
040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 53
Ein Brief von Eugen Block, das Model und Euro, die keiner bekommt
Freitag, 17. April 2026 · 34 min
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Shownotes
Hamburg sagt Nein zum Tausender – während die Bundesregierung mit einem 1000-Euro-Krisenbonus lockt, stellt sich die Hansestadt quer. Warum rund 80.000 Beschäftigte der Stadt wohl leer ausgehen werden und weshalb das Rathaus hier auf der Bremse steht, diskutieren Matthias Iken und Lars Haider in der aktuellen Ausgabe. Doch das ist längst nicht alles: Die beiden schauen hinter die Kulissen der schleppenden Olympia-Kampagne und fragen, wann in Hamburg endlich das Feuer entfacht wird. Außerdem geht es um eine peinliche Nachzahlung der Grünen bei den Sozialversicherungsbeiträgen und die völlig überraschende Verbindung zwischen einem „Germany’s Next Topmodel“-Teilnehmer und dem laufenden Block-Prozess.
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Willkommen nach einer kurzen Osterpause. Darf ich mich wieder zurückmelden? Mein Name ist Lars Heider und der Mann, der eben dazwischen gerufen hat, ist Matthias Iken. Und wir sind bei 040 Hamburg. Streng vertraulich, lieber Matthias, mit ganz schön vielen Themen diese Woche. Ich werde sie in altbewerter Weise einmal kurz vorlesen, anreißen und dann sprechen wir drüber.
Also, worum geht es? Erstens geht es um die Hamburger Grünen, die offensichtlich vergessen haben, für ihre Vorsitzenden, für ihre Parteivorsitzenden, das sind ja immer zwei, ein Mann, eine Frau, Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen und die müssen jetzt 130.000 Euro Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen.
Und wir fragen uns mal, was das eigentlich genau heißt und was das eigentlich für die heißt, die diese nicht bezahlt haben. Thema Nummer eins. Thema Nummer zwei, da kommen wir nicht drum rum in diesen Zeiten Olympia, die Bewerbung um olympische Spiele. Vergangene Woche war Boris Becker in der Hamburger Handelskammer und hat Werbung gemacht für olympische Spiele, mehr oder weniger in Hamburg.
Und ich würde mit dir gerne nochmal darüber sprechen, was da eigentlich gerade schiefläuft in einer Kampagne, die offensichtlich von ganz vielen Leuten getragen wird, die vor mehreren Wochen gar nicht wussten, dass sie diese Kampagne machen würden. Thema Nummer drei. Dieses Wochenende gibt es viele Demos in der Hamburger Innenstadt.
Eine Demo ist gegen die Wirtschaftsministerin und deren Politik, gegen Katharina Reiche, getragen unter anderem von Luisa Neubauer, der Klimaaktivistin und dem Wissenschaftler Harald Lesch. Darüber wollen wir sprechen. Thema Nummer vier, alle reden über die 1000 Euro, die die Bundesregierung dankenswerterweise, wie soll ich sagen, zur Entlastung als Krisenbonus freigegeben hat.
Kleiner Nachteil, das kommt nicht vom Staat, sondern soll von den Firmen kommen. Und wir haben mal nachgefragt in Hamburg, wer das eigentlich bezahlen will. Und die Wahrheit ist, wir haben keinen gefunden, insbesondere nicht die Stadt. Die Stadt sagt nämlich, nee, das Geld haben wir offensichtlich nicht.
Und Thema Nummer 5, da kommt nochmal der Blog-Prozess und ich muss mit dir darüber sprechen, weil das haben wir nicht geschafft in der Zeit, in der ich nicht da war, über die Rolle des Germany-Next-Top-Model-Kandidaten Jonathan C., weil das fand ich wirklich hochinteressant, was der über seine Rolle, also ein Teilnehmer an Germany's Next-Top-Model, was der über seine Rolle in dieser ganzen Blog-Causa gesagt hat.
Und vielleicht ganz am Ende, Matthias, erzähle ich dir noch, wie das Gespräch mit Christian Lindner war, das ich diese Woche geführt habe. Ja, das würde mich ja interessieren. Ich bin ja schon froh, dass du nicht Timmy auf die Liste gesetzt hast. Der Wal, der irgendwie den Boulevard seit einigen Wochen beherrscht.
Als ob wir keine wichtigen Probleme mehr hätten. Aber du hast ja ein paar formuliert. Insofern würde ich sagen, fangen wir an, oder? Fangen wir an. Die Grünen. Da hast du heute in der Konferenz etwas Interessantes gesagt, als es darum ging, dass die Grünen für ihre Vorsitzenden Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen müssen.
Da hast du gesagt, Moment mal, die Parteivorsitzenden der Grünen, mir war gar nicht, ich dachte, das ist ein Ehrenamt. Ja, zumindest mit dieser quasi Monstranz sind einige vor sich hergelaufen. Also ich kann mich da in ein Gespräch erinnern, wo also auch darauf verwiesen wurde, es sei ja wirklich sehr, sehr viel zu tun und das wir als Ehrenamtliche und wir merkten auf ehrenamtlich.
