Wissensreise durch die Länder der Erde· Staffel 1· Folge 51

Eswatini – Letztes absolutes Königreich Afrikas: Swasiland zwischen Tradition und Moderne

Dienstag, 14. Juli 2026 · 18 min

MP3

Shownotes

Diese Folge führt nach Eswatini, dem früheren Swasiland, derletzten absoluten Monarchie Afrikas. Es geht um die Umbenennung des Landes 2018, die kleinräumige landschaftliche Gliederung zwischen Hochveld, Mittelveld, Lowveld und Lubombo-Gebirge sowie um aturschutzprojekte im Hlane-Nationalpark. Behandelt werden die Geschichte des Swazi-Königreichs seit dem achtzehnten Jahrhundert, die Kolonialzeit und Unabhängigkeit 1968, die Aufhebung der Verfassung 1973 durch König Sobhuza II. sowie die Herrschaft König Mswatis III. mit den traditionellen Ritualen Umhlanga und Incwala. Im Zentrum stehen zudem die politischen Proteste von 2021, die weltweit höchste HIV-Prävalenz und die bemerkenswerten gesundheitspolitischen Fortschritte des Landes sowie Wirtschaft und soziale Ungleichheit in Eswatini.
Quellen:
• Levin, Richard: "When the Sleeping Grass Awakens. Land and Power in Swaziland", zur Land- und Machtfrage im historischen Kontext.
• Berichte von Amnesty International und Human Rights Watch zur Menschenrechtslage in Eswatini, insbesondere zu den Protesten von 2021.
• UNAIDS- und WHO-Berichte zur HIV-Epidemie und den 95-95-95-Zielen in Eswatini.
• CIA World Factbook, Eintrag Eswatini, zu Geografie, Bevölkerung und Wirtschaft.
• Ethnologische Fachliteratur zu Incwala- und Umhlanga-Zeremonien im südlichen Afrika.
• Berichte der Southern African Customs Union (SACU) zur wirtschaftlichen Integration der Mitgliedstaaten.
• Presseberichterstattung internationaler Nachrichtenagenturen zur politischen Entwicklung Eswatinis, insbesondere zu den Protesten 2021 und zur Umbenennung des Landes 2018.

Weitere Schlafreise Reihen:
⁠⁠⁠⁠Einschlafen mit Natur⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/2p1D2FnFb4SAWh4V0otDBj?s…)
⁠⁠⁠⁠Schlafreise durch vergessene Welten⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/1cIURslV7tA4ogc6R7lkOQ?s…)
⁠⁠⁠⁠Schlafreise durch das Universum⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/1NWso6EVJt3G3ILJmQOzDt?s…)
⁠⁠⁠⁠Schlafreise durch Mythen und Legenden⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/033tAol6F3EnOCiNqiji4v?s…)
Englische Reihen:
⁠⁠⁠⁠Sleep Journey through Lost Worlds⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/6y7nbw6KHTs06A7engHj4C?s…)
Weitere Wissenreise Reihen:
⁠⁠⁠Wissensreise durch das Periodensystem der Elemente⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/03THZe9B4c7Vj9wKhrguAG?s…)
⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Psychologie⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/47d45rBzQO7QalFfhy2Olq?s…)
⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Länder der Erde⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/5cD50trcQMfWpw19dJuGMm?s…)
⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Urzeit⁠⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/70D3GCMGUldf8cHwH7i7Bc?s…)
⁠⁠⁠⁠Wissensreise durch die Geschichte⁠⁠⁠ (open.spotify.com/show/22pLqMMAUbfx0gSBzKCZmP?s…)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Eswatini, letztes absolutes Königreich Afrikas, Swasiland zwischen Tradition und Moderne willkommen zu einer neuen Folge von Wissensreise durch die Länder der Erde. Deinen Podcast zum Entspannen, Loslassen und lernen. Wenn dir der Podcast gefällt, bewerte ihn bitte, das hilft uns, weitere Folgen zu produzieren kennst du schon unsere anderen Podcastreihen wie Schlafreise durchs Universum oder Wissensreise durch die Geschichte?

Heute reisen wir ins südliche Afrika, in eines der kleinsten Länder des Kontinents, das sich zugleich eine bemerkenswerte politische Sonderstellung bewahrt hat. Denn es ist die letzte verbliebene absolute Monarchie Afrikas. Wir sprechen über Eswatini, das frühere Swasiland, und darüber, wie dieses Land zwischen jahrhundertealter Tradition und den Anforderungen der Moderne einen ganz eigenen Weg geht. Beginnen wir mit dem Namen selbst, denn er erzählt bereits ein Stück jüngerer Geschichte.

