
040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 33
Autoverbot für Mieter - Hamburger Plan wird heiß diskutiert
Freitag, 5. Dezember 2025 · 33 min
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Shownotes
Der Wehrdienst war in dieser Woche sowohl in Berlin, wo über ihn im Bundestag abgestimmt wurde, als auch in Hamburg ein Thema: Dort waren Schülerinnen und Schüler aufgerufen, gegen die neuen Regeln und die anstehende Wiederaufnahme von Musterungen zu demonstrieren - was nicht sehr viele getan haben. Liegt es daran, dass das Thema doch nicht so umstritten ist? Oder hat die Schulbehörde zu viel Druck gemacht, damit möglichst wenige an der Demo teilnahmen, die um 10 Uhr begann? Darüber sprechen Matthias Iken und Lars Haider heute. Weitere Themen: Neue Wohnungen in Hamburg, die man nur bekommt, wenn man kein Auto fährt, schlechte Laune rund um den Neubau der Oper, die den Kultursenator aufregt - und der Kinofilm über Robert Habeck hat am Wochenende in Hamburg Premiere.
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Willkommen an diesem Freitag. Mein Name ist Lars Haider. Und mein Name ist Matthias Igen. Und die Woche in Hamburg ist rum und wir wollen in 040 streng vertraulich natürlich über die großen Themen dieser Woche sprechen und euch so ein bisschen mit Hintergrundinformationen versorgen. Was sind die Themen? Thema Nummer 1.
Heute Entscheidung im Bundestag. Wehrdienst, also man kann nicht sagen, Wiedereinsetzung der Wehrpflicht ist falsch, aber sozusagen die Belebung der Wehrpflicht und gleichzeitig in Hamburg eine groß angekündigte Demo von Schülern. Und wir sagen mal, wie groß ist die jetzt eigentlich ausgefallen und verrate noch nichts.
Thema Nummer zwei, nochmal die Oper, die kühne Oper. Denn da stellt man fest, dass offensichtlich die Kritik an dieser Oper bei den Befürwortern dazu führt, dass sie, kann man das sagen, lieber Matthias, richtig auf den Tisch hauen? Auf den Tisch hauen nicht, aber ich glaube, sie sind schon ein bisschen genervt.
Und dann sprechen wir gleich mal darüber, was das heißt und ob dieses Genervtsein eigentlich auch irgendwann dazu führen kann, dass derjenige, der das Ganze bezahlt, sagt, wisst ihr was, macht doch euren Kram alleine. Sprechen wir gleich drüber. Dann soll es darum gehen, um den Zukunftsentscheid. Die Entscheidung ist ja lange gefallen, kann ich auch gleich eine lustige Geschichte zu erzählen.
Jetzt gibt es aber die Ersten, die sagen, was das bedeuten könnte. Aurobis, die Kupferhütte, hat sich dazu geäußert diese Woche. Keine guten Nachrichten. Und dann gibt es den Vorschlag der Sager, die ein autofreies Quartier bauen will, wo du erstmal denkst, das ist doch eine interessante Idee, aber der Mieterverein ist dagegen und der Mieterverein wiederum war doch bisher immer für den Zukunftsentscheid.
Ja, sogar einer der Mitinitiatoren. Also darüber sprechen wir und dann möchte ich mit dir am Ende nochmal sprechen, natürlich über den, das wird dann Thema Nummer 4, über den Rentenbeschluss in Berlin, ganz kurz und dann ganz am Ende über den Film über Robert Habeck. Ich würde mit dir auch über den HSV reden, aber das willst du ja nicht.
Nein, das wollen wir nicht. Über den Film über Robert Habeck, der am Wochenende in die Kinos kommt. Und das ist deshalb interessant, weil die richtige Premiere ist in Hamburg. Robert Habeck und der Filmemacher kommen nach Hamburg. Darüber sprechen wir jetzt legendär. Kommst du denn auch drin vor mit dem öffentlichen Podcast? Das kann sogar sein. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber das ist ganz am Ende.
Matthias, wir legen los mit dem Thema Nummer eins, also Wiederbelebung des Wehrdienstes, nennen wir es mal so. Und dann wurde angekündigt in dieser Woche und zwar groß angekündigt, am Freitag gehen die Schülerinnen und Schüler Hamburgs auf die Straßen. Ich habe in einigen Texten gelesen, dann sind die Klassenräume leer und die Schulen verwaist.
Die Schulbehörde wies dann gleich darauf hin, dass man das nicht machen darf und wenn dann Klausuren geschrieben würden, dass die im Zweifel mit 0 Punkten oder mit einer 6 bewertet wurden. Nun haben wir uns das mal angeguckt, das war jetzt nicht Fridays for Future 2.0. Nein, auf keinen Fall. Also es gab ja im Vorfeld, muss man sagen, auch mit viel Unterstützung von allen linksdrehenden Kulturen, also GEW und Co., eine relativ große Mobilisierung für diesen Tag.
Aber man muss sagen, es ist jetzt nicht das Spitzenthema der jungen Leute, sich gegen, teilweise ja auch rhetorisch sehr, sehr stark gegen diese Reform der Wehrpflicht auf die Straße zu bewegen. Wir reden tatsächlich über ein paar hundert junge Leute, die auf die Straße gegangen sind. Warum sind das so wenige? Also haben dann die Organisatoren, die Initiatoren die Stimmung bei den jungen Leuten unterschätzt?
