040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 25

Der Fall Block und die Rolle des Patriarchen

Freitag, 17. Oktober 2025 · 34 min

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Shownotes

Lange war er im Hintergrund, doch jetzt rückt Eugen Block, der Gründer der Block-House-Kette, in den Fokus des Prozesses um die Entführung seiner Enkelkinder. Matthias Iken und Lars Haider beleuchten den Patriarchen und diskutieren einen brisanten Vorschlag.
Außerdem in dieser Folge: Das Elbtower-Desaster! Die Stadt Hamburg will entgegen aller Versprechen fast 600 Millionen Euro in die Bauruine stecken – ein finanzielles Fiasko? Und: Nach dem Zukunftsentscheid fordert ein ehemaliger SPD-Senator offen den Rücktritt von Bürgermeister Peter Tschentscher.
Drei große Hamburger Themen, die die Stadt bewegen. Jetzt reinhören bei 040 – Streng Vertraulich: Die Lage in Hamburg!

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Willkommen, mein Name ist Lars Haider. Und mein Name ist Matthias Igen. Und lieber Matthias, ich freue mich sehr, dass wir in dieser Woche die Hamburg unglaublich viele Nachrichten gebracht hat. Also wirklich spektakuläre Nachrichten. Kann man so sagen. Dass wir jetzt wieder zusammensitzen können und wir müssen uns auf, glaube ich, widersprich mir da, wenn du es anders siehst, auf drei Themen konzentrieren.

Einmal würde ich gerne mit dir über eine Figur sprechen, die im Rahmen des Blockprozesses relativ kurz gekommen ist bisher. Das muss aber nicht so bleiben. Nämlich über Eugen Block. Der Patriarch. Der Patriarch. Über den sprechen wir gleich, weil er auch in dieser Woche im Prozess eine Rolle gespielt hat.

Erster Punkt. Zweiter Punkt. Natürlich geht es nochmal um den Klimaentscheid und den Zukunftsentscheid. Denn da hat sich ein SPD-Politiker gemeldet, ein ehemaliger Senator, der gefordert hat, dass eigentlich Bürgermeister Peter Tschentscher nach all dem, was passiert ist, zurücktreten müsste. Und der dritte Punkt, als gäbe es nicht schon genug, kommen wir zu einer Geschichte, die du diese Woche exklusiv verkündet hast, bevor es dann tatsächlich in einer sehr großen Pressekonferenz, über der du auch was verkündest.

Peter Ulrich Mayer sagte, das hätte er noch nie erlebt und er ist nämlich lange dabei, dass gleich vier Senatoren und einen Bürgermeister sich da an der Stirnseite breit machen. Peter Ulrich Mayer ist lieber Kollege von uns und Chef der Landespressekonferenz und es geht dann natürlich um das, was Spötter den kurzen Olaf nennen, was wir aber eigentlich den Elbtau nennen.

Für den es eine Lösung gibt, wo man dann auch kurz dachte, Moment mal, das erinnert mich so ein bisschen an Friedrich Merz, der gesagt hat, an die Schuldenbremse gehen wir nicht ran. Der Senat hat da vielleicht ein Versprechen gebrochen. Wollen wir umgekehrt anfangen, damit all die, die sich für Eugen Block interessieren, auch lange dranbleiben.

Denn das sind immer sehr, sehr viele. Und zuhören. Und zuhören. Also, am Tag, nachdem der Klimaentscheid... Zufälle gibt es, beweint wurde vom Senat, lud der Senat, also am Dienstag zu einer großen Pressekonferenz ein und du hörst es schon, musst du mal erzählen, du hörst es schon am Abend vorher, da passiert, ja Zufälle gibt es, da passiert etwas, das vielleicht dann schnell den Klimaentscheid, den Zukunftsentscheid aus den Schlagzeilen verdrängen könnte.

Naja, ich hatte schon letzte Woche gehört, dass da was im Busch ist und war schon ein bisschen nervös, weil ich ja quasi auch in Urlaub gehe. Nicht, dass dieses Baby, was ich ja doch, muss man sagen, seit relativ langer Zeit verfolgen darf, ohne mich auf die Welt kommt. Und insofern hatte ich dann schon relativ viel recherchiert und am Montag war es dann natürlich relativ einfach, weil es gab die sehr, sehr kryptische Einladung zur Landespressekonferenz am Dienstag, Bericht zum Naturkundemuseum.

Und nach die Galle könnt ihr trapsen, da war mir klar, jetzt haben sie offenbar einen Durchbruch erreicht und die Geschichte habe ich dann relativ früh am Dienstagmorgen aufgeschrieben, insofern waren wahrscheinlich viele Kolleginnen und Kollegen jetzt nicht mehr rasend überrascht, als sie in die LPK gingen und so kam es dann auch.

Muss man sagen, das Baby, was du mit dir rumträgst, das ist ein großes Baby. Das ist nämlich der Elbtauer, an dem seit zwei Jahren nicht gebaut wird, nach der Insolvenz von René Benko. Übrigens auch das natürlich nur Zufall. Es war derselbe Tag, an dem René Benko zum ersten Mal vor Gericht stand und man ihn dann sah.

