Alle Zeit der Welt· Staffel 1· Folge 82

Perennialismus, René Guénon und die ewige Tradition

Freitag, 19. Juli 2024 · 1 h 05

MP3

Shownotes

Gibt es ewige Tradition(en)? Im ersten Teil zu René Guénon steigen wir mit König Charles III. ein und hangeln uns über den Perennialismus zu den drei Grundsäulen der Traditionalisten anhand der Werke von Guénon.
#frankreich #traditionalismus #perennialismus #renéguénon #moderne #tradition
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Quellen & Literatur:
Charles on modernism and traditionalism, youtube.com/watch?v=hnnXKmGQ4nI&ab_channel…
Mark Sedgwick (2004), Against the Modern World, Traditionalism and the Secret Intellectual
History of the Twentieth Century.
onkelmichael.blog/2024/06/10/rene-guenon-eine-…
en.wikipedia.org/wiki/Martinism
en.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Gu%C3%A9non
religioperennis.org/documents/Fabbri/Perennial…
Michelis, Elizabeth De (2005): A History of Modern Yoga.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Alle Zeit der Welt mit Jonas und Johannes heute. Wir starten heute mal mit King Charles, dem aktuellen König der Sturr Englands und das ist ein Großteil des Commonwealths immer noch, der vor einigen Jahren eine sehr aufschlussreiche, spannende und jüngere, 2006 für eine traditionellistische, perennialistische Zeitschrift namens Sacred Web, A Journal of Tradition and Modernity veranstaltet hat. Die haben eine Konferenz zum Thema Tradition und Moderne veranstaltet und er hat sich als Schirmherr, als Sponsor dieser Organisation zu diesem Thema geäußert und das erhören wir jetzt beide mal rein und reden kurz mal drüber, was der damalige Sturz von Wales, glaube ich, und heutiger Englische König so von Tradition und der Moderne hält.

So, was sagt er denn da der King, also der heutige König Charles, der Dritte, glaube ich? Was, was erzählt er denn da der König? Er hat sich das vorhin schon mal auf die Sturz von Wales geäußert und er hat sich das vorhin auf die Sturz von Wales geäußert und er hat sich das vorhin auf die Sturz von Wales geäußert und er hat So, was sagt er denn da der King, also der heutige König Charles, der Dritte, glaube ich?

Was erzählt er denn da vor 18 Jahren in der Eröffnung zu dieser Konferenz zum Thema Moderne und Tradition? Naja, das in unserer heutigen Zeit alles immer schneller wird und es trotz allem noch diese ewigen, die eternal truths, die ewigen Wahrheiten gibt, die man dann vermutlich in Religion und so weiter finden kann.

Er benennt es ja spannenderweise, er sagt, in these uprooted times, in diesen quasi entwurzelten Zeiten, in denen wir uns heute befinden, hält es für wichtig, sich zurückorientieren nach den zeitlosen Wahrheiten, die quasi unendlich gültig sind, unabhängig vom Kontext sozusagen und er benennt es die perennial Philosophie, named as the perennial Philosophie.

Entweder. Und darum soll es in heutigen Folge eigentlich gehen. Um diese Bewegung, die King Charles hier in 8 Minuten, ich glaube 16 Minuten, 2 Teiler, einer langen Rede hochhält und unter anderem fällt der Satz, there is not a nostalgia for the past but a yearning for the sacred. Es gibt keine Nostalgie für die Vergangenheit, aber ein Verlangen nach dem Heiligen.

Und genau unter anderem nennt er auch die Zitat Kritik an den falschen Prämissen der Hände, wie es in einem der Gründungstexte der Traditionalisten Rene Genant's l'Hare de la Quantité, also die Herrschaft der Quantität, dargelegt wird. Also es ruft er ein bisschen, sagt er ein bisschen später Fältchen in diesem Video.

Und wir haben also die Perennialisten, die erwähnt werden, von ihm hier ganz lobend, als diejenigen, die philosophisch diesen ewigen Wahrheiten nachgehen und wir hören schon Rene Genant und sein Werk, die Herrschaft der Quantität, als eine grundlegende Kritik an der moderne King Charles, hierfür sehr wertvoll und wahrzunehmen, er hält und er ist ja auch hier der Schirmherr und der Sponsor von der Zeitschrift, glaube ich, und wenigstens von dieser Konferenz, wo es eben darum geht, mehr über diese überdehlichen Moderne hinausreichenden endlosen, zeitlosen Wahrheiten herauszufinden.

Und deswegen jetzt mal meine Frage an dich Jonas. Ich glaube, das hat man schon in Gesprächen mit Leuten so in Kneipen mal gehört, dass ja quasi im Endeffekt alle Religions sowieso das Gleiche im Kern sind, dass es so die Kneipen-Version von diesem Perennialismus. Deswegen die Frage an dich, glaubst du, an so eine tiefe Wahrheit, die quasi allen Philosophen und Religionen irgendwie zugrundelt, glaubst du, dass ist das so ein Einheit, also einfach Bauchgefühlmäßig, ich weiß du bist jetzt hier nicht zu tief vorbereitet, aber wie schätzt du das ein?

Glaubst du, da gibt es einen Kern, den man irgendwie aufspüren kann oder den man nachspüren sollte? Ja, mit Sicherheit. Ich hätte dir so ganz spontan gesagt, die Liebe, als sehr abstraktes Konzept. Ja, ich kann ja auch nicht. Keine Ahnung, viele Geschichten gleichen sicher auch. Die nach dem haben alle voneinander abgeschrieben, letztendlich eine Wahrheit dahinter.

Ja. Genau, das ist eine gute Aufmacher. Gibt ähnelt sich die Geschichten aus verschiedenen Kulturkreisen quasi, weil sie voneinander abgeschrieben haben oder alternativ, weil es eine gleiche Wahrheit gibt, die quasi in verschiedenen Kontexten offenbart wurde, sowohl im Taoismus quasi, wie im Hinduismus als auch in den monotheistischen Religionen der Welt.

Diese Idee steckt dann quasi ein bisschen dahinter und die ist sehr alt. Das ist keine neue Idee, dass man jetzt sagt, das gibt, also das haben nicht die Hippies erfunden, die einem das manchmal so in der Knaupe erzählen oder was weiß ich, die Leute, die sie leicht machen meiner Meinung nach mit Religion und mit Glaubenssystem, indem man sagt, im Endeffekt ist es doch alles gleich und golden erregelt und damit passt das schon alles.

Meine persönliche Meinung ist, dass man sich da zu leicht macht und zu viel Gleichmacherei betreibt und eigentlich die interessanten Details dabei verliert, aber der Charme dieser Idee zu sagen, es gibt da einen gemeinsamen Kern, reicht natürlich sehr weit zurück. Als ich mir jetzt mit dem Thema beschäftigt habe, musste ich an die Römer denken, die ja immer, wenn sie neues Gebiet erobert haben, mit ihrer eigenen politistischen Religion auf andere Konzepte, andere Götterfamilien gestoßen sind, dann haben die eigentlich immer relativ schnell gesagt, euer Kriegsgott ist eigentlich wie unser Kriegsgott, von daher nehmen wir dann es einfach genau gleich oder machen doppel Name drauf und haben dann

einfach die bestehenden Figuren wieder neu identifiziert, gesagt, das ist auch nur ein anderer Name für im Endeffekt den gleichen Gott, den wir alle haben und waren damit sehr integrativ mit ihrem religiösen System und konnten damit sehr gut quasi verschiedenste politistische Systeme mit inkludieren, haben dann auch von den Griechen ja ganz viel übernommen aus der Mythologie und also waren da relativ flexibel und dieses System hat für die Römer ganz gut funktioniert und das wurde jetzt in der Literatur nirgendwo erwähnt, die ich gewesen habe zum Thema Perennialismus, aber persönlich hat mich das daran erinnert, als ähnliche Vorgehensweise.

Und die Wurzeln des modernen europäischen Perennialismus, also die Frage jetzt, was ist das überhaupt, ein Perennialismus, worüber redet Charles da? Das ganze Jahr hat seine Wurzeln in der europäischen Renaissance wie so viele Sachen und einer der Vordenker war Marcelio Ficino, der im 15. Jahrhundert 1433 bis 1499 gelebt hat und damals eben versucht hat, die in der Renaissance neu entdeckten hermetischen Schriften, haben wir schon mal darüber geredet, Hermes Trismagistos, diese Verbindung nach Ägypten, die Hermetic wird ja dann auch in der Theosophie nochmal ganz groß wieder ausgegraben von Blavatsky und Stahl gemacht und wird damit zu einem Teil von diesem New Age-Konzept ein bisschen, also quasi die Freimauer berufen sich auf

Hermes Trismagistos und also das sind verschiedensten von unseren anderen Themen schon aufgetaucht, die Hermetic, also dieses geheime verschlossene Wissen, das aus so einer Synthese aus ägyptischen und griechischen Einflüssen entstanden ist in der Antike. Und da wurden dann eben Texte neu übersetzt in der Renaissance, die sehr interessant fanden, die mystisch interessierten Renaissance-Denker unter ihm eben auch Ficino und Ficino hat versucht den Hermetismus mit griechischem und christlichen Denken zu verbinden, also vor allem Neublatonismus und diese Idee im Neublatonismus, dass es eben ein großes eines gibt, aus dem alles hervorgeht.

