Tierisch Menschlich· Folge 18

018: Chaos, Linsen, Leberwurst

Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 58 min

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Shownotes

Die Tour-Premiere ist geschafft! Martin erzählt, warum der Abend ein bisschen was von Schule hatte und wie viel Chaos dabei im Kopf herrschte. Dann wird es kurios: Trudi holt sich an der Leberwursttube einen Stromschlag, und Martin spült sich morgens den Mund aus, mitsamt den Kontaktlinsen, die eigentlich im Zahnputzbecher übernachten sollten. Katharina spricht außerdem über ein Thema, das viel zu selten Raum bekommt: die Wechseljahre, über die es auch eine brandneue Folge MAITHINK X gibt.
Außerdem: Erkennen Hunde, wie wir uns fühlen? In der Rubrik „Neues aus der Wissenschaft“ geht es um eine Studie der Uni Wien, die Hunden im MRT menschliche Gesichter gezeigt hat.
Im Rasseportrait: FCI-Nr. 260

Otto Waalkes: youtube.com/watch?v=Lob7Sdxs3b0 (youtube.com/watch?v=Lob7Sdxs3b0)
MAITHINK X: Wechseljahre: zdf.de/video/shows/mai-think-x-die-show-102/xp… (zdf.de/video/shows/mai-think-x-die-show-102/xp…)
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Als ob das alles nicht schon genug gewesen wäre, gibt es zum Schluss auch noch einen Wechseljahressong. Hier ruht die Grimme-Preisträgerin Katharina Adik. Ich könnte auch noch so eine Hand aus dem Grab rausgucken lassen, weißt du? Gute Idee, gute Idee. Herzlich willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adik und Hundeprofi Martin Rütter.

Ich würde jetzt natürlich gerne eine Geschichte hören, in der es zumindest zeitweise, lustig bis peinlich gewesen ist. Wie kann man? Ich habe gestern sozusagen die Weltpremiere meiner Abschusstournee gehabt. Und statt mal mitzufiebern, dass alles gut gelaufen ist, hat die Freie Vorarlene natürlich nur im Kopf so, was ist denn schief gelaufen, dass er ins Schwimmen kam? Schönen Dank auch.

Ich bin ja Grimme-Preisträgerin im Bereich Unterhaltung und deswegen betrachte ich natürlich alles aus dieser Brille, durch diese Brille. Wie unterhaltsam ist es gewesen? Und natürlich ist Scheitern immer ein großartiges Motiv für Unterhaltung. Ich muss dich an der Stelle enttäuschen. Ich glaube, dass die Leute einen sehr, sehr schönen Abend hatten.

Und dieser Abend mündete in aufrichtigen stehenden Ovationen. Was die Menschen aber nicht wissen ist, dass ungefähr die Hälfte dessen, was ich erzählt habe, mal gar nichts mit dem Programm zu tun hatte, was ich vorhatte. Ich will mal so sagen, es hatte wieder ein bisschen was von Schule. Ich habe mir monatelang das Lernen vorgenommen. Und wann habe ich angefangen?

Ich würde sagen, mit dem Auto auf dem Weg zum Veranstaltungsort. Das ist absolut richtig. Und dann bricht natürlich immer ein bisschen die Panik im Kopf aus. Das Gute ist, dass ich mich tatsächlich darauf verlassen kann, dass ich unter Stress besonders gut funktioniere. Ja, das ist übrigens auch nichts, was einem leidtun muss oder was einem unangenehm sein muss.

Es gibt ja viele Leute, bei denen das so ist. Dann schämt man sich immer dafür, dass man so viel prokrastiniert. Aber man kann im Grunde nichts dafür, weil das Gehirn ist einfach so verkabelt, dass man nur unter Druck eben auch zu dieser Leistung imstande ist. Ja, und in Folge dessen, worüber ich mich sehr gefreut habe, wir haben ja einen doch aufwendigen Intro-Film gedreht, der nicht ganz preiswert war.

Wir haben wirklich schöne Einspielfilme gemacht und die haben alle funktioniert. Und das ist immer der größte Druck, weil wenn der Einspielfilm oder der Intro-Film am Anfang nicht zündet und die Leute sitzen und sagen, ja, was soll das denn jetzt? Dann ist das nicht schön, danach auf die Bühne zu gehen, sondern das ist schon gut, wenn so eine gewisse Heiterkeit durch den Film entstanden ist.

Vor allem, du kannst es ja auch nicht mehr fixen. Also man könnte ja so in der laufenden Bühnenshow könnte man ja noch an einzelnen Elementen des Programms ja sogar noch feilen. Aber das ist ja so, wie wenn du beim Backen was verkehrt gemacht hast. Es kommt dann aus dem Ofen und ist einfach hin und weg.

Ja, das ist so. Es ist nicht sehr möglich. Naja, und der Gedanke, dass man den Intro-Film in den Müllweimer schmeißt, das kann natürlich passieren, der ist nicht so schön. Weil wenn man weiß, wie viel Arbeit das war und wie viel kreative Vorleistung, aber auch ganz handfest, wie viel Kohle da durch den Schornstein geht, dann ist das meistens so Location-Nieten und so weiter.

Und will aber an der Stelle nochmal Danke an Bettina Rust sagen. Denn Bettina kommt in diesem Einschritt-Film vor. Ich will da jetzt gar nicht zu viel spoilern. Aber Bettina hat das so sensationell gemacht. Und es ist genau die Bereicherung, die ich mir erhofft habe. Also da danke Bettina. Dann gab es natürlich auch Momente.

Du musst dir das ja so vorstellen. 25 Warm-Ups, Michael immer dabei. Der hat das Textbuch auf dem Schoß. Und der versucht natürlich, macht sich Notizen. Weil oft rutschen mir an so einem Abend Sachen raus, die pottenlustig sind, die aber überhaupt nicht geplant waren. Und diese Sachen notiert er sich. Plus wir zeichnen das Programm ja immer auf.

Jeden Abend zeichnen wir auf und am nächsten Morgen gucken wir uns die Show dann nochmal an und sehen dann, was ist mir vielleicht durch den Kopf gegangen, was eigentlich ganz lustig war. Und ich habe da zwei sehr, sehr, sehr, sehr lustige Dinge rausgerutscht. Die erzähle ich dir gleich, wenn die Folge hier vorbei ist.

Es ist wirklich sehr witzig, das bauen wir ein. Aber dafür habe ich dann ein paar Mal gesehen, wie der Michael so im Buch, im Textbuch blättert und sagt, was labert der denn jetzt? Da sind wir doch noch gar nicht. Also ich habe da eine Nummer aus dem zweiten Teil schon in den ersten geworfen und, Mich dann manchmal in der Show auch auf Sachen bezogen, die ich aber noch gar nicht erzählt hatte. Also da war schon noch viel Chaos im Kopf und ich glaube.

Wie anstrengend war das von dem Level her, glaube ich, wäre das ein echtes Problem, wenn ich davon 120 Shows auf dem Level machen müsste. Weil wenn das alles noch nicht sitzt, dann ist das schon sehr, sehr anstrengend. Aber hast du den Eindruck, dass du, wenn du so chaotisch unterwegs bist, dadurch natürlich auch mehr Adrenalin wahrscheinlich dabei ist, dass du dann auch nochmal.

Eine andere Bühnenpräsenz hast? Also dass die Energie vielleicht auch nochmal eine andere ist? Nein, überhaupt gar nicht. Meine Oma hat ja immer gesagt, ein Zauberer kann nur ein Ass aus dem Ärmel ziehen, was er vorher reingesteckt hat. Und ich hatte genau gar keinen Ass im Ärmel. Das heißt, ich sage nochmal, das Programm kommt ja aus meinem Kopf.

Ich weiß ja, was da passiert. Da kommen ja nicht Autoren, schreiben das und sagen, bitte auswendig lernen. Infolgedessen wird es ja nie passieren, dass ich an so einem Abend denke, warte mal, was war noch mal Thema? Ach ja, Hunde. So ist es ja nicht. Aber diese Spielfreude, die ich auf der Bühne entwickle und wo dann wirklich die Leute auch merken, jetzt pisst er sich da selber ein vor Glück und der hat so einen Spaß in der Backen.

Das kommt wirklich mehr aus mir raus, wenn ich wirklich sattelfest bin. Das heißt, es gab gestern so zwei, drei Momente, Und nochmal, der Zulchauer merkt das sowieso nicht. Die Leute sind da jetzt nicht gestern weggegangen und haben gesagt, was war denn da los? Die haben einen super Abend gehabt. Und der Abend war auch ein schöner Abend.