Alt geworden ist. Alt gezeichnet, abgemagerten Menschen sah. Und die Frage war mal, wie rettet diese Stadt diesen Elb-Tower? Da gibt es ja bis hin zu der Möglichkeit, die Ruine, die da jetzt steht, Ruine ist es ja noch nicht, aber dieses halbfertige Projekt wieder abzureißen. Auch das ist immer noch eine Option.

Also selbst nach dieser gestern präsentierten Lösung kann es noch zu einem Abriss kommen, wenn alle Stricke reißen. Denn am Ende muss man sich ja handelseinig werden und vor allen Dingen braucht natürlich Dieter Becken, der da ja als Investor diesen Turm zu Ende bauen will, auch noch weitere Kapitalgeber und Mieter, damit ja dieser jetzt 200 Meter hohe Turm, er ist ja nicht mehr 250 Meter hoch, sondern man hat ihm einfach mal die Spitze quasi genommen.

Das muss man einmal erklären, also was die verschiedenen Punkte sind. Die Stadt sagt, dieser Turm wird nicht mehr 250 Meter hoch, sondern er wird 200 Meter hoch. Was natürlich schon, muss man sagen, echt eine Ohrfeige für Olaf Scholz ist. Denn wenn man sich das genau anhört, sagt ja auch die Stadtentwicklungssenatorin, dass das jetzt besser ins Stadtbild passt als die ursprüngliche Variante.

Das kann man auch durchaus einerseits als Anpassung an die neuen Realitäten sehen im Immobilienmarkt, aber andererseits auch an weit verbreitete Sorgen, wo viele Leute sagen, das passt nicht nach Hamburg, dieser Riesenturm. Und wenn man ihn zumindest jetzt 20 Prozent kürzer macht, ist das auch ein Schritt auf die Kritiker zu.

Erster Punkt. Zweiter Punkt, das war ja immer die Frage, wo zieht das Naturkundemuseum ein? Für die Menschen, die sich nicht so auskennen, Hamburg hat sich vor 2021 bereit erklärt zu sagen, wir bauen ein Naturkundemuseum zusammen und dann muss auch noch Forschungsinstitute von der Leibniz. Genau, das war Teil dieses Deals, zusammen mit der Leibniz-Gesellschaft zu sagen, wir bauen dieses Forschungsmuseum und diese tolle Sammlung, die Hamburg hat, die ja in der Operation Gomorra ist das Gebäude zerstört worden, aber viele quasi Objekte konnten vorher schon in Sicherheit gebracht werden.

Diese Riesensammlung bekommt jetzt wieder ein Museum. Und da hat man sich festgelegt und war dann seit 2021 auf der Suche nach einem Standort, hat eigentlich immer auch damit geliebäugelt, sowas selbst zu bauen und als jetzt klar war, der Elb-Tower wird offensichtlich nicht so fertig, wie es geplant war, als all die Mieter, die es schon zugesagt hatten, dann wieder abgesprungen sind, hat man überlegt, wir könnten das natürlich auch, das Naturkundemuseum, in den Elb-Tower einziehen lassen.

In die HafenCity, da sollte es sowieso, das war so eine bevorzugte Ecke. Ja, da hatte man sich ja sogar schon, es gab sogar eine Pressekonferenz, bei der ich damals nicht war, aber da wurde präsentiert, das Baufeld, was so schräg gegenüber vom Überseequartier ist, was immer noch quasi brachlich, da sollte eigentlich das Naturkundemuseum hin.

Und nachdem man das verkündet hatte, ging es aber auch nicht so recht voran. Und man muss auch ganz ehrlich sagen, so ganz optimal war dieses Grundstück schon damals nicht. Und je länger man gerechnet hat, umso mehr kam man eigentlich zu der Erkenntnis, dass dieses Grundstück suboptimal ist. Und dann hat man halt neu geguckt, dann hat man ein weiteres Baufeld in der Hafencity sich angeschaut, aber auch bestehende Immobilien, zum Beispiel das Ensemble hinter dem Bahnhof, Besenbinderhof oder auch, das war eine Immobilie, die man zumindest mal sich angeschaut hat, das alte Gruner und Jahrgebäude.

Also alles angeguckt und jetzt sagt der Finanzsenator und der Bürgermeister, beide zusammensagen. Ja, wenn wir das jetzt alles neu bauen und so, das wird ganz schön teuer. Das geht über 800 Millionen. Wenn die Stadt baut, glaube ich, kommt das hin. Ich sage nur Haus der Erde oder Elbphilharmonie. Also ja keines der Projekte, die die Stadt in der letzten Zeit angefasst hat, ist am Ende im Kostenrahmen geblieben.