Man muss es mal in Relation setzen. Also im Jahr 2026 werden ungefähr 7000 junge Menschen in Hamburg Post kriegen und dann sozusagen auf die Bundeswehr aufmerksam gemacht werden. Das ist ja die Hoffnung, dass sich dann genügend melden und sich freiwillig melden. Bei den Jungen wäre dann im Zweifel, ist es verpflichtend, diesen Fragebogen auszufüllen, bei den Mädchen nicht.
Ich finde nach wie vor, dass das einer der großen Webfehler ist. Ich weiß, dass es nicht geht, aber ich finde es im Jahr 2026 schwierig, dass sozusagen da wieder so getrennt wird. Aber offensichtlich ist das gar nicht so ein Thema, was den jungen Menschen aktuell so auf der Seele brennt. Nein, ich glaube, es ist wieder so ein klassisches Beispiel dafür, dass Medien und ja teilweise auch interessierte Kreise den Eindruck erwecken, als ob jetzt die Jugend aufsteht gegen dieses ungeheuerliche Gesetz.
Und wenn man mit Jugendlichen spricht, und ich habe ja zu Hause auch einige davon mit deren Freunden, ja natürlich sind die nicht begeistert. Die hätten auch gerne wieder die guten Jahre zurück, für die wir zu alt sind, wo man gar nicht gezogen wurde, wo man auch gar nicht gemustert wurde. Aber kaum einer von denen leugnet, dass es eine gewisse Notwendigkeit gibt, dieses Land zu verteidigen.
Und mit dem jetzt angestoßenen Verfahren, wo man ja erstmal guckt, bekommen wir vielleicht nach dieser Musterung auch genug Freiwillige, haben wir noch gar keinen Zwang. Und von daher habe ich mich immer über diese wirklich Brachialrhetorik einiger quasi Gegner dieser Wehrpflicht gewundert. Ich gehöre ja zu denen, die seit Ausbruch des Ukraine-Krieges das wirklich kritisch sehen, was da passiert.
Dass ich auch schwierig finde, wie wenig wir uns in Europa für Demokratie oder Diplomatie stark machen. Aber in Sachen Wehrpflicht bin ich eigentlich relativ klar. Ich bin für Frieden, aber es ist immer gut, wenn man sich auch verteidigen kann. Und da wundere ich mich manchmal über manche Aussagen, die ich da so hören muss.
Was ich so schwierig finde, ist das... Es so ein Defizit an Informationen gibt. Also die Frage ist, was heißt das jetzt eigentlich genau? Wie viele Leute, das kann man alles natürlich zusammensuchen, wie viele Leute brauchen wir eigentlich? Wir reden ja nicht davon, dass jetzt die Hälfte des Jahres, also die Hälfte des Jahres, also alle Männer gezogen werden. Was ist eigentlich mit dem, wenn man dann gezogen würde eines Tages, was ist denn mit dem Verweigern?
Wie funktioniert das denn weiterhin? Was ist mit der Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen? Um wie viel geht es? Ich glaube jetzt geht es im ersten Schritt um sechs Monate, um einen Wehrdienst von sechs Monaten. Die muss auch ganz gut bezahlt werden. Also es wird den jungen Leuten ja schon versilbert zumindest.
Ich glaube, wir müssen uns wieder rantasten an ein Verfahren, das wir früher über Jahrzehnte gelernt haben, selbst, sage ich mal, und ich war wirklich links von mir, war da nur die Wand, selbst die, die also sehr, sehr kritisch mit diesem Staat und mit der Wehrpflicht umgingen, haben sie ja nie in Frage gestellt.
Also Totalverweigerer gab es irgendwie vielleicht sechs oder sieben. Ich weiß es nicht, aber es war eine so verschwindend geringe Zahl, dass man sich damit in der alten BRD eigentlich nie mit auseinandersetzen musste. Und jetzt müssen wir uns wieder herantasten an ein Verfahren, wo wir testen, wie groß ist die Freiwilligkeit?
Wie viel bekommen wir durch das neue Verfahren? Wenn das nicht reicht, ja, dann werden wir auch, sage ich mal, Pflicht anwenden müssen. Wir müssen uns ja wieder herantasten und wieder zurückfinden zu den alten Gegebenheiten. Das Interessante ist, du hast es gerade gesagt, dass in unserer, als wir jünger waren, als wir in die Wehrpflichtalter kamen, die Frage stellte sich ja gar nicht.
Die Frage stellte sich nur, gehst du zum Bund oder verweigerst du? Und das Interessante ist, wenn man das einmal auflöst, wie schnell dann sozusagen die Selbstverständlichkeit... Dass man sozusagen für das Land auch was tun muss, wie schnell die dann verschwindet. Also so ähnlich, wie wenn man jetzt morgen die Mehrwertsteuer, die Einkommenssteuer einstellen würde und dann in fünf Jahren wieder versuchen würde, sie wieder einzuführen.
