen. Ich finde durchaus, dass jemand sich für Tierschutz positionieren darf, finde ich, der zum Beispiel Fleisch isst, der darf trotzdem Tierschutz betreiben. Und ich finde, ähm, Aber trotz alledem, ich finde wirklich krass, dass wir, und das war ja eigentlich der Twist, dass wir eine Tierschutzbeauftragte haben, die, und das ist in dem Gespräch völlig klar gewesen, also es war eine unangenehme Situation für ihre Mitarbeiter, dass alle am Tisch merkten, alles klar, die weiß gar nicht, wovon wir reden.
Also gar nicht, gar nicht. Ja, ich finde das gar nicht so ganz egal und ich würde auch das Argument, dass das so what aboutism ist, auch gar nicht unbedingt gelten lassen, weil ich finde schon, dass jetzt diese ganze Kampagne gegen den Wolf ja sehr stark damit arbeitet, dass man diese süßen kleinen Tiere zeigt und auf die man ja ganz dringend aufpassen muss. Das ist ja klar.
Also, dass der Jagdverband der Bock hat, dass der Wolf ins Jagdrecht kommt, das ist ja die Absurde. Das ist nichts anderes als, und ich freue mich wieder auf jede Zuschrift, einfach nur die Geilheit, mal einen Wolf wegzulöten. Das ist nichts anderes, weil ganz klar ist ja wirklich lächerlich, wenn geredet wird, dass der Jäger sagt, also der Wolf, der frisst hier zu viel Rotwild.
Also das sagt derjenige, der sagt, wir müssen hier Rotwildbestand regulieren durch Abschüsse. Das heißt, wir haben jetzt einen Predator, der im Prinzip sehr wohl dazu beitragen könnte, dass Überpopulation in manchen Regionen nicht entsteht. Und den bejagt man aber. Trotz alledem ist ja völlig klar, ich habe schon vor über zehn Jahren eine Reportage über Wölfe in Deutschland gemacht.
Und das war sehr differenziert schon da dargestellt. Also da haben wir sehr wohl auch mit Menschen gesprochen, die sagen, ja, pass mal auf, nur zur Info. Ich habe hier regelmäßig Besuch auf meinem Bauernhof von Wölfen. Die kommen hier vorbeigeschlendert. Und mir macht das Angst an manchen Stellen. Es ist unheimlich einfach, wenn man in Köln im 12.
Stock wohnt, zu sagen, es ist schön, dass Wölfe da sind. Wir haben das aber hier als tägliches Thema und wir würden da gerne Lösungen finden. Und das verstehe ich total. Und dass man etwas tun muss, dass, sagen wir mal, Wölfe können nicht... Sozusagen in Wohngebieten auf Spielplätzen rumlungern und wir müssen sehr wohl gucken, wohin geht das und wir müssen das beobachten und wir müssen da mit Sinn und Verstand mit Experten drüber reden.
Aber die Idee ist ja nicht zu sagen, so, das ist jetzt für uns ein Problem, Wolf, auf geht's. Und erst recht nicht, finde ich, darf man so etwas benutzen, um so, plumpeste Art und Weise, besonders natürlich wieder wunderbar in der rechten Szene zu fischen. Und da sind wir nämlich auch wieder dabei bei diesem Thema Diskursverschiebung.
Alle Kommentare, die jetzt zu dieser Podcast-Folge reinkommen, die so in die Richtung gehen, da redet jetzt die verstrahlte Städterin von Sachen, die sie nicht weiß. Das werde ich ignorieren, weil ich bin mir ja durchaus darüber im Klaren, dass ich dieses Problem ja nicht habe als Weidetierhalterin. Und ich hätte auch Schiss, wenn ich dem Wolf begegne.
Aber zwei Dinge können gleichzeitig wahr sein. Das, was da jetzt gerade abgeht und diese Kampagne, die da gerade stattfindet, und dieser Fetisch, wie gesagt, der um dieses ganze Thema entsteht, der ist einfach vollkommen irrational und Ausdruck von einer. Von einem Kulturkampf, der da gerade irgendwie stattfindet. Und dabei bleibe ich.
Genau und deshalb finde ich eben gerade, dass eine Tierschutzbeauftragte sich beide Seiten anhören muss. Das finde ich super. Und natürlich muss ein Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, natürlich muss der mit landwirtschaftlichen Verbänden reden und natürlich muss der auch die Seite von Fleischindustrie sehen und verstehen. Das ist doch klar.
Aber man muss eben beide Seiten sehen und differenzieren können. Das ist so ein bisschen, ich musste wieder lachen, wir hatten hier schon mal über das Medienportal DWDL gesprochen, die ja wirklich, wirklich, also inzwischen glaube ich ja, dass da einer von denen unglücklich verliebt in mich ist. Die sind ja immer so ein bisschen pisst, weil ich mit denen keine Interviews mache. Ist das so?
Und ich habe ja schon mal erklärt, das ist so ein kleines Medienportal, so, sag ich mal, journalistisch, Ja, wenn ich jetzt sagen würde, wie eine Schülerzeitung, wäre gemein, weil es echt gute Schülerzeitungen gibt. Aber wir hatten wieder, und genau das ist es nämlich, mal Fakten zu betrachten. Überschrift, also die Welpen sind ja in die Primetime gegangen bei Vox und sind jetzt um 20.15 Uhr in der Primetime bei Vox zu sehen.
Und Überschrift bei DWDL war, ja, irgendwie Rütters Format, die Welpen kommen, bla bla bla, aber noch reichlich Luft nach oben bei der Quote. Möchtest du raten, im Ranking bei VOX an dem Tag, auf welchem Platz die Welpen waren? Wenn du schon so fragst, ist es wahrscheinlich Platz 1 gewesen. Also das heißt, wir sind also Platz 1 an dem Tag und die Überschrift ist, da ist doch Luft nach oben.
Das stimmt, 0,5, Platz 0,5, den haben wir aber momentan noch nicht ausgelobt. Also das heißt, das ist wirklich ganz, ganz faszinierend, dass die sich immer wieder hinreißen lassen, undifferenziert so Sachen zu sagen. Und hey, geschenkt, es ist ein privates Unternehmen, die verdienen ihr Geld mit Klicks und die verdienen ihr Geld mit Anzeigen verkaufen. Einverstanden.