Und dann wäre es günstiger, wenn man sich einfach in den Elbthauer einkauft. Wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe, man kauft 46.000 Quadratmeter. Richtig. Für 585 Millionen, also so bummelig 300 Millionen günstiger. Und eigentlich klingt das ja total vernünftig, wenn da nicht das Versprechen gewesen wäre des Senats in den Elb-Tower, für den Weiterbau des Elb-Towers, verwenden wir kein öffentliches Geld.

Und da sagt die FDP heute, ups, kein öffentliches Geld ist für den Senat offensichtlich gleichbedeutend mit fast 600 Millionen Euro. Also diese Aussagen habe ich immer für relativ tollkühlen gehalten. Also gestern hat versucht der Bürgermeister das ein bisschen zu erklären. Wir sagen aber, wenn der Dienstag ein Zeichen zu setzen, dass wir das nicht retten, ja, kann man alles sagen, aber das kann man auch anders formulieren.

Und in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger ist ein bisschen hängen geblieben, da geht kein Steuergeld rein, da geht kein Cent rein. Und jetzt sind es halt 595 Millionen, das ist ein bisschen mehr als kein Cent. Und ich finde, das hätte man vermeiden können, denn es gab ja auch Politiker und Politikerinnen, die nicht den Mund so vollgenommen haben.

Also zum Beispiel Katharina Fegebank, die ja als Wissenschaftssenatorin ganz lange dieses Projekt vorangetrieben hat, hat sowas nie gesagt. Aber Dirk Kien-Chef, der Fraktionschef und auch der Bürgermeister haben sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Und das ist immer doof, wenn man später seine Worte fressen muss.

Und jetzt entsteht ja, finde ich, wenn man das von außen so betrachtet, auch so der Eindruck, hey, wir haben doch jetzt größere Probleme als 600 Millionen Euro für ein Naturkundemuseum auszugeben. Ja, das wird natürlich die Attraktivität Hamburgs weiter erhöhen und da gibt es ja offensichtlich auch Ausstellungsstücke, die so groß sind, dass man dafür eigene Luken schaffen muss und so.

Aber ist das das richtige Signal in dieser Zeit? Also einerseits natürlich zu sagen, wir bauen für so viel Geld ein Naturkundemuseum. Andererseits damit über Umwege auch ein Projekt zu retten, auf dem kein Segen liegt und das den Hamburgern offensichtlich sowieso nicht so gefällt. Das Problem ist halt, eigentlich kommt diese Debatte sieben Jahre zu spät.

Ich finde es immer noch überraschend, ein bisschen unverständlich, dass wir damals, als Olaf Scholz, das war seine allerletzte Pressekonferenz im Rathaus, diesen Turm präsentierte. Und er war natürlich begeistert, musste er auch sein. Das war auch wirklich sein Baby. Und es gab danach kaum Kritik. Also ich habe mich gewundert, warum gibt es keine Leserzuschriften, warum gibt es keine großen Debatten, die angestoßen werden.

Ja, es gab ein paar, aber das war nun weit davon entfernt eine Massenbewegung zu sein. Und so konnte dieser Turm wachsen und wachsen und jetzt ist er bei 100 Metern und jetzt haben wir das Problem. Denn natürlich ist das ein Symbol dafür, dass diese Stadt in einem gewissen Rahmen gescheitert ist. Wenn du das größte und höchste Gebäude der Stadt nur halb fertig bekommst, weiß jeder Investor, von außen, oh, in Hamburg läuft es wohl gerade nicht so gut.

Und diese Symbolik, das darf man glaube ich nicht unterschätzen, ist wirklich gefährlich und von daher muss man was machen. Man kann es abreißen, das ist ökologischer Irrsinn oder man kann halt versuchen, daraus das Beste zu machen. Und weil man sich verpflichtet hat, dieses Naturkundemuseum zu bauen.

Finde ich es nachvollziehbar, das zu tun. Wobei der Preis hat mich ausschlucken lassen, denn das sind ja, wenn du es runterrechnest, mal eben knapp 13.000 Euro für den Quadratmeter. Das ist relativ üppig, auch für so ein ambitioniertes Gebäude. Aber dafür muss man sagen, gibt es keine Baupreisexplosion.

Das ist, wie Dressel sagt, ein All-Inclusive-Preis, also ein Festpreis. Und wenn jetzt die Preise weiter steigen am Bau, dann ist das nicht der Schaden der Stadt. Und die Stadt müsste dann zumindest auch keine Miete zahlen in den nächsten 100 Jahren, das gehört ja dann. Aber du hast es gerade gesagt, also die Idee ist, die Stadt kauft diese 46.000 Quadratmeter, das ist ungefähr die Hälfte des Elbtowers.

Wie wahrscheinlich ist denn, dass Dieter Birken als Investor jetzt sagt, okay, ich baue die andere Hälfte aber trotzdem nicht? Ist das möglich noch? Ja klar ist das möglich. Der Preis ist schon so, dass er sich ziemlich viel Mühe geben wird, dass der Rest auch fertig gebaut wird. Und du hast es gerade gesagt, die knappe Hälfte ist ja jetzt schon verkauft und vermietet, indirekt vermietet, weil er kriegt ja keine Miete.

