040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 29

Warum der Block-Prozess immer länger dauert

Freitag, 14. November 2025 · 37 min

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Shownotes

Im Prozess gegen Christina Block hat es in dieser Woche drei wichtige Entwicklungen gegeben, über die Matthias Iken und Lars Haider heute sprechen - und sich unter anderem fragen, wem es nützt, dass das Gericht jetzt schon Verhandlungstage bis in den kommenden Frühsommer angesetzt hat. Weitere Themen: Die Pläne für Hamburgs neue Oper und wie wahrscheinlich es ist, dass sie genau so gebaut wird; eine Top-Managerin, die von der Stadt rund 31.000 Euro Mietzuschuss bekommt, obwohl sie ein Jahresgehalt von bis zu 700.000 Euro hat. Und ein großer Musikblock, in dem es um Udo Lindenberg, die Goldkehlchen und Revolverheld geht.

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Mein Name ist Lars Heider. Und mein Name ist Matthias Ekel. Und die Woche ist schon wieder rum und wir müssen uns heute wirklich ein bisschen sputen, wie man früher gesagt hat, weil es ist viel passiert. Ich will wie immer die Themen der nächsten guten halben Stunde einmal vortragen. Es gibt natürlich neue Entwicklungen im Fall Log 3, neue Entwicklungen, Matthias, über die wir sprechen wollen.

Und dann kann man gleich anschließend daran vielleicht auch über die seltsame Situation in Hamburgs Gefängnissen sprechen, wo das Hamburger Abendblatt eine exklusive Information hat, die mich zumindest verwundert hat. Dazu gleich mehr. Ja, dann natürlich. Du hast diese Woche so viel gearbeitet wie lange nicht mehr.

Das lag daran, dass die von dir in der vergangenen Woche angekündigte Entscheidung für Hamburgs neue Oper gefallen ist. Und jeder, hatte man das Gefühl, der auch nur ansatzweise damit zu tun hatte, hat dann das Ganze verkündet. Und wir sprechen mal darüber, wie denn diese Oper aussieht, ob noch was dazwischen kommen kann, wie sie dir gefällt und so weiter. Das ist der zweite große Themenblock.

Dann ein etwas kleinerer Themenblock, aber eine, finde ich, feine und auch komische Geschichte. Wir wollen über eine Top-Managerin eines Hamburger Unternehmens sprechen. Die doch tatsächlich eines städtischen Unternehmens, die doch tatsächlich Mietzuschüsse bekommt für ihre Wohnung, obwohl sie, Achtung, knapp 700.000 Euro im Jahr sowieso schon so verdienen kann.

Und dann gibt es ganz am Ende einen großen Musikblock. Das hat damit zu tun, dass ich mich viel mit großen Künstlern diese Woche beschäftigt habe. Mit Udo Lindenberg, genauso wie mit Revolverhead. Und du ahnst es, es gibt natürlich auch Neuigkeiten. Von deinem Lieblingschor, von den Goldkirchen. All das wollen wir besprechen.

Ich finde aber, wir stellen die Blogs mal ganz ans Ende heute, damit nicht jede dieser Sendungen mit den Blogs anfängt und sprechen über die Oper. Kurze Zusammenfassung, die kannst du gut geben. Klaus Michael Kühne will der Stadt Hamburg eine Oper schenken. Dann gab es einen Wettbewerb, einen Architektenwettbewerb und vielleicht über den 70 Sternen, das ist ein Valubizierungsverfahren, auch aus juristischen Gründen.

Es war jetzt kein offener Wettbewerb, sondern es wurden fünf hochklassige Büros ausgesucht und die durften innerhalb von fünf Monaten ja einen Plan und ein Bild und ein Konzept vorlegen, wie denn diese Oper auf dem Wagenhöft aussehen kann. Und nun musst du mal erzählen, wer hat gewonnen und wie sieht diese Oper aus?

Und ich fand es so, als ich die Bilder gesehen habe, und du hast es glaube ich auch sogar geschrieben, es ist jetzt nicht hundertprozentig spektakulär und irgendwie doch, oder? Ja, das ist eine schöne Umschreibung. Ich weiß gar nicht, ob ich es so gut aufgeschrieben habe, wie du das gerade zusammenfasst.

Das war ja ein Bild, auf das ganz Hamburg gewartet hat. Das wurde ja wirklich lange Zeit, also es gab ja auch schon Vorüberlegungen und es gab im ganz kleinen Kreis schon Ideen, wie das aussehen kann. Jeder wollte es sehen, aber keiner durfte es sehen. Und erst in der quasi Jury-Sitzung am Mittwoch, die relativ lange dauerte, wurden dann diese fünf Modelle diskutiert.

Und am Ende stand dann halt dieses Bild, auf das ganz Hamburg gewartet hat, weil als die Elbphilharmonie gebaut wurde, gab es ja erst das Bild. Was alle begeistert hat und daraufhin gab es dann auch den Plan. Hier war es genau andersrum, hier gab es den Plan, aber wir reden seit Jahren davon, es gab aber kein Bild.

Und das ist jetzt anders und es ist genau wie du sagst, auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär, was aber gut ist. Und auf den zweiten Blick total faszinierend, wie ich finde. Warum ist es gut, dass es nicht so spektakulär ist? Weil so über Bilder man natürlich immer auch eine Begeisterung transportieren kann.