Aber ich finde, dass ein Unterschied zu, jetzt sag ich mal, sowas irrelevantem kleinen Portalchen, die einfach Geld verdienen wollen, finde ich ganz irrelevant im Vergleich zu Politikern. Und ich finde... Ist aber, muss man dazu sagen, weil das wissen viele nicht, das ist, dwdl.de ist schon das, wo man in der Branche hinguckt.
Ja, aber die Branche ist mir ja egal. Das heißt also, na klar, die Branche, also die Sender und so, die geben da alle Interviews und lassen sich von denen da so treiben. Aber nach draußen, kein Mensch auf der Straße weiß, wer dwdl ist. Und wenn dwdl jetzt da schreibt, oh, Rütter Luft nach oben, glaubst du im Ernst?
Da ruft mich dann die Geschäftsführung von RTL an und sagt, Also Herr Rütter, fänden wir schon ganz geil, die lachen sich tot über DWDL. Alle Sender bepissen sich über DWDL. Alle finden die dumm. Also das kann ich so nicht bestätigen. Ja, alle, die ich kenne schon. Ich habe noch keinen, alle Menschen, die ich kenne, die in leidenden Funktionen bei Sendern sind, mit denen ich gesprochen habe, sagen, ey, das ist eine Ansammlung von neidischen, negativ motivierten Leuten, aber wir müssen halt mit denen irgendwie auch was machen.
Und da wäre ich halt völlig anders gestrickt. Ich würde mir das einfach so nicht bieten lassen, würde einfach sagen, macht ihr mal euer Zeug und mal sehen, was passiert, wenn keiner mit euch redet. Spielt aber auch gar keine Rolle, weil die Senderchefs, die ich kenne, die sagen immer, aber ist doch egal, die kriegen ja Interviews und fällig interessiert so niemanden.
Und jetzt auf mich bezogen, wenn da in der Überschrift steht, Luft nach oben, die Leute, die das lesen. Die können das ja total einsortieren. Oder glaubst du ernsthaft? Die Inga ruft bei mir an und sagt, also da finden wir ein bisschen Luft nach oben. Bei Vox wurde gefeiert und haben gesagt, boah, super, dass das funktioniert.
Also das heißt, die können es ja differenzieren. Also kurz weg von denen. Weil da kann ich das immer noch, finde ich das in Ordnung, weil es nicht relevant ist. Ich finde aber, dass bei, wenn eine hochrangige Politikerin oder eine Frau, die hochrangige Politiker brät. Mit dem Jagdverband eine Trophäe ins Bild hängt und aber zeitgleich mir was von Pilztierfarm erzählen will, dann ist das nicht in Ordnung. Punkt.
Und es ist auch nicht in Ordnung, wenn sie quasi feiert, dass sie 2018 schon Vorreiterin war, dass der Wolf gefälligst ins Jagdrecht gehört, dann ist das nicht in Ordnung, weil sie Tierschutzbeauftragte ist. Ihre Aufgabe ist etwas anderes. Aber mich macht das deshalb so sauer, weil wir wirklich an einem Punkt waren, auch durch Ariane Cari, aber auch durch ein Umdenken in der Gesellschaft, dass Dinge sich so bewegt haben und die liegen jetzt einfach brach.
Punkt. Das ist schade einfach. Sehr schade in ganz vielen Bereichen. Jetzt gab es ja gerade auch wieder Neues über die Klimabilanz in Deutschland und ja, also Dadurch, dass man den Eindruck haben kann, dass das Thema gerade so in der Bundesregierung so gar nicht stattfindet, das wirkt sich natürlich auch aus.
Das habe ich eben im Radio gehört, dass man so insgeheim gehofft hatte, dass das ach so verheizte Heizungsgesetz noch ein bisschen was bringt, damit wir es vielleicht doch noch schaffen. Aber das wurde dann ja jetzt auch abgeschafft. Es darf nur niemand laut sagen, dass das eigentlich eine ganz gute Idee gewesen wäre mit den Wärmepumpen. Und auch jeder, der sich jetzt gerade über diese Spritpreise aufregt, es muss doch jetzt mittlerweile muss doch der Groschen wirklich auch bei allen gefallen sein.
Und da wundere ich mich auch manchmal für wie dumm auch so eine Tierschutzbeauftragte oder andere CDU-PolitikerInnen ihre eigenen Wähler halten, weißt du? Es ist doch allen klar. Und auch das Thema Tierschutz, das ist doch nichts, wofür du links und grün sein musst. Das ist doch einfach was, was viele Menschen eint, egal was sie für ein Parteibuch haben.
Und du kannst zum Beispiel jetzt, was die Nutztierhaltung in Deutschland betrifft, es gibt ja verschiedene Tierethiker, die sich auf rein theoretischer Ebene mit dem Thema befassen. Es gibt verschiedene Studien zu dem Thema, wie ist da eigentlich die Gesundheit der Nutztiere. Alles, was du wissenschaftlich fundiert mit Daten dazu findest, geht in eine ganz eindeutige Richtung.
Nämlich, dass das, was wir da machen, eigentlich nicht vertretbar ist. Und zwar mit dem Anspruch, der ja auch im Grundgesetz steht, dass Tiere auch einen Anspruch auf einen gewissen Schutz haben. Und das ist nichts, was irgendwelche linken Radikalen oder verstrahlten Städterinnen, die ihre Katze totstreicheln, sich mal in ihrem Wahn ausgedacht haben.
Und genauso ist es beim Klima doch auch. Die Leute sehen doch, was los ist und sie sehen auch jetzt gerade, was passiert. Und das ist, glaube ich, wirklich ein großes Missverständnis. Und umso bitterer, dass dieser vorauseilende Gehorsam auch in den Medien angekommen ist, weil dazu gab es jetzt auch eine Untersuchung.
Musst ihr mal angucken, wie sehr sich die... Anzahl der Beiträge über Klima jetzt in den letzten Jahren verringert hat. Und da sind auch die Öffentlich- Rechtlichen mit gemeint. Das ist ganz massiv. Also während das Problem immer größer wird. Man sieht jetzt zum Beispiel auch, dass seit 2014 sich die Klimaerwährung nochmal beschleunigt hat.
