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AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie· Staffel 2· Folge 129

AstroGeoPlänkel: Marsluft, kosmisches Ende und Luftzerplatzer

Donnerstag, 18. Dezember 2025 · 1 h 24

MP3

Shownotes

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! (astrogeo.de/unterstuetze-uns)

In dieser Folge widmen sich Franzi und Karl dem Feedback zu den letzten Geschichten im AstroGeo Podcast. Besonders gefallen hat ihnen eine E-Mail von einer österreichischen Alm, mit Milchstraße, Satelliten und kindlichem Staunen über das „Mittendrinsein“ im Weltall.

Franzi und Karl gehen der Frage nach, warum eine Astronautin am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs für weit entfernte Beobachter so wirkt, als sei sie eingefroren. Außerdem geht es um Singularitäten, Gravitation und der Frage, was wir wirklich „sehen“, wenn wir Bilder von Schwarzen Löchern betrachten.

Auch zu unserem Nachbarplaneten Mars gab es Fragen: zu seiner dünnen Atmosphäre und ihrer chemischen Zusammensetzung, zu realen und hypothetischen Fluggeräten, sowie zu historischen Irrtümern. Und dann wäre da auch noch die künftige Besiedlung des Roten Planeten durch Menschen: Karl zweifelt am vermeintlich wirtschaftlichen Geschäftsmodell von SpaceX, das derzeit bereits diverse dramatische Folgen auf das Gemeinwohl auf der Erde hat. Es geht aber nicht nur um die fehlende Nachhaltigkeit von kommerziellen Unternehmen: Karl erzählt vom Buch „A City on Mars (en.wikipedia.org/wiki/A_City_on_Mars)“, das von der menschlichen Fortpflanzung jenseits der Erde handelt, die bis heute zahlreiche biologische und damit auch ethische Fragen aufwirft.

Schließlich gibt es Fragen zum Ende – genauer gesagt zu Franzis Folge über das Ende des Universums. Es geht um den Big Rip, den Big Crunch, den Big Freeze oder ob der Urknall eigentlich durch die uns bekannten Naturgesetze ausgelöst wurde. Wir sprechen auch darüber, ob im AstroGeo Podcast abseitige wissenschaftliche Hypothesen vorgestellt werden sollten, wo Franzi und Karl ihre Rolle als Journalisten sehen – und wo nicht.

Quelle: nerdculture.de/@fee

Karl beantwortet auch eure Fragen zu Sodom und Gomorra und dem vermeintlichen Luftzerplatzer eines Meteoriten in der Bronzezeit: Hörende erzählen vom real existierenden Peer Review oder ihren Erfahrungen mit Bibeltexten.

Weiterhören bei AstroGeo

• Folge 120: Raumzeit-Riss: Wie Karl Schwarzschild auf Schwarze Löcher stieß (astrogeo.de/riss-in-der-raumzeit-wie-karl-schw…)

• Folge 123: Weiße Zwerge – die Rettung vor dem Schwarzen Loch? (astrogeo.de/weisse-zwerge-die-rettung-vor-dem-…)

• Folge 124: Cygnus X-1: Wie findet man ein Schwarzes Loch? (astrogeo.de/cygnus-x-1-wie-findet-man-ein-schw…)

• Folge 126: Von Marskanälen zum Wolkenatlas: Dünne Luft auf dem Mars (astrogeo.de/ag126-von-marskanaelen-zum-wolkena…)

• Folge 127: Aus und vorbei: Das Universum und sein Ende (astrogeo.de/aus-und-vorbei-das-universum-und-s…)

• Folge 128: Bröckelnde Beweise: Was hat Sodom und Gomorra zerstört? (astrogeo.de/biblische-bilder-broeckelnde-bewei…)

Weiterführende Links

• Kommentar Klaus Kassner zu AG124 Wie findet man ein Schwarzes Loch? (astrogeo.de/cygnus-x-1-wie-findet-man-ein-schw…)

• WP: Lettere (Galileo)/VIII/c (italienisch) (it.wikisource.org/wiki/Lettere_(Galileo)/VIII/c)

• BR: Warum ist das Universum so? Eine physikalische Sinnsuche, von Franzi (br.de/mediathek/podcast/radiowissen/warum-ist-…)

• Arte: Geburt des Christentums (youtube.com/playlist?list=PLHojeOC3kHtn8MTiQOh…) (YouTube-Link)

• WP: A City on Mars (Buch) (en.wikipedia.org/wiki/A_City_on_Mars)

• T3N: Nasa schlägt Alarm: Wie Starlink und Co. die Weltraumforschung sabotieren (t3n.de/news/nasa-schlaegt-alarm-wie-starlink-u…)

Episodenbild: Public Domain: John Martin (1852); ESO; NASA/JPL-Caltech/MSSS/Simeon Schmauß

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Karl Urban Hallo bei Astrogeo, dem Podcast der Weltraumreporter. Ich bin Karl Urban.

Franziska Konitzer Und ich bin Franzi Konitzer.

Karl Urban Und wir sind zwei Wissenschaftsjournalisten, die sich hier abwechselnd eine Geschichte aus der Astrophysik und aus der Geologie erzählen. Und heute ist es endlich mal wieder an der Zeit, dass wir uns mit eurem Feedback zu unseren Geschichten beschäftigen. Es gibt also heute keine neue Geschichte, sondern stattdessen gibt es eure Rückmeldungen in Form des Astrogeo-Plinkels.

Franziska Konitzer Das ist die Folge 129 von Astrogeo und wenn ihr euch nicht fürs Feedback interessiert oder ihr die vorangegangenen drei Folgen noch nicht gehört habt, dann könnt ihr wahlweise drei Folgen zurückspringen und erstmal die anhören oder ihr überspringt einfach das heutige Astrogeo-Plenkel und wartet auf die nächste Geschichte, denn die gibt es voraussichtlich schon in zwei Wochen.

Karl Urban Genau, ja, wir sind auch ein bisschen von unserem Rhythmus abgewichen, also aus verschiedensten Gründen, das heißt, es gab jetzt schon drei Folgen, zwei von mir, eine von dir, über die wir heute mindestens sprechen müssen, vielleicht sogar ein bisschen mehr, aber ich würde sagen, wir fangen mal an mit unserer noch relativ neuen Kategorie, unserem Loop des Monats, Wobei Monat ein bisschen irreführend ist, weil das letzte Geplänkel tatsächlich schon zwei Monate her ist.

Karl Urban Deswegen können wir es nennen, Loop des Geplänkels vielleicht.

Franziska Konitzer Ich überlege mir noch ein lustiges Wortspiel dafür.

Karl Urban Ja, wir brauchen noch was Besseres. Ihr dürft auch gerne mit brainstormen. Auf jeden Fall kommt dieses Lob diese Woche aus einer E-Mail, die wir von Teresa bekommen haben. Magst du diese E-Mail vorlesen, Franzi?

Franziska Konitzer Sehr gerne. Teresa schreibt. Ich lausche euren Geschichten nun seit etwa einem Jahr. Am liebsten während meiner Aufenthalte auf unserer Alm in Salzburg auf 1600 Metern Höhe, dort, wo die Milchstraße so unglaublich leuchtet. Kleine Geschichte am Rande. Mein Sohn war mit uns auf der Alm und durfte noch länger aufbleiben.

Franziska Konitzer Beim Betrachten des Nachthimmels hat er plötzlich einen Stern gesehen, der sich bewegt hat. Einen Satelliten, wie wir ihm erklärt haben. Er meinte nur so, ja, aber das kann nicht sein, Satelliten fliegen doch nur ganz weit weg im Weltall. Und wir so, ja, das ist das Weltall, was du siehst. Wir sind einfach mittendrin.

Franziska Konitzer Sein zuerst Ungläubiges, dann Erstauntes und schließlich vor Freude strahlendes Gesicht werde ich nie vergessen. Danke, liebe Teresa. Das ist total schön.

Karl Urban Willkommen in unserer Welt. Ja, sehr schön. Ja, also vielen Dank. Damit kommen wir direkt zum inhaltlichen Feedback. Und zwar müssen wir nochmal über schwarze Löcher reden. Also genauer über deinen Dreiteiler, über theoretische Singularitäten, weiße Zwerge und die Entdeckung des ersten schwarzen Lochs Cygnus X1.

Karl Urban Das waren die Astrogeo-Folgen 120, 123 und 124. Was wollen wir machen? Soll ich einfach mal was vorlesen?

Franziska Konitzer Ja, ich würde sagen, mal gucken. Es gab noch ein paar Fragen. Und da kann ich mir Mühe geben, die zu beantworten.

Karl Urban Genau. Dann fange ich doch mal mit der Mail von Carola an. Carola schreibt, beim Kartoffelsalatschnibbeln, fängt schon richtig gut an, finde ich, höre ich gerade die Folge über Cygnus X1, in der du erwähnst, dass man schwarze Löcher nur indirekt beobachten kann. Letzte Woche habe ich mir im Planetarium Hamburg eine Vorstellung zu schwarzen Löchern angesehen, in der von der erstmaligen Aufnahme eines Schwarzen Lochs berichtet wurde und die auch gezeigt wurde.

Karl Urban Die Aufnahme ist von keinem geringeren Schwarzen Loch als Sagittarius A. Ich würde mich sehr freuen, wenn du dazu in der nächsten Folge berichten und gegebenenfalls klarstellen könntest, was der aktuelle Stand ist. Viele Grüße aus Hamburg von einer Quantenphysik-Liebhaberin, die Steine mag. Das freut mich besonders.

Franziska Konitzer Was, die Quantenphysik oder die Steine?

Karl Urban Beides.

Franziska Konitzer Also, ja, das kann ich klarstellen. Also die erste Aufnahme von einem schwarzen Loch in dem Sinne war auch nicht Sagittarius A-Stern, sondern M87. Ich weiß jetzt nicht, welche von beiden du gesehen hast, Carola, aber es ist auch egal, weil es schaut eigentlich beides ziemlich gleich aus. Das ist dieser orangene, verschwommene Kringel.

Franziska Konitzer Das ist in dem Sinne zwar eine direkte Aufnahme, also sehr komplexe Aufnahme, aber auch die zeigt das schwarze Loch an sich nicht. Weil was sie zeigt, ist die unmittelbare Umgebung eines schwarzen Loches. In dem Sinne, man sagt immer den Schatten eines schwarzen Loches. Weil was ist ein schwarzes Loch, wenn ich sage, okay, das schwarze Loch fängt da an, wo der Ereignishorizont ist?

Franziska Konitzer Dann kann man das nicht mehr sehen und nicht beobachten. Wenn man davon eine Aufnahme machen würde, würde man nichts sehen, weil, wie gesagt, das schwarze Loch selber strahlt nichts aus. Das ist auch vielleicht die Hawking-Strahlung, die man nicht beobachten kann, wenn es sie gibt. Und deshalb sind alle Beobachtungen trotzdem nur indirekt.

Franziska Konitzer Aber diese Aufnahmen, es ist die Aufnahme von einem schwarzen Loch. Aber ja, es ist auch der Jahreszeit geschuldet. Vielleicht dieser Vergleich ist es ein bisschen so, wie wenn du ein eingepacktes Weihnachtsgeschenk fotografierst und dann kann ich auch sagen, das ist die Aufnahme von einem Teddybär, aber die Weihnachtsgeschenkverpackung ist halt noch drumherum.

Franziska Konitzer So, ein bisschen so kann man sich das vorstellen. Und deshalb, ja, das meinte ich mit Schwarze Löcher, lassen sich nur indirekt beobachten. Weil auch wenn man direkt drauf hält und guckt, was da ist, wird man das Schwarze Loch selbst nicht direkt beobachten oder sehen können. Und ich hoffe, das macht es etwas klarer.

Karl Urban Aber es sieht doch aus wie ein Loch.

Franziska Konitzer Ja, aber es ist halt nicht das schwarze Loch, was man da sieht in dem Zentrum, in dem schwarzen Zentrum von diesem orangenen Donutkringel. Aber ja, ich hoffe, ich konnte das klarstellen.

Karl Urban Okay, genau. Also es ist nicht so einfach, wenn man sich dann noch überlegt, wie diese Bilder überhaupt gemacht werden, wie viele Teleskope man da zusammenschaltet und was sie dann mit den ganzen Daten machen. Viele Festplatten voll, das verkompliziert die Sache dann noch weiter. Aber machen wir weiter. Eine E-Mail von Rolf, der schreibt, ein Stern hat eine bestimmte Anziehungskraft, die von seiner Größe abhängig ist und nicht nur ihn, sondern auch das System um ihn herum zusammenhält.

Karl Urban Wenn so ein großer Stern explodiert und einen großen Teil seiner Masse abstößt, wie kann es sein, dass der übrigbleibende Rest eine immer größer werdende Gravitation bekommt, die größer ist als die Gravitation des vier größeren Ursprungssterns?