Das wäre, die Leute würden sagen, wie, was ist das so? Und da kann man mal sehen, was das für ein historischer Fehler war. Übrigens, das wird ja gerne vergessen, von einer CDU, CSU, FDP Regierung. Herr Guttenberg war der damalige Minister, Angela Merkel, die damalige Kanzlerin. Und wie dumm es war, diese Aussetzung der Wehrpflicht zu beschließen, übrigens gegen den Widerstand der SPD.
Und wenn man heute schaut, wer am härtesten dagegen ist, dann kann ich auch nur allen Jugendlichen zurufen, Vorsicht an der Bahnsteigkante, wie das Peter Tschentsch immer so gerne sagt. Die größten Gegner der Wehrpflicht sind die Linkspartei, die AfD und die außerparlamentarische FDP. Und dann wird es interessant sein, welche Rolle die Wehrpflicht dann bei den nächsten Wahlen spielen wird, Weil genau diese Parteien natürlich versuchen werden, daraus für sich einen Vorteil zu zahlen. Ich meine, Herr Höcke macht mobil gegen die Wehrpflicht.
Da kann man mal sehen, dass diese Partei wirklich jenseits von Gut und Böse ist. Hauptsache dagegen. Wobei man, wie gesagt, wir stellen fest, so richtig das Riesenthema scheint es noch nicht zu sein. Bei uns beiden alten weißen Männern offenbar schon. Nein, bei den jungen Menschen. Ein großes Thema in Hamburg ist, und wir sprechen jetzt, glaube ich, schon zum dritten oder vierten Mal darüber, ist die Oper. Aber wir erinnern uns, Klaus-Michael Kühne möchte der Stadt eine Oper schenken, also zu großem Teil das Grundstück darauf stellt die Stadt zur Verfügung.
Das ist auch so beschlossen, das soll so kommen. Jetzt wird gerechnet, es darf nur bis zu einer bestimmten Grenze. Du hilfst mir nochmal 340 Millionen steht in dem Qualifizierungsverfahren. Es werden am Ende wahrscheinlich auch ein paar Millionen mehr sein dürfen. Es dürfen nur nicht, wie damals Karl Gernhardt sagte, es darf keine Milliarde werden.
Karl Gernhardt ist sozusagen einer der großen Vertrauten von Klaus Michael Kühne. Und diese Woche haben sich jetzt, hast du auch gesprochen, unter anderem mit Jörg Dreger, das ist der Chef der Kühne Stiftung und mit Carsten Broster, dem Kultursenator. Und da musst du gleich mal erzählen, ich hatte den Eindruck, dass die so ein bisschen von dieser Kritik, die es von verschiedenen Seiten gibt, doch schon genervt sind.
Ist das so? Ja, das kann man schon sagen. Also man muss ja wirklich die Frage stellen, also was muss Politik leisten, damit wir zufrieden sind? Und wenn ich mir genau angucke, wie dieses Verfahren gelaufen ist, was die Stadt auch herausgehandelt hat, die ursprüngliche Überlegung war ja, Herr Kühne kriegt die alte Oper und dann baut er vielleicht eine neue.
Ein ganz anderes Geschäft. Jetzt geht es um die Stiftung eines Bauwerks, das irgendwann in Hamburg sowieso saniert werden muss. Es gibt also eine gute Vertragslage, es gibt einen sehr, sehr großzügigen Spender. Es gibt eigentlich jeden Grund, ausnahmsweise mal glücklich zu sein, aber wir sehen halt sehr, sehr viel Misstrauen, sehr viel Missstimmung, sehr viel Kritik.
Angefangen, angeblich sieht die Oper, die wir jetzt planen, auf dem Barkenhöft in der Hafencity, der Moldau-Philharmonie in Prag zu ähnlich. Dann wird wieder und wieder auf die Qualität. Die ich bis vorher gar nicht kannte, darf ich das sagen? Ja. Ich wusste nicht, wie sie aussah. Karl Roster sagt, wir haben auch deshalb das Büro eingeladen, weil diese quasi Philharmonie halt ein sehr gelungenes Gebäude ist.
Und natürlich, also wer ein bisschen mit Renderings sich auskennt, kann immer Dinge finden, die sich gleichen. Aber wenn man genauer hinguckt, sieht man auch ganz viele Dinge, die sich nicht gleichen. Also das ist schon mal so ein Punkt, wo man sich die Frage stellen muss, Freunde, ist man da gerade auch auf der Suche nach Dingen, die irgendwie dieses tolle Projekt noch beschädigen sollen?
Dann die ewige Debatte um die Verstrickung der Firma Kühne und Nagel in den Faschismus, in die Geschäfte mit Deportierten. Da muss man sagen, ja, da gibt es ein gewisses Thema, aber das kann man nicht Klaus Michael Kühne anlasten, der bei Kriegsende sieben Jahre alt war. Und die Aufbereitung der Geschichte gab es ja zumindest in Teilen, da wünschen sich andere noch ein bisschen mehr.
Aber man muss ehrlich sagen, das ist auch Whataboutism, weil es geht ja erstmal um die Frage nach der Oper. Und die hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, was in den Jahren 1933 bis 1945 gelaufen ist. Dann gibt es die Kritiker, die mäkeln, dass das doch der Platz ist, wo damals die Schiffe nach Namibia abgefahren sind, um dann den Völkermord an den Herero und Nama zu begehen.