Diese Idee von dem Platonismus hat das Christentum ganz arg beeinflusst, unkenntlich, die Idee der Einheit in Gott und es gab viele Kirchenväter, die sich da ausgiebig mit beschäftigt haben, wie man jetzt den Neoblatonismus mit dem neuen Testament zusammenbekommt, irgendwie um da einen Schuh draus zu schuhen, sondern weil Platon ja schon so auch als Lichtgestalt des Denkens wahrgenommen wurde neben der religiösen Autorität von Jesus und aus diesen Versuchen das alles zusammenzubringen, also Neoblatonismus, Hermetische Lernen, wo es beim Hermetik jetzt auch ganz viel darum, dass der Makrokosmos entspricht, also wir haben so eine Idee, dass die Vorstellung, dass das ganze Universum im Endeffekt auch nur ein Molekül ist, jetzt

im weitesten heruntergebrochen, sehr modern gesagt, also dass wir uns auf eine Atom schauen, wir im Endeffekt einen Universum sehen und sich die Ebenen von Makrokosmen entsprechen, das ist eine Idee, die wir in der Hermetik schon finden, also diese mystischen Gedanken gehen darauf zurück. Und das ganze wurde in der Renaissance eben versucht zusammenzubringen und bei diesen Versuchen eine Harmonie daherzustellen, kamen sie dann auch im Kontakt mit in der Renaissance mit dem Koran, mit der Kabbala und anderen Quellen und haben da quasi den Grundstein für diesen Perennialismus gelegt, indem sie gesagt haben, eigentlich sehen wir da überall gleiche Wurzeln, eigentlich wenn ich mit der Neoplatonismus anschaue oder die Kabbala

oder das Christentum oder der Hermetik im Endeffekt, gibt es da diese Essenz von Wissen, die mir all diese Religionen und philosophischen Schulen vermitteln wollen. Und diesen Versuch, das irgendwie alles zusammenzubringen um 1500, ist quasi so der europäische Ursprung dieser Idee. Das hört sich für mich so ein bisschen an wie mit dem Schamanismus, wo man einfach diesen Begriff mal draufgeklatscht hat und dann alles so ein bisschen gleichgemacht hat.

Daran erinnert mich das gerade ein wenig. Ja, nur dass es beim Schamanismus natürlich von außen passiert ist und der Perennialismus hier schon so eine Bewegung ist von Leuten, die quasi gezielt in alle möglichen verschiedenen religiösen Traditionen reingehen und immer versuchen dann die Ähnlichkeit zu finden und so eine Art Universalismus auch zu etablieren, zu sagen im Endeffekt sind alle Religionen eine Religion.

Die Theosofen, die ich ja schon erwähnt habe, haben dann diese Art von Universalismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts nochmal verbreitet und popularisiert in der westlichen Welt und auch in den Kolonien, also der Einfluss der Theosofen auf Indien, zum Beispiel darf auch nicht unterschätzt werden. Da werden wir am Ende der zweiten Folge nochmal zurückkommen.

Und im 20. Jahrhundert wurde die Form des universalistischen Perennialismus, wie es manchmal genannt wird, dann vor allem durch Leute wie Alters Huxley und sein Buch, Der Perennial Philosophy, inspiriert. Ich weiß nicht, ob du von dem Buch schon mal gelesen hast oder ich habe mal reingelesen, dass quasi so eine Sammlung von Zitaten aus verschiedensten Weltreligionen von philosophenweisen Männern, die im Endeffekt für Huxley so die Essenz darstellen und der hat quasi so eine Zitatsammlung angefertigt und gesagt, hier seht ihr vom Hinduismus über, das ist doch irgendwie, passt doch alles in eine Schrift, das könnte doch alles aus einer philosophischen Schule stammen und das Buch heißt dann auch dementsprechend die Perenniale Philosophie

von ihm. Der zweite große Einflussstrang war die V-Neovedanta, das war der neue Strang des Hinduismus, der im 19. Jahrhundert aufkam, auch im unter dem Eindruck des Einflusses mit westlichen Ideen nochmal, aber durchaus auch eine interne indische Entwicklung war, da werden wir über den Neovedanta, wenn wir mal separat noch sprechen.

Eine Besonderheit, die sich im 20. Jahrhundert entwickelt, neben Huxley und diesen Philosophen, die sagen, eigentlich haben wir so eine Universalreligion der Menschheit und am Ende gibt es tiefe Wahrheiten, die in all diesen Sachen drinstecken, sind die Traditionalisten, über die wir heute ganz besonders reden wollen.

Ich habe mich nämlich nicht besonders hier in Huxley rein vertieft, sondern in die Traditionalistische Schule davon. Das Wort Tradition, selber leidet sich vom lateinischen Tradäre ab, überliefern oder weitergeben und etymologisch gesehen ist der Tradition eine Aussage, ein Glaube oder eine Praxis, die insbesondere mündlich von Generationen zu Generationen weitergegeben wird.

Einfach nur, dass wir das mal grob definiert haben hier. Und die Traditionalistische Bewegung, mit der wir uns befassen, versteht Tradition in erster Linie in diesem Sinne, als ein von Alters her überlieferte Überzeugung und Praktikensammlung, die unsweise Praktiken, die hätten überliefert werden sollen, die im Westen, aber in der letzten Hälfte des zweiten Jahrtausends nach Christus verloren gegangen sind.

Folgst du mir noch? Also wir haben es hier, die perennialistischen Traditionalisten sind Leute, der meinen, wir müssten eigentlich eine Tradition bewahren, aber die haben wir schon verloren. Das ist sehr wichtig zu verstehen als Ausgangspunkt, um diese Leute irgendwie um den folgen zu können. Und die Lösung, wie Mark Setschwick, Setschwick heißt er glaube ich, Mark Setschwick 2004 sehr schön in seinem Buch Against the Modern World geschrieben hat.

Das Buch ist übrigens die Grundlage für die beiden Folgen. Da, wie habe ich in Finnland am See gelesen, das Buch endlich und ist quasi die Grundlage hier schon. Und Setschwick, Mark schreibt die Lösung, die dann davon von diesen Traditionalisten gefunden wurde, im Anfang des 20. Jahrhunderts waren meistens zweiteilig entweder orientalische Metaphysik oder der Aufstand gegen die moderne Welt.

Die Krise der modernen Welt und die orientalische Metaphysik sind beides Werke von René Genant, um den es in der heutigen Folge gehen wird. Der Aufstand gegen die moderne Welt ist ein Buch von Julius Evola, den wir mal separat noch in Erfolge behandeln müssen. Dann haben wir glaube ich ein ganz gutes Dreieck zwischen Jürgen Evola und Genant.

Der Italiener der Deutsche und der Franzose quasi so drei so Traditionalisten, die alle auf ihre Art und Weise die Revolte und die Idee, wie man gegen die Moderne vorgehen kann in ihren Ländern nachhaltig geprägt haben und auch europaweit geprägt haben und weltweit heutzutage. Also Genant. Und die Traditionalisten sind erstaunlich einflussreich, wenn man sich gewisse Rechte und traditionellistisch-konservative Zirke anschaut, unter anderem eben auch Charles III, der nicht ohne Grund auf alte Traditionen besteht, weil er ein König ist, also im 21. Jahrhundert, der nachher irgendwie alle Schwerne in Canada gehören oder ich weiß also, oder alle Schwerne in England, ein Monat der alten Schule mit viel Federfi, der natürlich eine Dresse daran hat, dass sich traditionellistische

Perennialisten damit beschäftigen, warum es wichtig ist, ein König zu haben. So. Und deswegen ist es glaube ich ganz wichtig sich damit zu beschäftigen, weil wenn der aktuelle König des Commonwealths so viel von René Genant hält und ihn quasi als Gegenmittel der Moderne auf seinen Kongressen mit einbringt, dann sollten wir uns den genau anschauen.