Da ist es nicht so schwer, vermute ich mal, in so einem Gebäude in einer auch wirklich guten Lage. Das ist ja etwas, was glaube ich viele übersehen. An den Elbbrücken entsteht ein hochspannendes Quartier. Gerade auch, wenn da das Museum hinkommt, das Digital Art Museum, was richtig viele Menschen, glaube ich, nach Hamburg locken wird und dann daneben dieses Naturkundemuseum, das wird nochmal so eine richtige Stadt in der Stadt.

Und da wird man glaube ich Mieter finden, da wird man Hotelier finden, der sagt darauf habe ich Lust und da wird man auch das ein oder andere Büro finden und ich glaube auch, dass es jetzt nicht mehr so schwer ist, weil natürlich die Summe, was man investieren muss, deutlich sinkt, dass man da Fremd- und Eigenkapital findet.

Du hast es vorhin so gesagt, was für ein Zufall. Es ist tatsächlich wahrscheinlich genau so geplant worden, dass der Senat sagt, in der Vorahnung, dass der Zukunftsentscheid nicht so ausgeht, wie sich der Senat das wünscht. Wir legen einen Tag später danach mit dem Elbdauer um, sozusagen eine positive Nachricht für uns.

Es kam zumindest ganz gut zu passen, was man ja auch nicht übersehen darf. Das war ja interessant. Es gab ja sofort die Reaktion darauf, also auch von Leuten aus dem Umfeld des Zukunftsentscheides. Das geht jetzt gar nicht mehr. Und das ist natürlich eine Entwicklung, die wir, glaube ich, in den nächsten Wochen und Monaten verstärkt sehen.

Und ich glaube, so manches Projekt, an das wir heute noch glauben, das wird nicht mehr kommen. Nicht nur wegen des Zukunftsentscheides, sondern auch wegen knapper Kassen. Also ob man zum Beispiel das Hafenmuseum noch baut, da würde ich jetzt mal ein großes Fragezeichen dran machen. Und viele Dinge, damit sind wir beim zweiten Thema, nämlich den Folgen des Zukunftsentscheids.

Die Initiative hat am Dienstag groß gefeiert, hat dem Senat auch gesagt, so wir warten jetzt auf konkrete Ausarbeitungen. Da kriege ich schon wieder Puls. Auf konkrete Ausarbeitungen und es gibt ganz viele Dinge, die auf einmal, ich habe in der Bild-Zeitung gelesen, was wird jetzt aus dem Sylt-Urlaub, so nach dem Motto, du weißt was ich meine?

Also bei einer Bundesautobahn, da möchte ich mal den Senat sehen, der da Tempo 30 verhängt. Das ist jetzt auch ein bisschen sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber Tempo 30 vor dem Elbtunnel wäre schon ein Fortschritt. Blödsinn. 30 auf der Autobahn. Nein, aber Tempo 30 vor dem Elbtunnel. Ich weiß nicht, wann du zuletzt vor dem Elbtunnel gestanden hast, aber mehr als 15 schafft man da nicht, weil man halt anderthalb Stunden...

Regelgeschwindigkeit. Also es gibt immer den schönen, wenn wir in den Skiurlaub fahren, da muss ich sagen, der größte Teil sind die zwei Stunden, die wir aus Hamburg rausbrauchen, wenn man durch den Elbtunnel will. Aber Fritz Fahrenholt, ehemaliger Umweltsenator, habe ich das richtig in Erinnerung? Ja, und fast Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.

Stimmt, fast Bürgermeister. Er hatte sich damals nach dem überraschenden Foscherau-Rücktritt. Ich wünsche der Stadt viel Glück, sie wird es brauchen. Eigentlich mit Ort Wien-Runde so ein bisschen ein Messen sich geliefert und war dann unterlegen und dann wird Ort Wien-Runde der Nachfolger. Also er hätte Bürgermeister werden können in einer quasi Parallelwelt.

Und er sagt jetzt diese Woche zu den Folgen des Klimaentscheids, sagt er, ich zitiere Fritz Fahrenholt, 23 Prozent der Wahlberechtigten haben entschieden, dass die größte Industriestadt Deutschlands, nämlich Hamburg, ab 2040 kein CO2 mehr ausstoßen soll. Das heißt also, keine dieselbetriebenen Containerschiffe mehr, keine Produktion von Aluminium, kein Kupfer, kein Stahl, Stillung der Raffinerie, Verbot von Gas- und Ölheizung, Verbot der Fahrten mit Benzin- und Dieselfahrzeugen.

Das ist eine Katastrophe. Zitat Ende. Und er sagt, weil, und das hast du ja auch schon vergangene Woche, du hast es nicht gefordert, dass der Bürgermeister zurücktritt, Ich habe die Frage gestellt, wo der Bürgermeister war. Und die Frage stellt er auch und sagt, eigentlich müsste Peter Schentscher jetzt zurücktreten und so wie es eine Katastrophe ist, was da vor uns liegt, aus Sicht von Fritz Fahrenthold, war es eine Katastrophe, wie wenig sich der Bürgermeister in diese für die Stadt existenzielle Frage eingemischt hat.

