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Und nun zum Sport· Folge 416

Showdown der besten vier – worauf es in den Halbfinals ankommt

Montag, 13. Juli 2026 · 32 min

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Shownotes

100 Partien dieser Weltmeisterschaft sind gespielt, bleiben noch zwei Halbfinals, ein Spiel um Platz drei, sowie das Endspiel. Den Titel machen Argentinien, Spanien, Frankreich und England unter sich aus. Wer sind die Favoriten unter den letzten vier Mannschaften? Warum hat England gegen Argentinien eine große politische Dimension? Wie haben sich die Franzosen unter Weltmeistercoach Didier Deschamps weiterentwickelt?

Mit Moderator Jonas Beckenkamp geht es diesmal um die Protagonisten dieser Duelle: Englands Trainer Thomas Tuchel und seinen Stürmer Jude Bellingham, den Weg der von Lionel Messi angeführten Argentinier, um das starke Kollektiv der Franzosen und bislang sehr beständige und spielstarke Spanier. Den Blick auf die vier Halbfinalisten und ihre Aussichten auf den Titel liefern die SZ-Reporter Boris Herrmann und Thomas Hürner, beide haben in den vergangenen Wochen viele Partien live verfolgt.

Moderation, Redaktion: Jonas Beckenkamp

Produktion: Juno Graner

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Hundert Spiele bei dieser riesen WM sind gespielt, bleiben noch zwei Halbfinals einen Spiel um Platz drei sowie das Endspiel. Den Titel machen Argentinien, Spanien, Frankreich und England unter sich aus – deshalb lohnt es sich im SZ-Fußballtalk. nun zu WM ein intensiver Blick auf die Vier Halbfinalisten und ihre Aussichten auf den Titel.

Herzlich willkommen sagt Jonas Beckenkamp! Heute geht's um die Protagonisten der Duelle um Jude Bellingham Thomas Tuchl um den Weg der Argentinier, ums Kollektiv der Franzosen und um bislang sehr beständige Spanier. Erklären können uns das alles unsere WM-Reporter Boris Herrmann und Thomas Hürner – beide sind jetzt zugeschaltet aus Nordamerika!

Hallo ihr beiden! Hallo, guten Morgen aus New York! Hi! Ja, Thomas haben wir aus Kansas City zugeschaltet. da warst du zuletzt im Einsatz. ja ihr beide habt in den vergangenen Wochen viele Spiele im Stadion erlebte seid herumgereist und hat diese WM mit forty acht Teams genossen. Seid ihr denn auch bereit für eine WM mit vier und sechzig Teams, wie es jetzt Johnny Infantino noch mal ins Spiel gebracht hat?

Jetzt komme ich so richtig erst in Fahrt. Also das ... Das hundertzwanzigstel-Finale und das sechsenneunzigste Finale war ja noch zum Warmlaufen und jetzt ehe man sich versah ist schon wieder ein Monat um. Ich mache auch noch zehn beim nächsten Mal den zweiten und dritten Monat. Kein Problem! Also ich habe die in der Redaktion glaube nicht ganz mehrheitsfähige Meinung, dass das Konzept eigentlich ganz gut war.

Das ist auch Teams jetzt in die WM geschafft haben, die man gerne gesehen hat und die ja auch nicht gegenüber den Europäern abgefallen sind. aber... ...die Frage ist wo die Grenze ist? Und ich glaube das wäre einfach die Grenz wo man sozusagen das sportliche Niveau halten kann und dass dann sozusagen auch spannende Spiele dabei rauskommen.

Ja, also aber jetzt noch mal so weitergesponnen. So eine Vorrundengruppe mit Argentinien, Madagaskar Papua Neuginea und sagen wir mal Kamerun? Wäre das nicht für euch? Ich bin ketzerisch ich merke schon. Gemeinheiten sind es! Ja ich muss sagen ich gucke die Spiele eigentlich ganz gerne. Ich gucke auch sowas wie Tunischen gegen Japan gerne weil man das ja normalerweise nicht sieht.

Das heißt aber nicht, dass ich das Konzept unterstütze. Dass man diese WM immer weiter aufblässt und immer größer macht. Man könnte ja auch so sagen auf zwei drei europäische Mannschaften verzichten die man jetzt ehrlich gesagt ohne den Tschechen zu nahe zu treten als dieses Mal vielleicht nicht gebraucht hätte und dann trotzdem Cup werden mitspielen lassen.

also ich würde sagen Größer muss es jetzt nicht mehr werden. Trotzdem finde ich's schön, dass wir die Cup werden und das wir Kurasau und das Wir Kongo gesehen haben bei dieser WM Absolut. Ich hab noch die Irren vermisst, muss ich sagen. Dänemark war auch nicht dabei aber ... Aber die irischen Fans, die hätten mir Spaß ... Boris bei dir in New York, das wär doch was gewesen?