Ja, das ist zwar auch nicht ganz richtig, das ist ein bisschen weiter gewesen, aber trotz alledem, also man sucht händeringend nach Dingen, die dieses doch eigentlich schöne Projekt, ein grandioser Bau. Noch zu behindern. Das nervt auch die beiden. Aber warum sucht man das eigentlich? Ich habe es ja auch schon mal erzählt, dass ich mal angesprochen wurde von einer Kollegin vom öffentlichen rechtlichen Rundfunk auf die Frage, wie wichtig für uns beim Hamburger Abendblatt gute Nachrichten sind.
Kennst du die? Habe ich schon mal erzählt, die Geschichte? Ich glaube ja. Also eine Kollegin fragt mich, wie wichtig gute Nachrichten sind. Und ich sagte natürlich, gerade in einer Stadt wie Hamburg ist es wichtig und gerade in Zeiten wie jetzt sind gute Nachrichten wichtig. Es gibt eigentlich kaum was Wichtigeres.
Und dann sagt sie, was sind denn gute Nachrichten? Und dann sagte ich so ein bisschen unbeholfen wahrscheinlich, naja zum Beispiel, dass Klaus Michael Kühne der Stadt Hamburg eine Oper schenkt und dass die Stadt da 340 Millionen Euro spart. Und dann sagt sie, naja, das ist ja keine gute Nachricht, das ist ja eine schlechte Nachricht. Und da kommen all die Punkte und das ist sozusagen dieser Duktus.
Das ist ja auch ein bisschen eine Deformation in unserem Beruf. Das muss man dazu sagen. Also natürlich, das ist ja auch wichtig, dass wir Dinge kritisch betrachten, aber es hat inzwischen sich so verselbstständigt. Wir sehen alles kritisch und überall denken wir, gibt es noch einen Pferdefuß und überall gibt es Dinge, die dagegen sprechen, aber das ist vielleicht manchmal gar nicht so.
Also unterm Strich, klar, ein paar Dinge kann man kritisch sehen, aber wenn man das addiert, kommt am Ende eine Summe raus, Hamburg bekommt eine Oper, Hamburg bekommt eine, richtig wie ich finde, beeindruckende Oper, die für alle begehbar ist, die für alle nutzbar ist und Hamburg spart Millionen. Weil sie dann die alte Oper nicht teuer sanieren müssen.
Also da kann man sich schon die Frage stellen, wo ist das Problem? Was sagt denn Jörg Dreger als derjenige, der als Stiftungsverantwortlicher das Ganze dann ja auch umsetzen muss? Der ist aber noch nicht an so einem Punkt, wo er sagt, Leute, ganz ehrlich, wenn das jetzt so weitergeht, dann denken wir noch mal drüber nach? Nein, nein, nein.
Also ich glaube, es würde jetzt auch nichts bringen, wenn man sich gegenseitig noch die Vorwürfe um die Ohren haut. Jörg Dreger hat... Die Diskussion teilweise für absurd gehalten, hat jetzt aber keine scharfe Kritik geäußert. Etwas nachdenklicher und ich glaube auch noch etwas frustrierter ist unser Kultursenator, der halt so insgesamt die Frage stellt, ob wir nicht einfach die Fähigkeit auch verloren haben, uns also über gute Dinge zu freuen und Aufbruch zu wagen.
Dass wir die guten Nachrichten gar nicht mehr wahrnehmen. Und ich glaube, da hat er wirklich einen Punkt. Und das macht natürlich Politik auch nachdenklich. Denn selbst wenn sie wirklich, wie ich finde, gute Dinge für die Stadt erreichen und dann niedergepfiffen werden, dann stellt sich am Ende die Frage, warum soll das sich eigentlich noch eine antun?
Es gibt genau, und es gibt irgendwie so eine Verliebtheit ins Missling. Nicht ins Gilling, das ist irgendwie, da ist, ich finde, man merkt ja bei einigen dieser Kritikern, In diesem Fall jetzt, so richtig was fällt ihm ja nicht ein. So ein richtiges Gegenargument fällt nicht ein. Und dann sucht man halt verzweifelt irgendetwas, nur um was dagegen zu haben.
Und ich glaube auch das ist nichts, was sozusagen in der Mitte der Gesellschaft überhaupt eine Rolle spielt. Das darf man ja auch nicht vergessen, dass die Diskussion an der Mitte der Gesellschaft, an der Mehrheit der Gesellschaft komplett vorbeigeht. Das glaube ich auch. Und da müssen auch wir Medien uns glaube ich kritisch prüfen, ob wir da noch wirklich die Wirklichkeit abbilden.
Das ist auch ein Problem, du hast recht, wir greifen irgendwie alles auf, wo man das Gefühl hat, irgendwas stimmt da nicht. Auch wenn man das Gefühl hat, man möchte alle Stimmen zu Wort kommen lassen, aber manchmal, gebe ich dir recht, müsste man einfach sagen, was für ein Bullshit, lass weg. Ja, ist natürlich auch ein bisschen so, wenn der Journalist plötzlich alles beklatscht.