Na ja, man muss ja sagen, da sind viele Dimensionen drin. Ich finde, dass jetzt der Beitrag von Fritz Fahrenthold auch ein bisschen sehr, sehr zugespitzt ist. Aber interessant wird es, weil er ist der Aufsichtsratschef der Aurobis, also der Kupferhütte. Und wenn er den Klimaentscheid so versteht, dann würde ich mir schon mal angucken, wie es da weitergeht.

Das ist zumindest, muss man sagen, eine weitere Bürde für alle energieintensiven Unternehmen, weil wer viel Energie verbraucht, hat auch einen großen CO2-Abdruck zumindest, solange wir die Energieversorgung halt nicht fossilfrei haben. Und von daher sind die Fragen, die er stellt, schon interessant. Ja, und der Bürgermeister hat ja erkennen lassen, dass er das ablehnt, aber ich habe das glaube ich auch schon letzte Woche gesagt oder kürzlich gesagt, das ist natürlich zu wenig.

Wenn es eine so elementare Frage ist und ich kenne genug Sozialdemokraten, übrigens auch Grüne, die das für eine elementare Frage halten, dann kann man es nicht so laufen lassen. Und vor allen Dingen, und das ist glaube ich ein Punkt, was wir in den nächsten Tagen und Wochen noch sehen, kann es auch nicht angehen, dass die grüne Fraktion ja auch als Teil quasi des Senates auf der einen Seite sagt, wir sind dafür, dass sie es ablehnen, also stimmen sie mit nein.

Und in der Partei selber auch wirklich richtig getrommelt wird für diesen Zukunftsentscheid. Da muss man ganz ehrlich sagen, auch wenn es Herr Thering gesagt hat. Ist das nicht nur Oppositionsrhetorik, das ist schon eine Frage, wie man eigentlich zusammenarbeiten will, wenn ein Partner ständig gegen den Senat arbeitet.

Es gibt jetzt eine Presseerklärung von dieser Woche, wo sich die Vorsitzende der Grünen in Mitte freut, dass erst die A26 Ost vor Gericht gestoppt wurde und jetzt der Zukunftsentscheid kommt. Beides sind Dinge, die man in einem Koalitionsvertrag so verhandelt hat. Und da stellt sich schon die Frage, wie koalitionstreu sind die Grünen?

Es stellt sich die Frage auch für Peter Tschentscher, weil er ja mit Katharina Fegebank jemanden neben sich hat, die, du hast es gesagt, am Ende alle umarmt hat, die Gegner wie die Befürworter. Ja, das war auch genau der richtige Schritt. Aber die natürlich trotzdem immer auf seiner Linie ist. Das hält am Ende den Senat zusammen. Dieses persönliche Verhältnis von den grünen Senatoren, die auch schon sehr, sehr lange zusammenarbeiten mit den SPD-Senatoren, das ist, muss man sagen, ja fast zu harmonisch.

Also das läuft so gut, dass man auch verzeiht, dass da in der Fraktion einige Gegenschießen. Aber man muss schon die Frage stellen, wie man eigentlich in den nächsten Monaten, wenn man jetzt hier das umsetzen muss. Das ist ja ein bisschen so, du hast es eben gesagt, der Zukunftsentscheid fordert, ich halte das für Populismus mit Versprechen, die man nicht einhalten kann, die Klimaneutralität 2040.

Und weil man genau weiß, dass es auch hässliche Maßnahmen erfordert, sagt man einfach gar nicht, wie das geht und kippt das jetzt der Politik vor die Füße und sagt so, räumt mal auf. Das finde ich unter demokratietheoretischen Aspekten wirklich schwierig, denn das führt dazu, dass die Politikverdrossenheit wieder ansteigt.

Auf der einen Seite die netten, jungen, hippen, die sagen, hey, kommt her, wir machen Klimaneutralität 2040. Das gewinnt eine Mehrheit. Und die, die es dann umsetzen müssen und fast scheitern müssen, sind die Parteien. Und da heißt es wieder, seht her, die können es nicht. Übrigens, die netten, jungen, hippen, das mag stimmen, wenn man die Initiative sich anguckt.

Aber ich habe mir mal angeguckt, wer hat eigentlich dafür gestimmt und wo kommen eigentlich die Mehrzahl der Stimmen her. Und da muss man sagen, ist der Anteil bei den über 60-Jährigen größer als bei den 18- bis 24-Jährigen. Überraschung. Ja, ich meine damit auch nicht die Wähler, sondern quasi die Vertreter dieser Initiative.