Ja, es gibt nur eine kleine Aufwandspauschale. Wie klein diese Aufwandspauschale ist, ist jetzt inzwischen rausgekommen. Das ist bei der Doppelspitze, die wir jetzt haben, so roundabout 3500. Und noch üppiger bezahlt war die Aufwandsentschädigung der Vorgängerin von Frau Blumenthal, die sogar 4.300 Euro bekommen hat.
Und da habe ich kurz gezuckt und gesagt, ich finde das erstmal legitim, weil der Job ist ein Full-Time-Job, machen wir uns nichts vor. Nur dann sollte man a. nicht so tun, als ob es quasi ein Ehrenamt ist und b. Sollte man dann, was jetzt hier auch getan wird, die Steuern bitte zahlen und die Rentenversicherung. Aber das ist ja die große Frage.
Parteivorsitzender einer Partei in Hamburg oder in einem Bundesland, ohne dass man jetzt Senatoren ist oder so, muss das nicht am Ende immer ein Ehrenamt sein? Ja, das ist halt die Frage, wie man das quasi aufbaut. Oftmals ist ja dieser Job des Parteivorsitzenden am Anfang, muss man sagen, quasi die Hinführung zu einem Senatorenamt.
Das haben wir jetzt ja auch gesehen. Frau Blumenthal zum Beispiel ist ja jetzt Senatorin geworden und oftmals... Schlägt es sich oder rentiert es sich dann später, wenn man halt eine solche Funktion annimmt. Aber traditionell ist es wirklich ein ja quasi ehrener Amt und etwas, was halt nicht eins zu eins bezahlt wird.
Was aber vielleicht, muss man ganz ehrlich sagen, auch ein wenig aus der Zeit gefallen ist, denn natürlich muss ein Parteivorsitzender richtig, richtig viel Zeit investieren, muss auf sehr, sehr vielen Gremiensitzungen dabei sein, muss natürlich bei den Ortsverbänden da sein, muss vorbereiten, nachbereiten, muss mit den Senatoren, mit den Parlamentariern sprechen.
Also das ist schon eine Frage, wie man das handelt. Aber der Punkt ist ja jetzt überhaupt entbrannt, weil man darf jetzt daraus auch, glaube ich, keinen Skandal machen. Die Grünen haben ja sich offenbar im besten Wissen und Gewissen auf einen Ratschlag verlassen, der lange Zeit noch richtig war, der nur jetzt nicht mehr galt.
Und jetzt werden ja die Rentenversicherungsbeiträge nachbezahlt. Das ist ein bisschen peinlich, ja. 130.000 Euro, was ich mich frage, die Sozialversicherungsbeiträge werden ja sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer bezahlt. Nun klingt es so, als würde das in einem Nachtragshaushalt an diesem Wochenende beim Parteitag der Grünen in Hamburg beschlossen werden.
Müssen aber nicht auch die handelnden Personen dann nachzahlen? Ja, die müssen auch die Handelnden, glaube ich. Das ist Teil des Deals, was sie nachzahlen. Die Partei zahlt jetzt nicht für die früheren Vorsitzenden, deren Rentenversicherungsbeiträge. Nein, das nicht. Doch, doch, doch. Nein, aber ich meine auch der Anteil, den die zahlen müssen, zahlen die das auch. Ich weiß nicht, ob das Teil des Antrags ist, bevor ich jetzt hier was Falsches sage.
Ich weiß nur, dass damit natürlich die ehemaligen Vorsitzenden auch Rentenanwartschaften quasi, Also das heißt, für deren Rente wird es sich positiv auszahlen. Insofern gehe ich davon aus, ich glaube drei Monate müssen sie auf jeden Fall was zurückzahlen, dass sie auch zur Kasse gebeten wird. Und das natürlich, die Grünen haben natürlich das Problem, das gilt ja glaube ich noch bei den Grünen, die Trennung von Amt und Mandat.
Die anderen Parteien machen es in der Regel so, nehmen wir mal Dennis Thering, Vorsitzender der CDU in Hamburg, der ist dann gleichzeitig auch Fraktionsvorsitzender. Da stellt sich die Frage der Entlohnung, der Extraentlohnung als Parteivorsitzender nicht, weil der hat verdient. Die SPD hat eine Doppelspitze, da muss man sagen, auf der einen Seite Melanie Leonhardt ist in Senatoren, aber das gilt nicht für ihren Konterpart.
Kriegt der Geld? Das ist eine Frage, die wir auf jeden Fall unsere Politikkollegen jetzt mal recherchieren lassen. Ich glaube, da gibt es auch Aufwandsentschädigungen, da muss man mal gucken. Also wir bleiben da mal dran und gucken mal, was zahlen eigentlich die einzelnen Parteien ihren Parteivorsitzenden in Hamburg als Aufwandsentschädigung.
Das ist vielleicht ganz interessant. Wer weiß, was man da alles rauskriegt. Recherchieren wir, berichten wir dann in der nächsten Woche. Thema Nummero zwei, Olympia. Ihr habt ja in meiner Abwesenheit auch viel über Olympia gesprochen. Ich staunte jetzt ein bisschen in der vergangenen Woche, weil es ja zwei Olympia-Aktionen gab.