Franziska Konitzer Die Frage geht von der falschen Annahme aus, nämlich, dass die Gravitation des schwarzen Loches eine viel größere Gravitation als das Ursprungssystem hat. Das ist nicht so. Also am einfachsten lässt sich das vielleicht vorstellen, wenn ich jetzt theoretisch mir vorstelle, dass unsere Sonne, die ja eine gewisse Anziehungskraft hat, ich spreche jetzt von Gravitation als Anziehungskraft.

Franziska Konitzer Wenn diese Sonne sich mit der Masse, die sie hat und allem Pipapo auf einmal in ein schwarzes Loch verwandeln würde, was nicht geht, das wird nicht passieren, aber wenn dem so wäre, dann würde mit der Erde nichts passieren, also mit der Umlaufbahn der Erde. Da wäre nichts anders als vorher, weil die Anziehungskraft der Sonne als schwarzes Loch genauso groß ist wie die Anziehungskraft der Sonne als Sonne.

Franziska Konitzer Ich glaube oder ich vermute ... Dass, Rolf, du vielleicht da ein bisschen stecken geblieben bist, weil die Krux bei einem schwarzen Loch ist eben, dass wenn ich dem zu nahe komme, dann gibt es eben kein Entkommen mehr. Aber das heißt nicht, dass die gesamte Anziehungskraft von dem schwarzen Loch viel größer ist als von dem Körper vorher.

Franziska Konitzer Das fängt dann an, wenn du dann ins Nahfeld kommst von einem schwarzen Loch, Dann fangen da wirklich die großen Unterschiede an. Das ist nämlich auch dann genau der Punkt, wo du dann eben definitiv die allgemeine Relativitätstheorie brauchst, um das Ganze zu beschreiben, was dann wie passiert, wenn du weit weg bist, wie bei meinem Beispiel von Erde und Sonne, reicht die Newton'sche Physik, um die Anziehungskraft zu beschreiben von dem System Erde-Sonne oder Erde-Sonne als schwarzes Loch.

Franziska Konitzer Und hat es das ein bisschen klarer gemacht?

Karl Urban Der entscheidende Punkt ist ja eigentlich auch, dass diese gewaltige Masse eines Sterns halt nicht mehr in der Größe eines Sterns komprimiert ist, sondern in einem Objekt, was irgendwie im Zweifel ein paar Kilometer groß ist. Genau. Und das ändert sehr viel.

Franziska Konitzer Und deshalb wird es dann etwas weird, aber die Gravitation an sich ist jetzt nicht größer als vorher.

Karl Urban Genau. Okay, dann kommen wir zum Kommentar von Rico auf der Webseite astrogeo.de. Da fragt er, warum genau ist der Stern oder die Astronautin, die den Ereignishorizont überschreitet, von außen gesehen eingefroren? Das verstehe ich auch nach dem Lesen des Wikipedia-Eintrags leider nicht. Was passiert mit den Photonen?

Franziska Konitzer Und da hast du dankenswerterweise in dem Gerüst, wo wir alle unsere Fragen sammeln, selber schon dazugeschrieben, Karl, es gibt auf unserer Website AstroGio zu der Folge... Auf diese Frage eine gute Antwort von unserem treuen Hörer Klaus Kassner, die ist sehr ausführlich, deshalb lesen wir die jetzt nicht vor.

Franziska Konitzer Die kurze oder sehr verkürzte Antwort lautet, weil das Licht alle Signale, die, ich sage jetzt mal, die Astronautin, die da, wenn wir bei dem Bild bleiben oder wenn ich das Bild benutze, dass das schwarze Loch wie so eine Art unendlich tiefer Topf ist, Ja, dann sendet ja die Astronautin Lichtsignale aus, während sie in diesen Topf fällt, reißt.

Franziska Konitzer Und wenn der Topf aber unendlich tief ist, dann bräuchte die Signale, die sie aussendet, irgendwann unendlich viel Zeit und müssten eine unendliche Strecke zurücklegen, um aus dem Topf wieder rauszukommen. Und das ist halt dann unendlich lange und deshalb kommt da bei uns nichts mehr an, weil es nie aus diesem Loch herauskommt.

Franziska Konitzer Das ist jetzt sehr verkürzt und sehr vereinfacht. Die detaillierte Antwort gibt es auf der Webseite. Danke an Klaus Kassner. Aber vielleicht hilft das schon ein bisschen weiter, nur um sich es so grob vorzustellen. Also, weil das ja auch genau der Punkt ist für uns, schaut es eben so aus, als ob das eingefroren ist nach außen. Für die Astronautin selber natürlich nicht.

Karl Urban Wir können uns, glaube ich, darauf einigen, dass schwarze Löcher einfach total merkwürdig sind.

Franziska Konitzer Richtig, das ist sowieso.

Karl Urban Also merkwürdig im Sinne unserer Alltagserfahrung, das muss man einfach anerkennen. Und da gibt es ja in der Physik, also gerade wenn man sich von den Größenordnungen unserer normalen Umgebung entfernt, ins Kleine oder ins Große, dann passieren einfach Dinge, die man sich manchmal nicht so gut vorstellen kann.

Franziska Konitzer Oder nie vorstellen kann, ja.

Karl Urban Ja, oder auch einfach überhaupt gar nicht vorstellen kann.

Franziska Konitzer Ja, letztendlich in dem Fall ist es ja wirklich so, unser Alltag wird von den Newton'schen Gravitationsgesetzen. Also wenn wir irgendwas von der Gravitation mitkriegen, dann können wir das alles mit den Newton'schen Gravitationsgesetzen wunderbar beschreiben. Und das ist auch das, was natürlich, weil wir es so jeden Tag erleben, das, was zu unserer Intuition passt und zu unserer Vorstellungskraft.

Franziska Konitzer Aber bei der Relativitätstheorie wird es eben richtig, richtig komisch, weil dann eben Dinge passieren, die wir so im Alltag nie erleben. Und deshalb haben wir dafür per se wenig Intuition. Und deshalb ist das so schwierig, sich das vorzustellen.

Karl Urban So ist das.

Franziska Konitzer Würde ich sagen.

Karl Urban Ja, dann machen wir noch weiter zum Schluss ein weiterer Kommentar von Klaus Kassner. Der schreibt, eine Darstellung möchte ich aber ein wenig zurechtrücken. Schwarzschild wusste, also das ist der Kommentar zu deiner ersten Folge. Karl Schwarzschild wusste nichts von zwei Singularitäten. Er hat seine Lösung nämlich selbst nicht in voller Konsequenz verstanden.

Franziska Konitzer Ja, da geht es um die Tatsache, dass in Schwarzschilds Lösung gab es zwei Singularitäten. Die eine war da, wo der Ereignishorizont war und die andere ist genau im Zentrum des Schwarzen Loches aufgetreten und man hat ein paar Jahrzehnte später verstanden, dass die einzige Singularität, die wirklich, in Anführungszeichen geben sollte, eine physikalische Singularität.

Franziska Konitzer Das ist die im Zentrum des schwarzen Loches und die Ereignishorizont ist keine echte Singularität, sondern ergibt sich aufgrund des verwendeten Koordinatensystems. Lange Rede, kurzer Sinn, ich verspreche hochheilig, dass ich mich diesen Singularitäten in einer eigenen Geschichte und Folge annehmen werde.

Franziska Konitzer Das habe ich ja schon auch bei diesem Dreiteiler gesagt. Ich habe mich um die Singularitäten dann etwas herumgemogelt, indem ich mich auf die Beobachtung von schwarzen Löchern konzentriert habe, beziehungsweise auf das Äußere, allem, was wir mitbekommen. Und das Innere habe ich jetzt mal ausgelassen mit den Singularitäten, weil das dann zu, ja, das hat nicht in diese Geschichten hineingepasst.

Franziska Konitzer Aber es kommt irgendwann eine eigene Geschichte, eine eigene Folge dazu. Ja, und dann kann ich endlich alle letzten Klarheiten beseitigen.

Karl Urban Das ist so, genau. Geschichten erzählen heißt ja auch, wenn es wahre Geschichten sind, irgendwie Dinge wegzulassen, damit die Erzählung funktioniert. Und ansonsten, schwarze Löcher gehen immer. Da kann man immer mal wieder was erzählen, finde ich.

Franziska Konitzer Ja, ich denke halt auch, das ist ein gutes, das ist ganz gut. Weil wenn ich dann mal diese Geschichte oder Geschichten, oh Gott, hoffentlich wird es nicht noch mehr Teil erzählen, dann gibt es halt diese drei Geschichten gibt es dann schon als Referenz. Wenn ich jetzt trocken angefangen hätte mit schwarzen Löcher und was ist überhaupt mit der Singularität los, dann ist das ein Einstieg, wo dann der ganze Anfang eigentlich fehlt.

Franziska Konitzer Und deshalb hatte ich mich für diese Variante entschieden.

Karl Urban Ich freue mich auf jeden Fall drauf.

Franziska Konitzer Ja, du? Ich freue mich jetzt erstmal, dass wir die schwarzen Löcher erstmal verlassen. Und über das Feedback zu deiner Geschichte sprechen, die Folge 126, da ging es um die Marsatmosphäre, die dünne Luft auf dem Mars und dem ersten Wolkenatlas auf dem Mars. Soll ich das vorlesen?

Karl Urban Ja, lies doch mal die ersten zwei vor.

Franziska Konitzer Genau. Also, Schorsch schreibt über Cylox. Wow, Chemtrails auf dem Mars. Die Verschwörung hat wohl weit größere Ausmaße als gedacht.

Karl Urban Lassen wir Kommentarlöße stehen, ja.

Franziska Konitzer Und Klaus schreibt auf der Webseite, ich finde es faszinierend, dass es möglich war, einen Hubschrauber zu bauen, der in der Marsatmosphäre fliegen konnte, die nur rund 1% der Dichte der Erdatmosphäre hat. Man braucht wohl eine enorme Drehzahl der Rotorblätter. Rotorblätter? Rotorblätter? Und die geringere Schwerkraft gegenüber der Erde wird wohl auch helfen.

Karl Urban Genau, zum Thema Chemtrails. Kleine Helikopter funktionieren auf dem Mars. Jet-Triebwerke, die Kerosin verbrennen, wohl wegen des fehlenden Sauerstoffs erstmal nicht. Also keine Ahnung, wenn die irgendwie Sauerstoff dabei haben, geht es vielleicht auch irgendwie. Habe ich mich nicht reingelesen, aber ja, das nur am Rande. Helikopter auf dem Mars ist auf jeden Fall ein schönes Thema.

Franziska Konitzer Ja, und dann, warum ist hier ein Originalzitat von Galileo? Das lese ich nicht vor, weil das ist auf Italienisch und ich kann kein Italienisch.

Karl Urban Genau, also ich weiß gar nicht, wie die Person heißt, die uns das hier reingepostet hat, aber ich habe ja damit gespielt, dass Galileo Galilei wohl gesagt hat, dass es wirklicherweise Gemüse auf dem Mars gibt, aber dass ich dieses Originalzitat gar nicht gefunden habe und mir ja deshalb gar nicht sicher war, ob er Gemüse gemeint hat.

Karl Urban Und hier relevant ist, dass dieses Originalzitat, was diese Person rausgesucht hat, da kommt der Begriff Vegetabili diversi drin vor. Und Vegetabili kann man mit Vegetation, Pflanzen, Gattungen oder Gewächsen übersetzen, also eher nicht mit Gemüse.

Franziska Konitzer Ah, aber danke an, wer auch immer dieses Originalzitat rausgesucht hat.

Karl Urban Es gibt auf jeden Fall, ich glaube, das war sogar in der Wikipedia irgendwo versteckt. Also man hätte nur wissen müssen, wo man es findet, wie das so oft ist. Matthias hat auf Masto dann aber dazu einen passenden Kommentar noch gepostet. Er schreibt nämlich mal wieder eine super Folge. Bravo, was zum Gemüse auf dem Mars zu sagen ist.

Karl Urban Vielleicht kann ich da etwas helfen. Synonym für Grünzeug ist, auf Italienisch ist Verdura. Wörtlich übersetzt, aber auch Gemüse. Und von Verdura hat Galileo nicht gesprochen. Insofern haben wir das jetzt aufgeklärt. Aber ich fand es trotzdem eine nette Verwirrung, auch wenn es in dem Fall nicht stimmig war. Er hat wirklich einfach Pflanzen gemeint.

Franziska Konitzer Sehr cool. Dann schreibt Markus auf unserer Website, ich bin etwas erstaunt, dass man nicht bereits vor dem ersten Vorbeiflug bereits per Spektralanalyse mehr Infos über die Mars-Atmosphäre hatte. Ich meine, heute versucht man die Spektren von Licht zu untersuchen, dass ein Stern viele Lichtjahre entfernt durch die Atmosphäre eines ihn umrundenden Planeten strahlt, inklusive Aussagen über Temperatur und Druck.

