Tierisch Menschlich· Folge 5

005: Allesfresser & Avocado-Betrüger

Donnerstag, 26. März 2026 · 1 h 05

MP3

Shownotes

Volles Programm diese Woche! Eine Studie über Hybridrassen wie Cockapoo & Co sorgt für Aufsehen, Erkenntnisse über Raben und Wölfe im Yellowstonepark zeigen einmal mehr, wie viel Intelligenz in einem kleinen Vogelhirn steckt. In der Hörerfrage der Woche geht es um einen Allesfresser. Und Martin verkündet den Start eines lang geplanten Projektes: Die „Schulung für Mitarbeitende im Tierschutz“ wird Realität.
Außerdem: Trudi in der Wurstschlange und Martins Erlebnisse beim FC im Stadion. Rasseportrat: Nächste Woche wieder!

Shownotes:
Herbert Knebel – Wurstschlange: youtube.com/watch?v=Ht1nbNtn-BA
Tom Ashforth – Pretty Petty: youtube.com/watch?v=vGIN3-nEGqY
Schulung für Mitarbeitende im Tierschutz: martinruetter.com/tierschutzschulung

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Es gibt den Avocado-Betrüger, der mir mal Avocados als reif verkauft hat, die zwei Wochen später erst reif gewesen sind. Und so wie Mina, das hatte ich ihr vor langer, langer Zeit mal erzählt, die hat dann, da weiß ich, drei Jahre alt, hat hinter einem bestimmten Baum im Kölner Stadtwald einen Döner gefunden.

Und zwar einen Couticompletti-Döner. Den hat die gemampft. Und da ist die Wochen später immer noch gucken gegangen und hat gesagt, warte mal, warum haben die heute geschlossen? Wenn wir in der Schlange stehen, dann tritt sie mal schon von einer Foto auf die andere und baut sich Kontakt zur Metzgerin auf.

Und die Endstufe ist dann aber, dass sie sich tatsächlich auf die Hinterbeine stellt und an die Theke. Herzlich willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adig und Hundeprofi Martin Rütter. Ich muss es fragen. Es war eine lange Nacht. Weil ich so scheiße aussehe. Das Kokain wurde direkt in die Augen gespritzt. So sieht es aus für mich.

Ich bin keine Ärztin. Das ist das Problem, dass es diesmal nicht so war. Aber die Allergie kickt derart rein. Ich habe wirklich letzte Woche den Moritz noch erzählt. Boah geil, ich habe überhaupt keine Schwierigkeiten. Stellte aber fest, ja, ja. Ich war ja auch am Meer. Jetzt bin ich wieder in Good Old Gole.

Gickt volles Rohr rein. Also morgen geht die Kortison-Dröhnung wieder los. Vielleicht fahre ich heute noch zur Notapotheke. ich röchle mir einen ab, meine Augen schwellen an, alles ist doof. Jetzt genug gejammert und möchte hier mit der offiziellen Anfrage starten. Es gibt ja nur zwei Varianten. Variante eins ist, bitte hört auf, mir zu dem Thema zu schreiben.

Treibt bitte Katharina oder, wir machen es jetzt wie von allen Leuten vorgeschlagen, soll man nicht eine Abdimmung machen. Die Menschen vermissen den Dog Song. Ich kriege zu keinem Thema so viele Nachrichten wie zu dem Thema höhere Interesse scheiße, ich liebe die Stimme von Bettina Rust, aber warum kann denn nicht der Doc-Song wieder gespielt werden?

Bitte alle Katharina schreiben und hier warte, ich sag mal eben die Handynummer 0 1 Merkst du das? Ja, aber das ist, also es gibt ja Dinge, die sollte man basisdemokratisch abstimmen und es gibt Dinge, die sollte man nicht basisdemokratisch abstimmen. Das ist allgemeine Staatslehre, also es gilt der Minderheitenschutz und zwar für die Leute, die besonders vom Docksong beeinträchtigt sind.

Zu dieser Gruppe zähle ich mich selbst, aber ich bin nicht diese Gruppe. Und nur dich. Du bist eine einzelne Gruppe. Ist als Einzelperson eine Gruppe? Das kann doch nicht wahr sein, dass du darauf bestehst und Hunderttausende, Millionen. Guck mal, diesen Podcast hören im Schnitt 7,9 Millionen Menschen.

Und nahezu alle davon möchten den Docksong. Nur, Die feine Frau adigt mich. Ja, also wir werden das im Schnitt so machen, dass wir diese letzte halbe Minute ein bisschen beschleunigen. Ja, genau. Das haben wir ja alles schon tausendmal besprochen. So wenn wir jetzt jedes Mal in den Podcast einstarten.

Jedes Mal. Ich habe Sprechdruck wie Richard David Precht oder Richard. Okay, ich gar nicht. Es hat sich sehr viel angestaut. Und ich will aber auf jeden Fall mit einer Sache einsteigen, von der wir beide eigentlich beschlossen hatten, dass wir nicht darüber sprechen, weil wir dachten, Wir können eigentlich nichts Sinnstiftendes zu diesen Abgründen beitragen.

Es geht natürlich um das, was jetzt so um Christian Ohlm herausgekommen ist, was Colin Fernandes öffentlich gemacht hat. Ich glaube wirklich, dass jeder Mensch, der diesen Podcast hört, weiß, worum es geht. Ich habe gedacht, wir können dazu im Grunde nichts weiter sagen, als das, was viele kluge Leute schon gesagt haben.

Es ist einfach entsetzlich, was ihr da passiert ist. Man muss ihr wirklich größten Respekt dafür zollen, dass sie das jetzt öffentlich gemacht hat, weil das natürlich ein heftiger Schritt gewesen ist, weil sie jetzt wieder selbst vor allem in der Öffentlichkeit steht. Und ich frage mich, so wie jeder andere Mensch auch, was ist da eigentlich los in den Köpfen einiger Männer?

Was sind das für Abgründe, die sich da auftun? Und ich bin auch genauso davon überzeugt, dass wir in Deutschland einerseits viel besseren gesetzlichen Schutz brauchen. Dafür sind heute, ich glaube, 13.000 Leute am Brandenburger Tor auch versammelt gewesen. Und gleichzeitig muss man sich aber auch dieser Frage stellen, wie kann das überhaupt soweit kommen?

Also das muss ja eigentlich jeden Menschen, der das hört, sagen. Dazu veranlassen, vor allem ja auch jeden Mann sich zu fragen, was ist da eigentlich los. Soweit habe ich gedacht, ist das ein gesellschaftlicher Konsens, was diesen Fall betrifft. Jetzt muss ich aber mit großem Schrecken feststellen, dass doch tatsächlich diese Geschichte aus bestimmten Kreisen instrumentalisiert wird.

Da ist die Rede von einer Kampagne. Da ist eine Frau, die stellt sich hin, die ist auch in der Öffentlichkeit, teilt Screenshots von Fake-Profilen, die von ihr angelegt worden sind und regt sich darüber auf, dass das jetzt angeblich mit digitaler Vergewaltigung gleichgesetzt würde. Das ist ja nicht so.

Jeder Mensch, der diesen Spiegelartikel zum Beispiel gelesen hat, weiß, dass da ja was ganz anderes stattgefunden hat noch. Das finde ich so unsäglich, dass man sich jetzt auf Kosten dieser Geschichte auch noch profiliert. Das ist die stumpfeste Form von Populismus, die man sich da überhaupt vorstellen kann.

Natürlich muss man jede Form von Gewalt verurteilen, nur das ist eben auch eine Form von Gewalt und ich hoffe wirklich sehr, dass man das, was man jetzt lesen kann, auch ernst nehmen darf, nämlich dass die Justizministerin, die ja offenbar schon länger ein Gesetzespaket gegen einige Ausprägungen dieser digitalen Gewalt vorbereitet hatte, dass sie es jetzt auch durchkriegt.

Und was ganz heftig mir erscheint, das habe ich jetzt selbst noch nicht nachgeprüft, aber das habe ich jetzt mehrfach gelesen, dass ja gerade jetzt in einem konkreten Fall sehr darum gestritten wird, wo der Gerichtsstand ist. Also ob das in Spanien oder in Deutschland verhandelt wird, weil das nämlich wohl in Deutschland für den Täter deutlich geschmeidiger vonstatten geht.

Und da läuft doch ganz eindeutig was falsch. Ich will nur einmal kurz einwerfen. Heute ist Sonntag, wenn wir aufzeichnen. Ausgestrahlt wird dieser Podcast am Donnerstag. Das heißt also, was jetzt von Sonntag bis Donnerstag noch an Informationen kommt, wissen wir ja gar nicht. Also auch gerade zu dem Thema, wenn du sagst, Spanien, Deutschland, wo wird es verhandelt und so weiter.

Ich finde, eigentlich hast du alles gesagt. Ich habe Colin eine Sprachnachricht gemacht, weil ich das irgendwie so gefühlt habe, ihr einmal wahnsinnig viel Kraft zu wünschen. Und ich muss sagen, dass ich als Vater, und in der Rolle nehme ich das jetzt erstmal wahr, eigentlich sehr dankbar darüber bin, dass Colin diese Sache so mit der Klarheit formuliert, weil es natürlich auch extrem die Generation meiner Töchter betrifft.

Und wenn das jetzt ein Präzedenzfall wird, wo man sagt, jetzt sind wir wirklich alle mal kurz wach geworden, was sagt denn eigentlich die Justiz jetzt und was können wir besser machen in Zukunft? Dann finde ich, hat Colin wahnsinnig viel dazu beigetragen, dass ihr Kind und meine Kinder in Zukunft vielleicht anders damit umgehen, anders sensibilisiert sind, aber auch andere Rechte und Schutz haben.