Und das ist ja auch sowieso alles kein linearer Prozess. Es wird immer mehr, es wird immer schlimmer. Wir erreichen diese Kipppunkte. Und gleichzeitig passiert was so total Schräges, dass keiner mehr drüber redet und auch niemand mehr darüber berichtet. Es ist der absolute Wahnsinn. Und wenn man sich vorstellt, es kämen mal irgendwie Außerirdische und würden so von oben auf unseren Planeten gucken und sehen, was jetzt gerade irgendwie abgeht.
Wie soll man diesen Wahnsinn erklären? Ich habe ja vor kurzem einen schönen Cartoon gesehen. Da siehst du Tiere auf einer Bank sitzen. Eine Giraffe, ein Elefant, ein Hund, eine Katze, einen Fisch. Und die beobachten so eine Großstadt. von außen. Und da rechts schlägt eine Bombe ein, links kommt der Öllaster und also so alle, eine Flut kommt an und so und die Tiere sitzen da, beobachten so die Stadt und sagen, I think they are crazy. Das war's. Also so, das war's. Und diese Craziness habe ich jetzt vor kurzem wieder in einem Söder-Video gesehen.
Der Spritpreis springt nach oben, Söder sitzt in seinem Auto und erzählt, ja, ja, das ist wieder ein Zeichen dafür, dieser Wahnsinn mit den E-Autos. Wir brauchen hocheffiziente Verbrennermotoren. Es ist ein Wahnsinn, dass die Industrie da entscheidet, auf E-Mobilität jetzt umzusteigen. Hä? Und alle schreiben da drunter und sagen, Junge, ganz kurz nur einmal jetzt den Schnaps weglassen und darüber nachdenken.
Das Problem ist, dass viel zu spät auf Elektromobilität gesetzt wurde. Nicht, dass wir bessere Verbrennermotoren brauchen. Aber wie kommt der denn da drauf? Ich verstehe nicht mal, wie dieses Missverständnis entstehen kann. Nein, das ist kein Missverständnis. Er versucht wieder etwas zu benutzen. Er versucht etwas zu benutzen. Die Leute sind gerade scheiße, der Sprit kostet 2,20 Euro.
Ein zurecht erkanntes Problem und hoher Leidenswirk für Menschen, auch übrigens für Spediteure und so weiter, ist ein Riesenproblem. Und er versucht, die Leute sind gerade emotional zu einem Thema, jetzt nutze ich das. Und weil er ja gegen E-Mobilität ist, sagt er so, guck mal, ich habe es am Anfang angesagt, wir müssen da viel mehr in diese Richtung gehen, da haben wir Auditorium und Spritpreise.
Es gibt keinen Zusammenhang. Es ist so dumm, es ist so wahnsinnig dumm. Aber natürlich siehst du, von 600 Kommentaren 599 Leute schreiben. Sagen wir mal, was laberst du da für einen Quatsch? Es ist wirres Zeug, was du da von dir gibst. Okay, wenigstens das. Das auf jeden Fall. Nein, nein, nein. Die Leute erkennen schon, wie blöd der ist.
Vielleicht jetzt nicht in einem Bierzelt, aber ich sage jetzt mal, im normalen Leben gibt es ja jetzt niemanden, der den für voll nimmt. Aber so gesehen wäre dann ja doch, ich habe das ja auch in der Schule, jetzt hatte ich das auch noch nicht gecheckt, aber seitdem ich es gecheckt habe, finde ich es so haarsträubend, Und wie Leute, die in verantwortungsvollen Positionen stehen, das trotzdem immer noch so falsch sagen.
Also diese ganzen angeblichen hocheffizienten Verbrenner, die können nie so effizient sein wie ein E-Auto, weil das E-Auto einfach den Strom direkt benutzt. Und bei jedem Verbrennungsprozess geht ja Energie verloren. Und auch wenn du an die Herstellung von diesen Brennstoffen denkst, da musst du auch super viel Energie reinstecken. Also es gibt einfach keine physikalische Rechnung, in der ein hocheffizienter Verbrenner besser aussieht als ein E-Auto.
Und dass das trotzdem noch möglich ist, in der Öffentlichkeit diese Sachen so zu kolportieren, ungestraft, das ist schon sehr bedauerlich. Pass auf, streue ich mal direkt eine schöne VW-Werbung ein. Ich habe das sowohl bei dem ID.3 als auch bei dem ID.7, kann ich einstellen... Wie reagiert der, wenn ich vom Gas gehe? Das heißt, du kannst rekuperieren.
Das heißt, ich kann dem sagen, nimm sowas, ich sage jetzt leihenhaft wie eine Motorbremse dazu, die aber ein Dynamo hat, sage ich jetzt mal leihenhaft. Und dadurch wird sogar noch weitere Energie gewonnen. Und das ist ja sensationell. Das heißt also, du hast eben nicht bei jedem Mal vom Gas gehen und wieder neu beschleunigen einen massiven Verlust, sondern eher etwas Positives entsteht da. Und das ist dann im Stadtverkehr natürlich saugut einfach.
Also das heißt, ich muss da nicht jedes Mal wie verrückt auf die Bremse trampeln, sondern der Wagen reguliert das dann. Das ist einfach sensationell. Also nochmal, ich verstehe das. Und hier ist nicht der Aufruf, du hast ein zwei Jahre altes Auto, schmeißt es weg auf ein E-Auto. Aber es macht für uns alle wirklich Sinn, bei der nächsten Anschaffung eines Autos auf E-Mobilität zu wechseln.
Es macht einfach für die gesamte Gesellschaft und die Welt Sinn. Ja. So, jetzt sind wir ja schon kurz vor Torschluss, würde ich fast sagen. Wir sind jetzt kurz vor Rasseporträt. Wir haben immer noch Zeit für ein kleines Rasseporträt. Und es ist mal wieder so ein Moment, vielleicht ist es auch der letzte überhaupt, wo ich sagen muss, hä?
Den haben wir, über den haben wir noch nicht gesprochen. Was? Egal wie banal es ist. Ich sage einfach jetzt nur, weiß ich nicht. Das haben mir übrigens Leute geraten. Übrigens ganz viele, und das ist jetzt kein Scheiß, ganz viele sagen, die vermissen den Doc-Song. Vielleicht sollten wir mal eine Abstimmung machen, wer so alles den Doc-Song wiederhaben will.