Franziska Konitzer Absolut. Aber damals hatte man beim nahen Mars vor dem ersten Foto noch geglaubt, die Atmosphäre könnte wesentlich dichter und reichhaltiger sein. Spektralanalyse gab es ja damals bereits ausreichend lange schon. Das ist eine gute Frage.

Karl Urban Das ist eine super Frage. Und es klingt tatsächlich ein bisschen überraschend, weil man ja, deutlich vor der ersten Mars-Sonde wusste, woraus zum Beispiel die Atmosphäre von Jupiter oder Saturn besteht. Aber das liegt eben daran, dass die eine sehr dichte Atmosphäre haben und entsprechend viel Sonnenlicht reflektieren und damit spektrale Informationen über deren Zusammensetzung aussenden.

Karl Urban Und bei Mars ist das eben anders, weil die Atmosphäre so dünn ist, also dieses 1% des irdischen Luftdrucks. Und das Signal ist dadurch eben ziemlich schwach und gleichzeitig auch noch verfälscht, Weil wenn man sich jetzt einfach das Scheibchen vom Mars am Himmel anguckt mit dem Spektrometer, dann ist diese Atmosphäre ja auch noch durchsichtig teilweise.

Karl Urban Und dadurch gibt es ja auch noch spektrale Signale von der festen Oberfläche. Also da kommen sozusagen verschiedene Sachen zusammen. Und deshalb hatten Astronomen zwar schon spektrale Daten vom Mars vor Mariner 4, aber das war vor allem halt das auffälligste Gas, nämlich das CO2, was man in dem Fall messen konnte und andere Gase aber nicht, die teilweise aber auch gar nicht so starke Spektren aufweisen und deswegen hatte man halt vor Mariner 4 gedacht, naja, die anderen werden wir dann finden, wenn wir vorbeifliegen und also gerade Sauerstoff oder Stickstoff, was auf der Erde auch noch häufig ist.

Karl Urban Und deswegen hat diese Spekulation wirklich mit dem Vorbeiflug geändert. Einfach weil das spektrale Signal von der Marsatmosphäre so schwach ist. Ha, genau.

Franziska Konitzer Dann geht's weiter mit Sven. Der hat auf der Webseite geschrieben. Hey, mag auch euren Podcast sehr. Nicht nur, weil ihr immer super Themen behandelt, sondern diese auch in einem wirklich angenehmen, ruhigen Stil aufbereitet. Deswegen haben mich diesmal die Kapitelsounds etwas erschrocken. Vielleicht bitte die künftig nicht wieder einkauen. Karl, was hast du gemacht?

Franziska Konitzer Ich muss an der Stelle zugehen. Ich hab mir noch nie eine einzige Folge Astrogeo angehört. Das sollte ich vielleicht jetzt nicht sagen.

Karl Urban Was auch Dieser Podcast ist total überbewertet, Franzi.

Franziska Konitzer Ich war ja dabei bei der Aufnahme.

Karl Urban Also Franzi, in gewisser Weise bist du schuld.

Franziska Konitzer Oh. Oh, okay, okay.

Karl Urban Ich hatte ja hier so Kapitel und dann hast du ziemlich am Anfang gesagt, da müsstest du eigentlich mal so einen Jingle raussuchen. Und dann habe ich halt so einen Palim-Palim-Pling-Pling rausgesucht hinterher und noch reingeschnitten. Und ich muss auch dazu sagen, dass Sven der Einzige ist, der sich darüber beschwert hat. Aber ich sage auch trotzdem, das war halt aus Spaß.

Karl Urban Wir nehmen uns vor, das jetzt nicht jedes Mal zu machen, wenn wir irgendwas im Kapitel auftauchen. Auch wissend, dass wir ja um das Quiz rum immer Jingles laufen haben. Auch mit diesem Wecker, der dann die einschlafenden Podcast-Hörer wieder aufweckt und so, weshalb der Wecker jetzt sehr leise ist.

Franziska Konitzer Gott, das ist eigentlich voll bitter.

Karl Urban Ja, es ist... Jingle sind ein sensibles Thema. Wir wissen das. Deswegen, das war jetzt mal was Einmaliges. Wir machen das nicht dauerhaft. Ich will noch einer...

Franziska Konitzer Was ist das denn für ein Jingle? Da muss ich nochmal reinhören.

Karl Urban Ja, hör mal unseren Podcast an, Franzi. Es ist wirklich...

Franziska Konitzer Ohne Witz, hörst du dir... Ich meine, gut, du schneidest ja.

Karl Urban Ich schneide, ja.

Franziska Konitzer Du hörst ihn dir automatisch an, aber, Zum Beispiel auch, ich sag jetzt mal, Dinge, die du nicht selber schneidest oder irgendwie sowas, wo du selber selber drin vorkommst, hörst du dir das hinterher nochmal an? Einfach so?

Karl Urban Ja, irgendwie schon. Ich will das. Aber warum? Gerade wenn es andere Leute, also bei den Radio-Features, wo ich dann ja ein Manuskript schreibe und die O-Töne abgebe, aber dann gibt es eine Regie, die irgendwie noch Musik raussucht und das alles schön arrangiert. Das will ich irgendwie nochmal wissen, wie es klingt, weil dann auch nochmal eine andere Person das interpretiert hat. Ist ein bisschen ein anderer Fall als jetzt hier.

Franziska Konitzer Ja, stimmt, weil da kommt ja nicht deine eigene Stimme vor.

Karl Urban In der Regel nicht, genau. Das ist, glaube ich, bei dir anders, wenn du Radiosendungen machst, weil du bei der Produktion meistens dabei bist, ne? Dann bist du ja quasi auch beim Schnitt.

Franziska Konitzer Ja gut, dann bin ich bei der Produktion dabei und dann gibt es halt ein, ich höre es dann mindestens nochmal zweimal so. Und wenn ich was nicht selber produziere, dann ist es dann schon, und auch nicht selber einspricht, dann ist es dann schon wie so eine Überraschungstüte, was dann hinterher dabei rauskommt.

Franziska Konitzer Aber selbst da höre ich mir das ganze Feature dann nicht nochmal an, weil ich mir denke so, Scheiß nicht Okay, nein, wir kommen vom Thema ab Ja genau.

Karl Urban Ich habe noch einen Punkt dazu gerade zum Thema Gesprächspodcast versus, aufwendigere Audioproduktion Ich war nämlich kürzlich hatte ich einen längeren Mail-Austausch mit einer Hörerin die geschrieben hat, dass sie selbst ein stark eingeschränktes Hörvermögen hat und auch so Hörgeräte und damit nicht in der Lage ist, zum Beispiel Stimmen zu verstehen.

Karl Urban Unter der Musik gespielt, unter denen Musik gespielt wird. Also sie hat mich zum Beispiel gefragt, was man eigentlich für Stimmen unter unserem Outro hört, weil sie das nicht hören kann. Was ich ein interessantes Thema finde. Ich habe solche Feedback-Meldungen auch schon öfter mal beim Rundfunk gehört, weil gerade eben diese angesprochenen Features, da liegt ja sehr oft irgendwas drunter, irgendwie Geräusche oder Musik und es gibt einfach Menschen, die können das nicht hören oder können auch diese Art von Radiosendung gar nicht hören, was natürlich schon ein bisschen bitter ist und für mich, der jetzt gerne, tatsächlich sehr gerne Features im Radio macht, fand ich das total wichtig und diese Hörerin hat uns aber jetzt auch gerade

Karl Urban das Feedback gegeben, dass sie uns beide sehr gut versteht, Eben weil wir keine Musik haben, aber auch weil wir zum Beispiel sowas wie Fachbegriffe und Abkürzungen und sowas meistens erklären, weil sie dann ja auch oft das akustische Problem hat, also wir reden so normal ohne Musik, aber wenn man dann schnell mal irgendeinen Fachbegriff sagt, den sie nicht kennt und sie hört eh nicht gut, dann geht der halt auch durch die Lappen und das hilft ihr fürs Verständnis total, wenn man dann nochmal sagt, das ist jetzt die, eh so ist die europäische Südsternwärter oder sowas.

Karl Urban Und genau, und deswegen sie hat uns eigentlich gelobt, so wie wir es machen und zusammenfassend, also wir haben nicht vor, irgendwo Musik runterzulegen, wo sie nicht hingehört und mit diesen Jingles auch weiterhin eher homöopathisch umzugehen.

Franziska Konitzer Dann wären sie ja gar nicht mehr. Ja, ja. Aber das hast du sie wahrscheinlich nicht gefragt, aber das ist, geht dann zum, also wie, ist dann Musik was, was sie gerne, also falls diese Hörerin das anhört, mich wird es total, wenn es nicht stört oder darüber zu sprechen oder zu schreiben, wie ist es dann mit Musik hören?

Franziska Konitzer Dann geht es dann? Ist es was, was angenehm ist? Geht es hauptsächlich nur mit, wenn es zum Beispiel ein einzelnes Instrument ist? Klingt das dann alles wie Krach? Oder klingt das auch bei einem gesungenen Lied dann trotzdem schön? Oder und weil es ja egal ist, dass man die Sprache nicht, also kommt ja nicht so darauf an, dass man, dass man jetzt genau versteht, was die Person singt oder wie, ja also wie nimmt zum Beispiel diese Hörerin Musik wahr oder wie hört sie sie, das wird mich.

Karl Urban Das wäre interessant, ja.

Franziska Konitzer Das ist einfach nur, weil ich selber, ich höre so wahnsinnig viel Musik und aber auch zum Beispiel bei Musikproduktion ist es ja zum Beispiel wichtig, dass du die unterschiedlichen Instrumente, dass die unterschiedlichen Frequenzbereiche bespielen, weil du sie ansonsten ja auch nicht mehr voneinander trennen kannst.

Franziska Konitzer Das könnte ich mir vorstellen, wenn unser Jingle oder was auch immer in einem ähnlichen Frequenzbereich sind wie unsere Stimmen, dann kannst du das ja nicht mehr, dann kann ich mir vorstellen, dass man das nicht mehr trennen kann. Aber deshalb, also falls wir Hörerinnen und Hörer haben, die davon auch betroffen sind oder denen es ähnlich geht und wenn ihr uns oder mir darüber schreiben wollt und berichten wollt, mich würde das…, interessieren.

Karl Urban Total.

Franziska Konitzer Auf einem persönlichen, Level, weil das, ja, genau.

Karl Urban Ja, und auch was die Podcast-Produktion angeht. Also ich fand das hier wirklich ein wichtiges Feedback und auch wenn euch da mal Dinge stören.

Franziska Konitzer Richtig.

Karl Urban Das ist so ein bisschen die Diskussion, also auf Mastodon gibt es ja mittlerweile so eine Kultur, dass man Bilder immer mit einem Alternativtext belegt. Das ist auch so ein Thema. Das ist dann auch, man nervt dann manche Leute, die viele Fotos posten, weil es dann immer viele gibt, die das dann irgendwie kritisieren und so, dass es nicht gemacht wird.

Karl Urban Aber also ich mache das sehr, ich habe mir das einfach angewöhnt. Ich denke da gar nicht mehr drüber nach, dass ich alle Bilder einfach beschreibe, die ich irgendwo hochlade. Und ich habe mittlerweile von einigen Menschen, die sehbehindert sind oder komplett blind sind, sehr positives Feedback bekommen, dass sie das total toll finden, dass die Unterschrift gut war.

Karl Urban Also ich finde, ich finde so einen Austausch total, das bringt total, es erweitert auch unsere Welt.

Franziska Konitzer Naja, weil es ja auch was ist, dass da Aber gerade beim Hören, das habe ich selber per se überhaupt nicht auf dem Schirm, muss ich offen zugeben, aber gut, bei Astrogeo, Hintergrundmusik oder ein Musikbett, wie man es im Radio nennt, vor allem im Hörfunk kommt das ja dann trotzdem mal öfters vor, aber ...

Franziska Konitzer Das hat ja auch was, Stichwort Barrierefreiheit, zu tun. Wenn wir auch genauer wüssten, wie viele Menschen davon betroffen sind oder dass das super hilfreich wäre. Ich meine, es wäre jetzt per se nicht so aufwendig, zum Beispiel so ein Radio-Feature, wie ich es gemacht habe, einfach komplett trocken zu produzieren als barrierefreie Variante.

Franziska Konitzer Da muss er einfach nur die ganzen Betten rauslöschen bei der Produktion und gut ist. Das wäre nicht so aufwendig. Deshalb würde mich auch das Feedback interessieren.

Karl Urban Ich finde es gut, da hast du was mitzudenken. Total. Wir haben noch einen Kommentar, einen längeren Kommentar.

Franziska Konitzer Ja, den lese ich gerne vor. Sam schreibt auf Apple Podcasts. Hallo ihr beiden, zuerst danke für den tollen Podcast. Ich bin seit Tag 1 stiller Zuhörer und freue mich über jede Folge, über alles Fachliche, über eure Meinungen und die persönlichen Noten des Podcasts. Heute würde ich gerne das erste Mal etwas Kritik äußern bezüglich den Marsplänen von Elon Musk und eurer bzw.