Die eine ist, das musst du nochmal erklären, es gibt eine neue Initiative, die sich rund um Matthias Onken, das ist ein Hamburger Kommunikationsberater, ehemaliger Kollege von der Hamburger Morgenpost und von der Bild-Zeitung und um Uwe Bergmann, das ist ein großer Veranstalter, gebildet hat. Kann man sagen, der hat die Fanfeste organisiert, der macht das Eppendorfer Landstraßenfest. Also eigentlich einer von denen, die wirklich wissen, wie man eine Party schmeißt.
Und die haben sich jetzt hier mal... Und Christian Gerlach von Neuland-Konzerts, der ist auch mit dabei. Das sind so die drei Köpfe dahinter. Und die haben sich zusammengeschlossen, weil sie gedacht haben, Leute, da geht das in die falsche Richtung, weil es gibt ja... Das offizielle, ein offizielles Unternehmen, ein offizielles Komitee, was sich um die Hamburger Olympi-Wärmung kümmert, von der Stadt mit Steffen Rühlke an der Spitze, das hat mit dem ja erstmal gar nichts zu tun.
Das eine ist quasi bezahlt vom Steuerzahler, das andere ist eine ehrenamtliche Initiative und ich glaube, das Gefühl, was die drei beschlichen hat, das teilen wir auch, dass sie festgestellt haben, Menschenskinder, es geht hier um eine Bewerbung, die die Stadt unter Umständen verändern und voranbringen kann, so zumindest in ihrer Wahrnehmung.
Und man merkt gar nichts. Man merkt keine Begeisterung, man merkt keine Emotion. Es ist überhaupt keine Stimmung dafür in der Stadt. Und das wollen die drei, die inzwischen Teil eines viel größeren Teams sind, verändern. Mit einer Veranstaltung, wo, glaube ich, auch alle die, die für olympische Spiele sind, sich gegenseitig so ein bisschen Mut zusprechen können.
Das ist halt am kommenden Freitag, am 24. In der Innenstadt auf dem Jungfernstieg. Wenn, ja, sie hoffen auf 5.000, natürlich hoffen sie, jeder, der eine Veranstaltung anmeldet, hofft auf mehr als die, die man angemeldet hat. Dann kann man nämlich danach sagen, seht her, unglaubliche 15.000 Menschen sind gekommen.
Wir hatten nur 5.000 angemeldet. Das ist natürlich ein bisschen wie bei einer Tarifverhandlung. Naja, und da muss man mal sehen, wie viele Menschen da kommen. Aber es ist die erste Veranstaltung, die also wirklich die Hamburger mit einbezieht. Und da kann man natürlich schon die Stadt fragen, hey, warum muss das eigentlich eine ehrenamtliche Truppe machen? Warum schafft ihr das nicht?
Und vor allen Dingen, warum läuft das so nebeneinander her? Also man hätte es ja auch gemeinsam irgendwie machen können. Das, ich verstehe. Ja, also da, das kann ich sogar ein bisschen verstehen. Also man hat ja inzwischen den Aktivisten von Nolympia, also den Gegnern. So weit den Raum überlassen, dass all das, was man macht, Und wenn es nur darum geht, in den Schulen über Olympia zu informieren, kommt dann leicht der kritische Zuruf, das ist quasi Einflussnahme.
Also anders als bei der Bewerbung 2015 führt eigentlich die Initiative der Gegner das große Wort. Und die, die dafür sind, sind total in der Defensive. Und das ist jetzt eine Chance, dass sich das dreht. Und deren Ehrenamtler, die eine Demo organisieren, dagegen können nicht mal die Aktivisten von Olympia was sagen.
Und dann holt die Handelskammer, die Hamburger Handelskammer, Boris Becker nach Hamburg. Das muss ich sagen, das ist ja wahrscheinlich ein Unterfangen, was so billig gar nicht war, weil Boris Becker braucht, glaube ich, Geld. Also der macht wenig Sachen ohne Geld. Das braucht er, glaube ich, seit Jahren. Könnte ich mir vorstellen.
Und dann sagt Boris Becker aber ein Satz, man muss schon blind sein, wenn man sich für Olympia nicht bewerben will, weil das ist ja eine Riesenchance. Und dann sehe ich diese ich bin gespannt, was du dazu sagst dann komme ich wieder nach drei Wochen Urlaub gut erholt und sehe die Plakate am Straßenrand Nein.
Nicht nur Olympia, sondern die Plakate für Olympia Hast du welche gesehen? Ja, da hängen ja, oh Gott, ja da hängen welche aber ach, ich weiß eigentlich Das ist doch ganz spannend, du warst ja wirklich drei Wochen nicht da und das geht ja jetzt wirklich in die heiße Phase in der kommenden Woche werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt.