Fragt man sich auch als Journalist, was habe ich da falsch gemacht? Wenn ich etwas kritisiere, halte ich mich für quasi die Speerspitze der investigativen Untersuchung. Nur man muss es, glaube ich, ein bisschen aus der Vogelperspektive betrachten. Es gibt Dinge, die verlangen, glaube ich, ganz knallharte, langfristige Recherche, Aufbereitung und auch Kritik.
Aber es gibt auch so ein paar Sachen, da kann man einfach auch mal gerade als Lokalzeitung sagen, eigentlich ganz schön cool, dass wir das Glück haben, einen Stifter zu haben, der einen dreistelligen Millionenbetrag für eine neue Oper spendiert. Übrigens der gleiche Stifter, der dafür sorgt, dass das Volksparkstadion halt Volksparkstadion heißt und nicht Arena.
Gut, beklatschen, ich glaube, wir sind weit davon entfernt. Wir sind uns einig. Das könnten unsere Zuhörer mal beklatschen. Zu viele Sachen zu beklatschen. Wir kommen jetzt zu einem Thema, was die Stadt, glaube ich, ich weiß gar nicht, bis sie spaltet, wahrscheinlich spaltet 50-50. Der Zukunftsentscheid, der wirkt nach. Das Jahr 2025 geht zu Ende, 2026 ist dann, mit jedem Jahr rückt dieser Zukunftsentscheid näher und dann damit die Frage, wie Hamburg den Klima neutral werden soll.
Und da hat sich in dieser Woche Arubis, eines der großen Unternehmen, 2800 Mitarbeiter, eine der großen Kupferhütten der Welt, die ihren Sitz, das kann man sich als Nicht-Hamburger gar nicht so vorstellen, eigentlich mitten in der Stadt hat. Also in der nicht unweit, was ist das, Luftlinie von der City?
Vielleicht 500 Meter, 1000 Meter oder so. Und die haben jetzt schon gesagt, Leute, das gefällt uns natürlich nicht, weil sehr klimaintensiv. Aber ich habe so gedacht, so richtig gedroht, dass sie jetzt das hier verlagern. Das war noch nicht dabei. Also ich fand die Reaktion eigentlich, angesichts dessen, was da beschlossen wurde, Sogar relativ verhalten, aber du wirst natürlich gleich das ganz anders sehen.
Naja, der Punkt ist ja immer, wenn ich Unternehmenslenker wäre, würde ich ja auch nicht die eigenen Leute irgendwie wuschig machen und jetzt, nachdem der Drops gelutscht und nachdem diese Abstimmung stattgefunden hat, irgendwie alle in Unruhe bringen. Klar ist schon, und das muss man halt zwischen den Zeilen lesen, dass es die Botschaft gab, wir werden jede Investition in Hamburg kritisch prüfen.
Und das ist natürlich, muss man sagen, eine Wahrheit, die uns alle beängstigen sollte, weil natürlich Hamburg als Standort durch diesen Zukunftsentscheid an Attraktivität verloren hat. Und das zeigt, wie ich finde, auch eigentlich den falschen Ansatz dieses Entscheides, weil wenn auch Rubis bei der nächsten großen Investition sagt, wir gehen nach Bulgarien oder nach Belgien, wo sie schon Werke haben, statt es in Hamburg zu machen, dann ist das für das Weltklima bestenfalls ein Nullsummenspiel.
Schlechtestenfalls aber, weil es unter Umständen andere Anforderungen dort gibt, sogar ein Minusgeschäft. Für unsere Hamburger Bilanz aber eine prima Sache. Wir können uns auf die Schulter klopfen und sagen, super und wieder CO2 minimiert. Aber so funktioniert es nicht im Weltklima. Und von daher muss ich ganz ehrlich sagen, haben wir...
Etwas Gutes gewollt, aber das Gegenteil von etwas Gutem erreicht. Aber hast du nicht auch den Eindruck, wie gesagt, mein Eindruck war jetzt, ja, darauf natürlich gewarnt, wir prüfen jede Investition genau, das sagt, glaube ich, jedes Unternehmen erstmal. Also bevor man sich dann jetzt, wenn man hofft, vielleicht gibt es noch vom Staat irgendwelche Zuschüsse.
Am Heimatstandort wird man sich eigentlich tendenziell auch, um die eigenen Leute so ein bisschen mitzunehmen, immer anders äußern. Ich verweise, heute hat BASF nochmal sehr deutlich, was zum Standort Deutschland gesagt, also auch, sag ich mal, tendenziell positiv, das ist erstmal der normale Slang, weil man ja auch gut mit der Politik zusammenarbeitet.
Aber zwischen den Zahlen wurde halt auch gesagt, wenn wir investieren, dann werden wir es wahrscheinlich in CO2-Reduktion, aber nicht in den Aufbau neuer Stellen investieren. Gut, da können wir uns freuen, CO2-Reduktion ist wichtig, aber wir leben halt gerade in einer Zeit, wo man nicht mehr irgendwie an der nächsten Straßenecke den nächsten Job findet, sondern wo wir prinzipiell in einer schweren wirtschaftlichen Krise uns befinden.
Und all das, was quasi den Rucksack noch schwerer macht, denn die Unternehmen mit sich rumsteppen müssen, ist kontraproduktiv. Da sind wir schon bei Thema Nummer 4 und das findest du, was heißt 3B würde ich sagen. 3B. Wie findest du das? Die Saga hat, musst du nochmal erzählen, hat angekündigt, ein autofreies Quartier bauen zu wollen.