Franziska Konitzer Großteils Franzis Meinung dazu. Ich halte selbst auch wenig von Musk, allerdings sehe ich es durchaus für notwendig, dass Menschen eines Tages auf dem Mond und Mars leben. Der Forschergeist selbst wird es früher oder später so wollen. Es gibt mehr als genug Menschen, die es persönlich spüren, fühlen und miterleben wollen. Hier geht es um Emotionen.

Franziska Konitzer Franzi sagt auch, es sei nicht finanzierbar. Da muss ich klar widersprechen. Natürlich kann man es jetzt nicht einfach kaufen, weil noch nicht alle Fragen beantwortet und nicht alle Probleme gelöst sind. Dennoch muss man zugeben, dass der aktuelle Weg von SpaceX sich mehr als selbst finanziert. Allein die Einnahmen durch Starlink sind größer als das, was in das Starship-Programm investiert wird und damit hat es Musk schon geschafft, die größte Rakete mit der meisten Nutzlast aller Zeiten zu bauen und ich denke, Karl, ich habe eine Menge dazu zu sagen, aber ich sehe, du hast eine Menge dazu auch aufgeschrieben und deshalb übergebe ich in dem Sinne das Zepter definitiv an dich, weil ansonsten sitzen wir morgen noch da.

Karl Urban Genau, also es ist ein Fass, das haben wir aufgemacht, ne, insofern finde ich Du.

Franziska Konitzer Das schiebe ich dir in aller Ruhe in die Schuhe Ich bin schuld.

Karl Urban Das war ja schon der Einstiegsdialog zur Folge, also genau, das Fass habe ich aufgemacht und ich wollte einfach kurz erzählen, was meine Gedanken dazu sind, also Sam, vielen Dank, ich respektiere auch deine Haltung, ich bin da auch so ein bisschen hin und her gerissen, also, diese große Diskussion Menschen, werden die jemals dauerhaft auf anderen Himmelskörpern leben.

Karl Urban Da gibt es irgendwie total viele Aspekte, die man diskutieren kann und die wir jetzt nicht alle in dieser Folge diskutieren können. Und, Ich würde aber sagen, was du angesprochen hast, Wirtschaftlichkeit, da hätte ich schon ein paar Fragezeichen, also wenn man sich SpaceX heute anschaut, also wir kommen jetzt ein bisschen erstmal vom Mars weg, aber genau, Wirtschaftlichkeit kann man schon sehr gespaltener Meinung sein.

Karl Urban Diese Rakete, mit der SpaceX seine Starlink-Satelliten startet zurzeit und dieses Riesen-Starship, was sie dann in Zukunft vielleicht verwenden wollen, wo die Entwicklung ja schnell voranschreitet. Also das ist sozusagen der, oder dieser Konzern funktioniert wirtschaftlich dadurch, dass sie quasi ja ihre eigenen Satelliten starten, diese Starlink-Satelliten, die sie dann verwenden, um weltweit schnelles Internet anzubieten.

Karl Urban Aber die Frage ist, wie nachhaltig ist das und auf wessen Kosten passiert das? Also das mag für den Konzern vielleicht wirtschaftlich funktionieren und diese ganzen Entwicklungen zum großen Teil finanzieren, zusammen mit anderen Kunden, die SpaceX auch noch hat. Aber diese Satelliten sind nicht für Jahrzehnte gebaut, was man bei Satelliten ja durchaus machen kann, sondern für maximal fünf Jahre, viele sogar kürzer.

Karl Urban Und sie nutzen einen großen Teil des Frequenzraums, also der ist ja auch begrenzt, wie Satelliten. Und mit Bodenstationen kommunizieren. Und da ist einfach SpaceX der totale Platzhirsch. Gleichzeitig verschlechtert Starlink den Blick ins All, freien Blick aufs All. Astronomische Beobachtung, da gab es jetzt kürzlich eine Meldung, dass jetzt nicht nur erdgebundene Teleskope davon betroffen sind, sondern auch so eher niedrig fliegende Teleskope wie Hubble, und da gibt es ja einige Weltraumteleskope, mittlerweile zu viele Satelliten im Blickfeld haben.

Karl Urban Also das ist auch sozusagen gar nicht per se damit zu lösen, dass man irgendwie Teleskope ins All startet. Also da gibt es ganz viele Probleme und die werden alle so mit ausgefahrenen Ellenbogen durchgesetzt. Alle auch gegen diverse Bedürfnisse des Gemeinwesens, zum Beispiel von sauberer Luft und einer intakten Ozonschicht.

Karl Urban Da hatte ich auch schon mal eine Folge zu gemacht, was verglühende Satelliten da möglicherweise anrichten. Und der andere Punkt, weshalb ich auch skeptisch bin, also ich bin ja, ist glaube ich kein Geheimnis, auch ein großer Trekkie und habe auch so diese Emotion, dass es toll ist und irgendwie sinnvoll oder irgendwie logisch, dass Menschen irgendwann im All leben.

Karl Urban Und dann habe ich aber jetzt vor kurzem dieses Jahr ein kleines feines Buch gelesen, was ich hiermit kurz empfehlen möchte, das heißt City Built on Mars und das ist geschrieben vom Ehepaar Kelly und Zach Weiner-Smith und Kelly ist Biologin und er ist Karikaturist und beide sind selbsterklierte Space-Nerds, also sie sind jetzt irgendwie keine, die irgendwie rummäkeln, aber diese Kombination macht dieses Buch recht unterhaltsam und Und Kelly, die Biologin, die rollt in diesem Buch so diese biologische Seite der Weltraumbesiedlung auf, von eben, was da alles dann auf die Menschen zukäme, fehlende oder geringe Schwerkraft, toxischer Staub und die Strahlung, die ja auch auf der Mars-Oberfläche ein großes Thema wäre.

Karl Urban Und was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, also es sind sehr viele andere Aspekte noch drin, ist vor allem dieser eine Aspekt, dass wir heute überhaupt keine Ahnung haben, ob Homo sapiens außerhalb der Erde Nachwuchs bekommen kann. Also sich wirklich fortpflanzen kann und dieser Nachwuchs dann irgendwie sich auch entwickeln kann und da gesunde Erwachsene irgendwann draus werden.

Karl Urban Das ist so ein riesengroßes Fragezeichen zwischen all diesen, also das fängt an, ist eine erfolgreiche Befruchtung im All möglich. Eine Schwangerschaft, die Entbindung im All oder halt auf einem Himmelskörper mit geringerer Schwerkraft bis zur Entwicklung eines Kleinkindes bis ins Erwachsenenalter. Also das sind körperliche Fragen, das sind psychische Fragen.

Karl Urban Und das Buch gefällt mir, weil es auf der Basis der aktuellsten Forschung eben beruht und die Quintessenz ist da, es wäre völlig unverantwortlich, einfach morgen damit anzufangen irgendwie. Also klar, man kann Astronauten zum Mars schicken und die haben dann irgendwie Knochenprobleme wahrscheinlich, ein paar andere, aber jetzt wirklich den Mars zu besiedeln und Menschen da dauerhaft leben zu lassen, da müssten wir, die Menschheit, sich irgendwie total langsam rantasten und mal gucken, was da für Probleme entstehen können.

Karl Urban Und Kelly Reiner-Smith schreibt, also ist jetzt nicht ausgeschlossen, aber die Fragezeichen sind so groß, dass man eigentlich, das sind sehr ethisch vertretbar, eigentlich nur in sehr, sehr, sehr kleinen Schritten machen könnte und ideal über Jahrhunderte sich da irgendwie rantasten. Also wenn ihr euch in Sachen Mars-Besiedlung für einen Elon-Versteher haltet, lest mal dieses Buch, es ist wirklich sehr nuanciert und ich würde nicht sagen, dass es Quatsch ist, dieses Ziel zu verfolgen, aber in diesem Tempo, gibt es sehr gute Argumente.

Karl Urban So, das war mein kleiner Rant zu dem Thema.

Franziska Konitzer Ich kann einen vollkommen aus der, was ich mir jetzt gerade überlegt habe oder eingefallen ist. Also ich finde es ein bisschen geil, dass man, dass wir sagen, ja geil, lass auf den Mond umziehen oder auf den Mars und wo ich mir denke, ja und wo soll der ganze, wo soll denn die ganze elektrische Energie dafür herkommen? Bitte schön.

Franziska Konitzer Also wenn man auf den Mars auf einmal soll es dann da, weil, Spoiler Alert, beziehungsweise nicht, es gibt auf dem Mars und auf dem Mond keine fossilen Brennstoffe. Also zu sagen, geil, wir nehmen einfach Erdöl mit, funktioniert nicht, wenn ich mich da dauerhaft einrichte, weil es gibt das nicht, weil der Mars ist tot.

Franziska Konitzer Und dann denke ich mir auf einmal, ja gut, dann baue ich auf dem Mars halt Solarpaneele, die nicht so effizient sind wie auf der Erde, weil naja, der ist halt weiter weg von der Sonne. Da will ich dann auf einmal auf dem Mars alles, muss ich ja mit, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen, sauberen Energien arbeiten, weil es gibt einfach nichts anderes außer Solarenergie auf Dauer.

Franziska Konitzer Während ich auf der Erde dann genau dafür die fossilen Brennstoffe verwende, dafür, dass ich dann auf dem Mars die sauberen Energien entwickle und nutze. Also wenn die Erde inzwischen komplett mit Solarenergie versorgt werden könnte, dann würde das irgendwo Sinn ergeben. Also kann ich machen, aber wie gesagt, wo soll denn der Strom herkommen da oben?

Franziska Konitzer Blöde Frage und vereinfacht. Also das ist meine Milchmädchenrechnung dazu. Also ein Aspekt, das ist doch bonkers. Da kann ich ja erstmal, also wenn jetzt gerade, um beim Beispiel SpaceX zu bleiben, wenn sie so scharf darauf sind, auf dem Mars irgendwie eine Siedlung aufzumachen, dann sollten sie eigentlich die Atmosphäre nicht mit irgendwelchen depperten Starlink-Satelliten zumüllen und sich aufhören wie einen Gartenschlauch, sondern halt in Gottes Namen alle Forschungen darauf schmeißen, Das heißt, klimaneutrale Energiemöglichkeiten zu entwickeln und das hat nichts mit irgendwelchen politischen Einstellungen zu tun, sondern mit der schlicht und ergreifenden Tatsache, dass es auf dem Mars keine fossilen Brennstoffe und Energieträger gibt.

Franziska Konitzer So, und wenn ich dieses Problem gelöst habe, dann kann ich mir darüber Gedanken machen, in welchem toten Krater ich es mir auf dem Mars gemütlich machen möchte. Aber nicht vorher. Also das ist für mich einfach, das ist wahnwitzig. Es gibt einfach keine Ressourcen auf diesem Planeten.

Karl Urban Gilt übrigens auch für nukleare Energie.

Franziska Konitzer Ja, das meine ich ja damit.

Karl Urban Die würde man auch von der Erde mitbringen. Ich weiß nicht, ob es vielleicht irgendwie Uranlagerstätten oder sowas auf dem Mars geben könnte. Aber ich glaube, sehr viele der Uranlagerstätten, die auf der Erde entstanden sind, sind so hydrothermal entstanden. Also klar gibt es auf dem Mars auch irgendwie warmes Wasser, was mal irgendwo geflossen ist.

Karl Urban Aber ja, das ist dann ja auch nochmal ungleich aufwendiger, das abzubauen und zu zentrifugieren.

Franziska Konitzer Wenn ich da irgendwas dauerhaft auf dem Mars oder meinetwegen auch auf dem Mond anfange, dann brauche ich entweder Solarenergie oder Kernfusion.

Karl Urban Oder Kernspaltung oder so.

Franziska Konitzer Ja gut, aber Kernfusion, ich meine, wenn du Wasser, aber ich meine, selbst mit Wasser geht es ja nicht. Du bräuchtest Deuterium, damit es irgendwie energieeffizient ginge. Also ich rede es jetzt aus der Luft gegriffen. Ich kenne dazu auch die Zahlen nicht, aber das ist das Energieproblem. Warum müssen Menschen dauerhaft auf dem Mars leben?

Franziska Konitzer Warum sollten sie? Und ein letzter abschließender und ganz und gar unweihnachtlicher Gedanke, der mir dazu auch neulich gekommen ist, ist ja nicht so, als ob jetzt irgendwie eine Milliarde Hanseln da irgendwie umziehen würden, sondern es wären ja wohl ausgewählte Menschen. Und das ist, und wahrscheinlich auch die Menschen, die das Ganze zahlen könnten.