Bis 2018 war das Land international unter der Bezeichnung Swasiland bekannt, ein Name, der auf die britische Kolonialzeit zurückgeht. Im April 2018 anlässlich des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit sowie des 50. Geburtstages von König Mswarthi III. Verkündete der Monarch die offizielle Umbenennung des Staates in Eswatini. Was in der Landessprache Seswati sinngemäß Land der Swasi bedeutet.

Diese Umbenennung wurde vom König damit begründet, dass der bisherige Name international häufig mit der Schweiz verwechselt worden sei. Und dass man sich mit einem indigenen Namen von der kolonialen Vergangenheit lösen wolle. Ein Vorgang, den Politikwissenschaftlerinnen in eine größere Reihe postkolonialer Umbenennungen afrikanischer Staaten einordnen, wenngleich KRITIKERINNEN anmerken, dass eine derart weitreichende Entscheidung ohne breitere gesellschaftliche oder parlamentarische Debatte getroffen wurde, was durchaus exemplarisch für den politischen Entscheidungsstil im Land ist.

Geographisch ist Eswatini ein Binnenstaat, der vollständig von Südafrika und Mosambik umschlossen wird. Mit einer Fläche von etwas mehr als 17000 Quadratkilometern, was das Land zu einem der kleinsten Staaten des afrikanischen Kontinents macht. Landschaftlich lässt sich Eswatini in 4 deutlich unterscheidbare topographische Zonen gliedern, die von West nach Ost aufeinander folgen.

Das gebirgige Hochfeld mit Kühlerem, gemäßigterem Klima und ausgedehnten Kiefernplantagen. Das hügelige Mittelfeld mit den fruchtbarsten landwirtschaftlichen Böden des Landes, das trockenere, von Savanne geprägte Lohfeld sowie im äußersten Osten das schmale Lubombo Gebirge an der Grenze zu Mosambik. Diese kleinräumige klimatische und ökologische Vielfalt auf engstem Raum wird von Biogeografinnen. Gelegentlich als überraschend hoch für ein derart kleines Land bezeichnet und ermöglicht unter anderem eine bemerkenswerte Bandbreite landwirtschaftlicher Nutzung von Forstwirtschaft im Hochfeld bis zum Anbau von Zuckerrohr in den wärmeren Tieflagen.

Naturschutzfachlich bedeutsam ist zudem das Lana Royal National Parkgebiet im Lohfeld, in dem unter anderem wieder angesiedelte Populationen von Nashörnern, Elefanten und Löwen leben. Ein Wiederansiedlungserfolg, der von internationalen Naturschutzorganisationen als vergleichsweise gelungenes Beispiel für Wildtiermanagement in einem kleinen, dicht besiedelten Land gewürdigt wird.

Die Geschichte des Vasi Königreichs reicht bis ins 18 Jahrhundert zurück, als sich unter der Führung des Herrschers Gwarne III. Verschiedene banthosprachige Gruppen im Gebiet des heutigen Eswatin. Zu einer politischen Einheit formierten die sich in den folgenden Jahrzehnten unter wechselnden Herrschern gegenüber Nachbarvölkern wie den Solo behaupten musste, unter anderem während der als mephikane bekannten Periode weitreichender Bevölkerungsverschiebungen und kriegerischer Auseinandersetzungen im südlichen Afrika zu Beginn des 19 Jahrhunderts. Im späten 19 Jahrhundert geriet das Königreich zunehmend zwischen die Interessen der britischen und der Burischen Kolonialmächte, wobei zahlreiche

Landkonzessionen an europäische Siedlerinnen und Bergbauunternehmen vergeben wurden, die bis heute Gegenstand historischer und rechtlicher Auseinandersetzungen um Landbesitz sind. 1903 wurde Swasiland formell britisches Protektorat. Blieb dabei jedoch anders als viele andere afrikanische Kolonialgebiete, innenpolitisch in weiten Teilen unter der Kontrolle der traditionellen Monarchie, was Historikerinnen als einen der Gründe dafür annehmen, dass die königliche Institution die Kolonialzeit vergleichsweise ungebrochen überstand.