Die hätten sicher wohlgefühlt. Die Italiener waren übrigens auch nicht da. Genau, die Italienern. Noch so eine Gemeinde. Die Griechen haben auch gefehlt! Es könnten jetzt nicht alle Fußballzwerge mitmachen, lieber Thomas. Boris, bleiben wir mal bei dir. Du bist ja also in New York zugeschaltet und von dort berichtest du für die SZ als Korrespondent?

Du bist jetzt auch nach Mexiko gereist, warst bei vielen Spielen auch in Nordamerikais unterwegs. Nach allem was du bisher gesehen hast haben es aus deiner Sicht die richtigen Teams in dieses Semifinale geschafft. oder gibt's da Zweifel wenn man beispielsweise den relativ leichten Turnierbaum der Argentina betrachtet?

Ja ich bin ehrlich gesagt kein... großer Freund von der Theorie, vom leichten und schwereren Turnierbäumen oder von Turnieresten müsste man ja eigentlich sagen. Die Frage ist immer was ist ein schwerer Gegner? Ist ein schwerere Gegner eine Mannschaft die im aktuellen Moment ein erstaunlich gutes Turnier spielt wie zum Beispiel Norwegen oder Belgien oder die Schweiz?

Oder ist ein schwieriger Gegner einer Mannschaft aus einem Land kommt das wir so traditionell als Fußballnation betrachten, also Brasilien, Deutschland die Niederlande oder Portugal. Und ich würde jetzt mal sagen alle diese letzten vier genannten waren ja relativ einfach zu schlagen in diesem Jahr. und auf der anderen Seite Argentinien, der vermeintlich leichte Turnier Ast hat uns mit Cap Verden zu tun.

wir haben eben schon über sie geredet. das sind nur die Cap Verde ein kleines Land, Atlantik. aber Die waren auch die Mannschaft gegen die, die Spanier bisher die größten Probleme hatten. Und sie haben in der Gruppenphase ein relativ hoch gehandeltes Uruguay rausgehauen. und dann hat das Argentina mit Ägypten und der Schweiz zu tun, die würde ich jetzt auch nicht unbedingt zumindest in diesem Jahr in dieser Verfassung als einfacher Gegner bezeichnen.

also dass die Argentina mit den Schwierigkeiten hatte, dass sie jedes mal extrem leiden mussten sicherlich auch damit zusammen, dass sie dieses Jahr insgesamt als Mannschaft nicht so stark wirken wie vor vier Jahren. und dennoch haben Sie alle extrem enge KO-Spiele am Ende zu Ihren Gunsten entschieden und gedreht.

Und das nennt man ja wohl dann eine Turniermannschaft und darum nichts anderes geht es im Grunde bei so einem Turnier. und ja um deine Frage zu beantworten lange Vorrede. ich würde sagen Es stehen die richtigen Viermannschaften im Halbfinale Frankreich und Spanien, die meines Erachtens insgesamt qualitativ besten Teams.

Und England und Argentinien, auf ihre Weise jeweils in den entscheidenden Momenten noch eine Idee hatten. oder ein Stück Restmoral oder einfach noch ein paar Körner. Man könnte vielleicht sagen es gibt einen Halbfinal der Qualität und einen halbfinalen der Moral. Ja, ich habe jetzt bei den Argentinien die Frage auch gestellt weil es ja nicht nur der Turnier Baum ist.

Es sind ja auch so ein bisschen die Umstände Thomas wie die Argentina in dieses Halbfinale gekommen sind. das Netz ist beispielsweise voll mit so KI Memes über Johnny Infantino und dem kleinen Baby Messi wir ihn verhetschelt und tatschelt Und irgendwie zu seinem Glück führt. was ist denn dran an dieser?

Ja, natürlich Verschwörungserzählung. Ist da für dich auch ein Funken Wahrheit dran? Dass die Argentinien ja doch irgendwie, sagen wir mal günstige Umstände hatten mit spätentoren Platzverweisen für die Gegner mit elf Metern und solchen Umständen. Also ich bin halber Brasilianer. was soll ich sagen? Das ist eine große Verschwörung!

Natürlich gab es die eine oder andere Situation. Die sogenannte berühmte Fifty-Fifty-Situation, die dann tatsächlich zugunsten der Argentinier ausgeschlagen ist jetzt auch neulich gegen die Schweiz, wo das aus meiner Sicht aber auch absolut richtig war. Weil Breel Embolot einfach eine klare Schweibe begeht und ... Die Umstände wie dann die gelbe Karte sozusagen die Seite wechselt ist ja ein bisschen kurios, ist auch ein bisschen ungewohnt glaube ich für die Sehgewohnheiten der Zuschauer.