Franziska Konitzer Und wer dürfte denn umziehen? Ja, garantiert niemand, der irgendwo auf irgendeinem neurodivergenten Spektrum unterwegs ist, irgendwelche körperlichen Gebrechen hat oder oder sonst was. Und dann ist es letztendlich nichts anderes als eine besonders ekelhafte Form von Euthanasie. So, der Pöbel bleibt auf der Erde, die wir euch ordentlich zugemüllt haben und wir sind dann mal weg.

Franziska Konitzer Weil ja, alle Menschen, die nicht den hohen Standards eines US-amerikanischen Privatunternehmens in dem Moment entsprechen würden, die dürften halt da bleiben.

Karl Urban Die andere Seite ist diese Forschung, finde ich. Also da kann man auch trefflich drüber diskutieren, wenn man es irgendwie bezahlt und technologisch umgesetzt kriegt, dass man mal Menschen irgendwie ein paar Monate auf dem Mars rumlaufen und hämmern lässt. Das ist ein bisschen was anderes als so diese Besiedlungspläne.

Karl Urban Ich finde, das muss man stark auseinanderhalten.

Franziska Konitzer Nee, das ist auch, ich meine, ich bin auch per se, das klingt alles so, als wäre ich jetzt total dafür, dass alle Menschen immer auf der Erde bleiben und kein Forscherdrang da ist, aber es wird auch, ich meine, das ist ja auch viel zu einfach vergessen, dass die menschlichen Expansionsstreben oder vor allem die der westlichen Welt, Christopher Columbus ist ja jetzt nicht irgendwie, da ging es ja jetzt nicht darum, dass man neue Welten erforscht, da ging es darum, dass man eine Handelsroute nach Indien finden wollte, eine Handelsroute, es ging um Geld.

Franziska Konitzer Und Star Trek hat deswegen so gut funktioniert, weil es im Star Trek-Universum kein Geld mehr gibt. Das ist der ganze Witz. Aber deshalb habe ich gesagt, ich habe sehr viele Gedanken dazu, aber an dieser Stelle. Merry Christmas, everyone. Nein.

Karl Urban Ich glaube, wir kommen jetzt einfach zu einem sehr weihnachtlichen Thema, oder? Zu deiner Folge zum Ende des Universums, Ausgabe 127. Machen wir uns warme Gedanken jetzt.

Franziska Konitzer Oder kalte, man weiß es nicht so genau.

Karl Urban Genau, das ist die Frage. Kamaxtli hat uns auf Spotify Folgendes geschrieben. Sehr gute Folge, aber der Titel. Ich hatte schon Angst, dass Astrogeo Geschichte ist. Das ging, glaube ich, mehreren Leuten so. Das tut uns leid.

Franziska Konitzer Ernsthaft?

Karl Urban Naja, es fängt halt mit aus und vorbei an. Tja, aber nicht so. Uns gibt es noch und wird es auch weiter geben. Und Kamax lehrt noch eine Frage zum Big Rip. Also Galaxien zerreißen, okay. Aber wie sieht es mit supermassereichen schwarzen Löchern aus? Eine Galaxie hat eine große Masse, aber sie ist ja eher dünn verteilt.

Karl Urban Bei einem super massereichen schwarzen Loch, zum Beispiel Sagittarius A-Stern, sieht das hier etwas anders aus. Auch wenn die gesamte Masse nur die Größe eines Jupiters hätte, was bei der Masse schon ziemlich punktförmig wäre, ist das ja schon eher kompakt.

Franziska Konitzer Ich bin auf den Big Rip ja auch nicht besonders lange eingegangen, auch was die physikalischen Hintergründe angeht. Ich habe mich geschickt drum herum gemogelt. Es würde alles zerreißen, weil unterm Strich letztendlich die Raumzeit selber zerreißt. Also nicht nur so, dass ich eine Galaxie auseinanderreiße und dann irgendwann die Atome mit ihren Einzelteilchen auseinanderreiße, sondern letztendlich zerreißt die Raumzeit selbst.

Franziska Konitzer Und deshalb würde es einfach alles sich auflösen. Tatsächlich. Das kann man sich auch nicht vorstellen. Sehr schwer vorstellen. Aber es wäre egal, wie dicht ein schwarzes Loch wäre oder sowas. Das ist vollkommen Wumpe, wenn die Raumzeit selber, ja, letztendlich wäre der Big Rip ein singuläres Ereignis, eine weitere Singularität.

Franziska Konitzer Und da kann man sich natürlich fragen, okay, was passiert mit der Singularität im schwarzen Loch, wenn dann alles in der Singularität endet, aber das habe ich selber keine Ahnung. Aber das ist das, was es wäre. Der Big Rip ist ein singuläres Ereignis. Da hören die Gesetze unserer Physik auch, sind abrupt an ihre Grenzen gestoßen.

Karl Urban Genau, was danach ist, kann man dann auch nicht mehr besprechen. Ja, dann schreibt uns ein Mensch namens Mensch auf Psylox, lustig und unterhalten zugleich, wissenschaftlich und spekulativ, aber nie langweilig, dunkle Energie, da hat man wenig oder gar keine Ahnung. Weiter so.

Franziska Konitzer Ja, machen wir.

Karl Urban Machen wir so. Dann haben wir einen sehr lustigen Post bekommen von Fee auf Mastodon. Fee schreibt, der Big Rib ist kein Burger. Hold my beer. Ist es vielleicht ein ganzes Menü, das Franzi uns da vorgestellt hat? Aber im Ernst, vielen Dank für eure schöne Folge. Es macht immer wieder Spaß, euch zu hören.

Karl Urban Das wollte ich schon immer mal schreiben und nun tue ich es in Form eines cringigen, von cringigem Humor. Das kann man fast nicht aussprechen. Und Fee hat uns ein Poster, ich weiß nicht, ob es das gebastelt hat oder die KI instruiert hat, aber da steht Big Bangers for the End of the Universe und das ist ein Fast Food Menü.

Karl Urban Da gibt es einmal den Burger, der natürlich Big Rip heißt. Dann gibt es die Pommes, die Big Crunch heißen, Extra Crispy. Und dann gibt es den Big Freeze, das ist nämlich ein Milkshake, wo noch steht Endless Refills until the End of Time. Sehr schön, finde ich. Packen wir euch in die Shownotes. Sehr lecker, genau.

Franziska Konitzer Oder auch nicht.

Karl Urban Ja, dann haben wir einen Kommentar von Frankfurter in den Psylogs. Schicksal des Universums als geschlossener, ewiger Kreislauf zwischen Tod und Wiedergeburt ist eigentlich das, was man am ehesten erwarten würde. Das würde zwar das Ende der Menschheit und allen Lebens bedeuten, wäre aber trotzdem noch die tröstlichste Vorstellung.

Karl Urban Die Alternative des ewig expandierenden Universums dagegen, welches letztendlich den Kältetod stirbt, lehne ich entschieden ab, da sie mir zu deprimierend ist.

Franziska Konitzer Ja, da schließe ich mich sofort an.

Karl Urban So volle Kanne.

Franziska Konitzer Der Kältetod ist einfach nur so. Dieser Kreislauf zwischen Tod und Wiedergeburt, das würde zwar das Ende der Menschheit und allen Lebens bedeuten. Also ich meine, die Menschheit spielt bei diesen ganzen Szenarien eh keine Rolle mehr. Die ist schon lange vorher weg. Und wahrscheinlich realistisch betrachtet alles andere Leben auch.

Franziska Konitzer Also für die Menschheit ist es so und so. Nicht relevant dazu, lange in der Zukunft. Wir sterben schon lange vorher. Aus und sind verschwunden. Aber ja, trotzdem Kälte Tod ist. Nee. Nein. Nicht sehr erfreulich.

Karl Urban Ja, bei diesen Themen ist auch immer ganz gut, die Deep Time im Hinterkopf zu haben. So, das Leben auf der Erde ist zwar irgendwie schon ein paar Milliarden Jahre alt, so drei bis vier wahrscheinlich, aber eine einzelne Spezies wie die unsere, die überlebt hat, die existiert halt meistens ein paar Millionen Jahre. So.

Franziska Konitzer Ja, selbst wenn die Menschheit ist bis zum Ende der Erde, durchhalten sollte, ist dann trotzdem halt in so spätestens fünf Milliarden Jahren Schluss. Das ist immer noch sehr viel Zeit, aber sämtliche Endszenarien des Universums sind halt Dutzende, Hunderte von Milliarden Jahren in der Zukunft. Deshalb, es ist für uns nicht relevant.

Karl Urban Genau. Ja, dann haben wir eine E-Mail von Anne bekommen, eine längere, die ich kurz vorlese. Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, dass sich Forschende dieses Problems angenommen haben und versucht haben herauszufinden, warum es Ohrwürmer gibt und was dagegen hilft.

Franziska Konitzer Hä, was habe ich denn mit Ohrwürmern?

Karl Urban Genau, weil es ging in unserer Folge auch um Ohrwürmer, nämlich um Würste, die ein oder zwei Enten haben.

Franziska Konitzer Ach, das Lied! Wir singen es jetzt nicht nochmal vor.

Karl Urban Nein, wir singen es nicht vor, aber es haben trotzdem alle jetzt im Kopf, ich weiß es. Und Anne schreibt weiter, ich weiß nicht mehr, wann und wo ich diese Studie gesehen hatte, Was mir aber in Erinnerung geblieben ist, ist das Fazit, wie man Ohrwürmer auflösen kann. Lustigerweise handelt es sich um ein Gegenlied, bei dem man eher denken würde, dass es die Mutter aller Ohrwürmer ist.

Karl Urban Aber ich kann nur bestätigen, dass es funktioniert. Man muss mit Überzeugung und aus vollem Herzen das Lied Don't Cry For Me Argentina von Madonna aus Team Musical Evita singen. Und eine Frage habe ich auch noch an Franzi, die mich immer wieder umtreibt. Wenn sich der Raum zwischen den Galaxien ausdehnt, warum dehnt er sich nicht zwischen den Atomen aus, sodass wir im Prinzip auch größer werden, ohne es zu merken?

Karl Urban Ist es, weil die Kräfte, die auf atomarer Ebene wirken, als großer Kleber wirken und stärker sind als das, was die Raumzeit auseinander treibt? Erstmal danke für diesen Tipp ich hab das schon mal ausprobiert und bei mir scheint es zu funktionieren es ist bloß manchmal schwierig, wenn man irgendwo im Bus sitzt und plötzlich laut anfängt Don't Cry For Me Argentina zu singen, dann drehen sich alle um aber ansonsten könnte sein, dass es funktioniert.

Franziska Konitzer Okay. Ich singe es jetzt nicht vor.

Karl Urban Nein.

Franziska Konitzer Der Raum dehnt sich überall aus. Das ist ja die Raumzeit. Der Raum dehnt sich überall aus. Also auch der Raum zwischen den Atomen dehnt sich aus. Es ist nur im Großen und es ist nur ein Effekt, der für unsere Größenmaßstäbe und auch vor allen Dingen dann auf atomarer Ebene so winzig ist, dass ich das niemals ever, ever, ever messen kann auf diesen Größenskalen.

Franziska Konitzer Also weder hier auf der Erde, noch im Sonnensystem, noch auf der Größenskala unserer Galaxie zum Beispiel ist das messbar, weil der Effekt an sich so winzig ist und wird dann eben erst sichtbar, wenn ich noch sehr viel größere Größenskalen anschaue, zum Beispiel dann eben weit entfernte Galaxien. Und weit entfernte Galaxien sind mindestens Millionen von Lichtjahren entfernt.

Franziska Konitzer Also auch bei der Andromeda-Galaxie, See ist ja noch nicht gut, die kommt zurzeit eh auf uns zu. Aber auch das, das sind zweieinhalb Millionen Lichtjahre, auch das ist nicht weit genug entfernt, um diesen Effekt messen zu können. Aber auch der Raum zwischen den Atomen und alles dehnt sich aus. Es ist nur so klein, dass ich es eben nur auf ganz großen Größenskalen sehen kann.

Karl Urban Genau, Größenordnung, immer wichtig. Ja, dann haben wir einen Kommentar von Jörg auf der Webseite bekommen. Hi Franzi, du erwähnst zu Beginn, dass mit dem Urknall alles Entscheidende entstanden ist, auch die Naturgesetze. Ist es nicht eher so, dass der Urknall aufgrund der Naturgesetze entstanden ist?

Karl Urban Bei der ganzen Geschichte sind für mich das Erstaunlichste die Naturgesetze selbst, die ja wohl von Anfang an da waren und auf deren Bühne bzw. Nach deren Regeln die Geschichte spielt. Bis zum nächsten Mal.

Franziska Konitzer Ähm, es ist nicht so, dass der Urknall aufgrund der Naturgesetze entstanden ist, weil der Urknall als Ereignis, und damit kommen wir ganz wieder zum Anfang zurück dieser Feedback-Folge, eine Singularität ist. Hurra! Ja. Der Urknall ist genauso wie das Zentrum eines Schwarzen Lochs eine Singularität, was heißt, dass zu diesem Punkt, Zeitpunkt, Raumpunkt, wie man auch immer punkt, sage ich selber mal, dass unsere Gesetze da nicht mehr gelten.