Nee, das ist ja keine basisdemokratische Entscheidung. Nee, stimmt, weil wir haben ja hier eine Diktatorin, die das hier alles festlegt. Ähm, die Sache ist die, die Standardnummer 85. Zum Kopf. Abstand zwischen Hinterhauptbein und Augen, geringfügig größer als die Länge des Vorgesichts. Hä? Sag nochmal.
Das habe ich nicht verstanden. Abstand zwischen Hinterhauptbein und Augen, geringfügig größer als die Länge des Vorgesichts. Nichts. Ja, was ich gerade parallel denke, wie ist das denn bei einem Schäferhund? Ist das da so 50-50? Würde ich tippen. Vielleicht sogar Schnauze. So auf den ersten Blick wirkt das dann eher so gleichmäßig. Oder?
Beim Schäferhund. Ja, oder nicht. Kopf reichlich mit Habe wachsen und im rechten Winkel oder weniger zur Halsachse getragen. Kopf sollte nicht vorgestreckt getragen werden. Der Kopf sollte nicht vorgestreckt? Wie ist denn ein Kopf vorgestreckt? So? Genau so. So würde ich sagen, ist zu vorgestreckt. Okay.
Zum allgemeinen Erscheinungsbild. Kräftig gebaut, tiefe Brust und hintere Rippen. Ebener Rücken, kraftvolle Hinterhand mit muskulösen Läufen, die in hohem Maße eine großartige Verbindung von Kraft und Aktivität zum Ausdruck bringt. Anhand deines Schmunzelns habe ich jetzt schon im Kopf, weil diese Attribute, würde man ja jetzt eher so einer wuchtigen Rasse zuschreiben, Aber anhand eines Grinsens ahne ich schon, dass es eher was nicht so Riesiges ist.
Zum Schädel. Nochmal leicht gewölbt. Stirnpartie mit glatten Konturen. Oberkopf vom Ohrenansatz zu den Augen hin. Geringfügig schmaler werdend. Nasenschwamm. Schwarz und ziemlich groß. Mit dem übrigen Fang eine fließende Linie bildend. Nase nicht spitz vorstehend. Die Augen. Haben wir schon über die Farbe gesprochen, weil ich glaube, die Haar, also wenn ich, ich habe eine kleine Theorie, die ist aber wirklich noch sehr winzig, Gehe ich recht in der Annahme, sagte man früher bei Was bin ich?
Wenn du mir jetzt die Farbe nennen würdest, dass ich schon sofort ahnen könnte, wer es ist. Ja. Bewegen wir uns im Bereich der Terrierartigen. Da bewegen wir uns. Das geht nicht schlecht. Wenn es diese Hunde rast ist, die ich meine, habe ich in einem meiner ersten Programme, ich glaube bei Hund Deutsch, eine total schöne Nummer gehabt.
Und ich glaube, dass wir auch schon mal Das Trödeln, genau. Und deswegen dachte ich nämlich eigentlich, dass wir das Hose-Porträt auch schon gehabt haben. Okay, das ist ein Westi, ne? Ja. Ja, West Highland Terrier, okay. Ich mag die gern. Ich mag die gern. Aber sie sind so unterschätzte Hunde. Wahnsinnig unterschätzt.
Genau, zu Verhalten und Charakter. Klein, aktiv, unerschrocken, robust, mit beträchtlichem Selbstvertrauen ausgestattet und einem Auftreten, das Raubzeug Schärfe erkennen lässt. Wachsam, fröhlich, mutig, selbstbewusst, aber freundlich. Würdest du das bestätigen? Ja, wenn du, also sagen wir mal, wenn sie seriös aufgezogen sind und wenn ihre Bedürfnisse gestillt sind, würde ich die Menschen gegenüber erstmal als freundlich sehen.
Aber du hast eben beim Verhalten hast du irgendwie, Du hast von dieser speziellen Besonderheit auf Spaziergängen berichtet, die, glaube ich, jeder Mensch mit einem Westi auch bestätigen kann. Also erstmal muss man ja sagen, wenn das Wort so Raubschärfe fällt, es ist ein Jagdhund und es ist ein Hund, der echt schrillen Jagdtrieb haben kann.
Jetzt wird der Hund ja in Deutschland im Grunde nicht mehr eingesetzt. Also wahrscheinlich gibt es auch noch drei in Deutschland, die noch jagdlich geführt werden, aber das ist ja wahrscheinlich wirklich an einer Hand abzuzählen. Und deshalb hat sich auch die Zuchtselektion da ein bisschen verschoben, finde ich, im positiven Sinne. Ich hatte also vor 30 Jahren noch mit viel schrilleren Westis zu tun, was das Jagdverhalten anbelangte.
Also sehr kompromisslos und auch sofort dran, direkt platt machen. Also wenn da eine Ratte in der Nähe war, toi toi toi. Also da ging sofort die Party los. Und dieses Robuste, das ist eigentlich ein gutes Wort, finde ich. Diese Hunde sind sehr robust. Jetzt ist aber nur leider das Problem, dass der West-Highland-Terrier statistisch nicht bei Leuten landet, die das Robuste zu schätzen wissen, sondern es ist ja statistisch wirklich so der klassische Oma-Opa-Hund.
Und man sieht ja statistisch gesehen eher ältere Leute mit dem Hund spazieren oder falsch. Ich weiß gar nicht, ob es statistisch so ist, aber in meiner Wahrnehmung sehe ich eher. Ältere Pärchen. So und jetzt ist das ja ein Hund, der eigentlich sehr agil ist. Der ist wirklich lauffreudig, der hat auch Bock beschäftigt zu werden.
Das sind mega coole Apportierhunde auch. Die kannst du super apportieren, suchen, machen, stöbern und und und. Also die können echt eine Menge und die sind auch sehr agil. So jetzt sind die aber sehr häufig eben auch ich sag mal so ein bisschen aus dem Leim gegangen. Ich kenne viele übergewichtige West Highland Terrier, die also mehr ihr Dasein auf der Couch fristen und mit einer kleinen Runde an der Leine um den Block.