Auch für mich war das ein sehr schöner Abend. Und ein Abend so voller Erleichterungen, dass das Programm auch funktioniert. Aber es gab so viele Momente, wo ich hinterher dachte, ach, Scheiße, da hättest du nicht mehr Zeit nehmen müssen. Da warst du zu schnell, da warst du zu langsam. Hier musst du eine längere Pause machen. Hier musst du nochmal eine Betonung anders setzen. Das sind dann Nuancen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so zu spüren sind. Aber ich weiß, wenn diese Nuance kommt, ist nochmal eine andere Dynamik drin.

Und das kommt jetzt. Das braucht jetzt noch drei, vier Shows, dann geht das dann auch wirklich so seinen Gang. Weil dann entwickle ich diese Spielfreude und dann ist das auch für mich echt ein toller Abend. Das kenne ich allerdings auch so ein bisschen, wenn man so vor einem Film sitzt, der vielleicht irgendwie 40 Minuten ist und man hat da irgendwie fast ein Jahr lang daran gearbeitet.

Dann gibt es ja zum Schluss der Produktion immer noch so verschiedene Durchgänge, in denen man den Film nochmal komplett gucken muss. Da muss man darauf achten, dass die Bauchbinden richtig geschrieben sind, dass die Grafiken richtig sitzen, dass die ganzen Zeichen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, muss man darauf achten, dass irgendwelche Logos geblurrt sind oder ob die Farbkorrektur.

Überall drauf ist und die Hauttöne richtig aussehen. Und das sind dann nochmal zum Schluss bestimmt vier, fünf Mal, wo man den Film, der eigentlich schon fertig ist, nochmal komplett gucken muss. Und an manchen Tagen quäle ich mich so sehr dadurch, weil ich dann überall denke, da hätte man eigentlich noch hier eine andere Musik hin machen müssen oder hier hätte man schneller wegschneiden müssen.

Das ist auch nichts, was hinterher bei der Person, die vor der Glotze sitzt, irgendwie ankommt. Und wahrscheinlich ist es auch egal oder es entsteht einfach im Gehirn des anderen Menschen ein komplett anderer Eindruck. Nee, das ist nicht egal. Ich kann dir ein Beispiel nennen. Bei einem der alten Programme hatte ich einen Satz, da habe ich so gesagt, ja, weil meiner eben Führe hat.

Ach so, bei dir ist das nicht egal, das glaube ich, dass es da ganz krass auf Timing und so weiter ankommt. Total. Sofort, ja, ja. Und immer, wenn ich den Satz gesagt habe, weil meiner Flöhe hat, ist in der Halle nichts passiert. Und dann haben wir nur den Satz umgebaut in, weil meiner hat, kurze Pause, Flöhe.

Das Ding war sofort, sofort präsent. Das wissen die Grimme-Preisträger im Bereich Unterhaltung unter uns natürlich sofort, dass der Gag ja ans Ende des Satzes muss. Genau. Ja, aber da kommt es dann vor allen Dingen auch auf die Pause an und so. Also das sind diese Nuancen. Und was auch schwierig ist, finde ich, jetzt machen wir so knapp 25 Warm-Ups. Jetzt musst du dir vorstellen, immer am nächsten Morgen gucke ich mir die komplette Show nochmal an.

Und das ist nicht nur eine Freude, weil auf eine Art, ab einer gewissen Phase fängt es an dich zu langweilen. Dann irgendwann geht dir so die Puste aus und sagst, ach komm, ist doch egal. Und das ist natürlich super, dass ich den Michael dann dabei habe, weil der natürlich auch einen dann treibt und sagt, nee, komm, das ist jetzt nicht egal.

Das Ding schieben wir jetzt nochmal um und hier bauen wir nochmal. Und ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum das seit 25 Jahren funktioniert, weil wir unterm Strich, auch bei aller Faulheit am Anfang, extrem diszipliniert damit umgehen und wirklich, auch so den Anspruch haben, dass der Zuschauer ein totales Recht darauf hat, dass es bis ins kleinste Detail immer wieder gefeilt wird.

Und das ist ein total schwieriger und anstrengender Prozess. Aber wenn es dann einmal steht, macht der natürlich Spaß. Dann ist es natürlich toll. So, pass auf, jetzt haben wir viel über die Tour gesprochen. Können wir dieses scheiß Rasseporträt abwickeln? Dann haben wir das hinter uns. Ja. Oder haben wir vielleicht mit ein bisschen Glück heute gar keins?

Doch, ich habe allerdings auch noch etwas, was in die Kategorie kuriose Verletzungen reinschwappt. Und dann habe ich noch ein neues aus der Wissenschaft. Aber wenn du so heiß auf das Rasseporträt bist, Total. Dann kann ich da natürlich mal hinscrollen. Und übrigens, alle, die das Rasseporträt auch so doof finden, schreibt der Katharina ruhig.

Also schreibt ihr bei Instagram. Sie freut sich über jede Nachricht zu dem Thema, dass der Mist aufhören soll. Ähm, ja, genau. Also in diesem Fall geht es mal wieder auf eine Hörermeldung zurück. Ja. Weißt du, Hörerinnen, wir haben ja natürlich, wir haben ja sehr viele Frauen. Und sie kündchen, zwar ich ja gerade, ich wollte ja zuerst was anderes erzählen, deswegen muss ich hier mal kurz buddeln.

Gut, dann lassen wir das Porträt doch heute aus, weil, Leute, schön, dass wir es zumindest einmal thematisiert haben, aber dann kommen wir zum nächsten Thema. Irgendwann wirst du soweit sein, dass du schon an den Tippgeräuschen erkennen kannst, welche Hunderasse ich da eingebe. Ich glaube übrigens, dass wir die ganzen Rassen nochmal von vorne machen können und ich würde bei vielen wieder nicht drauf kommen.

Martin, wir machen das schon seit 20 Folgen. Seit 20 Folgen auch dieselbe Rasse. Also in dem Fall ist es heute mal, ist es die Standardnummer 260 mal wieder. Natürlich. Letzte Woche die 260, oder? Ja. Sag mal, ist bei dir auch so ein super Wetter übrigens? Ich bin gerade in Osnabrück und der Himmel ist strahlenblau.

Ich wohne zum Glück in Osnabrück, sagt man ja auch. Wahrscheinlich deswegen. Da ist die Wetterlage einfach immer spitze. Hattest du da nicht mal, da hast du doch mal so ein veganes Lokal empfohlen. Da muss ich auch unbedingt mal hin. Moritz hat ja da studiert. Ist ja jetzt so halbwegs fertig und ist jetzt wieder zurück nach Köln. Aber ich fand Osnabrück echt, oder Fint, das ist echt ein schönes Städtchen.

Ja, da habe ich große Teile meiner Grundschulzeit im Café verbracht, während ich offiziell krank war. Der Hals muskulös mit Wamme. Die Augen relativ klein, von dunkelbrauner Farbe. Ausdruck, Achtung, Ausdruck würdig. Ohohoho. Der Stopp. Ziemlich markant. Zum Verhalten. Bestimmt durch Geduld, Gelassenheit, Unerschrockenheit und Mut.

Okay, also da frage ich ja sofort Mut, vielleicht Mut bei der Jagd, kompromisslos oder Mut im Sinne von passt gut auf. Und wenn du von einer Wamme redest, dann habe ich eben tendenziell eher einen größeren Hund vor Augen. Also ich kenne keine Rasse, die klein ist, wo das Wort Wamme fällt. Was aber eine lustige Vorstellung ist. Und komisch, dass das noch keiner kranken Figur eingefallen ist, die irgendwelche Absurditäten züchtet.

Lass uns doch mal so einen kleinen Hund mit so einer Riesenwamme machen, die immer so über den Boden schlürt. Ja, soweit würde ich auch sagen, kann ich nichts Falsches sehen. Was eher Molosser-artig ist wahrscheinlich. Haben wir aber schon über Gewicht gesprochen? Nee. Sag mal Gewicht an. Ja, ja, ja. Also ich sag mal kurz eben Größe an, weil ich da gerade bin.

Im Minimum, auch interessant, für den Rüden gibt es eine... Minimalvorgabe von 60 Zentimetern. Aber keine maximale Vorgabe? Offenbar nicht. Der könnte theoretisch auch in die zwei Meter reichen. Okay. Warte mal, ich gucke mal, was bei Fehler steht. Sagen die auch ein Mindestgewicht? Was ist denn hier?