Und das habe ich ihr auch so per Sprachnachricht mitgeteilt und bewundere das sehr. Und auch dieses, was ich nicht mehr hören kann, ist, es gilt die Unschuldsvermutung. Jaja, das stimmt, das gilt. Juristisch ist das so. Absolut. Aber es gilt auch vor allen Dingen mal hier und da der gesunde Menschenverstand.

Und ich bin überhaupt nicht in der Situation oder in der Position, da jetzt irgendwie große Reden zu schwingen. Das ist ja vollkommen klar. Aber ich kenne ja so ein bisschen alle Seiten und alle Mechanismen. Und wir haben oft über das Thema, wie bin ich aufgewachsen, wie bin ich sozialisiert, mit welcher Form der Sprache bin ich aufgewachsen, mit welcher Form des Umgangs bin ich aufgewachsen.

Und ich finde sehr wohl, dass auch Männer sich im kleinen Rahmen, nämlich in ihrem privaten Umfeld, positionieren sollten. Und da fängt das ja im Kleinen an. Jetzt haben wir hier einen Menschen, der ganz scheinbar. Wirklich durchgeknallt ist auf einer Gewaltebene. Und das ist Gewalt. Aber es fängt ja in einem viel kleineren Rahmen an. Also auch ganz klar mal, so wie wir über Fremdenhass gesprochen haben, über Frauenfeindlichkeit und so weiter, hatten wir oft alles als Themen.

Aber eben in einem kleinen Rahmen auch mal kurz zu sagen, so mit den eigenen Kumpels mal zu sagen, hey, das ist nicht cool, was hier gerade gesprochen wird. Das ist das, was eigentlich auch so die Veränderung machen kann. Ich komme gleich zu einer Nachricht, die wir bekommen haben, zum Thema AfD und Co., die mich so gerührt hat, dass ich wirklich echt, echt fertig war im positivsten Sinne.

Und diese kleinen Dinge im Alltag, die gilt es jetzt auch als Mann anzufassen und sich selber zu hinterfragen, ist diese Form der Sprache, die ich vielleicht manchmal benutze, diese Art und Weise, wie man in Situationen umgeht, immer wieder zu hinterfragen. Und was ich aber ganz schlimm finde bei dieser ganzen öffentlichen Diskussionen gerade, dass man nicht umhinkommt zu sagen, ich kann wirklich an der Nasenblitze fühlen, wenn Leute noch das fünfte Statement.

Abgeben, um hier nochmal einen Klick mit zu generieren und da nochmal. Und du siehst, es ist nicht ehrlich. Aber ich finde eben diese ganz, ganz schlimme Diskussion, die so schnell kommt oder wo Männer diesen Reflex haben, ja, es sind ja nicht alle Männer, ich bin ja nicht so. Das sagt ja auch niemand.

Keinmal habe ich in der Diskussion einen Vorwurf gehört. So, jeder Mann ist jetzt hier sofort ein Straftäter. Aber jeder Mann, kann im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir sagen, stopp, gewisse Dinge sollten wir nicht mehr normalisieren. Und das finde ich eigentlich jetzt einen guten Impuls.

Und ich denke, dass Colin da auch jedes Interview, was ich jetzt geredet habe und jetzt auch das, was sie in der Tagesschau gesagt hat, ich bewundere das extrem, mit welcher Kraft, mit welcher Klarheit, auch mit dem Bewusstsein, was das für ihr Kind bedeutet, was da jetzt passiert und so. Also ich kann wirklich nur den Hut vorziehen und ich finde es beschämend, wenn da flapsige Kommentare kommen.

Das ist einfach kein Thema, worüber man flapsig sein soll. So ist es. Darf ich dazu den Schlenker machen, zu der Nachricht, die wir bekommen haben? Ja, bitte. Ich begrüße Sie. Hörerpost. Die Rubrik Höreranliegen. Freunde, wenn ihr noch was braucht, ruf den anderen an. So, was im Kleinen und jeder bei sich selber machen kann, ich habe eine Nachricht bekommen.

Lieber Martin, Katharina und du haben in der Vergangenheit im Podcast oft darüber geredet, wie wichtig es ist, Menschen, die politisch eventuell etwas auf Abwägen sind, nicht vorzuverurteilen, sondern vielleicht sogar durch offene Gespräche abzuholen. Lange habe ich mich nicht getraut, Politik im Kreise der eigenen Familie zu thematisieren, weil ich begründete Befürchtungen hatte, dass meine eigenen Eltern, die zwar schon viele Jahre geschieden sind, aber beide AfD-Wähler sein könnten.

Und lange habe ich gedacht, wenn ich einfach nicht nachfrage, werde ich einfach nie erfahren und damit bleibt mir auch die Enttäuschung erspart. Euer Podcast machte mich aber nachdenklich und neulich habe ich mich endlich getraut, mit meiner Mutter das Gespräch zu suchen. Und das ist das, was ich meine, weißt du, jeder so in seinem Rahmen.

Und es stellte sich heraus, sie hat tatsächlich AfD gewählt. Aber bei Gott nicht, weil sie einverstanden mit deren Ansichten ist, sondern weil sie es einfach nicht besser wusste und enttäuscht von den anderen großen Parteien waren. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir hatten ein langes, ausführliches und total gutes Gespräch.

Sie war schockiert über all die Informationen, die ich ihr zugetragen habe, als ich an Beispielen erläuterte, wem sie da eigentlich ihre Stimme geschenkt hat. Und ich kann hier mit Stolz vermelden, diese Stimme hat die AfD hiermit wieder verloren. Und das vor allem, weil ihr mir durch euren Podcast irgendwie Mut gemacht habt, daran nicht vorbeizuschauen.

Es ist zwar nur eine Stimme, aber es können insgesamt so viele werden bei der Masse an Hörern, die ihr ja erreicht. Und das ist genau das, was ich meine, dass ich als Mann bei so einer Nummer hier mit Colleen. Ganz klar auch nochmal sensibel werden muss, zu sagen, warte mal eben, was gibt es für einen flapsigen Kommentar, den du selber loslässt im eigenen Umfeld, wo du auch einem Kumpel mal sagen kannst, ey, komm, das ist nicht cool.

So, jetzt schreibt sie aber noch weiter. Also ich habe ihr eine Sprachnachricht darauf gemacht, aber total gerührt, so wie jetzt auch wieder. Ich muss ja wieder, ich habe wieder Heulerei jetzt. Aber ich war so gerührt darüber und habe ihr eine Sprachnachricht gemacht und habe ihr so sinngemäß gesagt, sie mega stolz auf sich sein kann, aber eigentlich noch stolzer auf ihre Mama.

Dass also eine Mutter zulässt, warte mal eben, ich höre mal genau meiner 30-jährigen Tochter zu und ich will wissen, wie die denkt und fühlt und so. Ihre Antwort darauf, ich bin auch total stolz auf meine Mama, einfach weil ich auch denke, es ist echt nicht leicht, von jemandem etwas anzunehmen, den man ja eigentlich selber erzogen hat.

Wenn du weißt, wie ich es meine, mein Papa zum Beispiel kann mich dafür noch nicht ernst genug nehmen. Für ihn selbst mit 31 bin ich vielleicht noch sein Kind. Und ich hatte gefragt, darf ich das vorlegen? Ja, du darfst das vorlegen, lesen. Und dann haben wir noch einmal hin und her geschrieben. Und dann hat sie gesagt, was für sie so bedrückend ist, sie ist als Kind total anti-rechtserzogen worden von ihrem Papa.

Und er ist auch ein sogenannter Protestwähler. Und sie hat jetzt so diesen Mut, auch bei ihm dran zu bleiben. Und das ist das, wo ich denke, dass es wirklich wert ist, dass wir den Podcast machen und diese Themen aufgreifen. Wenn nur ein Mensch das verändert, das finde ich großartig. Und das ist genau das, was Colleen 100 Prozent erreichen wird, dass Menschen umdenken und Menschen nachdenken und so. Und das ist eigentlich das, worum es geht.

Ja, und auch, dass endlich der nötige Druck aufgebaut wird. Denn das Problem besteht, ist ja seit Jahren der Fall. Dann gibt es jetzt irgendwie diese neuen Möglichkeiten, auch durch diese ganzen unsäglichen KI-Tools, wo du ja irgendwie auch Nacktbilder von fremden Leuten erstellen kannst. Und das weiß man ja alles irgendwie schon lange, dass das so mal bekämpft werden muss. Und trotzdem hat sich nichts getan.

Ich hoffe auch, dass das jetzt gerade so ein Momentum ist. Wenn wir jetzt schon bei Fragen aus der Hörerschaft sind und weil wir ja so ein paar Sachen vor uns herschieben, die wir abarbeiten müssen, würde ich fast sagen, wir hören jetzt direkt mal die Frage aus der Hörerschaft, die uns letzte Woche erreicht hat.

Hallo lieber Herr Rütter, hier ist Familie Hoforstorko. Wir haben einen einjährigen Rüden, wahrscheinlich Chihuahua-Mix aus dem Tierheim, der wurde ausgesetzt gefunden. Und dieser Hund hat seitdem wir ihn haben das Problem, dass er wirklich alles frisst draußen und er schluckt es auch runter. Also er frisst Eicheln, schluckt sie runter, er frisst Stöcker, schluckt sie runter, er frisst Klammern, zerkaut sie, schluckt sie runter.

Letztens hat er gerade einen Buntstift gefressen, schluckt es runter, Gummimatten zerfressen, schluckt er runter. Also draußen geht es jetzt momentan, wenn man kurzzeitig harsch anredet, dann lässt das auch fallen hier drinnen. Wir versuchen wirklich alles aus seiner Umgebung fernzuhalten, was er sich nehmen könnte.