In der ersten Folge zu René Genant werden wir uns mit den Werken von ihm beschäftigen. Ich habe das mal umgetreten, normalerweise steigen wir eben mit den Lebensläufen ein, aber ich weiß der Meinung, wir machen heute zuerst mal die inhaltliche Arbeit. Schauen uns was hat der Mann denn geschrieben in der ersten Folge und machen dann die nächste Folge, wenn wir schon wissen, was er alles so geschrieben hat, dann sein sehr, sehr spannendes Leben durch, weil René Genant schneidet mit seiner persönlichen Geschichte so ziemlich alle Themen, die wir bis jetzt in unserem Podcast besprochen haben.

Der Mann war in der frühen esoterischen Szene in Paris unterwegs, als gerade die Theosofen richtig dick auf die Kacke gehaut haben. Der Mann war Freimauer, der Mann hat selber Freimauer-Loschen gegründet, also die Winkelloschen ganze Geschichte kommt bei ihm auch ins Spiel. Er war Teil eines Taoistischen Ordens, in denen er eingeführt wurde, der irgendwie zu den Triaden gehört hat und er war zum Ende seines Lebens dann ab 1930 als Sufi in Cairo und ist auch schon in 1910er Jahren zum Islam konvertiert auch unter anderem, hat quasi was so Religion angeht, dieses Panini Album voll, also der hatte alles dick auch.

Wenn du René Genant erzählt hast, du hast eine neue Religion entdeckt und da gibt es einen geheimen Initierungs-Ritus, dann war der Mann sofort dabei. Und was für Irrungen und Wirrungen das teilweise führt, wenn wir uns in der zweiten Folge merken, wenn wir uns sein Leben genauer anschauen, extrem spannend, wird der Taoist dann noch mal tiefer ein in diese ganze Esoterik-Szenar des 19. Jahrhunderts, die wäre jetzt so ein bisschen aus der steinerischen Perspektive und Blałacki und so schon beleuchtet haben, aber das ist hier tatsächlich ein fehlendes Puzzleteil, habe ich mir gedacht, als ich das Buch gelesen habe, um unser Bild davon noch ein bisschen zu vervollkommen, unser Verständnis dieser Szene ein bisschen runterzugestalten.

Ja, und damit steigen wir ein mit René Genant's Werken. Genant hatte seine ersten Artikel bereits 1910 und sein erstes Buch 1921 veröffentlicht und fuhr dann fort neue Bücher bis 1946 zu veröffentlichen und hat auch einen enormen Schwung an Artikeln die ganze Zeit noch nebenbei zu den Büchern publiziert, was das Wesentliche der traditionellistischen Philosophie findet sich jedoch in vier Büchern, die zwischen 1921 und 24, also in drei Jahren einer ziemlich kurzen Schaffungsphase veröffentlicht wurden.

Das erste dieser vier Bücher war Genant's Landtrodysen General Lettid Doktrin Hindu, eine allgemeine Einführung des Studiums der hinduistischen Lern das 1921 erschien. Und da ich mich auch nicht nur wegen meiner zeitlichen Ingen gelebt habe, sehr für den Hinduismus interessiert, fand ich das sehr spannend, dass Genant es auch als Einstiegspunkt für seine Beschäftigung mit der Religion in einem professionellen Kontext irgendwie gesetzt hatte. Aber die Antroduktion General war von Anfang an umstritten. Sie wurde von angesehenen französisch-katholischen Philosophen, der damals am Anfang seiner Karriere stand, Chakmaritha, einer wichtigen Figur in der Geschichte des Traditionalismus zur Veröffentlichung

empfohlen, war aber zuvor von einem ebenso angesehenen Indologen damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand, nämlich Silva Levy, als Doktorarbeit abgelehnt worden. Und ich finde es ganz erhellend, wenn wir uns anschauen, warum das Ganze abgelehnt wurde. Wenn man online sich die Sachen von Genant so anschaut, dann findet man tatsächlich sehr viel pro positive Genant Sachen, weil ich glaube, der einzigen Leute, die ihn lesen, sind so tief, also jetzt nicht nur, aber es gibt schon extrem auf YouTube eigentlich extrem viele positive Auslegungen davon und sehr wenig Kritik an der Art, wie er gearbeitet und geschrieben hat zum Beispiel und ich habe mir das als Aufgabe gesetzt, nicht das Kritik des Kritisierungswagens, aber

ich habe die letzten Wochen, nachdem ich Against the Modern World gelesen habe, auch alle Bücher von Genant, die es auf Englisch über die Übersetzung gibt, als PDF gefunden online, also wenn ihr sucht, das findet ihr alles auf Englisch wenigstens und in Auszügen gelesen und habe mir dabei ein paar Gedanken gemacht, die ich dann heute auch gerne mit euch teilen würde, die ein bisschen kritischer sind, vielleicht wie das, was man sonst auf YouTube findet und deswegen auch die Kritik von Silva Levy, dem damals, was kann ich führen, Indologen in Indien zur Zeit, der in Frankreich zur Zeit, der die Dissertation von Genant aus drei Hauptgründen abgelehnt hat.

Erstens, weil sie ein Zitatlicht auf die Geschichte und die historische Kritik wirft, eine Kritik an Genant's Methodik, die in vielerlei Hinsicht sehr berechtigt ist, also ob es gut ist, sich das anzuschauen, Genant hat nicht behauptet, die üblichen wissenschaftlichen Methoden der Indologie anzubenden.

Aus Gründen, die später für uns auch klarer werden sollten, war sein Ansatz eher theologisch als anthropologisch oder sociologisch. Für Genant war der Hinduismus ein Hort der spirituellen Wahrheit und nicht eines sich im Laufe der zeitverändernde Glaubensvorstellungen. Also er hat quasi diese, die auch heute von indischen Nationalisten und Hindu Extremisten gerne vertreten These, dass der Hinduismus seit Jahrtausenden eben unverändert zu existieren würde und eine der wenigen Religionen wäre, die unverändert seit den Zeiten, seit 4000 Jahren quasi die gleichen Praktiken und die gleiche religiöse Theorie dahinter hat und es ist absoluter Schwachsinn.

Also jeder, der sich irgendwie mal mit Hinduismus beschäftigt hat, kann euch sagen, wie viel wechsel, auf und ab Auseinandersetzungen mit anderen Religionen vom Buddhismus über den Jainismus über den Islam und das Christentum es konstant gegeben hat und wie extrem das eben auch in Rückwirkung, dass den Hinduismus immer wieder verändert hat und dann wie schwer es eigentlich ist von dem Hinduismus zu reden, weil es eben sieben philosophische Hauptschulen gibt, von denen eigentlich nur zwei oder drei die Existenz von Göttern überhaupt voraussetzen.

Das heißt unsere Vorstellung von einem so politischem Hinduismus mit 10.000 Göttern ist quasi ein kleiner Teil des Hinduismus und ist extrem dadurch geprägt im Westen durch Leute wie Blavatsky oder Gino, die ihr viel stärkeren Einfluss auf die populäre Vorstellung hatten, als es Leute wie Silver Levi langfristig tatsächlich hatten, die da einen anderen Ansatz hatten, was die Geschichte angeht.

Das war ein Ansatz, also das zu sagen, dass es da eben diesen Horde von unveränderlichen Wahrheiten gibt, diese perennialistische Herangehensweise war für Levi eben ein Grundgenorswerk zu disqualifizieren. Für den katholischen Philosophen Maritern nicht. Der eine hatte vielleicht auch eher eine Tendenz dazu an unveränderbare Wahrheiten, die von aus Gottes Mund kommen quasi zu glauben als Levi.

Würde ich jetzt einfach mal so behaupten. Levi's zweiter Einwand gegen Genorsthese war, dass sie alles ausschloss, was nicht zu Genorstheorie passte und dass dadurch der Hinduismus auf die Vedanta reduziert werden könne. Die Vedanta ist eine der sechs Star Shanas oder philosophischen Schulen, die ich gerade schon erwähnt habe des Hinduismus und neben der Bhagavad Gita und den Brahmastutras die wichtigsten hinduistischen Schriften mit zugrundlagen Texte.

Und die waren eben auch mit die ersten Hindutexte den Französische übersetzt worden und ja, für Levi und später Indologen gab es jedoch noch viele andere Varianten des Hinduismus als die des Vedanta, die eben genau durch seine mangelnden Sprachkenntnisse auch nur lesen konnte zu der Zeit oder die von Genors gezielt ignoriert worden, weil sie in Folge des Kontextes und so eben nicht dazu gepasst haben, was erst sich ein Fanbild vom Hinduismus durch seinen Kontakt mit Vedanta gemacht hat.

Also wir sehen Genors hat sich hier quasi auf die Upanishaden auch eingeschost. Die Upanishaden habe ich schon mal in einer anderen Folge erwähnt. Upanishad ist quasi esoterik. Der Begriff Upanishad heißt verborgenes Wissen. Also das ist gleich bedeutend mit der europäischen Wortbedeutung von esoterik, Upanishad.