Das wiederum führt dazu, dass die entweder so ihrem Schicksal sich ergeben und hinterher trotteln oder eben immer auffälliger werden. Also wenn Leute mit Westis bei uns mit Verhaltensproblemen kommen, dann ganz, ganz häufig artspezifische Aggressionen, also komplett aus dem Ruder mit anderen Hunden, nicht allein bleiben können, dauerhaftes Kläffen, Besucher attackieren.
Also sehr häufig Dinge, die so frustmotiviert sind. Also die eher so aus einer Frustrationsecke kommen und aus einer Unterforderungsecke. Und dann ist für mich wirklich das Sinnbild, dass die saugute Menschenerzieher sind. Die sind extrem gut darin, Menschen zu lesen, Menschen zu manipulieren. Und da ist Manipulieren jetzt gar nicht so negativ gemeint, wie man das Wort vielleicht so sieht. So Menschen erziehen vielleicht besser gesagt.
Und dann ist es für mich das Highlight immer, ältere Dame, älterer Vesti. Vesti ist schon 10 Jahre plus. So, Oma trödelt vor und Vesti schnuffelt da, schnuffelt dort und hält gezielt Abstand. Also, du siehst dann wie der Abstand so aus. Fünf Schritten werden 50 und 80. Dann merkt Oma, oh, der Hund ist gar nicht da.
Hund, du siehst schon, wie der Hund die ganze Zeit Oma beobachtet und immer langsamer wird. Kurz wartet und dann kommt der Ruf. Was weiß ich, Fieder hier, Keinen Millimeter bewegt sich dieser Hund. Meistens kommt sogar so ein demonstratives sich hinsetzen und nicht hinterherlaufen. Und das ist so dieser Blick, zeig mir erst, ob du Leckerchen dabei hast.
Also dieser Hund bewegt sich keinen Zentimeter, bis Oma demonstrativ in der Tasche kramt. Dann siehst du, wie der Westi so fünf, sechs Schritte macht, so nach dem Motto, jetzt verstärke ich positiv. Ich sage also, Oma, du bist auf dem richtigen Weg, du kramst schon. Und wenn der Keks aber nicht rausgeholt wird, bleibt Bestie wieder stehen und sagt, nee, nee, warte mal ganz kurz.
Konsequenz ist wichtig. Wir shapen das Verhalten, aber du musst jetzt schon auch den nächsten Schritt gehen und erst wenn die Knistertüte rausgeholt wird und der Keks extrem demonstrativ zur Schau gestellt wird, bewegt der Hund sich und dann geht es aber noch weiter. Dann holt sich der Bestie den Keks ab, beide schlendern los und nach zehn Metern geht der Trödelgang wieder los, weil der Hund ja die Lernerfahrung gesammelt hat.
Ich bekomme das Leckerchen ja nur, wenn ich gerufen werde, angesprochen werde. Angesprochen werde ich aber nur, wenn ich auf Abstand war. Das heißt also, dieser Hund kultiviert das Trödeln, weil er die Lernerfahrung gesammelt hat. Da bekomme ich das meiste Maß an Aufmerksamkeit und die größte Chance auf den Keks. Und ich liebe das einfach, wenn ich das so beobachten kann.
Und bei den meisten Menschen würde ich es auch gar nicht verändern wollen. Ist doch ein herrliches Spiel. Der Hund hat Beschäftigung, Oma hat Beschäftigung. Lass doch einfach. Also das ist ja nichts Schlimmes. Aber sie könnte das natürlich viel leichter haben, indem sie in ihrem Umkreis von zehn Schritten den Hund ab und zu mal rufen würde, ein paar kleine Suchspiele machen würde oder so.
Hätten ja auch alle was davon. Dann ist der Hund zumindest in so einem Einzugsbereich. Aber ich mag die gerne. Ich finde das knackige Hunde. Natürlich sieht man da auch da auf Ausstellungen komplett zur Karikatur getrimmte Hunde. Also echt Wahnsinn. Sehr pflegeintensiv das Fell, man muss sich echt drum kümmern und so, deshalb wäre das schon nicht meins.
Und es gibt auch einige Probleme mit Allergien, Hauterkrankungen, Kiefermissbildungen, Lebererkrankungen, Probleme mit dem Harnleiter. Ich habe irgendwo noch was von Zähnen gelesen. Ist also auch nicht so, als wäre dieser kleine Hund jetzt einer, nachdem wir kürzlich gefragt haben, die jetzt von all den Problemen, die durch diese Inzucht, Depression entstehen, verschont geblieben wäre. Ja, aber süß.
Und das ist tatsächlich lustig, weil ich finde das so witzig, dass sich dieses Missverständnis irgendwie so lange hält, dass das irgendwie so ein Cäsar-Schoßhöhntchen ist, aber eigentlich ja was ganz anderes in dem drin steckt. Ey, Cäsar ist ein schönes Beispiel. Udo Kopernik, damals vom VDH, ja leider nicht mehr unter uns, also wirklich ein Mensch, den ich sehr, sehr mochte und sehr geschätzt habe.
Genau wie sein Sohn Leif, auch wirklich ein super Kerl. Der sagte, als die Cäsar-Werbung rauskam und die Älteren unter uns haben diese Werbung noch vor Augen, ist irgendwie so ein Hundefutter und das wurde dann immer in so einer Art und Weise angerichtet mit so einer Petersilie noch daneben und dann kam halt der West-Heilandter und mampfte, der Udo hat mir erzählt, als diese Werbung rauskam schaust die Nachfrage nach dem West-Heilandter und die Leute wussten nicht, wie dieser Hund hieß und haben den immer gegoogelt und gefragt als den Cäsar-Hund.
Und der sagt, auch wir als VDH haben das als Suchfunktion mit aufgenommen, damit die Leute mal kapieren, dass das ein West-Hiland-Terrier ist. Also das muss man sich mal vorstellen, was eine Hundefuttermarke da irgendwie für eine Wucht gehabt hat auf eine Rasse. Ja, absolut. Okay, ich habe für die nächste Folge noch eine Frage aus der Hörerschaft.
Da geht es um einen Hund, der leider alles frisst und mit alles, Nein, nicht wirklich alles. Auch die Kinder? Bislang noch nicht, aber Gegenstände. Von Gegenständen ist die Rede. Und es ist eine unfassbare Bandbreite von Gegenständen, die in diesem Hund verschwindet. Darüber würden wir nächste Woche reden.