Allerdings haben wir auch Katzen, die öfter mal irgendwas runterholen, auch von den Kindern aus dem Zimmer und mitbringen in die Räume, in die er sich bewegen kann. Und ja, so wie er es findet, frisst das und schluckt es runter. Seine Spielsachen, also er hat schon relativ robustes Spielzeug, allerdings auch da zackhaut er manchmal und schluckt runter.

Also wir haben auch schon untersuchen lassen, ob Nährstoffmangel, es ist alles in Ordnung, Koturin und Blut war alles in Ordnung, da war gar nichts. Könnte das eine psychische Macke sein und hätten Sie da Tipps, wie man da vorgehen kann? Weil wir spielen, versuchen ihn auszulasten, große Spielrunden zu machen und Spaziergänge und ihn auch geistig zu fördern mit Kommandos, die er lernt und so.

Aber es führt irgendwie keinen Weg rein, dass der kleine Mann das lässt. Ja, also es ist natürlich der Klassiker, der Klassiker, mein Hund frisst alles, was nicht hin und dahin fest ist. Ich glaube, es gibt wirklich nichts an Gegenständen, die nicht schon aus dem Hund heraus operiert wurden. Also von bis, alles dabei.

Und natürlich ist immer erstmal klar, wir müssen... Immer logischerweise erst mal medizinisch abklopfen. Das ist ja so nur immer erstes Gebot. Ist da irgendwas mit dem Hund nicht ganz knusper? Also gesundheitlich. Dann haben wir ja festgestellt, dass manche Hunde aufgrund genetischen Defekten kein Hungergefühl entwickeln.

Kein Sättigungsgefühl entwickeln können. Also infolgedessen wirklich so einen Dauerdruck beim Thema Hunger haben. Der Labrador zum Beispiel? Der Labrador, bei dem kann es sein. Ist nicht bei allen Labrador-Züchtungen so, beim Beagle haben wir ja die gleiche Situation, dass die wirklich dauerhaft Hunger haben.

Das sind dann aber auch Hunde, woran man es auch ein bisschen erkennen kann, die sind auch so dauerhaft auf der Suche, die haben so eine Rastlosigkeit. Das ist also nicht der dicke Labby, der gerne sagt, komm, spiel mal noch ein Kilo Futter hinterher, sondern das merkt man schon, dass die auch sehr rastlos sind.

Das ist ein Thema. Das zweite Thema ist, ich habe die Erfahrung gesammelt, dass neun von zehn Allesfressern und unterwegs und im Haus alles Aufnehmern sind, sind die Hunde, die fast Langeweile haben und die parallel sehr schnell schmitzgequickt haben, als, guck mal, einmal auf der Socke von der Oma gekaut.

Komplette Aufmerksamkeit bekommen. Also, dass du förmlich siehst, wie die gucken und sagen, ja, mal sehen, ob ich hier alle auf Trouble halte. Das sind aber dann auch Hunde, die das dann weniger machen, wenn sie alleine sind. Weil das Publikum fehlt. Genau, das Publikum fehlt und das heißt, das sind oft die, die beim Spazierengehen alles aufnehmen.

Oder die Familie setzt sich auf die Couch, so jetzt geht das los. Die Hunde, die also alleine alles reinschaufeln, da würde ich immer noch genauer medizinisch hingucken. Jetzt kommt es, der Trainingsweg ist eigentlich immer, dass wir das quasi anzeigen lernen. Also dass der Hund lernt, wenn du das, was du unterwegs eigentlich am liebsten frisst, ein Tannenzapfen, ein Stein, Schuhe oder whatever, dass du lernst, wenn du das anzeigst, kriegst du dann von mir eine Aufmerksamkeit.

Damit kann ich zunächst mal einmal so ein bisschen so eigentlich das klassische Giftköder-Training. Wir bringen ja den Hunden bei, wenn du unterwegs ein Brötchen findest, leg dich ruhig davor, setz dich davor, starr mich an. Oder wir bringen dem beides zu verbellen, also dass er lernt zu kläffen, wenn er das Brötchen da sieht, sodass der Hund im Prinzip das mit einer Aufmerksamkeitsumlenkung assoziiert.

Das heißt also, er bleibt zwar latent auf der Suche, aber er schaufelt es nicht sofort rein. Das geht dann so weit, dass wir den Hunden beibringen, die Bockwurst im Zweifel sogar apportieren zu lernen. Das ist gar nicht so komplex. Jede unserer Hundeschulen bietet das Training Giftkühner Warnung an. Aber danach muss man es ganz davon weglenken.

Denn sonst hast du einen Hund, der rastlos, also nicht Giftköder-Training muss man weglenken, aber wenn ich einen Hund habe, der ursprünglich alles reinschaufelt und der lernt jetzt, ja, du kannst es reinschaufeln, aber erst musst du es anzeigen, lenke ich es dann um. Das heißt, also erst ist die Zwischenstufe, du zeigst es mir an und irgendwann ist die nächste Stufe, wir lenken das wieder weg, wir machen ein bisschen Fährtentraining, wir schieben es ein bisschen in Suchen, damit er eben nicht auf diesem Trip bleibt. Dass der immer sucht.

Genau, dass der immer nur im Kopf hat, wie kriege ich Aufmerksamkeit, wie kriege ich Aufmerksamkeit. Weil ein gut ausgebildeter Suchhund, der muss ja auch lernen, zur Ruhe zu kommen. Der soll ja nicht willkürlich den ganzen Tag suchen, sondern der soll ja nur noch suchen, wenn wir sagen, jetzt wird gesucht. Und das ist der Schlüssel.

Das ist so ein bisschen wie bei der Reizanne, wo ich ja die Impulskontrolle beibringe und nicht jedes Mal soll der Hund ja hetzen. Das ist ja immer der Denkfehler, dass die Leute sagen, damit mache ich den Hund ja zum Hetzer. Nein, der Hund lernt, wenn ich dir sage, jetzt hetzt du, dann wird gehetzt, wenn ich, hey, cool, alles ist entspannt.

Aber die Vorstufe ist immer, lernen die Sachen anzeigen. Und was ich immer als kleinen Test machen würde, wenn der Hund ein Zerstörer und Runterschlucker ist, wenn Menschen dabei sind, wie reagiert der Hund, wenn ich rausgehe? Kamera aufstellen, Hund nimmt sich einen Schuh, fängt an zu kauen, alle gehen raus, Tür zu, tschüss.

Da sehe ich schon, ey, kaut der weiter oder spuckt der aus und sagt, ey Leute, ohne Publikum ist auch scheiße, jetzt kommen alle wieder zurück. Da habe ich schon mal so ein kleines Indiz dafür. Aber in aller Regel ist es richtig gut trainierbar. Gut, dabei fallen mir meine Loafer ein. Ich hatte mir vegane Schuhe bestellt.

Das ist schon ein bisschen länger her. Und zwar in England. Und man findet ja nicht so oft so Schuhe, die, Wenn meine Zwergengröße entsprechen, dann auch noch vegan sind und auch noch ganz schön. Deswegen hatte ich mir direkt zwei Paare davon bestellt und habe nicht gecheckt, dass ja England nicht mehr in der EU ist, sondern dass ich dafür jetzt auch noch so viel Zoll bezahlen muss.

Das heißt, diese Sache hat eigentlich komplett mein Budget gesprengt. Und dann hatten die vorne so etwas längere Ledertroddeln. Kannst du dir die vorstellen? Ja, die auch nicht aus Leder waren, weil sie vegan waren. Genau, veganes Leder. Und dann komme ich neulich nach Hause. Da waren die einfach komplett fein säuberlich abrasiert. Für einen Schuh auch nur.

Zum Glück, wir haben sie extra noch gezählt, waren die vollständig. Das heißt, keiner ist im Trudi-Hund verschwunden. Ja, aber guck mal, bleiben wir kurz bei Trudi. Eigentlich ein schönes Beispiel. Jetzt ist ja klar, dass Trudi nicht 24 Stunden Langeweile schiebt, du beschäftigst sie, du schleppst sie mit ihr rum, du schleppst sie mit dir rum.

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die einen Schuh ankaut, nachdem ihr drei Stunden laufen wart. Ist deutlich geringer. Ist definitiv geringer. Absolut. Also haben wir da kein strukturelles Thema. Nee. Sondern das ist ein junger Hund. Ach ja, hier liegt jetzt kein besonders spannender. Genau, da liegt nichts Spannendes zum Kauen. Mensch, der Schuh, der riecht eigentlich gut, da kau ich mal ein bisschen drauf. Ja.

Also eigentlich eine logische Konsequenz. Ja, und sie macht es auch manchmal, glaube ich, auch tatsächlich, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Weil als wir zum Beispiel jetzt in der letzten Woche die Folge aufgenommen haben, da hat sie sich ja auch so meinen Basecap geschnappt und da mal so ein bisschen dran rumgelöht.

Also alles total harmlos. Und um das kurz noch zu sagen, es ist sowieso, weil wir ja gesagt haben, mal gucken, wie sie sich so mit Trudi entwickelt. Sie wird immer selbstbewusster, sie wird immer lustiger. Aber bis jetzt ist es einfach nur lustig. Und neulich habe ich zu meiner Nachbarin gesagt, weil die auch so diese Entwicklung jetzt gesehen hat, das ist so, als wäre ich mit einer Comicfigur unterwegs, weil die einfach so süß und so lustig ist.