Genau, es ist vielleicht schon quasi ein Schritt jetzt Richtung im Zukunftsentscheid und uns auch noch mal klarzustellen. Ich finde ja alles das, was neue Ideen betrifft, neue Verfahren, was CO2-Ausschluss minimiert, erst mal eine tolle Sache. Und die Saga möchte jetzt 58 Wohnungen in Wilhelmsburg bauen, in so einem kleinen Quartier.
Und wollte ihre Mieter oder will die Mieter darauf verpflichten, dass sie kein Auto haben. Und drolligerweise kommt da jetzt Kritik vom Mieterverein. Der sagt ja, so geht das nicht. Da hat er auch nicht ganz Unrecht. Rechtlich scheint das irgendwie relativ dünnes Eis zu sein. Was ich halt nur so ein bisschen, wie soll ich sagen, seltsam finde, ist, wir erinnern uns nochmal an den 12.
Oktober, an den Zukunftsentscheid. Und wer hat da am lautesten mit für Ja getrommelt? Der Mieterverein. Und der sagt jetzt, und da muss ich wirklich ein bisschen schmunzeln, sowas könnte man doch nur freiwillig machen, wie der Autoverzicht. Aber der ganze Zukunftsentscheid ist das Gegenteil von Freiwilligkeit.
Der setzt auf Zwang und Pflichten. Und da, finde ich, muss man auch mal kritisch sagen, Freunde... Das ist so ein bisschen wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Wir kippen der Politik die Aufgaben in den Vorgarten und sagen, macht mal. Und selber setzen wir uns da hin und sagen mit verschränkten Armen, wir haben damit nichts zu tun.
Das finde ich halt wirklich ein bisschen schwierig, denn am Ende des Tages können ja diese wirklich absolut ehrgeizigen Ziele nur erreicht werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Und gerade die, die es quasi angestoßen haben, sollten, wie ich finde, in vorderster Front mitmarschieren. Aber die Idee finde ich erstmal interessant, zu sagen, warum denn nicht?
Man kann doch als Vermieter sagen, also wir bauen hier Wohnungen und diese Wohnungen werden ja auch günstiger, wenn du keine Parkplätze vorhalten musst, wenn du keine Tiefgarage bauen musst. Und dann sagst du, okay, das sind jetzt Wohnungen nur für Menschen und da gibt es wahrscheinlich genug, die kein Auto haben.
Das kann man ja auch so unterschwellig machen, aber an sich finde ich die Idee ganz schlau. Gerade in einer Stadt wie Hamburg, wo es ja, das kannst du jetzt nicht auf einem flachen Land machen, aber in Hamburg, wo du sagen, alle fünf Minuten an irgendeiner Ecke irgendein Bus, U-Bahn, S-Bahn fährst, ist es cool, aber das ist natürlich recht, dass der Mieterverein dann sagt, nee, so haben wir uns das nicht gedacht, ist wieder typisch, oder?
Ja, es zeigt zumindest, dass es wirklich schwierig wird. Also ein grüner Spitzenpolitiker sprach von knüppelharten Herausforderungen nach dem Zukunftsentscheid. Man muss wissen, die Grünen waren ja auch, zumindest als Partei dafür. Also wir haben uns da wirklich echt was eingebrockt. Und ich bin gespannt.
Und ich würde darauf wetten, dass die Politik es nicht in den nächsten Monaten, aber in den nächsten Jahren kassieren wird, weil sie irgendwann an einen Punkt kommen, wo sie sagen, das können wir den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt nicht mehr zumuten. Ich fand übrigens schön, es gab neulich, wer weiß gar nicht, mit wem ich darüber gesprochen habe, da sagte irgendjemand, das ist ganz schlimm, und man müsste sich jetzt wegen des Zukunftsentscheids darauf einstellen, dass in Hamburg in vielen, Stadtteilen, die Autos wirklich nur noch 30 kmh fahren würden, worauf einer dann dazwischen rief, naja, das wäre im Herrn schon mal ein Fortschritt.
Das fand ich irgendwie angesichts der ganzen Baustellen und so. Wir haben natürlich mit einem Auge heute aus Hamburg immer nach Berlin geguckt zur Rentenentscheidung. Das ist jetzt durchgegangen. Die große Krise der Koalition bleibt aus. Aber man muss ja sagen, das Problem ist nicht gelöst. Wenn man guckt, ich glaube aktuell schießt der Staat jedes Jahr 122 Milliarden Euro dazu, damit die Renten überhaupt bezahlt werden können.
Und das ist jetzt schon ungefähr ein Viertel des Staatshaushaltes. Und da frage ich mich auch, die Wahrheit ist doch, diese Rentenkommission, die sich jetzt zusammensetzt, aus meiner Sicht könnte man das nicht abkürzen, wenn man das macht, was offensichtlich ist und nicht versucht irgendwie noch hintenrum.