Und da die Frage an dich, welches Gefühl hast du gehabt, als du wieder herkommst? Ist hier Olympia-Begeisterung? Nein. Und das Schlimme war ja nein. Aber ich sah diese Plakate, ja, also wie Wahlplakate, aber die waren auch so irgendwie so uninspiriert. Und ich frage mich jetzt, wo sind denn, wo ist Boris Herrmann, wo sind die Fußballer, wo sind die Sportler, die sagen, Leute, jetzt geht's los, wo ist dieses große, dieser große Wow-Effekt?
Vielleicht kommt der noch. Aber wenn ich mir, Entschuldigung, die Struktur dieser Plakate, also die Aufmauung dieser Plakate, erinnerten mich so ein bisschen an die Wahlplakate der CDU. Und das war mit, wir wissen ja, wie also und ich kann es mir so richtig nicht erklären und denke manchmal, bin ich selber so tump gerade oder so. Es erreicht mich nicht.
Nein, es erreicht viele nicht. Also ich habe das quasi in der Fußballmannschaft meiner Tochter irgendwie ansprechen lassen und wollen die nicht auch, weil die Idee ist für den 24. April auf dem Jungfernstieg, dass da ganze Mannschaften erscheinen, in ihren Trikots, vielleicht sogar ihr Sportgegenstand mitbringen, ihren Tennisschläger, ihren Fußball, ihr Kanu.
Aber da war schon bei den Eltern auch, wollen wir jetzt, dass die Kinder demonstrieren gehen für so ein umstrittenes Thema. Da habe ich auch gedacht, ja, Demonteau. Also da ist nicht das, was ich in München halt festgestellt habe, so eine Begeisterung in der Stadt. Wir machen es nochmal. Das fehlt hier im Augenblick total. Ich weiß ja nicht, das mag auch ein bisschen an den Hamburgern liegen. Das mag an der Kampagne liegen.
Das mag an der Politik liegen. Das mag auch einfach daran liegen, dass wir keinen Felix Neureuther haben, keine Figur, die sportübergreifend Menschen begeistert. Ich weiß es nicht, aber ich habe, was jetzt die Abstimmung betrifft, im Augenblick kein gutes Gefühl. Und ich habe mich dann gefragt, ich habe neulich gelernt, dass Hamburg ja nach wie vor weltweit der zweitwichtigste Standort in Sachen Werbung ist.
Es gibt so viele tolle Werbe- und Werbeagenturen hier, da müsste es doch eigentlich... Weißt du, was 2003 passiert ist? Da haben sich die Kreativen aus verschiedenen Agenturen zusammengesetzt und ohne dafür Geld haben zu wollen, die Kampagne mit Feuer und Flamme entwickelt. Großartig, muss man sagen. Das Slogan großartig, das Symbol großartig und das haben die einfach gemacht, weil sie gesagt haben, hey, wir wollen, dass die Spiele nach Hamburg kommen.
Super, super Zeichen heute. Gibt nicht mal eine Agentur, die vorschlägt, wir haben hier ein Logo oder wir haben hier ein Claim oder wir würden das machen, sondern es gibt halt nur dieses Jahr. Diese Batik-Arbeit, die halt überall, nicht überall hin und wieder zu sehen ist. Ist dann doch das Problem, dass diese Enttäuschung dieser zwei gescheiterten Bewerbungen so tief sitzt, dass sich eben all die, die sich damals engagiert haben, jetzt nicht noch ein, auch wenn alle guten Dinge drei sind, sich nicht noch Friedrich Merzhaft ein drittes Mal aufraffen?
Ich glaube, da ist was ganz Wahres dran. Also das ist vielleicht der Fehlepunkt von den Sachen, die ich gerade aufgezählt habe. Die, die die Bewerbung 2015 ehrenamtlich getragen haben, sind alle weg. Und zwar weg, weil sie nicht da sein wollen. Sie könnten noch, aber sie sind einfach, ja, ich glaube, 2015 nach diesem Referendum so tief enttäuscht aus der Sache rausgegangen, dass sie einfach auch um sich selbst zu schützen eine zweite Enttäuschung verhindern wollen.
Das finde ich absolut menschlich, da kann man wirklich keinem vorwerfen, dass er nicht irgendwie antritt, aber es ist natürlich für die Stadt und für die Idee extrem schade. Punkt. Wir bleiben natürlich trotzdem dran, weil noch ist die Messe nicht gelesen. Thema Nummer drei. Es gibt an diesem Wochenende in Hamburg und in anderen großen deutschen Städten, ich glaube insgesamt in vier deutschen Städten, eine Demonstration letztendlich gegen die Wirtschaftsministerin, zumindest gegen ihre Politik, insbesondere gegen die Energiepolitik, getragen von Luisa Neubauer, auch von dem Wissenschaftler Harald Lesch.
Ich bin gespannt, was du dazu sagst, weil so ein bisschen kann ich das verstehen. Ich finde ja auch, dass wir in Sachen Energiepolitik, dieser Weg erneuerbare Energien, ist aus meiner Sicht, wenn man ihn einmal so eingeschlagen hat wie Deutschland, den muss man weitergehen und der hat eine Chance. Und das, was da jetzt passiert, halte ich auch für schwierig.