Kein Wunder, dass das also der Teil war, der Genors so besonders angezogen hat. Levis dritter Einwand gegen die These von Genors war, dass er eben durchaus bereit war, an eine mystische Übertragung einer Ur-Wahrheit, ein Veritä-Premier zu glauben, die der Menschheit in dem ersten Zeitaltern der Welt erschien.

Also Genors glaubt es. Und es ist ein Glaube der für Levi lächerlich war, über den er sich lustig gemacht hat, auch in seiner Kritik. Denn das was Levi als eine ursprüngliche Wahrheit bezeichnete, ist allgemein das, worüber sich Levi hier lustig gemacht hat, ist eigentlich das, was wir als Prenialismus bezeichnen.

Die Idee, dass es ganz am Anfang mal tiefe Wahrheiten gab, wie wir leben sollten, wie unsere Gesellschaft organisiert sei, wie wir als chykische, nicht religiöse, spirituelle Wesen irgendwie zu existieren haben. Und dass die Wahrheit quasi ganz lang erfolgreich tradiert wurde und dann irgendwann verloren gegangen ist.

Und dass sie eben aber in anderen Orten wie im Islam oder im Hinduismus oder vielleicht im Taoismus in China überlebt haben könnte. Ich habe hier mal ein Zitat von René Genors aus die Einführung in das Studium der hinduistischen Lernen. Europäer, seit den Tagen, als sie begannen, an Fortschritt und Evolution zu glauben, das heißt seit etwas mehr als einem Jahrhundert, sehen in diesem Feelen von Veränderungen ein Zeichen der Unterlegenheit.

Während wir es auf unserer Seite als einen ausgeglichenen Zustand betrachten, den die westliche Zivilisation nicht erreicht hat. Ja, also er ist ein großer Feind vom Fortschritt glauben, weil er sagt, er hat quasi was verloren, das ist kein Fortschritt, das ist ein Rückschritt. Und auch ein Gegner der Evolutionstheorie natürlich genau wie Blau Watzky, weil das natürlich nicht in die Idee vom ewigwärmten, wissenden Menschen so richtig passt.

Was ich ja schon mal anmerken will ist, dass er in diesem Zitat eben sagt, die Europäer sehen die Schwäche im Hinduismus darin, dass es sich nicht verändert hat. Und ich sage, die Schwäche der Theorie Genors ist, dass er nicht erkennt, dass der Hinduismus sich genauso verändert hat. Und das ist was, was uns wieder begegnen wird bei ihm.

Und er hat auf eine Art und Weise recht, weil abgesehen von den führenden Indologen der Zeit, wurde der Hinduismus als etwas Urtümliches wahrgenommen, was quasi Unveränderzeit der Tausenden Wahrheiten wird. Das war schon so auch das Bild, das irgendwie kolonial vermittelt wurde und wahrscheinlich auch in Abenteuergeschichten der Zeiten anderen Romanen und so.

Aber die Indologen der Zeit wussten das schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Und seriöse, quasi Religionshistoriker wussten das schon wahrscheinlich im 19. Jahrhundert, wie viel Veränderung da eben vor sich gegangen ist und wie wandelbar so eine Religion immer ist, obwohl sie so tut, als wäre sich schon immer unverändert.

Und um diesen Punkt zu übersehen von Genors und dann stattdessen zu sagen, deswegen muss es wahr sein, weil es unverändert ist, ist natürlich ein Ausdruck meiner Perspektive sehr leicht angreifbarer Punkt. Die nächsten beiden Bücher von Genors, die danach der Antroduktion General erschienen, fügten zwei der drei zentralen Elemente der traditionellistischen Philosophie hinzu.

Das Ziel der heutigen Folge wäre so ein bisschen, dass wir die drei, oder mindestens zwei der drei Ecke Pfeiler davon besprechen und den dritten dann anhand des Lebens in der nächsten Folge. Und dann wisst ihr Bescheid und wenn euch mal jemand mit so was voller arbeitet, wisst ihr direkt, das geht auch auf Genors zurück oder wenn ihr das auf Twitter seht oder sonst wo auf YouTube euch begegnet.

Der erste dieser Artikel, den er nach dem Buch veröffentlicht hat und eben den zentralen Punkt der der traditionellistischen Philosophie enthält, war ein Antithiosophieartikel. Und bildete dann später die Grundlage für Genors zweites Buch, Le Théophisme Histoire du Pseudo-Religion von 1921, also die Théosophie Geschichte einer Pseudo-Religion.

Und da als ich das gelesen habe, musste ich ein bisschen schmunzeln, habe gedacht, ja genau wie genau, wir haben auch wir in unserem Podcast hier unseren Anfang eigentlich damit gemacht, die Théosophie anzugreifen. Also sehr 1920er-mäßig von uns würde ich sagen, wir 100 Jahre quasi nachgenau den gleichen inneren Antrieb haben zu sagen, da sollte man mal was drüber publizieren, das ist doch ziemlich wahnsinnig, dass das noch nicht irgendwie aufgeflogen ist, was ist denn das hier für ein Quatsch.

Und so liest sich das auch, wenn man sich das Lied anschaut. 1923 legte er dann noch eins nach, Leroy Spirit, also spiritualistische Irrtümer und beide Bücher lesen ja ganz gut und greifen eben die Théosophie, den Spiritualismus und den Okkultismus der Zeit an. Und Genau selbst war mit diesem okkultistischen Milieu eben vertraut, weil er an seinen Studentenzeiten in Paris, wie wir nächste Folge hören werden, zwischen 1906 und 1912 selbst Teil von diesen Kreisen war, sein erster Lehrmeister war Théosoph, damals in Paris auch hat ihn auch mitgenommen dann und er hat dort aus erster Hand die ganzen Okkulten, spirituellen und théosophischen, antimodernen Zirkel mitbekommen, kennengelernt und hat dann aber spannenderweise

in der katholischen Presse Angriffe auf diese Zirkel, knapp acht Jahre später, dann angefangen, neun Jahre später zu publizieren, in denen er sich extrem kritisch mit seinem Wissen, eben auch seinem tiefen Wissen davon auseinandersetzt und ganz spannende Theorien aufstellt. Ich habe ein längeres Zitat mal hier aus Théosophie Geschichte einer Pseudoreligion.

Muss dies als Zeichen der Zeit gesehen werden, wie dem auch sei und ohne die geringste Vorhersage zu wagen, ist es in Anwetracht all dieser Dinge ziemlich schwer, nicht an die Worte des Evangeliums zu denken. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwälten zu verführen.

Sicherlich sind wir noch nicht dort. Die falschen Messiasse, die wir bisher gesehen haben, haben Wunder von sehr minderer Qualität angeboten und diejenigen, die ihnen gefolgt sind, waren wahrscheinlich nicht sehr schwer zu verführen. Aber wer weiß, was die Zukunft bereithält. Wenn man bedenkt, dass diese falschen Messiasse nie etwas anderes waren als mehr oder weniger unbewusste Instrumente in den Händen derer, die sie erhoben haben, und wenn man sich die Reihe der Versuche der Theosofen ansieht, könnte man meinen, dass dies nichts weiter als Versuche, Experimente sind, die in verschiedenen Formen erneuert werden, bis der Erfolg erreicht ist.

In der Zwischenzeit haben diese Bemühungen immer das Ergebnis, einige Gemüter zu beunruhigen. Wir glauben zudem nicht, dass die Theosofen ebenso wenig wie die Okkultisten und Spiritisten die Kraft haben, ein solches Unternehmen allein zu verwirklichen. Aber steckt hinter all diesen Bewegungen nicht etwas Furchterregenderes, von dem ihre Anführer vielleicht selbst nichts wissen und von dem sie wiederum nur Inst.

Und von dem sie wiederum nur Instrumente sind? Wir stellen lediglich diese letzte Frage, ohne sich hier zu lösen. Denn dazu müssten wir äußerst komplexe Überlegungen anstellen, die weit über die Grenzen hinausgehen würden, die wir uns für die vorliegende Studie gesetzt haben. Um das kurz abzuründen, eine von den Theorien auf die ihr anspielt, ist die Verschwörungstheorie, dass die Theosofen und Blawacki eigentlich eine britische Psy-Obsin, die dafür eingesetzt wurde, um gezielt die Bemühungen der indischen Öffentlichkeit nach Unabhängigkeit zu untergraben und den Indian National Congress zu unterwandern.

Annie Besant, die Nachfolgerin von Blawacki, war quasi eine der Leute, die mit Ghandi da ganz führend mit dabei war und eine der Ausländerinnenanschauungszeichen, die die Teil von dieser ganz frühen Unabhängigkeitsbewegung mit waren. Und ja, wie unbegründet die Theorie jetzt genau ist, werden wir mal in einer anderen Folge klären, aber Genort zeigt hier auf jeden Fall schon seinen ersten leichten Hang zur Verschwörungstheorien.