Mindest 60 Zentimeter und mindestens 80 Kilo? Darunter braucht ihr gar nicht anzukommen. Also kann es denn sein, dass hier in der... Nee, es ist tatsächlich kein Gewicht im FCI-Rassestandard vorgegeben. Erstaunlich eigentlich, ja? Haben wir ein, zweimal schon gehabt, aber tatsächlich nicht häufig. Okay, also ich bin 60 Zentimeter, ist natürlich auch nicht riesengroß, ehrlich gesagt.

Aber es ist ja nach oben kein Ende gesetzt, deshalb bleibe ich mal bei den Molosserartigen. Also aus meiner Höhe ist es schon ein großer Hund. Zum allgemeinen Erscheinungsbild heißt es hier auch, großer Hund von kräftiger Gestalt und würdigem Benehmen. Er hat Hängeohren, ein kurzes Haarkleid, einen quadratischen Fang und eine an ihrem Ansatz dicke Hängerute.

Klingt ein bisschen wie so eine Bisamratte. Nee, klingt eher so nach Doggenartig, finde ich. Okay, aber ist natürlich nicht so groß wie eine Dogge. Also ich bin nochmal so tatsächlich bei... Ach. Sag mal, haben wir über das Fell gesprochen? Kurzes Haarkleid? Ist es ein kurzes Haarkleid? Ach, okay. Ich habe schon eine kleine Idee. Ja.

Es ist ein kurzes Haarkleid. Und wenn man da drauf guckt, könnte es so vielleicht so ein bisschen Ridgeback-Farben sein. Ja. Okay. Möchtest du mir was über Hundekämpfe erzählen? Würde ich, jetzt im nächsten Schritt. Okay. Und wir sind in einem Land, in dem Marvin gerade unterwegs ist. Ah. Nicht? Sind wir nicht in Japan? Also ich dachte, er wäre in Australien, dann sind wir da nicht. Aber er ist bereits nach Japan weitergezogen. Ja, dann sind wir da. So.

Also, ich bin ja eine Runde Profi. Und ich kenne mich aus. Und ich habe einfach wieder Glück beim Braten. Und glaube, dass es ein Toza Inu ist. Genau, der ist es. Und interessant ist, dass davon würdevoll die Rede ist. Und war da nicht auch irgendwie sowas von, kannst du mal was von verhalten, war da irgendwas von ausgeglichen oder sowas die Rede?

Ja, bestimmt durch Geduld, Gelassenheit, Unerschrockenheit und Mut. Und jetzt kommt's. Ich hatte ja gesagt, dass das dieses Mal wieder ein Wunsch aus der Hörerschaft war. Und zwar konkret von unserer Hörerin Simone, die da schreibt, liebe Katharina, mein Vorschlag für das Rasseporträt ist ein Tosa Inu, eine japanische Dogge.

Ich bin mal von einer umgeworfen worden, hatte Todesangst, aber dann gelernt, dass sie ihr Opfer tatsächlich nur umwerfen wollen, nicht verletzen. Der Tosa Inu wird daher auch Sumo Inu genannt. Absolut, das ist so lustig, dass sie das freut, weil. Die Tosa Inus, die ich im Training hatte, die waren alle ziemlich problematisch.

Extrem territorial, sehr wachsam und wenn dann auch, fand ich schon kompromisslos unterwegs. Und das ist ewig her, und da kann ich die Rasse noch nicht so richtig, ich habe ein bisschen drüber gelesen, Hundekämpfe. Und sagt zu dem Kunden, ja, weil sie sind ja auch zum Kämpfen gezüchtet. Und dann ging es los. Ja, aber das sind Kämpfe, die so nach Sumo-artigen Spielregeln sind. Die Hunde sollen sich nur umdrücken, umwerfen und so.

Und da habe ich gesagt, ja, okay, das ist vielleicht die Theorie. Aber wenn ich doch einen Hund ein bisschen darauf züchte, dass er mit anderen Hunden krank anfängt, also dann ist das ja schon mit viel Hoffnung verbunden, dass ein Hund sagt, ja, aber ich bin ja ein Sumo-Ringer. Also lange Rede, kurzer Sinn. Das ist bei den Hündinnen weniger ausgeprägt als bei den Rüden. Aber ich kenne viele ganz massive Rüden-Unverträglichkeiten beim Tosa Eno.

Und deshalb musste ich auch, ich war erst gar nicht da, weil 60 Zentimeter, die, die ich kenne, die sind alle viel höher, viel schwerer. Ich kenne Tosa Eno ab 60 Kilo aufwärts. Also wirklich wuchtige Hunde. Also ich hatte keinen Rüden im Training, der unter 60 Kilo gewogen hat. Was aber wieder auf diese Sumo-Geschichte auch einzahlen würde.

Total, ja, aber nicht kleine, fette Hunde, sondern also große, schwere, kompakte, wuchtige, kraftvolle Hunde. Halte ich von der Veranlagung her tendenziell eher problematische Rasse, aber habe natürlich wie immer auch zwei ganz zauberhafte kennengelernt, die lange, lange, lange bei uns im Training waren, die eigentlich alles von dem, was ich abraten würde, hatten.

Geschwister, Rüden, unkastriert, erste Mal einen Hund, direkt die beiden genommen und die Hunde waren echt nur Zucker. Also super, super nette Hunde miteinander, mit externen Hunden untereinander, beide unkastriert, nur nett. Das gibt es natürlich auch, das ist ja völlig klar, aber ich würde da mal dreimal drüber nachdenken, ob das so der richtige Hund ist.

Wie sieht denn das bei Krankheiten aus? Gibt es da irgendwie ein Füllhorn? Let me check. Das könnte ich mir Ich komme eben auch mit. Kommt, bis ich das jetzt gefunden habe. Da haben wir ja die Wissenschaftsjournalistin, was die wenigsten wissen. Übrigens, Grimme-Preisträgerin, gleich Unterhaltung. Ich weiß sowas, beim nächsten Mal bringe ich den mal mit. Und dann, der muss ja auch ab und zu poliert werden.

Hast du einen, kriegt da jeder einen? Oder ist der so, der steht da im Büro und jeder darf den mal streicheln? Nein, wir sind drei Preisträgerinnen gewesen, aber ich habe den natürlich stellvertretend für das ganze Autorinnen-Team bekommen. Ist ja klar. Da habe ich ja schon oft gesagt, es ist ja Teamwork bei uns.

Und Leute, die zum Beispiel jetzt auch eigentlich aus ganz anderen Gewerken sind als aus der Autorenschaft, die tragen ja auch sehr viel dazu bei, wie wir diese Geschichten erzählen. Aber ich wollte kurz... Aber steht da dein Name drauf? Da steht mein Name drauf. Das ist das Gute. Da steht nämlich nicht stellvertretend drauf.

Da steht mein Name drauf. Deswegen nehme ich den auch mit zu Familienfesten. Richtig. Und ich will damit auch beerdigt werden. Ja. Dass das hier schon mal manifestiert ist. Der sollte nicht mit beerdigt werden, sondern er könnte auf dem Grabstein installiert werden. Meinst du dich, dass das die beanlockt?

Nee, ich glaube bei dir nicht. Weil wir nicht. Weil wir selbst da noch Angst vor dir haben. Hier ruht die Grimme-Preisträgerin. Ich könnte auch noch so eine Hand aus dem Grab rausgucken lassen. Gute Idee. Gute Idee. Ich bin bestimmt nicht die Erste. Also es gibt Gelenkerkrankungen, höchste Prädisposition für HD, ID, was mit dem Bewegungsapparat natürlich auch große Probleme bringt, wenn man so ein großer Hund ist.

Magendrehung steht hier, wobei wir da ja auch schon mal öfter drüber gesprochen haben, das ist auch nicht ganz, also es ist eben nicht nur bei großen Hunden der Fall, aber beim Tosa Inu offenbar schon auch eine Häufigkeit, Herzkrankheiten. Durchschnittliche Lebenserwartung liegt offenbar bei 10 bis 12 Jahren, was offenbar auch typisch für die großen Molosser ist.

Je größer der Hund, desto weniger Lebensjahre ist ja die grobe Faustregel. Ja, aber 10 bis 12 ist jetzt schon für mich überraschend alt, tatsächlich. Ja. Vielen Dank für dieses schöne Rasseporträt an die Hörerschaft. Das war nun die letzte Folge des Rasseporträts. Leider, nein, leider gar nicht. Ich habe da noch einiges im Köcher.