Ob man da jetzt gleich eine Demo gegen die Wirtschaftsministerin machen muss, weiß ich nicht. Was hältst du von dieser Initiative? Von der Demo halte ich gar nichts. Ich verstehe sie, ich verstehe sie politisch. Es geht darum, eine der wahrscheinlich schwächsten Ministerinnen des Kabinetts Merz quasi anzuschießen und damit so das Ziel, vielleicht auch die ganze große Koalition zu Fall zu bringen.
Aber dahinter steckt halt die Berufsdemonstranten, ich nenne sie jetzt mal so, Luisa Neubauer. Dahinter steckt Harald Lesch, der auch ungern eine Schlagzeile aussetzt. Dahinter steht aber nicht die ganz große energiepolitische Kompetenz. Man muss es mal so klar sagen, natürlich teile ich mit dir den Umbau zur Wirtschaft mit erneuerbaren Energien.
Aber eines der Hauptprobleme können auch Frau Neubauer und Herr Lesch nicht für uns lösen. Das ist nämlich, dass erneuerbare Energien einerseits extrem viel Energie produzieren, Nämlich dann, wenn die Sonne scheint und sich quasi die Windräder drehen, dass wir aber auf der anderen Seite Probleme haben mit diesem Flatterstrom, wenn es im Winter windstill ist und bedeckt.
Und genau dafür müssen wir ja irgendwie Kapazitäten schaffen. Deshalb investieren wir jetzt in die Gaskraftwerke, finde ich auch doof. Aber genau die Luisa Neuboss dieser Welt wollten ja auch, dass wir die Atomkraftwerke abschalten, die eigentlich, muss man sagen, eine ganz gute Ergänzung zum erneuerbaren Energiestrom sind.
Und dass wir jetzt so reagieren müssen und nicht weiter zubauen, um dann den Strom in den guten Zeiten zu verschenken. Denn Null mal Doppelte ist immer noch Null. Und genau das ist ja das Problem. Und von daher finde ich es viel vorrangiger, dass wir jetzt den Netzausbau forcieren. Das hat ja auch schon Robert Habeck gemacht, das war auch richtig und gut.
Aber jetzt blind zuzubauen, gerade in Regionen, wo wir jetzt schon quasi Überkapazität haben an Tagen wie diesen, das ist einfach ökonomischer Irrsinn und die Kosten fallen uns ja gerade von der Energiewende total auf die Füße. Die Deindustrialisierung, die wir sehen, hat vor allen Dingen mit den hohen Strom und mit den hohen Gaspreisen in diesem Land zu tun.
Und dass die Strompreise hohen sind, hat oft eben mit den Gaspreisen auch zu tun, weil das die letzten Kraftwerke sind, die an den Strom gehen. Also da haben wir uns echt ein Problem eingekauft und ich muss ganz ehrlich sagen, man kann über die Art und Weise auch der Kommunikation von Frau Reiche streiten. Aber dass sie jetzt so ein bisschen zum Feindbild aufgebaut wird, das ist in meinen Augen etwas drüber.
Ist aber eine schöne Überleitung zu unserem Thema Nummer 4, zu den 1000 Euro, dem Krisenbonus. Das ist gleich ein Hamburger Thema. Grundsätzlich findest du, ist das eine, insgesamt diese Krisenentscheidung der Bundesregierung. Der IWF hat heute nochmal gesagt, das Dümmste, was man machen kann, sind Tankrabatte.
Weil natürlich die gestiegenen Ölpreise ja vor allen Dingen, was zeigen, eine Knappheit an Benzin. So, das heißt, eigentlich müsste das Ziel sein, möglichst weniger Benzin zu verbrauchen. Da käme mein Lieblingsthema mit dem Tempolimit jetzt. Ich mache es nicht mehr, weil ich glaube, es wird in diesem Land... Da sind wir uns einig.
Also das verstehe ich auch nicht, warum man nicht in Zeiten wie diesen ein Tempolimit verhängen kann. Also deutlicher kann man den Leuten nicht machen. Wir müssen Energie sparen. Du hast es gesagt, der Tankrabatt ist natürlich, als Marktwirtschaftler den größten Unsinn, den man machen kann, weil man subventioniert etwas, was knapp ist.
Warum man das tut, erschließt sich mir nur dann, wenn ich quasi im Hubschrauber auf Politik gucke. Die Verunsicherung im Land ist enorm. Die Kostensteigerungen für die Menschen, gerade die, die viel Auto fahren, sind gigantisch. Und da will man als Politik natürlich ein Signal setzen, wir helfen euch.
Das kann ich politisch nachvollziehen, aber wir haben uns so ein bisschen angewöhnt, das hat vorher Olaf Scholz gemacht, das hat davor Angela Merkel gemacht, dass wir eigentlich alle Herausforderungen ökonomischer Art oder jetzt durch diesen unsinnigen Krieg von Donald Trump versuchen. Über Geld aufzufangen. Und das werden wir nicht schaffen.