Es gibt doch ganz klar, offensichtlich muss sich nicht sofort, aber perspektivisch das Renteneintrittsalter nach hinten bewegen. Vielleicht muss das Renteneintrittsalter, muss vielleicht an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Die Rentenentwicklung muss vielleicht an die Inflation gekoppelt werden. Und da muss man einmal kurz sich in die Augen gucken und sagen, wie war das, warum eigentlich gibt es so viele Menschen, die diese Rente nicht einzahlen und auch das muss perspektivisch verändert werden und dann wäre das Problem mehr oder weniger gelöst.
Mehr oder weniger gelöst. Wir haben natürlich immer noch die demografische Veränderung und wir haben jetzt in den nächsten Jahren halt Millionen von Babyboomern, die in Rente gehen wollen. Aber du hast es ja schon gesagt, es gibt einige Ansätze, die es relativ schnell lösen könnten. Es gab ja auch viele Ansätze, die eine rot-schwarze Koalition bzw.
Die erste große Koalition unter Angela Merkel zwischen 2005 und 2009 angegangen ist. Da wurde ja ganz viel mutig reformiert. Das Böde ist nur, in den letzten Jahren hat man genau das Gegenteil von dem gemacht und wieder viele Dinge zurückgedreht. Und weil wir gerade am Anfang ja über die Wehrpflicht gesprochen haben, machen wir jetzt nochmal genau das Gleiche.
Wenn man den Menschen erstmal neue Dinge, wie zum Beispiel die quatschige Mütterrente, die die CSU reingedrückt hat, zugutekommen lässt, dann schafft man Begehrlichkeiten und jeder Weg zurück ist viel, viel schmerzhafter, als auf diese quasi Großzügigkeiten erstmal zu setzen. Und von daher hat natürlich die junge Gruppe recht.
Nur schreibt das mal. Also ich würde sagen, ich habe das ja vergangene Woche in meiner Kolumne gemacht. Ich habe selten so einhellig auf die Mütze gekriegt. Gut, das ist im Preis mit drin. Wie dafür, weil sehr, sehr viele sehr, sehr empört waren. Einige Punkte stimmen ja auch. Natürlich gibt es arme Rentner.
Natürlich gibt es eine Umverteilung im Rentensystem zugute von Menschen, die nie einbezahlt haben. Das alles sind Punkte, die man auch diskutieren kann. Am Ende des Tages ist es ganz einfache Mathematik oder wie Franz Müttefering gesagt hat, wir werden immer älter und wir werden immer weniger. Da reicht Volksschule, Sauerland, um zu wissen, das kann nicht lange gut gehen.
Und da muss man ja sagen, also dann kann man das auch immer, wenn wir über gute und schlechte Nachrichten sprechen, da kann man sagen, oh, das sind mal viele schlechte Nachrichten, aber die guten Nachrichten vergisst man da. Eine gute Nachricht ist zum Beispiel, wir werden immer älter. Die nächste gute Nachricht ist, wir werden auch immer sozusagen immer fitter.
Also wir können also diese Menschen, die da sind, die können auch noch was machen. Das heißt, die können, wenn sie eine vernünftige Rente haben, auch wieder ein bisschen was zurückgeben. Insofern ist es, glaube ich, vernünftig, den Leuten klarzumachen, es gibt einfache Hebel und die muss man jetzt auch in Bewegung setzen.
Und dann ist ja erstmal Ruhe, weil, das darf man auch nicht vergessen, nach den Boomern gibt es halt wieder eine andere demografische Entwicklung. Und dann steuern wir in ruhiger Fahrwasser. Aber das ist noch ein paar Tage. Wirst du am Wochenende, letztes Thema, wirst du am Wochenende ins Kino gehen?
Ja, und zwar zu Stromberg. Es gibt heute, ich frage das natürlich, weil, und ich hatte das ganz vergessen, weil ein Film über Robert Habeck in die Kinos kommt. Ich hatte das vergessen, obwohl ich es gar nicht hätte vergessen dürfen, denn Anfang des Jahres war ja Robert Habeck in meinem Podcast Entscheider-Treffen Heider zu Gast.
Wir haben das damals in der Leis-Halle aufgezeichnet. War schnell ausverkauft. Die Leute waren begeistert und ich erinnere mich noch, dran, dass das Team von Robert Habeck fragte, ob sie vier Karten kriegen könnten für ein Filmteam, das ihn begleitet und ich dachte, das sei irgendwie Spiegel TV oder ich hab da gar nicht drüber nachgedacht.
Offensichtlich ist das das Team von Lars Jessen, der diesen Film dreht. Der Film heißt Jetzt wohin? Und du hast, wir haben beide, also ich habe mir den Trailer angeguckt und wir haben beide Kritiken gelesen. Die Kritiken sind, wenn man verheerend sagt, trifft es auf den Punkt, oder? Also verheerend im Sinne von, da ist es, ich fasse es mal zusammen, ein selbstverliebter Politiker wird von seinem besten Freund porträtiert.
Ja, es ist nicht der optimale Versuchsaufbau. Wobei, da würde ich ganz gerne widersprechen. Ich habe nur zitiert, ich habe eine andere Meinung dazu. Achso, sag du. Ja, dann widerspreche ich dir natürlich ungern. Nein, also so wie Robert Habeck auch über Gebühr abgefeiert wurde, wird er jetzt, finde ich, für diesen Film also auch verhöhnt oder zumindest verspottet.