Und die hat jetzt zum Beispiel auch bei der Metzgerin, hat sie so ein kleines Ritual entwickelt. Also wenn wir dahin gehen, dann gehen wir natürlich wegen ihr dahin und wir gehen auch nicht ständig dahin. Und sie ist dann immer schon sehr nervös, wenn wir in der Schlange stehen, dann tritt sie immer schon von einer Foto auf die andere.

Und baut sich Kontakt zur Metzgerin auf. Und die Endstufe ist dann aber, dass sie sich tatsächlich auf die Hinterbeine stellt und an die Theke. Die Metzgerin sagt dann immer, ja, ich habe dich doch schon gesehen. Dann gibt es ein unfassbar dickes Stück Wurst, was ich ihr niemals verabreichen würde. Es ist wichtig, dass man diese Rituale fördert. Ich weiß es.

Vielleicht schafft das ja, dass die auf die Theke springt. Es ist einfach zu lustig. aber weil wir schaffen es auch, an diesem Metzger vorbeizugehen. Aber dann, also zu meinem Tipp des Tages fange ich mal direkt hinzu. Wir werden das YouTube-Video verlinken. Der Klassiker aller Klassiker von Herbert Knebel ist die Wurstschlange.

Findest du das? Nee. Das ist wirklich, da musst du auch kein Robot-Fan sein, um das lustig zu finden. Da beschreibt er, wie er im Supermarkt an der Schlange steht, an der Wursttheke. Und er ist dann da der Letzte und der wird so ungeduldig. Und dann beschreibt er wie die Oma an Position 1. Hm, dann nehme ich noch von der Servalatwurst.

Hm, von der groben Fettige nehme ich noch und hört nicht auf. Und Herbert steht in der letzten Reihe und schimpft vor sich hin. Und am Ende schreit er dann so Sätze wie, hör mal, hast du eigentlich einen Rudelwölfer auf der Hütte oder was? Wer soll das alles essen? Das ist so lustig. Und ich hatte jetzt gerade vor Augen, wie Grudi in der letzten Reihe steht und schon anfängt zu maulen und zu knäffen so nach dem Motto, komm, mach voran hier.

Das war so lustig für mich. Das ist, glaube ich, wirklich genau das, was dann durch ihren Kopf geht. Also wir verlegen von YouTube oder auf YouTube Herbert Klebel Wurstschlange. Einfach herrlich, herrlich. Ich mache mal weiter. Ich habe noch eine gute Nachricht für dich. Was könnte dich in so einer Podcast-Folge besonders erfreuen?

Marc Söder hat in einer absoluten Gier sich eine Leberkässemmel reingestopft und sie ist im Hals weggeblieben. Ihm ist natürlich nichts passiert, aber er ist verlaufener Kamera, ist der Kopf blau geworden. Er denkt jetzt über Pflanzenkosten. Ja, und zwei Veganer haben ihn beatmet. Mehr so bezogen auf Podcast-Rubriken.

Wir schaffen irgendeine wieder ab, und zwar das Rasseporträt. Genau, das nicht, aber wir schaffen es heute ab oder wir sagen, sagen wir so, es wird heute keinen Rätselspaß für dich geben. Und zwar ist es so, ich habe nämlich aus der Kategorie Neues aus der Wissenschaft gleich so viele Fragen, gerade zu diesem Thema, dass ich lieber über die ein oder andere Hunderasse einfach so sprechen wollen würde. Das tut mir richtig leid. Du bist jetzt wirklich enttäuscht.

Irgendwie habe ich schon kurz, das war so eine Micro-Impression in die Psychologen, das glaube ich, also ich habe kurz gesehen in deinem Gesicht, du warst kurz traurig, enttäuscht, kann man sagen. Und weißt du warum? Nee. Ja, weil dann wenigstens ein Schnipsel des Talks-Songs kommt. Stimmt. Neues aus der Wissenschaft. Kurz, verständlich, relevant. Aktuelle Forschung zu verhalten, lernen, Emotionen.

Eingeordnet und übersetzt ins echte Leben. Also ob Wissenschaft kein echtes Leben wäre. Wissenschaft ist das wahre Leben. Wissenschaft ist das Stolpern nach vorne durch Erkenntnissen. Ich meine, man nennt nur deshalb Laufen, wenn man vorhin mal auf die Fresse geflogen ist und weiß, dass es besser den Fuß hochzuheben ist, was im Weg ist.

Naja, immerhin. Also bin wir gespannt, was die da erzählen. Vor allen Dingen, was die dann erzählen, was vorher falsch ist. Meine Popper hat ja schon gesagt, dass ich eine Aussage so treffen muss, dass sie falsifizierbar ist. Es sei denn, es handelt sich um eine Existenzaussage. denn Existenzausseiten, die wiederum sind natürlich klar, die kann ich beweisen.

Ein interessantes Beispiel ist ja dieser schwarze Schwank. Es gibt keine schwarzen Schwäne, aber ich glaube, das würde jetzt zu weit führen. Ich bin mal gespannt, was dabei rumkommt. Also Wissenschaft ist ja an sich genau das, was wir heutzutage brauchen. Wir brauchen die Rationalisierung, das Selbstkritischsehen, die Suche nach dem eigenen Fehler herauszufinden.

Wo habe ich selber falsch gelegen? Was ist für mich die Überraschung? Wo denke ich? Nein, das habe ich immer anders gedacht. Denn nur dann, wenn ich mich irre, weiß ich, dass ich etwas Neues gelernt habe. Ich meine, wenn ich etwas höre, was ich schon kenne, dann habe ich ja keine Erkenntnis geschaffen, weil ich die ja schon hatte.

Wenn ich aber hingehe und etwas hier jetzt höre in diesem Podcast, was ich vorhin habe, dann bin ich erst weitergekommen. Also das heißt, wenn ich mir das jetzt anhöre und denke, oh, kenne ich schon, hat es mir gar nichts gebracht. Und ich aber denke, echt, nein, krass, was, schade. Dann hat es mich weitergebracht. Also, wir hatten ja letzte Woche schon angekündigt, Es gab eine sehr interessante Studie aus dem Yellowstone Park und wir beide haben ja auch schon viel zum Thema Raben und Wölfe und wie die sich auch aufeinander einstellen und so weiter gehört.

Und offenbar ist man da aber jahrelang immer ein bisschen auf der falschen Fährte gewesen, wenn es darum geht, warum sind denn eigentlich die Raten so schnell an einem Wolfsriss? Also diese Bilder kennt man ja, die Wölfe versuchen, die Raben zu verjagen. Die Raben lassen sich so richtig aber nicht abschütteln, schaffen es dann doch immer wieder so dazwischen zu kommen. Und man hat eigentlich angenommen, dass die Raben den Wölfenstumpf folgen.

Und diese beiden Tierarten haben sich ja wirklich zusammen entwickelt. Also Stichwort Ko-Evolution. Es gibt zum Beispiel bei den Raben bestimmte Schreie, die dann anderen Raben zeigen, hier ist gerade ein Riss, aber wir kommen irgendwie nicht richtig dran. Und man kann ein paar Sachen auch entschlüsseln, dass bestimmte Schreie sich auf das Verhalten der Wölfe beziehen.

Was man jetzt aber eben immer angenommen hat, dass die Raben wissen, wo dieser Riss gerade ist, weil sie den Wölfen folgen, scheint offenbar falsch zu sein, weil Raben offenbar die Fähigkeit haben. Sozusagen vorauszusehen, wo der nächste Wolfsriss stattfindet. Das heißt, die erkennen, hier ist ein altes, schwaches, krankes oder sehr, sehr junges Tier, So konkret nicht, aber verschiedene Raben hat man mit einem GPS-Sender ausgestattet.

Warte, Entschuldigung, ich will nochmal einmal kurz zum Verständnis fragen. Das heißt, die Raben erkennen schon, es wird zu einem Wolfsriss kommen, weil die die Wölfe beobachten oder sind dann Wölfe noch gar nicht da? Ja, pass auf, das ist genau das, was ich erklären wollte. Ach so, Entschuldigung. Diese drauf gekommen sind, also die haben die mit verschiedenen GPS-Sendern ausgestattet und haben einfach mal geguckt, was die machen.

Und da war zum Beispiel ein Rabe, den haben sie irgendwo an der Müllhalde gesehen. Und plötzlich fällt dem ein, dass er wohl mal eben 150 Kilometer fliegen könnte, zu einem Wolfsriss. Das heißt, die Möglichkeit, dass er da irgendwem gefolgt ist, ist schon mal nicht da. Und was die Leute, die diese Forschung jetzt betrieben haben, daraus Schlussfolgern, ist, dass die Raben wissen, in welcher Ecke es wohl schon mal was geben könnte.

Entweder, weil es da schon mal was gab, weil man da zu bestimmten Jahreszeiten oder unter bestimmten Konditionen Wolfsrisse hat, weil die wissen, dass Wölfe dann da erfolgreich jagen. Und möglicherweise sogar auch, weil die checken, das sind hier ganz gute Konditionen für so einen Wolfsriss. Hier ist so ein Tal, da könnte man mal einem Herrnkirchen...

Aber wirklich 150 Kilometer entfernt an einer Mülltonne die Info? Das war, also was ihm letztlich den Impuls gegeben hat, dort mal vorbeizufliegen, weiß man nicht. Und dass es dann da was gab, war natürlich auch nur innerhalb einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Aber möglicherweise eben deswegen, weil dieser Rabe da auch aus seiner Erfahrung heraus wusste, dass das da schon mal was Leckeres zu fressen gibt.

Und dieses Forschungsteam geht davon aus, dass die Raben wie so eine Karte im Kopf haben. Dass sie genau wissen, wenn jetzt... Also wahrscheinlich auch eben mit einem zeitlichen Bezug, das weiß man alles gar nicht ganz genau. Aber wenn die zu einer bestimmten Zeit schon mal irgendwo fündig geworden sind, dann fliegen sie da auch schon mal hin.