Franziska Konitzer Und deshalb ist es nicht so, dass der Urknall aufgrund unserer bekannten Naturgesetze stattgefunden hat. Damit nähert man sich rapide der Philosophie an und auch der Wissenschaftsphilosophie und auch was man überhaupt, also letztendlich auch der Frage, warum sind die Naturgesetze so, wie sie sind? Und deshalb mache ich an dieser Stelle schamlose Eigenwerbung, weil ich ja vor ein paar Monaten dazu ein Radio-Feature, eine Podcast-Folge gemacht habe für den Bayerischen Rundfunk.

Franziska Konitzer Ein Radiowissen. Und das heißt, warum ist das Universum so eine physikalische Sinnsuche? Und da geht es vor allem am Ende dieser Folge um genau diese Frage, also Naturgesetze und Urknall. Warum sind die Naturgesetze so? Ja, und das verlinken wir auch in den Shownotes. Das Feature nochmal.

Karl Urban Das ist ein schöner Titel, finde ich. Warum?

Franziska Konitzer Der ist tatsächlich nicht auf meinem Mist gewachsen. Da viel Shoutout an meine liebe Redakteurin Katharina. Sie hat sich den Titel überlegt und der ist auch wunderbar so, finde ich auch.

Karl Urban Jürgen schreibt auf der Webseite, ich habe eine Anmerkung zur Sendung 127, das Dunkle, nein, das Universum und sein Ende. Franzi berichtet unter anderem über die dunkle Energie und die Ausbreitung des Universums. Ich habe eine Theorie über die Ausbreitung des Universums, die ganz ohne dunkle Energie auskommt und würde mich freuen, wenn ich von euch höre, was ihr dazu sagt.

Franziska Konitzer Lieber Jürgen, da kann ich dir eine Mail von einem Hörer namens Luis vorlesen, die ich kurz mal halten habe, die ich jetzt hier gekürzt vorlese. Und du schreibst, hallo Franzi, ich wollte dir noch Feedback zu deiner Aussage geben, dass du nicht über jede wissenschaftliche Veröffentlichung oder jedes neue Ergebnis berichten möchtest.

Franziska Konitzer Deine Argumentation fand ich inspirierend. Aus meiner eigenen Zeit in der Teilchenphysik erinnere ich mich gut daran, wie immer wieder spektakuläre Ergebnisse präsentiert wurden. Manche wurden später durch bessere Daten widerlegt, andere gelten heute eher als Beispiele für weniger seriöse Physik. In diesem Zusammenhang fände ich eine Folge über unseriöse Forschung oder fragwürdige Journale spannend.

Franziska Konitzer Auf der DPG-Tagung, das ist die Deutsche Physikalische Gesellschaft, an der ich regelmäßig teilnehmen durfte, gab es eine fast schon legendäre Session, andere Gebiete der Theorie. Im Gegensatz zu den anderen Parallelsessions, die in kleinen Seminarräumen stattfanden, wurde dafür ein großer Hörsaal benötigt.

Franziska Konitzer Es war der bestbesuchte Programmpunkt außerhalb der Plenaries. Dort stellten teilweise Privatpersonen oder Gymnasiallehrer ihre alternativen Theorien vor. Vielleicht wäre das ja ein spannender Ansatz für eine Podcast-Folge. Also eine alternative Theorie, lieber Jürgen, ist auch deine Theorie. Und ich danke euch beiden für das Feedback.

Franziska Konitzer Letztendlich ist es so, dass die Zeit, die wir mit Astrogeo verbringen, ja begrenzt ist und auch die Anzahl der Geschichten, die Karl und ich erzählen können, begrenzt ist. Und ich großer Fan von wahren Geschichten bin. Das klingt etwas harsch, aber nein, es ist die, ich sag mal, ich finde den Prozess des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns und wie man zu, ja, wie man zu der, um ein großes Wort auszupacken, zu der Wahrheit oder der Wirklichkeit kommt, wie man sich hier annähert, so spannend, dass ich nicht sehr viel Zeit darauf aufwende oder aufwenden möchte, mich mit alternativen Theorien zu beschäftigen.

Franziska Konitzer Also dezidiert.

Karl Urban Vielleicht nur ein Gedanke dazu. Ich finde, wir sind auch nicht die Personen, die das machen sollten. Also das ist eine Sache, die innerhalb der Wissenschaft abläuft. Wir sprechen ja manchmal schon über Hypothesen von Menschen, von Wissenschaftlern in der Regel, die abseitig sind, die dann aber innerhalb der Wissenschaft geklärt wurden und die manchmal einen harten Kern haben, manchmal auch nicht.

Karl Urban Manchmal sind das sehr renommierte Physiker, die halt auch mal eine Idee hatten, die sich irgendwie durch nichts begründen ließen. Aber das ist nicht die Aufgabe von so einem Podcast, jetzt primär sowas zu besprechen. Also das ist eine Sache, da müsste man, wenn ihr solche Ideen habt, auf eine DPG-Tagung gehen oder mal versuchen, ein Paper zu schreiben.

Karl Urban So, ganz diplomatisch. Ich kriege auch manchmal handgeschriebene Briefe mit Theorien und da sage ich, nein, ich bin nicht in der Lage, das zu bewerten. Ich bin darauf angewiesen, dass die wissenschaftliche Community sowas bewertet und dann kann ich darüber berichten.

Franziska Konitzer Und ob wir das dann manchmal gut finden oder schlecht finden, wie sie was bewertet oder ob es auch in der wissenschaftlichen Community Strömungen und Schwierigkeiten gibt oder Entwicklungen, die ein bisschen schwierig sind, das ist dann auch nochmal eine andere Sache. Aber ja, wir können das nicht bewerten und es gibt sehr viel Falschinformationen da draußen und deshalb möchte ich auch solchen Dingen nicht noch mehr Aufmerksamkeit schenken oder eine Plattform bieten, weil ich mir denke, unsere Plattform, die Größe unserer Plattform ist begrenzt oder unsere Zeit und alles.

Franziska Konitzer Und das möchte ich dann eher damit verbringen, dass ich über das spreche, was ich persönlich interessant finde oder auch für wichtig halte oder auch für wissenschaftsjournalistisch wichtig. Genau. Aber vielen lieben Dank für eure Zuschrift.

Karl Urban Genau, ein Grenzpfeil ist das, was ich in meiner letzten Folge über, die wir ja gleich auch noch sprechen, gemacht habe. Das ist ja quasi ein wissenschaftliches Fehlverhalten, was innerhalb der Wissenschaft passiert und dann aber auch sehr stark in die Medien schon gewirkt hat. Und ich finde, da gibt es dann auch wieder einen Anreiz, dass wir hier darüber sprechen und Dinge zurechtdrücken.

Karl Urban Da sehen wir uns als Journalisten eher auch als Korrektiv. Aber genau, das ist nochmal.

Franziska Konitzer Naja, als Einordnung, ja, genau. Aber dann, du hast es ja jetzt schon angesprochen, deshalb sprechen wir doch jetzt auch gleich darüber, über das Feedback zu deiner letzten Geschichte, zu Folge 128. Eine Geschichte, in der es darum ging, was die biblischen Städte Sodom und Gomorra zerstört haben könnte, angeblich wissenschaftlich belegt.

Franziska Konitzer Das war eine, ja, eine Weihnachtsgeschichte oder für einen Adventskalender.

Karl Urban Eine nicht so weihnachtliche Weihnachtsgeschichte, aber immerhin mit biblischem Kontext.

Franziska Konitzer Und dazu schreibt Mikusch auf Spotify, vielen Dank, lieber Karl, dass du dieses Thema und das Paper einmal aufgegriffen hast. Ich hatte mir das als Zerstörungsgrund gemerkt, wahrscheinlich wie viele andere auch. So ein Wissen dann wieder aus den Köpfen zu bekommen und durch etwas anderes zu ersetzen, ist schwieriger, als es einmal aufzusaugen.

Franziska Konitzer Genau, weil in deiner Geschichte ging es ja darüber, über ein wissenschaftliches Paper, wissenschaftlich kann man im Rückblick auch in Anführungszeichen schreiben, in dem beschrieben wurde, dass eine Stadt, die Sodom gewesen sein könnte, durch einen Meteoriten zerstört wurde, der über dem Roten Meer in der Luft zerplatzt ist.

Karl Urban Genau.

Franziska Konitzer Kamaxli schreibt aus Spotify, sehr gute Folge, die zeigt, wie wichtig Kontrolle ist, auch in der Wissenschaft. Über richtigen Glauben will ich lieber nicht reden, aber wichtig ist, dass man nicht einem glauben darf, was geschrieben steht. Über die Lektüre von Brudermord, Inzest und so weiter mal ganz zu schweigen.

Franziska Konitzer Ähnliche Bücher landen bekanntlich auf dem Index.

Karl Urban Ja.

Franziska Konitzer Die Bibel auf dem Index. Interesting. Polylect schreibt auf Mastodon, das Problem liegt für mich schon in der Fragestellung. Also im Versuch, literarische, mythologische Texte irgendwie wissenschaftlich als wahr historisch belegen zu wollen. Das ist einfach ein ontologischer Kategorienfehler. WissenschaftlerInnen, die behaupten würden, sie hätten den astrophysikalischen Hintergrund der Callisto-Metamorphose aufgeklärt, würden zurechtlich ernst genommen.

Franziska Konitzer Aber bei biblischen Schriften und Homer, Platon und so weiter springen sofort alle Redaktionen auf sowas ein. Ja, manche Redaktionen sollten vielleicht auch Historikerinnen und Historiker, Archäologinnen und Archäologen, also halt auch Journalistinnen und Journalisten mit dem entsprechenden Fachhintergrund beauftragen, beschäftigen oder so.

Franziska Konitzer Also das ist, Fachjournalistinnen und Journalisten sind da gebraucht oder werden gebraucht, um das auch dann in dem Moment einordnen zu können und dann zum Beispiel, wenn so eine, zum Beispiel jetzt eine Pressemitteilung, wie in dem Fall rauskommt, um da von Anfang an sagen zu können, hey, Moment, ihr, stopp mal, überlegen, wie und ob man das dann aufbereitet.

Franziska Konitzer Ja, also schließe ich mich an. Ilka schreibt auf Mastodon Ich fand beim Hören sehr witzig, dass Franzi ein ähnliches Kind wie ich gewesen sein muss Bin ja leider sehr evangelisch groß geworden und habe mich von klein auf an den ganzen Ungereimtheiten der Bibel gestört Aber das Schlimmste, wenn alle in den Himmel kommen dann auch der verhasste Klaus aus der Parallelklasse und müsste ich den da wiedersehen, Ich hoffe nicht, finde ich Ilka, Hendrik schreibt eine Frage, sie, er meint damit, glaube ich, die Frau von Lot aus der Bibel, sie erstarrt zu Salzsäure.

Franziska Konitzer Zwinker-Smiley-Karl. Hast du dich versprochen?

Karl Urban Nein, nein. Franzi, da steht ein Timecode. 44, 45. Und wenn du die Folge nochmal angehört hättest, dann wüsstest du, dass eine gewisse Podcasterin...

Franziska Konitzer Hab ich Salzsäure gesagt? Okay, mea culpa.

Karl Urban Also es heißt ja, Start zur Salzsäule. Ich finde das aber nach wie vor, also bis heute verwirrend, was das sein soll. Also es ist einfach eine Säule aus Salz. Und das Lustige ist, wenn man Salzsäule googelt, dann kommt halt nur Sodom und Gomorra und Altes Testament. Keine Ahnung.

Franziska Konitzer Ich habe mir als Kind immer irgendwie tatsächlich so zusammengepapptes Salz vorgestellt, aber das würde ja überhaupt nicht funktionieren. Oder diese Salz, was ist denn diese Bastelei, wo man auch mit dem Salz, wenn man es ableckt, dann schmeckt salzig, dieses Matschepampe-Zeug, was man dann formen kann.

Karl Urban Nein, du kannst so, achso, das weiß ich nicht. Also du kannst natürlich Kristalle ziehen irgendwie und da so, ne, aber das wird da nicht so einartig.

Franziska Konitzer Ne, ich meine nicht Kristalle ziehen, das war auch so ein Bastelgeraffel, da konnte man dann irgendwie sowas draus formen. Salzteig. Ja, genau, Salzteig. Wenn man den abgestreckt hat, dann hat er doch auch noch Salz. Sowas habe ich mir das irgendwie vorgestellt, immer als Kind.

Karl Urban Das könnte sein, ja, und dadurch könntest du ja auch irgendwie eine Person formen, so Bugsfiguren-artig vielleicht.

Franziska Konitzer Was auch kaum creepy wäre. Okay.

Karl Urban Ja, lassen wir das.