Aber es ist inhaltlich die richtige Entscheidung Und man muss einfach sagen Ich schließe mich da Boris an die spielen einfach einen Turnierfußball bislang. Natürlich haben Sie Ihre Problemchen gehabt, in jedem Spiel hatten sie in Phasen sogar mit untermassive Probleme als jetzt neulich gegen Schweiz habe ich sie im Stadion eben gesehen.

Ja also ohne diese rote Karte für Breel Embolo hab' ich ganz große Zweifel, ob die das schaffen weil das Momentum ganz klar beim Gegner war, weil die Argentinien ja wirklich auch in ihrer Passivität quasi ersoffen sind. aber Irgendwie können sie dann immer wieder auch den Kopf aus der Schlinge ziehen und Sie haben natürlich dann auch eine gewisse Qualität.

Das muss man wahrscheinlich nicht extra betonen, gerade auch im Angriff. also da ist es ja so dass natürlich Messi alles überstrahlt. aber dann sieht man natürlich auch Stürmer wie Julian Alvarez der das zwei eins macht für den jetzt auch irgendwie bei Transfergerüchten hundertfünfzig Millionen Euro veranschlagt werden gilt als einer der besten Stürme.

ein Lautaro Martinez von Inter jahrelang Kapitän bei Inter sitzt nur auf der Bank oder wechselt sich so ein bisschen mit Alvarez ab. Also da ist natürlich schon Substanz vorhanden, ich sehe sie aber schon auch ein bisschen im Hintertreffen mit den beiden Top-Nationen wie Boris sie genannt hat. Also ein Halbfinale sozusagen der Top-Mannschaften Spanien, Frankreich und eins ein bisschen dahinter angesiedelt Boris.

Die Argentinier haben natürlich auch einen gewissen Lionel Messi. Ja Frage an dich du hast jetzt durch das Turnier auch begleitet. kann er noch was? Irgendwie bis hier ein bisschen rhetorische Frage. aber was ist wenn er wieder in elf Meter schießen muss weil da läuft es bei ihm ja nicht ganz so rund.

Nee das ist eigentlich wirklich eine der Pro-Randen dass die mit den besten Torschützen wenn nicht unbedingt die besten Elfmeterschützen sind. Ja, Messi ist wirklich faszinierend. der ist jetzt in einem Alter wo man am allerweise zu Hause die umgießt und so und er ist immer noch der gefährlichste Spaziergänger auf den Fußballplätzen dieser Welt.

das ist schon so. ich wollte zur Frage von Thomas eben vielleicht noch anmerken Ich hoffe ich bin nicht naiv aber auch kein Anhänger dieser Verschwörungserzählungen. Aber auf der anderen Seite ist es so, dass seit wir die Affäre mit der Brotenkarte von Balogun hatten und dem Anruf von Donald Trump bei Gianni Infantino kann man es auch niemanden mehr verübeln das er an diese Verschwörung Erzählung glaubt.

Das ganze Publikum ist weltweit, wir merken es jetzt bei jedem Spiel, bei jeder Situation überall. Es gehen sofort in Ägypten, in der Schweiz, überall diese ganzen großen Verschwörungserzählungen los und man muss sagen die FIFA ist selbst daran schuld. Denn Die Glaubwürdigkeit ist ein für alle mal weg.

Und das hat eben mit diesem Anruf zu tun bei Infatino und der gekänzelten Rotsperre für die USA spätestens, würde ich jetzt mal sagen. Da war die Glaub-Würdigkeit weg und man kann es... Ich gehöre nicht so den, wie gesagt an jede Verschirungsaktion glauben aber man kann Fußballfans weltweit nicht verdenken, dass sie das jetzt jedes Mal durch exerzieren.

Das sind eben die Tore, die damit geöffnet wurden. Das hat sich die FIFA selbst eingebaut.". Ja, das ist glaube ich absolut richtig! Ich glaube es ist aber tatsächlich natürlich auch so, dass bei WMS Verschwörungserzählungen fast immer schon dazugehört haben. Das zieht sich über die Jahrzehnte – ich erinnere mich aus eigenen familiären Verbindungen, dass in deiner Saison im Finale in der Saison und in den Jahrzehn- und Nr.

damit aufgewachsen oder beziehungsweise hat sich da in einen kleinen Wahn gesteigert, der bis heute anhält. Also das ist alles richtig und ich finde es gab jetzt auch ein paar zweifelhafte Situationen und dass diese Bellogun-Geschichte nochmal eine ganz andere Dimension hat die ganz ganz zusätzliche Zweifel säht, ist völlig richtig.