Ja, ich finde es spannend, aber mich überrascht es gar nicht so krass, ehrlich gesagt. Weil jetzt, guck mal, jetzt haben wir ja da einen Raben, der hat schon mal eine Info gehabt. Und der merkt sich die im Prinzip. Und so wie Mina, das hatte ich ihr vor langer, langer Zeit mal erzählt, die hat dann, was weiß ich, drei Jahre alt, hat hinter einem bestimmten Baum im Kölner Stadtwald einen Döner gefunden.

Und zwar einen Coutique Completti-Döner. Den hat die gemampft. Und da ist die Wochen später immer noch gucken gegangen und hat gesagt, Warte mal, warum haben die heute geschlossen? So, hat sich das also gemerkt. Und auch wirklich, nachdem ich dann manchmal wochenlang an dieser Stelle nicht vorbeikam, ging die Schnurstramm und sagte, die Nummer kenne ich hier.

So, jetzt kann man sagen, ja, vielleicht hat sie auch ein paar Wochen später noch nach Töner gebrochen, weiß ich nicht. Aber zumindest hat sich diese Stelle irgendwie gemerkt, aus meiner Sicht. So, jetzt merkt sich also der Rabe auf einer im Kopf eingespeicherten Karte, fliegt mal siebte Tal links, rechte Baum nochmal dreimal abbiegen und dann sind wir da. Okay.

Das ist faszinierend, er kann sich das merken. Jetzt haben wir aber ja auch den Raben B, der hatte noch nie eine Erfahrung. Und dann bleibe ich aber bei der spannenden Frage, naja, aber der muss ja gucken, wo sind Wölfe und beobachten, wo der Wolf ist, da gibt es irgendwie ein Abfallprodukt für mich.

Und erst dann kann er ja speichern. Also muss es ja eine Kombination aus beiden sein. Oder, noch spannender wäre für mich, vererbt der Rabe, der die Karte im Kopf hat, dieses Wissen weiter. So wie wir bei manchen Zugvögeln ja davon ausgehen müssen, dass die Information weiter vererbt wird. Und das finde ich ja spektakulär.

Das finde ich auch. Ich weiß nicht, ob es da irgendwelche epigenetischen Sachen gibt, dass das wirklich so ohne, dass die eine sozusagen gute Übergabe hatten. Dass die das einfach so in die Gene geschrieben bekommen haben. Das glaube ich eher nicht. Ich stelle es mir eher so vor. Ich wohne ja hier in der Nähe von einem Marktplatz und da gibt es gute Stände.

Es gibt sehr schlechte Stände. Es gibt so welche, da sind irgendwelche Lebensmittel vom Laster gefallen, die dann für völlig überteuerte Preise rausgehauen werden. Es gibt den Avocado-Betrüger, der mir mal Avocados als reif verkauft hat, die zwei Wochen später erst reif gewesen sind. Und dann gibt es hier so eine Reihe von älteren Damen, die so ein kleines Wägelchen hinter sich herziehen und bestimmt schon seit 25 Jahren jeden Samstag über diesen Markt schmüren.

Und die wissen einfach ganz genau, wo sie hingehen, wo sie auf gar keinen Fall Avocados kaufen und wo das Gemüse besonders frisch ist. Also ich glaube, das ist einfach Erfahrung und die grasen dann diese Stände ab, von denen sie wissen, da könnte es was geben. Und so läuft das, glaube ich, auch bei den Raben.

Und das gibt man natürlich insofern an die nächste Generation weiter, als dass sie ja auch mit auf den Markt kommt, so wie das ja bei den Raben auch ist. Die sind ja auch eben in Gruppen unterwegs. Spannend. Teil spannend ist das. Übrigens, Erfahrung gemacht, ich war heute familiär bedingt in einem Pflegeheim. und, war jetzt so in den letzten paar Monaten oder Wochen mit dem Thema sehr beschäftigt und werde das jetzt in Zukunft auch wieder viel auf dem Zettel haben.

Und da ist mir dann mal eine Sache wieder bewusst geworden. Ich kam da rein und habe sehr, sehr nettes Pflegepersonal. Und ich hatte eine Frage und kam in einen Aufenthaltsraum, wo gerade so eine kleine Mittagspause stattfand. Und da fand ich sehr, sehr interessant und habe auch sofort geplaudert, dass von ungefähr, ich sage mal, gefühlt zwölf Leuten hatten acht ein Kopftuch auf.

Total interessant und hab wieder so gedacht, ey Friedrich, Hast du Bock mal vorbeizukommen, wenn du so nochmal weiter so deine populistische Scheiße gegen Wirtschaftsflüchtlinge, gegen Sozialtouristen und so weiter verbreitest? Lass uns doch mal. Und ich habe da auch gefragt, habe dann auch gefragt, hey, welche Wurzeln hast du?

Wie war dein Weg? Und so weiter. Da kam so ein bisschen ins Plaudern. Und fand das total interessant und hab's dann wirklich wieder lachen bei dem stumpfen, dummen AfD und Friedrich Merz geseiere, was in dem Pflegeheim los wäre. Wenn wir diese Leute da nicht hätten. Gute Nacht macht, das kann man nur sagen.

Und hab dann mit einem Mann mit, syrischen Wurzeln und mit einer Frau gesprochen, mit deutschen Wurzeln. Hab dann geplaudert und beide sagen so, ey, wir sind so, wir sind jetzt so abgefuckt, diese Diskussion wieder. Totaler Pflegenotstand, wir brauchen Personal und alle wissen, dass wir ohne Zuwanderung hier die Bude zumachen könnten und trotzdem ist es immer noch so präsent.

Fand ich wieder ein Beispiel dafür, Erfahrungen sammeln, Menschen treffen, mit Menschen reden und manchmal, und das ist so der Moment, wo ich denke, manche Leute, die ihre politische Entscheidung treffen, ich glaube, Die sind so weit weg von einem normalen Alltag, dass sie das gar nicht mitkriegen und gar nicht beurteilen können. Im besten Fall.

Oder sie es nutzen, weil sie wissen, dass viele Leute das im Kopf haben, gezielt solche Geschichten, obwohl sie wissen, dass sie gar nicht stimmen. Kann auch sein. Die Studie, die dich heute um das Rasseporträt gebracht hat, das interessiert dich doch jetzt sicherlich, oder? Okay, also es gibt ja so einen Trend seit einigen Jahren schon zu bestimmten Hybridrassen.

Cockepoo, Labradoodle, Kavapoo, das sind die Cavalier King Charles Spaniel. Multi-Poo, Winnie-Poo. Wie sie alle heißt, genau. Und was die Erwartung der Menschen ist, mal ganz abgesehen davon, dass es da ja auch diese fälschlichen Vorstellungen gibt, dass das sozusagen Allergikerhunde sind, das ist ja, dass die im Verhalten eben auch besonders geschmeidig sind.

Die werden jetzt ja viel auch so als Assistenzhunde eingesetzt. Und jetzt hat sich in einer Studie gezeigt, dass im Vergleich zu den jeweiligen Rassen die Halterinnen und Halter dieser Hunderassen häufig negative Verhaltensweisen feststellen. Und zwar, also bei diesen verschiedenen Rassen war das so ein bisschen unterschiedlich.

Bei den Labradoodles war das nicht ganz so ausgeprägt wie bei den anderen Rassen. Dazu gibt es natürlich auch Ansätze, warum das so ist, weil es Labradoodles eben schon ein bisschen länger gibt. Da hat man möglicherweise durch Selektion auch schon mal das eine oder andere in den Griff bekommen. Aber es war auf jeden Fall in dieser statistischen Auswertung der Fälle ganz deutlich.

Jetzt muss man bei dieser Studie natürlich sagen, das basiert auf den Äußerungen von Leuten, die sie... Also das sind so Selbstauskünfte von Halterinnen und Haltern. Sowas ist natürlich immer so ein bisschen verzerrt. Da würdest du natürlich zum Teil andere Schlüsse daraus ziehen als die Menschen selbst, ist sehr klar.

Aber es hat zum Beispiel, wo man ja auf jeden Fall hellhörig werden muss, gab es nicht nur bei aggressiven Verhalten negative Abweichungen, sondern auch zum Beispiel bei ängstlichem Verhalten. Und zwar so, dass man schon darauf kommen kann, dass gerade so was ängstliche Situationen in Alltagskonstellationen sind, dass die Hunde dann auch Stress haben.

Und wenn man sich dann auch überlegt, wozu werden diese Hunde jetzt möglicherweise eingesetzt, also jetzt gerade im therapeutischen Bereich als Schulbegleithunde, auch im Zusammenhang mit Aggressionen sollte man vielleicht mal die Ohren spitzen. Und ich fand es insofern wirklich ganz interessant, weil das einerseits recht deutlich war und man andererseits natürlich nie so genau sagen kann.

Wie kausal sind diese Zusammenhänge wirklich. Weil ein paar Dinge, ein paar Einflussfaktoren sind da, die möglicherweise da reingespielt haben. Also zum Beispiel waren viele dieser Hunde, die besonders negativ aufgefallen sind, Ersthunde. Das heißt, die Leute hatten wenig Erfahrung. Dann sind viele dieser Hunde auch in die Corona-Zeit gefallen.

Das heißt, die hatten möglicherweise eben auch keine gute Ausbildung. Und, was zum Beispiel auch abgefragt wurde, haben sie den Hund mit seiner Mutter oder mit den Elterntieren zusammengesehen? Auf diese Frage haben viele auch mit Nein geantwortet, was darauf hindeutet, dass die Hunde vielleicht auch im Internet bestellt worden sind.

