040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 72

Wird der Elbtower doch nicht zu Ende gebaut, sondern abgerissen?

Freitag, 12. Juni 2026 · 34 min

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Shownotes

Lange nichts gehört vom "kurzen Olaf", wie der nicht fertig gebaute Elbtower in Hamburg gern in Anspielung auf den Bürgermeister genannt wird, in dessen Amtszeit er auf den Weg gebracht wurde. Nachdem es im Oktober 2025 noch so aussah, als hätte die Stadt eine Lösung gefunden, das gigantische Haus an der Elbe weiterzubauen, und zwar spätestens im Sommer, ist die Lage jetzt schon wieder eine andere. "Mit jeder Woche, die verstreicht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Elbtower zu Ende gebaut wird", sagt Matthias Iken im Gespräch mit Lars Haider in dieser Folge von "040 Hamburg streng vertraulich". Weitere Themen: Hamburgs Grüne und die nicht gezahlten Sozialabgaben, große Investitionen auf dem Gelände des UKE, die seltsame Art mancher, den French-Open-Sieg von Alexander Zverev zu bewerten - und der neue Trainer des FC St. Pauli.

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Herzlich willkommen. Mein Name ist Lars Heider und mir gegenüber sitzt natürlich Trommelwirbel Matthias Iken. Moin. Du sagst das Iken immer so. Ja, das Problem ist, dass das S und das I sonst zusammenwachsen und dann denken die Leute, ich heiße Sieken oder anders. Keine Ahnung. Matthias Sieken. Matthias, bevor wir anfangen über die Themen zu sprechen, über die wir diese Woche sprechen wollen.

Du kriegst tatsächlich immer noch Zuschriften von Hörern und Hörern, Leserinnen und Lesern zum Thema Olympia? Immer noch? Ja, das hört nicht auf. Mit welchen? Wenn ich jetzt der böse Bube, also es gibt ein paar, die mir zustimmen und sich auch immer noch ärgern. Es wird auch noch ein bisschen dauern, glaube ich, bis die, die für Olympia gekämpft haben, diesen Schock verwunden haben. Aber auf der anderen Seite gibt es auch sehr, sehr viele, die inzwischen auch teilweise sehr, sehr böse sind.

Dass dieses Thema immer noch vom Armblatt gespielt wird, dass ich immer noch dabei bleibe, dass es eine gigantische Fehlentscheidung war der Hamburgerinnen und Hamburger. Und ja, das muss ich aushalten, das ist im Preis mit drin. Gut, und deshalb sprechen wir heute in diesem Podcast nicht über Olympia.

Aber es gibt fünf hochinteressante Themen, bei denen man sich auch echauffieren kann. Wahrscheinlich wird das gleich passieren. Thema Nummer eins, da hast du uns diese Woche alle überrascht, auch die Hamburgerinnen und Hamburger, mit einer Nachricht, wo man eigentlich schon einen Haken hinter gemacht hatte.

Wir haben alle gedacht, der Elbtower kommt auf jeden Fall, der wird fertig gebaut. Nachdem die Stadt gesagt hat, jawohl, wir gehen da mit dem Naturkundemuseum rein, jetzt sagst du, das wankt wieder ein bisschen, da ist wieder ein bisschen Unruhe drin, erklärst du gleich in Thema Nummer 1. Thema 2, da geht es um die Grünen. Die Vorsitzenden, die Landesvorsitzenden der Hamburger Grünen haben ein gar nicht so kleines Salär für ihre Arbeit bekommen und sie haben vergessen.

Sie haben darauf auf jeden Fall keine Sozialabgaben bezahlt. Und das ärgert jetzt nicht nur Beobachter, sondern auch erste grüne Mitglieder, Thema Nummer zwei. Thema Nummer drei, da geht es um das Universitätsklinikum Eppendorf, auf dessen Gelände eine neue Klinik gebaut werden soll. Und zwar eine Klinik, die man immer unter dem Begriff Boberg abgespeichert hat, die aus Bergedorf kommt, eine Klinik für Schwerstverletzte.

Interessant ist bei diesem Thema aber auch, wie viel Geld der Senat jetzt für das UKE in die Hand nehmen muss, weil er jahrelang nichts getan hat. Thema Nummer zwei, Thema Nummer drei, Entschuldigung, Thema Nummer vier, da wird es um einen Hamburger gehen, dem etwas Historisches gelungen ist in dieser Woche.

Und mein Eindruck ist, so richtig freut sich keiner drüber. Im Gegenteil, plötzlich steht dieser Hamburger in so einem seltsamen Kritikfeuer. Ich rede über Alexander Zverev und die French Open und Thema Nummer 5 können wir natürlich nicht an uns vorbeigehen lassen. Der FC St. Pauli hat einen neuen Trainer und ich werde dann erzählen.

Warum dieser Trainer mir so sehr bekannt vorkam. Ich habe ihn nämlich tatsächlich beim Skifahren in diesem Winter getroffen und... Wäre nicht auf die Idee gekommen, dass der neue Trainer wird. Und nun ist er es, ist glaube ich eine gute Nachricht für den FC St. Pauli. Wir legen los, Matthias, mit dem Elb-Tower. Also, ich fasse nochmal zusammen.