Und ich habe auch eine interessante Studie aus dem Yellowstone Park gesehen, wo es um Wölfe und Raben geht. Und da gab es offenbar ein Missverständnis über viele Jahre, was dieses Zusammenspiel bei der Beutesuche betrifft. Fand ich sehr spannend. Oh nein, ich möchte das nicht hören. Weil ich fand die ursprüngliche Annahme so schön.
Aber das ist so ganz komplett die Banken, die jetzt dieses Zusammenspiel zwischen den Tierarten nicht. Also du musst keine Angst haben sozusagen. Okay, das beruhigt mich. Und wir werden, wenn wir die Frage aus der Hörerschaft, ist ja eine Sprachnachricht, da werden wir sozusagen unsere nächste prominente Person kennenlernen, die diese Rubrik einspricht. Genau.
Und bevor wir jetzt aber zu den Tipps übergehen, habe ich eine Frage an dich. Und zwar an dich und deinen Hausverstand. Wir haben ja im Podcast schon öfter darüber geredet, dass die Versorgungslage für Psychotherapie in Deutschland recht schlecht ist. Und zwar insbesondere dann, wenn man sich jetzt keine private psychotherapeutische Behandlung leisten kann.
Da hat man es ja trotz Wartezeiten doch noch etwas leichter. Und eben, wenn man einfach eine ganz normale Kassenpatientin zum Beispiel ist, dann wartet man doch recht lang. Ja, und problematisch dabei ist eben, es gibt von diesen sogenannten Kassensitzen, gibt es recht wenige und es ist für Leute, die eben diesen Job machen, für PsychotherapeutInnen auch recht teuer, einen solchen Kassensitz zu erwerben.
Jetzt ist die Lage, wie sie ist, also die Versorgungslage für die Betroffenen ist schlecht und jetzt ist man auf die Idee gekommen. Dass die PsychotherapeutInnen, die eben kassenärztlich abrechnen, weniger Geld kriegen sollen. Und zwar, ich glaube, irgendwie viereinhalb Prozent weniger. Damit deren Motivation größer ist, eine Privatpraxis aufzumachen? Ich weiß es nicht.
Also wie würdest du sagen, wirkt sich das jetzt auf die zukünftige Versorgungslage wohl aus? Nee, das ist eine sehr gute Idee. Ich würde als nächsten Schritt sagen, dass wir LehrerInnen und ErzieherInnen und so, all diese Berufe sollten wir möglichst schlecht bezahlen. Vielleicht könnten wir auch gucken, dass Pflegepersonal noch schlechter bezahlt wird.
Polizisten würde ich gehälter streichen, Feuerwehrleuten. Also da fände ich schon ganz gut, weil ich habe auch das Gefühl, die Motivation bei den Leuten ist zu groß. Wir haben auch viele davon. Ja, parallel würde ich aber dafür sorgen, dass wir weiter daran festhalten, dass Politiker und Politikerinnen nicht einzahlen müssen in irgendwelche Versorgungskassen und dafür sorgen sollten, dass jemand, der gerade mal vier Jahre im Bundestag saß, die nächsten 100 Jahre abgesichert ist.
Also das würde ich vielleicht noch steigern. Also ich würde schon sagen. Dass wir damit jetzt mal steigern sollten, dass wir da erstmal die Diäten erhöhen. Und dann sehen wir weiter. Gut, wir schweifen ab. Was das Problem ist, ist jetzt aber schon klar. Und noch ist, glaube ich, diese Entscheidung nicht ganz rechtskräftig.
Deswegen ist es durchaus noch aussichtsreich. Warte mal, warte mal, warte mal. Pass auf, wir haben hier drei Taubenpärchen, die jeden Morgen kommen. Und also die sind nie parallel hier. Das sind aber drei unterschiedliche Pärchen. Und jetzt sitzen die zu zweit hier und etwa 60 Meter über denen steht ein Greifvogel. Und der steht.
Wie groß ist die Chance, dass er sich jetzt hier auf unsere Tauben stürzt? Gering. So eine Taube, die ist doch recht robust. Ist das so eine Waldtaube? Puh, keine Ahnung. Wir sind noch mehr. Gibt es mehr Tauben? Ich glaube nicht. Vor allem, wenn die zu dritt sind. Die sind zu zweit. Aber ich muss da jetzt nicht eingreifen.
Nee. Und wäre es eine ernst gemeinte Frage? also die meine ich wirklich jetzt ernst, wenn ich wüsste, der stürzt sich jetzt gleich und frisst eine der Tauben und ich greife ein, hätte ich ja eigentlich doch auch sehr falsch eingewirkt in einen vielleicht sogar biologisch-funktionalen Kreislauf, oder?
Weiß ich jetzt nicht. Du hängst ja an den Tauben, ne? Ja. Und einer bleibt übrig. Wir haben ja auch zwei Möwen, die schwimmen hier immer. Das ist total schön. Auf dem Pool, oder was? Ja. Die kommen und dann schwimmen die hier zwei Bahnen auf und ab und dann wollen die wieder ab. Gut. Also wir bleiben dran an dieser Taubensituation, aber ich würde gerne noch mal kurz das Thema zurück auf die Psychotherapieversorgung lenken.
Man kann auch protestieren dagegen. Man kann vielleicht eine Petition unterschreiben. Ich muss zur Transparenz allerdings dazu sagen, dass ich diese Entscheidung auch auf mein persönliches Haushaltseinkommen auswirken könnte. Das wirklich nur zur Transparenz. Wie du eben auch schon gesagt hast, Es ist wirklich gegen jeden gesunden Menschenverstand, wenn man weiß, wie die Versorgungslage ist.
Nein, und ich finde nach wie vor, worüber ich mich ja so freue, ist das Thema Psychologie, Psychotherapie, ja immer mehr in der Gesellschaft ankommt. Also ich kann das ja wirklich aus eigener Erfahrung sagen, weil sich bis ich 30 Jahre alt war, drei Menschen in meinem ganz unmittelbaren Umfeld in Abständen von acht Jahren das Leben genommen haben.