Die Unabhängigkeit von Großbritannien erfolgte am 6. September 1968 unter König Sobusa II. Der zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1921 als Monarch amtierte und damit auf eine der längsten Regierungszeiten eines Staatsoberhaupts der Welt im 20. Jahrhundert zurückblicken konnte. Politisch besonders folgenreich war die Entwicklung des Jahres 1973.

Als König Sobusa II. Die erst 1968 eingeführte, nach westlichem Vorbild gestaltete Unabhängigkeitsverfassung außer Kraft setzte, sämtliche politische Parteien verbot und die vollständige Exekutive, Legislative und Judikative macht in der Person des Monarchen Bündete ein Schritt, den er damit begründete, das parlamentarisch Mehrparteiensystem sei mit der traditionellen Wahlsikultur unvereinbar. Diese Verfassungsordnung in ihren Grundzügen bis heute gültig, macht Eswatini zur letzten verbliebenen absoluten Monarchie des afrikanischen Kontinents, in der politische Parteien nach wie vor keine offizielle Rolle im Wahlprozess spielen dürfen.

Kandidatinnen für das aus 2 Kammern bestehende Parlament treten formal als Einzelperson an, wobei der König einen erheblichen Teil der Abgeordneten sowie sämtliche Ministerinnen direkt ernennt. Während die Regierungsspitze der Premierminister ebenfalls von Monarchem bestimmt wird Menschenrechtsorganisation wie Amnesty International und Human Rights Watch kritisieren diese Machtkonzentration seit Jahrzehnten scharf und dokumentieren wiederholt Einschränkungen der Presse für Einigungs und Meinungsfreiheit sowie die Inhaftierung politischer Aktivistinnen und Oppositioneller, oft unter Berufung auf Anti Terror.

Gesetze, die von internationalen Beobachterinnen. Als übermäßig weit gefasst kritisiert werden. Seit 1986 regiert König Msvati III, der als Teenager den Thron nach dem Tod seines Vaters Sobusa II. Sowie einer mehrjährigen Regentenschaftsphase bestieg. International sorgte der Monarch wiederholt für Aussehen, unter anderem durch seinen ausgesprochen aufwendigen Lebensstil, der in scharfem Kontrast zur wirtschaftlichen Lage eines Großteils der Bevölkerung steht.

Sowie durch die traditionelle Praxis der Polygamie, in deren Rahmen der König im Laufe der Jahre zahlreiche Ehefrauen genommen hat. Eine Praxis, die eng mit dem traditionell jährlich stattfindenden um langer Fest verknüpft ist, dem sogenannten Schilfrohrtanz, bei dem tausende unverheiratete junge Frauen aus dem ganzen Land in einer mehrtägigen Zeremonie traditionelle Tänze für die Königsmutter aufführen. Und der vom Ethnologinnen als eines der bedeutendsten noch praktizierten Initiationsrituale des südlichen Afrika beschrieben wird, gleichzeitig aber von Frauenrechtsorganisationen auch kritisch diskutiert wird, insbesondere im Hinblick auf die gesellschaftlichen Erwartungen, die mit der Zeremonie an junge Frauen herangetragen werden.

2021 erlebte Eswatini die schwersten politischen Unruhen seit Jahrzehnten. Als landesweite, zunächst von Studierenden und später von breiteren Bevölkerungsschichten getragene Proteste für demokratische Reformen, direktere Wahlen und eine Einschränkung königlicher Machtbefugnisse von Sicherheitskräften und dem Militär mit erheblicher Gewalt niedergeschlagen wurden.

Menschenrechtsorganisationen dokumentierten Dutzende Todesopfer sowie zahlreiche Verhaftungen, unter anderem von Abgeordneten, die sich offen für eine demokratische Verfassungsreform ausgesprochen hatten. Diese Proteste, die von internationalen Beobachterinnen als bislang ernsthafteste Herausforderung der absoluten Monarchie in ihrer 50 jährigen Geschichte gewertet wurden, verdeutlichten eine wachsende Kluft zwischen der traditionellen politischen Ordnung und den Erwartungen insbesondere jüngerer urbanerer Bevölkerungsteile, die zunehmend Zugang zu internationalen Informationen und demokratischen Vergleichsmaßstäben haben. Die Regierung reagierte in den Folgejahren mit einem sogenannten nationalen

Dialogprozess, dessen tatsächliche Reformwirkung von Menschenrechtsbeobachterinnen bislang jedoch als sehr begrenzt eingeschätzt wird. Neben der politischen Ordnung ist das traditionelle Sozialsystem Eswatinis von einer bemerkenswerten Doppelstruktur geprägt, die Ethnologinnen als sogenanntes Dualismusmodell zwischen moderner Staatlichkeit und traditioneller Herrschaft beschreiben.