Irgendwann hat der Hamburger Senat gesagt, da ist dieser Elb-Tower, böse Menschen nennen den kurzen Olaf. Weil ursprünglich war das die Idee von Olaf Scholz. Das ist das letzte große Projekt in meiner Amtszeit als Bürgermeister. Dann zog er nach Berlin. Dann zog er nach Berlin. Der Elbtower wurde nicht gebaut, weil René Benko pleite ging und dann steht da jetzt im Moment so ein halbfertiges Teil und dann haben wir alle gedacht, durchgeatmet, der Senat sagt, das Naturkundemuseum, was sowieso gebaut werden muss, das zieht da ein und wir übernehmen für so ungefähr 600 Millionen Euro die Hälfte dieses Baus.

Und dann haben alle gedacht, naja, wenn es so einen starken Ankermieter gibt, dann wird das Ganze vorangehen. Und ich hatte auch gedacht, naja, irgendwann kommt jetzt die Nachricht, wird weitergebaut. Und nun schreibst du, hm, ist schwierig. Warum? Na, ich habe mich mal ein bisschen umgehört, weil der Witz war ja, es gab ja im Oktober diese Pressekonferenz, muss man sagen, mit ganz großem Besteck. Der Bürgermeister war da, der Finanzsenator war da, die Wissenschaftssenatorin war da.

Alle haben erzählt, jetzt haben wir die Lösung für dieses notleidende Projekt. Und es war ja erstmal eine Lösung, wo man zwar vielleicht einen Bauchgrimmen hat, aber am Ende gesagt hat, ja, es löst verschiedene Probleme, die wir haben, mit einem Schlag. Wir müssen ein Naturkundemuseum bauen. Dazu haben wir uns per Vertrag verpflichtet.

Und wir haben diesen Elbtauer, der dummerweise keine Nutzung mehr hat, der aber, muss man ganz klar sagen, auch nicht so als Bauruine da stehen bleiben darf. Und dann hat man halt, ausgehend auch von der Idee des Investoren Dieter Becken geprüft, ob nicht das Naturkundemuseum reinpasst. Und Trommelwirbel, er passte.

Daraufhin hat man sich halt auf der Pressekonferenz doch schon mit sehr vielen Details gemeldet im Oktober und gesagt, für 575 Millionen Euro kaufen wir roundabout die Hälfte des Elbtauers, und dafür wird schlüsselfertig vom Investor das Naturkontemuseum fertig gemacht. Jetzt haben wir aber schon Juni. Und da ich noch im Ohr hatte, im Sommer sollen die Bauarbeiten losgehen, habe ich gedacht, naja, dann wäre ja zumindest ganz hilfreich, auch mal irgendwie eine vertragliche Grundlage zu haben.

Und habe mich ein bisschen umgehört und höre, auf Seite der Investoren, ja, also auch schon wachsende Unruhe. Da wird ganz klar gesagt, also es kann nicht sein, dass das so lange dauert. Es kann nicht sein, dass man sich an so vielen Orten verhakt. Man spürt eine gewisse Enttäuschung. Man sagt auch dann eben nicht, wenn es nicht klappt.

Und auf der anderen Seite habe ich noch den Bürgermeister im Ohr, der in diesem Raum saß zum Podcast, was wird aus Hamburg. Und für mich damals schon überraschend sagte, die Wahrscheinlichkeit, dass es scheitert, ist nicht null. Im Augenblick würde ich sagen, sind wir noch in der Phase des Tauziehens.

Beide Seiten machen klar, sie haben rote Linien. Und die eine rote Linie wird garantiert sein, die Stadt wird nicht einen Cent mehr bezahlen können als 575 Millionen Euro. Das ist ja schon extrem teuer, 13.000 Euro für den Quadratmeter. Auf der anderen Seite hast du die Investoren, die natürlich auch sehen, dass wir eine dramatische Baupreisentwicklung haben.

Allein im Vergleich zum Oktober kannst du so Pi mal Daumen sagen, sind die Baupreise um weitere drei bis vier Prozent gestiegen. Und das ist eine einfache mathematische Aufgabe, das sind dann schon bei 595 Millionen Euro bis zu 24 Millionen, die dann nochmal on top kommen können und da stellt sich die Frage, wer zahlt.

Aber ist es vorstellbar, dass ein Investor, wenn er weiß, ich kriege von der Stadt 575 Millionen Euro oder was hast du gerade gesagt? 595. Also fast 600 Millionen Euro, dass der dann nochmal einen Rückzieher macht? Die Stadt ist sich, glaube ich, relativ sicher, dass sie es nicht tun. Aber ich höre auch von Investoren, das ist.

Kein Low-Brain. Das ist also nichts, wo ich sagen kann, ey, damit verdiene ich richtig Geld. Das ist ein Wagnis. Das ist halt ein extrem großes Gebäude. Wir sind in einer Phase, wo man ganz klar sagen muss, wo man Probleme hat, Büroflächen zu vermieten. Nun hat man da ein Hotel drin, das wird sicher funktionieren.

Aber die alte Idee, wir machen da Büros, Büros, Büros rein, angesichts des wirklich darbenden Büromarktes, ist schon schwierig. Und von daher ist die Marge nicht besonders hoch. Und da kommt es jetzt auf jede Million an. Also ich gehe noch davon aus, dass es eine Einigung gibt, aber man muss ganz klar sagen, mit jeder weiteren Woche des Zuwartens wird das Projekt unwahrscheinlicher.