Ja, da muss man auch ein bisschen vorsichtig sein. auch, die ganz alten Elbphilharmonie-Bilder sind ja am Ende in der Realität zwar angenähert, aber nie so ganz erwischt worden. Da können die Architekturbüros ja inzwischen auch mit ihren Renderings irgendwie Dinge herbeizaubern und Menschen auch verführen und am Ende sieht es nur zu 90% so aus.

Aber ich finde, wenn dieser Entwurf, den jetzt die Dänen vorgelegt haben, Bjarke, Ingesgrub, dass die auch dann überzeugen können, wenn sie nur 80% quasi dessen verwirklichen, was man jetzt auf diesen bunten Bildern sieht. Und was mich so überzeugt an diesem Entwurf ist einerseits, er schreit nicht nochmal laut auf.

Die Hafencity ist ja schon, muss man sagen, architektonisch sehr, sehr interessant und es muss gar nicht jedes Gebäude irgendwie ein ganz besonders ikonenhaftes Gebäude sein, sondern es muss erstmal funktionieren. Und eine der Bedingungen war ja dieses Haus, diese Oper soll ein offenes Gebäude für alle sein.

Nicht nur für die Hochkultur, sondern auch für Besucher, für Familien mit Kindern, für Touristen, die einfach mal sehen wollen, ja, was ist das für ein Haus? Und das schaffen die Architekten ganz gut, weil sie ja mit diesen quasi spiralförmigen Umgängen, die sich ums Haus winden, ja eine Art Parklandschaft schaffen.

Es gibt eben ein Rendering, da denkt man, das ist irgendwie ein Pavillon in den Dünen, weil das soll auch so nordisch bepflanzt werden. Dann gibt es andere Bilder, da sieht es einfach aus wie ein Schiff, was so nach oben wächst. Es wird ja gar nicht so hoch mit 38 Metern, wenn wir das mit dem Elbtower und der Elbphilharmonie vergleichen, die deutlich höher sind.

Und es ist ein zurückgenommenes und gleichzeitig wirklich sehr, sehr schönes Gebäude, was diesen Park, den Losepark, vollendet. Ich musste, als ich das Bild das erste Mal gesehen habe, daran denken, so ein bisschen daran denken, dass jemand sozusagen den oberen Teil des grünen Bunkers abgenommen hat und auf den Boden gestellt hat. Weil dieses Rundherumgehen endet einen da dran.

Das Haus selber erinnerte mich so ein bisschen an die Ästhetik der, wie hieß diese Ausstellung? Nein, diese IBA, diese Ausstellung in Winnesburg. Also tatsächlich jetzt nicht besonders spektakulär von außen, das staunte ich. Ist das Spektakuläre dieser Oper dann drinnen? Naja, also der Saal sieht auf jeden Fall auch auf diesen Bildern wieder, auf den Rendering super aus.

Der ist also quasi holzvertefelt und hat eigentlich so eine Art Leinwand, so ein Kinogefühl, wo man also wirklich so reinschaut und das Gefühl bekommt, also man ist in einem wirklich dunklen Saal und wird total fokussiert auf die Bühne. Er hat auch, der Architekt, also er war ja auch persönlich jetzt am Donnerstag bei der Präsentation in Hamburg, haben sich dafür entschieden, also umlaufende Ränge zu haben, weil er sagt, er möchte nicht, dass die Schauspieler, die Opernsänger irgendwie auf leere Wände gucken, was ich auch ein gutes Konzept finde.

Und es ist auch ein sehr, sehr quasi anheimelnder Saal. Der hat ja ein bisschen weniger Plätze als der große Saal der heute existierenden Staatsoper. Aber das ist auch den akustischen Gründen geschuldet. Eigentlich sagt man so viel mal da und so 1500 ist von der Akustik her am besten zu handeln, was größer oder kleiner ist, macht dann oft Schwierigkeiten.

Du hast gesagt, es hat eine Jury-Sitzung gegeben, bis tief in die Nacht. Ich habe diese Jury etwas aufgescheucht, weil ich hatte da wieder was gehört und wollte einfach mal von Leuten, die in der Jury sitzen, wissen, ob es denn der Entwurf, von dem ich gehört hatte, der richtige ist, woraufhin eine panische oder nervöse Diskussion ausbrach. Und wer hat hier gequatscht?

Das werden wir natürlich hier auch. Wenn wir sonst gerne Geheimnisse verraten, nichts sagen. Aber du hattest den richtigen... Ja, aber ich habe eine Quelle. Und eine Quelle ist ja, wie wir Journalisten wissen, eine zu wenig. Man braucht zwei unabhängige Quellen. Und dann habe ich gedacht, bevor ich eine Falschmeldung exklusiv habe, bereite ich alles vor, sodass ich um 10 Uhr, als dann klar war, es werden die Dänen, hatten wir natürlich schon ein relativ großes Stück.

Es war übrigens ganz lustig. Ich bin extra natürlich früher zur PK gegangen, weil ein klassischer Fehler ist auch, dass man, wenn man vorne irgendwie die ganzen Sprecher da sieht, schon ein Bildchen oder einen Aufsteller hat mit dem Architekten. Den hatte aber Jörg Träger, weil er gar nicht doof ist, rechtzeitig weggenommen.