Also es gibt einiges, was darauf irgendwie einzahlt. Man hat zum Beispiel auch gesehen, die kleineren Hunde zeigen häufiger Auffälligkeiten und das fand ich auch sehr interessant. Da wurde nämlich eine Studie nochmal zitiert, dass kleine Hunde deutlich seltener in angemessener Form beschäftigt werden und dass man mit denen auch seltener irgendwie so zum Training geht nach wie vor, weil.

Also ich hätte auf jeden Fall gedacht, dass sich das mittlerweile eigentlich ausgeglichen hat. Aber das scheint auch immer noch ein recht relevanter Faktor zu sein. Also wenn man jetzt sagt, einerseits ist das das Ergebnis, man sieht diese Unterschiede und zweitens, man muss sehr viele Einschränkungen dabei in Betracht ziehen und wissen, das ist nicht alles so klar.

Würde mich mal interessieren, was seht ihr denn eigentlich so in den Hundeschulen, was diese Mixed Breed Rassen, also diese Speziellen betrifft? Kann man da sagen, dass die häufiger auffällig sind? Nein, kann man absolut nicht sagen. Wirklich nicht. Aber zu den ganzen Dingen, die du gesagt hast oder zu den Theorien, die da kamen.

Also erstmal interessant ist, weil das sind genau die Notizen, die ich mir gemacht habe, während du gesprochen hast, wären meine Fragen gewesen. Denn was wir feststellen und ich sehr genau auch in meinem sozialen Umfeld betrachte, der Ersthundehalter muss unter keinen Umständen derjenige sein, der mehr Scheiße baut als jemand, der schon 30 Jahre Hunde hat.

Ich habe so viel mit Leuten zu tun, die sagen, ja, ich habe immer schon Hunde gehabt, ist doch egal, hier nehmbar. Ich hatte ja jetzt vor kurzem ein Video gemacht, da hat eine junge Influencerin, die Pferde hat und irgendwie Leistungssport mit Pferden macht, ein Video gemacht. ich habe mir spontan einen neuen Dackel gekauft.

Fliegt mir natürlich komplett das Blech weg. Habe ich dann gesagt, ey Leute, guck mal, die hat sich dann noch einen getupften Designer-Dackel gekauft, der eine Qualzucht ist und sagt dann noch spontan gekauft, ich zeige mal die Reaktion meiner Eltern. Die Mutter, oh Gott, Welpe gekauft, wie süß, der schläft aber bei mir.

So, jetzt poste ich das, ich habe an dem Video nichts verfälscht oder weggelassen und sage dann, ja, was ist denn jetzt los? wir brauchen Hundeführerschein, kann ja nicht sein, spontan einen Dackel gekauft, das ist ja wirklich Wahnsinn. Und habe sogar noch gesagt, ist wahrscheinlich im normalen Leben völlig auf Scheibe, aber das ist ja einfach etwas, was nicht geht. Und das ist ja total bekloppt.

So, und dann kommt selbst darunter, wo völlig klar ist, die Halterin selber sagt, ich habe mir spontan einen Hund gekauft. Irgendwo in Fechter mal eben mitgenommen. Sie sagt das selber, das denke ich mir nicht aus. Kommt noch, ja, wie kann jetzt wieder ein alter Mann auf eine junge Frau einknüppeln? Übrigens, die haben doch schon mal Hunde gehabt. Das ist ja alles nichts, was ich in irgendeiner Art und Weise kommentiert habe. Und.

Und man sieht also daran, dass jemand, der ländlich lebt, der mehrere Tiere hat, schon mehrere Hunde hat, trotzdem alles falsch macht. Ruffezeichen, gibt es gar keine zwei Meinungen. Also ein Beispiel dafür, da lernt jemand nicht dazu. Im Umkehrschluss habe ich oft Ersthunderhalter, die sagen, ich habe mich total informiert, ich habe eher sogar ein bisschen Bammel davor, dass ich etwas falsch mache, ich informiere mich.

Also wir dürfen nicht den Fehler machen und sagen, jemand, der ein Ersthunderhalter ist, der macht automatisch mehr falsch. Wir können aber auch nicht sagen, umgekehrt ist es so. Was ich aber feststelle, ist, dass die Leute, die sich zum ersten Mal einen Hund holen und dann bei diesen Dudel-Mischlingen landen, sehr häufig die Information kriegen, pass mal auf, die sind alle lieb.

Da kannst du nichts verkehrt machen. Also du wirst auf keinen Fall eine allergische Reaktion deiner Kinder erleben. Die sind total lieb, die sind hier real to please und einfach nur süß. Da musst du gar nichts mehr machen, die latschen einfach mit. Und die Konstellation ist gefährlich. Weil jetzt muss man dazu sagen, dass die meisten Züchter, Ich kenne auch andere, aber die meisten Züchter absolut keinen blassen Schimmer über Hunde verhalten haben.

Jetzt wird dann halt hier lustig verpaart und vermehrt. Und dann sagt man, die sind alle lieb und süß. Die Familie kommt und sagt, die sind alle lieb und süß, ich muss also nichts machen. Dann werden die nicht anständig sozialisiert, schwupp, entwickeln Ängste. Dann werden die nicht vernünftig trainiert und werden nicht gefördert und gefordert.

Ja, schwupp, aus Langeweile, Randale. Und so hast du ganz, ganz schnell diese Konstellation. Deshalb überrascht mich diese Studie überhaupt nicht. Aber wir können nicht sagen, oder ich habe nicht die Erfahrung gesammelt, dass automatisch die Dudel in irgendeiner Art und Weise statistisch häufiger auffällig sind.

Das weiß ich schlichtweg nicht. Mir ist das nicht aufgefallen. Okay, aber eben, wie du sagst, auch nicht in die andere Richtung, dass man sagen kann, greift dir einen... Cockapoo und du wirst keine Sorgen haben. Nein, das ist genau das, warum wir aus meiner Sicht auch nicht pauschal sagen können, jeder Mischling ist gesünder als ein Rasshund.

Denn wenn ich einen völlig deformierten französischen Bulldogge mit einem goldenen Retriever mit einer HD verpaare, warum sollten die gesündere Kinder kriegen? Das ist ja Quatsch. Da ist es erstmal ein bisschen zu dünn gedacht. Aber wir haben ja schöne Beispiele bei dem Weller, also eigentlich ein Mischling aus Australian Shepherd und Briar, wo immer die Hoffnung war, wir bekommen diese Arbeitsfreude des Prias und diese, sag ich mal, Begeisterungsfähigkeit des Australian Shepherds, das wird doch toll.

Und bei ganz vielen Wellern haben wir bekommen die Territorialaggression des Prias, und zwar im Quadrat, und die Skepsis des Prias und die komplette Hysterie des Australian Shepherds. Ja, und so einen Hund kannst du ja nicht gebrauchen, Punkt. Also warum sollte man solche Hunde züchten? Also deshalb, es ist immer total schwierig und ich warne dringend davor, deshalb, wenn ich die Frage gestellt bekomme, Mensch, welche Rasse ist denn besonders kinderfreundlich.

Sage ich immer bei Toys R Us, die mit der Batterie im Hintern. Denn im Umkehrschluss, wir können Genetik nicht wegreden. Also dass ein Jack-Russel-Terrier genetisch mit mehr Aggressionspotenzial ausgestattet ist als ein Golden Retriever, ist statistisch Fakt. Aber ich kenne Leute, die... Wundervolle, sanfte Staffordshire Terrier züchten, nur an Leute vermitteln, die auf alles wirklich detailliert achten und die haben total freundliche, nette Hundepunkte aus.

Aber trotzdem ist der Steff natürlich genetisch mit deutlich mehr Schroffheit, weil es ein Terrier ist, ausgestattet als so ein Golden Retrieber statistisch. Also es ist die Kombination aus Genetik und Aufzucht. Nach allem, was man so über diesen Kavalier King Charles Spaniel weiß, was der so alles an heftigen Leiden genetisch einprogrammiert hat, frage ich mich auch, wieso man dann überhaupt noch mit so etwas weiterzüchtet, weil da hat man ja bei dieser Vielzahl genetischer Defekte nicht die Garantie, dass die andere Rasse das irgendwie ausgleicht, mit der man das dann gekreuzt hat. Einer Wachsinn ist das alles.

Okay, aber das finde ich interessant, weil manchmal ist es ja so, dass die Studien dann, wenn man dann doch so viele Einschränkungen hat, einen auch so ein bisschen ratlos zurücklassen Und tatsächlich ist das ja auch das Einzige, was man so auch vom Papier irgendwie auch ablesen kann, dass man wahrscheinlich doch diese Erwartungshaltung, die viele Leute da haben, ein bisschen bremsen muss.

Aber eben in beide Richtungen. Ja, voll. Das hat doch gar nicht wehgetan. Das hat sich angefühlt wie ein Rasseporträt für dich jetzt oder doch nicht? Nein, gar nicht. Okay. Ich habe letzte Woche ja noch eine sehr lustige Geschichte angekündigt. Und zwar habe ich gesehen ein Überwachungsvideo in schwarz-weiß, was irgendwie auf so eine kleine Straße ausgerichtet war, mit so einem kleinen Grünstreifen nebendran.

Und dann kommt ein Hund, der ungefähr so aussieht wie Trudi, würde ich mal sagen. Also eher klein oder mittelgroß. Und ich finde, man sieht an der Körperhaltung schon, dass dieser Hund was Verbotenes macht. Und zwar trägt der Hund eine Mülltüte. Legt die ab und verzieht sich wieder. Und das Ganze hat sich abgespielt in Italien. Ich glaube, auf Sizilien ist das gewesen.