Und ich glaube, dass die Regierung schnell handeln wollte, schnell ein Signal setzen wollte. Allein die Signale sind falsch. Und dazu kommt diese 1.000 Euro. Also, dass die Regierung sagt, jeder kann 1.000 Euro kriegen, steuerfrei. Allerdings muss er das von seiner Firma bekommen. Und dann haben wir natürlich... Das ist doch schön, oder? Ja, das ist schön. Da haben wir natürlich mal nach... Ich bin großzügig, wenn ich morgen verkünde in der Konferenz und übrigens der Lars, Das darf euch 100 Euro geben. Genau.
Du hast mich nichts. Ich bin der liebe Mensch und du hast die Kosten. Genau. Und wir haben dann mal nachgefragt in der Hamburger Privatwirtschaft. Wir haben aktuell bei den Großen keinen gefunden, der sagt, machen wir. Sondern viele sagen, müssen wir erstmal abwarten. Aber viel interessanter ist, wer ist denn der größte Arbeitgeber?
Das ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Regiert von einem SPD-geführten Senat. SPD erinnern wir uns. Aktuelle Finanzminister. von dem das Ganze kommt, Lars Klingbeil. Die haben 80.000 Beschäftigte, allein direkt Beschäftigte. Dazu kommen noch die städtischen Beteiligungen. Da kommen nochmal ein paar 10.000 dazu.
Wir reden über große Firmen wie den Flughafen oder wie das Universitätsklinikum Eppendorf. Und dann haben wir jetzt mal mit Finanzsenator Andreas Dressler gesprochen. Und er hat viele schöne Sätze gesagt, aber der schönste und der klarste besteht aus fünf Wörtern. Er sagte, oder aus sechs Wörtern, er sagte, wir können nicht der Lohnführer sein.
Und verwies dann auf frischen Tarifabschluss, der sehr, sehr gut ausgefallen sei für die städtischen Angestellten, für die Beamten und Beamten, soll heißen, die Bundesregierung beschließt, dass da 1000 Euro Krisenbonus bezahlt werden können. Hört sich gut an. In Hamburg heißt es aber für, sagen wir mal, mehr als 100.000 städtische Beschäftigte, ihr kriegt gar nichts.
Oder? Ich meine, und das ist doch größer, kann der Frust dann doch nicht sein. Das ist genau der Punkt. Also da haben wir einen neuen Spaltpilz zwischen Beschäftigte und Angestellte getrieben, dass jeder, der die 1000 Euro nicht bekommt, sich jetzt ungerecht behandelt fühlt. Also wie man ohne Not auf so eine Schnapsidee kommen kann, jetzt sage ich es doch mal etwas härter, das erschließt sich mir nicht.
Und es stellt sich halt immer mehr die Frage, dass ein Kanzler Friedrich Merz, der mit seiner großen Wirtschaftskompetenz ins Bundeskanzleramt eingezogen ist, inzwischen sich als wirtschaftliche. Nein, da will ich nicht zu hart urteilen. Enttäuschung, sage ich jetzt. Entpuppt. Ist es nur eine Vermutung von Wirtschaftskompetenz gewesen?
Ja, eigentlich muss ich ganz ehrlich sagen, ich habe jetzt gerade auch in meiner Kolumne das neue Buch von Daniel Stelter, das ist ja ein sehr populärer Ökonom, besprochen. Und das Interessante ist, er schreibt eigentlich das, was Friedrich Merz im Wahlkampf immer gesagt hat. Und es klingt halt heute wie quasi die Antithese zum Handeln der Großen Koalition.
Und das ist schon komisch, weil vieles von dem, was ich da gelesen habe, habe ich irgendwie letztes Jahr im Wahlkampf gehört. Und ein bisschen was davon umzusetzen, wäre auch demokratisch geboten. Man muss fairerweise sagen, es ist ein bisschen was umgesetzt worden im Bereich Migration gelangen die Wände.
Das muss man anerkennen. Auch in ein paar anderen Bereichen, finde ich, schlägt sich die Koalition ganz gut. Aber wirtschaftspolitisch angesichts dieser Krise, das ist eine Vollkatastrophe. Und das war ja damals bei aller Wichtigkeit, was die Migration anbelangt, das war ja damals das Hauptthema, als sie gesagt haben, da müssen wir einknüpfen.
Und ich weiß, was ich schlimm finde, ist jetzt, dass natürlich, wenn man in einer Firma arbeitet, jetzt jeder auf den Firmenchef, auf das Management guckt und sagt so, warum zahlt ihr uns das nicht? Und dass damit sozusagen die Politik aus der Verantwortung ist. Und es gibt ja einfach ganz viele Firmen, weil wir in einer wirtschaftlich schwierigen Lage sind, die nicht mal eben 1.000 Euro zahlen können.
Siehe die Freie und Hansestadt Hamburg, die kann 100.000 Beschäftigte mal 1.000 Euro. Das haben die einfach gerade nicht. Und das ist leider wieder sowohl der Tankrabatt, als auch das ist einfach nur eine Enttäuschung. Es kommt ja nicht mal über Symbolpolitik hinaus. Ne. Also man kann wirklich noch hoffen. Also es kann eigentlich, muss man sagen, Basiseffekt, jetzt kann es nur noch besser werden.