Und er hatte ihn auf seinem Oberschenkel liegen. Und da habe ich ihm extra die Hand gegeben, damit er aufstehen muss, damit ich raufgucken kann. Er sagt aber, ich muss sitzen bleiben. War ganz lustig. Jörg Drega ist ein guter Jörg Drega, muss man sagen, ist der Chef der Kühne-Stiftung? Ja. Die Frage, die ich stellen wollte, also tief in die Nacht nehme ich zurück, tief in den Abend ist richtig, die ich stellen wollte, Klaus Michael Kühne war an dieser Entscheidung nicht beteiligt, nur indirekt über seine Stiftung?

Ja, nicht beteiligt, er war erst zugeschaltet. Hat dann aber nicht die ganze Zeit die Sitzung verfolgt, aber seine quasi Vertreter und Vertrauten, nicht nur Jörg Dregersen, auch Karl Gernandt waren ja dabei und er war da schon also quasi mit im Film. Und was natürlich wichtig war, auch als Signal ist, dass sich diese 16-köpfige Jury einstimmig für den Entwurf, der jetzt am Donnerstag präsentiert wurde, ausgesprochen hat.

Weil, das ist meine Frage gewesen, das hilft ja alles nichts, wenn dann Klaus-Michael Kühne, derjenige das Ganze bezahlt, wer die Musik bezahlt, die Kapelle bezahlt, bestimmt auch, was sie spielt, wenn ihm das nicht gefällt, aber das scheint ja jetzt ausgeschlossen zu sein. Das war fast von vornherein eine Grundbedingung, dass also gesagt wurde, wir suchen quasi klare Mehrheiten, aber es war halt auch klar, dass man kein Operngebäude wählt, was er doof findet, weil genau wie du sagst, wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik, der hat wahrscheinlich gesagt, ja, baut man, ich bin aber nicht dabei.

Übrigens, weißt du, an was mich das Gebäude jetzt auch erinnert? Ich habe mir gedacht, wohin erinnert es mich noch? Von der Stilistik von außen an das Fontenay. Anders von der Nähe, mit diesem Geschwungenen, mit diesem so, aber gut. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das jetzt nicht kommt, ist damit bei 0 Prozent, oder nicht?

Das wäre es 0 Prozent. Also ich würde sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass es kommt, liegt jetzt so bei 2 Prozent. Okay, was kann noch dazwischen kommen? Naja, es kann natürlich passieren, jetzt gibt es ja die intensive Ausarbeitungsphase und damit wird es auch nochmal eine neue Kostenberechnung geben.

Und es kann immer noch sein, wenn jetzt die Kosten von den quasi in dem Vorvertrag quasi definierten 340 Millionen Euro abweicht und meinetwegen auf 800 Millionen steigt, dass dann die Stiftung sagt, so haben wir nicht gewettet, so viel Geld haben wir nicht. Und wenn es dann am Ende zum Streit kommt oder die Stiftung sagt, wir können nur die 340 Millionen geben, der Rest muss die Stadt bezahlen, dann haben wir wieder, glaube ich, eine unschöne Debatte.

Also man kann nur hoffen, dass das, und das war natürlich von vornherein irgendwie auch eine Voraussetzung, das steht ja so in diesen Bedingungen für das Qualifizierungsverfahren drin, dass der Preis eingehalten werden muss und wenn er überschritten werden würde, müsste man das quasi konsequent nachweisen.

Und vielleicht hier auch, weil wir ja quasi immer sagen 040. Was ich mir gut vorstellen kann, was dieses Haus nicht bekommt, wenn wir auch noch eine schöne Debatte haben, ist eine Tiefgarage. Eine Tiefgarage kostet richtig Geld. Und wenn es am Ende spitz auf dem Kopf steht, würde man sagen, können die nicht auch woanders parken?

Und ich meine, man gucke sich das Parkhaus der Elbphilie an, das ist jetzt auch nicht so rasend voll immer. Also da bin ich gespannt, welche Abstriche man am Ende macht. Mein Tipp ist, die Tiefgarage wird nicht gebaut, damit es im Kostenrahmen bleibt. In der Elfphilharmonie parkt man auch deshalb nicht, weil es doch ganz schön teuer ist.

Aber wenn man gesehen hat, sehr... Also eine Tiefgarage zu bauen, ist ja auch exorbitant. Also von daher müssen die Vermieter auch einen gewissen Preis aufrufen. Also das wäre so ein bisschen mein Tipp. Es ist ja auch gar nicht so weit von der U-Bahn-Station HafenCityUniversität. Also das ist, glaube ich, es ist näher als von der Station Baumwald zur Elf-Vilharmonie. Das stimmt.

Aber es war ja bei der Pressekonferenz ein solcher, also da saßen sie ja, man musste ja die Sorge haben, wahrscheinlich ist es nicht eingetreten, dass da mehr Leute auf dem Podium sitzen als unter den Journalisten, weil da war ja alles da am Ende, auch der Bürgermeister. Jeder, der auch nur einen Hauch mit dieser Oper zu tun haben könnte, saß da. Der Bürgermeister hat ja schon ein bisschen mehr zu tun.

Natürlich hat Carsten Broster das verhandelt, aber war Peter Tschentscher auch schon involviert und das wollte er sich auch nicht nehmen lassen. Das ist ja auch mal eine Erfolgsmeldung, die aus der Stab kommt. So viele hatten wir ja nicht. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, Ausrufezeichen, Haken hinter, bitte setzt das um. Deshalb meine ich das ja.