Wir haben sie alle durch jetzt. Darf ich jetzt meine Geschichte loswerden Richtung kugelose Verletzungen? Ja. Oh, das passt gut. Weil ich bin um ein Haar an einer sehr kuriosen Verletzung vorbeigeschraubt. Ja, kleiner Kühlfänger. Gut, also Trudi, wir kennen Sie alle. Sie hat jetzt, nachdem sie sich über ein Jahr lang hier weiter locker gemacht hat, hat sie natürlich auch bestimmte Verhaltensweisen verstärkt.

Bei denen sie am Anfang vielleicht noch etwas zurückhaltender war. Aber ich muss schon sagen, dass ich bereits bei den ersten Begegnungen den Verdacht hatte, dass sie sich wohl jagdlich interessieren könnte. Und zwar für Eichhörnchen und Vögel, aber auch Pferde. Ich weiß nicht genau, was ihr Muster da ist. Ich erkenne da gar keinen, also weder in Größe noch...

Bewegung wahrscheinlich. Ja, Bewegung. Sagen wir Bewegung. Jedenfalls, ich will natürlich, dass sie im Wald vor allem Spaß mit mir hat. Und deswegen ist jetzt natürlich der nächste logische Schritt, dass ich mir ein Eichhörnchen-Kostüm kaufe, würdest du auch sagen? Absolut. Ja, und dann habe ich aber auch noch verschiedene Superdeckerchen so durchgetestet.

Natürlich würde ich sehr gerne ein veganes Superdeckerchen haben, aber bislang habe ich da bei Trudi noch nichts gefunden, was annähernd an Leberwurst oder Fleischwurst vom Reiz rankäme. Ich habe das noch nicht aufgegeben, aber im Moment ist es so. Und dieser Rückruf ist mir auch so wichtig, dass ich in diesem Fall dann auch zur Leberwurst-Tube greife.

Bei all dem Scheiß, der da irgendwie auch dranhängt. Aber ich versuche, davon wegzukommen. Jetzt ist meine Schwägerin kürzlich mit dieser Tube unterwegs gewesen und dem Hund. Und hat was ganz Kurioses erlebt. Und hinterher habe ich festgestellt. Dass das auch schon anderen Menschen mit dieser Tube so ergangen ist, nur mir noch nicht. Die war wohl elektrisch aufgeladen.

Also Trudi kam angelaufen auf das Schlüsselwort, wie sich das gehört, freute sich auf ihre Belohnung aus der Tube und hat dann derartig eine gewischt bekommen. Und meine Schwägerin sagte, ihr Daumen, der sei noch eine ganze Ecke entfernt gewesen von der Tubenspitze und selbst bei ihr hätte es wahnsinnig gezogen.

Also es ist, ja. Habe ich noch nie gehört. Aber hat die denn irgendein Baumwolltäusch, angehabt oder so? Also ich habe das wirklich noch nie gehört. Also ich denke, dass es, ich denke, ich glaube, sie hat das irgendwie so ein bisschen auf ihre Schuhe zurückgeführt, die sich wohl in der Schule auf Linoliumbrunnen aufgeladen haben. Irgendwie so.

Also ich, ganz genau weiß ich es nicht. Aber sie hat natürlich, als Grundschullehrerin kennt man sich ja mit Konditionierung aus. Sie hatte natürlich jetzt große Sorge, dass sie damit den Rückruf komplett zerstört hat. Zum Glück ist es nicht ganz so, aber Trudi hat natürlich keinen Bock mehr auf diese Tube.

Aber du hast es auch noch nie gehört, dass sowas passiert. Habe ich wirklich noch nie gehört. Ich hatte jetzt die Hoffnung, dass Trudi auf diese Person einfach keinen Bock mehr hat. Nee, auch nicht. Zum Glück. Aber jetzt ein nicht anspruchter oder vereinbarter Werbeblock. Wir haben ja bei uns im Shop Futtertuben. Die sind aus Silikon.

Und da könnte das zum Beispiel nicht passieren. und warum ich ein Fan von Futtertuben bin, die ich selber befüllen kann, weil ich eben total individuell auf den Hund eingehen kann. Das heißt, ich bin gar nicht so darauf angewiesen, was die Industrie da vorgibt, sondern ich kann ja im Prinzip was eigenes reinpürieren.

Bei einem ist es Joghurt, beim nächsten ist es, was weiß ich was, Möhrengemüse und beim dritten ist es eben Pansenpüriert. Also das finde ich eigentlich ganz cool. Und auch da hatten wir zu Anfang Tuben, wenn du die gedrückt hast, hat das so ein, So ein Plöpp gemacht. Und da haben wir auch Runde im Training gehabt, die vor dem Plöpp schon einen Schiss hatten. Und die, die wir jetzt haben, die plöppen aber nicht mehr.

Aber das mit dem statisch aufgeladen, habe ich echt noch nie gehört. Ich fand es auch sehr erstaunlich. Und was ich letzte. Woche schon erzählen wollte, ich bin da kürzlich wieder in so einem Rabbit Hole gelandet, was Eichhörnchen betrifft. Ich habe ja im letzten Jahr schon mal erzählt, viele wissen das ja gar nicht, Aber wie viel Niedertracht und Brutalität doch auch in so einem niedlichen Eichhörnchen stecken kann. Und zwar essen Eichhörnchen auch hier und da mal ein Vogelbaby.

Und wie ich von Totholz Thomas weiß, der natürlich im realen Leben Thomas Hören heißt, ich werde diese Bewegung von ihm niemals vergessen, wie er neben mir herlief durch den Wald. Wir waren auf der Suche nach einem Käfer, den ich jetzt peinlicherweise nicht mehr zu bezeichnen weiß. Aber er hat erzählt und gezeigt, wie Eichhörnchen Vogelbabys von oben essen. Also vom Kopf aus.

Das gehört zur Wahrheit über Eichhörnchen dazu. Das habe ich echt noch nie gehört. Die beiden, die bei mir in den Weihnachtsbaum plündern, die sind nicht so. Das weiß ich nicht, Martin. Du weißt nicht, was die in anderen Gärten machen, wenn du da nicht hinguckst. Nein, die sind lieb, die sind nett, die sagen guten Morgen, Martin.

Die sind vielleicht vegan. Aber was ich sehr lustig wiederum finde, und da kommt mir das Eichhörnchen wieder deutlich näher, das Eichhörnchen ist nicht nur ein Pilzesammler, sondern es trocknet die Pilze auch, um sie haltbar zu machen. Und raucht es die Pilze auch? Also ich habe auf jeden Fall gesehen, auch ein Bild von einem Rothörnchen, wie sich das so ein Fliegenpilz vorgeknöpft hat, den wir ja auf gar keinen Fall essen sollten.

Aber man hört da ja die wildesten Sachen, was passiert, wenn man das Regenwasser von so einem Fliegenpilz abschlürft. Das könnte sein, dass Eichhundchen da um die ein oder andere bewusstseinserweiternde, Wirkung wissen und die auch schätzen. Und wenn sie das gemacht haben, dann fressen sie Vogelbabys. Sonst nämlich nicht.

Also ich habe jetzt jedenfalls einen 70er-Jahre-Film gesehen über amerikanische Rothörnchen, der auch noch so gebaut ist, wie früher so Tierfilme waren. Und hier ist er, unser kleiner Feinschmecker. Weißt du, so ein bisschen Heinz-Sielmann-mäßig. Jedenfalls, das ist ein sehr, sehr lustiges Bild. Man sieht ganz viele Pilze, die so aufgespießt sind in den Tannennadeln oder auch in Astgabeln werden diese Pilze aufbewahrt und zu trocken ausgedeckt.

Und man sieht dem Eichhörnchen dann auch an, wenn es die Pilze frisst, dass es diese Pilzsaison auch einfach gut findet. Es scheint zu schmecken. Und es gilt eben nicht nur fürs Rothörnchen. Es ist auch wissenschaftlich verbrieft aus England. Es gibt im Alpenraum Rothörnchen. Es scheint eine Kulturpraxis zu sein, die viele verschiedene Hörnchenarten auf der Welt möglicherweise sogar unabhängig voneinander entwickelt haben.

Nie gehört. Aber findest du es sicher auch interessant? Total. Nein, ich finde es mega interessant, aber ich finde es noch interessanter, das muss ich jetzt mal sacken lassen, dass sich so ein Eichhörnchen irgendwie Vögel reinmampft. Ja. Für mich waren das vegetarische Tiere. Ja. Meinst du, das könnte der Tschernobyl sein?