Und das wird sich in seinem Leben später durchaus verstärken noch, die Sorge, dass niedere Mächte, wie er es hier im Moment, ihm bloß sabotieren, wo würden sein Leben sabotieren würden und etwas gegen die tiefen Wahrheiten, die perennialistischen haben, die er da veröffentlicht. In dem Zitat haben wir auch gerade gesehen, wie schön er die Bibel zitieren kann, wenn er in der katholischen Presse veröffentlicht.

Das hat also genau generell, was das Christentum angeht, eine relative Zuneigung zum Katholizismus in 20 Jahren und eine extreme Abneigung des Protestantismus, eine Abneigung der Theosofen und der Akkultenszene und publiziert da eben durchaus passend für die katholische Leserschaft und hat dort gerade auch Lehrjobs an katholischen Schulen zwischenzeitlich und errichtet da zum Hinduismus und so.

Aber das Ganze hält nicht lang, weil seine Theorien dann doch auch irgendwann ein bisschen unvereinbar werden mit der katholischen Lehre und den Leuten, das relativ schnell dann seinen nächsten Büchern auffällt. Und er sich dann zunehmend von seinen katholischen Unterstützern trennt oder sieh sich von ihm beziehungsweise.

Die Hauptbedeutung der Bücher gegen den Okkultismus oder gegen die Theosofie für die traditionellistische Philosophie bestehen darin, dass die zwei miteinander verknüpfte Konzepte vorantreiben, die ganz zentral sind für die Philosophie, nämlich die Gegeninitiation und die Umkehrung. Die Umkehrung oder Inversion ist das zweite große Standbein der perennialistischen Philosophie, der der Traditionalisten, das in den Büchern vorgestellt wird und ist eine sehr stärksten Elemente der traditionalistischen Philosophie, die bis heute vielen Lesern von Genau eine überzeugende Erklärung für vieles liefert, was ihnen im 20.

Jahrhundert verwirrend oder unlogisch oder falsch erschien. Autos, vielleicht Autos. Naja es geht, es geht eher darum, dass sie der Meinung sind, wie kann sich die Gesellschaft den Mehrheitlichen in diese Richtung entwickeln, wie kann es sein, dass sich aber einmal die Demokratien ihren Siegeszug durch im 20.

Jahrhundert starten nach dem ersten Weltkrieg dann spätestens. Wie kann es sein, dass wir uns in diese Richtung entwickeln in der Moderne, quasi dieser Schock für jemandem, der etwas ganz anderes will. Mit den Worten eines zeitgenössischen Traditionalisten, eines jungen und talitierten europäischen Islamwissenschaftlers ausgedrückt, sobald die moderne Welt nicht mehr als Fortschritt, sondern als Niedergang verstanden wird, ändert sich fast alles andere und es bleiben nicht mehr viele Menschen übrig, mit denen man sinnvoll eben kann.

Es ist ein Zitat von Marks Zedwick hier, was ich ganz spannend fand, also diese Grundidee, dass sobald man quasi die großen Sakrilege bewegt und die Moderne generell ablegt und nicht mehr an den Fortschritt der Moderne glaubt, dass man dann eben auf einmal sehr isoliert und sehr allein dasteht. Und das ist diese Kerbe, in die eben genau schlägt und was genau bis heute für alle Leute interessant macht, die moderne Ingenze ablehnen.

Natürlich könnte man als Nichtraditionalist, wie ich es bin oder du es jetzt bist, Jonas, darauf hinweisen, dass eben ähnliche, also die Idee der Umkehrung ist quasi, dass in der Moderne alles, was gut ist, umgekehrt wird, zu was Schlechtung. Also die Idee der Inversion von Werten, dass wir gezielt die alten Werte quasi uns dagegen setzen, was von Familien bis Sexualmoral quasi in der moderne Aufkommenbefreiung der Frau, all das wird er eben radikal abgelehnt.

Auch die Demokratie wird als große Schwäche gezählt, wie wir später noch lesen werden, weil eben in diesem Buch, das auch Charles anspricht, die Herrschaft der Quantität, da hört man im Titel schon raus, worum es geht, ist quasi die radikale Kritik an der Demokratie, weil gesagt wird, da herrscht Quantität nicht Qualität.

Und da fühlt sich natürlich ein König wie Charles, da natürlich direkt angesprochen, weil das passt natürlich ganz gut. Charles ist auch großer Steiner-Fan und Anthroposoph überzeugter. Von daher passt das alles ja in diesen Kosmos genau, passt auch sehr gut zu jemandem, der wie Steiner eben auch die Moderne ablehnt.

Steiner war ja auch so eine Figur, die sich quasi seinen Weg, seinen System gegen die Moderne zurück zu einer von ihm scheinbar in den Akasha-kronigen erträumten Tradition zurückfindet. Das war eben ihre Lösung. Das war die Lösung der Theosofen von Blałacki zu sagen, wir haben diese alte Tradition verloren, aber ich kann sie wiederfinden.

Durch die neuen geheimen Meister Intibet, die mir telepathische Nachrichten schicken und durch genug Astralreisen in die Akasha-Kroniken, können wir dieses Wissen tatsächlich finden und wir brauchen keine Evolution und so. Und dadurch, also finde ich es ja spannend, dass die da eben alle ins gleiche Horn stoßen und unterschiedliche Vereine gründen, unterschiedliche Ansätze suchen, unterschiedliche Lösungen für sich quasi mit dieser verlorenen Tradition und der Moderne umzugehen.

Das nächste Buch von Genant vervollständigt die Grundzüge der traditionellistischen Philosophie, nämlich Orient et Occident, also Orient und Occident von 1924, ein Aufruf zur Rettung des Westens vor dem Zusammenbruch durch die orientalische Tradition. In der ersten Hälfte dieses Brises hört sich natürlich direkt an wie so Sakrazin, der Deutschland schafft sich ab, oder Oswald Spengler, ein Deutscher, der auch nach dem ersten Weltkrieg eben mit seinem Buch, der Untergang des Abendlandes eine Geschichtsanalyse quasi gemacht hat und ähnlich wie hier genau argumentiert, dass wir in einer Phase des Niedergangs stecken.

In der ersten Hälfte dieses Buch greift genau systematisch die Illusion des Materialismus und den Aberglauben des Fortschritts in seinen Worten, der Vernunft, der an sich wünschenswerten Veränderungen und der sentimentale Moralisierung an Altersbild angegriffen. Die moderne westliche Zivilisation erscheint für ihn in der Geschichte als eine echte Anomalie unter all denjenigen, die wir kennen.

Diese Zivilisation sei die einzige, die sich in einer rein materiellen Richtung entwickelt hat und diese monströse Entwicklung, deren Beginn mit dem Zusammenfeld, was gemeinhin als Renaissance bezeichnet wird, wurde von einer entsprechenden intellektuellen Regression begleitet, die einen Punkt erreicht hat, an dem die heutigen Abendländer nicht mehr wissen, was reine Intellektualität sein könnte, daher ihre Verachtung dafür und nicht nur für die reine Intellektualität, sondern deswegen eben auch ihre Verachtung für orientalische Zivilisation und das europäische Mittelalter.

Mit reiner Intellektualität meint genau etwas, dass der Metaphysik der Spiritualität und der Religion nahe kommt, die durch einen abergläubischen Vernunftskuld ersetzt wurde, laut genau in der Moderne, der nur noch wertschätzt, was nicht wirklich wertvoll ist, ein Kernbeispiel für Umkehrung, laut genau.

Also früher wurden die wirklich wichtigen Sachen wertgeschätzt, jetzt leben wir in einer Gesellschaft des Materialismus, also der Dinge, die nicht wirklich wichtig sind, wir eigentlich zählen doch das spirituelle. Und zwar ist zählte verloren gegangen, die spirituelle endlose Wahrheit der Perennialisten.

Was ich ganz spannend finde ist, dass er eben auch sagt, es geht auf die Renaissance zurück und wie ich ja am Anfang der Folge auch gesagt habe, dass dieser gesamte Perennialismus auf die Renaissance zurückgeht, also ganz spannend, dass er quasi den Ursprung des Übels und den Ursprung seiner, also seitens eines eigenen Denkens auf den gleichen Punkt zurückschüren kann und wir sind wieder in der typischen Situation in der europäischen Geschichte, dass alles auf die Renaissance zurückschirrbar ist irgendwie.

Und die Renaissance dann wieder auf den Fall Konstantin Opels, weil auf einmal im Westen wieder Leute unterwegs waren, die Grieche sprechen konnten und so, unter anderem also ein spannendes Netzwerk, das sich da immer wieder auftut. Angesichts der Identifizierung des Orient mit der Tradition und des Occidents mit der Moderne hätte der Titel Ost und West genauso gut Tradition und Moderne laut können.