Franziska Konitzer So ist so ich meinen eigenen, ähm, Benjamin! Schreibt auf der Webseite. Ich fand die Diskussion nach dem inhaltlichen Schnelldurchlauf sehr interessant. Hier möchte ich persönlich anmerken, dass ich im tiefgläubigen Umfeld aufgewachsen bin, freikirchlich und evangelikal, war einige Jahre in einer Sekte aus dem Bilderbuch mit amerikanischem Pastor und die Medien waren vom Teufel.

Franziska Konitzer Ich habe erst mit Ende 20, Anfang 30 angefangen, das zu hinterfragen. Aber daher denke ich, kann ich die Motivation der Autoren nachempfinden. Und was Karl am Ende meinte, trifft wohl höchstwahrscheinlich den Nagel auf den Kopf. Das große heilige Buch muss einfach stimmen.

Karl Urban Was mich hier schockiert hatte, war ja, dass es eigentlich auch in dieser Gruppe auch Wissenschaftler sind, die so von außen betrachtet jetzt nicht so wirken, als seien sie Fundamentalisten, sondern tief in der Wissenschaft verwurzelt. Ich habe aber irgendwie jetzt auch nochmal länger darüber nachgedacht und eine Sache gelernt, nämlich mich erinnert gefühlt an einem ganz anderen Buch, was ich gerade lese, nämlich ist das ein Buch über das Leben von Galileo Galilei, früheres 17. Jahrhundert.

Franziska Konitzer Du liest ja immer die dollsten Bücher, Karla, und ich lese irgendwie meine Comics. Und ich, oh man.

Karl Urban Ja, das ist auch anstrengend, aber sehr, sehr interessant. Das habe ich hier in so einem Bücherregal gefunden. Und das ist von einer Autorin, die ich sehr gerne mag. Dava Sobel. Das Buch ist schon ein bisschen älter und sehr nah an den Quellen dran. Und eigentlich geht es um die Tochter von Galileo, die im Kloster war und so. Aber ist egal.

Franziska Konitzer Ah, Dava Sobel, das schreibe ich mir gleich auf, weil das Buch über Längen gerade. Ha, perfekt.

Karl Urban Sehr gute Wissenschaftsautorin. Auf jeden Fall fand ich interessant, also das, was man über Galileo ja auch weiß, er war einer der ersten, der Teleskop benutzt hat und der aber gleichzeitig und irgendwie auch die kosmische Ordnung sozusagen eigentlich auf den Kopf gestellt hat, weil er Kopernikus recht geben musste, dass eigentlich viel dafür spricht, dass die Erde nicht im Zentrum sitzt.

Karl Urban Aber gleichzeitig ist er halt in Italien, wo die Kirche überall eigentlich das Sagen hat. Und deswegen, und er war auch selber ein sehr gläubiger Katholik, das war mir nicht so klar. Und er hat sich eigentlich versucht, die ganze Zeit zu arrangieren damit. Und hat halt eigentlich auch sehr diplomatisch agiert.

Karl Urban Also es gab ja vor ihm einige... Priester oder Befürworter von diesem kopernikanischen Weltbild, die auch verbrannt worden sind. Und er umgeht das eigentlich sehr geschickt und korrespondiert auch, trifft auch den Papst und viele Kardinäle. Er kämpft eigentlich damit, dass die Bibel stimmen muss eigentlich.

Karl Urban Und das ist ja letztendlich die Welt, aus der sich dann die moderne Wissenschaft entwickelt hat. Also die Renaissance, wo das angefangen hat mit der modernen Wissenschaft. Und da war mein Blickwinkel jetzt drauf, dass einfach ein Teil davon einfach noch da ist oder vielleicht zurückkommend, je nachdem, wie man das bewertet, wie sich das weiterentwickelt, aber diesen Wettstreit der Deutung, wie die Welt entstanden ist und sich entwickelt hat, dieser verschiedenen Deutung, der existiert einfach immer noch.

Karl Urban Und irgendwie ist Religion auch Teil des Menschen, der geht ja nicht weg in aufgeklärten Zeiten. Das muss man einfach anerkennen.

Franziska Konitzer Ja, das ist ein starkes Statement. Ich denke, auch wenn du anthropologisch in die ganz verschiedenen Kulturen reingibst, du findest, ich würde argumentieren, soweit ich weiß, dass Religion nicht unbedingt zur Werkseinstellung der menschlichen Natur gehört. Also als Religion, ja. Aber das ist eine ganz, ganz andere Diskussion, die sehr weit führt und auch definitiv above my pay grade ist.

Franziska Konitzer Dann machen wir mal weiter mit Martina. Die schreibt auf der Webseite, gerade wenn man selber nicht im christlichen Sinne gläubig ist, ist es interessant zu erfahren, wie es zu den Geschichten in der Bibel kam, was für Ereignisse tatsächlich beschrieben wurden und warum genau diese Geschichten über Jahrhunderte weitererzählt werden.

Franziska Konitzer Ich denke, deshalb stoßen solche Forschungsarbeiten in Anführungszeichen auf so großes mediales Echo. Was ist passiert bitte mehr, als es Moses geteilt hat? Hat Posaunenstall Jericho zerstört? Welches Himmelereignis wird bei Jesus Geburt beschrieben? Und eben, was ist mit Sodom und Gomorra passiert?

Karl Urban Joa, finde ich auch. Das ist auch valide und sinnvolle Forschung. Also ich meine, es gibt ja immer Waren oder oft einen Warenkerl, nicht immer, aber finde ich auch spannend.

Franziska Konitzer Passend dazu gibt es noch einen Kommentar von Markus auf der Webseite, der schreibt, ich will hier aber nochmal die tolle Doku-Reihe Die Geburt des Christentums von Arte, gibt es auch auf YouTube empfehlen. Allein schon, um zu zeigen, dass mein Studienabschluss Philologie auch spannend sein kann. Ich finde Philologie persönlich immer spannend.

Franziska Konitzer Da wird unter anderem sich auch mit der Legende auseinandergesetzt, dass Nero Rom hätte anzünden lassen, um die Christen zu verfolgen. Etwas, was immer noch von vielen als Allgemeinbildung gesehen wird, aber vollkommener Bullshit ist. Danke, lieber Markus, das schreibe ich mir gleich auf und werde dann mal auf die Suche gehen nach dieser Doku-Reihe.

Karl Urban Auf jeden Fall.

Franziska Konitzer Stefanie schreibt, Stefanie hat noch eine Frage per Mail. Und zwar, während ich zugehört habe, habe ich mich ständig gefragt, wie ein Meteorit in der Luft explodieren kann. Ich hoffe, ich habe die Antwort auf meine Frage nicht einfach überhört.

Karl Urban Hast du nicht? Habe ich nicht erklärt. Meine Schuld. Aber wir mussten den Kern der Geschichte in 24 Minuten abhandeln. Das war die Herausforderung. Also, wieso explodieren manche Meteoriten? Also, es gibt Meteoriten, die in der Luft zerplatzen. Und es gibt welche, die einschlagen und einen Krater erzeugen.

Karl Urban Und da gibt es halt ein paar Parameter, die eine Rolle spielen. Die Masse von den Meteoriten, die Dichte, die Geschwindigkeit, mit der er ankommt und dann auch noch der Winkel, mit der er auf die Atmosphäre trifft. Und all das führt dazu, dass zum Beispiel so ein mittelgroßer, keine Ahnung, 10, 20, 30, 40 Meter großer Metallmeteorit, der fällt einfach durch die Atmosphäre durch.

Karl Urban Würde vielleicht ein bisschen schmelzen, aber der würde irgendwann einschlagen. Aber dann gibt es auch recht große, also vielleicht sogar noch ein bisschen größere Meteoriten, die aber aus so einer fluffigen Steinmischung sind mit einer sehr geringen Dichte, mit sehr vielen Hohlräumen mittendrin und die im All stabil sind, weil auf so einen Asteroiden irgendwo im Sonnensystem keine großen Kräfte wirken.

Karl Urban Aber wenn der jetzt heiß wird und durch die Atmosphäre rauscht, dann kann der sehr schnell auseinanderfallen. Und wenn dieser fluffige Meteorit auch noch zu einem größeren Teil aus Eis besteht, was durchaus realistisch ist und sich, weil der sehr flach eintritt mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, also flach eintreten heißt, der durchstreift sehr viel Luft auf dem Weg zum Boden, dann kann halt dieses Eis einfach sehr schnell sublimieren, weil das einfach sehr heiß wird.

Karl Urban Das hatten wir auch in der Folge besprochen, ein paar tausend Grad sind da schon manchmal drin oder schon über tausend Grad auf jeden Fall. Dann kann es halt in einer gewissen Höhe zu so einem Airburst kommen. Das schöne deutsche Wort dafür ist gerade der Luftzerplatzer.

Franziska Konitzer Entschuldigung.

Karl Urban Genau.

Franziska Konitzer Klingt schon eher nach Flatulenz.

Karl Urban Ja, Airburst klingt irgendwie dramatischer. Aber das kann auf jeden Fall passieren und dann entsteht halt kein Krater, weil das Geschoss einfach schon in der Luft auseinanderbricht. Es gibt genau zwei prominente Beispiele für solche Luftzerplatzer, so aus jüngerer Vergangenheit. Einmal eben dieses angesprochene Tungusk-Ereignis über Sibirien von 1908 und das war so ein 50 Meter großer Körper, schätzt man.

Karl Urban Und das zweite ist das Chelyabinsk-Ereignis von 2012, wo ja über dieser russischen Großstadt am Ural ein ungefähr 40 Meter großer Körper zerplatzt ist. Da fallen dann auch ein paar Bruchstücke zu Boden, aber die sind dann halt so klein, dass die selber keinen nennenswerten Krater mehr schlagen. In Cheyabinsk, das war ja wirklich eigentlich eher so ein Himmelschauspiel.

Karl Urban Das Gefährlichste daran war tatsächlich diese Druckwelle über der Großstadt, weil die Leute erst gehört haben, dass da was ist. Dann sind sie alle ans Fenster gelaufen und dann kam diese Druckwelle, die ein bisschen langsamer als die Schallgeschwindigkeit ist. Und dann sind sehr viele Scheiben zu Bruch gegangen und haben sehr viele Menschen mit Schnittwunden verletzt.

Karl Urban Das heißt, wenn ihr mal was Tolles am Himmel seht und hört und denkt, oh, was ist da los, geht von den Fenstern weg. Das ist wirklich das Gefährlichste daran.

Franziska Konitzer Interesting.

Karl Urban Genau.

Franziska Konitzer Ja, zum Schluss haben wir noch eine Zuschrift von F. Da ging es darum, dass ja auch dieser Artikel in einem wissenschaftlichen Journal, in einer Fachzeitschrift erschienen ist.

Karl Urban Scientific Reports, genau.

Franziska Konitzer Und wie das eigentlich sein kann, dass das durch die Peer Review kommt und F schreibt, ich bin Associate Editor eines mittelprächtigen wissenschaftlichen Journals und Autor mehrerer hundert Fachartikel. Was ihr in Sachen Unverständnis zum Thema Peer Review gesagt habt, kann ich erklären. Erstens. Als Editor ist es ziemlich schwierig, Gutachter, also Reviewer, zu finden.

Franziska Konitzer Zweitens. Etwa 30 Prozent der Reviewer revuen primär, um Citation Phishing zu betreiben. Also um den Autoren aufzuerlegen, Important Paper zu zitieren, wichtige Fachartikel, die fast immer nur die eigenen sind. Drittens. Wenn man ein Paper ordentlich begutachten will, braucht man bei 20 bis 30 Manuskriptseiten einen halben Tag. Man kann also wenige Reviewen, sämtliche Freizeit opfern oder schlampig Reviewen.

Franziska Konitzer Und viertens, es ist mir schon öfters passiert, dass die Autoren meine Kommentare als Reviewer nicht ernst genommen haben. Man kann also sagen, dass das Peer-Review-System auch in Gebieten, in denen Religion keine Rolle spielt, besonnen alles andere als gut funktioniert. Insbesondere, wenn sich Autoren und Editoren nicht kennen, wovon ich bei Scientific Reports ausgehe.

Franziska Konitzer F, vielen, vielen, vielen lieben Dank für diese Zuschrift, die auch mir... Die Wirklichkeit oder die tatsächlichen Abläufe im Peer-Review-System sehr schön nochmal erklärt und dargelegt haben. Weil dass das natürlich im echten Leben weg, also nicht unbedingt immer was mit dem Heerenideal zu tun hat, ist schon klar.

Franziska Konitzer Aber ja, ich finde das sehr spannend, das nochmal so dargelegt zu bekommen. Vielen Dank.

Karl Urban Genau. Ich würde noch, also ich fand das auch sehr instruktiv. Ich würde vielleicht, weil das jetzt so rüberkommt, als sei die Wissenschaft komplett kaputt. Ich lese das hier nicht raus. Ich lese eigentlich raus, dass es wichtig ist, dass es sowas wie Peer Review gibt, dass es manchmal oder häufig nicht so gut funktioniert, wie es funktionieren sollte.