Ist natürlich aber auch so eine kleine Tradition der FIFA-Fußballweltmeisterschaft, dass es da immer ein kleines Geschmäckli gibt? Nee, nee, da hast du völlig recht. deswegen ... Der Gastgeber! Da hast Du völlig recht, deswegen sag ich auch spätestens da. Wir sehen nur und das vielleicht als allerinste Satz dazu, wir sehen aber auch, dass der Einsatz von immer mehr Technik diese Debatten und diese Gerüchte und diese Theorien natürlich nicht wegbringt.

Also wir haben einfach dann Die Debatten an anderer Stelle und die Streits an anderer Stelle. als wir sie hatten, bevor es den Videoshitzrichter ging. Und wir sehen auch natürlich das jetzt die besten vier der FIFA-Weltrangliste in dem Semifinals stehen also von Platz eins bis vier. Also irgendwie haben sich schon die Favoriten durchgesetzt, auch wenn die Cup werden irgendwann mal noch dabei waren und die Ägypter überrascht haben usw., dann die Norweger.

aber hat sich dann schon diese vier Favoriten festgesetzt. Einer davon sind ja auch die Engländer. Boris kamen sie mir bis jetzt nicht immer so ganz glanzvoll vor, wie Sie gespielt haben. Bis auf das Spiel gegen Kroatien ... Ja, waren Sie immer ein bisschen gebremst? Auch gegen Norwegen hätten Sie ja durchaus ausscheiden können.

Ist das aus Deiner Sicht so gewollt, dass die Engländer so spielen oder können die nicht dominanter? Jetzt komme ich wieder mit der Geschichte, wie der Thomas eben schon. Die Geschichte der Weltmeisterschaft ist ja auch voller Mannschaften, die irgendwie gebremst Wirken oder lange wirkten und trotzdem sehr weit kommen.

Also spontan fällt mir Argentinien in den neunzehnten Neunzig ein, oder ganz sehr gutes Beispiel Deutschland zwei tausendzwei der Weg durch durch Japan um Korea dreimal eins zu Null gegen Paraguay USA und Südkorea. nie gut gespielt aber in dem Finale gestanden. Und ja jetzt haben wir hier England im halbfinale die vermutlich auch nicht so Ganz genau wissen wie sie es eigentlich dahingeschafft haben.

Aber Sie haben sich einen ebischen Kampf gegen Mexiko geliefert, Ehmats Tekens Stadio und sie haben die Norweger rausgehauen. Die ist meines Erachtens auch ins Finale hätten schaffen können. Für mich war das eine der stärksten Mannschaften des Turniers eigentlich. Die hat ein Torwart der im Achtelfinale des Spiels seines Lebens gemacht hat in Brasilien und im Viertelfinal halt leider einmal sich vergriffen hat und es hat das Spiel entschieden.

Norwegen hat die Elfen beim Küste rausgehauen, norwegen hat Brasilien rausgehauen. England hat Norwegen rausgehaut. So einfach ist das und es stimmt dass es in der zweiten Halbzeit nicht so aussah als könnten diese Engländer, die echt ein bisschen unspiriert und schlapp wirken irgendwas ausrichten gegen Norwegen.

aber es ist halt auch ein Spiel der Resilienz und am Ende ging dann in der Verlängerung Norwegen die Luft aus und England hatte noch mit Jude Bellingham ein Pfeil im Köcher und darauf kommt das an. Ehrlich gesagt, ich ziehe auch meinen Hut vor diesem englischen Spiel. Ja ja also es hat schon gewisse Qualitäten das will ich gar nicht abstreiten.

jetzt muss ich noch mal nachfragen bei Diboris denn du warst ja auch vor deiner Zeit in New York, Kursponent ins Südamerika In Rio und war's natürlich auch in Argentinien unterwegs. Und jetzt müsstest Du uns mal ein bisschen glaube ich näher bringen. was bedeutet so ein Spiel gegen die Engländer auf dieser Bühne?

Also Argentinian gegen England? warum ist dass Ausgerechnet diese Partie eine der aufgeladensten des Weltfußballs. Wo soll man da anfangen? Vielleicht mit den politischen Aspekts, also wir reden hier über zwei ehemalige Kriegsgegner und zwar Kriegsträden aus Zeiten als wir drei schon gelebt haben oder ich... ihr seid denn jetzt seit ein paar Jahre jünger als ich.

Es ist wirklich gar nicht so lange her! Der Fahrklangkrieg, also die Malvinas, wie die Angtiener sagen werden. Hab ich noch lange nicht gelebt. Wären historisch von Angtini im Beanspruch gehören aber es über das Seegebiet zu Großbritannien und am Ende der angtischen Metätikatur gab's halt eben diesen Krieg.