Neben dem staatlichen Rechts und verwaltungssystem westlichen Zuschnitt existiert bis heute ein paralleles traditionelles System aus Chiefs, den sogenannten tingkundler Strukturen, die auf lokaler Ebene erhebliche Autorität über landvergabe, Streitschlichtung und gesellschaftliches Zusammenleben ausüben und deren Legitimität sich unmittelbar von der Krone ableitet. Auch die Rolle der Königsmutter in der Landessprache Nodovati sie Elefanten genannt.

Ist in diesem System von zentraler Bedeutung, da sie traditionell gemeinsam mit dem König eine Art duale Monarchie bildet und insbesondere bei bestimmten religiösen und zeremoniellen Anlässen, etwa bei dem alljährlichen Inqualafest, dem wichtigsten rituellen Höhepunkt des Wasiländischen Königsjahres, eine tragende Rolle einnimmt.

Das in Quala fest, das die symbolische Erneuerung der Königlichen Macht, sowie den Übergang zwischen den Jahreszeiten zelebriert, gilt Religionswissenschaftlerinnen als eines der komplexesten noch praktizierten Königsrituale im südlichen Afrika und verbindet Elemente von Ahnenverehrung, Fruchtbarkeitsritual und politischer Machtdemonstration.

In einer mehrtägigen, streng choreographierten Zeremonie. Gesundheitspolitisch und demografisch steht Espatini vor einer der gravierendsten Herausforderungen weltweit. Denn das Land weist seit vielen Jahren durchgängig die höchste HIV Prävalenzrate der Welt auf. Nach Angaben von Uneis und der Weltgesundheitsorganisation Lag der Anteil der mit HIV lebenden erwachsenen Bevölkerung in den vergangenen Jahren bei über einem Viertel der erwachsenen Bevölkerung.

Ein Wert, der die demografische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes über Jahrzehnte massiv beeinflusst hat, unter anderem durch eine erhebliche Zahl an Waisenkindern sowie durch eine spürbare Belastung des Gesundheitssystems. Bemerkenswert aus epidemiologischer Sicht ist jedoch, dass Eswantini in den vergangenen Jahren. Unter anderem durch massiv ausgeweiteten Zugang zu antiretroviraler Therapie, durch flächendeckende Testprogramme sowie durch internationale Unterstützungsprogramme wie den Presidents Emergency.

Plänen von Eyes Release der USA deutliche Fortschritte erzielt hat. Gesundheitsorganisationen bezeichnet Eswatini mittlerweile als eines der ersten Länder weltweit, die von den uneins gesetzten sogenannten 95 9595 Ziele erreicht oder nahezu erreicht hat. Wonach jeweils 95% der HIV positiven Person von ihrem Status wissen, davon 95% in Behandlung sind und davon wiederum 95% eine nicht mehr nachweisbare Viruslast aufweisen. Ein epidemiologischer Erfolg, der international als bemerkenswertes Gegenbeispiel zu der oft düsteren globalen Berichterstattung über die HIV Epidemie im südlichen Afrika gilt und von Public Health Expertinnen intensiv als Modellfall untersucht wird.

Wirtschaftlich ist Eswatini eng mit dem großen Nachbarn Südafrika verflochten, unter anderem über die gemeinsame Mitgliedschaft in der Southern African Customs Union, der ältesten noch bestehenden Zollunion der Welt, sowie über eine an den südafrikanischen Rand gekoppelte Landeswährung, den Linangeni. Zentrale Wirtschaftszweige sind der Anbau von Zuckerrohr, der einen erheblichen Teil der Exporterlöse ausmacht. Die Forstwirtschaft im Hochfeld sowie eine vergleichsweise kleine, aber wachsende Textilindustrie, die von präferenziellen Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union profitiert hat. Ökonominnen weisen jedoch wiederholt auf die erhebliche soziale Ungleichheit im Land

hin, die Eswatini trotz eines für afrikanische Verhältnisse mittleren pro Kopf Einkommens zu einem der Länder mit den höchsten Einkommensungleichheiten weltweit macht. Gemessen am sogenannten Gini Koeffizienten, einem Umstand, der eng mit der Konzentration wirtschaftlicher Ressourcen einschließlich erheblicher Landflächen und Unternehmensbeteiligungen in den Händen der königlichen Familie und ihr nahestehender Kreise zusammenhängen. Die internationale Finanztransparenzorganisationen wiederholt dokumentiert haben.