Also auf der einen Seite der scheinbar traditionelle Osten und der scheinbar moderne Westen. Und das ist eben ein zweites großes Begriffspar, was immer wieder in diesen traditionellistischen Siefkursen auftaucht ist. Tradition und Moderne und deswegen war das auch der Tagungstitel von der Konferenz in Kanada die Charts, der dritte mit seinem Video eröffnet hat.

Genau wendet sich selber natürlich dabei nicht gegen den Westen an sich, genauso wenig wie Spengler sich den Untergang des Westens wünscht, sondern sie stellen sich eben gegen die Entwicklung, die sie im Westen sehen, gegen die moderne Welt und hofft nicht auf den Triumph des Osten, sondern ihr Ziel ist es quasi, also Genossziel wie Spenglers, auf die Wiederherstellung einer angemessenen traditionellen Zivilisation im Westen hinzuarbeiten.

Ja und er malt auch da in seinem Buch den Teufel ganz schön an die Wand und sagt quasi, wenn wir uns jetzt nicht direkt umstellen und wieder spiritualistischer werden, dann werden wir von den traditionellistischen, spirituellen Gesellschaften überrannt werden und wir werden quasi zusammenbrechen und werden nichts mehr haben und werden quasi kulturell komplett übernommen werden vom Orient, sprich da auch von so Sachen wie der gelben Gefahr und so in unserem Buch, also ja, guter alter Rassismus und angstvolle ostasiatische Militarisierung.

In der zweiten Hälfte seines Buches macht plant er dann, wie man diese Vernichtung des Westens verhindern könnte, es bedürfe laut Genor einer intellektuellen Elite, wobei intellektuellen, speziellen Genorschen Sinne von spirituellen Meta physisch zu verstehen ist. Also die traditionelle Lehren durch eine Assimilation der orientalischen Lernen, es sei denn, man würde irgendwie noch überlebende westliche Formen von traditioneller Lehre finden, aber das hält genau generell für unwahrscheinlich.

Deswegen glaubt er, dass es einen höheren Aussicht hat quasi, sich die spirituellen Anleihen im Osten zu machen, aber im Westen quasi eine eigene intellektuelle Elite aufzubauen, die das Ganze dann weiterführt, im alten Sinne und quasi eine neue Tradition aufzubauen. Spannend fand ich dabei, dass Genor eben selber sagt, es gibt im Westen keine überlebende alte Traditionen, die zu der Zeit eben auch wieder auflebenden Druiden-Orden und der Golden Dawn in England quasi die Magier, die sich dort in London zusammengetan haben.

Das alles hält er für unrealistische Fars, die quasi falsches Wissen produzieren, Märchen erschaffen und quasi so tun, als hätten sie echtes altes Wissen und das ist auch einer der Punkte, für die er eben die Theosofen angreift und die esoterischen Zirke und die spirituellen Zirke, er sagt, die tun alle so, als hätten sie irgendein tieferer spirituelle Weisheit, aber tatsächlich ist das große Drama, wir haben sie verloren und müssen sie uns im Taoismus, im Hinduismus oder im Islam irgendwie wiederfinden.

Ja und dann glaubt er eben, dass es einen Versuch wert wird, diese Elite trotzdem aufzubauen, da es zumindest für die Mitglieder der Elite selbst benutzen wäre, also erst großer Elite-Anhänger und denkt sich natürlich auch immer in seinem kleinen Zimmer in die Elite rein, wie man das so gemacht hat. Jonas, bitte.

Wenn die Elite nicht die Zeit für ausreichend für allgemeinerte Aktivitäten hat, um die westliche Mentalität als ganzes tiefgreifend zu verändern, wäre diese Elite die symbolische Arche, die auf den Wassern der Sinnflut schwimmt und könnte so als Brennpunkt für Aktivitäten dienen, durch die der Westen zwar wahrscheinlich seine autonome Existenz verliert, aber dennoch die Grundlagen für eine neue Entwicklung erhält.

Diesmal eine reguläre und normale, aber es gäbe immer noch schwierige Probleme. Die ethnischen Revolutionen wären sicherlich am schwersten. Es wäre viel besser, wenn der Westen sich eine Zivilisation aneignen würde, die seinen eigenen Bedingungen entspricht und ihn davor bewahrt, mehr oder weniger unangenehm von traditionellen Formen assimiliert zu werden, die nicht für ihn gemacht sind.

Uuuh, problematisch. Er hat zwei Lösungen für das Problem, entweder wir versuchen das irgendwie selber, dann gibt's aber große Aufstände und das wollen die Leute ja irgendwie nicht und das muss man sich denen dann aufzwingen und so. Und dann die zweite Lösung ist natürlich die Übernehmens von woanders.

Wir machen quasi, wie heißt das Cultural Appropriation, die zweite Lösung ist Cultural Appropriation, aber wenigstens ein antimaterialistischer Reset in Europa. Wenn jemand den großen Reset von dem immer geredet wird geplant hat, dann war's genau und wahrscheinlich irgendwelche Anhänger von ihm. Ja, also bedenkliche Bläde, die er da hat, aber alles dafür, um aus der Moderne herauszukommen, aus dem Materialismus, alles gegen die Moderne.

Die Devise wird langsam klar, denke ich. Die von genau vorgeschlagene Elite sollte am Anfang wieder groß, noch besonders organisiert, auch geheim sein, da die Aktivitäten, Zitat von Natur aus, für die allgemeinheit unsichtbar bleiben, nicht weil sie ihr Verborgen sind, sondern weil sie unfällig sind.

Ja. Ein bisschen wie wenn Macron sagt zu den Journalisten, meine Gedanken sind zu komplex. Aus dieser gleichen französische Elitismus, den wir ja auch bei Genorge sehen, unglaublich. Aber seine Idee ist quasi, aber muss es nicht geheim halten? Er will natürlich auch keine Massenbewegung. Massenbewegung ist ja so ein Ding der Moderne, auch mit vom linken bisschen Rechte, Lager, Mobilisierung und Massenbewegung und Aktion und so.

Und das ist ihm alles zuwider. Er will ja eine kleine Elite, die spirituelle Sachen machen, die nicht geheim sind, aber so esotirisch, dass es sowieso keiner versteht und dafür will es ja keine Massenbewegung. Du willst deine Ausgewählte, du willst ja langfristig für die nächsten 1000 Jahre quasi wie die Benni Gesserit in Duhn Zivilisationen züchten.

Du willst den Samen legen, für etwas, das langsam wächst. Und ich habe so ein bisschen leider die Vermutung, dass es heutzutage genaues Ideen 100 Jahre später leider am Spriechen sind. Also diese Samen, die nach dem zweiten Weltkrieg eine Zeit lang dann still lagen, da werden wir noch zu kommen später, aber sie sprießen langsam.

Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen und gucken wen so Leute, wie Steve Bannon oder Dugin oder eben Charles Z. Ritter, gerne lösen. Erlesen, also wen die auf dem Nachtisch haben abends. Und es ist nun mal leider Steiner in allen drei Fällen, wobei Bannon und Steiner kann ja nicht zusammenbringen, die anderen beiden schon.

Und es ist auf jeden Fall hier unser guter Freund, genau. Mit Orient und Occident werden dann die Grundzüge der traditionellistischen Philosophie richtig festgegossen, obwohl der Gedanke in Orient und Occident nicht explizit zum Ausdruck kommt, aber die angemessene traditionelle Lärde, die der Westen assimilieren musste, um zu überleben, ein Ausdruck der immerwährenden Wahrheit, wie sie in der Landtroposition General-Deleted Doctrine Hindu beschrieben wird, die in der Tat eher eine Einführung in das genusche Verständnis von orientalischer Metaphysik in Anführung allgemein als spezielles Hinduismus ist.

Also der Titel ist da, das ist da ein bisschen fehlleitend. Zu den verdächtigen niederen Mächten, die sich seinem Projekt anscheinend entgegen stellten und über die er da mal wieder schreibt, gehörten auch die Organisationen der geheimen Initiativen, auch wenn sie nicht spezifisch erbeent werden im Buch, also die Theosofen, die Magier in England und die Okkultenzirke, die er da zu seinen Feinden gemacht hat.

Das ist ein bisschen als, wie wenn ich sagen würde jedes Mal, wenn der Pod-Vinipodcast Aufnahme scheitert, weil ich das Audio mal wieder verkackt habe, dass ich das auf die Flüche der Theosofen schieb oder irgendwelche Viren, die mir von der antroposophischen Gesellschaft auf den Rechner gespielt wurden.