Das waren schon nicht unbedingt die 60-plus-Generationen, aber du hast da einen Punkt. Das ist aber auch, muss man sagen, eine Entscheidung, wenn ich 65 bin, dann ist 2040 schon sehr weit weg und da kann ich auch sagen, joa. Man kann ja auch sagen, aber ich habe das jetzt entschieden, weil mir Hamburg am Herzen liegt und ich finde das so und ich habe auch nochmal ins Gutachten geguckt, weil du ja auch immer sagst, die Industrie und wir werden hier Hamburg als größte Industriestadt.

Im Gutachten steht aber drin, für die Privathaushalte wird das eine schwierige Nummer. Für die Industrie wird es aber bei weitem nicht so schwierig wie für die Privathaushalte. Ja, es ist immer die Frage, wenn du es so gesamt als Sektor siehst, stimmt das, aber für einzelne Unternehmen wird das der Untergang.

Für andere wird das sogar wahrscheinlich positiv, wenn ich quasi Installateur bin von Solaranlagen, dann mache ich einen Haken hinter und stelle noch zehn Leute ein. Ich rede ja im Gutachten bewusst über die Industrie, also wir reden jetzt nicht über Handwerksbetriebe und Solar. Die Forderung Schenschers Rücktritt ist dann so eine typische Fahrenholt-Forderung, der Germa zuspitzt?

Ja, also ich meine, er wird nicht zurücktreten. Also es kann sein und das wird spannend, also dass man sich jetzt doch wirklich verhakt oder dass der Unmut in Teilen der SPD so groß wird. Aber das halte ich für unwahrscheinlich, denn natürlich weiß auch Andreas Dressel, der jetzt zum Beispiel sehr, sehr ambitioniert gekämpft hat, der ja auch gesagt hat, interessant, in meinem quasi Bezirk haben irgendwie 58, 56 Prozent dagegen gestimmt.

So nach dem Motto, hättet ihr auch mal ein bisschen gekämpft, wäre das Ding anders gelaufen. Aber er weiß halt auch, es gibt genug Sozialdemokraten, die auch mit Ja gestimmt haben. Und von daher, auch wegen der Rhetorik jetzt der CDU, weil Thering ja immer sehr, sehr laut ist, werden die Sozialdemokraten ihm nicht den Gefallen tun, den Bürgermeister auszutauschen und dann in eine schwarz-rote Koalition zu flüchten.

In zwei, drei Jahren halte ich das nicht für ausgeschlossen, dass sich da die Karten neu mischen. Wenn man nämlich sieht, dass dieses Klimaneutralitätsthema extrem schwierig ist und wenn man gleichzeitig, womit ich leider rechne, einen weiteren Abstieg der Industrie und der Wirtschaft habe, dann werden die Karten neu gemischt.

Und dann kommt man vielleicht als SPD mit der Union zusammen und sagt, so, wir müssen jetzt diesen Klimaentscheid kippen. Wir sind da sehr gespannt und werden das natürlich weiter extrem verfolgen. Ich wäre gern dabei gewesen bei der ersten Senatssitzung nach der Entscheidung, weil ich mir vorstellen kann, dass jemand wie Andreas Dressel, der ja an sich immer ganz souverän ausgeglichen ist, da muss ja in ihm brodeln.

Wenn er dann da sitzt und alle sagen, das ist jetzt doof gelaufen und er war der Einzige, der was dagegen getan hat. Und zwar alles in die Wagen. Der Einzige war er nicht. Es gab ja noch die Erklärung, wo dann auch alle anderen Sozialdemokraten mehr oder weniger pflichtschuldig sich zu Wort gemeldet haben. Aber guck dir alleine an.

Wie er in den sozialen Netzwerken, wie er bei uns auch zum quasi Streitgespräch mit Luisa Neubauer erschien. Der hat schon und das finde ich verdient auch Respekt, egal wo man steht. Absolut. Der hat gekämpft für die Sache. Und als Einziger ist das schon ein bisschen zu wenig. Wir kommen zum dritten Thema, zu dem Thema, was uns über die ganzen Wochen und Monate natürlich verfolgt und beschäftigt.

Es geht um den Blog-Prozess. Und da interessant diese Woche hat die Richterin, hat Isabel Hildebrandt vorgelesen aus dem Notizbuch desjenigen. Von dem vermutet wird, dass er maßgeblich an der Entführung beteiligt sein könnte. Einem Israeli, der noch gesucht wird und der offensichtlich Kontakt hatte unter anderem zum Eugenblog. Ich lese mal vor, worum es da geht.

In diesem Notizbuch dieses Menschen, der gesucht wird, steht, ist von einer Einschleusung der Kämpfer die Rede, von Trainieren und nächtlichen Patrouillen, von der Montage von Überwachungssystemen nach Monduntergang. Weiter schreibt er dort von Medienarbeit und dem Patriarchen, damit ist offensichtlich Eugen Block gemeint und dass sozusagen dieser Patriarch der Erste sein soll, der die Kinder sehen darf.