Und wir sehen ja auch, was da in diesem Teil der HafenCity passiert, da entstehen ja noch relativ viele Neubauwohnungen und da habe ich auch mit einem der Investoren neulich gesprochen, der sagt, ich habe schon mal 30 Millionen Euro abgeschrieben, weil ich kriege diese Wohnung dann nicht mehr verkauft.

Vermietet schon gar nicht. Man versucht jetzt möblierte Wohnungen in der HafenCity für, Achtung, 40 Euro den Quadratmeter zu vermieten. Auch das ist natürlich schwierig. Ambitioniert. Also das ist der eine Punkt, finde ich, den man bedenken muss, wenn man um den Elbtau guckt. Und der andere, der auch wichtig ist, ich muss immer wieder jetzt an die Müllverbrennungsanlage in Stellingen denken, wenn es darum geht, dass die Stadt etwas selber macht.

Also ich finde es ganz gut, dass die Stadt sagt, bau du das für uns? Weil dann ist, also an einen privaten Investor, weil dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es im Rahmen bleibt, größer, wenn wir uns überlegen, dass das Naturkundemuseum fast 600 Millionen Euro kosten soll. Die Müllverbrennungsanlage in Stellingen, aber jetzt neuster Stand von unseren Recherchen, bei über 700 Millionen Euro liegt.

Ursprünglich war sie mal mit ungefähr 240 Millionen Euro angesetzt und man sagt offensichtlich, Ja, da haben wir wahrscheinlich uns zu viel zugetraut, was wir allein machen können, und dadurch sind die Kosten um das Dreifache gestiegen. Das ist natürlich wirklich, wenn man das sich anguckt, stellt man fest, diese Stadt hat halt riesen Probleme, wenn sie selber sehr stark etwas plant und baut.

Also Elbtower, ich habe es mitgenommen, mit jeder Woche, die vergeht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Elbtower weitergebaut wird. Und dann muss man ja sagen, das hat ja mal der Geschäftsführer der HafenCity GmbH gesagt, eins ist auch klar, das bleibt dann nicht so stehen. Nein, das muss man sagen, das ist dann die betongewordene Niederlage dieser Stadt, das ist ein Symbol für das Scheitern Hamburgs.

Und dann muss man wirklich sagen, auch wenn es eine ökologische Widersinnigkeit wäre, müsste man es wahrscheinlich abreißen, sprengen oder nachsprengen, wird man es nicht können, weil daneben gleich die U-Bahn-Station und die S-Bahn-Station ist. Also das wird dann ein teurer Rückbau. Wir bleiben dran. Thema Nummer zwei.

Die Grünen, die Hamburger Grünen seit Jahren, Jahrzehnten, über einem Jahrzehnt in der Regierung. Die Grünen hatten eine Besonderheit unter den Hamburger Parteien. Normalerweise sind die Landesvorsitzenden der Parteien, die Menschen, die das machen, machen das mehr oder weniger ehrenamtlich. Es gibt vielleicht manchmal Aufwandsentschädigungen, die aber so im dreistelligen Bereich sind dann im Monat.

Das klappt auch meistens, weil oft der Landesvorsitzende auch ein anderes Amt hat. Nehmen wir mal ein Beispiel. Dennis Thering, der Landesvorsitzende der CDU, ist gleichzeitig Fraktionsvorsitzender in der Bürgerschaft. Melanie Leonhardt, die Landesvorsitzende der SPD, ist gleichzeitig Senatorin. Bei den Grünen, und das haben wir gar nicht so richtig, doch, wir haben es mitgekriegt, aber es stand nicht im Fokus, die Grünen haben mal irgendwann entschieden, dass, die Landesvorsitzenden eine Entschädigung kriegen für dieses Ehrenamt, die ungefähr, wir runden immer nach oben und nach unten auf, bei 4.500 Euro im Monat pro Person.

4.281 Euro. Von daher, finde ich, verbietet sich das Wort Ehrenamt. Also da muss man ganz ehrlich sagen, und da ärgere ich mich auch, auch weil ich mich an eine Person erinnern kann aus diesem Vorstand, die mir noch erzählte, wie anstrengend dieses Ehrenamt sei und ich gar nicht auf der Uhr hatte, dass man halt 4.281 Euro bekommt.

Also die Klage klingt im Nachgang wirklich ein bisschen schräg. Also die kriegten da 4.281, bleiben wir genau. Ich habe aber auch genau aufgerundet, muss ich sagen. Aber das ist in dem Fall ein bisschen gemein. 4.281 Euro bekamen die, da kann man jetzt unterschiedlicher Meinung drüber sein. Aber das Interessante ist, sie haben offensichtlich nicht vergessen darauf Sozialabgaben zu zahlen, sondern sie dachten, sie müssten darauf keine Sozialabgaben zahlen.

Ja, sie haben ja ein Gutachten beauftragt, trolligerweise auch bei einem Parteifreund. Also ich sage immer nur, wenn das die Sozis gemacht hätten, dann wäre wieder von rotem Filz die Rede gewesen. Nein, man hat einen Juristen damit beauftragt, Elblauer, das ist ja von Till Steffen die gegründete Kanzlei und die kam zu Erkenntnis, nö, muss man nicht.