Also das ist ungefähr so das Niveau, auf dem sich Genos ärge über die niederen Mächte hier immer wieder bewegt. Das Buch ist generell die Geschichte des Versuches, der verschiedenen Versuche Genos Projekt in die Tat umzusetzen, eine Elite zu bilden und die traditionelle Zivilisation im Westen wiederherzustellen, so wie er sich das vorstellt.

In den 1920er Jahren hat er darauf sechs weitere Bücher veröffentlicht, von denen die wichtigsten der Mensch und seine Zukunft nach der Welt Danter, also nochmal der spezifische Bezug auf diese neue Form von Hinduismus 1925 ist und die Krise der modernen Welt von 1927. Ich habe ein Zitat hier aus die Krise der modernen Welt.

So lange die westlichen Menschen sich einbilden, dass es nur einen einzigen Typus der Menschheit gibt, dass es nur eine Zivilisation in verschiedenen Entwicklungsstadien gibt, wird kein gegenseitiges Verständnis möglich sein. Und das war tatsächlich ein Punkt, wo ich ihn zugestimmt habe und wo ich mich an unsere Folge erinnert gefühlt habe zu den neuen Anfängen, die ich mir dir neulich gemacht habe, von David Craver und David Weacrow, das Buch, wo wir ja tatsächlich, also es war so, das Zitat habe ich ja extra rausgesucht, weil ich hier eine Stelle hatte, wo ich sagen muss, ja, da hätte er recht, wenn er den Eurozentrismus seiner Zeit angreift und es kann man heute immer noch genauso sagen, wie es damals gilt, ich war vor 100 Jahren, dass man nicht alles

unter quasi diesen einen Maßstab puttern darf, um Verständnis zu haben. Wenn ich in ein anderes Land gehe, zum Beispiel nach Indien und die ganze Zeit den Leuten erklärt, dass sie nur noch nicht so weit sind und im Nächsten schon auch noch quasi zum erhalten Euro, zum erhalten selbst eines Europäers gelangen können und das unbewusst oder bewusst vertreten, das leider viele Menschen, die im Ausland unterwegs sind außerhalb von Europa, dann ist es genau das, was er hier angreift und das ist ein absolut richtiger Punkt.

Es gibt nicht die europäische Lösung für die Welt und genauso wenig muss am deutschen Wesen die Welt genesen und im Endeffekt spielt das alles so ein bisschen in diesen kolonialistischen Glauben oder kommt aus diesem kolonialistischen Füllhorn der Ideen, dass der Westen eben generell die Richtung vorgibt und der Rest der Welt zufolgen hat, was kulturelle Entwicklung angeht.

Und da verstehe ich auch Genossgefühl dagegen, aber ich verstehe halt nicht seinen Grund an, sozusagen, die Lösung dafür sind kleine Eliten, die esoterische Rituale vollführen und irgendwelche alten Wahrheiten wieder reaktivieren, dafür bin ich einfach zu gern Materialist, da dafür geht es mir einfach auch zu gut, spirituell als Materialist, da kann man mal ein anderes Mal drüber reden.

Die Krise der modernen Welt ist ein spannendes Buch, weil es nicht nur stilistisch, organisatorisch, eine Verbesserung im Vergleich zu den frühen Werten darstellt, also ein guter Einstieg, wenn ihr genau lesen wollt, steigt gerne direkt mit die Krise der modernen Welt eins, liest sich mit am besten, sondern weil sie auch das Konzept der Inversion der Umkehrung noch mal weiter verfeinert.

Neben einem Kapitel über das soziale Chaos wird der Individualismus als moderner Aperglaube und moderne Illusion erörtert, genau erklärt, wie der moderne Individualismus in Wirklichkeit die echte Individualität seiner Meinung nach zerstört, indem die Leute nicht mehr wissen, wo sie in der Gesellschaft hingehören.

Sowohl das soziale Chaos als auch der Individualismus war 1907. 1927 ein Thema und sind natürlich heute auch wieder aktueller denn je ein Zitat dazu. Im religiösen Bereich kann dasselbe über jene Art von Apologetik gesagt werden, die behauptet mit den Ergebnissen der modernen Wissenschaft über einzustimmen.

Ein völlig illusorisches Unterfangen, das ständig einer Revisionbedarf. Eines, das auch das Risiko birgt, die Religionen mit sich änderten und vergänglichen Vorstellungen zu verknüpfen, von denen sie vollkommen unabhängig bleiben muss. Noch wichtiger ist, dass die Krise der modernen Welt mit einer Erörterung des hinduistischen Konzepts der zyklischen Welt beginnt, das Geist der Einstieg, in der das letzte Zeitalter, das Kali Yuga, das wörtlich vierte Zeitalter von genau als dunkles Zeitalter bezeichnet, eine sechstausendjährige Periode des Niedergangs ist.

Das ist eben der Medantafilosophie so. Es ist das Kali Yuga, in dem wir uns gegenwärtig befinden und das hat die rechte Szene, die esoterische Szene und die anthebimoternistische Szene langfristig beeinflusst und er ist quasi neben Leuten wie Savitri Devi, die dann im esoterischen Hidlerismus und so anhängen, eben eine der Personen, die diese Theorie des Kali Yuga ist, immer wieder auf die Jetztzeit beziehen und sagen.

Deswegen die Moderne ist das die letzte Phase des Kali Yugas, bevor quasi die Welt aufhört, das Ende der Welt, bzw. zyklisch gesagt, bevor danach wieder ein goldendes Zeitalter anbricht, eines von beiden, je nachdem wie apokalyptisch man das Ganze sich vorstellt oder denkt. Und diese Idee, dass wir im Kali Yuga sind, ist von genau im Westen verbreitet worden, was ich sehr spannend finde, weil das einem immer wieder unterkommt und die Umkehrung, die Inversion, seien eben dabei nicht nur ein besonderes Kennzeichen der Moderne, sondern eben auch speziell des Kali Yuga.

Hier nochmal zwei lange Zitate aus die Krise der modernen Welt, ich glaube ich sage nach dem ersten kurzwas, aber bitte. Die Westler, stets getrieben von diesem Bedürfnis nach Pro-Silitismus, das ihnen so eigen ist, haben es geschafft, ihren antitraditionellen und materialistischen Geist in gewissem Maße bei anderen Völkern einzuführen.

Und während die erste Form der Invasion im Grunde nur die Körper erreichte, vergiftet diese die Intelligenzen und tötet die Spiritualität. Die eine hat übrigens die andere vorbereitet und möglich gemacht, sodass es letztlich nur durch brutale Gewalt war, dass sich der Westen überall durchsetzen konnte.

Und es konnte nicht anders sein, denn darin liegt die einzige wirkliche Überlegenheit seiner Zivilisation, die in jeder anderen Hinsicht unterlegen ist. Die westliche Invasion ist die Invasion des Materialismus in all seinen Formen, und es kann nichts anderes sein. Alle mehr oder weniger heuchlerischen Verkleidungen, alle moralistischen Vorwände, alle humanitären Deklamationen, alle Geschicklichkeiten einer Propaganda, die sich bei Gelegenheit einschmeicheln gibt, um ihr Zerstörungsziel besser zu erreichen, können nichts gegen diese Wahrheit ausrichten, die nur von Naiven oder von Jeden bestritten werden kann, die irgendein Interesse an diesem wahrhaft zartanischen Werk haben.

Im strengsten Sinne des Wortes. Genau jetzt kommen die spannende Fußnote, der ich da auch mit drin habe, nicht nur mit der Invasion, sondern eben auch, weil wir hier tatsächlich jetzt in den Bereich kommen, wo die Moderne an sich als zartanisch bezeichnet. Ganz spannender Punkt finde ich. Hier ist immer wieder in meinem Milieu angekommen.

Zartan, auf Hebräisch, ist der Gegner. Das heißt derjenige, der alle Dinge umkehrt und sie gewissermaßen in den Rückwärtsgang versetzt. Es ist der Geist der Verneinung und der Umstürzung, der sich mit der absteigenden oder minderwertigen infernalischen Tendenz identifiziert, die die Wesen in diesem Prozess der Materialisierung verfolgen, nachdem sich die gesamte Entwicklung der modernen Zivilisation vollzieht.

Materialismus ist des Zartans. In dem Protokoll der Weisen von Zion haben wir gelesen, dass es scheinbar eine Erfindung der jüdischen Weltverschwörung war, um die Christen quasi auszurotten. Hier sehen wir, es ist direkt zartanisch. Und jetzt noch ein zweites Zitat, was seine Haltung zur Demokratie nochmal schön umreißt.

Das entscheidendste Argument gegen die Demokratie lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Das höhere kann nicht aus dem Niederen hervorgehen, da das größere nicht aus dem Kleineren hervorgehen kann. Dies ist eine absolute mathematische Gewissheit, der nichts widersprechen kann. Und es sei angemerkt, dass das selbe Argument auf eine andere Ordnung der Dinge angewendet, auch gegen den Materialismus angeführt werden kann.