Also wirklich drei ganz enge Freunde, die ich von Jugend- und Kinderbeinen an kannte und aus unterschiedlichen Gründen. Und ich bin mir relativ sicher, dass mindestens zwei davon, wenn die heute Freunde meiner Söhne wären, nicht so. Diesen letzten Schritt gegangen wären, weil die in einem Umfeld aufgewachsen wären, die vielleicht dazu beigetragen hätten, dass sie sich Hilfe suchen.
Und in meiner Jugend war das eben anders. Und ich finde total gut, dass psychische Erkrankungen heute eben oft genug nicht mehr stigmatisiert werden und eine ganz andere Offenheit in der Gesellschaft dafür ist. Und umso wichtiger wäre ja, immer mehr Möglichkeiten zu geben und zu sagen, Du wartest eben mit einer psychischen Erkrankung nicht neun Monate auf einen Therapieplatz.
So wie ich das so wahrnehme, sind immer mehr Menschen offen dafür. Und auch es ist nicht mehr so, oh, guck mal, der hat da irgendwie, der ist blöd. Und deshalb ist es ja echt auch gesellschaftlich so ein schlimmes Zeichen, dass wenn da sozusagen von einer übergeordneten Instanz entschieden wird, genau diese Berufe reglementieren wir jetzt noch so stark, statt sie zu fördern.
Das ist gesellschaftlich echt dramatisch. Und gerade übrigens auch ganz klar nach der Pandemie Kinder- und Jugendpsychiatrien wirklich überlaufen und extrem überlaufen. Und das ist ja wirklich bescheuert, da jetzt zu reglementieren und zu sanktionieren letztlich. Gut, das wäre also mein erster Tipp. Und der zweite Tipp ist, wir sind bei MyThingX ja wieder da.
Wir haben zwei neue Folgen bereits veröffentlicht. An den nächsten Sonntagen kommen noch fünf weitere dazu. Die ersten beiden waren einmal zum Thema Süßstoffe, weil viele Leute ja große Bedenken auch haben, wenn sie merken, sie müssten eigentlich deutlich weniger Zucker essen, aber Süßstoffe sind ja doch, da hört man ja so viel.
Man hört allerdings auch viel Mist und wir haben uns die Mühe gemacht und das mal runtergekocht auf das, was man sagen kann und auf das, was man eben nicht sagen kann. Und deswegen glaube ich, ist diese Folge doch für viele Leute recht interessant. Und die zweite betrifft eine bestimmte Gruppe eher in Deutschland, die allerdings auch nicht gerade klein ist.
Für etwa 600.000 Leute ist die Pandemie, die du gerade schon angesprochen hast, nämlich noch nicht vorbei. Die haben Long Covid oder eben auch ME-CFS entwickelt. Und mit dieser Buchstabenkürzel können ja viele nicht so viel anfangen. Ich konnte es vorher auch nicht. Das ist ein Erschöpfungssyndrom. Aber das Wort macht es eigentlich auch noch nicht wirklich viel besser, weil was die Menschen haben, ist wirklich ganz anders als das, was wir beide so landläufig unter Erschöpfung verstehen.
Der Körper macht einfach nicht mehr mit. Die Energie ist nicht mehr da. Die fehlt in den Muskeln. Die sorgt dafür, dass man zum Beispiel nicht mehr sprechen kann. Es ist ein großes Spektrum, auf dem die Leute da leiden. Also bei manchen ist es so, dass sie dann doch zwischendurch ganz normal am Alltagsgeschehen teilnehmen können.
Und dann sogar auch gefragt werden, wie, aber du konntest doch das und das. Wieso bist du jetzt auf einmal so platt, dass du nicht mehr arbeiten kannst? Andere müssen wirklich in abgedunkelten Räumen leben. und jeden Reiz vermeiden. Also alles, was irgendwie Licht, Temperatur, zum Teil sind das die eigenen Haare, die so einen Crash auslösen können.
Und das muss man sich so vorstellen, du musst mit deinem Energie Das Level, was du dann hast, musst du so krass haushalten, dass du möglichst wirklich immer drunter bleibst. Und alles, was man vielleicht von anderen Erkrankungen kennt, dass man so sagt, ja, aber jetzt reiß dich doch mal zusammen, streng dich doch mal an und du liegst ja auch so viel.
Und wenn du aber erstmal wieder auf die Beine kommst, dann bist du doch auch fitter. Das ist da extrem kontraproduktiv, weil du nämlich dann eben noch stärker zurückgeworfen wirst. Und das große Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass auch viele Leute so im Gesundheitsbereich, die diese Kenntnis eigentlich haben müssten, die nicht haben. Und dass du zum Beispiel dann auch zu Reha-Maßnahmen geschickt wirst, die dich noch weiter zurückwerfen.
Und das große Problem ist eben, jetzt vielleicht auch im Vergleich zu den PsychotherapeutInnen, die sich jetzt da noch für gerade machen können, das sind einfach Menschen, die sich selbst eben nicht dafür engagieren können, häufig, weil ihnen die Energie dazu fehlt. Also ein nach wie vor leider immer noch sehr unterbelichtetes Thema.
Das wären meine Tipps für diese Woche. Okay, ich habe profanere Dinge, die aber trotzdem auch Spaß machen können. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass bereits alle meine Tourtermine ausverkauft seien. Ich habe in der letzten Woche, ich glaube, 15 Nachrichten bekommen, was relativ viel ist bei so einem Thema. Ja, ich habe keine Karte bekommen.
Und das stimmt schlichtweg nicht. Natürlich sind einige Termine ausverkauft und so, aber es gibt noch wirklich reichlich. Also das muss man echt mal sagen. Also wir haben jetzt gerade, ich glaube, wir sind jetzt bei knapp 190.000 verkauften Karten. Das ist natürlich mega und das ist ein super Einstieg, aber es ist nicht voll.
Und auch gerade die größeren Städte, die größeren Hallen, da ist noch so viel Luft. Aber auch die kleineren Warm-up-Termine, da gibt es nämlich ein Missverständnis. Bei, also man kriegt diese Karten ja bei mir im Online-Shop, man kriegt die aber auch bei Eventim. Und bei Eventim gibt es sehr häufig diesen Button, auf dieser Veranstaltung herrscht hohe Nachfrage.