Großbritanien sozusagen in der Fetscherjahre hat den gewonnen. Aber bis heute, ich habe das auch erlebt in meiner Zeit in Südamerika, bis heute wenn es um die Malvinas geht mein Lieber dann lassen die Argentina bis heute nicht mit sich sparsen und gleich welcher politischen Ausrichtung. Das ist wirklich ein Thema so dass ist das Politische Dann ist das natürlich ja die fußballerische Rivalität die sich im Wesentlichen noch mal ein einziges Spiel dreht um das WM Viertelfinale' eighty-six immer als Tekenstadion Die Hand Gottes Das Maradona Solo aller Maradonasoli.

Und das wurde ja eben auch dann zu einer Art Rache für diesen Malvinas Krieg hochgedeutet, also Antinin hat dann das Spiel gewonnen während irgendwann den Krieg gewonnen hatte ein paar Jahre zuvor und vielleicht eher so für die Feinschmecker. Dann gab es auch noch einen Skandalspiel von der WM-VI, damals füllten sich die Argentina die heute so ein bisschen von den Schiedsrichtern scheinbar bevortheid werden, vom Gasgeber Englund verschaukelt und vom deutschen Schießrichter Rudolf Greitlein.

Und einer dieser Antiner Antonio Ratín der rastete damals aus und er hielt einen Platzverweis. Es gab dafür aber kein Protokoll wenn man so will. es gab noch keine roten Karten und noch keine gelbener Karten, die waren auch nicht erfunden und das war ein Riesen-Bohai damals wie da irgendwie vom Platz runter war.

Das gilt als Anlass für die Einführung der roten Karten. Also diese Fußball-Rivalität, wenn man so will und Antonio Ratin übrigens ist am Wochenende gestorben und unser Kollege Rabia Caceres hat auch einen Nachruf auf Infofas, den ich sehr zur Lektüre empfehle! Genau, kann man dann nachlesen auf süddeutsche.de in unserem Sportressort.

Also eine große Rivalität Argentinien gegen England. Jetzt schauen wir noch mal ein bisschen auf den Fußball der Engländer. Wir haben es ja gerade schon angerissen Thomas. Es gibt ja Debatten um Jude Bellingham und um Thomas Tuchel Den Trainer. Der hat seinen Team gewohnt da Mani möchte ich fast sagen deutlich kritisiert.

Das macht Tuchell ja öfter. also er nimmt da wirklich kein Plattformund Wenn ihm was nicht gefällt Dann sagt er das sogar Auf Pressekonferenzen Und im Fernsehen. Bellinghem reagierte darauf etwa. Also er sagte vor der Kamera, auf dem Spiel fällt dann wirklich no comment. Das will er nicht kommentieren.

Harry Kane hat es ein bisschen besser verstanden. Ja wie siehst du die Engländer bereit für so ein emotionales hartes Duell mit den Argentinien? Wenn Sie was gezeigt haben, dann war's Mentalität das ist ja sozusagen auch Inhalt der Tuchelkritik dass sie keine Qualität und keine Kontrolle offenbart haben in den bisherigen Partien oder zu wenig aus seiner Sicht Was wiederum lustig ist, fast schon weil sie ja genau deswegen Thomas Tuchel geholt haben um sozusagen nicht mehr diesen.

so ist zumindest die Kritik in England dann doch irgendwann gewesen Mentalitätsfußball von Gareth Southgate zu spielen. Jetzt spielen Sie im Prinzip eigentlich einen sehr ähnlichen Fußball jetzt nicht gerade Hochschiller und attraktiv In den entscheidenden Momenten effizient Und so wursteln die sich bislang auch ein bisschen durchs Turnier sowie es mit Gareth southgate die vergangenen Turniere war und dann wahrscheinlich so glaube ich zumindest wird trotzdem kein Titel dabei rumspringen, weil da finde ich schon auch ein bisschen was fehlt.

Auch ganz interessant eigentlich das Jude Bellingham ja öffentlich so reagiert find' ich. Das ist ja sozusagen nach einer durchwachsenen Saison eher in Madrid einer gewesen der so bisschen auf der Kippe stand tatsächlich. Das kann man sich gar nicht vorstellen. gerade jetzt bei dem Turnier dass er spielt fand ich es eigentlich fast schon auffällig, dass er sich jetzt im Gefühl der Stärke und Spielentscheider zu sein bei den Engländern öffentlich hinstellt.