Ja, und mittlerweile ist die Polizei dahinter gekommen, dass der Halter dieses Hundes dem Hund beigebracht hat, illegal Müll zu verklappen und dieser Hund wohl schon mehrfach auffällig geworden ist. Oh, herrlich. Da muss ich so lachen. Ich habe bei Baywatch Berlin, hat Klaas unter lautem Gegröle und Gelächter erzählt, dass ihm wiederum Joko aus der Süddeutschen unter lautem Gelächter einen Artikel vorgelesen hat über eine Katze, die Bahn fährt.

Also die steigt in die Bahn ein, fährt fünf Stationen und dann wird die aber regelmäßig da aufgegriffen und wieder zurückgebracht. Und die Halterin hat die jetzt abgegeben, weil es gab schon Zeitungsartikel und sonst was. Und die ältere Dame, die diese Katze hatte, hat gesagt, ich kann halt alles nicht mehr.

Diese öffentliche Rummel und immer wieder der Trarab mit der Katze. Katze lebt jetzt inzwischen bei Tierschützern in Schweden. Aber was das Lustige an der Geschichte ist, dass die Oma immer sagt, könnt ihr die mal in Ruhe lassen? Weil wenn die da zehn Minuten am Bahnsteig in Ruhe gelassen wird, steigt die auf der anderen Seite ein und fährt wieder zurück.

Und selbstverständlich, die fährt dann gerne Bahn, lungert da ein bisschen rum und fällt wieder zurück. Und es gab ja, ich weiß nicht, ob es die noch gibt, aber in Moskau gab es ja die Hunde, die da regelmäßig eingestiegen sind. Da haben wir in Fernsehsendungen drüber gesprochen und hier schon x-mal drüber gesprochen.

Und da hat es ja so diesen, die fahren ja zum Straßenmarkt. Die fahren also steigend in den U-Bahn. Das sind Berufspendler. Genau, die fahren zum Markt, fischen da irgendwie Futter ab und dann fangen die wieder ab. Ich finde ja einfach herrlich, solche Geschichten. Ich liebe das sehr. Tiere, die auf die schiefe Bahn geraten, werden manchmal dann auch abgegeben und landen im Tierschutz, wo sie dann mühselig resozialisiert werden müssen von Menschen, die es da zum Glück gibt.

Und das führt mich doch zum nächsten Thema. Und zwar gibt es ein sehr schönes neues Projekt, Schulung für Mitarbeitende im Tierschutz. Genau. Wir bilden ja nur Trainer aus für unser Netzwerk. Und es kommen natürlich, ich habe ja früher viele Fortbildungen für andere Hundeschulen gemacht, für Hundevereine und so weiter.

Und das ist jetzt so die letzten Jahre ein bisschen eingeschlafen. Und eigentlich hatte ich so wieder den Gedanken, ich werde jetzt, und das werden wir auch machen, wieder doch wieder auch Fortbildungen für andere Schulen anbieten. Das war eigentlich der erste Gedanke. Und dann kam aber durch den Kontakt, wir haben für die Tierheimhelden in Darmstadt mit dem Christian Zentgraf gedreht, der also Tierarzt und Leiter des Ganzen ist.

Und der sagte, ey, weißt du, wir haben so oft hier Hunde, wo wir ja auch so ein bisschen nach Menschenverstand rangehen, aber auch manchmal eine Hundeschule hier haben und irgendwie fühlst du dir alles falsch an. Warum bildet ihr nicht Trainer für Tierheime aus und wir könnten doch bei euch Fortbildungen buchen? Und dann wadert sofort, ja, das ist eine mega Idee, lass uns das machen.

Und da habe ich mir gedacht, ey, weil die Idee eigentlich von dir stammt, kriegt ihr schon mal einen subventioniert und wir werden also euch quasi einen ausbilden für Umme. Und so haben wir jetzt also tatsächlich ein Projekt entwickelt, wo Tierheime. Tierschutzvereine, uns quasi Mitarbeiter schicken können und sagen können, hier, das ist jetzt von mir aus der Michael, das ist die Sabine.

Die schicken wir zu euch oder es wird in anderen Tierheimen stattfinden, nicht bei uns vor Ort. Also die Theorieschulung wird online stattfinden und die Praxis wird dann in Tierheimen stattfinden. Und dann bilden wir im Grunde Trainer oder wir bilden Kompetenz aus und diese Person ist dann keine Hundeschule auf, sondern arbeitet für dieses Tierheim und lernt im Prinzip ein bisschen mehr über den Tellerrand zu gucken.

Da habe ich mich total gefreut. Das Team hat das jetzt individuell und sehr intensiv entwickelt. Wir haben eine Website dazu gebaut, wo die Tierheime sich informieren können. Was kostet es? Das kann natürlich nicht gratis sein, ist ja klar. Ist aber viel, viel preiswerter als unsere Trainerausbildung, weil es auch ein Stück weit weniger umfangreich ist und weil es auch nicht danach an uns gebunden ist, sondern die Tierheime sagen, hey, wir holen uns jetzt eine Kompetenz ins Haus. Dass das Geld kostet, ist mir klar.

Und dass natürlich die Tierheime immer gucken müssen, wo kommt das Geld her. Aber die Tierheime, mit denen wir gesprochen haben, die haben das sofort mit Feuereifer aufgenommen und haben gesagt, das ist eine mega Idee. Und da finden wir garantiert auch Sponsoren, die uns da helfen. Oder wir verstehen sofort, wie wichtig das für uns ist und freue mich total über das Projekt.

Also das wird jetzt das erste Pilotprojekt sein. Wir können da jetzt nicht endlos 50 Leute reinpacken. Das ist ja klar. Maximal 20 ist hier die Ansage. Habe ich gelesen. Genau, weil wir natürlich sehr praxisnah trainieren werden. Also klar, in einem Theorieseminar online geschult kannst du auch 100 reinpacken, aber das wollen wir ja so nicht.

Wir wollen ja vor Ort in Tierheimen mit den entsprechenden Leuten da auch ganz praxisnah trainieren, denn es nützt ja jemanden, der im Tierschutz mit einem auffälligen Hund arbeiten soll. Nützt ja nichts, wenn ich dem erkläre, du musst die Liegestelle zu Hause verändern und wenn es klingelt, gehst du als Erster zur Tür. Das soll ja sehr praxisnah sein.

Also was kann ich in dem Tierheim machen? Und warum ist das überhaupt so? Wir haben die Erfahrung gesammelt und Christian genauso und alle Tierschützer, die ich kenne, sagen, naja, wenn wir so einen Grundstock an Problematik hier schon mal abarbeiten könnten, erhöht das extrem die Vermittlungschance.

Und wir können natürlich auch den zukünftigen Haltern ein ganz anderes Rüstzeug mitgeben und sagen, guck mal, das und das und das ist euer Trainingsplan in Zukunft. Und wir können auch eine Einnahmequelle schaffen. Das heißt, wir können in dem Tierheim natürlich auch in Zukunft ein Training anbieten.

Das heißt, wir haben jetzt jemanden hier, der kompetent ist und wo die Leute, die ihre Hunde von uns haben, später mit uns trainieren können. Also eigentlich win, win, win, win, win, win, win. Ich freue mich da total darüber und freue mich sehr, dass mein Team da auch sofort gesagt hat, finden wir geil, machen wir mit. Ja, das heißt, am Ende gibt es auch ein Zertifikat.

Absolut. Die Ausbildung ist praxisnah, weil nämlich deine Trainerinnen wissen, wie die Arbeit im Tierheim ist. Das wird also auch zeitlich sehr kompakt sein. Start der ersten Schulung ist das Wochenende vom 20. und 21. Februar 2027. Und insgesamt sind es aber zehn Wochenenden von Februar bis November 27, sechs in Theorie online und vier eben im Tierhand Darmstadt in der Praxis.

Und wie gesagt, die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Ich würde auch gerne noch eine Sache sagen zu dem Thema. Gratis oder nicht, das sind ja Leute, die frei ihre Zeit und ihre Kenntnis zur Verfügung stellen. Und die leben vor ihrer Arbeit. Und ich kenne das ja als Freiberuflerin auch. Die Zeit, die du in ein Projekt investierst, die muss sich auch irgendwie auszahlen.

Weil du hast ja nur, der Tag hat nur acht Stunden, also manchmal hat er leider ja auch 14 oder mehr, aber du kannst nicht alles, wo du denkst, ach das ist ja für eine gute Sache oder da stehe ich total hinter, das ist ja im besten Fall sowieso immer so, kann man dann einfach so gratis anbieten. Man muss ja leider eben auch die eigene Miete zahlen und rumkommen und die entsprechende Expertise und Kompetenz hat natürlich auch ihren Preis.

Und es gibt auch keinen Zwang, an dieser Sache teilzunehmen. Es ist ein Angebot. Genau. Und jetzt muss man dazu sagen, wenn man jetzt die Preise bietet, ich weiß, dass dann wieder viele sagen, oh, jetzt muss ich aber dreimal schlucken. Für uns ist das kein geiles Geschäftsmodell, muss man ganz klar sagen.

Also für uns ist das ein totales Herzensprojekt und wir werden jetzt in dem Fall, haben wir einmal so ein Stipendium vergeben und gesagt, okay, Tierheim Darmstadt, für euch machen wir einen gratis und adoptieren statt produzieren wird jedes Jahr, wenn wir so einen Ausbildungsgang machen, immer einen Platz verschenken und sagen, adoptieren statt produzieren wird immer für einen Tierschutzverein einen Platz gratis ausrauen und sagen, komm, finden wir ein geiles Projekt und hier das unterstützen wir jetzt mal.