Ich gehe jetzt erstmal davon aus, dass wirklich die handelnden Personen dann dachten, okay, dann ist das ja in Ordnung. Und haben keine Sozialabgaben entrichtet. Inzwischen ist man ein bisschen schlauer. Und da muss man sagen, brennt jetzt wirklich der grüne Baum. Muss man noch mal sagen. Also, es gibt dieses Gutachten, das sagt, ihr müsst das nicht.

In der Zwischenzeit gibt es aber eine Nachzahlungsforderung von der Rhein- und Hansestadt Hamburg, von den Sozialkassen, von, wer immer da auch irgendwie berechtigt ist, das einzufordern, von, Achtung, 130.000 Euro. Das zeigt schon, dass es da nicht um Peanuts geht. Und gerade eine Partei, die ja, muss man sagen, sich immer auch zu Recht stark dafür gemacht hat, dass also Arbeit mit Sozialabgaben verbunden ist, die kann sich da jetzt nicht so einfach rausstehlen.

Tut sie auch nicht, sie zahlt das Geld ja nach, aber jetzt ist ja der Konflikt entbrannt. Wer soll es zahlen? Sondern es ist die grünen Mitglieder, also am Ende die Partei bezahlen oder unter Umständen die, die ja heute auch gut dotierte Senatorenposten innehaben. Und da muss man jetzt mal gucken, teils, teils, gucken wir uns zum Beispiel an die Krankenkassenbeiträge.

Da ist es so, ein Teilzeit der Arbeitgeber, ein Teilzeit der Arbeitnehmer. Und so ist es eigentlich bei den Sozialleistungen fast überall. Es gibt immer einen Arbeitnehmeranteil und einen Arbeitgeberanteil. Und natürlich finde ich es nur gerecht, dass den Arbeitgeberanteil die Partei der Grünen zahlt aus der Parteikasse.

Hätten sie sowieso zahlen müssen, haben sie übersehen, nennen wir es mal so. Oder aus Unkenntnis nicht überwiesen, wobei man sagen muss, das mit der Unkenntnis ist immer so eine Sache. Wir merken ja, Unkenntnis schützt vor Strafe nicht. Wenn du und ich jetzt all diese Beiträge nicht gezahlt hätten und hätten gesagt, oh, wir dachten, das ist hier, was wir hier machen, ist ehrenamtlich.

Ja, manchmal fühle ich mich auch so. Aber bei 4.281 Euro könnte man auf die Idee kommen, Ist das vielleicht doch nicht ehrenamtlich, weil versteuert haben sie dieses Geld ja. Und jetzt ist aber die Frage, auf einem Parteitag der Grünen, sozusagen im Schatten der Olympia-Bewerbung. Ja, ja, ganz geschickt. Also da haben sich auch alle auf den Olympiastreit konzentriert und kaum auf diesen Finanzskandal, ist vielleicht zu viel gesagt, Finanzskandalchen.

Und dann haben sie mit knapp beschieden, die Grünen-Partei, diese 130.000 Euro zahlt die Partei. Das heißt, die, die davon profitiert haben, weil sie zum Beispiel Rentenpunkte bekommen haben oder auf jeden Fall künftig mehr Rente bekommen durch das, was sie da eingezahlt haben, die zahlen nichts. Und darüber regen sich jetzt in der Partei einige Mitglieder auf, die gesagt haben, liebe Leute, liebe Vorsitzende, das sind interessante Namen, das ist zum Beispiel Anna Gallina betroffen, die heutige Justizsenatorin, es ist Marian Blumteil.

Die offenbar auch hinter dieser exorbitanten Erhöhung der Aufwandsentschädigung stand, wie sich einige erinnern. Und Marianne Blumenthal, die heutige. Wissenschaftssenatorin und dann sagen jetzt welche in der Partei, Leute, natürlich müsst ihr euch auch daran beteiligen, die sehen das aber nicht ein.

Und dann denke ich so, als normaler Bürger, der da drauf kommt und sagt, hä, es ist doch ganz normal. Ihr habt übersehen, nennen wir es mal übersehen oder aus Unkenntnis diese Sozialabgaben nicht bezahlt. Und jetzt ist doch ganz einfach, jetzt kann man ja ausrechnen, wie viel fallen auf den Arbeitgeber, wie viel fallen auf den Arbeitnehmer und warum sollte jetzt der Arbeitgeber...

Den Anteil des Arbeitnehmers, ich meine, ich würde mich auch freuen, wenn der Arbeitgeber das für mich machen würde, aber es ist ein bisschen ungerecht, oder? Aber er würde es nicht machen, im Zweifelsfall. Also das muss ich auch sagen, und da kann man den Grünen wirklich nur raten, im Augenblick ist es noch, ich habe eben gesagt, ein Skandalchen.

Diese ganze Gemengelage hat aber das Zeug dazu zum Skandal zu werden, denn mit jedem Tag der vergeht das ist ein bisschen wie beim Elbtauer und das Problem nicht gelöst wird werden die Stimmen bei den Grünen aber auch außerhalb der Grünen lauter die fragen was ist da eigentlich los, die auch natürlich zu Recht darauf hinweisen ihr habt ja auch Rentenanwartschaften damit quasi erworben und das, soll dann auch nochmal die Partei bezahlen Das heißt, es wäre nochmal eine extraordinäre Erhöhung dieser schon ohnehin exorbitant hohen Aufwandsentschädigung.