Weil das, was da bisher in den letzten Monaten passiert ist, trotz aller Rhetorik ja auch, also die ich am Anfang ja auch überzeugend fand, sowohl Lars Klienballer als auch Friedrich Merz und Markus Söder und damals noch Frau Esken haben ja gesagt, dass sie verstanden haben, was falsch gelaufen ist in der Ampelkoalition, dass man jetzt Reformen wagen muss, aber wo sind die?
Vielleicht, ehrlich gesagt, was ich ganz interessant finde, ist jetzt in Sachen, was gesetzliche Krankenkassen anbelangt, da sieht es zum ersten Mal aus, als hätte das Hand und Fuß. Ist aber ein anderes Thema. Und da wir schon weit vorgeschritten sind, müssen wir natürlich noch in so ein Lieblingsthema kommen.
Zu Danielem Lieblingsthema. Nee, nee, weiß ich gar nicht. Er hat mir nicht gefehlt. Ich habe heute Morgen, interessanterweise, ich will daraus nicht zitieren, wieder einen Brief von Eugen Block bekommen zu dem Thema. Der schreibt mir relativ häufig so Briefe, nur so, das sind zwei, drei Zeiler. Ich will es nicht zitieren, aber dann habe ich gedacht, wir gucken doch noch mal rein.
Und ich fand ja schon interessant, diese Geschichte mit Jonathan C., Schauspieler, ähm... Teilnehmer bei Germany's Next Topmodel von Heidi Klum, die übrigens ja in ein paar Wochen nach Hamburg kommt, die ist ja bei der OMR zu Gast, da kann man sie dann mal live erleben. Und war ganz interessant, ein schwedisch-israelischer Mann, der offensichtlich in letzter Minute zu diesem Team, was die Kinder zurückholen sollte, dazu gestoßen ist.
Ihm wurden 10.000 Euro versprochen und eine edle Mission als Kinderretter. Und er hat das sich sehr rechtmäßig da gefühlt und versucht jetzt so ein bisschen in seinem Gespräch, in seinen Aussagen über die Staatsanwaltschaft so ein bisschen seine Weste reinzuwaschen, weil er sagt, er sei sich keiner Schuld bewusst geworden.
Dadurch aber, dass er jetzt damit reingerissen würde, hätte er kein anderes Einkommen mehr, weil niemand mehr ihn buchen würde oder irgendwas sonst mit ihm tun würde. Was ich interessant finde an der ganzen Stelle ist tatsächlich, dass man zum ersten Mal hört, um wie viel Geld geht es? Also dieser hat offensichtlich 10.000 Euro für seine Teilnahme bekommen, Jonathan C.
Und dass er halt auch erzählt, dass es vor der Aktion zu einem Zusammentreffen mit Christina Block kam und gleichzeitig versucht er den Eindruck zu vermitteln, nein, das war nie als Verbrechen, was es dann vielleicht war. Geplant, sondern immer als eine rechtmäßige Aktion. Also dieses, was bleibt, es war rechtmäßig, was wir getan haben.
Und da frage ich mich so ein bisschen. Auch wenn man das ganz oft wiederholt, am Ende kann man ja eine gute Gedanken gehabt haben und es trotzdem dann schlecht machen und damit auch eben nicht rechtmäßig. Ja, ja, also ich glaube, die Rechtmäßigkeit dieser Rückholaktion, damit befasst sich das Gericht ja schon seit langem und ich glaube, das ist auch relativ einfach nachvollziehbar, dass man nicht irgendwie den Vater der Kinder niederschlagen darf, um die Kinder zur Mutter, die das Sorgerecht hat, quasi zu entführen.
Dass man sich jetzt quasi mit dieser Vision versucht zu retten, finde ich nachvollziehbar. Allein ob das Gericht dem so quasi zustimmen wird, das wage ich dann auch zu bezweifeln. Das Bizarre ist ja, als ob es irgendwie wirklich eine Wolte noch wäre, um es für den Boulevard interessanter zu machen. Und taucht dann als Randfigur, genau wie du sagst, einen Teilnehmer aus Germany's Next Topmodel auf, wo dann auch, sage ich mal, eine neue, um jetzt medienpolitisch zu sprechen, eine neue Zielgruppe erschlossen wird.
Die große Schar derer, die Heidi Klum immer guckt, sagt jetzt, oh, muss ich mir auch mal angucken, was da passiert ist. Also es ist eigentlich ein Absurdes da nicht zu überbieten. Und das Interessante ist ja auch, dass die Staatsanwaltschaft einerseits sagt, dass eben dieser Jonathan C. Nicht die gleichen Bedingungen kriegt wie andere Zeugen, die ausgesagt haben, nämlich Straffreiheit, sondern der, wenn der nach Deutschland käme, dann würden die Handschellen klicken, der würde also sozusagen erstmal in Untersuchungshaft kommen, da gibt es einen Haftbefehl offensichtlich und das sagen die, weil sie sagen, seine Aussagen sind nicht so relevant und trotzdem spielen sie halt dann in der ganzen Geschichte wieder eine große Rolle,
weil du hast zu Recht gesagt, weil eine neue Farbe reinkommt. Und ich will nicht sagen, was Eugen Block in den Brief geschrieben hat, aber ich will schon sagen. Dass tatsächlich mein Interesse schon erlarmt und da habe ich nochmal unsere Kollegen gefragt, gilt das auch für das Interesse der Leserinnen und Leser, Hörer und Hörer? Nein.