So, er notierte sich die Begriffe Geheimagent und besondere Mission. Auch fehlt der Name einer Sicherheitsfirma und es geht auch um Geld waschen und Kontakte, die Stefan Hensel nach Albanien haben soll. All diese Dinger. Da gibt es natürlich jetzt viele Fragen und das ist eine, die in diesem Prozess noch gar nicht so eine große Rolle gespielt hat.

Nämlich die Frage, welche Rolle spielt Eugen Block? Es ist auch gegen ihn ermittelt worden, es gab Untersuchungen bei ihm und er ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens interessanterweise und kommt jetzt aber trotzdem wieder über so Umwege aufs Trapez. Und vielleicht sollten wir mal einmal, damit man das einschätzen kann.

Eugen Block in dieser Familie, wenn man von ihm spricht, dass er der Patriarch ist, dann ist das glaube ich nicht übertrieben, oder? Nein, das ist eine sehr treffgenaue Beschreibung und von daher war eigentlich schon von Anfang an bei vielen Hamburgern so ein bisschen der Verdacht da, dass natürlich bei Blogs nichts ohne Eugen geht und eine solche Mission, wenn sie denn von den Blogs beauftragt worden ist, wofür ja einige Indizien sprechen, dann kann man sich kaum vorstellen, dass Eugen davon nichts wusste.

Das muss man jetzt einmal wirklich erklären, wenn du sagst, es geht nichts ohne Eugen Block bei den Blocks. Wir haben das erlebt, weil wir waren zu einem, ohne aus diesem Hintergrundgespräch zu zitieren, wir waren zu einem langen Hintergrundgespräch mit Eugen Block, mit Christina Block und Gerhard Delling, wo es auch nicht nur um diesen Fall ging, sondern auch ums Blockhaus.

Und dann haben wir halt selber, ich war selbst erstaunt, festgestellt, dass eben die ganze Macht, die Entscheidungsgewalt immer noch bei diesem Mann, der jetzt deutlich über 80 ist, liegt. Und dass er all das, was er mal angekündigt hat, nämlich Teile seines Unternehmens und damit auch der Entscheidung auf seine Kinder zu übertragen, noch nicht geschehen ist.

Und da kann man sehen, wie groß diese Macht von Eugen Block ist. Es ging darum, die Preise beim Blockhaus zu senken. und es waren eigentlich im Unternehmen, so wie ich das verstanden habe, mehr oder weniger alle dagegen, aber er wollte es so, also kam es so. Du hast damit recht, was immer in der Blockgruppe passiert, ob es personelle, inhaltliche Entscheidungen sind, ohne die Zustimmung von Eugen Block geht es nicht.

Und umso erstaunlicher ist, finde ich, dass in diesem Prozess er ja gar keine Rolle spielt. Es wird gegen ihn nicht ermittelt, er ist nicht angeklagt, er sitzt da nicht. Ist es tatsächlich vorstellbar, dass er davon all dem nichts gewusst hat? Na gut, wir sind jetzt da im Bereich der Spekulation und du hast ja eben selber aus dem Notizbuch von dem David Barkey vorgelesen, wo dann drin steht der Patriarch, erste Vereinbarung, der Patriarch wird die Kinder als erstes sehen.

Das sind schon so Sätze, da bekommt man dann schon eine Vermutung oder einen Verdacht, aber insgesamt hat natürlich dieser Prozess in meinen Augen inzwischen eine Dimension erreicht, wo ich dann wirklich, also war es am Anfang noch Faszination und Abscheu, ist es jetzt fast mehr Abscheu, denn. Es wird inzwischen mit Geheimtagebüchern, mit Notizbüchern, mit all dem gearbeitet, als ob es darum gehe, also wirklich eines der größten Kapitalverbrechen der Republik aufzuklären.

Und am Ende des Tages, so zumindest meine Empfindung, geht es in einem Sorgerechtsstreit um die Rückführung von Kindern, die widerrechtlich nach Dänemark entführt, in Anführungsstrichen wurden, dass man dabei keine Gewalt einsetzen darf und dass man damit auch nicht irgendwie lauter andere, sage ich mal, Rechtsbrüche tolerieren darf.

Alles ganz klar, aber trotz alledem, es geht immer noch nicht um Mord, Totschlag oder anderes. Und inzwischen hat also da, glaube ich, auch die Justiz ein Eifer entwickelt, der mich staunen lässt, weil er sonst in manchen anderen Prozessen, wie ich finde, diesen Eifer vermissen lässt. Die mediale Wahrnehmung ist natürlich eine exorbitante und so tut man so, als ob der Prozess des Jahres auch das Kapitalverbrechen des Jahres behandelt, das tut er aber nicht.

Und da hast du, glaube ich, einen entscheidenden Punkt erwischt. Nämlich es wurde ausführlich intensiv auch gegen Eugen Block ermittelt. Es wurde alles auf den Kopf gestellt, es wurde nichts gefunden, was Anlass gegeben hätte, ihn auch anzuklagen. Und deshalb finde ich es so seltsam, dass jetzt über die Hintertür irgendwie nach mehreren Wochen plötzlich wieder die Rolle des Patriarchen da vor Gericht verhandelt wird.