Und da kann man wirklich allen Beteiligten nur raten, das Thema relativ schnell abzuräumen. Wenn das nicht gelingt, dann, das provozei ich dir, werden wir hier noch häufiger über diesen grünen Finanzskandalchen reden. Und das, was ich nicht verstehe, ist, das sind ja Menschen, die mitten in der Politik stehen. Zwei Senatorinnen, denen es immer wichtig ist, Vorbild sein.

Das tun, was man von den Bürgern und Bürgern verlangt. Ich erkenne das irgendwie aus meiner Zeit als freier Autor, wenn man da mal zwei Tage oder drei Tage zu spät seine Umsatzsteuererklärung gemacht hat und die Vorauszahlung nicht geleistet hat, dann gab es ein Schreiben. Und dann wurde aber sofort auch, gab es da auch sofort eine kleine Strafe drauf.

Und ich verstehe nicht, warum die Senatoren nicht sagen, oh Leute, okay, wir sehen jetzt, das haben wir falsch gemacht und selbstverständlich zahlen wir, jetzt hätte ich beinahe gesagt auf Heller und Pfennig, beides gibt es nicht mehr, zahlen wir das nach, warum tun die das nicht? Ja. Das Gespür dafür nicht da ist, weil das Geld müssten ja beide haben.

Die verdienen ja gut, wenn man sagt, so eine Senatorin hat ein fünfstelliges Monatsgehalt. Das Geld ist da. Ich glaube, das ist mangelndes Gespür. Man muss ja noch einen Aspekt sehen. Also natürlich wird dieser Parteivorsitz, der mit viel Arbeit verbunden ist, das will ich gar nicht in Abrede stellen, aber auch mit einem Vorteil verbunden.

Denn die Parteivorsitzenden, deshalb reden wir über Leute, die heute Senatoren sind, haben am Ende Zugriff auf Senatorenposten. Weshalb ist denn Frau Galina Senatorin geworden? Von Justiz hatte sie mit Verlaub keine Ahnung. Sie war aber Parteivorsitzende und so hat sie dieses Amt bekommen. Warum ist Frau Blumenthal Wissenschaftssenatorin geworden? Das war ja mein Versprecher, weil ich noch im Kopf hatte.

Damals war ja Katharina Fegebank die erfolgreiche Umweltsenatorin. Und die Parteivorsitzende war halt Frau Blumenthal. Die Wissenschaftssenatorin, jetzt komme ich völlig durcheinander. Das ist mein Job. Katharina Fegebank war die Wissenschaftssenatorin Und niemand konnte verstehen, dass sie diesen Posten freigeräumt hat.

Und sie hat ihn nur freigemacht, weil Frau Blumenthal in den Senat wollte. Und zwar diesen Posten haben wollte. Und dann ist, jetzt kriege ich es nämlich endlich richtig hin, Katharina Fegebank, Umweltsenatorin geworden. Genau, und hat jetzt das Problem mit der Müllverbrennung. Da schließt sich der Kreis. Gut, also wir sind gespannt. Vielleicht heute in einer Woche können wir vielleicht schon vermelden. Ich glaube nicht, dass die Senatorinnen.

Ihren Arbeitnehmeranteil an den Sozialabgaben dann doch bezahlt haben. Thema Nummer drei, können wir vielleicht kurz drüber sprechen. Unser Kollege Christoph Rebatschik hat das diese Woche ein Jahrhundertprojekt genannt. Es geht darum, dass auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf, kurz UKE, eine neue Klinik für Schwerstverletzte gebaut werden soll, nämlich das BG-Klinikum.

Dahinter steckt die Berufsgenossenschaft, man kennt das aus Boberg, Das Buberger Klinikum, weit über die Landesgrenzen bekannt für seine exzellente, Betreuung, gerade von Schwerstverletzten. Und das Ganze soll dann auf dem Campus des UKE zusammengefasst werden, zumindest zum Teil. Da werden nochmal 600 Millionen Euro investiert.

Was ich aber interessant fand war, dass der Hamburger Senat in den nächsten Jahren insgesamt auf dem UKE Campus 2 Milliarden Euro investieren will. Und da dachte ich, erwähne ich doch nochmal eins, was in dieser ganzen Diskussion über verfallene Infrastruktur interessant ist. Weißt du, was das UKE und die Asklepios-Kliniken gemeinsam haben?

Du wirst es mir verraten. Ich verrate es dir. Bei beiden ist die Stadt in der Pflicht, 100% der Investitionsmaßnahmen zu bezahlen. Wenn es also um die Infrastruktur geht, um Häuser, um Betten, um was weiß ich. Alles muss die Stadt eigentlich bezahlen, sie tut es aber nicht. Sie tut es seit Jahren nicht, sie zahlt nicht 100%. Ich habe nie ganz rausgerichtet, ob es 70 oder 80% sind.

Aber dass das UKE zum Beispiel in den vergangenen Jahren Defizit, einen Verlust gemacht hat, hängt auch damit zusammen, dass die Stadt ihren Verpflichtungen nicht nahe kommt. Und das sieht man jetzt daran, dass im UKE, ich habe mir das mal irgendwie rausgesucht, im UKE 60% der Gebäude älter als 50 Jahre oder älter sind.

Und dann erinnern wir uns an eine Diskussion über das Volksparkstadion. Wo man sagt, nach 50 Jahren musst du das Ding eigentlich abreißen. Hier reden wir über Gebäude, in denen Hochleistungsmedizin gemacht wird. Und da sind 60 Prozent 50 Jahre oder älter. Das heißt, da ist ein unvorstellbarer Investitionsstau.

Und ich war neulich da zur Einweihung des Herzzentrums, das wirklich toll geworden ist. Da sieht man mal, was möglich ist, wenn man halt ein neues Gebäude hinstellt. Aber wenn du guckst, dieses neue Gebäude neben dem alten, da muss man sich, was die Struktur anbelangt, fast schon ein bisschen schämen für.

Und auch da zahlt der Senat jetzt für die Versäumnisse der vergangenen Jahre, zahlt dafür, dass er halt seiner gesetzlichen Verpflichtung, 100% der Investitionskosten zu übernehmen, nicht nachgekommen ist. Das vielleicht nur mal am Rande. Ansonsten muss man sagen, natürlich toll, dass mitten in der Stadt so ein Zentrum für Medizin entsteht und man sieht halt daran auch.

Jetzt, wo Hamburg keine Olympiastadt mehr wert, eine Gesundheitsstadt, eine Gesundheitsmetropole ist diese Stadt schon und wird diesen Ruf weiter ausbauen können, oder? Das ist ja sogar eine alte Strategie von 2001 damals. Da hat man ja ausgeguckt, wo sind Bereiche, wo Hamburg wirklich stark ist und da halt Life Sciences als einen Schwerpunkt entdeckt und das halte ich für völlig richtig.

Wir haben ja auch in den vergangenen Jahren da durchaus Erfolge erzielt, aber genau was du sagst, das klassische Versäumnis der letzten, guten 10, 15 Jahre, wir hatten viel Geld und wir haben es wirklich in vielen Bereichen, muss man sagen, zum Fenster rausgeworfen und nicht in die Infrastruktur, auch vielleicht in brillante Köpfe so investiert, wie es nötig gewesen wäre.

Punkt. Thema Nummer vier. Eigentlich so ein bisschen mein Thema, wo ich diese Woche am meisten den Kopf geschüttelt habe. Ich weiß nicht, ob du am Sonntag das Finale der Franz Schruppen gesehen hast. Nein, ich bin kein Sein Boris, gucke ich kein Tennis mehr. Ah, das ist gut. 1996. Obwohl das Spiel gut gewesen sein soll. 1996 war Boris Becker der letzte männliche Deutsche, der ein Grand Slam Turnier gewonnen hat.

Und nun ist es ja tatsächlich Alexander Zverev gelungen, dem Hamburger Alexander Zverev. Wurzeln am UHC, ist in Hamburg zur Schule gegangen, ist in Hamburg aufgewachsen, hat nach seinem Olympiasieg gesagt, dass er dieser Stadt viel zu verdanken hat und in dieser Live-Übertragung, ich weiß gar nicht, wann zuletzt das Wort Hamburger so oft gefallen ist.

Und dann gewinnt er dieses Spiel, dieses Finale und ich muss sagen, ich als jemand, der sich für Tennis interessiert, hab mich dann irgendwie auch für diesen Mann gefreut. Das muss man doch erstmal anerkennen. Das ist gut, dass du es nochmal sagst, weil nach den Schlagzeilen in den letzten Tagen, denkt man ja, es ging was ganz anderes.

Genau, und da habe ich mich für diesen Mann gefreut, der ja seit Jahrzehnten auf absolutem Weltklasse-Niveau Tennis spielt und das muss man ja mal sagen, an selber Stelle, Kurz davor stand vor Jahren schon mal gegen Djokovic, ins Finale der French Open zu kommen, hätte er das gewonnen, wäre er so wahrscheinlich sogar Nummer 1 der Welt geworden und sich dann sehr schwer verletzt hat und dann zurückgeworfen wurde, und seitdem diesen Malus hatte, naja, der Zverev ist zwar ein guter Tennisspieler, aber die großen Turniere wird er nie gewinnen.

Denn dafür ist er mental nicht stark genug, dafür ist er irgendwie, der kriegt es halt nicht hin und er schafft es dann, zeigt seine Gefühle und so weiter. Und dann denke ich, Mensch, das ist ja eine schöne Geschichte und fand schon interessant die Reaktionen, das kann man ja sagen bei uns in der Redaktion.

Als wir dann über den Sieg, der ist nochmal, ein Hamburger gewinnt zum ersten Mal, seit es die French Open. Auf Sand gibt, zum allerersten Mal, als allererster Deutscher überhaupt dieses Turnier, zum ersten Mal seit 30 Jahren. Und dann war die erste Diskussion, die in der Redaktion kam, naja, müssen wir das denn so groß machen, der ist ja so unsympathisch.

Wo ich dachte, okay, was ist das jetzt für ein Kriterium? Und das Zweite, und das hat sich dann über die Zeit gezogen, dass dann immer wieder kam, naja, und außerdem hat er ja zwei Frauen, missbraucht, geschlagen, psychisch unter Druck gesetzt, gewirkt. Angeblich. Angeblich so. Und das fand ich deshalb interessant, und darüber würde ich gerne mit dir reden, weil ich da so ein bisschen an dem Verständnis unseres Rechtsstaats zweifle.

Ich habe dazu in der Taz Folgendes gefunden. Also man muss sagen, es gab zwei Freundinnen, Ex-Freundinnen von Zverev, die ihm tatsächlich vorgeworfen haben, in irgendeiner Form ihnen Gewalt angetan zu haben. Und da hat es dann tatsächlich auch den Vorwürfe gegeben und man hat sich dann auch versucht, rechtlich auseinanderzusetzen.

Es ist aber nichts passiert. Dann schreibt die Taz, Achtung, juristisch gilt Zverev als unschuldig. Ein richtiges Urteil gab es in beiden Fällen jedoch nicht. Einmal, weil ein Prozess nie stattfand, einmal, weil der Prozess eingestellt wurde. Dass sich gerade Frauen über diesen Grand Slam-Sieg deshalb nicht freuen können, ist verständlich. Dass die Presse dagegen mitjubelt, ist es nicht.

Also, das Ergebnis der Taz ist folgendes. Es gibt zwei Frauen, die einen berühmten Tennisspieler, ähm. Beschuldigen. Das Ganze geht vor Gericht. Einmal gibt es keinen Prozess. Einmal wird dieser Prozess eingestellt. Ich glaube gegen Zahlung einer Geldauflage. Einmal wird dieser Prozess eingestellt, will damit sagen.

Dieser Mann ist komplett unschuldig und zwar nach unserem Rechtsverständnis unschuldig und trotzdem ist dann, naja, aber was da mitspricht ist ja, da wird schon was dran sein. Aber wundert dich das? Nein, mich wundert, aber es regt mich auf. Ja, mich regt das auch auf. Das zeigt hat, und da können wir auch mal ein bisschen über die Branche reden, ein völlig verzerrtes Verständnis des Rechtsstaats. Wir haben es damals bei Kachelmann erlebt.

Da kann man auch sagen, okay, im Nachgang war vielleicht eine Lehre die Medien. Damals war es ja die Bild, die da massiv draufgegangen ist, aber weit gefehlt. Dann kam der Spiegel mit dem Lindemann, dem Sänger von Rammstein. Ebenfalls schwere Anschuldigungen, die am Ende auch mehr oder weniger in sich zusammenfielen.

Und jetzt haben wir diese Zverev-Berichterstattung in der Taz, wo man ganz ehrlich die Frage stellen muss, ob wirklich nicht mal einige Kolleginnen und Kollegen vielleicht eine kleine Schulung zum Rechtsstaat machen sollten. Denn damit machen wir etwas kaputt in diesem Land, weil wir wirklich erstmal sowieso schon durch unsere Berichterstattung ja dazu neigen, die Menschen vorzuverurteilen.

Und dann noch explizit zu schreiben, egal was die Gerichte gesagt haben, das bleibt trotzdem hängen, das ist wirklich, muss man sagen, perfide. Und da kann man wirklich alle nur warnen, es da gleich zu tun, ich bin jetzt auch kein Freund, ich habe überhaupt keine Emotionen für Herrn Zverev. Und man kann sicher sagen, also er ist nicht everybody's darling.

Bei everybody's darling ist es immer schwieriger, die Leute so runterzuschießen. Der ist in Hamburg nicht präsent, er zahlt. Das finde ich schwierig. Nicht in der Stadt, die ihn quasi ja auch groß gemacht hat, die Steuern, sondern in Monaco. Das sind sie. Wie ist der Zufall so, Willa? Deutlich niedriger. Das finde ich alles nicht so dramatisch.

Aber das kann man ja auch alles thematisieren. Das ist ja gar keine Frage. Aber kein Grund, jemanden dann quasi so anzugehen. Wenn am Ende es keine Beweise gibt. Wir leben in einem Rechtsstaat und da sprechen Gerichte und nicht Journalisten das Urteil. Und Journalisten, die sich anmaßen, jetzt reg ich mich auf, obwohl du eigentlich dich aufregen wolltest, Journalisten, die sich anmaßen, Ankläger und Richter zu sein, die sollten sich einen neuen Job suchen.

Das hast du schön gesagt und vor allem, du hast es eben auch nett gesagt, es spielt offensichtlich auch ein persönliches Empfinden deine Rolle. Denn erinnern wir uns, also ich kann mich jetzt nicht erinnern, als jetzt der FC Bayern München, deutscher Meister und Pokalsieger wurde, dass dann irgendwie irgendjemand gesagt hätte, der Ehrenpräsident des FC Bayern München, die entscheidende Figur ist ein, und das ist ein vorbestrafter Steuerstraftäter.

Wenn er nicht nach Monaco gegangen ist. Wenn er nach Monaco gezogen wäre, wäre er nie verurteilt worden. Aber ich meine trotzdem, da ist irgendwie, Uli Hoeneß, verzeiht man das und gönnt man das und dann bin ich mir... Ja, Resozialisierung, auch das ist ein Gedanke unseres Rechtsstaates, an dem ich eigentlich viel Gutes finde.

Bei Uli Hoeneß klappt das ja. Ich glaube, bei Zverev ist das so unbewusst, und dann weiß ich auch nicht, ich habe das so in ein paar Gesprächen jetzt gehabt, das hat mich dann völlig, wahnsinnig gemacht, da ist ja gar kein richtiger Deutscher. Das ist ja eigentlich ein Russe. Da ist dann die Debatte auch vorbei.