Deshalb glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist als die von dir genannten zwei Drittel. Weil das erinnert mich auch da so ein bisschen wieder an Elbthauer und wenn dann der Bürgermeister da sitzt und eigentlich alle, die was zu sagen haben in diesem Zusammenhang. Und es dann nicht klappt, es ist ja für alle, die da gesessen haben, peinlich.

Deshalb wird sich jeder wahrscheinlich jetzt bemühen, dass das Ganze funktioniert. Aber wir machen Haken hinter, Haken hinter unser erstes Thema und kommen zu einem zweiten Thema. Es war für mich so ein bisschen eines der Themen der Woche. Es kam so ein bisschen harmlos daher. Es ging um einen Mietzuschuss für eine Topmanagerin. Die Topmanagerin ist Vorständin bei der HALA.

Die Hala sowieso dafür bekannt, glaube ich, sehr, sehr gut zu bezahlen. Das städtische Unternehmen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schnitt 100.000 Euro im Jahr verdienen. Das ist nicht wenig. Aber jetzt kommt es. Da muss man in die Tiefgarage der Hala gehen, beziehungsweise in diese Parkpalette.

Da sieht man so viele große Autos, dass man sich schon die Frage stellt, ob ein städtisches Unternehmen nicht vielleicht etwas zu großzügig war bei der Verteilung des Geldes. Weil am Ende des Tages, wenn man da etwas realistischer geblieben wäre, wäre für den Steuerzahler da mehr rausgekommen, weil wir haben lange Zeit ja auch, muss man sagen, von den Dividenden ganz gut gelebt, der Arler.

Und jetzt hat unser lieber Kollege Andreas Dey, der jemand ist, der sich dann all solche vermeintlich langweiligen Berichte, also zum Beispiel wenn es dann um Entgeltberichte geht und was zahlt die Stadt eigentlich wem, hat sich das alles mal ganz in Ruhe angeguckt und ist auf folgenden Fakt gestoßen, dass es eine Vorständin, eine neuere Vorständin bei der HALA gibt, die hat ein Grundgehalt von 350.000 Euro.

Dann kann sie mittels Tantiemen aus diesem Grundgehalt 700.000 Euro machen. Also nochmal Tantiemen in Höhe von 350.000 Euro, die sie im Jahr 2024 komplett bekommen hat. Und dann hat er gefunden, dass die noch roundabout 31.000 Euro als Mietzuschuss bekommt. So, wir wissen nicht genau wieso, weshalb, warum. Die kam wohl aus Essen nach Hamburg und ich habe mit Andreas nochmal gesprochen, der hat so ein bisschen fast schon süffisant gesagt, naja, vielleicht war es schwierig in Hamburg eine Wohnung zu finden und wahrscheinlich sind Wohnungen in Hamburg auch teurer als in Essen, aber wie kann man als Stadt auf die Idee kommen, einer Wohnung?

Top-Managerin, die 700.000 Euro verdient, tatsächlich noch einen Mietzuschuss, also einen Mietzuschuss in Höhe von 31.000 Euro zu bezahlen, das heißt ja offensichtlich, also ein Zuschuss ist für mich immer dann der geringere Teil, die man zu einer Miete, da stehe ich und denke so, sei dieser Frau gegönnt, gar keine Frage, aber hallo, es ist dein Geld, es ist mein Geld, es ist unser aller Geld.

Was da, finde ich, irgendwie völlig unsinnig und unnötig ausgegeben wird, oder? Naja, die Frage ist, also ich finde, man muss ein bisschen aufpassen, dass man nicht zu populistisch die Vorständin jetzt als böse Dame quasi bezeichnet, die sich da irgendwie raffgierig bedient. Habe ich ja extra gerade gesagt.

Jedes Entgelt wird verhandelt und natürlich auch solche Zuschüsse. Und da muss man natürlich jetzt die Stadt schon mal fragen. Die ist ja nun auch mit Andreas Dressel zum Beispiel im Aufsichtsrat mit vertreten. Also damit quasi auf der Seite, die das aushandelt. Wie es sein kann, dass man also quasi so eine Art Selbstbedienungsmentalität bei der Hala über die Jahre also quasi geschaffen hat.

Also wenn man das sieht, verdienen ja alle sehr, sehr viel. Wie gesagt, es sei allen gegönnt, aber am Ende des Tages war es lange Zeit vor allem ein städtisches Unternehmen. Jetzt ist ja auch MSC mit drin. Die werden sicher auch in Zukunft da ein bisschen dran schrauben und da hat sich so ein bisschen was verselbstständigt und das finde ich ist nur ein Zeichen dafür, dass beim Entgelt bei der Hala halt so manches quasi aus den Fugen geraten.

Man kann sich vorstellen, wie es gelaufen ist. Wahrscheinlich musste diese Vorständin gar nicht großartig darum bitten, sondern hat gesagt, wenn sie jetzt noch umziehen, da können wir auch noch das und das machen. Was ich dabei auch nicht verstehe ist, sie wird ja nicht von sich aus gesagt haben, ich komme jetzt aber nur nach Hamburg, wenn ich jetzt noch einen Mietzuschuss bekomme.

Und wenn man etwas mehr zahlen möchte, dann kann man das ja über die Zielvereinbarung, über das Grundgehalt oder was auch immer machen. Aber man weiß ja, dass man diesen besonderen Teil des Gehaltes ausweisen muss. Und man weiß ja auch, dass das öffentlich wird. Aber wahrscheinlich hat man nicht damit gerechnet, dass ein Kollege zum Beispiel vom Hamburger Armlad, wie unser lieber Kollege Andreas Day, sich das genau anguckt.