Und ja sozusagen mit breiter Brust auch mal den Trainer und seine Unzufriedenheit mit diesem Trainer artikuliert. Das ist auffäglich! Ja, weiß ich nicht ob das sozusagen auch dann in letzter Konsequenz für die Geschlossenheiten dieser Truppe spricht. Was mir aufgefallen ist Tuchel unterscheidet sich ja damit seiner schonungslosen Art sehr von jemandem wie Didier Dejeun dem Trainer der Franzosen.

Boris den hast du dir ja näher angeschaut für ein Porträt. Der Coach mittlerweile finde ich fast so ein bisschen großväterlich. also irgendwie hat man das Gefühl dass sie alle auf ihn hören und er lässt sie auch ein bisschen mehr machen. es ist Aus meiner Sicht gar nicht mehr so der reine defensive Konterfußball.

Was genau sind denn die Qualitäten dieses Trainers, der ja als Spieler und als Trainer schon Weltmeister war? Und was ist vielleicht auch neu bei ihm vergleicht zu früher? Also das Schauen hat jetzt nicht gemotzt wie Tuchel, der wahrscheinlich der einzige Trainer ist ins Halbfinale einzig und trotzdem noch nörgelt.

Fast schon wieder lustig gebe ich Thorwas Recht! Aber Deschamps hat auch immer wieder ein bisschen auf die sogenannte Euphoriebremse gedrückt. Der wurde ja mehrfach schon gefragt, ich bleibe nach dem zweiten oder dritten Spiel schon. Sind diese Franzosen überhaupt zu schlagen? und er mag diese Frage überhaupt nicht?

Weil er natürlich weiß... Auch die Franzosen hatten schwächere Halbzeiten in diesem Turnier beispielsweise Die allererste im Auftaktspiel oder die ersten, sagen wir mal, dreißig Minuten im Schwedenspiel, im sechzehnten Finale. Also das ist eine Das ist glaube ich eine Qualität von ihm, dass er sich jetzt von dieser allgemeinen Euphorie dieser Weltmeister im Grunde nicht aufzuhalten.

Nicht anstecken lässt. Trotzdem auf der anderen Seite was unterscheidet ihn? Was macht den aus? Ein klarer Fall für nichts macht erfolgreicher als Erfolg. Es ist sowieso schon lange in dem erlauchten Kreis derer die die WM als Spieler und Trainer gewonnen haben. Jetzt hat er auch die Tage mehrere WM-Rekorde gebrochen, der Trainer mit den meisten WMSpielen in der Geschichte.

Also da hat Helmut schön abgelöst, er wird jetzt das Halbfinale mit dem sechsten zwanzigstes WMSpiel sein und hat davon zwanzige Spiele gewonnen. auch dass es unerreicht Da coacht es sich so ein bisschen leichter, würde ich jetzt mal sagen. Wenn man einfach schon so ein paar Erfolge im Schrank hat und dann hat er natürlich auch einen Ensemble das ist sich auch relativ leicht coachen.

An der Seite gibt es natürlich viele Beispiele dass sehr hoch gehandelte Mannschaften da doch vercoached sind. Das ist bei Deschaux jetzt nicht der Fall, Imis. Du hast es gesagt jahrelang eher angelastet worden dass er so ein Art ungenießbaren Defensivfußball spielen lässt, der allerdings höchst erfolgreich war und jetzt bei seiner erklärtermaßen letzten WM wirkt das fast so.

also wird er sich in der Welt und der Fußballwelt nochmal so ein bisschen Spaßfußballs gönnen Und der ist bisher außer auch ziemlich erfolgreich. aber was mich am meisten eigentlich beeindruckt Floskeln, die man so hört im Stadiongang nach dem Spiel. Es geht nicht um mich es geht um die Mannschaft. wir sind alle ein Gesamtgefüge und dann hast du diese Leute Kylian Mbappé Dembélé Ulysses äußert sich relativ selten aber die anderen Spieler sind ja auch große große Stars in der Mannschaft.

Es klingt glaubwürdig! Die haben das tatsächlich alle so oft aufsachen müssen dass sie das wirklich verinnerlicht haben. Wir sind alle Eine Mannschaft und du siehst es am Jubel, wenn Sie jubeln beim zwei zu null wirklich die ganze Trauber aufeinander. Beim Trainer. Es wirkt alles sehr organisch dieses Zusammenhörigkeitsgefühl der Franzosen Und das ist natürlich Absolut eine Leistung des Träners.