Wie, was, wo? Ja, dass die da irgendwie ein bisschen zu viel Strahlung abgekriegt haben und dann sich verändert haben. Oder haben die schon immer Vögel gegessen? Ich denke, dass die das immer schon gemacht haben. Die haben ja auch ihren Proteinbedarf und kommen vielleicht nicht so gut an Hülsenfrüchte ran oder an Christian-Wolf-Produkte.

Vielleicht sollten die Christian-Wolf-Essen. Deswegen neigen die jetzt schon mal zum Vogelbaby. Oh Mann, ey. So, pass auf, mein Vorbeischrappen an einer kuriosen Verletzung. Ja, bitte. Weißt du, wenn man sein Leben mit anderen Menschen teilt und sozusagen ein gemeinsames Zusammenleben hat, dann muss man sich ja auch so ein bisschen auf die anderen Menschen einstellen.

Ja, das rächt sich sonst irgendwann. Das rächt sich. Und an gewisse Dinge, wenn wir es so sagen, wird man sich vielleicht auch sehr lange nicht gewöhnen. Bestimmt. Oder gewisse Gefahren kann man nicht einschätzen oder so, oder? Und wenn man sein Leben mit jemandem teilt, der auf den ersten Blick vielleicht sehr strukturiert wirkt, aber eigentlich doch sehr chaotisch ist, teilweise mindestens so chaotisch wie ich selber, dann kann das schon mal zu Dramen kommen. Folgende Szene begab sich.

Dieser Mensch entschied sich abends, die Kontaktlinsen aus den Augen zu nehmen, was bis dahin noch in Ordnung ist. Stellte dann aber fest, ich habe ja kein Behältnis. Und teilte mir quasi im Vorbeilaufen mit, übrigens, ich fülle jetzt den Zahnputzbecher zu einem Drittel mit Kochsalzlösung und lege da meine Linsenreihe.

Ich nahm es zur Kenntnis, gutierte es und sagte, ja, ja, das mach mal. Mit, die Nacht kam, am nächsten Morgen, mein Martin steht auf und denkt sich, da schrubbe ich mir mal die Zähne. Und während ich so die Zähne schrubmelte und vor mich hin sinnierte, dachte ich, ach, Sapperlot, da steht ja doch ein Becher gefüllt mit Wasser.

Und weil ich nicht so ein gerne Wasserverschwender bin, habe ich gedacht, ja, naja, da fülle ich jetzt auch nicht auf. Das kann ja über Nacht mal so, da stehen, das Wasser. Und nahm diesen Becher und spülte damit fröhlich meinen Mund aus, schlugte auch einige Sachen davon rum und stellte den leeren Becher wieder ab.

So, bis dahin alles gut. Ich wunderte mich zwar, dass so irgendwas eher Festes in meinem Mund war, aber dachte ich, komm, wenn da so ein Silberfisch dazwischen ist, ist ja auch nichts Schlimmes. Ging also ins nächste Zimmer und hörte dann plötzlich den Satz, du hast jetzt nicht meine Kontaktlinsen gegessen.

Und zwar gegessen war es so. Und dieses Entsetzte, das kannst du doch nicht ernst meinen, eine unfassbare Entörung mit der Aussage, ich habe doch echt mal gesagt, dass sie da drin sind. Ich habe fünf Minuten ohne Pause gelacht und gelacht und gelacht. Irgendwann ist mir das Lachen an dem Halse. Ich steckte mir, weil der Blick immer strenger wurde.

Und die Ernsthaftigkeit der Lage war, na ja, wir müssen jetzt einen Plan B organisieren, weil ja auch schon mal so ein bisschen Lieferzeit ist, bis die Linse kommt. Und wie ernsthaft ist denn die Sehschwäche? Ist man denn noch heiligstauglich ohne die Kontaktlinsen? Also ich will mal so sagen, an einen Autosteuer würde ich sie nicht setzen.

Und ich würde jetzt nicht so weit gehen, dass da so ein Blindenführhund angebracht wäre, aber ich sag mal, die Ausgangstüre finden in der Wohnung schwierig. Also wie man halt so ist mit viereinhalb Dioptrien. Nee, stimmt gar nicht, 3,75. Aber es hatte so ein Humor, weil wir beide so darüber lachen mussten. Und wir haben uns wirklich bömmelt und bömmelt und bömmelt.

Weil ich trottelnd doch vorher noch die Erklärung bekommen habe. Und beim Runterschlucken so, pa, pa, pa, was ist das denn? Aber ach komm, wir tun uns weiter. Einfach ignoriert, wie ein Labrador. Erst fressen, dann fragen. Einfach nix. Und dann habe ich mir vorgestellt, was wäre, wenn diese Silikonlinse irgendwo festgesteckt hätte.

Das wäre ja auch an der Kontaktlinse erstickt. Ja, also es gibt ja auch, ich überlege gerade, es gibt ja auch Riechzellen nicht nur in der Nase im Körper. Man hat ja festgestellt, dass der Körper auch andernorts Gerüche verarbeitet. Dass man noch irgendwo ein anderes Auge hätte oder so. Bei Echsen gibt es das ja, dass die so eine Art drittes Auge auf dem Kopf haben, aber von Menschen ist mir das nicht bekannt. Das heißt, die werden nirgendwo, wo sie jetzt hingewandert sind, noch einen Zweck erfüllen.

Das können wir uns abschminken. Ich glaube auch nicht. Aber das war so ein lustiger Moment, das kannst du dir echt nicht vorstellen. Wir gelacht haben. Ich meine, hinterher war das dann schon auch mit viel Rennerei verbunden, aber es war trotzdem sehr lustig. So, dann. Haben wir noch etwas als Thema? Hast du noch was? Ja, aber ich kann damit auch noch warten. Nö, ach Quatsch, nö, da hau raus.

Also ich habe noch gesehen, man fragt sich ja immer beim Hund, wie viel er davon merkt, in welchem Gemütszustand man sich gerade befindet. Manche denken, mein Hund merkt sofort, wenn ich traurig, wütend oder gelaunt bin. Aber es stimmt das überhaupt, das interessiert ja auch die Wissenschaft immer mal wieder. Und jetzt gab es eine neue Studie der Uni Wien.

Die sich angesehen hat, wie Hunde menschliche Gesichtsausdrücke im Gehirn verarbeiten. Dazu wurden Hunde erstmal darauf trainiert, ruhig in einem MRT-Scanner zu liegen. Und das muss man vielleicht an der Stelle schon mal sagen, das waren vor allem Border Collies, die sie dann da reingelegt haben. Und dadurch entsteht natürlich auch schon mal eine gewisse Verschiebung.

Also die Ergebnisse sind natürlich nicht unbedingt auf andere Rassen zu übertragen. Das ist, glaube ich, übrigens bei psychologischen Studien am Menschen gar nicht so viel anders, weil da häufig PsychologiestudentInnen teilnehmen. Das heißt, da gibt es auch eine gewisse Verzerrung. Und währenddessen bekamen die Hunde Fotos von fremden menschlichen Gesichtern gezeigt.

Und da muss man sich natürlich jetzt vorstellen, die hatten wirklich nur die Informationen aus den Bildern. Wer schon mal im MRT war, weiß ja, da ist es tendenziell laut. Man hört keine anderen Geräusche. Es gab also keine Informationen über Stimme, nichts über Geruch, nichts über Körpersprache, wirklich nur das Gesicht.

Und dann wurde gemessen, welche Bereiche des Gehirns auf unterschiedliche Gesichtsausdrücke reagieren, ob überhaupt. Im ersten Experiment, was passiert zum Beispiel bei einem Lächeln? Und dabei sahen die Hunde glückliche und neutrale Gesichter. Und bei glücklichen Gesichtern wurde eben nicht nur die Seerinde aktiv, ist ja klar, sondern auch der sogenannte Nucleus Caudatus.

Das ist eine Hirnregion, die auch mit Belohnungsverarbeitung verbunden ist. Das heißt, diese Region reagiert bei Hunden zum Beispiel auch auf Futter, auf Lob oder eben auf vertraute Gerüche. Und eine Interpretation der Forschenden ist jetzt, dass ein lächelndes menschliches Gesicht für den Hund eben auch eine Art soziale Belohnung darstellen könnte. Du hast schon was, oder?

Ja, ich wäre da vorsichtig mit der These. Also ich glaube immer auf vertraute Menschen bezogen sofort. Das ist ein gemeinsames Lernen, sich aneinander rantasten. Ich glaube auch bei einem richtig gut und ausreichend sozialisierten Hund, dass der generalisieren kann und sagen kann, okay, wenn Katharina lächelt, ist das ein Vorteil für mich, wenn Martin lächelt auch und so weiter.