Es führt natürlich nun dazu, dass man tatsächlich immer den Eindruck hat. Dass die Stadt, der Staat mit Geld nicht umgehen kann. Was ja schwer hinzukommt, ist, man muss ja wirklich die Performance der Hala sich in den vergangenen Jahren mal angucken. Nun ist die betreffende Vorstellung noch nicht so lange da.

Aber wenn es einen Grund gäbe, bei einem Unternehmen also auch quasi erfolgsabhängig weniger zu bezahlen, dann gilt das auf jeden Fall für die Hala, die in den letzten Jahren, das weiß jeder Aktionär, eine katastrophale Performance hingelegt hat. Also da stehen die Gehälter und die Performance in keinem richtig guten Zusammenhang.

Und von daher sollte man genau, wie du sagst, schon ein bisschen gucken bei einem so städtisch geprägten Unternehmen, ob man da den Eindruck erweckt, dass sich da einige die Taschen voll machen. Das ist vielleicht nochmal ein anderes Thema für eine andere Folge. Wenn man sich anguckt. Wie die Tantiemen-Ausschüttung in den verschiedenen städtischen Unternehmen ist, dann hat man bei einigen den Eindruck, Er ist eigentlich völlig unabhängig von dem, was drumherum passiert ist, sondern es wird immer gut ausgeschüttet.

Naja, wir wollen natürlich auch gute Leute bekommen, das muss man auch sehen und die konkurrieren natürlich mit den Gehältern in der freien Wirtschaft. Also man muss sagen, das ist ja eher das, was sie bekommen, gar normal für die Wirtschaft. Einen Vorstandsposten in einem großen Unternehmen. Aber wenn man das wiederum mit dem Bürgermeister oder mit den Senatoren vergleicht, ist das natürlich irgendwie unverhältnismäßig.

Also insgesamt kann man sagen, aber das gilt für die gesamte Weltwirtschaft und damit auch für die deutsche Wirtschaft, sind die Gehälter in den Vorstandsetagen in den letzten 25 Jahren, also irgendwie sehr, sehr schräg quasi expandiert und gewachsen. Das kann eigentlich nicht sein. Unverhältnismäßig. Ein gutes Stichwort, ein guter Übergang zum Fallblock.

Denn man glaubte es kaum, wir haben ja schon mehrfach darüber gesprochen hier, dass es eigentlich nötig wäre, diesen Prozess so schnell wie möglich zu beenden. Und jetzt, höre ich, lese ich, sieht man diese Woche, es wird bis Juni gehen. Bis Sommer. Anlöstens bis Juni. Das ist ja schon viel Bauvorhaben, die man immer weiter nach hinten schiebt. Also die.

Man schaut fassungslos drauf und es ist inzwischen, ich habe es glaube ich auch schon mal hier in dieser Runde gesagt, immer mehr so ein Unfallgefühl. Man will eigentlich nicht hingucken, aber man kann seinen Blick nicht abwenden. Es ist ein komplettes Drama und ich wäre so froh, wenn dieses Thema bald durch ist, auch wenn ich auf der anderen Seite sehe, wir als Medium profitieren von einem exorbitanten Interesse ja der Nutzerinnen und Nutzer.

Das muss man auch mal zwischendurch sagen, weil ich weiß nicht, ob du auch diese Woche... Ja, ich kriege immer die Briefe. Wie viele wollen sie noch schreiben? Ist ja auch, also ich kann das nachvollziehen, aber am Ende des Tages sind wir nicht dazu da, irgendwie zu entscheiden, was die Menschen lesen dürfen, sondern müssen uns auch ein bisschen daran orientieren, was sie lesen wollen. Das ist unser Business.

Und das ist so ein bisschen wie in einem Restaurant, dass man, wenn einem die Hauptspeise, die man da immer wieder, was ist so in Kantinen, so. Da kann man sich, glaube ich, als Koch auch denken, ich habe keinen Bock mehr auf Currywurst-Pommes, aber wenn die Menschen immer wieder Currywurst-Pommes bestellen, da wird man Currywurst-Pommes nicht von der Karte nehmen, wobei das ist vielleicht doch jetzt ein schlechter Vergleich, aber damit will ich sagen, das Interesse ist wirklich, das Leseinteresse an diesem Prozess stellt in diesem Jahr alles in den Schatten, was es sonst gibt.

Trotzdem muss man sagen, verstehe ich diese Verlängerung nicht, habe mich aber gefragt, nutzt sie eigentlich den Beteiligten auch. Denn je länger der Prozess dauert, desto länger dauert es, bis ein Urteil gefällt wird, desto größer ist vielleicht die Wahrscheinlichkeit, oder desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man dieses Urteil auch anfechten kann, je nachdem wie es ausfällt, weil es ja offensichtlich nicht in kurzer Zeit klar zu sein scheint, ob Christina Block etwas mit dieser Entführung zu tun hat oder nicht.

Das kann man so sehen, ja. Wobei, am Ende ist es ja ein Indizienprozess und es gibt schon viele Indizien, die jetzt nicht irgendwie in ihrem Sinne laufen. Nicht in ihrem Sinne läuft auch, das war die zweite Entwicklung in dieser Woche, dass die Richterin irgendwann ihr gedroht hat mit einem Haftbefehl, wenn sie versuchen sollte, weiterhin Zeugen zu beeinflussen.