Und zwar ja nicht von einem der Nebenkläger, sondern von der Richterin selber, die dieses Notizbuch aufblättert. Ich glaube, dass Eugen Block auch einfach das Glück hatte, dass er nicht so digitalisiert ist. Denn wahrscheinlich hat er viel in seinem Kopf oder irgendwelchen Zetteln, aber offenbar kein Tagebuch.

Und von daher gibt es auch wenig Belastendes gegen ihn, während ja zum Beispiel von Christina Block inzwischen sehr, sehr persönliche Art Tagebuchaufzeichnung in ihrem Handy, was man also ja quasi geknackt hat, verliest vor Gericht. Wobei noch nicht mal klar ist, glaube ich, ob das überhaupt vor Gericht verwertet werden darf.

Das hat schon, also muss ich ganz ehrlich sagen, das hat schon wirklich inzwischen Dimensionen angenommen. Ich bin kein Jurist, das wird mir mein Sohn wahrscheinlich gleich um die Ohren hauen, aber mit diesen ganzen Hausdurchsuchungen auch bei dem Hafenchef Jens Mayer, wo ich das Gefühl habe, ey Freunde, um welchen Fall geht es hier?

Jens Mayer hat mit der Entführung nichts zu tun, der hat auch keinen Menschen verletzt. Also das nimmt inzwischen Dimensionen an, dass ich das Gefühl bekomme, vielleicht liege ich da falsch und alle können uns schreiben oder das auch kommentieren, dass inzwischen sich da auch etwas, ja... Automatisiert hat. Und das finde ich wirklich schwierig. Jens Mayer muss man sagen, Hafenchef, der Anfang der Woche dann tatsächlich auch vor Gericht war, als Zeuge aber.

Ich will noch einen interessanten Aspekt dazu beisteuern. Ich habe mit, ich darf den Namen leider nicht sagen, was ich schade finde, weil jeder seinen Namen kennt. Ich habe mit einem der bekanntesten Anwälte, die es in diesem Land gibt, neulich die Gelegenheit gehabt, über den Fall zu sprechen. Und er sagte Folgendes, und das hat wieder mit Eugen Block zu tun.

Er versteht nicht, warum die Verteidigung nicht einfach gesagt hat, jawohl, und es gibt ja kleine Indizien, das war alles Eugen Blocks Idee. Und Eugen Block hat es auch bezahlt mit seinem Geld, weil er sagt, Eugen Block wäre schlicht aufgrund seines Alters schon gar nicht mehr angeklagt worden. Es hätte keinen langen Prozess gegeben, sondern einen kurzen Prozess.

Dass Eugen Block hätte keine Ahnung was bekommen. Auf jeden Fall, wie gesagt, er wäre wahrscheinlich gar nicht angeklagt worden. Das Thema wäre vom Tisch gewesen. Zumindest wäre er niemals ins Gefängnis gegangen. Genau, das Thema wäre vom Tisch gewesen. Und jeder hätte es auch für nicht Unwahrscheinlichkeiten, dass der da eine Rolle spielt.

Und das wäre das Einfachste für alle Beteiligten gewesen. Und ja, da hat er wahrscheinlich recht. Aber diesen Zeitpunkt hat die Familie, haben alle Beteiligten lange überschritten und so werden wir diesen Prozess noch bis, das ist auch verrückt, bis zum Frühjahr nächsten Jahres verfolgen können, müssen, dürfen.

Aber auch das, finde ich, zeigt halt, es ist etwas überdimensioniert. So von meinem Rechtsempfinden als ganz normaler Staatsbürger ist das etwas überdimensioniert. Es ist kein Terrorprozess, den wir hier führen. Es ist ein Sorgerechtsstreit, der eskaliert ist. Und da gibt es diesen schönen Satz, den Juristen vielleicht auch deinen Sohn, der ja Jura studiert, der auch schon mal gehört hat, man kann vor Gericht einen Prozess gewinnen, aber in der Öffentlichkeit verlieren.

Und man hat ja den Eindruck, dass Christina Block diesen Prozess schon verloren hat und dass dieses Ganze nicht umsonst taucht in vielen Berichten dann immer auf. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Das müsste man ja nicht erwähnen, wenn man nicht das Gefühl hätte, dass diese Unschuldsvermutung für Christina Block im Zweifel gar nicht mehr gilt.

Lieber Matthias, das war hochinteressant. Es war eine unfassbar bunte Vorderwoche in Hamburg. Und deshalb freust du dich sicherlich und ich mich auch, dass wir in Urlaub gehen können. Aber nächste Woche gibt es in diesem Podcast eine ganz besondere Folge, weil der liebe Kollege Matthias Icken etwas macht, was man sich trauen muss.

Und darüber wollen wir in einer Sonderfolge in der nächsten Woche sprechen. Seid darauf gefasst, freut euch darauf. Bis dahin, tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.

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