Und dieses interpretieren manche Menschen als, achso, da gibt es ja keine Karte mehr. Das ist aber nicht der Fall. Also Eventim weist darauf hin, hier müssen sie ein bisschen Dynamik entwickeln. Das wollte ich sagen, dann wollte ich aber vor allen Dingen sagen, dass wir beide ja auf großer Live-Podcast-Tour gehen.
Mit genau Und zwar werden wir exakt einen Termin machen. Aber auf den freue ich mich tatsächlich sehr. Ich auch. Und auch den werden wir verlinken. Es wird in Gelsenkirchen sein. Am 20. November, oder? Das weiß ich nicht. Gut, wenn es falsch ist, schneiden wir es raus. Ich erbsenhirn. Ja, ist auch nicht schlimm. Wir werden es ja verlinken.
Dann freue ich mich, dass mein Wolfgang-Petri-Aufruf hier so großen Anklang findet und möchte weiter die Community aufrufen. Bitte schreibt Wolfgang-Petri persönlich an. Nicht auf euren Accounts. Das könnt ihr auch alle machen. startet Petitionen, kettet euch irgendwo fest, klebt euch irgendwo an. All das macht es bitte und schreibt aber Wolle Petri an.
Wolle, bitte melde dich bei Martin Rütter. Er möchte gerne ein Open Air mit dir veranstalten und er möchte wirklich auch alle finanziellen Risiken tragen. Wolle, wir brauchen dich. Und genauso ist es, dass ich mir jetzt konsequent immer ein Lied wünschen werde. Und jetzt hat eine sehr besondere Person mich darum gebeten, ich soll mir das Lied Wahnsinn von Wolle Petri wünschen und das werde ich auch hiermit tun. Ist das nicht schon letzte Woche passiert?
Dann tun wir es nochmal. Okay. Letzte Woche war Verlieben, Verloren, Vergessen, Verzeihen. Ach, das sind ja zwei verschiedene Songs. Genau, die wenigsten wissen das. Nein, alle wissen das. Ich bin ja wieder wie ein Tier aus dem Winterschlaf aufgewacht und gehe jetzt auch öfter mal so vor den Bau und gucke mir an, was da so los ist.
Am Freitag war ich mal wieder bei einem Konzert und zwar von Romano. Jetzt weiß ich, warum du da warst. Du warst doch im Winterschlag und warst doch ein bisschen orientierungslos. Nein, nein, nein, nein. Im Gegenteil. Ich verneige mich vor seiner Kunst an dieser Stelle. Und das auch schon seit vielen Jahren.
Jetzt hat er ein neues Video, ein neues Album rausgebracht, was auch wirklich richtig toll war. Und ich muss wirklich sagen, es war ein ganz, ganz toller Abend im Art Theater. Und wer ihn nicht kennt, also Romano Das ist ein Berliner Musiker, der, glaube ich, ist noch in der DDR aufgewachsen und ist dann wahrscheinlich auch so mit acht, neun, als die Wende kam.
Und von dieser Zeit und was das so mit ihm gemacht hat. Er war doch nicht neun Jahre alt, als die Wende kam. Also den du mir geschickt hast, der ist doch 70 plus. Nein, wir fangen jetzt auch nicht an, hier Leute zu diffamieren. Dieser Musiker jedenfalls, der hat eben diese Wendezeit als Kind erlebt oder vielleicht auch als Jugendlicher.
Das kann natürlich auch sein. Und beschreibt in dem Lied König der Hunde, wie das so war. Also was man dann plötzlich so unbedingt haben wollte, was dann auf dem Schulhof gedealt wurde, aber auch was das so mit den Eltern gemacht hat und welchen gesellschaftlichen Umbruch das in seiner Ostberliner Welt gebracht hat.
Und zwar in seiner ganz persönlichen. Insofern ist er eben auch ein Chronist und ich finde, dass er das Kunde ist. Er hat zwar einerseits immer so einen subtilen Witz in seinen Songs und versteckt sich aber nicht wie viele andere hinter so einer dauerhaften Ironie und guckt irgendwie auch immer sehr liebevoll auf Leute und auch auf Leute aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen.
Und deswegen würde ich mir auch gerne noch das Lied Mutti von ihm wünschen. Da kann ich auch wirklich sehr das Musikvideo empfehlen. Da spielt Katharina Thalbach mit. Ganz großartig. Ich finde das richtig schlimm, was du jetzt gemacht hast. Jetzt hast du so liebevoll über den geredet. Und ganz offensichtlich hat er so viele kluge Gedanken, dass ich mich jetzt fast wieder ein bisschen schäme.
Aber ich finde es auch faszinierend. Du schickst mir ein Lied von dem und ich denke, wir gehören derselben Spezies an. Wie kann das denn sein, dass ich wirklich nach fünften Sekunden, ich bin dann zwischen schallend lachen, weil ich denke, das ist ja Comedy und völliger Fassungslosigkeit bin, dass man so eine Musik aushält. Und so hast du das bei Wolle Petri.
Das geht mir ja umgekehrt genauso. Ich habe auch in dem Konzert gestanden und dich nochmal ganz aktiv dafür bedauert, wie viel Zeit deines Lebens du wohl schon im Bierkönig verschwendet hast. Das tut mir richtig leid für dich. Kann ich übrigens, kannst du gerne auf die Agenda packen, in der nächsten Folge drüber reden.
Ich wurde tatsächlich gestern, ich war vorgestern mit Milja, Milja war hier zu Besuch. Waren wir im Bierkönig tatsächlich bei Tim Toupet, ein sehr feiner Mensch, der es aber nicht sein lassen konnte, mich auf die Bühne zu zerren. Und es war nicht schön. Das glaube ich. Und dann erkläre ich gerne hier nochmal, weil Menschen nicht verstehen, dass jemand, der so exponiert auf einer Bühne steht wie ich, es aber wirklich gruselig findet, in so einer Situation auf der Bühne zu sein, dass das zwei unterschiedliche Dinge sind, erkläre ich dann hier nochmal.
Aber es war super lustig für alle anderen. Ich freue mich drauf. Und ich habe für nächste Woche noch eine sehr wilde Geschichte über einen Hund, der in die Kriminalität gedrängt wurde von seinen Haltern. Das wird, glaube ich, auch noch ganz lustig. Okay, ich freue mich auf nächste Woche. Dann Leute, legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin.