Alle Zeit der Welt· Staffel 1· Folge 81

Frühsozialismus: Geächtete, Gerechte & der Bund der Kommunisten

Freitag, 12. Juli 2024 · 43 min

MP3

Shownotes

In der heutigen Folge geht es um den französischen Frühsozialismus, wie deutsche Exilaten in Paris den Bund der Geächteten gründeten und wie daraus der Bund der Kommunisten wurde, der Marx und Engels den Auftrag gab das Kommunistische Manifest zu schreiben.
#frühsozialismus #manifest #marx #frankreich #französischerevolution #kommunismus
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Quellen & Literatur:
• politik100x100.blogs.uni-hamburg.de/samtlebe-r…
• de.wikipedia.org/wiki/Bund_der_Gerechten
• trend.infopartisan.net/trd0805/t170805.html

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Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Ich habe einen wilden Ritt durch die Denker des frühen Sozialismus geplant mit Euch. Einfach nur um, was wir letztes mal angefangen haben mit Etin KB, etwas vorzuführen, nämlich die Breite an Vordenkern von Marx und Engels ein bisschen aufzuzeigen.

Wir werden natürlich, egal wie viele Leute ich da heute anschneide, es nicht schaffen alle namentlich zu erwähnen. Kommentiert gerne alle darunter, die ich vergessen habe, die wichtig gewesen wären noch. Aber ich denke, wir lassen uns davon nicht abschrecken, dass wir es nicht in der Gesamtheit umreißen können.

Der Zeitraum, den wir heute ungefähr beackern, ist der zwischen 1796 und 1848, als so ganz grob diese 50 Jahre, die ersten 50 Jahre des 19. Jahrhunderts, in der sich eben politisch sehr, sehr viel getan hat. Wir kehren zurück nach Frankreich, denn die Anfänge des Sozialismus, wie wir ihn heute kennen, liegen tatsächlich in Frankreich.

Gerade dass sich in Frankreich das sozialistische Denken so entwickelt hat, lässt sich nicht wirklich durch die Wirtschaft die Entwicklung des Landes erklären. Also anders als England war Frankreich zu dieser Zeit noch sehr wenig industrialisiert und zwei Drittel der Bevölkerung lebten auf dem Land von Landwirtschaft.

Die maßgeblichen sozialen Gegensätze standen zwischen der Bourgeoisie auf der einen Seite und dem Adel und dem Klerus auf der anderen Seite, statt wie es dann später der Fall sein wird, eher zwischen Arbeitnern und Bürgertum. Was dazwischen steht, ist natürlich die französische Revolution. Die französische Revolution war natürlich das große Aufbäumen in Frankreich des Bürgertums der Bourgeoisie gegen den Adel und dem Klerus.

Und die Verfassung von 1793 war dann mit natürlich einem entscheidenden Ereignis, was eine neue Art von Republik und Staat begründet hat, wo es eben viel darum geht, dass das Bürgertum jetzt selbst Privatbesitz hat und der Privatbesitz vom Staat auch geregelt wird. Die Erneuerungen von demokratischer Seite werden dann in den folgenden Jahren wieder stetig zurückgenommen, zum einen durch Napoleon und dann vor allem auch durch die Restauration. Da sind wir jetzt aber noch nicht in unserer Geschichte.

Es ist nur spannend zu sehen, wie diese Gedanken der Aufklärung und des Republikanismus, die in der französischen Revolution eben mit diesem Slogan von Brüderlichkeit, Einigkeit und Gleichheit, Fraternität, Liberty, Egalität, also Brüderlichkeit, Freiheit und Gleichheit ja, doch bestimmt. Sie hat sich zusammengefunden, dass als diese Ideen einmal aus der Büchse heraus waren, sie eben nach der französischen Revolution nicht mehr nur in Kreisen von Intellektuellen und den Eliten irgendwie oder den oberen Schichten des Bürgertums rotiert sind, sondern sie dann auch nach und nah von breiten Teilen der Bevölkerung irgendwie verinnerlicht und auch weiterverbreitet werden.

Und dann eben auch weiterentwickelt, aber es dauert einige Jahrzehnte, bis die Arbeiter und Handwerker selbst führend in den frissozialistischen Bewegungen werden. In der Restaurationsphase ab 1815, also ab dem Ende von Napoleon, konnte das Bürgertum vor allem in Frankreich, aber auch in den anderen Gebieten, durchaus seine wirtschaftlichen Interessen und seine wirtschaftliche Macht zur Geltung bringen.

Also wir sind dann in der Restaurationsphase nicht zu der Zeit vor der französischen, vor den Napoleonischen Kriegen zurück, sondern es gab da schon auch Zugeständnisse an das Bürgertum. Und zum Beispiel durch das eingeführte Zensuswahlrecht wurde die breite Masse der französischen Bevölkerung von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen, aber reiche Bürger wurden jetzt beteiligt.

Und hohe Einfuhrzölle schützten französische Landwirte und Manufakturen vor übermächtlicher englischer Konkurrenz, was dazu geführt hat, dass in Frankreich selbst der Druck zu industrialisieren gar nicht so groß war, wie wir immer noch die alten Arbeitsverhältnisse von vor der Revolution haben. Und nur dass das Bürgertum bis jetzt mit mir am Drücker sitzt.

Und deshalb verdoppeln sich auch in Frankreich in der nachrevolutionären Phase die Gewinne der Unternehmer trotz der relativ rückständigen Produktionsweise im Vergleich zu England zum Beispiel, während die Unterhaltskosten für die Bevölkerung in dieser Zeit beständig ansteigen. Also wir sehen da eine extreme Verschärfung.

Die Restauration in Anführungszeichen ab 1815 hat da eben ein neues System der Unterdrückung entabliert. Und die Situation der armen Bevölkerungsmehrheit in Frankreich verschlimmert es sich dann noch zusätzlich in den Wirtschaftsrisen erst 1817-18 und dann nochmal 28 bis 32. In diesen Wirtschaftskrisen kam es immer wieder zu lokalen Protesten und der ersten Art von Organisationen für Unterstützungskassen und so eine Art ja also Unterstützungennetzwerk für Arbeiterinnen und Arbeiter.

Aber wie sie eben schon angedeutet noch wichtiger wie diese rein ökonomischen Eckdaten waren in Frankreich eben diese Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die durchaus lebendig blieben und an die die utopischen Sozialisten, die dann zu Beginn des 19. Jahrhundert auf höchst unterschiedliche Weise Modelle einer zukünftigen guten Gesellschaft entworfen haben, angeknüpft haben.

Ich werde jetzt euch versuchen einen groben Überblick über einige der zentralen Denker zu geben oder der zentralen Richtung, die es da Anfang des 19. Jahrhunderts zu gab in Frankreich. Wir steigen ein mit dem Barbovismus. Der Barbovismus, das die Granabe wurde benannt, eine Frau Foix Noël Barboev, der auch Krakus Barboev genannt wurde und diese Ideologie oder Ausrichtung des Frühsozialismus betont die Notwendigkeit einer radikalen sozialen Revolution und die Abschaffung des Privateigentums in Gänze.

Barboev hat dann auch einen Geheimbund gegründet, die Verschwörung der gleichen und zielte dabei auf eine egalitäre Gesellschaft ab, in der das Gemeinigentum die Grundlage von allem bildet. Er versuchte damit als Erster die Idee einer gemeinigentumsbasierten Gesellschaft praktisch zu realisieren. Die Idee gab es schon mehrmals theoretisch formuliert, aber er hat eben versucht, das konkret in Politik umzubandeln und weder die Jacobina noch die Sausgillotten waren im Lauf der französischen Revolution selbst so weit gegangen.

Da ging es eben eher um die Sicherung des Privatigentums, gehen nach den Sausgillotten weniger, aber selbstradikale Jacobina sind eigentlich nicht so weit gegangen wie Barboev. Barboev war damit dann tatsächlich der erste sozial-revolutionär des modernen Typuses. Ein Beispiel für Barboev's Arbeit sehen wir dann ab dem 11. April 1796, als im Paris, Plakate mit dem Titel Analyse der Lehre des Volkstrebungen angeschlagen waren.

Mit dem Anfangssatz, die Natur hat jedem Menschen ein gleiches Recht auf den Genuss aller Güter gegeben. Das Plakate endete mit einem Aufruf, die Verfassung auf den 1793 wiederherzustellen, also die drei Jahre davor, die radikalere war. Und Barboev hat auch Lieder gedichtet, zum Beispiel das Lied Morande, Femme, Morande, Frouin, Sterben vor nur, Sterben vor Kälte. Und das wurde eine sehr beliebte Melodie in diesen Jahren und den griechen Jahren danach, das mit zunehmendem Applaus in den Cafés gesungen wurde.

Der Barbovismus ist damit ein bisschen eigentlich schon ein Übergang vom aufklärischen Utopismus, den wir bei aufklärischen Philosophen oder auch bei der KB sehen, je nachdem wie man ihn da einordnet, hin zum revolutionären Frühsozialismus. Und dafür wurde er dann am Ende auch mit der Giutine ganz revolutionär belohnt. Ich lese ja mal vor, aus unbekannten Gründen stellte die Regierung den Sozialisten Barboev als den Anführung der Verschwörung vom 11. Mai 1796 da, obwohl wichtigere Leute als er darin verwickelt gewesen waren.

Seine eigene Eitelkeit spielte ihm dabei in die Hände. Also Barboev wird am Ende als Anführer einer Verschwörung gegen die Regierung, Hingerichte, die das Ziel gehabt haben sollte, eben eine gleiche Gesellschaft, eine Abschaffung des Privatbesitzes herbeizuführen. Und Barboev war aber in diesem Fall gar nicht so der allein gestrippten Zier, konnte sich dann aber vor Gericht davon nicht so richtig los sagen, weil er sich geschmeichelt gefühlt hat, weil er so wichtig genommen wurde und so viel wichtiger war als er war.

Und weil er anscheinend eben zur Eitelkeit geneigt hat, das ist auf jeden Fall die oder erhaltsamste Erklärung dafür, die ich gefunden habe, hat er sich dann lieber die Giutine hingegeben als zuzugeben, dass er doch lieblier unwichtiger war bei diesem Aufstieg. Andere Ausprägungen, die zu der Zeit dann aufkam auch nach Barboev und oft dann auch in Auseinanderzeitungen Anlehnungen an Barboevsideen, war der Furrierismus zum Beispiel, Charles-Fauré, entwickelte detaillierte Pläne für eine Gründung von Fuller Stair, also selbstversorgenden Gemeinden, die er der Fuller Stair genannt, die auf kooperativer Arbeit und Gleichheit basierten.

Furrier habe ich in der letzten Folge schon mal eingesetzt, also bei KB, bei den Icarien war Ehebruch ein Verbrechen, bei Furrier in den Gemeinschaften sollte sowas überkommen werden. Er hat sich glaube ich auch viel für Feminismus und die Gleichberechtigung der Frau eingesetzt und so Sachen gesagt, wie dass man die Fortschrittlichkeit in der Gesellschaft immer daran messen kann, wie viele Rechte die Frau hat.

Und wenn die Gesetze der Frauen zurückgenommen werden, dann geht damit eben auch gleichzeitig die Fortschrittlichkeit der Gesellschaft zurück, das war nicht ein ganz spannender Gedanken gerade, wenn man sich aktuelle amerikanische Politik in den USA so anschaut. Ja, aber zurück zu den Frühsozialisten in den USA, in Frankreich.

Furrier glaubte, dass diese Gesellschaften, die entworfen hat, die sozialen Probleme der industriellen Gesellschaft, die er damals schon gesehen hat, lösen könnte, scheißerte dann aber bereits an der Finanzierung seiner französischen Musterstätlung. Es gab dann Leute, die das Versuch haben in Amerika auch umzusetzen, ähnlich wie bei KB oder Owen.

Aber Furrier war sehr ein sehr einflussreicher Schriftstelle, denn aber in der Praxis nicht so besonders weit kamen. Leute wie Ethin KB und Louis Blanc, die direkt Blanc-Kisten, die dann direkt in den Frühkommunismus auch schon eingeordnet werden. Ich finde es ein bisschen schwer, denn die haben eben so eine kommunistische, frühe Ideen vertreten.

Frank fordete zum Beispiel staatliche Unterstützer, Arbeiterkooperativen und KB hatte eben in seinem Roman, wir haben eine Folge zugemacht, hört es euch gerne an, zu Reisen nach Icarien, eben utopische Gesellschaft beschrieben, die auf kollektiven Werten und gemeinschaftlichem Eigentum basierte auch.

Wie das in der Praxis dann gescheitert ist, könnt ihr euch gerne in der anderen Folge anhören. Noch nicht der letzte, aber ein weiterer wichtiger Vertreter war Sassimons. Der Sassimonismus und Orides Sassimons war der Begründer davon, die propagierten eine technokratische Gesellschaft, in der die Verwaltung und Verteilung von Ressourcen von Experten übernommen werden sollte, so ein bisschen angelehnt an Platon. Das Sassimons sah die Industrialisierung als Mittel zur Schaffung einer harmonischen und produktiven Gesellschaft, der hat sich da auch sehr vielen religiösen Motiven und Begründungen entlehnt und auch versucht zu ernten, neues Christentum zuzuschaffen.

Als liberaler Adler kämpfte Sassimons im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1775-83 aufseiten amerikanischen Colonisten und beteiligt dies sich dann ebenfalls aktiv an der französischen Revolution. Durch die Spekulation mit enteigneten Kirchengütern und Ländereien, das fand ich sehr spannend, er warb er sich ein beträchtliches Vermögen, also er wurde extrem reich durch die Enteignung in der französischen Revolution, hat dann aber dieses extreme Vermögen relativ schnell wieder bei seinen zahlreichen Projekten verspielt und auch durch seinen Lebensspiel verloren.

Und 1806 war er dann ruiniert und lebte bis zu seinem Tod in Armut, war aber in dieser Zeit als politischer Schriftsteller extrem aktiv, hat extrem viel geschrieben. Also ein ganz spannender Werdegang eines radikalen Adligen mit liberaler Gesinnung, der aufseiten der Revolutionäre stand. Sassimons politische Theorie basierte auf geschichtspfilosophischen Überlegungen, was ich auch sehr spannend fand, dass bereits im Früh Sozialismus oder den Denkern die Marx und Engels vorhergegangen sind, sehr viel geschichtspfilosophisch über den Urzustand des Menschen nachgedacht wurde, hört uns zu unserer Kritik davon gern auch die unsere Folge zu anfängen.

Eine neue Geschichte der Menschheit von David Craver und Weacrow an, da haben wir das ein bisschen angeschnitten, wie kritisch dieses aufklärerische Bild eines Urzustands des Menschen ist, aber dem wurde sich hier auch bedient, um die gesellschaftliche Ordnung zu kritisieren, indem man gesagt hat, der menschliche Zustand ist ein anderer und wird verfälscht und deswegen müssen wir die Gesellschaft anpassen, damit sie den menschlichen Wesen mehr entspricht.

Ja, Sassimons geht dabei von einem Wechsel von organischen und kritischen oder krisenhaften Perioden aus, durch die sich die Gesellschaft fortentwickelt, also auch ganz spannend in Bezug auf Marx, das spätere Inhegeleingeweilgeschichtstheorie. Die französische Revolution markierte Sassimons dabei den Anfang der Übergangsphase, in der sich die moderne industrielle Produktion gegen die feudale Ordnung durchzusetzen beginnt.

Rückwürgen muss man sagen, hat er wahrscheinlich recht gehabt. Als industriell bezeichnet, dass Sassimons jegliche nützliche Tätigkeit, also auch Handwerk und Landwirtschaft, im Unterschied zu den Rantiers, Grundbesitzern und dem Landartel, sein Eintreten für die Industrialisierung hat ihm anfänglich die Unterstützung von Banquets und meine Faktorenternehmern eingebracht, die er dann aber später mit anderen radikaleren Schriften wieder gewissen Grade verspielt hat.

Er herabandten Umbau zur Industriegeschälesgesellschaft mit der Erreichung des gesellschaftlichen Glücks oder Wohlstands und war auf eine Ordnung, die zur Durchsetzung der wirtschaftlich-industriellen Gesetzmäßigkeiten führen sollte. Dazu gehörte ein System aus drei Kammern. In der ersten sollten Erfinder, Ingenieure und Künstler sitzen. Die zweite behielt er den Schwissenschaftlern vor, während in der dritten industrielle Banquets und Landwirte, die von den beiden anderen Kammern unterbreiteten Innovationen wirtschaftlich umsetzen sollten.

Mit dieser laut Sassimons auch vernünftige Prinzipien gründeten Gesellschaftsordnungen, falls der industrielle Fortschritt zum Nutzen aller verwirklicht werden. Hierzu schlug er auch eine Föderation der europäischen Staaten vor, also als Proto-Europäer. Für diese Projekte hat er damals auch versucht, den Zahl Alexander I. und Französischen König Louis den 18. zu gewinnen.

Er ist aber gleichlich gescheitert daran, aber spannen diese technokratische Idee eines Sozialismus, um in der industrialisierten Gesellschaft die Sassimons Syntaphobie stellt hat, ein perfektes Glück für alle zu schaffen. Diesen Naturzustand und diese Argumentation hat er dabei genutzt, um sich gegen das Orsien-Regime zu stellen. Als ich es gelesen habe, hat es mich an die Bauenaufstände von 15, 25 erinnert.

Es war vorhin gemacht, dass der Christenmensch ein so sagt Lutter und wir das recht frei und gleich zu sein haben. Warum müssen wir dann extra Steuern bezahlen und sich über die Ideen der Revolution zu erfalten? Gesellschaftliche Entwicklungen haben die Früßsozialisten außerdem oft schon als roto-naturgesetzlich irgendwie begriffen. In der Perspektive Sassimons wird der soziale Zusammenhang wie Natur behandelt und dadurch berechenbar, also wie Menschen untereinander miteinander agieren.

Damit wird die Geschichte zur Naturgeschichte unveränderbar. Wie das Sassimons noch den Sassimonisten, Furchisten oder Kommunisten nach ihm gelang es, selbst Dialektisch-Materialistisches Geschichtsverständnis zu entwickeln, wie das an Marx und Engels später getan haben. Das führte dazu, dass sie alle geglaubt haben, man käme direkt zu einem Endzustand der nächsten Gesellschaft und viele der Frühensozialisten auch der Überzeugung waren, man müsse nur genug Überzeugungsarbeit leisten und dann kämen wir schon zu diesem Ideal.

So wie Etienne Kb geglaubt hat, dass wenn eben alle seit utopischen Romanlesen reisen nach Icarien, dass dann irgendwann die Gesellschaft eine bessere werden würde und der Herrbiff von enttäuscht wurde, dann ja. Und ein besonders prägnantes Beispiel für diesen Glauben daran, dass man doch gemeinsam das irgendwie hinbekommen könnte, auch diese Überzeugung, dass die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer doch Hand in Hand alle die gleichen Interessen anstreben wollen, ist Robert Owen, den ich in der letzten Folge schon mal erwähnt habe.

Owen kam aus relativ bescheidenen Verhältnissen, hat dann aber im ausgehenden 18. Jahrhundert eine Lehre gemacht, in der Textilwirtschaft, und das war natürlich das große Boomgewerbe, im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert in England als die Industrialisierung gerade richtig losging, die Spinning Jenny war gerade entwickelt worden, und Robert Owen macht eine Karriere und kauft sich dann um 1800 bereits seine erste Baumwaffe-Brik und wird dann ein früher Akteur in der entstehenden Industrialisierung, in England setzt sich aber sehr schnell dafür ein, dass seinen Arbeitern besser geht, weil er sagt, von der Arbeitsrechte reduziert die Kinderarbeit in seinen Betrieben, ich glaube es wird erst ab 10, die weißen Kinder, die dann da arbeiten in den Betrieben, haben dann erst ab 10 dort gearbeitet.

Er hat die Arbeitszeit reduziert, so eine Art Krankenkasse eingerichtet, versucht die Lebensrealitäten der Arbeiter merklich zu verbessern und hat aber auch damit argumentiert, und zu sagen, es macht einfach wirtschaftlich Sinn, wenn man es meinen Leuten hier besser geht, dann wird er wirtschaftlich damit mehr gewinnt, mehr in Effekt.

Und er war dabei, obwohl er auf der einen Seite natürlich einen Musterbetrieb umgebaut hat und versucht hat, mit gutem Beispiel vorauszugehen, war er auf der anderen Seite extrem paternalistisch unterwegs, hat dann eben extreme Überwachung eingesetzt, um zu überprüfen, dass alle Wohnungen geputzt wurden, dass keine illegalen Sachen in den Wohnungen sind, es gab irgendwelche Wohnungskontrollen.

Er hat die Arbeit, das Penzo, was jeder Arbeit erfüllt, hat öffentlich ausgehangen und damit den Druck erhöht, so den gläsernen Arbeiter versucht zu schaffen, dass jeder sehen kann, wer wie viel geleistet hat und er hat da auf den Kochen, da kann es meinem Meinung nach ganz problematische Sachen damals versucht, und hat dann auch selber, also WKB in Amerika Kolonien gegründet, die dann relativ schnell gescheitert sind und sehr viel von seinem Geld gefressen haben.

Ganz spannend ist aber das Oren, eben als früher vertretertes Genossenschaftsozialismusgeld und dieses Genossenschaftswesen mit vorgedacht hat und 1834 eine Gewerkschaft gegründet hat, die dann nach und nach alle Arbeiter eine allgemeinen Gewerkschaft organisiert hat und da auf jeden Fall so auch als Vorbekunder des Leber-Movements und so in England sehr viel getan hat.

Und wer hat auch den ersten Spielplatz, einen ersten Spielplatz in England gebaut überhaupt, also ein spannender Mann dieser Robot-Oren auf jeden Fall. Und späterer Sozialisten und Kritiker haben den utopischen Sozialisten oft vorgeworfen, dass das eben dieses blauäugige war, wie bei Oren, dass sie nicht in der Lage waren, die realen, materialen Bedingungen der bestehenden Gesellschaft irgendwie zu erkennen und verändern zu wollen, sondern dass sie eben alle größtenteils noch geglaubt haben, dass man rein durch Überzeugung es schaffen könnte, die Leute zu dieser besseren, zukunft zu konvertieren. Und wenn man nur genug mit der Christlich argumentiert, dann wird das schon irgendwie viel über das Ur-Christentum, so man muss mal noch separat reden, als Begründung dafür.

Die Bezeichnung als Utopisten geht auch auf Kritiker zurück, zum Beispiel unter anderem auf Marx und Engels, die diese frühen Denker eben als utopisch bezeichnen, um die Ideen der Frühe Sozialisten als unrealistisch abzutun. Utopisch ist nicht nur, sie haben Utopien entworfen, sondern das ist utopisch im ganz umgangssprachlichen Sinne von, das wird nie was. Marx und Engels argumentierten, dass die Visionen von der idealen Gesellschaft ohne Berücksichtigung der praktischen Umsetzung entwickelt wurden und deswegen auch so oft gescheitert sind in ihrer experimentellen Phase.

Die utopischen Sozialisten glaubten nicht, dass Klassenkämpfe oder soziale Revolutionen notwendig seien, um den Sozialismus zu verwirklichen. Und ja, im Gegensatz dazu haben eben Marx und Engels gesagt, den Sozialismus gibt es nur als Ergebnis historischer Klassenkämpfe und ja, gesagt, dass eben jetzt nach der französischen Revolution die Burschweißi übernommen hat und der nächste Schritt nach der kompletten Industrialisierung, dann der Kauft zwischen Proletariat und Burschweißi, sei.

Und der spannende Unterschied ist eben, dass Marx und Engels dann später rückwirkend ihren Ansatz als Wissenschaftler, also später ihren Ansatz als wissenschaftlichen Sozialismus gesehen haben, große Anführungszeintrommachen würde, aber ja. Und da ihr Sozialismus eben auf der Analyse der wirtschaftlichen Bedingungen in der historischen Entwicklung beruhe, während die anderen ihre Utopien entwickelt hätten und sich nicht wirklich wissenschaftlich mit der Realität auseinandergesetzt haben.

Das war einer der großen Unterschiede zwischen Marx und Engels, dann dem eigentlichen Sozialismus, wie wir ihn starten würden, gleich zu den Frühsozialisten, die da davor gelagert werden. Die Konkurrenz hat in der Frühzeit als Marx noch nicht wirklich bekannt war zu einigen ganz interessanten Auseinandersetzungen geführt.

Ich will jetzt da nicht zu weit abschweifen, aber es gab einem deutschen Journalisten und frühen Sozialisten namens Karl-Grün, der viele der Ideen von Marx eigentlich ein bisschen vorweggenommen hat, bevor Marx richtig bekannt und groß wurde und groß publiziert hat. Und Marx hat dann in dieser Zeit versucht, Kollegen von Grün in Paris mit Briefen davon zu überzeugen, dass Grün eigentlich ein sehr unvertrauenswürdiger Mensch wäre und man doch lieber mit Marx kooperieren sollte als mit Grün.

Grün war z.B. mit Pierre-Géphard Joseph Broudin befreundet, dem berühmten französischen Anarchisten und Marx hat Briefen an Broudin geschrieben, was für ein schrecklicher Mensch Grün wäre und die wenigen Briefen, die Broudin in seinem Leben jemals an Marx geschrieben hat, sind so ein Großenteil, damit er Karl-Grün verteidigt und versucht irgendwie diese Character-Assassination wieder gut zu machen, die die Marx da versucht hat zu gegeben.

Broudin, ganz kurzer letzter Exkurs zum letzten französischen Frühsozialisten versprochen, wir reden noch ganz kurz über Broudin und dann sind wir eigentlich schon bei dem Thema, wo ich die ganze Zeit hin will, nämlich wie der Frühsozialismus dann eigentlich nach Deutschland kam und zu Marx und Engels und so.

Also, gebt mir noch vier Minuten mit Broudin und dann sind wir schon fast wieder in Deutschland bzw. wenigstens bei den deutschen Sozialisten. Der berühmteste von Broudin überlieferte Satzstand aus seinem Buch Was ist Eigentum von 1840 und lautet sehr kurz und knackig, Eigentum ist Liebstahl. Damit wurde er zu einem der wichtigen ersten zentralen Stichwortgeber des Anarchismus.

Broudin kam selber aus relativ armen ländlichen Verhältnissen, sein Vater arbeit in der Brauerei, die Mutterwahlsköchin und Dienstmarkt beschäftigt. Dennoch konnte Broudin mit dieser von Stipendien am Collège des Bessersfonds studieren, musste jedoch seine Studienabbrechen immer wieder umzuarbeiten, um sich das Ganze zu finanzieren.

Broudin begründete seine These Eigentums-Zeitiefstahl damit, dass es sich weder durch bloße Analgen noch durch Arbeit rechtfertigen lasse. Es entstand, dass die Entlohnung der einzelnen Arbeiter pro Arbeitstag nicht dem Wert, der von ihnen kollektiv erzeugte, Produkte entspreche. So profitiere der Unternehmer einerseits von der Gesamtkraft als eine Arbeiter, die höher sei als sie so mit der einzelnen Entlohnung der Arbeitskräfte und andererseits von den geschaffenen Gütern.

An diese Schrift schloss sich dann zwischen 1841 und 1848 eine Reihe weiter veröffentlichen an, die den in Paris lebenden Karl Marx dazu bewogen haben, Broudin zur Mitarbeit im Korrespondenzplatz der Kommunisten einzuladen. Er schlug dieses Angebot aus, wahrscheinlich, weil Marx seinen guten Freund Karl Grün so schlecht geredet hat und auf seine 1848 erstinende Schrift, die Kontrabission, die Konkonomie und Philosophie de la Misère reagierte Marx mit dem Pampflede, die Misère de la Philosophie und dann haben die beiden sich der letzte Bruch Grün hat ein Bruder Schrift noch ins Deutsche übersetzt, aber damit endet die Zeit, die Bruder und Marx je mal miteinander was zu tun hatten.

Ich glaube, zu Bruder machen vielleicht mal noch eine eigene Folge irgendwann, aber jetzt kehren wir zu den Deutschen, den Deutschen in Paris zurück. Also wir bleiben in Frankreich, aber nähern uns jetzt hier den deutschen Frühsozialisten. Genau, genau, so. Die nach 1815 einsetzenden Verfolgungen der für Freiheit und Einheit Deutschlands eintreten Männer und Frauen, so wie die wirtschaftliche Not veranlasste viele Deutsche eine Zuflucht im Auslandsflug und von dort aus ihre Sache weiter zu beeinflussen oder weiter zu bearbeiten.

Nach der Juli Revolution 1830 und nach dem von ungefähr 30.000 Personen besuchten Hambacher Festes, von dem ich bestimmt schon mal im Geschichtsunterricht gehört habe, also 1832, wanderten die politisch verfolgten in zunehmenden Mase aus den unterschiedlichen deutschen Ländern nach Paris aus, wo sie bei den fortgeschrittenen französischen Elementen des Frühsozialismus Unterstützung fanden.

Als erstes haben die Deutschen dort dann den deutschen Volksverein gegründet, association patriothique allemont, der nur politisch freiheitlich und deutsche Einheitsbestrebungen zu fördern sich vornahmen. Daraus entwickelte sich dann aber der Bund der Geächteten, Anfang 1834, der von Jacob Weneday und Dr. Theodor Schuster geleitet wurde.

Ganz spannend, zu dieser Zeit gab es eine Kolonie von etwa 62.000 Exzellanten Deutschen in Paris und damit waren die Deutsche Kolonie die stärkste Gruppe von ausländischen Emigranten im Paris der 1830er und 40er Jahre. Also 62.000 Deutsche bei einer Gesamtvervölkerung von 900.000 Einwohnern, damals ca. 7%.

Das waren vor allem Handwerksgesellen, radikale und politische Exzellanten. Der von Jacob Weneday geleitete Bund der Geächteten, was ich sagen muss, ist ein extrem guter Name. Dieser Bund der Geächteten war streng hierarchisch aufgebaut und war ein Geheimbund, war notwendig auch zu der Zeit. In den Allgemeinen Statuten des Bundes wird als dessen Zweck angeboten, Zitat Befreiung und Wiedergeburt Deutschlands und Verwirklichung der in der Erklärung der Menschen und Bürgerrechte ausgesprochenen Grundsätze.

Dieser Zweck wurde in den Mitgliedern Niederengrades auch mitgeteilt, wenn sie Mitglieder wurden. In den Statuten des Berges, das heißt des höheren Grades der Mitglieder, ganz klassisch geheim Gesellschafts, gibt mehrere Grade von Inneaktion, gibt es dann noch ein höheres Level, wo der Zweck folgendermaße beschrieben wird.

Zitat Befreiung Deutschlands vom Joch schimpflicher Knechtschaft und Begründung eines Zustands der, so viel als menschliche Voraussicht vermarkt, den Rückfall in Knechtschaft verhindert. Die Erreichung dieses Hauptzweckes ist nur möglich bei Begründung und Erhaltung der sozialen und politischen Gleichheit, Freiheit, Übertugend und Volkseinheit, zunächst in den der deutschen Sprache und Sitteangeboh, angehörten Landesgebieten, zu dann aber auch bei allen übrigen Völkern des Erdbodens.

Also der Internationalismus ist hier durchaus schon im Bund der Geächseten mit angelegt. Diese Geheimgesellschaft wurde aber vor allem von Intellektuellen aus dem Kleinbürgertum dominiert und die wollten sich das auch nicht einfach nehmen lassen, aber die Erreichung der Erachterstellung und Verwirten den einfachen Mitgliedern, also vor allem Handwerkergesellen und Arbeiter, ein Mitspracherecht an der Führung und die Initiationen in die höheren Regen des Wissens des Geheimbundes.

Die damit sehr unzufriedenen Arbeiter und Gesellen bauten deshalb zwischen 1836 und 1938, wie das oft ist, eine eigene, neue, politisch deutlich radikalere Organisation auf, nämlich den Bund der Gerechten. Also aus dem Bund der Geächseten wird der Bund der Gerechten. Und dieser Bund der Gerechten hat eben alle möglichen frühsozialistischen deutschen Emigranten in Frankreich unter einen Hut zusammengefasst und befand es sich zum Ziel der Befreiung Deutschlands vor der Unterdrückung und der Entsklavung der Menschheit.

Einer der einflussreichen Mitglieder und einer der prägen Theoritik dieses Bundes der Gerechten war der Schneidergeselle Wilhelm Weitlingen. Er propagierte nicht nur eine politische, sondern auch eine soziale Revolution im Sinne eines umsturzester herrschenden Eigentumsverhältnisse. Nur durch eine solche soziale Umwelt können das Projektariat befreit werden, woin gegen eine bloße politische Revolution lediglich die Änderung der staatlichen Verfassung bewirke.

Mit seinen dessen wandte sich Weitlingen vom humanitären Sozialismus der französischen Frühsozialisten ab, die beispielsweise die genossenschaftlichen Ideen von Sarsimor und Charles Fourier vertreten. Weitlingen behauptete dagegen die Interessen von Arbeiterschaft und Bürgertum sein unvereinbar. Also das sehen wir auch in deutlichen Bruch zu Leuten wie zum Beispiel Robert Owen, der jetzt immer geglaubt hat, im Endeffekt arbeiten schon alle in die gleiche Richtung und wollen noch allen nur das Beste.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Leute wie Weitlingen darüber nachdenken, die keine Restrograden sind und auch wenn Owen niedrig gestartet ist, nicht geschafft haben zu einem der größten Baumwoll-Produzenten Englans aufzusteigen. Weitlingen selber sah seine Aufgabe oder die Aufgabe des Bundes vor allem darin, die Arbeiter politisch aufzuklären und damit sie selbstständig jeweils für ihre eigenen Interessen kämpfen können.

Obwohl es dem Bund der gerecht zeitweise gelangt einige Gruppen in den deutschen Staaten auch ins Leben zu rufen, blieb der Einfluss des Bundes eher gering, dafür war die Zensur wahrscheinlich einfach zu stark. 1839 versuchte der Bund gemeinsam mit der von August Blanqui geleiteten Gesellschaft der Jahreszeiten einen Aufstand, Gesellschaft der Jahreszeiten, Schissnarrnahme, gegen die seit der Juli Revolution 1830 in Frankreich regierende Monarchie unter dem Bürgerkönig Louis Philipp zu organisieren, nach dem Scheitern dieses Aufstands vor die Zentrale des Bundes dann 1839 von Paris nach London verlegt.

Jetzt der ganz spannende Knackpunkt. Unter dem Einfluss von Karl Marx und Friedlich Engels, die beide Mitglied beim Bund der Gerechten waren, wurde der Bund der Gerechten zu diesem Zeitpunkt dann schon in London seit acht Jahren 1847 in den Bund der Kommunisten unbedeckt. Wahrscheinlich, weil die Anhänger von Robert Owen in England den Begriff des Kommunismus popularisiert haben in der Zwischenzeit.

Der zweite Kongress des Bundes der Kommunisten, der vom 29. November bis 8. Dezember 1847 mit Teilnehmern aus 30 Ausgruppen aus Frankreich, die Niederlanden, Belgien, den Staaten des Deutschen Bundes, Schweden, der Schweiz, der Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten trakte, beauftragte Marx und Engels das kommunistische Manifest zu verfassen. 1847. Also da brechen gerade die großen Revolutionen schon los. Es gibt schon diese extreme Unzuseht. 1848 hat das große Jahr der militanten Aufstellung der Revolution in Europa.

Da werden wir separat nochmal drüber reden, aber genau passend dazu wird, die soll jetzt ein Manifest dieses Geheimbundes, dieses nicht mehr Geheim, aber sich verbreitenen Arbeiterbundes jetzt eben von Marx und Engels geschrieben werden, um die Anliegen dieses 30-Ortsgruppen auffassenden Arbeiterbundes irgendwie zusammenzufassen.

Und das Manifest wurde das schließlich Ende Februar 1848 in London herausgegeben und europaweit verbreitet. Die Revolution, die 1848 in Frankreich, Deutschland, anderen Staaten Europas losgetreten wurden, wurden jedoch nicht wirklich mehr von diesem Buch beeinflusst. Marx oder Engels hat glaube ich mal selbst geschrieben, dass es ein kommunistischer Manifest wie eine Todgeburt aus der Druckerpresse gefallen sei damals, weil es so wenig Anklang fand und die Revolution in vollem Gange war und sich keiner dafür interessiert hat, während Revolutionen war, die sich danach wirklich dafür interessiert haben war, nachdem die alle gescheitert sind, die Revolution in der Restauration, die Zensur.

Und das haben fast alle überlebenden Versionen des kommunistischen Manifests vernichtet und es gab da wirklich eine Handvoll Drucker oder Edition oder Version dieses Buches nur noch, die es überlebt haben durch die Zensur nach 1848 hindurch zu entstehen und dann eben zu einer neuen programmatischen Keimzelle und Grundlage für das spätere entstehen linksrevolutionärer, sozialistischer und kommunistischer Parteien in Europa wurde.

Ja, das fand ich panisch gespannt. Also wir haben diese Exegese aus diesem Geheimbund von deutschen Schneidergesellen und Extremen in Paris, dann in London, die sich immer weiterentwickeln und zunehmend radikaler werden und die dann dieses kommunistische Manifest von Marx und Engels aber eben auch als Auftragsarbeit.

Die wenigsten haben das kommunistische Manifest wahrscheinlich als Auftragsarbeit von Geheimbund irgendwie im Kopf, aber es wurde ja einen Auftrag gegeben von diesen Mitgliedern. Ich meine, Marx und Engels waren da durchaus länger schon beteiligt und hatten sich auch an der Umbindennung beteiligt und haben dann in diesem Buch, den die frühe sozialistischen Denker, die utubistischen Decker eben auch angegriffen, um zu sagen, wir machen jetzt den eigentlichen wissenschaftlichen Sozialismus in Gegensatz zu den frühe sozialistischen Denken.

Zu den frühe sozialisten, die ja nur irgendwie aufmüffig und direktdemokratisch, aber eigentlich utubisch in den Wolken waren. Hängeblieben sind mit ihren Ideen. Ja, und ein letztes ganz kleinen Punkt, den ich bei der Recherche ganz spannend fand, ist der Antisemitismus in Frühe Sozialismus. Das tut mir leider viel davon downen. Aber das wollte ich jetzt mal nicht ausklammern, weil tatsächlich der Antisemitismus schon auch so ein wichtigem Element der frühe sozialistischen Ideologie wurde und sich in verschiedenen Ausprägungen bei den heute erwähnten Denkern gefunden lässt.

Denn unter den frühe sozialisten ist die Vorstellung eines sozialen Parasitentums sehr verbreitet. Wir haben uns bei KB letzte Woche schon ein bisschen einem Anklink gehört, dass der eben die Menschen in die Schmarotzer und die Arbeitsamt eingeteilt hat, jetzt ganz frei parafrasiert. Und das wurde eben immer wieder auch als Betarverfüge für die von den Juden ausgeübten kaufmännischen, unternehmerischen und wissenschaftlich kulturellen Erwerbstätigkeiten jenseits praktischer Arbeit in der Produktion gesehen. Und die Auffassung wurde auch aus dem 18. Jahrhundert der Physiokratie entlehnt.

Die Händler und Manufakturbesitzer, die Juden waren Abgrenzung der angeblich einzig produktiven Klasse der Landwirte Parasiten genannt haben. Ganz kurze Exkurs, diese Physiokratie ist basierend auf allkriegische Herrschaft der Natur und ist eine von Froswark Kessner. Im Zahltalter der Aufklärung begründet der ergonomische Schule mit der Annahme nach welcher allein die Naturwerte hervorbringe und somit der Grund und Boden der einzige Ursprung des Reichstums und Wohlstand eines Lands sei.

Die heutige Tech-Industrie steckt in großes Frageteichen hinter die längste überkommene Theorie, aber ja, da ist in diese Idee quasi entlehnt raus. Deswegen könne laut der Physiokratie nur die Arbeit in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei oder im Bergbau einen Überschuss der Produktion über die Vorleistung erzielen, so genannte Urproduktion, während das Gewehr belädiglich Vorprodukte umformen.

Also, ihr seht, das war ja allein schon deswegen extrem notwendig, um ja mal ein bisschen frische Wind in die ergonomischen Theorien des 18 Jahrhunderts zu bringen, dann im 19. Jahrhundert. Aber ich fand es ganz spannend, dass sie eben diese Vergleiche mit Parasiten und so sehr früh schon und vor allem dann auch bei Ökonomen und Sozialutopisten finden lassen und dann später wieder irgendwie viele promulierte Volkswissenschaftler in der SSH, die irgendwie Maßenworte im Osten verführen und das ganze Rechtfertigen mit den ökonomischen Nutzen davon.

Also, das ist die ganz grobe Linie zwischen der Ostfreude, die zwar halt Mähkrieg und den Herbst, ich bin frühsozialistisch ein Sozialutopisten, aber ja, wenn man zu viel über Ökonomien nachdenkt, ohne den menschlichen Faktor mit zu bedenken oder den Ausglamm hat, ganz gezielt oder unterordnet, dann ja, ja, können auf verschiedensten Wegeschreckliche Ergebnisse aber herauskommen.

Ich glaube, selten was Gutes. Besonders in den 1840er Jahren nahmen dann viele frühsozialisten eine antisemitische Altung, ein Fourier zum Beispiel, alle negativen Aspekte des Kapitalismus im Judentum personifiziert, dessen nicht als Religion, sondern als Nation auffasste. Da hat gerade dafür ein, die Emanzipation der Juden rückgängig zu machen und den Juden das Bürgerrecht wieder zu erzienziehen, weil sie ihn zu der Zeit in Frankreich schon verliehen war seit Napoleon.

Seit Schülal Forst Tussinell, den wir in einer anderen Folge zu Axiophroses und so, schon mal erwähnt haben, politisch missierte dann in seinem 1846 erschienenen Hauptwerk Lischwievel-Ebock gegen Eisenbahnspekulation der Rothschilds nochmal, also so viele querverweise, heute ist wirklich unglaublich.

Also ja, auch Eisenbahnspekulation 2. Folge zu den Rothschilds hört es euch gerne an, da reden wir darüber und dass eben die Rothschilds als reichste Familie Europas oder der Welt damals ganz, vor allem die Familienzweige in Europa sich für Eisenbahnen eingesetzt haben, Eisenbahnbau und die ersten Eisenbahnen in Österreich, Ungarn und Frankreich eben von denen finanziert wurden, ja, genau.

Und wenn das ja nicht nur speziell gegen Eisenbahnen, sondern allgemein gegen Juden ist ein Bücher und Zitat dieser, der Juden sei ganz typischer Swarzh-Händler, ganz unproduktiver Parasit, der von der Substanz und der Arbeit anderer lebt. Zitat Ende. Brodor besuchtet sich auch nicht gerade mit Lobruhm, wenn er das Judentum eine minderwertige Menschenrassin nennt, die zur wirtschaftlicher Produktivität, zur metaphysischer Begriffsbildung und zu einer eigenen Staatlichkeit nicht fähig sei. Juden seien laut Brodor notwendig, also automatisch immer Parasiten ein Feind der menschlichen Art, weshalb er dazu ried, sie entweder auszuweisen oder zu vernichten.

Also Brodor als früher Anarchist und hier krasser Antriebssemit, der für eine Vernichtung der Juden plädiert in den 1850er Jahren schon lange vor den Dreifuss, ist gandal in Frankreich und lange vor den Nazis in Deutschland. Da müsste man vielleicht auch mal mehr darüber reden. Die Verschwörung ist eine ideologische Vorstellung, die bei den Nazis viel begegnen, dass der Kommunismus irgendwas inneren jüdische sei, lässt sich jetzt hier bei den französischen antriebsischen Antriebssemiten auf jeden Fall nicht finden.

Das ist tatsächlich etwas, was dann erst ab der russischen Revolution 1917 im Westen popularisiert wurde als Angst-Chigur und ja, das über die Verschwörung ist ideologische Vorstellung, weil der bäuschische wissenschaftlichen Weltverschwörung, die wir bis heute noch sehen, das ist komplett absurd, sollte also, ja, da können wir auch mal anders mal darüber reden, aber das war eben hier noch nicht beinaheinander verpfickt.

Man konnte in den Augen der Frühsozialisten, Antriebssemitismus war jetzt mit ihren anderen Vorstellungen eine utopischen Gesellschaft überhaupt nicht unvereinbar. Sie haben da keinen Widerspruch gesehen zwischen ihrem persönlichen Rassismus und Antriebssemitismus und ihrer perfekten demokratischen Gesellschaft, die sich vorgestellt hat.

Ja, ich glaube, hier belassen wir es mal bis heute. Ich plan in Zukunft auf jeden Fall noch Folgen zu Marx und Engels, um die beiden ein bisschen zu beleuchten, dann würden wir das hier ein bisschen als Grundlage nehmen und darauf aufbauen, das Leben der beiden und so beschreiben. Aber dann kann ich immer gut und gewissens mich auf die ganzen Frühsozialisten beziehen und die Abgrenzung zu Marx und Engels hier präsentieren, ohne dass man jedes Mal noch mal ihre ganze Geschichte aufrollen muss.

Von daher sieht das Ganze ein bisschen als Vorbereitungsfolge heute. Ich habe in Finnland leulich über Mittsommer, es war ein Ende, war sehr schön und habe dort ein Buch gelesen über Perennialismus und Traditionalismus. Und das passt natürlich auch perfekt zu den Themen, die wir letztes Jahr behandelt haben, zur Theosophie, zur Anthroposophie, zu diesen ganzen New Age-Erweckungsgeschichten und der Aesoterik-Szene des 19. und 20. Jahrhunderts.

Und ich denke, dass wir vielleicht als nächstes da noch ein zwei Folgen zu machen, bevor Marx und Engels kommen, als kleiner Einschub, also es wird nicht direkt weitergehen, aber behaltet das hier gut im Hinterkopf, weil eventuell wird es hier noch weitergehen. Ansonsten lasst uns gerne gute Bewertung da, Schreibt uns in die Kommentare, was ihr davon gehalten habt. Bewertet uns auf Spotify bitte mit fünf Sternen. Wir haben jetzt irgendwie 2500 Abos auf Spotify, aber nur 280 Bewertungen, also um die 10 Prozent.

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