Die können dann auf andere Situationen abstrahieren, da bin ich mir sicher. Und jetzt muss man aber dazu sagen, wir haben es ja mit einem Border Collie, mit einer Rasse zu tun, die extrem genau hinguckt, die sehr auf Kooperation mit Menschen aus ist, die sich auch mit den feinsten Nuancen beschäftigen kann.

Ich will diesen Versuch mal sehen mit einem Bernadiner oder einem Beagle oder mit einem Herdenschutzhund. Also Hunde, die eher so tendenziell sagen, ja Menschen sind mir Wumpe im Kern. Das glaube ich könnte anders verlaufen. Also das zu generalisieren auf alle Hunde finde ich schwierig, aber trotzdem ist ja die Erkenntnis, dass ein Hund das kann, schon eine gute Erkenntnis.

Das ist ja immer wieder so ein Experiment, wo eigentlich im Grunde das bestätigt wird, was jeder Hundemensch sowieso den ganzen Tag erlebt. Aber trotzdem ist es ja gut. Ich finde nur, wir haben auch noch eine weitere Situation. Da ist ein Hund, der kriegt ein Signal, du musst bleiben. Du musst den Kopf in einer gewissen Position halten. Uppich herum rappelst und knatterst. Also inwiefern...

Entsteht da vielleicht sogar eine Erleichterung beim Hund zu sagen, oh, da ist mal was Vertrautes, auf das reagiere ich, nämlich ein menschliches Gesicht. Aber. Dafür gab es ja auch unterschiedliche Gesichter. Also insofern hat man ja einen Vergleich. Ich meine aber nicht der vertraute Mensch, sondern eine vertraute Mimik.

Und dass man, wenn man in einer potenziellen Stresssituation ist, da vielleicht ein bisschen besonders drauf reagiert. Aber dass sie reagieren können, war ja die Frage. Und das passiert ja dann. Genau, und auch in welchem Hirnareal. Aber da bist du trotzdem total auch auf der Linie dieses Forschungsteams, die ja genau dieselben Einschränkungen auch selber schon genannt haben.

Es ist eine spezielle Situation, vor allem ist es eine spezielle Rasse. Und es ist nach wie vor natürlich immer noch viel Interpretation dabei, denn sehr viel von dem, was man sagt, okay, diese Hirnregion ist damit verbunden. Es ist nicht so, dass man da wirklich so eine definierte Landkarte hat und dann genau weiß, welche Aktivierung was bedeutet.

Und vor allem weiß man nicht wirklich, wie sich das für den Hund irgendwie anfühlt. Aber es gab auch noch ein zweites Experiment, und zwar zur Frage, erkennen Hunde verschiedene negative Emotionen? Das haben sie, muss man übrigens auch dazu sagen, das ist ja eine kleine Studie, im ersten Experiment sind es acht Hunde gewesen und jetzt bei den negativen Emotionen waren es zwölf Hunde.

Und die haben Gesichter mit vier Emotionen gesehen, Freude, Angst, Ärger und Trauer. Und dann hat man hier auch wieder die Muster der Gehirnaktivitäten verglichen, mit so Machine Learning-Auswertungen. Und... Gesehen, das Hundehirn unterscheidet offenbar nicht einfach nur zwischen positiv und negativ, besonders deutlich unterscheidet das Angst von Ärger und Trauer.

Und da habe ich auch wieder gedacht, das ist wieder ein Moment, da ist der forschende Mensch überraschter als ein Mensch, der mit Hunden lebt, oder? Ich finde es nicht nur, also dass sich Ärger und Trauer so klar voneinander unterscheiden, ist doch eigentlich auch klar. Also ein verängstigter Mensch kann ja zum Beispiel auf eine.

Gefahr in der Umgebung auch hinweisen. Und gerade wenn man so viele tausend Jahre sich gemeinsam entwickelt, ist es doch völlig logisch, dass man diese Zeichen auch lernt zu lesen als Hund. Also für Hunde, die so lange mit Menschen zusammenleben und kooperieren, müssen ja solche sozialen Informationen besonders relevant sein und deswegen wird man da auch diese Unterschiede sehen.

Aber bemerkenswert finde ich es schon weil man ja doch sagen kann, dass Hunde und Menschen generell schon sehr weit voneinander entfernt sind, rein genetisch, und dass eben im Experiment schon wirklich diese stillen Fotos ohne Bewegung, ohne irgendwelche Reaktionen und so weiter, dass die gereicht haben, um da diese Unterschiede aufzuzeigen, fand ich zumindest, erzählenswert Aber grundsätzlich ist es für mich nach all den Jahren immer wieder faszinierend, wie bereit Hunde sind, allgemein sich auf Menschen einzulassen.

Und wie schnell die Dinge kapieren. Ich habe vor ein paar Monaten inzwischen, einen kleinen, wuscheligen Budel kennengelernt und werde wahrscheinlich in Zukunft ein bisschen mehr Zeit mit diesem Hund verbringen. Wieso habt ihr euch angefreundet? Habt ihr gemeinsam Interessen entdeckt? Wir ziehen um die Häuser. Wir.

Interessieren uns für einen ähnlichen Kiosk in München aus unterschiedlichsten Gründen. Ich eher deshalb, weil, das muss ich auch mal sagen, ich habe in München jetzt einen kleinen Kiosk gefunden, der an so einem Tierpark ist. Der Tierpark ist natürlich schrecklich, aber die haben dort vegane Currywurst, die sich echt gewaschen hat.

Sensationell. Und die haben so eine vegane Alternative Pulled Pork. Das ist richtig, richtig gut. Du, weißt du, das werde ich am nächsten Montag, werde ich mir das direkt einverleiben. Das ist doch ein hervorragender Plan. Ist Pulpok Alternative Jackfruit oder... Das weiß ich gar nicht, woraus das ist, aber das ist ziemlich gut.

Das ist ja echt ziemlich gut. Das ist in so einer Brottasche, das kann wirklich alles. Und warum wir uns da anfreunden ist, ich interessiere mich da für... Sagen wir mal, an einem Sommertag für ein kaltes Bier und diese Currywurst mit außerordentlich guten Pommes. Und ich hatte das Gefühl, dass dieser Hund da einen Teil dieser Gäste teilt dadurch.

Aber was ich sagen will ist, dieser Hund ist wirklich sehr, sehr nett. Eher ein bisschen verunsichert, aber so im Herzen ganz rein. Mir kann aber mal genau gar nichts. Also da ist echt viel Luft nach oben beim Thema, wir bringen dem Tier was bei. Das heißt, ich könnte also wirklich sagen, dass der Hund jetzt nicht wahnsinnig viele Trainingserfahrungen hat.

So ein paar Sachen wie immer, aber da ist echt nicht viel. Und interessant war, dass dieser Hund sehr ballverrückt und ist sehr, sehr, sehr, sehr on fire bei Beutelfandverhalten. Und diesen Ball geworfen. Und dann hat dieser Hund den Ball aus dem Auge verloren. Und ich kann jetzt echt nicht sagen, dass der Hund zu mir eine tiefe Beziehung hat.

So inzwischen erkennt er mich und sagt auch mal, Mensch, schön, dass du da bist. aber ist jetzt echt weit weg von, wir kennen uns gut. Und selbst dieser Hund, der keine Erfahrung hat mit, wir strukturieren, apportieren, wir zeigen, wo du hinlaufen musst, wir stoppen dich, wir holen dich wieder zurück. Ihr kennt ja alles überhaupt nicht, nur Ball fliegt hinterher.

Dieser Hund hat den Ball aus den Augen verloren und hat automatisch immer wieder zu mir Blickkontakt gesucht und nach dem Motto, ey, hast du nicht einen Plan B? Und dann habe ich kommentarlos, einfach nur, weil ich schissen wollte, in eine Richtung gezeigt. Und dieser Hund hat von Experiment 1 an sofort assoziiert, aha, Verlängerung des Armes könnte für mich Sinn machen.

Und das fand ich schon sehr erstaunlich, weil dieser Hund hat null Erfahrung da drin. Da kann ich 100% sagen. Und das fand ich ganz schön. Und ich bin mal gespannt. Ich werde diesen Hund jetzt wahrscheinlich öfter und häufiger treffen und werde das ein oder andere Experiment mit dem Tier machen. Aber ich fand das echt faszinierend, wie schnell die sich eigentlich auf mich eingelassen hat.