Das Interesse ist auch, das ist schon irre, wie das, das ist so ein bisschen wie bei dem Wahl, es nutzt sich irgendwie halt nicht ab und wahrscheinlich, weil dann sowas wie Germany's Sex Topmodel plötzlich wieder da reinkommt, gibt das dem Ganzen einen neuen Schwung. Ja, wobei das natürlich auch dazu führt, dass offenbar auch die Justiz sich bemüßigt fühlt, da besonders 180-prozentig zu agieren.
Und wie gesagt, werden wir es hier auch schon häufiger im Podcast 0 für 0 gesprochen. Es sprengt inzwischen eigentlich jedes Maß der Verhältnismäßigkeit. So ist es. Noch einen kurzen Hinweis. Diese Woche hatte ich, das kann man sich jetzt schon auf unserem YouTube-Kanal angucken, Christian Lindner, den ehemaligen Finanzminister zu Gast, der ja jetzt Autohändler ist. Wo kann man das sagen?
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Autoland AG, nicht GmbH. Interessant fand ich, ich hatte so ein bisschen so, erwartet, dass der jetzt auch ganz anders spricht. Das tat er nicht. Er sprach immer noch so ein bisschen wie der Politiker Christian Lindner. Aber was ich interessant fand, war, wie er sagte, er hätte die Häme nicht verstanden.
Und dann meinte ich, was denn für eine Häme? Er sagte ja, diese Häme, dass jemand wie er halt nicht in die Lobby gegangen ist und nicht in zu Goldman Sachs oder irgendwie in die Finanzindustrie, sondern plötzlich zu einem. Mittelständischen, kann man sagen, war mit über einer Milliarde Umsatz, so halbmittelständischen Unternehmen, das seine Heimat in Ostdeutschland hat und dann noch mit Autos handelt.
Diese Häme hätte er nicht verstanden und daher finde ich, hat er einen Punkt, weil an sich kann man über Christian Lindner vieles sagen, aber eins nicht, den Abschied aus der Politik hat er so vollzogen, wie man sich das eigentlich besser nicht wünschen kann, also den Wechsel. Der versucht nicht aus seinen politischen Erfahrungen die sozusagen fortzusetzen und damit viel Geld zu dienen, sondern versucht jetzt Autos an Menschen zu verkaufen.
Ja, wobei natürlich die Häme auch erwartbar war, weil die FDP glaube ich zu der meist kritisierten Partei gehört. Irgendwie Liberale haben in unserem doch leicht grün angepinselten Öffentlichkeit nicht den allerbesten Ruf und Christian Lindner gilt ja vielen auch als quasi verantwortlicher, Hauptverantwortlicher des Ampel aus.
Also, dass er Häme bekommt, war, glaube ich, erwartbar, aber ich sehe es eigentlich wie du. Ich finde es auch durchaus beeindruckend, dass jemand sagt, so, jetzt versuche ich mal als Unternehmer. Mal sehen, wie erfolgreich er da ist. Wir erinnern uns da an Herrn Koch, der nicht ganz so erfolgreich war.
Aber das wird sich zeigen. Aber er hat mir erzählt, dass es sehr lustig war bei dir. Insofern bin ich mal gespannt auf den Podcast. Kannst du dir angucken, ob lustig war, lustig? Ja, hat er gesagt. Hat Spaß gemacht. Ja, hat Spaß gemacht. Was ich auch interessant fand, ist, dass er gesagt hat, wenn die FDP in den Bundestag gekommen wäre, was ja nur knapp gewesen wäre mit 5,2, 5,3, wäre er trotzdem nach einer Übergangszeit aus der Politik ausgeschieden.
Ja, das ist spannend. Das ist interessant. Matthias? ein einfacherer Abgang für die FDP gewesen, als jetzt quasi Wolfgang Kubicki als Trümmerfrau zum Zusammenkehren zu bestellen. Vielleicht lädst du mal Wolfgang Kubicki in unseren Podcast ein. Das wäre doch mal schön, dass wir mal mit ihm darüber sprechen, warum er sich das Ganze noch mal antut. Das ist deine Aufgabe für eine der nächsten Wochen.
Wir hören uns nächsten Freitag wieder. Wir wünschen allen ein schönes Wochenende. Vorsichtig, nicht vergessen, der Elbtunnel ist 55 Stunden gesperrt und Samstagabend... Weil der FC St. Pauli 55 Stunden den Sieg gegen Köln feiern. Und dann für alle, die dann richtig feiern wollen, es gibt, glaube ich, gibt es noch Restkarten? Ich weiß es gar nicht, glaube ich nicht.
Samstagabend in der Barglies Arena, Howard Carbendill. Da können Sie, da könnt ihr Matthias treffen. In dem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende. Ciao, ciao. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.