Aber weil wir gerade über Justizia reden, die hat ja nicht ohne Grund quasi eine Augenbinde. Sie ist ja blind. Weil wir vorhin über die Grünen sprachen. Jetzt so ein ganz lästerlicher Gedanke. Stell dir mal vor, das wäre bei der AfD passiert. Was wäre da los im deutschen Journalismus? Spannende Frage. Spannende Frage.

Also, Freunde, ich kann nur sagen, wenn man jetzt auf das Sportliche guckt, ist das wirklich eine tolle Sache. Hamburg möchte auch Alexander Zverev in irgendeiner Form ehren. Man kann sich auch immer freuen. Der Bürgermeister. Man kann auch immer sagen, eine tolle Leistung, ein tolles Spiel. Ich bin kein Tennisfreund.

Aber einfach mal anerkennen, hey, da hat jemand eine große sportliche Leistung gebracht und der Junge hat eine Beziehung nach Hamburg. Freut euch doch einfach mal. Freut euch doch gerne einfach. Und vielleicht kommt er nach Hamburg auch das. Es fällt Hamburg auch. Die Bindung ist irgendwann auch ein bisschen abgerissen.

Es fällt ihm, fällt dem Hamburger Senat auch schwer, ihn jetzt hierher zu kommen. Vielleicht klappt das dann und vielleicht sagt man dann, okay, ähm, Augenbinde, Rechtsstaat. Der Mann hat French Open gewonnen und er ist für nichts verurteilt. Ich bin gespannt, wie die Diskussion da weitergeht. Zum Schluss nochmal Thema Nummer 5.

Der FC St. Pauli hat einen neuen Trainer. Du kennst ihn schon persönlich. Nein, weil persönlich ist übertrieben. Aber es war sehr lustig. Wir waren im Skiurlaub mit Freunden aus Kiel. Und die sagten, oh witzig, die Freundin unserer Tochter ist auch da. Und dann stand man so am Hang. und. Da stand da dieser Mann, den ich jetzt im Hamburger Abendblatt gesehen habe, nämlich Marcel Rapp.

Du fährst ja erstklassig Ski oder zweitklassig? Ich fährst schon sehr gut Ski. Besser als du. Ich fähr ja gar nicht Ski, insofern ist das nicht schwer, ich bin nur so ein Zaungast. Aber ganz, also finde ich schon wieder mal, das schafft der FC St. Pauli, das ist der dritte Trainer in Folge, wo ich sagen würde, ein sympathischer Trainer, ein Trainer, der eine Spielidee hat ein Trainer, der zum FC St.

Pauli passt aber ich sehe an deinem Gesicht und du bist der Experte da, schon dass du einmal mehr zweifelst Ich bin nicht der Experte, Also ich habe aber andere Anforderungen an einen Trainer. Also erstmal muss das nicht mein Freund werden, der muss mir nicht mal sympathisch sein. Der muss vor allen Dingen schaffen, aus der Mannschaft das Maximum rauszuholen.

Und das wäre halt schön gewesen, in der vergangenen Saison nicht abzusteigen. Und ich hätte lieber einen unsympathischen Trainer gehabt, dem das gelungen, wäre, als einen sympathischen Trainer, der daran gescheitert ist. Also ich glaube, wir müssen ein bisschen gucken, also das ist ja auch immer eine sehr persönliche Sache, dass man die Leute schon noch danach aussucht, was bringen sie an Kompetenz mit, was bringen sie auch an Motivationskraften mit, an Ideen.

Und nicht nur irgendwie sind sie sympathisch. Ich will mit denen nicht unbedingt Skat spielen oder ein Bier trinken. Ich möchte, wenn ich ins Stadion gehe, erfolgreichen Fußball sehen. Ich hoffe, das schafft Marcel Rapp. Aber das werden wir alles erst sehen, wenn die Saison schon ein paar Wochen alt ist.

Aber Marcel Rapp hat ja, wenn ich mich recht verbessere, wenn ich da immer, wenn ich quatsche, ist doch mit Holstein Kiel in die 1. Liga aufgestiegen. Ja, ist aber mit Holstein Kiel auch wieder abgestiegen und ist dann natürlich, muss man auch fairerweise sagen, weit davon entfernt gewesen, wieder aufzusteigen.

Kiel war letztes Jahr lang in Abstiegsnöten und ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber gut, ich bin ja auch dafür bekannt, dass ich im Fußball immer diesen strategischen Defetismus habe, also immer mit dem Schlimmsten rechne. Ich fürchte, dass wir eher uns nach unten orientieren müssen in der kommenden Saison als nach oben. Ich glaube das nicht und ich kann mir auch vorstellen, dass...

Du hast auch hier gesessen und gesagt, warum der FC Lange Pauli nicht absteigt und 39 Punkte bekommt. Ich sage nichts, ich sage nichts mehr. Sag doch mal, dass sie absteigen, dann würde ich mich besser fühlen. Ich bin auch in unserem internen Bundesliga-Tipp am Ende auf Platz 19 gelandet. Wo bist du gelandet? 16, also da sind wir beide keine Leuchten.

Da muss man jetzt 66 Euro zahlen, wobei müsste man das versteuern, die 66 Euro? Die ist schon versteuert. Da rufen wir mal bei den Grünen an, die kennen sich damit gut aus. Wir hören uns, vielen Dank fürs Zuhören, wir hören uns nächsten Freitag wieder. Bis dahin. Tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.

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