Also der hat die längste Zeit, hat der jetzt sein ruhiges Kioskleben gelebt. Der muss jetzt Hochleistungs-Apportierhund werden. Nein, so habe ich das nicht gesagt. Sie wird ein Opfer der Wissenschaft. Wollen wir so sagen. Okay, gut. Ich habe noch ein anderes Thema. Eins, was dich bestimmt auch sehr umtreibt.

Was denkst du, wenn du das Wort Wechseljahre hörst? Gefühlt bin ich da drin, seit ich elf bin. Ja, also was ich immer gehört habe, also immer wenn ich bei Ina Müller zu Gast war, musste unter dem Tisch schon ein Staubsauger rausgucken mit kalter Luft, weil ihr dauernd warm war. Dann habe ich viel gelesen über die Laune, Kann schon mal ein bisschen komisch werden bei Frauen.

Und was ich jetzt inzwischen darüber weiß, ist, dass es wohl viel früher anfängt, als man denkt, weil es auch über einen sehr langen Zeitraum geht. Ich hatte früher immer so im Kopf, ja, das passiert dann irgendwann, keine Ahnung, mit 50 plus und dann ist das auch in zwei Jahren durch. Feint aber doch, ein sehr langer Prozess zu sein bei manchen. Absolut.

Dann weißt du auf jeden Fall schon mehr, würde ich sagen, als der Durchschnittsmann, auf jeden Fall. Aber das Problem, was sich herausgestellt hat bei einer Recherche für MySyncX, ist, dass auch in Bereichen der Bevölkerung, die eigentlich sehr viel mehr wissen müssten, wie zum Beispiel auch GynäkologInnen, das Wissen um die Menopause einfach sehr beschränkt ist.

Was daran liegt, dass es im Medizinstudium auch einfach so gut wie gar nicht Thema ist und sogar auch in der Facharztausbildung äußerst stiefmütterlich behandelt wird. Und was du gesagt hast, dass es aber auch so sehr viel früher losgeht, als man es landläufig denkt, stimmt auch. Das ist nämlich die sogenannte Perimenopause. Peri kennt man vielleicht von Peripherie, heißt so viel wie drumherum und bedeutet, dass das bei vielen Frauen schon sehr viel früher anfangen kann.

Auch schon so mit Mitte 30. Und was das Problem ist, ist, dass diese Hitzewallung und Stimmungsschwankungen so ziemlich das Einzige sind, woran man so denkt, wenn man Wechseljahre hört, dass aber im Zuge dieser Perimenopause so viele andere gesundheitliche, Dinge auftreten können. Also von Burnout, Depressionen über Herzprobleme bis hin zu Problemen mit den Knochen, Schulterschmerzen, Gelenkschmerzen.

Und das liegt einfach daran, dass man eben in dieser Phase nicht einfach nur einen Hormonmangel hat. Das ist nicht wie, wenn das Auto kein Wischwasser mehr hat und man das einfach so auffüllen müsste, um wieder an den Level zu kommen, der. Da sein müsste, sondern es ist eine super komplexe Wechselwirkung, die da passiert zwischen vielen Hormonen, die das Gehirn ausschüttet, die wiederum bei den Eierstöcken dafür sorgen, dass bestimmte Sachen ablaufen.

Das ist aber auch eine Wechselwirkung. Das heißt, die kommunizieren miteinander. Und in der Perimenopause fängt es eben an, dass diese Kommunikation sehr gestört wird. Und... Ein großes Problem ist, dass viele Frauen in diesen Jahren mit diesen Beschwerden noch gar nicht daran denken, dass es vielleicht damit zu tun haben könnte, weil sie zum Beispiel noch eine ganz normale Blutung haben, also die Periode noch ganz normal weiterläuft.

Und in dieser Phase ist es aber zum Beispiel auch so, dass psychische Erkrankungen wieder aufflackern können. Das heißt, wenn man schon mal mit einer Angststörung zu tun hatte oder einer Depression, kann die dann auch wieder aufflackern. Was dazu führt, dass Frauen zum Beispiel bei einer Depression dann in der Psychiatrie landen oder auch.

Zum Beispiel Antidepressiva bekommen, obwohl sie eigentlich was anderes gebraucht hätten. Und es war für mich, also ich bin tatsächlich sehr froh, dass ich diese Recherche jetzt irgendwie so mitbekommen habe, in einer Zeit, wo ich da so eigentlich wahrscheinlich sogar schon mitten in dieser Pyrimenopause drin bin.

Ich habe jetzt natürlich auch schon alle Symptome, von denen ich gelesen habe, wie zum Beispiel massives Ohrjucken. Es kommen dann auch so Sachen, wo du denkst. Ohrjucken? Ja, also es ist nicht für alle Symptome, die da jetzt so im Internet herumgeistern, gleich gut belegt, ob sie jetzt auch wirklich damit zu tun haben.

Und das muss man ja an der Stelle auch mal sagen, so wie wir jetzt heute darüber reden, ist es ja schon deutlich besser als vor fünf oder vor zehn Jahren. Und gerade so durch Social Media hat das Thema auch ein bisschen Aufwind bekommen und dann ist es aber schnell, so wie es immer so ist, bei anderen Sachen, wie zum Beispiel so psychischen Erkrankungen ja auch, da gibt es dann auch viel Halbseidendes oder Unklares, was da so durch die Gegend wabert und ich glaube jetzt für diese Urgeschichte gibt es sogar einen möglichen Wirkmechanismus, das ist aber alles weit entfernt von in klinischen Studien bewiesen. Aber ich finde.

Also dadurch, dass wir so viele Frauen in der Hörerschaft haben, ich habe bei der Recherche auch ganz viel an Freundinnen von mir denken müssen, die, die unterschiedlichsten Symptome schon hatten und auch eben die Erfahrung gemacht haben, dass sie dabei Ärzten und Ärztinnen immer wieder so auf taube Ohren gestoßen sind oder eben auf Ignoranz.

Und dass man das aber auch selber im Kopf hat, dass das möglicherweise ein Faktor ist, ist, glaube ich, ganz wichtig. Und deswegen würde ich gerne die Sendung von uns, die jetzt am Sonntag im TV ausgestrahlt wird, aber natürlich vor allem auch auf ZDF.de immer zu sehen und zu hören, ist sehr ans Herz legen.

Und auch das Gespräch, was wir mit Frau Dr. Katrin Schaudig geführt haben in unserem Format Experts, also Mai hat das geführt. Das ist noch mal eine sehr schöne Erweiterung zu Themen, die wir in der Folge nur anschneiden konnten. Aber zwei Dinge sind da ganz, also finde ich, lohnen sich besonders. Es geht einmal, geht es um eine Studie, die vor vielen, zig Jahren dafür gesorgt hat, dass Frauen Angst entwickelt haben vor dieser Hormonersatztherapie, die es da gibt.

Da gibt es ein großes Missverständnis über ein mögliches Krebsrisiko. Wer sich das allerdings mal in Ruhe mit anguckt, der wird feststellen, dass es für die allermeisten Frauen, die eben diese Beschwerden haben, doch so ist das gerade vor dem Hintergrund, dass diese Hormontherapie heute anders aussieht als früher, dass die Vorteile da überwiegen könnten.

Das heißt nicht, dass jede Frau davon profitiert oder überhaupt so eine Homo- und Ersatztherapie prophylaktisch machen sollte. Das ist damit nicht gemeint. Das ist auch keine Werbeveranstaltung für diese Ersatztherapie. Aber diese Risikonutzenabwägung, die muss eine andere sein. Gerade, weil man damit sehr viel unnötiges Leiden vermeiden kann.

Und dann haben wir uns natürlich auch wieder bemüht, unserem Grimmepreis gerecht zu werden. Und deswegen unter anderem, also es war einfach großartig, Caro Kebekus hat sich in ein Gehirnkostüm geworfen. Und Marilina Smürek, vielleicht einigen bekannt von ihrem Interviewformat Smüopathisch, hat, ich weiß gar nicht, warum wir das so auf dem Einsatz haben, aber wir haben ein Uterus-Kostüm im Fundus.

Sie steckt im Uterus-Kostüm. Und das fand ich auch wieder so schön. Ich habe eben schon gesagt, wir sind ja, das ist ja immer so Teamwork und es war eine Person aus unserem Team, die die Idee hatte, diese gestörte Kommunikation zwischen Gehirn und Uterus wie so ein WhatsApp-Chat zu erzählen. Und die beiden stehen da in diesen Kostümen und sprechen halt diesen WhatsApp-Chat zwischen Gehirn und Follikeln.