Ja, das würde ich total unterschreiben. was du sagst mir fällt auch auf im Vergleich jetzt mit den Spaniern wobei da gibt es auch Künstler. aber ich sage mal bei den Franzosen gibt's einfach so viele Ausnahmespieler auch bis zum Kaderplatz. siebzehn achtzehn neunzehn alle arbeiten fürs Team und Mbappé hat dieses Zitat ist mir auch hängeblieben.

wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen dann machen wir auch. dass hatte nach diesem dreckigen Sieg gegen Paraguay gesagt Thomas Ist Frankreich vielleicht der vielseitigste, kompletteste Halbfinalist? Ja. Mit sehr großer Sicherheit sogar. Es ist ein großes Verdienst offen des Champs, dass er erkennt wie seine Mannschaft beschaffen ist und wie sozusagen auch die Charaktere dieser Mannschaft sind.

Dass er sie zusammenbringt und dass er sie anders als in den vergangenen Jahren, wie Boris schon gesagt hat vorne einfach mal zocken lässt. Das ist ja auch etwas was man in Deutschland Ja, also mit diesem etwas verkopften Nagelsmann-Fußball. Der auch ... Wo sozusagen immer wieder dieser Mannschafts- ... Also Klubtrainer-Nagelsmann hervorstarft, wo man ja auch, wie es jetzt zumindest gerüchtete Weise durchsickert bei Spielern den Fall hat, dass die Fanden ... Man müsste das so zu sagen ein bisschen einfacher halten.

Deschamps baut einfach auf die sozusagen die Lehren der vergangenen Jahre, also Lehren im Sinne von Immer noch eine ordentliche Defensivstruktur. Also darauf konnte man aufbauen, plus er gewährt jetzt einfach zusätzliche Freiräume den Spielern die da einfach richtig glänzen können und gerade eben auch bei so einer Weltmeisterschaft richtig glätzen können wo sozusagen man nicht alles in diese ganz engen strategischen Korsette zwingen muss und zwinge sollte.

Und ich glaube, dass Frankreich tatsächlich auch der ganz klare Favorit ist – auch wenn es gegen Spanien schon hart wird! Weil da ist das einzige Gegenbeispiel, das funktioniert aktuell zu bestaunen. Das ist eine Mannschaft, die spielt in einer sehr sauberen Ordnung ein sehr taktisch versierten Fußball und auf defensiver ausgerichtetem Fußball.

Sie haben erst einen Gegentor kassiert. Ja, das ist so ein bisschen das Gegenmodell. Das ist auch das Gegen-Modell an dass sich viele andere Teams im Laufe des Turniers herangewagt hatten also dass sie sozusagen auch als Ideal vielleicht außer Korn hatten. aber nur bei den Spanien funktioniert es so richtig und deswegen bin ich gespannt wie das Spiel laufen wird.

Ja, also ich freue mich jetzt schon muss ich sagen am Dienstagabend in Spanien gegen die Franzosen. Boris noch ein Wort zu den Spaniern wenn wir jetzt zum Schluss bei ihnen angelangt sind. Sie spielen wohlgemerkt ohne jeglichen Profi von Real Madrid was sich schon bemerkenswert finde. also Kokorea wechselt jetzt zur real aber ansonsten haben sie keinen von real und wenn man den Weg durchs Turnier betrachtet dann hatten sie es Aus meiner Sicht auch eher schwer, also eher kompliziertes Programm.

Trotzdem stabile Mannschaft, Ballbesitzfußball ... Sie wollen den Ball, sie wollen spielen hat auch Lamine Jamal jetzt noch mal gesagt. Also sie wollen davon nicht abrücken. Stichwort Jamal. Boris Der ist bisher noch nicht so ganz drin im Turnier. Kannst du dir erklären warum? Ich meine war verletzt von den großen Stars dieses Turniers vielleicht der der wo noch Potenzial am meisten Potential schlummern oder ja.

aber das ist ja dass Schöne bei diesen Weltmeisterschaften, wenn er jetzt die nächsten beiden Spiele gut spielt ist alles was vorher war vergessen. Ich kann es mir auch nicht so genau erklären. ich habe ihn jetzt ehrlich gesagt von New York aus auch nicht die ganze Zeit die letzten Monate immer bei jedem Spiel verfolgt weil sich hier sehr ist das Nicht so wirklich Schlimmes, weil die gegen Belgien dann keine Ahnung.

Petri Ferran Torres Nico Williams und den jetzt mehrfachen Torschützen Merino einwechseln da kann man sich auch mal leisten wenn einer der vermeintlichen Stars noch nicht so richtig ins Turnier reinkommt. das ist ja eine Qualität dieser spanischen Mannschaft und auch der französische Mannschaft. deswegen sind sie auch beide sozusagen wie Thomas auch gesagt, sie sind eigentlich so sagen natürlich hier die beiden großen Favoriten jetzt und spielen gegeneinander.