Aber es ist ja völlig klar, dass das nicht gerade stattfinden kann. Die Erwartungshaltung besteht auch nicht. Also kein Tierschutzverein, mit dem wir jetzt darüber gesprochen haben, hat gesagt, ja, dann aber total übertrieben. Ja, ich meine, wenn man sich allein den Aufwand anguckt, das geht ja gar nicht.

Für diese ganzen Informationen wird es auch noch eine Website geben, die wird entweder am Tag der Ausstrahlung dieses Podcasts oder in den nächsten Tagen danach wird sie online gehen. Jedenfalls kann man da alle Informationen nochmal finden und man wird es sicherlich auch irgendwie noch mal auf deinen Social-Media-Accounts sehen, Total. Und natürlich werden die Tierschutzvereine Rückfragen haben.

Und das ist auch okay so. Genau dafür haben wir es ja auch gebaut. Und jede Frage ist erlaubt und auch herzlich willkommen. Aber es ist ganz klar so, dass unser, und das ist ein wichtiger Punkt, unser Vertragspartner ist der Tierschutzverein. Also falls sich jetzt Privatpersonen hier bewerben, nein, der Tierschutzverein, der bewirbt sich.

Für uns, und die entscheiden auch, wen sie schicken und wie sie das mit der Person händeln. Das ist nicht unser Beritt. Und also falls jetzt jemand sagt, Mensch, ich interessiere mich privat so sehr dafür, das ist nicht der Ansprechpartner. Der Ansprechpartner sind die Tierschutzvereine und die Tierheime. Wichtiger Punkt.

Gut. Bevor wir jetzt zum Ende kommen, ich hatte ein richtig schönes Erlebnis, das ich dir noch erzählen wollte. Oder hast du noch was, was dir wichtig ist? Nee, ich hätte höchstens noch gefragt, was du jetzt noch tun musst. Also ich war am Wochenende im Stadion Köln gegen Gladbach, Lokalderby. Und ich fand, ich hasse das ja, wenn da so ein Master untereinander ist.

So dieses, wir hauen uns gegenseitig aufs Maul und so, einfach total bescheuert. Und ich hatte da wirklich zwei, drei so richtig lustige Erlebnisse, weil direkt vor mir saß ein junger Mann, der quasi noch bevor das Spiel anfing gesagt hat, können wir ein Foto machen? Ja, ja, wir machen ein Foto. Plötzlich für die Gladbacher 1-0 springt er auf.

Ich sage, Junge, wenn ich gewusst hätte, dass du Gladbach, aber ich sehe mir doch kein Foto gemacht, aus Flax natürlich. Und er sagte, ich bin kein Gladbach-Fan, ich bin Köln-Fan. Ja, wieso springst du denn jetzt hier auf beim 1.0? Ja, mein Vater, der Mann, der daneben saß, der ist Gladbach-Fan. Ich sage, warte mal eben, dein Papa ist Gladbach-Fan und du bist Köln-Fan.

Was ist da schiefgelaufen? Und so haben wir wirklich, das war total lustig, haben wir so zu dritt quasi darüber gelegt. Wir waren total schön, hat total Spaß gemacht. Aber das eigentliche Highlight war, quasi neben mir saß Mochi, der Sänger von Feine Sahne Fischfilet. Und den verortet man ja jetzt nicht im Stadion vom FC.

Der ist Hansa Hostoxen. Der kommt von ganz woanders. Dann sage ich, hör mal, was treibt dich jetzt hierher? Endlich mal guten Fußball. Sagt er, nee, ich bin gestern in Köln in der Philharmonie aufgetreten. Hatte ein Konzert in der Kölner Philharmonie. Und ich habe jetzt so einen Tag frei zu tun. Ich bin Fußball interessiert, gucke ich mir mal an.

Und dann saß er, da haben wir ein bisschen Pläuschen gehalten. Und dann kommt ja immer Wolfgang Niedecken da auch dahin. Und ich war so neugierig, genau, ich war so neugierig, was passiert jetzt, wenn zwei Musiker aufeinandertreffen, die ja wirklich komplett tutti andere Musik machen im Grunde. Und es war so schön und jetzt kann jemand das vielleicht zu pathetisch finden, ich hab's aber so empfunden, da kommen eigentlich drei, also zwei Generationen Luft zwischen denen.

Also Wolfgang Niedecken sozusagen in der Endphase des Lebens und der musikalischen. Oder in der Musikkarriere und dann kommt Moji da. Und die treffen sich und ich weiß nicht, ob die sich schon mal begegnet sind, aber so wirkte es nicht. Und da treffen zwei aufeinander, die so einen Spaß an der Nahten, das war einfach geil.

Weißt du, er kennt natürlich nie den Gänik, ist ein totaler Musik-Free. Natürlich weiß der, wer feines Ahne-Fischfilet ist. Und dann treffen die sich so aufeinander und begrüßen sich und freuen sich und sind so und quatschen da so aufeinander ein. Das fand ich total schön, dass so, Es gab nicht so dieses, der Panther, der Kölschrocker oder so.

Ganz im Gegenteil, mit so einer ganz respektvollen, liebevollen Art sind die aufeinander getroffen. Und da habe ich irgendwie so gedacht, ey, warum geht das nicht in anderen Gesellschaftssituationen so? Weißt du, dieser total wertschätzende, respektvolle Umgang, den die da miteinander hatten, das war richtig schön.

Das fand ich ganz toll. Also eigentlich von beiden auch, hätte man es erwarten können, muss man sagen. Irgendwie schon. Und ich glaube, so politisch sind sie, glaube ich, ja auch wiederum nicht so weit weg voneinander entfernt, was aber auch nichts heißt. Also es gibt ja leider eben auch ganz oft so Grabenkämpfe in Gruppen von Leuten, die eigentlich für eine gute Sache eintreten, egal ob es jetzt im Türfüß ist oder bei feministischen Gruppen oder so, wo sich dann so Partikularinteressen irgendwie durchsetzen oder sich alle so noch profilieren wollen, indem sie sich nochmal irgendwie abgrenzen.

Und dadurch nimmt man der Sache manchmal auch so die Schlagkraft. Ich hatte nicht das Gefühl, dass da zwei territorial aggressiv motivierte Gocheln aufeinandertreffen. Das war das Schöne daran. Das heißt, du wünschst dir jetzt noch ein Lied von Feine Sahne Fischfilet? Umso ähnlich, aber in der musikalischen Kategorie nur deutlich drüber. Wie immer, Wolle Petri.

Und Leute, wieder der Aufruf. Treibt bitte Wolle Petri bei Instagram. Er möge sich bei mir melden, weil ich gerne Wolfgang Petri in ein Stadion nochmal stellen möchte. Ich möchte das gerne veranstalten. Ich trage die finanziellen Risiken. Da geht der Wecker an. Mein Wecker ist übrigens das Lied von Laboum.

Egal. Ich möchte Wolle Petri gerne nochmal im Stadion erleben und ich werde mir hier so lange konsequent Wolle Petri wieder wünschen, bis er sich bei mir gemeldet hat. Bitte, bitte schreibt ihm auch. Ich wünsche mir von Wolle Petri, du bist ein Wunder. Okay. Ich war vergangenen Freitag auf einem Konzert und ich bin alleine hingegangen und habe mich gefragt, ob ich wohl überhaupt eine Person kennen werde, weil ich in letzter Zeit so…

Die sich für dieses Konzert interessieren könnte. Nein, aber früher war das so, wenn ich in Köln auf ein Konzert gegangen bin, dann habe ich zumindest ein paar Leute gesehen, die ich kannte. Zumindest vom Sehen. Und jetzt war ich irgendwie nicht so sicher, weil die Personen, die ich kannte, standen eben auf der Bühne.

Und deswegen war ich mir über das Publikum nicht sicher. Ich wurde allerdings wirklich eines Besseren belehrt und habe da extrem viele Leute getroffen, die ich nicht nur kannte, sondern auch mochte und zum Teil. Seit 18 Jahren nicht gesehen hatte. Wer war denn jetzt der Künstler? Das war Tom Eschforce. Ich glaube, wir sind sogar befreundet, obwohl wir uns echt selten sehen.

Und das kam noch dazu, diese Musik, die er jetzt macht. Es war eine Album-Release-Party. Die hat mir auch noch so gut gefallen. Weil es wäre sowieso schon ein schöner Abend gewesen, wenn ich es nur so mittel gut gefunden hätte. Aber ich fand es richtig gut. Und das neue Album ist bei Krautpop erschienen. So heißt das Label.

Und das Album heißt They Don't Make Them Like That Anymore. Man würde es wahrscheinlich auf Deutsch übersetzen mit sowas wird heute gar nicht mehr gebaut. Und von diesem Album wünsche ich mir das Lied Pretty Petty. Davon gibt es auch ein Musikvideo, was Verena Maas gedreht hat, ihrerseits eine coole Filmemacherin aus Köln.

Ja, und das packe ich auf die Playlist. Nützt ja nichts, Martin, musst du dir anhören. Ich liebe das wirklich sehr, dass wir in dem Punkt auf so unterschiedlichen Planeten leben. Und das meine ich ernst. Das meine ich wirklich ernst. Das ist total bereichernd. Weil ich das wirklich spannend finde, dass du dann immer Namen aufzählst, die ich noch nie gehört habe.

Und die ich auch, ehrlicherweise, acht Sekunden später wieder vergessen habe. Aber trotzdem finde ich das total schön, mit welcher Begeisterung du das erzählst. Und vielleicht kannst du dich auch auf diese Art der Begeisterung einlassen, wenn ich von Wolle Petri erzähle. Warte. Nein. Gut, Leute, dann legt euch wieder hin.

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