Ich finde es großartig und als ob das alles nicht schon genug gewesen wäre, gibt es zum Schluss auch noch einen Wechseljahressong. So, genug der Werbung. Aber es liegt mir in diesem Fall wirklich am Herzen, weil ich da in meinem Freundeskreis Menschen habe, die da schon sehr drunter gelitten haben und nicht ernst genommen werden. Und deshalb hat das ja auch Raum her.

Und übrigens diese Geschichte, Hirn kommuniziert mit Körper. Der Urvater der Erfinder ist Otto Walkes. Guck dir den Klipp mal an, wenn der Auge an Großhirn, Auge an Großhirn. Da beschreibt er, wie die Organe miteinander sprechen. Da steht ein betrunkener Mann an der Theke und dann irgendwie Leber und Milch schreien dauernd.

Wann kommt hier Nachschub und so? Das ist so lustig gemacht. Das muss ich mir nochmal angucken. Das ist wirklich witzig. Das können wir hier in die Show Notes packen. Das ist sau, sau komisch. Meine Empfehlung ist aber, und ich weise immer wieder darauf hin, am 26.10. hat Fernsehen endlich wieder Sinn. Richter Alexander Holt ist wieder am Start.

Es wird bei Sat.1 laufen und es ist ein großes Comeback und es wird wundervoll und zauberhaft. Dann möchte ich noch zusätzlich den Bayern 3 True Crime Podcast ans Herz legen. Die neue Folge hören, die ist, finde ich, sehr besonders und sehr intensiv, will ich mal sagen. Da kommt jemand zu Wort, eine Frau, die über mehrere Stunden entführt war.

Und die beschreibt da auf eine, finde ich, sehr, sehr eindrucksvolle Art und Weise, wie das so war, ein Zufallsopfer gewesen zu sein. Und wie sie sich aber da selber befreit hat, ist sehr, sehr beeindruckend. Eine ganz, ganz starke Frau und ich finde das bei so einem True-Crime-Podcast natürlich extrem bereichernd, wenn wir da O-Töne hören und wenn wir dann einmal, sag ich mal, von Lea, der Moderatorin, so die Randinfos kriegen und von Jana Jürgen, der Strafverteidigerin, dann sozusagen die Einordnung da kriegen, das ist wirklich sehr, sehr interessant und lohnt sich auf jeden Fall.

Dann möchte ich noch mal sagen, ich habe zwei, drei Mods-Mails oder Nachrichten erreicht bei Instagram. Und das ist echt, also boah, habe ich auch nicht darauf geantwortet, weil es wirklich nervt. Jetzt labere ich schon so lange darüber, dass es die letzte Tour ist. Also ich sage mal, deutlicher kann ich es nicht mehr kommunizieren.

Ich weiß nicht, wie viele hunderte Zeitungen das kommuniziert haben. Und jetzt schreiben mir drei Leute, ja, ich habe aber keine Karten gekriegt. Und jetzt höre ich, da ist es ja dann vorbei, da kommt ja keine Tour mehr. Hätte man ja mal sagen können. Ja, hätte man mal sagen, haben wir auch gar nicht drüber geredet.

Also ich möchte nochmal sagen, es ist wirklich die letzte Tour. Und wenn man jetzt noch Tickets braucht, müsste man auch, gerade jetzt in der Weihnacht oder vor Weihnachtszeit, sich mal ein bisschen Gedanken drüber machen. Also ich werde diese Monsterreihen ignorieren und freue mich aber über jeden, der da ist.

Sehr gut. Es ist so ein bisschen so, wie wenn Leute so darunter schreiben, ob man nicht auch mal was zum Thema Tierschutz machen könnte. Oder ob wir im Podcast nicht auch mal was zum Thema Qualzucht erzählen könnten. Aber ehrlicherweise muss ich sagen, ich finde es auch immer ganz gut, wenn die Leute darauf hinweisen.

Man kann ja auch nicht immer alle Folgen hören und über das Thema Qualsucht kann man auch gar nicht genug sprechen. Stimmt. So, ich habe ein Lied. Ich glaube, dass der Künstler Montes heißt. Und das Lied heißt, wenn du mich lässt. Extrem klug und sehr, sehr schön. Okay, ich war mal wieder auf einem Konzert und zwar von einer Sängerin, die ich schon vor 20 Jahren gehört habe, aber jetzt nicht mit einer, also auch zwischendurch immer mal wieder, aber als sie so die ersten Takte angestimmt hat in der Kölner Live Music Hall, da war ich wirklich wieder so ein bisschen zurückkatapultiert in die frühen Nullerjahre und das.

Lied heißt Could We und ist von Cat Power. Okay, bin ich gespannt. Glaubst du, das könnte ich fragen? Ich empfehle dir dann auch noch aus meiner Sicht den größten Hit The Greatest. Aber ich glaube, der ist schon auf unserer Playlist. Aber hör es dir ruhig mal an. Ich glaube, dass dir das gefällt. Kannst du mir beides nach Hause mal schicken? Mach ich. So Leute, dann gehe ich jetzt wieder zurück in die Höhle und lerne Programm.

Heute kommt Tag 2 in Osnabrück und ich bin da ganz guter Dinge. Okay, ich wollte dich eigentlich noch nach einem anderen Tipp fragen. Und zwar aus dem Bereich Hundefutter erreichen mich immer wieder Fragen, ob das eigentlich so ist, dass du immer noch, wenn du so sagst, ja Hundefutter, vegan Umstellung ist leider noch nicht so geglückt, ob du da vielleicht nochmal ein anderes Futter empfehlen könntest.

Da kann ich natürlich wenig zu sagen. Ja, also natürlich bin ich nach wie vor auf der Suche und wir versuchen es immer weiter zu entwickeln. das Thema vegane Ernährung nach vorne zu schieben. Und Fresco hat da tatsächlich inzwischen zwei, drei richtig gute vegane Futtersorten. Und auch vegetarische Produkte.

Also wir haben Trainingsnacks haben wir eh schon, die sind vegan, die kommen auch gut an. Also einfach mal bei Fresco auf die Seite gehen und dann ein bisschen stöbern. Und tatsächlich gibt es da auch Dosenfutter, das vegan ist, das ich außerordentlich gut finde. Und was auch eine große Akzeptanz hat. Das hätte ich ganz vergessen, das wusste ich sogar schon mal. Stimmt.

Ja, und das ist wirklich gut geworden. Das ist wirklich, wirklich gut geworden und da gibt es ja viele sogenannte Akzeptanz-Tests. Also wie akzeptiert der Hund den Geschmack? Darum geht es in erster Linie. Und das funktioniert ganz gut. Und natürlich steht jetzt Fresco nicht im Kern für vegane Ernährung, aber trotzdem haben die sich ja geöffnet und das finde ich sehr, sehr schön in der Zusammenarbeit geöffnet und gesagt, hey komm, dem ist es wichtig, lass uns mal so ein Ding bauen.

Und das funktioniert ziemlich gut. Trotzdem stelle ich ja fest, dass die Menschen immer noch verständlicherweise ein bisschen sperrig sind. Vegetarisch, vegan ist aber gut für den Hund. Wissenschaftlich wissen wir, dass es überhaupt kein Problem ist, einen Hund vegan zu ernähren. Aber vielleicht ist es ein Einstieg für jemanden, der sagt, ich möchte weiter fleischlastig füttern.

Aber ab und zu nehme ich mal ein vegetarisches oder veganes Produkt. Könnte ja einfach mal ein Versuch wert sein. Ja, oder auch mal was mischen. Also da findet ihr bei Fresco auf der Seite irgendwie, glaube ich, schon für jeden etwas. Gut, ich schnappe mir jetzt meine Heißklebepistole und werde weiter an unserem Bühnenbild arbeiten, denn am 20. November sind wir beide ja in Gelsenkirchen.

Und worüber ich mich sehr gefreut habe, es hat ein weiterer Gast zugesagt, und zwar Karim Montasser, der seines Zeichens der YouTube-Tierarzt ist. Und ich finde ja auch immer wieder sehr tolle Wissenschaftskommunikation betreibt. Insbesondere das Video zum Thema vegane Katzenernährung möchte ich da empfehlen, weil es selten gelingt, dass man einerseits eine Klarheit kommuniziert und gleichzeitig aber auch sagt, was man noch nicht weiß.

Da steckt sehr viel Arbeit drin in diesem Video und damit das gewürdig wird, gerne mal draufklicken. Aber vor allem freue ich mich, dass Karim kommt, weil er einfach auch ein sympathischer, lustiger Typ ist. Ja, finde ich auch. Ganz, ganz guter Typ. Okay, dann in diesem Sinne, Leute, legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin.

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