Weil Sie eben auch diese diese Breite haben im Kater und es ist eigentlich nie nicht schlechter wird wenn wir dann auswechseln und das andere ist eben da sind. eigentlich auch bei Spanien ist es offensichtlich die haben jetzt außer gegen welche noch kein Tor gekriegt. aber die Franzosen haben auch noch nicht viele Tore bekommen.

Das wird oft übersehen in dem Jubel, Arjen auf diese wirklich denkwürdige Offensive der Franzose. Die sind hinten auch extrem stabil. und der große Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich im Paraguay-Spiel – du hast das Paraguaj-Spil vorhin angesprochen Jonas war ja einfach ... Das waren über lange Phasen relativ ähnliche Spiele.

Die Franzosen haben einfach kein Gegentor gekriegt, gegen Paraguayer die eigentlich gar nicht mitspielen wollten und die Deutschen haben halt ein Gegentore gekrieg. Das war ja letzten Endes alles andere. hätte man vergessen können was danach noch war wenn man nicht dieses Null zu Eins gekriegen hätte, gegen eine Mannschaft die eigentlich nicht mitteilen will.

das ist ja eigentlich das große Problem der Deutschen das ist das Problem dass die Franzose und die Spanier nicht haben. sie sind einfach gegen Mannschaften die irgendwie nur so mitspielend spielen die zur Null Und das ist natürlich eine ganz große Qualität. und deswegen, ich bin jetzt auch ähnlich wie du wirklich wahnsinnig gespannt.

Ich sehe die beiden Mannschaften doch ziemlich auf Augenhöhe ehrlich gesagt und bin sehr gespannt auf dieses Halbfinale! Ja, also letzte Frage dann vielleicht noch mal zu den spanien. thomas du hast sie ja gesehen gegen portugal soweit ich weiß Es war. in den jahren nachdem sie weltmeister wurden hatte man manchmal das gefühl ihnen fehlt so ein bisschen die zuspitzung Also des vertikale.

Sie hatten auch keinen richtigen mittel stürmer oder keine sagen wir mal von weltformat. Jetzt haben sie ojas sabal vorne der schon vier tori geschossen hat Lamin jamal und alle genannten dahinter. Dani Olmo, über den muss man vielleicht zum Schluss noch ein Wort verlieren. Der spielt Pässe durch die Linien?

Ist das vielleicht auch was, was die Spanier jetzt nochmal neu, wie sie sich ein bisschen neu erfunden haben, dass Sie auch durch die Lignien jetzt nach vorne spielen? Ja also ich glaube der Spielstil ist an sich schon über Jahre immer wieder zu erkennen, gerade mit Ball. was ein bisschen neu ist, finde ich diese Kompaktheit.

Also das sozusagen des Augenmerk sehr stark in Richtung Kompaktheit gegangen ist also sehr viel Kontrolle ausgeübt werden soll über den Gegner. und um jetzt vielleicht noch mal da anzuschließen, es ist ganz nett dass der jetzt auch vier Tore geschossen hat. Das ist sicher auch ein guter Spieler. aber wir sprachen jetzt schon auch über die vergangenen Turniere Wochen hinweg schon auch viel über das Turnier der Stars, über den großen Namen und ganz großen Einzelkönner.

Ich glaube in diesen Rang kann man ihn jetzt nicht erheben. Und ich glaube wenn die Spanien ja die Möglichkeit hätten ein David Villa oder Fernando Torres aus dem vergangenen Jahr nochmal irgendwie sich neu zu erschaffen, dann würden sie das mutmaßlich schon tun. Nichtsdestotrotz – das führt mich sozusagen auch zu einem Argument von vorhin – muss ein Nationaltrainer eben mit dem arbeiten was er hat.

und das macht der spanische Trainer Dela Fuente nachweislich sehr gut und hat eine Mannschaft geschaffen die weiß, was sie kann oder will Zu erkennen, was der Gegner will. Was der Gegener gut kann und sich darauf dann gerade in der Defensive einzustellen. Spanien gegen die Franzosen also Dienstagabend, einundzwanzig Uhr zunächst mal das erste Halbfinale und am Mittwoch dann zur selben Zeit.

England gegen Argentinien. Ja da kann man bilanzieren. es gibt schlechtere Fußballspiele. schauen wir gerne zu. Wir werden all das Live-Tickern analysieren nachzeichnen und berichten wer sich am Ende Richtung WM Titel schiebt und ob wieder jemand Wonderwall in der Fankurve grült, das könnte bei den Engländern der Fall sein.

Großer Dank an Thomas & Boris in den US of A und danke auch an unsere Produzentin Juno Grana! Wer uns schreiben will erreicht uns unter podcast at sc.de. Das war's bei Unnun zur WM. Danke fürs Reinhören und bis demnächst.

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