Und offensichtlich hat Christina Block einem Zeugen aus Israel, der aber bisher nicht nach Deutschland gekommen ist und wahrscheinlich auch nicht kommen wird, gute Besserung gewünscht. Vielleicht, weil er nicht nach Deutschland gekommen ist, offensichtlich aus Krankheitsgründen. Ich weiß gar nicht, ob das dann ironisch gewesen ist, ob das wirklich so passiert ist.

Ich habe mich da auch gefragt, ist das nicht etwas unvorsichtig, wenn man versucht, als Angeklagte Kontakt zu Zeugen aufzunehmen und das offensichtlich vor Gericht ja auch noch zugibt? Oder ist es diese typische Blockmentalität, die man ja von dem Vater kennt, dass man erstmal was macht, ohne großartig darüber nachzudenken, was aber auch schwierig ist in dieser Phase dieses Prozesses?

Naja, also die Richterin hat ihr ja einen Haftbefehl angedroht. Ich glaube, das ist schon mal, also muss man sagen, die ganz große Kanone, die sie da aufgestellt hat. Und das ist so ein bisschen die letzte Warnung. Ich vermute, das ist ein bisschen so auf der einen Seite ein Unrechtsbewusstsein oder?

Die Überzeugung eigentlich recht zu haben und dann, ich mache das jetzt mal, also das ist jetzt nicht alles so richtig strategisch, da ist nicht jeder Schritt von A bis Z durchgedacht, sondern da passiert glaube ich vieles aus dem Bauch heraus, das kann ich bei einem so familiär aufgeladenen Komplex auch verstehen, es geht immer nur um ihre Kinder, das darf man nie übersehen, es geht hier nicht irgendwie um einen Griff in die Kasse, sondern es geht wirklich um das Emotionalste, was einer Mutter passieren kann, nämlich das Recht, die eigenen Kinder zu sehen.

Aber trotz alledem, es ist natürlich nicht besonders geschickt. Und dazu kommen wir jetzt, dass ich höre, dass in der nächsten Woche angeblich noch eine Bombe platzen soll. Das wiederum soll kommen vom Eugenblog wieder. Da sind wir gespannt, da sprechen wir nächste Woche drüber. Diese Woche im Prozess etwas, was alle Beteiligten aufgewühlt hat.

Man hat die Audio-Mitschnitte veröffentlicht von der Entführung der Kinder. Sie hat es da Audio-Mitschnitte gegeben, man hört dann die Kinder schreien, man hört die ganze Verzweiflung der Kinder. Und auch da jetzt die Frage, wenn man sich dann die Reaktion von Christina Block ansieht, die ja schon davon maximal getroffen war, wirklich erschüttert war, frage ich mich, ist das eine Reaktion einer Mutter, die die Entführung ihrer Kinder in Auftrag gegeben hat und jetzt erst merkt, wie schlimm das gewesen ist oder ist es einfach die Entführung einer Mutter, die von dem Ganzen nichts gewusst hat und ich finde, das ist total schwer zu entscheiden.

Es ist schwierig, sowas so zu spielen. Sehr schwer zu sagen, kann keiner reingucken. Also der Punkt ist ja auch für die Familie Block ist ja gar keine Entführung, sondern weiterhin eine Rückholung der Kinder, die ihnen ja quasi widerrechtlich entzogen worden sind. So ist ja die Sichtweise. Also ich glaube schon, so auch wie die Reaktion war, dass sie erschüttert hat.

Ich meine, welche Mutter ist nicht erschüttert, wenn die Kinder weinen, Panik haben, Angst haben, das zu hören. Auf der anderen Seite, dass die Kinder überhaupt Notfallknöpfe tragen. Das haben meine Kinder noch nie gemacht und werden sie auch hoffentlich nie tun. Das zeigt natürlich eine Dimension, die wirklich man keinem Kind wünschen kann, was also gut aufwachsen soll.

Und dass diese Notfallknöpfle es dann aufgezeichnet haben, zeigt, dass da so viel völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Wer nun diese quasi Entführung, Rückholung beauftragt hat, das wird ja die spannende Frage sein. Da wird man am Ende Beweise brauchen. Aber die Person, die das gemacht hat, hat sich auf jeden Fall auch an den Kindern versündigt.

Ich bleibe dabei, es wird unglaublich schwer und ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt jemals zu einem Urteil kommen wird, das dann auch Bestand haben wird. Einer leidet darunter und das ist der Übergang zum nächsten Thema. Das ist einer der Mitangeklagten, der in Untersuchungshaft sitzt. Und da kam jetzt gerade heute frisch die Meldung, dass in der Untersuchungshaft in Hamburg gibt es 462 Plätze, aber 510 Häftlinge, 43 Hafträume sind doppelt belegt.

Und insgesamt ist es so, dass Hamburgs Gefängnisse zu 97 Prozent ausgelastet sind. Vielleicht liegt es auch daran, dass solche Prozesse wie der der Block das ganze Prozesswesen verstopfen und zumindest die Untersuchungshaft, dass sich da die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes staunen. Naja gut, da wirst du irgendwann freigelassen, weil wenn du halt nicht rechtzeitig quasi ein Verfahren hinbekommst, dann musst du sie ja freien.