Karl Urban Aber es gibt ja auch nicht wirklich eine alternative, irgendwie vertrauenswürdige Wissenschaft zu machen. Und dann gibt es ja auch noch andere Prozesse. Peer Review ist ja eigentlich nur so eine erste Begutachtung der Wissenschaft. Dann ist es publiziert und dann passiert das, was in der Wissenschaft, dass die eigentliche Stärke der Wissenschaft ist, nämlich dass dann Leute versuchen, das nachzuvollziehen und im schlimmsten Fall dann halt auch irgendwann intervenieren und sagen, das ist Bullshit, weil die arbeiten gar nicht sauber und dann gibt es halt auch eine Retraction irgendwann.

Franziska Konitzer Ja, oder es verschwindet halt einfach in der Versenkung und dann wird halt nicht mehr darüber gesprochen, sondern über was anderes. Aber so hatte ich das überhaupt nicht verstanden, so hatte ich das eben auch nicht gemeint. Ich meine, das ist ja, natürlich ist die Wissenschaft nicht kaputt in dem Sinne, aber wie alles im Leben entspricht es halt nicht immer den Idealvorstellungen.

Franziska Konitzer Das können wir aus unseren eigenen beruflichen Alltagen gerade auch bei dem Thema bestätigen. Wenn so ein Thema auf dem Tisch landet, dann wird das halt einfach umgesetzt und fertig aus Ende, ohne dass man sich vielleicht überlegt, ob man es überhaupt macht. Das ist auch, Journalismus sollte anders funktionieren im Ideal, aber im echten Leben funktioniert es halt oft nicht so. Es kann immer nur eine Annäherung sein.

Franziska Konitzer Die ideale. Aber danke, lieber F und, äh, oder liebe F. Und damit kommen wir noch kurz zum allgemeinen Feedback. Und da würde ich das Feedback von Uwe vorlesen. Der schreibt, mein Spotify 2025 rappt, habt ergeben, dass mein Top-Podcast Astrogeo ist. Ich soll euch 962 Minuten gestreamt haben. Könnt ihr euch was drauf einbilden? Bitte, bitte, lieber Uwe.

Franziska Konitzer Das freut mich sehr, dass ich in irgendeinem Spotify-Wrapped aufgetaucht bin. Das finde ich mega cool.

Karl Urban Ich muss ja sagen, ich bin überhaupt kein Freund von Rapped. Ich habe da gestern irgendwie durchgeklickt. Ich benutze Spotify auch privat eigentlich gar nicht mehr. Ich weiß halt bloß, dass viele euch uns darüber hören. Mir wird auch immer schwindelig, wenn ich diese Dinge angucke. Aber was ich enorm fand, war, dass allein die von euch, die uns auf Spotify hören, uns im letzten Jahr ...

Karl Urban Über eine Zeit von 30 Jahren gehört haben. Also wenn man alle Hörminuten zusammen addiert, die ihr uns auf Spotify gehört habt, dann sind das 30 Jahre. Die, die uns über ein Feed hören, über Podcatcher-App außerhalb von Spotify, das ist dann nochmal so viel. Also das ist beachtlich. Also Franzi, wir haben sozusagen 60 Jahre lang in einem Jahr den Leuten in die Ohren geredet, wenn man diese Multiplikation so aufaddiert. Finde ich krass.

Karl Urban Wir sind sehr dankbar dafür.

Franziska Konitzer Nee, mega. Ich habe dann auch überlegt, ich habe keinen, das war ein bisschen lustig, weil ich war, als dieses Rap erschienen ist oder halt die, ja, war ich im Urlaub und war jetzt auch nicht so viel online oder so und dann auf der Heimreise dann wieder Internet und Reddit und Schlag mich tot und alle haben ihre Rap gepostet.

Franziska Konitzer Das war echt so, so zwei Tage lang gab es nichts anderes und ich so, huja. Also jemand, die kein Spotify nutzt, war das so super, ja. Daher weiß ich auch nicht, was zum Beispiel mein Top-Podcast ist.

Karl Urban Es ist nicht Astro-Geo, da hörst du zu wenig von.

Franziska Konitzer Oh Karl, jetzt hör auf nachzutreten. Carola schreibt aus der Mail von oben. Ich mag Gesteine sehr und sammle häufig Steine, die ich auf meinen Wanderungen in und um Hamburg finde, also in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Es gibt wahnsinnig viele Feuersteine, die meines Wissens nach jedoch im Meer entstehen. Wie konkret entstehen diese und wieso gibt es so viele an Land?

Franziska Konitzer Außerdem würde mich brennend die Geschichte zu Donnerkeilen interessieren und wo man diese leicht finden kann. Was sind Donnerkeile? Außerdem bin ich fasziniert von Obsidianen. Die sind schwarz, so viel weiß ich. Auch hier interessieren mich Geschichte und vor allem Fundorte. So, Karl, und jetzt du.

Karl Urban Genau, das ist quasi ein Themenvorschlag. Also kurz zu den Donnerkeilen. Das sind Wellemniten, das sind so ausgestorbene Tintenfischartige Tiere, die aber so intern Knochen hatten. Wenn ich das gerade richtig im Kopf habe, sonst verbessert mich. Und man findet halt diese Knochen noch an Fundorten, in Gesteinen aus der Zeit, wo die gelebt haben.

Karl Urban Ich glaube, hier in meiner Nähe, im Südwesten, auf der Schwäbischen Alb kann man die zum Beispiel finden. Aber ich wollte was Prinzipielles sagen. Also erstmal vielen lieben Dank, Carola. Solche Themenvorschläge habe ich schon häufiger bekommen. Für mich ist immer so ein bisschen die Herausforderung, dann eine schöne Geschichte draus zu machen.

Karl Urban Und es gibt halt Steine und es gibt Geologie. Und natürlich hat sich die Geologie auch irgendwie als Wissenschaft durch Menschen entwickelt, die irgendwie gerne Steine gesammelt haben, deswegen passt es schon zusammen. Aber Geschichten über einen Stein finde ich so ein bisschen schwierig in der Regel, weil ich dann erstmal eine größere Erzählung irgendwie finden muss und am besten auch noch Protagonisten oder Steine als Requisiten in Geschichten oder so.

Karl Urban Aber ich kann schon mal so viel sagen, ich habe vor, was Massives zu gesteinen in unserem...

Franziska Konitzer Entschuldigung, was Massives zu gesteinen?

Karl Urban Ja, genau, also richtig, richtig massiv über Gesteine in unserem mitteleuropäischen Umfeld zu machen im neuen Jahr.

Franziska Konitzer Sind Steine die schwarzen Löcher der Geologie, Karl?

Karl Urban Ja, das können wir dann hinterher im Geplinkl diskutieren, sehr gerne. Genau, also das habe ich vor... Es wird herausfordern. Ich stehe gerade in meiner Vorrecherche da, wo du standest, glaube ich, wo du bei den schwarzen Löchern ein bisschen verzweifelt bist, was du da genau erzählen sollst. Also ich muss mir da noch gute Punkte suchen, zumal das so teilweise Themen sind, wo man eigentlich Bilder zeigen möchte.

Karl Urban Und da muss ich mal gucken, dass es auch als Podcast funktioniert. Aber es wird funktionieren. Sei gespannt. Seid gespannt.

Franziska Konitzer Ich freue mich drauf. Lucius schreibt auf Elbitel Podcast, sehr cool aufberatetes wissen. Bitte mehr davon, aber bitte lasst die Feedback-Folgen weg. Ups. Es nervt, die immer wieder eingeflochten zu bekommen, wenn man eure Storys beim Arbeiten genießen will. Ich möchte nicht ständig am Player rumspielen müssen, um zur nächsten Qualitätsfolge zu gelangen.

Karl Urban Das ist jetzt der Kommentar für das Ende dieser Qualitätsfolge. Tja. Also, lieber Lucius, ich verstehe dich. Wir machen diese Folgen aber sehr gerne weiter, weil wir wissen, dass sehr viele von euch sie auch gerne hören. Aber ihr müsst sie nicht hören. Und ich hätte einen Pro-Tipp für dich. Es gibt nämlich ganz unten rechts auf unserer Webseite astrogeo.de so verschiedene Feeds, die man in eine Podcatcher-App kopieren kann.

Karl Urban Und einer dieser Links auf unserer Seite heißt Podcast-Feed nur Geschichten. Und wenn du den kopierst und in eine Podcatcher-App kopierst, kannst du alleine unsere Geschichten abonnieren und alles für dich nervige Geplänke einfach weglassen. Und das geht dann vollautomatisch, geht allerdings nicht auf Spotify.

Karl Urban Dafür brauchst du, wie gesagt, so einen Podcatcher wie Antennapod, Apple Podcast, Pocket Cast und so weiter. Gibt's genug.

Franziska Konitzer Na gut, aber angesichts der Tatsache, dass der Kommentar über Apple Podcast kommt, denke ich, läuft es.

Karl Urban Müsste möglich sein, genau.

Franziska Konitzer Also, hurra. Katsche schreibt, vielen Dank für die vielen interessanten Folgen. Aber hier musste ich jetzt doch mal einen Kommentar schreiben, da ich weiß, dass Franzi auch Magic spielt. Dank deiner tollen Folge, Karl, weiß ich nun, woher der Name meiner Lieblings-Magic-Karte, der Jokulhaupt.

Karl Urban Jokil Hlöps.

Franziska Konitzer Sag das nochmal.

Karl Urban Jokil Hlöps.

Franziska Konitzer Ja, da ging es um, ja, Island, denke ich.

Karl Urban Island?

Franziska Konitzer Ich dachte bisher immer, dass dies ein ausgedachtes Wort wäre, aber nun macht das Bild auf der Karte auch richtig Sinn. Nach über 25 Jahren ist dieses Rätsel nun gelöst. Vielen lieben Dank.

Karl Urban Super.

Franziska Konitzer In dem Moment, jetzt schaue ich mir mal die Karte an. Ew. Destroy all artifacts, creatures and lands. Ah, geil. Land Destruction. Mega. Und das Artwork ist tatsächlich ziemlich geil.

Karl Urban Ja, das ist halt ein Gletscherlauf. Der macht halt alles kaputt. Ergipsel.

Franziska Konitzer Bin ich fast ein bisschen traurig. Das war ein Kommentar zu einer älteren Folge 122. Meine Magic-Mikro- Obsession ist aus und vorbei. Und ich spiele seitdem nur noch Gitarre. Hurra! Ein ähnlich teures Hobby. Aber danke, weil das ist echt schönes Artwork. Und sag nochmal hier zum Abschluss, Karl.

Karl Urban Jökel löips.

Franziska Konitzer Sehr schön.

Karl Urban Genau. Ich habe noch einen Kommentar. Ich schicke die Tage noch ein paar Sticker raus an alle, die uns auf Steady unterstützen und die ihre Adressen da hinterlegt haben. Wenn ihr das nicht getan habt, aber trotzdem Sticker haben wollt, schickt mir eine E-Mail und ich schaue auch, dass es noch vor Weihnachten passiert, weil da gab es eine Anfrage.

Franziska Konitzer Ah. Sehr gut. Dann sind wir am Schluss angekommen.

Karl Urban Sind wir. Und für diese Qualitätsfolge.

Franziska Konitzer Oh, du nimmst echt persönlich, hast du Hunger?

Karl Urban Ja.

Franziska Konitzer Ja, genau, deshalb ich sag das jetzt. Also, ganz schnell zum Schluss bedanken wir uns sehr gerne, nehmen wir uns trotzdem die Zeit, Danke zu sagen. Auf jeden Fall. Und zwar auch dieses Mal an alle, die uns finanziell unterstützen. Wir finden euch total nett und ich lese das jetzt im Schnelldurchlauf vor. Bist du bereit?

Karl Urban Bin bereit.

Franziska Konitzer Großen Dank geht diese Woche an unsere neuen Unterstützerinnen und zwar Anne, Moritz, Roland, Jürgen, Teresa, Tom, Christian, Ronny, Stefan, Kurt, Daniela, Andreas, Christian, Andreas, Gabriel, Axel, Lutz, Michael, Christoph, Jürgen, Timon, Moritz, Thomas. Vielen lieben Dank.

Karl Urban Super. Ganz nett von euch, dass ihr dabei seid. Und ich würde sagen, dann war sie das, die 129. Ausgabe von Astrogeo und schickt uns gerne wieder weiter mehr Feedback auf allen Kanälen. Wir freuen uns darüber. Das kommt dann ins nächste Geplinkel. Und bis dahin sagen wir Tschüss, macht's gut.

Franziska Konitzer Glück auf.

Karl Urban Nein, Franzi.

Franziska Konitzer Nein, hier kommt mein Park. Ad Astra.

Karl Urban Und Glück auf. Bis zum nächsten Mal.

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