Und da muss ich ganz ehrlich sagen, man kann die Frage stellen, ob es Aufgabe des Steuerzahlers ist, diesen Film, der ist ja mitgefördert worden, mitzufinanzieren. Da habe ich eine ganz klare Meinung. Nämlich? Natürlich nicht. Aber das ist die große Frage, wie viele Filme werden mit staatlicher Förderung finanziert?
Und das ist ja offensichtlich ein Film, wo man mal einen Blick kriegt, denke ich, hinter die Kulissen der Politik. Mich interessiert das. Ja, aber wenn von vornherein klar gewesen wäre, das ist quasi seine Abschiedstournee, dann finde ich, kann man sagen, okay, wir fördern einen Film, der Politik erklärt.
Man wusste aber nicht, wie das ausgeht. Und wenn er quasi fast Kanzler geworden wäre und weiterhin als aktiver Politiker unterwegs wäre, wäre das eigentlich eine illegale Parteienfinanzierung. Das stimmt. Also so, wie es jetzt rausgekommen ist, ist es nicht so schlimm. Aber ich würde jetzt auch nicht an diesen, ich glaube, 275.000, das war jetzt nicht so rasend viel.
Ich finde, es geht in die gleiche Richtung, wie bei allem suchen wir was, was doof ist. Ja. Und ich frage mich, bin gespannt, was du dazu sagst. Ich finde ja, wenn ich so die Trailer sehe, und es hat zwei Dinge, macht das mit mir. Das Erste, dass ich denke ... Dazu kommen wir jetzt. Robert Habeck fehlt irgendwie. So ein Typ wie Robert Habeck fehlt mir gerade.
Jemand, dem man gern zuhört, der auch mal irgendwie so, der so ein bisschen junger wirkt, der so ein bisschen, ich will nicht sagen verrückt, dass das beides ist, aber so, fehlt gerade, oder? Haben wir nicht so, Carsten Linnemann konnte diese Lücke nicht füllen. Naja, ich frage mich gerade, welcher Robert Habeck mir fehlt.
Mir fehlt der Robert Habeck, der in Schleswig-Holstein ein Minister war, der es geschafft hat, eine Koalition, die ja wie jetzt unsere Koalition in Berlin oder wie vorher die Ampel, die also aus weit unterschiedlichen Lagern agieren muss, wie er es geschafft hat, Gespräche zu ermöglichen. Wie er also zu den Bauern damals als Umweltminister gefahren ist, wie er es geschafft hat, wirklich Brücken zu bauen.
Das hat er in Berlin nur noch bedingt geschafft. Deshalb sehe ich seine Zeit als Umwelt- und Wirtschaftsminister, gerade was die Wirtschaftspolitik betrifft, nicht sonderlich positiv. Aber du hast recht, er hatte eine Stärke, die vielen anderen abgeht. Und er konnte erklären. Ich finde ja zum Beispiel auch, dass er nach dem 7. Oktober eine sehr gute, bewegende, erklärende Rede gehalten hat.
Muss man noch sagen, Angriff der Hamas auf Israel. Genau, ja, ja. Wo man oft auch dachte, ja, warum macht das nicht ein Bundespräsident oder ein Bundeskanzler, warum macht das Robert Habeck? Der hat Fähigkeiten gehabt, die viele nicht haben und das fehlt, ja. Und dann finde ich, glaube ich, könnte dieser Film etwas sein, wodurch man die Grünen besser versteht.
Weil wenn das alles so ist, wie es in den Kritiken geschrieben wird und auch diese Selbstverliebtheit sich daraus kristallisiert, dann ist das vielleicht auch ein Problem der Grünen. Soweit erstmal bis heute. Nächste Woche, und da müssen wir natürlich noch am Ende einmal drauf gucken, nächste Woche geht der Prozess gegen Christina Block weiter.
Es war jetzt relativ ruhig, es kam kaum neu. Auch mal ganz schön, oder? Und meinst du, dass die Enthüllungen der vergangenen Wochen, dass die dem Prozess vom Anfang an dann eine ganz neue Richtung geben werden? Ach, die Richtung ist ja eigentlich schon vorgezeichnet, oder? Also ich finde, die Richtung wird immer klarer.
Also da muss im Augenblick die Angeklagte wirklich auf ein Wunder oder auf eine wirkliche Wende im Prozess hoffen. Und wir werden uns das Ganze natürlich nächste Woche dann angucken und hier besprechen. Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende. Aufgepasst. Man mag es gar nicht glauben. Was ist schon wieder gesperrt? Der Elbtunnel.
Wie oft wartet es dieses Jahr? Sechs, sieben, acht Mal? Also auf jeden Fall letzten Monat. Ich wollte eigentlich meinen alten Herrn besuchen und weil der Tunnel gesperrt ist, habe ich gedacht, dann muss ich wieder Zug fahren. Da habe ich aber geguckt, da ist Schienenersatzverkehr. Dann werde ich absagen müssen. Bleiben wir zu Hause.
Also Vollsperrung von Freitagabend bis Montag Morgen und Und lieber Hamburg, wie er sagt, die Autobahn GmbH, bitte weiträumig umfahren. Viel Glück dabei und bis zur nächsten Woche. Tschüss. Tschüss.