Dies ist nicht zufällig, denn diese beiden Haltungen sind viel enger miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es ist überdeutlich, dass das Volk keine Macht verleihen kann, die es selbst nicht besitzt. Ware Macht kann nur von oben kommen, und deshalb kann sie, nebenbei bemerkt, nur durch die Sanktion von etwas, das über der sozialen Ordnung steht, legitimiert werden.

Das heißt, durch eine geistige Autorität, denn anderenfalls ist sie lediglich eine Fälschung von Macht, die durch das fehlendecklichen Prinzips nicht gerechtfertigt werden kann, und entehr es nur Unordnen und Verwirrungen leben kann. Ja, es ist kein Fan des demokratischen Gesellschaftsvertrags, sagen wir so, und dieser krassen Autoritarismus, dieser Elitarismus scheint, da finde ich, schön durch hier.

Ja, 1929 hat er dann noch ein Buch für öffentlich spirituelle Autorität und zeitliche Macht, in denen er dann das noch ein bisschen weiter ausdefiniert, wie er quasi sich eine sekulare, kritisiertes, sekulare Herrschaft und wie er sich quasi eine legitime Herrschaftsform zwischen priesterlichen Heiligen und königlichen Instanzen quasi vorstellt, ausgehen von diesen Überlegungen führt genau dann den Ursprung der modernen Abweichung oder Inversion.

Noch mal, wie? Er hat vorher schon auf die Renaissance zurückgeführt und in diesem Buch spirituelle Autorität und zeitliche Macht führt er den Ursprung der Inversion auf den Untergang und die Zerstörung des Templerordens im Jahr 1314 zurück. Wie kommt er da raus? Wunderschön, also einfach auch, dass er da jetzt wieder so, hier, unser esoterischer Hitlerismusmann, der so auf die Templer Serrano, Miguel Serrano, da habe ich das dran erinnert, quasi der ja auch so possession war vom Heiligen Kral und dem Templerorden und der Nazis.

Genau jetzt hier in 29, nicht besessen von den Nazis, aber besessen von der Idee, dass die Templer quasi die letzte, letzte Mal legitime, geheime, sakrale Macht irgendwie ausgeübt hätten und quasi eine perenniale Philosophie-Weisheit eine vertreten haben und dass sie dann, der Templerorden wurde 1314 dann vernichtet, vor allem vom französischen König angeführt, weil der französische König zu viele Schulden bei ihnen hatte.

Er dreht das Ganze aber um und sagt, das ist 1314 passiert, weil die eine Wahrheit hatten und in dem Moment hat sich die Invasion durchgesetzt und der weltliche König hat sich gegen die sakrale rechtmäßig gemachtes Templerordens durchgesetzt, hat er abgeschlachtet, um sicher zu gehen, dass das ein Ende nimmt, quasi als letzte legitime Tradition.

Die dritte Hauptzäule des Traditionalismus ist die Intuition, die wir in der nächsten Folge am Lebenslauf von Genors und seiner sehr langen und wirren Suche nach der richtigen Initiation für ihn bzw. nach der echten finalen Initiation irgendwie. Genau, das werden wir anhand von seinem Lebenslauf und in der nächsten Folge anschauen.

Ich habe zum Abschluss der heutigen Folge noch ein Zitat aus einem Artikel von Renaud Fabry, der ist glaube ich auch Perennialist und der hat da zu einem, in einem Artikel zu genau einen sehr schönen Überblick zu dem Thema nochmal geschrieben, kurz und knapp das alles zusammengefasst, was wir heute so gehört haben.

Vielleicht ist das ganz gut, wenn ich das nochmal von jemandem kurz und knapp hier umreißen las. Moderne Tradition und Ur Tradition zu der Tite. In Ablehnung des Fortschrittsgedankens und des Aufklärungsparadigmas beschreiben die perennialistischen Autoren die moderne Zivilisation als eine pseudodekadente Zivilisation, die die niedrigsten Möglichkeiten des Kali-Yuga, des dunklen Zeitalters der hinduistischen Kosmologie, verkörpert.

Die modernen Irrtum setzen die Perennialisten eine immerwährende Weisheit göttlichen Ursprungs entgegen. Eine Ur Tradition, die vom Ursprung der Menschheit an überliefert und von jedem echten Gründer einer neuen Religion teilweise wiederhergestellt wird. Perennialisten haben eine sehr spezifische Definition von Tradition.

Für Geno und seine Anhänger hat die Tradition keinen menschlichen Ursprung, sondern kann als ein vom Himmel geoffen Bartes Prinzip betrachtet werden, das den Menschen an seinen göttlichen Ursprung bindet. Jenseits der Vielfalt der religiösen Formen erkennen sie eine einzige Tradition. Sie behaupten, dass die historisch getrennten Traditionen nicht nur denselben göttlichen Ursprung haben, sondern auch auf denselben metaphysischen Grundsätzen beruhen, die manchmal als Philosophia Pyrénis bezeichnet werden.

Soweit sich feststellen lässt, ist der Begriff Philosophie der Philosophie Pyrénis modern und taucht erstmals in der Renaissance auf. Zwar wird der Begriff Philosophie Pyrénis weit hin mit dem Philosophen Leibniz in Verbindung gebracht, der ihn wiederum dem Theologen Augustinus Stoikius aus dem 16. Jahrhundert verdankt.

Aber das Ideal einer solchen Philosophie ist viel älter und man könnte es leicht in der goldenen Kette sehra des Neu Platonismus in der patristischen Lex Primordialis im islamischen Dilen Al-Fitra oder sogar im hinduistischen Sanatana Dharma erkennen. Ja, das ist doch eine schöne Zusammenfassung, oder?

Das bindet das Ganze doch ganz gut ab, was diese Pyrénialisten und die Traditionialisten davon vor allem wollen und was die so ausmacht. Mir ist diese Persoidee, dass es da eine Urweisheit gibt, die vom Himmel auf die Erde dem ersten Menschen gegeben wurde und die dann irgendwie tradiert wird, also diese Idee, dass Tradition nichts Mensch gemachter sei, ist für mich absoluter Quatsch, muss ich sagen.

Und er führt dazu, dass es genau immer wieder enthäuscht wird für einen menschlichen, doch allzu menschlichen Tradition, die er nacheinander, den er nacheinander begegnet, so. Und vielleicht ist es eben auch diese Sehnsucht nach einer besseren Philosophie, einer besseren Religion als für sie haben, wenn man sich alle philosophischen und religiösen Systeme anguckt und am Ende sagt, naja, es ist nichts davon, es muss irgendwas tiefer liegen, das dahinter liegen, das geben, was dem allen zugrunde liegt und dann mache ich mir mein eigenes Ding draus, na?

Vielleicht ist es auch einfach die Sehnsucht nach was Reinerem, nach was weniger menschlichem, als wir es in allen menschlichen Religionen eben haben auf dieser Welt. Und ich sehe auch diese Auseinandersetzung mit der Moderne, die er da vorantreibt. Ich sehe nur seine Schlüsse nicht, die er da rauszieht.

Schreibt uns gerne in die Kommentare, also sowohl auf Spotify als auch auf YouTube und sonst wobei Apple Podcast, was ihr von der Folge haltet, was ihr glaubt ihr an eine unveränderliche Weisheit, die wir verloren haben, die große Tradition mit einem großen Tee vorne oder seht ihr das eher wie ich? Schreibt es uns in die Kommentare, teilt die Folge mit Leuten, die euch immer wieder erzählen, dass das auch alles das Gleiche ist.

Und ja, er empfehlt uns weiter, wir freuen uns über die neuen Hörerinnen und Hörer, die hier mal mit dazu kommen. Vielen Dank für unsere Unterstützerinnen und Unterstützerinnen auf Patreon, hier die Liste der Menschen, die uns unterstützen und gerne vorgelesen werden wollen. Ihr könnt euch da eintragen, wenn ihr uns unterstützt in die Liste auf Patreon, dann lesen wir euch am Ende immer vor und bedanken uns extra noch bei euch.

Vielen Dank für die Unterstützung, für alle, die uns unterstützen wollen, kommt gerne vorbei, gebt uns ein Bier aus im Monat und bekommt die Folgen ohne Werbung und Frühjahr und Extra Content und Updates und vieles mehr. Genau, also vielen Dank für die Unterstützung an den cooleren Herr Fischer vom Ardenngymnasium, Fanny Dietrich, Freya, Stuart und Onkel Diddy, der jetzt neu in der Liste dabei ist.

Vielen Dank Onkel Diddy. Bis nächste Woche ansonsten, ich hatte eine sehr gute Zeit und nächstes Mal das wirre Leben von Geno. Bis dann. Bis bald. Tschüss.

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