Kulturell hat Eswatini der Welt insbesondere im Bereich des Kunsthandwerks bemerkenswerte Tradition bewahrt, etwa die Herstellung von juvenia Glas, bei der aus recyceltem Eiglas in traditioneller Handarbeit kunstvolle Glasobjekte gefertigt werden, sowie die Batik und Textilkunst, die international zunehmend Anerkennung findet und in den vergangenen Jahren einen kleinen, aber wachsenden Kunsthandwerkstourismus befördert hat. Auch die traditionelle Musik und der Tanz, insbesondere im Rahmen der bereits erwähnten Umlanga und inquala Zeremonien, ziehen jährlich internationale Besucherinnen an, die von der UNESCO und von verschiedenen Kulturorganisationen als lebendiges immaterielles Kulturerbe des südlichen Afrika gewürdigt werden.

Wenn wir all diese Fäden zusammenführen, die kleinräumige landschaftliche Vielfalt zwischen Hochfeld und Lohfeld. Die jahrhundertealte, bis heute ungebrochene Institution der absoluten Monarchie mit ihren komplexen rituellen Traditionen wie in Quala und Umlanga, die schweren Proteste von 2021 als bislang deutlichste Herausforderung dieser politischen Ordnung sowie den bemerkenswerten, international viel beachteten gesundheitspolitischen Fortschritt im Kampf gegen HIV bei gleichzeitig persistierender wirtschaftlicher Ungleichheit. Dann zeigt Eswatini eindrücklich, wie eng Tradition und moderne kulturelle Kontinuität und der Ruf nach politischer Teilhabe in einem kleinen Land aufeinandertreffen können.

Es ist ein Land, das uns daran erinnert, dass gesellschaftlicher Fortschritt, sei es im Gesundheitswesen oder im Naturschutz, wenig nachhaltig bleibt, wenn er nicht Hand in Hand geht mit dem Schutz grundlegender demokratischer Teilhaberechte und rechtsstaatlicher Strukturen. Und dass der Schutz unseres Planeten und der Schutz demokratischer Institutionen, egal wo auf der Welt, letztlich 2 untrennbare Anliegen sind, für die es sich einzusetzen lohnt, das war unsere heutige Reise nach Eswatini.

Vielen Dank, dass du dabei warst bei Wissensreise durch die Länder der Erde, wenn dir diese Folge gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung und schaue gerne auch bei unseren anderen Reihen vorbei bis zur nächsten Folge. Shownotes diese Folge führt nach Eswatini, dem früheren Swasiland der letzten absoluten Monarchie Afrikas.

Es geht um die Umbenennung des Landes 2018, die kleinräumige landschaftliche Gliederung zwischen Hochfeld, Mittelfeld, Lohfeld und Lubombo Gebirge sowie um Naturschutzprojekte im Lana Nationalpark behandelt werden die Geschichte des Swasi Königsreichs seit dem 18 Jahrhundert. Die Kolonialzeit und Unabhängigkeit 1968, die Aufhebung der Verfassung 1973 durch König Sobusa II.

Sowie die Herrschaft König Mswartis III mit den traditionellen Ritualen Umlanga und Inquala. Im Zentrum stehen zudem die politischen Proteste von 2021, die weltweit höchste HIV Prävalenz und die bemerkenswerten gesundheitspolitischen Fortschritte des Landes. Sowie Wirtschaft und soziale Ungleichheit in eswatini, Quellen und weiterführender Literatur. Leaving Richard when the sleeping Grass Awakens Land and Power ins Swersiland zur Land und Machtfrage im historischen Kontext Berichte von Amnesty International und Human Rights Watch zur Menschenrechtslage in Eswatini, insbesondere zu den Protesten von 2021.

Unaids and who berichte zur HIV Epidemie und den 9595 / 9510 eswatini, CIA, World Fact, Brook Eintrag Eswatini zur Geographie Bevölkerung und Wirtschaft, ethnologische Fachliteratur zur Inquala und Umlagerzeremonien im südlichen Afrika Berichte der Southern African Customs Union zur wirtschaftlichen Integration der Mitgliedstaaten. Presseberichterstattungen internationaler Nachrichtenagenturen zur politischen Entwicklung Eswatinis, insbesondere zu den Protesten 2021 und zur Umbenennung des Landes 2018.

0:00 / 0:00