
Alle Zeit der Welt· Staffel 1· Folge 84
Mord in Moskau: Die Verschwörung gegen Graf von Mirbach
Freitag, 2. August 2024 · 6 min
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Shownotes
Am 6. Juli 1918 ereignete sich in Moskau ein Terrorakt. Im Roten Saal der deutschen Botschaft wurde der Botschafter Kaiser Wilhelms II. in Sowjetrussland, Wilhelm Graf von Mirbach-Harff, ermordet. Die Attentäter, Jakov Bljumkin und Nikolaj Andreev, waren Mitglieder der Partei der linken Sozialrevolutionäre, die bis März 1918 gemeinsam mit den Bolschewiki die Regierungskoalition bildete.
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Quellen & Literatur:
Boris Chavkin, Die Ermordung des Grafen Mirbach, www1.ku.de/ZIMOS/forum/docs/ChavkinMirbach.htm
de.wikipedia.org/wiki/Jakow_Grigorjewitsch_Blj…
familie-von-mirbach.de/?page_id=60
deutsche-biographie.de/gnd120125447.html#ndbco…
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Alle Zeit erwählt. Um 14.15 Uhr, des 6. Juli 1918, fuhr ein dunkles Auto, in dem sich zwei junge Männer namens Blunkin und Andréev befanden, vor dem Haus der deutschen Botschaft in Moskau vor. Blunkin stieg aus und wies den Fahrer an den Motor nicht abzustellen. Dem Pförder der Botschaft zeigten die beiden Männer, die VCK Bescheinigung und verlangten eine persönliche Zusammenkunft mit dem Grafen von Mirbach, dem deutschen Botschafter.
Man führte sie durch das Westibül in einen Saal hinein und forderte sich auf, sich ein wenig zu gedulden. Der Botschafter, der von dem in Vorbereitung befindlichen Attentat gehört hatte, vermied sonst Treffen mit Besuchern, erfuhr jedoch, dass offizielle Mitglieder der bolge-wistischen Vertretung des VCK gekommen waren und beschloss sie zu empfangen.
Mirbach schloss sich Dr. Ritzler und der leutnant Müller als Dollmatcher an. Die Unterhaltung dauerte über 25 Minuten. Blunkin legte den Botschafter Papiere vor, die angeblich von der Spionage-Tätigkeit des Verwandten des Botschafters zeugten. Einen anderen Mann namens Mirbach, der verhaftet wurde vor Kurzeren.
Mirbach bemerkte, also der deutsche Botschafter, er sei diesem Verwandten nie begegnet und sein Schicksal sei ihm vollkommen gleichgültig. André fragte, ob der Graf nicht von den Maßnahmen erfahren wolle, die die Sowjet-Regierung ergreifen wolle, vorhabe. Der Graf nickte. Darauf holte Blunkin seiner Herr Revolver hervor und schoss.
Er gab drei Schüsse ab, auf Mirbach, auf Ritzler und auf Müller, aber alle dreimal verfehlte er das Ziel. Mirbach sprang von seinem Sessel auf und lief weg. André auf eine Bombe, aber sie detonierte nicht. Darauf schoss André auf Mirbach und verwundete ihn tödlich. Blut überströmt, lief viel Mirbach auf den Teppich.
Blunkin aber hob die Bombe auf, die nicht detoniert war und warf sie heftig noch einmal. Eine Explosion ertönte dieses Mal, unter deren Deckung die beiden Mörder zu entfliehen versuchten. Die Terroristen ließen die VCK-Bescheinigung, den Fall Robert Mirbach, und die Mappe mit einer vorrätigen Sprenganlage auf dem Tisch liegen, sprangen durch das durch die Detonation eingeschlagene Fenster hinaus und randen durch den Garten auf den Wagen zu.
Wenige Sekunden später saß André vom Wagen Blunkin, aber hatte sich beim Sprung aus dem Fenster einen Bein gebrochen. Müser und versuchte er über den Zaun zu klettern. Von Botschaftshaus aus eröffneten die Deutschen ein unregelmäßiges Feuer. Eine Kugeltraf Blunkin am Bein, aber auch er konnte den Wagen noch erreichen.
Der Fahrer drückte das Gaspedal voll durch und der Wagen raste in die Swiss Cialeski Straße zum Stab vom Popos. VCK-Abteilung. Hier wurde Blunkin das Kopfhag geschnitten, der Bart abrasiert. Er selbst in eine rotarmisten Uniform gesteckt und in einen in den der nähegelegenes Lazarett überführt. Zitat daran, dass wir aus der Botschaft im Flien konnten, ist ein unvorhergesehener ironischer Zufallschuldschrib um Kincepst.
Um 3 Uhr 15 starb Wilhelm Graf von Mirbach. Er war zu dem Zeitpunkt 47 Jahre alt. Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Alle Zeit der Welt. Heute wieder einmal, das zweite mal jetzt nur mit mir allein. Das ist eine ganz spontane Aufnahme heute. Das Ganze wird auch für alle, die hier zum kostenlosen Fied hören, eine Premium-Folge und nicht zur Gänze zur Verfügung stehen.
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Dadurch, dass das Ganze heute auch ein bisschen spontan ist auf Patreon, ist die Hörerschaft einfach noch ein bisschen kleiner und kontrollierter. Das heißt, soll sie die Aufnahme jetzt heute nicht ganz optimal gelingen wegen der Spontanität, dann verzeihen mir das meine Patreon-Unterstützer und Unterstützerin hoffentlich eher als die Haarsche-Öffentlichkeit des Internets.
Genau. Wir sprechen heute die Ermordung des deutschen Botschafters 1918 in Moskau, die Ermordung des Grafen von Mirbach und die damit zusammenhängende Verschwörung. Endlich mal habe ich ein Beispiel, was keine Verschwörungstheorie ist und kein Verschwörungsglauben, sondern tatsächlich eine echte Verschwörung aus der Zeit der russischen Revolution innerhalb der Kader der Wolcheviki.
Und ja, und wir haben ganz spannende Lebensläufe dabei, vor allem werden wir uns am Ende noch kurz das Leben von Plumkin anschauen, einem der Mörder, der ein unfassbares Leben gelebt hat in sehr bewegten Zeiten da. Ja, so viel dazu. Wenn ihr das hier auf einem kostenlosen Feed hört, dann schätze ich, wird es jetzt demnächst hier karten.
Ich bedanke mich und bis nächste Woche. Ich befinde mich gerade im Urlaub wahrscheinlich, wenn das hier publiziert wird. Das heißt, hoffentlich bis nächste Woche, ansonsten bis über nächste Woche, je nachdem, wie ich es dahin bekomme, nachdem ich zurück bin. Vielen Dank fürs Zuhören, für die Unterstützung.
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