Aber auch keine gute Nachricht. Und jetzt aber haben wir gerade exklusiv vermeldet, dass Hamburg, weil man immer sagt, man müsste eigentlich ungefähr 10 Prozent der Plätze in Gefängnissen offen halten, weil ja irgendwas passieren kann. Und jetzt verhandelt, ob künftig ein Teil der Gefangenen in Hamburg in Mecklenburg-Vorpommern untergebracht wird. Kluge Idee?

Naja, das ist jetzt eine pragmatische Idee, aber das ist natürlich eine Reaktion. Ich weiß, dass wir vor 25 Jahren oder noch vor 20 Jahren ganz andere Debatten hatten. Da hatten wir zu viel an Haftplätzen und haben gesagt, das kostet so viel Geld, wir müssen was zusammenlegen, wir müssen auch Haftanstalten schließen.

Ich kann mich genau erinnern, das war 2012. Da sprach ich mit der Leiterin einer JVA und sie war ganz, muss man sagen, verstimmt, weil sie sagte, uns geht der Nachwuchs aus. Das heißt, sie finden oder es werden zu wenig junge Menschen kriminell. Und deshalb würden dann immer mehr Haftplätze leer stehen. Das hat sich jetzt total gedreht und auch wenn es keiner hören will, ist halt ein Teil der Wahrheit, dass wir gedacht haben, dass zehn Jahre offene Grenzen eine super Idee ist.

Das kann man heute in den Gästen sehen, dass zumindest da diese Idee nicht so grandios war. Um es mal an Zahlen zu sagen, und das ist ja einfach nur eine Zahl, das hat jetzt nichts mit Rassismus oder Populismus zu tun. 57 Prozent der Gefangenen in diesen sehr stark belegten Hamburger Gefängnissen sind halt Ausländer.

Und auch das wird natürlich eine neue Debatte geben. Gespannt, wie das mit Mecklenburg-Vorpommern ausgeht. Wir kommen zu unserem Musikblog, lieber Matthias. Ich fange an, weil ich weiß, dass das dein Lieblingsthema ist mit den Hamburger Goldkirchen. Das ist dein Lieblingsthema. Also wir haben es ja in diesem Podcast auch schon gespoilert, wie man heute sagt.

Wir haben ja schon erzählt, dass die Goldkirchen im Volksparkstadion im nächsten Jahr ihr letztes Konzert geben werden. Was ja schon verrückt genug ist für einen Chor, der nicht singen kann, im Volksparkstadion auftreten zu wollen. Jetzt haben sie diese Nachricht bestätigt. Das heißt, die Goldkirchen treten tatsächlich am 26.

September 2026 vor, wenn es ausverkauft ist, 45.000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion auf. Und das Interessante ist, bereits in der kommenden Woche, nämlich am 20. November, beginnt der Kartenvorverkauf um 10 Uhr offiziell. Freigenommen, oder? Damit du auch auf jeden Fall eine bekommst. Ja, pass auf, um 10 Uhr offiziell und jetzt der Insider-Tipp für die, die eine größere Chance haben wollen, diese Karte zu bekommen.

Wenn man sich jetzt auf der Homepage der Goldkirchen registriert, dann darf man schon ab 9 Uhr. Eine Karte beantragen, muss man ja sagen. Ich habe mir sagen lassen, dass also das Interesse an dieser Registrierung so groß ist, dass zu befürchten steht, dass um ab 10 Uhr vielleicht gar nicht mehr so viele Plätze da sind.

Das ist ja ein ökonomisches Verhalten. Also man suggeriert eine Verknappung und steigert damit das Interesse. Das ist, also muss man sagen, ich bleibe dabei, großartiges Marketing. Und wenn ich das Gefühl habe, ich muss ganz schnell eine Karte besorgen, weil sonst bekomme ich keine mehr, bekommen auch Menschen Interesse an einem Konzert, was sie vielleicht sonst gar nicht besuchen würden, einfach weil sie danach sagen können, ich habe es geschafft.

Aber wenn ich jetzt sagen würde... Auch im Fußballstadion, in anderen quasi. Aber ich versuche das jetzt mal. Ich sage mal, Matthias Iken spielt Anfang März ein großes Geigenkonzert in der Leis-Halle. Die Tickets gibt es ab 1. Dezember. Und wer vorher da mal will, ich glaube, es ist einfach das... Ich glaube, ich bleibe ja dabei. Es ist so, dass es einen berechtigt werden würde. Wenn es gar kein Interesse gäbe, würde es nicht funktionieren.

Und ich glaube, es ist eine große Sache ist eine Chance für all die, die in den vergangenen Jahren ja kein Ticket bekommen. Und die Leute sind ja auch zufrieden. Also lass es, ich finde das cool. Lass die Leute da hin. Ob ich da nicht hingehen muss, ist ja alles gut. Musst du nicht. Du kannst noch zu Revolverheld gehen. Das ist auch interessant.

Ich habe mich diese Woche mit dem Sänger mit dem Sänger von Revolverheld, mit Johannes Strate getroffen. Interessant, die Gruppe ist ja 20 Jahre alt, spielt am 21. November in der Barclays Arena. Und interessant sagt danach. Machen wir eine Pause, hören auf nach 20 Jahren, nach über 1000 Konzerten, weil, und das fand ich interessant, Johannes Strate sagt, ich mache das jetzt, seit ich 25 bin.

Ich weiß ja gar nicht, wie es sich anfühlt, diesen ganzen Wahnsinn nicht zu haben. Und ich befürchte, dass ich vielleicht nach drei Monaten diese Auftritte, diese Konzerte total vermisse, aber ich möchte da jetzt einmal durch. Und das fände ich interessant, weil sich ja viele Menschen immer fragen, wann ist der beste Zeitpunkt aufzuhören. Die Goldkirchen hören ja nach diesem Volksparksteiner-Konzert auch auf. Wenn nichts dazwischen kommt.

Und wie viele Bands haben wir denn gehört, die jetzt ihre wirklich letzte Abschiedstournee geben? Ich glaube, der bekannteste Howard Carpondale, der 25 Mal schon gesagt hat, das ist, glaube ich, die allerletzte Tournee. Ja. Also wie viele Rentner reisen noch durch die Welt, um ihr Abschiedskonzert zu geben?

Und das, glaube ich, wirklich erst, wenn eine Band 20 Jahre nicht aufgetreten ist. Aber Revolver hätte ja bewusst gesagt, die haben nicht gesagt, das ist die Abschiedstour. Sie haben nur gesagt, im nächsten Jahr machen sie mal nichts. Um zu verstehen, große Künstler treten ab, indem sie quasi David Bowie, sein Abschiedskonzert, da war ich jetzt, etwas andere Musikfarbe, das war auch nicht als Abschiedskonzert tituliert, sondern er hat quasi ja, wie wir wissen, in Schießel auf der Bühne einen Herzinfarkt bekommen und konnte nie wieder auftreten.

Ja, aber das wollen wir keinem wünschen. Das wollen wir keinem wünschen. Ich sage nur, das ist also wirklich ein nicht angekündigtes Abschiedsgift. Ja, und es gibt ja auch, aber ich finde es auch interessant, so mal zu testen, wie ist das eigentlich ohne, vielleicht ist es ja auch ohne Musik ganz cool.

Das wollte ich nur kurz, weil ich das interessant fand, an dieser Stelle noch vermählen. Und dann exklusiv natürlich kommen wir zu dem ganz, ganz Großen, den du wahrscheinlich auch blöd findest, aber er ist Hamburger Ehrenbürger. Und er wird die anderen auch nicht, es ist noch nicht mal eine Musikfarbe.

Das stimmt und er wird im nächsten Jahr, wir reden hier über Udo Lindenberg wird im nächsten Jahr 80, was allein schon deshalb lustig ist, weil ja für Ehrenbürger so ein Senatsfrühstück oder sowas gegeben werden muss, also sehr Hans Hartisch und ich mir gerade vorstelle ein Senatsfrühstück für Udo Lindenberg wie wird das sein, aber, was wir hören, was ich gehört habe ist, dass in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres es durchaus möglich sein könnte, dass Udo mit 80 dann wieder auf Tournee geht.

Und wer sich wirklich für Udo Lindbergh interessiert, kann mal auf abendblatt.de oder ins abendblatt gucken, in die gedruckte Ausgabe am Sonnabend, weil Udo hat, Aus einem bestimmten Grund ein Bild gemalt, auf dem ein Paar, eine sieht aus Udo Lindenberg, auf einen Komet guckt. Nein, das ist eine Frau. Es gibt ein neues Bild von Udo Lindenberg.

Da wirst du jetzt denken, das ist ja Schleichwerbung. Ist es aber nicht, weil ich weiß, es gibt viele Fans, die diese Bilder lieben. Und es gibt jetzt eine Bildreihe, die Udo Lindenberg persönlich signiert. Also mit einer persönlichen Widmung für den, der es kauft. Auch darüber werden wir morgen im Abendblatt berichten. Und dann würde ich mich jetzt festlegen und sagen, wenn du sagst, zu zwei Drittel ist die Oper fix, würde ich sagen, zu 90 Prozent wird es Ende des Jahres eine Ulu-Lindenberg-Tournee durch Deutschland geben. Mit einem Quick.

Schön wäre doch zum Eröffnungstermin der Oper 2035 ein Konzert mit den dann 90-Jährigen oder fast 90-Jährigen. Das würde ich mir wünschen. Begleitet von den Hamburger Goldtäuschen. Das ist Johannes Strate, der sein letztes Konzert doch nicht gibt, sondern nochmal einige Turnieren dran hängt. So werden wir es verfolgen.

Lieber Matthias, es war wieder eine große Freude. Wir treffen uns nächste Woche wieder am Freitag mit Dannen. Dann kann ich auch sagen, das wird dich ja sehr interessieren, ob das Volksparkstadion-Konzert schon ausverkauft ist. Und ich lege mich auch fest... Ich muss Musik sprechen. Am nächsten Freitag bin ich schon auf dem Rolling Stone Weekender in Heiligen...

Nicht Heiligen Hafen, sondern wie heißt das? Weißen Häuser Strand. Wow, also... Wir müssen Donnerstag aufnehmen, wir können aber gerne über Musik sprechen. Wir sprechen gerne über Musik und wir können, wir wissen, wir sind beide beruhigt in dieses Wochenende, weil eins ist klar, weder der FC St. Pauli noch der Hamburger Sportverein wird dieses Wochenende verlieren.

Das ist die beste Navi des Wochen. Bis nächste Woche an alle Hörer und Hörer. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Tschüss. Tschüss.

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